. „N ſtlichen urgermeiſter Intelligenzblatt für die — — Yberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 338. Sonnabend, den 19. September 1340. Die Samſtags⸗Gaͤſte. (Fortſetzung.) Lorenz war der Sohn eines ganz gewöhnlichen Handwerkers, die eben auf dem Lande von den Bau⸗ ern nicht ſehr hoch gehalten werden. Er hatte bei ſeinem Vater das Handwerk, die Schreinerei, erlernt, was aber mehr werth war, er war von ſeinem Va⸗ ter nicht nur zur Arbeitſamkeit, ſondern auch von ihm und ſeiner Mutter zur Frömmigkeit, Redlichkeit und Biederkeit angehalten worden, hatte dann meh— rere Jahre als Handwerksburſche die Welt geſehen, überall bemerkt und gelernt, wo etwas Gutes zu bemerken und zu lernen war und das Glück gehabt, einen vortrefflichen Meiſter in einer Stadt zu finden, der die glücklichen Anlagen deſſelben erkannte und dafür ſorgte, daß er in einer„Sonntagsſchule“ in dem unterrichtet wurde, was ihm abging, beſon— ders im Schreiben und Zeichnen. Und ſo war er denn als ein erfahrner junger Mann aus der Fremde zurückgekommen, hatte nach dem Tode ſeines Vaters deſſen Geſchäft übernommen, und eine wackere Lebens— gefaͤhrtinn in ſeiner ſanften Eliſabeth gefunden. Da das väterliche Häuschen alt und baufällig war, ſo ließ ers niederreißen, und erbaute ſich eine neue Wohnung. Dieſe Wohnung war nicht größer als die gewöhnlichen Bauernhäuſer; wer ſie aber im In⸗ nern betrachtete, mußte geſtehen, daß ſie geſuͤnder ſey und mehr Bequemlichkeit und Raum darbiete, als Eine Wohnung im ganzen Dorfe, das Pfarrhaus ſelbſt nicht ausgenommen. Damit war aber Lorenz noch nicht zufrieden. Zum glücklichen Leben gehört, meinte er, nicht nur tüchtige Arbeit, um die Seinigen ehrlich und redlich nähren zu können, und eine freundliche Wohnung, ſondern auch dann und wann eine gute Unterhal⸗ tung mit guten Freunden. Nach und nach hatte er ſich wirklich in ſeinem Dorfe eine Anzahl ſolcher Freunde ausgeſucht, ſo daß ſie ihrer Acht waren, die man darum die Samſtags-Gäſte nannte, weil ſie im Winter alle Samſtag⸗Abend zuſammen⸗ kamen, im Sommer m en überhäufter Geſchäfte freilich nur alle vier Wochen. Zum Theil waren es Schulkameraden von Lorenz, und zwar ſolche, die ſich als ehrlich und redlich bewährt hatten, zum Theil aber auch jüngere Leute; Einer von ihnen war aus der Ferne in das Dorf gezogen. Es be⸗ ſtand die ganze Geſellſchaft aus Leuten, die durch Wort und That bewieſen, daß ſie, wie man im gemeinen Leben zu ſagen pflegt, Männer waren,— die des Sonntags nicht verſäumten, ihren Gottes⸗ dienſt zu beſuchen und der Predigt fleißig zuzuhören, ſich in der Woche durch weder vor einer Arbeit, noch vor einem Menſchen, ſondern nur vor, Gott fürchteten, ihre Kinder zum Fleiße, zur Redlichkeit und Gottesfurcht anhielten, ihre Geſchäfte„mit Gott“ und raſch angriffen und, weil ſie, was einmal ange⸗ griffen war, nicht bei Seite legten, raſch beendeten. Ihr gemeinſamer Wahlſpruch war„Schlicht und recht.