ſür die * J 8. Mrovinz im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —— M26. Montag, den 29. Juni 1840. Mi dem iſten Juli kann auf dieſes Intelligenzblatt für das zweite halbe Jahr mit 40 kr. abonnirt werden, welcher Betrag jedoch voraus zu bezahlen iſt. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Das Begehen verbotener Were im Forſte und Kreiſe Friedberg. Auf Antrag der großh. Oberforſtdirection wird folgender Polizeibefehl erlaſſen: f Das Begehen der von der Forſtbehörde verbotenen und auf hergebrachte Weiſe als verboten bezeichnete Wege in Heegen im Forſte und Kreiſe Friedberg iſt bei einer Strafe von 15 kr. fur jeden Uebertretungsfall verbeten. Die großh. Bürgermeiſter haben dies noch beſonders bekannt zu machen.. Friedberg den 22. April 1840. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Das großherzoglich heſſiſche Landgericht Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Bezirks. Betreffend: Die Geſchäftstäge bei dem Landgerichte Friedberg. In Folge der mit dem 1. k. M. eintretenden Conſtituirung eines Landgerichtes zu Butzbach werden die Geſchäftstäge bei dem hieſigen Gerichte vom 1. Juli an folgendermaßen feſtgeſetzt: 10 In ſtreitigen Rechtsſachen(einſchließlich der Erwirkung von Mahnzetteln, Zahlbefehlen ꝛc.) a) für die Orte: Aſſenheim, Oberrosbach, Bönſtadt, Bruchenbrücken, Florſtadt, Niederwöllſtadt, Niederrosbach, Oberwöllſtadt, Ockſtadt und Wickſtadt auf den Dienſtag und a b) für die Orte: Bauernheim, Beyenheim, Fauerbach II., Friedberg, Melbach, Niedermörlen, Ober— mörlen, Oſſenheim, Södel und Wiſſelsheim auf den Donnerſtag jeder Woche. 5 N 2 In Sachen der freiwilligen Gerichtsbarkeit(Beſtätigung von Hypotheken, Kaufbriefen, Ehepakten u. ſ. w.) für den ganzen Bezirk auf den Freitag jeder Woche. 0 Außer dieſen. Tagen kann, eilende Fälle ausgenommen, Niemanden der Zutritt geſtattet werden. Den Bewohnern von Friedberg und der ganz nahe gelegenen Orte wied empfohlen, ſich des Morgens früh bei Gericht einzufinden indem ſie alsdann am erſten baldige Beförderung erwarten können. 188* 8 f* Von ſelbſt verſteht es ſich, daß die bereits anberaumten Termine an den feſtgeſetzten Tagen wer⸗ den abgehalten werden. Sie wollen dieſe Verfügung alsbald öffentlich bekannt machen laſſen. Friedberg den 19. Juni 1840. * Hofmann. Daſſelbe an dieſelben. Betreffend: Die von Schulkindern zu verbüßenden Gefängnißſtrafen. Bekanntlich ſollen Gefängnißſtrafen, welche Schulkinder zu verbüßen haben, namentlich unein⸗ bringliche Forſtſtrafen, in der Regel, und ſo viel als thunlich, während der Schulferien verbüßet werden. Es iſt inzwiſchen in neuerer Zeit verſchiedentlich vorgekommen, daß jene Vorſchrift darum nicht beobachtet worden iſt, weil wir nicht zeitig Kenntniß davon erhielten, daß die zum Strafvollzug eingelieferten In⸗ dividuen ſchulpflichtig ſeyen, weßhalb wir Sie beauftragen, künftig in allen Fällen, wo Sie die Weiſung erhalten, Sträflinge einzuſenden, welche noch die Schule beſuchen, dieſe Weiſung nicht zu vollziehen, vielmehr vorerſt deßfallſigen Bericht an uns zu erſtatten und in demſelben zugleich zu bemerken, wann die nächſten Schulferien eintreten und wie lange ſolche dauern. Friedberg am 27. Juni 1840. Hofmann. Oeffentliche Nachricht. Bei dem außerordentlichen Andrange, welcher zur Kaſſe des Mathildenſtifts im Monate Juli wegen der alsdann zu leiſtenden Zinszahlungen ſtattfindet, wird die Kaſſe im nächſten Monate jeden Mittwoch und Samſtag Morgens um 6 Uhr eröffnet ſeyn. Die großh. Bürgermeiſter wollen dies alsbald veröffentlichen laſſen, damit namentlich die Bewohner der nahe gelegenen Orte ſich frühzeitig einfinden, indem hiervon ihre baldige Abfertigung abhängt. Friedberg am 20. Juni 1840. * Der Director des erſten Bezirksausſchuſſes des Mathildenſtiftes. Hofmann. unſere gewoͤhnlichen Giftpflanzen. (Schluß.) 