Nie * * 1 — S *— Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 3 10. Mittwoch, den 2. Februar 1842. Amtlicher Theil. —— Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Burgermeiſter des Kreiſes und die Polizeikommiſſaͤre zu Engelthal und Wickſtadt. Betreffend: Die Vornahme der Feuerviſitation iu den Orten des Kreiſes Friedberg fur 1842. Die für 1842 vorzunehmenden Feuerviſitationen haben Sie ungeſäumt beginnen zu laſſen und ſich bierdei an die früher gegebenen Vorſchriſten in Nr. 42 des Intelligenzblattes von 1835 und Nr. 35 von 1837 zu halten. Binnen 6 Wochen ſehe ich der Eiuſendung der vorſchriftsmäßigen Protokolle entgegen. e g 0 f 8 Friedberg den 30. Januar 1842. Küchler. Summariſche Ueberſicht 128 der Einnahmen und Ausgaben bei dem Mathildenſtift des Kreiſes Friedberg fuͤr die Jahre 1835 bis 1840 ſowie des ſich in 1840 ergebenen reinen Ueberſchuſſes. 2 Ein n a 0 me 1 1 R von 4* e R 1) Geſchenke 5 f l 561 41— N 56 2) Einlagen a) unverzinsliche. 5 3735——— 3735— b) zu 2770 verzinsliche. 3500——— 3500— 1 ab. e eee 401054 26% 105969 12 597023 38½ 3) Zinſen von Darlehen. 5 45832 18 18460 29 64292 47 4) Zurückbezahlte Darlehen i 139595 35 59578 12 199173 47 5) Erſatzpoſten a) Druckſachen e 5 1 10 20 47 32 b) Prozeßkoſten. N—————— 6) Sonſtige Einnahmen. a 42 36—— 12 36 2 3 Summe 684358 48 ½ 184018 13 868377 1½ * 40 g 0 Wohnt Sum. vor 1840. Summe von 1840. Summe von 6 Jahren. chen b. u 24.. kr. 1 geln 1) Darlehen 8 472030— 99158 52 571188 52 nennen urückbezahlte Einlagen 6 2) 3 a) unverzinsliche. 3305— 161 3355— bande b) zu 2½%% verzinsliche. auf eine. 95 10 45 a 162362 28 67162 14 229524 42 1 * 7 e 3) Zinfen von Einlagen. 33308 18 13007 6 40975 24 aan Nur 4) Verwaltungskoſten n gun a) Gehalte der Caſſirer. 2182 45 1 5 3335 50 Die! b) Druckkoſten 418 18 7 470 25 Labmm c) Sonſtige Koſten 0 52 40— 40 53 20 60 bes 8 5) Vorlagen n 5 a) Dructtoſten 5. 7132—— 12 W 5* b) Prozeßkoſten. 2 150— 250— 400— bewe 5 6) Sonſtige Ausgaben.* 365 6½ 39 30 404 36 ½ Beide Volke 7) Unterſtützungen 5 8 296 38—— 296 38 lichkeiten und Summe 674538 25% 181473 34 856011 59½ heiden ware! Zuſammenſtellung. Beſſotbene I. Activ⸗Stand. Biſordete T Ausgeliehene Kapitalien. 8 2 472030— 99158 52 571188 32 mer dafür. Davon ſind zurückbezahlt. 2 8 139595 35 59578 12 199173 47 ein umtes E Bleiben 33232434 25 390580 40 372015 5 der Stadt b Dazu der Caſſenvorrath beim Bücherſchluß—— 11594 52 11594 52 die Denknäle Summe Activſtand beim 1840r Bücherſchluß II. eee Eingelegte Kapitalien 8 8 408289 Davon ſind zurückbezahlt. 0 5 165667 383609 57 von Straßen 26 ½ 105969 12 604258 38¼ 28 67162 14 232829 42 Bleiben 332621 58% 38806 58 371428 517 12181 1½ Mit dem Activſtand verglichen bleibt Ueberſchuß Nachweiſung des Ueberſchuſſes aus der 1840r Rechnung. An Zinſen ſollen eingehen „„7„ bezahlt werden Verglichen bleibt Ueberſchuß „„ 18460 fl. 20 kr. 6 13607„ 5 4853„ 5 7 Davon die Verwaltungskoſten und ſonſtige Ausgaben abgez: en 1245„ 22„ Bleibt reiner Ueberſchuß. 3608 7 1 7. Nota. Unter den Ausgaben zu Großkarben ſi ſind 250 fl. Vorlage begriffen. Friedberg den 29. November 1841. Wird beglaubigt von Der Hauptrechner Bu ß. Gr. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg als Präſident des Mathildenſtifts ie Etwas uͤber Kirchhoͤfe oder Friedhoͤfe im All⸗ gemeinen, und insbeſondere den neuen Fried⸗ hof zu Friedberg. Es liegt tief in der Natur des Menſchen, dem Verſtorbenen ein Ruheplätzchen zu bereiten und die Stätte, wo ſich dasſelbe befindet, zu ehren und gegen allenfallſige Verletzung zu ſchützen. Kein altes Volk machte aber fuͤr ſeine Verſtorbenen einen größeren Aufwand, als die alten Aegyptier. Das zeugen die gewaltigen Pyramiden und noch mehr die herr— lichen, in Felſen gehauenen Todtenkammern, von welchen die Reiſenden nicht Wunders genug erzäh⸗ len können. Daraus erklärt ſich auch, was ein alter Schriftſteller von ihnen ſagt:„ſie pflegten ihre irdi⸗ die ſich auf paſſen wiirde ſolches Denke nicht ſcharf die es wagte lehen. Auch bei u Deutſchen, ſch Hen, und die! beiſpſcten, ge ſpricht der b cher Vieles von dem Be ten Sache; in ihrem Ahe und Schriftſtellen Vaffen, un ſein Roß m iber ſeinen 5 das in eine befund. Ju und unberlez 4 1 57 * 41„ ſchen Wohnungen Herbergen, die Gräber der Verſtorbenen aber die ewigen Wohnungen zu nennen.“ Daß ſie ihre Todten,(wenigſtens die Vornehmen unter ihnen) einbalſamirten und zwar auf eine Weiſe, die ſie unverweslich machte, iſt un— ſern Leſern wohl all bekannt, und Manche von ihnen werden dergleichen einbalſamirte Menſchen, welche man Mumien nennt, wohl ſchon geſehen haben. Die Aegyptier und Perſer wiſſen übrigens von Verbrennung der Todten nichts. Dagegen iſt die Sitte des Verbrennens derſelben bei zwei andern berühmten Völkern des Alterthums ſehr gewöhnlich geweſen, nämlich bei den Griechen und Römern. Beide Völker verwandten ebenfalls für Leichenfeier— lichkeiten und Denkmäler der Verſtorbenen ſehr viel; beiden waren die Stätten, wo die Ueberreſte ihrer Verſtorbenen lagen, heilig und un verletzlich. Beſondere Todtenhöfe, wie wir, hatten die alten Rö— mer dafür nicht; wohl aber findet ſich bei ihnen ein uraltes Geſetz, daß ihre Todten nicht innerhalb der Stadt beerdigt werden ſollten. Sie pflegten die Denkmäler der Verſtorbenen meiſt in die Nähe von Straßen zu ſetzen; daher mehrere Ausdrücke, die ſich auf Denkmäler in unſern Kirchhöfen nicht paſſen würden. Vor Allen war ihnen aber ein ſolches Denkmal heilig, und die Geſetze konnen nicht ſcharf genug gegen ſolche Ruchloſe ſeyn, die es wagten, die Ruheſtätten der Todten zu ver⸗ letzen. Auch bei unſern Vorfahren, den alten heidniſchen Deutſchen, ſcheint die Sitte, die Todten zu verbren— nen, und die Reſte in Todtenurnen zu ſammeln und beizuſetzen, gewöhnlich geweſen zu ſeyn. Wenigſtens ſpricht der bekannte Schriftſteller Tacitus, wel⸗ cher Vieles von den alten Deutſchen uns mittheilt, von dem Verbrennen ihrer Todten als einer bekann— ten Sache; und die alten Grabhügel haben auch in ihrem Innern gewohnlich eine Urne mit der Aſche und den Knochen des Verſtorbenen. Derſelbe Schriftſteller erzählt, man hätte dem Todten ſeine Waffen, und ſonſtigen Geräthſchaften, auch wohl ſein Roß mitgegeben. Und zwar errichtete man über ſeinen Reſten ein einfaches ſchmuckloſes Grab, das in einer Erhöhung von Erde und Steinen beſtand. Auch ihnen war eine ſolche Stätte heilig und unverletzlich. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Oeffentliche Aufforderung. (69) Ausweislich der Hypothekenbücher der Ge— meinde Steinfurt leiſtete Johannes Huber sen. zu Wiſſelsheim, als Pachter Freiherrl. v. Löw'ſcher Güter, durch Verpfändung verſchiedener, ihm gehö— riger Grundſtücke a) am 13. Febr. 1794 im Werth von 300 fl. und b) am 18. April 1804 im Werth von 760 fl. Caution. Nach der beigebrachten Beſcheinigung ſollen zwar die Gründe zu dieſen Sccherheitsleiſtungen in— zwiſchen erloſchen, die Urkunden ſelbſt aber verloren gegangen ſeyn. Auf Antrag der Betheiligten wer— den daher Alle, welche den Beſitz jener Urkunden zu behaupten gedenken, aufgefordert, ſolches ſogewiß in— nerhalb 60 Tagen bei der unterzeichneten Behörde anzuzeigen, als ſonſt dieſelben fuͤr mortificirt erklärt und die betreffenden Einträge in den Hypotheken— büchern werden gelöſcht werden. Butzbach den 7. Januar 1842. Gr. Heſſ. freih. von Löw'ſches Landgericht Volker. Calmberg. Oeffentliche Ladung. (96) Zur Publikation des von der ledigen Gertrude Lenz zu Melbach errichteten Teſtaments werden de— ren unbekannten Inteſtaterben auf Donnerſtag den 3. März, Morgeus, unter dem Rechtsnachtheil hiermit vorgeladen, daß bei ihrem Ausbleiben jenes Teſtament dennoch er— offnet und vollſtreckt werden wird. Friedberg den 20. Januar 1842. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Holzverſteigerung. (109) Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in dem Gräfl. Solms-Rödelheimiſchen Bainhards-Wald bei Rosbach den 4. Februar d. J., von Morgens 10 Uhr an, das nachfolgende Holz, nämlich: 17 Stück Eichſtämme, 35 bis 40 Stecken eichen Scheitholz, 10 Stecken eichen Aſtprügel, 30 bis 35 Stecken eichen Aſtreiſer, 12 Stecken gemiſchtes Durchforſtungs Pruͤgelholz, öffentlich an den Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt zu machenden Bedingungen, verkauft werden ſoll. Aſſenheim den 26. Januar 1842. Gräflich Solms-Rödelheimiſche Forſtverwalterei. Edictalla dung. (114) Nach dem Gerichtshypothekenbuch der Ge— meinde Kohden hatte der nunmehr verſtorbene Jo— hann Conrad Steuernagel daſelbſt bei dem eben— jalls nunmehr verlebten Georg Hofmann zu Ra⸗ bertshauſen ein zu 5% verzinsliches Kapital von 185 fl. entlehnt und in der am 30. April 1795 darüber ausgeſtellten und gerichtlich confirmirten Schuld- und Pfandverſchreibung mehrere Grund— ſtüucke zum Unterpfand eingeſetzt. Dieſes Kapital iſt nach dem Tode des Georg Hofmann auf deſſen Tochter Johannes Bingel's Wittwe zu Kohden ver- erbt, und ebenſo iſt an die Stelle des verſtorbenen Schuldners, deſſen Enkel Johannes Ockel II. zu Kohden nunmehr eingetreten, welcher auch dieſe Kapitalſchuld theilweiſe an die Johannes Bingel's Wittwe abgetragen hat.— Es iſt inzwiſchen die darüber ſprechende Schuld- und Pfandverſchreibung vom 30. April 1795 verloren gegangen, weßhalb auf Anſtehen der Johannes Bingels Wittwe und des Johannes Ockel II. alle diejenigen, welche aus dieſer Urkunde etwaige Rechtsanſprüche machen zu können glauben, hiermit aufgefordert werden, ſolche ſogewiß binnen einer Friſt von 60 Tagen bei dahie— ſigem Gericht geltend zu machen, widrigenfalls dieſe Schuldverſchreibung für mortificirt erklärt und deren Eintrag im Hypothekenbuch gelöſcht werden wird. Nidda den 21. Januar 1842. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Kattrein. Holzverſteigerung. (115) Montag den 7. Februar l. J., des Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in dem Rockenberger und Op— pershofer Markwald, Wirthſchafttheil 1, 2, 3, 4, 5 und 6 nachbenanntes Holz, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingun— gen, öffentlich verſteigert werden: 19 24½ Stecken buchen Scheitholz, 2) circa 4 Stecken eichen Scheitholz, 3) circa 6 Stecken eichen Prügelholz, 4) circa 4000 Cubikfuß eichen Bau-, Werk- und Nutzholz, 5) 631 Wellen buchen Reisholz, 6) circa 250 Wellen eichen Reisholz. Der Zuſammenkunftsort iſt an der Bitzwieſe, wohin man die Steiglfebhaber höflichſt einladet. Oppershofen den 28. Januar 1842. Der Markgegenſchreiber Weil. Zimmerarbeit. (416) Donnerſtag den 10. Februar, Vormittags 10 Uhr, ſoll bei Gaſtwirth Hironimuß dahier, die Anfertigung eines Lehngerüſtes für die zu erbauende Brücke über die Uſa bei Obermörlen auf der Pro— 4 42*. vinzialſtraße von Butzbach nach Uſingen, an den Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden. Zeichnung, Voranſchlag ſowie Bedingungen lie— gen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Ein⸗ ſicht offen. Friedberg den 31. Januar 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. NN N Privat- Bekanntmachungen. Eine vollſtändige Brennerei, (111) beſtehend in zwei Keſſeln mit allem Zugehör, hat zu verkaufen Chriſtian Wenzel in Bönſtadt. An das ſchreibende Publikum. (117) Indem wir dem geehrten Publikum unſere Stahlfedern neuerfundener, elaſtiſcher Maſſe beſtens empfehlen, bemerken wir zugleich, daß unſer jetziges Fabri— kat, nach den neueſten 5 Verbefferungen, die höch— (lamburz) ſte Vollkommenheit er⸗ reicht hat und ſchwerlich übertroffen werden kann. Alle Stahlfedernfreunde werden hierdurch freundlichſt auf— gefordert, unſer neues Fabrikat einer ſtrengen Un⸗ terſuchung zu unterwerfen.— Damit das Publikum vor jedmöglicher Täuſchung geſtchert iſt, ſo bitten wir, durch anderweitige Ankündigungen, Nachbildung der Karten, Wap— pen und Mißbrauch unſerer früheren Firma, ſich nicht irre leiten zu laſſen, ſondern unſer Fabrikat zu verlangen, wel⸗ ches unſere Firma fuhrt und nur in unſerer, Haupt⸗Nieder⸗ lage bei C. Bindernagel in Friedberg ächt zu haben iſt J. Schuberth& Comp. Hamburg u. London. Stahlfedern-Fabrikanten von Schubert ꝙ Co. Lit er abi ſ che An z ei gie m. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vor- räthig: Hünten, F., Clavierſchule. Dritte verbeſſerte und vermehrte Auflage. 5 fl. 24 kr. Kunkel, F. J., zwölf Vorſpiele für die Orgel. 36 kr. Die drei Liebchen. Ballade von H. Hoffmann für eine Singſtimme mit Begleitung des Pianoforte componirt von W. Speier. 36 kr. 2 i ee eee, 7. 4 1 Titel und Inhaltsverzeichniß für den Jahrgang 1841 des Intelligenzblattes werden im Laufe des Monats Februar nachgeliefert werden. Carl Bindernagel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Pe 105 woche wurde dasſelb ſo daß ich die nehrfachen Y qu tegeln und und weiſe ſſe tenen Fragen Fri Das Großh beauſtragen Geſuche zun damit von Geſuche ern Do 1 Friſterſtreckn und auf Ein 1 men, und, d) i an die vorgeſ b) 8 ſeler in eine ihren wil, 9 welch