Igntelligenzblatt für die berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 9. Sonnabend, den 27. Februar 1841. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. heſſ. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Erlaſſung eines neuen Feldſtrafgeſetzes und die Verbeſſerung der Feldpolizei und insbeſondere die Anſtellung der Feldſchutzen. Sie erhalten gleichzeitig mit dieſem ein Ausſchreiben des großh. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz in obigem Betreff, dd. 3. d. M., nebſt dem darin erwähnten gedruckten Ueberſichtsformular. Das Letztere haben Sie alsbald, der höchſten Vorſchrift gemäß, auszufüllen, und am Schluſſe noch die pflichtmäßige Bemerkung beizufügen, ob die dermaligen Feldſchützen geläufig leſen und ſchreiben konnen. Die ansgefüllten Formularien ſind als wahrhaft nicht allein von Ihnen, ſondern auch von den Gemeinderäthen zu beſcheinigen und zu unterzeichnen. Sollte über eine oder die andere Frage oder die zu ſtellenden Anträge eine Meinungsverſchiedenheit ſtattfinden, ſo ſind die Gründe für die Anſichten der Mehrheit ſowohl, als wie der Minderzahl unter dem Formular portokollariſch zu erörtern. Die vollzogenen Formularien ſind binnen 8 Tagen wieder einzuſenden. Friedberg den 24. Februar 1841. Küchler. Zur wetterauer Chronik. 65.) Am Abend des 21. Februar ſtürzte plötzlich mit gewaltigem Geräuſche ein Theil des Straßenbodens mitten in der Judengaſſe zu Friedberg in die Tiefe, ohne daß ein ſ. g. Lehmloch, dergleichen in Friedberg mehrere ſind, welche bis unter die Straßen ziehen, dazu Veranlaſſung gegeben hätte. Den Nachbarn verurſachte dies gewaltigen Schrecken. Die Ver— ſenkung des Theils der Straße beträgt wohl 600 Kubikfuß. Die Antwort auf die Frage, wo dieſer Grund hingekommen, liegt nahe; es muß ein hohler Raum unter der Straße ſeyn, in welche ſich die obere Maſſe, welche durch das Thauwetter und die Waſſer— leitung die bisherige Haltbarkeit der Theile unter ſich verloren hatte, hineinſenkte. Damit iſt aber der Frager noch lange nicht befriedigt, ſondern nur zu einer neuen Frage veranlaßt: Iſt jener unter der Straße befindliche leere Raum in dem natürlichen Grunde geweſen, oder war er durch menſchliche Hände gebildet? Schade, daß die Antwort auf dieſe Frage nicht ſo leicht zu geben iſt, wie auf die frühere. Wir wenigſtens müͤſſen ſie vor der Hand ſchuldig bleiben. Die Waſſersnoth, welche viele Gegenden in der Mitte Januars heimſuchte und deren wir in Nro. 4 unſers Blattes erwähnten, war in der That in einigen Orten unſers Bezirks größer, als man an— fänglich vermuthen konnte. Beſonders ſollen die Bewohner von Bruchenbrücken durch die gewal— tige Fluth ſo überraſcht worden ſeyn, daß mehrere die Backmulden zu Huͤlfe nehmen mußten, um ſich zu retten. Man erzählt ſogar, eine Woͤchnerinn, welche man auf einem Pferde hatte in Sicherheit bringen wollen, hätte das Unglück gehabt, von dem Pferde herab in das Waſſer zu ſtürzen. Daß eine Menge Häuſer durch das Waſſer ſchadhaft wurden, läßt ſich denken, und es verdient daher des herz— lichſten Daukes, daß mehrere Manner in unſerm vorigen Blatte die Leſer, welche ja alle ſo mitlei— dig geſinnt ſind, zu milden Beiträgen für die Waſ— ſerbeſchädigten in Bruchenbrücken vorzugs— weiſe einladen. Der Rheinfall bei Schaafhauſen. (Aus dem Tagebuche eines Wetterauers.) Wir waren am I7ten September(1837) von Zurich bis Egliſau gereiſ't und glaubten noch zum Rheinfalle gelangen zu können. Bis wir aber zu Lottſtetten, dem erſten badiſchen Orte, unſere Zoll— Angelegenheiten geordnet hatten, war die Nacht heran— gebrochen und wir wurden genöthigt, im Poſthauſe zu Jeſtetten im Klettgau zu übernachten. Am an⸗ dern Morgen machten wir uns früh auf; denn wir ſehnten uns nach der großartigen Scene. Es war faſt noch dunkel, als wir abführen; der Tag ſchickte kaum ſeinen Vorboten, die Morgendämmerung, von Oſten her. Da hörten wir ſchon in der Stille des Morgens das Toſen des Waſſers in einer Entfer— nung von einer guten Stunde. Aber unſere Geduld ſollte erſt auf eine kleine Probe geſetzt werden; unſer Wagen war nämlich etwas ſchadhaft geworden, und dies nöthigte uns, bis Neuhaus langſam zu fah— ren, und zwar zu einer Zeit, wo wir gerade eilen wollten. Kein Wunder, wenn uns der Weg bis dahin langweilte. Wir langten endlich an, beſtellten ſo ſchnell als möglich, was zu beſtellen war, und nahmen nun einen Knaben zum Führer nach dem weltberühmten Waſſerfalle, auf deſſen Anblick ich längſt geſpannt geweſen war und von welchem ich ſo verſchiedene