13) Der Taumellolch oder die Trespe fin⸗ det ſich häufig im Getraide, beſonders im Hafer. 10 Die Tollkirſche wächſt in Wäldern. Sie iſt eine um ſo gefährlichere Staude, weil ihre Bee⸗ ren zum Genuſſe ſehr einladend ſind, indem ſie der dunkeln Kirſche ähnlich ſehen. 15) Eine ſehr gefährliche Pflanze iſt auch die Wolfsmilch, deren es 2 Arten gibt, eine mit ſchmalen und eine andere mit breiten Blättern. Sie blühen gelb, und finden ſich an Wegen und auf Brachfeldern; doch ſind ſie in Starkenburg viel häufiger als in der Wetterau. Sodann erinnern wir, daß der Taxus, Eiben⸗ baum) welcher zuweilen als Zierbaum in unſern Gärten ſich findet(z. B. im Burggarten zu Fried⸗ berg, zu Ockſtadt im v. Frankenſtein'ſchen Garten) kleine rothe Beeren trägt, in welchen ein ſchwarzer Kern ſich befindet. So ſehr dieſe Frucht zum Ge⸗ nuſſe lockt, ſo nachtheilig iſt ſie dem menſchlichen Körper. 5 Ferner bemerken wir, daß unſere Kartoffel zu den Giftpflanzen(Nachtſchatten) gehört, daß na⸗ mentlich der Genuß des Apfels ſehr ſchädlich iſt, ſo wohlthätig für uns die Knollen ſind. Endlich iſt bekanntlich die Tabakspflanze eine Giftpflanze. Das empfinden alle diejenigen, welche thöricht genug ſind, ſich das Tabaksrauchen anzuge⸗ wöhnen, um— allenfalls in der Geſellſchaſt der Welt zeigen zu können, daß ſie eine Pfeife im Munde führen. Schreiber dieſes, welcher leider ſelbſt raucht, muß geſtehen, daß er es fur eine Schande hält, daß wir Europäer dieſes ſchlechte und unnöthige Bedürfniß von den Wilden in Amerika angenom⸗ men haben,— und hofft, daß die Zeit nicht mehr ferne iſt, wo das häßliche Rauchen ganz aus der Ge⸗ ſellſchaft gebildeter Menſchen verdrängt werden wird. Zelt hätte die uc Segen. pelche du gelitten l. wenllich nächſten nen nicht dafür ſeſ Schöpfer haben. cher keine üppigen bäumen; Dankgeft zu haber ——— Beka (601) ſollen z. Lieferung werden, U. 0 M 50 S 0) S d) 10 0 N Tagen wer⸗ Juli wegen 1 Mittwoch utlich die Fre re baldige huſſes des ————i menſchlichen Kartoffel t, daß na⸗ ſchadlich iſt, epflanze eine nigen, welche ichen anzuge⸗ eſellſchaſt der ſe im Munde ſelbſt raucht, Schande hall, d unnöthige ta angenom⸗ it nicht mehr aus der Ge⸗ werden wird „ 189*. Die Wetterau im Juni. Als wir in Nr. 19 unſeres Blattes die Land⸗ leute, welche über allzugroßen Mangel an Regen ſich beklagten und eine ſchlimme Zukunft befuͤrchte⸗ ten, zu beruhigen ſuchten, konnten wir nicht erwar⸗ ten, daß die Hülfe, welche wir ihnen verſprachen, ſo nahe ſeyn würde— und doch war ſie's. Seit jener Zeit wechſelten gedeihliche Regen mit Sonnen ſchein ſo glücklich ab, daß alle Fruͤchte des Feldes, welche wegen Mangel an Feuchtigkeit zurückgeblieben waren, ſchnell ſich entwickelten, und faſt überall eine Stärke und Höhe erlangten, wie man's kaum ahn⸗ den konnte. In der That ſteht jetzt Korn und Waizen an den meiſten Orten vortrefflich. Doch ſcheint jenes den letzteren diesmal wenigſtens im Halme bei Weitem zu übertreffen, und es iſt die größte Hoffnung da, daß dem ſchon ſeit einiger Zeit fühlbar gewordenen Mangel an Stroh gründlich abgeholfen werden wird. Die Blüthe des