„ S A 0 Intelligenzblatt ſür die 0 berhessen g im Allgemeinen, 5 den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 13. Sonnabend, den 28. Maͤrz 1640 fer Ae. In der großh. heſſ. Verordnung vom 28. Jan. 1820(Reg. Bl. Nr. 4) heißt es u. A.: „Um die Nachtheile und die Unbequemlichkeiten zu entfernen, welche aus der Nothwendigkeit ent— ſpringen, ſich zu dem Wegſchaffen und Abdecken des— gefallenen Viehes eines beſtimmten und oft weit entfeenten Waſenmeiſters zu bedienen und um zugleich diejenigen, welche das Ungluͤck betroffen hat, Vieh zu verlieren, einen ſolchen Unfall durch die Abgabe der Haut, des Fettes u. ſ. w. an den Waſenmeiſter und andere damit verknüpfte Koſten fernerhin nicht in erhöhtem Maaße empfinden zu laſſen, haben des Großherzogs Königliche Hoheit, für die Wohlfahrt getreuer Unterthanen ſtets väterlich beſorgt, ſchon vor geraumer Zeit zu beſchließen geruht, daß die dermalen noch beſtehenden ausſchließenden Conceſſio— nen der Waſenmeiſtrr, ſo wie ſie nach und nach erlöſchen, nicht wieder erneuert werden ſollen, und daß vielmehr alsdann unter Beobachtung der poli⸗ zeilichen Anordnungen einem jeden freiſtehen ſoll, ſein gefallenes Vieh ſelbſt abzuledern, Haut, Fett ꝛc. für ſich zu behalten, oder ſich dazu einer andern, von den Gemeinden zu dieſem Behuf beſonders an— zunehmenden Perſon zu bedienen.“ „Ueberall, wo die ausſchließenden Conceſſio— nen der Waſenmeiſter aufgehöret haben, iſt kein Staatsbürger ferner gehindert, die von den Waſen⸗ meiſtern bisher verſehenen Geſchäfte ſelbſt zu ver— richten u. ſ. w.“ Dieſes aus landes väterlichem Wohlwollen her⸗ vorgegangene Geſetz wird in der Stadt Friedberg, in den ſtandes herrlichen und andern Bezirken der Provinz Oberheſſen heute noch nicht angewendet, wenn gleich dorten die 1820 beſtellt geweſenen Wa⸗ ſenmeiſter unterdeſſen geſtorben, ihre Conceſſionen oder Erbleihen alſo erloſchen ſind; es fragt ſich des⸗ wegen: 5 Wodurch läßt es ſich rechtfertigen, daß die großh. Unterthanen zu Friedberg, ferner die in den ſtandesherrlichen und patrimonialgerichtsherr— lichen Ortſchaften von den Wohlthaten jenes Ge— ſetzes ausgeſchloſſen ſind? Antwort. Privatrechte können verfaßungsgemäß ohne entſprechende Entſchädigung nicht aufgehoben werden. Da dieſe Entſchädigung von den gedach— ten Pflichtigen bis jetzt noch nicht geleiſtet wor⸗ den iſt, ſo mußte natürlich die Berechtigung fort— dauern. In vielen Orten des Kreiſes ſind übrigens die Waſenmeiſtereien bereits abgelöſ't.— Anſprache an das vaterlaͤndiſche Publikum. Die Gruͤndung von Kreis-Vereinen fuͤr Rettung ſittlich verwahrloster Kinder betreffend. Fragen wir die Eriminal⸗Acten und die Bevbl⸗ kerungsliſten der Corrections- und Zuchthäuſer, ſehen wir uns unter den Mitlebenden um; ſo werden wir finden, daß durch eine Verwahrloſung der Jugend durch das ſchlechte Beiſpiel, welches manche Eltern und Pflegeeltern den ihnen anvertrauten Kindern geben, der Keim zum Guten unterdrückt, dagegen der Keim zum Böſen zur Thätigkeit geweckt wird. Wir werden weiter finden, daß ſolche Kinder von da an, wenn keine helfende Hand dazwiſchen tritt, oder ablenkende Schickſale entgegen wirken, alle Grade der Laſterhaftigkeit durchwandern, dem hoͤch⸗ ſten menſchlichen Elende anheim und den einzelnen Perſonen, wie den Gemeinden und dem Staate drückend zur Laſt fallen, ſei es nun in ihrem freien, vagabundirenden Umhertreiben, oder eingeſchloſſen in Corrections- oder Zuchthäuſern. Jedes der Menſchenliebe nicht entfremdete Ge⸗ muͤth trauert daher nicht ohne den erheblichſten Grund über Andere, welche auf den verderblichſten Bahnen wandelnd in einen Abgrund geführt werden, vor dem ſie ſelbſt, wenn es leider zu ſpät iſt, zurück⸗ ſchaudern— es trauert nicht nur, ſondern es fühlt auch den Beruf in ſich, dieſem Verderben und Un⸗ glück nach Kräften zu ſteuern. Und wie könnte man ſich das Gelingen eines ſolchen Strebens ſicherer verſprechen, als durch die Rettung der verwahrlosten Jugend mittelſt regelmäßiger, nützlicher Beſchäfti⸗ gung und religioͤs⸗ſittlicher Erziehung, als in einem Lebensalter, in welchem das Uebel noch nicht erſtarkt iſt? Denn es iſt gewiß weit wichtiger und erfolg⸗ reicher, den Quellen ſelbſt nachzuſpäen und dieſe zu verſtopfen, als das verheerende, verpeſtende und ſtinkende Waſſer abzuleiten und durch allerhand künſtliche Experimente und durch verſchiedene Mi— ſchungen wieder genießbar zu machen.