5 en U Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 52. Sonnabend, den 25. Dezember 1841. Das„Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen“ erſcheint im Jahr 1842 wöchentlich zweimal und zwar ſo, daß es den Dienſtag und Freitag Mittag von den Kreisboten des Kreiſes Friedberg abge— holt, den Mittwoch und Samſtäg Vormittag aber hier von mir, in Laubach, Lich und Hungen jedoch von den dortigen Poſtverwaltungen ausgegeben wird. Die Kreisboten des Kreiſes Hungen nehmen Dienſtags und Freitags Abends die noͤthigen Exemplaren fur die Großh. Bürgermeiſter ſowohl, als auch diejenigen für die Privaten, von der Poſtverwaltung zu Hungen in Empfang. Obgleich mir durch das wöchentlich zweimal Erſcheinen des Blattes größerer Koſtenaufwand und mehr Arbeit erwächst, ſo werde ich doch den Preis pro 1842 nicht erhöhen, ſondern ihn wie bisher beſtehen laſſen, hoffend, daß ich durch eine größere Anzahl von Abonnenten und Zuwachs von Inſeraten ſchadlos gehalten werde. Der Abonnementspreis beträgt für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr 40 kr., für/ Jahr 24 kr., welcher Betrag jedoch voraus bezahlt werden muß.— Die Einrückungsgebühren betragen für die erſte Zeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— In das zuerſt in der Woche erſcheinende Blatt- werden alle Inſeraten aufgenommen, welche bis zum Mittag des vorhergehenden Sonntags bei mir eingelaufen ſind, dahingegen kommen alle bis zum Mittwoch Abend bei mir einlaufenden Inſeraten in das folgende Blatt. Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt aufgenommen werden. Friedberg den 10. Dezember 1841. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Alphabetiſches Inhaltsverzeichniß der von großh. heſſ. Kreisrath zu Friedberg in dem daſigen Intelligenzblatt vom Jahr 1841 erlaſſenen Verfuͤgungen. (Die Ziffern bedeuten die Nummern des Intelligenzblattes.) A. Alterthümer, das Auffinden derſelben und Ablieferung Fliegenwedelhandel, die Mitnahme von ledigen Weibsperſonen an das Br. Muſeum, 35. und Schulkindern, 10. 8 g B. Braunkohſen⸗ Asche, die Aaſbeng ien dee e ee e 5 7 eines ſolchen und Austheilung — 4 75 7„** R berg, 25 Sen, Nase 1 lizeili Flachs ud Hanf ds geh derſelben in fließendem Waſſer, 40. ſich, 24 25. i Gebühren, den Bezug derſelben durch die Gemeinderäthe 3. . 5 5 5 Gewerbverein, den, 8 1— 3 eee eee. Gemeinde⸗Einnehmer, die Inſtruktion fur dieſelben, 12. Domania gefälle, die Beitreibung derſelben, 7. Gebäude, die Theilung derſelben, 25. E. Eichzeichen, das an Bouteillen und Krügen, 51. Gemeinde⸗Rechnungen, die Form der Abſchlüſſe derſelben und Feldtruppen, die Completirung derſelben in 1841, 4. Uebertragung in die nächſtfolgende Rechnung, 35. Feuerpolizei im Kreiſe Friedberg, insbeſondere die Aufbewah⸗ Grundbücher, die Offenlegung und Legaliſirung derſelben, 37 38. rung der Braunkohlenaſche, 4. Gewerbverein zu Friedberg, 48. Feuerviſitation, die Vornahme derſelben für 1841, 7. H. Hebammen, der Unterricht derſelben und dafür zu zah⸗ Feldſchützen, die Anſtellung derſelben, 9. lende Koſten, 51. „ 374* J. Josraeliten, die Förderung des Vereins zur Verbeſſerung des Zuſtandes, 1.. Inſtruktion für die Gemeinde⸗Rechner, 12.. Inſtruktion für die Bürgermeiſter bei Ausſtellung der Hei⸗ mathſcheine ꝛc. 14. a Immobilien, das Ab⸗ und Zuſchreiben derſelben, 25. Fuden, die Civilſtands⸗Regiſter derſelben, 41. Induſtrieausſtellung für 1842, 4 K. Kriegs⸗Reſerviſten, die Inſpizirung derſelben, 23. Kirchen, die Bedürfniſſe derſelben und der Schulen, 26. L. Landgeſtüt, das, 12. i Landkalender, der Verlag u. Debit derſelben u. Stempel, 47. M. Muſterung und Conſeription für 1841, 4, 19. Müblen, die Beſchreibung der Lage zur Anlegung derſelben, 32. Mathildenſtift, das, 47. P. Poſtwagen, die bei Ueber führung ſich ereignenden Un⸗ glücksfälle, 25. Preisvertheilung, die Bekanntmachung derſelben fuͤr 1841, 30. Parzellen⸗Vermeſſung, 48. Paßberichte, die Ausſtellung derſelben, 52. R. Remontepferde, den Ankauf derſelben, 11, 44. Reiſelegitimation, Inſtruktion für die Bürgermeiſter über die auszuſtellenden Berichte, 14. Rechner, die Abnahme und Ueberlieferung der Geſchäftsrech, nung, 35. 