Urtheile gehört hatte. Wahrend näm— lich der Eine hier die erhabenſte Naturſcene fand, war er dem Andern weit hinter ſeinen Erwartungen zurückgeblieben. Ich erkannte bald, wie ſich ſolches erklärt. Wer den gewaltigen Strom bei Strasburg, Mainz, Coblenz oder Cöln geſehen und ſich im Geiſte dieſen Strom thurmhoch herabſtuͤrzen ſieht, der muß allerdings ſich in ſeinen Erwartungen getäuſcht fin— den, wenn er den wirklichen Fall und zwar in einer Entfernung von mehreren hundert Schritten vor Augen bekömmt. So war es uns ergangen, als wir durch das an der rechten Flußſeite liegende Ei— ſen⸗Drathhammerwerk hindurchgekommen waren und uns an der Stelle befanden, wo man das Ganze des Falles überſchauen kann. Hier iſt der Rhein noch kein Strom, ſondern ein Fluß, und der Fall hat keine Thurmhöhe, ſondern beträgt etwa 70—80 Fuß. Fall und Fluß aber wird durch die Entfer⸗ nung, wie natürlich, verkleinert. Was die Phanta— ſie ſich gebildet hatte, das gewährt demnach die Wirklichkeit nicht. Kommt man aber hier ohne vor⸗ N 60 r gefaßte Meinung an, und ſchaut nun, wie die Wogen gewaltſam ſich eine Bahn brechen durch die pittoresken Felſen, das Waſſer zu Giſch aufbraußt und tobt, indem es in Staubwolken wieder herabſtuͤrzt; wie links die Gebäude bis in den Waſſerfall ſich dineinzuzwängen ſcheinen, jenſeits ein altes Schloß ſtolz über die Fluthen ſich erhebt, ſo wird man wunderſam über— raſcht bei dem großartigen Bilde. Tritt man dem Schauſpiele noch etwas näher und zwar nach dem Schlößchen Wörth, wo ſich ein Gaſthaus und eine Camera obscura befindet, ſo gewinnt das Ganze an Großartigkeit. Allein auch damit war ich noch nicht zufrieden; ich ließ meinen Freund in Wörth und beſtieg einen Kahn, um mich überſetzen zu laſſen. Es war mir ein angenehmes Gefühl, mich durch die Wellen ſchaukeln zu laſſen, die hier unmittelbar unter dem Sturze ſich bilden und wie anderwärts im Sturme aufbrauſen, als wären ſie noch erzürnt über die Felſen, welche ſich ihnen im Falle entgegen⸗ geſetzt hatten. Jenſeits am linken Ufer befand ich mich wieder im Kanton Zürich. Hier erhebt ſich ſteil eine Anhöhe, und auf derſelben liegt ein mittelalterli⸗ ches wohlerhaltenes Schloß, Laufen genannt. Ich er⸗ erſtieg dasſelbe und ſah nun den Fall von oben herab; ich ging ſodann an eine zweite etwas niedrigere Stelle. An beiden Stellen bewunderte ich die ſeltene groß⸗ artige Natur; aber ergriffen, hingeriſſen wurde ich immer noch nicht. An der letzteren ſieht man in— deſſen recht deutlich, wie der Strom in ſeinem Sturze die Felſen zu zerſchmettern droht, welche ihm im Wege ſtehen. Einer derſelben mag wohl nicht lange mehr Widerſtand leiſten, da ihn die Wellen zum Theil ausgehöhlt haben. Die andern können dagegen noch Jahrhunderte der Gewalt des Waſſers trotzen, das vor ihnen zornig ſich aufthürmt und als Nebel ſich niederſchlaͤgt. Auf ihnen grünen luſtig die Stau— den. Alles das zieht wunderſam an. Endlich kam ich mit meinem jungen Führer zu dem Gerüſte. Sobald ich einen Waſſermantel um⸗ gehängt hatte, ſchritt ich hinaus, mein Fuͤhrer mir voran. Aber wie ein Blitz kam er wieder zurück; er konnte den Anblick nicht ertragen. Ich trat nun vor; aber von der Furchtbarkeit des Schauſpiels übermannt, mußte auch ich einen Augenblick zurück⸗ weichen, denn ich ſah mich wie durch Zauber plötz— lich in den Waſſerſall verſetzt. Dann trat ich aber— mals vor, um eine halbe Viertelſtunde den groß⸗ artigſten Eindruck zu empfangen, den ich je gehabt habe. Es dauerte noch länger, bis, was ich hier empfunden, ich in Begriffe zu faſſen vermochte. Wohl iſt der Rheinfall hier ein furchtbar ſchönes Schau⸗ ſpiel. Es iſt, als wolle die Welt vor unſern Augen untergehen, als haußten unter uns alle Donner des Himmels und als wollten über uns die Ströme der Erde hereinſtürzen. Aus dem ſtillen Menſchenleben iſt man plötzlich in einen Kampf überirdiſcher Mächte hineingeriſſen, in welchem wir jeden Augenblick zer⸗ ſchmettert zu werden erwarten müſſen. Ein Kampf ibelild lichkal dor 10 ſen. zelſen hinzal eilig ul 905 Lot anz z ich geſe war mich So ge mein! Unt meine? ieleich Iutelig lich ſey ſtimmu Ludien Kirchen Bedenf ſeine S bei de zerinn widerfg mit ra den Ch ginnt tur du 0 N Kr überirdiſcher Mächte iſt es nun zwar in der Wirk⸗ lichkeit nicht, aber ein ungeheurer Kampf zwiſchen dor Wuth des Waſſers und der Allgewalt der Fel— ſen. O wie groß muß Der ſeyn, der Waſſer und Felſen ſchuf und hier vor ſeinem ewigen Auge beide hinzauberte, um auf Jahrtauſende hin ſich die Stelle ſtreitig zu machen. So dacht' ich