1 10 Kr. auar: 1.— k. e g 1 f— ii 11111141 Intelligenzblatt ſür die — berhessen 0 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. N 6. Sonnabend, den 6. Februar 1841. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes und die Polizeikomiſſaͤre zu Engelthal und Wickſtadt. Betreffend; Die Arretirung eines Juden, angeblich Moſes Simon genannt. Am 25. Dezember v. J. wurde der nachſtehend ſignaliſirte Jude, welcher ohne alle Legitimation nicht angeben können. verdächtig macht. war, in Heppenheim arretirt. Derſelbe legt ſich den Namen Moſes Simon bei, will aber ſeine Heimath Er bemüht ſich ſichtlich einen gewiſſen Stumpfſinn zu affectiren, was ihn ſehr Ihnen beiwohnende Kenntniß über dieſe Perſon haben Sje alsbald hierher einzuberichten. Des angeblichen Moſes Simon Signalement. Alter: angeblich 47 Jahre. Große: 6“ 6“ 1%. Haare: ſchwarz. Stirn: nieder. Augenbraunen: braun. Augen: grau. Naſe: lang und gebogen. Mund: aufgeworfen. Zaͤhne: gut. Kinn: breit. Bart: ſchwarz. Beſondere Zeichen: Zuckt mit dem Geſicht und hat einen ſtark gewoͤlbten Rücken. Geſicht: länglich. Geſichtsfarbe: blaß.— Auf der linken Seite deſſelben iſt ein Muttermal in einem gelben Ey großen Flecken beſtehend, ebenſo an dem linken Oberſchenkel mehrere Narben, wovon eine größere auf der hinteren Seite ſich befindet, und Folgen einer geſchwürigen Ausſchlagskrankheit zu ſeyn ſcheinen. Kleidung: 1) ein dunkelblauer Ueberrock mit Sammetkragen; 2) ein brauner Frackrock; 3) ein blauer Kittel; 4) ein Paar blaue Hoſen; 5) ein Paar ſchwarze Unterhoſen; 6) ein zeugenes Wämmschen; 7) eine blaue Weſte mit gelben Knöpfen; 8) ein Hemd; 9) eine dunkelblaue Kappe mit Pelz; 10) eine ſchwarze ditto; 11) ein ſeidenes Halstuch; 12) ein gewürfeltes Sacktuch; 13) ein Paar Strümpfe; 14) ein Paar ſchwarze Gamaſchen; 15) ein Paar rindslederne Schuhe, ſämmtliche Gegenſtände ziemlich abgetragen. Friedberg den 4. Februar 1841. Küchler. Zur wetterauer Chronik.(3. In Nro. 28 der großh. heſſiſchen Zeitung wird aus Altenſtadt mitgetheilt, daß ein Storch, wahr— ſcheinlich wegen früherer Verwundung, daſelbſt zurück— geblieben, ſich zuerſt auf den Wieſen aufgehalten, beim erſten Schnee nach ſeinem Neſte zurückgezogen, beim Thauwetter daſſelbe wieder verlaſſen und nachher bei neuem Schnee abermals auf kurze Zeit bezogen habe. Als Merkwürdigkeit wird uns mitgetheilt, daß vor Kurzem in einem Wohnzimmer ſich ein Schmet⸗ terling gezeigt habe. Die Raupe wird ſich wohl im Herbſte dorthin gezogen, dann verpuppt und durch die Ofenwärme der Schmetterling vor der Zeit ſich entwickelt haben. Ein Forſtdiener aus der Nachbarſchaft ſoll kuͤrz— lich mit dem Buͤrgermeiſter zu Maibach und noch e 38*.. einem Dritten in einen benachbarten naſſauiſchen Ort ſich begeben haben, um Hausſuchungen wegen verübten Holzfrevels veranſtalten zu laſſen. Beim Nachhauſegehen ſollen die Frevler in bedeutender Zahl jenen 3 Männern aufgelauert, dieſelben ange— fallen und ſo gewaltig mishandelt haben, daß man an dem Aufkommen wenigſtens des Einen verzweifelt. Indem wir das Wenige, was uns hieruͤber zu⸗ gekommen iſt, veröffentlichen, bitten wir um genauere Nachrichten hierüber. Kirchgoͤns und Pohlgoͤns. (Schluß.) Als durch die Verordnung vom 14. Juni 1821 Juſtiz und Adminiſtration getrennt wurden, kam das Amt Hüttenberg