5 Röſten, das des Flachſes und Hanfes in fließendem Waſſer, 40. Rekrutirungsrath in der Provinz Oberheſſen, 41. S. Kunſt⸗Straßen, die Beſtimmungen, unter welchen ſolche im Bayeriſchen befahren werden dürfen, 3. Sa die Aufſtellung für die Finanzperiode von 44, 4. Steuerkataſter, die Aufſtellung derſelben im Allgemeinen, 37. Schullehrer, die Leſezirkel derſelben, 34. Schießen in der Neujahrsnacht, 52. 0 Anſchaffung derſelben, 52. a . Todten, das Beerdigen derſelben in mediziniſch-polizei licher Hinſicht, 24, 25. ni one Tabellen, die Einſendung derſelben am Jahresſchluß, 49. V. Voranſchläge, die für Kirchen, 11, 17. Voranſchläge, die der Gemeinden, 26. Viſitation der Geſchäftsführung der Kirchen, Stiftungs⸗ und Gemeinderechner, 36.* Verein zur Beaufſichtigung der aus Marienſchloß entlaſſenen Sträflinge, 51. W. Wildſchaden, der an Obſtbäumen, 48. Z. Zeitſchrift, landwirthſchaftliche, Aufbewahren derſelben, 52. 4 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Das Schießen in der Neujahrsnacht. Die Verordnung, wonach das Schießen in der Neujahrsnacht bei 10 Reichsthaler Strafe verboten iſt, wird hiermit eingeſchärft. Das Legen oder Losbrennen von ſogenannten Kanonenſchlägen in den Städten reſp. Ortſchaften und deren Umgebung ſoll mit gleicher Strafe geahndet werden. Das Herumlaufen der Kinder auf der Straße darf gleichfalls bei Meidung einer Polizeiſtrafe von 30 kr. nicht ſtattfinden. Eltern, Vormünder ꝛc. bleiben dafür haftbar. Dieſes iſt alsbald bekannt zu machen und haben Sie Beſcheinigung in Ihrer Regiſtratur aufzubewahren. K f N Friedberg den 20. Dezember 1841. u chele er. Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Ausfertigung der Paßberichte. Die von Ihnen ſeither ausgeſtellten Reiſepaßberichte waren größtentheils nicht mit derjenigen Pünkt⸗ lichkeit aufgeſtellt, womit ſie aufgeſtellt ſein ſollten. Namentlich war bei denjenigen, welche mitreiſende Perſonen aufführten, als Eheweiber, Kinder, Verwandte, Knechte, Mägde ꝛc. häufig der Tauf⸗ und Familiennamen derſelben aufzunehmen unterlaſſen worden. erwarte ich für die Folge ſtets vollſtändige Vorlagen. Indem ich Sie hierauf aufmerkſam mache, Zugleich eröffne ich Ihnen, daß der zuweilen gebrauchte Ausdruck„nach dem Auslande“ nicht platzgreifend iſt, vielmehr die Länder benannt ſeyn müſſen, wenn auch im Allgemeinen wie z. B. nach den deutſchen Bundesſtaaten, wohin ſich der Reiſende begeben will. Friedberg den 12. Dezember 1841. Küchler. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes Hungen. Betreffend: Brandſchaden der Georg Roth III. Wittwe zu Niederbeſſingen, dermalen eine Collekte für dieſelben. Durch ein in der Nacht vom 15. auf den 16. v. M. in dem Viehſtall der Rubrikatin ausgebrochenes Feuer, welches ſich übrigens durch ſchnell geleiſtetete Hülfe nicht weiter verbreitete, ſind vier Kuͤhe und ein Kalb vom Rauch erſtickt und eine ziemlich große Quantität Stroh und Futter theils verbrannt, theils verdorben, ſo daß man den Betrag des Schadens ungefähr auf 200 fl. annehmen kann. Der Gr. Buͤr⸗ Nac ber Provin aus der be liſten hietz machung i Hut Dau regiſtratur Gemeinde der Ortsr Wit Hu reg derſelben, z berg Suat vertan 2 un den Stüdin Peramſaufen du richt ſtattfiuder r arſzubenahmn 9 derjenigen Pink elche mitttiſende der Tauf⸗ ſmerkſam nacht, aß der zuweln et dean gehn ich der Neiſend. 0 375*. germeiſter daſelbſt gibt der Beſchädigten ein ſehr gutes Zeugniß und fuͤgt bei, daß dieſelbe durch Bürg⸗ ſchaft ihres Ehemannes fur ihren Vater, der Pachter zu Muͤhlſachſen geweſen, um ihr ganzes Vermögen gekommen, daß ſie ſchwach, ſparſam, fleißig, der Unterſtützung bedürftig und deren würdig ſey. Ich darf daher von dem mildthätigen Sinne der Einwohner des Kreiſes erwarten, daß ſie ſich beeilen werden, das Unglück der Georg Roth III. Wittwe durch freiwillige Beiträge zu mildern und gebe Ihnen auf, in Ihren Gemeinden Collecten in Geld oder Naturalien zu erheben, letztere aber wieder zu Geld zu machen und an mich einzuſenden. Wenn man den Brandſchaden auf die, Einwohnerzahl repartirt, ſo kommt auf den Kopf ungefähr 2 ¼ Heller, werden daher die Gemeinden in dieſem Verhältniß beitragen, ſo wird der Schaden erſetzt werden können. Wollen die Ortsvorſtände aus der Gemeindekaſſe Beiträge geben, ſo werde ich die Ermaͤchtigung hierzu ertheilen. 