Intelligenzblatt ſür die berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, — 1841. den 31. Juli Zur wetterauer Chronik.(10) Freitag den 23. Juli wurden zwei der Arbeiter, welche an der neuen Chauſſee⸗Anlage zu Friedberg LN Heſchaͤftigt ſind, durch plötzlich herabſtuͤrzenden Schutt e Lußdag, ſo beſchädigt, daß der Eine bald ſeinen Geiſt aufgab, — n der zweite ein Bein brach und eine ſtarke Verletzung 77 lin 35 Geſicht erhielt. Der Erſtere hinterläßt eine 1 Braut. mit welcher er ſich ehelich zu verbinden im Begriffe war. Sein Hochzeittag wurde zum Begräb⸗ nißtage. Der zweite iſt Familien⸗Vater. N Wann werden ſolche Unglücksfälle nicht mehr vorkommen? Wär's nicht an der Zeit, daß man den Männern, welche die Aufſicht bei dergleichen Bauten führen, auch zur Pflicht machte, die Ar— beiter, welche eſt die ihnen drohenden Gefahren gar nicht zu kennen ſcheinen, zu warnen?— Krieg den Engerlingen, Schonung den 8 Maulwuͤrfen. Seitdem die Maikäfer als Baumfrevler bekannt ſind, haben ſie die Vorrechte verloren, deren ſie ſich 3— früher als die ſummenden Herolde des Wonnemo⸗ 1 4— mats erfreuten. Der Vertilgungskrieg gegen ſie wird 2 ſchonungslos geführt. Man ſetze aber einen noch 4 ſo hohen Preis auf einen Kumpf getoͤdteter Frevler: .— das nächſte Frühjahr bringt eine neue Generation, 18— die nicht weniger frech iſt, als die hingewürgte. — r — 6% Solche Maaßregeln haben nur den Werth, daß ſie .% die induſtriellen Kräfte der Jugend rege machen. rath b K. 5. Dem Verfaſſer des Artikels Maikäfer⸗Ver⸗ ch let. tilgung in Nr. 25. dieſes Intelligenzblattes iſt darum aufrichtiger Dank zu ſagen, daß er auf die 61 Nothwendigkeit hindeutet, die Larven der Maikäfer, die Engerlinge, zu vertilgen. Sein Rath, beim Pflüͤ⸗ gen und Eggen dieſes Ungeziefer aufzuleſen, ver⸗ dient Befolgung. So lange aber die Befolgung nicht geſetzlich geboten iſt, mögen unter hundert Acker⸗ beſitzern zehn den guten Rath verſchmähen, ſo kann die Arbeit der neunzig Folgſamen nicht den ge⸗ wünſchten Erfolg haben.— Dieſer Rath gilt auch nur für Ackerland; wie iſt es aber mit dem Schutz der Wieſen vor der Gefräßigkeit der Engerlinge d Die Mittel, welche die gütige Natur darbietet, ver⸗ ſchmäbt man. Viele Lehr- und Lernbücher in Stadt⸗ und Landſchulen rechnen den Maulwurf unter die Nagethiere! Man ſage aber dem Bürger und Land⸗ mann, daß dieſe ſchwarzen Geſellen weder wie die Hamſter Getraidevorräthe aufſpeichern, noch wie die Haſen den Kohl auffreſſen und Baumrinde verzehren, ſondern daß ſie ſich von Regenwürmern und In⸗ ſektenlarven, beſonders von Engerlingen nähren, daß der Schaden, den dieſe Engerlinge in Wieſen und Getraidefeldern thun, beträchtlicher ſey, als der, welchen die Maikäfer Waldungen und Baumſtücken zufügen;— ſo wird ſich die öffentliche Meinung dahin ausſprechen,„in landwirthſchaftlicher Hinſicht ſey die Schonung der Maulwürfe nicht weniger wichtig, als die der Singvögel.) Uebrigens dürfte ein erfahrner und umſſchtiger Landwirth ſich die Mühe geben, die Grenzlinien des in Betreff der Maulwürfe zu beobachtenden Scho⸗ nungsſyſtems genau und ſcharf zu zeichnen.