— — 28* FPNFPRHN e 3 E * — N — 8 —— 2 18 kr. Intelligenzblatt für die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — 1841. M2. Sonnabend, den 9. Januar Da Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen erſcheint auch im Jahr 1841, wie bisher, wöchentlich Einmal und zwar ſo, daß es den Freitag Mittag von den Kreisboten abgeholt, den Sonnabend Vormittag aber bier ausgegeben und durch die hieſige wohlloͤbl. Poſtbehörde expedirt wird.— Alle Inſerate, welche bis den Donnerſtag Nachmittag 3 Uhr bei mir ein⸗ gelaufen ſind, finden in derſelben Woche eine ſichere Aufnahme. Einrückungsgebühren betragen für die erſte Zeile 4 kr., für die zweite Zeile 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Der Abonnementspreis für 1 Jahr iſt, wenn das Intelligenzblatt von mir dürekt bezogen wird: 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr: 40 kr., für/ Jahr: 24 kr., welcher Be⸗ trag jedoch voraus bezahlt werden muß!— Diejenigen meiner verebrl. Abonnenten, welche geſonnen ſind, das Intelligenzblatt auch im Jahr 1841 zu halten, haben nicht nötbig, ſolches bei mir beſonders anzuzeigen; diejenigen hingegen, welche auszutreten beabſichtigen, oder neu binzutreten wollen, erſuche ich, mich, oder die ihnen zunächſt liegende Poſtbehörde, gefälligſt davon zu benachrichtigen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen werden. Friedberg. Carl Bindernagel. Die gefaͤhrlichſte Zeit. Wenn der Menſch das Licht der Welt erblickt, ſo iſt er, wie wir Alle wiſſen, nackt und bloß und gar hülfsbedürftig. Das iſt eine gefährliche Zeit für ihn! Aber in der unendlichen Liebe der Mutter und des Vaters erhält er einen Schild, der ihn vor allen Gefahren, welche dem zarten Leben drohen, bewahrt. Tag und Nacht wacht an ſeiner Wiege die treue Elternſorge, reicht ihm Nahrung, reinigt und pflegt ihn, gibt ihm Wärme und Kleidung, ſchützt ihn vor Regen und Kälte und opfert die Ruhe des Tages und der Nacht, um ihm Ruhe und Sicherheit zu gewähren.— Allmählich entwickelt ſich mit der Erſtarkung des Körpers der eigentliche Menſch, das geiſtige Weſen, und mit ihm beginnt die Sprache. Nun kommt eine neue Sorge. Das Kind ſchaut um ſich und unterſcheidet die Gegenſtände; die Eltern⸗ liebe lehrt es die Namen derſelben; an die Begriffe knüpfen ſich Begriffe, an die Dinge Thätigkeiten. Es denkt, bildet Sätze; es lernt nachgerade ſeine Händchen falten, und wie es Mutter und Vater liebt, ſo lernt es einen Vater im Himmel lieben und immer höher und tiefer erweitert ſich ſein Geiſt als denkendes und fühlendes Weſen, wie ſein Korper an Kraft und Stärke zugenommen hat. Nachgerade iſt es weit genug gekommen, die Schule zu beſuchen. Immer weiter ſoll hier der Geiſt ſich entwickeln, immer mehr Nahrung zu ſich nehmen. Es fängt aber auch an, das Schlechte zu ſehen. Doch Schule und Haus lehren es, das Schlechte zu verabſcheuen, das Gute zu lieben. Die Zeit iſt gefährlich; aber der Wille erſtarkt je mehr, und wo es ſtraucheln könnte, da warnt der Vater und die Mutter und der Lehrer, und immer tiefer drückt ſich in ſeine Seele der Spruch:„Wie ſollte ich ein ſo großes Uebel thun und wider meinen Gott ſündigen?