rinnen — 2818 1 D Intelligenzblatt für die 1 Frovinz(berhessen 2 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M II. Sonnabend, den 12. Maͤrz 1841. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Kirchenvorſtaͤnde des Kreiſes, mit Ausnahme des Graͤflich Solms-Roͤdelheimiſchen Standesherrlichen Bezirkes. Betreffend: Die Voranſchläge für die Kirchenfonds des Kreiſes Friedberg pro 1842. Der Art. 15 der Verordnung vom 6. Juni 1832, betreffend die Verwaltung des Kirchenvermö— gens, ſchreibt vor, daß die Kirchenvoranſchläge ſpäteſtens im Monat April aufgeſtellt und berathen werden ſollen und finde ich mich, von den höheren kirchlichen Behörden dazu veranlaßt, aufgefodert, ſchon jetzo Sie an dieſe Beſtimmung, unter Verweiſung auf mein Ausſchreiben vom 15. April 1835 Nro. 16 des Intelligenzblattes, zu erinnern, damit etwa nöthige Vorarbeiten alsbald von Ihnen vorgenommen werden können. Man erwartet, daß die nach den beſtehenden Vorſchriften bearbeiteten Voranſchläge, bei welchen beſonders die, zu den vorhergehenden Voranſchlägen gemachten Entſchließungen auf das Genaueſte zu befolgen ſind, bis zum 15. Mai d. J. den Großh. Decanen eingeſendet worden ſind; widrigenfalls man ſich in die unangenehme Lage verſetzt ſehen würde, dieſelben durch Wartboten abholen zu laſſen. Friedberg den 4. März 1841. Küchler. Derſelbe an die großh. heſſ. Burgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den Ankauf der dießjährigen Remontepferde. Da nach der in der großh. Zeitung erſcheinenden Bekanntmachung vom 8. d. M. der Ankauf der dießjährigen Remontepferde, am 19. März zu Friedberg, „ 20.„„Hungen, „ 2 Alsſild, ſtatt findet, ſo werden Sie dieß in den Gemeinden noch beſonders bekannt machen, auch von Ihrer Seite, ſo weit möglich, zur Beförderung des Geſchäfts thätigſt mitwirken. Friedberg den 11. März 1841. Küchler. „ 76. Trauerfall. In der Nacht vom 8. auf den 9. März ſtarb an einem Lungenſchlage Herr Franz Kleberger, großh. heſſiſcher Dekan, Mitglied der Bezirks⸗ Schulkommiſſion und Pfarrer zu Melbach. Der Staat verliert an ihm und zwar viel zu frühe einen treuen Diener, einen ausgezeichneten Seelſorger von acht chriſtlicher Weihe, unſere Wetterau einen ihrer biederſten Männer, die Familie einen liebevollen Gatten und Vater, ſeine Freunde einen treuen, ge⸗ müthlichen Freund. Der Tod eines ſolchen Mannes iſt ein Verluſt für die Provinz. Um ſo mehr iſt es unſere Pflicht, ihm in unſerem Blatte ein Denkmal zu ſtiften. Sobald wir im Beſitze der nöthigen Ma⸗ terialien ſind, werden wir eine kurze Biographie und Charakteriſtik von ihm unſern Leſern mitthei⸗ len. Ein ſchöneres und bleibenderes Denkmal grün⸗ dete ſich derſelbe ſelbſt und zwar in den Herzen ſeiner Gemeindeglieder, ſeiner Angehörigen und ſei— ner Freunde. Friede ſeiner Aſche! e Zur wetterauer Chronik.(66) Am 6. März ſoll ein junger Menſch, welcher mit einem jungen Mädchen aus Homburg ein Lie⸗ besverſtändniß hatte, dem aber die Eltern ihre Einwilligung zu einer ehelichen Verbindung verſag⸗ ten, plötzlich in dem Hauſe derſelben angekommen ſeyn und eine Piſtole nach dem Mädchen und eine zweite nach deſſen Mutter abgeſchoſſen haben. Er⸗ ſtere wurde an der Schulter verwundet, letztere gar nicht. Auf ihren Hülferuf eilten die Nachbarn herbei und bemächtigten ſich des jungen Mannes, der ſich unterdeſſen mit zwei Dolchſtichen verwundet hatte, die aber beide nicht tödtlich ſeyn ſollen. Zu welchen Thorheiten und Verbrechen verleitet die ju— gendliche Leidenſchaft nicht! Erinnerungsfeſte zu Butzbach.) In unſerer Nachbarſtadt Butzbach wurden vor Kurzem zwei Feſte gefeiert, deren wir in unſerm Blatte Erwähnung thun zu müſſen glauben. Zur beſſeren Verſtändigung ſenden wir folgende hiſto— riſche Notizen für unſere Leſer voraus. 