Korns iſt lange vorüber, und es fängt an, die Aehren zu ſenken und eine blaſſere Farbe anzunehmen. Auch die Sommerfrüchte zeigen ſich gut, und an Fütterung fehlt es nicht, wiewohl durch die lange Dürre des April Heu und Klee das nicht überall ganz geworden iſt, was ſie bei Einem gedeihlichen Regen zu rechter Zeit hätten werden können. Nicht minder verſprechen die Fruchtbäume an den meiſten Orten einen reichen Segen. Freilich ſind auch hin und wider Striche, welche durch die Froſtſchmetterlingsraupe ſo Noth gelitten haben, daß kein Obſt zu erwarten iſt. Na⸗ mentlich betrifft dies einen bedeutenden Theil der nächſten Umgebung von Friedberg. Doch wir kön⸗ nen nicht Alle Alles erhalten, und wollen dankbar dafür ſeyn, was wir im Ganzen aus der Hand des Schöpfers bereits empfangen oder noch zu erwarten haben. Iſt es doch eine Freude, auch für den, wel⸗ cher keine Gärten, keine Aecker beſitzt, durch die üppigen Fluren und unter den geſegneten Frucht⸗ bäumen zu wandeln, und wem jetzt das Herz mit Dankgefuͤhlen ſich nicht hebt, der ſcheint kein Herz zu haben, keiner edleren Gefühle fähig zu ſeyn. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NM ν N Arbeits-Verſteigerung. (601) Freitag den 3. k. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen zu Oberrosbach nachfolgende Arbeiten und Lieferungen an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden, als: 19 Zur Herſtellung des Kirchenvorplatzes: a) Maurerarbeit voranſchlagt zu 42 fl. b) Schloſſerarbeit 100„ 19 ½ kr. c) Steinhauerarbeit 195 d) 15 Mltr. Kalk zu liefern 3e„ e) Mauerkiß 6„—„ 2) Weißbinderarbeit an dem 2ten Pfarrhaus mit Stellung des Materials 180 fl. 30 kr. 3) Maurerarbeit an der Stadtmauer 31 fl. 45 kr. Mauerſteine 8, kr. 4 Malter Kalk 8„—„ Kieß 3„„ Oberrosbach den 17. Juni 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Lämmer. Arbeits ⸗Verſteigerung. (609) Freitag den 3. k. M., Nachmittags 1 Uhr, ſollen zu Oberrosbach die Arbeiten und Lieferungen zu den Abfahrten von der Provinzialſtraße in die gemeinſchaftlichen Gemarkungen Ober- und Nieder⸗ rosbach, an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſtei⸗ gert werden, als: 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 70 fl. 4 kr. 2) Erdarbeiten und Chauſſirung 126„—„ 3) Das Liefern der Steine a) zur Mauer 25.% 56 b) zum Rollpflaſtern 102„—„ c) zur Chauſſirung 90„— d) zu Deckplotten 528 Fß. von Sandſteinen 316„ 48„ 4) 9 Buͤtten Kalk 18 7771 5) Mauerſand N Ober- u. Niederrosbach den 17. Juni 1840. Die großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmmer. Fr. Bullmann. Hofraithe⸗Verſteigerung. (610) Auf freiwilliges Anſuchen und in Auftrag des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Philipp Storck dahier ſoll Montag den 6. Juli l. J., Vormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhaus deſſen Hofraithe Pag. 14 Nro.% ½ an Caspar Hofmann's Wittwe und Simon Beſt gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Schoppen und Stall, und zwar zuerſt das Wohn⸗ haus, dann der Stall allein, dann beide zuſammen, unter vortheilhaften Bedingungen öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert, und bei annehmbarem Gebot der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. Friedberg den 17. Juni 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Edictalladung. (615) Forderungen an den Nachlaß des Konrad Pfeifer aus Steinfurt, über welchen großh. Hofge— richt den Konkurs erkannt hat, ſind bei Vermeidung des