“— End— lich kommt die lang erſehnte Zeit, wo der Knabe zum Jüngling, das Mädchen zur Jungfrau heran— reiſt, wo der Geiſt genugſam vorgebildet iſt, um der Confirmation theilhaftig zu werden, wo das Herz mündig genug iſt, um in dem Born zu ſchoͤpfen, da Waſſer des Lebens ſprudelt. Es gelobt der Jüng— ling und die Jungfrau vor dem Altare in feierlichem Augenblicke, treu die Lehren der Religion im Herzen zu bewahren und wird Mitglied der großen Ge— meinde der Chriſtenheit. Aber bald vergeſſen beide, was ſie an heiliger F EN * 10 Stätte gelobt haben. Der Schulzwang hört auf; die Freiheit winkt, es winkt die Sinnlichkeit; es rufen die Kameraden, und wo die eingeprägten Lehren der Religion 1 W da reißt ſie der Spott derſelben gewaltſam aus. Ihr Eltern 95 ihr Männer, denen das Wohl der Eurigen am Herzen liegt, ihr ſeht recht gut ein, daß jetzt eine gefährliche Zeit für den Menſchen be⸗ ginnt. Ja, das iſt in der That die gefähr- lichſte Zeit! Oder hattet ihr noch nicht bemerkt, wie das Kind, welches bis zum vierzehnten Jahre zum biederen und braven Knaben, zum frommen und zarten Mädchen ſich heranbildete, nun bald, wo es zum edeln Jüngling und zur ſinnigen Jungfran heranreifen ſoll, alles Schöne, alles Große verliert, was Gott in ſie gelegt, was Eltern und Lehrer zu entwickeln ſuchten? Die Confirmation unſerer Kinder findet zu frühe ſtatt. Im vierzehnten Jahre ſind ſie noch nicht reif, noch nicht vorgebildet genug, um die herrlichen Lehren des Chriſtenthums in ihrer Tiefe und Bedeutung ſo recht verſtehen und in ſich auf⸗ nehmen zu können. Die Lehren werden Samenkör⸗ nern gleich, welche auf den Weg und unter die Dornen fallen; ſie werden erſtickt vom Unkraut oder verzehrt von den Vögeln. Laßt euch, ihr Eltern, darum den wohlgemeinten Rath ertheilen und eure Kinder wo möglich nicht vor dem 15. Jahre con— firmiren. „Unſere Verhältniſſe ſind aber nun einmal ſo, ſagt ihr, und nach dieſen Verhältniſſen mußten ſich die Verordnungen richten.“ Wir geben das Alles gern zu. Gebt uns aber auch nur dagegen wiederum zu, daß die Jugendzeit vom vierzehnten bis etwa zum achtzehnten Lebens- jahre die allergefährlichſte iſt, daß bis zum vierzehn⸗ ten Jahre der Unterricht nicht vollendet werden kann, und daß der Menſch in dieſem Lebensalter noch nicht ſo geiſtes- und willensſtark iſt, um ſeine Erziehung ſelbſt übernehmen zu können. Man macht ihn ja erſt im 21ten Jahre zum Herrn über ſein irdiſches Vermögen; warum will man ihm ſchon im 14ten Jahre das Wichtigſte, die Bildung ſeines Geiſtes und Herzens anvertrauen? Nein, das geht durchaus nicht, und wenn die Confirmation fort im 14. Jahre ſtattfinden ſoll, ſo wird bei uns immer fühlbarer werden der Mangel an ſogenannten Fortbildungs-Anſtalten, d. h. an ſolchen Einrichtungen, worin der junge Menſch nach ſeiner Confirmation gehörte überwacht, vorm Ge⸗ meinen und Schlechten gewarnt, für das Beſſere je mehr gewonnen wird, worin er ſeine Kenntniſſe erwei⸗ tern kann, worin ſein Geiſt eine ihm angemeſſene Nah—⸗ rung erhält, das Denkvermögen gehörig geübt, das Herz erwärmt, der Wille erſtarkt wird. Eure Kinder ſollen euch aber in dieſer Zeit ſchon etwas verdienen helfen, ſagt ihr dagegen. Das können ſie doch dabei. Sie können acht und mehr Stunden ihrem Beruf widmen, und es bleiben ihnen immer noch etliche Stunden übrig, um ihren Geiſt weiter zu bilden. Man braucht ſie ja nur in den Abendſtunden, die ſie nur zu oft in ſchlechter Geſellſchaft zubringen, zu unterrichten. Und damit nicht durch übermäßiges Sitzen der Körper nothleide, der gerade in dieſer Periode am leichteſten den Keim des Verderbens erhält, ſo wird ſich ja wohl ein halbes Stündchen zu körperlichen Uebun⸗ gen für Solche herausbringen laſſen, welche eine ſitzende Lebensart gewählt haben. Andere, wie der künftige Landmann, der Schreiner, Schloſſer, Dach⸗ decker, Maurer, Zimmermann, Metzger u. ſ. w. be⸗ dürfen das weniger. An dem Schneider- oder Schuh⸗ macherlehrlinge ꝛc. könnt ihr dagegen gar zu oft ſehen, wie er den Keim zu einem ſiechen Körper in den Jahren zwiſchen 14 und 18 legt. Aber woher denn die Lehrer, oder vielmehr das Geld nehmen, um die Lehrer für ſolche Fortbildungs⸗ Anſtalten zu beſolden? Nun, ihr habt ja ſo viel Geld, um euch die nöthigſten Kleidungsſtücke anzuſchaffen, um im Wirths⸗ hauſe Bier und Schnaps zu trinken, um Karten zu ſpielen, um Tabak zu rauchen, Pfeifen euch zu kau⸗ fen, zu den Seiltänzern zu gehen, Tänze zu beſuchen; ſo werden ſich auch ein Paar Kreuzer fuͤr das Wich— tigſte, das geiſtige Wohl junger Leute in der gefähr⸗ lichſten Zeit ihres Lebens auftreiben laſſen. Fehlt es aber durchaus an aller Unterſtützung, ſo wird wohl eine milde Anſtalt oder ſonſt eine weiche Seele daſeyn, welche für ſolche Arme gerne bezahlt. Dem Zufalle dürfte es aber nicht überlaſſen blei⸗ ben oder der Willkür eines jungen Menſchen an— heim geſtellt, ob er die Anſtalten, die zu ſeinem Beßten errichtet werden, auch beſuchen wolle, oder nicht. Die Obrigkeit müßte gerade hier ſcharf con troliren; es müßten Männer beauftragt werden, welche die Verzeichniſſe von ſolchen aufſtellen, die die Abendſchulen zu beſuchen haben. Wer ſie ver— ſaumt, verfällt in Strafe. Dieſe trifft entweder die Eltern, oder die Vormünder, oder die Meiſter. Man kann ja die Eltern und Vormünder zwingen, ihre Kinder zwiſchen dem(ten und 14Aten Lebensjahre zur Schule zu ſchicken. Die Strafe muß aber auch die jungen Leute ſelbſt treffen. Wenn Handwerks- burſche und Mägde nicht angenommen werden duͤr— fen, ohne ſich ausgewieſen zu haben, wo ſie früher in Arbeit ſtanden, und wie ſie ſich bisher betrugen, ſo bedarf es ja nur eines Zuſatzes zu der Verord— nung von Seiten unſerer Polizeibehörde, daß kein junger Menſch überhaupt bei einem Andern in Arbeit treten dürfe, der ſich nicht ausgewieſen hat, daß er eine ſolche Anſtalt fleißig beſucht habe. Wenn man bisher von dem Menſchenfreunde haͤufig die Klage hörte, daß, trotz der beßten Schu— len und der ſorgfältigſten Erziehung von Seiten der Eltern, junge Leute ſo häufig mißrathen; ſo ſind wir überzeugt, dieſer Klagen werden nach und nach(das ——— r 33 —— —— * 10„*. Gute gedeiht nicht ſo ſchnell) weniger, es wird we⸗ nigſtens von Einer und zwar von der allerſchlimm⸗ ſten Seite, beſſer werden.“) Wir wünſchen dieſen bhochwichtigen Gegenſtand noch wei⸗ ter erörtert. Die Red. Bekanntmachungen von Behoͤrden. rr Immobilien-Verſteigerung. (1213) Da der hießge Bürger Gerber und Leim⸗ ſieder Adolph Müller und deſſen Ehefrau nach⸗ folgende denſelben eigenthuͤmlich zuſtehende Immo⸗ bilien einer freiwilligen öffentlichen Verſteigerung an den Meiſtbietenden auf hieſigem Rathhauſe aus⸗ ſetzen wollen und der Unterzeichnete von denſelben hierzu beauftragt worden, ſo habe ich hierzu Ter⸗ min auf Montag den 11. Januar, Morgens 10 Uhr, anberaumt, an welchem Tage die näheren Be— dingungen bekannt gemacht werden, die auch