f.— b. Auguſt; 1 l 1 duguſt: 0 l 1 derg und 1840. — Duzbac . 1 0 1111281— 22 Intelligenzblatt für die berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — 1840. 2—— Sonnabend, den 29. Auguſt Amtlicher Theil. Tarif für die Schulgelder, welche vom 1. Juli 1840 an, fuͤr die die oͤffentliche Schule zu Friedberg beſuchenden Schuler . und Schülerinnen in vierteljaͤhrigen Raten zu entrichten ſind. Kinder d. Ortsbürger u. der denſelben gleich⸗ Kinder Anderer. 1 5 Benennung der Claſſen. deset eee 5 21 fl. kr. fl. kr. I. Elementarklaſſen, jahrlich. 1 36 II. Knaben und Mädchenklaſſe: 1) Fur die Hauptſtunden jährlich.. 2— 2 30 2) Für Unterricht im Franzöſiſchen jährlich 2 8 3 1 3) Für Unterricht im Lateiniſchen u. Griechiſchen 2 8 3. 4) Für alle Haupt⸗ und Nebenſtunden zuſammen jährlich FFF 6— 8 30 III. Real⸗Claſſe. 12— 16—— Der Unterſchied zwiſchen Haupt⸗ und Nebenſtunden gilt nur in der Knaben- und Mädchenklaſſe. Diejenigen, welche ſich zum Beſuche der Nebenſtunden, in welchen der Unterricht in franzöſiſcher, lateiniſcher und griechiſcher Sprache ertheilt wird, angemeldet haben, ſind gehalten, dieſelben wenigſtens ein Jahr lang zu beſuchen. 1 1 5 N Der Rektor Dieffenbach. Der Bürgermeiſter Fritz. Vorſtehender Tarif iſt von mir genehmigt worden, und wird hiermit zur offentlichen Kenntniß gebracht. Friedberg den 23. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Hoheit des Erbgroßherzoges wurde auch dieſes Mal wieder feierlich zu Friedberg begangen. Es war zu dem Ende durch unſern thätigen Bürgermeiſter ein Gaſtmahl veranſtaltet, an welchem über 200 Per⸗ ſonen Theil nahmen. Neben dielen Bürgern der Der Ludwigstag zu Friedberg. Der allen Heſſen und uns Friedbergern insbe⸗ ſondere erfreuliche hohe Namenstag Sr. Königlichen Hoheit unſeres theuern Landesfürſten, ſowie Sr. 85 244* Stadt Friedberg nahmen das ganze Landgerichtsper⸗ ſonal der 4 Landgerichte des Kreiſes Friedberg, eben ſo das ganze Forſtperſonal, faſt ſämmtliche Staats⸗ diener und noch viele Geiſtliche aus dem Kreiſe, die Staatsdiener in Uniform, daran Theil, und es war ein recht erfreulicher Anblick, ſie Alle im bun⸗ ten Gemiſch und in ſchöner Eintracht bei ſo feſt⸗ licher Gelegenheit vereinigt zu ſehen. Die dabei ausgebrachten Toaſte auf das hohe Wohl unſers allgeliebten Landes vaters, des Erbgroßherzogs Hoheit und des geſammten Fürſtenhauſes wurden mit einem Enthuſiasmus aufgenommen, der die innige Liebe und Verehrung des erhabenen Herrſchers und Höchſt⸗ deſſen Familienglieder von Seiten aller derjenigen, welche an dem Gaſtmahle Theil nahmen, ſo recht ausſprach. Abends war in dem zum Feſte aus⸗ erwählten Lokale, dem Garten des Burggraſtats, eine Illumination, welche eine ſchöne Wirkung her— vorbrachte. Der Andrang des geſammten Publikums war überaus groß. Unſer Militär hat uns ſeit dem 23. Morgens verlaſſen, um zuerſt in den Umgebungen der Reſi⸗ denz mit den übrigen Truppen die Uebungen fort⸗ zuſetzen und ſpäter an dem großen Herbſt⸗Maneuvres Theil zu nehmen, welche dieſes Mal das geſammte achte Armee⸗Corps, das aus den Truppen von Würtemberg, Baden und dem Großherzogthum Heſſen beſteht, in der Gegend von Heilbronn bis nach Schwez⸗ zingen hin vornehmen wird. Wir hoffen, ſie bis Ende September wenigſtens großentheils, das heißt die, welche nicht verabſchiedet oder beurlaubt werden, wiederzuſehen.