et Son gewesenen a Jehann 8 Johann tia Amalia, Eliſabetha, ſe Hedwig, r, Chriſtina tet, Emma aſt Ludwig, 11 Monate Jahre und 7 Monate —— ſür die N. Provins berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 29 Sonnabend, den 17. Juli 1841. Mi dem tſten Juli kann auf dieſes Intelligenzblatt für das zweite halbe Jahr mit 40 kr. abonnirt werden, welcher Betrag jedoch voraus zu bezahlen iſt. Carl Bindernagel. Die fünfzigjaͤhrige Amts-Jubelfeier des Lehrers Lotz von Dorheim. Ein Feſt der ſeltenſten Art, nicht wie es die Alltagsmode, ſondern wie es die Dankbarkeit der Menſchheit dem Verdienſte veranſtaltet; ein Feſt, das nur die Wenigſten eines Standes feiern, die Wenigſten unter den Gemeinden je erleben, ein ſolches Feſt fand am 24. Junius zu Dorheim ſtatt, wo der daſige Lehrer, Herr Chriſtian Lotz, ſein fuͤnfzigjahriges Amts-Jubilaͤum feierte. Hervorgerufen wurde dieſes Feſt durch die gerechte Anerkennung der Verdienſte, welche ſich der würdige Jubilar bei ſeiner Behörde während ſeiner fünfzigjahrigen treuen Dienſtzeit erworben; durch die Dankbarkeit und Liebe, zu welcher er ſich die Gemeinde Dorheim während ſeiner langen Dienſt— zeit, worin er Vater, Sohn und Enkel heranzog und bildete, verpflichtete; und endlich durch ſein liebevolles Benehmen, ächte Collegialität und Bie— derſinn, wodurch er ſich nicht nur die Herzen ſo vieler Amtsbrüder, ſondern alle Diejenigen gewann, die ihn näher kennen lernten, und denen er ein theurer Freund ward. Als daher der Morgen des feſtlichen Tages heiter und freundlich erſchien und Sonnenmilde über die Gegend verbreitete, ſo trafen auch ſehr bald alle zu erwartenden Gäſte in Dorheim ein. Um 10 Uhr verſammelte man ſich im zweiten Schullocal, von wo aus ſich der Zug nach der Wohnung des Jubi— lars begab, um dieſen in die Kirche zu geleiten. Nach einer herzlichen Begrüßung des Jubilars be— wegte ſich nun der Zug unter dem Geläute der Glocken langſam, feierlich nach dem Gotteshauſe hin. Voran gingen die Schulkinder der Orte Dor— heim, Schwalheim und Rödgen, geführt von ihren Lehrern, dann folgte der Jubilar zwiſchen den beiden Geiſtlichen von Dorheim und Nauheim, hierauf deſſen dier Söhne, dann die Beamten, die Kirchen- und Ortsvorſtaͤnde, und darauf die theilnehmenden Lehrer, etwa 60 an der Zahl, worunter die meiſten aus der Nachbarſchaft und Friedberg an deren Spitze Herr Prof. Dieffenbach ſtand, einige Lehrer von Hanau, worunter der daſige Schulinſpektor Herr Prof. Röder, die meiſten der Klaſſe Bockenheim und ſammtliche Lehrer des Inſpektorats Windecken, wozu Dorheim gehört, waren. Dem Zuge ſchloſſen ſich eine Anzahl Frauen an, unter denen ſich des Jubilars Ehegattinn, zwei Töchter, drei Schwiegertöchter und eine Anzahl Lehrersfrauen befanden. In der Kirche angekommen fand man dieſe zwar ſchon größtentheils angefüllt, jedoch konnten die Feſtgäſte die ihnen angewieſenen Plätze noch ein— nehmen; die Lehrer umſtellten den Altar. Jetzt er— tönte die Orgel und nun ſang die ganze Verſammlung in einem feierlichen Uniſono einen beſonders abge— druckten Feſtgeſang. Darauf betraten die beiden Geiſtlichen den Altar, vor welchen der Jubilar von zweien ſeiner ältern Amtsbrüder geführt wurde, ihm zur Seite ſeine vier Söhne ſtehend. Herr Pfarrer Pauli begann mit einem Gebet, das Aller Herzen