Ausſchluſſes von der Maſſe, Dienſtag den 28. Juli, Morgens 8 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Butzbach, zur Anzeige zu bringen. Im Falle eines Arrangements oder der Beſtellung eines Maſſecurators werden die nicht perſönlich erſcheinenden Gläubiger, als an die Be⸗ ſchluͤſſe der Mehrheit der erſcheinenden gebunden, an⸗ geſehen werden. Friedberg den 9. Juni 1840. Gr. heſſ. freih. v. Loͤw'ſches Landgericht Hofmann. Verpachtung. (619) Die unterzeichnete Verwaltungs⸗Commiſſion bringt hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß das auf Petritag 1841 leihfällig werdende von Schrau⸗ tenbachiſche Stiftungsgut in der Rendeler Gemar⸗ kung auf 9, Jahre wieder verpachtet werden ſoll. Das Gut hält ungefähr 74— 75 Morgen Aecker und Wieſen in dem beßten Stande. Die Verſtei⸗ gerung findet zu Rendel, Kreiſes Friedberg, auf dem daſigen Rathhauſe Mittwoch den 15. Juli, Vormittags 9 Uhr, ſtatt. Steigliebhaber werden da⸗ zu eingeladen, und können ſich wegen der nähern Bedingungen an einen der Unterzeichneten wenden. Friedberg den 17. Juni 1840. i Die Verwaltungs⸗Commiſſion: Fertſch. Buß. Morell. Arbeits-Verſteigerung. (618) Montag den 6. Juli l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſollen in hieſigem Rathhauſe nachfolgende Arbeiten und Lieferungen öffentlich an den Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden, als: a 1) Die Erbauung eines Ueberfallwehrs an dem Seebachgraben, beſtehend in Maurerarbeit, voranſchlagt zu 94 fl. 42 kr. Zimmerarbeit 155 118 fl. 9 kr. 2) Die Reparatur des Polizeidieners Wenzel Woh⸗ nung, beſtehend in Schreinerarbeit 5 fl. 50 kr. Glaſerarbeit 3 fl. 56 kr. Weißbinderarbeit 1 fl. 16 kr. Die Lieferung und Anfertigung von 100 Fuß ledernen Spritzenſchläuchen. Die Voranſchläge ſind bis zum Verſteigerungs⸗ tag jeden Samſtag und Mittwoch von 2 bis 3 Uhr auf meinem Büreau einzuſehen. Friedberg den 17. Juni 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (646) Donnerſtag den 2. Juli l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſollen in dem Hauſe des Bäckermeiſter Stelz in der Uſergaſſe die zur Concursmaſſe des Bäckers Johannes Ulrich gehörende Mobilien, be⸗ ſtehend in Hausgeräth, als: Kleider und Küchen⸗ ſchrank, Kommode, Bettladen, Stühle, Tiſche, Mehl⸗ kaſten, Koffer, Bütte und Züber, Eimer, Backdiehl, Kuchenbretter, Brodhänge, zinnerne Schüſſeln, Tel⸗ ler, Löffel, 1 kupferne Radaunenkuchenform, Eiſen, 1 Kohlenkaſten, Kuchenbleche, Schnellwaage, Back⸗ mahnen, Porzellan, irdenem Geſchirr, Bettwerk, Betten, Vorhänge, Ueberzüge, Bett⸗, Tiſch⸗ und Hand⸗ tuͤcher, Mannshemden, Mannskleidung, einem blauen Mantel, Oberrock, Frackrock, Hoſen, Weſten, Stie⸗ fel u. dgl. m., dann eine Taſchen⸗ und Wanduhr, gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meiſt bietenden verſteigert werden. Friedberg am 27. Juni 1840. 8 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fritz. Arbeits ⸗Verſteigerung. (647) Donnerſtag den 2. Juli 1840, Morgens 9 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehauſe zu Nieder⸗ mörlen nachfolgende Arbeiten an der hieſigen Kirche und die Lieferung von Baumateriale an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden, als: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 2) Steinhauerarbeit 3) Schreinerarbeit 380 fl. 45 kr. 25„ 30„ 274 1 30 45 4) Schloſſerarbeit 26„ 40„ 5) Weißbinderarbeit 160„ 57„ Summa 8868 fl. 22 kr. Ferner ſoll nach dieſer Verſteigerung die Ein⸗ faſſung des neuen Friedhofs zu Niedermörlen an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden. Die Arbeiten beſtehen aus 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 10 fl.