Seda er — 1 2— Free — Intelligenzblatt ſür die rovins Dlerßesen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M39. Das fuͤnfzigjaährige Amtsjubilaͤum des großh. Pfarrers Georg Wilhelm Koͤhler, von Kaichen, dermalen in Kleinkarben. Am 7. d. M., vereinigte der Patron dieſer Kirche, der großh. heſſ. Legationsrath, Freiherr von Leon⸗ hardi, eine Geſellſchaft in ſeiner Burg zu Groskar⸗ ben, um das fünfzigjaͤhrige Amts jubiläum des wuͤr⸗ digen Pfarrers Köhler feſtlich zu begehen. Es waren dem Jubilar befreundete Geiſtliche und andere Bekannte hierzu eingeladen. Der großh. Dekan, Kirchenrath Pilger, richtete an den Jubi⸗ lar herzliche, freundliche Worte und Glückwünſche, und nach ihm der Kirchenpatron. Hierauf wurde ein Belobungsſchreiben von Seiten hochverordneten Oberconſiſtoriums, durch großh. Dekan, dem Jubel⸗ greiſe vorgeleſen und überreicht. Letzterer dankte in herzlichen Worten, innigſt gerührt von den Beweiſen der Liebe und Anerkennung, die er ſo eben empfan⸗ gen hatte. Der Patron verehrte ihm einen ſchönen und bequemen Seſſel als Feſtgabe. Es folgte hierauf ein durch Heiterkeit und ausgewählte ſchöne Toaſte, wie die auf das Wohl Seiner Königlichen Hoheit, unſers Allergnädigſten Landesvaters, und unſers Hohen Fürſtenhauſes, gewürztes Mittagsmahl. Bei dieſer Feierlichkeit waren drei Jubilare zugegen, welche 234 Lebens⸗ und 154 Amts jahre zählten. Am XIV. Sonntage nach Trinitatis, als am 12. September, feierte die Gemeinde zu Kaichen, welche ihren treuen Seelſorger zu ehren weiß, das Amts jubiläum deſſelben, im wahren Sinne des Wor⸗ tes, auch kirchlich. Er wurde durch eine Deputa⸗ tion mit ſeinen Angehörigen in Kleinkarben abgeholt und hier von dem Geiſtlichen, den Schullehrern, dem Kirchen⸗ und Schulvorſtand feſtlich empfangen und Sonnabend, den 25. September 1841. beglückwünſcht, nachher von denſelben und der Schul⸗ jugend nach der zahlreich beſuchten Kirche in feſt⸗ lichem Zuge geführt. Hier empfing den Jubilar eine paſſende, durch hieſige Muſiker aufgeführte Kirchen⸗ muſik. Nach dem: Komm heiliger Geiſt, und den vier erſten Verſen des Liedes Nro. 533 des Lan⸗ desgeſangbuchs, verſah der Pfarrvikar Wicken⸗ höfer den Altardienſt. Derſelbe hielt auch die Feſt⸗ predigt über 1 Cor. IV, 1 u. 2, bei der ihn der Hauptſatz leitete:„Treue Seelſorger ſind Führer zu Gott.“ Zwiſchen dem Eingang und der Predigt ſtimmte der Geſangverein ein paſſendes Lied an. Die Predigt ſchloß mit einem, mit derſelben genau zu⸗ ſammenhängenden, Gebete. Nach derſelben wurde der erſte Vers es Liedes Nro. 532 geſungen, wo- rauf der Jubilar eine erbauliche Altarrede hielt, dem Allguͤtigen ſeinen Dank darbrachte und die Gemeinde ſeiner Gnade empfahl. Dieſe Feier wird bei der— ſelben noch lange in geſegnetem Andenken bleiben. N. G. R. Merkwuͤrdige Schickſale eines Wetterauers. Der Herr Pfarrer Friedrich Kraft zu Büdingen er⸗ zählt in der einigen älteren Perſonen vielleicht noch bekannten Zeitſchrift„Journal von und für Deutſchland“(Jahrg. 