2 3. ö u * Nein b edberg 3 tedbetg und op. 1840. r — 3 n D r Intelligenzblatt ſür die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — Sonnabend, den 31. Oktober 1340. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Das Mathildenſtift. Eingetretener Hinderniſſe wegen kann die regelmäßig Samſtag vor Martinitag jeden Jahres ſtatt⸗ findende Generalverſammlung d. J. nicht gehalten werden. Ich behalte mir vor, den Termin derſelben demnächſt zu veröffentlichen. Friedberg den 20. Oktober 1840. Der großh. heſſ. Kreisrath als Praͤſident des Mathildenſtifts. Küchler. 4 Wetterauer Mundart. Die Kerbgäſt. (Geſpräch zwiſchen Anlies und Bette.) A.(Weinend.) Gu Morge, Bette! B. Gu Morge! No, dou gerrſt jo, Anlies? A. Jo, wammer e ſu en Nautnotz hot, wäi aich ahn hun, do muß mer wuhl gerrn. B. Worim? aich mahne, dou häſt doch naut ſe klahn, dann dein Hannes eß doch ordlich. A. Jo, Ehr ſellts norz weſſe. Geſtern Owed gihre Och en die Stohd, im e Biſſe Flaſch ſe hole. Aich ſetze deham un baſſe uffen beß 11 Auer. End⸗ lich kimmt e un eß Och jo betrunke, un harr ag kahn Flahſch. B. A no, aich mahne, der deht gor kahn Brannte⸗ wein trinke? A. Aich kann mich ag gor näit beſchwern iwern; e hot mer ower geſaht, e wehr do en e Geſellſchaft komme, un do härre ſe von der Bauenemer Kerb geſchwätzt.— a B. Des glab aich. Do kammer ower ag de⸗ von ſchwätze, do hots ſchien hergange. A. No wäi ſu? Do hun aich jo noch gor naut devon gehiert. B. Noch näit? Aich mahne, des mißte die Kenn uf der Gaſſ ſchund weſſe. A. Was Gott, aich was naut devon. B. No geb Ogt!— Däi gihn der ſeſamme uf die Bauenemer Kerb, bleibe der do ſetze beß die Nocht im ahn, ag zwo Auer, dann gihn ſe fort, un wäi? de kannſt der denke, ſe harr ſich all Ahn ohn⸗ geragt. Wäi ſe nun bahl bei Dorem komme, ſe ſetze ſe ſich hin, un zäihe ſich enanner die Stiwel un die Röck aus. Do hunſe geglabt, ſe wehre deham. A. Su voll wohrn ſe? B. Verſtiht ſich. A. No, wi ſeyn ſe dann ham komme? B. Die Stiwel hun ſe leihe loſſe en ſeyn bor⸗ weß ham gange, en die Röck hun ſe metgenomme. A. A ſeyd er dann geſcheid, Bette! B. Loß ders norz verzehle, des Schinſt kimmt nooch. De annern Morge wehrn der von der ahle Scholteßen ehrne Leut dai Stiwel gefonne, un wäi ße däi betrochte, ſe ſteckt ag noch e Meſſer en ahm. A. No wäi eß dann dos en den Stiwwel komme? B. Ai des hun ſe vermouthlich met haße gihn. — Un wos noch deß Allerſchinſt eß, des Meſſer wor de Scholteßen; dos hat däi ehrer Dochter uf Bauenem gelient, un dere harre ſeß metgenomme. A. Etz ſchwätz aich ower kahn Wort mihn iwer mein Hannes, dann e ſu ſchlegt eß der doch näit. Uf die Kerb ſe gihn, un dem Werd die Meſſer met ſe nomme un ag noch die Stiwel ſe verlehrn!— Wann verdaͤint dann ſu Ahner wirer e Poor Stiwel? B. Dovoͤn geſchwetzt.— Wos ſeyn ower ag des vehr ſauwere Kerbgäſt, däi dem Werd die Sache metnomme. Ohn dene werder emol en rechte Pro—⸗ vit mache. A. Un wos e Schann vehr ſu ahn, wanns em eraus kimmt! B. A mahnſt dou dann des bleb verſchweche? Nahn e ſu Ebbes muß eraus; ens Friwerger Blett⸗ che mißt des, daß ag all die Leut hörn devo, wos dos vehr ſchine Kerle ſeyn. A. Wehrn doch däi deham bei ehrne Weiwer un Kenn geblewe, un härre ſich vehr dos Geld Brud kahft, dos ſe do verbotzt hun. B. Su mache ſes ower, wann ſe ahm emol hun, denoch loſſe ſe ahm ſetze. Ower däi Weiwer ſeyn ſelbſt ſchold dron, däi loſſe ehrn Männer ſe väil Freiheit. f A. No wos will mer dann mache, wann ſe fort⸗ gihn? a B. Wos mer mache will? Meiner hätt doch näit e lahn uff die Kerb derfe gihn, dem wehr aich nochgange bis uff Bauenem. A. Do hätt er Och vielleicht en Buckel voll ver⸗ däine kenne.