— Zu dieſen künſtlichen Experimenten rechne ich aber alle momentane Unterſtutzungen und Gaben der Armenverwaltungen, freiwillige und Zwangs⸗Arbeits⸗ anſtalten, Vereine, welche ſich der aus den öffentli⸗ chen Straf- und Beſſerungsanſtalten Entlaſſenen an— nehmen u. ſ. w. Dagegen iſt es erfahrungsmaßig, daß eine Radikal- und Univerſalhülfe nur dadurch zu erwarten iſt, daß ſich Vereine von edeln Men⸗ ſchenfreunden bilden, welche durch Rath und That die ſittlich- verwahrloste Jugend aus dem Pfuhle des Verderbens retten durch Erziehung und Pflege bei braven Familien oder aber in beſondern Rettungsanſtalten. Die Wirkſamkeit dieſer Vereine wurde ſich beſon⸗ ders erſtrecken: u) auf uneheliche Kinder, deren Eltern ent⸗ weder nicht richterlich ausgemittelt werden können, oder bei welchen aus gänzlicher Mittel- loſigkeit oder andern Gründen an Erziehung und Pflege nicht zu denken iſt; b) auf Kinder von Bettlern, welche, da ſie ſelbſt von Bettlern abſtammen, in der Regel keine Heimath haben, und, obgleich jedem von ihnen in neuerer Zeit ein beſtimmter Wohnort angewieſen iſt, aus Mangel und Gewohnheit ihr vagirendes Bettler-Leben fortſetzen; c) auf Kinder von Landſtreichern, welche mit oder ohne ihre Eltern von der Polizei aufgefargen werden, und von einem Arreſt⸗ hauſe ins andere wandern, bis ſie ſelbſt'ge— wandte, verſchmitzte Diebe ſind; überhaupt „ 92* N d) auf alle ſogenannte moraliſche Wäiſen, deren Eltern zwar noch leben, aber aus Lie⸗ derlichkeit ſich um die Erziehung nicht küm⸗ mern, oder aus Armuth nicht kümmern können. Erinnern wir uns z. B. des großen Menſchen⸗ freundes Franke in Halle, oder des würdigen Falk in Waimar: beide verfolgten denſelben ſchö⸗ nen Zweck, und die Geſchichte bezeugt es uns, daß all dieſe großartigen Beſtrebungen von dem ſchönſten Erfolge gekrönt wurden. Der Einwand, daß mit einzelnen Unternehmungen der Art nur Einzelnes und, gegenüber dem Be⸗ dürfniß, nicht genug geſchehe, hielt nicht ab; was anfänglich vereinzelt und im Kleinen geſchah, ward ſpäterhin nur der kleinſte Theil ausgebreiteter, großartiger Beſtrebungen und Anſtalten. Damit nun unſer Vaterland auch des Glückes theilhartig werde, Vereine für Rettung ſittlich ver⸗ wahrloster Kinder zu beſitzen, wende ich mich zu— nächſt an die Kreisräthe; denn tauſendfältige Wahr— nehmungen müſſen ſie darüber gewiß machen, welche Störungen gegen Ruhe und Sicherheit Anderer— ſutlich verwilderte Menſchen veranlaſſen; tauſendfäl— tige Erfahrungen haben es ihnen bereits bewieſen, daß es die ſittliche Verwahrloſung der Kinder war, von welchen jene Vewilderung, jene Folgen aus— gingen.) Bei ſolchen Wahrnehmungen werden ſie gewiß ihre beſondere Theilnahme der Gründung eines Vereines, der es ſich zur Aufgabe macht, ſitt⸗ lich verwahrloste Kinder zu retten, zuwenden. Ich wende mich an die Ortsvorſtände; denn ſie haben ebenfalls vielfältige Gelegenheit, wahrzunehmen, daß der Zuſtand in einer Gemeinde um ſo beſſer ſei, je mehr rechtſchaffene, geſchickte und fleißige Bürger und Familien in derſelben ſich befinden. Dagegen finden ſie andererſeits, daß gerade ſolche verwahr— loste Kinder oft bedeutende Koſten verurſachen und ſich ihre Zahl gleich dem Uakraute auf dem Felde mehrt, und die guten Pflanzen verdirbt, wenn nicht zeitig entgegen gewirkt wird.— Ich wende mich an die Geiſtlichen und Lehrer des Landes; denn von ihnen, welche den hohen Be— ruf haben, auf gute Wege, auf das Reich Gottes hinzuleiten, eine werkthätige Nächſtenkiebe als Blüthe und Frucht des wahren Glaubens darzuſtellen— kann man mit Recht die Förderung und Unterſtützung unſeres Zweckes in ihren Gemeinden erwarten. f Ich wende mich endlich an alle Väter, welche ihre Kinder in einer gottgeweihten Erziehung und *) Bei dieſer Gelegenheit erlaube ich mir, die geneigten Leſer darauf aufmerkſam zu machen, daß in der Kurze zin in der Offides Herrn C. Bindernag el in Fried⸗ berg ein Werkchen von mir unter dem Titel:„Die Erziehung und Rettung ſittlich verwahrloster Kinder, als das vorzüglichſte Hülfsmittel in der Armenverwal⸗ tung“ erſcheine nwird. wird„ ſitlic meines bold! An 50 gegen vahr⸗ und Felde nicht inder, e Bildung zu nützlichen Mitgliedern der Menſchbeit heranwachſen ſehen, oder welche das Glück der Va⸗ terfreuden entbehren, mit der dringenden Bitte, ein Scherflein ihres Beſitzes der Rettung jener unglück— tichen Geſchöpfe zu widmen. Denn euch alle wer den dereinſt die geretteten Kinder dort oben mit den Worten begrüßen:„Ihr, edle Menſchenfreunde, habt das Leben, die Seele uns gerettet, Ihr habt uns der Erde und dem Himmel wiedergegeben, ge— het darum ein zu Eures Herrn Freude; denn was Ihr dem Geringſten von uns gethan habt, das ſieht er ſo an, als hättet Ihr es ihm ſelbſt gethan! Und wer ſtimmt nicht aus voller Bruſt in die Strophe ein: „O Gott, wie muß das Glück erfreu'n, Der Retter einer Seel' zu ſein!