1788 Stück VI S. 582 und Stück X S. 558) die Schickſale eines Mannes, die zu intereſſant ſind, als daß wir ſie unſern Leſern vorenthalten dürften, und um ſo weniger, als ſie auf jene Zeiten ein deutliches Licht werfen und ein Theil der handelnden Perſonen unſerer Wetterau nahe angehörte. „Johann Heinrich Lauf war zu Dien⸗ heim, bei Oppenheim in der Unterpfalz, den 15. April geboren. Das Geburtsjahr vermag er nicht eigentlich anzugeben; nur ſo viel verſicherte er, daß er im Jahr 1709, wie der kalte Winter war, als ein Burſche von zwanzig oder einundzwanzig Jahren Tambour unter den pfälziſchen Truppen geweſen. Als ein kleiner Knabe hütete er bei ſeinen Verwandten im Odenwald das Vieh; doch hatten ihn ſeine Eltern zur Schule gehalten, und auch ge— ſorgt, daß er zu Heilbronn confirmirt wurde. Er kann demnach leſen und auch ſchreiben, welches ihm nachher im Dienſte, wie er rühmte, ſehr zu ſtatten gekommen. Sein Vater war Wachtmeiſter unter den pfälziſchen gelben Dragonern, und diente mit ſeinen zehn Söhnen unter dieſem Regimente; der eilfte oder jüngſte war unſer Johann Heinrich Lauf, der lag damals noch wohlgemuth auf der Waide bei ſeinem Vieh. Jetzt aber öffnete ſich ihm eine Thür. Der Tambour Lavis, ein froͤmmeln⸗ der braver Menſch, der nicht zum Soldaten geboren war, vertraute Laufs Vater, daß er geſonnen ſey, ſeine alten Tage in einem Kloſter zu beſchließen; er möge doch ſeinen jüngſten Sohn an ſeiner Stelle Tambour werden laſſen. Der Vater nahm den Vorſchlag mit beiden Haͤnden an, und ſein Sohn, Johann Heinrich, ward im zehnten Jahr Trom⸗ melſchläger der ebengedachten Dragoner, oder des Graf Wittgenſteiniſchen Regiments. Nach einem zehnjährigen Dienſt mochte es doch dem Vater wohl einfallen, daß ein Handwerk einen goldenen Boden habe; wenigſtens that er dieſen ſei⸗ nen jüngſten Sohn nach Sachſenhauſen, bei Frankfurt a. M., zu einem Bäcker, um das Bäcker⸗ handwerk zu erlernen. Hier hätte nun unſer Lauf wohl eine ganz andere Richtung auf der Bahn durch das Erdenleben bekommen; der Leidensbecher wäre wohl minder bitter für ihn geweſen, und der Kum⸗ merwolken weniger an ſeinem Horizonte; allein ſein Unſtern, oder vielmehr ſeine vielgeliebte Baſe, er— wies ihm das Freundſchaftsſtück, ihn den Preußen um 40 Thaler zu verkaufen. Dieſes geſchah im Wirthshaus zum Paradies in Sachſenhauſen, wo ihn die Preußen knebelten und banden; der Werb⸗ Lieutenant habe Struͤnke geheißen und wäre aus Nürnberg geweſen. An dieſe Scene erinnert ſich Lauf ſelten ohne einige Erbitterung, und wird das Andenken an ſchlechte Behandlung mit ins Grab nehmen. So war Lauf nun wieder in optima forma Soldat; und hiermit beginnt eine neue Periode ſei⸗ nes Lebens. Die Preußen transportirten ihn nach Weſel, wo er unter das Graf Golziſche Regi⸗ ment kam, und daſelbſt zwei Jahre lag. Er kam nachher mit eben dieſem Regimente nach Perlburg (Perleberg) in der Prignitz, zu liegen, und hier nahm er ſeine erſte Frau. Sie war aus Büches, einem hieſigen Dorfe, und Wittwe mit zwei Kindern; denn ihren Mann hatten die Kölner erſchlagen, als er daſelbſt auf Werbung geſtanden. Dieſer gab er das Lob, ſie ſey eine uͤberaus fleißige Frau geweſen, die für die Soldaten gewaſchen und genäht und damit viel Geld verdient habe. Als er acht Jahre unter den Preußen geweſen, ließ er ſich durch zwei Hol— * 282* länder zu einer Deſertion überreden. Dieſes fingen ſie folgendermaßen an: Er ſchickte ſeine Frau Abends, damit ſie nicht ſeinetwegen in Ungelegenheit kommen ſollte, mit einem Scheffel Roggen in die Muͤhle, nahm dann mit ſeinen Kameraden die Flucht über die Stadtmauer, und ſo entwiſchten ſie glücklich mit dem anhabenden