— Nur von den Maulwurfsfängern ging eine ſolche Scho—⸗ nung bisher aus; freilich mußten dieſe bei ihren jährlichen Feldzuͤgen darauf rechnen, daß mit dem *) Ich will noch anfuͤhren, daß die Maulwurfsmutter ihren Jungen, wenn die Zähne hervorbrechen, Würmer und Zwiebeln herbeiſchleppen ſoll. Wenigſtens findet man in den Wohnungen der Maulwürfe öfters die Zwiebeln der Herbſtzeitloſe. naͤchſten Wirthſchaftsjahr der Erwerbsquell wieder reichlich ſprudle.— Doch auch ſie ſollen Dank haben fur ihre Schonung; nur mögen ſie für ihren Erfin— dungsgeiſt ſich eine Zeitlang andre Gegenſtände ausſuchen. Möchten die Polizeibehörden hierbei thätig ſeyn! Butzbach im Juni 1841. 5 L. Steinberger, Conrector. Wir wollen hier unſern Leſern noch mittheilen, was Hebel über den Maulwurf ſagt. Unter allen Thieren, die ihre Jungen ſäugen, iſt der pee das einzige, das ſeiner Nahrung allein in dunkeln Gängen unter der Erde nachgeht. Und an dem einen iſt's zu viel, wird Mancher ſagen, der an ſeine Felder und Wieſen denkt, wie ſie mit Maulwurfs⸗Hügeln bedeckt ſind, wie der Boden zerwühlt und durchlöchert wird, wie die Ge— wächſe oben abſterben, wenn das heimtückiſche Thier unten an den Wurzeln weidet. Nun ſo wollen wir denn Gericht halten über den Miſſethäter. Wahr iſt es, und nicht zu läugnen, daß er durch ſeine unterirdiſchen Gänge hin und wieder den Bo— den durchwühlt, und ihm etwas von ſeiner Feſtig— keit raubt. Wahr iſt es ferner, daß durch die herausge— ſtoßenen Grundhaufen viel fruchtbares Land bedeckt, und die darunter liegenden Keime im Wachsthum gehindert, ja erſtickt werden können. Dafür iſt je⸗ doch in einer fleißigen Hand der Rechen gut. Aber wer hat's geſehen, daß der Maulwurf die Wurzeln abfrißt? wer kann's behaupten? Nun, man ſagt ſo: Wo die Wurzeln abgenagt ſind und die Pflanzen ſterben, wird man auch Maul⸗ würfe finden; und wo keine Maulwürfe ſind, ge⸗ ſchieht das auch nicht. Folglich thuts der Maul⸗ wurf.— Der das ſagt, iſt vermuthlich der Näm⸗ liche, der einmal ſo behauptet hat: Wenn im Früh⸗ linge die Fröſche zeitlich quaken, ſo ſchlägt auch das Laub bei Zeiten aus. Wenn aber die Fröſche lange nicht quaken wollen, ſo will auch das Laub nicht kommen. Folglich quaken die Fröſche das Laub heraus.— Seht doch, wie man ſich irren kann! Aber da kommt ein Advokat des Maulwurfs, ein erfahrner Landwirth und Naturbeobachter, der ſagt ſo: „Nicht der Maulwurf frißt die Wurzeln ab, „ſondern die Quadten oder die Engerlinge, die unter „der Erde ſind, aus welchen hernach die Maikäfer „und anderes Ungeziefer kommen. Der Maulwurf „aber frißt die Quadten, und reinigt den Boden von „ dieſen Feinden.“ Jetzt wird es alſo begreiflich, daß der Maul- wurf immer da iſt, wo das Gras und die Pflanzen krank ſind und abſterben, weil die Quadten da ſind, denen er nachgeht und ſie verfolgt. Und dann muß er's gethan haben, was dieſe anſtellen, und bekommt * 230. für eine Wohlthat, die er euch erweiſen will, des Henkers Dank. 5 B a „Das hat wieder einer in der Stube erfunden, oder aus Büchern gelernt, werdet ihr ſagen, der noch keinen Maulwurf geſehen hat.