“ Schließlich noch die Verſicherung, daß ich mit Vergnügen nähere Auskunft über die Organiſation der in Vorſchlag gebrachten Vereine u. ſ. w. geben werde, und den Augenblick als den glücklichſten in meinem Leben preiſe, wo mir die Freude zu Theil wird, die Gründung eines Vereins für Rettung ſittlich verwahrloster Kinder in irgend einem Kreiſe meines Vaterlandes zu vernehmen. Gott gebe es bald!—— Aulendiebach den 1. Februar 1840. Schmitt. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Bekanntmachung, eichen Lohrinden⸗Verſteigerung im Revier Oberros— bach, Forſt's Friedberg, betreffend. (173) Das diesjährige Ergebniß an eichen Loh⸗ rinden, in den nachbemerkten vom Raumholz rein⸗ geſtellten Niederwald⸗Schlägen, wird dahier, Mitt⸗ woch den 1. April an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert, Hamlich:. a) In den großh. Domanial⸗Waldungen: 1) Frauenwald 150 Centner. 2) Burgwald 318 77 3) Mainzerhecken 7 4) Kellerberg n Summe 792 Centner. b) In den Communal⸗Waldungen der Gemeinden: 1) Obermöͤrlen 305 Centner. 2) Ockſtadt 115 5 Summe 420 Centner. Hauptſumme 1212 Centner. Die Eröffnung der näheren Bedingungen erfolgt vorm Ausgebot, einſtweilen wird aber bemerkt, daß Nachgebote nicht angenommen werden. Die großh. Forſtſchützen zu Niedermörlen, Ober⸗ mörlen, Winterſtein, Ockſtadt und Oberrosbach wer . 93* * den den ſich bei ihnen Anmeldenden die Lohſchläge vorzeigen. Oberrosbach der 17. Februar 1840. Der großh. heſſ. Revierförſter Bingmann. Edictalladung. (207) Die Erben des dahier verſtorbenen Wag⸗ ners Heinrich Lack und deſſen Ehefrau Katharina, geb. Hofmann, haben deren Nachlaß ausgeſchlagen, und es iſt hiernach zur Abwendung eines förmlichen Concurs⸗Verfahrens zuvor Termin zum Güte-Ver⸗ ſuch unter den Gläubigern derſelben, ſowie zur ſum— mariſchen Liquidation der Forderungen auf den 1. April d. J. Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechts⸗ nachtheile anbeſtimmt wordeu, daß die zurückbleiben— den bekannten Gläubiger, als dem Beſchluſſe der Mehrzahl der Erſcheinenden beitretend erachtet, die unbekannten aber ausgeſchloſſen werden. Dorheim am 27. Februar 1840. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt Halberſtadt. 0 Arbeits- Verſteigerung. (241) Mittwoch den 15. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen die zur Erbauung des Vicinalwegs von Heldenbergen nach Büdesheim nöthigen Planirarbei— ten in einzelnen Looſen an Ort und Stelle an die Wenigſtfordernden vergeben werden. Friedberg den 11. März 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Verſteigerung von Planirarbeiten. (266) Montag den 13. April 1840, Vormfttags 10 Uhr, ſollen die noch nöͤthigen Plan rarbeith au dem Vieinalweg von Oſſenheim nach Florſtadt an Ort und Stelle in einzelnen Looſen, und zwar an der neuen Provinzialſtraße anfangend, an die We— nigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 10 März 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (267) Montag den 13. April, Nachmittags 1 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Florſtadt die zur Ein⸗ richtung eines Schullokals daſelbſt erforderlichen Bauarbeiten an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. 