Seitengewehr. Ein Schneider zu Grabau gab ihnen andere Kleider, und in Lübeck warb ſie ein däniſcher Unteroffizier, mit Namens Pelt, unter die Dänen an. Ich bemerke mit Fleiß dergleichen unbedeutende Namen, um das gute Ge⸗ dächtniß des alten Mannes einigermaßen abnehmen zu können. Ich könnte noch mehrere intereſſante Umſtände anführen, wie er z. B. zu Perleberg zu Jeder⸗ manns Erſtaunen und zur Freude ſeines Chefs, ſo große Fiſche gefangen; wie er zweimal mit auf den Wallfiſchfang gefahren, wie er der Eroberung von Stralſund mit beigewohnt; desgleichen, wie ſie auch einmal von dem ſchwediſchen General Steinbock tüchtig wären geſchlagen worden; und wie ſie, auf Befehl des Unterkönigs, Grafen von Reventlau, Tönningen, im Herzogthum Schle⸗ ſien, geplündert, da es ihm nicht einmal zehn Gul⸗ den getragen; alles dieſes üͤbergehe ich, und ver⸗ weile lieber noch ein wenig bei der traurigſten Haupt⸗ epoche in dem Lauf'ſchen Leben. Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. Edictalladung. (983) Der großh. Bürgermeiſter Jacob Scheuner zu Bruchenbrücken hat zum Zwecke eines beabſichtig⸗ ten Arrangements mit ſeinen Gläubigern um deren Zuſammenberufung nachgeſucht und es iſt gleichzeitig eine Unterſuchung des Vermögens- und Schulden⸗ zuſtandes des gedachten Jacob Scheuner verfügt worden. Alle, welche Anſprüche irgend einer Arz an denſelben zu haben vermeinen, werden daher anmit aufgefordert, ſolche ſo gewiß Mittwoch den 29. September, Morgens 8 Uhr, hier anzuzeigen, als ſonſt beim Zuſtandekommen eines Stundungs- oder Nachlaß-Vertrages keine Rückſicht auf ſie genommen resp. ſie an die Beſchlüſſe der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger gebunden werden erachtet werden. Friedberg den 28. Auguſt 1841. Gr. heſſ. gr. Iſenb.-Waͤchtersb. Landgericht Hofmann. Edictalladung. (1041) Johannes Schimpf, Sohn des Jacob Schimpf zu Niederweiſel, geboren am 16. Oktober 1755 ſoll ſeit vielen Jahren abweſend ſeyn, ohne Nachricht von ſich gegeben zu haben. Auf Antrag der Betheiligten werden Johannes Schimpf, deſſen Etſeſchen E Meſſtdieten Niede l Sd (1071) um 11 Uhr pferche,. öffentlich! Friedb ö 90 L.t072) eines kuͤch den, ſo ſo bis zum 1 Diejen u, können Friedb 2 (4079) Uh, ſol u Age, vor Hod 1 Antrag 90 * 283*. deibes⸗ oder Teſtaments⸗Erben, ſowie Alle, welche Anſprüche an das Vermögen deſſelben bilden wollen, dierdurch aufgefordert, ſogewiß innerhalb ſechszig Tagen, von dem erſten Erſcheinen dieſer Verfügung in öffentlichen Blättern an gerechnet, bei der unter zeichneten Behörde ſich anzumelden und zu legitimi⸗ ren reſp. ihre Anſprüche anzuzeigen und zu begruͤn⸗ den, als ſonſt der Erſtgenannte für todt erklärt und deſſen Vermögen, ohne Beruͤckſichtigung etwaiger ſpäterer Anmeldungen, ſeinen Präſumtiv⸗ Erben um Eigenthum überwieſen werden wird. Butzbach den 10. September 1841. Gr. heſſ. furſtl. ſolmſ. Landgericht daſ. ae Calmberg, Aſſeſſor. Garten- Verſteigerung. 1016) Montag den 11. Oktober l. J., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus der Garten des Nicolaus Wüſt dahier, neben Herrn Jacob Wien und Leonhard Rühl in den Gräben⸗ zärten gelegen, 41 Ruthen haltend, oͤffentlich meiſt⸗ dietend verſteigert werden. Friedberg den 8. September 1841. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter: D. Fritz. Backhaus ⸗Verſteigerung. 