“ In der That zeichneten ſie ſich im Aeußeren in Nichts vor ihren Mitbürgern aus; dennoch waren ſie nicht nur von den geiſtlichen und weltlichen Be amten des Dorfes vor Andern geachtet, ſondern hatten auch nachgerade durch Fleiß und Sparſam— keit das Wenige, was ſie von ihren Eltern ererbt oder erheirathet, zu einem etwas mehr als wenig gebracht, das heißt, ſie waren wohlhabend geworden. Solche brave und redliche und fleißige Leute, wie ſie waren, hat nun wohl faſt jedes Dorf unſers lieben deutſchen Vaterlandes, und vielleicht mehr als ihrer waren, aufzuweiſen; ſie bringen aber nicht den E. vierten Theil von dem zu Stande, was unſern Sa m⸗ ſtags⸗Gäſten glückte, und das kommt ohne Zwei⸗ fel daher, weil ſie vereinzelt daſtehen, dieſe Sa m⸗ ſtags⸗Gaͤſte aber für jede Sache von einiger Bedeutung unter ſich verbunden waren. Bei ihnen konnte man ſich ſo recht überzeugen, daß vereinte Kraft ſtark macht, und ohne verbundene Kräfte nichts Großes zu Stande kommen kann. So hatten ſie ſich ſchon längſt unter einander verſtändigt, wie ſie's anfangen wollten, wenn einmal in dem Dorfe ein Brand entſtünde. Sie hatten aber feſtgeſetzt, bei einer ſolchen Noth zuerſt die Menſchen zu retten, dann was feuergefährlich ſey, z. B. Stroh de., wegzu⸗ ſchaffen, und hierauf erſt Geld, Papiere, Weißzeug und anderes Hausgeräth zu retten. Um in einge⸗ ſchloſſenen Räumen das Feuer zu tödten, müſſe man Schwefel anzünden, wenns im Schornſteine brennt, hineinſchießen. Wo das nicht gehe, müſſe die Spritze wirken; ehe aber dieſes geſchehe, müſſe ein Theil von ihnen die Anweſenden in Reihen ordnen oder die Frauen und Mädchen anhalten, aus den ver⸗ ſchiedenen Brunnen des Orts Waſſer in Zübern herbeizutragen. Helfe aber das Waſſer nicht mehr, dann müſſe ohne Barmherzigkeit niedergeriſſen wer⸗ den, was Gefahr drohe, damit wenigſtens die fol⸗ genden Häuſer gerettet würden. Bei dem Allem gelte nicht lange Federleſens, ſondern wo's Noth habe, müſſe man das Leben für die Brüder wagen, denn Menſchen zu retten, ſey mehr werth als ſein Leben zu erhalten.— So war ſchon zweimal durch dieſe Samſtags⸗-Gaſte ein gefährlicher Brand- ohne bedeutenden Schaden gelöſcht worden. Man merkte dabei wohl, daß Einer dem Andern in die Hände arbeitete, aber auch, daß der Lorenz, oder wie ihn die Leute nannten, der ſtarke Lorenz, die Seele des Ganzen war. Wie ſie aber alle nach und nach wohlhabend wurden, davon lag die Urſache auch in ihrer Ver⸗ einigung. Wenn nämlich andere Hausväter des Abends ins Wirthshaus gingen, ſo blieben ſie zu Hauſe und unterhielten ſich mit ihren Kindern oder ließen dieſe aus einem nützlichen Buche, deren ſie immer Eins oder das andere hatten, vorleſen. Sie rechneten dabei ſo: Unter 4 Kreuzern wird ein ſolcher Gang ins Wirthshaus nicht abgemacht; das ſind den Monat zwei Gulden. Alle Monate nun trug Jeder dieſe 2 Gulden oder was er ſonſt erübrigt hatte, manchmal gar drei oder vier, herbei und die kamen zuſammen in die Sparkaſſe der nahegelegenen Stadt. Nach Verlauf eines Jahres wurden die Zinſen wie— der auf Zinſen gelegt, und ehe zwölf Jahre um waren, fand ſich, daß ſie ein bedeutendes Capital beiſammen hatten, das nun getheilt und von jedem beſonders angelegt wurde. Wenns ging, wurde aber auch noch nebenbei alle Monat Ein Kreuzer in eine beſon⸗ dere Spaxbüchſe gelegt, und aus dieſer jährlich ein gutes Buch angeſchafft, das von einer Familie zur andern wanderte. * 266. 9 e Sonſt unterrichteten ſie ſich einander in allerlei nützlichen Dingen, und wenns noͤthig war, etwas Gutes zu betreiben, ſo halfen ſie ſich einander. So ließen ſie ſich in der Art, wie man am beßten die Wieſenbewäſſerung anlege, unterweiſen, und führten das, wenn's wegen der Nachbarn möglich war, bei den ihrigen aus. Die Anlegung einer guten Dung⸗ ſtätte hatten ſie ebenfalls gelernt, und ehe man ſich's verſah, hatten ſie ſich alle 8 dergleichen angelegt.