und mußte un⸗ willkührlich meine Hande falten und anbeten. Als ich wieder herübergefahren war nach dem Wörth, dauerte es eine geraume Zeit, bis ich ganz zu mir ſelbſt kam und Worte fand, um, was ich geſehen hatte, meinem Freunde auszudrücken. Ich war ſo erſchöpft, als wenn ich einen Tag lang mich der härteſten Arbeit unterzogen gehabt hätte. So gewaltig batte das, was ich geſehen und gehört, mein ganzes Weſen ergriffen. Der Orgelſtrauß. Unter dieſem ſonderbaren Titel bringt„der allge— meine Anzeiger der Deutſchen“*) einen Aufſatz, der vielleicht dieſem und jenem Leſer des friedberger Intelligenzblattes nicht ganz unintereſſant oder unnuͤtz⸗ lich ſeyn dürfte— und der deßhalb, ſoweit es Be— ſtimmung und Grenzen dieſes Blattes erlauben, in kurzem Auszug hier gegeben werden ſoll. Unter An— derm heißt es daſelbſt: „Man hat ſchon viel geſchrieen und geſchrieben über den nachtheiligen Einfluß, welchen Strauß, der tübinger Profeſſor, auf das religiöſe Le— ben ausgeuͤbt haben ſoll durch ſein beruͤhmtes„Leben Jeſu“; aber daß man von dem Einfluſſe, den ein anderer Strauß, naͤmlich der wiener Fiedler, auf den religioͤſen Ernſt gehabt— nicht laut ſpricht— daruͤber muß man ſich wundern.“— „Wenn der Strauß, deſſen Sphaͤre die Schenke iſt, auch auf der Orgel in Praͤ-, Inter- und Poſt⸗ Ludien ſpukt und ſein Weſen oder Unweſen in der Kirchenmuſik treibt, ſo wurmt das in der Seele deſſen, der durch den Orgelton zur Andacht geſtimmt ſeyn will, und ich kann den Ingrimm daruͤber nicht ver— beißen.“— „Denn was mir jener Herr Kantor auf mein Bedenken zur Beherzigung erwiederte, naͤmlich daß ſeine Strauß⸗Ludien die Religioſität befoͤrderten, indem bei den Abendbeluſtigungen den Taͤnzern und Taͤn⸗ zerinnen das Lied wieder einfalle, welchen er ſie des Morgens oder Mittags praͤ⸗, inter- und poſtludirt habe, will mein alter Kopf nicht mehr begreifen.“ „Wenn ich daher am Sonntag mit anhören muß, wie der Organiſt allen Taſten gleiche Gerechtigkeit widerfahren läßt, wie er das traͤge Volk der Hoͤlzer mit raſender Fingerfertigkeit mobil macht— dann den Choral:„Ach bleib' mit deiner Gnade ꝛc.“ be— ginnt und bei jedem Zwiſchenſpiel die ganze Taſta⸗ tur durchſegelt, ſo meine ich, der alte Geiſtliche, der *) Nro. 22. von 1841. 61* ſelige Paſtor, muͤßte aus den Graͤbern ſteigen und ihm ſeine Anſicht vom Orgelſpiel beim Gottesdienſt zu Gemuͤth fuͤhren.“——— „Er war gar ein eigner Mann, und wuͤrde, wenn er noch lebte, hinter ſeiner Zeit zuruͤckgeblieben ſeyn; denn er ſagte: Da der Gottesdienſt durchaus ernſt und wuͤrdevoll ſeyn muß und der Kirchengeſang einen weſentlichen Theil deſſelben ausmacht, ſo hat die Orgel als deſſen Traͤgerin ſich dieſem auf das Engſte anzuſchließen. Daher iſt alle Seiltänzerei auf dieſem Werke gaͤnzlich unter allen Umſtänden zu verweiſen. Für den Ausdruck der wilden Frende ſowie des wilden Schmerzes mit ſeinem zerriſſenen Weſen gibt es Inſtrumente genug, auf welchen der davon Erfaßte ſich nach Belieben ergehen kann. Auch vertraͤgt die Orgel mit ihren gehaltenen, gewal— tigen Toͤnen dergleichen Unfug ſchlecht, und wer ihn treibt, zeigt ſich als einen Takt- und Geſchmackloſen und verraͤth, daß er ſein Inſtrument nicht kennt.“— „Mir iſt die Orgel ſtets als ein maͤchtiges Be— foͤrderungsmittel der Andacht erſchienen, weßhalb es fuͤr mich immer unbegreiflich geblieben, wie manche meiner Herrn Amtsbruͤder ſo wenig Werth darauf und dem Unweſen ihres Organiſten ſo ruhig zuſehen konnten. Wenn dieſer, wie andere ihre Zunge, ſeine Finger nicht im Zaume zu halten vermag, ſo weiſe man ihn an, ſeine Vor- und Zwiſchenſpiele wie ſei⸗ nen Choral nach erkannten Meiſtern auszufuͤhren, wozu es uns nicht an ausreichenden Huͤlfsmitteln fehlt. Freilich iſt es beſſer, wenn der Spieler, nachdem er vorher ſein Lied geleſen und den Geiſt deſſelben er— faßt bat, in dieſem Geiſte ſeinen Choral einleitet und die Gemeinde fuͤr den Geſang in die rechte Stim— mung verſetzt; aber wer dafuͤr einmal keinen Sinn hat, wem es dazu noch an aller Phantaſie gebricht, der halte ſich an das, was Andere fuͤr ihn gefuͤhlt und entworfen haben.“ „So hatte der alte Herr auch ſeine eignen An— ſichten uͤder den Gebrauch der Zwiſchenſpiele. Auf die Geſchichte des Choralſpiels geſtuͤtzt, behauptete ex, fruͤher habe es keine Zwiſchenſpiele gegeben und dahin muͤſſe es auch wieder kommen. Sie ſeyen ganz aus der Kirche zu verbannen, indem ein bloßes laͤngeres Aushalten auf jeder Schlußnote nicht nur vollkommen ausreiche, ſondern auch dadurch ein groͤßrer Zuſammenhang in den Geſang gebracht werde.