2) Vergl. großh. beſſiſche Zeitung Nro. 61. Landgraf Georg I., Philipps des Groß— müthigen vierter Sohn, der Stifter unſeres er⸗ lauchten Fürſtenhauſes, hatte 10 Kinder. Von dieſen überlebten ihn drei Söhne, Ludwig V., Philipp und Friedrich. Zwiſchen dieſen kam es im Jahre 1606 zu einem Hauptvertrage, der Grundlage des noch geltenden Primogeniturrechts, wonach dem älteſten als eigentlichem Regierungs- nachfolger das Ganze zufallen, den beiden Nachge— bornen aber eine Appanage von 24000 damaligen Gulden zugetheilt werden ſollte. Friedrich wurde der Stifter der noch blühenden homburgiſchen Linie, da ihm die Einkünfte des Amtes Homburg nicht nur, ſondern auch ſpäter die„Hoch- und Obrigkeit, auch oberherrlich Recht- und Gerechtigkeit“ dieſes Amtes, jedoch mit Vorbehalt„einiger Reſervaten“ zugetheilt worden war. Philipp dagegen nahm ſeinen Sitz zu Butzbach, welches damals nur zum dritten Theile dem fürſtl. Hauſe gehörte. Die Ein⸗ künfte des Amtes Butzbach mit ſeinen 4 Dörfern Oſtheim, Hochweiſel, Fauerbach und Mün⸗ ſter reichten aber bei Weitem zur Appanage nicht hin. Nach einer Kammerrechnung vom Jahre 1615 hatte Philipp vom Kammerſchreiber zu Darmſtadt in dem Einen Jahre die Summe von 17,500 Gul⸗ den erhalten, um die Appanage vollſtändig zu machen. Es iſt bekannt, daß Philipp nicht nur ein ſehr gelehrter, ſondern auch ein ſehr thätiger und menſchenfreundlicher Fuͤrſt war. Seine koſtbaren Inſtrumente für höhere Mathematik, Aſtronomie und Geographie wurden bis auf die neuere Zeit in der Univerſitätsbibliothek zu Gießen aufbewahrt. Er verſtand acht Sprachen, und überſetzte die Bibel alten und neuen Teſtamentes aus dem Urtexte. Soviel uns bekannt iſt, beſitzt die Hofbibliothek zu Darmſtadt dieſes Werk noch. Außerdem befchaͤftigte er ſich mit Mathematik, Geſchichte, Genealogie und andern damit verwandten Wiſſenſchaften. Einen beſondern Eifer legte er bei Erbauung des neuen Sch loſſes zu Butzbach an den Tag. Es galt dieſes in damaliger Zeit und noch lange nachher fur ein wahres Wunderwerk, in welchem vorzüglich der große Saal mit ſeinen akuſtiſchen Einrichtungen, ſeiner koſtbaren Thür und ſeinem Ofen ſich aus⸗ zeichneten.— Einen andern kunſtreichen Bau ließ er bei Munſter auffuͤhren; es iſt dies das nach ihm benannte und nach ſeinem Plan erbaute Schloß „ 77. Philipps-Eck. Auch dieſes enthielt manche Kunſt— werke, war aber auch zugleich eine für jene Zeiten ſtarke Feſte. Die unterirdiſchen Gewölbe waren ſo geräumig, daß in denſelben 2 Weinfäſſer, jedes von 18 Fuder, 16 Faſſer, jedes von 9 Fuder, und 34 Faſſer, jedes von 3 Fuder, lagerten. Im Falle der Noth gaben dieſe Souterrains, welche mit Ron— delen und Schießſcharten verſehen waren, einen beſonderen Vertheidigungsplatz ab. Leider iſt das Alles jetzt ganz zerſtört. Selbſt von den vielen Weinbergen, welche er am Hausberge anlegen ließ, iſt kaum eine Spur mehr übrig. Auch die Berg— werke bei Münſter, welche im Jahre 1614 zuerſt betrieben wurden, gingen ſchon vor 1683 wieder ein. Nachdem Philipp 19 Jahre hindurch der Wohlthäter der ganzen Umgegend geweſen und be⸗ ſonders in den ſchrecklichſten Zeiten des dreißigjäh— rigen Krieges die Stadt vor vielen Drangſalen geſchützt hatte, ſtarb er am 28. April 1643, und zwar auf eine ſehr jammervolle Art. Er hatte ſich nämlich ein Dampfbad ſo bereiten laſſen, daß Brannt— wein auf heiße Steine geſchüttet wurde. Durch Unvorſichtigkeit entzündete ſich der Branntwein und Philipp wurde durch das Feuer deſſelben ſo ſchrecklich verwundet, daß er 3 Tage nochher ſeinen Geiſt aufgab. Eine Chronik-Nachricht zufolge wurde er am 10. Auguſt feierlich beſtattet. Seine Gruft befindet ſich in der Stadtkirche zu Butzbach. Noch erfreut ſich dieſe Stadt einer zur Unterſtützung be— jahrter Männer von ihm gegründeten Stiftung. Am 15. Februar l. J. feierte die Stadt Butz bach auf eine würdige Weiſe ſein Andenken. Herr Inſpector Steinberger nahm Veranlaſſung, indem er Sirach XLIV, 1— 15 als Text zum Grunde legte, mit dem heimgegangenen Edlen näher bekannt zu machen. Die Predigt des zweiten Geiſtlichen