kr. pf. 2 . — r rr ie Intelligenzblatt 6 ſür die Vrovinz 2 Vberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M39. Sonnabend, den 26. September 1840. Mi dem tſten Oktober kann auf dieſes Intelligenzblatt für das letzte Vierteljahr d. J. mit 24 kr. abonnirt werden, welcher Betrag jedoch voraus zu bezahlen iſt. Zugleich muß ich wiederholen, daß nur diejenigen Inſerate eine ſichere Aufnahme in derſelben Woche in dieſem Blatte finden, welche bis zum Donnerſtag Nachmittag um 3 Uhr bei mir eingegangen ſind. C. Bindernagel. Die Samſtags-Gaͤſte. (Schluß.) Die Samſtags⸗Gäſte hatten aber doch auch ihre Gegner und Widerſacher, und unter dieſen keinen bedeutenderen als den reichen Kronenwirth. Dieſer konnte ihnen nicht verzeihen, was ſie ſo— gar bei öffentlichen Gelegenheiten über ihn geäußert hatten.„Ein Wirth,“ ſagte nämlich einmal der Lorenz in Gegenwart vieler Leute,„iſt ein nütz— licher Menſch und ſein Haus, ein nothwendiges Haus, aber nur für die Fremden und Reiſenden; für die Einheimiſchen taugt er nicht viel, weil man in ſei⸗ nem Hauſe nur lernt, wie man die koſtbare Zeit verſchwendet, wie man unnöthiger Weiſe ſein Geld ausgibt, wie man über den Nachbar räſonnirt und ſeine eignen Fehler überſieht, und wie man ſo recht in die Leidenſchaft des Kartenſpieles kommt, bei dem ſich allemal der„Gott ſey bei uns“ einſtellt, weils da für ihn am Beßten Gelegenheit zu einer armen Seele gibt““— Das hatte der Wirth wieder gehört und wußte, daß ſie alle acht ſo dachten, und weil er wohl auch durch ſie eine Abnahme ſeiner Gäſte wahrnehmen mochte, ſo war er allen Samſtags-Gä— ſten von Herzen gram, und wenn er ihnen hätte ein Bein ſtellen konnen, ſo würde er's ſehr gerne gethan haben. Es wollte aber bei dem beßten Willen ſeiner Seits lange nicht glücken. Endlich gab's eine Gelegenheit, wie ſie nicht beſſer ſeyn konnte. In den unruhigen Jahren kam einmal ein frem⸗ der Herr aus der Reſidenz, dem der Wagen ſchad⸗ haft geworden war und der deswegen, vielleicht auch wegen anderer Geſchäſfte, ein Paar Stunden im Wirthshauſe zubringen mußte. Aus langer Weile fragte dieſer den Wirth um allerlei Nachrichten über das Dorf und deſſen Bewohner, wie's manchmal Reiſebeſchreiber machen, die gerne über einen Ort etwas ſagen wollen, von dem ſie nichts wiſſen. Da kramte nun der Herr Wirth, der ohnehin ein Bischen redſelig war, Allerlei aus; beſonders aber machte er ſeinem Herzen über die Samſtags-Gäſte Luft. „Es iſt, ſagte er dem Herrn mit ganz wichtiger Miene, hier ſo ein gefährliches Kliekchen, das treibt ſein Unweſen ſchon ſeit einiger Zeit im Dorfe, aber ganz im Stillen, weil's das Tageslicht ſcheut. Ihrer ſind zuſammen acht, die ihre heimlichen Zuſammen⸗ künfte in jeder Woche halten, gerade wie die De— magogen in Paris und an andern Orten auch; und haben Geld, wie Heu, ohne daß man weiß, wo's herkommt. Aber mit ehrlichen Dingen geht's nicht zu, und verbotene Bücher leſen ſie auch. Und an ihrer Spitze ſteht der Lorenz, der Schreiner, der lange Zeit als Geſell in der Fremde war, und dort Flöh in die Ohren geſetzt bekam. Wo ſoll das am Ende mit unſerm armen Dörfchen hinaus?