Intelligenzblatt für die berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 2 dun Amtlicher Theil. .—— *.— 12. qu 2 30. Sonnabend, den 24. Juli 1841. 1 184 Oeffentliche Nachricht. — Unter dem Wunſche zahlreicher Theilnahme bringe ich hiermit nachſtehende Bekanntmachung zur „ bußtag. öffentlichen Kenntniß. 1 71 Friedberg den 16. Juli 1841. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg * Küchler. W Bekanntmachung Netz der Preisvertheilungen in der Provinz Oberheſſen im Jahr 1841. 165 Die Preisvertheilungen des landwirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen werden in dieſem Jahre f 8 ſtattfinden: in Okarben den 9, in Gießen den 13., in Schotten den 17., in Homberg den 20. und in Biedenkopf den 25. Auguſt. Die zur Beförderung der Viehzucht ausgeſetzten Preiſe ſind auf jeder der 5 Stationen: N 8 a) für die beſten Zuchtbullen von Gemeinden oder ſolchen Privaten, welche ſie nicht zur ausſchließ⸗ F lichen Zucht benutzen, 9 Preiſe: 1 zu 15 fl., 1 zu 12 fl., 2 zu 10 fl., 2 zu 8 fl. und 3 zu 6 fl. 63 b) für junge Bullen, zum Verkaufe an Gemeinden tauglich, mindeſtens 1½ Jahr alt und ſeit 7 ½ Jahr Eigenthum des Beſitzers, 4 Preiſe: 1 zu 10 fl., 1 zu 8 fl., 1 zu 6 fl. und 1 zu 5 fl. . j c) für ſelbſtgezogene Rinder von 2 bis 3 Jahren, das entweder ſichtbar trächtig oder erſt kürzlich 72 das erſte Mal gekalbt haben, 9 Preiſe: 1 zu 12 fl., 1 zu 10 fl, 1 zu 8 fl., 2 zu 6 fl. und 4 zu 5 fl. Solchen, denen wegen ſtarker Concurrenz keine Preiſe mehr zuerkannt werden konnten, wird, wenn —— ſie zwei Stunden und weiter hergekommen ſind, eine Wegentſchädigung zugeſichert, beſtehend für ältere 1 Bullen in 24 kr. und für junge Bullen und Rinder in 12 kr. für jede Stunde der Entfernung; jedoch 3 mit der ausdrücklichen Bemerkung, daß das betreffende Stück jedenfalls hätte preiswürdig ſeyn müſſen. 1 die jungen Bullen, daß ſie ſeit/ Jahr dem Beſitzer eigenthümlich gehören, in Bezug 7865 Die ſonſtigen Beſtimmungen ſind: ** 1) Die Muſterung des Viehes beginnt jedesmal um 8 Uhr Morgens, und es haben die Preis⸗ ü- bewerber Beſcheinigungen ihres Ortsvorſtandes(auf ſtempelfreiem Papiere) beizubringen, worin bezüglich — 11 der Zuchtbullen bezeugt iſt, daß ſolche zur Zucht verwendet werden, ſich hierbei brauchbar 2 bewieſen und in frühern Jahren noch keine Prämien erhalten haben, in Bezug auf 2 auf die Rinder, daß ſie vom Eigenthümer ſelbſt erzogen worden ſind. 0 d. K. 5 2) Gemeinden, welche in früheren Jahren ſchon Preiſe für ihre Faſelochſen erhielten, koͤnnen nur „ dann Prämien erhalten, wenn ſie im vorigen Jahre keine erhielten, oder wenn der neu vorgefuͤhrte Bullen e k. in eine höhere Claſſe als der des vorigen Jahres geſetzt werden kann. . 224. 3) Die älteren Bullen müſſen wohl gefeſſelt und mit gehöriger Vorſicht vorgefuͤhrt werden. 4) Die Concurrenz auf den Stationen iſt an keine Kreis- oder Bezirksabtheilung gebunden. Gleichzeitig mit den vorſtehend bemerkten werden auch die für das Jahr 1840 vom Ausſchuſſe zuer⸗ kannten Preiſe für zweckmäßige Einrichtungen der Dungſtätten und für Wieſenverbeſſerungen öffentlich feierlich den Preistraͤgern ausgehändigt, und es werden demzufolge dieſelben eingeladen, ſich zu dem Ende auf der ihnen zunächſt gelegenen Station Morgens 10 Uhr einzufinden. 