1044) Dienſtag den 5. Oktober d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll dahier das Backhaus der Gottfried Coſt'ſchen Eheleute auf hieſigem Rathhauſe an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 14. September 1841. In Auftrag gr. Landgerichts Friedberg: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Stoll. Schaafpferch⸗Verſteigerung. 11071) Mittwoch den 29. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 10 Schaaf⸗ pferche, wovon der erſte den 7. Oktober anfängt, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 22. September 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. 11072) Da ſich bei dem Ausgebot des Haltens eines tüchtigen Faſſelochſen keine Uebernehmer fan⸗ den, ſo ſollen nunmehr Anerbietungen aus der Hand dis zum 1. Oktober d. J. angenommen werden. Diejenigen, ſo geneigt ſind, den Ochſen zu hal⸗ ten, können die Bedingungen bei mir einſehen. Friedberg den 21. September 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1073) Montag den 27. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſoll ein Durchſtich an der Uſa von 98 Klftr. Zänge, voranſchlagt zu 223 fl. 12 kr., ſodann 105 Klftr. Grabenarbeit, voranſchlagt zu 15 fl. 45 kr., an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Fauerbach II. den 23. September 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Sang. Aepfel-Verſteigerung. (1074) Die der Gemeinde Reichelsheim zugehö⸗ rigen Aepfel, in ungefähr 90 Mltr. beſtehend, wer⸗ den nächſten Montag den 27. d. M., Morgens 9 Uhr, in einzelnen Abtheilungen an Ort und Stelle gegen baare Zahlung meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim den 21. September 1841. Herz. naſſ. Landoberſchultheiſerei Hehner. Victualien-Lieferung.. (1075) Montag den 4. Oktober l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen circa 1) 2000 Stück Weiskraut 2) 2000„ Würſing 3) 1000„ Winterkohl 4) 800 Malter Kartoffeln 5) 45 Ohm Sauerkraut 6) 50 Centner gelbe Ruben 75 50„ untererdige gelbe oder weiße Kohlraben 8) 15„ Zwiebeln zum Behufe der Beköſtigung der Sträflinge zu Ma⸗ rienſchloß, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden, welches mit dem Be⸗ merken zur öffentlichen Kunde gebracht wird, daß ſich jeder Steigerer durch Beſcheinigung des ein— ſchlägigen Bürgermeiſters auszuweiſen hat, für den dritten Theil des zu liefernden Betrags Caution lei⸗ ſten zu können. Marienſchloß den 16 September 1841. In Auftrag der Großherzogl. Zuchthaus⸗Direktion daſelbſt Weigel, Speiſemeiſter. Aepfel⸗Verſteigerung (10760 Montag den 27. Sept. l. J., Morgens 10 Uhr, ſollen die Gemeindsäpfel, circa 35 Mltr., an Ort und Stelle an den Meiſtbietenden verſtei⸗ gert werden. Langenhain den 20. September 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Huth. Kartoffel-⸗Verſteigerung. (1077) Donnerſtag den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen zu Oberwöllſtadt die Kartoffeln von circa 1½ Morgen auf dem Wege des Zwangsver⸗ N verſteigert werden, wozu Steigliebhaber ein⸗ adet. Oberwöllſtadt den 23. September 1841. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Feuerbach. Arbeits ⸗Verſteigerung zu Vilbel. (1078) Dienſtag den 28. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Vilbel, die mit Erbauung einer Fluthſchleuße an dem Muͤhlwehr zu Vilbel verbundenen Arbeiten und Material⸗Lieferun⸗ gen als: a) Maurerarbeit ohne Material, voran⸗ fl. kr. ſchlagt zu 533 38 b) Zimmerarbeit mit Material 433 40 c) Schloſſerarbeit 51 24 d) Lieferung und Bearbeitung von 2859 Kubikfuß Hauſteine mit dem Verſetzen, voranſchlagt zu e) Lieferung von 23,5 Kubikklftr. Mauer⸗ ſteine, voranſchlagt zu 10 Das Aufſetzen derſelben ) Lieferung von 158 Butten Waſſerkalk 80 Lieferung von 3 Kubikklftr. geflößter Bachkieß, voranſchlagt zu 54— unter den bei der Verſteigerung vorgeleſenen Bedin⸗ gungen in Accord gegeben werden. Bemerkt wird, daß nur ſolche Steigerer zugelaſſen werden, welche auf Verlangen eine Caution im Betrage der Haͤlfte von der Steigſumme zu ſtellen im Stande ſind. Friedberg den 19. September 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. i Zimmerarbeit. (1079) Dienſtag den 27. September, Nachmittags 2 Uhr, ſoll bei Gaſthalter Koch zu Lindheim die Anfertigung eines Lehrgerüſtes zu der aus drei Bo— gen conſtruirten Brücke über den Grenzgraben auf der Provinzialſtraße von Lindheim nach Marrköbel, an den Wenigſtfordernden öffentlich vergeben werden. Friedberg den 20. September 1841. f Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Verkauf ausrangirter Militär ⸗Effekten. (1080) Dienſtag den 12. k. M., des Vormittags von 9 bis 12 und des Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, und in den folgenden Tagen zu gleicher Zeit, ſollen in der hieſigen Kavallerie⸗Kaſerne eine große Quan⸗ tität ausrangirter Montirung, wobei viel gut erhal⸗ tene Mäntel, ſodann Reitzeug und Caſernenrequi⸗ ſiten mit einer bedeutenden Anzahl Teppichen meiſt⸗ bietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter erſucht man daher, dieſes in den Gemeinden geeignet bekannt zu machen. Butzbach den 17. September 1841. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Ankauf von Lebensmitteln. (1081) Dienſtag den 28. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in dem Verwaltungs⸗Büreau dahier die Lieferung einer bedeutenden Quantität Kartoffeln, Erbſen, Bohnen und Weißkraut für die Menage der hieſigen Garniſon, auf dem Wege der Verſteigerung 1527 18 587 30 23 30 316— W 284. in Accord gegeben werden. Die Herren Bürger meiſter in den nächſtgelegenen Ortſchaften werden bel erſucht, dieſes in den unterhabenden Gemeinden be— kannt machen zu laſſen. Butzbach den 17. September 1841. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Bekanntmachung, betreffend: Abſchluß von Accorden über Holzfällung und Rinden⸗Erndte, über Gewinnung von Gin ſtern und Heiden, und über Waldkulturarbeiten, in den Grhzl. Domanialwaldungen des Reviers Oberrosbach, auf 1842.. (1082) Nächſten Dienſtag den 28. d. M., Mor. gens 9 Uhr, wied der Unterzeichnete die oben ge— nannten Arbeiten, worunter ſich auch Transporte von Saamenmaterial befinden, unter den vorher bekannt zu machenden Bedingungen an die Wenigſt⸗ fordernden,— jedoch nur qualificirte Perſonen, da⸗ hier in Accord gegeben. Oberrosbach den 21. September 1841. Der großh. heſſ. Revierförſter Bingmann. Bekanntmachung. (1083) Montag den 4. Oktober d. J., Vormit⸗ tags halb 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe ein Theil beſonders der trockene Theil von 6 Morgen Wieſen der Lach, P. 581 Nr. 1, 2 und 3, in 8 Abtheilungen, jede ohngefähr 2 Viertel Ortsmaas haltend, zum