79 Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 2. November 1842. M67. Ueber Krankheiten. Stubenluft iſt, außer für Schwache und Kranke, unzuträglich, und ewiges Sitzen in ihr verderblich. Darum ſollte man ſelbſt dem Kranken nicht, wie häu⸗ ſiig auf dem Lande geſchieht, ſo hölliſch einheizen, ſondern gute friſche Luft zuführen. Spaziere! muß man dem Städter, turne! der Jugend zurufen. Tau⸗ ſende ſind ſchon einzig durch fleißige Bewegung in friſcher Luft vor Krankheiten geſichert, oder aus ihnen gerettet worden. Gott hat dem Menſchen die Fuͤße zum Gehen gegeben. Doch können Stubenſitzer unter günſtigen Um— ſtänden ſehr alt werden. Es giebt viele alte Pfarr⸗ herrn, Rechtsgelehrte und Kaufleute; auch Schul⸗ meiſter(nicht Schullehrer, denn dieſe machen nicht viel Staub) die ganze Fäſſer voll Schulſtaub ver⸗ ſchlucken, und dennoch nicht ſterben. Am älteſten werden unter den Stubenſitzern die Philoſophen, Künſtler und Dichter, weil ſie nicht in der Welt, ſondern über der Welt leben, und ſich durch Sorgen nicht drücken laſſen. Gelehrte und Frauenzimmer leiden meiſt an Ner— venkrankheiten, Stubenſitzer aller Art an Verſtopfun⸗ gen. Jünglinge in der Lunge, und Landleute im Magen, der Klöße wegen. Erſteren helfen Bäder, Spazieren und Waſſertrinken, Nichtsdenken, mäßige körperliche Arbeit, Sonnenſchein und friſche Luft; den zweiten ſehr viele und muntere Bewegung im Laufen, Reiten und Fahren; den dritten Vorſicht, Schweigen, Molken, Aerzte und den vierten Mäßig⸗ keit und Purganzen. Kluger Rath des Arztes iſt immer gut. Wenige Krankheiten kommen wie ein Dieb in der Nacht(nur die entzündlichen) ſogar der Schlagfuß nicht einmal, obſchon dieſer ſchnell, wie ein Schlag den Menſchen niederſtreckt, oder den Le— bensſtrom ſogleich hemmet. Die Krankheit iſt oft ſchon Jahre lang im Körper. Sie ſelbſt iſt inner— lich. Alte ſchon lange in der Feſtung ſitzende Feinde können nicht plotzlich beſeitigt, durch eine Mixtur herausgeworfen werden. Wirkt die Mixtur wie Schießpulver, ſo ſprengt ſie den Feind oder die Krank⸗ heit mit der Feſtung d. h. mit der Geſundheit und dem Leben in die Luft; wie Miſſolunghi und Ipſara, die mit den Türken und Griechen zugleich auf flogen. So kuriren iſt keine Kunſt. So kurirte der berühmte Doktor Eiſenbart, und ſolche Kuren begehren manche Landleute. Kann der Eine Arzt nicht helfen, ſo laufen ſie zum zweiten und dritten ſchon morgen, und übermorgen ſchon wieder zum erſten oder vierten. Einer brauchte eilf Aerzte und ſagte es habe ihm jeder ſehr gut gedient; er ſtarb am Eilften. Sol⸗ cher Wechſel iſt Unſinn. Nicht etwa wer ſchnell und wohlfeil eine Krankheit nur im Haus herum— jagt, und von einem Zimmer ins andere treibt, ſon⸗ dern wer die Krankheit zum Haus hinaustreibt, iſt ein Arzt. Sonſt kurirten die Todtengräber am ſchnellſten. Wie thörigt iſt's erſt noch die Hoffnung zur Geneſung, Geſundheit, zum Leben nach dem Maße der Mixtur und dem Gewichte des Pulvers zu wägen! Gewiß iſt, daß oft ein wenig Arzenei mehr bilft, als ein Eimer, und daß mancher Arzt kaum in einem Jahr verbeſſern kann, was man in zehn Jahren verdorben hat. Der Arzt muß neben deiner bisherigen Lebensweiſe auch deine Natur ken— nen; der Eine kann viel, der andere faſt nichts er— tragen; in Einem ſind dieſe Theile noch geſund und ſtark, im Andern ganz andere. Der Elephant und der Eſel können Blauſaure in Menge vertragen, und dem Igel thun die ſpaniſchen Fliegen nur wohl, aber das zarte Kindlein in der Wiege wird ſchon durch die Muttermilch