„ B. Des wellt aich emol geſehn hun; der hatt maich doch bei de Leut näit ſchmeiße derfe, un wann aich en emol deham hatt, do wor aich Herr. A. Die Weiwer ſeyn ag näit all eſu, wäi Ehr ſeyd; zoudem hott Ehr ag kahn Mann mihn, Ehr ſchwetzt alſo norz e ſu. B. Hoſt de gemahnt? Su Ebbes hun aich mer doch kahnmols gefalle loſſe, dos werſt dou näit ge⸗ ſehn hun. 5 A. Ehr hot ag e ſchien Läiwe ſeſamme gefehrt, ſu lang der Och hat. B. No worim? A. Worim? Des was die ganz Welt, deß Ehr uff enanner wort, wäi Honn un Katze. B.(Hitzig.) A wos? A. Ich will Och emol Ebbes ſahn, Bette, mer wolles debai loſſe, ſoſt däht mer häi om Enn noch de Leut die Mäuler ufſperrn(geht ab.) B. Gih norz hin, de hoſt doch ahn, der ag naut notz eß, ſu gout waͤi meiner wor(ab.) * 304* Straßenpolizei. Auf der ganzen Route von Frankfurt bis Gie⸗ ßen findet ſich kein Ort, in welchem die Hauptſtraße unreinlicher und kothbeſudelter wäre, als in....) unweit Friedberg gelegen. Dies hat ſeinen Grund in der ſchlechten Aufſicht der Lokalpolizei und darin, daß der abſurden Anſicht Raum gegeben wird:„das Reinigen der Straße ſey um deßwillen zwecklos, weil letztere zu tief liege und überhaupt in ſchlech⸗ tem Zuſtande ſich befinde.“ Hiernach ſollte man glauben, der Koth falle gleich wieder aus den Wol⸗ ken, ſobald der in der Regel einen halben Schuh dick liegende weggeſchafft wäre.— Einſender dieſes iſt indeſſen anderer Anſicht: er meint, daß in drei Tagen— Sonntag bis Mittwoch reſp. Donnerſtag bis Samſtag Les ſoll geſetzlich zweimal wöchentlich gereiniget werden) ſich nicht ſo viel Unrath in der Straße ſammeln könne, als es der Fall ſeyn müſſe, wenn gar nicht gereiniget würde. Um übrigens dieſem Mißſtand abzuhelfen und dieſe Kothanhänglichkeit zu verdrängen, beziehungs⸗ weiſe auch die mit ihren Wohnungen an die Straße grenzenden Einwohner zu überzeugen, daß ſie nicht über die beſtehenden Geſetze erhaben ſind, genügt es, einem einzigen Gensdarmen von Zeit zu Zeit die Inſpection der Straße zu übertragen(z. B. Mittwochs⸗ und Samſtags⸗Abends)— gewiß kein Reiſender durfte ſich ferner über die Straßen⸗ kothſammlung zu beklagen haben!— Die höhere Behörde wird, nachdem ſie von dem angeregten Miß⸗ ſtand Kenntniß erhält, den beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften den erforderlichen Nachdruck zu ver⸗ ſchaffen wiſſen.— *) Den im Original ſtehenden Orts⸗-Namen haben wir für beſſer gehalten, auszulaſſen; vielleicht, daß das Geſagte auf noch Einen Ort paßt, und dann könnten ja, wie man im Sprüchworte ſagt, wohl zwei Fliegen mit Einer Klappe getroffen werden. D. Red. Sprachliche Bemerkungen. Um ein Ding verkleinert zu bezeichnen, gebraucht die deutſche Sprache bekanntlich die Silben chen und lein, wie Baum, Bäumchen, Bach, Bäch⸗ lein. Die deutſche Sprache vermag aber auch die Thätigkeit, welche durch das Verbum ausgedrückt wird, zu verkleinern, wie fachen, fächeln, lachen, lächeln, ſauſen, ſäuſeln, braten, brätſeln