8 Hungen am 6. Dezember 1841. Follenius. Die großherzoglich heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Hungen und Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſiſchen Buͤrgermeiſter des Kreiſes Hungen, ſowie an ſammtliche Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter des Kreiſes Friedberg. Betreffend: Die Anſchaffung von Sämereien. Nach erhaltener Benachrichtigung durch den Herrn Präſidenten des landwirthſchaftlichen Vereins der Provinz Oberheſſen, können durch deſſen Vermittlung auch für das Jahr 1842 verſchiedene Sämereien aus der beßten Quelle bezogen werden, deren Transportkoſten ꝛc. der Verein übernimmt. Subſcriptions⸗ liſten hierzu werden Ihnen bereits zugeſendet worden ſeyn, daher wir ſie auffordern, deßfallſige Bekannt⸗ machung in den Gemeinden zu erlaſſen, und ſich zu bemühen, daß möglichſt viele Subſcriptionen erfolgen. Hungen und Friedberg den 20. Dezember 1841. Follenius. Küchler. Dieſelben an dieſelben. Betreffend: Die Aufbewahrung der landwirſchaftlichen Zeitſchrift. Damit die für die Gemeinden gehalten werdende landwirthſchaftliche Zeitſchrift für die Gemeinde⸗ regiſtratur nicht verloren gehe, hat Höchſtpreisliches Miniſterium verordnet, daß das auf Rechnung der Gemeinde gehalten werdende Eremplar, je am Jahresſchluſſe gleich dem Regierungsblatte geheftet und der Ortsregiſtratur überwieſen werden ſoll. Wir beauftragen Sie daher, dieſer Anordnung gehörig zu entſprechen. Hungen und Friedberg den 20. Dezember 1841. Follenius. Küchler. 8 n 8. Er iſt ja allen Kindern gut, Weihnachtslied fuͤr Kinder. Und nimmt ſie all' in ſeine Hut; Beſchützet und beſchirmet ſie, Sie kommt die ſchöne Meibenacht, Verſaumet und verläßt ſie nie. Die allen Kindern Freude macht; Sie kommt und bringt auch uns ein Gut Der gute Heiland hat es gern, Von Dem, der Allen Gutes thut. Wenn wir nur ihm, als unſerm Herrn, 5 a Gehorchen, gerne uns ihm nah'n, Und dieſer gute Geber iſt 15 5 75 a er* liebend an. Der neu geborne Jeſus Chriſt, 5. Der aus dem Himmel kam und heut' D'rum, Kinder alle, die ihr heut' Uns Alle wiederum erfreut. Euch dieſes ſchönen Feſtes freut: 5 Erfreut auch ihn, der ſich euch gab, Ja er erfreuet Aller Sinn, Und von dem Himmel kam herab. D'rüm eilen wir auch zu ihm hin, Und beten ihn ſo herzlich an, Der uns ſchon ſo viel Gut's gethan. Erfreuet ihn, ſeid fromm und gut, Was euer Heiland will, das thut! Ach! dann, dann ſeid ihr alle ſein, O wer nur freudig zu ihm eilt, Und er führt euch zum Himmel ein. Und immer gerne bei ihm weilt: Schwalheim, im Chriſtmonde 1840. Die herzt und ſegnet er auch gleich, Grimm. Und Solchen iſt ſein Himmelreich.— D'rum kommt zu ihm, ihr Kinder all' Welche Rechnungsart iſt richtig? i den ihn i Stall; f 5 1 Kind verklärt. Man ſieht heut zu Tage in manchen Orten ſo Was uns der Himmel hat beſchert. viele junge Meiſter tagtäglich ins Wirthshaus gehen, W 376* und wenn man ſie daruͤber fragt, ſo wiſſen ſie allerlei wichtige Gründe dafür anzugeben, z. B. man müſſe ſich doch von ſeiner ſchweren Arbeit etwas erholen, man mache im Wirthshauſe neue Bekanntſchaften und erwerbe ſich neue Kunden ꝛc. Das ſey weit bedeutender, als der Batzen, den ſie verzehrten, angeſchlagen werden müßte. Wir wollen ſolchen Rechenmeiſtern eine Berech— nungs⸗Art vorlegen, wonach die Sache ein anderes Facit gewinnt. Dem Meiſter ſoll dabei ſein Tages⸗ verdienſt auf Einen Gulden angeſchlagen, die Zahl der Arbeitsſtunden auf 12 per Tag, die Zahl der Arbeitstage im Jahr auf 307 angeſetzt werden. Nun verſaͤumt ein Meiſter, der alle Tage ins Wirths⸗ haus geht, des Jahrs 307 Arbeitsſtunden. Das macht nach 30 Jahren, wo er alt und arbeitsunfä— hig zu werden anfängt, 9210 Arbeitsſtunden oder 7067 Arbeitstage und alſo einen Verluſt von 767 Gulden. Ferner: In den dreißig Jahren verzehrte er täglich 4 kr. im Wirthshauſe, macht im Jahre 24 fl. 20 kr., in 30 Jahren