— In ihrer Wirthſchaft waren ſie vor allen Dingen auf gutes Rindvieh bedacht. Sie meinten, ohne einen tüchtigen Stall Vieh gebe es keinen Dünger, und ohne Dünger könne man von dem Acker auch auf nicht viel Frucht rechnen. Das Vieh ließen ſie aber nicht, wie die Andern, den ganzen Sommer auf die Weide gehen, ſondern führten die Stallfütterung ein, ohne welche weder auf viele Milch noch auf bedeu⸗ tenden Dünger gerechnet werden könne. Bei dergleichen Dingen ſchüttelten freilich manche ſonſt brave Dorfbewohner die Köpfe, und meinken, das gieng nicht gut; die Alten wären auch kluge Leute geweſen und klüger als ſie, und wie's die Alten gemacht hätten, wollten ſie's auch machen.— Wenn ſie aber nachher ſahen, daß die Samſtags⸗ Gäſte einen beſſeren Viehſtand hatten, daß ihre Fruchtäcker allemal fetter und beſſer ſtanden, als die übrigen, daun wurde doch Manches von ihnen angenommen und nachgeahmt, und es verbreitete ſich im Dorfe ein vermehrter Wohlſtand, wie ſich nachgerade ein beſſerer Geiſt verbreitete, der am Ende Gemeingeiſt wurde. (Schluß folgt.) M i see el bei Braunkohlen Ertrag. Im Jahr 1839 ſollen im Braunkohlen⸗Bergwerk zu Dorhetm 324,000 Centner Braunkohlen verkauft worden ſeyn. Davon kamen vertragsmäßig an die kurheſſiſche Saline zu Nauheim 120,000 Centner. Die übrigen im Betrage von 204,000 Centner er⸗ hielt das Publikum. Welch' eine Maſſe von Holz wäre nothwendig geweſen, um dieſelben zu erſetzen! Und woher hätte dieſes Holz kommen ſollen? * ** Dichter ge Der Einſender dieſes hat in einem gewiſſen Album, das ihm zufällig in die Hände kam, einen merkwürdigen Erguß eines poetiſch geſtimiaten Her⸗ zens gefunden, den er einem größern Publikum nicht vorenthalten zu duͤrfen glaubt. Schade nur, daß man die Verfaſſerin nicht nennen kann, ſonſt würde es gewiß jeder Leſer für ſeine Pflicht erachten, derſelben ihrer Verſe wegen ein Compliment zu machen. Das Ganze lautet mit diplomatiſcher Ge— nauigkeit abgeſchrieben alſo: 8 9 Uhr anfan, Enabt auge nin, Nüſſen beiſteigett w Pee hin Friedbe i 2 (932) Dor 10 Uhr, ſolle halber die fteiwilligen werden, als Pag. 1 Nr 00 l„ 1 erkreitete e ſſch er am 15 Unſere Freundſchaft ſoll Ewig nicht wangen Und wann ſie auch oft entfernt iſt. Ob ſie ſchon in meinen Gedanken Eine entfernte Freundſchaft ſpricht. Keine Ader wirt nicht ſchlagen Wo ſie nicht an ſie gedacht Vur ſie tuh ich Liebe tragen Biß in mein dunkleß Grab Biß der Muͤhlſtein Reben trägt Und daraus flüßt ſüßer Wein Biß der Tod mir nimmt mein Leben Dann wird unſere Freundſchaft zu ente ſeyn. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Oeffentliche Nachricht; (904) Ueber den Nachlaß des Schreinermeiſters Karl Knapfer zu Obererlenbach hat gr. Hofgericht den Concurs erkannt und es werden deßhalb Alle, welche Anſprüche irgend einer Art au die Maſſe zu machen haben, aufgefordert, ſolche entweder perſön⸗ lich oder durch einen genügend Bevollmächtigten in dem auf Freitag den 2. Oktober, Vormittags 9 Uhr, angeſetzten Liquidationstermine anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt, ohne daß ein Präcluſivbecret erfolgt, Ausſchluß damit erkannt wird. In dieſem Termine ſoll auch die Güte verſucht wer⸗ den, weßhalb die Vollmachten der etwaigen Manda⸗ tare auch zum Vergleichsabſchluß ermächtigen müſſen. Großkarben den 19. Auguſt 1840. Großherzoglich heſſiſches Landgericht g Muhl. Schmidt. a Obſt⸗Verſteigerung. (931) Dienſtag den 22. Sept. l. J., Morgens 9 Uhr anfangend, ſoll auf Ort und Stelle das der Stadt zugehörende Obſt, beſtehend in Aepfeln, Bir⸗ nen, Nüſſen und Zwetſchen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, und wird der Anfang an dem Friedhof hinter der Burg gemacht. Friedberg den 10. Sept. 1840. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (932) Donnerſtag den 24. Sept. l. J., Morgens 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe erbvertheilungs⸗ halber die Leonhard Bieler'ſchen Immobilien einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden, als: Pag. u. Nro. 60 25½ a Eine Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ haus, Werkſtätte und Grund an Peter Mann und Konrad Leonhard gelegen. 236 44 52 Ruth. Hausgarten, an Philipp Wißmath gelegen, gibt in die Stadt⸗ dente 7%. 33 222 39 19 Rth. Garten in der 17. Gewann an Adam Steinhäußer gelegen. 1 267. Ferner wird hiermit veröffentlicht, daß der Un— terzeichnete auf die Hofraithe benebſt dem Haus⸗ garten auch Gebote bis zum Verſteigerungstermine anzunehmen bevollmächtigt iſt und kann der Haus⸗ verkauf bei annehmbarem Gebot abgeſchloſſen werden. Friedberg den 9. Sept. 1840. Der Beigeordnete Bender. Oeffentliche Ladung. (940) Nachgenannte Einwohner von Obermörlen haben nach den einſchlagenden Hypothekenbüchern folgende Kapitalien entliehen und dafür Immobilien verpfändet: 1) Georg Scheibel und deſſen Ehefrau, Marga⸗ retha, geborne Konig, a) von Georg Venator in Friedberg am 5. Auguſt 1811 100 fl. b) von Adam Schmidt sen. Eheleuten daſelbſt am 4. November 1815 300 fl. 2) Anton Geck, an der Ecke, am 7. Januar 1811 von Johannes Ruland zu Friedberg 60 fl. 3) Nicolaus Krebs und deſſen Ehefrau, Eliſa⸗ betha, geborne Schweitzer, am 11. Januar 1810 von Joh. Georg Philippi zu Uſingen 140 fl. 4) Johann Georg Laux und deſſen Ehefrau, Margaretha, geborne Schneider, am 18. Nov. 1791 bei der Schierholziſchen Curatel zu Friedberg 50 fl. Da die Kapitalien abgetragen ſeyn ſollen, die Schuldurkunden aber nicht beigebracht werden kon⸗ nen, ſo werden alle diejenigen, welche aus dieſen Darlehensverträgen und Verpfändungen noch Rechte herleiten zu können glauben, hiermit öffentlich auf⸗ gefordert, dieſelben ſogewiß binnen 6 Wochen von heute an, dahier anzumelden, als ſonſt ſie damit ausgeſchloſſen, und die Einträge in den Hypotheken⸗ büchern gelöſcht werden. Friedberg den 20. Auguſt 1840. 5 Großherzoglich heſſiſches Landgericht Hofmann. Brumhard. Aepfel ⸗Verſteigerung. i (972) Montag den 21. September, Vormittags 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde gehörigen Aepfel, ungefähr 200 Malter, nochmals verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Rodenbach den 16. September 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Be ck. Oeffentliche Nachricht. (973) Wegen des landwirthſchaftlichen Feſtes, welches den 28. d. M. dahier ſtatt⸗ findet, wird das Kirchweihfeſt den 27. und 28. d. M. gefeiert. Aſſenheim den 17. September 1840. Der Beigeordnete Bertalott. Stelle für einen Schweitzer. (948) Die Verwaltung des großh. Landeshospitals zu Hofheim ſucht auf nächſte Weihnachten einen erfahrenen, ledigen Schweitzer, zur Wartung und Pflege von 20 Stuͤck Melkvieh. Zeugniſſe über bis⸗ heriges Wohlverhalten und insbeſondere, daß der⸗ ſelbe dem Trunke nicht ergeben, ſind bei der Anmel⸗ dung vorzulegen. i 5 Die Herrn Bürgermeiſter ſind erſucht, dies in ihren Gemeinden bekannt zu machen und darauf Reflectirende anzuweiſen, ſich bei dem Secretariat des großh. Provinzialkommiſſairs dahier ſchriftlich oder perſönlich zu melden und mit ihrer Lohnfor⸗ derung zu begleiten. Darmſtadt. Aepfel ⸗Verſteigerung. (974) Die der Gemeinde Reichelsheim zugehörigen Aepfel, ungefähr 60 Malter, werden Montag den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr, an Ort und Stelle in einzelnen Abtheilungen meiſt⸗ bietend verſteigert.. Reichelsheim am 14. September 1840. f Herz. naſſ. Landoberſchultheiſerei Hehner. Aepfel-Verſteigerung. (975) Montag den 21. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen die diesjährigen Aepfel der hieſigen Gemeinde, auf circa 60 Mltr. geſchätzt, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Heldenbergen den 15. Sept. 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Bekanntmachung. (976) Dienſtag den 29. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline der Be⸗ darf an Brodfrucht für die Salinen⸗Knappſchaft dem Wenigſtnehmenden in Lieferung übergeben wer⸗ den, welches den dazu Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 14. September 1840. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Weiß. Dunker. Bekanntmachung 977) Samſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die fr die Communalwaldungen des Kreiſes Friedberg für 1841 erforderlichen Eicheln, be⸗ ſtehend aus 1016% Malter, an den Wenigſtnehmen⸗ den auf dem Büreau des gr. Kreisraths dahier öffent⸗ lich unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen vergeben werden. Steigluſtige werden eingeladen. Friedberg den 8. September 1840. Der gr. Kreisrath des Kreiſes Friedberg J. d. A. Krach, Kreisſekretär. Trauben ⸗Verſteigerung. 5 (978) Die diesjährigen Weintrauben in dem Zwin⸗ ger und dem Hirſchgraben bei dahieſigem gr. Schloſſe, — 0 268 A* * werden Freitag den 25. d. M., Nachmittags 4 Uhr, an Ort und Stelle verſteigert. Fri berg den 16. September 1840. 4 Der großh. 10 Rentamtmann 1 f. f Edictalladun g. (979) Die bekannten Gläubiger des dahier ver⸗ ſtorbenen Seilermeiſters Chriſtian Eiſe haben bezüg⸗ lich deſſen überſchuldeten Nachlaſſes am 12. Januar b. J. eine gütliche Vereinbarung getroffen. Es wer⸗ den daher diejenigen, welche Anſprüche an jenen Nachlaß bilden zu können glauben, ſolche aber bei der unterzeichneten Behörde bis jetzt noch nicht an⸗ gemeldet haben, hierdurch aufgefordert, dieſelben im Termin. Freitag den 16. Okt. l. J., Morgens 9 Uhr, ſogewiß anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt das Arrangement vom 12. Januar l. J., ohne weitere Ruͤckſicht auf ſie, in Vollzug geſetzt werden wird. Butzbach den 11. September 1840. 5 Großherzoglich heſſiſches Landgericht Völcker. Calmberg. Obſt⸗Verſteigerung. 5 (980) Montag den 21. Sept. l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll eine große Parthie der hieſigen Ge⸗ meinde gehörige Zwetſchen in ſchicklichen Abtheilungen an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ferner ſollen Mittwoch den 23. d. M., Morgens 9 Uhr anfangend, die der Gemeinde zugehörigen Aepfel und Birnen, eine große Quantität von vorzuͤg⸗ licher Qualität, öffentlich meiſtbietend verkauft wer⸗ den. Der Anfang wird im Burggarten gemacht. Nauheim den 17. September 1840. Der kurf. heſſ. Bürgermeiſter. Hartmann. Verſteigerung von Bauarbeiten in Büdes⸗ heim. (981) Mittwoch den 23. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſollen die Dachdeckerarbeiten zur Herſtellung des Kirchendaches in Büdesheim auf dem daſigen Rathhaus wenigſtnehmend verſteigert werden. Friedberg den 16. September 1840. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Bekanntmachung. (982) Gleichzeitig der auf Samſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, anberaumten Eichelnver⸗ ſteigerung ſoll auch die Lieferung des für die Com⸗ munalwaldungen des Kreiſes Friedberg erforderlichen Birkenſaamens wenigſtnehmend vergeben werden. Friedberg den 14. September 1840. Der gr. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. n Bekanntmachung. a (983) Freitag den 2. Oktober, Morgens 10 Uhr, werden in der großh. Rentamts wohnung dahier 2 J ich dott e ffn ehen globe Faſſ 986) Dien hn ſel en Zäälriger Faſſ meſſtbietend ve Soͤdel den Prioe Wa (949) Un Kunden gehö die bevorſteh. geſchmackvolle Puß⸗ 2 bedeutend er wohl mit de Mode⸗Artikel beßtens zu e bunden mit ſetzen uns it deutend hera ner Leinen⸗ Pantoffel f. weitere en wird. 3 andgericht erg. btb zechellungen ng verſteigert „Morgens zugehorigen den vorz gemacht. ürgermeiſter nn. in Büdez⸗ chmittags 2 Herſtellung dem daſigen erden. 0 debaumeiſter den B. d. Eichelnver⸗ ür die Com- forderlichen werden. 0. b Ftiedberg g. g dahier? — 269 1 dort befindliche, zwiſchen 8-900 Pfund wiegende, eiſerne Cirkulir-Oefen einer freiwilligen meiſtbieten⸗ den Verſteigerung ausgeſetzt. Friedberg den 17. September 1840. In Auftrag: Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (984) Diejenigen, welche in dem freiherrlich von Franckenſtein'ſchen Walde ober der Querſchneiße für Rechnung des Herrn Kammerdirektor Klenze zu Laubach Holz fuͤr den Tarjf⸗Preis übernommen haben, werden erſucht, ſolches ſogewiß binnen 4 Wochen aus dem Walde zu fahren, als ſonſt daſſelbe auf alleinige Koſten des Käufers aus dem Schlage gebracht wird.— Zugleich wird bemerkt, daß in demſelben Diſtrikt noch eine Parthie Scheid⸗, Stock-, und Prügelholz zu verabfolgen iſt. Ockſtadt den 17. September 1840. 8 Eret, Forſtrechner. Obſt-⸗Verſteigerung. (985) Mittwoch den 23. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die diesjährigen hieſigen Gemeindeäpfel und Zwetſchen auf Ort und Stelle meiſtbietend ver— ſteigert werden. Soͤdel den 17. September 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Schneider. Faſſelochs-Verſteigerung. (986) Dienſtag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll ein auf die Zucht noch ſehr brauchbarer 3jahriger Faſſelochs, der Gemeinde Södel gehörig, meiſtbietend verſteigert werden. Södel den 17. Septemper 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Schneider. N Privat- Bekanntmachungen. Waaren-Empfehlung. (949) Um unſere verehrlichen ſehr zahlreichen Kunden gehörig bedienen zu können, haben wir auf die bevorſtehende Winter-Saiſon unſer durch ſeine geſchmackvolle Auswahl bekanntes Putz⸗, Mode⸗ und Stick erei⸗ Waaren⸗Geſchuft bedeutend erweitert, und ermangeln nicht, uns ſo— wohl mit den bekannten, als auch vielen neueren Mode⸗Artikeln franzöſiſcher und engliſcher Fabrikation beßtens zu empfehlen. Vortheilhafte Einkäufe, ver⸗ bunden mit einem bedeutenden Waaren-Abſchlag ſetzen uns in den Stand, unſere Waaren-Preiſe be⸗ deutend herabzuſetzen, namentlich ächten, breiten Wie⸗ ner Leinen⸗Stramin auf 16 kr. pr. Elle, angefangene Pantoffel 1 fl. das Paar ꝛc. Wir bitten daher unter Zuſicherung reellſter Bedienung um ferneren, recht zahlreichen Zuſpruch. Friedberg den 9. September 1840. J. Fürth ſel. Erben. Metzgergaſſe Nro. 188. 