Weiter — 825 6 f ln luguſt: 0 8 fl.— tu. — 8 1192828289855. an ſür die im Allgemeinen,- den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 15. Auguſt 33. 1840 Lehrer ⸗Verſammlung. Unſere Zeit fühlt gewaltig das Bedürfniß von Verſammlungen zu gewiſſen Zwecken, und das mit Recht; denn der Menſch iſt ja zum geſelligen Leben geboren und wird nur unter Menſchen das, was er ſeyn ſoll. Wenn man von unſerer Generation ſagen kann, daß ſie geiſtig mit Rieſenſchritten vorangehe, ſo liegt großentheils die Urſache davon darin, daß die Menſchen häufiger als ſonſt ſich vereinigen. Hier kommen Aerzte und Naturforſcher, dort Mathematiker, anderwärts Philologen, wieder anderwärts Männer aus anderen Fächern zuſammen, beſprechen ſich, tauſchen ſich gegenſeitig aus, ermuntern ſich in ihren Streben, klagen auch wohl zuſammen, weil jeder Stand„ſeinen Frieden und ſeine Laſt“ hat. Die guten Früchte ſolcher Verſammlungen werden immer ſichtbarer, und die neuentſtandenen Eiſenbahnen, Dampfſchiffe, Eilwageu, Briefpoſtkouriere und Fa⸗ milienwagen müſſen dieſelben mehr erleichtern. Auch die Lehrer unſerer Gegend fühlten wieder das Bedürfniß einer ſolchen Verſammlung, und fand dieſelbe heuer in Folge einer Einladung von Seiten des hieſigen Mädchenlehrers, Herrn Bauer, am 23. Juli, auf dem bekannten, etwa/ Stunden von hier liegenden oſſenheimer Wäldchen ſtatt. Obgleich das Wetter nicht ſehr günſtig war, wurde dieſelbe doch ſehr zahlreich beſucht. Eröffnet wurde ſie durch einen feierlichen Geſang, wozu das von Erk Aſtimmig geſetzte Lied: Lobet den Herrn, den mächtigen König der Ehren ꝛc., paſſend auserleſen war. Hierauf hielt Herr Bauer eine Rede, worin er den Nutzen ſolcher Verſammlungen hervorhob und zwar, weil ſie 1) ein herrliches Mittel der Fortbildung ſeyen, Y den Kreis der Erfahrungen erweiterten, 3) die Liebe zum Berufe pflegten und nährten und endlich 4) den Trieb zur Geſelligkeit angemeſſen befriedigten. Nach der Rede wurde das ſchöne Mozart'ſche Lied: Brüder reicht die Hand zum Bunde ꝛc. geſungen.— Bei dem darauffolgenden Gaſtmahle wurden Toaſte auf die reſp. Landesfürſten der verſammelten Lehrer, zu⸗ erſt Sr. K. H. des Großherzogs, dann Sr. D. des Herzogs von Naſſau und Sr. Hoheit des Kurprin⸗ zen⸗Mitregenten von Heſſen ausgebracht. Später fanden mancherlei, das Lehramt und die Wiſſen⸗ ſchaft betreffende Beſprechungen ſtatt, und zuletzt trennte man ſich heiter und froh des ſchönen Feſtes, nachdem noch die Beſtimmung getroffen worden war, daß eine ſolche Verſammlung nächſtes Jahr wieder ſtattfinden ſolle und zwar Donnerſtag vor Ja- cobi an derſelben Stelle, wo die diesjährige Statt hatte.“) *) Wir bedauern, daß der beſchraͤnkte Raum unſers Blattes uns eine weitläufigere Beſchreibung dieſes Feſtes mitzu⸗ theilen verbietet. Wie wir hören, wird eine ſolche näͤch⸗ ſtens in der Zeitſchrift„Didaskalia“ und die von Hrn. Bauer gehaltene Rede in der„Allg. Schulzeitung“ er⸗ ſcheinen. Dahin verweiſen wir diejenigen unſerer Leſer, welche mehr darüber zu hören wünſchen. Die Red. Bodenroͤder Sagen. 