U 83 enen eee 191 18 16— — 16 rath N.& 5. et — einne ger Beimengung erdiger Theile, Intelligenzblatt ſür die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. WM 43. Sonnabend, den 23. Oktober 1841. — Die Braunkohlen in der Wetterau. (Schluß.) Die Kohlen auf den genannten funf Gruben ſind m Durchſchnitt von ziemlich gleicher Güte, und wenn bei ihrer Anwendung kleine Unterſchiede vor⸗ ommen, ſo rühren ſolche theils von mehr oder weni⸗ ſtellenweiſe im Lager ſelbſt, theils von einer mehr und minder reinen Ge⸗ winnung und dem Grad der Trockenheit her. Um einen möͤglichſt großen Nutzeneffekt für jedes Brennmaterial zu bewirken, gehort auch eine dem⸗ ſelben entſprechende Conſtruction der Feuerſtellen. Dieſe aber hier näher zu bezeichnen, iſt nicht der geeignete Ort, ſondern es wird deßhalb auf die in gegenwärtiger Zeit ſo häufig erſcheinenden Gewerbs— blätter aufmerkſam gemacht. Die jährliche Braunkohlengewinnung und Con⸗ ſumtion von den Kohlenbergwerken zu Dorheim, Bauernheim, Weckesheim, Dornaſſenheim und Wölfersheim beträgt circa 850,000 Centner (Dorheim allein 325,000), ein Surrogat für 38,636 großh. heſſ. Stecken Buchenholz, das aber nach Er⸗ forderniß durch genannte Werke auf 1,200,000 Etr. erhöht werden kann. Unter jener großen Wetterauer Braunkohlenab⸗ lagerung, die nach den bis jetzt bekannten Aufſchlüſſen 24 Millionen Stecken Buchenholz erſetzt, iſt auch das bedeutendſte der Kohlenlager in der Gemarkung von Bärſtadt mitbegriffen, auf das noch kein Berg⸗ bau eröffnet worden iſt, und welcher Bergwerks oder Staatsſchatz für unſere Nachkommen, oder ſo lange bis die im Betriebe befindlichen Gruben theil⸗ weiſe ausgebeutet ſeyn werden, oder der Bedarf an Kohlen von denſelben nicht mehr geliefert werden kaun, aufzubewahren ſeyn möchte, was auch die geographiſche Lage von Bärſtadt nicht nur in Be⸗ ziehung auf die fünf vorhandenen Wetterauer Koh⸗ lenwerke, ſondern auch auf die zu Salzhauſen und Grünberg, ſodann die reichen Torflager im Horlofthale, in denen der Torf, nachdem ſolcher ab— geſtochen, wieder nach wächſt, erheiſchen möchte. Bärſtadt könnte für die Zukunft, wenn die altern Kohlenwerke abgebauet ſeyn werden, was wohl ſo gar entfernt nicht liegt, ſolche vollſtändig erſetzen, wenn auf dem bis an die Wetter gün⸗ ſtigen Terrain ein Schienenweg zum Fortſchaffen großer Kohlenquantitäten(wie ſolche aus der Grube kommen) durch Pferdekraft oder elektromagnetiſche Maſchinen, hergeſtellt würde. Da ſeit mehreren Jahren auch Steinkohlen von der Ruhr zur Deckung des Brennmaterial-Bedarfs herbeigeſchafft werden, ſo wird hier noch nachträglich bemerkt, daß 9 Pfd. gute Steinkohlen in trockenem Zuſtande 20 Pfd. lufttrockenes Buchenholz erſetzen, wegen der verſchiedenen Qualität derſelben, wird ihr Verhältniß zu letzterm aber angenommen, wie 1 zu und es ſind daher 827 Pfund Steinkohlen in der Wirkung gleich einem großh. heſſ. Stecken Buchen holz. Die Verhältnißzahlen in Betreff der Heitzkraft der verſchiedenen hier in Anwendung kommenden Brennmaterialien, ſind alſo dem Gewichte nach fol— gende, nämlich 100 Pfd. Buchenholz ſind= 141 Pfd. Wetterauer Braunkohlen, 100„„ oder 141 Pfd. Braunkohlen — 50 Pfd. Steinkohlen und 100„ 75= 110 Pfd. Main⸗Torf. * Bemerkung. In Norwegen wird man nicht leicht einen er— wachſenen Menſchen aus der Klaſſe der Landleute finden, der nicht leſen und ſchreiben könnte. Und doch leben die Leute ſo getrennt, daß man oft 7 bis 8 Stunden von einer Wohnung zur andern hat. Wie weit muß man nicht da zur Schule haben? Sind nun dieſe Leute begieriger, etwas zu lernen, als Viele der Unſrigen? Oder haben ſie mehr Anlagen?