5 November; a 4 fl. 30 r. November ⸗ 1 0.53 kr. derg und er 1840, — 5 11e U 5 e E 1 d. K. 5 Intelligenzblatt ſür die berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ——— — 138. Sonnabend, den 28. November —— 1840. Witterungs-Bemerkungen. Wir haben in unſerm vorigen Blatte des Ge⸗ witters erwähnt, welches unſere Wetterau am 9. November heimſuchte. Wir finden uns veranlaßt hieran die weitere Bemerkung zu knüpfen, daß die milde Witterung, welche auf die kalten Oktobertag⸗ folgte, die anderwärts ſo gewaltige Regengüſſe bewirkte, und in deren Folge großes Unglück durch Ueberſchwemmungen veranlaßte, bei uus gerade wohl⸗ thätig auf den Feldbau einwirkte. Nicht nur konn⸗ ten die noch ſtehenden Gewächſe zu größerer Voll⸗ kommenheit gelangen; auch eine Menge der Herbſt⸗ Arbeiten konnten, wenn der Regen nicht abhielt, noch im Freien vorgenommen werden. Beſonders wirkſam war aber die milde Witterung für die friſch geſäeten Winterfrüchte, welche jetzt einen beſſeren Trieb erhielten und faſt überall zu der Vollkommen⸗ heit gelangten, die nöthig iſt, wenn ſie überwintern und mit den Frühlingsſtrahlen kräftig empor keimen ſollen. Wir können demnach hier im Ganzen über die Witterung nicht klagen, im Gegentheile uns nur freuen und Gott danken, daß auf ein ſo ſegensrei⸗ ches Jahr ſo ſchöne Hoffnungen auf eine neue Ernde im kommenden Jahre ſich zeigen. Auf den beſonders milden Tag vom 17. Nov. waren übrigens am 18. und 19. bedeutende Regen⸗ güſſe bei uns erfolgt. Am 20. wurde es heller und ein kalter Nordwind ſchien einen Winters⸗Anfang verkündigen zu wollen. Wirklich erſchien auch nich! nur der ferne Vogelsberg zum erſten Mal in ſeinem weißen Gewande; auch der Altkünig, ſelbſt der benachbarte Winterſtein zeigten ſich in Reif⸗ röcken. Allein ſchon in der folgenden Nacht ſprang der Wind wieder um. Am 21. Abends erhub ſich ein neuer Kampf zwiſchen Sommer und Winter: und letzterer ſchien obſiegen zu wollen, denn auf ungewöhnliche Weiſe ſandte er uns aus Oſten einen an Sturm gränzenden Wind mit Schneegeſtöber, und am Morgen des 22. zeigte der Thermometer im Freien Einen Grad Wärme. Die folgenden Tage waren zwar wieder gemäßigt; aber der Barometer er⸗ reichte am Mittwoch eine Höhe(28,3) die er in vielen Wochen nicht gehabt hatte, ſo daß wir uns zum erſtenmal eines heiteren Tages erfreuten, aber auch am Morgen des 26. zwei Grad Kälte hatten. Altdeutſche Reime. Die Jungen ſoll man lehren, Die Alten ſoll man ehren, Die Weiſen ſoll man fragen, Die Narren ſoll man ertragen. * ** Borgen, das macht Sorgen, Sorgen weckt all' Morgen. Drum willſt ſeyn ohne Sorgen Und ſchlafen bis am Morgen, So huͤte dich vor Borgen. * ** Der Alten Rath, Der Jungen That, f Des Mannes Muth, 3 Thut allzeit gut. „ 330* Ein Reuter ohne Pferd, Ein Kriegsmann ohne Schwerdt, Ein Doctor ohne Lehr, Ein' Frau, ohn' Schaam und Ehr, Ein Jahr ohn' Sonnenſchein, Ein' Mahlzeit ohne Wein, Ein Jüngling ohne Zucht, Ein Acker ohne Frucht, Ein Vater ohne Forcht, Ein' Mutter, die nicht ſorgt, Ein Kaufmann ohne Glaub, Ein Weingart ohne Traub, Ein Student ohne Buch, Ein Richter ohne Fug, Ein Ehmann ohne Bart, Ein Kind von ſchlimmer Arr, Sind Dinge auf der Erd, Die ſind kein Heller werth. * Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Brod Lieferung. (1157) Montag den 30. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung des erforderlichen Bro⸗ des für die Garniſon Friedberg, pro 4. Semeſter 1841 auf dem Militaͤr⸗Verwaltungsbuͤreau dahier verſteigert. 5 Die Herrn Bürgermeiſter hieſiger Umgegend werden erſucht, dieſe Verſteigerung geeignet bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 12. November 1840. In Auftrag: 0 Gölz, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1175) Die Oel⸗ und Schuhlieferung für das dahier garniſonirende Militär pro 1. Semeſter 1841 wird Dienſtag den 1. k. M., erſtere um 10 Uhr, und letztere um% 11 Uhr des Vormittags, auf deſſen Verwaltungsbüreau verſteigert. Friedberg den 19. November 1840. In Auftrag: Gölz, Oberquartiermeiſter. Verſteigerung von Chauſſee⸗ Unterhal⸗ tungs⸗Arbeiten im Bau-Bezirk Nidda pro 1841. (1176) An den unten benannten Tagen und Stunden ſollen die zur Unterhaltung der Staats⸗ und Provinzialſtraßen im Baubezirk Nidda nöthigen Arbeiten, beſtehend in Steinbrechen, Stein⸗ fahren, Steinſetzen und Steinſchlagen, öf⸗ fentlich an die Wenigſtnehmenden unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Accord gegeben werden. Für die Provinzial-⸗Straßen von Laubach nach Schotten und von Schotten nach Nidda, Bauauf⸗ ſeherbezirk 3, Mittwoch den 9. Dezember, Vor⸗ mittags 9 Uhr, in Schotten im Gaſthauſe zum „heſſiſchen Hof.