ein neues Kapital von 730 Gulden. Zählt man dieſe Ausgabe von 730 fl. zu jenem Stunden-Verluſt von 767 Gulden, ſo gibt das ein Deficit von nahe an 1500 Gulden. Ein ſolches Kapital würde jährlich 75 Gulden Zin⸗ ſen einbringen, d. i. mehr als 11 Kreuzer jeden Tag. Das wäre in ſeinen alten Tagen ein ſchönes Einkommen und würde ihm alsdann heilſamer ſeyn, als die 4 Kreuzer, welche er in ſeinen jungen Jah⸗ ren täglich im Wirthshauſe verzehrte. Ihr jungen Meiſter, vergeſſet das nicht; beden⸗ ket, daß ihr einmal alt werden wollt, und daß, wenn ihr alt ſeyd, ein Kapital, welches jährlich 75 fl. rentirt, euch und euern Kindern nützlicher und heilſamer iſt, als wenn ihr euch im Wirths— hauſe neue Kunden ſucht und zu Hauſe die Arbeit verſäumt oder euern Lehrlingen und Geſellen über— laßt. Vergeßt auch nicht, daß euch die Erholung von der ſchweren Arbeit im 65ſten Jahre nöthiger iſt als im 35ſten. Ihr andern aber, wundert euch nicht, daß ihr ſo manchen jungen ſchmucken Meiſter hinterm Bier⸗ und Brandweinglaſe im Wirthshauſe ſeht, der im Alter mit einem armſeligen Rocke herum⸗ geht und von der Gnade ſeiner Kinder ein Groͤſch⸗ chen erhält, womit er ſich eine Herzſtärkung erkauft. So gehts in der Welt, nämlich, wie mans treibt! Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Edictalladung. (1317) Nach einem Eintragen im Melbacher Orts⸗ hypothekenbuche, entliehen Georg Pfeifers Eheleute zu Melbach am 3. Juli 1776 von der Vormund⸗ ſchaft über Peter Seippel von Melbach 40 fl. 30 kr. unter Verpfändung ihrer Hofraithe, an welche in⸗ haltlich des erwähnten Hypothekenbuchs auch Joh. Heinrich Seippel noch 74 fl. 30 kr. zu fordern haben ſoll. Peter Seippel iſt längſt todt, Joh. Heinrich Seippel aber, der, wenn er noch lebte, über 90 Jahre alt wäre, iſt ſeit ſehr geraumer Zeit abweſend und die für beide ausgeſtellten Schuldverſchreibungen befinden ſich nicht im Beſitze ihrer muthmaßlichen Erben, ſcheinen vielmehr abhanden gekommen zu ſein. Da nun dermalen über das Uunterpfand anderweit verfügt und die erwähnten Schulden abgetragen werden ſollen, ſo werden Joh. Heinrich Seippel und deſſen allenfallſige Leibeserben, ſodann alle, wel⸗ che auf die vorgedachten beiden Schuldurkunden An⸗ ſprüche zu haben vermeinen, anmit aufgefordert, ſich ſogewiß binnen 60 Tagen hier anzumelden, als ſonſt, daß die Auszahlung der mehr berührten Kapitalien gültig an die hier bekannten Seitenverwandten der beiden Gläubiger geſchehen könne, unterſtellt, Joh. Heinrich Seippel als kinderlos verſtorben angeſehen, hinſichtlich der beiden Schuldurkunden ſelbſt aber, daß ſolche nicht mehr exiſtiren, angenommen und hiernach die Löſchung der deßfallſigen Einträge im Hypothekenbuche verfügt werden wird. Friedberg den 19. November 1841. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Edictalla dung. (1318) In den Hypothekenbüchern der Gemeinde Aſſenheim ſtehen noch folgende Einträge a) auf den Namen des Carl Ludwig Heimburg zu Aſſenheim 200 fl. am 16. November 1785 bei Kammerrath Serruvier zu Hanau und 900 fl. am 16. Oktober 1695 bei Hofkammerrath Geiger entliehen, ſodann eine Caution von 1500 fl. am 6. Mai 1788 zur Sicherung we⸗ gen erhaltener Brautgabe den Bauſchiſchen Kindern zu Niederwöllſtadt geſtellt, b) auf den Namen der Vormünder der G. Stocks Kinder zu Aſſenheim, Pachter Carl daſelbſt und G. Fauerbach zu Niederwöllſtadt 900 fl. den 20. März 1831 bei Adam Fauerbach zu Nie⸗ derwöllſtadt entliehen, c) auf den Namen des Wilh. Reuling zu Aſſen⸗ heim eine Caution von 128 fl. wegen Zahlung der Kriegskoſten von Grundſtücken, die er in der bruchenbrücker Gemarkung gehabt,— offen, die in Folge geſchehener Zahlung ihre Gül⸗ tigkeit verloren haben ſollen. Da indeſſen die Schuld⸗ und Cautionsurkunden nicht beigebracht werden kön⸗ nen, ſo werden alle, die noch Anſprüche aus denſel⸗ ben herleiten zu können vermeinen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 60 Tagen hier anzuzeigen, als ſonſt die erwähnten Schuld- und Cautionsurkunden für mortificirt erklärt, ſofort die desfallſigen Einträge in den Hypothekenbüchern werden gelöſcht werden. Friedberg den 17. November 1841. Großh. heſſ. gräfl. ſolmſ. Landgericht Hofmann. an den We 1) Maure ) Leferu aus de tingen 3) Zimme 4) Dachd 9) Schrei 0) Schlo 7) Weißb 9 8flaſtr Die Be Unterzeichn Friedb Verſte (1353) ats 1 Uh ben die be haust zu (ohne Mate derweit an werden. 