“ Das merkte ſich der fremde Herr, und als er wieder in die Reſidenz gekommen war, mußte ers wohl vor die rechte Schmiede gebracht haben; denn ehe man ſichs verſah, kam ein Herr Commiſſaͤr, der hatte geheime Befehle. Nun wollte aber das Glück, daß derſelbe ein alter Freund und Schulkamerad und vorſichtiger Mann war. Er hielt fürs geeig⸗ netſte, nicht mit der Thür ins Haus zu fallen, ſon⸗ dern erſt den Geiſtlichen als alten Bekannten zu beſuchen, und wo möglich bei ihm durch einige all⸗ gemeine Fragen Eins oder das Andere zu erfahren, was ihm mehr Licht über die Angelegenheit ver— ſchaffen könnte. Da erfuhr er denn zu ſeiner größ— ten Verwunderung den eigentlichen Zuſammenhang und den Schlüſſel zu jener Angeberei, daß jene Samſtags⸗Gäſte und an ihrer Spitze der Lorenz, weit entfernt, gefährlich zu ſeyn, biedere und wackere und dem Dorfe ſehr nützliche Leute wären,„die dem Kaiſer gäben, was des Kaiſers, und Gott, was Gottes iſt,“ die zuweilen zuſammen kaͤmen, um ſich untereinander zu unterhalten, zu belehren, im Guten zu ermuntern und die ſich in Noth mit Rath und That beiſtuͤnden, dagegen alles zu vermeiden ſuchten, was unnöthige Ausgaben herbeiführe, und dazu ge— höre beſonders der Beſuch des Wirthshauſes. Daß ſie ſich dadurch Manchen und darunter beſonders den Kronenwirth zum Feind und Gegner machten, liege in der Natur der Dinge ꝛc.“— Der Herr Bürgermeiſter hatte ungefähr daſſelbe angegeben. Als aber der Kronenwirth vernommen und um Be— ſtätigung ſeiner früheren Ausſage gefragt wurde, ſo freute er ſich gewaltig darauf, weil er hoffte, daß nun mit Nächſtem, wie er ſich ausdrückte,„das Neſt⸗ chen würde ausgehoben werden.“ Seine Freude dauerte aber nicht lange; denn da er Belege und Beweiſe von dem, was er gegen dieſe Männer aus— geſagt hatte, dem Herrn Commiſſär geben ſollte, da konnte er keine liefern, fing an zu ſtocken, und ehe man ſichs verſah, hatte ihn der Herr Commiſſär auf Unwahrheiten und Widerſprüchen ertappt, und der Angeber konnte Gott danken, daß er mit einem tüch— tigen Verweiſe davon kam. Zum größten Leidweſen des Kronenwirths und ſeiner Kameraden blieben die Samſtags-Gaͤſte un— angetaſtet; ja als nicht lange nachher der Bürger— meiſter mit Tode abgieng, hatte er den Aerger, daß gerade ſein gefährlichſter Gegner, der ſtarke Lorenz, die meiſten Stimmen erhielt und Bürgermeiſter wurde. Nun begann für die Bewohner des Dorfes eine an— dere Periode, von der wir aber unſern Leſern jetzt nichts mittheilen wollen, weil wir vermuthen, daß ſie durch das, was wir ihnen von den Samſtags— Gaͤſten hier erzählt, ſchon genug von demſelben ken⸗ nen gelernt haben werden. Miscellen. Neu entdecktes Braunkohlen- Lager. Vor Kurzem wurde bei Berſtadt ein ſehr rei⸗ ches Braunkohlen⸗Lager entdeckt. Das Ganze ſoll eine Laͤnge von etwa 900 Klaftern und eine Breite % 272*. des Ortsgeiſtlichen und dabei ein ſehr unpartheiiſcher von beinahe 350 Klaftern haben und uber 80 Fuß mächtig ſeyn. Durch dieſen bedeutenden Reichthum an vortrefflichem Brenn-Material würde unſere Wet⸗ terau auf Jahrhunderte vor Mangel in dieſer Hin⸗ ſicht geſchützt ſeyn. Möge es einem competenten Manne, wie Herrn Berginſpector Storch, gefallen, dem Publikum hierüber Näheres und Beſtimmteres mitzutheilen. * ** Altdeutſche Reime. Gut verloren, nichts verloren, Muth verloren, halbverloren, Ehr' verloren, viel verloren, Seel' verloren, ganz verloren. * 7* Ein geſunder und ſtarker Leib, Ein frommes, fröhlich, freundlich Weib, Freunde, die einander gleich, Sind drei Stück vom Himmelreich. Ein Schreiber ohne Feder, Ein Schuſter ohne Leder, Ein Landsknecht ohne Schwerdt Sind alle drei. Heller werth. * f* Ein Jeder liebt, das fein iſt, Und ob es auch nicht ſein iſt, Und wenns ihm auch nicht werden kann, So hat er doch Gefallen dran. Wenn wir wären alle reich Und Einer wär dem Andern gleich, Und wären Alle zu Tiſch geſeſſen, Wer wollt' auftragen das Eſſen? Ber i ching in g: In dem Ausſchreiben großh. Landgerichts Groß— karben, Ziffer(904) der Blätter Nr. 36. 