Intelligenzblatt fuͤr die n Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, ag einer die 10 Uhr, 1 15 Kreiſe Friedberg und Hungen 5 und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. . W286. Sonnabend, den 2. April 1842. N Mun Amtlicher Theil. -k. Murx: Die großherzoglich heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Hungen und Friedberg 4.0 f. an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſiſchen Buͤrgermeiſter des Kreiſes Hungen, ſowie an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter des Kreiſes Friedberg. Betreffend: Herumziehende Italiener. 11842. In neuerer Zeit haben ſich häufig aus Italien gebürtigte, mit Päſſen franzöſiſcher Behörden verſehene — Leute in hieſiger Gegend eingefunden, welche bald als Tintenverkäufer, bald als Orgelſpieler, und bald dabbac als Abrichter von Hunden, Murmelthieren ꝛc. das Publikum beläſtigen, unter allen Geſtalten aber eigent⸗ R. K. lich in höchſt unverſchämter Weiſe betteln. Wir machen Sie daher hierauf mit dem Bemerken aufmerkſam, daß dergleichen Perſonen die Ausuͤbung ihrer unnützen Künſte nirgends zu geſtatten, über dieſelben vielmehr eine ſtrenge Aufſicht zu fuhren und ihnen kein längerer Anfenthalt zu geſtatten iſt, als zur Fortſetzung ihrer Reiſe auf dem nächſten Wege nach ihrem Beſtimmungsorte durchaus erforderlich iſt, das förmliche Umherziehen im Lande aber völlig zu verhindern iſt. Hierbei bemerken wir Ihnen, daß auch herumziehenden Muſikanten, Marionettenſpielern und dergleichen ohne unſere vorher einzuholende Erlaubniß nicht zu geſtatten iſt, in den Kreiſen zu ſpielen. Hungen und Friedberg am 26. März 1842. Follenius. Küchler. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſiſche Buͤrgermeiſter des Kreiſes Hungen. Betreffend: Das Bedecken von Stuten auf den Geſtuͤtsſtationen an Sonn- und Feiertagen. Das Bedecken der Stuten durch Geſtütshengſte an Sonntagen vor beendigtem Nachmittagsgottes⸗ dienſt iſt verboten worden, was Sie bekannt zu machen haben. Hungen den 21. März 1842. Follenius. 2 9 * E* e — ere — Derſelbe an dieſelben und die Gemeindeeinnehmer. Betreffend: Die Controle der Gemeinderechner in Beziehung auf die Beitreibung der Communalintraden. Hinſichtlich der Beitreibung der Communalintraden iſt bisher nicht überall nach Vorſchrift der deß— fallſigen Inſtruetion vom 24. Mai 1833 verfahren worden. Ich mache Sie daher wiederholt fuͤr deren pünktliche Einhaltung verantwortlich, und theile Ihnen die nachſtehenden für einen Theil des Kreiſes bereits beſtehenden Anordnungen zur pünktlichen Beachtung mit, damit eine Gleichförmigkeit hinſichtlich des Verfahrens Statt findet. Der b. 9 der gedachten Inſtruction, wornach 3 Tage nach der Verfallzeit der Communalgefaͤlle das 2 Mahnverfahren beginnen ſoll, und zwar bei Communalſteuern durch alsbaldige Zuſtellung der Mahnzettel, irren 2 — „ 116* bei den übrigen Intraden durch eine öffentliche Aufforderung zur Zahlung binnen einer beſtimmten Friſt, und Zuſtellung von Mahnzetteln, wenn dieſe Friſt fruchtlos verſtreicht, iſt ſtets genau zu befolgen. Bei denjenigen Intraden, welche im Laufe des Monats, ohne daß ein beſtimmter Termin feſtgeſetzt iſt, fällig werden, muß das Mahnverfahren längſtens in den erſten 1 Tagen des nächſten Monats beginnen, ſo daß ſpäteſtens am 5. des Monats die in§. 9 vorgeſchriebene öffentliche Aufforderung zur Zahlung mit einer Friſtbeſtimmung von 8 Tagen bekannt zu machen iſt. Erfolgt bis zum 15. des Monats keine Zahlung, ſo iſt mit Aufſtellung der Mahnliſte und Mahnzettel nach§. 10 und 11 der Inſtruction vorzu⸗ ſchreiten, was auch hinſichtlich der noch ruͤckſtändigen Communalſteuer, wann die Mahnung nicht ſchon erfolgt ſeyn ſollte, zu bewirken iſt, ſo daß die Mahnzettel längſtens bis zum 18. des Monats den Schuld⸗ nern eingehändigt ſind. Haben hierauf bis zum 20. des Monats nicht ſämmtliche Schuldner Zahlung geleiſtet, ſo hat der Gemeinderechner nach§. 18 der Inſtruction die Pfandliſte aufzuſtellen, und bis zum 22. dem Buͤrgermeiſter zu übergeben. Dieſer hat ſodann in ſeinem, nach§. 