delmina, „Manz. geboren ch Karl, Philipp gelaſſene N . alt 68 per, alt zöhnchen, Wagner cgiments 8 Tage, —— Intelligenzblatt für die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M16. Sonnabend, den 17. April 1841. Amtlicher Theil. —— Anſtellung. Durch den Tod des Kreisboten Rudolph iſt eine Kreisbotenſtelle im Kreiſe Friedberg erledigt. Fähige Bewerber haben ſich binnen acht Tagen, unter Vorlege ordnungsmäßiger Zeugniſſe über Wohl⸗ verhalten und nuͤchternen Lebenswandel, dahier anz Friedberg den 13. April 1841. umelden. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Die großh. heſſ. Zeitung enthält in der 101. Nummer unter dem Art. Oberrosbach 7. April Fol— gendes: Aus dem„Friedberger Intelligenzblatte⸗ iſt ein Artikel in die großh. heſſ. Zeitung(Nr. 87 vom 28. März) übergegangen, welcher die Vermu⸗ thung ausſpricht, daß der am 19. März in Ober⸗ rosbach entſtandene Brand aus böswilliger Abſicht angelegt worden ſey. Da dieſes einen falſchen Schein auf die Gemeinde und ihre Stellung zu den Geiſt— lichen werfen könnte, ſo ſey nur bemerkt, daß weder die Betheiligten, noch die öffentlichen Behörden einen Grund zu einer ſolchen Vermuthung haben. Die Bewohner Oberrosbachs haben gerade gegen die Betheiligten große Theilnahme beim Ein- und Aus⸗ räumen bewieſen. Von frevelhafter Veruntreuung findet ſich keine Spur.) Ueber die muthmaßliche Entſtehung ſchwanken die Anſichten. Nur möchte auch dieſer Vorfall zu größerer Vorſicht beim Later— nentragen und Tabakrauchen in Hofräumen ermun⸗ tern. *) In dem erwähnten Art. des Friedberger Int. Bl. heißt es:„Man hat Gründe zu argwöhnen, daß die ruchloſe Hand eines rachgierigen Menſchen das Feuer angelegt habe.“ Es war alſo weder der Gemeinde zu nahe getre— ten, noch hinſichtlich frevelhafter Veruntreuung ein Ver⸗ dacht ausgeſprochen. Anm. der großh. heſſ. Zeit., wel⸗ cher Anm. wir nichts beizufügen haben. D. Red. des Friedb. Int. Bl. Betrügerei. Ein intereſſanter Proceß beſchäftigt ſchon ſeit einiger Zeit das Publikum in hohem Grade. Wir wollen unſern Leſern mittheilen, was wir darüber gehört haben; können aber nicht alles verbürgen. Ein Müller, welcher bei einem Juden ein Lote— rieloos genommen oder aufgeſchwatzt bekommen hatte, hort vor ſeiner Thüre ein gewaltiges Gezaͤnke, während ſein Sohn gefährlich krank danieder liegt. Er geht hinaus und findet den Juden, von welchem er das Loos erhalten hatte, wie er ſeinen Sohn mit Vorwürfen überhäuft,„er könne dem Jungen kein Geld mehr anvertrauen, da derſelbe eben erſt hundert Gulden, die er ihm anvertraut, durchge- bracht habe. Darum müſſe er, obgleich ſchwach, jetzt ſelbſt kommen und bringe ihm die 13 Gulden, welche er(der Muller) in der Loterie gewonnen habe. Der Müller möge ihm das Loos geben“ u. dgl. Dieſer erklärte, daß er jetzt bei der ſchweren Krankheit ſeines Sohnes keine Zeit habe, darnach zu ſuchen. Der Jude ſetzte ihm aber ſo lange zu, bis er endlich ſeinen Zweck erreicht und in den Be— ſitz des Looſes kommt. Unterdeſſen ſtirbt der Sohn des Müllers, und der Vater hat bei dem harten Schlage, der ihn betroffen, keine Zeit an dergleichen Dinge, wie Loterielooſe ſind, weiter zu denken.