und zarteſte Medizin ausge— reinigt. Kinder ſind ſchwache Setzlinge, die ein Wurm an der Wurzel ins Gräblein herunterziehen kann. Aber der hundertjährige Greis ſpottet der Arzeneien, denn ſie wirken in ihm nichts mehr. Solche ſterben nur an Alterſchwäche. Die Krankheiten ſind nur für die Jungen und Jüngern. Je jünger man iſt, an veſto mehr Krankheiten kann man noch ſter⸗ ben. Auf die Jungen lauert der Tod immer hin⸗ term Gebüſche. In ſchlimmer Witterung, und zur Zeit anſteckender Krankheit geht er wie ein böſer Geiſt, wie ein brüllender Löwe herum, ihr Leben zu verſchlingen. Er iſt der Würgengel, der die Erſt⸗ und Letzt-Geburt mit einander ſchlägt. Man kann an 6000 Arten Krankheiten ſterben, ja an noch mehren; denn jede Krankheit, zumal Nervenkrank⸗— heiten, nimmt in jedem Menſchen eine eigne Art an. Keiner wird wie der Andre geboren, Keiner lebt wie der Andre, Keiner ſtirbt gerade ſo, wie der Andre. Das iſt wahrhaftig wunderbar, wie, daß jeder ſein eigen Geſicht hat. Auch jede Krankheit hat ihr eignes Geſicht und ihre eignen Füße. Die Auswanderer. Ich glitt über die Lüneburger Haide— erzählte der Mond— da lag eine einſame Huͤtte am Wege; einige nackte Buͤſche ſtanden dicht dabei, und hier ſang eine Nachtigall, welche ſich in dieſe Oede ver— irrt haben mußte. Es war ihr Schwanengeſang, welchen ich hörte, denn in der Nachtkälte mußte ſie ſterben. Die Morgendämmerung erhob ſich, da kam eine Karawane auswandernder Bauern-Familien, welche nach Bremen oder Hamburg wollten, um mit einem Schiffe Amerika zu erreichen, wo das Glück, das geträͤumte Gluck, ihnen erblühen ſollte. Die Frauen trugen ihre kleinſten Kinder auf dem Rücken, die größern liefen nebenher, ein elendes Pferd zog auf einem bedeckten Karren das ärmliche Hausgeräͤth. Der kalte Wind ſaußte, deßhalb ſchmiegte das kleine Mädchen ſich dichter an die Mutter, welche zu mei— ner abnehmenden Scheibe emporblickte, und der bit— teren Noth gedachte, welche ſie hier erlitten. Ihre Gedanken waren die der ganzen Karawane; die rothe Morgendämmerung leuchtete deshalb, wie das Evangelium eines ſchöneren Tages, welcher wieder erſtehen würde; ſie hörten die ſterbende Nachtigall ſingen; ſie war kein falſcher Prophet, aber des Glückes Verkünderin. Der Wind pfiff, deſſen Ge— ſang verſtanden ſie nicht:„Seegle getroſt uber das Meer, die Ueberfahrt haſt du ja mit Allem, was du beſaßeſt, bezahlt; arm und hülflos ſollſt du dein Land Canaan betreten. Du mußt dich ſelbſt, deine Frau und deine Kinder verkaufen. Doch lange lei— det ihr nicht! Hinter dem breiten duftenden Baume ſitzt die Todesgöttin; ihr Kuß des Bewillkommens hauchet tödtliche Fieber in dein Blut, fahre hin! fahre hin über die wogenden Fluten!“ Und die Karawane lauſchte erfreut der Nachti— gall Geſang, denn er verkündete Glück. Der Tag ſtrahlte hinter den lichten Wolken; die Landleute gingen über die Haide zur Kirche; die ſchwarz ge— kleideten Frauen mit den dichten weißen Leinenſtrei— fen um den Kopf, erſchienen wie Geiſter, herausge— treten aus den alten Kirchengemälden; rings um war nur die große todte Umgebung, das welke braune Haidekraut, finſter abgeſengte Ebenen zwiſchen weißen Sandhügeln. Die Frauen trugen ihr Geſangbuch und wanderten zur Kirche. O betet, betet für die, welche zum Grabe wandern, dieſſeits der wogenden Fluten! ˙ 380. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Edictalla dung. (1319) Nachdem über den Nachlaß des Gräf. Solms⸗Laubachiſchen Verwalters Chriſtian Lang in Obbornhofen und über das Vermögen ſeiner daſelbſt wohnhaften mit einem Güterabtretungsgeſuch eingekommenen Wittwe Katharina Eliſabetha, geborne Wöll, der Concursprozeß erkannt worden, wird zu Anzeige und Begründung aller beſtehenden Schuldforderungen oder ſonſtigen Anſprüche, ſowie zum Verſuch der Gute Termin auf Freitag den 23. Dezember, Vormitt. 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile des Ausſchluſſes von der Maſſe ree des zu unterſtellenden Beitritts zu den Beſchlüſſen der Mehrheit der Gläubiger anberaumt. Laubach den 17. September 1842. Großh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Geyger. A Af fer d er (1338) Heinrich Loch von Bruchenbrüͤcken wuͤrde am 18. d. M. das 70. Lebensjahr zurückgelegt haben. Da ſein Aufenthaltsort unbekannt iſt, ſo wird der ſelbe, deſſen Erben, oder alle diejenigen, welche An— ſprüche an das bisher kuratoriſch verwaltete, nach der letzten Rechnung 137 fl. 45 kr. betragende Ver⸗ mögen formiren, aufgefordert, ihre Anſprüche, und zwar Letztere unter Vorlegung der erforderlichen Le— gitimation, Dienſtag den 22. November d. J. vor unterzeichneter Behörde geltend zu machen, widri⸗ genfalls der Nachlaß dem ſich legitimirenden näch— ſten Erben ausgeantwortet wird. Friedberg den 30. September 1842. Gr. Heſſ. Graͤfl. Wächtersbachiſches Landgericht Hofmann. Löw. Verſteigerung von altem Eiſen zu Vilbel. (1354) Donnerſtag den 10. November d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen verſchiedene bei dem Brückenbau zu Vilbel verwendete eiſerne Geräth⸗ ſchaften, als Mauerklammern, Bahnſchienen ꝛc.— circa 2000 Pfund— auf dem Rathhauſe daſelbſt oͤffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg den 20. Oktober 1842. . Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Holzverkauf. (1376) Künftigen Mittwoch den 9. November l. J., Vormittags um 10 Uhr, werden auf dem Hgfl. Solms-Roͤdelheim'ſchen Braunkohlen-Bergwerk bei Bauernheim 65 Stecken Brennholz, meiſtens buchen und eichen, nebſt 2 Haufen Zimmerſpänen, meiſtbie— tend verkauft; wozu Kaufliebhaber hiermit einladet Oſſenheim den 27. Oktober 1842. Der Rentmeiſter Weis. Holzverſteigerung. (1377) Samſtag den 5. November d. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen im Gemeindewald Niedermörlen, Schlag 14. und 19. 1800 aspen und weiden Rei⸗ gerſeige ru ban) Ul, in 7 015 das abe ages neuen He kranſchlagt: 1) die 9 3)„ 4 5 9.% W u den Wenigſ Obererlen Der Gre 2 2 — 2 — 6 Se A (379) Die! bon hier, eine g flücke an ihre! über die wie f ſtücke: Pag. und Nre dieſer zum Th Friedrich Han Eigentums ur dieſeuigen, v Anſpruͤche al aufgefordert, wiſſer binnen ſonſten nach trag landger Rödelhe 0 B (1380) f. Uhr, ſoll auf An ſchwerer duiſahriger iffnlich verf ie großt um gefällige Friedber (881) 2 wig von da inſprüche, ſowis 3 ür, dae don de niger außen de 80. anderaumt a, Landgericht Abrücken würd. uckgelegt haben, e.— enen. auſe daſelbſt feigert werden. Ertisbaumtiſtet aufen. 1 Bergwerk bel ntiſtens buchen tränen, meiſtbie⸗ diermit einlabe“ ſerholzwellen, im Schlag 8. 125 birken Reiſerholz⸗ wellen, und im Schlag 16. Weidreiſer zu Zaunen geeignet verſteigert werden. Der Anfang der Ver⸗ ſteigerung wird im Schlag 19. gemacht. Die großh. Bürgermeiſter der Nachbarſchaftsorte werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Niedermörlen den 27. Oktober 1842. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Dey. Verſteigerung von Bauarbeiten zu Ober⸗ erlenbach. (1378) Dienſtag den 8. künftigen Monats, Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſoll auf der Falkenſteiniſchen Mühle dahier das Abbrechen des alten und die Erbauung eines neuen Hofthors an der hieſigen Pfarrhofraithe, voranſchlagt: 1) die Maurerarbeit zu 24 fl. 2)„GKSteinhauerarbeit 44„ 3)„ Schreinerarbeit 30„ 4)„G Schloſſerarbeit 30 5)„KWeisbinderarbeit 22 an den Wenigſtnehmenden verſteigt werden. Obererlenbach am 29. October 1842. Der Gräflich von Ingelheimiſche Rentmeiſter Staus. if deu ug. (1379) Die Urſula, Wittb. des Konrad Becker von hier, eine geborne Müller, beabſichtigt ihre Güter— ſtücke an ihre drei Kinder abzutreten, konnte aber über die wie folgt im Flurbuch bezeichnete Guͤter— ſtůcke: 241% 261 345 873 388 Pag. und Nro. 7747 3 117 e 41 5 2, 4517 281% 485% 521 529% 38 56 ˙ 547 76s 620% 623 659 685 714 728. 7s 1/567 dieſer zum Theil von einem gewiſſen Gerichtsſchöff Friedrich Hamann von hier geerbt haben will, keine Eigenthumsurkunden vorlegen. Deßhalb werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrund Anſpruͤche an dieſe Guͤterſtücke zu haben glauben, aufgefordert, ihre deßfallſigen Anſpruche um ſo ge— wiſſer binnen 6 Wochen dahier geltend zu machen, als ſonſten nach Ablauf dieſer Friſt der Uebergabsvor— trag landgerichtlich beſtätigt wird. Rödelheim den 20. October 1842. Großh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Dr. Buff. Bekanntmachung. (1380) Freitag den 4. Novbr., Nachmittags 3 Uhr, ſoll auf der Buͤrgermeiſterei zu Obererlenbach ein ſchwerer zweiſpänniger Pferdewagen und ein dreijähriger Faſelochſe gegen gleich baare Zahlung öffentlich verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter der Umgegend werden um gefällige Veröffentlichung gebeten. Friedberg den 31. Oktober 1842. Der Kreisbote Magel. Oeffentliche Ladung. (1381) Der abweſende Georg Philipp Lud⸗ wig von Langenhain, deſſen etwaige Erben, oder . 381* wer ſonſt Anſprüche an das bisher curatoriſch ver⸗ waltete geringe Vermögen deſſelben macht, werden hiermit aufgefordert, das letztere ſo gewiß binnen zwei Monaten dahier in Empfang zu nehmen, und etwaige Anſprüche daran zu begründen, als es ſonſt bei dem Abgange hierorts bekannter Inteſtat⸗ erben dem Gr. Fiscus als bonum vacans gegen Sicherheit erblich überlaſſen wird. Butzbach den 25. October 1842. Gr. Heſſ. Landgericht Völker. Arbeitsverſteigerung. (1382) Montag den 8. November d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in der evang. Pfarrwohnung dahier die zu 18 fl. voranſchlagten Dachdeckerar⸗ beiten an der hieſigen evang. Kirche an den We— nigſtnehmenden verſteigert werden. Vilbel den 26. Oktober 1842. Für den Kirchenvorſtand Der Pfarrer Hinkel. Holzverſteigerung. (1383) Freitag den 4. November l. J., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in dem Obermörler Ge— meindewald, Diſtrikt Gaulskopf, Altenhaag und Wann 1) 1800 Stuck Aspen⸗ und Weidenwellen und 2 1 Pflugswetter, hei guter Witterung auf Ort und Stelle und bei regneriſcher im Gaſthaus zum Hirſch zu Obermörlen oͤffentlich und an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Obermörlen am 27. Oktober 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Holzverſteigerung. (1384) Freitag den 4. November, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Rodheimer Gemeindewald Di— ſtrikt Grauenberg nachfolgende Holzſortimente, als: 1) 23 Stecken buchen Scheitholz, 9„ Prüͤgelholz, 3) 225 7„ Stockholz, 4) 500 77 7 Wellen, öffentlich meiſtbieteud an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Zuſammenkunft findet auf der Bahn an den drei