trtu und ohn, 842. doffmann. dchen, Arbeiten ver⸗ Dienſt geſucht. t und einen Stadt zu mie⸗ en Freiherrlich geſteigert tu zu zahlen; eit angeklagt. liegen zum de Unterpfän⸗ Intelligenzblatt für die Provinz Oberhbeſſen im Allgemeinen, die g Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 73. Sonnabend, den 1. Oktober 1842 Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg gan die großh. Buͤrgermeiſter und Lokalpolizeibehoͤrden des Kreiſes. Betreffend: Die Landwirthſchaft, insbeſondere die Vertilgung der Mäuſe. Da in der heutigen Verſammlung des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins reſp. der gr. Bürgermeiſter einmüthig die Nothwendigkeit anerkannt worden iſt, durch ein gemeinſchaftliches Zuſammenwirken aller betreffenden Gemeinden, die Vertilgung der in unzähliger Menge vorhandenen Mäuſe zu bezwecken, um eines Theils die noch ausſtehenden diesjährigen Gewächſe, namentlich Kartoffeln, und die Ausſaat der Wintererndte vor ihren Verheerungen zu ſchützen, als auch dem im Falle eines gelinden Winters drohenden Uebel eines noch unendlich ſchlimmeren Mäuſejahrs vorzubeugen; ſo ſäume ich nicht nachſtehend die desfalls beantragte Polizeiverfügung zu erlaſſen. Als die zweckmäßigſte und zugleich mindeſt koſtſpielige Weiſe, die Mäuſe einzufangen, hat ſich nach vielfach bewaͤhrten Erfahrungen das Einbohren von circa 1¼ Fuß tiefen 5—6 Zoll breiten Löchern an den Stellen, wo die Mäuſe ihre Läufe haben, bewährt. Es hat dies ſo ſchnellen Erfolg, daß ein Ackerbeſitzer, während er auf ſeinem Kleeacker mit Bohren der Löcher beſchäftigt war, und noch ehe er alle Löcher vollendet hatte, ſchon in den zuerſt gebohrten über 300 Mäuſe gefangen vorfand. Die außerordentliche Wirkſamkeit dieſes Mittels im Großen hat ſich aber in Niedereſchbach auf die glänzendſte Weiſe gezeigt, indem dort im Laufe dieſes Sommers unter Leitung des thätigen gr. Bürgermeiſters Faatz auf dieſe Weiſe 90,000 Mäuſe eingefangen worden ſind. Welche Wohlthat für die Landwirthe daſelbſt, wenn man erwägt, daß bei der ungeheuer ſchuellen Vermehrung der Mäuſe(ein Paar erzeugt jährlich deren mehrere Tauſend) die Zahl dieſer verderblichen Geſchöpfe ſonſt auf eben ſo viel Millionen angewachſen ſeyn würde.— Sie werden ſich deshalb vorzugsweiſe bemühen, der Anwendung dieſes Vertilgungsmittels Eingang in Ihren Gemeinden zu verſchaffen, und dabei nur die eine Vorſicht anzurathen nicht verſäumen, daß nicht verſäumt werden darf, die Löcher zeitig nachzuſehen, indem gegenfalls die Mäuſe ſich zuweilen herausarbeiten. Zu Bohrern können ſehr wohl alte Schippen umgeformt und gebraucht werden, ſo daß kaum nennenswerthe Koſten dadurch entſtehen. Damit indeſſen den ärmeren Gliedern der Gemeinde auch dieſe Koſten erſpart werden mögen, ſind Sie hiermit ermächtigt und angewieſen, auf Koſten der Gemeinde eine Anzahl, etwa 10—15 dergleichen anzuſchaffen, und an dieſelben zu verleihen.— Dieſelben werden zugleich zum Gebrauch bei der Einfangung der Mäuſe auf gemeinheitlichen Grundſtücken und Weg-Rainen dienen, welche Sie auf Gemeindekoſten anzuordnen nicht unterlaſſen werden.— Ueberhaupt werde ich es billigen, wenn mit Zuſtimmung des Gemeinderaths ſelbſt beſondere Leute zum Einfangen der Mäuſe in der ganzen Gemarkung verwendet, oder Prämien für Lieferung einer beſtimmten Quantität Mäuſe ausgeſetzt werden, wobei ich mir jedoch über das Maas des Lohns reſp. Vergütung Entſchließung vorbehalte.