4000 fl. (950) liegen gegen doppelt gerichtlichen Einſatz in dem Kirchenkaſten zu Södel zum Ausleihen bereit. Der Kirchenrechner Raab. Fette Hämmel. (960) Auf Schloß Zwiefalten bei Schotten ſind 50 Stück fette Hämmel zu verkauſen. Ein zweiter Brenner, (987) welcher mit guten Zeugniſſen verſehen iſt, wird auf den Neuhof bei Gießen geſucht, und kann derſelbe ſogleich eintreten. 175 Gulden (988) liegen zum Ausleihen in dem Kirchenkaſten dahier bereit. Bruchenbrücken den 15. September 1840. Der Kirchenvorſtand daſ. 5 Hundertfünfzig Gulden (989) liegen in dem katholiſchen Kirchenfonds zu Vilbel zum Ausleihen bereit. Ried, Kirchenrechner. Einladung. (990) Sonntag den 27. d. M. fällt die hieſige Kirchweihe ein, und Tags darauf, als den 28. d. M., finden zugleich auch die Preisvertheilungen des landwirthſchaftlichen Vereins ſtatt.— Zur Verherr— lichung dieſes Feſtes werden mancherlei Veranſtal— tungen getroffen, die den Zuſchauer ohne Befrie— digung nicht vorübergehen laſſen.— Unter meinem ſehr geräumigen Zelte, gut beleuchtet und ſonſt ge ſchmackvoll eingerichtet, werden meine Freunde und Freundinnen nicht allein eine gut beſetzte Tanzmuflk antreffen, ſondern dabei auch zugleich für gute Ge⸗ tränke und Speiſen beßtens geſorgt ſeyn.— Des— falls bittet um geneigten Zuſpruch Aſſenheim den 15. September 1840. Reitz el. Empfehlung. (991) Von Tafel-, nebſt Tranchirmeſſern und Gabeln habe ich eine hübſche Auswahl in vielen Sorten zu verſchiedenen Preiſen vorräthig; desgleichen Taſchenmeſſer in ſehr verſchieden— artigen Facons mit mehr oder wenigen Stücken; Federmeſſer, ein-, zwei⸗, drei- und vierklingig, ſowie Raſirmeſſer vom feinſten engliſchen Stahl, für deren Güte ich garantire, Schlachtmeſſer, Kneipe⸗für Schuhmacher und ordinäre Küchen- meſſer, ſodann für Damen viele Sorten feine Scheeren, kleine, mittlere und große Schneider-⸗ ſcheeren, Papier- und Pferdeſcheeren u. a. m. Indem ich mich mit allen dieſen und noch meh⸗ reren andern in mein Fach einſchlagenden Artikeln NEN. beßtens empfehle, werden Reparaturen, ſowohl in meinem Laden auf der breiten Straße als in mei⸗ ner Werkſtätte in der Judengaſſe, angenommen, prompt und billig ausgeführt, und bemerke ich noch daß täglich geſchliffen wird. S. Goldbeck, Friedberg. Meſſerſchmied. Kirchweihfeſt zu Dorheim. (992) Sonntag den 20. und Montag den 21. und den folgenden Sonntag den 27. d. M., an den Tagen des hieſigen Kirchweihfeſtes, iſt bei mir Har⸗ monie⸗ und Tanzmuſik, nebſt allen an dieſem Feſte gewöhnlichen Erforderniſſen anzutreffen. Ich lade hierdurch alle meine guten Freunde und Bekannten Friedbergs und der Umgegend höflichſt ein, bitte um zahlreichen Zuſpruch und werde durch gute Ord— nung und reelle Bedienung das Vergnügen des Fe⸗ ſtes zu erhöhen bemüht ſeyn. Dorheim den 12. September 1840. Wilhelm Bingel, Gaſtwirth. Ein junger Menſch (993) kann bei einem hieſigen Kuͤfer und Bier⸗ brauermeiſter in die Lehre treten. Ausgeber ſagt bei