“ Für die Provinzial⸗Straße von Schotten nach Nidda, Bauaufſeherbezirk 2, Mittwoch den 9. Dezember, Nachmittags 3 Uhr, in Eichels⸗ dorf im Gaſthauſe zur„ſchönen Ausſicht.“ Fur die Provinzialſtraße von Nidda nach Ran⸗ ſtadt, Donnerſtag den 10. Dezember, Vor⸗ mittags 10 Uhr, in Ranſtadt bei Wirth Bernhard. 8 Für die Provinzial-Straße von Berſtadt nach Nidda, Freitag den 11. Dezember, Vormit⸗ tags 10 Uhr, in Berſtadt, bei Wirth Vogler. Für die Staatsſtraße von Friedberg nach Grünberg ebendaſelbſt, Nachmittags 2 Uhr. a 5 Nidda den 16. November 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Guts verpachtung. (1177) Das auf Petritag nächſten Jahres leih⸗ fällig werdende Hofgut zu Leiſenwald, im Kreiſe Gelnhauſen, beſtehend in circa 340 Morgen Acker⸗ land, Gärten und Baumſtücken und 160 Morgen Wieſen, mit geräumigen und wohleingerichteten Wohn⸗ und Oekonomie⸗Gebäuden, ſowie der dazu gehörigen bedeutenden Schäferei und großen Schaafweiden, der Brandweinbrennerei und ſonſtigen Berechtigungen, ſoll auf 9 Jahre aus der Hand verpachtet werden. Es werden deßhalb alle Diejenigen, welche dies Pachtgut zu übernehmen wuͤnſchen und ſich wegen ihrer ökonomiſchen Kenntniſſe, ſowie wegen des er⸗ forderlichen Vermögens, gehörig ausweiſen können, eingeladen, ihre deshalbigen Anträge, nachdem ſie die Pachtbedingungen bei unterzeichneter Stelle ein⸗ geſehen, auch ſich mit dem Pachtgute ſelbſt beliebig bekannt gemacht haben, binnen 6 Wochen dahier abzugeben, und in Unterhandlungen einzutreten. Wächtersbach den 10. November 1840. Gräfl. Yſenburgiſche Rentkammer. (Namen: unleſerlich.) Immobilien-Verſteigerung. (1185) Montag den 28. Dezember l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen im hieſigen Rathhauſe die Hein⸗ rich Mack'ſche Immobilien einer öffentlich meiſtbie⸗ tenden Verſteigerung ausgeſetzt werden, als: Pag. u. Nro. 5 g 42% Eine Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ haus und Grund, an Wilhelm Küm⸗ mich und Heinrich Wilhelm Wecker⸗ ling gelegen. Gärten. 145 1 52 Ruthen in der 6. Gewann, zehnt⸗ frei, an der Uſa, an Friedrich Kautz 0 9 pere Ferner da Tune, 500 Und 00 Cub Die Vora um Termin zn Eiſcht Friedber 3 (1206) 2 10 Uhr, ſol zur Erbauun „ neralbrunnei Wenigſcforde N 10 M 2 St 3) Zi 5) De 9) S. 6) S. 7) G 8) W Y Sf Die Zeit liegen bis; zeichneten; Friedb. iſen können, elbſt beliebig ochen dahier zutreten. 1840. Rentkammer. d in Wohl zülbelm Kün⸗ belm Wecker, „ 331 Gemarkung Ockſtadt. 80 Rüthen im Egelſeefeld, zwiſchen dem untern Riedweg und der Ober— wöllſtädter Straße, an Gottfried Mäu⸗ ßer und Heinrich Kipp gelegen, zehnt⸗ bar. Friedberg den 18. November 1840. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der Beigeordnete Bender. Verſteigerung von Bauarbeiten. (1189) Mittwoch den 2. Dezember, Vormittags 11 Uhr, ſollen zu Niederurſel die zur Erbauung eines neuen Pfarrhauſes daſelbſt erforderlichen Ar beiten und Materialien an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: 1192 24 1) Maurerarbeitslohn 660 fl. 49 kr. 2) Steinhauerarbeit. 343„ 24„ 3) Zimmerarbeit 908„ 49„ 4) Dachdeckerarbeit n 5) Schreinerarbeit 333% 17, 6) Schloſſerarbeit 498„ 36„ 7) Glaſerarbeit 196„—„ 8) Weißbinderarbeit„ 9) Spenglerarbeit e e Ferner das Anliefern von 16 Cubikklafter Bruch⸗ ſteinen, 52,000 Stück Backſteinen, 102 Bütten Kalk und 6,5 Cubikklafter reinen Sand. Die Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zum Termin äuf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 14. November 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (1206) Dienſtag den 8. Dezember, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Vilbel die zur Erbauung einer Pachterswohnung bei dem Mi⸗ neralbrunnen daſelbſt erforderlichen Arbeiten an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Nach dem Voranſchlag betragt: 10 Maurerarbeit 906 fl. 59 kr. 2 Steinhauerarbeit 0„ 29, 3) Zimmerarbeit 418„ 17, 4) Dachdeckerarbeit 16, 5) Schreinerarbeit 16 31, 6) Schloſſerarbeit 125„ 44„ 7) Glaſerarbeit 112„ 48„ 8) Weißbinderarbeit 247„ 8. 