5 Nach dem Voranſchlag beträgt: 1) Maurerarbeitslohn 263 fl. 39 kr. 2) Steinhauerarbeit 51„% 322 3) Zimmerarbeit 304„ 52„ 4) Dachdeckerarbeit 109„ 18„ 5) Schreinerarbeit 288„ 56„ 6) Schloſſerarbeit E 7) Glaſerarbeit b 2230 8) Weißbinderarbeit 8 i 9) Spenglerarbeit 4„ 37„ * 8 ferner: das Brechen, Anfahren und Setzen von 11 Cubik „Klftr. Mauerſteinen, Anliefern von 10,500 Stuͤck Backſteinen, 106 Bütten Kalk und ½ Cub. Klftr. Sand. 1 Die Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zum Termin auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 19. März 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter 5 Rhumbler. Arbeits⸗Verſteigerung zu Niedereſchbach. (289) Freitag den 3. April, Mittags 1 Uhr, ſoll das Weißen der Kirche mit theilweiſer Wiederher— ſtellung des Bewurfs, ferner die Anfertigung meh— rerer neuen Fenſter, und die Reparatur der Kirch⸗ hofsmauer an den Wenigſtnehmenden auf hieſigem Rathhauſe in Accord gegeben werden. Niedereſchbach den 24. März 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fahz. l Bea n n we enen g. (290) Dienſtag den 7. April 1840 werden nach Verfugung großherzogl. heſſ. Landgerichts Großkarben nachſtehende Immobilien aus der Adam Staͤhl's II. Coucursmaſſe verkauft, beſtehend: 1) in einem Wohnhaus, Scheuer und angrenzen— dem Hausgarten, 2) circa 7 Morgen, 2 Viertel Ackerland und 2 Wieſen, in der Okarber Gemarkung gelegen. Das Nähere wird bei Vornahme der Verſteige— rung an hieſiger Burgermeiſterei eröffnet. r Unterzeichnete erſucht die Bürgermeiſter der umliegenden Orte um gefällige Publikation vorſte⸗ hender Bekanntmachung. Burggräfenrod am 25. März 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Börner. Bekanntmachung. (291) Mittwoch den 1. April d. J., Nachmittags 1 Uhr, ſdllen auf hieſigem Rathhauſe nochmals frei— willig meiſtbietend verſteigert werden: 1) Die zum Nachlaß des verſtorbenen Beigeord— neten Friedrich Hörle gehörige, dahier gelegene Hofraithe; D ein gräflich Leiningiſches Erblehen, circa 22 Morgen haltend. Aſſenheim den 26. März 1840. In Auftrag der Hörle'ſchen Erben: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Günther. Bek an nt m a ch u nn (292) Freitag den 3. April l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll im Gaſthaus zur Rooſe zu Ilbenſtadt, zur Herſtellung der Straße im Schloßhof, ſowie zur Anlegung einer neuen Straße nach dem Nonnenhof hin, das Planiren, Chauſſiren, Steinbrechen und 1 94* a Steinſetzen, ſowie die dabei nöthig werdeude Pfla⸗ ſterer⸗ u. Maurerarbeit, voranſchlagt zu 1993 fl. 9 kr. unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, welche auch nebſt den Ueber ſchlägen ſchon vorher auf dem Büreau des Unter⸗ zeichneten eingeſehen werden können, an den Wenigſt⸗ fordernden in Accord gegeben werden. An demſelben Tage, Nachmittags 2 Uhr, ſoll ein zweiſtöckiger Bau, ganz von eichen Holz, noch in gutem Zuſtande, circa 40 Fuß lang und 25 Fuß tief, an den Meiſtbietenden auf den Abbruch ver⸗ ſteigert werden. Schloß Ilbenſtadt am 26. März 1840. Der gräflich von Leiningen-Weſter⸗ burgiſche Rentmeiſter a Bernhardt. Chauſſir⸗ u. Pflaſterarbeit⸗Verſteigerung. (293) Freitag den 3. April d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das in der Schloßgaſſe, 54 Klafter lange alte Pflaſter zum Aufbrechen, Abräumen und Chauſſiren, ſodann 64 Quadratklafter Rinnenpflaſter⸗ Arbeit unter den bei der Verſteigerung eröffnet wer— denden Bedingungen im Gaſthaus zur Roſe an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Die Herrn Buͤrgermeiſter werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Ilbenſtadt den 26. März 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Dickenberg er. Arbeits-Verſteigerung. (294) Dienſtag den 14. April, Vormittags 10 Uhr, wird bei Gaſtwirth Hyronimuß dahier das Brechen, Anfahren und Setzen der zur Erbaunng der Provinzialſtraße von, Friedberg über Oberros— bach nach Homburg erforderlichen Steine aus den Steinbrüchen bei Oberrosbach, für die Straßenſtrecke in den Gemarkungen Straßheim, Ockſtadt und Fried⸗ berg an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben. Friedberg den 26. März 1840. 8 Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (295) Samſtag den 25. April, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Niederweiſel das Verſteinen der Fahrbahn des Vicinalwegs von Nie— derweiſel nach Oſtheim an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. ö Friedberg den 26. März 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (296) Mittwoch den 1. April, Vormittags 10 Uhr, ſoll bei Gaſtwirth Hyronimuß dahier die Her⸗ beifuhr der zur Erbauung der Brücken auf der Pro⸗ vinzialſtraße von Friedberg uͤber Oberrosbach nach Homburg erforderlichen Quaderſteine aus dem Sand⸗ — Früchte Keorig ale: 0 1 deſſen erkann