Eichen ſtatt. Rodheim den 29. Oktober 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Jacobi. Arbeitsverſteigerung. (1385) Kommenden Freitag den 4. November d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Wieſengrund zu Niederwollſtadt die Anfertigung eines von Grund zu erbauenden und 230 Klafter langen Dammes, nebſt der Herbeifuhr des dazu erforderlichen Grun— des und einer Quantität Grabenarbeit an den We— nigſtnehmenden verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 29. Oktober 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Stoll. rr ————————— Privat⸗ Bekanntmachungen. Empfehlung. (1339) Einem verehrungswürdigen Publikum mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich mich dahier als Sattler und Tapezierer etablirt habe. Einem zahlreichen Zuſpruch entgegenſehend, ver⸗ ſpreche ich prompteſte und billigſte Bedienung. Altenſtadt im Oktober 4842. Franz Münch. Tanzmuſik im Gaſthaus zum Carls⸗ hof in Okarben. (1386) Nächſten Mittwoch und Donnerſtag, an welchen Tagen der hieſige Jahrmarkt abgehalten wird, iſt in meinem dahier neu etabliten Gaſthaus„zum Carlshof“ gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Ich lade zu dieſem Vergnügen alle meine Freunde und Gönner hiermit höflichſt ein, unter dem ergebenen Bemerken, daß ich Alles aufbieten werde; mir das Vertrauen und die Zufriedenheit meiner verehrten Gäſte zu erwerben und auch für die Dauer zu er⸗ halten. Daß es dann um dieſen Zweck zu erreichen— auch niemals an guten Speiſen und reingehaltenen Weinen fehlen wird, bedarf wohl keiner beſonderen Erwähnung und ich werde dafür an jenen Tagen die ſchönſten Beweiſe lieſern. Okarben den 29. Oktober 1842. Chr. Carl. Ein neuer Kochheerd (1387) fur eine beträchtliche Oekonomie eingerichtet, mit 4 Kochlöchern, Bratofen-Vorrichtung und Caſ— ſerolle verſehen, iſt billig aus der Hand zu verkaufen. Die Expedition dieſes Blattes ſagt wo? 2 Zulaſt alter Aepfelwein (1388) von vorzüglicher Qualität, ſind auch theil— weiſe abzugeben. Niede reſchbach Nro. 59. Mehrere Hundert Körbe Spreu (1389) ſind zu verkaufen bei Pachter Brotzler in Wickſtadt. von Schuberth& Coil Stahl⸗ 13000 schreibfedern, welche längſt wegen ihrer un— übertrefflichen Güte und Brauchbarkeit vom ſchrei— benden Publikum allen an— dern Fabrikaten vorgezogen werden, erhielten wir ſo eben wieder eine directe Zuſendung der ausgeſuchteſten Schul- u. Comptoirfedern, und verkau— fen dieſelben nach wie vor von zu den Fabrikpreiſen. Die * Herren Schullehrer machen Schuberth ꝙ C0. wir darauf aufmerkſam, daß ſich zur Einführung in Schulen nichts Beſſeres liefern läßt. Das Groß(144 Stäck) von 54 kr.; das Dutzend von 9 kr. an bis 1 fl. 12 kr. in großer Auswahl vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. (Hamburg) % 382*. Gedruckt und verlegt unter Perantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg Lite ratriſche Ane ig Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vor⸗ vaͤthig:(1391) Schillers ſaͤmmtliche Werke vollſtändig in allen Beziehungen erklärt von Dr. Schlegel. Ate Aufl. 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Alles Gi giele Waſſettre förner geben e geben ein groß. vieles gelegen. das Kleine nich auf das Wenig gewonnen oder Jahre aud? eine Viertelſtt wonnen, oder wie viel gewe Jahren? 2. Wenn wird nicht dar als wenn es vine Haushal nehteren Oeff llenen Abgang ſopfſt: welche lud Tag dadu 3. Wenn e und Gut, oder flinigkeiten ne ene Haushalt i. Wenn glich beſtohle ber Schaden ward nicht, nicht eir