5 Indem der Unterzeichnete Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, ladet er die Vereinsmitglieder, ſowie alle Freunde der Landwirthſchaft zu recht vielſeitiger Theilnahme an den Preisvertheilungsfeſten ein. Weſentlich könnten ſie verſchönert werden, wenn auch unabhängig von der Preisvertheilung ſchönes ſelbſtgezogenes Vieh und andere intereſſante Gegenſt ände der landwirthſchaftlichen Induſtrie, welcher Art ſie ſeien, bei dieſer Veranlaſſung dem größeren Publicum zur Anſſicht aufgeſtellt würden. Auf den Feſtpläatzen werden den verehrlichen Aus ſchuß⸗ und Vereinsmitgliedern beſondere Plätze an⸗ gewieſen werden. Gießen den 6. Juli 1841. Der Präſident des landwirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen; In deſſen Abweſenheit: Schneider Friedberg. Donnerſtag den 15. dieſes beehrten S. H. unſer allverehrter Erbgroßherzog unſere Stadt mit Höchſt Ihrer Gegenwart, inſpicirten das hier garniſonirende zweite Bataillon des vierten Linien-Infauterie Regi— ments, geruhten, mehrere hieſige Beamte zu empfan— gen, und begaben Sich am Nachmittage wieder auf den Rückweg nach Darmſtadt. Witterungs- Nachrichten. Die Wetter, welche am 26. Juni an ſo manchen andern Orten Deutſchlands ſo vielen Schaden ver— urſacht haben ſollen, berührten merkwürdiger Weiſe unſere Wetterau wenig oder gar nicht. Dagegen haben wir ſeit langer Zeit faſt tagtäglich Regen gehabt, der zwar den Sommerfrüchten ausnehmend günſtig war und den bisherigen Mangel an Füt⸗ terung erſetzte, welcher allerdings groß war, dafür aber weder fruͤher für die Heu-Ernde, noch jetzt für die Korn⸗Ernde gut und heilſam iſt. Möchte bald das Wetter ſtändiger werden, wie der Landmann es jetzt bedarf! Unſer zweiter Klee hat ſich günſti⸗ ger geſtellt, als man zu hoffen berechtigt war; unſere Kartoffeln ſtehen ſehr gut und unſere Gerſte hat eine ſolche Größe und Fülle erreicht, daßeſie an vielen Orten anfängt, ſich zu legen.— Am Sonntag den 18. Juli Nachmittags entlud ſich im Weſten Friedbergs ein bedeutendes Gewitter und in Folge deſſelben entſtand ein ſo furchtbarer Sturm, daß er viele hundert Fruchtbäume zuſammenriß oder doch ſtark beſchaͤdigte und einen großen Theil unſeres Obſtes abſchlug. Dies iſt um ſo mehr zu bedauern, als dieſes herabgeworfene Qbſt jetzt noch faſt für gar nichts zu benutzen iſt, und es größtentheils ſolche Striche betraff, welche im vorigen Jahre faſt ganz leer ausgegangen waren. Auch die Feldfrüchte ſollen dadurch bedeutend gelitten haben.— Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Edietal lad un g. (765) Ueber den überſchuldeten Nachlaß des Ki⸗ lian Hild von Heldendergen hat zwiſchen den bekann⸗ ten Gläubigern ein Arrangement ſtattgefunden. Um durch deſſen Realiſirung den Intereſſen etwaiger unbekannter Gläubiger nicht zu nahe zu treten, wer⸗ den ſolche hiermit aufgefordert, ſogewiß im Termin Dienſtag den 17. Auguſt, Vorm. 8 Uhr, ihre Anſprüche dahier zu melden, richtig zu ſtellen und ſich über das ihnen dann eröffnet werdende Arrangement zu erklären, als ſonſt die ſich nicht Meldenden ohne beſonderes Präcluſivdecret ausge⸗ ſchloſſen, von den ſich Anmeldenden