“ Deßhalb nannte er die Zwiſchenſpiele den„Schulmei— ſterzwirn.“— Moͤchte doch Jeder, wenn ihm die Luſt ankommt, auf dem Inſtrumente des Ernſtes und der Wuͤrde zu„zwirnen“ oder zu„ſtraußern“ der Worte des ſeligen Paſtors eingedenk ſeyn, damit er ſeiner Ge— meinde zu einem„ſchwarzen Kleid“ nicht„ro— then Zwirn“ biete und keinen„Geigenſtrauß mit Schenkengeruch“ ſeinen Zuhoͤrern unter die Naſe ſchiebe, wo und wann er einen Orgelſtrauß pfluͤcken ſollte, der faͤhig waͤre„Andacht in die See len zu duften.“ S. . 62* Beſcheinigung. 6 erner iſt eingegangen: Für die Waſſerbeſchaͤdigten in Wea d 15 einer Ungenannten 32 Kronenthaler, von Herrn Profeſſor Sell 2 fl. 42 kr., von einem Unge⸗ nannten von Friedberg 2 fl. Für die Nothdürftigſten von einem Ungenannten von Friedberg 2 fl., ditto 1 fl. Von einem Ungenannten in Burggräfenrod fuͤr die Waſſerbeſchädigten in der Wetterau 2 fl. Von einem treuen Heſſen der Provinz Oberheſſen für die Hülfsbedürftigſten derjenigen Gemeinde, welche in der Provinz Oberheſſen am meiſten gelitten 50 fl. Von R. in B. fuͤr die Waſſerbeſchädigten a. d. Nidda 2 fl. 42 kr. Bender, Beigeordneter Bindernagel, Buchhändler. Wagner, Candidat der Theologie. Wahl, Apotheker. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Korn ⸗Verſteigerung. (142) 50 Malter gutes Korn aus dem Auguſti⸗ ner Schulfonds ſollen Mittwoch den 3. März, Nach⸗ mittags um 2 Uhr, in hieſigem Rathhaus öffentlich meiſtbietend zweimalterweiſe verſteigert werden. Friedberg den 18. Februar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fritz. Gläubiger-Aufforderung. (120) Der Bäckermeiſter Jacob Heil II. zu Butzbach, zur Zeit außer Stand, ſeine Gläubiger zu befriedigen, wünſcht, mit denſelben, zur Abwen⸗ dung eines koſtſpieligeren Verfahrens, eine gütliche Uebereinkunft zu treffen. Nachdem derſelbe zu dem Ende Mittel angegeben und deren Zulänglichkeit für eine ſucceſſive Tilgung ſeiner Schulden beſchei⸗ nigt hat, ſo werden auf Antrag des genannten Ja⸗ cob Heil II. alle, ſowohl die bekannten, als auch die etwa noch nicht bekannten Gläubiger deſſelben hierdurch aufgefordert, ihre Forderungen im Termin: Montag den 8. März a. C., Morgens 9 Uhr, in Selbſtperſon oder durch gehörig Bevollmächtigte bei dem unterzeichneten Landgericht anzumelden und ſich der Eröffnung von Vergleichs-Vorſchlägen zu gewärtigen. Diejenigen, welche nicht erſcheinen, auch ſich nicht durch Beauftragte vertreten laſſen, werden in dem Falle, daß ein Arrangement zu Stand kom⸗ men ſollte, als dieſem beigetreten angeſehen werden. Mandatare haben ihre Vollmachten mit auf Ab—⸗ ſchließung eines Vergleichs richten zu laſſen. Butzbach den 3. Februar 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Calmberg. Stroh ⸗- Lieferung. (148) Dienſtag den 2. k. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 8 Fuder Kornſtroh auf dem Militär⸗Verwaltungsbüreau dahier verſtei⸗ gert. Friedberg den 18. Februar 1841. In Auftrag: Golz, Oberquartiermeiſter. Arbeits-Verſteigerung. (165) Donnerſtag den 4. Marz d. J., Normit⸗ tags 9 Uhr, ſollen im hieſigen Bürgermeiſterei-Büreau die zur Erbauung eines Stalles erforderlichen Ar— beiten und Materialien an die Wenigſtnehmenden oͤffentlich verſteigert werden, als: 1) Maurerarbeit 124 fl.— kr. 2) Marerialien hierzu 252/ 48„ 3) Steinhauerarbeit 105„ 8„ 4) Zimmerarbeit 204„— 5) Dachdeckerarbeit 90„ 14„ 6) Schreinerarbeit 39„—„ 7) Schloſſerarbeit 40„ 50„ 8) Glaſerarbeit 8„—„ 9) Weißbinderarbeit 20 Summa 890 fl.— kr. Rodenbach den 19. Februar 1841. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Beck. Arbeits-Verſteigerung. (166) Mittwoch den 3. März, Vormittags 9 Uhr, ſollen dahier folgende Reparaturen und neue Ar— beiten öffentlich und an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden, als: 1) Schreinerarbeit, veranſchlagt zu 11 fl.— kr. 2) Schloſſerarbeit„ 1 2 3) Maurerarbeit 17„ 152„ 38„ 4) Glaſerarbeit 5 5 2„ 30„ 5 Zim merarbeit 5 5 71„ 24„ 6) Weißbinderarbeit 5 7 3„ 16„ 7) Spenglerarbeit„ 1 6»— 8) Handarbeiten ꝛc. 5„ 173— Summa 421 fl. 48 kr. 5 und für Rommelhauſen: a a) Maurerarbeit, b) Material hierzu veranſchl. zu 255 fl. 2 kr. c) Steinhauerarbeit„„ 10„ 40„ d) Zimmerarbeit„„ 80„ 56„ e) Dachdeckerarbeit 1„ 82„ 48„ 1) Schreinerarbeit„, 6 g) Schloſſerarbeit 1% 20„ h) Weißbinderarbeit—, Summa 483 fl.