— Oder ſollte man nicht gerade aus dem Umſtande, daß die Erwerbung der Schul— kenntniſſe mit großen Schwierigkeiten und Aufopfer— ungen verbunden iſt, zu ſchließen berechtigt ſeyn, daß die Menſchen gerade darum ſich mehr Muͤhe geben?— Schon vor mehr als achtzehn Jahrhun⸗ derten ſagt ein römiſcher Dichter:„Nach dem Ver— botenen neige ſich der Menſch, ſtrebe nach dem, was ihm verſagt ſey“— Oder nöthigt die Einſamkeit den Menſchen, emſiger ſich nach geiſtiger Nahrung in Büchern umzuſehen, je weniger er den Geiſt durch den Umgang mit andern Menſchen auszubilden Ge— legenheit hat? Wenigſtens ſoll man unter den Be— wohnern der öden und verlaſſenen Inſel Island auch mehr Kenntniſſe finden, als bei unſern Landleuten. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Oeffentliche Aufforderung. (1127) Anſprüche an den Nachlaß der zu Okar⸗ ben verlebten Konrad Finks Eheleute ſind im Ter— min, Mittwoch den 10. Nevember Vormittags 8 Uhr, ſo gewiß anzumelden, als ſonſt bei der Regu— lirung des Nachlaſſes darauf keine Rückſicht genom— men wird. Groskarben am 22. September 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Acker ⸗ Verpachtung. (1162) Montag den 25. Oktober, Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die ſoge— nannten Schützen-Aecker, beſtehend in 9 Morgen, 2 Viertel und 30 Ruthen zehntfrei Ackerland, in verſchiedenen Abtheilungen öffentlich meiſtbietend auf 6 Jahre verpachtet werden. Friedberg den 13. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (1132) Montag den 25. d. M. und bis zur Been⸗ digung die folgenden Tage, jedesmal von Vormit⸗ tags 8 Uhr und des Nachmittags von 2 Uhr an, werden in dem Zimmer des Küchenbaues der Klo— ſtercaſerne dahier namhafte Quantitäten Militär— Effecten, als: getragene Mäntel, Handſchuhe, Spen—⸗ zer, Mützen, wollene nnd leinene Hoſen, nebſt der— gleichen Gamaſchen, Hemden, Schuhe, Torniſter, 308 4. 1 Tzacos, Tzacofilze, ausrangirte Bett- Teppiche Trommelfelle und andere im Gebranch geweſen Caſerne- und Compagnieſpiel⸗Requiſiten ꝛc. Stüc und Partieenweiſe gegen gleich baare Zahlung ver ſteigert. 0 Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Fried, bergs werden erſucht, dieſe Verſteigerung bei ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 7. Oktober 1841. J. A. Gölz, Oberquartiermeiſter. Mobilien ⸗ Verſteigerung. (1176) Donnerſtag den 28. d. M., von Mor⸗ gens 9 Uhr an, ſollen in der Behauſung der Heinrich Hanſtein I. Wittwe auf deren Anſuchen nachfolgende Gegenſtände öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, als: Tiſche, Stühle, Schränke, zwei Pferde, wovon das eine erſt 6 Jahre alt iſt, 2 neue Pferdegeſchirre, 1 zweiſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen nebſt! Ernte- und Holzleitern und Klötzkaſten, 1 eiſerne Egge, Ketten, Winde, 1 Kuh, Fäſſer, Bütten, Boh⸗ nen, eine Partie Kartoffeln und ſonſtige Gegenſtände. Friedberg den 21. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Mobilien ⸗ Verſteige rung. (1177) Montag den 1. November l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſoll der Mobilien-Nachlaß des verlebten großh. Rabbiners Faibiſch Frankfurter, beſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Meſſing, Zinn, Eiſen, Blech, Schränken, Kommoden, Bettladen, Tiſchen, Stühlen, Bettung, Weißgeräth und Klei— dern, erbvertheilungshalber öffentlich meiſtbietend in der Behauſung des Verlebten verſteigert werden. Friedberg den 21. Oktober 1841. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits ⸗ Verſteigerung. (1178) Mittwoch den 27. Oktober, Vormittags 11 Uhr, wird das Beifüllen der Chauſſeeſtrecke zwi⸗ ſchen dem Ilbenſtädter Chauſſeehaus und Aſſenheim an Ort und Stelle an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben. Friedberg den 20. Oktober 1841. i Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Oeffentliche Aufforderung. (1179) Der Herr Graf Friedrich Eduard von Leiningen⸗Weſterburg zu Ilbenſtadt hat in der Ge⸗ markung Rendel eine Zehntgrundrente von 700 fl. und an Geldgrundzinſen 7 fl. 2 kr. zu beziehen. Beide ſollen nach dem Geſetze vom 27. Juni 1836 gegen ein Ablöſungskapital von 12,726 fl. 53 kr. abgelößt werden. Alle diejenigen, welche bei dieſer Ablöſung betheiligt ſind, werden hiermit aufgefor— dert, ihre Rechtsanſprüche um ſo gewiſſer binnen 2 olzverſtei! Gemeinde (181) Mitt 108 10 Uhr/ Ehhneiderwalb, Holz, unter de nacht werdende verſtegen wee 1 6 10) 1 Die großb. dſolaͤrd geſalig bemerkt, daß rod iſt. Bodenrod Obli! 82) Ju Belooſung den Alen 100 fl. J de Na 71 g denen Ken r her vuged l. 912 19 naltiermeiſtz Mo, K von n 5 ing der f N nach chfol e se * einrit „ 309* i Monaten bei unterzeichneter Gerichtsſtelle geltend zu machen, als ſonſt die Auszahlung des Ablöſungs⸗ kapitals an den oben benannten Berechtigten geſtat— det werden wird. Großkarben den 11. Oktober 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Oeffentliche Aufforderung. 11180) Alle diejenigen, welche an das unter cura⸗ toriſcher Verwaltung befindliche, nach der letzten Rechnung in 27 fl. 19 ¼ kr. beſtehende Vermögen des ſeit ſeiner Jugend abweſenden Johann Konrad Vetter, geboren den 10. Juni 1767, und Sohn von Peter Vetter zu Rendel, Erb- oder ſonſtige Anſprüche machen zu können glauben, werden hiermit, ſammt dem gedachten Johann Konrad Vetter ſelbſt, wenn ve derſelbe ſich noch am Leben befinden ſollte, aufge⸗ ſordert, ſolche um ſo gewiſſer binnen 6 Monaten a dato dahier geltend zu machen, als ſonſt jenes ſſern Vermögen, da keine Erbberechtigten bekannt ſind, dem Fiskus überwieſen wird. Großkarben den 12. Oktober 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Holzverſteigerung in dem Bodenröder Gemeindewald, Reviers Hochweiſel. (1181) Mittwoch den 27. Oktober d. J., Vormit⸗ lags 10 Uhr, ſoll in den Diſtrikten Thierberg, Schneiderwald, Wildwieſe, Eſelsberg, nachbenanntes Holz, unter den bei der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. 1 6 Stecken Buchen⸗Scheitholz 8 11„ Prügelholz 3 6„ Eichen⸗Scheitholz 4 2 7.„ Pruͤgelholz 5% 5½„ Buchen⸗Stockholz 65 4% 7. Eichen 2 7) 188 Stück buchene Reisholzwellen 8) 230„ eichene 5 9) 1150„ Ginſter⸗Wellen, welche ſehr geeignet ſind zu Backholz; 100 3 Stämme Eichen⸗, Bau⸗ und Werk⸗ holz, 84 Kubikfuß enthaltend. Die großh. heſſ. Bürgermeiſter werden erſucht, ſolches gefälligſt bekannt machen zu laſſen, und wird lemerkt, daß die Zuſammenkunft in loco Boden⸗ 10d iſt. Bodenrod den 18. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Hoffmann. Obligations ⸗Verlooſung. (1182) In der am 15. v. M. hier ſtattgehabten Berlooſung der für 1841 zur Abbezahlung beſtimm— en 100 fl. Partial⸗Schuld⸗Verſchreibung, wurde tie Nro. 71 gezogen, was mit dem Anfügen zur iffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß der Inha⸗ ler der vorgedachten Partial-Schuld⸗Verſchreibung den Betrag bis zum 1. Januar 1842, gegen Rück⸗ gabe derſelben, bei der hieſigen Gemeindekaſſe oder dei dem Handlungshaus Herrn Simon Lindheimer zu Friedberg in Empfang zu nehmen habe, indem weitere Zinſen von derſelben nicht vergütet werden. Oſſenheim den 19. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Keller. Bekanntmachung. (1183) Donnerſtag den 28. d. M., Nachmittags 4 Uhr, wird in dem Büreau des Unterzeichneten der Transport von ungefähr 100 Malter Früchte von Oberwöllſtadt, auf den fiscaliſchen Speicher dahier, an den Wenigſtfordernden begeben. Friedberg am 16. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Rentamtmann Buß. Bekanntmachung. (1184) Das am 21. vorigen Monats in ver⸗ ſchiedenen Diſtrikten des hieſigen Waldes verſteigerte Brennholz iſt von Freiherrn von Frankenſtein ge⸗ nehmigt worden. Als erſter Fahrtag iſt Montag der 25. d. M. beſtimmt. Ockſtadt den 20. Oktober 1841. Brömſer. H οιανν Privat⸗ Bekanntmachungen. Für eine brave Magd (1173) iſt ein Dienſt offen und kann dieſelbe ſogleich eintreten. Das Nähere bei Ausgeber d. Bl. Antwort. (1185) Als Du mich verließeſt, mein Lieber, da dachte ich wohl, daß Worte wie „Du denkſt nicht d'ran, Du haſt mich ganz vergeſſen; „Oer Jugend Glanz und Friſche iſt dahin! „Dir liegt nichts d'ran, wenn mich die Motten freſſen, „Wenn Tageslicht und Mondeshell' mich flieh'n. das Herz Deiner Geliebten rühren würden, und daß ſie bei der naiven Strophe „Doch lebet in mir noch die alte Liebe; „Noch möcht' ich Schutz wie früher gern dir ſeyn, „Und komme heut', am Chrentag, und bliebe b „Gern', wenn du wollt'ſt auf's Neu' mich nennen Dein. nicht länger widerſtehen könnte, Dich an⸗ und auſ⸗ zunehmen und an ihr Herz zu drücken. Möchteſt Du, Getreuer, ungeſtört dein Gluck genießen und nicht eher von Deiner Geliebten ge— trennt werden, als bis die Stunde Deiner Auflö⸗ ſung ſchlägt. D. A. Empfehlung. (1186) Bei dem Unterzeichneten ſind ſtets zu ha⸗ ben alle Sorten von Waizen⸗ und Roggenmehl, Gerſtenſchrod, goldgelbe Erbſen und Linſen, welche ſich ſehr gut zum Kochen eignen, ſowie auch Erbſen zum Mäſten der Schweine. Heinrich Wind, Friedberg. Mehlhändler. *. 