reiben, riebeln(ſtark reiben heißt ribben) ꝛc. Das Volk, das ſeine eigne Welt, ſeine eigne Denkweiſe wie ſeine eigne Tracht hat, geht darin noch weiter; es verkleinert Buch in Büchelchen, die Mädchen in Mädercher. In den ſüdlichen Gegenden des Großherzogthums Heſſen bemerkt man ſchon den Uebergang zum ſchwäbiſchen Dialekte; die Silbe lein verwandelt ſich in li(le) wie Bübli, Ffüͤcken Kraff — — — — 2 8 — 2 2 2 nit dem es ver ſihen denn die ſchwarz oder p ktoth, ſchneeh. dick, mutterſ todtſterbekra voll(oder ger bonbedick, b dick, hausho putſchnaß,(t fetfett u. D zogenen Begriffg auch weit kraft Der wette Verba(Thäti die Bücherſpra kaufen hat in ſprache kauft kriegen hat! jagen„ fragen„ ſeben U fuͤrchten„ blaſen gehen fangen hängen s bitten hat Bücherſprache Die deulſ ſut noch eine Ragen(J. B. — gewiß kein Straßen, Dit hoͤhere deregten Miß⸗ en geſetzlichen druck zu ver, igen. nen, gebraucht Silden chen Bach, Bäch aber auch die m ausgedrückt beln, lachen, en, brätſeln heißt ribben „ ſeine eigne it, geht darin B üchelchen, den ſüdlichen 1 bemerkt man Dialekte; die 01 ) wie Bühl, * 305 Bäumle. Dies wird in der Wetterau zum bloßen i, wie Scherzi(Schurzchen), Oeſi(Aeschen.) In der Kinderſprache gibt es noch eine andere ganz eigenthuͤmliche Art zu verkleinern; man wie⸗ derholt nämlich ein und dasſelbe Wort und gibt ihm dadurch zugleich einen liebevollen Beiſatz. So wird der Vater mit Papa und die Mutter mit Mama bezeichnet.(Ueber die Wurzel des erſteren Wortes vgl. Schmitthenner deutſches Wörterbuch unter dem Worte Vater.) So wird das Küch⸗ lein nach dem Tone, welchen es von ſich gibt, mit Bibi, die Gluckhenne aber mit Gluck glück, die Gans mit Wullwull, das Schwein mit Wutzwutz, das Fohlen mit Huſchihuſchi angerufen und gelockt. Hat das Kind eine ſchmerz⸗ liche Wunde, ſo heißt ſie Wehwehz ahmt es das Kochen der Mutter nach, und macht aus Waſſer und Sand ſich einen Brei, ſo heißt derſelbe(wenig⸗ ſtens in den ſuͤdlichern Gegenden) Brabrei, was nichts weiter iſt, als die Verdoppelung Breibrei. Dahin gehört denn auch der Ausdruck Wauwau. Auch die gewöhnlichen Eigenſchafts-(Beſchaffen⸗ heits⸗) Wörter(adjectiva) genügen dem Volke nicht; es ſucht ſie durch Hinzuſetzung desjenigen Dinges, das die Eigenſchaft oder Beſchaffenheit in hohem Grade hat, oder eines andern Wortes, mit dem es vergleicht, zu verſtärken. Daher ent⸗ ſtehen denn die ſonderbaren Woͤrter kohlraben— ſchwarz oder pechrabenſchwarz, fuchszunder— roth, ſchneehagelweiß, breiweich, knüppel⸗ dick, mutterſeligallein, blitzzwiebelblau, todtſterbekrank, ſaͤuwohl, freßlieb, krotte— voll(oder geratteltvoll), ſtinkfaul, otterfett, bombedick, baumſtark, hundsgemein, arms⸗ dick, haushoch, bolzenſtrack, klimperklein, putſchnaß,(tretſchnaß), lederweich, ſchlok— kerfett ic. Da dieſe Ausdrucke neben dem abge⸗ zogenen Begriffe noch ein Bild geben, ſo muͤſſen ſie auch weit kräftiger und lebendiger bezeichnen. Der wetterauiſche Dialekt conjugirt folgende Verba(Thätigkeitswörter, Zeitwörter) anders als die Buͤcherſprache: kaufen hat im Imperfectum kief, nach der Buͤcher⸗ ſprache kaufte, friegen hat krog, nach d. Buͤcherſprache kriegte, agen„ lug,„„. 