9) Spenglerarbeit„ 30, Die Zeichnungen, Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zum Termin auf dem Büreau des Unter⸗ zeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 23. November 1840. Der großh. heſſ. Krkisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (1207) Dienſtag den 1. Dezember, Vormittags 10 Uhr, ſoll das Verſteinen eines Theils der Fahr— bahn an der Provinzialſtraße von Friedberg nach Homburg in dem Gaſthaus des Herrn Bingmann zu Oberrosbach, in einzelnen Abtheilungen, an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Friedberg den 23. November 1840. * Der großh. h⸗ſſ. Kreisbaumeiſter N humbler. Verſteigerung von Straßenbau-Repara⸗ tur⸗Arbeiten im Baubezirk Friedberg. (1208) Die Unterhaltungsarbeiten an den Staats— ſtraßen im Baubezirk Friedberg für das Jahr 1841, als Steinbrechen, Steinfahren, Steinſetzen, Stein⸗ ſchlagen, ſollen in den nachſtehenden Terminen un— ter den dabei bekannt gemacht werdenden Beding⸗ ungen an die Wenigſtnehmenden in Verſteigerung geſetzt werden: 1) Für die Straße in der Vilbeler Gemarkung und von der Dordelweiler Grenze bis Okarben: zu Kloppenheim, Dienſtag den 8. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr. 2 Für die Straßenſtrecke von Okarben bis zur Nauheimer Grenze: Mittwoch den 9. Dez., Vormittags 9 Uhr, zu Oberwöllſtadt bei Wirth Brauburger. 3) Für die Straße von der Nauheimer Grenze bis Butzbach: Donnerſtag den 10. Dezember, Vormittags 10 Uhr, zu Niedermörlen im Gaſthaus zum Loͤwen. J Fur die Straße von Niederwöllſtadt nach Hanau und von Aſſenheim nach Dornaſſenheim: Freitag den 11. Dezember, Vormittags 10 Uhr, im Chauſſeehaus bei Ilbenſtadt. 5) Für die Straße von Ilbenſtadt bis Altenſtadt: Dienſtag den 15. Dezember, Vormittags 9 Uhr, zu Altenſtadt bei Gaſtwirth Holzapfel. 6) Für die Straße von Altenſtadt bis Selters und von Lindheim nach Büdingen: Mittwoch den 16. Dezember, Vormittags 9 Uhr, zu Lindheim auf dem Rathhauſe; 7) Für die Straße von den Nonnenſtümpfen nach Ranſtadt: Donnerſtag den 17. Dezember, Vormittags 10 Uhr, zu Niedermockſtadt. 8) Für die Straße von Frankfurt nach Homburg durch die Gemarkung Ober- und Niedereſchbach und die Straße von Frankfurt nach Königſtein. Dienſtag den 23. Dezember, Vormittags 10 Uhr, zu Obereſchbach. Die großh. Bürgermeiſter wollen dieſes im In⸗ tereſſe ihrer Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen. Friedberg den 23. November 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. 0„ 332. Holzverſteigerung in dem Hochweiſeler Ge⸗ meindewald Reviers Hochweiſel betreffend. (1209) Donnerſtag den 3. December d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, ſollen in dem Diſtrikt großer Hausberg 10 63% Stecken altes buchen ꝛc. Stockholz und 2) 2110 Stück buchen ꝛc. Wellen Reisholz meiſtbietend verſteigert werden. 1 Die Herrn Bürgermeiſter der hierauf reflectiren⸗ den Gemeinden werden erſucht, ſolches durch die Schelle gefälligſt veröffentlichen zu laſſen. Hochweiſel am 24. November 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter 0 Reuter. Arbeits-Verſteigerung. (1210) Dienſtag den 29. December, Vormittags 10 Uhr, ſollen zu Lindheim im Gaſthaus zum Heſſi⸗ ſchen Haus die zur Erbauung einer Bruͤcke mit 3 Bogen erforderlichen Steinhauerarbeiten, voranſchlagt zu 3385 fl. 36 kr. auf die Provinzialſtraße von Lindheim nach Marköbel an die Wenigſtnehmenden oͤffentlich verſteigert werden. 7 Friedberg den 23. November 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. 0 Arbeits-Verſteigerung. (1211) Mittwoch den 13. Januar 1841, ſollen die zur Erbauung einer Brücke bei Rockenberg erfor⸗ derlichen Arbeiten und Materialien, Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Rockenberg an die We⸗ nigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: 1) Maurerarbeitslohn 581 fl. 5 kr. 2) Steinhauerarbeit 8 3) Zimmerarbeit 100„ ferner das Brechen, Fahren und Setzen von 36 Kubikklafter Mauerſteinen, Anliefern von 95 Bütten Kalk und 3,5 Kubikklftr. reinen Kies oder Sand. Die Zeichnungen, Voranſchläge und Bedingun⸗ gen liegen auf dem Buͤreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 23. November 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Verſteigerung von Planirarbeiten, (1212) Sonnerſtag den 10. December, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll noch ein Theil der