fruͤher ſchon von den Intereſſenten bei mir eingeſehen wer— den konnen. Die zu verkaufenden Gegenſtände beſtehen in: 1 einem erſt vor einigen Jahren neu erbauten ſehr geraͤumigen zweiſtöckigen Wohnhauſe, auf wel⸗ chem die zum Trocknen des Leimes eingerichteten Böden ſich befinden; 2) ein unmittelbar an das Haus ſtoßender 22 Ru⸗ then Ortsmaß haltender Gemüsgarten. Bei der Hofraithe befindet ſich ein Brunnen mit gutem weichem Waſſer, ſodann ein ſehr geräumiges Gerbhaus. Sämmtliche Gebäulichkeiten liegen an dem Uſafluß, an welchem alle hieſige Gerber ihre Werkſtätten haben, und wird hierbei bemerkt, daß bisher Gerberei und Leimſiederei in den gedachten Gebäulichkeiten betrieben worden ſind und die zu bei⸗ den Geſchäften gehörigen Geräthſchaften mit ver— kauft werden. Friedberg den 26. November 1840. Der Beigeordnete Bender. Oeffentliche Ladung. (1296) Alle diejenigen, welche Anſprüche an den in Concurs verfallenen Schuhmacher Georg Steg von Rodenbach haben, werden aufgefordert, ſolche ſogewiß in dem auf Freitag den 19. Februar k. J., Vormittags 9 Uhr, angeſetzten Liquidationstermine dahier geltend zu machen, als ſonſt, ohne daß ein beſonderes Präcluſivdecret erfolgt, Ausſchluß von der Maſſe eintritt. In dem Termin ſoll zugleich die Güte verſucht werden, weßhalb die Vollmachten etwaiger Manda⸗ tare zum Abſchluß eines Arrangements ermächtigen müſſen. Großkarben den 10. Dezember 1840. Großherzoglich heſſiſches Landgericht Muhl. Schmidt. Aufforderung. (1297) Friedrich Stadelmann von Vilbel ſchoß dem Mathildenſtift zu Friedberg am 8. Juli 1837 ein Kapital von 430 fl. verzinslich vor und erhielt darüber als Schuldurkunde ein ſ. g. Einlage⸗ büchelchen Nr. 549. Dieſes Büchelchen iſt verloren gegangen und es werden, der vorgedruckten Beſtim⸗ mungen gemäß, auf den Auftrag des Darleihers Alle, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche daran und reſp. an die fragliche Forderung bilden, hiermit aufgefordert, dieſe ſo gewiß in einer Friſt von 6 Wochen dahier geltend zu machen, als daſſelbe ſonſt für mortificirt erklart werden wird. Butzbach am 15. Dezember 1840. In Auftrag: Gr. heſſ. Hofgerichts der Provinz Oberheſſen Großh. heſſ. Landgericht Völcker. Güter ⸗- Verpachtung. (1298) Montag den 18. Jannar 1841, Morgens 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe, die den mil⸗ den Stiftungen dahier gehörenden, Petritag 1841 leihfälligen Güter auf zwölf nach einander folgende Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet werden, als: 1) Gemarkung Friedberg: 29 ¼ Morgen, 2) Gemarkung Weckesheim: 90 ½¼ Morgen. Friedberg den 22. Dezember 1840. Für den Kirchenvorſtand: Der Beigeordnete Bender. Annahme von Tambouren. (16) Bei dem großh. 4. Jufanterie-Regiment ſol⸗ len noch weiter vier Tamboure angenommen werden. Die hierzu Luſttragenden wollen ſich alsbald, mit den vorſchriftsmäßigen Atteſtaten verſehen, bei dem Bataillons⸗Commando zu Friedberg anmelden. Die Herrn Burgermeiſter werden erſucht, dies in ihren Gemeinden bekannt zu machen. Offenbach den 6. Januar 1841. Das Commando des großh. heſſ 4. Infanterie-Regiments. Fäſſer⸗Verſteigerung. (17) Dienſtag den 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf Antrag der Curatoren des minoren⸗ nen Johannes Vorbach zu Rodheim circa 40 Ohm in ſehr gutem Stande gehaltene Faß zum Theil in Eiſen und zum