— Spruͤchwoͤrter. Ein Sprüchwort(Manche ſchreiben Sprich⸗ wort) iſt ein irgend wann von Jemanden gethaner Ausſpruch, der durch treffenden Inhalt und kräftige Form ſo ſehr Beifall erlangte, daß er von Andern unverändert beibehalten und endlich Gemeingut wurde. Es gibt Sprüchwörter, welche ſich faſt in alle verwandte Sprachen eingeſchlichen, faſt bei allen nur einigermaßen gebildeten Voͤlkern einheimiſch ge⸗ macht haben. Dieſe müſſen wohl den meiſten Geiſt, die größte Kraft in ſich tragen. Andere ind mit der Bibel überall dahin gelangt, wo ſie und mit ihr das Chriſtenthum Eingang gefunden hatte. Da⸗ gegen gibt es andere, die nur Einem Volke und ſeiner Sprache eigenthuͤmlich ſind. Ein Volk hat mehr, ein anderes weniger Sprüchwörter, je nach dem mehr oder weniger praktiſcher Sinn und Lebens⸗ weisheit ihm einwohnt. Unter den europaiſchen Sprachen mögen die ſpaniſche und die deutſche ſich der meiſten Spruͤchwörter rühmen können.— Wie aber ein Land ſich theilt in Provinzen und ein Volk in Stämme, ſo findet man auch wieder Spruͤch⸗ wörter, die nur in gewiſſen Gegenden und Landes⸗ ſtrichen zu Hauſe ſind, und an jedem Orte giebt es wieder gewiſſe Leute, aus deren Munde man ſelten ein Sprüchwort vernimmt, während Andere faſt nie anders als in Sprüchwörtern reden, wie weiland der edle Sancho Panſa in den Begebenheiten des ſinnreichen Junkers Don Quixote von La Mancha, oder wie der arme Richard bei Benjamin Frank⸗ lin oder der Meiſterſänger Wirri bei Zſchokke. Viele unſerer Sprüchwörter ſind ſehr alt, und ob man es ihnen gleich nicht an der Stirne anſieht oder an den Zähnen, wie viel Jahre ſie bereits zäh⸗ len, ſo möchte doch ſo viel als beſtimmt anzunehmen ſeyn, daß diejenigen, welche einen kurzen, kräftigen Reim(wie„Trau, ſchau, wem?“— oder„Heut roth, morgen todt“) bilden, überhaupt durch Kuͤrze und Bündigkeit ſich auszeichnen, zu den älteſten ge⸗ rechnet werden können, welche unſere deutſche Sprache beſitzt. 5 So viel Erfahrung, Klugheit und Weisheit den Sprüchwörtern im Ganzen inne wohnt, eben ſo viele Vorſicht iſt bei ihrer Anwendung noͤthig. Denn es ſind ihrer gar viele, die ſich geradezu widerſprechen, oder andere, deren Inhalt nur ſehr bedingt wahr iſt, oft ſogar den ganz Unſchuldigen tief verletzt. Einſender beſitzt eine Sammlung von Sprüch⸗ wörtern, die er nicht aus einem Buche abgeſchrieben ces iſt vor nicht gar langer Zeit wieder eine gedruckte Sammlung erſchienen, die ihm aber nicht zu Geſicht kam), ſondern wie er ſie hörte oder wie ſie ihm ein⸗ fielen, aufgezeichnet und dann alphabetiſch geordnet hat. Daraus theilt er hier dem Leſer ein Proͤbchen von drei Viertel Hundert nebſt der Dringabe mit, und zwar diesmal gerade nur ſolche, die mit wenn und wer anfangen. Der geneigte Leſer mag daraus auf den Reichthum des Ganzen ſchließen. Wenn ihm das Pröbchen behagt, ſo kann gelegentlich mit Mehr aufgewartet werden. —— Stall zu 10 ſühlen h 15) man der 16) 17 kr geren 18) er aud 10 Wetter. 200 noch ein 2 die Ma 22 das Me 2) Ait ihne 0 aufs E 20 bricht d e weiland beiten det Munchs, r Frant, ſchokte. alt, und dne anſttht ertits zah, nzunebmen 0 kräſtigen er„Heut ich Kürze luſun de de Sprache eisheit den en ſo vielt Denn ez 'erſprechen, dingt wahr verletzt. o Srrüch⸗ bgeſchrieben ge gedruckte zu Geſſcht ſſe ihm tin ch geordnet 1 Proͤbchen ngabe mit, mit wenn nag daraus en. Wenn gertlich nit l* ** 245„. 