19 an den Kreisrath zu erſtattenden Bericht auf Pflichten anzugeben, welche Communalintraden für den verfloſſenen Monat dem Gemeindeeinnehmer überwieſen worden ſind, z. B.: 1) Communalgeld zweites Ziel, 2) Schulſtrafen, 3) Loosholzgeld, 4) Ackerzins, 5) Schulſcheidergeld, ohne daß er jedoch dabei nöthig hätte, den Betrag der bei jeder einzelnen Gattung uͤberwieſenen Summe zu benennen. An demſelben Tage, wo der Pfandbefehſ dem Buͤrgermeiſter übergeben wird, iſt von dem Gemeinde⸗ rechner die Mahnliſte mit dem Bericht und erforderlichen Beilagen, nach§. 18 Abſatz III. an den Kreis⸗ rath einzuſenden. Sollte in einer Gemeinde in dem verfloſſenen Monat nichts zur Erhebung uͤberwieſen worden oder Alles zur Erhebung Ueberwieſene eingegangen ſeyn, ſo hat der Grmeinderechner dieſes berichtlich anzuzeigen und der Bürgermeiſter unter dieſem Berichte zu beſcheinigen, daß nichts überwieſen worden ſey, es verſteht ſich aber von ſelbſt, daß alsdann Alles, was zur Einnahme überwieſen iſt, dem Rechner zur Laſt ſteht. Sind bis zum 27. jeden Monats die Mahnliſte mit dem Berichte des Bürgermeiſters, oder der Bericht des Gemeinderechners, daß im verfloſſenen Monat nichts überwieſen worden, oder Alles eingegangen ſey, mit der Beſcheinigung des Bürgermeiſters an den Kreisrath nicht eingeſendet worden, ſo wird am 28. ein expreſſer Bote beauftragt, die rückſtändigen Berichte abzuholen, und dieſer bleibt ſo lange auf Koſten des Gemeinderechners an Ort und Stelle, bis die Auflagen erledigt ſind. Nur dann, wenn letzterer erweiſen kann, daß der Buͤrgermeiſter entweder die ihm zeitig übergebene Pfandliſte nicht eingeſchickt, oder auf den Bericht, daß keine Pfaͤndung vorzunehmen ſey, die Beſcheinigung nicht zeitig geſchrieben habe, hat dieſer die Koſten zu tragen. Sollten ganz unvermeidliche Hinderniſſe eingetreten ſeyn, die es unmoglich gemacht haben, jenes Ver⸗ fahren genau einzuhalten, ſo hat ſolches der Gemeinderechner vor dem 27. einzuberichten, worauf, wenn dargethan wird, daß der Rechner überall ſeine Schuldigkeit gethan hat, eine angemeſſene weitere Friſt bewilligt werden wird. Indem ich Sie ſchließlich noch auf den§. 72 der Inſtruction vom 24. Mai 1833 aufmerkſam mache und der Einſendung von Abſchriften der hiernach zu führenden Regiſter zur feſtgeſetzten Zeit, bei Meidung gleicher Nachtheile, entgegenſehe, bemerke ich, daß dieſe Vorſchriften mit dem nächſten Monat April in Kraft treten, und in den bis zum 27. April einzuſendenden Pfandliſten, alle bis Ende Marz fälligen Intraden aufzunehmen ſind, widrigenfalls ſolche dem Rechner perſönlich werden zur Laſt geſetzt werden. Hungen am 26. März 1842. Follenius. Localſection des Großherzoglichen Gewerbvereins. Monatliche Sitzung Montag den 4. April, Abends um 7 Uhr. Vortrag uber die in der Haus⸗ haltung und den gewöhnlichen Gewerben am häufigſten vorkommenden Gifte und die nöthigen Vorſichts⸗ maßregeln dagegen. Sid bed a Ker ach. Der Gr. Steuercommiſſaͤr Hirſch an ſaͤmmtliche Herrn Buͤrgermeiſter des Steuerbezirks. Betreffend: Das Ab- und Zuſchreiben in den Flur- und Grundbüchern, insbeſondere die Aufſtellung der Tagebuͤcher und Declarationszettel über den Beſitzwechſel der Immobilien. Die Aufſtellung der Tagebücher und Declarationszettel über den Beſitzwechſel der Immobilien, welche Sie in Folge der Verordnung vom 5. Auguſt 1822 zu beſorgen und längſtens bis zum 1. Auguſt jeden Jahres an das Steuercommiſfariat einzuſenden haben, werden Sie mit der größten Accurateſſe und Pünktlichkeit bewirken. Die nöthigen Formulare zu dieſer Aufſtellung werden Ihnen ganz in der Kuͤrze für jede Gemeinde in 2 Exemplaren zugehen und wird hierbei bemerkt, daß fuͤr die Gemeinden Vilbel, Burggräfenrod, Bönſtadt, Bruchenbrücken, Niederurſel und Obererlenbach, wo neue Grundſteuerkataſter und nüſſen außer rien voraus zuglel lichern vorgel Dieſel dung; die ert pelchen in B. niſttatiobebör (Art. 13 der zu dieſen M. dahier zu erh Endl. der Wandern richtung habe der Beſſtzwech Nr. der Ge⸗ baude im Brand⸗ Kataſtet. Fried Da wollen Sie i Woche zu An Ausnahme de 2 bis b Uhr den letzteren Fried Jemeinde⸗ en Kreis, orden oder anzuzeigen es verſteht c ſteht. oder der „ 117. Grundbücher vorhanden, vollkommen übereinſtimmende Tagebücher und Declarationszettel ausgefertigt, wo nach erfolgter Reviſion durch den Steuercommiſſär die Tagebücher zu den Grundbuchsacten, die Decla⸗ rationszettel dagegen zu den Steuercommiſſariatsacten gelegt werden; für die Gemeinden Aſſenheim, Bauern⸗ heim, Hoͤchſt, Ilbenſtadt, Rommelhauſen, Stammheim, Buͤdesheim und Obereſchbach, wo die Grundbücher nach den