aber angenommen wird, daß ſie ſich der getroffenen Uebereinkunft an⸗ ſchließen wollen. Großkarben den 16. Juni 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Hofraithe-Verſteigerung. (783) Montag den 23. Auguſt l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaß der Philipp Koppiſchen Eheleuten gehörende Hofraithe und zwar die ganze Hofraithe Pag. e; beſtehend in einem Wohnhauſe, 2 Stallungen und Hofräume in der Kirchgaß gelegen, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. f Friedberg den 8. Juli 1841. In des Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz N Edictal ladung. 25 (785) Zur Richtigſtellung des über den Nachlaß des Müllers Konrad Sauer und deſſen Ehefrau in der Herrumühle bei Fauerbach I. aufgenommenen Inventars, ſowie zum Zwecke einer demnächſtigen Vertheilung jenes Nachlaſſes unter die geſetzlichen (819) einander Cheltute Donne bei unter den, widr laſses nie Friet (820 willig un Bär J. 5 Curator Jeberman Fried 824) 10 Uhr, des Pflaſt andern S ben nöth u Sin ſägert we Wiedb Landgerichts: raermeiſttr 2 Nachlaß Cbefrau in nommenen ** ſtigen t ge etzlichen „ 225* Erben der Konrad Sauers Eheleute, werden alle, welche an deren nachgelaſſenes Grund- oder Mo⸗ bilar⸗Vermogen Anſprüche bilden zu können glauben, hierdurch aufgefordert, ſolche längſtens im Termin Montag den 9. Auguſt, Morgens 8 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls ſpäter bei dem Abſchluſſe des Inventars und bei Beſtätigung der Erbverthei⸗ lung keine Rückſicht darauf genommen werden wird. Butzbach den 5. Juli 1841. Großh: heſſ. Landgericht daſelbſt Völcker. Calmberg. Bekanntmachung. (812) Auf Anſtehen des Eigenthümers ſoll die dem Bürgermeiſter Jakob Scheuner in Bruchenbrüͤcken zugehörige, in Bruchenbrücken gelegene Mühle, ſammt Mahlwerk, Montag den 2. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert werden. Die Mühle iſt eine der nahrhafteſten in der Wetterau, hat drei Mahlgänge, einen großen Hof⸗ raum und iſt mit ſehr geräumigen Oekonomie-Ge⸗ bauden verſehen. Friedberg den 10. Juli 1841. Großh. heſſ. graͤfl. Waͤchterb. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Verfügung. (819) Forderungen aller Art an die kurz hinter⸗ einander verſtorbenen Beigeordnete Anton Engels Eheleute in Wiſſelsheim ſind Donnerſtag den 5. Auguſt d. J., Vormittags, bei unterzeichneter Gerichtsſtelle zur Anzeige zu brin⸗ gen, widrigenfalls dieſelben bei Theilung des Nach⸗ laſſes nicht berückſichtig werden können. Friedberg den 5. Juli 1841. Gr. heſſ. freih. v. Löw. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Publ. i c a n du m. (S520) Wilhelm Bär von Bönſtadt hat ſich frei⸗ willig unter die Curatel ſeines Bruders Heinrich Bär J. von da geſtellt, daher ſich derſelbe ohne ſeinen Curator in keine Rechtsgeſchäfte einlaſſen kann und Jedermann gewarnt wird, ihm zu borgen. Friedberg den 6. Juli 1841. Großh. heſſ. G. J. W. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. g Arbeits ⸗Verſteigerung. (824) Montag den 26. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Nathhauſe das Umlegen des Pflaſters in hieſiger Stadt in der Uſergaſſe und andern Stellen, ſodann die Lieferung der zum Pfla⸗ ſtern nöthigen Baſaltſteine, ſowie auch die Beifuhr⸗ der Steine öffentlich an die Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert werden. Friedberg den 15. Juli 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (789) Auf freiwilliges Anſuchen des Heinrich Hanſteins I. Wittwe dahier, ſoll deren Hofraithe Pag. 46, Nro. 4 ½, beſtehend in einem Wohn⸗ hauſe, Scheuer, Stall nebſt Garten, an Kutſcher Mulch gelegen, Montag den 26, Juli. l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe und zwar das Wohnhaus, Scheuer und Hofraithe allein, und die ſogenannte Oehlmühle mit dem Garten allein öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 8. Juli 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Verlegung des Schotter Sommermarkts. (821) Der in dem großh. heſſ. Landkalender irrthüm⸗ lich auf den 17. und 18. Auguſt d. J. eingetragene Schotter Sommermarkt ſoll, nach eingelangter hoͤherer Genehmigung, 8 Tage früher, nämlich: „Dienſtag den 10. Auguſt, Viehmarkt, „Mittwoch den 11. Auguſt, Krämermarkt⸗ abgehalten werden, welches man mit dem Anfuͤgen hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß der gewöhnliche Vormarkt Tags zuvor ſtattfindet. Die Herrn Buürgermeiſter werden zugleich um gefaͤllige Veröffentlichung dieſes Ausſchreibens erſucht. Schotten den 10. Juli 1841. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Kromm. Edictalladung⸗ (841) Forderungen an den ganz geringen und wahrſcheinlich überſchuldeten Nachlaß des Polizei⸗ dieners J. Kliem von Wickſtadt ſind Dienſtag den 31. Auguſt, Morgens 8 Uhr, hier vorzubringen, gegenfalls ſie nicht berückſichtigt werden und die unbedeutende Maſſe nach den Be⸗ ſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger, vorausgeſetzt, daß der beabſichtigte Vergleich Statt, findet, vertheilt werden wird. Friedberg den 10. Juli 1841. Gr. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht daſ. Hofmann. Verſteigerung von Pflaſtererarbeiten in Grebenhain. (842) Freitag den 30. Juli, Vormittags 11 Uhr, ſoll in Grebenhain im Heiliſchen Wirthshauſe die Anfertigung des Schichtenpflaſters für die Gaſſen und Banquete, etwa 600 Quadratklafter, öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben wer⸗ den, welches mit dem ferneren Bemerken zur öffent⸗ lichen Kenntniß gebracht wird, daß ausgeſucht ſchöne Steine bei dieſem Pflaſter in Anwendung kommen. Die großh. Bürgermeiſter ſolcher Orte, in wel⸗ chen ſich geſchickte Pflaſterer befinden, werden um weitere Veröffentlichung durch die Schelle erſucht. Nidda den 14. Juli 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Arbeits ⸗Verſteigerung. (843) Mittwoch den 28. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen nachſtehende Wegbauarbeiten auf dem hieſigen Rathhauſe an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden, als: 10 das Steinbrechen von 10 Kubikklafter, B das Steinfahren von 24 3) das Steinaufſetzen von 24 7 4) die Chauſſirarbeit von 200 Klafter Straße, 5) Maurerarbeit zur Anfertigung 2r Kanäle, 6) die Lieferung der Mauer- und Hauſteine dazu. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes auf ortsübliche Weiſe in den betreffenden Gemein⸗ den bekannt machen zu laſſen. Bönſtadt den 21. Juli 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Leonhardt. Arbeits ⸗Verſteigerung. (844) Dienſtag den 27. Juli, Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die neue Auf⸗ bauung des oberen Theiles des Kirchthurms an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. 1) Zimmerarbeit voranſchlagt zu 266 fl. 2) Dachdeckerarbeit 7 3) Schloſſerarbeit 5 5 4) Maurerarbeit 15„ 10„ Voranſchläge, Zeichnungen und Bedingnungen liegen in der Bürgermeiſterei offen. Ockſtadt den 22. Juli 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Gröninger. Verſteigerung von Dachdeckerarbeit. (845) Mittwoch den 28. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Rendel das Herab⸗ nehmen und Wiederaufſtellen des Kreuzes auf dem dortigen Kirchthurme wenigſtnehmend oͤffentlich ver⸗ ſteigert werden. 0 Friedberg den 22. Juli 1841. 10 Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter 10 Rhumbler. Arbeits ⸗Verſteigerung. (846) Montag den 26. Juli, Nachmittags 1 Uhr, ſoll dahier nachſtehende Arbeit an den Wenigſtneh⸗ menden öffentlich verſteigert werden, als: 1) 50 Klafter altes Pflaſter aufzubrechen, 2) desgl. die Planir⸗, Chauſſir⸗ und Pflaſterarbeit, 3) 7 Klafter Baſaltſteine anzufahren, 4) 5 Klafter Kies anzufahren, 5) Das Setzen der Steine, ſowie das Meſſen des Kieſes. Beyenheim den 71 494 71 75 17. Juli 1844. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fink. Aufforderung an Pflaſterer. (847) Der Unterzeichnete ſucht zur Anfertigung der Gaſſen⸗ und Banquetpflaſter in einigen Orten des Baubezirks, namentlich in den Orten Nidda, Bingenheim, Echzell, Lißberg, Hirzenhain und Gre⸗ . 226 benhain, eine große Anzahl geſchickter Pflaſterermeiſter, welche Luſt bezeugen, und dient zur Nachricht, Schichtenpflaſter drei Gulden bezahlt wird. welchen ſich geſchickte Pflaſterer erſucht dieſe Aufforderung im Intereſſe derſelben durch die Schelle weiter veröffentlichen ſich in Accorde einzulaſſen, daß für die Quadratklafter Es können indeſſen auch gute Geſellen entweder kleinere Parthieen von Pflaſtrerarbeiten gemeinſam übernehmen oder im Taglohn arbeiten. Die großh. Bürgermeiſter derjenigen Orte, in befinden, werden zu laſſen. Nidda den 14. Juli 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Arbeits ⸗Verſteigerung. Montag den 26. d. M., Vormittags um Reparaturarbeiten an der hieſigen den Wenigſtnehmenden in Accord voranſchlagt zu 18 fl. 3 7. 1 (848) 10 Uhr, ſollen die Pfarrhofraithe an gegeben werden: 1) Maurerarbeit, 2) Schreinerarbeit, 1 Oſſenheim den 20. Juli 1841. Für den Kirchenvorſtand. Bekanntmachung. (849) Nächſten Montag den 26. d. M., Mittags 11 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehaus zu Nieder⸗ mörlen ſieben Stück alte aber doch noch brauchbare Fenſter, welche in daſigem Schulſaale ausgehoben und für dieſe neue errichtet worden ſind, gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden, welches man zur öffentlichen Kenntniß bringt. Niedermörlen den 22. Juli 1841. a Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dey. Holzverſteigerung. (850) Mittwoch den 28. d. M., präeis von 2 Uhr Nachmittags an, werden an dem Burgberg dahier, und zwar an Ort und Stelle 171 Stück Obſtbäume verſchiedener Art