0 Wenn die Tag' anfangen zu langen, kommt der Winter gegangen. 29 Wenn man haspelt, kann man nicht ſpinnen. 3) Wenn man ſo alt wird, wie die Kuh, lernt man noch immer dazu. 4 Wenn die Hirten zanken, hat der Wolf ge⸗ wonnen Spiel. 5) Wenn Eine Gans gakert, ſo gakern die an⸗ dern alle. 6) Wenn man den Teufel an die Wand malt, ſo kommt er. b 7) Wenn's Hirſenbrei regnet, ſo hat er keinen Löffel. 8) Wenn man ihm den Löffel hinter die Thür wirft, ſo hedt er ihn wieder auf. 9) Wenn man den Hund trifft, ſo bellt er. 10) Wenn man die Treppe kehren will, fängt man oben an. 11) Wenn wir nur Einen Kopf hätten, ſo bräuchten wir auch nur Einen Hut. 12) Wenn der Bauer nicht muß, regt er weder Hand noch Fuß. 13) Wenn die Kuh geſtohlen iſt, macht man den Stall zu. 140 Wenn der Fuchs die Hinkel(Huͤhner) ge⸗ ſtohlen hat, ſo ſchließt man den Hühnerſtall. 15) Wenn die Schaaf geſtohlen ſind, ſo flickt man den Pferch. 5 16) Wenn man den Dreck ruͤhrt, ſo ſtinkt er. 17) Wenn man an den Wolf denkt, ſo kommt er gerennt. 18) Wenn man vom Haſen ſpricht, ſo kommt er aus der Heck'. 19) Wenn die Eſel geilern, ſo ändert ſich das Wetter. 20) Wenn der Ranzen noch ſo voll iſt, ſo geht noch ein Paar Handſchuh hinein. f 21) Wenn die Katze nicht zu Hauſ' iſt, tanzen die Mäuſ' auf dem Tiſch. 22) Wenn die Mäuſ' ſatt ſind, ſchmeckt ihnen das Mehl bitter. 23) Wenn man unter den Wölfen iſt, muß man mit ihnen heulen. 24) Wenn's dem Eſel zu wohl iſt, aufs Eis tanzen. 25) Wenn man die Witt(Weide) zu ſtark dreht, bricht der Knebel. ſo geht er * Wenn's ein Maul hätt', ſo hätt's dich ge⸗ iſſen. 27) Wenn der liebe Gott einen Narren haben will, ſo läßt er einem alten Mann die Frau ſterben. 28) Wenn man an den Hund will, ſo hat er Leder gefreſſen. 29) Wenn's kieſelt(ſchloßt), ſo zieht die Schneck die Hörner ein. 30) Wenn man den Kindern den Willen thut, ſo weinen ſie nicht. 310 Wenn man die Kinder und die Narren auf den Markt ſchickt, ſo löſen die Krämer Geld. 32) Wenn die Noth am größten iſt, iſt Gott am nächſten. 33) Wenn man ihm den Finger reicht, ſo nimmt er die Hand. 34) Wenn die Löwenhaut nicht zulangt, ſo muß man den Fuchspelz drannähen. 35) Wenn man die Laus in den Grind ſetzt, ſo wühlt ſie. 0 36) Wenn man einen alten Baum ausſetzt, ſo geht er gern' aus. f 37) Wenn der Stein fortrollt, wird er nicht e 38) Wenn man die Naſ' zu ſtark ſchneuzt, ſo blutet ſie. 39) Wenn man wartet, bis der Hafen überläuft, ſo läuft's Fett mit. 40) Wenn man Spatzen fangen will, darf man nicht mit Prügeln dreinſchlagen. (Beſchluß folgt.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. rr Hofraithe-Verſteigerung. (802) Donnerſtag den 17. September d. J, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll zu Oberwöllſtadt eine Hofraithe Nro. 103 beſtehend in einem zweiſtöckigen Wohnhaus, Scheuer und Stallung gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter zu Ober- und Niederrosbach und Niederwöllſtadt wollen dies in ihren Gemeinden bekannt machen laſſen. Oberwöllſtadt den 9. Auguſt 1840. In Auftrag großh. Landgerichts Friedberg Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Feuerbach. Bekanntmachung. (773) Samſtag den 5. September d. J., Morgens 10 Uhr, ſoll auf dem Wege der Hülfsvollſtreckung ein Grundſtück, Pag. und Nro.