Flurbüchern aufgeſtellt, werden die Tagebücher in doppelter Ausfertigung, welche in völliger Uebereinſtimmung ſein müſſen, ausgefertigt; für die übrigen Gemeinden, wo noch keine Grundbücher vor⸗ handen, genügt zwar eine einfache Aufſtellung der Tagebücher, es erſcheint aber demohngeachtet als zweck⸗ mäßig, wenn Sie auch hiervon Abſchriften zu den Bürgermeiſtereiacten entnehmen. Alle Rubriken der Tagebücher ſind mit der größten Sorgfalt auszufüllen, bei gleichen Namen die Bezeichnung als Ir, r 1c. nie zu unterlaſſen, bei jedem Namen, wo der Zuname zuerſt und hierauf der Vorname zu ſetzen iſt, wird das Nummer des betreffenden Steuerzettels, und wenn ein neuer Beſitzer noch nicht in der Steuerliſte vorkommen ſollte, wird N. A.(neuer Artikel) beigefügt. Bei dem Wechſel des alten oder neuen Beſitzers bleibt eine Linie im Tagebuche frei und in die Rubrik Art und Datum der Uebergangsurkunde wird der Tag der Confirmation eingetragen. In letzterer Beziehung wird noch beſonders bemerkt, daß das Ab- und Zuſchreiben in den Flur⸗ und Grundbüchern, blos nach Vorzeigung gerichtlich beſtätigter Urkunden, oder, in den geeigneten Fällen, wo ſolche Urkunden nicht vorkommen, nach dem ſchriftlichen Zeugniſſe des betreffenden Gerichtes darüber, daß eine gerichtlich beſtätigte Urkunde nicht nothwendig ſey, vorgenommen werden darf.(Art. 8 des Geſetzes vom 29. Oktober 1830.) Aendert ſich die Maſſe eines Grundſtücks, wird ein Grundſtück in mehrere kleinere vertheilt, ſo muſſen außer den vorgeſchriebenen Uebergangsurkunden die nöthigen Zeichnungen mit allen in Zahlen ausgedrückten Dimenſionen, welche zur Aufnahme und Theilung eines Grundſtücks nothwendig ſind, und woraus zugleich die Nebenläger mit Beſtimmtheit entnommen werden können(Meßbriefe), mit den Tage⸗ büchern vorgelegt werden. Dieſer Satz findet hauptſächlich bei den Gemeinden mit neuen Grundſteuerkataſtern ſeine Anwen⸗ dung; die erwähnten Meßbriefe können bloß durch einen patentiſirten Geometer ausgefertigt werden, welchen in Beziehung der Abänderungen der zu den Grundbuͤchern gehörigen Parzellencharten, die Admi⸗ niſtrativbehörde zu beſtimmen hat und die betreffenden Meßbriefe müſſen von dem Gerichte beglaubiget ſeyn. (Art. 13 der Verordnung vom 13. Dezember 1839.) Wegen der Gleichförmigkeit werde ich ein Formular zu dieſen Meßbriefen entwerfen, welches ſtets vorräthig bei dem Buchhändler Hrn. C. Bindernagel dahier zu erhalten ſein wird. Endlich iſt noch ein beſonderes Verzeichniß über die ab⸗ und zugehenden Gebäude, zum Behuf der Abänderungen des Brandverſicherungskataſters dem Tagebuche beizuſchließen, welches folgende Ein⸗ richtung haben muß: Verzeichni ß der Beſitzwechſel der Gebäude in der Gemeinde in dem Jahr Nr. der Ge⸗ Summariſches bäude im Namen Namen Brand⸗ Bemerkungen Brand⸗ Verſicherungs— 7 Kataſter. der alten Beſitzer. der neuen Beſtitzer. Kapital. Friedberg den 29. März 1842. i Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Amts- oder Audienztage auf dem Steuerkommiſſariat zu Friedberg. Da ich wegen auswärtigen Dienſtgeſchäften zuweilen von Friedberg abweſend ſein werde, ſo wollen Sie in Ihren resp. Gemeinden gefällig bekannt machen, daß ich den Montag und Dienſtag jeder Woche zu Amtstagen für das Steuerkommiſſariat beſtimmt, daß aber auch an jedem anderen Tage, mit Ausnahme der Sonn⸗ und Feiertage, das Büreau von Morgens 8 bis 12 Uhr, und Nachmittags von 2 bis 6 Uhr offen iſt und die Angelegenheiten der Steuerpflichtigen beſorgt werden; nur kann ſich an den letzteren Tagen häufig der Fall ereignen, daß ich nicht perſönlich anweſend ſein werde. Friedberg den 29. März 1842. Hüirſch. Zur wetterauer Chronik.(6) land“ und der„landwirthſchaftlichen Dorfzeitung“, 1) Im Anfange dieſes Jahres bildete ſich, wie manche nützliche Bücher geleſen werden. wir vernommen, in dem Dorfe Gettenau ein Leſe⸗ Wir wünſchen auch dieſem Vereine ein fröhliches Verein, der bereits 24 Mitglieder zählt, und in Gedeihen. Hoffentlich werden deren noch mehr er⸗ welchem außer einigen Zeitſchriften, als dem„Vater⸗ ſtehen. Bei dieſer Gelegenheit können wir nicht um⸗ hin, den Gründern ſolcher Leſe⸗Vereine und Vor⸗ ſtehern derſelben große Vorſicht in der Wahl der Zeitſchriften und Bücher zu empfehlen, und ja nicht zu vergeſſen, daß durch ſie der Landmann wahrhaft gebildet und gehoben, aber nicht ſeiner Sphäre ent⸗ ruͤckt werden ſoll, denn Das würde, ſtatt häusliches Gluck, Zufriedenheit und Frömmigkeit zu verbreiten, ihn nur unzufrieden und folglich unglücklich machen. Wir hoffen, nicht mißverſtanden zu werden, indem wir Dieſes ſagen.