über Sprüchwörter X, 7, heb die chriſtliche Be— deutung der Feier hervor. An dem Sekulartage der Stiftung wurde, unter dem Geläute der Glocken an 60 ältere Männer, die in dem Legat beſtimmte Gabe vertheilt, außerdem wurden durch Beſchluß der Stadtbehörde die Schulkinder mit Backwerk und die Armen mit Holz beſchenkt. Auch noch auf an— dere Art wurde der Tag würdig begangen. Ein Capital von 100 fl. wurde als Grundfonds einer Stiftung für arme bejahrte Frauen votirt. Abends fand ſich eine zahlreiche Geſellſchaft im heſſiſchen Hauſe zur Feier des Tages ein, dei welcher bedeu— tende Summen für die neue Stiftung ſubſcribirt, das Andenken des längſt dahingegangenen Prinzen erneuert, beſonders aber Toaſte auf das Wohl des Landesvaters und der erlauchten Fürſtenfamilie aus— gebracht wurden. Ungeſähr hundert Jahre nach Philipp hatte ein anderer heſſiſcher Prinz ſeine Reſidenz zu Butzbach; es war dies der Prinz Heinrich, Einer von den Heldenſöhnen Ludwigs VI, welche alle vier in fremde Kriegsdienſte getreten waren, ſich in kurzer Zeit emporgeſchwungen und an den bedeutendſten Kämpfen ihrer Zeit weſentlichen Antheil genommen hatten, aber auch alle vier zur katholiſchen Kirche übergetreten waren. Prinz Heinrich hatte u. A. mit ſeinem älteren Bruder Georg, dem Eroberer von Gibraltar, mehrere Feldzüge im ſpaniſchen Erbfolgekrieg gemacht, und war nachher General⸗ Feldmarſchall-Lieutenant und Befehlshaber von Lerida, dann Obriſt der Leibgarde unter König Karl III. von Spanien geworden. Er wurde aber ſpäter durch eine ihm vom General Stahremberg zugefügte Beleidigung vermocht, ſeinen Poſten zu quittiren. Er kehrte hierauf im Jahr 1710 nach Deutſchland zurück, verlebte den Reſt ſeiner Tage zu Butzbach, bekannte ſich wieder zur proteſtantiſchen Kirche und ſtarb am 31. Jan. des Jahrs 1741; am 15. Februar deſſ. J. wurden ſeine irdiſchen Reſte feierlich beſtattet.(Die„Geneal. Nachrichten“, welchen ſpäter Teuthorn, ſowie der Verf. der histoire genéalogique de la maison de hesse folgten, geben dagegen den 2. März als Todestag an.) Auch dieſes Prinzen Andenken wurde dieſes Jahr zu Butzbach, und zwar an ſeinem Todestage den 31. Januar, erneuert. Da dergleichen Erinnerungsfeſte nur wohlthatig wirken, ſo können wir nicht umhin, der Stadt Butz— bach für das würdige Begehen derſelben unſern Beifall hiermit öffentlich zu zollen.— Aepfel- Butter. Unter dieſer Benennung verſteht man in Penſyl— vanien mit Moſt eingekochte Aepfel, welcher Artikel in den obſtreichen Gegenden Deutſchlands ein gewinn— bringender Handelsartikel werden könnte. Jede Fa— milie auf dem Lande macht dieſe Aepfel-Butter zum Hausgebrauch, und zwar ſtets auf viele Jahre voraus, „ 78* und veranſtaltet bei Gelegenheit der Bereitung derſel— ben eine Art Familienfeſt(frolic), wobei die Einge— ladenen erſt zur Bereitung der Aepfel-Butter hülfreiche Hand leiſten, und dafür dann an einer Feſtmahlzeit und Tanz Theil nehmen. Den verſammelten Nach⸗ barinnen liegt es ob, die zu Aepfel-Butter beſtimmten Aepfel zu ſchälen, die Kerne auszuſchneiden, und ſolche zu viertheilen, und den Männern, ſüßen friſchen Aepfel⸗ moſt währenddem ungefähr auf die Hälfte ſeines Umfangs einzukochen.— 6 Bushel ſüße Aepfel, die geſchält und ausgeſchnitten 1 Barrel voll ausmachen, werden, nachdem 2 Barrel Aepfelmoſt auf ungefähr die Hälfte eingekocht ſind, in den Moſt geworfen, und unter fortwährendem Umrühren fortgekocht, bis die ganze Maſſe einen Brei von der Conſiſtenz der Butter gebildet hat. Dann wird die Maſſe in ir— dene Töpfe gefüllt und im Keller aufbewahrt, wo ſie ſich Jahre lang hält, und eine höchſt angenehme Zuſpeiſe gewährt. Gegen Ende des Einkochens ſetzt man gewöhnlich etwas geſtoßenen Zimmt oder klein— geſchnittene Citronſchalen zu, um angenehmen Ge— ſchmack zu geben, gießt auch wohl auf die Töpfe etwas zerlaſſene Butter, um folch ſichere Jahre lang gut zu erhalten. Ich aß ſolche Aepfelbutter, die ſchon 7 Jahre alt, und noch ganz gut erhalten war. (Polytechn. Zeit.) Beſcheinigung. Ferner iſt eingegangen: Für die Waſſerbeſchädigten in Vilbel von G. C. 1 fl. 45 kr.