37. 38., hat ſich ein Fehler eingeſchlichen; ſtatt Karl Knapfer leſe man: Karl Kempfer. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Oeffentliche Ladung. (940) Nachgenannte Einwohner von Obermörlen haben nach den einſchlagenden Hyp enbüchern folgende Kapitalien entliehen und dafür Immobilien verpfändet: 1) Georg Scheibel und deſſen Ehefrau, Marga⸗ retha, geborne König, a) von Georg Venator in Friedberg am 5. Auguſt 1811 100 fl. b) von Adam Schmidt sen. Eheleuten daſelbſt am 4. November 1815 300 fl. f 2) Anton Geck, an der Ecke, am 7. Januar 1811 von Johannes Ruland zu Friedberg 60 fl. — —̃—ꝛ — D— E 979) Die 0 Sei lich deſſen üb b, J. eine gi den daher d Nachlaß bilde der unterzeich gemeldet habe Termin Freitag de ſogewiß anzuf Arrangement Ruͤckſcht auf Butzbach 3 (983) Frei werden in d dort befindli elſerne Cirki den Verſteige Friedben g (1002) 3 eib, — —— 18 Groß, 37. 38., u Karl — rden. ermörlen eubüchern nmobilien Marga⸗ g am 5. n daſelbſt Januar 60 fl . 273*. 3) Nicolaus Krebs und deſſen Ehefrau, Eliſa⸗ betha, geborne Schweitzer, am 11. Januar 1810 von Joh. Georg Philippi zu Uſingen 140 fl. 4) Johann Georg Laux und deſſen Ehefrau, Margaretha, geborne Schneider, am 18. Nov. 1791 bei der Schierholziſchen Curatel zu Friedberg 50 fl. Da die Kapitalien abgetragen ſeyn ſollen, die Schul durkunden aber nicht beigebracht werden kön⸗ nen, ſo werden alle diejenigen, welche aus dieſen Darlehensverträgen und Verpfändungen noch Rechte herleiten zu können glauben, hiermit öffentlich auf— gefordert, dieſelben ſogewiß binnen 6 Wochen von heute an, dahier anzumelden, als ſonſt ſie damit ausgeſchloſſen, und die Einträge in den Hypotheken⸗ buͤchern geloͤſcht werden. Friedberg den 20. Auguſt 1840. Großherzoglich heſſiſches Landgericht Hofmann. Brumhard. Oeffentliche Nachricht. (973) Wegen des landwirthſchaftlichen Feſtes, welches den 28. d. M. dahier ſtatt—⸗ findet, wird das Kirchweihfeſt den 27. und 28. d. M. gefeiert. Aſſenheim den 17. September 1840. Der Beigeordnete Bertalott. Edietalla dung. (979) Die bekannten Gläubiger des dahier ver— ſtorbenen Seilermeiſters Chriſtian Eiſe haben bezüg— lich deſſen überſchuldeten Nachlaſſes am 12. Januar b. J. eine gütliche Vereinbarung getroffen. Es wer⸗ den daher diejenigen, welche Anſprüche an jenen Nachlaß bilden zu können glauben, ſolche aber bei der unterzeichneten Behörde bis jetzt noch nicht an— gemeldet haben, hierdurch aufgefordert, dieſelben im Termin Freitag den 16. Okt. l. J., Morgens 9 Uhr, ſogewiß anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt das Arrangement vom 12. Januar l. J., ohne weitere Ruͤckſicht auf ſie, in Vollzug geſetzt werden wird. Butzbach den 11. September 1840. Großherzoglich heſſiſches Landgericht Völcker. Calmberg. eka nntpachung. (983) Freitag den 2. Oktober, Morgens 10 Uhr, werden in der großh. Rentamtswohnung dahier 2 dort befindliche, zwiſchen 8900 Pfund wiegende, eiſerne Cirkulir-Oefen einer freiwilligen meiſtbieten⸗ den Verſteigerung ausgeſetzt. Friedberg den 17. September 1840. In Auftrag: Der Beigeordnete Bender. Aepfel ⸗Verſteigerung. 