zu tiefſten Wehmuth, zur reinſten Andacht ſtimmte. Hierauf ſang der Chor der Lehrer den Lobgeſang: Lobet den Herren ꝛc.; und nun hielt Herr Pfarrer Engel die eigentliche Feſtrede, worin er von dem Lehrerſtand im Allgemeinen und von * 218*. dem Leben des Jubilars im Beſondern wahr und innig ſprach. Am Ende überreichte gedachter Herr Pfarrer Engel im Namen der Kirche dem Jubilar eine Prachtbibel und im Namen der obern Schul⸗ behörde, Kurfürſtlicher Regierung zu Hanau, ein Beglückwünſchungsſchreiben nebſt einer beſondern Gra⸗ tiſikation. In oben angedeuteter Ordnung begab ſich der Zug wieder aus der Kirche in die Wohnung des Jubilars zurück, wo ihm noch folgende Geſchenke überreicht wurden: Von Herrn Schulinſpektor Röder im Namen der Lehrer zu Hanau ein ſilberner Pokal mit paſſender Inſchrift; von den Nachbarskollegen des Großherzogthums ein Sopha, von den Lehrern des Bezirks Bockenheim eine Cylinderuhr, von den Lehrern des Bezirks Windecken ein halbes Dutzend Stühle, von der Gemeinde Dorheim eine Standuhr und von den Schulkindern in einer Rahme ein herz⸗ licher Glückwunſch. Auch dieſer, der Schulkinder, wurde hierbei gedacht; ſie wurden nämlich mit Praͤtzeln beſchenkt und zogen damit jubelnd von dannen. Nun begab ſich die ganze Geſellſchaft in beliebi⸗ gen Gruppen an den Schwalheimer Mineralbrunnen, wo ein feſtliches Mittagsmahl bereitet war, welches unter Anhörung der Kaicher Muſik fröhlich einge⸗ nommen wurde. Hierbei wurden denn auch einige paſſende Toaſte ausgebracht; der erſte von Herr Pfarrer Pauli auf das Wohlergehen der beiden heſſiſchen Regentenhäuſer, der zweite von Herr Pfarrer Engel auf das Wohlſein des Jubilars, der dritte von Herrn Schulinſpektor Röder auf das Wohl des Lehrerſtandes, und ein vierter galt jedem Ehrenmann, der den Lehrer lieben kann. An den Mittagstiſch knüpfte ſich nun ein Ball, der bis in die Nacht dauerte, und das Feſt fröhlich endete, wie es ſchön begonnen hatte. Aber Eins iſt geblieben, nämlich der herzliche Wunſch, daß der theure Jubelgreis noch eine lange Reihe von Jahren geſund und froh mit den Seinigen verleben, und bis zu ſeinem Le⸗ bensende ſegensreich in ſeinem Berufe wirken möge. Und wer den muntern Alten kennt, wird dieſes um ſo mehr wünſchen und hoffen, da ſeit vorigem Jahre eine zweite Schule in Dorheim errichtet worden iſt, in welcher, unſerm Jubilar zur Seite, ein junger, tüchtiger Mann kräftig und ſegensreich zu wirken begonnen. Ihnen beiden dann herzlichſtes Wohl⸗ ergehen! Für die Kaſſe taubſtummer Konfirmanden iſt ferner eingegangen: Von Herrn Hofgerichtsrath Exter von Hanau 48 kr. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Edictalladung. (765) Ueber den überſchuldeten Nachlaß des Ki⸗ lian Hild von Heldendergen hat zwiſchen den bekann⸗ ten Gläubigern ein Arrangement ſtattgefunden. Um durch deſſen Realiſirung den Intereſſen etwaiger unbekannter Gläubiger nicht zu nahe zu treten, wer⸗ den ſolche hiermit aufgefordert, ſogewiß im Termin i Dienſtag den 17. Auguſt, Vorm. 8 Uhr, ihre Anſprüche dahier zu melden, richtig zu ſtellen und ſich über das ihnen dann eröffnet werdende Arrangement zu erklären, als ſonſt die ſich nicht Meldenden ohne beſonderes Präcluſivdecret ausge⸗ ſchloſſen, von den ſich Anmeldenden aber angenommen wird, daß ſie ſich der getroffenen