— Von einem Ungenannten von Friedberg für W. Wommelsdorf 2 fl. 20 kr.— Von einem Ungenannten für Bruchenbrücken 8 kr. Bender, Beigeordneter Bindernagel, Buchhändler. Wagner, Candidat der Theologie. Wahl, Apotheker. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N ιν E diiertal lady ng (173) Nach den Hypothekenbüchern der Gemeinde Niederrosbach entliehen Johann Georg Seibel und Ehefraun Katharina: a) Am 12. Dezember 1785 bei Frau Juliana Gros zu Friedberg 250 fl. pb) Am 14. Oktober 1791 bei der Schütziſchen Stiftung zu Homburg vor der Höhe 50 fl., welche Hypothek ſpäter den Kuratoren der Kin— der des Steuerperequators Werner zu Hom— burg vor der Höhe cedirt worden. c) 150 fl. bei Fähndrich Groß Wittwe dahier. Die Erben des Schuldners haben gerichtliche Mortification dieſer Schuldurkunden, welche längſt durch Zahlung erloſchen ſeyen, ohne daß ſolches ur— kundlich nachzuweiſen ſtehe, beantragt, weshalb alle, welche auf die vorerwähnten Kapitalien und aus den fraglichen Verpfändungen Auſprüche bilden wollen, aufgefordert werden, ſolche binnen 6 Wochen ſogewiß hier anzuzeigen, als ſonſt die vorgedachten Schuldurkunden ohne weitere Bekanntmachung für mortificirt erklart und die Einträge in den Hypo— thekenbüchern werden geloͤſcht werden. Friedberg den 18. Februar 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Hofmann. Arbeits-Verſteigerung. (198) Dienſtag den 16. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Hauſe des Gaſtwirths Hier o- nimus dahier die Reparaturarbeiten an den Ka— meral⸗Grundlaſten und Forſtgebäuden zu Friedberg, Butzbach, Ockſtadt, Obermörlen, Griedel, Rocken— berg, Oppershofen, Kaichen, Büdesheim, Helden— bergen, Burggräfenrod, Vilbel, Rodheim, Oberros— bach, Winterſtein und Oberau, als Maurer-, Stein⸗ hauer-, Zimmer-, Schreiner-, Schloſſer-, Glaſer⸗, Weißbinder-, Spengler- und Pflaſterarbeiten, an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Es wird dieſes mit dem Anfügen zur Kenntniß gebracht, daß nur ſolche Handwerker zum Gebot zugelaſſen werden, welche die nach der Verordnung vom 31. Januar 1828 vorgeſchriebene Prüfung be— ſtanden oder bereits vor Erlaß derſelben Meiſter geworden waren. Friedberg den 4. Maͤrz 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (199) Mittwoch den 17. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Dorheimer Bergwerk die Re— paraturarbeiten an den Taggebäuden an die We— nigſtfordernden öffentlich in Accord gegeben werden. Hiervon beträgt: 1) Maurerarbeit ien 2) Zimmerarbeitslohn 8„ 24„ 3) Dachdeckerarbeit 3/—„ 4) Schreinerarbeit 28 42„ 5) Schloſſerarbeit 50 20„ 6) Glaſerarbeit 10„—„ 7) Weißbinderarbeit 7„ 44„ Friedberg den 4. März 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Verſteigerung von Chauſſeearbeiten. (213) Freitag den 19. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Directorialbüreau des Zuchthauſes zu Marienſchloß die zur Erbauung eines Dothe (215) bier ſind Harkmant mit dem daß hiern ohne Ger ſam nich gung kel ſchloſſen Fried (216) Uhr, ſol Schütz: hauſung, Kühe, z und eine und ſonſ Zahlung Ober In * 79 circa 125 Klafter langen Wegs um das Zuchthaus erforderlichen Planir-, Steinbrecher-, Steinfuhr⸗, Steinſetzer-, Chauſſir-⸗ und Pflaſter-Arbeiten an die Wenigſtfordernden verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht dieſe Verſteigerung im Intereſſe ihrer Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Gießen den 10. März 1841. Der großh. heſſ. Provinzialbaumeiſter Hofmann. Bekanntmachung. (214) Die Braunkohlen-Conſumenten des Dorhei— mer Bergwerks werden außerdem, daß dieſes ſchon heute allen Kohlenführern iſt geſagt worden, noch hierdurch in Kenntniß geſetzt, daß der Vraunkohlen— verkauf für diejenigen, welche