— kr. 2) Zimmerarbeit. 3) Schreinerarbeit 24„—„. 4) Schloſſerarbeit„, 5) Weißbinderarbeit 26„ 30„ Die Voranſchlaͤge können jeden Tag auf dem Büreau des Unterzeichneten in Einſicht genommen werden, auch wird bemerkt, daß nur taugliche Mei⸗ ſter zur Verſteigerung zugelaſſen werden. Niedermörlen am 22. Juni 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Dey. b Gras ⸗Verſteigerung. f (648) Samſtag den 4. Juli, Vormittags 10 Uhr ſoll das dießjaͤhrige Heugras von den gemeinheit⸗ lichen Wieſen in der Beunbach öffentlich verſteigert werden, wozu Kaufliebhaber einladet. N Oberwöllſtadt den 24. Juni 1840. f Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Feuerbach. Bekanntmachung. (649) Auf Anſuchen mehrerer Liebhaber ſoll Mon⸗ tag den 6. Juli, Vormittags um 11 Uhr, in hieſi⸗ gem Rathhauſe der Subconrectoratsgarten zwiſchen. Herr Boutemy und dem Auguſtiner- Schulgebäude, zu einem Bauplatz öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 27. Juni 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Fritz. Bekanntmachung. (650) Montag den 20. Juli, Vormittags 10 Uhr, nachſtehen Meord 9. 9 Sch dem hieſ. 2 M. hieſigen 0 z Die! den erſuc lichen Ke Oſthe (625) 10 Uhr, tate— Scheuer gert wer Gebote In di wrofeſſion besondere dieſer A Kaic d genommen uͤgliche Mei⸗ 5 Bürgermeister tags 10 Uhr, i gemeinheit⸗ ch verſteigert 10. Bürgermeister ich. a ſoll Mon⸗ Ahr, in hieſt⸗ nen zwiſchen öchulgebaube, d verſteigert üͤtgermeiſter g. ags 10 Uhr, % 191* ſoll bei Gaſtwirth Bingmann zu Oberrosbach die zur Erbauung der Grenzbrücke auf der Provinzial⸗ ſtraße von Friedberg über Oberrosbach nach Hom⸗ burg vorkommenden Arbeiten und Materiallieferung, als: Maurerarbeit, voranſchlagt zu Steinhauerarbeit 7 Cubikklafter Mauerſteine, 35 Bütten Kalk, 1 Cubikklafter Sand oder Kies an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 24. Juni 1840. i Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (651) Montag den 8. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll bei Gaſtwirth Haas zu Ilbenſtadt die nachſtehenden Arbeiten zur Erbauung einer hölzernen Brücke über den alten Niddafluß bei Ilbenſtadt: 166 fl. 6 kr. 41 36 1 Zimmerarbeit, voranſchlagt zu 993 fl. 7 kr. Schloſſerarbeit 50 1„ Weißbinderarbeit 56„ N an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 24. Juni 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (652) Mittwoch den 8. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Büreau des Unterzeichneten nachſtehende Arbeiten an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. 1) Schreinerarbeit, beſtehend in Reparaturen auf dem hieſigen Kirchthurme, voranſchlagt zu 23 fl. 8 kr. 2) Maurerarbeit, beſtehend in Reparatur einer am hieſigen Schulhauſe befindlichen Mauer, voranſchlagt zu fl 15 kr. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend wer⸗ den erſucht, dieſes in ihren Gemeinden zur öffent— lichen Kenntniß bringen zu laſſen. Oſtheim den 19. Juni 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schneider. Hofraithe-Verſteigerung. (625) Dienſtag den 7. Juli d. J., Vormittags 10 Ubr, ſoll auf hieſigem Gemeindehaus eine Hof⸗ raithe— beſtehend in einem 2ſtöckigen Wohnhaus, Scheuer und Stall— öffentlich meiſtbietend verſtei⸗ gert werden. Der Zuſchlag wird bei annehmbarem Gebote ſogleich ertheilt. In dieſer Behauſung wurde früher die Schmiede⸗ profeſſion betrieben, dazu ſich dieſes Lokal— ins⸗ deſondere wegen Mangel hinlänglicher Profeſſioniſten dieſer Art dahier— beſonders eignet. Kaichen den 11. Juni 1840. 