%, 58 ½ R. in der Oberwöllſtädter Gemarkung, im Straßheimer⸗ Feld zunächſt an der Friedberger und Rosbacher Gränze, öffentlich gegen baare Zahlung verſteigert werden. Die großh. heſſ. Buͤrgermeiſter zu Friedberg, Ober⸗ und Niederrosbach werden erſucht, dieſes in ihren Bürgermeiſtereien bekannt machen zu laſſen. Oberwoͤllſtadt den 31. Juli 1840. f In Auftrag großh. Landgerichts zu Friedberg: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Feuerbach. Oeffentliche Ladung. (826) Anſprüche jeder Art an den in Concurs verfallenen ehemaligen Bürgermeiſter Dickhard zu Niedereſchbach ſind in dem auf Freitag den 25. September, Vormittags, angeſetzten Liquidationstermin ſogewiß dahier anzu⸗ melden und zu begründen, als ſonſt ohne ein beſon⸗ deres Praͤcluſivdecret Ausſchluß damit erfolgt. Da im Liquidationstermin die Güte verſucht werden ſoll, ſo müſſen die Vollmachten etwaiger Mandatare zum Abſchluſſe eines Arrangements er⸗ mächtigen. Großkarben den 6. Auguſt 1840. Großherzoglich heſſiſches Landgericht Muhl. Schmidt. Gaſthaus⸗Verſteigerung. (835) Dienſtag den 15. September l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus das Gaſthaus zum ſchwarzen Adler dahier öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Das Gaſthaus enthält gleicher Erde, außer einem daran hängenden Hinterhäuschen, einſchließlich der Wirthsſtube vier Zimmer, wovon 2 heitzbar ſind, und eine geräumige Küche. Im erſten Stock ſind fünf Zimmer, worunter 2 heitzbar, und eine Kuͤche und im zweiten Stock drei Manſardeſtuben und vier Kammern. Es gehört dazu ein geräumiger Hof mit einer Scheune und einem Stall, ſowie zwei Ställen unter der Scheune, welche mehr als 20 Pferde faſſen können. Sämmtliche Gebäulichkeiten ſind im Jahr 1828 neu erbaut worden, an der frequenten Hauptſtraße von Frankfurt nach Friedberg gelegen, und zum Be⸗ trieb der Wirthſchaft vorzüglich geeignet. Kaufliebhaber können das Verſteigerungsobjekt jeden Tag einſehen und die näheren Bedingungen bei dem Unterzeichneten vernehmen. Vilbel den 19. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hinkel. f Edietalladung. (857) Nachdem von großh. Hofgerichte der Pro— vinz Oberheſſen über das Vermögen des Johannes Ullrich dahier der förmliche Concurs erkannt und das unterzeichnete Gericht mit deſſen Leitung beauf⸗ tragt worden iſt, werden alle bekannten und unbe⸗ kannten Gläubiger deſſelben aufgefordert, ſogewiß den 22. Oktober l. J., Vormittags 9 Uhr, ihre Forderungen an die Maſſe dahier geltend zu machen, * 1* 7 5* 5 0* f l t 246 407 8 4. f als ſie ſonſt ohne Bekanntmachung eines Präcluſiv⸗ beſcheids damit ausgeſchloſſen werden. Zugleich haben ſich in dieſem Termine die Gläu⸗ biger über die Wahl eines Maſſekurators und einen etwaigen Vergleich zu erklären, widrigenfalls ſie als den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſchienenen Gläu⸗ biger beigetreten angeſehen werden. Friedberg den 20. Auguſt 1840. Großherzoglich heſſiſches Landgericht Hofmann. Brumhard. N Arbeits-Verſteigerung. (858) Dienſtag den 8. September, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe die an der Stadtkirche dahier vorzunehmenden Baureparaturen, als: Maurerarbeit, voranſchlagt zu 178 fl. 20 kr. Steinhauerarbeiet 5 8 Zimmerarbeit 76„ 44„ Dachdeckerarbeit 820„ 47„ Spenglerarbeit 26„ 30„ an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Die Voranſchläge und Steigbedingungen liegen bis zum Termin auf dem Vüreau des Unterzeich⸗ neten zur Einſicht offen. Friedberg den 26. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Oeffentliche Vorladung. (859) Die Vormünder über Iſaak Stern's Kin⸗ der zu Florſtadt haben die ihren Mündeln ange⸗ fallene väterliche Erbſchaft ausgeſchlagen, weßhalb diejenigen, welche an den Nachlaß des Iſaak Stern Forderungen oder ſonſtige Rechte zu haben glauben, hiermit aufgefordert werden, dieſelben ſogewiß im Termine Dienſtag den 6. Oktober l. J., Morgens 8 Uhr, dahier geltend zu machen, als ſonſt darauf keine Rückſicht genommen und über die Maſſe nach Autrag der Mehrheit der erſchienenen Gläubiger verfügt wird. N Friedberg den 17. Auguſt 1840. Gr. heſſ. freiherrl. v. Loͤw'ſches Landgericht Hofmann. Brumhard. Obſt-Verſteigerung. (860) Mittwoch den 2. des nächſtkommenden Mo⸗ nats September, Vormittags um 10 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde gehörende diesjährige Obſt an Ort und Stelle meiſtbietend verkauft werden, was man hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringt. Oſſenheim den 26. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter . Keller. Bekanntmachung. (861) Dienſtag den 1. September d. J. Vormit⸗ tags 10 Uhr, wollen die Erben des Jakob Wagner dahier ihre Hofraithe, beſtehend aus einem 2ſtöckigen (864) welche fü ſoll Dont Wohnun den verſ Bemerkun welcher! ſeine Lief Mari * (865) mittags beiten al und Ste ſteigert; Hier 1 M 2) Zi 3) S Landgerch ard baumtiſter ern Kin⸗ deln ange⸗ weßdald nat Stern d über die erſchienenen N* Landgericht * 0 nenden Mo er, ſoll das ihrige Obſt aft werben, tniß bringt. tgermeiſter J. Vormil⸗ ob Wagner m 2 ſdöckigen * 247. Wohnhaus, Scheuer und Stall und einer Schmiede mit ſämmtlichem Schmiedegeſchirr, an den Meiſt⸗ bietenden verſteigern.. Bruchenbruͤcken am 27. Auguſt 1840. In Auftrag: Der groß. heſſ. Bürgermeiſter Scheuner. Grummetgras⸗Verſteigerung. (862) Von nachbemerkten freiherrlich von Löw'⸗ ſchen Wieſen in der Florſtädter und Niedermockſtäd— ter Gemarkung ſoll das diesjährige Grummetgras in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert werden, und zwar: 1) zu Florſtadt, von 90 ½¼ Morgen, Dienſtag den 1. September d. J., Nachmittags um 1 Uhr, und 2) zu Niedermockſtadt, von 21 Morgen, Mitt⸗ woch den 2. September d. J., Vormittags um 10 Uhr, in der Behauſung der Gaſtwirth Kraften Wittwe daſelbſt. Florſtadt den 23. Auguſt 1840. Der freih. von Löw'ſche Rentmeiſter Müller. Bekanntmachung Heiden und Ginſtern⸗Verſteigerung, im Revier Oberrosbach Forſt's Friedberg betreffend. (863) Freitag den 4. September d. J., Vormit⸗ tags 8 Uhr, werden in den Gr. Domanialwaldun⸗ gen von Kellerberg und Mainzerhecken: 30,00 Gebund Heiden und Ginſtern— an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert.— Wenn der Erlös dem Abſchätzungspreis gleich kommt, erfolgt der Zuſchlag ſogleich, ohne daß Nach⸗ gebote zuläſſig ſind. Oberrosbach den 24. Auguſt 1840. Der gr. Revierförſter Bingmann. Lieferung von Hammelwolle. (864) Die Lieferung von 5000 Pfd. Hammelwolle, welche für die Marienſchloſſer-Anſtalt nöthig ſind, ſoll Donnerſtag den 3. September l. J. in meiner Wohnung dahier, öffentlich an den Wenigſtnehmen— den verſteigert werden. Ich bringe dieſes mit der Bemerkung zu öffentlicher Kenntniß, daß derjenige, welcher bei der Verſteigerung mitbieten will, vorher ſeine Lieferungsfähigkeiten nachzuweiſen hat. Marienſchloß den 19. Auguſt 1840. Funk. Arbeits ⸗-Verſteigerung. (865) Mittwoch den 2. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen die nöthigen Reparaturar— beiten an der Fluthſchleuße zu Aſſenheim an Ort und Stelle daſelbſt wenigſtnehmend öffentlich ver⸗ ſteigert werdeu. Hiervon beträgt nach dem Voranſchlag: * 1) Maurerarbeit 176 fl. 24 kr. 2) Zimmerarbeit 31% doe, 3) Schloſſerarbeit 31 * Die großh. Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Aſſenheim den 24. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Günther. Bekanntmachung. (866) Montag den 31. d. M., Nachmitiags 2 Uhr, ſoll bei Herrn Wirth Ludwig Kreuter zu Fried⸗ berg das Anfertigen von 4 eiſernen Kirchenfenſtern, voranſchlagt: 2 Schloſſerarbeit zu 5 2) Glaſerarbeit 46„ öffentlich an den Wenigſtnehmenden unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen in Accord gegeben werden. Schloß Ilbenſtadt den 27. Auguſt 1840. Gräfl. v. Leiningen-W. Rentei daſ. Bernhardt. Obſt⸗ und Grummetgras⸗Verſteigerung. (867) Mittwoch den 2. k. M., des Nachmittags 1 Uhr, ſoll zu Oberrosbach das der Gemeinde da— ſelbſt gehörige Obſt, beſtehend in a) circa 90 Malter Aepfel, D,, ine „„ Zwetſchen, ſodann ſoll das Gras zu Grummet von 6% Morgen Gemeindewieſen und 2 8 der 2. Schulſtelle gehörigen Wieſen einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Ich erſuche die Herrn Bürgermeiſter dieſe Ver⸗ ſteigerung gefälligſt veröffentlichen zu laſſen. Oberrosbach den 26. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Arbeits-Verſteigerung. (868) Mittwoch den 2. September d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen auf dem Rathhaus zu Nieder⸗ weiſel die bei Erbauung eines Canals auf dem Vicinalweg von Niederweiſel nach Oſtheim erforder⸗ lichen Arbeiten als: Maurerarbeitslohn, voranſchlagt zu 30 fl. 44 fr. Steinhauerarbeit 124„ 59% ſowie das Brechen, Fahren und Setzen von 1 Cub. Klftr. Mauerſteine und das Anliefern des nöthigen Kalks und Sands an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 27. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Gärten ⸗Verſteigerung. (869) Donnerſtag den 10. September l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag des Bürgers und Schneider— meiſters Johannes Schwalm jun., Folge Wohnungs⸗ Veränderung, deſſen Gärten in hieſiger und Fauer⸗ bacher Gemarkung liegend, unter vortheilhaften Be— 1 * dingungen einer öffentlichen meiſtbietenden Verſtei⸗ gerung ausgeſetzt werden. Schließlich wird bemerkt, daß J des Kaufſchillings gegen den gewöhnlichen Zinsfuß auf den geſteigerten Gärten konnen ſtehen bleiben. Gemarkung Friedberg. Pag. u. Nr. 169 11 17¼ Ruthen am Ende des großen Haingrabens, an Philipp Nicolai und Friedrich Wagner, zehntfrei, gibt in die Rente 6 kr. 226 33 u. 54 2 Vril. 34 Rth. an der Schlockergaß neben Gemeinderath Wilhelm Schmid, gibt 1 kr. in die barfüßer Schule und 1 ½ kr. den Piis corporibus dahier. Gemarkung Fauerbach. 