zum Landraths- und Land⸗ gerichtsbezirke Gießen. Bekanntlich wurde durch aller⸗ höchſte Verfuͤgung vom 1. Juni 1840(Reg. Blatt Nr. 15) ein neues Landgericht zu Butzbach errich— tet, und demſelbrn nicht nur die bisher zum Land- gerichte Friedberg gehörigen Orte Butzbach, Bodenrod, Fauerbach I., Maibach, Mün- ſter, Oppershofen, Oſtheim, Rockenberg mit Marienſchloß, Hochweiſel, Niederwei⸗ ſel, Hauſen mit Oes, Langenhain mit Zie⸗ genberg und Steinfurt, ſondern auch jene ſeit 1827 dem Stadtgerichte Gießen einverleibten Orte Kirchgöns und Pohlgöns zugetheilt. So fiel die lange Scheidewand zwiſchen letzterem und Butz— bach endlich weg. Woher übrigens der Name Hüttenberg rührt, iſt noch nicht ausgemacht.) Das aber iſt wohl keinem Zweifel unterworfen, daß, gleichwie die Gegend zum Lahngau gehörte und in kirchlicher Hinſicht dem trierer Sprengel zugetheilt war, die erſte Cultur des Landes nicht wie die der Wetterau von Mainz, ſondern von Trier und Coblenz her der Lahn aufwärts ſich verbreitete. Der Name Gons oder Güns, den urſprüng⸗ lich ein kleiner Bach führt, der bei Großenlinden in den Kleebach mündet, kommt ſchon in ſehr früͤ— hen Schenkungs-Urkunden des Kloſters Lorſch als Gunissin vor, und bezeichnet bald einen Ort, bald eine Mark(Gunnisere marca). Welches Göns das ältere ſey(außer den drei obengenannten gibt es noch ein Ebersgöns in dem benachbarten Preußiſchen, der ehemaligen Herrſchaft Kleeberg), bleibt zweifelhaft. Das aber iſt gewiß, daß die Kirche zu Kirchgöns ein uraltes Gebäude iſt, wel⸗ ches wohl ſechs bis ſieben Jahrhunderte zählt. Eben darum möchten wir auch dieſen Ort für älter hal— ten als Pohlgöns. Der Name Kirchgöns (Kirchgunse) kommt urkundlich 1267 und der von *) Nachrichten über Hüttenberg finden ſich auch in Schmidts Geſchichte von Heſſen. Theil J. S. 241 ff. Langgöns(Langengunsse) 1252 zuerſt vor.) Dagegen haben wir den Namen Pohlgöns in älteren Urkunden vergeblich geſucht. Eine adelige Familie von Göns(de Gunse oder de Gunesse) erſcheint von 1129 an, wo ein gewiſſer Bernhard de Gunesse unter den Miniſterialen als Zeuge in der Stiftungs-Urkunde von Schiffenberg bei Gießen genannt wird, bis zum Jahr 1345 ſehr oft in Urkunden. Mehrere derſelben ſind Kaſtellane von Münzenberg und von Eppenſtein. Sie ſind wohl ſchon im vierzehnten Jahrhundert ausgeſtorben. Die Orte Kirchgöns und Pohlgöns gehör— ten zu dem Vogteigerichte, welches noch bis in die neuere Zeit nach alter ſymboliſcher Weiſe „bei Halm und Holz“ in einer Scheuer zu Lang—⸗ göns gehegt wurde. Der Beamte eröffnete daſſelbe; ein Schreiber und zwölf Schöffen waren Beiſitzer. Ebenſo wurde, wenn wir nicht irren, ein altes Märkergericht gehegt zu Kirchgöns. Eine von Konrad Jung im J. 1799, aus dem„Marck⸗ Buch zu Kirchgöns“ ausgezogene Märkergerichts— Hedong des Centgrafen Eller im Namen ſeines gnaͤdigſten Fürſten und Herrn, Herr Landgrafen Ernſt Ludwig zu Heſſen, erinnern wir uns in einer Schrift des verſtorbenen Beamten zu Lang— göns, des älteren Herrn von Zangen, geleſen zu haben. Beide Orte haben in neueren Zeiten dadurch, daß eine der Hauptſtraßen Deutſchlands ſie durch— ſchneidet, viel gewonnen. Die alte Landſtraße ging, wie man noch deutlich ſehen kann, neben Pohl- göns vorbei. In dieſem mündet ſich auch die von Wetzlar kommende Straße ein. In der Gemarkung von Pohlgöns, und zwar unweit dem Walde, iſt eine Gegend, welche der „Exerzierplatz, heißt. Wir wiſſen nicht, warum? Außerdem kommen in derſelben mehrere Namen vor, wie Heidenborn(in der von großh. Generalſtaabe. herausgegebenen Karte ſteht Eideborn), Heiden— garten, Herrnplatz u. dgl., welche andeuten, daß die alten Römer ſich in der Nähe angebaut hatten.