71 jagte, ragen„ frug,„„ 7 fragte, ſetzen„ ſotzt,„„ 7. ſetzte, fuͤrchten„forcht,„„„ fürchtete, ba,„ blies, ehen„ gung,„„ 2 ging, angen„ fung,„„ 7. fing, hängen„ hung,„ hing, 1 75 ätten hat im 2. Particip gebitt und nach der Zücherſprache gebeten. f Die deutſche Sprache, beſonders die des Volkes, lat noch eine andere eigenthümliche Art, den Aus⸗ rücken Kraft und Leben zu verleihen. Zu dem Worte nämlich, womit ſie einen Fehler oder eine Untugend bezeichnet, ſetzt ſie den Namen irgend eines Individuums, bei welchem ſie dasſelbe in hohem Grade bemerkt hat. So nennt ſie einen beſonders unreinlichen Menſchen Saulips, d. i. Einer, der ſo ſauiſch(ſchweiniſch) iſt, wie Philipp, oder Dreck⸗ hans; einen zornigen Menſchen nennt ſie Zorn⸗ michel oder Giftmichel oder Zornnickel; einen Freſſer nennt ſie Freß paul, einen Luͤgner Luͤgen⸗ peter. Eben dahin gehören die Ausdrücke Dreh⸗ peter, Schoßbarthel, Hansdappes. Auch weibliche Namen werden ſolchen Bezeichnungen von Fehlern und Untugenden beigefügt: eine Perſon, welche gerne weint, heißt Flennels(aus flen— nen und Eliſabeth zuſammengefügt); eine in Kleidern nachlaſſege Perſon heißt Hannebambelz eine einfältige Perſon wird Gänsbärbel oder Gänslies, eine zänkiſche, brummelnde, Brum⸗ mellore genannt. Der geneigte Leſer weiß vielleicht aus ſeinem Bereiche dieſen Benennungen noch einige beizufügen, die eben ſo bezeichnend ſind. Wenige oder keine von denſelben ſind in die Schriftſprache uͤbergegangen. Um ſo mehr thut es Noth, daß ſie ſorgfältig' ge⸗ ſammelt werden. Wo man eine Liebes⸗Gabe gut anbrin— gen kann. Gar manche unſerer lieben Wetterauer haben dieſen Herbſt eine ſo reiche Kartoffel⸗Ernde gehabt, daß ſie kaum wiſſen, wo ſie den Segen all unter⸗ bringen können. Sie möchten wohl auch mit dem⸗ ſelben ſich gerne dem lieben Gott durch die That dankbar beweiſen, wenn ſie nur wüßten, wer einer ſolchen Gabe wirklich bedürfte. Dieſen wollen wir verrathen, wo ſie gut ange⸗ wendet wird. Die Kleinkinderſchule zu Fried— berg hat keine Kartoffeln geerndet, und ſind doch gar viele Mäulchen, welchen ſie recht wohl ſchmecken. Dort wird jegliche Gabe, welche fromme Geber von ihrem Ueberfluſſe hinbringen, dankbar angenommen; dort können ſie ſich ein zweites ſchönes Ernd⸗ und Dankfeſt bereiten. Verbeſſerung. Auf ber 2ten Spalte der 292ten Seite von Nr. 42 unſeres Blattes leſe man ſtatt„Berichtende“— „Berichtigende Bekanntmachung.“ D. Red. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Pflaſtrerarbeit zu Friedberg. (4103) Mittwoch den 18. November d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in dem Hauſe des Herrn Gaſtwirths Hieronymus dahier das Liefern, Anfah⸗ ren und Aufſetzen von 50 Cubikklafter Pflaſterſteinen aus den Fauerbacher Steinbrüchen, die Lieferung von 22 Cubikklafter Uſakieß und die Anfertigung von circa 442[IKlaftern Schichtenpflaſter zu dem Umbauen eines Theils der Straße an dem ehemali⸗ gen Mainzer Thore hierſelbſt an die Wenigſtneh⸗ menden nochmals in Aceord gegeben werden. Friedberg den N. Oktober 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekauntmachung. (1105) Mittwoch den 11. November l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Peter Roth'ſche Hofraithe, Pag. et Nr. 359 beſtehend in Wohnhaus, zwei Hinterbäuen, Scheune und Stall an Martin Schneid und Johannes Zobel gelegen. Giebt in die Corpora 1 fl. 51 kr. 1½ hell., in die Präſens 2 kr. 1 hell., in die Kirche 1 fl. 21 