Anſprt ichs dert, f Dien —— * * 95. ſteinbruch zu Wolf bei Büdingen an die Wenigſt⸗ nehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 26. März 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (297) Zur Verpachtung der ausſchließlichen Be— rechtigung des Lumpenſammelns im hieſigen Amts— bezirke auf drei Jahre, vom 1. Juli 1840 bis 30. Juni 1843, iſt Tagfahrt auf Mittwoch den 1. April d. J., Vormittags 11 Uhr, dahier anberaumt worden. ö Dorheim den 20. März 1840. Namens kurfürſtl. heſſ. Pollzei⸗ Commiſſion daſelbſt: J. M. L. Schüler, Rentmſtr. Bekanntmachung. (298) Nachdem die Verpachtung des Konrad Ludwig'ſchen Gartens die Genehmigung nicht er— hielt, ſo wird auf Donnerſtag den 2. April, Mor— gens 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe eine abermalige meiſtbietende Verpachtung vorgenommen, mit dem Bemerken, daß der ganze Garten in zwei Theilen verpachtet wird. Friedberg den 23. Marz 1840. Der Beigeordnete Bender. Frucht- Verſteigerung. (299) Freitag den 10. April l. J., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen im hieſigen Rathhauſe nachbemerkte Früchte, dem Auguſtiner und Barfüßer Schulfonds gehörig, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, als: an Korn: 16 Malter, 3 Sim., 1 Kumpf und J Müäßchen, ſodann Gerſte: 2 Kumpf, 3 Geſcheid, 2 Mäßchen. Friedberg am 23. März 1840. Der Beigeordnete Bender. Haus ⸗ Verkauf. (300) Ein der Gemeinde Kaichen gehöriges ein— ſtöckiges Wohnhaus, nebſt Stall, wird am 7. April d. J, Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Gemeinde— haus öffentlich meiſtbietend auf den Abbruch ver- ſteigert. l Die großh. Buͤrgermeiſter der umliegenden Orte werden erſucht, dieſes in Ihren Gemeinden bekannt machen laſſen zu wollen. Kaichen am 20. März 1840. 5 Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter 5 Hahn. Gläubiger ⸗ Aufforderung. (301) Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat über das Vermögen des Chriſtoph Möhlich und deſſen Ehefrau zu Butzbach den formellen Concurs erkannt. Alle Dieienigen, welche Forderungen oder Anſprüche irgend einer Art an die Chriſtoph Möh⸗ lichs Eheleute zu haben vermeinen, werden aufgefor— dert, ſolche im Liquidationstermine, Dienſtag den 26. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeichneten, mit der Leitung des Con- cursverfahrens beauftragten Gerichte ſogewiß an— zumelden und ſofort richtig zu ſtellen, als ſie ſonſt⸗ ohne weiteres Präcluſivdecret von der Concursmaſſe ausgeſchloſſen werden. Zugleich ſoll in dem genannten Termine die güt— liche Beilegung des Concursverfahrens verſucht wer— den, daher diejenigen Gläubiger, welche nicht in Selbſtperſon erſcheinen, ihre Stellvertreter mit Spe— cialvollmachten, die auf den Vergleich gerichtet ſind, zu verſehen häben, widrigenfalls ſie ſowohl als die nicht erſcheinenden bekannten Gläubiger, als dem Beſchluſſe der Mehrheit der Erſchienenen beigetreten, werden angeſehen werden. Friedberg den 7. März 1840. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Hofmann. Mobilien-Verſteigerung. (302) Dienſtag den 31. März d. J. wollen die Erben der verlebten Franz Pfads Eheleute in ihrer Behauſung dahier: 4 Stückfäſſer, 7 Zulaſtfäſſer und kleinere Faͤſſer, 3 Keltern mit 2 Mahltrögen, 2 Fegemühlen, Bütten, Leitern, 3 Kleiderſchränke, 3 Schreibpulte mit Commode-Aufſatz, 1 Commode mit Aufſatz, Bettladen, Tiſche, Stühle und ſonſtiges Hausgeräthe, ſowie auch einen Waagbalken, welcher 600 Pfund auswiegt, um 10 Uhr des Vormittags, erbvertheilungshalber öffentlich meiſſſherend verſtei⸗ gern laſſen. Vilbel den 23. Marz 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Hinkel. Arbeits⸗Verſteigerung. (303) Donnerſtag den 2. April, Nachmittags 1 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Rathhauſe verſchiedene Reparaturarbeiten an den gemeinheitlichen Gebäu⸗ den dahier den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden.. Nach dem Voranſchlag beträgt: Schreinerarbeit 47 fl. 12 kr. Dachdeckerarbeit 35% 1„ Melbach den 24. Maͤrz 1840. Der großh. heſſ Bürgermeiſter eil. Arbeits⸗Verſteigerung zu Rodheim ea. d. H. (304) Dienſtag den 31. März, Vormittags 10 Uhr, ſoll die Planirarbeit des Vicinalwegs von Rodheim nach Niederwöllſtadt in der Gemarkung Rodheim in einzelnen Abtheilungen an den Wenigſtnehmenden un— ter den vor der Verſteigerung zu eröffnenden Bedingun⸗ gen öffentlich vergeben werden. Die Zuſamenkunft iſt auf der Bauſtelle, in der Nähe des Altenbergs. Rodheim den 24. Marz 1840. f Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Ve f a n nt m a ch u n g. (305) Auf dem herrſchaftlichen Hof zu Oſſenheim ſollen nächſten Mittwoch den 1. April d. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, i circa 25 Fuder Waizenſtroh, 16 „„ Kornſtroh, „ 20„ Gerſtenſtroh, „% 15„ Hafet⸗ und Wirte, ſodann Donnerſtag den 2. April d. J., Morgens 9 Uhr, 2 Pferde, 1 Aſpänniger Wagen mit Holz- und Erndte⸗Leitern, auch Dunghorden, 0 1 alter Aſpänniger Wagen, mehrere gute Pflüge und eiſerne Eggen,. 2 Fruchtfegmühlen und ſonſtige Oekonomie-Geraͤthſchaften öffentlich un⸗ ter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen verſteigert werden. Aſſenheim den 26. Marz 1840. H. Buff. a νν Privat⸗Bekanntmachungen. Familienwagen. (249) Wegen der vorgerückten Jahreszeit werden meine Familienwagen von Montag den 16. d. M. an Morgens um 5 Uhr hier von den bekannten Gaſt⸗ häuſern,„Maulbeerbaum“ und„Steinerne-Haus,“ abfahren. Dies Abfahrt von der„Reichskrone“ in Frankfurt bleibt wie früher um 4 Uhr Nachmittags. Die Preiſe ſind bekannt, und hoffe ich, mich des ſeither genoſſenen Vertrauens des Publikums auch ferner erfreuen zu können. Friedberg den 13. März 1840. Heinrich Hanſtein IV. Wohnorts- Veränderung. (271) Ich habe die Ehre, einem geehrten Publi⸗ kum, ſowie allen meinen Kunden die ergebenſte An⸗ zeige zu machen, daß ich meinen Wohnort verändert, und von Bauernheim nach Friedberg in meine eigene Behauſung, Köhlergaſſe Nr. 243, gezogen bin. Ich werde mich auch fernerhin bemühen, durch moderne Arbeit und möglichſt billige Preiſe die Zufriedenheit der mich mit ihren Aufträgen Beehrenden zu er⸗ halten, und bitte um geneigten Zuſpruch. Walther, Damenkleidermacher. Wohnungs Veränderung und Empfehlung. (306) Ich beehre mich einem geehrten Publikum, ſowie meinen Freunden und Kunden ergebenſt zu eröffnen, daß ich mein Logis in der kleinen Auguſti⸗ nergaſſe dieſer Tage verlaſſen habe und mich in Nro. 266, die Behauſung des Herrn Bäckermeiſter Schreiber in der Uſergaſſe, begeben habe. Hier bin ich Stande mein Geſchäft weiter ausdehnen zu kön⸗ nen und Denen, welche mich mit Aufträgen beehren, ſchnell und puͤnktlich mit modernſter Arbeit zu ent⸗ ſprechen, weßhalb ich unter Dankſagung für das 5 96. mir bisher zu Theil gewordene Zutrauen auch recht vielen Aufträgen entgegen ſehen dürfte. Friedberg. Wagner, Schneidermeiſter. Vieh- und Mobilien-Verſteigerung. (307) Durch meinen Ueberzug von hier nach Friedberg veranlaßt, ſoll kuͤnftigen Montag als den 30. d. M., Morgens 9 Uhr, hier in meinem Wohn⸗ hauſe folgendes mir entbehrliches Vieh, Mobilien u. d. g. Gegenſtände einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden, als: 1 junge friſchmilchende vorzügliche Milch⸗ wie Fahrkuh, 3 Sweine, 1 Schreibpult, 1 Schreibtiſch, 1 Canape, 2 eichene Kleiderſchränke, eine neue eiſerne Schnappwage, gegen 300 Pfd. wiegend, 1 Mehlkaſten, 1 kleine Wage, Tiſche, Stühle, Fäſ⸗ 1 Bouteillen, Bauholz und eine Parthie iſt. Zugleich ſoll auch ein greßer Garten, größten⸗ theils mit Klee bepflanzt, in mehreren Abtheilungen auf drei Jahre verpachtet werden. Florſtadt den 22. März 1840. G. Steup. Ein braver Lehr jung 8 (308) wird auf das Land zu einem Bäckermeiſter geſucht. Das Nähere iſt bei Bäckermeiſter Bopp in Friedberg zu erfahren. Rohan ⸗ Kartoffeln. (309) Der Unterzeichnete beehrt ſich hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß er im Stande iſt, noch circa 20 Malter Rohan-Kartoffeln, pr. Mltr. 4 fl.(240 Pfd.)— jedoch nicht unter einem Mltr. im Einzelnen— verkäuflich abzulaſſen. Wer dieſe neue und vorzügliche Art Kartoffeln, welcher keine andere der bisher in unſerer Gegend angepflanzten Arten an gutem Geſchmack und Eintragsfähigkeit gleichkommt, kennt, der wird gewiß den dafür feſt⸗ geſetzten Preis ſehr billig finden. Niederwöllſtadt den 23. März 1840. Conrad Bauſch III., Oekoͤnom. Mobilien-Verſteigerung. (310) Montag den 6. April d. J., Vormittags 8 Uhr und Nachmittags 1 Uhr, will Unterzeichne⸗ ter nachfolgende Gegenſtände öffentlich meiſtbietend verſteigern laſſen, als: 1 Kommode, 1 Bettſtelle, 1 Standuhr mit Kaſten und noch verſchiedene