1 enen — Intelligenzblatt für die 7855 5 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M AI. Sonnabend, den 9. Oktober 1841. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. heſſ. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den diesjährigen Rekrutirungsrath in der Provinz Oberheſſen. Nach einer Benachrichtigung des großh. Provinzial⸗Commiſſärs der Provinz Oberheſſen finden die Sitzungen des Rekrutirungsrathes dieſer Provinz am 18. bis 22. Oktober d. J. zu Gießen ſtatt. Es iſt dabei aber zugleich, zur Erleichterung des Geſchäfts und zum Beßten der zum Theil weit herreiſenden Reklamanten, die Einrichtung getroffen worden, daß für alle Bezirke der Provinz nachfolgende Tage Heſtimmt worden ſind, an welchen diejenigen Individuen, welche beim Rekrutirungsrathe etwas zu thun Haben, ſicher ſind vorzukommen, während an den anderen Tagen dieſelben den anderen Bezirken Angehörigen nachſtehen müſſen. Vorgedachte Tagbeſtimmung iſt folgende: 18. Oktober fuͤr die Bezirke Alsfeld und Vöhl, 198 1„ Büdingen nnd Biedenkopf, 3 5„ Lauterbach und Nidda, 3 8„ Friedberg und Hungen, N Aer„ Grünberg und Gießen. Es wird ſchon von Morgens 7 und Nachmittags 2 Uhr an das Sekretariat die Anmeldungen der Erſcheinenden annehmen und werden dieſelben nach der Reihe der Anmeldungen vorgelaſſen werden. Indem ich Sie hiervon zur alsbaldigen Bekanntmachung benachrichtige, bemerke ich noch Folgendes: Vor em Rekrutirungsrath müſſen alle von der Rekrutirungskommiſſion an den Rekrutirungsrath verwieſene beute, ſo wie diejenigen, welche bei der letzten Ergärzung von den Regimentern als untauglich zurück⸗ jewieſen worden ſind, mit einem von dem einſchlägigen großh. Bürgermeiſter ausgeſtellten verſiegelten Signalement erſcheinen. Die zuletzt gedachten Leute haben zugleich die von den betreffenden Regimentern und Corps enthaltenen vorläufigen Entlaſſungs ſcheine mitzubringen. Außerdem können auch andere, welche vor dem Rekrutirungsrath etwas vorzubringen haben, ins⸗ leſondere diejenigen, die nach H. 65 der Veordnung vom 30. April 1831 noch zuläſſige Depotanſprüche eltend machen wollen, während der angegebenen Zeit vor demſelben Gehör finden. Schließlich ſcharfe ch Ihnen ein, die Leute, welche wegen phyſiſcher Gebrechen Depotanſprüche oder Untauglichkeit geltend nachen wollen, darüber zu belehren, daß ſie ſich mit den nöthigen Beſcheinigungen, insbeſondere der Aerzte, Zürgermeiſter, Pfarrer, Schullehrer ꝛc. verſehen müßten, widrigenfalls ſie Abweiſung zu erwarten hätten. Friedberg den 7. Oktober 1841. Küchler. * 294. Polizeiliche Bekanntmachung. Betreffend: Die Civilſtands-Regiſter der Juden. In Folge eines Erlaſſes Geh. Miniſteriums d. J. und d J., nach welchem mehrfache Beſchwerden daß von den Juden öfters die Anzeige ſtattgefundener Geburts-, Trau⸗ darüber eingelaufen ſeyn ſollen, ungs⸗ und Sterbefälle ungebührlich verzogert oder gar ng vom 15. Dezember 1808 und das Ausſchreiben Geh. Miniſteriums mit Bezugnahme auf die Veordnu ganz verſaͤumt würden, ſehe ich mich veranlaßt, d. J. und d. J. vom 9. Auguſt 1837, Folgendes zu verfügen: Die Anzeige von ſtattgefundenen Geburts⸗, Behufe der Eintragung in die Civilſtands-Regiſter der Juden, Trauungs⸗ und Sterbefällen von Juden iſt, zum binnen 3 Tagen bei dem Buͤrgermeiſter der betreffenden Bürgermeiſterei zu machen, und zwar: 1) Bei Geburten, von dem Vater des Kindes, oder wenn derſelbe nicht mehr am Leben oder ab⸗ weſend iſt, oder wenn der Vater eines une helichen Kindes nicht dazu bekannt hat, von den Großeltern oder ſonſtigen nächſten volljährigen Anverwandten des Kindes, wenn ſie mit dieſem in demſelben Orte wohnen. 2) Bei Trauungen, von den Ehegatten. 3) Bei Beerdigungen, von den nächſten im Sterbehauſe wohnenden volljährigen Anverwandten des Verſtorbenen, in Ermangelung dieſer, von denjenigen, bei welchen der Verlebte geſtorben iſt, bei dem Abgange dieſer, von den nächſten im Wohnorte des Verſtorbenen lebenden, volljährigen Anverwandten deſſelben, und wenn auch ſolche nicht vorhanden ſind, von dem Vorſtand der Judenſchaft. Jede Verſäumniß in der Anzeige wird mit 1 fl. 30 kr. Strafe geahndet. Friedberg den 5. Oktober 1841. Küchler. Merkwürdige Schickſale eines Wetterauers. (Schluß.) Wie man doch ſo viele unläugbare Beiſpiele einer alles lenkenden Fürſehung hat!