Planirarbeiten an der Provinzialſtraße von Lindheim nach Mar⸗ köbel und zwar an der Landesgränze, an die We⸗ nigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 23. November 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Immobilien-Verſteigerung. (1213) Da der hieſ'ge Bürger Gerber und Leim⸗ ſieder Adolph Müller und deſſen Ehefrau nach⸗ folgende denſelben eigenthuͤmlich zuſtehende Immo⸗ bilien einer freiwilligen öffentlichen Verſteigerung an den Meiſtbietenden auf hieſigem Rathhauſe aus⸗ ſetzen wollen und der Unterzeichnete von denſelben hierzu beauftragt worden, ſo habe ich hierzu Ter⸗ min auf Montag den 11. Januar, Morgens 10 Uhr, anberaumt, an welchem Tage die näheren Be⸗ dingungen bekannt gemacht werden, die auch fruͤher ſchon von den Intereſſenten bei mir eingeſehen wer⸗ den können.* Die zu verkaufenden Gegenſtände beſtehen in: 1) einem erſt vor einigen Jahren neu erbauten ſehr geraͤumigen zweiſtöckigen Wohnhauſe, auf wel⸗ chem die zum Trocknen des Leimes eingerichteten Böden ſich befinden; 2) ein unmittelbar an das Haus ſtoßender 22 Ru⸗ then Ortsmaß haltender Gemüsgarten. Bei der Hofraithe befindet ſich ein Brunnen mit gutem weichem Waſſer, ſodann ein ſehr geräumiges Gerbhaus. Sämmtliche Gebäulichkeiten liegen an dem Uſafluß, an welchem alle hieſige Gerber ihre Werkſtätten haben, und wird hierbei bemerkt, daß bisher Gerberei und Leimſiederei in den gedachten Gebäulichkeiten betrieben worden ſind und die zu bei⸗ den Geſchäften gehörigen Geräthſchaften mit ver⸗ kauft werden. l Friedberg den 26. November 1840. Der Beigeordnete Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (1214) Freitag den 4. Dezember, Vormittags 11 Uhr, ſollen auf freiwilligen Antrag der Frau Glaſermeiſter Schulze Wittwe in hieſigem Rathhauſe nachſtehende derſelben eigenthümlich zuſtehende Hof⸗ raithen, in der Kirchgaſſe ſtehend, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden, als: 1) eine Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Hof⸗ raum und Stall; 2) eine halbe Hofraithe, unmittelbar an erſtere ge⸗ legen, beſtehend in Wohnhaus, einem neu er⸗ bauten Stall, Hofraum mit Gärtchen. Schließlich wird noch bemerkt, daß bei annehm⸗ baren Geboten die Zuſchläge ſogleich ertheilt werden. Friedberg den 26. November 1840. Der Beigeordnete Bender. Hofraithe⸗ Verkauf. (1215) Auf freiwilligen Antrag des Bürgers und Schuhmachermeiſters Chriſtoph Zerling ſoll Freitag den 4. Dezember l. J., Morgens 10 ½ Uhr, deſſen auf der Pletz ſtehende Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ haus, Grund, Hofraum und Stall einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden, mit dem Bemerken, daß bei einem annehmbaren Gebote der Zuſchlag ſogleich ertheilt wird. Friedberg den 26. November 1840. 2 Der Beigeordnete Bender. Bkanntmachung. (1216) Die zur Concursmaſſe des dahier ver⸗ ſtorbenen Ehriſtian Eißner gehörigen Immobilien ſollen den 30. November l. J. am Schwalheimer 277 uf dem Büre nehmenden u Bedingungen Fti edber 5 (1218)& mittags um die dem Au ſtehenden, in zenberger un Ländereien, dem Bezug auderweilige fangend, öffe Friedbe (4219) 9 1840, Vorm dahier gehöt nem Geſchä werden. Oſſenh. dender, ernittags der Frau Rathhauſe ende Hoſ⸗ lich meiſt, aus 5 Hof⸗ erſtere ge. em neu er⸗ ei annehm⸗ eilt werden. J Zender, zuͤrgers und ſell Freitag Ubr, deſſen d in Wohn⸗ offentlichen perden, mit ren Gebole . t Bender. dabier vel⸗ Jumobilien ichwalheimer nnn, % 333. Mineralbrunnen einem nochmaligen offentlichen Aus⸗ gebot, Vormittags um 11 Uhr, ausgeſetzt werden. Zu dieſem gehört insbeſondere eine an der Haupt⸗ ſtraße in der ungefähren Mitte derſelben gelegene Hofraithe, die aus einem geräumigen, freundlichen Wohnhauſe, einem Nebengebäude, einer geräumigen Stallung für Pferde und Rindvieh und einer Scheuer, mit einem großen Hofraum beſteht, welche Gebäu⸗ lichkeiten, ſämmtlich in dem beßten Zuſtande ſich befinden und ſo eingerichtet ſind, daß ſie ſich zu dem Betriebe eines jeden Geſchäfts, beſonders aber einer Wirthſchaft, ſehr gut eignen, und wird dabei noch bemerkt, daß auf dieſe Hofraithe ein Gebot von 2000 fl. bereits im erſten Termin abgegeben worden iſt. Dorheim den 19. November 1840. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt Halberſtadt. Bekanntmachung. (1217) Mittwoch den 16. Dezember d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll die Lieferung des für die Communal⸗Waldungen des Kreiſes Friedberg für 1841 erforderlichen Holzſaamens, als: 4 Pfund Ahorn⸗, 124 7 Eſchen⸗, 13„ Lerchen⸗, 426„ Fichten⸗ und 2773½%„ Kiefernſaamen auf dem Büreau des Unterzeichneten an den Wenigſt⸗ nehmenden unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen vergeben werden. Friedberg den 13. November 1840. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Verpachtungs-Anzeige. (1218) Samſtag den 12. Dezember l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſollen im hieſigen Rathhaus die dem Auguſtiner Schulfonds eigenthümlich zu— ſtehenden, in der Rockenberger, Oppershofer, Mün⸗ zenberger und Niederweiſeler Gemarkung liegenden Ländereien, zuſammen in zwei Huben Landes und dem Bezug von 4½ Mark Holzes beſtehend, auf anderweitige 12 Jahre, von Petri-Tag 1841 an⸗ fangend, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 21. November 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Faſſelochs Verkauf. (1219) Nachſtkommenden Dienſtag den 1. Dez. 1840, Vormittags 10 Uhr, ſoll ein der Gemeinde dahier gehörender Faſſelochs, 5 Jahre alt, in mei⸗ nem Geſchäftszimmer öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Oſſenheim den 26. November 1840. 5 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Keller. Bekanntmachung. (1220) Auf freiwilligen Antrag der Erben der verſtorbenen Seiler Stadelmann'ſchen Eheleuten ſoll Donnerſtag den 3. Dezember, Vormittags 9 Uhr anfangend, der Mobiliennachlaß, beſtehend in Holz⸗ werk, Weißzeug, Kleidungsſtücken u. ſ. w. in der Wohnung des Seilers Gottlieb Stadelmann öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Sodann ſollen Freitag den 4. Dezember, Morgens 10 Uhr, in hie⸗ ſigem Rathhauſe die Immobilien öffentlich ausgebo⸗ ten werden. Gemarkung Friedberg. 36 Ruthen Garten zwiſchen den ehemaligen beiden Mainzerthoren neben den Karl Kitzelſchen Erben und Hofgerichtsadvokaten Bittſcher. Gemarkung Fauerbach II. 1 Viertel 6% Ruthen Garten auf dem Kramer, neben Jungfrau Wüſtenfeld, mit 5 tragbaren Obſtbäumin. 3 Viertel 5% Ruthen Acker gegen dem rothen Thurm im altbürgerl. Feld Mainzer. Friedberg den 24. November 1840. Der Beigeordnete Bender. Holz- Lieferung. (1221) Montag den 14. k. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 100 Stecken buchen Scheitholz für die Garniſon Friedberg auf dem Mi⸗ litäarverwaltungsbüreau dahier in Accord gegeben. Friedberg den 26. November 1840. In Auftrag: Gölz, Oberquartiermeiſter. Verkauf eines Faſſelebers. (1222) Dienſtags den 1. Dezember l. J., Mor⸗ gens 11 Uhr, ſoll zu Reichelsheim auf dem Rath— hauſe ein der Gemeinde gehöriger Faſſeleber 2 Jahr alt, Weſterweller Race, meiſtbietend verſteigert werden. Reichelsheim den 26. November 1840. Der herz. naſſ. Oberſchultheiß Gros. N ι Privat- Bekanntmachungen. Lappertan und Stockfiſch (1223) das Pfund zu eilf kr., gewaͤſſerter zu 10 kr., Kaſtanien zu 6 kr. das Pfund, ſind ſtets zu haben bei D. e in der Uſergaſſe. Bekanntmachung. (1224) Unterzeichneter bringt hiermit zur öffent— lichen Kenntniß, daß bei ihm dürre buchen Wellen Abtheilungsweiſe, als 100, 50 und 25 Stück, zu verkaufen ſind. Ockſtadt am 26. November 1840. Tobias Thaler. a. 334* Bekanntmachung. (1225) Es iſt ein halbjähriger brauner Huͤhner⸗ hund, langharig, mit langer Ruthe, der auf den Namen Ramaß hört, ein Hund, abhanden gekom— men. Wer davon der Expedition dieſes Blattes Kunde ertheilt, erhält 1 preuß. Thaler Belohnung. Bekanntmachung. (1226) Bei der am Mittwoch den 25. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſtattgefundenen Verlooſung der weiblichen Arbeiten zum Beßten der Kleinkinderſchule ſind auf nachfolgende Nr. die beigeſetzten Preiſe gefallen: Nr. Gewinne. Namem der Gewinnenden. 92 1. ein Rehfell. Hr. Proviſor Werner. 186 2. ein Bücherbrettchen. Fräul. Kiehm. 475 3. ein Schellenzug. Hr. Scrib. Theiß in Hungen. 176 4. ein Fenſterkiſſen. Fräul. Curtmann. 675 5. ein Wandkorb. Heinrich Kares. 185 203 6. ein Tabaksbeutel. Herr Proviſor Remmert in 15 Windecken. 466 7. ditto Frau Juſtizrath Geyger in 2 5 Aſſenheim. 54 8. ein geſtickter Kragen. Hr. Franz Wagner. 343 9. ein Notitzbuch. i Dr eee 529 10. ein Paar Pantoffeln.„„ Cand. Steinberger. 567 11. ein Geldbeutel. Maria Preußer. 305 12. ein Kindertäſchchen. Hr. Küfer Koch. 132 13. ein Uhrpantöffelchen.