— 2) In der Karwoche ſoll ſich in dem Arreſtlokale zu Friedberg ein junger Mann erhängt haben. Das iſt doch wohl wieder die Folge eines böſen Gewiſ⸗ ſens oder des Mangels an achter Religioſität. Es iſt überhaupt kein gutes Zeichen der Zeit, daß wir aus ſo vielen Gegenden von Selbſtmorden hören. Je tiefer die Menſchen ſinken, deſto häufiger iſt in der Regel der Selbſtmord.— Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Bekanntmachung. (393) Da der Todtenwagen mit dem 1. April l. J. in Gebrauch genommen werden ſoll, ſo wird die⸗ ſes hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht und bemerkt, daß die desfallſigen Beſtellungen bei dem Hospitalpfleger Faatz zu machen ſind, dem auch die Erhebung der Koſten für den Leichenwagen ſammt Beſpannung übertragen worden iſt. Dieſe Koſten ſind für dieſes Jahr für den Wagen erſter Klaſſe auf 4 fl. 25 kr., für die zweite Klaſſe auf 5 fl. 5 kr. feſtgeſetzt. 2 05 Auch iſt derſelbe zum Leichenbeſorger für dieſes Jahr ernannt und demſelben Inſtruction ſammt Tarif zur Beſtellung des Leichenconducts ertheilt worden, in welchem die ſämmtlichen Beerdigungs⸗ koſten, je nach dem ein größerer oder geringerer Aufwand gemacht werden wolle, enthalten ſind. Diejenigen, ſo ſich des Leichenbeſorgers bedienen wollen, laſſen dieſen zu ſich rufen, und ſich von dem⸗ ſelben die verſchiedenen Tarife vorlegen, wornach ſie beſtimmen können, welchen Aufwand ſie wünſchen. Demſelben iſt dann der ganze Betrag der Koſten einzuhändigen, der dieſe an die Betreffenden zu ver⸗ theilen hat. Es iſt Niemand gezwungen, ſich des Leichenbe⸗ ſorgers zu bedienen, ſondern es ſtehet Jedem frei, das Leichenconduct ſelbſt oder durch wen er wolle beſtellen zu laſſen. Der Tarif findet dann keine Anwendung auf dieſen. Auch ſoll jene lobenswerthe Geſellſchaft, die ſich verbunden hat, die Todten unent⸗ geldlich zur Ruheſtätte zu begleiten, hierdurch nicht geſtört werden; ſowie auch die ſeither bei den Zünf⸗ ten übliche Beſtellung des Leichenconducts durch den jüngſten Meiſter vor wie nach beſtehen bleiben ſoll. Nach der Verfügung Gr. Herrn Kreisraths muß 118„. ſich jedoch in allen Fällen des Leichenwagens bedient werden, außer bei Kinderleichen. Friedberg den 28. März 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz Holz⸗ und Eichen⸗Lohrinden⸗Verſteigerung. (394) Mittwoch den 6. April, Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindswald Langenhain, Reviers Hochweiſel, Diſtricts Eichberg, 145 eichen Bauſtaͤmme und 15 Stecken Eichen⸗Prügelholz, an Ort und Stelle dem Meiſtgebot ausgeſetzt werden, unter der Bedingung, daß auf Martinitag 1842 Zahlung ge⸗ leiſtet wird. Sodann ſollen Donnerſtag den 7. April, Mor⸗ gens 9 Uhr, in dem vorbemerkten Diſtrict 350 Gebund Eichen⸗Lohrinden, unter den vor der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, dem Meiſtgebot ausgeſetzt werden. Die Herrn Buͤrgermeiſter werden Vorſtehendes in ihren Gemeinden gefälligſt veröffentlichen laſſen. Langenhain den 29. März 1842. Der großh. heſſ. e uth. Garten ⸗Verſteigerung. (395) Montag den 4. April, Morgens 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe, Folge eingelegten Nach⸗ gebots, der zum Phyſikatswundarzt Adam Schenk'⸗ ſchen Nachlaſſe gehörende Garten, zwiſchen der Lang⸗ und Barbaragaſſe liegend, 83 Ruthen haltend, einer nochmaligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt. Friedberg am 29. März 1842. Der Beigeordnete Bender. Holzverſteigerung in den Domanialwal⸗ dungen des Reviers Hochweiſel, Forſts Friedberg betreffend. (396) Donnerſtag den 7. April d. J., Morgens punkt 9 Uhr in dem vorderſten Kuppel anfangend, ſollen die nachſtehend verzeichneten Holzquantitäten unter den gewöhnlichen Steigerungs-Bedingungen öffentlich meiſtbietend verwerthet werden. I. Brandholz: 1) 256 Stecken buchen Scheitholz, .„ Stockholz, friſches, 3) 725 Wellen„ Reisholz, 4) 1 Stecken eichen Scheitholz, 5) 250 Wellen buchen und Weichholzreißig, 6) 1600„ Ginſterbackreißig. II. Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz: 3 Klötze Eichenſtammholz= 24 Cubikfuß und 6„ Buchenſtammholz= 38„ haltend. Die Herrn Bürgermeiſter der hierauf Rückſicht nehmenden Gemeinden werden daher erſucht, die Vor⸗ nahme dieſes Geſchäſts zeitig veröffentlichen zu laſſen. Hochweiſel am 30. März 1842. Der großh. heſſ. Revierförſter Stillgebauer. Holzverſteigerung. (397) Dienſtag den 5. April l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald, Diſtriet Bauwald, nachfolgende Holzſortimente, als? 8) Kleid öffentlich we erſteigert Fried b. N 399) D Uhr, ſollen die zur Ef erforderlich den in Nee Nach de D M DS 9 3 30 7 58 60 6 7 6 8) 2 9 E 100 J Wiferung Kläinkar deögleichen orſtedendes den laſſen. rgermeiſter 10 Uhr, Nen Nach⸗ 4 Schenk, der Lang⸗ tend, einer ansgrſetzt dender. nialwal⸗ „ Forſts Norgene infangend, utitaten edingungen Iſches uß und haltend Mückſicht t, die Vor⸗ n u laſſen wpierforſtet ler e. 8 „ 119* 9 12 Klafter eichen Scheitholz, worunter mehrere Klafter Kieferholz ſich befinden, 2 3½ Klafter eichen Stockholz, 3) 186 dergleichen Wellen, 4) S eichen Erdſtöcke, zu Schmiedſtöcken und Metz⸗ gerhackklötzen geeignet, oͤffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden. Nauheim den 31. Marz 1842. Der kurheſſiſche Buͤrgermeiſter Hartmann. Mobilien ⸗Verſteigerung. (398) Montag den 18. April, Morgens 9 Uhr anfangend, ſoll der Mobiliarnachlaß des dahier ver⸗ ſtorbeuen Bürgers und Hutmachers Ludwig Sellin, beſtehend in: 10 Gold, Silber und Koſtbarkeiten, Zinn, Blech, Blei, 3) Eiſen, 4) Porzellan, Glas und ſteinernes Geſchirr, 5) Holzwerk, 6) Bettung, 7) Weißzeug, 8) Kleidungsſtuͤcke u. ſ. w. öffentlich meiſtbietend, gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Friedberg den 29. März 1842. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der Beigeordnete Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. (399) Dienſtag den 12. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf der Gemeindeſtube zu Burggräfenrod die zur Erbauung eines neuen Schulſaals daſelbſt erforderlichen Bauarbeiten an die Wenigſtfordern⸗ den in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: 50 Maurerarbeit, Arbeitslohn 207 fl. 16 kr. 2) Steinhauerarbeit nne 3) Zimmerarbeit 665„ 41„ 49 Dachdeckerarbeit r e 5) Schreinerarbeit a 6) Schloſſerarbeit„, 7) Glaſerarbeit 99„ 36„ 8) Weißbinderarbeit 268„ 40„ 9) Spenglerarbeit 53% 40„ 10) Pflaſtrerarbeit„„. ferner Lieferung von 6 Cubikklafter Mauerſteinen aus den Kleinkarber Steinbrüchen, desgleichen von 30,000 Stück Backſteinen, 75 Bütten Kalk, 2 Cubikklafter Sand, . 71 7 1 1„ 2 Stecken eichen Stockholz. Die Voranſchläge und Steigbedingungen liegen bis zum Termin auf dem Büreau des Unterzeichne⸗ ten zur Einſicht offen. Friedberg den 26. März 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits Verſteigerung. (400) Dienſtag den 5. April d. J., Mittags 22 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Rathhauſe nachfolgende Gemeindebauarbeiten, öffentlich au die Wenigſtneh⸗ menden veraccordirt werden. a) Bauarbeiten an dem Kirchenplatze: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 38 fl.— kr. 2) Steirhauerarbeit 215„ 40„ 3) Schloſſerarbeit 3„ 20 5 b) Baureparatur⸗Arbeiten am Schulhaus: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 10 fl. 2) Schreinerarbeit 5 3) Weißbinderarbeit 29„ 4) Dachdeckerarbeit 8 75 c) Straßenbau⸗Arbeiten: 10 die Anlage mehrerer Abfahrten in die Felder, an dem Vicinalweg nach Rodheim hin, beſtehend in Maurer-, Planir⸗ und Handarbeiten, incl. Ma⸗ terial, voranſchlagt zu 57 fl. 36 8 2 Reparatur⸗Arbeiten an fraglichem Weg, incl. Steinfuhren u. Steinbrecherlohn ꝛc. 183 fl. 45 kr. Ich lade Steigluſtige zur Uebernahme fraglicher Arbeiten unter dem Bemerken ein, daß die Ueber— ſchläge vor der Verſteigerung auf dem Rathhaus eingeſehen werden können. Niederwöllſtadt den 27. März 1842. Der großh. Beigeordnete Weith. Arbeits-Verſteigerung. (401) Die bei Anlegung eines neuen Friedhofs erforderlichen Arbeiten und Materiallieferungen ſollen Dienſtag den 5. April, Vormittags 9 Uhr, auf hie⸗ ſiger Gemeindeſtube an die Wenigſtnehmenden in Ac⸗ cord gegeben werden und betragen nach dem Ueber⸗ ſchlag: Maurerarbeit 128 fl. Steinhauerarbeit 11„ Schloſſerarbeit 120„ Lieferung von 50 Bütten Kalk 90„ Lieferung von 1,5 Klftr. Mauerſand 24„ Im Verſteigerungstermin wird das Nähere er⸗ offnet. Okarben den 26. März 