— kr. Man bittet die Herrn Bürgermeiſter um gefälli ge Bekanntmachung. Höchſt a. d. N. den 20. Februar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſder Schmidt. Eichen Lohrinden-Verſteigerung. (167) Montag den 8. März l. J., Mittags um 12 Uhr, wird das Ergebniß der diesjährigen Loh— rinden in hieſigem Gemeindewald circa 500 Centner unter den vor dem Ausgebot eröffnet werdenden Be— dingungen an den Meiſtbietenden verſteigert. Holzhauſen den 24. Februar 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Ried. Matz M daß der g. habet ſich Fried (1710 die Abſſe haben d Nach U tiger a nicht m Frie ſter 1 1 „ 63. Arbeits-Verſteigerung zu Altenſtadt. (168) Die an den hieſigen Gemeinde-Gebäuden in dieſem Jahre vorkommenden Bauarbeiten, wobei Maurerarbeiten zu 154 fl. 24 kr. Steinhauerarbeiten 9„— Zimmerarbeiten 17„— Dachdeckerarbeiten 88˙%— Schreinerarbeiten 58„ 30/ Schloſſerarbeiten 46„ 40„ Spenglerarbeiten 59„ 40„ Weißdinderarbeiten 34„ 16„ voranſchlagt ſind, ſollen nächſten Dienſtag den 2. März d. J., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier oͤffentlich veraccordirt werden. Altenſtadt den 24. Februar 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Brack. Arbeits-Verſteigerung. (169) Moutag den 8. März, Vormittags 10 Uhr, werden die bei Anfertigung von circa 50 Stück Wegweiſern für die Gemeinden des Kreiſes riedberg nöthigen Zimmer?, oder Schreiner- und Weißbinderarbeiten, in dem Wirthſchaftslokale des Herrn Chriſtian Hecht dahier, an die Wenigſtfordern⸗ den veraccordirt. Friedberg den 24. Februar 1841. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (170) Nachdem die Friedrich Rodaug'ſchen Eheleute den Antrag ſtellten, ihre Hofraithe P. u. Nr.. beſtehend in einem Wohnhaus und Stall, an Adam Ruppel und Heinrich Hanſtein gelegen, einer öffentli⸗ chen freiwilligen Verſteigerung ausſetzen zu laſſen, ſo wird hierzu Verſteigerungs-Termin auf Mittwoch d. 3. März, Morg. 11 Uhr, anberaumt und wird bemerkt, daß der große Keller, im Falle zur Hofraithe keine Lieb⸗ haber ſich einfinden, allein verſteigert wird. Friedberg den 25. Februar 1841. Für den großh. heſſ. Bürgermeiſter Der Beigeordnete Bender. Aufforderung. (171) Alle diejenigen hieſigen Einwohner, welche die Abſicht haben, Schaafe in den Pferch zu treiben, haben dies binnen 10 Tagen bei mir anzuzeigen. Nach Verlauf dieſer Zeit werden Schaafe Auswär⸗ tiger angenommen und können hieſige Einwohner nicht mehr berückſichtigt werden. Friedberg den 25. Februar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Holz⸗Verſteigerung (172) Montag den 1. Marz d. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Rockenberger und Oppershofer Markwald im Wirthſchafttheil III. 1 35 ½ Stecken buchen Scheitholz, 39„„ Pruͤgelholz, 3) 4 1 linden Scheitholz, 4) ½ Stecken linden Prügelholz, 5) 663 Wellen buchen Reisholz, 6) 53„ linden Reisholz, 7) 24 Stämme buchen Werkholz, enthaltend 1903 Cubikfußg, meiſtbietend verſteigert werden. Der Zuſammenkunfts-Ort iſt an der langen Schneiße am Wölfersheimer Wald, wohin man die Steigliebhaber höflichſt einladet. Oppershofen den 24. Februar 1841. Der Markgegenſchreiber ei. Edictalladung. N (173) Nach den Hypothekenbüchern der Gemeinde Niederrosbach entliehen Johann Georg Seibel und Ehefraun Katharina: a) Am 12. Dezember 1785 bei Frau Juliana Gros zu Friedberg 250 fl. p) Am 14. Oktober 1791 bei der Schütziſchen Stiftung zu Homburg vor der Höhe 50 115 welche Hypothek ſpäter den Kuratoren der Kin⸗ der des Steuerperequators Werner zu Hom⸗ burg vor der Höhe cedirt worden. c) 150 fl. bei Fähndrich Groß Wittwe dahier. Die Erben des Schuldners haben gerichtliche Mortification dieſer Schuldurkunden, welche längſt durch Zahlung erloſchen ſeyen, ohne daß ſolches ur⸗ kundlich nachzuweiſen ſtehe, beantragt, weshalb alle, welche auf die vorerwähnten Kapitalien und aus den fraglichen Verpfändungen Auſprüche bilden wollen, aufgefordert werden, ſolche binnen 6 Wochen ſogewiß bier anzuzeigen, als ſonſt die vorgedachten Schuldurkunden ohne weitere Bekanntmachung für mortificirt erklärt und die Einträge in den Hypo— thekenbüchern werden geloͤſcht werden. Friedberg den 18. Februar 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Hofmann. Holzverſteigerung im Revier Muͤnzenberg. (174) Donnerſtag den 4. März d. J. ſollen in dem Rockenberger Markwald, Diſtrikt Streitecke, 19 247% Stecken buchen Scheitholz, .„ Prügelholz und 3) 1742 Stück buchen Wellen, fiscaliſches Holz, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt Morgens um 9 Uhr. Obbornhofen am 23. Februar 1841. Der großh. heſſ. Revierförſter Marchand. Hofraithe-Verſteigerung, (175) Mittwoch den 3. März l. J., Morgens 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Johannes Wind⸗ ſche Hofraithe, Folge eingelegten Nachgebots, Pag. und Nro. 58%%, beſtehend in Wohnhaus und — Brauhaus an Georg Staubi und Johannes Walz „ 64. auf dem Haack, ſodann Pag. und Nro.