ſolche nicht vorher anbeſtellt haben, für jetzt aufgehört hat. Jedoch wird noch eine Quantität Klötze, welche früher zu— rückgelegt worden waren und jetzt zum Trocknen auseinander geſtellt ſind, verladen werden. Jedoch möge ſich jeder, ehe er hierher fährt, zuerſt von der Qualität und dem Vorrath derſelben überzeugen. Dorheimer Bergwerk am 9. März 1841. Der großh. heſſ. Berginſpector A. Storch. Bann machung. (215) Heinrich Konig und deſſen Ehefrau von hier ſind unter Curatel des Heinrich Stamm und Hartmann Hofmann hierſelbſt geſtellt worden, was mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht wird, daß hiernach den genannten König'ſchen Eheleuten ohne Genehmigung ihrer genannten Curatoren wirk— ſam nichts geborgt, überhaupt ohne ſolche Einwilli— gung kein gültiges Rechtsgeſchäft mit ihnen abge— ſchloſſen werden kann. Friedberg den 26. Februar 1841. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Bekanntmachung. (216) Montag den 15. d. M., des Morgens 9 Uhr, ſollen auf freiwilligen Antrag der Andreas Schütze's Wittwe zu Oberwöllſtadt in deren Be— hauſung, ein braunes Wallachpferd, zwet tragbare Kühe, zwei Schweine, zwei Schaafe, zehn Hühner und einen Hahn, ſodann Heu, Stroh, Kartoffeln und ſonſtige Hausgeräthſchaften, gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Oberwöllſtadt den 11. März 1841. In Auftrag des gr. heſſ. Landgerichts Friedberg. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Feuerbach. Immobilienverſteigerung. (217) Montag den 29. d. M., des Nachmittags 2 Uhr, ſollen auf Antrag der Andreas Schütze's Wittwe zu Oberwöllſtadt, ihre neu erbaute Mühle, 118- beſtehend in einem Mahlgang, Scheune, Stall und circa 2½ Morgen Garten, ſodann ihre Hofraithe in der Untergaß, beſtehend in einem zweiſtöckigen Wohnhaus, Scheune, Stallung und Grund, unter den vor der Verſteigerung bekannt zu machenden Bedingungen verſteigert werden. Oberwöllſtadt den 11. März 1841. In Auftrag des gr. heſſ. Landgerichts Friedberg. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Feuerbach. Hofraithe-Verſteigerung. (218) In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts dahier ſoll Montag den 29. März, Vormittags um 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die Johannes Wagneriſche Hofraithe auf der breiten Straße, an Bäckermeiſter Philipp Engel gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Hin— terbau und Gaͤrtchen öffentlich meiſtbietend verſtei— gert werden. Friedberg den 11. März 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (219) Erbvertheilungshalber ſoll Montag den 29. März l. J., Vormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhaus die Hofraithe des verlebten Georg Söll— ner, beſtehend in Wohnhaus, Hofraum und anſehn— lichem Hinterbau mit Ausgang in die hinter dem Hauſe herziehende Straße, an der Metzgergaſſe an Heinrich Söllner's Wittwe und Jakob Mogk gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 11. Maͤrz 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Holzverſteigerung. (220) Dienſtag den 16. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der Bezug von 4½ Mark Holzes aus dem gemeinſchaftlichen rocken— berger und oppershofer Markwald öffentlich meiſt— bietend verſteigert und dem Meiſtbietenden der Zu— ſchlag unwiderruflich ertheilt werden. Friedberg den 11. Marz 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (221) Montag den 29. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigenm Rathhaus die dem Augu— ſtiner Schulfonds zuſtehende ſonſt Conrektorats-Woh— nung, Anbau am Hauptgebäude, an der Auguſtiner Gaſſe gelegen, beſtehend in Wohnhaus mit einem hinter dem Wohnhaus gelegenen Höfchen, wie ſol— ches abgepfloͤckt iſt, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 11. März 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Güter-Verſteigerung. (222) Montag den 22. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus die nicht geneh⸗ migten Haingrabenſtücke, beſtehend in 7 Stücken, jedes Stück ohngefähr/ Morgen Ortsmaaß hal⸗ tend, öffentlich meiſtbietend, und zwar ohne Obſt, auf 6 Jahre verpachtet werden. Friedberg den 11. März 18414. 155 Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Holzverſteigerung. (223) Donnerſtag den 18. d. M., Morgens 8 Uhr, werden in dem Freiherrlich von Franken⸗ ſte i wſchen Walde, in den Diſtricten ober und unter der Querſchneiße, verſteigert: 1) 15 Stämme eichen Werkholz à 1094 Cubf. 2) 10½ Stecken buchen Scheitholz, B 13„„ Pruͤgelholz, 4) 48 1„ Sctockholz, 5) 4650 buchen Wellen, 60 4½ Stecken eichen Prügelholz, Vorher wird das Forſthäuschen an der Uſinger Straße wegen erfolgten Nachgebotes einer wieder⸗ holten Verſteigerung ausgeſetzt, und der Zuſchlag ſogleich definitiv ertheilt. Ockſtadt den 11. März 1841. Broemſer. N νι Privat⸗Bekanntmachungen. Zur Nachricht. (189) In meiner neuen Niederlage nächſt hieſi⸗ ger Poſt ſind alle Sorten Rauch-, und Schnupf— Taback meiner eignen Fabrik im Einzelnen zu ha— ben. Auch können daſelbſt Beſtellungen au mich ab— gegeben werden. G. C. Morell. Empfehlung. (207) Wir ſind nunmehr im Stande, jede Be— ſtellung auf bearbeitete Sandſteine, als Fen⸗ ſtergeſimſe, Thüren-⸗ und Thor-Pfoſten, Mauerdeckel und Treppentritte ꝛc. anzunehmen, und ſehr ſchnell auszuführen. Geneigten Aufträgen entgegenſehend, bemerken wir, daß ſich unſere Steine durch Güte, Schönheit und Haltbarkeit auszeichnen. Gebrüder Grödel. Mdoͤbellager. (211) Ich mache einem verehrungswürdigen hie— ſigen und auswärtigen Publikum die ergebene An— zeige, daß ich, um mehrſeitigen Anfragen zu ent— ſprechen, ein nicht unbedeutendes Möͤbellager errich— tet habe, worin ich beſtändig alle Sorten Möbel neueſter Façon vorräthig halten werde. Beſonders erlaube ich mir, ein geehrtes Publikum auf meine . 80 geſchmackvoll gearbeitete ganz fertige Canapes und Stühle aufmerkſam zu machen. Zugleich verſpreche ich meinen guͤtigen Abnehmern geſchmackvolle und dauerhafte Arbeit und äußerſt billige Preiſe. Friedberg. J. Pfeiffer, Schreinermeiſter. Ein Brandweinkeſſel f (224) nebſt Zugehör des Kupfers, etwa 1 Ohm haltend, wird zu kaufen geſucht. Von wem? ſagt die Expedition d. Bl. Ein tüchtiger Bäckerburſche (225) kann ſogleich in der Nähe von Friedberg eine Stelle erhalten. Ausgeber dieſes ſagt wo. Empfehlung. (226) Ich bringe hierdurch zur Anzeige, daß, nachdem ich das theoretiſche Examen als Schreiner beſtanden und das praktiſche Meiſterſtück gefertigt, ich nunmehr als Schreinermeiſter recipirt bin und empfehle mich in allen Schreinerarbeiten. Friedberg den 11. März 1841. Conrad Walther, an der Freiheit neben Hrn. Gaſtwirth Kappes wohnend. Zwei vollſtändige Logis (227) ſind zu vermiethen bei Jacob Heß, Metzgergaſſe. Bek a n nit m a ch un 9 (228) Ich beehre mich, hiermit anzuzeigen, daß ich in den erſten Tagen hier eintreffen werde. Da mein Aufenthalt von nur kurzer Zeit ſeyn wird, ſo bitte ich allenfallſige Beſtellungen in dem Gaſthauſe des Herrn L. C. Trapp möglichſt bald abgeben zu wollen. Kling, Zahnarzt aus Hanau. 35,000 fl. (229) liegen auf erſte gerichtliche Inſätze zu 4% zu verleihen bereit; es werden dieſelben nur gegen reichlich doppelten Verſatz in liegenden Gruͤnden innerhalb des Bezirks des Landgerichts zu Großkar— ben und nicht unter Poſten von 5000 fl. abgegeben. Näheres hierüber im Freiherrl. von Leonhardiſchen Hauſe zu Frankfurt a. M., große Eſchenheimer Straße D. 166. e en n enn g (230) Dienſtag den 16. d. M., Morgens um 10 Uhr, ſollen auf dem Löwenthal nachbenannte Gegenſtände gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden, als: meh— rere Tiſche, Bänke, Schränke, Kaſten, Steigleitern, verſchiedenes Holzwerk, Gartengeſchirr, Bohnenſtan— gen, Gartenbänke, Sägen, altes Bettwerk, Metzger— ſchraen, Bütten ꝛc. Wiſſelsheim den 9. März 1841. Steinhauer, Foͤrſter. Ruſſiſchen und Seeländer Lein ſaamen (231) hat zu verkaufen Friedrich Hilbrecht. ̃jngleich Temine Fran dackion. 