1) Bei Bodenrod lag ſonſt an dem Wege nach Maibach und Münſter ein großer Stein; mit dem hatte es folgende Bewandniß. Vor alten Zeiten machte ein Räuber die ganze Gegend unſicher. Er war ſo gefürchtet, daß die Leute der Gegend auf ſein bloßes Geheiß ihm Geld brachten. Der Name Lambert, ſo hieß der Räu⸗ ber, reichte hin, daß Jeder that, was derſelbe ver⸗ langte. Einſt ſollte ein Mann aus Esba an ihn die Summe von dreitzig Gulden bringen. Sein Weib ging mit ihm. Während aber der Mann dem Räuber das Geld vorzählen mußte, verſetzte ihm das Weib mit einem Handbeile, welches ſie mit ſich führte, einen Schlag in den Nacken, daß er todt zur Erde fiel. Die beiden Eheleute bedeck⸗ ten nun den Leichnam mit jenem großen Steine, der erſt vor einigen Jahren in Bodenrod zu einem Bau benutzt wurde. Die Gegend heißt aber noch „am Lambert.“ 2) Zwiſchen Brandoberndorf und Haſſel⸗ born iſt ein Thal, das gleicht einer Feſtung, denn es iſt ganz von Bergen umgeben und hat nur Einen Ausgang. Hier ſoll der deutſche Heerführer Her⸗ mann ſein Lager gehabt haben. Darum heißt es noch jetzt das Hermanns ⸗Thal. 3) In der Gemarkung von Brandoberndorf iſt ein Ort, der heißt die Streitheck; da wandert des Nachts ein Jäger mit Hund, Gewehr und Ran⸗ zen. Eines Abends begegnete er einem Bodenröder Manne; der grüßte ihn mit„guten Abend,“ erhielt aber keinen Dank, und als er ihn genauer betrach⸗ tete, ſah er, daß er ohne Kopf war. „Aich ſein emol(ſo erzählt der Hans) de Wieſe wäſſern gange die Nocht im 12 Auer. Do hun aich ower de welle Jäjer gehort, Mord Krenk! de Hor hont ſich mer ower uffm Kopp ſtrack geſtallt. Das kom der iwer de Wald her, hu, he, tif, taf! hunnert en dauſig Stemme, grod iwer mich enaus, en dorch de Wiſſe. Mir wors angſt, aich gang ham, en hun net gewäſſert.“ Kaspar.„Su hot mers ach emol gegange am vörrerſte Haak; aich wor en der Waad met meine Oſſe; es wor noch Metternocht. Uf amol kom e Jogd vo der Weißbächer Seit, en iwer mich gekreſche, gegautzt, gepeffe. De Kap es mer vom Kop gefaan; aich macht maich ham.“ Melchior. Aich hu la ſo naut geglabt; ower de Wenter kom ich emol vo Bern bach. Es wor zweſich 1 un 2 Auer dei Nocht; aich hatt do Ge⸗ ſchäfte en wor elan, en wollt doch ach gern ham. Wei aich on Hergeſtaub kom, do kom ach der well Jäjer bai maich! hee machts grod ſo, wei dou ſahſt, Casper. Aich hun en gehort, bes aich off de Noll kom. Balſer. Aich ſein emol am Guckucksberg ge⸗ weſt, aach de Nocht; aich macht mer en Kärn Holz. Do kom ders iwer die Reppelberge, mer mant, der Deiwel käm; e Hundsjogd, e Gekreſch, e Lärm, gegautzt, gepeffe; aich hun net annerſter geglabt, als de ganze Reppelberge wärn lebendig. Aich ſein ham gefohrn lerrig. f Schafhirte. Stellt mer nor nett werrer de Hett off Grenzſtan. Mein No rrer hot geſat, do gengs Geſpens de ganz Naht im de Hett herrim. Es hot mer noch net lang en Schrack off de Hett gethon, do ſtann nor des an Rod am Krenzſtan.“ —— l — Anfrage an Oekonomen. Es iſt ſchon ziemlich lange her, daß den Leuten, welche Kartoffeln pflanzen, anempfohlen wird, die⸗ ſelben in Stücke zu zerſchneiden oder nur die Köpfe der Kartoffeln zu ſtecken, welche die meiſten Augen haben. Dieſes Jahr will man wenigſtens in der Umgegend von Friedberg bemerkt haben, daß faſt überall da, wo nur Stücke von Kartoffeln geſteckt wurden, dieſelben ausblieben. Iſt das gegründet? Oder liegen, falls dem ſo iſt, andere Urſachen zum Grunde? Mau wünſcht hierüber eine weitere gründliche Belehrung von einem erfahrenen Landwirthe, damit das Publikum ſich vor Schaden hütet.) *) Die Redaction wird einer ſolchen Belehrung gerne einen Platz in dieſem Blatte geben. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Bekanntmachung. (773) Samſtag den 5. September d. J., Morgens 10 Uhr, ſoll auf dem Wege der Hülfsvollſtreckung ein Grundſtück, Pag. und Nro. ½, 58 ½ R. in der Oberwöllſtädter Gemarkung, im Straßheimer⸗ Feld zunächſt an der Friedberger und Rosbacher Gränze, öffentlich gegen baare Zahlung verſteigert werden. f a Die großh. heſſ. Bürgermeiſter zu Friedberg, Ober⸗ und Niederrosbach werden erſucht, dieſes in ihren Bürgermeiſtereien bekannt machen zu laſſen. Oberwoͤllſtadt den 31. Juli 1840. In Auftrag großh. Landgerichts zu Friedberg Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Feuerbach. Bekanntmachung. (800) Montag den 17. d. M., des Morgens 9 Uhr, ſoll das Ausgraben und Aufmauern eines neuen Brunnens in der Pfarrwohnung zu Oberwöllſtadt ſowie die Fertigung einer Pumpe an die Wenigſt, nehmenden in Accord gegeben werden. 5 11 Scheuer verſteiger Ober un dies in Obern Arbe (803) fonds zu B ner, Sch tag den Bureau mend ver Fried (800 Uhr, ſol Erbauung beiten an werden. ben, daß faſt feln geſteckf tere gründliche udwirthe, dam tet.“) rung gerne einen ————— Behörden. ung. d. J, Morgens dülfsvollſtreckung „58 ½ R. in m Straßheimer⸗ und Rosbachtr ahlung verſteigert r zu Friedben erſucht, dieſes achen zu laſſe 1840. its zu Fricdbemg. ger melir Ing. des Morgens 9 wern eines neuel zu Oberwöllſabt an die Wing 233*. Pläne und Ueberſchläge liegen auf dem Buͤreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Oberwöllſtadt den 13. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermelſter Feuerbach. Gras ⸗Verſteigerung. (801) Von nachgenannten fiscaliſchen Wieſen wird das diesjährige Grummetgras folgendermaßen ver⸗ ſteigert: 10 von ungefähr 40 Morgen in dem ſ. g. See bei Stammheim Freitag den 21. d. M., Mittags 12 Uhr, an Ort und Stelle; 2) von ungefähr 22 Morgen in Lindheimer und 20 Morgen in Hainchener Gemarkung Mitt⸗ woch den 26. d. M., Mittags 12 Uhr, in Lind⸗ heim in der Behauſung des groß. Bürgermeiſters Bechtold; 3) von der ſ. g. Burgwaldswieſe bei Okarben, un⸗ gefähr 70 Morgen, Freitag den 28. d. M., Mittags 12 Uhr, an dem Mineralbrunnen bei Okarben; 4) von der Markwieſe bei Bauernheim, ungefähr 300 Morgen, Freitag den 4. September, Mit⸗ tags 12 Uhr, an Ort und Stelle, oder im Falle ungünſtigen Weiters zu Bauernheim bei Gaſt⸗ wirth Höres. Friedberg den 4. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Rentamtmann Bu ß u ß. Hofraithe-⸗Verſteigerung. (802) Donnerſtag den 17. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll zu Oberwöllſtadt eine Hofraithe Nro. 103 beſtehend in einem zweiſtöckigen Wohnhaus, Scheuer und Stallung gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter zu Ober⸗ und Niederrosbach und Niederwöllſtadt wollen dies in ihren Gemeinden bekannt machen laſſen. Oberwöllſtadt den 9. Auguſt 1840. In Auftrag großh. Landgerichts Friedberg Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Feuerbach. Arbeits ⸗Verſteigerung zu Butzbach. (803) Die an einigen Gebäuden des Kugelhaus⸗ fonds zu Butzbach uöthigen Maurer⸗, Zimmer⸗, Schrei⸗ ner⸗, Schloſſer⸗ und Weißbinderarbeiten ſollen Mon⸗ tag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dem Büreau des Kirchenvorſtandes daſelbſt wenigſtneh⸗ mend verſteigert werden. Friedberg den 11. Auguſt 1840. Der Gemeindebaumeiſter⸗ Ruths. Arbeits ⸗Verſteigerung. (804) Dienſtag den 18. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Vilbel die zur Erbauung eines Kanals daſelbſt erforderlichen Ar⸗ 5 an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert. werden. 10 Maurerarbeit voranſchlagt zu 46 fl. 36 kr. 2) Zimmerarbeit 31% is„, Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zum Termin auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 7. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Pfänderverkauf zu Oberwöllſtadt. (805) Montag den 17. d. M., des Nachmittags 2 Uhr, ſollen zu Oberwöllſtadt nachſtehende Pfand⸗ objekte öffentlich meiſtbietend gegen baare Zahlung verſteigert werden, als: 1) Ein Tiſch mit Backtrog, 2) Ein„ von eichen Holz, 3) Ein Wandſchränkchen von dgl. Holz u. 4) Ein Küchenſchrank mit Schuͤſſelbank, wozu Kaufliebhaber einladet. Oberwöllſtadt den 13. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Feuerbach. Bekanntmachung. (806) Dienſtag den 18. Auguſt d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline der Bedarf an Rübol dem Wenigſtnehmenden in Lieferung über⸗ laſſen werden, welches Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 11. Auguſt 1840. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Weiß. Dunker. Bekanntmachung. (807) Dienſtag den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quantität altes Eiſen meiſtbietend verkauft werden, welches den Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 13. Auguſt 1840. Kurfürſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Weiß. Dunker. Bekanntmachung. (808) Samſtag den 28. Auguſt l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen im hieſigen Rathhaus die Arbeiten und Lieferungen zur Einfriedigung des neuen Fried⸗ hofs, beſtehend in Maurerarbeitslohn, voranſchlagt zu 414 fl. 38 kr. Anlieferung von 155 Bütten Kalk 310„—„ Maurerſand aus der Uſa 99„ 54„ Steinhauerarbeit 358„ 30„ Schloſſergrbeit 452„ 12„ öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert wer⸗ den. Die Voranſchläge liegen auf meinem Büreau bis zum Verſteigerungstag zur Einſicht offen. Friedberg den 13. Auguſt 1840. f Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (809) Montag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll die Herſtellung der Friedhofsmauer dahier und das Aufſetzen von 17 Cubikklafter Baſaltſteinen in meinem Geſchäftszimmer öffentlich wenigſtnehmend verſteigert werden.. Oſſenheim den 12. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Keller. g U Privat⸗ Bekanntmachungen. Ein Mädchen (781) kann mit oder ohne Lehrgeld die Putzarbeit erlernen. Ausgeber dieſes ſagt bei wem. Mobilien-Verſteigerung. (784) Montag den 17. d. M., Morgens 9 Uhr, werden in der Behauſung des Unterzeichneten ver⸗ ſchiedene Mobilien, als: 1 gepolſtertes Sopha und 6 Stühle, 14 Tiſche, Kommode, Bänke, 1 Uhrkaſten, eine Parthie brauchbare Fenſter, 3 große weingrüne Lagerfäſſer, zuſammen 45 Ohm enthaltend, mehrere weingrüne Stückfäſſer und kleinere Fäſſer zum Ein⸗ machen, wie auch noch ſonſtige verſchiedene Gegen⸗ ſtände einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt, wozu hiermit einladet Friedberg den 5. Auguſt 1840. f. Chr. Hecht. 