Theil in Holz gebunden, in der Be⸗ hauſung des Herrn Wilhelm Schwenck II. dahier öffentlich verſteigert werden, was man hiermit zur allgemeinen Kenntuniß der etwaigen Concurxenten bringt. Niedereſchbach den 6. Januar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fahz. Hofraithe⸗Verſteigerung. (18) Auf freiwilligen Antrag der Bürger und Sattler Karl Decher'ſchen Eeheleute ſoll Dienſtag 1 85 Den 19. Januar l. J., Morgens 11 Uhr, im hieſigen Stä Rathhauſe deren Hofraithe, Pag. u. Nr. 29576, die beſtehend in Wohnhaus und Stall, an Thomas rufe Hanſtein und Daniel Fritz, oͤffentlich meiſtbietend Leh! verſteigert werden, und wird bemerkt, daß bei einem 5 Sp! annehmbaren Gebote der Zuſchlag ſogleich ertheilt 20 wird. Auch können die Hofraithen alsbald bezogen . der, werden. . daß Friedberg den 7. Januar 1841. 0 gin Der Beigeordnete Bender. 1 lid Guter Verpachtung. 2 wie(19) Da auf die dem Auguſtiner Schulfonds da⸗ N zun hier zuſtehenden 2 Huben Ländereien, welche am zar 12. Dezember 1840 der Verpachtung ausgeſetzt wor— zur den waren, kein annehmbares Gebot erfolgte, ſollen her dieſe, dem Auguſtiner Schulfonds allein zuſtehenden we Ländereien, Dienſtag den 19. Januar l. J., Vor⸗ ent mittags 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe einer noch⸗ maligen Verpachtung auf 12 Jahre öffentlich meiſt⸗ zu bietend ausgeſetzt werden, und zwar getheilt, als: no 10 In der Gemarkung Rockenberg: 42 Mor⸗ hel gen 19½ Ruthe Ackerland und 3 Morgen 3 un Vrtl. 4¼ Ruthen Wieſen und zwar das Acker⸗ ne land in ſchicklichen Abtheilungen von 2, 3 und nei 4 Morgen, die Wieſen aber in zwei Abthei⸗ D lungen. ve 2) In der Gemarkung Münzenberg: 9 Mor⸗ da gen 23¼ Ruthen Ackerland in ſchicklichen Ab— Ki theilungen von ungefähr 4, 3 und 2 Morgen. N fir 3) In der Niederweiſeler Gemarkung: 1 17 Morgen 16 Ruthen Ackerland. . ſah 4) In der Gemarkung Oppershofen: 4 1 ſic Morgen, 3 Vrtl., 39¾ Ruthen in verſchiede⸗ 5 nen Abtheilungen, als die Wieſen im Mörler⸗ 8 au feld, Brückfeld, Rodfeld, Waldfeld. * ve Hierauf folgt ſodann der Bezug von 4½ Mark 5 ja Holzes aus dem in der Rockenberger und Oppers⸗ 8 te hofer Gemarkung liegenden Rockenberger und Op⸗ ul pershofer Markwald, je nachdem ſich Liebhaber fin⸗ 11 ſo den, auf 2 oder mehrere Jahre öffentlich meiſtbletend 42 ſe. verſteigert werden. 1 ei Friedberg den 5. Januar 1841. 7 V Der Beigeordnete Bender. 10 3 Polizeiliche Bekanntmachung. N(20) Geſchehener Anzeige nach ſind in Butzbach . 6 7 fl., in einem Geldbeutel verwahrt, gefunden wor⸗ * den. Der rechtmäßige Eigenthümer wird hiermit 3 aufgefordert, ſich binnen 14 Tagen bei dem großh. a Bürgermeiſter zu Butzbach zu legitimiren, widrigen⸗ 3 falls dem Finder das Gefundene zur Dispoſikion 9 üöberlaſſen werden ſoll. ö 7 1 Friedberg den 29. Dezember 1840. 75(0 Der großh. heſſ. Kreisrath des f 1 Kreiſes Friedberg. 9 5 Kuͤch ler. 1 N Bekanntmachung. 0 e(21) Dienſtag den 12. Januar d. J., Vormittags „ 11. 10 Uhr, ſoll in hieſigem Salzamtslokal die Lieferung der verſchiedenen Nägelſorten dem Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden, welches den dazu Luſt⸗ tragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 6. Januar 1841. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Weiß. Dunker. An ſämmtliche großh. Bürgermeiſter des Salzmagazinsbezirks Vilbel. (22) Höherer Anordnung zu Folge wird vom 1. Januar 1841 an an die Auswieger kein Salz mehr verabfolgt, wenn die rückſtändigen leeren Säcke nicht abgeliefert, und fur das neu zu beziehende Salz der Werth der leeren Säcke mit 14 kr. Pro Stück nicht ſogleich dahier deponirt wird. Ich erſuche Sie dies den Auswiegern in Ihren Gemeinden bekannt machen laſſen zu wollen. Vilbel den 30. Dezember 1840. Der Magazinsverwalter Stockhauſen. Verſteigerung von Straßenbau-⸗Reparatur⸗ Arbeiten im Baubezirk Friedberg. (23) Die Unterhaltungs arbeiten fuͤr das Jahr 1841, ſowie das Steinſetzen und Steinſchlagen, an den Staatsſtraßen von Frankfurt nach Homburg durch die Gemarkung Ober- und Niedereſchbach und die Straße von Frankfurt nach Koͤnigſtein, ſollen Mittwoch den 20. Januar d. J., Vormittags 10 Uhr, bei Gaſtwirth Fritzel zu Obereſchbach, unter den dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtnehmenden einer nochmaligen Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden. Die großh. Bürgermeiſter wollen dies im In⸗ 141 ihrer Gemeinden gefälligſt bekannt machen aſſen. Friedberg den 2. Januar 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Holzverſteigerung im Revier Münzenberg. (24) Montag den 11. Januar 1841, des Vor⸗ mittgs 9 Uhr, ſollen in dem Rockenberger und Op⸗ pershofer Markwald, Wirthſchafttheil II., nachbe⸗ nanntes Holz unter den vor der Verſteigerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentli verſteigert werden, als: n 1) 10 Stecken buchen Scheidholz, 29 2„ eichen Werkholz, 3) 38½%„ eichen Prügelholz, 4 1150 Wellen eichen Reisholz, 5) 1450„ gemiſchtes Reisholz, 60 6576 Cubf. eichen Bau⸗, Werk⸗ u. Nutzholz. Der Zuſammenkunftsort iſt an der Bitzwieſe, wohin man die Steigliebhaber höflichſt einladet. Oppershofen den 2. Januar 1841. Der Markgegenſchreiber Weil. Abraham E Zeitbeſand! pachtet, werd Friedbe Pri (9) empfe errichtetes C näten Lique! kr., Arac nac 30 kr., Weinhefen auch von g unter Zuſid nung. Zugleich ſches Bie teille 6 kr., wieder verg (28) wir geſucht. (20) Nas mittags um ten des He Stammheim 1500 tanne! Nutzholz. itzwieſe, adet. ſchrtiber . 13*. Hofraithe-Verſteigerung. (25) Montag den 11. Januar, Morgens 10% Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe, Folge eingelegten Nachgebots, die Heinrich Mack'ſche Hofraithe, Pag. und Nro. 42%, beſtehend in Wohnhaus und Grund, an Wilhelm Kümmich und Heinrich Wilhelm Weckerling gelegen, einer nochmaligen öffentlich meiſt— bietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 7. Januar 1841. 5 In Auftrag großh. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (26) Donnerſtag den 28. Januar l. J., Nach- mittags 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds aus der Ernte von 1840, 50 bis 60 Malter vorzüglich gutes Korn, zweimalterweis, öffentlich an den Meiſt— bietenden verſteigert werden. Friedberg den 7. Januar 1841. In Auftrag der Armen-Commiſſion: Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (27) Montag den 18. Januar l. J., Morgens 10 ½% Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der ſogenannte Abraham Schmidt'ſche Garten auf einen weitern Zeitbeſtand von 6 Jahren öffentlich meiſtbietend ver— pachtet werden. Friedberg den 7. Januar 1841. In Auftrag der Armen-Commiſſion: Der Beigeordnete Bender. NIN Privat-Bekanntmachungen. Friedrich Schweitzer in Friedberg (9) empfiehlt einem geehrten Publikum ſein neu errichtetes Commiſſions-Lager von feinen und ordi— nären Liqueuren, Spiritus, Punſch-Eſſenz 1 fl. 24 kr., Arac 1 fl. 12 kr., Rum 48 kr. und 1 fl., Cog⸗ nac 36 kr., Kirſchwaſſer 36 kr., Zwetſchen- und Weinhefen Branntwein 30 kr. pro Flaſche, ſowie auch von gutem haltbaren Wein- und Obſt⸗Eſſig unter Zuſicherung billiger Preiſe und reeller Bedie— nung. Zugleich empfiehlt er ſein vorzügliches Baie ri— ſches Bier, die Flaſche 8 kr., und für die Bou— teille 6 kr., welche jedoch bei Zurückgabe derſelben wieder vergütet werden. Ein braves Mädchen (28) wird für eine ſtille Haushaltung in Dienſt geſucht. Holzverſteigerung. (29) Nächſten Mittwoch den 13. d. M., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, werden aus den Walddiſtrik— ten des Herrn Kreisraths Dr. Cameſasca, in Stammheimer Gemarkung, Nonnenſtümpfen genannt, 1500 tannene Wellen, unter den bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen oͤffentlich verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt an der Trennung der Chauſſee zwiſchen Altenſtadt und Stammheim. Friedberg den 7. Januar 1841. Kopp. Ein Logis, (30) welches bis zum 1. März bezogen werden kann, iſt zu vermiethen bei Johannes Rückert. Geſchäfts⸗-Empfehlung. (31) Einem hieſigen und auswärtigen Publikum mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich das bisher gemeinſchaftlich mit Hartmann Schmidt betrie— bene Weißbindergeſchäft von heute an für mich allein be— treibe u. bitte, mich mit recht vielen Aufträgen zu beehren. Vilbel den 1. Januar 1841. Martin Kramer, Weißbindermeiſter. Aufforderung. (32) Alle diejenigen, welche noch Zahlungen an die Glaſer Auguſt Schulz'ſche Maſſe zu entrichten haben, werden aufgefordert, ſolche längſtens bis zum 1. Februar d. J. an den Unterzeichneten zu entrich— ten, widrigenfalls ſie ſich Unkoſten verurſachen würden. Friedberg den 5. Januar 1841. Andreas Wohlfarth, Curator. Gaſtwirthſchafts-Eröffnung. (33) Meine dahier an der Hauptſtraße errichtete mit geräumigen Zimmern und Stallung verſehene Gaſt— wirthſchaft erlaube ich mir unter Zuſicherung bilki— ger und prompter Bedienung dem verehrlichen Pub— likum beßtens zu empfehlen. Heldenbergen den 29. Dezbr. 1840. Tobias Thaler. Empfehlung. (34) Der Unterzeichnete empfiehlt einem verehr— ten Publikum ſeine vorzügliche Feuereinrichtung zum Decartiren von wollenem Tuch, 3 kr., und Bieber 2 kr. pro Elle. Zugleich bemerkt er, daß diejenigen, welche ihm gefällige Aufträge ertheilen, das Tuch mit ſchöͤnſtem Glanze und von vorzüglicher Güte, nach einem halben Tage wieder zurück erhalten werden. Butzbach den 4. Januar 1841. 5 Georg Wilhelm. Winter-Handſchuh, Plüſchkappen (35) und Winterſchuh in friſchen Sendungen und zu billigen Preiſen empfehle ich zu geneigter Abnahme. H. B. Grödel, in der breiten Straße. Anzeige. (36) Auf einem Gute nahe bei Friedberg wird eine tüchtige Haushälterin geſucht. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. Ein Schweitzer (37) wird auf Petritag d. J. in der Nähe von Frankfurt, zu 14 bis 18 Stück Rindvieh geſucht. Derſelbe muß ſein Fach gut verſtehen und mit dem „ 14. Melken umgehen können, dagegen wird ein guter Lohn bezahlt. Nähere Auskunft ertheilt die Redac⸗ tion dieſes Blattes. Von 3 Faſſelochſen 5 (38) verkauft 1 der Bürgermeiſter Hahn in Kaichen. Literariſche Anzeigen. Die Kahlkoͤpfigkeit heilbar! (39) So eben iſt in dritter Auflage erſchienen: Gruͤndliche Anleitung ** zur 0** Heilung jeder Kahlköpfigkeit, g 3 die nicht durch hoͤheres Alter entſtanden iſt. Für Aerzte und Nichtärzte von Dr. H. Redlich. Eremplare dieſer gemeinnützigen Schrift ſind geheftet fuͤr à 36 kr. zu erhalten in Fried⸗ berg bei Carl Bindernagel. Bei C. Biudernagel in Friedberg iſt er⸗ ſchienen: Das Echo einer alten Fungfer. Für eine Singſtimme mit Begleitung des Pianoforte von Carl Thurn. Preis 8 kr. Ferner iſt bei demſelben vorraͤthig: Gallerie zu Goͤthe's ſaͤmmtlichen Werken. 2te Lieferung. Subſcriptionspreis 40 kr. Adreßhandbuch für Heſſen pro 1841. 12 kr. Trauerbriefe, wie ſie nicht ſeyn ſollen. Ein Er⸗ götzungsbüchlein für Unbefangene. 6 kr. Die Dachnoth, oder: wie decke ich mein Dach wohl⸗ feil, zweckmäßig und dicht. Mit Beurtheilung, Beſchreibung und Koſtenangabe von 20 verſchie— denen Deckungsarten. 36 kr. Heſſiſches Kochbuch, eine Sammlung durchaus prak⸗ tiſcher Rezepten zum Kochen und Einmachen. 1 fl. 30 kr. Taſchenbuch zum Auslegen der Träume von Je— remias Traumdeuter. b Der Coburger Sechſer. Eine hoͤchſt ſchauerliche Begebenheit des neunzehnten Jahrhunderts von J. Stefflen. 30 kr. Taſchen⸗Tabellen der allgemeinen Weltgeſchichte von der älteſten bis auf die neueſte Zeit. Nebſt einer geographiſch⸗ſtatiſtiſchen Ueberſicht der Größe und Einwohnerzahl aller Länder der Erde und ihrer Hauptſtädte. 14 kr. Eingeſendet. Wie man vernimmt, ſo iſt auf ſeiner Route durch Europa unſer weitberühmter Landsmann, Herr Dr. Langenſchwarz⸗ mit ſeiner Gattin, welche ſchon unter dem Namen Ruthini mit Eclat ſelbſt bei den Franzoſen als Sängerin aufgetreten, dahier angekommen.— Dürfte es wohl unbeſcheiden ſeyn⸗ den leiſen Wunſch zu äußern: dieſes ausgezeichnete Paar möge uns, wenn auch nur durch Einen öffentlichen Vortrag, Ge⸗ legenheit geben, ſeine ſo ſeltenen Talente gebührend anſtau⸗ nen zu können.— Ein Kunſtfreund. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 7 fl. 30 kr. Korn: 5 fl. 40 kr. Gerſte: 4 fl.— kr. Hafer: 2 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 4. Januar: Waizen: 7 fl.— kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4fl. 10 kr. 1 Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Mainz, am 29. Dezember: Waizen: 7 fl. 29 kr. Korn: 6 fl. 8 kr. Gerſte: 4 fl. 21 kr. Hafer: 3 fl. 38 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 10. bis 17. Jan. 1841. pfd Brod Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 211 2.1 2 7. 7 4 2 4 2 4 17 7 99 813 . Loth.(Loth. — Milchbrod„ — Waſſerweck 116%[1— Gemiſchtes(Tafel-) Brod. 7 Fleiſch-Preiſe. . pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 11 7 5 5— 15 fe; gemaͤſtetes—— Kühfleiſch ungemäſtetes—— 171— „Rindfleiſch 714— 7— 77 Kalbfleiſch 6. 6— „ Schweinenfleiſch 81 3 83 „Hammellfleiſch 772 71— „ Schaaflleiſch 6(——— „Wurſt von blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 144— 144 „ Schwartenmagen 14— 144— „I Geräucherter Speck 19— 19— „Schinken 144— 144— „Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 191— 19— 1 f dito unausgelaſſen- 18— 181— „Nierenfett 18— 18— „ Hammelsfett 15 4— 15 4— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. ——— del Intelligen, welche au gefaͤligſt werden. — 51 — aſter e ſchneidur ih Au det Gen