389 38 38 ¼ Ruthe Kappes⸗Garten in der Schlockergaſſe neben Georg Rauſch. Friedberg am 26. Auguſt 1840. Der Beigeordnete Bender. Arbeits-Verſteigerung. (870) Dienſtag den 1. September l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das Verſteinen der Fahrbahn an dem Vicinalweg von Petterweil nach Okarben hin in verſchiedenen Abtheilungen wenigſtnehmend oͤffentlich verſteigert werden, was hierdurch zur Kennt⸗ niß bringt. Petterweil den 26. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Holtzmann. Aepfel⸗Verſteigerung. (871) Dienſtag den 1. Sept. d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoclen dahier die Gemeindeäpfel, ungfeähr 20 Malter, an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Bruchenbrücken den 27. Auguſt 1840. Der großh. beſſ. Bürgermeiſter Scheuner. Bekanntmachung. (872) Dienſtag den 1. Sept. d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Rathhaus das der Gemeinde Okarben zuſtehende Grummet⸗Gras von circa 52 Morgen meiſtbietend verſteigert werden. Okarben am 27. Auguſt 1840. f Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Jung. a S Privat⸗Bekanntmachungen. Kapitalien (850) von verſchiedenen Größen liegen zum Aus⸗ leihen gegen gerichtliche erſte Inſatz-Hypotheken und A 5, 4½ und 4 pCt. bereit. Näheres in dem Büreau des Unterzeichneten. Niederwöllſtadt am 12. Auguſt 1840. G. Emmerich. * 248* Zu Verkaufen. N 5 (851) Zwei Stück 18351. Wein ſind wegen 1 an Platz zu verkaufen, ganz oder auch getheilt, bei J. Lea nge, Frohnhofſtraße A. 171 in Frankfurt a. M. Empfehlung. (854) Mit holländiſchem Farin zu 12 und 14 kr., Melis zu 20, 22 kr., Dampfchokolade eigner Fabrik zu 24, 32, 40, 48 kr. und 1 fl. 12 kr. pr. Pfund empfiehlt ſich. Lang, Frohnhofſtraße A. 171 in Frankfurt a. M. . Ein vollſtändiges Logis, (873) welches Ausgang Novembers bezogen wer⸗ den kann, iſt in der Köhlergaſſe zu vermiethen bel Walther, Damenkleidermacher. Warnung. (874) Es wird hiermit Jederman gebeten, nichts mehr auf unſere Namen zu creditiren, indem wir für dergleichen künftig nicht mehr haften werden. Friedberg den 26. Auguſt 1840. Theodor Frank, Premier-Lieutenant. Albertine Frank, geb. Wichelhauſen. Aepfel⸗Verſteigerung. (875) Dienſtag den 1. September, Vormittags 10 Uhr, ſcllen die zu Hof Graß befindlichen Aepfel (eine bedeutende Quantität) meiſtbietend verſteigert werden. 7 Hof Graß den 24. Auguſt 1840. Wagner, Verwalter. Aufforderung. (876) Alle diejenigen Krämer, welche beabſichtigen den dießjährigen hieſigen Jahrmarkt zu halten, wer⸗ den aufgefordert, Dienſtag den 8. September d. J., als den erſten Markttag Morgen, Vormittags um 7 Uhr, in der Behauſung des Unterzeichneten zu erſcheinen, um der Verlooſung der Stände mit bei⸗ zuwohnen. Düdelsheim den 21. Auguſt 1840. Andreas Schneider II. Obſt-Verſteigerung. (877) Montag den 31. Auguſt, Morgens 10 Uhr, ſoll eine große Parthie Aepfel nächſt der Holler⸗ kapelle, welche dem freiherrlich von Franckenſtein'⸗ ſchen Gutsbeſtänder zuſtehen, ſowie eine Parthie Wälſchnüſſe verſteigert werden. Ockſtadt den 27. Auguſt 1840. 