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Jung. Arbeits-Verſteigerung. (402) Samſtag den 9. April, Vormittags 10 Uhr, wird bei Gaſthalter Hyronimus dahier die Anferti— gung einer 12 Fuß hohen Mauer zum Abſchluß des oberen Hirſchgrabens unter der Brücke am Burg⸗ thor zu Friedberg an den wenigſtnehmenden Mau⸗ rermeiſter verſteigert Friedberg den 29. März 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Verſteigerung von Brückenbau⸗-Arbeiten in Lißberg. (403) Montag den 11. April, Vormittags 11 Uhr, ſollen bei Wirth Jackel in Lißberg die zur Erbauung einer Brücke von gehauenen Steinen über * 120** die Schäpfbach bei Lißberg nöthigen Arbeiten und Materiallieferungen öffentlich an die Wenigſtneh⸗ menden in Accord gegeben werden. Der Maurerarbeitslohn beträgt nach dem Vor⸗ anſchlag 384 fl. 36 kr., die Steinhauerarbeit incl. Material 1196 fl. 16 kr. Das Brechen, Beifahren und Aufſetzen von 18 Knbikklafter Mauerſteinen, die Liefernng von 3 Kubikklafter reinem Sand und 0,460 Kubikklafter Ziegelmehl ſollen gleichzeitig ver⸗ ſteigert werden. Pläne, Voranſchläge und Bedingungen liegen hier zur Einſicht offen. Die Gr. Bürgermeiſter concurrenzfähiger Orte des Kreiſes werden in Folge kreisräthlichen Gebotes zur weiteren Veröffentlichung in ihren Gemeinden durch die Schelle aufgefordert. Nidda den 26. März 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Aufforderung. (404) Johann Henrich Sames von Dorfgill, geb. den 29. November 1764 und angeblich ſchon ſeit 60 Jahren abweſend, oder wer ihn beerben will, wird bedeutet, ſich binnen 3 Monaten bei Vermei⸗ dung des Ausſchluſſes von dem geringen mütterlichen Nachlaß dahier anzumelden. Hungen den 17. März 1842. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solms. Landgericht Hofmann. Arbeits ⸗Verſteigerung. (405) Dienſtag den 5. April I. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen nachbenannte Arbeiten an den We⸗ nigſtnehmenden verakkordirt werden. Nämlich: 10 Maurerarbeit: fl. kr. a) an dem Schulhauſe, taxirt zu 20— b) an einer zu fertigenden Futtermauer im Ort 12 26 2) Glaſerarbeit am Schulhauſe 25— 3) Zimmerarbeit 5— 4) Für Stellung der Materialien an die oben erwähnter Futtermauer 38 30 Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen und die hierauf reflectirenden Arbeitsleute da⸗ von in Kenntniß zu ſetzen. Münſter den 23. März 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Theis. Bekanntmachung, Brenn⸗ ſodann Bau⸗ Werk- und Nutzholz⸗Verſtei⸗ gerung in den Gr. Domanialwaldungen des Re⸗ viers Oberrosbach Forſtes Friedberg betreffend. (406) Dienſtag den 5. April d. J. ſollen im Burg⸗ wald der Verſteigerung an die Meiſtbietenden aus⸗ geſetzt werden: 8 e eichen⸗ 11½ Stecken nadel⸗ Scheit⸗ holz, 47 Stecken birken und eichen⸗ 7 ½% Stecken nadel⸗ Prügelholz, 20% Stecken eichen und nadel⸗ Stockholz, 13,25 Wellen buchen⸗ 94,62 Wellen birken und eichen⸗ 29,75 Wellen aspen und nadel⸗ Reiſerholz, 112 Cubikfuß eichen⸗772 Cubikfuß nadel⸗Stamm⸗ holz, 41% Cubikfuß nadel⸗ Stangenholz. Die Zuſammenkunft iſt um 7 Uhr zu Forſthaus Winterſtein und wird ferner bemerkt, daß, wenn die Witterung geſtattet, bei der Verſteigerung von Num⸗ mer zu Nummer zu gehen, nicht wie ſonſt gewöhn⸗ lich geſchieht, das Bau⸗ Werk⸗ und Nutzholz nach Beſeitigung ſämmtlichen Brennholzes, ſondern dies⸗ mal in der Folge, wie daſſelbe in den Schlagen zwiſchen Brennholz liegend— gerade vorkommt, zum Ausgebot gebracht wird. Oberros bach am 23. März 1842. Der Gr. Revierfoͤrſter Bingmann. Verſteigerung von Bauarbeiten zu Op⸗ pershofen. (407) Montag den 4. April I. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen die Bauarbeiten an den gemeinheitlichen Gebäuden zu Oppershofen an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden und zwar: A. An dem Gemeindehaus: 10 Maurerarbeit nach dem Voranſchlag mit Ma⸗ terial 44 fl. B. An dem Schulhaus: 19 Maurerarbeit nach dem Voranſchlag 12 fl. 2) Glaſerarbeit 24„ 3) Lieferung eines neuen Ofens 24„ 40 Weißbinderarbeit 10„ Pläne und Ueberſchlaͤge liegen auf dem Bureau des Gr. Beigeordneten Heller zu Oppershofen zur Einſicht offen. Oſtheim den 21. März 1842. 