Haus⸗ geräthſchaften, ferner Kurze- und Ellenwaaren, als Band, Schnur, Garn, Seide, Knöpfe und noch meh⸗ rere Artikel, außerdem Kattun, Bettzeug, gruͤne, ſchwarze und blaue Mancheſter u. dgl. m. Zugleich wird bemerkt, daß bis zum Verſteigerungstag die Waaren unter dem Fabrikpreis abgegeben werden. Friedberg den 26. März 1840. M. Grödel. Ein vollſtändiges Logis (311) hat zu vermiethen L. Neiſel. zurei. den k —— * 97. Bekanntmachung. (312) Bei Ernſt Botſch in repberg iſt zum beſten der hieſigen— Armen zu haben 1) Mein t 2 Beantwortung der Saamenanzeige des Herrn M. Jung oder Wohlaufgeſchaut der Michel komt, in Proſa und Poeſie preis 1 45 Backhaus- ꝛc. Verſteigerung. (313) Der Unterzeichnete will Montag den 6. April, Vormittags 10 Uhr, ein Backhaus mit drei Schweinſtällen und einem Kuhſtall, ferner 3 Mut⸗ terſchweine, eine Kuh, ein, jähriges Rind, 1 Karn und 1 Pflug einer freiwilligen Verſteigerung aus— ſetzen. Kaichen. J. Engel Bär. Bekanutmachnng. (314) Bei dem Unterzeichneten iſt nachfolgendes ganz vorzüglich gutes dürres Obſt um die beigeſetz⸗ ten Preiſe zu haben, als: Zwetſchen pr. Pfd. 12 kr., Kirſchen pr. Pfd. 12 kr. und Mirabellen pr. Pfd. 20 kr. Friedberg den 26. März 1840. G. Vogt. Ein Logis (315) hat zu vermiethen Johs. Schmidt, Schuhmachermeiſter. 0 Aufforderung. (316) Alle Diejenigen, welche an die dahier ver— ſtorbene Johannes Rack's Wittwe Forderungen zu machen haben, werden aufgefordert, ſolche bei dem Unterzeichneten Vormund binnen 8 Tagen ein— zureichen, indem ſolche ſpäter nicht berückſichtigt wer— den können. Dorheim den 25. März 1840. Konrad Eichler. Wohnungs⸗- Anzeige. (317) Von dem 1. April 1840 an wohne ich bei Herrn Han rtmann Waltz in der Krone zu Friedberg. Bittſcher, Hofg. Advokat. Logis. (318) Der mittlere Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und ſogleich zu beziehen. Ph. Vitriarius. Empfehlung. 5 (319) Hiermit zeige ich ergebenſt an, daß ich die⸗ ſes Jahr wie fruͤher Strohhüte zum Waſchen und Verändern annehme, unter Zuſicherung der beßten und prompteſten Bedienung, indem ich mir ſchmeichlen kann, eine der beßten Waſch- und Appretirungs— Anſtalt in Frankfurt zu allgemeiner Zufriedenheit gefunden zu haben, und ich ſehe deßhalb einem recht zahlreichen Zuſpruch entgegen. Zu gleicher Zeit verfehle ich nicht mein Putz⸗ und Modegeſchäft, ſowie alle dahin einſchlagende Artikel in gefällige Erinnerung zu bringen, da ich für dieſes Frühjahr auf das Vollſtändigſte aſſortirt ſeyn werde. Friedberg den 24. März 1840. g W. May. Ju meinem Hauſe (320) iſt der dritte Stock zu vermiethen und kann bis den 22. Mai bezogen werden. 15 Roßbach. Empfehlung. 1321) Glaſermeiſter Konrad Hinkel in Vil⸗ bel empfiehlt ſich mit franzöſiſchem Tafelglas, Bou— teillen haltend: halbe, ganze, ein und ein halben und zwei Schoppen, ſowie mit Glaſern von einem, einem halben und Viertelſchoppen und Weingläſer verſchiedener Art. 0 Familienwagen nach Gruͤnberg und zuruͤck nach Friedberg. (222) Von Montag den 6. April an fährt jeden Tage, Morgens 5 Uhr, von den Gaſthäuſern Stei— nernen⸗Haus und Maulbeerbaum dahier ein Familienwagen nach Grünberg ab, und hat der Paſſagier 54 kr. zu zahlen.— Derſelbe Wagen kehrt Nachmittags 3 Uhr von Grünberg hierher zurück und koſtet ebenfalls die Perſon 54 kr. Ich hoffe durch dieſes neue Etabliſſement einem weſentlichen Bedürfniſſe abzuhelfen und wünſche, daß das reiſende Publikum meines Wagens ſich recht oft bedienen möchte. Friedberg den 26. März 1840. Johannes Horn. Nia ch e i che Der Unterzeichnete macht hiermit bekannt, daß die Kleinkinderſchule Montag den 6. April ihren Anfang nehmen wird. Eltern, welche ihre Kinder der Auſtalt anvertrauen wollen, haben ſich vorher bei dem Unterzeichneten zu melden, und kön— nen dann von dem obenbezeichneten Tage an die— ſelben Morgens um 7 Uhr in das für die Anſtalt gemiethete Lokal, dem Helmolt'ſchen Gartenhauſe auf dem Haack, bringen. Wiederholt wird bemerkt, daß jedes Kind, welches gebracht wird, gewaſchen und gekaͤmmt ſeyn und gefrühſtückt haben muß, und daß es entweder 1 Kreuzer nebſt Brod oder 2 Kreuzer ohne Brod mitzubringen hat, Abends um 7 Uhr aber wieder abzuholen iſt. Friedberg den 26. März 1840. In Auftrag: Prof. Ph. Dieffenbach (323) Literatur. Neues Abonnement in Heften zu 20 kr. auf das durch die rühmlichſt bekannten Profeſſoren v. Ro tteck, Welcker u. Hottinger empfohlene Lehrbuch der Weltgeschichte vom Anfang der Welt bis auf die jetzige Zeit, für Gelehrte und Nichtgelehrte zur belehrenden Unterhal⸗ tung und zum Selbſtunterrichte, von Dr. Kuhl⸗ mann und Dr. Vogel, nebſt einem vollſtändigen erläuternden Karten-Atlas als Gratis-Zugabe. 