5 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hahn. Bekauntmachung. Cras⸗Verſteigerung im Revier Hochweiſel, Forſts Friedberg betreffend. (653) Die 1840r Grasnutzung in den forſtfisca⸗ liſchen Teichen und deren Dämmen, als: 1) In den 3 Forellenteichen nebſt Dämmen bei Philippseck nächſt Münſter circa 7 Morgen. 2) In dem Piſtorteiche nebſt Damm bei der Loch⸗ mühle circa 4 Morgen und 3) in dem Herrnſee, auch Dammmühlenteich ge⸗ nannt, nebſt Damm, nahe bei Fauerbach I., circa 6 Morgen haltend, ſoll Donnerstag den 2ten Juli d. J., Vormittags präcis 9 Uhr, an dem oberſten Forellenteich an⸗ fangend, an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der hierauf reflectiren— den Gemeinden werden daher erſucht, dieſes Ver— ſteigerungsprojekt durch die Schelle veröffentlichen zu laſſen, und zwar mit dem Bemerken, daß Nach— gebote nicht berückſichtigt, vielmehr der definitive Zuſchlag ſogleich ertheilt werden wird. Wenn der reſp. Abſchätzungspreis erzielt worden iſt. Hochweiſel den 17. Juni 1840. Der großh. heſſ. Revierförſter Stillgebauer. Gaſthaus- Verkauf. (654) Die der hieſigen Stadt zuſtehenden unten beſchriebenen Wirthſchaftsgebäuden zum Schwan und zum Stern, welche bis zum 31. Dezember l. J. in Pacht gegeben ſind, ſollen Mittwoch den 1. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Rathhaus oͤffentlich an den Meiſtbietenden verkauft werden. Auch ſollen in demſelben Termin die darauf ruhende Schild- und Wirthſchaftsgerechtigkeit ent⸗ weder mit verkauft oder öffentlich an den Meiſtbie⸗ tenden auf 6 bis 10 Jahre verpachtet werden. Indem man dieſes zur allgemeinen Kenntniß bringt, bemerkt man, daß die Verkauf- und Pacht⸗ bedingungen täglich bei der unterzeichneten Stelle erfahren werden können. Beſchreibung der Gebäude: 1) Das Gaſthaus zum Schwanen iſt in der Mitte der Stadt belegen, und zwar ſo, daß es eine Ausſicht in die Neuſtadt, in die Alt— ſtadt, den Marktplatz darbietet, und zu jedem Ge⸗ ſchäftsbetrieb geeignet iſt. Es beſteht aus einem maſſiven dreiſtoͤckigen Haus, worinnen 7 heitzbare Zimmer und 5 Kammern, eine große geräumige Küche, eine Speiſekammer, nebſt 3 Kellern, ſich befinden. Zu den Nebengebäuden gehören: 10 1 Heubau, worunter zu 20 Stück Pferden die nöthige Stallung iſt, 2) 1 Rindviehſtall, 3) 2 Schweinſtälle und 4) 1 Hofraum. — 2) Das Gaſthaus zum Stern liegt am Anfange der Vorſtadt, alſo einer der Hauft⸗ ſtraßen der Stadt, da wo man in die Neuſtadt ein⸗ tritt, gewährt herrliche Ausſichten, hat eine zu jedem Geſchäftsbetrieb geeignete Lage und beſteht aus einem gut eingerichteten zweiſtöckigen Haus, worin ſich 5 heitzbare Zimmer und 4 Kammern, nebſt einem ge⸗ wölbten Keller mit 3 Abtheilungen befinden. Zu den Nebengebäuden gehören: 1) 1 Scheune, worin ſich 2 Pferdeſtaͤlle zu 16 Stück Pferden befinden, 2) ein Rindviehſtall, 3) 3 Schweinſtälle und 4) ein großer Hofraum. Die Nebengebäude befinden ſich in den zuge⸗ machten Hofräumen, und können die Gebäulichkeiten täglich eingeſehen werden. Büdingen den 18. Juni 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hölzinger. a ννιοννον Privat⸗ Bekanntmachungen. Empfehlung. (635) Der Unterzeichnete wird ſich abwechſelnd in Friedberg und Butzbach aufhalten, um in der beliebten neuen Schweizer-Manier Portraite une Landſchaften zu malen. Auch erbietet er ſich, alt⸗ Gemälde jeder Gattung zu reſtauriren, ſowie er De. corationen in Kirchen, Sälen u. dergl. beſorgen wird' Zugleich iſt er bereit, Unterricht im Zeichnen zu gebend Da es beſonders fuͤr Gewerbtreibende ſehr erforder- lich iſt, ſo habe ich mich entſchloſſen, ein gemein⸗ nütziges Inſtitut zu errichten. Sein Aufenthalt in Butzbach iſt bei Herrn Gaſtwirth Sauerbier.