41002) Montag den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen zu Münſter die Gemeindeäpfel in 2 Ab⸗ theilungen meiſtbietend verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Münſter den 19. September 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Theis. Bekanntmachung. (1003) Zur Beköſtigung der Gefangenen zu Ma⸗ rienſchloß ſollen Montags den 5. Oktober l.. Vormittags um 10 Uhr, nachbenannte Speiſe-Mate⸗ rialien unter den, vor dem Beginnen der Verſtei⸗ gerung eröffnet werdenden Bedingungen an den We—⸗ nigſtfordernden öffentlich dahier verſteigert werden, als: 1) Ohngefähr 2000 Stuck Weißkraut, 2 00 9 2„ Mürſing, 30 7 1200„ Winterkraut, 4 75 800 Malter Kartoffeln, 50 15 45 Ohm Sauerkraut, 60 1 60 Cntnr. gelbe Ruben, 7 5 80„ untererdige gelbe od. weiße Kohlraben, 80 5 20„ Zwiebeln, 9 50 5„ Sellerie und 100 77 5 77 Lauch und werden Luſttragende hierzu mit der Bemerkung eingeladen, daß ſich die Steigerer durch Beſcheini— gungen der einſchlägigen Bürgermeiſter auszuweiſen haben, für den Zten Theil des Lieferungs-Betrags Caution leiſten zu konnen. Marienſchloß am 18. September 1840. Vermöge Auftrags Gr. Direction der Strafanſtalt dahier: Weigel, Speiſemeiſter. Fruchtmarkt zu Gießen. (1004) Der Stadt Gießen iſt höchſten Orts ein Fruchtmarkt geſtattet worden. Derſelbe wird mit dem 15. Oktober l. J. eröff⸗ net, jede Woche auf Donnerſtag abgehalten und dauert, vom 1. April bis Ende September von 8 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags, und vom 1. Oktober bis 1. April von Morgens 9 Uhr bis 1 Uhr Nachmittags. Die näheren Beſtimmungen ſind aus der Frucht— marktordnung zu erſehen, die zu dieſem Behufe in jedem Orte an dem Gemeindehauſe, oder einem ſonſti— gen zu öffentlichen Verkündigungen beſtimmten Platze angeheftet iſt. Die betreffenden Herrn Buͤrgermeiſter werden erſucht, dieſes zur öffentlichen Kenntniß in ihren Gemeinden zu bringen. Gießen den 18. September 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Schneider. Bekanntmachung.. (1005) Die Lieferung von 4000 Ellen gebleich⸗ tem flächſenem Tuche, welche für die Marienſchloſſer Anſtalt nöthig ſind, ſoll Montag den H. Oktober l. J., des Vormittags um 9 Uhr, in meiner Wohnung dahier öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſtei⸗ gert werden, was ich hierdurch mit der Bemerkung zu öffentlicher Kenntniß bringe, daß Derjenige, wel⸗ cher bei der Verſteigerung mitbieten will, vorher ſeine Lieferungsfähigkeit nachweiſen muß. Marienſchloß am 21. September 1840. Funk. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1006) Donnerſtag den 1. Oktober, Nachmittags 1 Uhr, ſollen mehrere Reparaturarbeiten an der Kirche zu Beienheim als: Schreinerarbeit, voranſchlagt zu 38 fl. 20 kr. Schloſſerarbeit, 75 77 9„ 50„ an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Beienheim den 23. Sept. 