5 In Auftrag: Clotz, Wegaufſeher. Arbeits-Verſteigerung. (408) Dienſtag den 5. April d. J., Nachmittags 2 Uhr, ſollen dahier nachbenannte Reparaturarbei⸗ ten an den Gemeinde⸗Schulgebäuden zu Fauerbach I. in dem daſigen Gemeindehaus wenigſtnehmend in Accord gegeben werden, als: 10 Maurer- und Weißbinderarbeit voranſchlagt zu 38 fl. 9 kr. V Zimmerarbeit 145, 4% 3) Schloſſerarbeit 5%„ 4) Seilerarbeit 6„—„ 5) den Brunnen zu reinigen 3„— 1 Gleichzeitig ſoll ein alter Ofen in dem Gemeinde⸗ Schulhaus, ohngefähr 400 Pfund ſchwer, meiſtbie⸗ tend verſteigert werden. Fauerbach J. den 26. März 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter erner. Holzverſteigerung. (409) Samſtag den 9. April I. J., Morgens um 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Rupperts⸗ burg, Warthuͤgel, Hermanns bühne und Elgersbach Ar 10) Die 1 Milloe bgeichtein 2 dreitag den Ort und S told gegeben Maurerarbel Zuumerarbel Schloſſerarbe eferung un! fuß He 12 Cudiktaf * 7 70 Bütten Friebbe (411) Di Uhr, werde hende Früch ſchen Speich 40 Malter Hlſte 150 Malter 150 (412) 9 aufangend, ſchen Wald 7 meinde⸗ mtiſtbie⸗ rmeiſter ens um upperts⸗ rsbach W 121. 10 158 Stecken buchen Scheit⸗ und Pruͤgel⸗ 2) 29½„ eichen Scheit⸗ und Pruͤgel⸗ 3) 88„ buchen und eichen Stock- ſodann 4) 262„ dergl. Reiſerholz, oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt um die angegebene Zeit in Ruppertsburg. Die Herrn Bürgermeiſter dieſes Kreiſes werden erſucht, ſolches in ihren reſp. Gemeinden zu ver⸗ offentlichen. Ruppertsburg den 24. März 1842. Der Gr. Hſſ. Gräfl. Solms Beigeordnete Diehl. Arbeits-Verſteigerung. (410) Die zur Erbauung einer Fluthſchleuße an dem Mühlwehre zu Buͤdesheim erforderlichen nach bezeichneten Arbeiten und Materiallieferungen ſollen Freitag den 15. April, Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle an die Wenigſtnehmenden in Ac⸗ cord gegeben werden: lr. Maurerarbeit, voranſchlagt zu 302 59 Zimmerarbeit 43 18 Schloſſerarbeit 48 15 Lieferung und Bearbeitung von circa 3000 Cubik⸗ fuß Hauſteinen, 12 Cubikklafter Baſalt⸗ und Mauerſteine, 2 5 Sand oder Kies und 70 Buͤtten Kalk. Friedberg am 29. März 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Fruchtverſteigerung. (411) Dienſtag den 12. April, Nachmittags 3 Uhr, werden bei Gaſtwirth Thaler dahier nachſte— hende Früchte von dem freiherrl. v. Frankenſtein⸗ ſchen Speicher verſteigert: 40 Malter Waizen, halb aus 1840r, die andere Hälfte aus 1841r Erndte, 150 Malter Korn, 150„ Gerſte und aus 18411 Erndte. 100. Hafer Ockſtadt den 29. Mätz 1842. Brömſer. Holzverſteigerung. (412) Montag den 11. April, Morgens 8 Uhr anfangend, werden in den freiherrl. v. Frankenſtein⸗ ſchen Waldungen dahier verſteigert: 1) im Diſtricte am Strasheimer Walde: 24 Stecken Eichen⸗Stockholz, 2) im Diſtricte unter der Frankfurter Straße: 20 Stecken Kiefern⸗Scheitholz, 5„„ Prügelholz, 15 ca,„ Stockholz, 1500 Kiefern⸗Wellen, 230 Kiefern⸗Stangen von 2 bis 4 Z. Dchm. und 25 bis 40 F. Länge, 3) im Diſtrict unter der Querſchneiße: 7 Stecken buchen Scheitholz, 5 Stecken ditto Stockholz und 875 Buchen⸗Wellen, 4) im Diſtricte Rabenneſt: 2 Stecken Aspen⸗Scheitholz, 3 Prügelholz, 75 7 N buchen ditto, 7„ Eichen- und Birken⸗ ditto, 14„ Eichen⸗Stockholz, 3750 Buchen⸗Wellen, 1800 Eichen⸗ und Birken⸗Wellen und 1 Stamm Aspen⸗Werkbolz, 5) im Diſtricte Engelsbrunnen: 400 Eichen⸗ und Birken⸗Wellen. Ockſtadt den 29. März 1842. Brömſer. Holz- ꝛe. Verſteigerung. (413) Dienſtag den 12. April, Nachmittags um 2 Uhr, werden auf dem hochgfl. Solms⸗Rödelh. Braunkohlenbergwerk bei Bauernheim 10 93 Stecken eichen buchen und tannen Brennholz, 20 19 Stück Laufkarn, für Steinbrecher ꝛc. brauch⸗ bar, 3) 113 Stück Grubenſeiler von verſchiedener Länge und im Geſammtbetrage S 773 Lachter, 4) eine Partie Brucheiſen und 9 Stück Abſtech⸗ ſchippen, meiſtbietend verkauft. beſagtem Bergwerk. Oſſenheim den 29. März 1842. Der Rentmeiſter Weis. Die Zuſammenkunft iſt auf N Privat⸗ Bekanntmachungen. Vom 28. Maͤrz (414) fährt das ſilberne Roß(außer der ge— wöhnlichen Fahrt Morgens um 6 Uhr nach Frankfurt und Abends um 3 Uhr retour) wäh⸗ rend der Meſſe jeden Tag präcis 11 Uhr nach Frankfurt ab, und jeden Tag, Mittags um 12 Uhr, von Frankfurt nach Darmſtadt. Abfahrt in Darmſtadt bei Kaufmann Jordis, in Frankfurt im Gaſthaus zum Landsberg. Preis 42 Kreuzer. Darmſtadt den 28. März 1842. H. F. Walter, Bereiter. Holz⸗Verſteigerung. (415) Mittwoch den 6. April ſollen in dem Frei⸗ herrlich von Rothſchildiſchen Walddiſtrikt Altenberg