—. Diejenigen, welche in Friedberg von meinem Anerbieten Gebrauch machen wollen, bitte ich, der Expedition d. Bl. ſolches mitzutheilen. Friedberg, und Butzbach im Juni 1840. K. Geibel, Maler und Decorateur. f Brandweinbrennerei⸗ Verkauf. (636) Ich veröffentliche hiermit, daß bei mir 4 vollſtändige Brandweinbrennereien von 1/, 1½ und zwei 2 Ohm haltend, großh. heſſ. Eiche, zu verkaufen ſtehen. Dieſelben können auch auf Ver⸗ langen in Zahlungsfriſten auf mehrere Jahre abge⸗ geben werden. Anſelm Löſer Oppenheim von Windecken. i Bekaunt machung. (645) Ich erlaube mir hiermit die ergebene An⸗ zeige, daß ich mich ſeit einiger Zeit mit der Fabri⸗ kation eines guten haltbaren Eſſigs beſchäftige und denſelben zu billigen Preiſen ablaſſe.— * o Zugleich bringe ich mein Farbwaarenlager den Herren Weißbindern, Schreinern, Glaſern ic. in empfehlende Erinnerung. Friedberg im Juni 1840. Carl Wahl, Apotheker. Geſuch einer Haushälterin. (655) Eine Familie auf dem Lande ſucht eine anſtändige und zuverläſſige Perſon als Haushälterin, welche die mit einer ſolchen Stelle verbundenen Ge⸗ ſchäfte gründlich verſteht. Ausgeber dieſes ſagt wo? Feld dienſtzeichen. 5 (656) Kleine Felddienſtzeichen von Bronce mit ſtarker Feuervergoldung ſind, mit dem Bande zu 1 fl. pro Stück, bei mir zu haben. Briefe und Gelder erbitte ich mir frei. f Darmſtadt am 23. Juni 1840. 455 G. M. Schnitzſpahn, Hof⸗Gold⸗ und Silber- Arbeiter. Bekanntmachung. (657) Zur Richtigſtellung des Inventars über den Nachlaß des dahier verſtorbenen Georg Richter werden alle diejenigen, welche an den Verſtorbenen oder deſſen Erben Forderungen zu haben glauben, hierdurch aufgefordert, dieſelben binnen 14 Tagen an die Unterzeichneten einzureichen, oder zu gewär⸗ tigen, daß ſolche ſpäter nicht berückſichtigt werden können. 8 Dorheim den 26. Juni 1840. Die Vormünder: Chriſtian Reuß V. Konrad Ifland jun. Bekanntmachung. (658) Vom 24.— 25. d. M. iſt mir ein gro⸗ ßer Hühnerhund, bezeichnet: brauner Behang, brau⸗ ner Flecken in der Seite, auf dem Rücken und vor der Ruthe, entlaufen, und erſuche den gegenwärtigen Beſitzer hiervon um gefällige Rückgabe, oder um gütige Benachrichtigung, wenn derſelbe von Jeman⸗ den geſehen ſeyn ſollte, gegen Erſtattung der Koſten. Friedberg am 27. Juni 1840. Kopp. Empfehlung. f(659) Einem verehrten Publikum erlaube ich mir hierdurch die ergebene Anzeige zu machen, daß ich Aufträge in Oel⸗, Paſtell⸗ und Aquarell⸗Malerei prompt und billig ausführe. Indem ich mich zu dieſen empfehle, bemerke ich noch, daß ich auch Un⸗ terricht im Zeichnen ertheile. Meine Wohnung iſt in dem Auguſtiner⸗Schul⸗ gebäude und bin ich daſelbſt täglich von Morgens 11—12 und Nachmittags von 1—3 Uhr anzutreffen. Friedberg den 28. Juni 1840. Peter Fritz, Maler. Die Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach iſt unverändert geblieben. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. —— blen Aufan Di Dit 0 Ju st 0 di 5 9 Fü ſch Y In E ſ. w.) für D nach Eröff dar nicht b e machen la Gerichte i die nothw Bu: