für die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 2 Sonnabend, den 16. Januar 1841. Das Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen erſcheint auch im Jahr 1841, wie bisher, wöchentlich Einmal und zwar ſo, daß es den Freitag Mittag von den Kreisboten abgeholt, den Sonnabend Vormittag aber hier ausgegeben und durch die hieſige wohllöbl. Poſtbehoͤrde expedirt wird.— Alle Inſerate, welche bis den Donnerſtag Nachmittag 3 Uhr bei mir ein⸗ gelaufen ſind, finden in derſelben Woche eine ſichere Aufnahme. Einrückungsgebühren betragen für die erſte Zeile 4 kr., für die zweite Zeile 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Der Abonnementspreis für 1 Jahr iſt, wenn das Intelligenzblatt von mir direkt bezogen wird: 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr: 40 kr., für ½ Jahr: 24 kr., welcher Be⸗ trag jedoch voraus bezahlt werden muß!— Diejenigen meiner verehrl. Abonnenten, welche geſonnen ſind, das Intelligenzblatt auch im Jahr 1841 zu halten, haben nicht nöthig, ſolches bei mir beſonders anzuzeigen; diejenigen hingegen, welche auszutreten beabſichtigen, oder neu hinzutreten wollen, erſuche ich, mich, oder die ihnen zunächſt liegende Poſtbehörde, gefälligſt davon zu benachrichtigen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen werden. Friedberg. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. 1(— Betreffend: Den Gebührenbezug der Gemeinderäthe. Nach Art. 15 und 28 der Gemeindeordnung haben die Gemeinderäthe für Geſchäfte innerhalb ihrer Ortsgemarkung weder irgend welche Gebühren noch Diäten zu beziehen. Von dieſer Regel findet nur alsdann eine Ausnahme ſtatt, wenn 1) Ein Geſetz für eine beſondere Geſchäftsverrichtung einen Gebührenbezug ausdrücklich verwilligt hat, z. B. Zeugengebühren bei Pfändungen, und 2) In den Fällen, in welchen die Gemeinderäthe als Hülfsbeamte bei der freiwilligen Gerichtsbar— keit mitzuwirken haben(Art. 30 der Gemeindeordnung) z. B. bei Ausfertigung von Hypotheken und Kontrakten, Güter- und Vermögensſchätzungen u. dgl. m. Da es zu meiner Kenntniß gekommen, daß dieſen Beſtimmungen nicht allenthalben mit gewiſſen— hafter Strenge nachgelebt worden iſt, ſo bin ich veranlaßt, dieſelben hiermit einzuſchärfen, und zur Ab— ſchneidung aller Ausflüchte namentlich beizufügen, daß alle Abſtimmungen der Gemeinderäthe, ſey es nun über Aufnahmsgeſuche in das Ortsbürgerrecht reſp. Schutz, oder über Friſtgeſuche, Bürgſchaftsleiſtungen der Gemeinde, über Häuſertheilungen ꝛc. ꝛc. unter jene Regel gehören und daher ganz unentgeldlich ge— „ 16 K. ſchehen müſſen.— Zugleich wird für alle Fälle die Annahme eines Geſchenks, ſowie die Bedingung irgend eines Schmaufes unterſagt. Die Uebertreter der einen oder der andern der vorſtehenden Vorſchriften ſoll außer dem Rückerſatz rechtmäßig bezogenen Gelder eine unnachſichtliche Strafe von 5—15 fl. treffen. 1 Eie en Neſeh Erlaß ſämmtlichen Gemeinderäthen Ihrer Gemeinde alsbald bekannt zu machen und darüber, daß dies geſchehen ein Protokoll in Ihrer Regiſtratur niederzulegen, auch den Befolg gehörig zu überwachen. Bei dieſer Gelegenheit wollen Sie übrigens den Gemeinderäthen zugleich eröffnen, wie ich in Anerkennung der Ehrenhaftigkeit der großen Mehrzahl gerne dieſer Verfügung mich uͤberhoben hätte, wenn ich nicht von der Anſicht ausgegangen wäre, daß dieſelbe fuͤr den Ehrenſtand des Gemeinderaths, weil 7 u Umeſlhe einzelner Wenigen von ihm abwenden ſoll, nur förderlich ſeyn könnte. Friedberg den 11. Januar 1841. Küchler. Derſelbe an Dieſelben. Betreffend: Die Beſtimmungen, unter welchen die Kunſtſtraßen in den Königlich Baieriſchen Staaten durch Fuhrwerke befahren werden dürfen. Im Königreich Baiern iſt durch eine Verordnung vom 16. Juli d. J. beſtimmt worden, daß die Breite der Ladung auf Frachtwägen, mit Ausnahme der untheilbaren Laſt, neun Fuß bairiſch nicht uͤberſchreiten darf. Die Uebertreter ſollen polizeilich beſtraft und überdies bis zur vorſchriftsmäßigen Einrichtung ihres Fuhrwerks an dem Weiterfahren gehindert werden. f Sie haben die Fuhrleute, welche mit Frachtfuhrwerken nach Baiern kommen könnten, auf dieſe Verordnung und auf die Nachtheile aufmerkſam zu machen, die aus deren Nichtbeachtung für ſie entſtehen können. Friedberg den 11. Januar 1841. Küchler. Winter- Witterung. Alle