230) U verleih Oſiht (235) ergebenſt Nahen u arbeiten, Zugleich entgeldlic köpnen. wünſchte gütiges Frie * (236) ergeben Nähen, bitte de genannt len, mig ben ſey unterri halten. Vill Einig 237 der Han Burgvor leitern, enſtan⸗ Metzger⸗ orſter. anten brecht. . 81. Bekanntmachung. (232) Hiermit mache ich einem verehrlichen Pu⸗ dlikum die Anzeige, daß in dem Freiherrlich v. Fran— kenſtein'ſchen Walde, oberhalb der Querſchneiße, fuͤr Rechnung des Herrn Kammerdirector Klenze zu Laubach, wieder wie in den vorigen Jahren, zu dem Tarif⸗Preis, Buchen- Scheit, Prügel⸗ und Stockholz zu haben iſt, und bittet man bei Unter— zeichnetem den Holzbedarf beſtimmen zu wollen. Ockſtadt den 10. März 1841. Eret, Forſtrechner. Ein vorzügliches Forte-Piano (233) wird zu Darmſtadt, wegen demnächſtiger Wohnortsveränderung, billig zu verkaufen geſucht. Ein ſolider Käufer kann die Kaufſumme in Terminen bezahlen. Frankirte Briefe mit C. 0. G. beſorgt die Re⸗ daction. 600 fl. (234) ſind aus dem hieſigen Pfarrvacanzfonds zu verleihen. Oſtheim den 8. März 1841. P. Frees, Vacanzrechner. Bekanntmachung. (235) Ich beehre mich einem geehrten Publikum ergebenſt anzuzeigen, daß ich Unterricht ertheile im Nähen und Stricken, in allen Stickereien und Tüll— arbeiten, im Stopfen, in Straminarbeiten u. dgl. m. Zugleich bemerke ich, daß noch einige Mädchen un— entgeldlich von mir im Nähen unterrichtet werden können. Ich werde mich bemühen, mir das er— wünſchte Wohlwollen zu erwerben und bitte um gütiges Zutrauen. Friedberg den 10. März 1841. Mina Schuſter, wohnhaft bei Hrn. Schönwolf an der Kirche. Empfehlung. (236) Ich mache einem geehrten Publicum die ergebenſte Anzeige, daß ich Unterricht im Stricken, Nähen, Stopfen und Straminarbeiten ertheile. Ich bitte deßhalb alle Eltern, welche ihren Kindern in genannten Arbeiten Unterricht ertheilen laſſen wol— len, mich mit ihrem Zutrauen zu beehren. Ertheile zugleich die Verſicherung, daß es ſtets mein Beſtre— ben ſeyn wird, die mir anvertrauten Kinder gut zu unterrichten und ſie zu Fleiß und Ordnung anzu— halten. Vilbel den 12. März 1841. Dorothea Feudtner, wohnhaſt bei Hrn. Schneidermeiſter Pfad. Einige Fuder Waizen- und Futterſtroh, (237) ſowie 40— 50 Körbe Dickwurz ſind aus der Hand zu verkaufen bei Wittwe Bender in der Burgvorſtadt. Herren⸗ und Damen-Strohhuͤte (238) werden von mir gewaſchen und nach den neueſten Façons wieder hergeſtellt. Um die Hüte ſchneller beſorgen zu können, bitte ich dieſelben mir zeitlich zuſchicken zu wollen. Friedberg den 10. März 1841. Fanni Grödel, Putzmacherinn. Ein braves Kindermädchen (239) mird geſucht. Das Nähere iſt zu erfra— gen bei i ee d. Bl. und Herrn Schnei⸗ dermeiſter ſp in Friedberg. Fruüchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 8 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 4fl. 10 kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte-Preiſe zu Frankfurt, am 8. Maͤrz: Wafzen: 7 fl. 40 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl. 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte-Preiſe zu Mainz, am 5. Maͤrz: Waizen: 8 fl. 19er. Korn: 6 fl. 27 kr. Gerſte: 4fl. 51 kr. Hafer: 3 fl. 50 fr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 14. bis 21. Maͤrz 1841. „ Schaaflfleiſch pfd Brod-Preiſe. Friedberg Butzbach kr. d. pf 1 Leib-Roggenbrod 24 213 2 75 7 4 3 4—— 44„ 1 981 911 1 Loth Loth. Milchbrod 141 — Waſſerweck 1467 114— Gemiſchtes(Tafel-) Brod 4 67 7 Fleiſch-Preiſe. . pf 1 Ochſenfleiſch 8 10 10— „ogg, ze gemäſtetes 814— Kühſſeiſch ungemäſtetes 613 Rindfleiſch 6 2 „ Kalbfleiſch 5(— „ Schweinenfleiſch 91— „ Hammellleiſch 7 2 8 6 6 5 9 5 6 12 10 „ Bratwurſt 14 14 18 14 14 19 18 8 F „ Wurſt von blos Schweinen 12 „Gemiſchte Wurſt 10 13 „ Schwartenmagen 1 „ Geräucherter Speck 18 1 „Schinken 11 „ Dörrfleiſch 141 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 1 „ dito ungusgelaſſen 181— „ Nierenfett 18 181— „Hammelsfett 15 18 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. %% 82*. Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt Friedleben, Dr., Lehrbuch der Chronologie, oder vorräthig: Zeitrechnung und Kalenderweſen ehemaliger und Becker, R. 3., Das Noth- und Hulfs Büchlein jetziger Völker, in Zuſamenſtellung mit der chriſt— oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geſchichte lichen Zeitrechnung. 1 fl. 12 kr. des Dorfes Mildheim. 1 fl. 39 kr. Hahn, Chr., Arithmetiſches Exempelbuch für den Ehrenfeld, F., Väterlicher Rath für Jünglinge, Schul- und Privatunterricht. Erſter Kurſus. 30 kr. welche in das bürgerliche Leben treten und ſich Mendel, J., Der Vorläufer zum Schüler⸗Chor. zu guten und nützlichen Menſchen ausbilden wollen. Erſtes Heft. 48 kr. 45 kr.—— Die Wacht am Rhein von M. Sch. Für Heſſiſches Kochbuch. 4 30 kr. den Männerchor componirt. 15 kr. 77 7 14. 21. Im Monat Februar 1841 wurden zu Friedberg 15 Getraut: Den 7. Ludwig Schulze, neuangehender Buͤrger und Glaſermeiſter dahier, des weiland hieſigen Bürgers, Glaſermeiſters und Kirchenvorſtehers Conrad Auguſt Schulze ehelich lediger Sohn, und Jungfrau Maria Dorothea Thomas, des weiland Johann Philipp Thomas zu Fauerbach II. nachgelaſſene ehelich ledige Tochter. Herr Johann Georg Renneberg, Stadthauptmann, Phyſikatschirurg und Wittwer dahier, und Frau Karolina Sara Meck, des zu Frankfurt a. M. verſtorbenen Burgers, Zeichnenmeiſters und Theatermalers Herrn Johann Hermann Meck nachgelaſſene Wittwe, geborne Olenſchläger. Karl Feudtner, neuangehender Bürger dahier, und zu Vilbel mit Erlaubniß wohnender Barbier, des hieſigen Bürgers und Buchdruckers Peter Ludwig Feudtner ehelicher Sohn, und Suſanna Margaretha Dorothea Finkernagel, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Philipp Finker— nagel eheliche Tochter. tauft Dem hier ſtationirten großh. Gensd'armen 1. Claſſe und Ortsbuͤrger zu Raunheim, Adam Gerlach ein Sohn, Karl Heinrich, geboren den 10. Februar. Dem dahier wohnenden Handarbeiter und Bürger zu Ockſtadt, Heinrich Grimm ein Sohn, Martin, geboren den 16, Februar. Ein unehelicher Sohn, Philipp, geboren den 14. Februar. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Jakob Kautz eine Tochter, Johanna, geboren den 14. Februar. Eine uneheliche Tochter, Helene Karoline, geboren den 12. Februar. Ein unehelicher Sohn, Johann Daniel Auguſt, geboren den 9. Februar. Dem hieſigen Burger und Weißbindermeiſter Johannes Zimmermann ein Sohn, Philipp Jakob, geboren den 12. Februar. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Heinrich Briel eine Tochter, Philippina, geboren den 5. Februar. 3) Beer Herr Emil Julius Heinrich Ludwig Buß, Handlungscommis, des großh. Rentamtmanns Herrn Georg Buß dahier ehelich lediger Sohn, alt 21 Jahre, 2 Monate und 27 Tage, 1 d. 30. Jan. Johannes Tobias Hahn, des großh. heſſ. Sergeanten Joh. Heinrich Hahn dahier eheliches Söhn— lein, alt 1 Monat und 8 Tage, 7 den 6. Februar. Jungfrau Auna Eliſabetha Franz, des weiland hieſigen Rathsſchöffen und Gaſtwirths Andreas Franz nachgelaſſene ehelich ledige Tochter, alt 79 Jahre, 7 Monate und 6 Tage, 5 den 8. Februar. Thereſe Eckmaier, des dahier wohnenden Waſenmeiſters und Bürgers in Niedermörlen, Jakob Eckmaier Ehefrau, alt 44 Jahre, 10 Monate und 14 Tage, 1 den 11. Februar. Katharina Meyer, geb. Demuth, des penſionirten Burg-Friedbergiſchen Kanzleidieners Heinrich Meyer Ehefrau, alt ungefähr 60 Jahre, 7 den 15. Februar. . Karl Adolph Guſtav Rudolph Decher, des hieſigen Bürgers und Sattlermeiſter Heinrich Martin Decher eheliches Söhnlein, alt 4 Monate und 6 Tage. T den 21. Februar. Maria Katharina Wagner, des Bataillons-Tambours Konrad Wagner dahier eheliches Töch— terchen, alt 7 Monate und 6 Tage, 1 den 26. Februar. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. r 1 auß