(Eine römiſche Niederlaſſung war aller gleich nördlich von Butzbach auf der ſogeng Hünenburg)— Kirchgöns traf im Jahr 1815 ein großes Unglück. Am Mittage des 15. Juli ent⸗ ſtand hier eine Feuersbrunſt(man vermuthete, eine boshafte Hand habe ſie angelegt), und verbreitete ſich ſchnell durch den heftigen Wind, bei großem Mangel an Waſſer und weil alle Häuſer mit Stroh— dächern gedeckt waren, mit ſolcher Furchtbarkeit, daß ſie in kurzer Zeit 51 Gebäude vernichtete und 18 mehr oder minder beſchädigte.(Eine Beſchreibung dieſes Brandes befindet ſich in Wagners heſſiſchem Volksbuch S. 86.) Die Gebäude wurden bald wie— *) Joannis spieil. I, 286 Gude n. C. D. V, 17. Beide Orts-Namen erſcheinen ſpäter öfter in Schenkungs— Urkunden. — ö glatte anzeige von den milde Friedberg . Bekann Oe 78 Det Freiherr ve der Gemark im Geldan nach dem 6 werden soll. löſung befſh ihre Rechts naten bei ads ſonſt d uin 1440 ff gütaltet wer Groß la. 2 7 ie olds Kinder des Ueberweiſun derſelben ar zu dem End Nachlaß de können glai Dienſ hi unterzeic an, widrig wen der f tunsurkund stiedbe —— ⁰˙—— Dp p—7r—̈&• * 39 der hergeſtellt; das Andenken an die grauenvolle Verwüſtung iſt aber noch bei Vielen friſch, und der gewaltige Schaden, welchen ein ſolches Unglück für viele Familien herbeiführte, iſt wohl noch lange nicht ganz ausgemerzt. Möge es das letzte der Art ge— weſen ſeyn! Für Solche, welchen das Unglück ihrer Mitmenſchen zu Herzen geht. Fanden die Waſſerbeſchaͤdigten an der Rhone mitleidige Herzen in unſerer Mitte, ſo dürfen wohl gleiche Unglückliche in unſerer Nähe zuverſichtlich bei uns auf Mitgefühl und Hülfe rechnen, und das um ſo mehr, als ihr Loos bei der anhaltenden Kälte täglich trauriger wird. Ich erinnere unt. And. an Dietz a. d. Lahn und Lorch. Auch erinnere man ſich des unglücklichen Wilhelm Wommelsdorf im Kreiſe Biedenkopf, dem eine Schneelawine ſeine 15jährige Tochter, ſeine Schweſter, eine gefüllte Scheune, ſein Zug— vieh und ſeine Schaafe zerſchmetterte und ihn und ſeine Frau ſchwer verwundete Alle an mich eingehenden Beiträge werde ich in dieſem Blatte anzeigen und ſeiner Zeit dahin abliefern, wohin ſie von den milden Gebern beſtimmt werden. Friedberg. C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Oeffentliche Aufforderung. (78) Der großh. badiſche Oberſt⸗Kammerherr, Freiherr von Edelsheim zu Karlsruhe, hat in der Gemarkung Rendel eine Neurott-Zehnt-Rente, im Geldanſchlage von 80 fl. zu beziehen, welche nach dem Geſetze vom 27. Juni 1836, abgelößt werden ſoll. Alle diejenigen, welche bei dieſer Ab— löſung betheiligt ſind, werden hiermit aufgefordert, ihre Rechtsanſprüche um ſo gewiſſer binnen 2 Mo- naten bei unterzeichneter Gerichtsſtelle anzuzeigen, als ſonſt die Auszahlung des Ablöſungskapitals von 1440 fl. an den oben benannten Berechtigten geſtattet werden wird. Großkarben am 14. Januar 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Bekanntmachung. Die