10. Mai: 4 4 206 7. Ma. 1 * STT ien 9— Allen — 22 * — 2 7 2 4 — wartungen der Landleute. Intelligenzblatt für die SEN im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M21. Sonnabend, den 22. Mai 1841. Die Wetterau in der Mitte des Mai. Unſere herrlichen Frühlingstage verwandelten ſich ſchnell in Sommertage, wie wohl dieſes Jahr anderwärts auch der Fall geweſen ſeyn mag. Leider entſprachen nicht alle dieſe Sommertage den Er— Schon das war Vielen unangenehm, daß an mehreren Orten die Waizen— äcker umgepflügt werden mußten, weil der Winter die Ausſaat zerſtört hatte. Daß die dafür eingeſäete Gerſte den Verluſt der erſten Ausſaat erſetzt, moge der Himmel geben. Dann ſind wir mit einer ungeheuern Maſſe von allerlei Inſekten heimgeſucht. Die Maikäfer haben hier und dort ganze Eichwäldchen und Obſtgärten entlaubt. An einigen Gegenden ließ man ſich die Mühen und Koſten nicht verdrießen und Maikäfer um Geld ſammeln. In Rodheim unter Andern ſollen viele Malter bereits eingebracht worden ſeyn. Wird auch nicht alles Uebel dadurch verhindert, ſo wird doch vieles Unangenehme verhütet, und es freut uns allemal, wenn wir vernehmen, daß die Menſchen von ihrer Seite das Ihrige thun, um Natur⸗Uebel abzuwenden. Erreichen ſie auch nicht mmer oder nicht vollſtändig ihren Zweck, ſo können ſe wenigſtens mit dem Bewußtſein ſich beruhigen, vaß ſie gethan haben, was ihnen als Weſen obliegt, welchen Gott Verſtand und andere Kräſte des Koͤr— vers und Geiſtes verliehen hat. Möchten wir das von Allen ſagen können! Möchte ramentlich jeder Baumbeſitzer zur rechten Zeit(im Herbſte) ſeine Bäume gegen den Froſtſchmetter⸗ ing geſchützt haben; denn auch dieſer wüthete wie— erum in zahlloſer Menge an den Blüthen und ungen Zweigen, vorzugsweiſe der Apfelbäume. Sodann ſchadet auch dieſes Jahr der Apfel⸗ züſſelkafer, der ſich ebenfalls bei der günſtigen Zeit in großer Menge an den Bäumen einſtellte, denſelben auf eine ſehr empfindliche Weiſe. Ueber⸗ haupt lockte der ſchöne Frühling eine Menge Inſekten hervor, welche ſonſt in ſolcher Zahl nicht leicht ſich zeigen, und, wenn nicht eine Zeitlang kühle und naſſe Witterung eintritt, ſo werden ſie uns noch mehr Schaden bringen. Beſonders müſſen wir ge⸗ deihlichen Regen für unſere Kleeäcker wünſchen, die an gar manchen Orten eben nicht ſehr erfreulich ſtehen. Auch die Sommerfrüchte werden ohne einen ſolchen lange das nicht werden, was, ſie werden könnten. Darum wollen wir aber nicht verzweifeln; Manches ſteht auf unſern Feldern ſehr gut, und wir hoffen, da der Boden gehörig erwärmt iſt, we⸗ nigſtens auf eine reichliche Erndte an Korn.(Seit dem 18. iſt gedeihliche Witterung eingetreten.) Wie man ein Volk ſingen lehrt. Dir haben unſern Leſern neulich erzählt, was ein Narr in einer Gemeinde fur Unheil anſtiften kann, wenn ſſe nicht auf ihrer Hut iſt. Heute wollen wir denſelben erzaͤhlen, was ein verſtändiger Mann Gutes ſtiftet, wenn er Kraft und Willen dazu hat. Folgendes erzählt Herr Mainzer zu Paris, ein Schüler unſeres ausgezeichneten Rinck, in der Vorrede zu seiner neuen Geſaͤnglehre. Es herrſchte von jeher in Paris das Vorurtheil, daß das franzöſiſche Volk zum Geſange ganz un— tauglich ſey; das wilde Geſchrei, das man des Abends allenthalben auf den Straßen hörte, und was man ſingen nannte, galt bis heute als Beweis dieſer Ausſage.