„ Gemeinderath Supp. 461 14. ein paar Pantoffeln.„ Göhr in Laubach. 255 15. ein Cigarrenetui. Fräul. Engelmann. 253 16. ein Füllhorn. Hr. Lieut. Dornſeiff. 123 17. ein Serviettenband. Fr. Glaſermeiſter Weckerling. 60 18. ein Uhrpantöffelchen. Fräul. A. Theobald. 300 19. ein ſeidnes Täſchchen. Frau Factor Hepp. 644 20. ein Streichfeuerzeug. Fräul. Wille. 610 21. ein Geldbeutel. Hr. Venator. 408 22. ein Paar Pantoffeln. Fräul. Peſtel. 3. ein Nadelkiſſen. Wilh. Schäffer. 405 24. ein ſeidenes Tuch. Hr. Director Crößmann. 5 25. ein Wandkoörbchen. Fr. Aſſeſſor Brumhard. 621 26. ein Geldbeutel. Hr. Hecht, 83 27. ein Aſchenkäſtchen.„ Cand. Dingeldey. 324 28. ein Paar Manſchetten. Ir. Amtmann Sebaſtiani. 420 29. ein Uhrkettchen..„ Dietzſch. 271 30. ein Nadelkiſſen. Hr. Metzger Schäfer. 13 31. ein Nähſtein.„ Wilh. Groß. 350 32. eine Fußbank.„ Schäffer in Schierſtein. 160 33. ein Fidibusbecher. Ernſt Wolff. Hein P. Kinderſchühchen. Hr. Küſee Schmidt. ein Tüllkrägelchen. Fr. Aſſeſſor Kraft in Wies⸗ baden. ein P. Kinderſchühchen Barbara Heidt. 607 37. ein Körbchen. Fr. Apotheker Werner. 537 38. ein Uhrgeſtell. Fräul. M. Kettinger. 557 39. ein Feuertäſchchen.„ Schmidting in Ffurt. Der günſtige Erfolg dieſer erſten Probe von Verlooſung — erreicht durch die bereitwillige Theilnahme faſt aller Be⸗ wohner Friedbergs— verpflichtet die unterzeichneten Vor⸗ ſteherinnen des Vereins, Allen, die durch gearbeitete Beiträge oder durch Abnahme von Looſen ihren guten Willen unter⸗ ſtützt haben, herzlichen Danf zu ſagen, zugleich aber auch von Neuem die Güte derſelben in Anſpruch zu nehmen. Der plan der Unterzeichneten geht nämlich dahin, wenigſtens jährlich einmal durch eine Verlooſung dieſer Art irgend einer wohlthätigen Anſtalt Friedbergs einen Zuſchuß durch einen Beitrag von Geld zu verſchaffen. Um dieſen Zweck nun er⸗ reichen zu können, fordern wir alle Frauen und Jungfrauen Friedbergs öffentlich auf, ihre Mitwirkung bei irgend einer der Unterzeichneten zuzuſagen, damit man ſich deſto leichter über die vorzunehmenden Arbeiten, die Zeit der nächſten Ver⸗ N * looſung u. ſ. w. u. ſ. w. beſprechen kann. Wir ſind bei dem bekannten Wohlthätigkeitsſinn der Friedberger einer erfreu⸗ lichen Theilnahme im Voraus überzeugt. 4 Friedberg den 26. Novembor 1840. a i Im Namen des Arbeits⸗Vereines: Die Vorſteherinnen: Julie Sebaſtiani. Nanny Schäffer. Louiſe Wolf. Eliſe Wahl. Empfehlung. b (1227) Einem verehrungswürdigen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich auch dieſes Jahr wieder mit allen Sorten Lebkuchen u. dgl. m. verſehen bin, welche ich meinen Freunden und Gön⸗ nern aufs Beßte empfehlen kann. Philipp Engel, Baͤckermeiſter. Flachs- Verkauf. (1228) Ganz feinen franzöſiſchen Flachs verkauft Seilermeiſter Adam Söllner in Friedberg. Empfehlung. (1229) Der Unterzeichnete empfiehlt ſich, wie in früheren Jahren, mit guten Lebkuchen, Pfeffernüſſen und allen ſonſtigen Konditorwaaren zu den billigſten Preiſen. Heinrich Bopp. Frucht Verkauf. (1230) Kommenden Mittwoch den 2. Dezember, Nachmittags 3 Uhr, ſollen in Nauheim im Gaſt⸗ haus zur Krone eirca 12 Malter Korn meiſtbietend, nach vorher eröffnet werdenden Bedingungen, verkauft werden. Friedberg den 26. November 1840. a M. Jung. Ein junger Menſch, f (1221) welcher das Spenglerhandwerk erlernen will, kann ſogleich in die Lehre treten. Die Expe⸗ dition d. Bl. ſagt wo? Bekanntmachung. (1232) Alle diejenigen, welche am Martini 1840 fällig geweſenen Pacht an mich noch zu bezahlen haben, wollen denſelben binnen 14 Tagen entrich⸗ ten, gegenfalls ſie ſich Unkoſten verurſachen würden. Fauerbach II. den 25. November 1840. 5 Heinrich Sang J. Bekanntmachung. (1233) Donnerſtag den 3. k. M., des Nachmit⸗ tags 1 Uhr, werden unten genannte Pfandobjecte von Niederweiſel in dem Rathhauſe zu Butzbach ge⸗ gen gleich baare Zahlung verkauft, wenn nicht bis dahin die betreffenden Rückſtände abgeführt ſind. 1) 20 Stück Schaafe, 2) 1 großes Mutterſchwein, 3) 3 Schweine, circa halbjährig, 4) circa 30 Pfd. Zinn, in Kannen, Tellern und Schüſſeln beſtehend, 5) 1 kupferner Kaffeekeſſel, 5 6) 2 Mannsröcke, 7) 1 Feder-Bett⸗Decke, 8) 1 halbjähriges Schwein, — auf hieſſgem dem Melſge Termine eln an den Eige Kaufliebt de Bemerke tüugeſeſen w. Pilbeldd — Meine Weil S9 (4235) Bei gekommen; Sc oder die Ki 8. elegant Weg auf unlaug gründet vo d le Verla bon Männer! heil zußeht, beurteilt wu in mache uch dieſez 1 dgl. m. und Goͤn⸗ ermeiſter. ich wie in ſeffernüſſen 1 dilligten Bopf. Depenber, um Gaſt⸗ zeiſtdietend, n, verkauft „Jung. tk erlernen 3 Die Expe⸗ ſartini 1840 zu bezablen dgen entrich⸗ wen würden. 1840. Sang J. ts Nachmit⸗ Pfandodjech Butzbach ge⸗ an nicht bi üßtt ſind. Tellern und . 335. 9) 2 Kuͤhe, 10) 1 kupferner Siedkeſſel ꝛc. Friedberg den 23. November 1840. Der großh. Kreisbothe a Rudolph. 5 Gaſthaus-Verkauf. (1234) Donnerſtag den 10. Dezember J. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, läßt der Unterzeichnete ſeine dahier an der Hauptſtraße gelegene, mit der Schildgerech— tigkeit zur Lilie verſehene und 254,1 Kubikklafter hal⸗ tende Hofraithe, beſtehend in 1) einem geräumigen 2ſtöckigen Wohnhaus mit Speicher und gewölbtem Keller; 2) einem 2ſtöckigen angebauten Hinterbau mit Bal— kenkeller; 3) einem zweiſtöckigen Brennhaus, Holzſchoppen, Scheuer, Stallung für 40 Stück Pferde und 6 Stück Rindvieh nebſt 5 Schweinſtällen und dem dabei befindlichen 257,2 Kubikklafter gro— ßen mit Obſtbäͤumen bepflanzten Gemüs- und Gras⸗Garten auf hieſigem Rathhaus in öffentlicher Verſteigerung dem Meiſtgebote ausſetzen, falls nicht vor dieſem Termine ein Handverkauf ſtattfindet, weßhalb ſich an den Eigenthümer zu wenden iſt. Kaufliebhaber werden zu dieſem Verſtrich mit dem Bemerken eingeladen, daß die Hofraithe täglich eingeſehen werden kann. Vilbel den 24. November 1840. Philipp Hinkel IX. Meine reiche Auswahl von Buͤchern, welche ſich beſonders zu Weihnachtsgeſchenken eignen, bringe ich in gefällige Erinnerung. Carl Bindernagel. erat u k. Sehr intereſſante Bücher! (1235) Bei C. Binderuagel in Friedberg iſt ſo eben an— gekommen; Schluͤſſel zur Geiſterwelt oder die Kunſt des Lebens. Von J. Kern ning. 8. elegant broſchirt 1 fl. 21 kr. Wege zur Unſterblichkeit, auf unläugbare Kräfte der menſchlichen Natur ge⸗ gründet von J. Kernning. 8. eleg. broſchirt 48 kr. Die Verlagshandlung bemerkt blos, daß dieſe zwei Bücher von Männern, denen in dieſer Sache ein competentes Ur⸗ theil zuſteht, mit Freude aufgenommen und mit Auszeichnung beurtheilt wurden; aus voller Ueberzeugung glaubt ſie bei⸗ fügen zu dürfen, daß es Niemand reuen wird, ſich dieſe Bücher angeſchafft zu haben, weil man nicht nur über das Weſen der Geiſterwelt Belehrung erhält, ſondern auch jene Lebensanſicht gewinnt, die uns Gewißheit und Ruhe in allen Verhältniſſen, ſogar bei dem Gedanken des Todes, verbürgt. F. F. Haſpel'ſche Buchhandlung in Schw. Hall. * (1236) Die Lieferung 1—3 des folgenden intereſſanten Wer⸗ kes ſind bei C. Binder nagel in Friedberg vorräthig und von demſelben zur Einſicht zu haben: Gemeinfaßliche Geſchichte religioͤſen und philoſophiſchen Ideen, mit beſonderer Rückſicht auf das Leben und Wirken der Weiſen aller Völker und Zeiten. Für diejenige Klaſſe der Gebildeten, die eigentlich gelehrter Stu— dien ermangelt, dargeſtellt von Dr. J. Th. Scherr, Alt⸗Erziehungsrath und Seminardirektor, und H. Scherr, C. phil. Das vorliegende Werk ſtellt ſich eine ganz neue Aufgabe. Es will die Gebildeten aller Stände in das geiſtige Reich der Tugend, Wiſſenſchaft und Religion einführen, in welchem die Spuren großer Männer nicht mit Blut, ſondern mit leuchtenden Geiſtesflammen bezeichnet ſind. Keine Zeit for⸗ dert ſo ſehr dieſe neue Richtung als eben die unſrige. Die Namen der Herren Verfaſſer bürgen für die Tüch⸗ tigkeit und Gediegenheit der Schrift. Brodtmann'ſche Buchhandlung in Schaffhauſen. (1237) Bei C. Bindernagel in Friedberg ſind zu haben: Neue Kalender fuͤr 1841. Der Heſſiſche Hausfreund fuͤr das Jahr 1841. Zum neunzehntenmale herausgegeben. Auch unter dem Titel: 8 Der Rheiniſche Bote. Ein Hausfreund fuͤr Rheinheſſen. Preis geh. 8 kr., mit Papier durchſchoſſen 10 kr. Durch ſeinen lehrreichen und unterhaltenden Inhalt hat ſich dieſer Kalender ſeit ſeinem Erſcheinen immer mehr Freunde erworben, und es wird derſelbe faſt in jedem Hauſe als be— freundeter Gaſt willkommen geheißen. Landkalender für das Großherz. Heſſen. Auf das Jahr 1841. Preis geh. 4 kr.; mit Papier durſchoſſen 6 kr. . 336* Schreib- und Geſchaͤftskalender fuͤr das Jahr 1844. Auf ord. Pap. 48 kr., auf f. Velinp. 1 fl. 12 kr. Dieſes Taſchenbuch, welches neben hinlänglichem Raum zu ſchriftlichen Notizen für jeden Tag des Jahres, ein Caſſa⸗ Tagebuch. Berechnung der verſchiedenen Geldſorten, vollſtän⸗ dige Intereſſenrechnung, ſtatiſtiſche Ueberſichten von Baden, Naſſau, Würtemberg und den beiden Heſſen, ſowie eine ver⸗ gleichende Ueberſicht des Münz⸗, Maaß und Gewichtsſyſtems der meiſten europäiſchen Staaten enthält, iſt jedem Geſchäfts⸗ manne zu empfehlen. Dar mſtadt im November 1840. C. W. Leske. — Waſſernoth zu Lyon. Die Zeitungen haben uns von dem grenzenloſen Unglück unterrichtet, welches die Stadt Lyon und Umgegend betroffen. An mich gekommene Privatbriefe haben es beſtätigt, was mich auch gleich bei Erhalt der erſten Nachricht bewog, mein Scherflein dem Lyoneſer Comité zu überſenden. Allein von mehreren Seiten werde ich aufgefordert, eine Subſcription für die unglücklichen Bewohner Lyons zu eröff⸗ nen, um ſolchen den Ertrag entweder in Lebensmitteln direct über Straßburg durch den Canal nach Lyon zu ſenden, oder, wenn dies Schwierigkeiten machen ſollte, in Geld an den Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt erſchienen: Deutſches Rheinlied von N. Becker: „Sie ſollen ihn nicht haben ꝛc.“ Fuͤr Maͤnner⸗Chor arrangirt von C. Thurn. 4 kr. Dasſelbe fuͤr Kinderſtimmen. z kr. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Mai, en: 8 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 10 kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 23. November: Waizen: 7 fl. 45 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 25 kr. Hafer: 3 fl. 15 fr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 20. November Waizen: 8 fl. 37 kr. Korn: 6 fl. 39 kr. Gerſte: 4 fl. 45 kr. Hater: 3 fl. 33 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. Nov. bis 6. Dez. 1840. Comité nach Lyon zu übermachen. Hier gilt es unglücklichen Mitmenſchen, einerlei ob Deut⸗; Friedberg Butzbach. ſchen oder Franzoſen; und in dieſem Vertrauen erkläre ich 15 Brod ⸗Preiſe. kr. pf er. pf. mich bereit, alle an mich abgebene, oder zur Abgabe bereit I eſb⸗Moggendrod 2 2 2 2 gehalten werdende Gaben anzunehmen, öffentlich zu verrech⸗ 214 1 4 3 3 nen und auf die angegebene Art zu befoͤrdern. 414„ 1 9 3 93 Wer Frucht, Suppenfrüchte, Kartoffeln, Tuch, Leinwand—. Loth. Loth. 5 und dergleichen beiſteuern will, wolle mir bemerken, bis zu— e 1 55 4— welchem Nheinhafen, oder zu welcher Stadt es frei geliefert—[Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 1 65 1 6 werden ſoll, damit ich die Perſonen, die ſich der Annahme unterziehen wollen, nambaft machen kann. Fleiſch-Preiſe. Die verehrlichen Zeitungsredactionen erſuche ich, dieſem 5 pf. pf. Aufruf ein Plätzchen zu gönnen, und wenn ſie zugleich einen 1(Ochſenfleiſch 3 1011 10 1 ſichern Mann finden können, der ſich der Sammlung für die“ Kühlleiſch Antenne 8 5 1 5 2 Gegend, wo ſolche erſcheint, unterziehen will, ihn unter dern„ Rindfleiſch gerne 7 2 7 5 Annonce namhaft zu machen.„Kalbfleiſch 1 71— Frankfurts Kaufleute, die ſo viel durch und wit Lyons Schweinenfleiſch 10— 10— Handel erworben, werden gewiß gerne einen kleinen Theil„ Qammelfleiſd 2 2 ihres Gewinnes zur Linderung des Unglücks beiſteuer„ Schaaffteiſch ̃ 5 2„ 5 9 19.„Wurſt von blos Schweinen 12— 12— Darmſtadt den 20. November 1840. 5 8 Wurſt 1— 10— :„ Bratwur 1— 144 Ernſt Emil Hoffmann, 5„ Schwartenmagen 14— 144— der allgemeinen Schiffbruch⸗Hülfsgeſellſchaft zu Paris„ Geräucherter Speck 20— 20— Ehrenpräſident für Heſſen.„Schinken 14— 144— Dem Erſuchen, um freie Aufnahme des Vorſtehenden in„ Dörrfleiſch 5 11111 das Intelligenzblatt, entſpreche ich recht gerne; auch bin ich 5 e e 38 8 15— bereit, Geldbeiträge zu oben bemerktem Zwecke anzuneh⸗„ Nierenfett 0 18— 18 men und den Empfang in dieſem Blatte zu beſcheinigen.„ Hammelsfett 5 15— 115— Wer Frucht c. beiſteuern will, wolle mich ſolches blos wiſſen N 5 laſſen, da es mir an Raum gebricht, ſolche in Empfang zu Der großh. beſſ. Kreisrath d. K. F. nehmen. Küchler. Friedberg. C. Bindernagel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Die Wenn wit uns gewöhnt und sid gene Bewohnern de it ündeſſen fa iu den fror Gauben, mo nicht beſſet ſe diſchen Nermi Unſer Fried neun Kirchen unſern Leſern 1) Die! war nicht de ganzen Provi des ganzen dürfen wir b Es iſt ni. ſteht, früher finden ſich S. früheren Gebe an einem Pla und die nac ) Hierin kam N kühmte, ſie Wahr its Calegalſt Monchs⸗ U über die 1 und vier