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fink. Holz⸗Verſteigerung. (1007) Donnerſtag den 1. Oktober 1840, Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Obererlenbach 59 Stecken buchen Stockholz und 3000 Stück Ginſtern⸗Wellen an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Der Zuſammenkunſts⸗ ort iſt oberhalb Friedrichsdorf. Ich erſuche die Herrn Bürgermeiſter, dies ge— fälligſt bekannt machen zu laſſen. Obererlenbach den 22. September 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter e eee Bekanntmächung—. (1008) Mittwoch den 30. September, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe dahier die an dem Hospitalgebäude im Eichelhof vorzunehmende Maurerarbeit, welche zu 25 fl. voranſchlagt iſt, an den wenigſtnehmenden vergeben werden. Der Ueberſchlag liegt auf meinem Büreau zur Einſicht offen. Friedberg den 23. Sept, 1840. Der Beigeordnete Bender. Obſt⸗Verſteigerung. 5 11009) Dienſtag den 29. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll das diesjührige der Gemeinde Obermörlen gehörige Obſt, beſtehend in circa 60 Malter Aepfeln und 6 Mltr. Birnen in Abtheilungen auf Ort und Stelle, oͤffentlich und an die Meiſtbietenden verſtei⸗ gert werden. Obermörlen am 23. Sept. 1840. Der grosh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Arbeits-Verſteigerung. (1010) Dienſtag den 29. September d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen in der hieſigen Gemeindeſtube * 274 7 die bei Erbauung eines Schoppens erforderlichen Arbeiten, als: N. Maurerarbeit, voranſchlagt zu 19 fl. 27 kr. Zimmerarbeit 71„ 57„ Dachdeckerarbeit„„ Schreinerarbeit 10„ 30„ Schloſſerarbeit, an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Großkarben den 20. Septetaber 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter 3 ö ll. Verſteigerungs⸗- Anzeige. (1011) Donnerſtag den 8. Oktober l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe auf frei⸗ willigen Antrag der Heinrich König'ſchen Eheleute die denſelben gehörende Hofraithe, Pag. et Nr. 56 3%, beſtehend in Wohnhaus benebſt Gärtchen, Scheuer und Stall, an Heinrich Jordis gelegen (gibt in die Präzens 40 ½ kr.) öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert werden. Friedberg den 23. September 1840. Der Beigeordnete Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1012) Mittwoch den 30. d. M., des Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen die erforderlichen Reparatur⸗ Arbeiten an den Gemeinden- und Pfarrgebäuden hierſelbſt öffentlich an die Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert werden. Maurerarbeit, voranſchlagt zu 91 fl. 19 kr. Steinhauerarbeit 90„—„ Zimmerarbeit 13„ 18 Schreinerarbeit 16% 30 Schloſſerarbeit g„ 12 77 15 77 Glaſerarbeit 8 7 30 7 Weißbinderarbeit 12—., Spenglerarbeit 2% 305, Die Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zum Termin auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen.. 2 Oberrosbach am 23. Sept. 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Kalklieferung zur Niddabrücke in Nidda. (1013) Donnerſtag den 1. Oktober, Vormittags 10 Uhr, ſoll der zur Niddabrücke in Nidda noch erforderliche Kalk an die Wenigſtnehmenden auf dem Rathhauſe in Nidda öffentlich in Accord gegeben werden. Nidda den 17. September 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Aepfel-Verſteigerung. (1014) Da die Verſteigerung der der Gemeinde Fauerbach I. zuſtehenden Aepfel, 80— 90 Malter, die Genehmigung nicht erhalten hat, ſo werden die ſelben Montag den 28. d. M., Vormittags 11 Uhr, einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt. (1016) 11 Uhr, ſol Obſt, in u. Mltr. Birk meiſtbieten Die gr in ihren 6 Boden. 0 (4017) tags 9 Uh ſtein'ſchen Rechnung Wellen me Ockſtas (1018) tags 10 adehen . 17 kr. 97 7 — * 39* 1 1 77 N derden 10 ddermeiſter Weiſtbie⸗ . Dender. 8 0 e Vormit⸗ Neparatur. 0 rgebauden enden yer. 19 fr. sbaumeiſter Gemeinde 0 Malter, werden die⸗ 98811 Uhr, 55 275* Die großh. Buͤrgermeiſter werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Fauerbach I. am 19. Sept. 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter erner. Arbeits-Verſteigerung. (1015) Mittwoch den 30. September l. J., von Vormittags 8 Uhr anfangend, ſollen nachfolgende bei der Stadt Gießen für das Jahr 1841 erforder⸗ lichen Civil- und Wegbauarbeiten nämlich: 1) Zimmerarbeit 135 fl. 14 kr. 2) Maurerarbeit 239„ 40.% 3) Schreinerarbeit 258„—„ 4) Schloſſerarbeit 35„ 38„ 5) Steinhauerarbeit 140„—„ 6) Weißbinderarbeit 225„ 29, 7) Steindeckerarbeit 59% 20„ 8) Küferarbeit 14„ 40„ 9) Wagnerarbeit 1% 48„ 100 Dreherarbeit 4„—„ 110 Zinngießerarbeit 42„—„ 12) Sattlerarbeit 8%„ 13) Steinbrecherarbeit 118, 2„ 14) Planir⸗ und Chauſſirarbeit 456„—„ 15) Handarbeit i 16) Fuhrarbeit 844„—„ 17) Steinklopferlohn 9„, auf dem hieſigen Rathhauſe an den Wenigſtnehmen⸗ den vergeben werden. Die desfallſigen Koſtenüber— ſchläge liegen auf dem Bürgermeiſterei-Büreau zur Einſicht offen. Gießen den 18. September 1840. 5 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter i Schneider. Obſt⸗Verſteigerung. (1016) Dienſtag den 29. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſoll das der Gemeinde Bodenrod zuſtehende Obſt, in ungefähr 20—22 Mltr. Aepfeln und 1½ Mltr. Birnen, parthienweiſe auf Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Bodenrod den 21. September 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hoffmann. Bekanntmachung. (1017) Dienſtag den 29. Sept. d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in dem freiherrlich von Franken⸗ ſtein'ſchen Walde, Diſtrikt ober der Querſchneiße für Rechnung des Herrn Buderus 5300 Stück buchen Wellen meiſtbietend verkauft werden. Ockſtadt den 24. Sept. 1840. Der Oberförſter Harth. Guts- Verpachtung. (1018) Freitag den 16. Oktober l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, wird das in der Obererlenbacher Ge— markung gelegene gräflich von Ingelheim'ſche Hof— gut, beſtehend in 236 Morgen Ackerland, 230„ Wieſen, 2%„ Baugärten, nebſt der Schäfereigerechtigkeit in der ganzen Orts⸗ gemarkung auf 9 oder 12 Jahre, von Petritag 1841 anfangend, der öffentlichen Verpachtung ausgeſetzt, wozu Pachtliebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß von den Pachtbedingungen ſowie von den naheren Gutsverhältniſſen täglich dei dem Unter⸗ zeichneten Einſicht gengmmen werden kann. Obererlenbach Kreiſes Friedberg den 18. Sept. 1840. Der gräfl. v. Ingelheim'ſche Rentmeiſter Ehehalt. Bekanntmachung. (1019) Mittwoch den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll dahier der gemeinſchaftliche Faſſelochs öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg werden hiermit erſucht, dieſes gefälligſt bekannt ma⸗ chen zu wollen. Obererlenbach den 21. Sept. 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Ohmeis. C Privat⸗ Bekanntmachungen. Waaren-Empfehlung. (949) Um unſere verehrlichen ſehr zahlreichen Kunden gehörig bedienen zu können, haben wir auf die bevorſtehende Winter-Saiſon unſer durch ſeine geſchmackvolle Auswahl bekanntes Puß/ Modt⸗ und Slickerti⸗ Waaren⸗Geſchaͤf bedeutend erweitert, und ermangeln nicht, uns ſo— wohl mit den bekannten, als auch vielen neueren Mode⸗Artikeln franzöſiſcher und engliſcher Fabrikation beßtens zu empfehlen. Vortheilhafte Einkäufe, ver⸗ bunden mit einem bedeutenden Waaren-Abſchlag ſetzen uns in den Stand, unſere Waaren-Preiſe be⸗ deutend herabzuſetzen, namentlich ächten, breiten Wie— ner Leinen⸗Stramin auf 16 kr. pr. Elle, angefangene Pantoffel 1 fl. das Paar ꝛc. Wir bitten daher unter Zuſicherung reellſter Bedienung um ferneren, recht zahlreichen Zuſpruch. Friedberg den 9. September 1840. 2 J. Fürth ſel. Erben. 1 Metzgergaſſe Nro. 188. Eine Wohnung (995) im dritten Stocke iſt auf der breiten Straße zu vermiethen und kann bis den 20. December d. J. bezogen werden. Ausgeber dieſes ſagt wo? Hundertfünfzig Gulden (989) liegen in dem katholiſchen Kirchenfonds zu Vilbel zum Ausleihen bereit. Ried, Kirchenrechner. Bekanntmachung. (1020) Unter Bezugnahme auf die frühere Bekannt⸗ machung in Nr. 34 des Intelligenzblattes bringen wir in Erinnerung, daß Montag den 28. d. M. dahier die landwirthſchaftliche Preisvertheilung ſtattfindet, und erſuchen die Herrn Oekonomen, eine möglichſt große Anzahl preiswürdigen Viehes hierher zu befördern um dadurch den Erwartungen, die von allen Seiten gehegt werden, zu entſprechen. Aſſenheim den 23. September 1840. Der Feſtausſchuß. Preis-⸗Kegelſchieben. (1021) Sonntag den 27. und Montag den 28. d. M., an den Tagen des hieſigen Kirchweihfeſtes, wird bei dem Unterzeichneten ein Preis-Kegelſchieben ſtattfinden, wozu ergebenſt einladet. Butzbach den 24. September 1840. Gottfried Zell. Pferde- und Wagen-Verſteigerung. (1022) Unterzeichneter iſt geſonnen, ſein ſeither zum Steinfahren auf der Provinzialſtraße von Fried⸗ berg nach Homhurg gebrauchtes Vieh und Geſchirr, beſtehend aus 6 guten Zugpferden von mittlerem Alter, nebſt Geſchirr, ſodann 2 Wagen, wovon einer mit eiſerner Achſe, mit Dunghorten, Leitern und Ketten, noch im beßten Zuſtande befindlich, Montag den 5. k. M., Vormittags 9 Uhr, in dem Gemeindehaus zu Oberrosbach einer öffentlichen Verſteigerung aus⸗ zuſetzen, wozu Steigliebhaber einladet Johann Gari aus Italien. Birn⸗ Verkauf. (1023) Mittwoch den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird auf dem Bainhardshof eine anſehn— liche Parthie Biru, beſonders zu Houig gut, nach einzelnen Bäumen meiſtbietend verkauft. Bekanntmachung. (1024) Sontag den 27. d. M. iſt bei der Unter⸗ zeichneten zur Feier der Nachkirchweihe gutbeſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu ſie ergebenſt einladet. Zugleich bemerkt ſie, daß die Birnen in dem herrſchaftlichen Garten dahier Dienſtag den 29. d. M., Vormittags 9 Uhr, meiſtbietend verſteigert werden. Ockſtadt den 24. Sept. 1840. N Adam Krug's Wittwe. 