— Vor Allem empfehle ich Ihnen indeß die ſchleunigſte Einſchreitung und ſehe der Vorlage über den Erfolg derſelben und der genauen Vollziehung des unterfertigten Polizeibefehls binnen 6 Wochen entgegen. Schließlich bemerke ich noch, daß es wuͤnſchenswerth wäre, wenn die Jagdberechtigten vorläufig das den Mäuſen beſonders nachſtrebende Raubzeug, namentlich Fuͤchſe und Raubvögel, auch zahme Katzen im Felde, ſchonen würden, wozu Sie dieſelben erſuchen wollen. Friedberg den 28. September 1842. Küchler. „ 2344 Polizei-Verfuͤgung. Betreffend: Die Landwirthſchaft, insbeſondere die Vertilgung der Maͤuſe. 1) Die großh. Burgermeiſter reſp. Lokalpolizeibeamten ſollen die Einfangung und Ablieferung der Mäuße in jeder davon bedrohten Gemeinde unter gehöriger Controle unverzüglich anordnen. 2 Dieſelben haben zu beſtimmen, wie viel Mäuſe jeder Grundbeſitzer nach Verhältniß ſeines Beſitzthums täglich abzuliefern hat. 3) Wer dieſer Beſtimmung zuwider handelt, ſoll fur jede nicht abgelieferte Maus in eine Polizeiſtrafe von einem Heller verfallen. 40 Zur Zeit der eintretenden Herbſtnachtfröſte werden die gr. Bürgermeiſter weiter anordnen, daß zu einer beſtimmten Zeit die Mäuſelöcher auf dem Saamenfelde von jedem Beſitzer, wo nöthig zu wiederholtenmalen, zugeſtampft werden. 5) Wer dies nicht befolgt, ſoll in eine Polizeiſtrafe von 1 fl. 30 kr. verurtheilt werden. 0 Friedberg den 28. September 1842. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg 8 Küchler. Oeffentliche Nachricht und Aufforderung. Betreffend: Die Landwirthſchaft, insbefondere den diesjährigen Futtermangel. Bei der in heutiger Bezirksvereinsverſammlung ſtattgehabten Berathung über die Frage, durch welche Mittel und Wege dem diesjährigen drückenden Futtermangel möglichſt abzuhelfen ſein möchte, wurden mit allgemeinem Einverſtändniß nachſtehende Maasregeln empfohlen. g 1) Sei ausnahmsweiſe und beſchränkt auf dieſes Jahr das Einzelhüten zu geſtatten. 2) Sei es rathſam, möglichſt viel Korn ins Brachfeld zu ſaͤen, indem dies ſehr zeitig im Frühjahr zur Grünfütterung verwendet werden kann. 3) Sei die Ausſaat des vorzüglich bewährten ſ. g. Schwediſchen Wunderklees, wenn ſie noch in der erſten Haͤlfte Oktobers geſchehen kann, noch in dieſem Herbſte, wo nicht, doch nächſtes Frühjahr, be⸗ ſonders empfehlenswerth. N 4) Desgleichen die Saat von Hafer und Klee untereinander im nächſten Frühjahr. Endlich 5) Wäre es höchſt wünſchenswerth, wenn die Großh. Forſtbehörden zu einer vemehrten Streu-, Moos⸗, Ginſter- und ſonſtigen Nebennutzungs-Abgabe aus den herrſchaftlichen Communalwaldungen vermocht werden könnten, damit dadurch das ohnedies ſehr käͤrgliche Stroh-Ergebniß dieſes Jahrs zum Theile zur Fütterung verwendet werden könnte. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, und die intelligenten Landwirthe um möglichſte Verbreitung und Empfehlung dieſer Maßregeln in Ihrer Umgebung bitte, bemerke ich, daß, da dem Ver⸗ nehmen nach kein Schwediſcher Wunderklee-Saamen mehr in Frankfurt zu haben ſein ſoll, der Unter— zeichnete es übernommen hat, dergleichen kommen zu laſſen, daher Jeder, der ſolchen zu erhalten wünſcht, hiermit aufgefordert iſt, die von ihm begehrte Quantität bei dem Bürgermeiſter ſeines Wohnorts anzumelden, welcher mir ſofort ſchleunig das Verzeichniß der Beſtellungen mittheilen wird. Zugleich bemerke ich ſchließlich, daß zum Zwecke der Erfüllung des unter Nro. 5 erwähnten Wunſches die erforderlichen Schritte von mir eingeleitet worden ſind. Friedberg den 28. September 1842. Der großh. Kreisrath und Präſident des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins des Kreiſes Küchler. Bekanntmachung. Der Ankauf der diesjährigen Remontepferde wird am 17. Oktober zu Friedberg, am 18. Oktober zu Hungen, am 20. Oktober zu Alsfeld, ſtattfinden. Dieß wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, und ſind die Gr. Bürgermeiſter angewieſen, ſolches noch beſonders in ihren Gemeinden bekannt zu machen. Friedberg den 27. September 1842. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küche Localſection des Großh. Heſſ. Gewerbvereins fuͤr den Kreis Friedberg. Die monatliche Sitzung der Localſection kann wegen Abweſenheit des Herrn Lehrers Soldan Montag den 3. Oktober d. J. nicht ſtattfinden. Bekanntmachungen von Behörden N Spfritus⸗Apparat⸗ und Haus verkauf. (1213) Die Spiritus⸗ und Eſſig⸗Fabrik des Bür⸗ gers Jean Foucar dahier, an der Landſtraße in der Uſa⸗Vorſtadt gelegen, beſtehend in einem neuen zwei⸗ ſtöckigen Wohnhauſe mit Magazinen, Remiſe, gro⸗ ßen Speichern und Stallung, ſowie einem zweiſtöckigen 1254) Freitag 0 Uhr, fall K Unterzeichneten; Friedberg! Fr (1255) Dien 2 Uhr, werden ſtchende Fruͤchte herrlich von Fre ſteigett: Ockſtadt de Victualien (4266) Dont Vormittags un vallerie⸗Caſern Erbſen, Behn einer öffentlic mleenden in Ace werden erſuch den Gemeinde Butzbach Verſteigerur (42l0 Don 10 Uhr, ſollen Vögler die ur mit Orkan ich an die werden. Nac die Me 57 Me 7 Sti 77 Zin i der Mußt Res 9 * eſtzthung de Wa def Jelſtrafe les Friedberg 18 „cch welche „ Wurden mit Iruͤd jahr zur noch in der s Ftrudjahr, be⸗ treus, Moos,, gen vermocht re zum Theile anzumelden, den Wunſches is des Kreiſes 1 F angewitſen, s Ftiedberg dberg. dan Montag 1 graße in del „ brut. wel Wemiſe, glo⸗ A npeiſtöckige „ 345* Fabrikbau ſammt darin ſtehendem Deſtillirapparat, wird auf Anſtehen des Eigenthuͤmers Dienſtag den 4. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem hieſigen Rathhauſe einer freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt, und zugleich bemerkt, daß gedachter Apparat und die Localitäten je nachdem ſich Steig— liebhaber einfinden, auch getrennt verkauft werden können. Friedberg den 15. September 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Steinhauerarbeit. (1254) Freitag den 7. Oktober, Vormittags um 10 Uhr, ſoll bei Gaſthalter Koch zu Lindheim die Lieferung und Bearbeitung der erforderlichen Hau— ſteinen zur Erbauung einer Brücke uͤber den Kohl— bach bei Langenbergheim, auf der Provinzialſtraße von Lindheim nach Marköbel hin, an den Wenigſt— nehmenden nochmals öffentlich verſteigert werden. Plan und Voranſchlag liegt auf dem Buͤreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 22. September 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Fruchtverſteigerung. (1255) Dienſtag den 4. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, werden bei Gaſtwirth Thaler dahier nach— ſtehende Früchte aus 184 1r Erndte von dem Frei— herrlich von Frankenſtein'ſchen Speicher dahier ver— ſteigert: 15 50 Malter Waizen 29 100 e 3) 60„ Gerſte und 4) 100 77 Hafer Ockſtadt den 26. September 1842. Brömſer. Victualien Lieferung für die Menage. (1266) Donnerſtag den 6. künftigen Monats, des Vormittags um 10 Uhr, wird in der hieſigen Ca— vallerie⸗Caſerne eine bedeutende Quantität Kartoffeln, Erbſen, Bohnen und Sauerkraut auf dem Wege einer öffentlichen Verſteigerung an den Wenigſtneh— menden in Accord gegeben. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes Vorhaben in den unterhaben— den Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 27. September 1842. In höherem Auftrag Cellarius, Unterquartiermeiſter. Verſteigerung von Bauarbeiten in Berſtadt. (1240) Donnerſtag den 6. October, Vormittags 10»Uhr, ſollen in Berſtadt im Wirthshauſe bei J. Vögler die zur Erbauung eines neuen Schulhauſes mit Oekonomiegebäuden nöthigen Bauarbeiten öffent— lich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: die Maurerarbeit 978 fl. 30 kr. „ Materialien dazu 797„—„ „ Steinhauerarbeit 282„ 35, „ Zimmerarbeit 2152„ 48„ die Dachdeckerarbeit 497 fl. 05 kr. „ Schreinerarbeit 845„ 37„ „ Schloſſerarbeit 637„ 01„ „ Glaſerarbeit 318 75800 „ Weißbinderarbeit 788„ 56„ Pflaſtrerarbeit 149„ 38„ , Es werden nur ſolche Handwerker zum Gebote zugelaſſen, welche ſich durch Atteſtate ihrer reſp. Bur— germeiſter ausweiſen können, daß ſie eine Caution von der halben Voranſchlagsſumme zu ſtellen im Stande ſind. Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen lie— gen hier zur Einſicht offen. Nidda den 19. September 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Gladbach. c νι N νν Privat⸗ Bekanntmachungen. Empfehlung. (1234) Meinen verehrten Freunden und Gönnern mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich in den Stand geſetzt bin, meine Steinkohlen um den Preis das Großh. Malter 2 fl. und das Korbmaas 2 fl. 8 kr. abzuſetzen, und verſpreche reelle Bedienung. Vilbel. Konrad Winter im Gaſthaus zum Rappen bei Geſchwiſter May. Mobilien-Verſteigerung. (1257) Donnerſtag den 6. Oktober, Vormittags 10 Uhr, ſoll in meiner Behauſung Folgendes ver⸗ ſteigert werden: 1) ein ſtarkes ſchwarzes Ackerpferd, drei trächtige Kühe und ein Zuchtſchwein; 2) ein einſpänniger neuer Wagen mit eiſernen Achſen und ſonſtige gebräuchliche ökonomiſche Geräthſchaften. Södel den 21. September 1842. Zinßer. Es wird ein braves Mädchen, (1260) welches blos zu häuslichen Arbeiten ver⸗ wendet werden ſoll, in hieſiger Stadt in Dienſt geſucht. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Ein vollſtandiges Logis (1261) kann ſogleich bezogen werden bei Martin Philippi in der Kirchgaſſe. Bekanntmachung. (1263) Alle diejenigen, welche in den Freiherrlich von Frankenſteiniſchen Waldungen Holz geſteigert haben, werden erſucht binnen 8 Tagen zu zahlen; wer ſolches unterläßt, wird beim Gericht angeklagt. Ockſtadt den 24. September 1842. Eret, Forſtverrechner. Ein blauer ſeidener Regenſchirm, (1267) mit einer ſchmalen Einfaſſung, wurde den 28. September, Vormittags, in der Poſt in Fried— berg entwendet, und wird vor deſſen Ankauf gewarnt. Ein vollſtändiges Logis (1268) auf der breiten Straße iſt zu vermiethen bei Schmiedmeiſter A. Oberländer. Großes Preiskegelſchieben (1269) beginnt in meinem Garten Sonntag den 2. Oktober, wird Montag Nachmittag um 3 Uhr fortgeſetzt und den folgenden Sonntag beendigt. i Es ladet hoͤflichſt dazu ein ö J. M. Simon zu den drei Schwertern. Nauheimer Teichhaus. (1270) Sonntag den 2. und Montag den 3. Okto⸗ ber wird auf hieſigem Teichhauſe das Nauheimer Kirchweihfeſt gefeiert. Ich erlaube mir meine verehrten Gönner und Freunde zu dieſem Vergnü⸗ gen mit dem Bemerken einzuladen, daß ich fuͤr gute Weine und Speiſen— beſonders vorzügliche Karpfen — ſowie für gute Muſik beſorgt ſeyn werde. Nauheim den 27. September 1842. Henkel. Einladung zum Nauheimer Kirchweihfeſte. (1271) Sonntag den 2. und Montag den 3. Ok⸗ tober findet das hieſige Kirchweihfeſt ſtatt, wozu ich alle Freunde und Gönner hierdurch hoflichſt einlade. Durch eine ausgeſuchte Reſtauration, gute Weine und eine