kr. Sodann Pag. et Nr. 6 20 Ruthen Garten in der Stadt, zehntfrei, an Johannes Kromm ge⸗ legen, einer nochmaligen öffentlich meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 22. Oktober 1840. Der Beigeordnete Bender. Edicetal ladung. (1107) Nachdem die Erben des dahier verſtor⸗ benen Ortsbürgers Chriſtian Eißner deſſen Nach- laß ausgeſchlagen und auf Einleitung des Coneurs⸗ verfahrens angetragen haben, ſo iſt hiernach zuvor Termin zur ſummariſchen Liquidation ſämmtlicher Forderungen, ſowie zum Verſuch der Güte auf den 18. November l. J., Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile anbeſtimmt worden, daß die zurück— bleibenden bekannten Gläubiger als dem Beſchluſſe der Mehrzahl derer, die ſich eingefunden, beitretend erkannt, die unbekannten aber ausgeſchloſſen werden. Dorheim den 15. Oktober 1840. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt Halberſtadt, Obligations ⸗Verlooſung. (1123) Nachdem in der heutigen Gemeinderaths⸗ verſaumlung die in Gemäßheit des Voranſchlags für 1840 vorzunehmende Partial-Obligations-Ver⸗ looſung ſtattgefunden hat, und folgende Nummern, als Nr. 31 mit 400 fl. und Nr. 93 mit 100 fl. durch das Loos zur Abzahlung herausgekommen ſind, ſo wird ſolches mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Inhaber gedachter Par⸗ tial⸗Schuld⸗Verſchreibungen, gegen deren Rückgabe, die Beträge bis zum 1. Januar 1841 bei der hie⸗ ſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen haben, indem von dieſem Termin an keine weitern Zinſen mehr bezahlt werden. Obererlenbach den 26. Oktober 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Ohmeis. „ 306* Verſteigerung von Straßenbau⸗ Arbeiten. (1124) Freitag den 6. November d. J. ſoll die Planirung des Straßenbezirks von Eberſtadt über Oberhörgern bis zur Gambacher Gemarkungsgrenze auf Ort und Stelle in mehreren Abtheilungen an die Wenigſtnehmenden, unter den alsdann bekannt zu machenden Bedingungen, öffentlich verſteigert werden, und nimmt dieſe Verſteigerung Vormittags um 10 Uhr in Eberſtadt ihren Anfang. Sodann werden weiter an demſelben Tage, Nach⸗ mittags um 2 Uhr, im Gaſthaus zum Schwanen in Eberſtadt folgende Arbeiten und Lieferungen wenigſt⸗ nehmend veraccordirt werden, nämlich: 1) Das Brechen der Mauerſteine und Graben des Sandes zur Erbauung der Durchlaͤſſe auf dem obigen Straßenbezirk. 5 D Die Beifuhr der Mauerſteine und des Sandes. 3) Das Aufſetzen und Meſſen der Steine und des Sandes. 5. 4) Die Maurerarbeit an den gedachten Durchläſſen. 5) Die Lieferung des dazu nöthigen Kalks. Die großh. Bürgermeiſter werdeu erſucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Gießen den 25. Oktober 1840. Der Kreisbaumeiſter a Müller. Verſteigerung von Bauarbeiten. (1125) Mittwoch den 18. November d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in Windhauſen in der Wohnung des großh. Bürgermeiſters die zur Er⸗ bauung einer neuen Kirche daſelbſt erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, voranſchlagt: f 1) Maurerarbeit 3372 fl. 34 kr. 2) Steinhauerarbeit 2541„ 16„ 3) Zitamerarbeit 26115, 7„ 4) Dachdeckerarbeit 1189„ 33„ 5) Schreinerarbeit 203 7%„ 6) Schloſſerarbeit 1128„ 25„ 7) Glaſerarbeit 7 ee, 8) Weißbinderarbeit 1413„ 6„ 9) Lieferung des Kalks 985„ 10) Lieferung des Mauer⸗ Sandes 1215„ 10% nach