%, 39 Ruthen Hausgarten in der Stadt, an Ambros Gün— ter und den Militär-Fiscus, meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 23. Februar 1841. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Amt wort auf die Anfrage in Nro. 7. des Int. Bl. fuͤr die Provinz Oberheſſen(135.) (176) Mit Verwunderung laſen wir die bemerkte Anfrage, weil es ſonderbar ſchien, den Weg zu uns über Friedberg zu nehmen. Bald waren wir aber erfreut in Herrn t. den rechten Mann gefunden zu haben, der im Stande iſt, uns mit Stiftungsur⸗ kunden, welche uns bisher unbekannt geblieben ſind und für unſere Functionen doch einflußreich ſeyn können, bekannt zu machen. Wir erſuchen denſelben, die für uns wichtigen Notizen auf das hieſige Bür— germeiſterei-Bureau abzugeben, worauf wir dann die Reſultate dem Publico mittheilen werden. Butzbach den 18. Februar 1841. Für die Armenſtiftskommiſſion: Der gr. heſſ. Bürgermeiſter Zahn. Arbeits-Verſteigerung. (177) Montag den 8. März, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Ilbenſtädter Chauſſeehaus das Stein— ſchlagen auf der Provinzialſtraße von Ilbenſtadt über Aſſenheim gegen Dornaſſenheim an die Wenigſt— nehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 23. Februar 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bauarbeits⸗Verſteigerung. (178) Mittwoch den 3. Marz l. J., Nachmittags 2 Uhr, ſollen in der Gemeinde Oberau nothwendige Bauarbeiten für das Jahr 1841 als: fl. kr 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 118 20 2) Zimmerarbeit 0 75 10— 3) Schreinerarbeit 5 5 2 40 4) Schloſſerarbeit 05 5 130 5) Dachdeckerarbeit 5 75 16 40 unter den gegeben werdenden Bedingungen einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Oberau den 23. Februar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Ba jus. Holzverſteigerung. (179) Dienſtag den 2. Maͤrz l. J., Vormittags 10 Uhr ſollen in dem oberauer Gemeindswald 16 Stämme eichen Bau⸗, Werk- und Nutzholz, circa 1000 CFß. haltend, unter den bei der Verſteigerung gegeben werdenden Bedingungen einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Oberau den 23. Febr. 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter. 8 Ba jus. Anfertigung eines Schranks. (180) Dienſtag den 2. März l. J., Vormittags 11 Uhr, ſoll die Fertigung eines Schranks zur Auf⸗ bewahrung der Kirchenbücher und ſonſtiger Kirchen— literalien auf der Gemeindeſtube zu Obermörlen öffentlich an den Wenigſtfordernden vergeben werden. Friedberg den 25. Febr. 184. In Auftrag des Kirchenvorſtandes Faatz, Kirchenrechner. Bekanntmachung. (181) Freitag den 5. März, Vormittags 9 Uhr, ſdllen in hieſigem Rathhauſe die Frantziſchen in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung gelegenen, theilweiſe mit Waizen, Korn und Klee beſaamten Aecker, von denen viele Parzellen in der Nahe der Ockſtädter Gemarkungsgränze liegen, in 9—10 Ab— theilungen, eine jede derſelben zu etwa 9 Morgen gerechnet, für die Zeitdauer von neun Jahren öffent— lich an den Meiſtbietenden in Geldbeſtand verpach—⸗ tet werden. Die Pachtbedingungen ſowohl wie die einzelnen Abtheilungen können vor dem Termin in den Bür— germeiſtereien von Friedberg, Ockſtadt und Fauer⸗ bach, ſowie bei den Flurſchuͤtzen von Friedberg und Fauerbach eingeſehen werden. In demſelben Termin werden ferner zwei gute Kraut- und Kartoffelſtücke in den Kappes- und Lieb⸗ frauengärten im Flächengehalte von 124 Rüthen reſp. 40 Ruthen, ſodann auch der vor dem Fauerbacher Thor gelegene, vormals Rennenbergiſche Obſt- und Gemüsgarten auf 6—9 Jahre in Zeitbeſtand gegeben. Alle Pachtliebhaber von Friedberg, Ockſtadt und Fauerbach werden hierdurch erſucht, ſich in dem an⸗ beraumten Verpachtungstermin zeitig einzufinden. Friedberg den 23. Februar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (182) Es ſollen, da ſich die seitherigen Spritzen⸗ meiſter bewogen gefunden haben ihre Stellen aufzu⸗ kündigen, andere Spritzenmeiſter angenommen wer— den. Hierzu Luſttragende wollen ſich alsbald bei mir melden. Das mit der Spritzenmeiſterſtelle verbundene Ein— kommen beſteht: a) für jeden Spritzenmeiſter, der mit der Spritze zu einem auswärtigen Brande fährt, gleichviel ob er die Brandſtatte erreicht oder nicht, 1 fl. 20 f b) bei einem Brande in der Stadt für jeden an⸗ weſenden Spritzenmeiſter 1 fl.; c) beim Probiren der Spritze jedem anweſenden Spritzenmeiſter 1 fl., für Fehlende wird 1 Taglohner von Seiten der Stadt geſtellt; d) aus der Befreiung von Feuerlaufen und Feuer⸗ wachedienſt; 0 (153) guten Zeug zu Niedere finden. 