Uebereinkunft an⸗ ſchließen wollen. Großkarben den 16. Juni 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Guts⸗ Verpachtung. (782) Der im Kreiſe Gelnhauſen, Amtsbezirke Wächtersbach gelegene, dem gräflichen Hauſe Yſen⸗ burg⸗ Wächtersbach gehörige, zwei Stunden von Gelnhauſen, anderthalb Stunden von Büdingen und Wächtersbach entfernte ſ. g. Weiherhof ſoll von Petri 1842 an auf 12 oder mehrere Jahre ver⸗ pachtet werden. Zu demſelben gehören: 1) Vollſtändige Wohn⸗ und Oekonomiegebaude jeder Art, zum Betrieb der Landwirthſchaft, Vieh⸗, Schaaf⸗ und Schweinzucht, der Brannt⸗ weinbrennerei ꝛc. 2) Gras-, Baum⸗ und Gemuͤsgärten 16 Mrg. 3) Ackerfeld 246„ 4) Wieſen 165„„ ſämmtlich um die Hofgebäude herum gelegen, frei von Zehnten und ſonſtigen Laſten. 5) Die Schäferei und Pferchgerechtigkeit nebſt dem Weiderecht auf dem Hofgute und in den Ge⸗ markungen der angrenzenden Orte, ſowie auf bedeutenden Weidgängen. 6) Die Brantweinbrennerei- und Wirthſchafts⸗ gerechtigkeit. Oeconomen, welche dieſe Pachtung zu übernehmen wünſchen, werden eingeladen, ſich baldigſt mit den erforderlichen Beſcheinigungen über ihre perſönlichen und Vermögensverhältniſſe bei unterzeichneter Stelle zu melden, um die Pachtbedingungen zu vernehmen und in Unterhandlungen einzutreten. Wächtersbach den 2. Juli 1841. Gräflich Iſenburgiſche Rentkammer Colonius. Ed iet al d a du ng N (785) Zur Richtigſtellung des über den Nachlaß des Müllers Konrad Sauer und deſſen Ehefrau in der Herrnmühle bei Fauerbach I. aufgenommenen Inventars, ſowie zum Zwecke einer demnächſtigen Vertheilung jenes Nachlaſſes unter die geſetzlichen Erben der Konrad Sauers Eheleute, werden alle, welche an deren nachgelaſſenes Grund- oder Mo⸗ bilar⸗Vermögen Anſprüche bilden zu können glauben, hierdurch aufgefordert, ſolche laͤngſtens im Termin A (810) Au Philipp Spi der Rodelhel ** Morg, 1 im Flurbuch Fischbach ſte des Philipp velſteigert w aber keine Acker vorleg welche aus Acker zu he ſo gewiſſer unterzeichnet nach Ablauf und der Kau Ro delhe G A (811) Mi Uhr, ſollen Pfarrhaus, den in Acco dmiegebäude wirtschaft, der Brannt⸗ 16 Neg. 40 6 an legen, den eit nebſt den 1 in den Ee , ſowie auf Dirthſchaſtz⸗ übernehmen digſt mit den perſonlichen dneter Stelle u vernedmen Nentkammt. den Nechlaß 1 Ebefrau in gere geſetzlichen perden alle, 6 oder Mo⸗ nen glauben, im Tami * 219„* Montag den 9. Auguſt, Morgens 8 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls ſpäter bei dem Abſchluſſe des Inventars und bei Beſtätigung der Erbverthei— lung keine Rückſicht darauf genommen werden wird. Butzbach den 5. Juli 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Völcker. Calmberg. Hofraithe-Verſteigerung. (789) Auf freiwilliges Anſuchen des Heinrich Hanſteins I. Wittwe dahier, ſoll deren Hofraithe Pag. 46, Nro. 4 7½29, beſtehend in einem Wohn⸗ hauſe, Scheuer, Stall nebſt Garten, an Kutſcher Mulch gelegen, Montag den 26. Juli J. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe und zwar das Wohnhaus, Scheuer und Hofraithe allein, und die ſogenannte Oehlmühle mit dem Garten allein öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 8. Juli 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Aufforderung. (810) Auf Antrag der Erben des abweſenden Philipp Spitz aus Hauſen ſoll der nachbenannte in der Rödelheimer Gemarkung gelegene Acker:*/ ½ Morg., 1¼ Ruth. Acker links der Remiſe, welcher im Flurbuch zwar auf dem Namen des Nicolaus Fiſchbach ſteht, aber zum Eigenthum resp. Nachlaß des Philipp Spitz gehören, ſoll Erbtheilungshalber verſteigert werden. Die erwähnten Erben konnten aber keine Eigenthumsurkunde über den fraglichen Acker vorlegen. Deßhalb werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche an dieſen Acker zu haben glauben, aufgefordert, ſolche um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen von heute an beim unterzeichneten Gericht geltend zu machen, als ſonſten nach Ablauf dieſer Friſt die Verſteigerung zugelaſſen und der Kaufbrief confirmirt werden wird. Rödelheim den 2. Juli 1841. Gr. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht daſ. Buff. Arbeits-Verſteigerung. (811) Mittwoch den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die Reparaturarbeiten an dem hieſigen Pfarrhaus, wie nachſtehend, an den Wenigſtnehmen— den in Accord gegeben werden, als: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 42 fl.— kr. 2) Zimmerarbeit, 5„ 26 40 ⸗ 3) Steinhauerarbeit, 5„83 4) Schreinerarbeit, 5„ 2.— 5) Weißbinderarbeit, 5„ 21— Die Herrn Collegen der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren reſp. Bürgermeiſtereien bekannt machen zu laſſen. Bönſtadt den 14. Juli 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Leonhard. Bekanntmachung. (812) Auf Anſtehen des Eigenthümers ſoll die dem Bürgermeiſter Jakob Scheuner in Bruchenbrücken zugehörige, in Bruchenbrücken gelegene Mühle, ſammt Mahlwerk, Montag den 2. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert werden. Die Muͤhle iſt eine der nahrhafteſten in der Wetterau, hat drei Mahlgänge, einen großen Hof— raum und iſt mit ſehr geräumigen Oekonomie-Ge— bäuden verſehen. Friedberg den 10. Juli 1841. Großh. heſſ. graͤfl. Waͤchterb. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Aufforderung. (813) Bei der gerichtlichen Inventur des am 4. Oktober v. J. dahier verſtorbenen hieſigen Bürgers Ludwig Otto, hat ſich eine Ueberſchuldung ſeines Nachlaſſes herausgeſtellt. Auf Nachſuchen ſeiner Kin— der werden zum Verſuche einer gütlichen Vereinba— rung mit den Gläubigern alle diejenigen, welche Forderungen an den Ludwig Otto zu machen haben, aufgefordert, ſolche um ſo gewiſſer bis zum Freitag den 13. Auguſt, Vormittags 8 Uhr, dahier anzu— zeigen und zu begründen, als ſonſten bei der Nach— laßregulirung und dem beabſichtigten Arrangement auf die nicht erſcheinenden Ereditoren keine Rückſicht genommen werden wird. Rödelheim den 2. Juli 1841. Gr. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht daſ. Buff. Verſteigerung von Wegbauarbeiten in dem Maibacher Gemeindewald, Reviers Hochweiſel, betreffend. (814) Donnerſtag den 22. d. M., Vormittags präcis ½ 9 Uhr beginnend, ſollen die Wegbauarbeiten insbeſondere das Wölben durch bloßen Erdbau, und die erforderlichen Gräben des von Maibach nach Bodenrod führenden Vieinalwegs, auf den Grund der vor der Verſteigerung bekannt gemacht werden— den Bedingungen öffentlich an die Wenigſtfordern— den an Ort und Stelle vergeben werden. Die Herrn Burgermeiſter in der Nähe werden daher um zeitige Veröffentlichung dieſes erſucht. Maibach den 10. Juli 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Philippi. Holzverſteigerung. (815) Freitag den 23. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſollen in dem rodheimer Gemeindewald, Diſtrict Voderwald, nachbenannte Holzſortimente, als: 1) 6 Stecken eichen Scheit⸗ und Prügelholz, 20 111„ buchen Stockholz, 3) 75„ ceichen„ 4) 159 Stück„ Wellen öffentlich meiſcbietend an Ort und Stelle verſteigert werden. — 5——. ä— 2 * 1 15 4 * . 3 1 8. 1 A 2 220 Die Zusammenkunft findet im Diſtricte ſelbſt in der Nähe des Bainhardshofes ſtatt. Rodheim den 15. Juli 2841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Zehntverpachtung. (816) Nächſten Dienſtag den 20. d. M., Nach⸗ mittags 2 Uhr, wird bei Gaſtwirth W. Klein zu Dornaſſenheim der Freiherrlich von Frankenſtein'ſche Zehnten in dortiger und Reichelsheimer Gemarkung für das laufende Jahr in mehreren Abtheilungen verſteigert. Ockſtadt den 14. Juli 1841. Brömſer. Oeffentliche Ladung. (817) Anſprüche an den Nachlaß des zu Vilbel verſtorbenen Philipp Klos VII. ſind im Termin Freitag den 20. Auguſt l. J., fruͤh 8 Uhr, ſo gewiß dahier anzumelden und zu begründen, als ſonſt bei Regulirung des Nachlaſſes darauf keine Rückſicht genommen wird. Groskarben den 7. Juli 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt. Muhl. Schmidt. Oeffentliche Ladung. Alle diejenigen, welche Anſprüche an den Obererlenbach verlebten Ortsdieners Jakob Kiefler haben, werden aufgefordert, ſolche ſo gewiß im Termin Freitag den 13 Auguſt l. J., Vorm. 8 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt auf ſolche bei der Vertheilung. des Nachlaſſes keine Rück- ſicht genommen wird. Groskarben den 7. Juli 1841. a Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt. Schmidt. (818) Nachlaß des zu Muhl. Verfügung. (819) Forderungen aller Art an die kurz hinter⸗ einander verſtorbenen Beigeordnete Anton Engels Eheleute in Wiſſelsheim ſind Donnerſtag den 5 Auguſt d. J., Vormittags, bei unterzeichneter Gerichtsſtelle zur Anzeige zu brin⸗ gen, widrigenfalls dieſelben bei Theilung des Nach⸗ laſſes nicht berückſichtig werden können. Friedberg den 5. Juli 1841. Gr. heſſ. freih. v. Löw. Landgericht: Hofmann. Dr. Gilmer. Publicand u m. Wilhelm Bär von Bönſtadt hat ſich frei⸗ willig unter die Curatel ſeines Bruders Heinrich Bär I. von da geſtellt, daher ſich derſelbe ohne ſeinen Curator in keine Rechtsgeſchäfte einlaſſen kann und⸗ Jedermann gewarnt wird, ihm zu borgen. Friedberg den 6. Juli 1841. Großh. heſſ. G. J. W. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. (820) Verlegung des Schotter Sommermarkts. (821) Der in dem großh. heſſ. Landkalender irrthüm⸗ lich auf den 17. und 18. Auguſt d. J. eingetragene Schotter Sommermarkt ſoll, nach eingelangter höherer Genehmigung, 8 Tage früher, nämlich: „Dienſtag den 10. Auguſt, Viehmarkt, „Mittwoch den 11. Auguſt, Krämermarkt“ abgehalten werden, welches man mit dem Anfügen hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß der gewöhnliche Vormarkt Tags zuvor ſtattfindet. Die Herrn Bürgermeiſter werden zugleich um gefaͤllige Veröffentlichung dieſes Ausſchreibens erſucht. Schotten den 10. Juli 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Kromm. Holzverſteigerung. (822) Mittwoch den 21. d. M., Morgens 8 Uhr, werden in den Freiherrlich von Frankenſtein'ſchen Waldungen dahier verſteigert: 1) am Haſelecker Weg: 185 Stecken Stock⸗, Eichen⸗, und Nadelholz, 4450 Stück Eichen⸗ und Nadelholz Wellen. 2) ober der Querſchneiße: 1 Stamm eichen Werkholz zu 102 Cubikfuß, 1 Stecken eichen Werk ⸗ Scheitholz, 13 ½ Stecken eichen Scheitholz, 16 5„ Stockholz, 62 Stück eichen Wellen. 3) im Diſtricte Saar: 137 Birken⸗ Wellen. Ockſtadt den 13. Juli 1841. Brömſer. Waizen⸗, Korn⸗, Wicken⸗ und Klee⸗ b Verſteigerung. (823) Donnerſtag den 22. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen dem verlebten Konrad Sauer, Muͤller zu Fauerbach J., ſeine hinterlaſſenen nachbenannten Früchte auf dem Felde wegen Hülfsvollſtreckung und Einſtimmung der beiden Vormünder unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſt⸗ bietend verſteigert werden: 1) 3. Morgen mit Waizen, 2) 7 bis 8 Morgen mit Korn, 3) 3 Viertel mit Wicken, 4), 2 Morgen mit Klee, in der Gemarkung Oſtheim und Fauerbach I. gelegen. Die Zuſammenkunft iſt in der beſtimmten Stunde in Fauerbach I. Fauerbach J. den 13. Juli 1841. In Auftrag des großh, heſſ. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Werner. Arbeits-Verſteigerung. (824) Montag den 26. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das Umlegen des Pflaſters in hieſiger Stadt in der Uſergaß und andern Stellen, ſodann die Lieferung der zum Pfla⸗ (827) Die ehrten hieſige tigen aller we Couverten ur und reelle B neigten Zuſp (828) lieg faſten zum 2 Vilbel. (829) lieg zu 5 pro Ce Budeshe M 30) Na matags 9 Uh bewohnten G Mobilar ce rgermtiſer ens g Uh, cu ſteiu'ſchen Welholt, Vellen. * ubikfuß, tönſer d Klte⸗ Vormittags autt, Müller achbenannten sevollſtreckung tr unter den zungen miſ⸗ ich I. gelegen anten Stunde Landgerichts: trmeiſttr mittags un das Umlegen Ufergaß und pet zun Pfle 1 221. ſtern nöthigen Baſaltſteine, ſowie auch die Beifuhr der Steine öffentlich an die Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert werden. 0 Friedberg den 15. Juli 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeits- Verſteigerung. (825) Montag den 19. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen allhier zwei Kanäle und noch mehrere Reparaturen von Maurerarbeiten an dem Schul- und Backhaus ꝛc. oͤffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Maibach den 13. Juli 1841. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Philippi. N Privat⸗Bekanntmachungen. Geſchäfts⸗ Eröffnung. (826) Ich mache hiermit meinen geehrten Freunden und Gönnern der Stadt und der Umgegend die er— gebenſte Anzeige, daß ich jetzt mein Geſchäft als Kappenmacher eröffnet und alle Sorten Kappen in ſchönſter Auswahl vorräthig habe. Auch empfehle ich mich beßtens in allen Sorten Uniforms-Kappen und werde ſie gut und auf's Schönſte bearbeiten. Für reelle und billige Bedienung werde ich beßtens Sorge tragen; um geneigten Zuſpruch bittet Friedberg den 15. Juli 1841. Jacob Bender, Kappenmacher, wohnhaft bei Heinrich Schwalm in der Uſergaſſe, gegenüber der Judengaſſe. Empfehlung. (827) Die Unterzeichnete empfiehlt ſich einem ver⸗ ehrten hieſigen und auswärtigen Publikum im Fer⸗ tigen aller weiblichen Handarbeiten, beſonders ſchöner Couverten und feiner Hemden. Indem ſie billige und reelle Bedienung verſpricht, bittet ſie um ge⸗ neigten Zuſpruch. Katharina Hanſtein, wohnhaft in der Oelmuͤhle. 302 fl. 42 kr. (828) liegen in hieſigem evangeliſchen Kirchen⸗ kaſten zum Ausleihen bereit. Vilbel. Der Kirchenrechner Jacob. 400 fl. Kapital (829) liegen bei dem Kirchenfonds zu Buͤdesheim zu 5 pro Cent. zum Ausleihen bereit. Büdesheim den 12. Juli 1841. Für den Kirchenvorſtand Fr. Römheld. Mobilien-Verſteigerung. (830) Nächſten Donnerſtag den 22. Juli, Vor⸗ mittags 9 Uhr, läßt die Unterzeichnete in dem bisher bewohnten Gaſthaus zum Löwen dahier, folgende Mobiliar⸗Gegenſtände öffentlich an die Meiſtbieten⸗ den gegen gleich baare Zahlung verſteigern, nämlich: 1 Chaischen mit Pferdegeſchirr, mehrere Fäßer von 4, 1, ½ und ¼ Ohm, Bettgeſtelle, Bettung, Tiſche, Bänke, Stühle, Gläſer, Krüge und ſonſtige Wirth⸗ ſchafts⸗ und Küchengeräthſchaften.— Kaufliebhaber werden deshalb hiermit höͤflichſt eingeladen. Niederwöllſtadt den 15. Juli 1841. J. Breit, Wittwe. Ein Logis (831) im vordern Theile des zweiten Stocks, be⸗ ſtehend in 2 Stuben, einer Neben-Stube, Küche, Keller und Platz zu Holz und Klötzen, welches bis Mitte Auguſt bezogen werden kann, hat zu vermiethen Michael Bauer, in der Kirchgaſſe. Aepfelwein (832) von vorzüglicher Güte verkaufen Ohmweiſe Gebrüder Grödel. Tanz mg ſ ik. (833) Sonntag den 18. Juli iſt bei Unterzeich⸗ neter gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzu⸗ treffen, wozu ſie höflichſt einladet. Ockſtadt. Wittwe Krug. Schwalheimer Mineralbrunnen. (834) Sonntag den 18. d. M. iſt am hieſigen Mineralbrunnen wohlbeſetzte Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu freundlichſt einladet Henkel. Nauheimer Teichhaus. (835) Sonntag den 18. Juli iſt auf dem Nau⸗ heimer Teichhaus gut beſetzte Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Kirſchenfeſt zu Ilbenſtadt. (836) Sonntag den 18. Juli iſt zum Letztenmale in dieſem Jahre auf dem Chauſſeehauſe zu Ilbenſtadt gut beſetzte Harmonie und Tanzmuſik, ſowie guter Kirſchenkuchen anzutreffen, wozu ich hierdurch erge⸗ benſt einlade. Ihr Freunde kommt von nah' und fern Zum Kirſchen⸗Abſchiedsfeſte, Ich ſeh' Euch Alle herzlich gern, Seid mir willkomm'ne Gäſte! An meiner Kirſchenkuchen-Pracht, Wird jedes Aug' ſich weiden. Ihr Würzgeſchmack und Zuckerſaft Sind wahre Gaumenfreuden. Auch and're Speiſen mancher Art, Sind gut bei mir zu finden; Mein Schinken extra fein und zart, Wird meinen Ruhm verkünden. Ein Weinchen gleich Canarienſect, Hab' ich in Zapf genommen, D'rum kann ich ſagen ungeneckt: „Er ſoll Euch wohl bekommen!“ 5 Gottfried Mörſel. Bainhards⸗Forſthaus. (837) Sonntag den 18. Juli iſt bei dem Unter⸗ zeichneten gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflich einladet Botz. Tanzmuſik. (838) Kommenden Sonntag den 18. Juli werde ich, auf Veranlaſſung einer zahlreichen Geſellſchaft, unter meinem wiederum gut eingerichteten Zelte Harmonie- und Tanzmuſik halten, wozu denn noch beſonders höflichſt einladet Aſſenheim den 13. Juli 1841. Reitzel. Tanzmuſik. (839) Sonntag den 18. d. M. iſt bei Unterzeich⸗ netem gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Friedberg den 14. Juli 1841.. J. P. Mann. * 222. Der Buchhalter oder Theorie und Praxis des einfachen und doppelten Buchhaltens 5 12 kr. Der Spediteur. Darſtellung ſeiner Geſchäftsführung, ſeiner Rechte und Pflichten 12 f Der Handlungslehrling. Regeln, Grundſätze und Be⸗ merkungen zu ſeinem Beſten 12 kr. Benefiziat Schumann, Das Edikt vom Jahre 1832 und die darauf folgenden Inſtructionen über das Volksſchulweſen, für Schullehrer u. Schulvorſtände ꝛc. des Großh. Heſſen 54 kr. Uhland, Ludwig, Gedichte 5 3 fl. 36 kr. Völter, D., Lehrbuch der Geographie für Gymnaſien, für and. höh. Lehranſtalten u. 3 Selbſtunterricht. 18 Heft. 1fl. 122r. Goldleiſten 15 Rahmen, von verſchiedenen Breiten, ſind bei mir um billigen Preis zu haben. C. Bindernagel. (840) 1000 bis 1500 fl. Kapital. den 40) zu 4½ Procent Zinſen, liegen gegen ge—⸗. l 1 g richtliche Sicherheit, insbeſondere auf Güter dop— Früchte Preiſe hier in Friedberg:— pelter Verpfändung zum Ausleihen bereit. Wo? Waizen: i n N 3 ſagt die Expedition dieſes Blattes.: Bae 25 eee 5* 5 Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 12. Juli:— Walzen: 9 fl.— kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte-Preiſe zu Mainz, am 2. Juli: Waizen: 9 fl. 42er. Korn: 5 fl. 17 kr. Gerſte: 3 fl. 58 kr. Hafer: 3 fl. 58 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 18. bis 24. Juli 1841. U ie iche Aue gen Bei C. Bindernagel in Friedberg, Buchbinder Weickardt in Butzbach, Jo ſt und Trebes in Nidda iſt zu haben: Die zweite Auflage von 0 Predigt auf Veranlaſſung des am 13. Juni 10 1841 an einem zweijaͤhrigen Kinde zu Nidda 0 veruͤbten Mordes. Gehalten am zweiten Sonntage nach Trinitatis, den 20. Juni 5. dbſſentlichen 5 3 5. Friedberg Butzbach. f 1841, von Daniel Manchot, zweitem ds] Brod, Preiſe. 93 pf 0 8 Fri Pfarrer zu Nidda. Zum Beßten des Frau⸗ I. Telb-Moggenbrod 21 1 envereins und der Sonntagsſchule zu 26 5 22 412 8 4 77 77 9 1 9 Nidda. 12 K. Loth. Lotb. Der Predigt geht eine Darſtellung der Veranlafſß— e 4 47 1 Die b oraus.— Waſſerwe 57½⁹'— 1— den 9 ſung een ee—Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 6 5 116 allt 10 Ferner iſt bei Carl Bindernagel in Friedberg zu haben: lei ſch⸗. 10 5 558* 15) reise. 1 Auſſerordentlich billiges Kunſtwerk für alle Stände. 8 f e pf. pf. 0 1 1 1 Ochſenfleiſch W Rakkael's üotleich] gemäſtetes 9. ee 5 e N„Kühfleiſch ungemäſtetes 7— 6 3 Bilder zur bibliſchen Geſchichte nene ge, 6 des alten Teſtaments.„ Kaloſleiſh 6 5 3 40 Stahlſtiche in 4. mit kurzem erklärenden Sa e Texte in 10 Lieferungen à 13 kr.„ Schaaffleiſch 8 F ſe zwei! Unmittelbar nach Beendigung des alten Teſta-* Ge Schweinen 12— 2 Bullen in, ments erſcheint auch das neue Teſtament in 0„ Sram. 11 nit der a Stahlſtichen, ſo weit dazu Raffael's Zeichnungen„Schwartenmagen 1114 Die vorhanden ſind.— Die andern werden von den„ Geräucherter Speck 18— 18— 1 berühmteſten Künſtlern neuerer Zeit im Geiſte Raffaels„Schinken 44 E bewerber ergänzt 5 San en 1 ale elaſ e der Zucht - 5 8 1 weinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 19—; Das erſte Heft iſt vorräthig.„ dito unausgelaſſen 18— 18— bewieſe Beumer, P. J., der kleine Geograph, oder Hand-Atlas für„Nierenfett 18— 18— die jung Elementarſchulen 9 5 21 kr.„Hammelsfett 111 auf die Brude, FJ. G., Die bibliſche Geſchichte in Fragen und Ant⸗ 1 75 worten für die Kinder 1 9 kr. Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. N Darſtellung des Handels in ſeinen Hauptzweigen 12 kr. Küchler. 18 Pri 5 5 5 f 8 5 U Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 15