310. Aechtes niederländiſches Tuch und Bults⸗ kin zu festgesetzten Preiſen. (1187) Neben meinen ſeither gefuͤhrten Waaren habe ich ein Tuchgeſchaͤft ver⸗ bunden, wo ich glaube, durch mein ſchoͤnes Sortiment in mittel⸗ und ganz feinen Tuͤchern, wie in Bukskin, ſowohl in Farben als auch in ſchwarz jedem Verlangen entſprechen zu koͤnnen, da ich mir zum feſten Grundſatz ge⸗ macht wovon ich nicht abweichen werde, nur mit wenigen Nutzen, und feſtgeſetzten Preiſen mein Verkauf zu ſtellen, ſo hoffend, jedes in mich geſetzten Zutrauens zu rechtfertigen. Auf Verlangen um Ueberſchickung von Muſterkarte, wo ich gleichzeitig die feſte Preiſen beibegleite, werde ich mit Vergnuͤgen auszufuͤh⸗ ren ſuchen. „Ferner empfehle ich meine große und ſchoͤne Auswahl in Weſtenzeug von verſchiedenen Stoffen, ſeidene, wollene, Herren⸗ und Damenhalstuͤcher, ſo auch meine weitere bekannte Waare zu den billigſten Preiſen. Friedberg. Nicht zu überſehen! (1188) In der Nacht vom 15. auf den 16. Ok⸗ kober d. J. ſind mir dahier 6 volle Bienenſtöcke geſtohlen worden. Demjenigen, welcher mir genügende Auskunft über den Dieb ertheilt, ſichere ich, unter Verſchwiegenheit ſeines Namens, eine Belohnung von 15 fl. zu. Ockſtadt. Ludwig Platz II., 4 Bäcker. Garten ⸗ Verpachtung. (1189) Der Unterzeichnete iſt geſennen, ſeinen in der Langgaß gelegenen/ Morgen und 11 Ruthen haltenden Garten entweder ganz oder in zwei gleiche Theile zu verpachten. Specht. Empfehlung. (1190) Bei Unterzeichnetem iſt vom nächſten Mon⸗ tag an Kuh⸗ und Rindfleiſch zu haben. Friedberg. Heinrich Schäfer, Metzgermeiſter. (1191) Stahlfedern. Die Federn dieſer be⸗ ruͤhmten Fabrik ſind als die beßten und preiswürdigſten in allen Ländern anerkannt und in 20 Sorten zu 9 kr. bis 1 fl. 12 kr, nebſt einer unentgeld⸗ lichen Anweiſung Stahlfedern zu gebrauchen, allein ächt zu haben in der Haupt⸗Nieder⸗ lage von Carl Bindernagel. Tu London) Schuberth ꝙ C. Friedberg. von f 8. C. Nagel, auf der breiten Straße. Ein Bergwerks ⸗Notizenbuch, (1192) in grauer Leinwand eingebunden, iſt am 15. d. M. auf dem Wege von Friedberg nach Dorn⸗ aſſenheim verloren worden; der Finder deſſelben wird erſucht, ſolches gegen eine Belohnung an die Redak⸗ tion dieſes Blattes abzuliefern. Ein ganzes Wohnhaus, (1193) welches auf Verlangen auch halb abgege⸗ ben wird und in Zeit von 14 Tagen bezogen werden kann, iſt in Friedberg zu vermiethen. Ausgeber dieſes Blattes ſagt bei wem. Obſtwein⸗Verſteigerung. (1194) Montag den 1. November, Vormittags um 11 Uhr, läßt der Unterzeichnete ſechs Stück gut erhaltenen 1840r Obſtwein mit Faß, ſowie noch einige leere Stückfaß, verſteigern. Butzbach den 20. Oktober 1841. Jakob Steinhäufer III. Empfehlung. (1195) Mit allen Sorten neueſter Modewaaren, geſtricktem Pelz, und gewebenen Woll-Waaren, pariſer Tuch⸗, Plüſch-⸗ und Pelzkappen für Herrn und Knaben, uſinger Feld-, Reit⸗ und Jagdkamaſchen, ſowie auch mit Winterſchuhen bin ich aufs Reichlichſte aſſortirt und empfehle mich damit beßtens H. B. Grödel, auf dem Marktplatz in Friedberg. Wohnungs⸗ Veränderung. (1196) Der Unterzeichnete macht ſeinen hieſigen und auswärtigen Bekannten die Anzeige, daß er ſeine bisherige Wohnung in dem Graff'ſchen Hauſt welchem man Aenderung des Der des Abonneme welche der ob Den gütung von 1 regelmäßig Inde bei dem diess ich für die nehmer, we! Fried Bei Ca! zu