— Im hoff⸗ nungsloſeſten Momente kommt Hülfe von oben. Ein Deus ex Machina! So auch hier. Es war ein Donnerstag, als eben Lauf und ſeine Mitbeſchul⸗ digte eine unmenſchliche Marter ausgeſtanden hatten, und nun wieder zu einer künftigen neuen im ſchwar⸗ zen Kerker aufbewahrt wurden; den folgenden Frei⸗ tag wollte einer von den wirklichen Mördern, die bisher ungeſtört einhergingen, zum heiligen Abend— mahl gehen, und fordert, halb benebelt vom getrun⸗ kenen Franzwein, von ſeinem Kameraden, ihm ge⸗ ſchwinde noch einen Thaler von dem geraubten Gelde zu geben. Der Kamerad weigerte ſich, und dieſer drohte, den geſchehenen Mord ſodann zu entdecken. Er geht auch wirklich, da er den Thaler nicht er⸗ halten, noch den Abend zum Unteroffizier, der ihn anfänglich abweist und ſagt: Geh, komm morgen früh; du biſt beſoffen. Hiermit verfügte er ſich wei⸗ ter zum Lieutenant und ſo endlich zum Capitain Güldenkron. Dieſer ſpringt erſchrocken aus dem Bette und wird ohnmächtig bei der frappanten Nach⸗ richt. Gleich werden die ſämmtlichen Thäter gefäng⸗ lich eingezogen, geſtehen ihre Mordthat, und man findet nach ihrer Ausſage Geld und Silberwerk vor dem Norderthore vergraben. Sie wurden, erzählte Lauf weiter, am Tage ihrer Execution neunmal mit glühenden Zangen gezwickt und Hand und Kopf mit dem Beile abgehauen. Noch am nämlichen Tage nahm der Regiments⸗Gewaltiger Lauf und ſeinen Conſorten die ſchweren Ketten und Schloſſer ab, und ſie ſahen unter lautem Jubel den freien Gotteshimmel wieder. Nur Einer von ihnen war nicht mehr da; ihm war, gleich bei der erſten Tor⸗ tur, die Blaſe im Leibe zerſprengt, worauf er nach wenigen Stunden verſchied.. So hatten denn die nun Freigelaſſenen und Ent⸗ feſſelten volle zwanzig Wochen im Arreſte geſchmachtet und auf der Folter hart gelitten; jetzt war aber das Heilen des wunden Rückens und der zer quetſch⸗ ten Glieder nicht minder ſchmerzhaft und langwierig. Indeſſen kam Lauf davon; ihn heilte ein Scharf⸗ richter in Hamburg, und man verſprach ihm einen Gnadengehalt von jährlichen hundert Gulden; damit nahm er ſeinen Abſchied und wandte ſich von Ko⸗ penhagen in die Grafſchaft Iſenburg-Büdin⸗ gen, deſſen damals regierender Graf, Guſtav Friederich, im Däniſchen ſein General geweſen war. Garleben machte nachher ein nochmaliges Complot, und kam auf Zeitlebens in die Karre. Im Bündingenſchen nahm er nach dem Tod ſeiner erſten Frau die andere aus Orleshauſen, wurde unter den hieſigen Contingentruppen des oberrhei⸗ niſchen Kreiſes Soldat, transportirte waͤhrend dieſer Zeit über tauſend Mann nach Dänemark, wofür er täglich einen halben Gulden und noch obendrein fuͤr jeden Transport 20 däniſche Thaler bekam. Nachdem er ſich in ſein Dörfchen zur Ruhe be⸗ geben, fing er noch bisweilen Maulwürfe, welches ihm einmal in einem Jahre vierzig Gulden ſoll ein⸗ getragen haben; dieß kann er aber Schwachheits⸗ halber auch nicht mehr treiben. Die ihm verſpro⸗ ſein dal vermiſck ſeh in aber 1. letzteren furt, g 381 das den ſtattgefun merkung Ed i der an d jährigen übrigen Einladul unmogli, Ausſetzu, durchaus ſtein, E und zwar uur Theil acterſche s ju ſt elllatt be 1 dib r unser ſelben, 5 l dieser 18 295*. ene Penſion iſt, ich weiß nicht warum, bis auf e 10 Gulden geſchmolzen; ſeine Frau iſt mit ihm alt worden; der älteſte Sohn, den er in der lutheriſchen Religion erzogen hat, weil ihm Graf Alefeld, ſein geweſener Lieutenant, zu einem Schau⸗ vogt⸗ oder Förſterdienſt in Dänemark verhelfen und ihn daſelbſt glücklich machen wollte, hütet in Wolf die Schweine; der andere Sohn, reformirter Reli⸗ gion, iſt ein armer Wollkratzer, und ſeine Tochter ſchon 13 Jahren blind am ſchwarzen Staar. Und der Krieger, der ſonſt 10 ½ ordinären Zoll hatte und in den erſten Gliedern paradirte, geht nun krumm und wankend einher mit einer Laſt von 100 Jahren auf dem Rücken. Seinen ſchneeweißen Bart kann er nur mit Mühe, wegen ſeines Zitterns, abmachen laſſen; Kartoffeln, die ſonſt gewöhnliche Koſt eines Landsmanns, kann er nicht mehr ver⸗ tragen; und Brandtwein, den er ſonſt wie Waſſer getrunken, keſtet er nicht mehr, weil er ihm gleich zu Kopf ſteigt. Waſſerſuppen, bald mit Milch von ſeiner Ziege, oder allein mit Waſſer gekocht, iſt ſeine tägliche Speiſe; zu Zeiten auch ein wenig Backobſt, welches er ſich ſelbſt zieht. Der Herr CR. Mf ſchenke ihm alle Samſtag eine Flaſche Wein; dieſes ſein Labſal, ſagte er, nur müßte er ihn mit Waſſer vermiſchen, pur könne er ihn nicht leiden. Schließlich merke ich von dieſem alten Manne noch an, daß er nie gefährlich krank geweſen, außer vor etwa 33 Jahren, da er unglücklicher Weiſe in die vorbeigehende, damals hochangelaufene Semenbach gefallen, wo er beinah ertrunken, und eine Krank⸗ heit von 22 Wochen davon getragen, ſo daß man an ſeinem Aufkommen gezweifelt hätte. Sein Vater ſey in die 80 Jahre alt geworden, ſein Großvater aber 113 und ſeine Großmutter 111 Jahr. Dieſe letzteren hätten zu Oberrod(Oberrad), bei Frank— furt, gewohnt.“ Berichtigung. In Nro. 38 dieſes Blattes iſt ein kurzer Bericht über das den 23. Juli l. J., auf dem Oſſenbeimer Wäldchen ſtattgefundene Lehrerfeſt mitgetheilt worden, dem eine Be— merkung beigefügt iſt, die einer Berichtigung bedarf. Es iſt nämlich in derſelben geſagt, daß deßhalb nur einer der an den friedberger Schulen wirkenden Lehrer bei dem dieß⸗ jährigen wetterauer Lehrerfeſt zugegen geweſen ſey, weil die übrigen erſt an dem Abend, unmittelbar vor dem Feſte, Einladungen zu demſelben erhalten hätten, wodurch es ihnen unmöglich gemacht worden, die nöthigen Anordnungen wegen Ausſetzung des Schulunterrichts zu treffen. Dieſes iſt aber durchaus nicht wahr. Vielmehr wurden die Herren Han— ſtein, Störger und Volk, mehrere Tage vor dem Feſte, und zwar erſterer am 21., letztere aber ſchon am 19. Juli zur Theilnahme an demſelben eingeladen, ſo daß alſo das Nichterſcheinen dieſer Herren bei unſerem Feſte, gewiß nicht aus zu ſpät an ſie ergangenen Einladungen zu demſelben erklärt werden kann.— Nur einer der an den neuen Schu⸗ len Friedbergs angeſtellten Lehrer erhielt erſt an dem Tage vor unſerem dießjährigen Lehrerfeſte die Einladung zu dem— ſelben, was aber um ſo mehr zu entſchuldigen ſeyn moͤchte, als dieſer Lehrer dem Volksſchullehrerſtande eigentlich nicht angehört, unſer Feſt aber vorzugsweiſe für Glieder dieſes Standes beſtimmt iſt.— Dieſe wenigen Worte werden hof— fentlich hinreichend ſeyn, die oben angezogene Bemerkung zu berichtigen und in's gehörige Licht zu ſetzen. Mehrere wetterauiſche Volksſchullehrer. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Verkauf ausrangirter Militär-Effekten. (1080) Dienſtag den 12. k. M., des Vormittags von 9 bis 12 und des Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, und in den folgenden Tagen zu gleicher Zeit, ſollen in der hieſigen Kavallerie-Kaſerne eine große Quan⸗ tität ausrangirter Montirung, wobei viel gut erhal⸗ tene Mäntel, ſodann Reitzeug und Caſernenrequi⸗ ſiten mit einer bedeutenden Anzahl Teppichen meiſt⸗ bietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter erſucht man daher, dieſes in den Gemeinden geeignet bekannt zu machen. Butzbach den 17. September 1841. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1122) Etwaige Anſprüche an den geringen Nach⸗ laß der Wittwe des Vorſaͤngers Herz Stein von hier, ſind Donnerſtag den 28. Oktober, Mor⸗ gens, hier anzuzeigen, widrigenfalls jener dem ein— geſetzten Teſtamentserben überlaſſen wird. Friedberg den 23. September 1841. Gr. heſſ. Landgericht. Hofmann. Straßenbau-Arbeit. (1123) Donnerſtag den 21. Oktober, Vormittags 11 Uhr, werden bei Gaſthalter Bingmann zu Ober— rosbach die noch zum Bau der Provinzialſtraße von Friedberg über Oberrosbach nach Homburg er— forderlichen Steine zum Brechen, Anfahren, Setzen und Zerſchlagen, zuſammen 50 Kubikklftr., ſowie die Handarbeiten, bei Unterhaltung der Fahrbahn, Gräben und Seitenpfäde, an die Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben. Friedberg den 6. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Straßenbau ⸗ Arbeit. (1124) Dienſtag den 19. Oktober, Vormittags 10 Uhr, wird im Gaſthaus zum goldenen Hirſch zu Obermörlen das Brechen, Anfahren, Setzen und Zerſchlagen der aus dem Steinbruch, genannt am ſteinernen Biehel, noch zum Bau der Provinzial— ſtraße von Niedermörlen nach Ziegenberg erforder— lichen Steine an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert. Friedberg am 6. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (1125) Mit höherer Genehmigung iſt der Stadt Butzbach ein weiterer Vieh- und Krämermarkt, und zwar auf Donnerſtag den 21. d. M. abzuhalten, geſtattet worden, was man hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt und das handelnde Publikum hier⸗ zu einladet. 28 Butzbach den 1. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Zahn. Obligations ⸗Verlooſung. (1126) Bei der heutigen Gemeinderaths-Ver⸗ ſammlung wurde die nach dem Voranſchlag für 1841 zur Abzahlung beſtimmten 200 fl. Partial⸗ Schuld⸗Verſchreibung durch das Loos gezogen, wor— nach Nro. 48 herausgekommen iſt, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß der Inhaber der vorgedachten Partial-Schuld⸗ Verſchreibung den Betrag bis zum 1. Januar 1842, gegen Rückgabe derſelben, bei der hieſigen Gemeinde— kaſſe in Empfang zu nehmen habe, indem keine wei— teren Zinſen von derſelben vergütet werden. Büdesheim den 1. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Wieſenbach. Oeffentliche Aufforderung. (1127) Anſprüche an den Nachlaß der zu Okar⸗ ben verlebten Konrad Finks Eheleute ſind im Ter— min, Mittwoch den 10. November Vormittags 8 Uhr, ſo gewiß anzumelden, als ſonſt bei der Regu— lirung des Nachlaſſes darauf keine Rückſicht genom⸗ men wird. Groskarben am 22. September 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Entlaufenes Schwein. (1128) Am 30. v. M., iſt dem hieſigen Ortsbür⸗ ger Heinrich Appel II. ein weißes, geſchnittenes Mutterſchwein, welches derſelbe in Friedberg auf dem Markt gekauft hatte, dahier entlaufen. Da bisher alle Nachforſchungen fruchtlos geweſen ſind, ſo bittet man Denjenigen, welcher allenfallſige Aus- kunft hierüber geben kann, mich davon in Kenntniß zu ſetzen. Holzhauſen den 4. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Ried. Bekanntmachung. (1129) Bei der heute ſtattgefundenen dritten Ver⸗ looſung der Stadt⸗Niddaer⸗au-porteur⸗Obligationen ſind folgende Nummern, durch's Loos, zum Abtrag beſtimmt worden: n Nr. 300 fl. „C„ 167 u. 144 4 200 fl. 400„ „ D„ 215, 256 u. 241 à 100 fl. 300„ CVVT Zuſammen 1150 fl. „ 296. Hiervon werden dle Inhaber dieſer Obligationen, unter Hinweiſung auf den b. 6 der fraglichen Obli⸗ gationen in Abſchrift beigefügten kreisräthlichen Ver⸗ fügung vom 22. Oktober 1837, mit dem Anfügen in Kenntniß geſetzt, daß vom 1. Januar 1842 ab die Kapitalien nebſt laufenden Zinſen bei hieſiger Stadtkaſſe erhoben werden können, und daß von die⸗ ſem Tage an weitere Zinſen nicht vergütet werden. Nidda den 1. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Riddel. Arbeits-Verſteigerung. (41130) Mittwoch den 13. Oktober l. J., Mittags 1 Uhr, ſollen zu Fauerbach II. das Brechen und Fahren von 7 Kubikklftr. Steine aus dem fauer⸗ bacher Bruch; ſodann das Setzen, das Kleinſchlagen und Eindecken derſelben zur Unterhaltung der Vici⸗ nalſtraße gegen Friedberg, Oberwöllſtadt und Oſ⸗ ſenheim hin, ſowie das Ausbeſſern der Banquette und Gräben und das Reinigen der Fahrbahn, einer offentlichen Verſteigerung an den Wenigſtnehmenden ausgeſetzt werden. Vorſtehende Arbeiten ſind voran⸗ ſchlagt: 1) das Brechen derſelben zu 140 fl. 2)„ Fahren„, 3)„ Setzen 15„ ů„ 4)„ Kleinſchlagen und Eindecken. 140„ 5)„ Ausbeſſern der Banquet e und Grä⸗ ben und Reinigen der Fahrbahn 49„ Man erſucht die Großh. Bürgermeiſter der Umgegend, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Fauerbach II. den 7. Oktober 1841. In Auftrag großh. heſſ. Bürgermeiſters Sang: Der Wegwärter Thomas. Verſteigerung alter Straßenpfähle. (1131) Donnerſtag den 14. und Freitag den 15. Oktober, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf der Staats⸗ ſtraße, von Friedberg nach Vilbel, eine Partie alte ausgehobene eichene Straßenpflöcke an Ort und Stelle an die Meiſtbietenden gegen gleich baare Zah⸗ lung öffentlich verſteigert werden. Der Anfang beginnt zu Oberwöllſtadt und wird Freitags um oben genannte Stunde zu Okarben die Verſteigerung fortgeſetzt. Friedberg den 7. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (1132) Montag den 25. d. M. und bis zur Been⸗ digung die folgenden Tage, jedesmal von Vormit⸗ tags 8 Uhr und des Nachmittags von 2 Uhr an, werden in dem Zimmer des Küchenbaues der Klo⸗ ſtercaſerne dahier namhafte Quantitäten Militär⸗ Effecten, als: getragene Mäntel, Handſchuhe, Spen⸗ zer, Mützen, wollene nnd leinene Hoſen, nebſt der⸗ weht vet Alten (1134) für das Montag auf dem ſteigert. Die um geeig erſucht. Fried (1135 ten Verle ten Geme uns mit! Ac gebra kee weit cherdeg. Rödel ig wartet % 297*. gleichen Gamaſchen, Hemden, Schuhe, Torniſter, Tzacos, Tzacofilze, ausrangirte Bett⸗Teppiche, Trommelfelle und andere im Gebranch geweſene Caſerne- und Compagnieſpiel-Requiſiten ꝛc. Stück⸗ und Partieenweiſe gegen gleich baare Zahlung ver- ſteigert. Die Herrn Buͤrgermeiſter der Umgegend Fried⸗ bergs werden erſucht, dieſe Verſteigerung bei ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 7. Oktober 1841. J. A. Gölz, Oberquartiermeiſter. Obligations ⸗-Verlooſung. (1133) Nachdem in der heutigen Gemeinderaths⸗ verſammlung die, in Gemäßheit des Voranſchlags für 1841, vorzunehmende Partial Obligationen⸗ Verlooſung ſtattgefunden hat, und folgende Num⸗ mern, als: Nro. 3, 4, 7, 10, 21 und 31, jede von 500 fl. 52% 65% 68, 72, 75 u. e „ 95, 98, 99, 102, 108, 111, 115 und 120,„„ 100„ durch das Loos zur Abzahlung herausgekommen ſind, ſo wird ſolches mit dem Anfügen zur oͤffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Inhaber gedachter Par⸗ tial⸗Schuld⸗Verſchreibungen, gegen deren Rückgabe, die Beträge bis zum 1. Januar 1842 bei der hie⸗ ſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen haben, indem von dieſem Termin an keine weiteren Zinſen mehr vergütet werden. Altenſtadt den 1. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Brack. Stroh- Lieferung. (1134) Die Lieferung von 12 Fuder Kornſtroh für das 2. Bataillon 4. Infanterie⸗Regiments wird Montag den 18. d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf dem Militär- Verwaltungsbüreau dahier ver⸗ ſteigert. Die Herrn Buͤrgermeiſter der Umgegend werden um geeignete Bekanntmachung dieſer Verſteigerung erſucht. Friedberg den 7. Oktober 1841. J. A: Göl z, Oberquartiermeiſter. Obligations-Verlooſung. (1135) In der am 5. Oktober 1841 ſtattgehab⸗ ten Verlooſung der dieſes Jahr zum Abtrag beſtimm⸗ ten Gemeinde⸗Obligation wurde die Nr. 14 gezogen, was mit dem Anfügen hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht wird, daß vom 1. Januar 1842 an keine weiteren Zinſen für dieſe Nummern vergütet werden. Rödelheim den 6. Oktober 1841. 8 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter W. Brill. Bekanntmachung. (1136) Sämmtliche öffentliche Schulen hieſiger Stadt, werden künftigen Montag den 11. Okt. wieder ihren Anfang nehmen. Die Schüler der zweiten Abtheilung der Elementarklaſſen haben, wie bisher, um 9 Uhr, die der vierten Abtheilung der Elementarklaſſen um 10 Uhr, alle übrigen aber um 8 Uhr ſich einzufinden. Friedberg den 6. Oktober 1841. Der Rektor, Prof. Ph. Dieffenbach. Arbeits-Verſteigerung. (1137) Mittwoch den 13. Oktober, Nachmittags 1 Uhr, ſollen dahier die Unterhaltungsarbeiten der Vieinalwegen an den Wenigſtuehmenden in Ac⸗ cord gegeben werden, welches ich hiermit zur allge⸗ meinen Kenntniß bringe. Beienheim den 7. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fink. Marktverlegungs⸗ Anzeige. (1138) Der in dem Landeskalender auf den 21. d. M. angezeigte altenſtädter Herbſtmarkt iſt auf den 28. d. M. verlegt worden. Man bringt dieſes unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß den Mittwoch vorher Viehmarkt iſt. Altenſtadt den 6. Oktober 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Brack. Arbeits-Verſteigerung. (1139) Donnerſtag den 14. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen mehrere Reparaturen an der Pfarrhofraithe dahier beſtehend: 10 in Maurerarbeit voranſchlagt zu 187 fl. 23 kr. 2)„Steinhauerarbeit„„ 34„ 18, 3)„Zimmerarbeit„ 5198„ 28„, 4)„Dachdeckerarbeit 15 FW 5)„Schreinerarbeit 5 130„ 6)„Schloſſerarbeit 5 86„ 8. 7)„ Glaſerarbeit 17 55 8)„Weisbinderarbeit„ 5 unter den im Termin eröffnet werdenden Bedingun⸗ gen in hieſiger Rathsſtube wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Bemerkt wird, daß der Voranſchlag und die Steigbedingungen bis zum Tage der Verſteigerung auf dem Bürgermeiſter-Bureau dahier zur Einſicht offen liegen. Niederrosbach den 7. Oktober 1841. * Für den Kirchenvorſtand: F. Bullmann, Bürgermeiſter. rr Privat⸗ Bekanntmachungen. Anzeige. (1096) Bei dem Unterzeichneten können Beſtellun⸗ gen gegeben werden, auf die allgemein vortheilhaft anerkannten und von Großh. Heſſ. Hohen Miniſterium privilegirten Wenzel'ſchen Heitz- und Kochöfen, letz⸗ tere mit und ohne Waſſerſchiff. Die Preiſe davon ſind frei ab hier genommen: ite Sorte Kochöfen ohne Waſſerſchiff a 30 fl. 2te„ desgleichen 40„ 3te„ desgleichen 50%, ſämmtlich mit 2 Aufſätzen und Luft-Heitzung. Kochöfen mit Waſſerſchiff 3½ Fuß lang, 2 Fuß breit à 44 fl. Runde Heitzofen, 10 ½ fl., 12½ fl., 16% fl., 20 ½ fl. und 25½ fl. mit Luftheitzung. Dieſe Oefen ſind die einfachſten, zweckdienlichſten und billigſten, welche man bis jetzt kennt, und um ſo mehr allen früheren Oefen der Art vorzuziehen, da jene 50 fl. und mehr koſten, auch mehr Brenn⸗ material bedürfen und nicht ſo dauerhaft ſind. Fuͤr die Herrn Oekonomen iſt namentlich der Ofen mit Waſſerſchiff verſehen zu empfehlen. Gedruckte Zeichnungen werden gratis verabreicht. Ludwigsbrunnen bei Großkarben 1841. Beſorgt in Commiſſion a J. G. Specht. Schreib-Pult. (1097) Ein gut eingerichteter Schreibpult iſt billig abzugeben. Näheres ertheilt der Herausgeber dieſes Blattes. Empfehlung. (1111) Mit vorzüglich gutem Bettzeug, Bettbar⸗ chent, Baumwolltuch, Futterbarchent und Saſſenet, leinenen Schürzen-Zeugen, Sacktüchern, Einſchlag⸗ garn roh, gebleicht, blau und türkiſch-roth, Wollen⸗ garn in verſchiedenen Farben und beßter Qualität, Schnur, leinenem und baumwollenem Zwirn, Näh— ſeide und Lichtergarn, bin ich gut aſſortirt, und verkaufe ſolche zu den möglichſt billigen Preiſen. Friedberg. Nathan Hirſchhorn, in der Uſergaſſe Nro. 244. Nauheimer Teichhaus. (1140) Zur Feier der Nachkirchweihe, und zum Beſchluß der Sommerbeluſtigungen, iſt Sonntag den 10. und Montag den 11. Oktober auf dem hieſigen Teichhauſe gutbeſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Indem ich dazu ergebenſt einlade, danke ich meinen verehr— ten Freunden und Gönnern für den Beſuch am Kirch— weihfeſte, und empfehle mich zu fernerem gütigen Wohlwollen. Nauheim den 7. Oktober 1841. Henkel. Bekanntmachung. (1141) Den 18. Oktober und darauf folgende Tage, Morgens 8 Uhr und Nachmittags 2 Uhr, werden in der Dienſtwohnung des Unterzeichneten nachbemerkte Gegenſtände an den Meiſtbietenden, gegen gleich baare Zahlung, verſteigert, als: Eine Kuh, eine einſpännig ganz bedeckte Chaiſe, ein Pferd nebſt Geſchirr, Tiſche, Stühle, Kommoden, Kanape, Bettſpreuen, ein eichener großer Schreib— ſchrank, ein Schreibpult, Spiegel, Zinn, Porzellan, % 298** Glaſer, ein kupferner Waſchkeſſel, eine große Frucht⸗ wage nebſt Gewicht, eine Waſchmange, ein Klavier, Küchengeſchirr, Waſchbuttige, Fäſſer, Gärtnerge⸗ räthſchaften, mehrere Wagen Dung, wie auch einige Stucke Land. 5 Nauheim den 6. Oktober 1841. Wille, Kammerrath. Empfehlung. (1107) Unterzeichnete empfiehlt ſich einem geehr⸗ ten Publikum im Kleidermachen, Bügeln, Waſchen und Fertigen aller Art feiner Geräthe, ſowohl zu Hauſe als außerhalb, und verſpricht billige und ſchnelle Bedienung. Fuhrmann Leonhart. Friedberg. Maria Zerling. Tanz muſik. (1042) Sonntag den 10. d. M. iſt gutbeſetzte Tanz⸗ muſik bei mir anzutreffen, wozu ich alle meine Goͤn⸗ ner und Freunde höflichſt einlade. Fauerbach II. den 7. Oktober 1841. Holler. M ei ſt ver a u f. (1143) Unterzeichneter hat 20 Karren Kuhmiſt zu verkaufen. Franz Heck. Eine Magd, (1144) welche mit Vieh umgehen kann, wird in Dienſt geſucht. Bei wem? ſagt die Exped. d. Bl. Ein geſitteter junger Menſch, (1145) welcher die Sattlerprofeſſion zu erlernen wünſcht, kann in der Nähe von Friedberg ein Un— terkommen finden. Bei wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Nachkirchweihfeſt zu Fauerbach II. (1146) Sonntag den 10. Oktober iſt, zur Feier des Nachkirchweihfeſtes dahier, gutbeſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. Fauerbach II. den 8. Oktober 1841. 5 J. Neiſel. 5 Viertel Ackerland. (1147) am Schlag, ſind auf 3 Jahre zu verpach⸗ ten von G. Boller's Wittwe. Empfehlung. (1148) Unſer Lager der neueſten Arten Spar⸗ und Kochbfen von feinſtem Guß und in reichhaltigſter Auswahl, empfehlen wir zu den billigſten Preiſen. Gebrüder Grödel. Ein Logis, (1149) dem Landgericht gegenüber, eine Stiege hoch, beſtehend in Stube und Nebenſtube, mit oder ohne Möbel, hat zu vermiethen Chriſtian Reuß. Zur Nachricht. (1150) Es ſind mehrere Malter engliſche Kartof⸗ feln bei mir zu haben, auch kann ich eine Quanti⸗ tät andere gute Kartoffeln abgeben. Koch, Bierbrauermeiſter. Ihre Wohnung iſt bei Herrn it wolle Herrerbin ö andſchuſhe tigten Win ſowie Krüg Fach einc bin, veib ſchine derſelben Fried (1156 den kann dieſes (1157) (1158 Uhr, ſe des ver — Dan 9. brauermeiſtl. * b Aufforderung. (1151) Mein Sohn hat vor ungefahr 3 Wochen, auf dem Wege von Butzbach nach Hochweiſel, einen leinenen blauen Kittel gefunden, welcher dem Eigen⸗ thümer gegen die entſtehenden Koſten, im Termin von 4 Wochen, bei Unterzeichnetem abgegeben wer⸗ den ſoll. Maibach am 2. Oktober 1841. Conrad Weiſſel. Ein Logis, (1152) im dritten Stock, iſt ohnweit der Poſt zu vermiethen und ſogleich zu beziehen. Bei wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Eine Scheune (1153) verkauft auf den Abbruch unter annehm⸗ baren Bedingungen L. Steinberger in Beienheim. Empfehlung. (1154) Ich beehre mich, ergebenſt anzuzeigen, daß ich wieder in Putz⸗ und Modewaaren, namentlich mit wollenen und ſeidenen Echarpes und Halstuͤchern, Herrenbinden und Cravatten, Herren- und Damen⸗ handſchuhen, Seidenzeugen zu Hüten, ſowie verfer⸗ tigten Winterhüten, Till, Spitzen, feinen Stickereien, ſowie Krägen und Hauben, und mit noch andern in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln, auf das Beßte verſehen bin, verbinde auch noch die fernere Anzeige, daß ich mich mit Waſchen von Blonden, Till, Spitzen u. ſ. w. beſchaͤftige. Mit dem Verſprechen, puͤnktlicher und reeller Bedienung, bitte ich um guͤtigen Zuſpruch. Friedberg den 5. Oktober 1841. J. Adler, wohnhaft auf der breiten Straße, neben der Poſt. Stehengebliebene Regenſchirme. (1155) Bei mir ſind vor einiger Zeit 3 Regen⸗ ſchirme ſtehen geblieben, welche die Eigenthümer derſelben in Empfang nehmen können. Friedberg. Ph. Dieffenbach. Ein ganzes Wohnhaus, (1156) welches in Zeit von 14 Tagen bezogen wer⸗ den kann, iſt in Friedberg zu vermiethen. Ausgeber dieſes Blattes ſagt bei wem. Einen Ammendienſt (1157) ſucht die Unterzeichnete. Katharina Momberger, in Staaden. Verſteigerung. (1158) Dienſtag den 19. d. M., Morgens 10 Uhr, ſollen folgende Gegenſtände in der Wohnung des verſtorbenen Forſtmeiſters Hoffmann dahier 99 155. gegen gleich baare Bezahlung an den Meiſtbietenden oͤffentlich verſteigert werden, nämlich: 10 Ein braunes, engliſirtes, zum Reiten und Fah⸗ ren vorzüglich gutes Pferd; 2) Ein noch gut erhaltenes Korbwägelchen; 3) Reit⸗ und Wagengeſchirr. Aſſenheim den 5. Oktober 1841. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen, alter: 12 fl.— kr., neuer: 11 fl. Korn: 6 fl. 15 kr. Gerſte: 3 fl. 30 fr. Hafer: 2 fl. 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 27. Sept.: Walzen: 11 fl. 30 kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 2 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 1. Okt.: Waizen: 11 fl. 45 r. Korn: 6 fl. 45 kr. Gerſte: 4 fl. 35 kr. Hafer: 2 fl. 43 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 10. bis 17. Oktober 1841. pfo Brod ⸗Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr, pf. 1 Leib-Roggenbrod 272 2 2 7 7 5 413 4 75 7 10 93 Loth. Loth. — Milchbrod 114 114 — Waſſerweck 114/14— —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 1 1 Fleiſch-Preiſe. 5 5 1(Ochſenſleiſch 10 310 3 2 gemäſtetes 8 3 8 3 „ Kübſteiſch] angemäſtetes n :; gemäſtetes 70 2 81— 3 Nindſteiſc ungemäͤſtetes 6— 62 77 Kalbfleiſch 9 5 8— „ Schweinenfleiſch 10— 104— 77 Hammelfleiſch + 9 82 8— 77 Schaaffleiſch 5.