Kälte, welche wir im Vorwinter gehabt hat— ten, ſchien mit dem neuen Jahre zu verſchwinden; der Thermometer zeigte am ten Januar 2 Grad (Reaumur) Wärme. Aber ſchon am Zten wurden durch eine bedeutende Maſſe Schnee weit und breit und auch hoch genug unſere Felder bedeckt. Dabei fiel am 4. der Barometer auf 26,11 Zoll. Dennoch trat wieder Kälte ein, jedoch nur mäßige, indem der Thermometer bis zum 7. Jan. nicht uͤber 5 Grad unter 0 zeigte. Plötzlich brachte uns der 8. eine neue Schneemaſſe und zwar mit ſolchem Winde, daß er ſich an verſchiedenen Plätzen wahrhaft aufthürmte und Weg und Steg bedeckte. Eine Folge davon war eine augenblickliche Unterbrechung der Commu— nicgtionen. Der Poſtwagen, welcher Nachts um 12 Uhr hätte von Frankfurt in Friedberg ankommen müſſen, blieb auf der Oberwöllſtädter Höhe ſtecken und langte erſt am 9. Nachmittags an, nachdem mehrere hundert Menſchen, welche in der Eile auf— geboten worden waren, eine einigermaßen fahrbare Bahn hergeſtellt hatten. Die Wagen von Norden blieben ebenfalls eine Zeitlang aus. Daß es unter ſolchen Umſtänden ohne Unglücksfälle nicht abgehen würde, ahndeten wir gleich. Wirklich ſollen in un⸗ ſerer Nachbarſchaft mehrere Meuſchen ihr Leben eingebüßt haben; u. A. ſpricht man von einem Ju⸗ den aus Staden, einem Frauenzimmer aus Hom— burg, einem Handwerksburſchen. Doch iſt uns nur das mit Beſtimmtheit angegeben worden, daß der Muller Kitz von der Harbmühle(ſie gehört zur Gemeinde Niederrosbach) ſeinen Tod im Schnee ge⸗ funden habe. Obgleich am 9. der Suͤdwind herrſchte, trat doch Abends wieder eine ſolche Kälte ein, daß der Ther— mometer um 9 Uhr auf 10 Grad unter Null ſtand. Sonntags den 10. wurde es etwas gelinder und mit dem Montag ſtellte ſich den ganzen Tag hin⸗ durch Thauwetter ein, anfänglich mit Regen und Schneegeſtöber, den Nachmittag bei ziemlich klarer Luft. Sollten übrigens die Schneemaſſen, welche ſich überall aufgehäuft, ſchnell weggehen, dann können wir für unſere an Flüſſen wohnenden Mitbrüder mit Recht beſorgt ſeyn; ohne bedeutende Ueberſchwem— mung möchte es ſchwerlich ablaufen. Warum arbeiten wir denn? Wir haben in Nr. 30 unſeres Intelligenzblattes von 1839 den Leſern die Betrachtungen eines Tagediebes mitgetheilt, wie wir ſie unmittelbar aus ſeinem Munde vernommen und wörtlich auf⸗ gezeichnet hatten. Da der größte Theil unſerer Leſer aus fleißigen Leuten beſteht, ſo fühlten ſie ſich dabei nicht getroffen, ſondern wunderten ſich vielmehr, wie es nur Leute geben könne, die unſerm lieben Herr⸗ gott die Tage„abſtehlen,“ welche uns doch ſo knapp zugemeſſen ſind, und die nichts arbeiten, da wir doch in und außer uns ſo vielerlei Anforderungen nun in über de loren. müſſe i ganz ri Hacke o indem e antwor ſehers ſtellen ruhen, von gli Dränge beit ſchſ Magd der He jagen d Ja, ſie nur ſei der ihm ſogar ihnen b lieren f Wa dern U tine ſeh Urach. ich eine dem S in 1 2 . 17*. haben, die mancherlei Kräfte zu üben, die uns der Schöpfer mitgetheilt hat. Das ſchöne Verslein „Zur Arbeit, nicht zum Müßiggang, Sind wir, o Herr, auf Erden; Drum laß mich doch mein Leben lang Kein Müßiggänger werden“* iſt ihnen allen im Gedaͤchtniß, und darum ſieht man auch, beſonders in unſerer lieben Wetterau, von Morgens früh bis Abends ſpät, die Menſchen thaͤtig und geſchäftig, und es iſt für den Menſchenfreund eine wahre Freude, wenn er es in Stadt und Dorf, in Feld und Wald ſo recht wimmeln ſieht, wie die Ameiſen am freundlichen Sommertage, als wollten ſie heute Alles beendigen und es wäre morgen keine Zeit mehr zur Arbeit. Das iſt eben, was man Fleiß nennt, der mehr thut, als er zu thun ſchuldig iſt, und der arbeitet, weil es ihm unmöglich iſt, muͤßig zu ſeyn, und weil ihm die Arbeit nach und nach zur andern Natur geworden iſt. Fragen wir aber dieſe emſigen Menſchen:„War— um arbeitet ihr denn eigentlich?