den einzelnen Gewerken und Lieferungen an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden, welches man hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß die Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungsbedingungen 14 Tage vor der Ver⸗ ſteigerung bei dem großh. Bürgermeiſter in Wind⸗ hauſen zur Einſicht offen liegen. Gießen den 25. Oktober 1840. Der Kreisbaumeiſter Müller. Bekanntmachung. (1126) Nach geſchehener Anzeige ſoll der Pfand⸗ ſchein Nr. 9633 verloren worden ſeyn, es wird des⸗ halb Derjenige, welcher denſelben beſitzt, aufgefor⸗ dert, denſelben binnen 4 Wochen, von heute an ge⸗ 7 4 in dit Ke, erſteigert we Friedber B (1129) 9 11 Uhr, wer eines neuen 1 Maurerarbei nach den 99. trungsbedingu tig an den J Friedbe 2 (1130) 3 Uhr, wird eine auf der vorzunehmen! ſchlag 20 fl. geben. Friedbe 2 (1131) ſung von y denbergen ff geworden: des Sandes. kane und dez 1 1 Lurchläſſen. Kalks. ersucht, dies ju laſſen. b 2 disdaumeiſter lter. dei deiten. 7 d. 1 Vor⸗ Nauſen in der die zur Er⸗ erforderlichen „10 Lieferungen an rden, welches zur öffentlichen anſchlage und vor der Ver⸗ ter in Wind Kreisbaumeiſin Nüllet. ſoll der Pfand n, es wird dei; eſigt, aufgtſel 5 0 en heute an g. an . 307. rechnet, an die Unterzeichneten abzugeben, oder ſeine allenfallſigen Anſprüche geltend zu machen, anſonſten das Unterpfand nach Ablauf dieſer Friſt an den 1 gegen Duplikatſchein zurückgegeben werden wird. Friedberg am 29. Oktober 1840. Für die Pfandhaus verwaltung: Faatz. Carl Klein. Obligations ⸗Verlooſung. (1127) Bei der ſtattgefundenen Verlooſung der, laut dem Voranſchlag für 1840, zur Abtragung be⸗ ſtimmten 200 fl. Partial⸗Schuldverſchreibungen kam die Nr. 25 zu 200 fl. heraus. Dieſes wird unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Inhaber der vorgedachten Partial-Schuldverſchrei⸗ bungen den Betrag bis zum 1. Januar 1841 gegen Rückgabe derſelben bei der hieſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen haben, indem von da an keine weiteren Zinſen von denſelben vergütet werden. Fauerbach II. am 1. Oktober 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Sang. Arbeits-Verſteigerung. (1128) Montag den 2. November, Vormittags 11 Uhr, ſoll in dem Lokal des Gaſtwirths Hierony⸗ muß dahier, die an der hieſigen Stadtkirche nöthige Zimmerarbeit an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 28. Oktober 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (1129) Mittwoch den 4. November, Vormittags 11 Uhr, werden zu Kleinkarben die bei Erbauung eines neuen Schul- und Rathhauſes vorkommenden Maurerarbeiten, voranſchlagt zu 1862 fl. 35 kr., nach den So. 5 und 8 der allgemeinen Verſteige⸗ rungsbedingungen vom 11. Auguſt d. J., anderwei⸗ tig an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben. Friedberg am 26. Oktober 1840. 