Urbarmachen auf 9 Jahre, hierauf 1 Stück in der Töpfenkaut, die Ilbenſtädter oder Weinſtraße, 1 Stückchen an dem Straßheimer Kir⸗ chenacker auf 6 Jahre, ſodann die Begraſung des hohen Theils des Roſenthals an der Antauche in 3 Abtheilungen auf 3 Jahre öffentlich meiſtbietend ver⸗ pachtet werden. Friedberg den 23. September 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. d ν⏑ιοντινο Privat⸗ Bekanntmachungen. Preiß⸗Kegelſchieben. (1056) Sonntag den 26. und Montag den 27. bei Gelegenheit des hieſigen Kirchweihfeſtes, wird bei Unterzeichnetem ein Preiß⸗Kegelſchieben abgehal⸗ ten, wozu höflichſt einladet, Butzbach im September 1841. Carl Becker, vor dem Lahnthor. Ein geſitteter junger Menſch, (1064) welcher im Schreiben und Rechnen erfah⸗ ten iſt, kann in einer nahe gelegenen Stadt bei einem Schloſſer⸗ und Eichmeiſter mit oder ohne Lehr⸗ eld bis zum 1. Oktober d. J. in die Lehre treten. Die Expedition d. Bl. ſagt das Nähere. Ae (0 eiſe kröthig 10 (ice gel 0850 5 910 Gonne ich wieder Bteile Sn dem Hause Zu (1086) hieſſge Gt die ſeither am 20. O Baarzahli im Ganze Nachmitta Bemer einem ſo! ſelben zum Laube, (1087) 9 10 Mr, Ein er l84f deſſ.* 8 50 A evierförſte ann. Abbe 1 wrihftſtes, win Sieben abgehcl Carl Becker, t den lahnthot 7 11, Aachen erfal 1 Stadt h eber ohne ke it Lehre lian gert. „ 285. Annonce. (1065) Aepfelmüͤhlen, Keltern mit eiſernen Schrau⸗ den und eiſerne Kelterſchrauben im Einzelnen ſind vorräthig und gegen billige Preiſe abzugeben bei Zimmermeiſter J. Strauß in Offenbach. Als Frachtfuhrmann (1084) empfehle ich mich meinen verehrten Freun⸗ den und Bekannten, und bemerke noch, daß ich, je nachdem ich Aufträge erhalte, wöchentlich zweimal nach Frankfurt fahren werde. Friedberg. Anton Simmerrock. Empfehlung. (1085) Ich beebre mich, meinen werthen Freunden und Gönnern die ergebenſte Anzeige zu machen, daß ich wieder auf's Neue mit allen Sorten Gold- und Silberwaaren, ſowie mit allen Sorten Taſchenuhren und Penduls beſtens verſehen bin; beſonders bemerke ich, daß ich Colliers in 14 Karat von 2 fl. bis zu 20 fl. mit Sammtband, Gummi⸗ und ganz goldenen Kettchen, von den kleinſten bis zu den größten Ohrgehängen, Broches, Uhrhacken, Nadeln, Ringe, ſilberne Löffel, goldene und ſilberne Cylinderuhren, goldene Damen⸗ uhren, Repetiruhren und alle in dieſes Fach ein⸗ ſchlagende Artikel ſtets in großer Auswahl vorräthig habe, und empfehle mich mit denſelben zu den mög⸗ lichſt billigen Preißen. Loͤb Hanau, Uhrmacher. Breite Straße Nro. 78 der Mohrenapotheke gegenüber in dem Hauſe des Herrn Nau. Zuchtſchäferei-Verſteigerung. (1086) Da wegen Beſchränkung der Weide die hieſige Gräfl. Gutsverwaltung ſich genöthigt findet, die ſeither beſtandene Zuchtſchäferei eingehen zu laſ⸗ ſen, ſo iſt beſchloſſen worden, die hieſige veredelte Schafheerde, beſtehend in: 115 Stück ſechszähnigen Mutterſchafen 28„ vierzähnigen 5 34„ Hammel⸗ und Mutterjährlingen 46„ Hammel- und Mutterlämmer 7„ SZuchtſtöhren am 20. Okt. d. J., öffentlich meiſtbietend gegen gleich Baarzahlung in verſchiedenen Abtheilungen oder auch im Ganzen verſteigern zu laſſen. Der Anfang iſt Nachmittags 1 Uhr in dem hieſigen Oekonomiehof. Bemerkt wird noch, daß die Mutterſchafe in einem ſo guten Zuſtande ſind, daß auch Metzger die⸗ ſelben zum Schlachten gebrauchen können. Laubach den 