“ ſo wird wohl Mancher von den vielen fleißigen Leuten einen Au— genblick inne halten und uns verwundert anſchauen. „Eine dumme Frage,“ ſagt dann der Eine, und fährt nun in ſeiner Arbeit wieder fort, als ärgerte er ſich über den Augenblick, den er durch das Umdrehen ver⸗ loren. Ein Anderer lächelt, als wollt' er ſagen, es müſſe in dem Kopfe deſſen, der die Frage gethan, nicht ganz richtig ſeyn. Dagegen ſtellt der Dritte ſeine Hacke oder ſeinen Spaten einen Augenblick hin, und indem er ſich mit dem Ellenbogen darauf ſtützt, fängt er an, darüber nachzudenken. So ganz verkehrt iſt die Frage am Ende doch nicht, meint er, und es lohnt ſich wohl der Mühe, ſie genauer zu überdenken und zu beantworten. Warum der Sclave arbeitet? das iſt bald be— antwortet. Wenn die Peitſche ſeines harten Auf— ſehers nicht wäre, würde er das Arbeiten bald ein- ſtellen und ſich unter einem ſchattigen Baume aus— ruhen, auch wohl ein wenig einſchlummern, um dann von glücklichern Zeiten zu träumen, wo noch kein Dränger und Treiber ihn mit der Peitſche zur Ar— beit ſchlug. Aber iſt denn mancher Knecht, manche Magd aus einer andern Urſache fleißig, als weil der Herr oder die Herrin ſie drängen oder fertzu— jagen drohen, falls ſie ihr Tagewerk nicht vollenden? Ja, ſieht man nicht dieſen und jenen Schulknaben nur ſeine Schularbeiten vollenden, weil er ſich vor der ihm angedrohten Strafe fürchtet?— Gibts nicht ſogar Staatsdiener, die nur arbeiten, weil es ihnen befohlen iſt, und weil ſie ihr Pöſtchen zu ver— lieren fürchten, wenn ſie nicht fleißig wären? Warum arbeitet man alſo?— Aus keiner an— dern Urſache als aus Furcht vor Strafe. Das iſt eine ſehr gewöhnliche aber auch eine ſehr gemeine Urſache. Es kommt mir dabei immer vor, als ſäh' ich einen Hund im Rad gehen, oder den Eſel mit dem Sack ſpringen oder den Bären tanzen. Alles, was der Art die Thiere thun, geſchieht aus Furcht vor Strafe. Wollen wir Menſchen uns in dieſe Reihe ſtellen? Nein, bei Weitem der größte Theil der Menſchen treibt ſich ſelbſt zur Arbeit an und warum?— Weil ſeit Adams Fall ihm beſtimmt wurde, daß er unter dem Schweiße ſeines Antlitzes ſein Brod eſſen ſoll. Er arbeitet, weil er nicht Hungers ſter— ben will. Da regt ſichs und wegt ſichs unter den Menſchen früh und ſpät; da wird geſucht und ge⸗ fragt, wo's etwas zu verdienen gibt, und wenn ſich ein neuer Weg geöffnet hat, wie man„ſein Brod verdienen“ kann, ſo ſtrömt Alles hin und ſchlägt ihn ein. Das iſt aber nicht der Taglöhner al— lein, der dieſe große Heerſtraße betritt, um ſein Brod zu verdienen; da iſt Vornehm und Gering unter einander und alles durch einander: der Hand— werker, der Künſtler, der Kaufmann, der Soldat und von den Studirenden eine Unzahl. Der Eine widmet ſich der Theologie, um bald eine Pfarrei zu bekommen, die ihm„ſein Brod“ verſchafft, der andere der Rechtsgelahrtheit, damit er als Advokat oder Richter„ſein Brod“ verdient, der Dritte den Staatswiſſenſchaften, weil man heut zu Tage auf dieſem Wege früher„ein Amt erhalten kann, das ſeinen Mann ernährt.“ Und nun gar die andern Wiſſenſchaften, Mathematik, Chemie, neuere Spra— chen! Sie ſind, jede in ihrer Art, vortrefflich, weil man unter den jetzigen Verhältuiſſen durch ſie noch ſchneller„verſorgt“ werden kann. Wenn aber der reiche Handelsmann, der hoch— geſtellte Gutsbeſitzer, der große Capitaliſt— früh und ſpat thätig iſt, das geſchieht doch nicht des Brodes wegen?— Ach nein, das geſchieht aus einem andern Grunde. Das kommt daher, weil „je mehr er hat, je mehr er will. Der iſt oft noch viel begieriger nach einem Stückchen Brod oder nach einem Bischen Verdienſt als der Taglöhner und der Handwerksmann; denn über ſeinem Haupte ſchwingt noch ein ſchlimmerer Treiber die Peitſche, als über dem des Sclaven, aber ein unſichtbarer, nämlich die Habſucht. (Schluß folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. Bekanntmachung. (1254) Dienſtag den 19. Jan. 1841, Vormittags 9½ Uhr, ſollen im hieſigen Rathhauſe die Georg Lang'ſchen unten näher beſchriebenen in der Gemar— kung Fauerbach II. liegenden Güterſtücke öffentlich dem Meiſtgebot ausgeſetzt werden, als: Pag. u. Nr. 533 7 1 Prtl. 23 Ruthen linker Hand der Dorheimer Hohl, neben Georg Menges. 546 33 1 Vrtl. 31¼ Ruthe desgleichen rechts derſelben, neben Johs. Philippi. „ 18*. 548 42 2 rtl. 3½ Ruthe daſelbſt an Hein⸗ rich Sang.. 650 12 20 Ruthen Baumgarten im Mehlfeld, neben Johs Philippi Jun. 497 46 2 Prtl. 8 Ruth. am Hockenberg, neben Anton Eich- Friedberg den 9. Dezember 1840. 5 In Auftrag großh. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (1255) Dienſtag den 19. Jan. 1841, Morgens 9 Uhr, ſoll im hieſigen Rathhauſe die in der Jo⸗ hannes Wagner'ſchen Ehe erkaufte Hofraithe, Pag. u. Nr. 14%, beſtehend in Wohnhaus, Hinterbau und Garten, an Herrn Steuercommiſſär Bingmann gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 9. Dezember 1840. a In Auftrag großh. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Oeffentliche Ladung. (1296) Alle diejenigen, welche Anſpruͤche an den in Concurs verfallenen Schuhmacher Georg Steg von Rodenbach haben, werden aufgefordert, ſolche ſogewiß in dem auf Freitag den 19. Februar 1 Vormittags 9 Uhr, angeſetzten Liquidationstermine dahier geltend zu machen, als ſonſt, ohne daß ein beſonderes Präcluſivdecret erfolgt, Ausſchluß von der Maſſe eintritt. In dem Termin ſoll zugleich die Gute verſucht werden, weßhalb die Vollmachten etwaiger Manda⸗ tare zum Abſchluß eines Arrangements ermächtigen müſſen. Großkarben den 10. Dezember 1840. f Großherzoglich heſſiſches Landgericht Muhl. Schmidt. Güter ⸗- Verpachtung. (1298) Montag den 18. Januar 1841, Morgens 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe, die den mil⸗ den Stiftungen dahier gehörenden, Petritag 1841 leihfälligen Güter auf zwölf nach einander folgende Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet werden, als: 1) Gemarkung Friedberg: 29 ¼ Morgen, 5 Gemarkung Weckesheim: 90 ¼ Morgen. Friedberg den 22. Dezember 1840. Für den Kirchenvorſtand: Der Beigeordnete Bender. Hofraithe⸗Verſteigerung. (18) Auf freiwilligen Antrag der Bürger und Sattler Karl Decher'ſchen Eeheleute ſoll Dienſtag den 19. Januar l. J., Morgens 11 Uhr, im hieſigen Rathhauſe deren Hofraithe, Pag. u. Nr. 29%, beſtehend in Wohnhaus und Stall, an Thomas Hanſtein und Daniel Fritz, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, und wird bemerkt, daß bei einem annehmbaren Gebote der Zuſchlag ſogleich ertheilt wird. Auch können die Hofraithen alsbald bezogen werden. Friedberg den 7. Januar 1841. Der Beigeordnete Bender. Annahme von Tambouren. (16) Bei dem großh. 4. Infanterie⸗Regiment ſol⸗ len noch weiter vier Tamboure angenommen werden. Die hierzu Luſttragenden wollen ſich alsbald, mit den vorſchriftsmäßigen Atteſtaten verſehen, bei dem Bataillons⸗Commando zu Friedberg anmelden. Die Herrn Buͤrgermeiſter werden erſucht, dies in ihren Gemeinden bekannt zu machen. Offenbach den 6. Januar 1841. Das Commando des großh. heſſ. 4. Infanterie⸗Regiments. Güter ⸗ Verpachtung. (19) Da auf die dem Auguſtiner Schulfonds da⸗ hier zuſtehenden 2 Huben Ländereien, welche am 12. Dezember 1840 der Verpachtung ausgeſetzt wor⸗ den waren, kein annehmbares Gebot erfolgte, ſollen dieſe, dem Auguſtiner Schulfonds allein zuſtehenden Ländereien, Dienſtag den 19. Januar l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe einer noch⸗ maligen Verpachtung auf 12 Jahre öffentlich meiſt⸗ bietend ausgeſetzt werden, und zwar getheilt, als: 1) In der Gemarkung Rockenberg: 42 Mor⸗ gen 19½ Ruthe Ackerland und 3 Morgen 3 Vrtl. 4% Ruthen Wieſen und zwar das Acker⸗ land in ſchicklichen Abtheilungen von 2, 3 und 4 Morgen, die Wieſen aber in zwei Abthei⸗ lungen. 5 2 In der Gemarkung Münzenberg: 9 Mor⸗ gen 23 ½ Ruthen Ackerland in ſchicklichen Ab⸗ theilungen von ungefähr 4, 3 und 2 Morgen. 3) In der Niederweiſeler Gemarkung: 1 Morgen 16 Ruthen Ackerland. 4) In der Gemarkung Oppershofen: 4 Morgen, 3 Vrtl., 39¾ Ruthen in verſchiede⸗ nen Abtheilungen, als die Wieſen im Mörler⸗ feld, Brückfeld, Rodfeld, Waldfeld. Hierauf folgt ſodann der Bezug von 4½ Mark Holzes aus dem in der Rockenberger und Oppers⸗ hofer Gemarkung liegenden Rockenberger und Op⸗ pershofer Markwald, je nachdem ſich Liebhaber fin⸗ den, auf 2 oder mehrere Jahre öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 5. Januar 1841. Der Beigeordnete Bender. Verſteigerung von Straßenbau-Reparatur⸗ Arbeiten im Baubezirk Friedberg. (23) Die Unterhaltungsarbeiten fuͤr das Jahr 1841, ſowie das Steinſetzen und Steinſchlagen, an den Staatsſtraßen von Frankfurt nach Homburg durch die Gemarkung Ober- und Niedereſchbach und die Straße von Frankfurt nach Koͤnigſtein, ſollen Mittwoch den 20. Januar d. J., Vormittags 10 Uhr, bei Gaſtwirth Fritzel zu Obereſchbach, unter — 6) 771 8) 0 100 Heu, Str unter den Bedingung an den I Ober 5 (40) 2 10 Uhr, Wind'ſche Neo. 585 haus, an gen, offen Fried 42) 2 ſall erdver che in hi ſuhend in Eichenholz Fuß brit ten Keller *. 