“— Halt, guter Freund! der das ſagt, kennt den Maulwurf beſſer als ihr alle und eure beßten Scheer mäuſer, wie ihr ſogleich ſehen werdet. Denn ihr 95 zweierlei Proben anſtellen, ob er die Wahrheit agt. „Erſtlich, wenn ihr dem Maulwurf in den Mund ſchaut.“ Denn alle vierfüßigen oder Saäugethiere, welche die Natur zum Nagen am Pflanzenwerk beſtellt hat, haben in jeder Kinnlade, oben und unten, nur zwei einzige und zwar ſcharfe Vorderzähne, und gar keine Eckzähne, ſondern eine Lücke bis zu den Stockzähnen. Alle Raubthiere aber, welche andere Thiere fangen und freſſen, haben ſechs oder mehr ſpitzige Vorderzaͤhne, dann Eckzähne auf beiden Sei⸗ ten, und hinter dieſen zahlreiche Stockzähne, wenn ihr nun das Gebiß eines Maulwurfs betrachtet, ſo werdet ihr finden: Er hat in der obern Kinnlade ſechs und in der untern acht ſpitzige Vorderzähne und hinter denſelben Eckzaͤhne auf allen vier Seiten, und daraus folgt: Er iſt kein Thier, das an Pflan⸗ zen nagt, ſondern ein kleines Raubthier, das andere Thiere frißt. „Zweitens, wenn ihr einem getödteten Maul⸗ wurf den Bauch aufſchneidet, und in den Magen ſchaut.“ Denn was er frißt, muß er im Magen haben, und was er im Magen hat, muß er gefreſſen haben. Nun werdet ihr, wenn ihr die Probe machen wollt, nie Wurzelfaſern oder ſo etwas in dem Ma⸗ gen des Maulwurfs finden, aber immer die Häute von Engerlingen, Regenwürmern und anderm Unge⸗ ziefer, das unter der Erde lebt.. Wie ſieht's jetzt aus? Wenn ihr alſo den Maulwurf recht fleißig ver⸗ folgt, und mit Stumpf und Stiel vertilgen wollt, ſo thut ihr euch ſelbſt den größten Schaden und den Engerlingen den größten Geſallen. Da können ſie alsdann ohne Gefahr eure Wieſen und Felder ver⸗ wüſten, wachſen und gedeihen, und im Frühjahr kommt alsdann der Maikäſer, frißt euch die Bäume kahl wie Beſenreis, und bringt euch zur Vergeltung auch des Gukuks Dank und Lohn. So ſieht's aus. Für die Kaſſe taubſtummer Komfirmanden iſt ferner eingegangen: Von einem Ungenannten 1 fl. 36 kr. Bekanntmachungen von Behoͤrden. rr Bekanntmachung (812) Auf Anſtehen des Eigenthümers ſoll die dem Bürgermeiſter Jakob Scheuner in Bruchenbrücken 6 „% 231*. zugehörige, in Bruchenbrücken gelegene Mühle, ſammt Mahlwerk, Montag den 2. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert werden. Die Mühle iſt eine der nahrhafteſten in der Wetterau, hat drei Mahlgänge, einen großen Hof⸗ raum und iſt mit ſehr geräumigen Oekonomie⸗Ge⸗ bäuden verſehen. Friedberg den 10. Juli 1841.. Großh. heſſ. graͤfl. Waͤchterb. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Verfügung. (819) Forderungen aller Art an die kurz hinter⸗ einander verſtorbenen Beigeordnete Anton Engels Eheleute in Wiſſelsheim ſind Donnerſtag den 5. Auguſt d. J., Vormittags, bei unterzeichneter Gerichtsſtelle zur Anzeige zu brin⸗ gen, widrigenfalls dieſelben bei Theilung des Nach⸗ laſſes nicht berückſichtig werden können. Friedberg den 5. Juli 1841. Gr. heſſ. freih. v. Low. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Publicandum. (820) Wühelm Bär von Bönſtadt hat ſich frei⸗ willig unter die Curatel ſeines Bruders Heinrich Bär I. von da geſtellt, daher ſich derſelbe ohne ſeinen Curator in keine Rechtsgeſchäfte einlaſſen kann und Zedermann gewarnt wird, ihm zu borgen. Friedberg den 6. Juli 1841. Großh. heſſ. G. J. W. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Verlegung des Schotter Sommermarkts. (821) Der in dem großh. heſſ. Landkalender irrthüm⸗ lich auf den 17. und 18. Auguſt d. J. eingetragene Schotter Sommermarkt ſoll, nach eingelangter höherer Genehmigung, 8 Tage früher, nämlich: „Dienſtag den 10. Auguſt, Viehmarkt, „Mittwoch den 11. Auguſt, Krämermarkt“ abgehalten werden, welches man mit dem Anfuͤgen hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß der gewöhnliche Vormarkt Tags zuvor ſtattfindet. Die Herrn Bürgermeiſter werden zugleich um gefällige Veröffentlichung dieſes Ausſchreibens erſucht. Schotten den 10. Juli 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Kromm. Arbeits ⸗Verſteigerung. (853) Mittwoch den 4. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Rendel das Ver⸗ golden des Hahnes und des Knopfes auf dem dor⸗ tigen Kirchthurme an die Wenigſtnehmenden in Ac⸗ cord gegeben werden. Friedberg den 22. Juli 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Edictal ladung. (841) Forderungen an den ganz geringen und — wahrſcheinlich überſchuldeten Nachlaß des Polizei⸗ dieners J. Kliem von Wickſtadt ſind Dienſtag den 31. Auguſt, Morgens 8 Uhr, hier vorzubringen, gegenfalls ſie nicht berückſichtigt werden und die unbedeutende Maſſe nach den Be— ſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger, vorausgeſetzt, daß der beabſichtigte Vergleich Statt findet, vertheilt werden wird. Friedberg den 10. Juli 1841. f Gr. heſſ. grafl. ſolmſ. Landgericht daf. Hofmann. Aufforderung an Pflaſterer. (847) Der Unterzeichnete ſucht zur Anfertigung der Gaſſen⸗ und Banquetpflaſter in einigen Orten des Baubezirks, namentlich in den Orten Nidda, Bingenheim, Echzell, Lißberg, Hirzenhain und Gre⸗ benhain, eine große Anzahl geſchickter Pflaſterermeiſter, welche Luſt bezeugen, ſich in Accorde einzulaſſen, und dient zur Nachricht, daß für die Quadratklafter Schichtenpflaſter drei Gulden bezahlt wird. Es können indeſſen auch gute Geſellen entweder kleinere Parthieen von Pflaſtrerarbeiten gemeinſam übernehmen oder im Taglohn arbeiten. Die großh. Bürgermeiſter derjenigen Orte, in welchen ſich geſchickte Pflaſterer befinden, werden erſucht dieſe Aufforderung im Intereſſe derſelben durch die Schelle weiter veröffentlichen zu laſſen. Nidda den 14. Juli 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Arbeits ⸗Verſteigerung. (871) Die bei Herſtellung des Schul- und Ge⸗ meindehauſes zu Bodenrod erforderliche Maurerarbeit, voranſchlagt zu 20 fl. 6 kr. Zimmerarbeit, 7„ 2 19. Schmiedearbeit,*„ S Weißbinderarbeit, 5„ 44 6. Dann die bei Reparatur des Gemeindebackofens nöthige Maurerarbeit, voranſchlagt zu 10 fl. Schmiedearbeit,* 25 77 Die nöthige Maurerarbeit an dem Gemeindebrunnen voranſchlagt zu 9 fl. Sodann die Reparatur des Gemeinde-Feuerleiter⸗ hauſes noͤthige Zimmerarbeit, voranſchlagt zu 2 fl. Maurerarbeit,„„ 10„ nebſt Lieferung von 40 Buͤtten Kalk, und 140 rau⸗ hen Schieferplatten und 1,3 Kubikklaft. Mauerſand ſoll Donnerſtag den 5. Auguſt d. I, Nachmittags 2 Uhr, nochmals auf dem daſigen Gemeindehaufe wenigſtfordernd verakkordirt werden. Bodenrod am 26. Juli 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hoffmann. Edictal ladung. (872) Der Maurermeiſter Philipp Debus zu Butzbach und deſſen Ehefrau Clara, eine geborne Sauerbier, haben mit ihren am 19. d. M. bei der . 