10 bis 12 Stuͤck (1025) gute 2öhmige Fäſſer ſind zu verkaufen bei Friedberg. Georg Steinheußer. * 276*. Ein gut gewölbter Keller, (1026) welcher im Sommer ſehr kühl iſt, und im kälteſten Winter darin keine Kartoffeln erfrieren, der nächſt 250— 300 Malter Kartoffeln faßt, iſt auf mehrere Jahre zu verpachten. Sodann kann auch ein Logis bei mir bezogen werden. Butzbach den 24. Sept. 1840. J. Weickhardt, Buchbinder, nächſt der Poſt. Zur Nachricht. (1027) 5 Stück neue gut verfertigte eiſerne Flachs⸗ reffen, 2 mit 46, 1 mit 47 und 2 mit 50 Zinken, jede circa 25 Pfund ſchwer, ſiud zu kaufen in Ober⸗ rosbach bei Schmiedmeiſter Philipp Lämmer. Einladung zum Kirchweihfeſt. (1028) Sonntag den 4., Montag den 5. und den darauf folgenden Sonntag den 11. Oktober wird das diesjährige Kirchweihfeſt gefeiert, wozu unter dem Bemerken, daß zugleich ein neuer geraͤumiger Saal eingeweiht werden ſoll, höflichſt eingeladen wird.. Für gute Speiſen und Getränke wird beßtens geſorgt ſeyn. Nauheim am 25. September 1840. Bernhard Salzmann. Nachkirchweihfeſt zu Ockſtadt. (1029) Künftigen Sonntag den 27. d. M. iſt zur Feier des Nachkirchweihfeſtes dahier bei mir gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich höflichſt ein⸗ lade. N Ockſtadt. Tobias Thaler. Hofraithe-Verſteigerung oder Verpachtung. (1030) Da die Leonhard Bieler'ſche Hofraithe bei mehrmaliger öffentlicher Verſteigerung das Taxa⸗ tum nicht erreicht hat, ſo wird öffentlich bekannt gemacht, daß Gebote aus der Hand angenommen werden. Auch wird, wenn Liebhaber ſich finden, die Hofraithe nebſt dem daran ſtoßenden Garten, der mit Bäumen bepflanzt iſt, in Pacht gegeben. In der Wohnung befindet ſich im untern Stocke am Eingange rechts eine Stube mit Nebenſtube und eine Küche mit Kochheerd, ferner links ebenfalls eine Stube mit Nebenſtube und Kuͤche, worin ſich der Eingang in einen Keller und in dem Hausgang der zu einem andern befindet; der zweite Stock beſteht aus drei geräumigen heitzbaren Stuben, einer ver⸗ ſchloſſenen Küche mit Kochheerd und Bratofen, und der dritte Stock aus drei heitzbaren Stuben, drei Kammern, Küche und geräumigem Speicher, alles verſchloſſen. Ferner befindet ſich noch im Hinter⸗ baue eine Waſchküche, worin ein großer kupferner Keſſel iſt, ſodann zwei geräumige Ställe, Boden und einer Kammer. Die Hofraithe kann jeden Tag eingeſehen wer⸗ den und iſt das Nähere in derſelben zu erfragen. Friedberg. Johannes Schwalm J. J derſe uſcht Fried 5 Lit ͤchſt 9 40 Im Stuttgart it f Friedbel länen der 1 vorm. Oberg Pollſtändi enthält: Berl für Schule v In Vollſtänd enthalt: Aeg Italien.— Dieſe beis Matt. Wit merkſam! 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Friedberg Butzbach. kr. pf. er. pf. 1 TLeib⸗Roggenbrod 2 I 2 77 77 5 8 4 3 4 7 1 1070— 9 3 9 06 8 1 1755. 2 — Milchbro 4 5 — Waſſerweck 116% 1 —(Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1% Fleiſch-Preiſe. 1 pf. pf. 1(Ochſenfleiſch iet 18 3 10 2 e gemaͤſtetes 3 8 „ nate 741 Rindfleisch 7 1 7— 77 Kalbfleiſch 6 2. 6 2 „ Schweinenfleiſch 10 1 10— „ Hammellleiſch 81— 81— „ Schaaflleiſch 71—— ̃ „ Wurſt von blos Schweinen 132323ͤð èͥ]é-5 „Gemiſchte Wurſt 10— 104— „ Bratwurſt 14— 144 „ Schwartenmagen 144— 144— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 14— 14— 7 Dörrfleiſch 1 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 191— „ dito ungusgelaſſen] 18— 1814— „ Nierenfett 19— 184— Hammelsfett 1 15 14— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Kuͤ ch ler. Carl Bindernagel in Friedberg empfiehlt ſich zur gefaͤlligen Subſeription 5 auf die vollſtaͤndigſte, mit neuen Zuſaͤtzen vermehrte, neugeordnete Ausgabe von Götht's ſaͤmmklichen Werken. 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