als die alleinigen Erben der Jakob elds Wittwe zu Niederrosbach legitimirten Kinder des Daniel Stetzer von da haben um Ueberweiſung und Transſcription der ihnen von derſelben angefallenen Erbſchaft gebeten und werden zu dem Ende alle diejenigen, welche annoch an den Nachlaß der gedachten Wittwe Anſprüche bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche Dienſtag den 26. Februar l. J. Vorm. bei unterzeichneter Gerichtsſtelle zur Anzeige zu brin— gen, widrigenfalls ohne Rückſicht auf ſolche, den Erben der fragliche Nachlaß überliefert und Eigen⸗ thumsurkunde zugefertigt werden ſoll. Friedberg den 5. Januar 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Hofmann. Dr. Gilmer. Proclama. (46) Der ſeit zwölf Jahren abweſende Johann Conrad Häuſer von Niederweiſel hat die ihm im Flurbuche zugeſchriebenen Grundſtücke am 15. Oktober 1828 verkauft, ohne jedoch Kaufbriefe aus— fertigen zu laſſen. Da nun die Käufer auf Zufer— tigung ſolcher beſtehen, der beſtellte Curator absen— tis aber das Eigenthum an jenen Grundſtücken für den Abweſenden nicht nachzuweiſen vermag, ſo wer— den alle, welche Anſprüche an die in Frage ſtehen— den Grundſtücke, deren Verzeichniß bei dem unter ſchriebenen Landgericht eingeſehen werden kann, zu haben glauben, hierdurch aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen ſechs Wochen, von heute an gerechnet, dahier anzuzeigen, als ſonſt ohne Rückſicht auf ſie Kauf— briefe werden ausgefertigt und beſtätigt werden. Butzbach am 8. Januar 1841. Großh. heſſ. fürſtl. ſolmſ. Landgericht Völcker. Calmberg. Oeffentliche Bekanntmachung. (98) Margaretha, Nicolaus Mohr's Witt⸗ we zu Oſtheim, eine geborne Schäfer, hat ſich freiwillig unter Curatel des Pachters Jacob We— ber zu Niederweiſel begeben, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß künftig Rechtsgeſchäfte mit der genannten N. Mohr's Wittwe, ohne Zuſtimmung ihres Curators, gültig nicht abgeſchloſſen werden können. Butzbach den 19. Januar 1841. Großh. heſſ. Landgericht Calmberg. Frucht⸗Verſteigerung. (99) Dienſtag den 23. d. M., des Vormittags 10 Uhr, werden 26 Malter Waizen, 112„ Korn, 76„ Gerſte, und r aus der 1840er Erndte, unter den bekannten Be— dingungen, auf dem hieſigen Rathhauſe meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim am 2. Februar 1841. Herzoglich naſſauiſche Receptur Hehner. Ländereien⸗ Verpachtung. (100) Nachdem die Verpachtung der, den milden Stiftungen Piis Corporibus und der Präſens dahier gehörende, in der Gemarkung Weckesheim liegenden, 91 ¼ Morgen haltenden Ländereien— vom 18. Januar 1841 nicht genehmigt wurde, ſo werden ſolche Don— nerſtag den 11. Februar l. J., Morgens 9 Uhr, in hieſigem Rathhauſe, in einzelnen und ſchicklichen Ab— theilungen auf zwölf nach einander folgende Jahre einer anderweitigen meiſtbietenden Verpachtung aus⸗ geſetzt. Friedberg den 29. Januar 1841. Der Beigeordnete Bender. „ 40* Mobilien- Verſteigerung. (101) Auf freiwilligen Antrag der Frau Tho⸗ mas Horn's Wittwe dahier, ſollen Donnerſtag den 18. Februar l. J. in deren Wohnung auf dem Hauck, Morgens 9 Uhr anfangend, nachſtehende Gegenſtände einem öffentlichen Meiſtgebot gegen gleiche Zahlung ausgeſetzt werden, als: 10 2 große Wallachpferde, 6 u. 7 Jahr alt, 2) 4 Kühe, f 3) 2 Rinder, 15 Huͤhner nebſt einem Hahn, 4) 1 