19. den dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtnehmenden einer nochmaligen Ver— ſteigerung ausgeſetzt werden. Die großh. Bürgermeiſter wollen dies im In⸗ tereſſe ihrer Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen. Friedberg den 2. Januar 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (27) Montag den 18. Januar l. J., Morgens 10 ½ Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der ſogenannte Hartmann Schmidt'ſche Garten auf einen weitern Zeitbeſtand von 6 Jahren öffentlich meiſtbietend ver— pachtet werden. Friedberg den 7. Januar 1841. In Auftrag der Armen⸗Commiſſion: Der Beigeordnete Bender. Mobiliar-Verſteigerung. (40) Dienſtag den 19. Januar l. J., Vormittags 10 Uhr, will die Wittwe des verlebten Conrad Rolly von hier folgende Gegenſtände, als: 1) 2 Ochſen, 2) 2 Kuͤhe, 3) 1 Rind, 4) 2 Mutterſchweine, 5) 5 Schaafe, 6) 3 Gaͤnſe, 7) Hühner, 8) 1 Karn mit Zugehöor, 9) 1 Pflug mit Zugehör, 10) 2 Eggen, 1 eiſerne und 1 hölzerne, Heu, Stroh, Holz und allerlei ſonſtiges Hausgeräth unter den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen in der Behauſung ſelbſt öffentlich und an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen. Obermörlen den 13. Januar 1841. 5 In Auftrag: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter 5 Nicolai. Hofraithe-Verſteigerung. (41) Dienſtag den 23. Februar l. J., Morgens 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Johannes Wind'ſche Hofraithe am Fauerbacher Thor, Pag. u. Nro. 58%% ⸗, beſtehend in Brau- und Wohn⸗ haus, an Georg Staubi und Johannes Walz gele— gen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 14. Januar 1841. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Hofraithe- Verkauf. (42) Auf Antrag der Friedrich Hahn's Erben ſoll erbvertheilungshalber Mittwoch den 27. Januar ihre in hieſigem Orte ſich befindliche Hofraithe, be— ſtehend in einem vor 18 Jahren groͤßtentheils von Eichenholz neu erbauten 60 Fuß langen und 46 Fuß breiten zweiſtöckigen Wohnhaus mit 2 gewölb— ten Kellern, einer 71 Fuß langen und 46 Fuß brei⸗ ten ganz von Stein erbauten Scheuer, einem ſtei⸗ nernen Branntweinbrennhaus, Stallung für Pferde, Kühe, Schweine u. ſ. w. Der Hoftaithsplatz ent— hält mit dem daran ſtoßenden Garten 1½ Morgen. Das Ganze eignet ſich wegen ſeiner Lage an der Hauptſtraße vorzugsweiſe zu einer Gaſtwirthſchaft, es wäre aber auch, wegen hinlänglichem Brunnen— waſſer, zu jedem Fabrikgeſchaft einzurichten. Kaichen am 13. Januar 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Hahn. Holzverſteigerung. (43) Montag den 18. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Niederrosbach, Diſtrikt Hochwald und Pfahlgraben 2 Stecken birken Scheidholz, 9 Stecken birken Prügelholz, 36 ½ Stecken eichen Stockholz, 750 eichen und 1000 birken Reiſerholz-Wellen, 14 eichen Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz-Stämme, 1124 Cubf., und 2 birken Schubkarnbäume, 5 Cubf. enthaltend, an Ort und Stelle an den Meiſtbietenden verſtei— gert werden. Die Zuſammenkunft iſt punkt 9 Uhr am ſ. g. Hühnerfpad, Diſtrikt Hochwald. Die Herrn Bürgermeiſter der hierauf reflectiren— den Gemeinden werden um gefällige Publikation dieſes andurch erſucht. Niederrosbach den 11. Januar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Bekanntmachung. (44) Dienſtag den 19. Januar d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quantität Brodfrucht dem Wenigſtnehmenden in Lieferung über— geben werden, welches den dazu Luſttragenden zur Nachricht dient. Nauheim den 11. Januar 1841. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Weiß. Dunker. Wohnungs-Vermiethung. (45) Dienſtag den 26. d. M., Nachmittags 3 Uhr, wird in dem Bureau des Unterzeichneten eine in dem fiscaliſchen Hauſe, die Bauverwalterei ge— nannt, in dahieſiger Burg befindliche Wohnung, enthaltend Stube, Kammer, einen Theil des Kellers und einen Theil des Speichers, auf 3 Jahre, vom 16. April d. J. anfangend, an den Meiſtbietenden vermiethet. Friedberg den 12. Januar 1841. Der großh. heſſ. Rentamtmann Bau ß. Proc lama. (46) Der ſeit zwölf Jahren abweſende Johann Conrad Häuſer von Niederweiſel hat die ihm im Flurbuche zugeſchriebenen Grundſtücke am 15. Oktober 1828 verkauft, ohne jedoch Kaufbriefe aus— fertigen zu laſſen. Da nun die Käufer auf Zufer— tigung ſolcher beſtehen, der beſtellte Curator absen- tis 9 555 das Eigenthum an jenen Grundſtücken fur den Abweſenden nicht nachzuweiſen vermag, ſo wer den alle, welche Anſprüche an die in Frage ſtehen⸗ den Grundſtücke, deren Verzeichniß bei dem unter⸗ ſchriebenen Landgericht eingeſehen werden kann, zu haben glauben, hierdurch aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen ſechs Wochen, von heute an gerechnet, dahier anzuzeigen, als ſonſt ohne Rückſicht auf ſie Kauf⸗ briefe werden ausgefertigt und beſtätigt werden. Butzbach am 8. Januar 1841. 