8. — 1 377* Planirarbeit zu Friedberg. (1349) Montag den 27. Dezember d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen die zur Erbauung der neuen Straße um den Burgberg zu Friedberg noch rück— ſtändigen Planirarbeiten an Ort und Stelle an den Wenigſtnehmenden in ſchicklichen Abtheilungen öffent— lich verſteigert werden. Plan und Voranſchlag liegen auf der Amtsſtube des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 8. Dezember 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung zu Rödelheim. (1350) Montag den 27. Dezember d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, ſollen die zur Anlegung eines Durch— ſtichs des Niddafluſſes unterhalb Rödelheim erfor— derlichen Arbeiten, in Ausgraben und Transportiren des Grunds beſtehend, und zu circa 16000 fl. vor⸗ anſchlagt, in einzelnen Abtheilungen an Ort und Stelle an den Wenigſtnehmenden öffentlich verſtei⸗ gert werden. Plan und Vertragsbedingungen liegen auf der Amtsſtube des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 8. Dezember 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits ⸗Verſteigerung zu Vilbel. (1371) Montag den 10. Januar 1842, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Vilbel nach⸗ ſtehende Arbeiten und Lieferungen an die Pachters—⸗ wohnung des Mineralbrunnens zu Vilbel öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. 1) Maurerarbeiten mit Material voranſchlagt zu 85 fl. 50 kr. 2) Lieferung von Sandſteinplatten aus den Steinbrüchen bei Böt⸗ tingen, 3) Zimmerarbeit mit Material 62„ 44„ 4) Dachdeckerarbeit n 8% 5) Schreinerarbeit 8 6) Schloſſerarbeit 28% 12„ 7) Weißbinderarbeit 13„„ 19„ 8) Pflaſtrerarbeit„, Summa 425 fl. 51 kr. Die Bedingungen liegen auf der Amtsſtube des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 13. Dezember 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter 0 Rhumbler. Verſteigerung von Maurerarbeiten. (1353) Dienſtag den 18. Januar 1842, Nachmit⸗ tags 1 Uhr, ſoll auf dem Mineralbrunnen bei Okar— ben die bei Erbauung des neuen Schul- und Rath⸗ hauſes zu Kleinkarben nöthigen Maurerarbeiten, Lohne Material) voranſchlagt zu 1862 fl. 3 kr. an⸗ derweit an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Zugleich wird bemerkt, daß der Uebernehmer dieſer Arbeit Caution von einem Drittheil der Stei⸗ gerungsſumme zu leiſten verbunden iſt. Friedberg den 6. Dezember 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Mobtiliar-Verſteigerung. (1380) In der Behauſung des Müllermeiſters Jacob Scheuner dahier ſollen Montag den 27., Dien ſtag den 28., Donnerſtag den 30. und Freitag den 31. d. M., jedesmal von Morgens 8 bis Nachmit⸗ tags 4 Uhr, nachbeſchriebene Gegenſtände öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden, nämlich: 1) 6 Pferde, 2) 5 Kühe und 2 Rinder; 3) 29 Stück Schweine, worunter 1 großes Mutter⸗ ſchwein, 4 fette und 24 kleinere Zuchtſchweine ſich befinden, 4) Wagen⸗- und Ackergeſchirr, 5) Heu und Grummet, 6) Stroh, 7) Gerſte, Hafer und Erbſen, 8) Kupfer und Meſſing, 9) Zinn, Blech und Blei, 10) Eiſenwerk, 11) Porzelan, 12) Holzwerk, als: a) Kleiderſchränke, p) Kommode, e) Tiſche, Stühle, Baͤnke ꝛc. und 13) Bettung und Kleidung. Indem man dies hierdurch zur öffentlichen Kennt— niß bringt, bemerkt man noch zur Nachricht, daß die Verſteigerung der einzelnen Gegenſtände nach der hiervor angegebenen Rubriken-Eintheilung be— gonnen und damit fortgeſetzt wird. Bruchenbrücken den 16. Dezember 1841. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Kling. Edictalladung. (1398) Inhaltlich der Hypothekenbücher der Ge—⸗ meinde Oberrosbach entliehen: a) Joh. Phil. Greemann von Oberrosbach 300 fl. am 28. Auguſt 1809 bei Förſter Koch daſ., b) derſelbe 45 fl. am 1. September 1817 bei dem Oberrosbacher Kirchenkaſten, c) Matthäus Becker daſelbſt 120 fl. am 23. März 1802 bei dem nämlichen Kirchenkaſten,— und behaupten der Schuldner Erben, daß die er— wähnten Kapitalien ſchon lange abgetragen, die Schuldverſchreibungen aber verloren gegangen ſeien. Dem geſtellten Antrage zu Folge, werden daher alle, welche den Beſitz der betreffenden Schuldurkun— den behaupten oder Rechte aus derſelben geltend machen wollen, aufgefordert, ſolches ſo gewiß bin— nen 60 Tagen hier anzuzeigen, als ſonſt jene Schuld— verbriefungen für mortificirt erklärt und die des—⸗ fallſigen Einträge in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 7. Dezember 1841. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Fruchtverſteigerung im Rentamte Friedberg. (1399) Von den 184tr Fruchtvorräthen des hie⸗ ſigen Rentamts, werden Mittwoch den 5. Januar 1842, Vormittags 10 Uhr, dahier zu Friedberg, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronymuß vor dem ehemaligen Mainzerthore, unter den gewöhn⸗ lichen Bedingungen verſteigert: 10 von dem Speicher zu Friedberg: 15 Malter Waizen, 200 Malter Korn und 50 Malter Gerſte; 29 von dem Speicher zu Heldenbergen: 160 Mltr. Hafer; und 3) von dem Speicher zu Niedererſchbach: 40 Mltr. Hafer. Friedberg den 17. Dezember 1841. Großh. heſſ. Rentamt daſelbſt Bu 65. 5 Güter ⸗Verſteigerung. (1400) Montag den 31. Januar 1842, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe nachfol⸗ gende Georg Lang'ſche Güterſtücke öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden, als: O. N. Pag. Nro. 5 1. 423 9. 2 Viertel 4 Ruthen in Kleinwart⸗ feld, getheilt mit Georg Lang, gibt dem Cameralfiskus 5½ G. Zehntkorn a 2 Viertel 4 Ruthen bei der Pfingſt⸗ weide, getheilt mit Wilhelm Wecker⸗ lings Wittwe, dem Cameralfiskus 5½ Geſcheit Zehntkorn. 3. 472 7. 2 Viertel 18 ½ Ruthen im Groß⸗ galgenfeld, an Paul Falk. 4. 156 30. 1 Viertel 20 Ruthen Garten bei der Langgaß, an Ludwig Win⸗ decker, zehntfrei. Friedberg den 21. Dezember 1841. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (1401) Nachdem die erledigte Stelle eines Brun⸗ nenmeiſters wieder beſetzt werden ſoll, ſo werden Alle diejenigen, welche Luſt tragen, fragliche Stelle zu übernehmen, hiermit aufgefordert, ſich bei unter⸗ zeichneter Stelle zu melden, mit der Anfügung, daß die Inſtruktion daſelbſt zur Einſicht offen liegt. Friedberg den 22. Dezember 1842. Der Beigeordnete Bender. Verſteigerung des Betriebs eines Stein⸗— bruchs. (1402) Samſtag den 15. Januar 1842, Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll der Betrieb eines fiscaliſchen Stein⸗ 2 „ 378** bruchs in Butzbacher Gemarkung zum Zweck der Gewinnung des für Erbauung der Brücke bei Zle⸗ genberg erforderlichen Hauſteine öffentlich an den Wenigſtnehmenden zu Butzbach im Gaſthaus zum Heſſiſchen Hof verſteigert werden. s Vertragsbedingungen liegen auf der Amtsſtube des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 16. Dezember 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Fruchtverkäufe bei Gr. Rentamt Nidda. (1403) Die herrſchaftlichen Fruchtvorräthe des hieſigen Rentamts aus der Erndte von 1841, be⸗ ſtehend in Waizen, Korn, Gerſte und Hafer, kom⸗ men im Jahr 1842 in folgenden Terminen zur offentlichen Verſteigerung. I. Von den herrſchaftlichen Speichern zu Nidda und Lißberg: Zu Nidda auf dem daſigen Rathhauſe, jedesmal des Morgen um 10 Uhr, i Dienſtag den 4. Januar. Dienſtag den 15. Februar. Donnerſtag den 3. März. Donnerſtag den 14. April. Montag den 9. Mai Donnerſtag den 9. Juni II. Von dem herrſchaftlichen Speicher zu Bingenheim: g Zu Bingen hei m in der Behauſung des Gaſtwirths Müller, daſelbſt jedesmal Morgens um 10 Uhr, 6 Mittwoch den 5. Januar. Mittwoch den 16. Februar. Freitag den 4. März. Freitag den 15. April. Dienſtag den 10. Mai. Freitag den 10. Juni. Zur jedesmaligen Verſteigerung kommen: a) Von den Speichern zu Nidda und Lißberg: circa 26 Malter Waizen, 90 Malter Korn, 12 Mal⸗ ter Gerſte, 78 Malter Hafer. Bemerkt wird jedoch dabei, daß die zu Lißberg lagernden Vorräthe in 2 Terminen, den 14. April und 9. Juni, verſteigert werden. b) Von dem Speicher zu Bingenheim: 24 Malter Waizen, 153 Malter Korn, 98 Malter Gerſte und 134 Malter Hafer. Bingenheim den 20. Dezember 1841. Der großh. heſſ. Rentamtmann Soldan. Bekanntmachung. (1404) Indem man die in Nro. 51 dieſes Blattes auf den 29. d. M. angekündigte Verſteigerung eines Stallbaus zu Marienſchloß auf den Abbruch hiermit in Erinnerung bringt, bemerke man noch, daß hier⸗ bei zugleich auch altes Bauholz und Latten, altes Waldunge (4406) wald bei an die Me 1 Stech 5„ 10 ½ 5 62½% Hunt Rei 3 Hunt und damit Ober to Pr Baſeler (1392) franzdſiſ bei mir! Friedl (1394) meines ſeel dermachen Binkert, n wachſen iſt werde, bitte mir nicht 5 Friedb. (1407) ge Handl dises att enter: kißben: a Nern, 12 N Bemerft vn . 379 Eiſen und mehrere Tauſend alte Ziegel dem Meiſt⸗ gebot ausgeſetzt werden. Marienſchloß den 22. Dezember 1841. In Abweſenheit des Gr. Provinzialbaumeiſters der Gr. Bauaufſeher I. Klaſſe Schäcker. Bekanntmachung. (1405) Dienſtag den 28. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen in der Behauſung des Unterzeichneten die diesjährigen Gemeindefrüchte, beſtehend in circa 2 Malter Waizen, 5 Malter Korn und 4 Malter 2 Sr. Gerſte verſteigert werden, wozu Kauflieb⸗ haber einladet Oberwöllſtadt den 17. Dezember 1841 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Feuerbach. Bekanntmachung. Brennholz⸗Verſteigerung in den Großh. Domanial— Waldungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Fried— berg betreffend. (1406) Mittwoch den 29. d. M. wird im Frauen⸗ wald bei Niedermörlen der öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbietenden ausgeſetzt: 1 Stecken obſtbaum- und birken⸗Scheidholz, 5 1 7 77 7 Prüͤgelholz, 1 aspen- und weiden 7 62¼ Hundert Wellen obſtbaum, eichen und birken Reiſerholz, 23¼ Hundert Wellen aspen und Weiden-Reiſerholz, und damit präcis 9 Uhr der Anfang gemacht. Oberrosbach den 20. Dezember 1841. Der großh. heſſ. Revierförſter Bingmann. c N Privat⸗ Bekanntmachungen. Baſeler und Nuͤrnberger Lebkuchen, (1392) Figuren⸗, ausgeſtochenes und franzoͤſiſches Mazipan und Braͤnden ſind bei mir von vorzuͤglicher Guͤte zu haben. Friedberg. Adam Rauſch. Baͤckermeiſter. Empfehlung. (1394) Indem ich wiederholt bemerke, daß ich meines ſeeligen Mannes Geſchäft, ſowohl das Klei— dermachen als Decatiren, durch meinen Sohn, Karl Binkert, welcher dieſem Geſchäfte vollkommen ge— wachſen iſt, in derſelben Ausdehnung fortbetreiben werde, bitte ich, das demſelben geſchenkte Zutrauen mir nicht zu entziehen. Friedberg den 9. Dezember 1841. Maria Philippine Schmidt. Ein braver (1407) geſitteter junger Menſch wird in eine hieſige Handlung in Dienſt geſucht. Wo? ſagt die Exped. dieſes Blattes. 1 (1400 macht hierdurch bekannt, daß er ſich mit ſeinem Panorama, Wachs⸗ figuren⸗Kabinete und mit ſeiner Samm⸗ lung von Schlangen nur noch bis den 27. d. M. hier aufhalten wird. Sein Lokal iſt in dem Peter Mann'ſchen Hauſe von Morgens 8 bis Abends 9 Uhr geoͤffnet, und zwar zu den er⸗ niedrigten Preiſen von 12 und 6 kr. Peter Egenolf. Wohnungs-Vermiethung. (1409) In meinem Hauſe iſt der mittlere Stock zu vermiethen und kann im Monat März k. J. be⸗ zogen werden. Friedberg. Joh. Philipp Fritz. Süßer Aepfelwein (1410) iſt fortwährend zu haben bei Ph. Philippi. Empfehlung. (1411) Das von großh. heſſ. Eichkommiſſion für zweckmäßig gefundene eiſenblecherne Fruchtgemäß hat vorräthig und fertigt Spenglermeiſter L u d wig g in Friedberg. In meiner Sandgrube (1412) kann Bauſchutt und Klötzaſche abgeladen werden. Joh. Hieronymuß. Einige Wagen Miſt (1413) hat zu verkaufen Wittwe Hoffmann in der Burg. Entlaufener Hund. (1414) Am 18. Dezember verlief ſich in Bärſtadt ein halbjähriger weißer Pudel, derſelbe hat einen braunen Kopf und rothen Schweif. Derjenige, wel⸗ cher ihn in Butzbach, im Gaſthaus zum weißen Roß abgibt, erhält eine angemeſſene Belohnung. Bairiſches Bier, (1415) die Flaſche zu 8 kr., werde ich von den Weihnachtsfeiertagen an in Zapf nehmen. Ockſtadt. Tobias Thaler. Tan zmuſik (1416) iſt den dritten Weihnachtsfeiertag in mei⸗ nem neuerbauten Saale anzutreffen, wozu höflichſt einladet Fauerbach II. J. Neiſel. Empfehlung. (1417) Unterzeichneter Ortsbürger von Holzhauſen v. d. Höhe, erbietet ſich, in baumwollenen Zettel, den er ſelbſt ſtellt, wollenes Garn, die Elle zu 8 kr.