zweiſpännige Chaiſe, 5) 1 einſpännige Chaiſe, 6) 1 zweiſpänniges Chaiſengeſchirr, 7) 2 einſpännige Chaiſengeſchirre, 8) 1 zweiſpänniger vollſtändiger Wagen, 9) 1 Pflug, 10) 2 Eggen, 110 1 zweiſpänniges Wagengeſchirr, 12) 1 große Wende und 2 Kofferwende, 13) 1 große Waage, 14) 1 große Fruchtfegmüuͤhle, 15) 1 Butterleierfaß, 16) 1 Flachsbreche und Schwingſtöcke, 2 Wagen⸗ tücher und eine Parthie gute Säcke, zur Oe⸗ konomie vollſtändig gehörende Ketten, ſowie das dazu gehörende Lederzeug; ſodann Stroh von allen Gattungen, Spreu, eine Parthie Rangen, eine Parthie Dünger, ſowie noch mehrere zur Oekonomie gehörende, in beſtem Zuſtande ſich befindliche Gegenſtände u. ſ. w. Schließlich wird bemerkt, daß das Vieh Vor⸗ mittags ausgeboten wird. Friedberg den 4. Februar 1841. Der Beigeordnete Bender. Immobilien⸗Verſteigerung. (102) Auf den Antrag der Erben der dahier ver⸗ lebten Johannes Schwal m' ſchen Ehefrau, ſol⸗ len die zum Nachlaß gehörende Immobilien einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden und wird hierzu Verſteigerungstermin auf Donnerſtag den 11. Februar l. J., Morgens 10, Uhr, in hieſigem Rathhauſe anberaumt. Dieſe Immobilien beſtehen in: Pag. u. Nr. 10 60%% a. Eine Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ haus, Werkſtätt und Grund, an Peter Mann gelegen, ſodann 28%, 52 Ruthen Hausgarten, an Phi⸗ lipp Wißmath gelegen, gibt in die Stadtrente 7/ kr. 19 Ruthen Garten, in der 7ten Gewann an Adam Steinhäu⸗ ſer gelegen. Friedberg den 4. Februar 1841. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. (103) Montag den 15. d. M., Nachmittags um * 3 Uhr, ſoll in hieſigem Nathhaus die Anfertigung nachfolgender Gegenſtände in das hieſige Schulhaus öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert wer⸗ den, als: a) Schreinerarbeit: a 1) Zu ſämmtlichen Fenſtern in den Zimmern beider Etagen 24 Stück anderthalbzöllige tannene rund gehobelte Rouleauſtangen, 45“ der Stock lang, zu machen, voranſchlagt zu 2 fl. 24 kr. 2) Drei ſchwarze Tafeln von gutem glattem Birnbaumholz zu machen, à 60“ lang, 45“ breit mit einge⸗ ſtemmten Hirnleiſten, voranſchlagt zu k 3) Ein Meßtiſch mit Stativ, nach An⸗ gabe, voranſchlagt zu 3 fl. 30 kr. 4) Ein Stellzirkel mit Stellſchraube, eiſerner Spitze und Einſatzfuß, vor— anſchlagt zu 2 fl.— kr. 5) Zwei Lineale, à 40“ lang und 2“ 5 breit, voranſchlagt zu 1 fl.— kr. 6) Ein Stativ von Tannenholz, zum Aufſtellen einer ſchwarzen Tafel, voranſchlagt zu 1 fl. 30 kr. 32 fl.— kr. b) Schloſferarbeit: 10 Die Rouleau zu beſchlagen, anzumachen und zu jedem einen 3““ ſtarken und 40“ langen Eiſen⸗ draht zu liefern, voranſchlagt zu 8 fl. c) Tapeziererarbeit: 10 90 Ellen dunkelgrünes Rouleauzeug zu liefern und die Rouleau mit Zugabe der Nägeln, Kor⸗ deln ꝛc. zu machen 30 fl d) Maurerarbeit: 1) Die vor der Hauptfacade des Hauſes liegenden Bankettplatten aufzuheben, dieſelben in Speiß zu legen, daß das Waſſer abfließen kann, und da⸗ bei die Vortritte zu richten, mit allen circa 230[), voranſchlagt 7 fl. Friedberg den 4. Februar 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (104) Die nachbenannten Unterhaltungsarbeiten auf den Straßen von Ilbenſtadt nach Selters, von Lindheim nach Büdingen, und den Nonnenſtuͤmpfen nach Ranſtadt, als das Brechen, Fahren und Zer⸗ ſchlagen der Steine, ſowie die Handarbeiten, werden Mittwoch den 17. Februar, Vormittags 10 Uhr, bei Gaſtwirth Herrn Holzapfel zu Altenſtadt einer nochmaligen Verſteigerung an die Wenigſt⸗ nehmenden ausgeſetzt. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes im Intereſſe ihrer Gemeinde veröffentlichen zu wollen. Friedberg am 2. Februar 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. (406 tags! Uſaft an O gert n Di fluß f D ordnet Dekan NI (107 2 Uhr ten J 90 5 erhalt Stiefe nenhal liegenden 1 Speiß zu u, und da⸗ len circa fl. irgermeiſter L 10 Uhr, Altenſtadt e Wenigſl⸗ ucht, dieſes m zu wollen. isbaumtiſtet . 4 41. Wegbau⸗ Arbeiten. (105) Montag den 15. d. M., Nachmittags um 1 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe folgende Un— terhaltungsarbeiten an den Vicinalwegen oͤffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden, als: 1) An dem Weg nach Fauerbach II.: a) 3 Kubllftr. Steine klein zu ſchlagen und einzu— decken, p) Reinigen der Fahrbahn, 112 Klftr. lang, c) Bankett und Graben auf beiden Seiten, 150 Klftr. lang, in Stand zu ſtellen, zuſammen voranſchlagt zu 67 fl. 48 kr. 2) An dem Weg nach Ockſtadt: a) 5½ Kubklſtr. Steine klein zu ſchlagen und ein— zudecken, b) Reinigen der Fahrbahn, 205 Klftr. lang, c) Bankett und Graben auf beiden Seiten in Stand zu ſtellen, 180 Klftr. lang, zuſammen voran— ſchlagt zu 111 fl. 3) Weg nach Obermörlen: a) 2 Kubklftr. Steine klein zu ſchlagen und einzu— decken, b) Reinigen der Fahrbahn, 66 Klftr. lang, c) Ausbeſſern der Bankett auf beiden Seiten, 100 Klftr. lang, zuſammen voranſchlagt zu 23 fl. 4) An dem Weg nach Nauheim: a) /e Kubklftr. Steine klein zu ſchlagen und ein— zudecken, f p) Das Reinigen der Fahrbahn, 40 Klftr. lang, zuſammen voranſchlagt zu 7 fl. 5) An ſämmtlichen Wegen die vorräthig gebliebenen Unterhaltungshaufen in die entſtandenen Lücken auszugleichen, voranſchlagt zu 8 fl. Friedberg den 4. Februar 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Holz-Verſteigerung. (106) Montag den 8. Februar d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen auf den Gemeinden-Wieſen am Uſſafluß 3350 Wellen erlen und weiden Reiſerholz, an Ort und Stelle, an den Meiſtbietenden verſtei— gert werden. Der Zuſammenkunft iſt punkt 10 Uhr am Uſſa⸗ fluß ſelbſt. 1 Die Herrn Buͤrgermeiſter und reſpective Beige— ordneten der Nachbarſchaftsorten werden um gefällige Bekanntmachung gebeten. Niedermörlen am 4. Februar 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Dey. Bekanntmachung. (107) Montag den 22. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das von der al— ten Waſſerbeförderungs-Maſchine auf dem dicken 96 Fuß hohen Thurm herrührende noch ſehr gut erhaltene Druckwerk, beſtehend aus drei maſſiven Stiefel, 24 Zoll lang und 5 Zoll weit, mit Schwa— nenhalſen und darin befindlichen Ventilen mit Aus— laß, 294 Pfd. ſchwer, drei Kolben mit eiſernen Ge— lenken, 24 Pfd. ſchwer, dann die unter die Stiefel gehörende kupferne Seien, 7 Pfd. wiegend. Sodann allerhand Eiſen und Holzwerk daherrührend, öffent— lich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 4. Februar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung von Teppichen. (108) Montag den 15. Februar l. J., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 25 Stück wollene Teppiche einzeln öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert werden. Friedberg den 4. Februar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Oeffentliche Aufforderung. (109) Nachdem die Erben des zu Petterweil ver— ſtorbenen Pfarrvikars Kreß die Erbſchaft nur un— ter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten haben und großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen die unterzeichnete Gerichtsſtelle beauftragt hat, eine gütliche Auseinanderſetzung dieſer Nachlaßſache zu verſuchen, ſo werden zu dieſem Zwecke alle diejeni⸗ gen, welche Anſprüche an den Nachlaß machen zu können glauben, auf, Montag den 22. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, anher vorgeladen. Die Nicht— erſcheinenden haben ſich ſelbſt beizumeſſen, wenn ſie bei Erledigung der Sache unberückſichtigt bleiben. Großlkarben den 20. Januar 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Verpachtung des Exercierplatzes. (110) Die Verpachtung des hieſigen Exercier— platzes als Schaafweide pro 1841, wird Donner— ſtag den 11. d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf dem Militär-Verwaltungsbüreau dahier, verſteigert. Friedberg den 4. Februar 1841. J. A. G ôö lz, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (111) Dienſtag den 16. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird der in dem Hofe der Burgcaſerne dahier befindliche Pferdeſtall, auf dem hieſigen Mi⸗ litär⸗Verwaltungs-Büreau, auf den Abbruch ver— ſteigert. Steigliebhaber können dieſen Stall zu je— der Zeit einſehen. Friedberg den 4. Februar 1841. J. A. G ö lz, Oberquartiermeiſter. NN N Privat- Bekanntmachungen. Holz-Verſteigerung. (112) Montag den 8. d. M., Vormittags um 11 Uhr, werden aus den Walddiſtrikten des Herrn Kreisraths Dr. Cameſasca, ig Stammheimer Gemarkung, Nonnenſtümpfe genannt, 2150 Stück taunene Wellen, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt an der Trennung der Chauſſee zwiſchen Altenſtadt und Stammheim. Friedberg am 4. Februar 1841. 200 fl. (113) liegen im evangeliſchen Kirchenkaſten zu Rodheim vor der Höhe, gegen gerichtliche Verſiche⸗ rung, zum Ausleihen bereit. Rodheim den 28. Januar 1841. Heinrich Renner, Pfarrvicar. Holzverſteigerung. (114) Künftigen Dieuſtag den 9. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr anfangend, wird im Bainhards Unterwald eine Parthie Eichen Bau— und Brenn⸗ holz meiſtbietend verkauft. Bainhards Forſthaus den 3. Febr. 1841. Botz. 5000 bis 10000 fl. (115) ſind in der Umgegend von Vilbel und Friedberg zu billigen Zinſen, gegen ſichere Hypothek Kopp. anzulegen. Näheres im Freiherrlich von Leon⸗ hardöſchen Hauſe zu Frankfurt am Main, große. Friedberg] Butzbach. Eſchenheimergaſſe Lit. D. Nro. 166. pfd Brod-Preiſe. F kr. pf. kr. pf. 55 5 5 eib ⸗ 3 2 3 (erat iſſhe An zeigen. 5 22 13 (116) Durch C. Bindernagel in Friedberg iſt zu herabge— l 25 9 1 911 ſetzten Preiſen zu beziehen der Reſt der erſten Auflage von:— Milchbrod 1. 5 1 5 ——* E— 0 Gollhard, C. F., Chriſtliche Vorträge, vor Sträf:.. Waſſerweck I lingen gehalten. 1. Bändchen. Frankf. a. M. Gemiſchtes(Tafel-) Brod** 1830. X. und 212 S. Ladenpreis: 1 fl. 12 kr.. — jetzt: 24 kr.— 2. Bändchen. 1832. XXIV. Fleiſch-Preiſe. i 2 1 preis: 5.— 2 pf. pf. und ³ S. 8. 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