bei Rodheim 4000 eichen Reißholzwellen oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt Morgens um 9 Uhr im Altenberg am Vicinalweg von Niederwollſtadt nach Rodheim. Okarben den 30. März 1842. Hilgenreiner. Empfehlung. (416) Ich erinnere hiermit die Eltern, welche mir disher das Zutrauen ſchenkten, ihre Kinder in meine Schule zu ſchicken, daß die Sommerſchule vom 1. April angeht, und ich die Kinder ohne Aus⸗ nahme in allen weiblichen Arbeiten unterrichte. Auch bemerke ich noch, daß ich Kinder, welche unbemit⸗ telt ſind, nach vorheriger Rückſprache mit deren El⸗ tern, unentgeldlich aufnehme. Vilbel den 1. April 1842. Dorothea Feudtner. 1340 fl. (417) hat der Auguſtiner Schulfonds dahier zu verleihen, welche gegen gerichtlichen Einſatz ganz, auch theilweiſe abgegeben werden. Der Rechner G. F. Nau. In hieſigem Kirchenfonds 9 72 liegen 280 fl. auf der Stelle und 1550 fl. apital innerhalb eines Vierteljahres gegen gericht⸗ liche Verſicherung zum Ausleihen bereit. Niedereſchbach den 23. März 1842. Namens des Kirchenvorſtandes Rahn. Zwei Kreuzriemen (419) eines Pferdegeſchirrs wurden in der Gegend Hanau's gefunden. Der ſich ausweiſende Eigen⸗ thümer kann dieſelben gegen Erſtattung der Inſerat⸗ gebühren zurückerhalten bei Wilhelm Schäfer in Reichelsheim. 1½% Malter (420) ſelbſt gezogenen Seeländer⸗Lein hat zu ver⸗ kaufen Rentmeiſter J. Filius in Beyenheim. Frucht verkauf. (421) Der Kornvorrath auf dem herrſchaftlichen Fruchtboden zu Dorheim, circa 60 Malter, iſt im Ganzen oder im Einzelnen gegen ſofortige Zahlung aus der Hand zu verkaufen. Empfehlung. (422) Ich beehre mich hierdurch anzuzeigen, daß eine Niederlage von ſteinernen Krippen und Sau⸗ trögen von ſehr guter Qualität und verſchiedener Größe aus den Freiherrlich von Nordeck zur Rabe⸗ nauiſchen Bruche zu Rabenau, dahier gemacht und zu billigen Preiſen abgeſetzt werden. Kaufliebhaber zu denſelben belieben ſich an den Unterzeichneten zu wenden. Die Herrn Bürgermeiſter bitte ich, dies in Ihren Gemeinden bekannt zu machen. Hungen den 26. März 1842. Chriſtian Werner, Scribent. * 122* Oeffentliche Dankſagung. (423) Unſerm wackern Schulvicar Simrock da⸗ hier iſt es gelungen, einen Geſangverein in das Leben zu rufen. Einige in der Kirche während des Gottesdienſtes vierſtimmig abgeſungene Lieder zeu⸗ gen von dem Fleiße des Lehrers und von der Em⸗ pfänglichkeit der Schüler, die in der Folge man⸗ cherlei erfreuliche Reſultate hoffen laſſen. Möge darum ihr ſchöner Eifer nicht erkalten und Ihnen ſtatt Belohnung, insbeſondere dem Lehrer, nebſt dem ſüßen Bewußtſeyn das Gute und Schöne foͤr⸗ dern zu helfen, auch noch dieſer öffentlich ausge⸗ ſprochene Dank dienen. Obermörlen den 27. März 1842. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen, alter: 12 fl.— kr., neuer: 11 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 4 fl.— ki. Hafer: 2 fl. 30 kx. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 18. Maͤrz: Waizen: 11 fl.— kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 2 fl. 422 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 25. Maͤrz.: Waizen: 11 fl. 50 fr. Korn: 6 fl. 35 kr. Gerſte: 4 fl. 33 kr. Hafer: 3 fl. 1 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 3. bis 9. April 1842. N iedberg] Butzbach. fo Brod Preiſe. 825 * P 0 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 212 N* 8 443 414„. 9 3 912 Loth. Loth. — Milchbrod 14 4 114 — Waſſerweck 154% 1 3 —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 115 15. Fleiſch-Preiſe. pf* 1 Ochſenfleiſch 955 3 2 5 2 3; gemaäſtetes—— Kübſleiſch; ungemäſtetes 7 l ; ö gemaͤſtetes 71— 714— 5 Rindlleiſch ungemäſtetes 61— 61— „Kalbfleiſch 6— 61— „Schweinenfleiſch 11— 1114— „Hammellleiſch 81— 87 „Schaaflleiſch———— „Wurſt von blos Schweinen 2131353 „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 15— 151— „[ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken ö 154— 15— „ Doöͤrrfleiſch 15— 151— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— . dito unausgelaſſen 19— 19— „ Nierenfett 181— 181— „ Hammelsfett 15— 151— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. an ſummtli Dat unter Bezu Folgendes f Diezer 1815/KK niederzulege Von aus den G und die Ve get Begrün Dispoſſton einzuſchlag Fri an ſaͤm Betreffe Von Kichen⸗ u. deten Very Ihnen dab. Verpflchtu Protokoll, Hun