5 Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (1130) Mittwoch den 4. November, Nachmittags 3 Uhr, wird in dem Bureau des Unterzeichneten eine auf der fiscaliſchen Markwieſe bei Bauernheim vorzunehmenden Erdarbeit, wovon der Koſtenüber⸗ ſchlag 29 fl. beträgt, an den Mindeſtfordernden be⸗ eben. l Friedberg den 28. Oktober 1840. Der großh. Rentamtmann Bu ß. Bekanntmachung. (1131) Bei der für 1840 geſchehenen Verloo⸗ ſung von Partialſchuldſcheinen der Gemeinde Hel— denbergen ſind auf den 1. Januar 1841 rückzahlbar geworden: a) aus dem am 1. Jan. 1835 bei dem Handels⸗ hauſe Simon Lindheimer zu Friedberg negociir⸗ ten Anleihen à 26,000 fl. 1) Nr. 9 und 17, jede zu 400 fl. 29„39, 50 und 65, jede zu 200 fl. 3)„ 76, 84, 86, 90, 107 u. 108, jede zu 100 fl. b) Aus dem am 1. Januar 1838 bei dem Han⸗ delshauſe Daniel Brandt zu Hanau negociirten Anlehen zu 68,000 fl. 1) Lit. A. Nr. 1, 11, 12, 14, 18, 20 und 30 jede zu 1000 fl. 2) Lit. B. Nr. 35, 39, 40, 43, 61, 65 und 72, jede zu 500. fl. 3) Lit. C. Nr. 77, 81, 82, 84, 88, 98, 111, 112, 121, 128, 129, 130, 131 und 133, jede zu 250 fl. Ich bringe dies mit dem Bemerken hierdurch zur Kenntniß der Inhaber, daß nach deren Willen die Kapitalien am 1. Januar 1841 bei dem hieſigen Gemeindeeinnehmer oder auch bei den obenerwähn⸗ den Handlungshäuſern in Empfang genommen wer⸗ den können. Heldenbergen den 24. Oktober 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. N Privat- Bekanntmachungen. 6000 fl. (1132) ſind aus dem hieſigen Kugelhausfonds zu verleihen. Butzbach den 26. Oktober 1840. Kuhl, Collector. 500 Gulden (1133) können gegen doppelte Verpfändung lie⸗ gender Gründe ausgeliehen werden. Wo ſagt die Expedition d. Bl. Ein breiter Leinweberſtuhl, (1134) nebſt vollſtändigem Geſchirr iſt zu ver⸗ kaufen bei Johs. Jüngſt in Altenſtadt. Ein ſchwarzer Jagdhund (1135) iſt dem Unterzeichneten am verfloſſenen Freitag zugelaufen und kann der rechtmäßige Eigen⸗ thümer denſelben gegen Erſtattung der Fütterungs⸗ und Inſerationskoſten in Empfang nehmen. Fauerbach II. den 28. Okt. 1840. Balthaſer Sprengel. Empfehlung. (1136) Der Unterzeichnete empfiehlt ſein in allen Sorten beſtehendes Mehl beßter Qualität, ſowie Gerſtenſchrot, Erbſen und Linſen ꝛc. um die billig⸗ ſten Preiſe und bittet um zahlreichen Zuſpruch. Friedberg den 29. Oktober 1840. Heinrich Wind, Mehlhändler. 7 2 Zwei hölzerne Buchdruckerpreſſen (1137) mit eiſernem Tiegel und Fundament, meſ⸗ ſingenlen Spindeln und franzöſiſchen Deckeln, ſind billig zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo? Feinen braunſchweiger Flachs (1138) hat zu billigem Preiſe zu verkaufen Friedrich Hilbrecht. Ein vollſtändiges Logis, (1139) welches im November bezogen werden kann, hat zu vermiethen Jacob Tönges in der Metzgergaſſe. 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Oktober:*. 1 45 Waizen: 7 fl. 50 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4fl. 351.— Hafer: 3 fl. 15 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 23. Oktober: Waizen: 8 fl. 45 kr. Korn: 6 fl. 48 kr. Gerſte: 5 fl. 2 kr. g Hafer: 3 fl. 29 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und tes Heft. 1 fl. 8 kr. Butzbach vom 1. bis 8. November 1840. ach Benedix, R., niederrheiniſcher Volkskalender für 7 ornaſſenhei das Jahr 1841. Zum nützlichen und angenehmen pfoß Brod Preiſe. Friedberg Butzbach 9 die E Gebrauche für Jedermann. Mit 65 in den Text kr. pf. I kr. pf. darauf anwe gedruckten Lithographien. Geh. 36 kr. 1]Leib⸗Roggenbrod 9 2 1 Fri Bergk, Dr., Franklin's geldnes Schatzkäſtlein. 267„ 10 555 5 7 Ein Rathgeber für Jung und Alt in allen Ver⸗ 5 Lotb. Loth hältniſſen des Lebens. 1. u. 2. Bndch. 1 fl. 30 kr.—Milchbrod 15 15% Bührlen, Dr. G. 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