16. September 1841. Der Gutsverwalter Eigenbrodt. Wagen⸗Verſteigerung. (1087) Mittwoch den 20 Okt. d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen im hieſigen Gräflichen Schloß: Ein Stadtwagen, Zwei Kaleſchen, und außerdem Zwei Glas⸗Lüſtres 5½“ hoch und 2“ 3“ im Durchmeſſer, Frankfurter Werkmaß, alles noch gut conſervirt, öffentlich gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Laubach den 16. September 1841. In Auftrag: C. Heß. Ein junger Menſch, (1088) von braven Eltern und geſittetem Betra⸗ gen, kann in einem Gaſthauſe unter annehmbaren Bedingungen als Volontair Beſchäftigung finden. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Nachkirchweihfeſt zu Ockſtadt. (1089) Sonntag den 26. September iſt zur Feier des hieſigen Nachkirchweihfeſtes und zum Beſchluß der diesjährigen Sommerbeluſtigungen dahier gut beſetzte Tanzmuſik im Garten anzutreffen. Ich lade hierzu unter Zuſicherung prompter Bedienung höflichſt ein. Ockſtadt. A. Krug's Wittwe. Ein braver junger Menſch (1090) wird von einem hieſigen Schmiedmeiſter in die Lehre geſucht. Falls ſich kein Solcher vor⸗ finden ſollte, kann ein noch junger Geſelle bei dem⸗ ſelben in Arbeit treten. Bei wem? ſagt die Expe⸗ dition dieſes Blattes. Empfehlung. (1091) Unterzeichnete empfiehlt ſich einem ver⸗ ehrten Publikum im Kleidermachen und Bügeln, ſowohl zu Hauſe als außerhalb. Ihre Wohnung iſt bei Herrn Fuhrmann Leonhard. Friedberg. Maria Zerling. Fertige Claviere (1092) hat in Friedberg zu verkaufen Heinrich Böttner. Ein fehlerfreies Fahr-Pferd (1093) iſt zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo. Empfehlung. (1094) Aechte 14 und 188karatige Goldwaaren, wie auch Weſtenzeuge von verſchiedenen Stoffen, ſeidene und wollene Herrn- und Damen-⸗Halstuüͤcher empfiehlt zu feſtgeſetzten und billigen Preiſen. Friedberg. Nagel II. Eine neue Sendung (10953) der patentirten Benkler'ſchen Spar⸗Lampen iſt wieder bei mir angelangt, und ſtehen die mir vom 16. Auguſt bis 16. September zur Herrichtung übergebenen Lampen zum Abholen bereit. Friedberg. Nagel II. Anzeige. (1096) Bei dem Unterzeichneten können Beſtellun⸗ gen gegeben werden, auf die allgemein vortheilhaft anerkannten und von Großh. Heſſ. Hohen Miniſterium privilegirten Wenzel'ſchen Heitz- und Kochöfen, letz⸗ 5 8 5 2 33 . 3 3 . 2 „ 286. tere mit und ohne Waſſerſchiff. Die Preiſe davon ſind frei ab hier genommen: ite Sorte Kochöͤfen ohne Waſſerſchiff à 30Jfl. 2te„ desgleichen 40% 3te„ desgleichen 50„ ſaͤmmtlich mit 2 Aufſätzen und Luft⸗Heitzung. Kochöfen mit Waſſerſchiff 3½ Fuß lang, 2 Fuß breit à 44 fl. Runde Heitzofen, 10 ½ fl., 12½ fl., 16% fl., 20 ½ fl. und 25 ½ fl. mit Luftheitzung. Dieſe Oefen ſind die einfachſten, zweckdienlichſten und billigſten, welche man bis jetzt kennt, und um ſo mehr allen früheren Oefen der Art vorzuziehen, da jene 50 fl. und mehr koſten, auch mehr Brenn⸗ material bedürfen und nicht ſo dauerhaft ſind. Fuͤr die Herrn Oekonomen iſt namentlich der Ofen mit Waſſerſchiff verſehen zu empfehlen. Gedruckte Zeichnungen werden gratis verabreicht. Ludwigsbrunnen bei Großkarben 1841. Beſorgt in Commiſſion J. G. Specht. Schreib-Pult. (1097) Ein gut eingerichteter Schreibpult iſt billig abzugeben. Näheres ertheilt der Herausgeber dieſes Blattes. Empfehlung. (1098) Unſer Lager der neueſten Arten Spar- und