und Größe, welche durch den Bau der Straße weggenommen werden müſſen, in einzelnen Stämmen oder Parthieen öffent⸗ lich verſteigert. Die Maſſe des Holzes beſteht in eirca 300 Eubikfuß Werk- und Nutzholz, 25 Stecken Scheit⸗, Prügel⸗ und Stockholz und 300 Wellen Reisholz. Friedberg den 21. Juli 1841. Der großh. heſſ. Rentamtmam Bu ß. Grasverſteigerung. (851) Kuüͤnftigen Dienſtag den 27. d. M., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſoll dahier auf hieſigem Rathhauſe das diesjährige Heugras von ungefähr 35 bis 35 Morgen einſchürigen Gemeindewieſen verſteiger: f werden. Niederwöllſtadt den 22. Juli 1841. 5 Der großh. 4 1 toll. (8 t, ſolle Bauarbei verſteiger I. Die Hirte 1 Die Plan Bürgern Die hende! Nied N l dau 1 meiſter ung. an der deſtgen aden in Actond N n 15 fl. „ 35„ echenvorſtand. ing. d. N, Miragz aus zu Nieder, nech brauchbare zalt ausgeboben den ſind, gegn derben, weltz M. F. Dirgernein Dey. 5 „ präcis ven: u dem Burgberg Stelle 171 Stic Große, welch eremmen werde Parttiten offen Holzes beſteht Welz, 25 Steen und 300 Weln . e. Nentamtma! 1 6. Ing. J. d. N., 5 utſſarm Ralheaſt hr 35 56 gurſen venugert i 181. h. Birgit toll. * 227*. Arbeits-Verſteigerung. (852) Dienſtag den 27. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe die Reparatur an der Kirche, dem Schulhaus und den Gemeinde⸗Gebäu⸗ den an den Wenigſtfordernden vergeben werden: A. Schulhaus, 10 Maurerarbeit, voranſchlagt zu 14 fl. 54 kr. 8 2 Steinhauerarbeit, 10„ 87* 54 ⸗ 3) Zimmerarbeit, 75„ 11 4) Schloſſerarbeit, 15„ 60⸗— B. an der Kirche, 10 Schreinerarbeit, voranſchlagt zu 3 30. 2) Weißbinderarbeit, 1„ 43 30 ⸗ C. Gemeindegebäude, 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 35 fl. 2) Zimmerardbeit, 8 15 Niederwöllſtadt den 22. Juli 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Stoll. 7 Arbeits-Verſteigerung. (853) Mittwoch den 4. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Rendel das Ver⸗ golden des Hahnes und des Knopfes auf dem dor— tigen Kirchthurme an die Wenigſtnehmenden in Ac⸗ cord gegeben werden. Friedberg den 22. Juli 1841. Der großh. beſſ. Kreisbaumeiſter Nhumbler Verſteigerung von Bauarbeiten. (854) Mittwoch den 28. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Rathhauſe nachfolgende Bauarbeiten öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. I. Die Arbeiten zur Erbauung einer Remiſe am Hirtenhaus. Dieſelben ſind voranſchlagt: 10 Die Mauxerarbeit nebſt Material zu 164 fl. 23 kr. Steinhauerarbeit 16 3)„G Zimmerarbeit or 4)„ Dachdeckerarbeit 5 45 12. 5)„ö Schreinerarbeit„ 16ͤũ⸗— 6)„ Schloſſerarbeit 0„ 12— 7)„ Weißbinderarbeit„ A 16 7 II. Die Reparaturarbeiten am Rathhauſe, beſtehend in Maurerarbeit und Steinhauerarbeit, nebſt dem Material, voranſchlagt zu 50 fl. III. Die Reparaturarbeiten an der Kirche und dem Kirchhofe, beſtehend in Maurerarbeit und Stein— hauerarbeit nebſt dem Material, voranſchl. zu 50fl. IV. Die Reparaturarbeiten am Schulhauſe, beſtehend in Maurerarbeit, Zimmerarbeit, Schreinerarbeit, Schloſſerarbeit, voranſchlagt zu 100 fl. Pläne und Ueberſchläge liegen auf der hieſigen Bürgermeiſterei zur Einſicht offen. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht das Vor— ſtehende in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Niederurſel den 21. Juli 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Amſel. Privat⸗Bekanntmachungen. Okarber Sauerbrunnen. (855) Sonntag den 25. d. M. iſt am hieſigen Mineralbrunnen gut beſetzte Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu mit der Verſicherung billiger und prompter Bedienung höflichſt einladet Georg Havenecker. Oſſenheimer Wäldchen. (856) Sonntag den 25. d. M. iſt Harmonſe- und Tanzmuſik im hieſigen Wäldchen anzutreffen, wozu höflichſt einladet Aehle. Ein gebildeter Knabe, (857) 14 Jabre alt, iſraelitiſcher Religion, im Rechnen und Schreiben erfahren, ſucht eine Lehrlings- ſtelle in einer Handlung. Das Nähere unter porto— freien Briefen bei S. W. Wechsler in Vilbel. Einladung. (858) Sonntag den 1. und Montag den 2. Auguſt iſt auf dem Schießplatz bei Friedrichsdorf gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Iſaac Foucar. Ein Logis (859) iſt zu vermiethen und kann im Oktober bezogen werden bei Karl Schneider, wohnhaft in der Sporgaſſe. Sehr ſchöne Eskarol-Pflanzen (860) ſind zu haben bei Adam Weſp. Ein Schweizer, (861) welcher mit guten Zeugniſſen verſehen, kann Arbeit finden. Wo? ſagt die Expedition des Blattes. Zwei k tüchtige Tapezirgehülfen (862) können in Friedberg dauernde Beſchäftigung erhalten, auch kann daſelbſt ein geſitteter junger Menſch, welcher das Tapezirgeſchaͤft gründlich er— lernen will, in die Lehre genommen werden. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Empfehlung. (863) Einem geehrten Publikum mache ich hier⸗ durch die ergebenſte Anzeige, daß ich unlängſt von Butzbach hierher übergezogen und mit den verſchie⸗ denſten Lederſorten beßtens verſehen bin, welche ich ſowohl im Ganzen als im Ausſchnitt verkaufe. Durch gute Waare und reelle Behandlung werde ich mich meinen werthen Abnehmern beßtens zu em⸗ pfehlen ſuchen. Friedberg den 22. Juli 1841. Carl Oswald, Rothgerbermeiſter und Lederhändler, wohnhaft in der Metzgergaſſe. Geſchäfts-Eröffnung. (864) Hierdurch mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich mich dahier etablirt habe und bemerke zugleich, daß mir nach beſtandenem Examen die Erlaubniß zum Aderlaſſen, Schröpfen, Zahnausziehen, ſowie zum Raſiren ꝛc. ertheilt wurde, indem ich pünktliche und reelle Bedienung verſpreche, bitte ich um ge⸗ neigten Zuſpruch. Zugleich bemerke ich, daß ein geſitteter junger Menſch bei mir in die Lehre treten kann. Friedberg im Juli 1841. J. Ruppel, Heildiener. Meine Wohnung iſt bei Chriſtian Reuß auf der breiten Straße. Zu vermiethen (865) eine vollſtändige Wohnung im mittleren Stock, mit allen Bequemlichkeiten und kann bis Oktober d. J. bezogen werden. Ph. W. Sieck. Friedberg. Zu verkaufen (866) hat Unterzeichneter fortwährend Faͤſſer zum Einmachen, in allen Größen, ſowie Bandweiden, Lieſch und Reif. Friedberg. Ph. W. Sieck, Küfer und Bierbrauer. Gläubiger-Aufforderungen. (867) Es werden alle diejenigen, welche an die verſtorbenen Johannes Schäfers Eheleute zu Dor— heim noch Forderungen zu machen glauben, hierdurch aufgefordert, ſolche ſo gewiß bis zum 1. Auguſt 1. J. bei dem Unterzeichneten in Rechnungen einzureichen, als ſie ſpäter