5 Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Völcker. Calmberg. Bekanntmachung. (47) Auf freiwilligen Antrag der Frau E. Rumpf Wittwe, ſoll Montag den 25. Januar, Morgens 9 Uhr anfangend, in deren Wohnung auf der brei— ten Straße, nachfolgende Gegenſtände öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden, als: Holzwerk, Bettung, ein eichener Kleiderſchrank, Glasſchrank, Glasladen mit Zugehör, Bettſtellen, mehrere meſſingene Schaal— waagen u. ſ. w. Friedberg den 14. Januar 1841. Der Beigeordnete Bender. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Beachtungswerthe Anzeige. Gaſthaus-Verſteigerung. (1289) Das den Söhnen des verſtorbenen Con— rad Schwan Jun. dahier zuſtehende Gaſthaus„zum Schwanen“, in der frequenten Wallthorſtraße, in der Nähe der Poſt gelegen, beſtehend in dem Gaſt— haus, dem neuen Anbau mit Waſchhaus und Stal— lung für zwanzig Pferde und für Schweine, einer 1 Scheuer mit Stallung für 24 Pferde, einer bedeckten Kegelbahn, Holzremiſe und großem Hofraum, ſodann das unmittelbar daran ſtoßende Wohnhaus mit Anbau, ſollen auf Anſtehen der Ei— genthuͤmer Donnerſtag den 28. Januar 1841, Nachmittags 2 Uhr, auf hieſigem Rathhaus öffent— lich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die ſehr annehmbaren Bedingungen werden vor der Verſteigerung eröffnet, können aber auch von jetzt an ſchon bei großh. Stadtgerichte dahier einge⸗ ſehen werden. Die genannten Gebäulichkeiten eig⸗ nen ſich wegen ihrer günſtigen Lage und ihrer Ge— räumigkeit ſomohl zur Gaſtwirthſchaft und der vor— theilhaft mit ihr zu verbindenden Landwirthſchaft und deren Nebengewerben(Brennerei u. a.) als faſt zu jedem andern Geſchäft. Zu dieſem Beſitzthume gehören auch Grundſtücke, . 20. die im Augenblick noch verpachtet ſind, ſpäter aber dazu gegeben werden können. Gießen im Dezember 1840. Der Eigenthümer: Carl Schwan. Anzeige. (36) Auf einem Gute nahe bei Friedberg wird eine tüchtige Haushälterin geſucht. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. Geſchäfts⸗ Empfehlung. (48) Der Unterzeichnete beehrt ſich ergebenſt an⸗ zuzeigen, daß er ſein Haus Nr. 147, neben Herrn Thomas Hanſtein und Herrn Bürgermeiſter Daniel Fritz gelegen, verlaſſen habe, und nun das von Hrn. Peter Roth in der Uſergaſſe erkaufte Haus(Nr. 174), neben Hru. Bäckermeiſter Georg Schreiber und Hrn. Schuhmachermeiſter Johannes Zobel gelegen, bezogen habe. Zugleich verbindet er hiermit die Anzeige, daß er in ſeiner jetzigen Behauſung eine Wirthſchaft und Spezerei-⸗ und Saamenhandlung eröffnet hat. Durch gute Getränke, reine Spezereiwaaren und gute Sä⸗ mereien wird er das ihm bisher von ſeinen Abneh— mern geſchenkte Zutrauen auch in dieſer Wohnung zu erhalten ſuchen, und er hofft durch reelle Bedie— nung und billige Preiſe eines zahlreichen Zuſpruchs ſich erfreuen zu durfen. Carl Chriſtian Decher, in der Uſergaß. Eine ſolide tüchtige Hausmagd, (49) die das Kochen verſceht, ſowie ein Kinder mädchen von gutem Leumund können in hieſiger Stadt auf Petritag in Dienſt treten und erhalten einen guten Jahrlohn. Die Expedition d. Bl. ſagt wo? Eine drave Magd, (50) die mit Vieh umzugehen weiß, wird auf Petritag in Dienſt geſucht. pedition d. Bl. Zwei neue vollſtändige einſpännige (51) Wagen mit eiſernen Achſen ſind in Petter⸗ weil zu verkaufen bei Schmiedmeiſter Bäcker. 4 Knechte, (52) wovon 2 vierſpännig fahren müſſen, 1 Schwei⸗ zer und. 2 Mägde, welche ſämmtlich Petritag 1841 in Dienſt treten können, werden geſucht. Dieſelben müſſen jedoch gute Zeugniſſe vorzeigen können, wo— gegen ein guter Lohn zu erwarten ſteht. Näheres zu erfahren bei Wirth Fritzel in Niedereſchbach. Ganz feiner ſilbergrauer Spinnhanf (53) iſt zu billigem Preiſe zu haben bei Friedberg. G. Franz Dieterich, Seilermeiſter. Empfehluug. (54) Der Unterzeichnete beehrt ſich hierdurch die ergebene Anzeige zu machen, daß das im Verlage der großh. heſſ. Hof- und Cabinets-⸗Buchdruckerei von Stahl und Becker in Darmſtadt gedruckte Formu⸗ Bei wem? ſagt die Ex ⸗ lulrarle⸗ eiſtel/ 0 Ac bittet bel uch. fag bt 57 Hicerme! 