6(456) unerfahref pedition d (0 gelegenes, und zu Spezerei auf 9 J ſich aber Orte woh Das (184) Walde, des Her loch ein deßgleich⸗ bagre Be Ockſta 185 ellen geſi offen. (186) * 65. e) aus der Befreiung von Sicherheitswachedienſt und extraer Nachtwache; 60 Befreiung von Bodengänge. Friedberg den 25. Februar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeitsverſteigerung. (183) Die in dieſem Jahre vorkommenden hieſigen Ge— meindebauarbeiten, ſowie die Anfertigung neuer Subſellien in die Schule, werden Montag den 8. März d. J., Nach⸗ mittags 3 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe e ver⸗ ſteigert und iſt hierbei g. die Maurerarbeit zu 88 die Zimmerarbeit„ 811 die Schreinerarbeit, 85 36 die Schloſſerarbeit„ 8 die Glaſerarbeit„ 5 die Dachdeckerarbeit zu 983 die Weisbinderarbeit zu 54 40 voranſchlagt. Niedermörlen den 24. Februar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dey. N NN NN Privat⸗ Bekanntmachungen. Ein Fahr⸗ und Ackerknecht (153) und ein zweiter Ackerknecht, welche mit guten Zeugniſſen verſehen ſind, können im Burggute zu Niedererlenbach gegen guten Jahrlohn Dienſt finden. Eine brave Hausmagd, (156) welche in weiblichen Arbeiten unerfahren iſt, kann eine Stelle erhalten. pedition d. Bl. ſagt wo. Anzeige. (162) Ein mitten in Melbach an zwei Straßen gelegenes, ſich noch in gutem Zuſtande befindliches und zu jedem Geſchäfte, als zu Wirthſchaft und Spezerei ꝛc. geeignetes Haus iſt zu verkaufen oder auf 9 Jahre zu verpachten. Beſonders eignet es ſich aber fuͤr einen Metzger, indem keiner in dem Orte wohnt, der auf Verkauf ſchlachtet. Das Nähere ertheilt die Expedition d. Bl. Ilz verkauf. (184) In dem Freiherrlich von Frankenſtein'ſchen Walde, oberhalb der Querſchneiße, für Rechnung des Herrn Kammerdirekter Klenze in Laubach iſt noch ein Quantum dürres Büchen Scheidholz und deßgleichen auch geriſſenes Prügelholz gegen gleich baare Bezahlung bei Unterzeichnetem zu haben. Ockſtadt den 25. Februar 1841. Eret, Forſtrechner. In der Küferwerkſtätte (185) des Georg Bopp in Aſſenheim iſt für einen geſitteten jungen Menſchen eine Lehrlingſtelle offen. Mobilienverſteigerung. (186) Montag den 15. März d. J., Morgens nicht ganz Die Ex⸗ 9 Uhr, werden auf dem ehemals von Zwierlein'ſchen Gute zu Langedorf nachfolgende Gegenſtände von Unterzeichnetem der öffentlichen Verſteigerung aus— geſetzt: 10 5 Pferde, worunter 4 ſchwarze Wallache und eine braune Stute; 29 1 zweijähriger und 2 einhalbjährige Bullen, 10 junge Kühe, Baſtarden von Schweizerrace, 8 Murterrinder, 2 dreijährige Stiere. 3) 4 Mutterſchweine mit Ferkeln, 9 jährige Schweine, 1 trächtiges Schwein, 1 fettes Schwein, 22 halb⸗ jährige Schweine. 4) 9 Hammel und 1 Mutterſchaf mit einem Lamm. 5) Mehreres Federvieh. 6) Eine große Quantität Roggen⸗, Waizen⸗, Ger⸗ ſten- und Haferſtroh. 7) Ohngefaͤhr 600 Malter Kartoffeln. 8) Ohngefähr 120 Centner Heu. 9) Ohngefähr 20 Stecken buchen Scheitholz. 10) Verſchiedenes Haus- und Ackergeraͤthe. Langsdorf den 24. Februar 1841. L. Kloch. Holzverſteigerung. (187) Donnerſtag den 4. März l. J. ſollen in dem Freiherrlich von Rothſchildiſchen Walddiſtrikte Altenberg 8 Stecken kiefern Scheitdolz, 31 75 15 Prügelholz, 55 7 7 Stockholz, 1700 kiefern Wellen und 94 kiefern Bau- und Werkholz öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt Morgens 9 Uhr in dem Schlag an der petterweiler Gränze. Okarben am 24. Februar 1841. Hilgenreiner. Aufforderung an die Schuldner der Pfand— und Leihanſtalt zu Friedberg. (188) Die Schuldner der Friedberger Pfandan— ſtalt deren Pfänder in den Monaten Juli, Auguſt, September, Oktober, November, December 1840 und Januar 1841 verfallen ſind, werden aufgefor— dert, bis zum 13. März d. J. einzulöſen oder zu prolongiren, als ſonſt deren Verſteigerung ſtatt fin— den ſoll. Bemerkt wird noch beſonders, daß die Auslö— ſung, ſo wie die Renovation, nur an den dazu be⸗ ſtimmten Tagen(Montag, Mittwoch und Samſtag) geſchehen kann. Friedberg am 24. Februar 1841. Für die Pfandhausverwaltung: Faatz. Carl Klein. Zur Nachricht. (189) In meiner neuen Niederlage nächſt hieſi⸗ ger Poſt ſind alle Sorten Rauch-, und Schnupf⸗ Taback meiner eignen Fabrik im Einzelnen zu ha— ben. Auch können daſelbſt Beſtellungen an mich ab— gegeben werden. G. C. Morell. r 66 