232*. unterzeichneten Behörde erſchienenen Gläubigern eine gerichtliche Vereinbarung, die Tilgung ihrer Schul⸗ den bezwecken d, getroffen und um Beſtätigung gebeten. Es werden daher Alle, welche Auſprüche irgend einer Art an Philipp Debus und deſſen Ehefrau zu haben glauben, dieſelben aber bis jetzt noch nicht zur Anzeige dahier gebracht haben, hierdurch aufge⸗ fordert, ſolche längſtens im Termin Dienſtag den 31. Aug. d. J., Vorm. 10 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen, widrigenfalls die oben erwähnte Uebereinkunft beſtatigt und ohne Rückſicht auf ſpätere Anmeldungen in Vollzug geſetzt werden wird. Butzbach den 23. Juli 1841. Großh. heſſ. Landgericht In legaler Abweſenheit des Landrichters: Calmberg, Landgerichts⸗Aſſeſſor. Verſteigerung von Straßen- und Brücken⸗ bauarbeiten. (873) Donnerſtag den 12. Auguſt d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen die Erdarbeiten auf der bei Homberg an der Ohm wegen des dortigen Brücken⸗ Neubaues zu verlegenden Straßenſtrecke, im Ganzen voranſchlagt zu 2170 fl. 6 kr. auf Ort und Stelle in mehreren Abtheilungen, ſodann an demſelben Tage, Nachmittags 2 Uhr, 10 die Maurer⸗ und Steinhauerarbeit an der über die Ohm zu erbauenden neuen Brücke von drei Oeffnungen, voranſchlagt zu 20767 fl. 56 kr. 29 die Maurerarbeit an 2 Durchläſſen 143 fl. 30 kr. 3) das Brechen, Fahren und Aufſetzen von 90,0 Cbkl. Mauerſteinen 1623 fl. 4) die Lieferung von 475 Bütten Kalk 1520 fl. 5) desgleichen von 17,5 Cbklftr. Sand 350 fl. in dem Rathhauſe zu Homberg unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtbie⸗ tenden öffentlich verſteigert werden. Riſſe und Voranſchläge liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Gießen den 23. Juli 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Müller. Arbeits-Verſteigerung. (874) Dienſtag den nächſtkommenden 3. Auguſt, des Morgens um 9 Uhr, werden auf dem Bürger⸗ meiſterei⸗Büreau zu Pohlgöns, nachbenannte Ge⸗ meindearbeiten an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben, als: 1) an den Gemeindegebäuden Reparatur⸗ Arbeiten: 4) Maurerarbeitslohn, voranſchlagt zu 19 fl. 59 kr. 5) Schreinerarbeit, 5„ 36 18.⸗ c) Materiall eferung, 1409 Ziegel, einige Dielen, Nägel, etwas Kalk und Stroh, J Kiafter Steine, 1 Fuhre Sand 22 9 23wei Mulden am Springerweg zufertigen, voranſchlagt mit Arbeitslohn und Material⸗ Lieferung ö zu 20 fl. 1 kr. Pohlgöns den 26. Juli 1841. 25 Der großh. heſt. Buͤrgermeiſter Schöpf. 5 Bekanntmachung. i (875) Wegen Stellung des hieſigen Ortsbuͤrgers Johannes Philippi unter Curatel, ſoll Mittwoch den 4. Auguſt, Morgens 8 Uhr, nachfolgende Gegenſtände deſſelben gegen gleich baare Zahlung durch den Unterzeichneten einer öffentlichen und meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden: 1 Ein eilfjähriges noch in gutem Zuſtand befind⸗ liches, Wallachpferd, 2) drei Kühe, 3) zwei Kälber, 4) drei Schweine, 5) acht Stück Schafe und Hämmel, 6) ein Karren mit Zugebör, 7) ein Pflug, 8) eine eiſerne Egge, 9 Pferde⸗ geſchirr und ſonſtige Hausgeräthſchaften. Melbach den 29. Juli 1841. 