3200 fl. 5 (795) Vormundſchaftsgelder ſind zuſammen, oder „ gegen 5% hypothekariſch auszuleihen ur Ilbenſtadt im Auguſt 1840. Joſeph Veith. Bekanntmachung. (810) Dienſtag den 18. d. M., Morgens 9 Uhr, will die Wittwe des verſtorbenen Georg Richter zu Dorheim von deſſen Nachlaß Ein 9 Jahre altes fehlerfreies Stuten⸗Pferd, einen ganz neuen Wagen und noch ſonſtigen Hausrath öffentlich an den Meiſt⸗ bietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigern, wo⸗ zu Steigluſtige hierdurch eingeladen werden. Dorheim den 11. Auguſt 1840. Bekanntmachung. (811) Dienſtag den 18. d. M., des Mittags 12 Uhr, ſoll erbvertheilungshalber der Nachlaß des ver— ſtorbeunen Werner Röder zu Dorheim im Sterbehaus öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Derſelbe beſteht aus Bettzeug, Weißzeug, 2 Webſtühlen mit dem nöthigen Geſchirr, und ſonſtigem verſchiedenen Hausgeräth. Sodann werden alle diejenigen, welche noch For⸗ derungen an den ver torbenen Werner Roͤder zu machen haben, aufgefordert, dieſelbe binnen 14 Ta⸗ gen bei dem Vormund Heinrich Eißner dahier ſoge⸗ **. 234 4 wiß anzuzeigen, als ſie ſonſtens ſpäͤter nicht mehr 5 1 berückſichtigt werden können. a Dorheim am 11. Auguſt 1840. ö Der Vormund: Heinrich Eißner jun. Ein junger Mann (812) wird in ein Gaſthaus als Kellner geſucht. Ausgeber dieſes ſagt wo? 2 Faſſelochſen, a (813) 1½ Jagr alt, ſind zu verkaufen bei Rent⸗ meiſter Filius in Beyenheim. Ein vollſtändiges Logis, (814) mit oder ohne Stall, hat zu vermiethen ö Wittwe Staubi. Empfehlung. (815) Ich beehre mich einem geehrten Publikum anzuzeigen, daß ich eine ſchöne Auswahl verſchiede⸗ ner Gattungen Herrnhemden beſitze, und zu ganz billigen Preiſen ablaſſen kann. Zugleich empfehle ich mich in allen Nähereien, und bemerke, daß einige Mädchen in allen weiblichen Handarbeiten, als in Stickereien, im Stricken, Nähen, Gebildſtepfen, in Straminarbeiten u. d. g., unentgeldlich Unterricht von mir erhalten können. Ich werde mich bemühen, die mir Anvertrauten in jeder Hinſicht zu befriedigen. Mina Schuſter, wohnhaft an der Kirche bei Hrn. Schönwolf. Hofraithe-Verſteigerung. (816) Mittwoch den 19. Auguſt, Morgens 10 Uhr, will der Unterzeichnete ein Wohnhaus nebſt Scheuer zu Butzbach auf den Abbruch meiſtbietend verſteigern laſſen. Das Haus nebſt Scheuer ſteht in der Mardilgaſſe zu Butzbach, und kann von Steig⸗ liebhabern täglich eingeſehen werden. Rübſamen. Ein Pferd, (817) gut zugeritten und fehlerfrei, iſt zu ver⸗ kaufen bei Gaſthalter Joutz im heſſiſchen Hofe zu Butzbach. Empfehlung. (818) Ich mache hierdurch einem verehrlichen hieſigen und auswärtigen Publikum die ergebenſte Anzeige, daß ich mich als Spengler dahier etablirt habe, und empfehle mich zu allen in dieſes Geſchäft einſchlagenden Arbeiten. Es wird ſtets mein Be— ſtreben ſeyn, durch gute und dauerhafte Arbeit, ſo wie durch reelle Bedienung, das Vertrauen der mich mit ihren werthen Aufträgen Beehrenden zu erlangen, und ſehe ich deßhalb recht zahlreichen Beſtellungen entgegen. Meine Wohnung iſt in dem Hauſe mei⸗ nes Bruders, des Bäckermeiſters Adam Rauſch in der Schirngaſſe. 