Kochofen von feinſtem Guß und in reichhaltigſter Auswahl empfehlen wir zu den billigſten Preiſen. Auch ſind ſtets bei uns fertige Kelterſchrau⸗ ben mit gußernen Muttern billigſt zu haben. Gebrüder Grödel. Literariſche Anzeige. (1099) Mit dem Monat Juli d. J. hat das Zte Quartal begonnen des in Schaffhauſen in der Brodtmann'ſchen Buchhandlung erſcheinenden: Der Vorläufer, eine Zeitſchrift zur Beförderung größerer Muͤndigkeit im häuslichen und öffentlichen Leben, unter Mitwirkung eines Vereins ausgezeichneter Schriftſteller herausgegeben von Chr. Friedr. Stötzner. Zweck. Die Zeitſchrift ſoll diejenige Klaſſe von Gebilde⸗ ten, welche dem eigentlichen Studium der Wiſſenſchaft fern ſteht, über die wichtigſten Lebensfragen der Jetztzeit aufklären. Nicht neue Ideen will ſie verbreiten, ſondern die vorhandenen zum Allgemeingut der Menſchheit machen, zum Denken und zwar zum ſelbſtſtändigen Denken erziehen, die Geburts⸗ wehen einer inhaltreichen Zukunft erleichtern. Inhalt. Der Vorläufer erſtrebt ſeinen hohen Zweck durch gemeinfaßliche Originalaufſätze über religisſes, gei⸗ ſtiges, häusliches und öffentliches Leben. Er theilt Berichte mit über Erſcheinungen, welche dieſes Geſammtleben fördern oder hemmen, er beurtheilt Bücher, welche die For⸗ ſchungen der Wiſſenſchaft in populärer Sprache darſtellen. Alles Triviale und Geſchmackloſe iſt ausgeſchloſſen. Erſcheinungsweiſe. Der Vorläufer erſcheint wöchent⸗ lich in 2 Nummern, jährlich in 104 Nummern oder 52 Bo⸗ gen; preis des ganzen Jahrgangs 4 fl. Man bezieht ihn wöchentlich durch die Poſt,— wöchentlich, monatlich oder vierteljährig durch den Buchhandel. Alle Einſendungen erwartet man durch Buchhändlergele⸗ genheit— oder franco durch die Poſt. Die beiden erſten Quartal⸗Hefte ſind vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 12 fl.— kr. Korn: 6 fl. 10 kr. Gerſte: 3 fl. 40 kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 20. Sept.: Waizen: 11 fl. 15 kr. Korn: 5 fl. 55 kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 2 fl. 55 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 17. Sept.: Waizen: 11 fl. 22 kr. Korn: 6 fl. 29 kr. Gerſte: 4 fl. 30 kr. Hafer: 2 fl. 44 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 26. Sept. bis 3. Okt. 1841. pfo Brod Preiſe. Friedberg Bugbas. N kr. pf. kr. pf. 1 1 Leib⸗Roggenbrod 1 6N— 211 2 1 110 5 4 3 3 414„ 7 10 9 3 . Loth. Loth. — Milchbrod 114 114 — Waſſerweck 14/1— —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 115 115 Fleiſch-Preiſe. pf 70 1 Ochſenſleiſch 115 10 3 10 3 ge; gemäͤſtete 8 3 „Kühſleiſch 40 71— 6 4 5; gemäſtetes 73 8 1 Rindlleiſa ungemäſtetes 64— 612 17 Kalbfleiſch 2 3 81— „ Schweinenfleiſch 10— 10— „ Hammelfleiſch 81— 81— 17 Schaaffleiſch 7—— 5 „ Murſt von blos Schweinen 1213 „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 144— 134— „Schwartenmagen 144— 144— „ Geräucherter Speck 188 71 Schinken 14.— 14— „ Doörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 19— 6 dito unausgelaſſen, 184— 18— „ Nierenfett 181— 184— „ Hammelsfett 15 1— 115— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. wie der na ſondere daf flißßenden! Ausſchreibe ſtanden we Al Gemeindef. berathen ſe 2 keine zum 2 ſolchen Wie 8 Tage ne ſolche früh Fri A und der 9 kaufen ſind Acche dure file müßte ab⸗ und zu Mliſen des Ein das Nubeng