wem. Empfehlung. (994) Die Unterzeichnete empfteht ſich einem ver⸗ ehrten hieſigen und auswärtigen Publikum im Fer⸗ tigen aller weiblichen Handarbeiten, beſonders ſchö⸗ ner Couverten und feiner Hemden. Indem ſie billige und reelle Bedienung verſpricht, bittet ſie um geneig⸗ ten Zuſpruch. Katharina Hanſtein, wohnhaft an der Kloſtercaſerne. Eine Wohnung (995) im dritten Stocke iſt auf der breiten Straße zu vermiethen und kann bis den 20. December d. J. bezogen werden. Ausgeber dieſes ſagt wo? Ein Knecht, (996) der mit guten Zeugniſſen verſehen iſt, und mit Pferden umzugehen verſteht, wird geſucht. Aus— geber ſagt wo? Fertige Kelterſchrauben (997) mit eiſernen Muttern ſind ſtets vorräthig bei[Gebrüder Grödel. Eine Kelter, 8 (998) noch in gutem Zuſtande, und mehrere Tau⸗ ſend gute Lehmſteine gebe ich zu billigen Preiſen ab. P. W. Sieck in Friedberg. Oſſenheimer Waͤldchen. (999) Sonntag den 20. Sept., am Tage des oſſenheimer Kirchweihfeſtes, iſt zum Beſchluß der Sommerbeluſtigungen im hieſigen Wäldchen Harmo⸗ nie⸗ und Tanzmuſikzanzutreffen. Ich werde Alles aufbieten, daß mich meine verehrten Gäſte auch fer⸗ nerhin in ihrem werthen Angedenken behalten werden. Sollte an obigem Tage ungünſtige Witterung N 270* eintreten, ſo iſt auf Sonntag den 27. Septbr. der Beſchluß der Sommerbeluſtigungen feſtgeſetzt. Jagdhaus den 17. September 1840. Aehle. Ein Keller (1000) im Sebaſtianiſchen Hauſe iſt zu vermiethen. Ein Logis, (1001) beſtehend in einer heitzbaren Stube nebſt Küche hat zu vermiethen Wa as, Metzgermeiſter. Briefpapier mit der Anſicht eines Theils von Friedberg iſt bei mir zu haben. Friedberg. Carl Bindernagel. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 5 fl.— kr. Hafer: 4 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 14. Sept.: Waizen: 8 fl. 30 kr. Korn:— fl.— kr. Hafer: 3 l Ser Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 11. Sept.: Waizen: 8 fl. 56 kr. Korn: 6 fl. 43 kr. e Hafer: 3 fl. 23 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 20. bis 27. Sept. 1840. : iedberg Butzbach. pfod Brod- Preiſe. Sri 9 40 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 2 2 2 77 975 5 5 4 8 3 4 77 17 181 9 3 . Loth. Loth. —[Milchbrod„„ —[Waſſerweck„ —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 116 1106 Fleiſch-Preiſe. : 4 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 5 10 8 25 75 75 4 gemäſtetes 15 Kühfleiſch ungemäſtetes 74 1 7 11 Rindfleiſch 7 1 71 „ Kalbfleiſch 6 2 6 2 „ Schweinenfleiſch 101 101 „Hammellleiſch 8— 81— „ Schaaflfleiſch 7 8 „Wurſt von blos Schweinen 124— 121 „ Gemiſchte Wurſt 10— 104— „ Bratwurſt 14— 144 „ Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 14— 144— „Dörrfleiſch 5 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 191— „ dito ungusgelaſſen 18— 18—. „ Nierenfett 194— 184— Hammelsfett 16— 151— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Kc Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Gerſte: 4 fl. 40 kr. Gerſte: ö fl. 11 kr. den M. dem ten genng jedoch d Zugle Jate fden, 1 — d. Die Sau ihre Gegner feinen bedeute Dieſer konnt gar bei offen hatten.„Eis Lorenz in! licher Menſch aber nur für Einheimischen nem Hauſe verſchwendet ausgibt, wi ſeine eignen in die Leiden ſich allemal da für ihn Seele gibt und wußte, er wohl au wahrnehmen ſten von He dein Bein ſte gethan hab: Willen ſein gab's eine E In den der Herr a