„Euer Volk ſingt nicht, ſagte ich zu mehreren franzöſiſchen Componiſten, weil man es nie ſingen gelehrt hat.“ Dieſe behaupteten dagegen, ihrer Nation fehlten alle muſikaliſchen Anlagen.„Ich will euch das Gegentheil davon beweiſen,“ ſagte ich und machte an den Straßenecken von Paris auf „ 156 K. großen Anſchlagszetteln die Eröffnung einer unent⸗ geldlichen Singſchule für Handwerker bekannt, und dieß zwar an zwei verſchiedenen Enden der großen Hauptſtadt. Die eine war in der Vorſtadt Saint⸗ Antoine, hinter dem großen ehemaligen Staatsge fängniſſe, der Baſtille, in der berühmten Blinden- anſtalt Quinze-Vingts genannt, die andere in der Vorſtadt Saint⸗Jacques, dicht am Pantheon. Dieſem erſten Ausrufe folgten nun an dreihun⸗ dert Handwerker aus allen Ständen. Der Anfang war ſo mühſam und ſo wenig aufmunternd, daß ich manchmal beinahe ſelbſt an dem Gelingen meines Unternehmens verzweifelte. Die erſten Toͤne, welche ich von dieſer noch muſikaliſch rohen Maſſe anſtim⸗ men ließ, waren einem wilden Sturmestoſen zu vergleichen; ein jeder ſuchte die Schönheit in der Stärke der Stimme und ſtieß Tone aus, wie ſie nur immer eine geſunde Lunge hervorbringen kann. Die falſchen und kreiſchenden Stimmen meiner Schuler zu ertragen, dazu gehörte viel Geduld. Doch, wenn ich auch oft ſelbſt entmuthigt war, ſo munterte ich doch meine Schüler beſtändig auf. Allmaͤhlig begannen ſie den Unterſchied von Höhe und Tiefe aufzufaſſen und mit den Intervallen der Töne vertraut zu werden. Da bildeten ſich, wie mit einem Male, Ohr und Stimme um, und von der Zeit an waren ihre Fortſchritte um ſo raſcher, als ihr Fleiß ausdauernder war, und ihre Liebe für die Sache lebendiger wurde. Um ihnen die Regeln zu erklären, bediente ich mich einer großen Wandtafel mit rothen Linien, worauf ich die Singübungen ſchrieb, welche auf irgend eine vorher erklärte Regel Bezug hatten. Weil wir aber wöchentlich nur eine einzige Stunde hatten, und das Aufſchreiben der Notenbeiſpiele zu viele Zeit weggenommen hätte, brachte jeder ſeine kleine Singſchule mit, und nach Angabe der Seite und der Nummer begannen unſere Singübungen Ich verfuhr dabei ſo: Anfangs ſangen wir jede Nummer ſo langſam als nur möglich, damit Jeder nachfolgen konnte. Allmählich ſangen wir dieſelbe ſchneller, fuhren ſo— dann weiter fort, kamen jedoch in den folgenden Stunden immer wieder auf die früheren Uebungen zurück, und das ſo oft, daß faſt Jeder alle in der Methode enthaltenen Uebungen ſo leicht weglas, als wüßte er dieſelben auswendig. Das ganze Geheimniß meines Verfahrens liegt in der gewiſſenhaften Benutzung der mir kärglich zugetheilten Zeit, ſo daß wir in der einzigen wö⸗ chentlichen Stunde mehr Uebungen ſangen, als ſonſt in vier oder fünf Lektionen zu geſchehen pflegt. Auf ſolche Weiſe lernten wir alle in vorliegen⸗ dem Werkchen enthaltenen ein- und zweiſtimmigen Uebungen, nebſtdem noch Nachahmungen und kleine Fugen aus dem zweiten Theile meiner Singſchule, Chorgeſangſchule genannt, vortragen. Nach ſechs Monaten trat dieſer Sängerchor von drei hundert Menſchen zum Erſtenmale vor die Oef⸗ fentlichkeit. Bei der für die Handwerker beſtimmten Preisvertheilung