— 5 5 „Wurſt von blos Schweinen 22 „Gemiſchte Wurſt 10— 110— „ Bratwurſt 14— 131— „ Schwartenmagen 144— 1414— „ Geräͤucherter Speck 18— 1814— „Schinken 144— 144— „ Dörrfleiſch 144— 144— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 18— 191— „. dito ungusgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 181— 1814— „ Hammelsfett 15 1— 15 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. oer. Im Monat September 1841 wurden zu Friedberg 1) Getraut: Den 9. Caſpar Magel, Kreisbote bei Großh. Kreisrath des Kreiſes Friedberg, weiland Ludwig Magel, geweſenen Ortsbürgers zu Reiskirchen, Kreiſes Gießen, nachgelaſſener ehelicher Sohn, und Frau — Charlotte Chriſtiane, weiland des Großh. Sergeanten Franz Wilhelm Bückler nachgelaſſene Wittwe, geborne Herold. f. Den 19. Chriſtoph Conrad Heinrich Rauſch, neuangehender Bürger und Schreinermeiſter dahier, des hie⸗ ſigen Buͤrgers und Schneidermeiſters Heinrich Rauſch ehelich lediger Sohn, und Margaretha Eliſabetha Zerling, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Chriſtian Zerling ehelich ledige Tochter. „ 27. Herr Carl Daniel Groß, Buͤrger und Handelsmann dahier, des hieſigen Bürgers und Kauf⸗ manns Georg Groß ehelich lediger Sohn, und Jungfrau Maria Louiſe Groß, weiland des hier geweſenen Bürgers und Schönfaͤrbers Johann Adam Groß nachgelaſſene ehelich ledige Tochter. 20 Getauft: Den 2. Dem hieſigen Bürger und Glaſermeiſter Chriſtian Friederich Wagner eine Tochter, Sophia Louiſe Theodora, geboren den 15. Auguſt. 2. Dem hieſigen Buͤrger und Gaſtwirth Johann Heinrich Salzmann II. ein Sohn, Auguſt, ge⸗ boren den 23. Auguſt. 5. Dem hieſigen Bürger und Gefängnißwärter des Bezirksgefaͤngniſſes Peter Schnell ein Sohn, Georg, geboren den 18. Auguſt. „ 5. Dem Großh. Sergeanten im 2. Bataillon des 4. Infanterie-Regiments Johann Jakob Kunze eine Tochter, Maria Eliſabetha, geboren den 25. Auguſt. „ 5. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Conrad König ein Sohn, Heinrich, geboren den 25. Auguſt. „ 5. Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Heinrich Hanſtein IV. eine Tochter, Katharina Maria Philippina, geboren den 21. Auguſt. 5 „ 14. Dem hieſigen Großh. Landgerichtsaſſeſſor Herrn Dr. Karl Gilmer ein Sohn, Carl Friederich, geboren den 31. Auguſt. 4 „ 19. Dem hieſigen Bürger und Seilermeiſter Georg Franz Dieterich eine Tochter, Eleonora, geboren den 7. September.* „ 22. Dem hieſigen Bürger nnd Caſino-Geſellſchaftsdiener Johann Joſt Künzenbach eine Tochter, Anna Eliſabetha, geboren den 15. September. 23. Herrn Ludwig Hauß, Großh. Oberlieutenant im 2. Bataillon des 4. Infanterie⸗Regiments, ein Sohn, Arnold, geboren den 17. September. 26. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Carl Leißner ein Sohn, Carl, geboren den 18. September. 7 „ er digen Den 3. Katharina Stumpf, des hieſigen Kreisſekretariatsgehülfen Lorenz Stumpf, Töchterchen, alt 2 Jahre, 26 Tage, 1 1. September. 0 5. Johannes Frick, des hieſigen Bürgers und Kaminfegers Ferdinand Frick eheliches Söhnchen, alt 5 Monate, 1 3. September. 16. Heinrich König, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Conrad König eheliches Söhnchen, alt 21 Tage, 1 15. September. 18. Jungfrau Wilhelmina Margaretha Wüſtenfeld, weiland des hieſigen Rathsſchöffen und Handels⸗ 7 nate, 11 Tage, 1 den 15. September. 19. Der hieſige Bürger und Bäckermeiſter Johann Ulrich, alt 34 Jahre, 7 17. September. eheliches Töchterchen, alt 27 Tage, 1 17. September. ehelich lediger Sohn, alt 20 Jahre, 5 Monate, 23 Tage, 1 18. September. 10 Monate, 10 Tage, 1 21. September. „ 23. Katharina Joſt, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Johannes Joſt II. Ehefrau, geborne Krauß, alt 27 Jahre, 6 Monate, 20 Tage, 1 22. September. 24. Eliſe Wilhelmina Volk, des hieſigen Schullehrers Jakob Volk eheliches Töchterchen, alt 2 Mo⸗ nate, 19 Tage, 1 22. September. 30. Johannes Praͤtorius, Soldat im 2. Bataillon des 4. Infanterie⸗Regiments, gebürtig aus Eckels⸗ hauſen, Kreiſes Biedenkopf, alt 29 Jahre, 3 Monate, 7 Tage, T 28. September. 7 45 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. manns Emmerich Felix Wuͤſtenfeld nachgelaſſene ehelich ledige Tochter, alt 58 Jahre, 10 Mo⸗ 19. Katharina Maria Philippina Hanſtein, des hieſigen Bürgers und Oekonomen Heinrich Hauſtein IV. 21. Conrad Leonhard, des hieſigen Bürgers, Drehermeiſters und Silberarbeiters Conrad Leonhard 23. Ewald Heilmann, Sergeant im 2. Bataillon des 4. Infanterie-Regiments, alt 53 Jahre, den —— 4 Zu Am 1 lich bon Bu tiger Sold. Piſtolenſch das Leben. geschieht, dauern, d gröhſe. mochte. dritte Fal ekliche hu ſo erhält Behörden haut. 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