nach geſchehener Erbvertheilung nicht mehr berückſichtig werden konnen. Dorheim am 21. Juli 1841. Der Vormund Konrad Backes d. A. Bie ka n nim che eng. (868) Dienſtag den 27. d. M. wird zu Florſtadt von den Unterzeichneten das den Iſaac Stern'ſchen Erben gehörende Haus auf den Abbruch und die Wiederaufbauung deſſelben in Akkord gegeben. Der Voranſchlag liegt bei Herrn Bürgermeiſter Götz daſelbſt zur Einſicht offen. Florſtadt den 21. Juli 1841. f F. Adler. H. Garde. Curatoren. Jagd⸗ und Lerchenfang-Verpachung. (869) Die dem Herrn von Rau in der Dor⸗ heimer Gemarkung zuſtehende diesſeits und jenſeits der Wetter gelegene Jagd mit Lerchenfang, ſoll Montag den 2. Auguſt, Morgens 9 Uhr, in Dor— heim bei Wirth Wilhelm Bingel daſelbſt auf weitere 6 Jahre unter den dann bekannt zu machenden Be— dingungen öffentlich an den Meiſtbietenden verpach⸗ tet werden. Gießen am 19. Juli 1841. Geſchaͤfts-Empfehlung. (870) Einem verehrungswürdigen hieſigen und auswärtigen Publikum mache ich hiermit die erge⸗ benſte Anzeige, daß ich nun in den Stand geſetzt bin allen Anforderungen, welche an das Geſchäft 4 228„ b 0 eines Tapezirs⸗, Möbel- und Decorations-Arbeiters gemacht werden können, vollkommen entſprechen kann und bitte deshalb um geneigten Zuſpruch. Friedberg den 22. Juli 1841. . Adolph Herold, wohnhaft in der ſogenannten Oelmühle. Gol dleiſten zu Rahmen, von verſchiedenen Breiten, ſind bei mir um billigen Preis zu haben. C. Bindernagel. Fruchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 8 fl. 50 kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 10 kr. 1 Hafer: 3 fl. 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 19. Juli: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 5 fl. 20 kr. Hafer: 3 fl. 15 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 16. Juli: Waizen: 9 fl. 56 kr. Hater: 3 fl. 16 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und pelche an d Butzbach vom 24. bis 1. Auguſt 1841. pfd Brod⸗ Preiſe. Friedberg Butzbach. 4 er. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 271 2 2 7 7 4 2 4 2 4 0 9 1 9 Loth. Loth. — Milchbrod 142% 14% — Waſſerweck 115% —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 11 6 116 Fleiſch-Preiſe. 90 91 1(Ochſenfleiſch ib 5 19 3 298 gemaͤſtete—— „ Küyfleiſch ungemäſtetes 71— 6 3 f. gemäſtetes 81— 8 5 Mindſleiſc ungemäſtetes 6 6 2 „ Kalbfleiſch i 6 3 „ Schweinenfleiſch 99— 9— „Hammelfleiſch 8 8 „ Schaaffleiſch 1 „Wurſt von blos Schweinen„*F* „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 144— 13 „ Schwartenmagen 14— 144— „ Geräucherter Speck 18— 181— „Schinken 14 14— „ Dörrfleiſch 14— 144— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 19— 5 dito unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 181— 181— „ Hammelsfett 15 1— 115— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Gerſte:— fl.— k-“ Korn: 5 fl. 54 kr. Gerſte: 4 fl. 5 kr. Freitag becchäfigt s. ſo beſchadig der zweite in dem Ges Braut, mit Beggriſfe wo hißtage. Wann vorkommen den Mann. Bauten füh beiter, we gat nicht Krieg de Seitden ſind, haber früher als nats erfre ſchonungsl ſo hohen das nächst die nicht Solche M. die induſtri Dem tilgung i darum auf Nuthwendig die Engerl