im Pariſer Stadthauſe führte ich mit ihnen und einem aus Violoncello's, Kontrabäſſen, Horn, Trompeten und Poſaunen zuſammengeſetzten Orcheſter die„Pilger“ von unſerem deutſchen Com⸗ poniſten Naumann, nebſt einer von mir zu dieſem Feſte geſchriebenen Kantate auf. Der Andrang zu dieſer für Paris ganz neuen Feſtlichkeit war ſo groß, daß wohl an Hunderte von Menſchen und Wagen zurückgewieſen werden mußten. An das erſte In⸗ tereſſe, die Handwerker ſingen zu hören, ſchloß ſich ein anderes, nämlich: daß Nourrit, der beruͤhmte Sänger, die zwiſchen dieſen Chören vorkommenden Solo's ſang. Als dieſe Leute, die vor Kurzem noch keine Note gekannt hatten, in ihrer Mitte den größten Sänger Frankreichs auftreten ſahen, um ihren erſten offentlichen Schritt auf dem Weg der Kunſt ver⸗ herrlichen zu helfen, brach der Enthuſiasmus ihrer— ſeits ſowohl, als ſeitens des Publikums in ein lautes und lange fortdauerndes Beifallrufen aus. Nachdem ſie hier vor jener großen Menge Zu⸗ hörer den erſten feierlichen Beweis ihrer Fortſchritte abgelegt hatten, wollten ſie nicht in ihre Werkſtätte zurückkehren, ohne zuvor auch dem Lehrer ihre Er— kenntlichkeit öffentlich bezeugt zu haben. Denn aus dem Stadthauſe zogen ſie in ganzen Schaaren durch die Straßen. Alles ſtrömte nach; man hätte glau⸗ ben ſollen, es ſei ein Volksaufſtand. Vor meiner Wohnung angekommen, ſtimmten ſie ihre männlich kräftigen, bis dahin in Paris nie gehörten Chöre zur allgemeinen Bewunderung an; jedem neuen Liede folgte ein lautes Beifallklatſchen von Seiten des umherſtehenden Volkes. Dies war die erſte Periode der ſeitdem ſo weit bedeutender, ſo weit großartiger gewordenen Hand⸗ werkerſchule. Wenn bis dahin auch Jeder an dem Gelingen meines Unternehmens gezweifelt hatte, ſo mußten jetzt, da die Chöre der Handwerker in allen Straßen von Paris wiederhallten, jetzt, wo ſelbſt mehrere meiner tüchtigſten Schüler bereits, nach meiner Methode, neue kleine Schulen in ihren Familien und unter ihren Kameraden mit glücklichem Erfolge zu ſtiften anfingen, nothwendiger Weiſe die herrſchenden Vorurtheile mit einem Male der beſſeren Erfahrung weichen, und man fing an, an die Mög⸗ lichkeit zu glauben, daß der Geſang Volkseigenthum werden könne. (Schluß folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. AN Bekanntmachung. (456) Montag den 24. Mai l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Chri⸗ ſtian Joſtiſche Scheuer mit Hofraum und Grund, an Johannes Mulch und Philipp Finkernagel in die Urku auf Ant die Um dieſe 1 Auſprü den, ſo falls die für erle in den Fri⸗ (510 9 Uhr, Diviſſor liche B. Lichter wähnte gegeben Butz. De 40 9 Uhr, fü die bei erfordern 2 481 der kleinen Kapitelgaſſe gelegen, öffentlich meiſtbie— tend verſteigert werden. ü Friedberg den 29. April 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Frucht⸗Verſteigerung. (488) Dienſtag den 25. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr, werden aus der vorjährigen Erndte 111 Malter Korn, 26„ Waizen, 75 Gerſte, und 68. Hafer unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim den 28. April 1841. Der herzogl. naſſauiſche Recepturbeamte: Hehner, Juſtizrath. Edietalladung. (489) Heinrich Bopp zu Aſſenheim entlieh auf gerichtliche Pfandverſchreibung am 19. März 1808 bei Jakob Becker zu Bönſtadt 200 fl., und am 5. November 1809 bei Jakob Engel zu Friedberg 250 fl., conſtituirte auch außerdem der Gemeinde Aſſenheim am 1. November 1823 wegen einer Schuld von 364 fl. eine Nachhypothek auf ſeine Hofraithe. Dieſe verſchiedene Hypotheken ſollen längſt resp. durch Zahlung und dadurch, daß dieſe Beträge in dem gegen den Schuldner eröffneten Konkurſe liquidirt und die Unterpfänder veräuſſert worden, erloſchen, die Urkunden jedoch verloren gegangen ſeyn, weshalb auf Antrag der Kinder des Heinrich Bopp, welche die Unterpfänder theilweiſe beſitzen, alle, welche auf dieſe und die vorgedachten Schuldverſchreibungen Auſprüche machen wollen, andurch aufgefordert wer— den, ſolche binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, gegen⸗ falls die Schuldurkunden ohne weitere Bekanntmachung fur erloſchen erklärt, ſofort die deßfallſigen Einträge in den Hypothekenbüchern werden geſtrichen werden. Friedberg den 27. April 1841. Gr. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht daſ. Hofmann. Bekanntmachung. (514) Dienſtag den 25. Mai, Vormittags um 9 Uhr, ſoll das, im II. Semeſter d. J. für die J. Diviſion Garderegiments Chevauxlegers, erforder— liche Brod, ſodann eine Stunde ſpäter das Oel⸗, Kichter⸗ und Thran⸗Bedürfniß derſelben auf er— wähnte Periode, mittelſt Verſteigerung in Akkord gegeben werden. Butzbach den 10. Mai 1841. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Verſteigerung von Bauarbeiten. 1519) Dienſtag den 1. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen auf der Gemeindeſtube zu Fauerbach II. bie bei Erbauung eines neuen Schulhauſes daſelbſt erforderlichen Bauarbeiten, als: 157. Maurerarbeitslohn, voranſchlagt zu 359 fl. 12 kr. Steinhauerarbeit, 76„ 95554 Zimmerarbeit, 70„, 1049 17 ⸗ Dachdeckerarbeit, 75„ 327 30 ⸗ Schreinerarbeit, 1„ 591 9 ⸗ Schloſſerarbeit, 5„ 560 24 ⸗ Glaſerarbeit, 9„ 300 ⸗— Weißbinderarbeit, 1„ 520 52 ⸗ Spenglerarbeit, 1 86 ⸗59 ⸗ 7 an die Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Die Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zum Termin auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 12. Mai 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Ediktalladung. (520) Der Gemeinde Ockſtadt iſt in den Steuer⸗ büchern folgendes Grundſtück % 150 Ruthen Wieſe, der Haingraben zugeſchrieben, welches dieſelbe dermalen, wenigſtens theilweiſe, zu veräußern beabſichtigt. Da jedoch eine urkundliche Nachweiſung des Eigenthumsrechtes der Gemeinde Ockſtadt nicht vorgelegt werden kann, ſo werden alle, welche auf das vorbeſchriebene Grund— ſtück Anſprüche irgend einer Art bilden zu können glauben, andurch aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen ſechszig Tagen hier geltend zu machen, als ſonſt, daß das erwähnte Grundſtück der Gemeinde Ock— ſtadt eigenthümlich gehöre, unterſtellt, ſofort den darüber abgeſchloſſenen oder noch abgeſchloſſen wer— denden Kaufverträgen die richterliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Friedberg den 1. Mai 1841. Großh. heſſ. Landgericht Hoffmann. Verſteigerung von Chauſſirarbeiten. 1522) Samſtag den 5. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll bei Gaſthalter Hyronimus dahier, der noch übrige Theil der Chauſſirarbeiten auf der Pro⸗ vinzialſtraße von Friedberg über Oberrosbach nach Homburg in einzelnen Abtheilungen an die Wenigſt— fordernden in Akkord gegeben werden. Friedberg den 12. Mai 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Oel- und Schuh⸗Lieferung: (528) Die Lieferung des Oel- und Schuh⸗Bedarfs pro zweites Semeſter 1841 für die Garniſon Fried⸗ berg wird Mittwoch den 26. d. M., Vormittags, Erſtere um 10 Uhr, Letztere um halb 11 Uhr, auf dem Militärverwaltungsbüreau dahier verſteigert. Friedberg den 12. Mai 1841. In Auftrag: G ö lz, Oberquartiermeiſter. Brod⸗Lieferung. (527) Donnerſtag den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung des während des zweiten Semeſters d. J. erforderlich werdenden Bro⸗ des für das 2. Bataillon 4. Inf. Regts., auf deſſen Verwaltungsbüreau in Accord gegeben. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Fried⸗ bergs werden um geeignete Bekanntmachung dieſer Verſteigerung erſucht. Friedberg den 12. Mai 1841. In Auftrag: Gölz, Oberquartiermeiſter. Ediktalladung, das Schuldenweſen des Johannes Hoffmann in Oberſchmitten betreffend. (530) ueber das Vermögen des Rubrikaten iſt vom großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen der förmliche Konkursprozeß erkannt, und unterzeichne⸗ tes Gericht mit deſſen Leitung beauftragt worden. Demzufolge werden alle ſowohl bekannte als unbe⸗ kannte Gläubiger des bedachten Johannes Hoffmann hiermit aufgefordert, ihre Forderungen in dem auf Freitag den 9. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, anberaumten Termin in Selbſtperſon oder durch gehörig Bevollmächtigte dahier anzuzeigen und gel⸗ tend zu machen, widrigenfalls ſie ohne ein beſonderes zu erlaſſendes Präcluſivdekret von der Maſſe aus⸗ geſchloſſen werden. Im Fall einer vergleichsweiſen Erledigung dieſes Debitweſens werden die nicht erſcheinenden bekannten Gläubiger ſo angeſehen, als wären ſie den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſchei⸗ nenden Kreditoren beigetreten. Nidda den 4. Mai 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Kattrein. Arbeits-Verſteigerung. (545) Die bei Herſtellung der hieſigen Schul⸗ wohnung vorkommende Maurerarbeit, voranſchlagt zu 105 fl Steinhauerarbeit, 71„ 0 Zimmerarbeit, 77 1 120, Schreinerarbeit, N„ 198„ Schloſſerarbeit, 17„ 244„ Glaſerarbeit, 7„e Weisbinderarbeit, 10„ 134„ Spenglerarbeit, 2 9 7 7 ſowie die Anlieferung von 6,2 Kubikklafter Mauer⸗ ſteinen, 0,5 Kubikklafter Mauerſand, 2500 Lehmſteinen, 1000 Backſteinen und 12 Bütten Kalk; Ferner die bei Reparatur des Hirten⸗ und Spritzen⸗ hauſes erforderliche Maurerarbeit, voranſchlagt zu 22 fl Zimmerarbeit, 70„5 Dachdeckerarbeit, 7 170 J. Schreinerarbeit, 7 5 . 158. Vormittags um 9 Uhr, auf hieſiger Bürgermeiſterei an die Wenigſt⸗ fordernden in Akkord gegeben werden. Burggräfenrod den 18. Mai 1841. ſoll Dienſtag den 25. Mai d. J., Der Gemeindebaumeiſter Der Bürgermeiſter Ruths. Börner. Verſteigerung auf den Abbruch. (546) Das bieſige von Holz erbaute Rathhaus ſoll Montag den 24. Mai d. J., Nachmittags 4 Uhr, im Hauſe ſelbſt, unter den im Termin zu eröffnen⸗ den Bedingungen an den Meiſtbietenden auf den Abbruch verſteigert werden. Man erſucht die großh. Buͤrgermeiſter der benachbarten Orte, dieſes auf geeignete Weiſe in ihren Gemeinden zu veröffentlichen. Bruchenbrücken den 13. Mai 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Scheuner. Arbeits-Verſteigerung. (547) Montag den 24. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, wird die bei Herſtellung der Fluthſchleuße an der Stadtmühle dahier erforderliche Maurerarbeit voranſchlagt zu 49 fl. Zimmerarbeit 5„31„ Schloſſerarbeit„„ 1 ſodann die Lieferung von 2 Kubikklafter Mauerſtei⸗ nen, 20 Bütten Großkarber Waſſerkalk und 0% Kubikklafter Mauerſand, auf hieſiger Buͤrgermeiſterei unter den im Termin zu eröffnenden Bedingungen, an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben. Aſſenheim den 13. Mai 1841. Der Gemeindebaumeiſter Der gr. Bürgermeiſter Ruths. Bertalott. Holzverſteigerung. (348) Dienſtag den 25. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Niedereſchbach, Diſtrikt Kellerberg 10 30 Stecken buchen Pruͤgelholz, 2) 15 fefern 5 Stockholz und 30 61 1 7 4) 9315 Stück„ Reisholz⸗Wellen an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt auf den Kreuzwegen. Ich erſuche die Herrn Bürgermeiſter der Umge⸗ gend, dies alsbald bekannt machen zu laſſen. Niedereſchbach den 18. Mai 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fahz. Holzverſteigerung. (549) In den Freiherrlich von Frankenſtein'ſchen Waldungen werden Mittwoch den 28. d. M., Mor⸗ gens 8 Uhr, verſteigert: 10 im Diſtrikte Klappertannen: 25 Stück birken Wellen; 20 in den Strasheimer Hecken: 5000 Stück gemiſchte Wellen, 1¼ Stecken eichen Scheitholz, 3 Stecken eichen Stockholz; 0 in i dermtiſer z und 5 Atllen rt werden euzwegen ler der Umge laſſen. 41. Bürgermeiſte 1 1 ankenſtein schen go ar d. M,, Nor * (550) „ 159. 3) im Diſtrikte ober der Querſchneiße 1 Stecken eichen Werk Scheitholz, 15 Stecken„ Scheitholz, 3 1 Prügelholz, 27 77 7 Stockholz, 237 Stück eichen Wellen und 1 Stamm eichen Werkbolz von 152 Kubikfuß; 4) im Diſtrikte Tannenwieſe 5 Stecken kiefern Scheitholz, 4 5„ Pruͤgelholz, 4 7„ Stockholz, 75 Stück kiefern Wellen und 6 Stämme Kiefern von 259 Kubikfuß. Ockſtadt den 17. Mai 1841. f Brömſer. Bekanntmachung. Zum öffentlichen meiſtbietenden Verkauf auf Abbruch der zum Staatseigenthum gehörigen ſ. g. Oſtheimer Zehntſcheuer zu Windecken, welche 82 Fuß lang, 36 Fuß breit und 16 Fuß hoch, von Fachwerk erbaut und mit einem gewöhnlichen Ziegel— dache verſehen, iſt weiterer Termin auf Montag den 7. Juni d. J., des Vormittags 10 Uhr, in das Geſchäftslokal der hieſigen Renterei beſtimmt worden. Windecken den 17. Mai 1841. Kurfürſtliche heſſ. Renterei Hitzeroth. Verſteigerungs-Anzeige. (581) Montags den 24. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird in dem Büreau des hieſigen Lazareths die Lieferung des Krankenbrodes, und Nachmittags um 2 Uhr die Lieferung des Oel- und Lichterbedarfs für die Lazarethanſtalt im 2. Semeſter d. J. ver- ſteigerungsweiſe verakkordirt werden. Friedberg den 19. Mai 1841. In Auftrag: Fuhr, Oberlieutenant. Holzverſteigerung. (552) Mittwoch den 2. Juni, Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Freiherrlich von Died'ſchen Kirchwalde dahier: 1) 40 Stecken buchen Prügelholz, 2 20“bifxken 75 3) 150„ aspen 5 4) 100„ Stockholz von alten Stöcken und 5) 30,000 Stück Wellen verſchiedener Qualität oͤffentlich an Ort und Stelle an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Ziegenberg den 19. Mai 1841. Kirchner. Obligations-Verlooſung. (3553) In der am 8. Mai 1841 hier ſtattgehab⸗ ten Verlooſung der dieſes Jahr zum Abtrage beſtimm⸗ ten 200 fl. Gemeinde⸗Obligation wurde die Nr. 46 gezogen, was hierdurch mit dem Anfuͤgen zur offentlichen Kenntniß gebracht wird, daß vom 1. Auguſt 1841 an für dieſe Nummer keine weiteren Zinſen vergütet werden. Rockenberg den 10. Mai 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dietz. Stegbauarbeiten. (554) Montag den 24. d. M., Mittags 12 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Herſtellung einiger Stege bei dem Orte über die Eſchbach dem We— nigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Dieſelben ſind voranſchlagt: 1) Zimmerarbeit zu 152 fl. 12 kr. 2) Handarbeiten zu 8 Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes in ihren Gemeinden zur offentlichen Kennt⸗ niß bringen zu laſſen. Niedereſchbach den 15. Mai 1841. Der großh. heſſ Bürgermeiſter Fahz. Fruchtverſteigerung. (555) Freitag den 28. Mai d. J., Morgens 10 Uhr, ſollen von dem herrſchaftlichen Speicher zu Wolfersheim 80 Achtel Korn und 40 Achtel Gerſte und von dem herrſchaftlichen Speicher zu Hungen Montag den 7. Juni d. J., Morgens 10 Uhr, 60 Achtel Korn, 10 Achtel Gerſte und 30 Achtel Hafer an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Hungen den 16. Mai 1841. Der Rentamtmann Kießling. Holzverſteigerung. (556) Montag den 24. Mai ſollen im Revier Rainrod, in dem Diſtrikt Rabenkopf(in der Nähe von Ulfa und Langd) unter anderm Holze auch 41,000 Stuck Kiefern-Bohnenſtangen verſteigert werden; ſodann Dienſtag den 25. Mai im Diſtrikt Beckersecke(ebenfalls nahe bei Ulfa) 34 Buchen-Werkholzſtamme von 1215 C. Die Zuſammenkunft iſt jedesmal des Morgens um 10 Uhr in den genannten Diſtrikten. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft wird Zah— lungsfriſt bis zum 15. Dezember d. J. geſtattet. Schotten am 12. Mai 1841. Der großh. heſſ. Revierförſter Brumhard. Fruchtverſteigerung im Rentamte Friedberg. (557) Nachgenannte Fruchtquantitäten von den Fruchtvorräthen des hieſigen Rentamts kommen zur Verſteigerung: Mittwoch den 2. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, in Butzbach in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hofe, von dem daſigen fiscaliſchen Speicher: 90 Mltr. Korn, 90 Mltr. Gerſte und 45 Mltr. Hafer; Freitag den 4. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, hier in Friedberg in der Behauſung des Herrn Gaſt— halters Hyronimuß vor dem ehemaligen Mainzer⸗ thore: von dem Speicher zu Friedberg: 30 Mltr. Wai⸗ zen, 100 Mltr. Korn, 18 Mltr. Gerſte und 100 Mltr. Hafer; von dem Speicher zu Holzhauſen: 80 Mltr. Korn; 1 7„Vilbel: 1 Mltr. Waizen, 120 Mltr. Korn und 1 Mlitr. Gerſte. Friedberg den 12. Mai 1841. Der großh. heſſ. Rentamtmann Beau ß. N Privat-Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (558) Alle diejenigen, welche in dem freiherrlich von Frankenſtein'ſchen Walde, in dem Diſtrikt ober der Querſchneiße, für Rechnung des Herrn Kam— merdirektors Klenze Holz übernommen haben, wie auch diejenigen, welche noch übernehmen wollen, können ſolches gegen gleich baare Zahlung täglich abfahren. Ockſtadt den 12. Mai 1841. Eret, Forſtrechner. Empfehlung. (541) Wir ſind auf's Neue wieder mit allen Gattungen Strohhuͤten, in unſern bekanntlich beliebten Facons, beſtens verſehen, und empfehlen uns unter Zuſicherung außerordentlich billiger Preiſe. 