K. Berliniſche Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft. (190) Die Berliniſche Lebens-Verſiche⸗ rungs-Geſellſchaft hat ſich auch im Jahre 1840 des geregelten Wachsthums ihrer Geſchäfte zu er⸗ freuen gehabt, und kann daher den auf Lebenszeit bei ihr Verſicherten auch für dies Jahr eine gün⸗ ſtige Dividende in Ausſicht ſtellen. Am Schluſſe 1839 betrug die Summe ſämmtli⸗ cher Verſicherungen Drei Millionen und 22,400 Thaler unter 2644 Perſonen, und 32 Sterbefälle kamen mit 36,400 Thalern zur Vergütigung. Im Laufe des Jahres 1840 erfolgten Verſiche⸗ rungs⸗Anmeldungen von 925 Perſonen mit der Summe von Einer Million und 15,700 Tha⸗ lern. Nach Abrechnung der Ausgeſchiedenen, der ab— gelaufenen Policen, der Abgewieſenen und von 50 mit einem Kapitale von 42,900 Thalern verſichert geweſenen Verſtorbenen, ergiebt ſich ein reiner Zu⸗ wachs von 606 Perſonen mit 715,100 Tha⸗ lern. Hiernach blieben Ende 1840 überhaupt 3250 Perſonen mit Drei Millionen und 737,500 Thalern verſichert. Nach Ablauf des angetretenen Jahres wird mit der ſtatutenmäßigen Vergütigung von Dividenden der Anfang gemacht werden. Die Geſellſchaft wird in Kurzem eine neue Ver— ſicherungs-Art zur Wahl ſtellen, mittelſt welcher der Verſicherte ſich ſelbſt ein Kapital nach Ablauf vorbeſtimmter Zeit erwerben, oder im Falle ſeines früheren Ablebens ſeinen Erben hinterlaſſen kann. Eine doppelte Verſorgung wird hierdurch möglich gemacht, indem dieſe Verſicherungen zugleich die Stelle einer Sparkaſſe für den Verſicherten ſelbſt vertreten. Das Nähere wird hierüber noch mitgetheilt werden. Geſchäfts-Programme, Antrags-Formulare und ſonſtige Erläuterungen ſind die Herren Agenten der Geſellſchaft, ſo wie der Unterzeichnete ſelbſt, im Bu— reau Spandauerſtraße Nro. 29, zu ertheilen ſtets bereit. Berlin den 23. Januar 1841. Lobeck, General-Agent der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs⸗ Geſellſchaft. Vorſtehende Ueberſicht von der bisherigen Wirk— ſamkeit der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs-Geſell— ſchaft bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg den 19. Februar 1841. G. F. Nau, Agent der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft. 5 Aepfelſtämmchen-Verkauf. (154) Unterzeichneter beehrt ſich die Bewohner des Kreiſes Friedberg zu benachrichtigen, daß er 1000 Stück und noch mehr ausgezeichnet ſchöne, veredelte Aepfelſtämmchen, von mindeſtens 8 Fuß Höhe zwiſchen Wurzel und Krone und 1 Zoll mittlere Stammdicke, abſetzen kann. Wenn 10 Stück zuſammen genommen werden, wird das Stück 26 kr. gerechnet, im andern Fall koſtet das Stämmchen 30 kr. Die Beſtellungen beſorge ich frei an den Ort des Beſtellers. 5 Herr Bindernagel II. zu Friedberg hat die Gefälligkeit übernommen, Beſtellungen, welche bis zum 10. März l. J. bei ihm eingehen, zu beſorgen. Offenbach am 14. Februar 1841. C. Eger. Ein tüchtiger Schweizer (155) wird geſucht. Wo, ſagt die Expedition dieſes Blattes. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 8 fl.— er. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 10 kr. Hafer: 3 fl. 10 er. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 22. Februar: Waizen: 7 fl. 30 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 25 kr. Hafer: 3 fl. 25 fr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗-Preiſe zu Mainz, am 20. Februar: Waizen: 7 fl. 53 r. Korn: 6 fl. 20 er. Gerſte: 4 fl. 38 kr. Hafer: 3 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 28. Febr. bis 7. Maͤrz 1841. : Friedberg Butzbach. fo Brod ⸗Preiſe. Erled 9 9 0 kee Ff.. 1 Leib-Roggenbrod 2 3 2 23 2 75 77 4 3 4 3 4 7 7 9 1 9 1 Loth. Loth. — Milchbrod 15¼% 157% Waſſerweck 1167 11— —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 11 65 7 Fleiſch-Preiſe. f. pf. 1 Ochſeunfleiſch 15 75 75— „hg gemäſtetes— Kübfleiſch ungemäſtetes 3 7 „Rindfleiſch 6 71— „ Kalbfleiſch 5— 5— „Sch weinenfleiſch 9— 91— „ Hammelfleiſch 7 7 4— „ Schaaflleiſch 6 ³——— „Wurſt von blos Schweinen 122353„ „ Gemiſchte Wurſt 25 10— 104— „ Bratwurſt 14— 13 „ Schwartenmagen 14— 144— „ Geräucherter Speck 18— 184— „Schinken 144— 144— „ Dörrfleiſch 14— 144— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 191— „ dito ungusgelaſſen- 18— 88 7 Nierenfett 18 5 18 5 „ Hammelsfett 15— 2 81 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. iich! Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. de N f Bette fügung Gemeind wedelhů ſolen o ahnlicher perſonen find, be beigefügt kanntma Ihte E ſollen, zu mach rung, poligeilt mir zu 1) Den oder ſchaf eigen glied Munter ange ) den einer