8 In Auflrag des großh Landgerichts Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Keil. Verſteigerung. i (876) Dienſtag den 3. Auguſt, Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 10 Pferche, wovon der erſte den 8. Auguſt anfängt, oͤffentlich Meiſebietend verpachtet werden. Friedberg den 27. Juli 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (877) Freitag den 13. Auguſt, Nachmittags 2 Uhr, wird das Steinbrechen in dem ftscaliſchen Steinbruch zu Holzheim an Ort und Stelle an die Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Friedberg den 29. Juli 1841. 5 Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Verſteigerung. (878) Donnerſtags den 5. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen auf dem Büreau des hieſigen Lazareths 25 Stück gebrauchte Teppiche und 11 Stück ſolcher Mäntel an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung ſtückweiſe verkauft werden. Fiedberg den 28. Juli 1841. In Auftrag: Fuhr, Oberlieutenant. Arbeits-Verſteigerung. (879) Donnerſtag den 12. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, wird in dem Wirthſchaftslocal zur Roſe die Aufführung eines Kanals auf der Staatsſtraße zwiſchen Niedermörlen und Niederweiſel an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben. Friedberg den 28. Juli 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. 5 (883) d Uhr, wird Hieronimus bahn mit des noch u von Friedbe die Wenigſ Die gr. arbeitsfähig ſteigerung Friedb (884) 2 10 Uhr, in Niedern Setzen der vinzialſtraf mörlen an Friedb 2 (S5) Di ſollen ur meipſchaſtl. teuieatenal. zornig baumtiſttt 233* Arbeits-Verſteigerung. (880) Montag den 2. Auguſt l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Aufführung eines Rauchfangs im hieſigen Schulhauſe, und das Ausweiſen der beiden dieſigen Schulſale, wenigſtnehmend verak⸗ irt werden. e am 26. Juli 1841. Der großh. deſſ Bürgermeiſter Petri. Bekanntmachung. (881) Dienſtag den 3. Auguſt d. J, Vormittags 9 Uhr, ſoll auf freiwilliges Anſtehen des F. W. Kirchner dahier das Gaſthaus zur Lilie auf hieſigem Rathhaus öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Vilbel den 26. Juli 1841. 5 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hinkel. Mobilien-Verſteigerung. (882) Frau Färber Brand iſt geſonnen, den künf⸗ tigen Donnerſtag den 12. Auguſt, Morgens 9 Uhr, in ihrer Behauſung folgende Gegenſtände freiwillig verſteigern zu laſſen: Ihre Färberei-Geräthe, eine neue Mang, eine Blau- farde mit 3 kupfernen Keſſeln, incl. eine kalte Kipp, eine Reibſchale nebſt Kugel, 60 Stück Formen zur Druckerei, ein Drucktiſch ic. Reichelsheim den 27. Juli 1841. Der herz. naſſ. Oberſchultheiß Gros. Arbeits-Verſteigerung. (883) Dienſtag den 10. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, wird in dem Wirthſchaftslocal des Gaſtwirths Hieronimus zu Friedberg, das Chauſſiren der Fahr⸗ bahn mit Fertigung der Gräben und Seitenpfäde des noch unvollendeten Theils der Provinzialſtraße von Friedberg über Oberrosbach nach Homburg, an die Wenigſtnehmenden nochmals verſteigert. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, die arbeitsfähigen Leute ihrer Gemeinde auf dieſe Ver⸗ ſteigerung gefälligſt aufmerkſam machen zu wollen. Friedberg den 28. Juli 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (884) Donnerſtag den 12. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, wird in dem Wirthſchaftslocal zur Roſe in Niedermörlen, das Brechen, Herbeifahren und Setzen der erforderlichen Chauſſirſteinen der Pro⸗ vinzialſtraßenſtrecke zwiſchen Niedermörlen und Ober⸗ mörlen an die Wenigſtnehmenden öffentlich vergeben. Friedberg den 28. Juli 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (885) Dienſtag den 3. k. M., Vormittags 8 Uhr, ſollen zur Unterhaltung der Vicinalwege in der ge⸗ meinſchaftlichen Gemarkung Ober- und Niederrosbach nachſtehende Arbeiten und Lieferungen an Ort und Stelle an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. 10 Handarbeiten, als Planir-, Chauſſir- und Gra⸗ beuarbeit, voranſchlagt zu 302 fl. 15 kr. 2) MWaurerarbeit 19„ 3) Pflaſterarbeit„ 4) Kies und Steine zu liefern 257„ Da dieſe Verſteigerung an mehreren Wegen und Stellen geſchieht, ſo wird bemerkt, daß der Anfang auf dem Weg nach dem Oberſtraßheimer Hof geſchieht. Die großb. Bürgermeiſter werden um Bekannt⸗ machung bierdurch erſucht. Ober- und Niederrosbach den 28. Juli 1841. Die großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Bullmann. NN N N Privat⸗ Bekanntmachungen. Einladung. (858) Sonntag den 1. und Montag den 2. Auguſt iſt auf dem Schießplatz bei Friedrichsdorf gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Clem. Aug. Foucar. Jagd- und Lerchenfang-Verpachtung. (869) Die dem Herrn von Rau in der Dor⸗ heimer Gemarkung zuſtehende diesſeits und jenſeits der Wetter gelegene Jagd mit Lerchenfang, ſoll Montag den 2. Auguſt, Morgens 9 Uhr, in Dor⸗ heim bei Wirth Wilhelm Bingel daſelbſt auf weitere 6 Jahre unter den dann bekannt zu machenden Be— dingungen öffentlich an den Meiſtbietenden verpach— tet werden. Gießen am 19. Juli 1841. Backhaus-Verſteigerung. (886) Dienſtag den 3. Auguſt, Morgens 10 Uhr, will der Unterzeichnete ſein Backhaus nebſt Stallung an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen und ladet hierzu ein. Chr. Wenzel in Boönſtadt. 900 fl. Kapital (887) liegen gegen gerichtliche Sicherheit, insbeſon— dere auf doppelten Einſatz von Gütern, zum Ausleihen und zwar ins hieſige Landgericht bereit. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Ein Logis (888) auf der breiten Straße Nr. 466 iſt zuver⸗ miethen. Bei wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Arbeitsluſtige Maurergeſellen (889) können gegen einen Taglohn von 42 bis 44 kr. jetzt und den Winter über Arbeit erhalten bei H. Weckerling, Maurermeiſter in Homburg v. d. H. Tan zmuſik. (890) Sonntag den 1. Auguſt iſt bei Unterzeich⸗ neter gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzu— treffen, wozu ſie hoͤflichſt einladet. Ockſtadt. Wittwe Krug. Wohnungs veränderung und Geſchäfts-Empfehlung. (891) Meinen verehrungswürdigen Freunden und Gönnern zeige ich hierdurch ergebenſt an, daß ich mein ſeitheriges Wohnhaus in der Schirngaſſe ver⸗ laſſen und mein neu erkauftes, auf der breiten Straße dem großh. Landgerichts-Gebäude gegenüber neben Herrn Oekonomen Reuß gelegenes, bezogen habe. Indem ich für das mir ſeither geſchenkte Zu— trauen den verbindlichſten Dank abſtatte, bitte ich zugleich, daſſelbe in dieſe, meine neue Wohnung, übergehen zu laſſen, indem es auch hier mein eif—⸗ rigſtes Beſtreben ſeyn wird, meine geehrten Freunde in jeder Hinſicht zu befriedigen, beſonders da ich- bier einen weit bequemeren und angenehmeren Aufent— halt bieten kann. Stets werde ich beſorgt ſeyn, einen guten Rhein- und Aepfelwein, ſowie auch gutes Bier und Brantwein in dem Zapf zu haben, ſowie ich auch für reinlich und gut zubereitete Speiſen beßtens Sorge tragen werde; auch kann ich zu jeder Zeit ſehr gutes Bier Faßweiſe in größeren und kleineren Quantitäten abgeben. Schließlich bemerke ich noch, daß ich eine wohleingerichtete Bierbrauerei beſitze, welche ſich für Privatleute, die ihr Vier ſelbſt brauen wollen, beſonders gut eignet, indem der Keſſel nicht zu groß iſt und ich denſelben gegen billige Vergütung Jedermann zur Benutzung einräume. Friedberg den 29. Juli 1841. Friedrich Rodaug. Oſſenheimer Wäldchen. (892) Auf vieles Verlangen iſt Samſtag den 31. Juli für die Iſraeliten Harmonie- und Tanzmuſik bei Unterzeichnetem anzutreffen. Oſſenheimer Jagdhaus den 29. Juli 1841. Aehle. Schwalheimer Mineralbrunnen. (893) Sonntag den 1. Auguſt iſt am hieſigen Mineralbrunnen wohlbeſetzte Harmonie- und Tanz— muſik anzutreffen, wozu freundlichſt einladet Henkel. Nauheimer Teichhaus. (894) Sonntag den 1. Auguſt iſt auf dem Nau⸗ heimer Teichhaus gut beſetzte Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Literariſche Anzeigen. Bei C. Bin dernagel in Friedberg iſt zu haben: Fertſch, F. F., Rede an dem Grabe des Taub— ſtummen⸗Lehrers Herrn Carl Philipp Martin Pendling am 28. Juni 1841 gehalten und auf Verlangen in den Druck gegeben. Zum Beßten armer taubſtummer Konfirmanden. Preis 6 kr. 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Loth. — Milchbrod 11 — Waſſerweck 17172 14 — Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 5% 1 Fleiſch⸗Preiſe. of 4 1 Ochſenfleiſch f 1 15 3 Ahle gemäſtetes 9—— „Küyfleiſch ungemäſtetes 7— 6 23 ; 15 gemäſtetes 8— 81— 1 Rindſleiſe ungemäſtetes 5 5 2 „ Kalbfleiſch ü 6— 5 3 „Schweinenfleiſch 9 2 9 1 „Hammelfleiſch 8— 7. Schaaffleiſch 75 5 7 r „Wurſt von blos Schweinen 1222323 1 „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 8 14— 134— „ Schwartenmagen 5 14— 144— „ Geräucherter Speck 118— 181— 77 Schinken 14 1 15 14— „ Dörrfleiſch 14— 144— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 191!— 19— 7 dito ungusgelaſſen 18— 181— 17 Nierenfett 18— 18— „ Hammelsfett 15 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. übertragen und verkaufe en Gerſte:— fl.— kr 5 2 Beire Uel Vorſtaͤnde, konnen, wel Es nicht mit de nicht der Fe daß durch d Nachtheile g ausſchließlic daß der Ent Hemmniſſe er Um neuer Mühle 1 Ob da 2 Ob de wogen zu welchem Fldgeſchwor de Conceſſt Ihre dried b