5 Fuͤrth ſeel. Erben. Metzgergaſſe Nr. 366. Bekanntmachung. (559) Die auf den 24. Mai d. J. ausgeſchriebene Verſteigerung von 11½ Stück Aepfelwein bleibt vor— läufig ausgeſetzt. Homburg vor der Höhe den 20. Mai 1841. Carl Jubitz. Holzverſteigerung. (560) Montag den 24. d. M., ſollen in dem Freiherrlich von Rothſchildſchen Walddiſtrikt Alten— berg bei Rodheim 2250 Stück eichen Schälholz-Wellen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zu⸗ ſammenkunft iſt Morgens 9 Uhr am Schlag an der Petterweiler Grenze. Okarben den 19. Mai 1841. Hilgenreiner. Branntweinbrennerey-Geſchirre. (561) Mehrere vollſtandige in ganz gutem Stande befindliche Brennereygeſchirre von 1, 1%„ und 2 Ohm Gehalt, ſind zu verkaufen bey Jakob dest zu Windecken. E inn (562) Der Unterzeichnete wird am erſten Pfingſt⸗ feiertage an dem hieſigen ſ. g. Burg⸗Pfingſtbrunnen * 160. ſehr guten Aepfelwein in Zapf nehmen und ladet ſeine Freunde ein, ihn dorten mit ihrem Beſuche zu beehren. Friedrich Schweitzer. Schwalheimer Mineralbrunnen. Zweiter und dritter Pfingſtfeiertag mit aus— gewaͤhlter Harmonie- und Tanzmuſik. (563) Am bevorſtehenden Pfingſtfeſte beabſichtige ich den zweiten und dritten Feiertag Tanzmuſik zu halten. Indem ich dieſes dem verehrten Publikum zur Kenntniß bringe, zeige ich zugleich ergebenſt an, daß ich den Aufenthalt in den neuen Brunnen⸗An⸗ lagen durch Zelte ꝛc. meinen verehrten Gäſten an⸗ genehm zu machen mich beſtreben werde. Auch werde ich mich bemühen durch billige Reſtauration, preiswürdige Getränke ꝛc. den Aufenthalt noch mehr zu verſchönern. Henkel. Früchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 8 fl.— kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte: 4fl. 10 fr. Hafer: 3 fl. 10 er. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Mainz, am 14. Mai: Waizen: 8 fl. 50 fr. Korn: 6 fl. 6 kr. Gerſte: 4 fl. 20 kr. Hafer: 3 fl. 51 Er. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fur die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 23. bis 30. Mai 1841. Friedberg Butzbach. kr f 1 pfod Brod-Preiſe. A 1 Leib⸗Roggenbrod 22 2 2 Pe 1 43 42 4*.. 9 1 9 Lotb ö Loth. — Milchbrod 1 1 —Waſſerweck 16 1— —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 11693 11 6. Fleiſch-Preiſe. pf pf 1[Ochſenfleiſch 18 111— 16— h eie gemäſtetes 9—— „Kühfleiſch ungemäſtetes 71— 6 3 ; zee gemäſtetes 8— 8 5 Rindſleiſch ungemäſtetes 9 6 1 2 „Kalbfleiſch 5—— „Schweinenfleiſch 94— N „ Hammelfleiſch 8 8 7. Schaaffleiſch 7— 5— „Wurſt von blos Schweinen 12— 127— „Gemiſchte Wurſt 10— 19 „ Bratwurſt 14— 13 „ Schwartenmagen 1 1 „ Geräucherter Speck 188 18 „Schinken 14— 14.— 7 Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19!— 9 6 dito ungusgelaſſen 18— 18 „Nierenfett 18 18— „ Hammelsfett 5(— 15— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. ich ker Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.