(glatt) und 9 kr.(gekippert) einzuſchlageu. Caſimir Rach. 207 fl. Pfarrkapital (1418) können dahier zu§5pCt. geliehen werden. Kaichen den 21. Dezember 1841. Für den Kirchenvorſtand: Wickenhöfer, Pfarrvikar. 230 fl. (1419) liegen in der Kirchenkaſſe zu Muͤnſter, gegen doppelte gerichtliche Sicherheit, zum Aus⸗ leihen bereit. Der Kirchenrechner Bindewald. Litera ri ſ che An zei ge (1420) Schüler und junge Leute, die ſich bald eine vorzügliche Handſchrift aneignen wollen, denen iſt zu empfehlen: R. Boldt Schoͤn-Schreibeſchule in faſt 200 deutſchen und lateiniſchen Vorlegeblaͤt— tern, in zweckmäßiger Stufenfolge vom Leichteren zum Schwereren, 4 Hefte jedes 36 kr. Oftmals wurde Klage über Mangel an guten und zugleich wohlfeilen Vorſchriften geführt; durch obige Schreibſchule wird denſelben abgeholfen. Bei richtiger Anwendung derſelben haben fleißige Schü— ler ſtets zur Verwunderung ſchnelle Fortſchritte ge— macht. Zugleich veröffentlichen wir hier das Zeugniß des obigen Schreibmeiſters über unſere Stahlfedern, deren ſich derſelbe ſtets beim Unterrichte bedient: Nach ſorgfältiger Prü— fung vieler Sorten muß ich hierdurch öffentlich be⸗ kennen, daß ich noch keine Feder gefunden habe, wel⸗ che der Correſpondenzfe⸗ der(fein geſpitzt zur ei⸗ gentlichen Schönſchrift) 1 und der Lordfeder(mittel- Schuberth& C. geſpitzt f. Schnellſchrift) an Elaſticität und Brauchbarkeit gleich kommt. Meine Schüler machen damit zur Verwunderung ſchnelle Fortſchritte und empfehle ſomit dem ſchreibenden Publikum, beſonders Lehrern und Eltern dieſe Fe— dern aus voller Ueberzeugung, da ſolche den Gänſe— kiel an Weichheit noch übertreffen. Röttger Boldt, Schreiblehrer. Das Dutzend Lordfedern mit Halter koſtet 36 kr., die Correſpondenzfeder 45 kr., und ſind auch billi— gere Sorten vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. Ein ſehr paſſendes und ſchoͤnes Weih— nachtsgeſchenk. (1421) Soeben iſt erſchienen und bei Carl Bindernagel in Friedberg zu haben: Darſtellungen der merkwürdigſten Begebenheiten aus (Hamburg) . 380 5 der Geſchichte der chriſtlichen Religion, vom Ver⸗ faſſer der heiligen Geſchichte mit 10 N 1. Stahlſtichen. L. van Beethoven's Werke fur Pianoforte ſolo und zu 4 Händen. (Verlag von J. André in Offenbach a. M.) Geſammtpreis in 4 Lieferungen 16 fl. 48 kr. Preis 1 fl. 12 kr. (1422) Beethoven's Portrait dabei gratis. Eine J 5. Lieferung, als Anhang, erſcheint im Februar 1842. Ausführliche Anzeigen gratis bei C. Bin⸗ dernagel in Friedberg. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen, alter: 11 fl. 30 kr., neuer: 10 fl. 30 kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 3 fl. 50 kr. Hafer: 2 fl. 25 kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 20. Dez.: Waizen: 10 fl. 30 fr. Korn: 5 fl. 35 kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 2 fl. 40 kr. Erbſen:— fl.— kr. a Fruͤchte⸗-Preiſe zu Mainz, am 17. Dez.: Waizen: 11 fl. 14 kr. Korn: 6 fl. 31 kr. Gerſte: 4 fl. 21 kr. Hafer: 2 fl. 58 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach v. 26. Dez. 1841 bis 2. Jan. 1842. : iedberg Butzbach. pfo[ Brod ⸗Preiſe. ri 9 0 kr. Af, kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2* 2 7„ 4 3 4 3 4 7 17 9 2 9 1 Loth. Loth. — Milchbrod 13% 134 — Waſſerweck 114% 1— —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 14 5 115 Fleiſch⸗Preiſe. pf 5 1 Ochſeufleiſch 10*. 18 9 ge; gemaͤſtetes 8 „Kühfleiſch ungemäſtetes 71— 6 a ;; gemäſtetes 7 2 7 . Nindſteiſc ungemäſtetes 6— 6 2 77 Kalbfleiſch 8 55 81— „ Schweinenfleiſch 10— 104— „Hammelfleiſch 0 75 63 „ Schaaflleiſch 2.— „Wurſt von blos Schweinen 2 „ Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 14— 134 „ Schwartenmagen 14— 144— „I Geräucherter Speck 18— 181— „Schinken 14— 14— „ Dörrfleiſch 14— 144— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen[18— 191— 6 dito unausgelaſſen 18— 18 „ Nierenfett 18— 184— „ Hammelsfett 15 15. Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — Ale Juſerate, welch e in die näch ſte Nummer Nr. 1. aufgenommen werden ſollen, —