5 Nikolaus Gröninger 1. Fahrgelegenheit von Aſſenheim nach Frank⸗ furt und zurück. (878) Von Montag den 31. d. M. an fährt mein Familienwagen während der Meſſe täglich von hier nach Frankfurt und zurück. Die Abfahrt dahier iſt Morgens um 5 Uhr und in Frankfurt Nachmittags um 4 Uhr. Aſſenheim den 25. Auguſt 1840. N Schwab. 881 10 Ta einlabel. Ein 882) 122 (883) mittags Bäumen gen Bau hinter N vbelſteiget Ober! (881) 1 uermeiſte (885) Auguſt d ſet Gele allen ar anzutreff —. 4 (886) Höchſt u Mi eine Aus nen, der Portugig 4 Herz Jung un Vernittagz den Aepfel derſteigert gerwalter. zabſichtigen Aten, wer⸗ 1 aittags um ichneten zu de mit bei⸗ ider II. ens 10 Uhr, der Holler, anckenſtein⸗ ine Parthie inger 1 ach Frank fährt mein ch von hier tt dahier it Nachmittags Schwab. 1. 249 2 Kirchweihfeſt zu Ockſtadt. 84 0 Sonntag den 30. und Montag den 31. uguſt iſt zur Feier des hieſigen Kirchweihfeſtes bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu unter Zuſicherung reelſter Bedienung höflichſt einladet Ockſtadt. Tobias Thaler. Zu Verkaufen. (880) Ein vollſtändiger von mir verfertigter we— nig gebrauchter Dampfbrennapparat, welcher ſogleich reinen Brandwein liefert, nebſt allem Zugehör, ſteht billig zu verkaufen. Liebhaber wollen ſich an mich wenden. J. J. Waldſchmidt, Kupferſchmiedmeiſter in Wetzlar. Oſſenheimer Wäldchen. (881) Sonntag den 30ten Auguſt iſt Harmonie⸗ und Tanzmuſik im hieſigen Wäldchen, wozu höflichſt einladet. Aehle. Ein braver geſitteter junger Burſche (882) wird in ein hieſiges Handlungshaus als Hausknecht geſucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Aepfel ⸗Verſteigerung. (883) Montag den 7. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen die Aepfel von etwa 25 Bäumen auf einem der Pfarrei Obermörlen gehöri— gen Baumſtücke an der Butzbacher Chauſſe, gleich hinter Niedermörlen, auf dem Platze meiſtbietend verſteigert werden. Obermörlen den 27. Auguſt 1840. E. Kaiſer, Pfarrer. Eine Kelter (884) hat zu verkaufen Heinrich Klein, Schrei⸗ nermeiſter in Friedberg. Ockſtädter Kirchweihe. (885) Sonntag den 30. und Montag den 31. Auguſt d. J. iſt Kirchweihe zu Ockſtadt. Bei die⸗ ſer Gelegenheit iſt bei mir gute Tanzmuſik nebſt allen an dieſem Feſte gewöhnlichen Erforderniſſen anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. 5 Ockſtadt. A. Krug's Wittwe. (886) Literariſche Anzeige. 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Sept. 1840. pfd Brod⸗ Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. Er. pf. 1 Leib ⸗Roggenbrod 2 3 2 7 17 5— 413 4 7* 10 2 9 3 5 Loth. Loth. Milchbrod 11 5 115 —[Waſſerweck 11 5½% 1— Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 116 141 6 Fleiſch⸗Preiſe. pf. 1 1 Ochſenfleiſch 111— 28 5 e gemaͤſtetes 83 3 e ungemäſtetes 211 71 Rindfleiſch 711* 7 1 „ Kalbfleiſch 6— 64— „ Schweinenfleiſch 10— 101 „Hammelfleiſqh 18— 8— „ Schaaflleiſch 7——— „Wurſt von blos Schweinen 124— 12— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 14— 14 „ Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 20— 2— „Schinken 0 14— 144— „ Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19!— 194— 0 dito ungusgelaſſen- 18— 18— „Nierenfett 191— 18— Hammelsfett 16 15— Der großh. beſſ. Kreisrath d. K. 8. Kuͤch ler. eutgegen 40) gefange 4² Rüſſel. 43) nicht zu 44 um.( J nicht im 46) 47) Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. machen.