3 Bände in 28 Heften à 20 kr., wovon das erſte Heft, in 10,000 Exemplaren verſendet, bei C. Bindernagel in Friedberg vorräthig iſt. i unter allen Lehr⸗, Bildungs⸗ und Unterhaltungsbüchern nimmt das der Geſchichte, als die unentbehrlichſte Wiſſenſchaft, den erſten Rang ein; ihre Kenntniß thut einem Jeden Noth, der nur einigermaßen auf Bildung Anſpruch machen will. Dies Geſchichtswerk zeichnet ſich durch Gründlichkeit, Faßlich⸗ keit, geiſtreiche, klare Darſtellung aus und eignet ſich beſon⸗ ders zum Selbſtſtudium. Es erſcheint in Heften(5 Bogen) zu 20 kr., welche einzeln bezahlt werden. Gewiß werden Eltern und Erzieher den Jhrigen die Anſchaffung eines Wer⸗ kes empfehlen, welches durch Schilderungen aller wichtigen Begebenheiten, großer Helden, erhabener edler Charaktere und großer Böſewichter, zur Tugend und zum Beſſern er⸗ mahnt, wahre Geiſtes⸗ und Herzensbildung bezweckt und der Jugend wie dem Alker als Erinnerungsbuch aller wichtigen Ereigniſſe vom Anfang der Welt an, dient. Um den Werth und die Brauchbarkeit des Werks zu erhö⸗ hen, erhält jeder Theilnehmer als Prämie koſtenfrei verab⸗ reicht einen hiſtoriſch⸗geographiſchen Arlas in etwa 12 der unentbehrlichſten Karten der alten und neuen Welt. — Bei Carl Bindernagel iu Friedberg iſt ferner vorräthig: a a „ 98 4 Axt, Dr., das Gymnaſium und die Realſchule. Ein Gutachten, veranlaßt durch den Dilthey— Schachtiſchen Streit. 54 kr. Chriſtodora. Ein Feſtgeſchenk für katholiſche Chriſten von Hungari. Al. kr. Das Leben und Treiben des berüchtigten Theob. Dan. Carl Göbel, auch Baron von Göbler und Dr. med. Werner genannt. Von einem Juriſten. Mit Göbels Portrait. 45 kr. Das Leben Mariä der jungfräulichen Mutter Got⸗ tes. Ein Buch der Belehrung und Erbauung für katholiſche Chriſten. Von Silbert. Erſte Lie⸗ ferung. 0 1 fl. 2 kt. (Das Ganze erſcheint in 4 Lieferungen mit 8 Stahlſtichen.) Der untrügliche Maulwurfsfänger oder die Kunſt Maulwürfe auf eine völlig zuverläſſige und ſichere auch ſehr unterhaltende und beluſtigende Weiſe in Gärten und auf Wieſen zu fangen. k Des Sophokles Tragödjen in deutſcher Proſa. 1 fl. 48 kr. Kröncke, Dr., über Rentenanſtalten. Mundt, Th., moderne Lebenswirren. Briefe und Zeitabenteuer eines Salzſchreibers. 1 fl. 12 kr. —— Madonna. Unterhaltungen mit einer Heil⸗ ligen. 1 fl. 48 kr. —— Schriften in bunter Reihe, zur Anregung und Unterhaltung. g 36 kr. Storr, J. Chr., Beicht⸗ und Communionbuch nebſt einem Erbauungsbuch für Kranke und Leidende. 54 kr. Der Preis des badiſchen Katechismus iſt von der Verlagshandlung ſo ermäßigt worden daß ich den. ſelben jetzt roh zu 9 kr. und gebunden zu 12— 15 kr., je nach dem Einband, liefern kann, und empfehle ich mich zu gefälligen Aufträgen darauf. C. Binder nagel. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 15 kr. Korn: 6 fl. 20 kr. Gerſte: 5 fl. 30 kx. Hafer: 2 fl. 50 er. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 20. Maͤrz: Waizen: 10 fl. 35 kr. Korn: 7 fl. 31 kr. Gerſte: 6 fl. 30 kr. f Hater: 3 fl. 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. Maͤrz bis 5. April 1840. pfo[ Brod-Preiſe. Ae ee kr. pf. er. pf. 1 JLeib-Roggenbrod 21 3 2 2 77 7.* 5 1 5—— 44„. 101 10— 5 Loth. Loth. —[Milchbrod 1E —[Waſſerweck 1157½ 1— —(Gemiſchtes(Tafel-) Brod 113333 116 Fleiſch-Preiſe. 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 102 10 2 „Küöfleiſch 811 81— „ Rindlleiſch 0 7 2 7 „ Kalofleiſch 5— 5 4 „ Schweinenfleiſch 9 63 10 „Hammelfleiſch 81— 81— „ Schaaflleiſch—— 14—— „Wurſt von blos Schweinen 12 12— „Gemiſchte Wurſt 10— 10 „ Bratwurſt 14— 144 „ Schwartenmagen 0 4 144— „] Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 14— 144— „ Dörrfleiſch 15 1 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 19 * dito ungusgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 18— 18— Hammelsfett 11 151— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Kü ch ler Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binddernagel in Friedberg. 18 kr. 8