56) 1 10 Uhr, Stein de Perwaltn Beyt! 2 (57) U Carten- men WIe englische eben u. tis zu h mir noch, rüben-K 0 Quedli (58) D neu geord hoch Büch dieselben Indem Nummer di mit unſeren und uns eh nicht umtin bare Ein dieſe Auffo het war. lobhudelei ſo ſehr Mg Würde und anpreiſung geweſen, w Herr Einſe Etelung a gen anon fotdenng dtiedhe aber er, * 21. larpapier, deſſen ſich die Herrn Geiſtlichen, Bürger— meiſter, Gemeinde- und Kirchenrechner ꝛc. bei man⸗ chen Arbeiten bedienen, bei ihm zu haben iſt, und bittet bei vorkommendem Bedarf um geneigten Zu— ſpruch. 40 Butzbach im Januar 1841. Chriſtian Berg. Geſottene Faſtenbretzeln (55) ſind von jetzt an bis Oſtern zu haben bei Bäckermeiſter F. W. Reuß. Stroh-Verſteigerung. (56) Mittwoch den 20. Januar l. J., Morgens 10 Uhr, wird in der Behauſung des Gaſtwirths Stein dahier von Seiten freiherrl. von Rau'ſcher Verwaltung folgendes Stroh verſteigert: 2 Fuder Erbſenſtroh, 2„ Wickenſtroh, 2½„ Linzenſtroh. Beyenheim den 9. Januar 1841. J. Filius. Saamen- Verzeichniss. (57) Das neueste Preis verzeichniss meiner Garten-, Feld-, Holz-, Gras- und Blumensaa- men wie auch von Tartoffeln und gefüllten englischen Prachtgeorginen ist wieder ausge- geben und in jeder guten Buchhandlung gra- tis zu bekommen. Insbesondere erlaube ich mir noch, meine echten weissen Zuckerrunkel- rüben-Kerne zu empfehlen. Quedlinburg im Januar 1841. Sam. Lor. Ziemann, Handelsgärtner. Seminar ⸗ Bibliothek. (58) Da die Bibliothek des Schullehrer-Seminars neu geordnet werden ſoll, ſo werden alle, welche noch Bücher aus derſelben geliehen haben, gebeten, dieſelben bald möglichſt zurückzugeben. In Auftrag des Directors: Soldan. Höfliche Bemerkung. Indem wir dem geehrten Einſender der in der vorigen Nummer dieſes Blattes an uns gerichteten Aufforderung hier— mit unſeren verbindlichſten Dank für ſeine, gewiß gut gemeinte und uns ehren ſollende Abſicht zollen, können wir zugleich nicht umhin, zu bemerken, wie unangenehm uns die ſonder— bare Einkleidung und nebenbei der Umſtand berührte, daß dieſe Aufforderung nicht mit einem Namen unterze ich— net war. Heutzutage, wo die Charlatanerie und die Selbſt— lobhudelei einer gewiſſen Gelehrten- und Künſtlerklaſſe leider! ſo ſehr Mode geworden iſt, hat ſich jeder Kunſtgeweihte von Würde und Ehre feierlichſt gegen jeden Verdacht der Selbſt— anpreiſung zu wahren; es wäre uns daher ungemein lieb geweſen, wenn der von unſerer Seite allen Dank verdienende Herr Einſender ſich gütigſt genannt hätte, da ſchon unſere Stellung an und für ſich nie erlauben würde, einer derarti— gen anonymen, mit ſtarken Lobpreiſungen verwebten Auf— forderung Folge zu leiſten. Friedberg am 10. Januar 1841. Dr. Langenſchwarz und Gattin. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waſzen: 7 fl. 30 kr. Korn: 5 fl. 40 kr. Gerſte: 4 fl.— kr. Hafer: 2 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 11. Januar: Wafzen: 7 fl.— kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 3 fl. 36 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 8. Januar: Waizen: 7 fl. 46 fr. Korn: 6 fl. 14 kr. Gerſte: 4fl. 52 kr. Hafer: 3 fl. 34 fr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 17. bis 24. Jan. 1841. pfo[ Brod ⸗Preiſe. Sriesberg 8 pf.. pf. 1 Leib-Roggenbrod be 2.44 2 77 77 4 2 4 2 4 77 17 9— 8 3 . Loth. Loth. Milchbrod 5 115 Waſſerweck 1487 11— [Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 7 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch a 19—. 7 2 26 gemaͤſtetes— Kübfleiſch ungemäſtetes—— 171 „Rindfleiſch 71— 1 „ Kalbfleiſch 6(— 6 14— „ Schweinenflleiſch 82 84 2 „Hammelfleiſch 3 714— „ Schaaffleiſch 6(——— „ Wurſt von blos Schweinen 124— 1214— „Gemiſchte Wurſt 10— 101— „ Bratwurſt 13— 13 „ Schwartenmagen 12 4 1 „I Geräucherter Speck 18— 184— „Schinken 14— 144— „ Doörrfleiſch 15— 151— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 1914— 1 dito unausgelaſſen] 18— 181— „ Nierenfett 18[18 „ Hammelsfett 15— 15 4 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Atereiſche Anregen. Fried, K., allgemeine Weltgeſchichte. 