— Mehrere Wochen nachher will ein anderer Jude Lumpen bei dem Muller einkaufen. Der Muller entſchuldigte ſich, daß er gegenwärtig keine habe; wenn er aber deren auch hätte, würde er ſie dem Juden(er nannte den Namen deſſen, von welchem er den Gewinnſt und das Loterieloos erhalten) ge— ben, mit welchen er in Geſchäfts-Verbindung ſtehe. „Der kommt nicht mehr,“ ſagte der Andere;„er hat 5500 fl. in der Loterie gewonnen.“ Nun erſt wird der Müller aufmerkſam. Er erkundigt ſich weiter und erfährt bald, daß dasſelbe Loos, welches er gehabt, nicht 13 fl., ſondern 5500 fl. gewonnen habe. Er tritt ſofort klagend gegen ihn auf. Darauf wird eine Unterſuchung eingeleitet; die Indizien ſprechen gegen den Juden; die Beweiſe kommen zu Tage, daß er den Gewinnſt für ſich behalten und dem Müller eine veraltete Liſte vorgezeigt habe; aber er will nicht angeben, was er mit dem gewon— nenen Gelde angefangen, wohin er's gebracht habe. Ein Näheres üder den Gang dieſer Unterſuchung, die übrigens ſehr intereſſant ſeyn ſoll, vermögen wir nicht anzugeben. Nur das haben wir gehört, daß der Betrüger endlich entlarvt und zur gebüh— renden Strafe verurtheilt wurde. Unſere Staatsregierung hat die Uebel erkannt, welche aus dem unſeligen Loterieſpielen entſpringen und weislich nicht nur die inländiſche Loterie-An⸗ ſtalt aufgehoben, ſondern auch das Spielen in aus— ländiſchen Loterien verboten. Warum wird dennoch das Unweſen im Finſtern fort getrieben, das wie ein Krebsſchaden an unſerer Generation nagt und dem wahren Wohlſtande ſo hinderlich iſt? Wollt ihr, die ihr das gefährliche Spiel heimlich fort ſpielt, mit Gewalt reich werden? Vergeßt dabei das Sprüchlein nicht, welches ſich im 1. Brief an den Timotheus, Capitel 6, Vers 9 befindet:„Die da reich werden wollen, fallen in Verſuchung und Stricke.“ Vergeßt aber auch nicht beim Handel und Wandel die Augen aufzuthun; denn wir ſollen klug ſeyn, wie die Schlangen und dabei ohne Falſch wie die Tauben. Beſcheini gung. Ferner ſind für die Waſſerbeſchädigten zu Vilbel ein⸗ gegangen: 1 Von einem ungenannten hieſigen Bürger 2 fl. 5 kr. ditto, 7 Friedberg den 16. April 1841. Bender, Beigeordneter Bindernagel, Buchhändler.“ Wagner, Candidat der Theologie. Wahl, Apotheker. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Aufforderung. (294) Nachdem der ſämmtliche Nachlaß des Jo⸗ hannes Ludwig zu Langenhain und ſeiner Ehe— frau der Vertheilung halber von deren Kindern Lorenz Ludwig, Jakob Ludwig und Anna Eliſa „ 120* Ludwig veräußert worden iſt, ſo werden Alle, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche an denſelben oder die genannten Erben machen, und ſie noch nicht bei Gericht angemeldet haben, hiermit auf— gefordert, dieſes ſo gewiß im Termin, Dienſtag den 27. April, Vormittags 8 Uhr, zu thun, als ſonſt ohne Rüͤckſicht darauf, die Veräußerung be⸗ ſtätigt werden wird. g Butzbach den 13. März 1841. Großh. heſſ. Freiherrl. v. Löw'ſches Landgericht daſ. 5 Völcker. Hofraithe-Verſteigerung. (323) Auf Anſuchen des Adolph Müller ſoll Montag den 19. April l. J., Vormittags um 11 Uhr, deſſen Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Gerb— haus und Schoppen ſammt Hofräume, öffentlich meiſtbietend verſteigert und bei annehmbarem Gebot zugeſchlagen werden. Friedberg den 31. März 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Di. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (358) Erbvertheilungshalber ſoll Montag den 19. d. M., Vormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rath⸗ hauſe die Hofraithe der Simon Beſt's Erben, in der Neuthorgaſſe an Corporal Reul gelegen, in einem halben Wohnhaus mit Gärtchen beſtehend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 5. April 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Edita lad um g. (365) Der unbekannte Inhaber der vom verſtor⸗ benen Küfermeiſter Wilhelm Henkel und deſſen Ehe⸗ frau, Louiſe geb. Heck dahier, am 15. Mai 1829 bei der Henri Blachier'ſchen Stiftung zu Hanau errichteten, nach vorliegender Beſcheinigung getilgten Hypothek über 1500 fl. wird aufgefordert, ſeine etwaigen Anſpruͤche aus derſelben binnen ſechs Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls ſie fuͤr mor— tificirt erklärt, und deren Löſchung in den Hypothe⸗ kenbüchern verfügt werden ſoll. Verfügt Windecken den 1. April 1841. Kurf. heſſ. Juſtizamt daſelbſt Neuhof. dt. Degen. 5 Arbeits ⸗Verſteigerung. (384) Montag den 19. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Anlegung eines Kanals an der Treppe vom Enggäßchen bis zum Weiher und vom Kochiſchen Brauhauſe öffentlich an Wenigſtnehmenden verſteigert werden; die Mau⸗ rer- und Pflaſterarbeit iſt voranſchlagt, ohne Ma⸗ terial, zu 33 fl. Friedberg den 15. April 1841. 5 Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. vurſtiget Eteuerbi Oeotg K. Suh e sub e d und das du nigeſch holde, i Giterſtüc und 15 ind, Cie f Alle, auf die e. len, wer binnen 6 Perkauf Beſtatigu den jede loſes Gu werden n Fried Holkverſt des 9 (386) Diſtrikte Holzgug ſteigett 1% St 4 St. 5 Stecke haſſeln 2 Stecken 1300 W 1837 1 birken 4 büken Ober! 4 121„ Ediktalladung. (385) Auf Antrag des großh. heſſ. Fiskus ſind wegen Bezahlung ruͤckſtändiger Steuern und Til⸗ gungsrenten folgende Grundſtuͤcke: a)%%, 111 Klafter ober dem Griffelacker an Heinrich Schuͤtz, 67 Klafter daſelbſt an Ludwig Buch, 1 Viertel 14 Klafter ſtößt an die oberſte 592% bo 6% 00 86 00 l Griffelacker an Ph. Werner, 4) 8% 149 Klafter die oberſten Wehrhölzer an Ph. Rahn jüng. f verſteigert werden. Es ſtehen dieſelben in den Steuerbüchern annoch und zwar die sub a b den Georg Konrad Albs Kindern von Oberrosbach, die sub e d dem Chriſtoph Milius zu Frankfurt, das sub e dem Wildbereiter Meier zu Oberrosbach und das süß fu den Nicolaus Zulaufs Erben von da zugeſchrieben und iſt, nach Bericht der Ortsbe⸗ hörde, nicht zu ermitteln, wem dermalen auf jene Güterſtücke, die ſeit vielen Jahren wuͤſt gelegen und deren frühere Beſitzer vor langer Zeit geſtorben ſind, Eigenthumsanſprüche zuſtehen. Alle, welche derartige oder andere Anſprüche auf die erwähnten Grundſtücke geltend machen wol— len, werden daher aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt der Verkauf genehmigt, den Kaufdriefen die richterliche Beſtätigung ertheilt und über den etwa verbleiben⸗ den jedenfalls geringfügigen Ueberſchuß, als herrn⸗ loſes Gut, zu Gunſten des großh. Fiskus verfügt werden wird. Friedberg den 3. April 1841. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Bekanntmachung Holzverſteigerung in den großh. Domanialwaldungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg, betreffend. (386) Dienſtag den 20. d. M. werden in dem Diſtrikte Kellerberg bei Oberrosbach nachbemerkte Holzquantitäten an die Meiſtbietenden öffentlich ver— ſteigert und damit Morgens 8 Uhr begonnen: 1 Stecken buchen, 8¾ Stecken obſtbaum und 4 Stecken linden Scheitholz, 5 Stecken buchen, 22 Stecken birken, 5 Stecken haſſeln und 14¼ Stecken linden Prügelholz, 2 Stecken eichen Stockholz, 1300 Wellen buchen⸗, 1650 Wellen birken⸗ und 1337¼% Wellen aspen Reisholz, 1 birken Klotz von 15 Kubikfuß zu Werk-Holz, 4 birken Stangen von 5 ¼ Kubikfuß. Oberros bach den 10. April 1841. Der großh. heſſ. Revierförſter Bingmann. Arbeits-Verſteigerung. (387) Donnerſtag den 22. April d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen nachbenaunte Arbeiten an der ſogenannten Fauerbach dahier im Ort wenigſtnehmend verſteigert werden: 1) Ausheben des Bachs voranſchlagt 27 fl. 40 kr. 2) Maurerarbeit 1 44414 ⸗ 3) 64 Buͤtten Waſſer⸗Kalk mit Fuhr⸗ lohn voranſchlagt 160-— Denſelben zu loͤſchen 17 6 24 ⸗ 4) 1,5 Kubik-Klafter Kies 77 15⸗— 5) Zimmerarbeit einer neuen Bruͤcke voranſchlagt 104-48 ⸗ Die großh. heſſ. Bürgermeiſter und reſp. Beige—⸗ ordneten werden erſucht, dieſes bald gefälligſt in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Fauerbach J. den 10. April 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Werner. Arbeits-Verſteigerung. (388) Mittwoch den 21. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen nachbenannte Arbeiten in dem Pfarr- haus in Münſter wenigſtnehmend verſteigert werden: 1) Schreinerarbeit eines neuen Akten⸗ * Schranks voranſchlagt 19 fl.— kr. 2) Schloſſerarbeit* 230 ⸗ 3) Glaſerarbeit 0 7„45 Die großh. heſſ. Buͤrgermeiſter werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Fauerbach J. den 10. April 1841. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Werner. Werkholz-Verſteigerung. (389) Mittwoch den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald 51 Stämme Werkholz, am ſogenannten Roſengarten, an dem Weg nach Rommelhauſen, öffentlich und an den Meiſtbietenden verſteigert werden. b Man bittet die Herren Bürgermeiſter ſolches in ihren Gemeinden veröffentlichen zu laſſen. Höchſt a. d. N. den 5. April 1841. f Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Arbeits-Verſteigerung. (390) Freitag den 23. April, Nachmittags 1 Uhr, ſollen zu Fauerbach II. nachbenannte Arbeiten an den Wenigſtfordernden in Akkord gegeben werden: als das Ausbeſſern der Banquette und Gräben und Einziehen mehrerer Klafter Wandſteinen ꝛc. an den Vicinalwegen. Fauerbach II. den 14. April 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Sang. Arbeits-Verſteigerung. (391) Montag den 19. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das Ausraäͤumen der Steine aus dem Seebachs-Graben und Weg— ſchaffen der Klöͤtzaſche in den Viereckigen⸗Weiher, vor⸗ 10 anſchlagt zu 6 fl. 20 kr., ſodann Reinigen des Seergrabens, Abbrechen eines Stücks Stadtmauer und Herſtellung der Chauſſee an Kehr's Haus, voran⸗ ſchlagt zu 31 fl., öffentlich an Wenigſtnehmenden verſteigert werden. 15. April 1841. Friedberg den Der großh. heſſ. Bürgermeiſter N D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (392) Montag den 19. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Reparatur des Uſaſtegs hinter dem Burgberg öffentlich an Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Arbeiten beſtehen in f Zimmerarbeit voranſchlagt zu 19 fl. Schloſſerarbeit 55 M. Weisbinderarbeit 1„ 75 Die Voranſchläge ſind jeden Nachmittag von 1 bis 2 Uhr bei mir einzuſehen. Friedberg den 15. April 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (293) Nach der äußeren Reparatur der hieſigen Hauptkirche ſoll auch dieſe im Innern verſchönert werden und eine andere Einrichtung erhalten, die aber nur durch Entſernen der alten Stühle und Plätze vollkomwen ausgeführt werden kann. Der Kirchenvorſtand gibt ſich der Hoffnung hin, daß niemand eine Entſchaͤbigung für das Abtreten der alten Stühle und Plätze in Anſpruch nehmen werde, will aber darüber nicht in Ungewißheit bleiben, da⸗ mit nicht durch ſpätere Reclamationen und Anſprüche die Ausführung aufgehalten oder gehindert werde, und hat deßhalb beſchloſſen, ſich Montag den 26. und Dienſtag den 27., jedesmal Nachmittags um 2 Uhr, in hieſigem Rathhauſe zu verſammlen und allenfallſige Anſprüche auf Entſchädigung und For⸗ derungen entgegen zu nehmen. In Auftrag deſſelben fordere ich nun alle dieje⸗ nigen auf, welche Anſprüche auf Entſchädigung fuͤr das Abtreten ihrer Stühle und Plätze machen, von Lit. A. bis incluſ. J. Montag den 26. und von Lit. K. bis incluſ. 3. Dienſtag den 27. d. M., jedesmal von 2 Uhr an, in hieſigem Rathhauſe zu erſcheinen und ihre Anſprüche und Forderungen dem Kirchen⸗ vorſtande anzugeben. Friedberg den 15. April 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Gras⸗ Verpachtung. (394) Montag den 3. May l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Begra⸗ ſung ſämmtlicher ſtädtiſchen Allmeyen in der Stadt⸗ und Burg⸗Gemarkung, öffentlich meiſtbietend verſtei⸗ gert werden, naͤmlich die Begraſung des Stadthofs (Bleichgartens), des Judenbegräbniſſes, des Rains an der Chauſſee, des Rent⸗ und Stadtſchreiberei⸗ 122* grabens in 7 Stück, des Mühlgrabens 6—7 Stück, des Seergrabens, des großen und kleinen Wildkaut⸗ grabens, des Wegs am Holzpförtchen, des Ring⸗ grabens, des Alleewegs, des großen und kleinen Schützenrains mit dem Schießplatz, des Wegs an der Lang⸗ und Barbaragaſſe, eines Stücks am Wehr, 37 Ruthen an der Uſa, eines Stücks zwiſchen den Brücken, der Wege in der Burg-Friedberger Gemar⸗ kung, des Bleichbergs, der Wege in der Feldgemar⸗ kung Friedberg, des Stumpfengrabens, des Diebs⸗ wegs, der Lachenwies und des Taubenrains. Friedberg den 15. April 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (395) Freitag den 30. April, Vormittags 10 Uhr, ſoll bei Gaſthalter Koch zu Lindheim die Lie⸗ ferung und Bearbeitung von circa 3000 Kubikfuß Hauſteinen, zur Erbauung einer 6 Fuß weiten Brücke auf der Provinzialſtraße von Lindheim nach Marköbel, an den Wenigſtfordernden öffentlich ver⸗ ſteigert werden. Zeichnung, Voranſchlag, ſowie Bedingungen liegen auf dem Büreau des Unter⸗ zeichneten zur Einſicht offen. N Friedberg den 13. April 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (396) Dienſtag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quantität Brot⸗ frucht dem Wenigſtnehmenden in Lieferung übergeben werden, welches Luſttragenden hierdurch zur Nach⸗ richt dient. Nauheim den 13. April 1841. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Weiß. Duncker. Lieferungs-Verſteigerung. (397) Donnerſtag den 22. April, Morgens 10 Uhr, ſollen in dem hieſigen Bürgermeiſterei-Büreau die für hieſigen Straßenzug bedürfenden ungefähr 76 Kubik⸗Klafter behauene 8 bis 10 zöllige Pflaſter⸗ ſteine und die Lieferung von 30 bis 34 Kubik⸗Klafter Uſa⸗Kies, ebenſo auch 15 Klafter Chauſſir⸗Steine aus dem Aſſenheimer Gemeindebruch, zu brechen, anzufahren und Setzerlohn an Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Da die obigen 76 Klafter Pflaſterſteine nicht aus dem Aſſenheimerbruch genommen werden können, ſo werden die auswärtigen Steinbruchsbeſitzer zur 682) Uebernahme eingeladen. Aſſenheim den 12. April 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Bertalott. Bekanntmachung. (398) Die Gemeinde Florſtadt iſt Willens ein Kapital von 1800 fl., zu 4 prCt. verzinslich, zum Zwecke des Wegbaues von hier nach Aſſenheim, auf⸗ zunehmen. Die Herrn Kapitaliſten, welche obige Dar mſta erleidet dal 374) 9 bal 4 heinrich Al gude Gegen 3 Fahrk niſtete Sch ſüfdiger W ſhmühle, m ank, 1 e n und 1 unn circa jffentlich mi mit den da Nauhe 099) ken Publik mal decati dem er re. reiche Auf Ilben germeiſer mittags 10 n die Ue⸗ 0 Kudbikfuß ſuß weiten heim nach lutlich ver⸗ J, ſowie des Unter⸗ dens ain * daumeiſter * ttags 1 at Brot⸗ udergeben — zur Nach⸗ zu brechen, menden in ſteine nicht den konnen, beſier zur ugermeiſter Zillens ein nslich, zum nbelm, auf⸗ zelche obigt (382) n. 123. Summe vorzuſchießen geſonnen ſind, wollen ſich an den Unterzeichneten deßhalb wenden. Florſtadt den 15. April 1841. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Götz. N Privat- Bekanntmachungen. Regelmaͤßige Fahrt zwiſchen Darmſtadt und Frankfurt. Das ſilberne Roß (343) fahrt vom 5. April an taͤglich Morgens praͤcis 10% von Darmſtadt nach Frankfurt, und Mittags 1 Uhr von Frankfurt nach Darmſtadt. Die Abfahrt in Darmſtadt iſt bei Herrn Kaufmann Jordis in der Rheinſtraße, in Frankfurt im Gaſthaus zum Landsberg. Die bisherige Fahrt, Morgens 6 Uhr in Darmſtadt und Abends 5 Uhr in Frankfurt, erleidet dadurch durchaus keine Veranderung. Walther, Bereiter. Bekanntmachung. (374) Montag den 19. April d. J!, Morgens 9 Uhr, ſollen in der Behauſung der verſtorbenen Heinrich Aletters Wittwe erbvertheilungshalber fol— gende Gegenſtände, als: 3 Fahrkühe, 1 Rind, 7 Stück zum Theil ge⸗ mäſtete Schweine, 3 Schaafe mit Lämmer, 1 voll⸗ ſtändiger Wagen, 1 Pflug, 1 eiſerne Egge, 1 Frucht— fegmühle, mehrere Fäſſer, Waſchbütten, 1 Kleider— er. ſchrank, 1 Schreibpult, Tiſche, Stühle, Bettſtellen, Bett⸗ und Weißzeug, Zinn, kupferne Töpfe ꝛc., ſo⸗ dann circa 11 Malter Waizen, ö 2„Korn, 9 7 Gerſte, Hafer, 20 7 Kartoffel, 2 Fuder Stroh, oͤffentlich meiſtbietend verkauft werden, welches hier— mit den dazu Luſttragenden bekannt gemacht wird. Nauheim den 7. April 1841. Die Vormünder: C. Horn. J. Mörler. Ein Logis f im zweiten Stock, hat zu vermiethen Schloſſer Weckerling. Empfehlung. (399) Unterzeichneter erlaubt ſich, einem verehr— ten Publikum mitzutheilen, daß er wöchentlich zwei— mal decatirt und die Elle zu 4 kr. berechnet. In⸗ dem er reelles Behandlen zuſichert, bittet er um zahl— reiche Aufträge. Ilbenſtadt. Gerhard Mahl. Modewaaren⸗Empfehlung. (400) Aus der Meſſe zurückgekehrt, erlaube ich mir, mein Modewaaren⸗ Lager, durch bedeutende frühzeitige Einkäufe mit dem Modernſten und Schönſten aſſortirt, in geneigte Erinnerung zu bringen, und glaube ich, weiße brüßeler und ita— lieniſche Herrn-, Damen- u. Kinder-Strohhuͤte in bedeutender Auswahl wegen ihrer ausgezeichnet ſchönen Facçon und ihres außerordentlich billigen Preiſes beſonders empfehlen zu konnen. Das meinem Etabliſſement ſo vielſeitig geſchenkte Zutrauen werde ich bemüht ſeyn, durch pünktliche und reelle Bedienung zu rechtfertigen und zu er— halten. H. B. Groͤdel, auf der breiten Straße, Ecke der Apothekergaſſe. 700 fl. (401) Vormundſchaftsgeld liegen zu 5 Prozent gegen doppelt gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Altenſtadt. D. Boy u. K. Weith. Ein Logis (402) im zweiten Stock, welches bis den 1. Juni d. J. bezogen werden kann, hat zu vermiethen Leonhard Füller II. 68 fl. (403) Vormundſchaftsgeld liegen bei Unterzeich— netem zum Ausleihen bereit. Kaichen den 13. April 1841. 8 Philipp Dirlam. Bekanntmachung. (404) Einem geehrten Publikum dient zur Nach⸗ richt, daß ich, vom 18. d. M. an, keine Wirthſchaft mehr führe. Hof Haſſeleck den 13. April 1841. Wilhelm Carl. Ein junger Bäckergeſelle (405) kann ſogleich gegen guten Lohn bei einem hieſigen Meiſter in Arbeit treten. Nähere Auskunft wird von der Exp. d. Bl. ertheilt. Ein vollſtändiges Logis, (406) welches alsbald bezogen werden kann, hat zu vermiethen Schuhmachermeiſter Gros, in der Kirchgaſſe. 1 Viertel Garten, (407) auf der Wüſtung neben Herrn Morell ge— legen, will der Unterzeichnete auf 3 Jahre aus der Hand verpachten. Matth. May, Kammacher. Empfehlung. (408) Bei Unterzeichnetem ſteht eine große neue Feuerſpritze mit 4“ 8“ großh. heſſ. neuen Maaßes weitem Cylinder, nach den neueſten Dimenſtonen gearbeitet, genau mit den Vorſchriften großh. heſſ. hochpreißlichen Miniſteriums übereinſtimmend, auch 423 in vieler Hinſicht vor den bisher üblichen Formen ſich auszeichnend, von deren Leiſtungsfähigkeit ſich zu überzeugen iſt, und für deren Dauerhaftigkeit Garantie geleiſtet wird, zu verkaufen. Alte brauch⸗ bare Spritzen werden an Zahlungsſtatt angenom— men. Neben allen Kupferarbeiten und Sanitäts-Ge⸗ ſchirren empfiehlt ſich zur Verfertigung noch mehre— rer Sorten, nach Belieben geformter, neuer, ſowie zur möglichſt ſchnellen Reparirung alter Feuerſpritzen. J. J. Waldſchmidt, Kupferſchmied und Spritzenmacher in Wetzlar. Pudel⸗ und Gänſe⸗Verkauf. (409) Ein ſchwarzer Pudel, mit weiſer Chemi⸗ ſette, vorzüglich ſchönem Behang und ganz beſon⸗ deren Eigenſchaften— er iſt Caſtrat und beſitzt einen ſehr ſervilen Verſtand— iſt zu verkaufen. Ferner ſind verkäuflich abzugeben: à) ein ſilbergrauer Gänſerich, grobknochig, mit breiter Bruſt und dickem Hals, ein Bosco ſeines Geſchlechts und zu Wettkämpfen dreſſirt, und p) eine Gans von gleicher Farbe und Eigen⸗ ſchaften, die jährlich 23 bis 28 Eier legt und eine nie gehörte Beredſamkeit entwickelt. Auf frankirte Anfragen gibt nähere Auskunft Niederwollſtadt den 7. April 1841. G. Emmerich. Bekanntmachung. (410) Ich zeige hierdurch an, daß ich mich als Thierarzt in Friedberg niedergelaſſen habe.. 8 Dr. Ritzel. Empfehlung. (411) Ich beehre mich, die ergebenſte Anzeige zu machen, daß ich ein Putz- und Mode-Geſchaͤft auf hieſigem Platz etablirt habe und empfehle mich namentlich mit Strohhüten in allen Sorten, Herrn⸗ und Damen⸗-Handſchuhen, wollenen und ſeidenen Echarpes, ſowie wollenen und ſeidenen Tuͤchern, Bouquets, verfertigten Kinderkleidchen und Schür— zen, Chemiſettes, Cravatten, ſowie in allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln. Zugleich mache ich die weitere Anzeige, daß ich mich ferner mit dem Waſchen von Stroh- und Seiden Hüten, Spitzen und Blonden, ſowie mit Spitzen⸗Stopfen und allen weiblichen Handarbeiten beſchaftige. Indem ich um geneigten Zuſpruch bitte, füge ich noch die ergebene Bemerkung bei, daß ich mich bemühen werde, meine geehrten Abnehmer auf das billigſte und reelſte zu bedienen. Friedverg den 14. April 1841. J. Adler, auf der breiten Straße neben der Poſt wohnhaft. 124 7 Holzverſteigerung. (412) Mittwoch den 5. Mai d. J. ſollen in der Wohnung des Gaſtwirths J. C. Schneider in Oſt⸗ heim 93 Stecken buchen Scheitholz und ohngefähr 600 buchen Aſtwellen in welchen auch Prügelholz enthalten iſt, gegen baare Zahlung oder bei an⸗ nehmbarer Bürgſchaft und Verzinſung mit 5 prCt. auf halbjährigen Kredit, an den Meiſtbietenden im Einzelnen oder Ganzen verſteigert werden. Oſtheim den 14. April 1841. Der Rechner des Pfarrvacanzfonds daſelbſt. Früchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 7 fl. 40 kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte: 4fl. 10 fr. Hafer: 3 fl. 10 er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 5. April: Walzen: 7 fl. 40 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte:— fl.— 22 Hafer: 3 fl. 20 kr. Erbſen: 5 fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 2. April: Waizen: 7 fl. 51 fr. Kern: 6 fl. 10 kr. Gerſte: 4fl. 6 kr. Hater: 3 fl. 41 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 18. bis 25. April 1841. pfd Brod ⸗ Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 24 2 241 2 77 7 4 2 4 1 4 17 17 9 8 1 3 25 g Loth Loth. —Milchbrod 15 115 Waſſerweck 16% 1— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 15679 114— Fleiſch⸗Preiſe. E pf. pf. 1(Ochſenfleiſch 1 0 ö 5 3 25 2 ge ze gemäſtetes——— 5 Kübſteiſch ungemäſtetes 6 3 6 3 „ Rindfleiſch 6 2 6 2 7 Kalbfleiſch 5 7 72 5 5 „ Schweinenflleiſch 94— 9— „Hammellleiſch 81— 8 4— „ Schaaflfleiſch 74——— „ Wurſt von blos Schweinen 124— 124— „Gemiſchte Wurſt 510 101— „ Bratwurſt 144— 134 „ Schwartenmagen 4144— 144— „ Geräucherter Speck 18— 184— „Schinken 14— 14 5 „ Dörrfleiſch 144— 144— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 191— 5 dito ungusgelaſſen 18— 184— „ Nierenfett 18— 1814— „ Hammelsfett a* 7 5 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 9 ſulaſigen Fri 0 der hoͤhert 1832, die fonds vor aufgeſtelle dabei deſ in ben be wättiger In heſſen, 8 dem Fuß Städtchen duch ein Aaſelbe! kintereſſ —— 9 Mf th lacht uf großh, elbe