haben: Christ nach Cresp Daſſelbe in (1197) Be eben erſchien Friedberg Neue: Enthaltend die Romanzen und Lieder, „En Plick in best Enpfhun ul. ſchaſt vg und ah con daz g. gesetzt Jutrauen e, wo 10 auszufih zeug vn fucher, agel, len Straßt buch, inden, iſt⸗ 9 nach De ſſelben y die Rebal 18, * dalb abgtg egen werde, d. Autget⸗ ung. „ Bormittzz e ſechs Sti , ſowie uu haͤuſet I Modewaun Doll⸗Wam tappen „Reit, ter ſchel empfehl z ödel, 1 Frnrülerg 119. nen hitſen ge, daß n schen Hau „ 311* verlaſſen und ſein eignes Haus, das ehemalige Wiß— mathiſche Haus in der Uſergaſſe, bezogen hat. In— dem er für das bisher geſchenkte Zutrauen dankt, bittet er um ferner geneigten Zuſpruch und bemerkt, daß verſchiedene Sorten Pfeffernüſſe, Zwieback und Biscuit bei ihm zu haben ſind und jeden Dienſtag, Donnerſtag und Samſtag Vorſchußbrod und gemiſchte Brödchen gebacken werden. Friedberg den 20. Oktober 1841. Conrad Stelz, Bäckermeiſter. eee An ze i ge n. In meiner ſeit Anfang dieſes Jahres beſtehenden Journal-Leſeanstalt zirkuliren bis jetzt folgende Zeitſchriften: 1) Ausland. 2) Bibliothek der Weltkunde, von Malten. 3) Dorfzeitung, landwirthſchaftliche. 4) Europa. 5) Jahrbücher, deutſche(früher halliſche). 6) Kirchenzeitung von Zimmermann. 7) Kirchenzeitung von Hengſtenberg. 8) Kunſtblatt. 9) Leſefrüchte, hamburger. 10) Literaturblatt von Menzel. 11) Literaturblatt, theologiſches, von Zimmermann. 12) Literaturzeitung, halliſche. 13)„ Ergänzung dazu. 14) Morgenblatt. 15) Schulzeitung von Zimmermann. 16) Telegraph von Gutzkow. 17) Zeitſchrift für Muſik. Man kann zu jeder Zeit als Theilnehmer eintreten, verpflichtet ſich aber auf Ein Jahr, innerhalb welchem man das Abonnement nicht aufheben oder abgeben kann, außer in dem Falle einer unfreiwilligen Aenderung des Wohnorts. Der jährliche Abonnementsbetrag iſt 6 fl., wovon 3 fl. beim Beginne und 3 fl. in der Mitte des Abonnementsjahres zu entrichten ſind und wofür der Theilnehmer das Recht erhält zu beſtimmen, welche der obigen Zeitſchriften er zu leſen wünſcht. Den Theilnehmern in Friedberg werden die Journale jeden Samſtag, gegen eine jährliche Ver— gütung von 12 kr. an den Träger, in die Wohnung geſendet und abgeholt; auswärtige haben für den regelmäßigen Wechſel ſelbſt Sorge zu tragen. Indem ich für die ſo zahlreiche Theilnahme, welcher ſich dieſe Anſtalt ſeit ihrer Gruͤndung bei dem hieſigen und auswärtigen Publikum zu erfreuen hat, verbindlichſt danke, bemerke ich noch, daß ich für die Folge auch belletriſtiſche Werke werde mitzirkuliren laſſen und zwar ſo, daß derjenige Theil— mehmer, welcher nur 4 Zeitſchriften zu leſen wünſcht, wöchentlich noch ein oder zwei Bücher erhält. Friedberg im Oktober 1841. Carl Bindernagel. Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: 5 Chriſtus mit dem Kreuze, nach Cres pi, in Kupfer geſtochen von Prof. Felſing 2 fl. Daſſelbe in galvano⸗-plaſtiſcher Nachbildung 48 kr. 1197) Bei George Winter in Nürnberg iſt ſo eben erſchienen und bei Carl Bindernagel in Friedberg zu haben: Neues Taſchenliederbuch. Preis 9 kr. Tnthaltend die beliebteſten Trink- und Geſellſchaftslieder, Romanzen, Arien, Chöre aus ältern und neuern Opern und Liederſpielen ꝛc. ꝛc. Ein Blick in das Inhaltsverzeichniß iſt dieſes Büchleins Zeſte Empfehlung. a (1198) In der Brodtmann'ſchen Buchhandlung in Schaffhauſen iſt erſchienen und durch Carl Bin— dernagel in Friedberg zu beziehen: Buchhaltung für den Handwerks- und Bauersmann, oder kurze gründliche Anleitung, wie der angehende Geſchäftsmann in kurzer Zeit und ohne viele Mühe eine genaue Einſicht in den Gang ſeines Geſchäfts er— langen kann, und zum Selbſtunterricht und für Schüler bearbeitet von Chr. Friedr. Stötzner. 152 2(Preis 40 kr.) Dieſes Büchlein möchten wir allen Geſchäftsleuten zu Stadt und Land dringend empfehlen. In einer leichtfaßlichen Anweiſung findet man hier die erſten Grundregeln der Buch— haltung kurz und deutlich entwickelt, ſo daß ſelbſt der Un— kundigſté ſich gründlich belehren kann. Das Buch eignet ſich namentlich zum Selbſtunterricht; aber auch in die Schulen verdient es eingeführt zu werden. Druck und Papier fallen freundlich in die Augen und der Preis iſt gewiß ſo billig als möglich geſtellt. * 302 Durch Carl Bindernagel in Friedberg iſt gegen baar zu beziehen: Bilfinger, Neueſte Erdkunde. 3 Thle. Tübingen. 1829. Geb. l, ee Blumenbach, Handbuch der Naturgeſchichte. 11. Auflage. Göttingen. 1825. geb. eee Blüthen, dem blühenden Alter gewidmet vom Verfaſſer der Oſtereier. 2. Ausg. Landshut. 1826. geb. 20 kr. Böttiger, deutſche Geſchichte. 2. Aufl. Erlangen. 10 5 20 kr geb. 5 5 Daſſelbe Buch, Bogenweiſe geheftet und durchſchoſſen. 15 kr. Dieſterweg, Lehrgang für den Unterricht in der deutſchen Sprache. 2 Thle. Crefeld. 1834. geb. 1 fl. 15 kr. Erzählungen für die zartere Jugend. Stuttg. 1826.. 30 kr. Gebete für Volksſchulen von Engelbrecht, Brieger, Mau u. A.(In einem Bande.) 36 kr. Geiſt des Lebens und der Lehre Jeſu Chriſti im N. T. 3. Aufl. 6 Bde. Tübingen. 1822. geb. 2 fl. 42 kr. Hänel, freundliche Stimmen an Kinderherzen oder erſter chriſtlicher Religionsunterricht. 4. Ausg. Breslau. 1836. geb. 40 kr. Handbuch für gebildete Eltern, die es gut mit ſich und ihren Kindern meinen. 3 Thle. Frankfurt a. M. 183031. broſchirt 48 kr. Hartmann, Briefſteller für Mädchen. 45 kr. Hold, Briefſteller für Kinder. 2. Aufl. Leipzig. 1824. geb. 15 kr. Hengſtenberga, geograph. poet. Schilderung ſämmtlicher deutſchen Lande. Cſſen. 1819. geb. 24 kr. Heyſe, deutſche Schulgrammatik. 10. Ausg. Hannover. 1832. geb. b Hörſthelmann, Ueberſicht der Geographie von Deutſch— land. Berlin. 1829. geb. 14 kr. Kärcher, Handluch der alten claſſiſchen Geographie. Hei— delberg. 1829. geb. 1 br Krauſe, methodiſche Anleitung zu Sprachübungen. 2. Abth. Halle. 1817 und 19. geb. 2 Lenz, Naturgeſchichte der Säugethiere, nach Cuvier's Sy⸗ ſteme bearbeitet. Gotha. 1831. geb. 1 fl. 12 kr Liebler, deutſche Geſchichte für den erſten Unterricht. 4. Aufl. Mannheim. 1830. geb. 14 kr. Meineke, Lehrbuch der Geographie von Europa. Erfurt. 1824. geb. 1 fl. 6 kr. Melos, Naturlehre für Bürger- und Volksſchulen. Ru— dolſtadt. 1819. geb. 2 kr, Menadier, geographiſche Blumenleſe. 2. Bdch. in 3 Abth. Quedlinburg u. Leipzig. 1829. geb. Il er Müller, Europa und vornehmlich Deutſchland in ſeiner neueſten Geſtalt. Elberfeld und Barmen. 1831. broſch. 30 kr. Niemeyer, Charakteriſtik der Bibel. 5 Bde. Halle. 1780 —82. geb. 2 fl. 58 kr. Nöſſelt, kleine Weltgeſchichte für Töchterſchulen. Breslau. 1823. geb. 21 kr. Deſſelben Lehrbuch der Weltgeſchichte für Töchterſchulen. 2 Bde. Breslau. 1822-23. geb. 1 fl. 28 kr. Preuß, preußiſche Landes- und Volkskunde, oder Beſchrei⸗ bung von Preußen Königsberg. 1835. 633 S. 8. geb. 1 fl. 21 kr; Reuſcher, Grundriß der allgemeinen Erd- und Länder— kunde. Berlin. 1832. ungeb. 40 kr. Schlez, Handbuch für Volksſchullehrer. 2. Auflage. B. 1. Gießen. 1830. ungeb. 1 fl. 21 kr. Schultes, Oeſtreichs Donauſtrom mit allen an den Ufern deſſelben vorkommenden Merkwürdigkeiten. Taſchenbuch für Donaufahrer. Stuttg. u. Tübg. 1827. geb. 1 fl. 12 kr. Selchow, Erzählungen von den Sitten, Meinungen und Gebräuchen fremder Völker. Mit 6 illuminirten Kupfern. Würzburg. 1825. geb. 40 kr. Selten, hodeget. Handbuch der Geographie. 2 Boch. 2 Aufl. Halle. 1825. geb. N 54 kr. Snell, Lehrbuch der deutſchen Schreibart. 3. Aufl. Frkf. 1818. geb. 30 kr. Volger, Anleitung zur Länder- und Völkerkunde für Bür⸗ ger⸗ und Landſchulen. 2. Abth.(Die außereurop. Welt⸗ theile.) Hannoper. 1830. ungeb. kr. Wendel, Lehrbuch des deutſchen Styls. Coblenz u. Leipzig. 1816. geb. 5 30 kr. Wörle, Kopfbuchſtabirbnch in Verbindung mit Verſtandes⸗ übungen. Stuttgart. 1823. geb. 15 fe Zerrenner, neuer deutſcher Kinderfreund. 1. Thl. 15. Aufl. Halle. 1836. geb. 21 kr Josephi Flavii opera omnia, ed. T. Oberthür.(griech. u. lat.) 3 T. Leipzig. 1782-85. geb. 6 fl. 36 kr. v. Meyer, Blätter für höhere Wahrheit. 3— 7. Samml. 5 fl. 24 kr. Fruchte-Preiſe hier in Friedberg: Walzen, alter: 12 fl. 10 kr., neuer: 11 fl. Korn: 6 fl. 15 kr. Gerſte: 3 fl 40*. Hafer: 2 fl. 20 Er. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 20. Oct.: Waizen: 11 fl. 30 kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 2 fl. 40 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte-Preiſe zu Mainz, am 15. Okt.: Waizen: 11 fl 51er. Korn: 6 fl. 48 kr. Gerſte: 4 fl. 46 kr. Hafer: 3 fl. 7er. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe für die Städte Friedberg une Butzbach vom 24. bis 31. Oktober 1841. pfo Brod ⸗Preiſe. brietberg] Bugzbaa. kr. p; er: pf 1 Leib-Roggenbrod 22 2 61 2 1„ 5 4 3 4 7„ 10 9 3 Loth. Lotb. — Milchvrod 1. f 3 — Waſſerweck 1 4% 1 — Gemiſchtes(Tafel-) Brod„ Fleiſch⸗Preiſe. ot 9 1 Ochſeufleiſch 10 2 10 f 45 gemäſtetes 8 3 1 5 „Kübſleiſch ungemäſtetes 7— 6 3 55 17 gemäſtetes 7 2 7 4 Nindſteiſd ungemäſtetes 6— 6 „ Kalbfleiſch S „ Schweinenfleiſch 10— 10— „ Hammellleiſch 6 2 6 2 „ Schaaflleiſch 6 H.——— „Wurſt von blos Schweinen 22 12 „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 14— 13— „ Schwartenmagen 14— 14 5 „I Geräucherter Spec 18— 18 „Schinken 144— 145 „ Dörrfleiſch 14— 14 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 18— 19— „ dito unausgelaſſen 18— 180 „ Nierenfett 181— 18 „ Hammelsfett 15 1— 1 3 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Betreffel Im diſcher Gew gen die Beſ repräſentirt Gewerbeaus erfolgen wit Friel N ö 9. 1 fiüdet in M menden Tag H. des Gr. Ge ſeyn, indem 8 4 in Bezug au ſnreiche Ef unlaſen we 1 ber ſelungen Leiſtu 4. des Deren, Air die Nui