10 kr. Sporſchil, J., Geſchichte Napoleons. 10 kr. Benjamin Franklins Leben. 10 kr. Trautmann, Fr., Geſchichte des preußklſchen Staates. 10 kr. Thuringus, das Leben der preußiſchen Helden Blücher, Gneiſenau, Scharnhorſt. 10 kr. Sing ⸗-Voͤgelein. Liederbuch für Kinder vom vierten bis zum neunten Jahre. 1555 Melodien-Buch zum Sing⸗Vögelein.. Paulus in Bremen. Von einem Candidaten der Theologie aus Stade. 18 kr. Die deutſchen Lieder und Singweiſen, geſammelt v. L. Erk und W. Irmer. 5 Hefte à 36 kr. Das kleine Univerſum der Erd-, Länder- und Völ⸗ kerkunde. Ein Bilderwerk in intereſſanten An— ſichten. 1—4. Lieferung. Preis für jede e r. ung Atlas für Schule und Haus v. R. Groß. 2. Lieferung enthält: öſtliche und weſtliche Halb⸗ kugel, Irland, Baiern und Frankreich. 24 kr. Röder, Dr., der Hausbrunnen als Waſſer-Heil⸗ Anſtalt und Apotheke. 36 kr. * 22*. Poppe, Dr., der junge Phyſiker und Techniker. 1 fl. 30 kr. Döbereiner, Dr. F., Handbuch der praktiſchen Pharmacie. Erſte 3 48 kr. Dieſterweg, Dr. F. A., Schulleſebuch. Erſter Theil. 27 kr. —— Schulleſebuch. Zweiter Theil. Waitz, J. H., die Hauptregeln der Logik. 1 fl. 12 kr. Boden, A, Geſchichte der Berufung des Dr. Strauß an die Hochſchule von Zurich. 1 fl. 12 kr. Schelmenlieder und andere, aus der Liederſammlung kr. Piſchon, Spruchbuch fuͤr Schulen, in 3 Curſen. eines luſtigen Malers. 24 kr. 27 kr. Fürſt, J. E., der wohlberathene Bauer Simon Strüf. Thieme, M. Fr. W., engliſch⸗deutſches 751 deutſch⸗ Drei Bände. 3 fl. engliſches Wörterbuch. 2 fl. 24 kr. Grashof, J. W., Leitfaden fr den Unterricht in Kupper, J. A., Feſt⸗Predigten. 2 fl. 42 kr. der allgemeinen Weltgeſchichte. 54 kr. Im Monat Dezember 1840 wurden zu Friedberg Get ra! Den 17. Karl Friedrich Schwarz, großh. Univerſitäts⸗ ⸗Diener zu Gießen, ein Wittwer, und Jungfer Mar⸗ garetha Müller, weiland des hier geweſenen Bürgers und Weißgerbermeiſters Ambros Müller nachgelaſſene ehelich ledige Tochter.] 2) Get aufe: 5. Dem hieſigen Buͤrger und Schuhmachermeiſter Martin Heß eine Tochter, Chriſtina, geboren den 4. Dezember. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Johann Philipp Weckerling ein Sohn, Wilhelm, geboren den 13. Dezember. Dem hieſigen Buͤrger und Küfer Heinrich Wind eine Tochter, Katharina, geboren den 17. Dez. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Thomas Lorenz eine Tochter, Katharina, geboren den 29. November. Dem hieſigen Bürger, Kuͤfer und Bierbrauermeiſter Philipp Simrock eine Tochter, kung den 18. Dezember. Katharina, . Dem hieſigen Bürger und Gerbermeiſter Johann Heinrich Müller eine Tochter, Maria Katharina, geboren den 2. Dezember. Dem hieſigen Bürger und Zimmermeiſter Johannes Füller eine Tochter, Katharina Margaretha, geboren den 6. Dezember. 7. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Heinrich Möbs ein Sohn, Heinrich, geb. den 26. Dez. 7. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Andreas Graubert eine Tochter, Anna Maria Katha— rina, geboren den 24. er, Den 10. Maria Eliſabetha Gärth, des weiland freiherrlich von Prettlackiſchen Pächters auf dem Häu— ſerhofe bei Nidda Anton Gärth hinterlaſſene Wittwe, geborne Horn, alt 66 Jahre und 13 Tage 1 den 8. Dezember. . 5 Schwalm, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Heinrich Schwalm Ehefrau, geborne Pfeiffer, alt 52 Jahre und 3 Monate T den 9. Dezember. 7 1. Christina Margaretha Kopp, des penſtonirten Pfeiffers bei dem ehemaligen Stadtkontingent Philipp Kopp dahier Ehefrau, geborne Uhl, alt 77 Jahre, r den 14. Dezember. „ 18. Der hieſige Bürger und Gärtner Conrad Heß, alt 71 Jahre, 4 den 16. Dezember. „ 22. Der hieſige Bürger und Muͤllermeiſter Jacob Breitwieſer, alt 71 Jahre, 1 den 20. Dezember. Ludwig Becker, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Thomas Becker II. eheliches Söhnchen, alt 4 Monate und 16 Tage, 7 den 22. Dezember. . Marie Chriſtine Henriette Hanſtein, des hieſigen Bürgers und Weißgerbermeiſters Thomas Hanſtein Ehefrau, geborne Körner, alt 63 Jahre, 4 Monate und 3 Tage, 1 den 24. Dezember. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. gefälligst werden. 0 Proving mit, dig oöffentli Friedbe haben, können. Kenntni welchen detes 5 Abhalti