vorzügliche Tanzmuſik vom Hanauer Mi⸗ litärmuſikcorps wird es mir möglich werden und ſoll es mein einziges Beſtreben ſein, meine verehr— ten Gaͤſte auf das Genügendſte zu befriedigen, weß⸗ halb ich einem zahlreichen Zuſpruch entgegen ſehe. Kommt zum heitern Spiel, zum frohen Tanze, Eh' des Jahres Schönheit ganz entflieht; Ehe mit des Herbſtes welkem Kranze Ganz des Sommers Pracht verblüht. Kommt, wo ſchon die falben Blätter fallen, Die Natur ihr letztes Kleid verliert; Eint Euch Alle in der Freude Hallen, Durch die Hand der Kuͤnſt verziert. Kommt! Wenn draußen alle Lieder ſchweigen, Keine Freude mehr die Hand Euch beut: Dann ertönet hier ein muntrer Reigen, Und das Kirchweihfeſt erfreut. Kommt, o kommt! In meinen heitern Räumen Können viele Gäſte ſich ergeh'n. Eſſen, trinken, wachen, ſchlafen, träumen— Alles dieſes kann geſcheh'n. Nauheim den 28. September 1842. Bernhard Salzmann, Gaſtwirth zur Krone. 5 Kirchweihfeſt zu Nauheim. (1272) Sonntag den 2. und Montag den 3. Ok⸗ tober iſt durch den Unterzeichneten im hieſigen Rath⸗ hauſe gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wobei fur alle Erforderniſſe beßtens geſorgt wird. Nauheim. J. Fritzel. Bekanntmachung. (1273) Künftigen Dienſtag den 4. Oktober d. J., Nachmittags 3 Uhr, ſollen, unter den vor der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, in dem Gaſthauſe zum Hirſch dahier 17½ Fuder * 346*. f 235 Roggen⸗ und 7 Fuder Waizenſtroh, dann mehrere Körbe Spreu meiſtbietend verſleigert werden. Ockſtadt am 27. September 1842. 5 J. Kipp. Ein braunes Wallachpferd (1274) ſteht zu verkaufen. Bei wem ſagt die Expedition dieſes Blattes. Eine brave Küchenmagd, (1275) welche ſchon gedient hat, und ein gutes Betragen nachweiſen kann, wird geſucht. Wo, ſagt die Expedition dieſes Blattes. . Eine große Waage (1276) mit acht ſtarken Ketten im beßten Zuſtande nebſt Gewicht iſt zu verkaufen. Das Nähere iſt bei der Expedition dieſes Blat⸗ tes zu erfragen. f Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 30 kr.; Korn: 8fl.— kr. Gerſte: 6 fl.— kr. Hafer: 4 fl. 30 kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 23. Sept.: Waizen: 11 fl. 30 kr. Korn: 8 fl. 19 kr. Gerſte: 7. 30 kr. Hafer: 5 fl. 4 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fur die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 2. bis 9. Oktober 1842. pfd Brod Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr. pf. 1 JLeib⸗Roggenbrod 31— 34— 2 7 7 6— 6— 4 5„ 124— 124— Loth. Loth — Milchbrod 114% 1 —[Waſſerweck 11 4% 1 5 —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 5 145 lei ſch⸗ iſe. Fleiſch⸗Preiſe pf. pt. 1 Ochſenfleiſch 10— 10— lg,; gemäſtetes 81— 814— „ Kühfleiſch ungemäſtetes 6(— 6(— 5; gemäſtetes 614— 6— 1 Rindſteiſch ungemäſtetes S 5 2 „ Schweinenlleiſch 105%% 10 2 „ Hammellleiſch 7— 7 „ Schaaflfleiſch 5 25—— „ Wurſt von blos Schweinen 124— 124— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 144— 144— „ Geräucherter Speck 20— 120— „Schinken 15— 15— „ Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— „dito ungusgelaſſen 19— 19— „ Nierenfett 20— 194— „[Hammelsfett 15— 15— Die Fleiſchbeſchau zu Friedberg in dieſer Woche hat Philipp Ritzel. 5 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Die groß 0 0 Von nach Hungen Das Großhzl. miſſariate d und Oberg Nach Ar Geſetze vom 2“ Unterſuchung, Damit nu angeſetzt werde ſuchungs⸗ Verfa Sie an, die L erhalten, auf bekannt wird, Gericht zur Darm der Gr. Huſdeſclage, hungen d an ſämmil 9 Nach di emontepferde