10 Friedberg im Auguſt 1840.* Karl Rauſch, Spenglermeiſter. Einen Keller (819) hat zu vermiethen Cas p. Hofmanns Wiwz: mültelbar Dieſe Ge nige mielhet! Einrichtu Speicher Die auch dit — vor ben wen Butz (824) ſchen H zwei w pichen dieſelbe dicht Aehr der giſucht. bei Rent, rmietden Staudi. f Publikum verſchude, 1 zu gan; Y empfehle daß einige en, al in dſtepfen, in 5 Unterricht ch bemühen, befriedigen. . Schoͤnwolf. ig. Norgens 10 udaus nebſt weiſtdietend Scheuer ſteht in von Steig⸗ ibſanen. iſt zu ver, chen Hofe zu verehrlichen it ergebenſte x etablirt Geſchaft s mein Be⸗ e Arbeit, ſo uen der mich zu erlangen, Bestellungen Hauſe mei⸗ m Rauſch * 7 englermeift. nanns Dir. f„ 233 88 n e ig e. g (820) Ein Landgeiſtlicher wüuͤnſcht in ſeine ſtille Haushaltung als Gehülfin ſeiner Frau ein anſtändig erzogenes Frauenzimmer, welches kochen, ſpinnen und einer Landhaushaltung vorſtehen kann. Wo? iſt in der Expedition d. Bl. zu erfragen. f Bainhardsforſthaus. (821) Sonntag den 16. Auguſt iſt auf dem Bain⸗ hardsforſthaus gut beſetzte Tanz- und Harmonie⸗ Muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Bötz. Oſſenheimer Wäldchen. (822) Sonntag den 16ten Auguſt iſt Harmonie⸗ und Tanzmuſik im hieſigen Wäldchen, wozu höflichſt einladet. Aehle. Haus⸗ und Güter-Verſteigerung zu Butz bach. (823) Mittwoch den 26. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, wird der Unterzeichnete ſeine neuerbaute Hof— raithe nebſt circa 20 Morgen Ackerland und Wie⸗ ſen auf hieſigem Rathhauſe öffentlich verſteigern laſſen. In der ſehr weitläufigen Hofraithe iſt eine Bäckerei eingerichtet, und laſſen ſich die Gebäude leicht zu jedem andern Geſchäfte benutzen, da ſie mit großem Hofraum und Scheuer mit Stallung un⸗ mittelbar vor der Stadt an der Hauptſtraße liegen. Dieſe Gebäude, von welchen nur ein Theil fur eine jährliche Capital-Summe auf mehrere Jahre ver— miethet iſt, hat eine überaus ſchöne Lage, eine gute Einrichtung mit 15 heitzbaren Zimmern, 2 großen Speichern und einem großen gewölbten Keller. Die Bedingungen können bei mir eingeſehen, auch die beſchriebenen Immobilien— auch Mobilien — vor der Verſteigerung aus freier Hand abgege— ben werden. g i Butzbach am 21. Juli 1840. Jacob Heil II. Ber ore n. (824) Am 7. Auguſt wurde auf dem Wege zwi⸗ ſchen Heldenbergen und Ilbenſtadt ein Felleiſen mit zwei weißen, an den Enden blau geſtreiften Tep⸗ pichen verloren. Der redlche Finder wird gebeten, dieſelben an die Exp. d. Bl. abzugeben. Bei C. Bindernagel ſind wieder fol⸗ gende Formulare vorräthig: Forſtfrevelverzeichniſſe. Feldfrevelverzeichniſſe. Todesſcheine. Literariſ che Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorraͤthig: Neues Hauslexikon. Eine Handbibliothek für jede Haushaltung, herausgegeben von einem Vereine Gelehrter, ſowie praktiſcher Haus- und Land⸗ wirthe. Mit erläuternden Abbild. 28. Heft. 18 kr. Ferber, C., der kleine Rechenſchüler. 1r. Th. 27 kr. Neue Erzählungen für das jugendliche Alter. 18 kr. Wedemann, W., praktiſche Uebungen für den progreſſiven Klavierunterricht. 3 Hefte à 356 kr. —— Supplementheft zu den praktiſchen Uebungen fur den progreſſiven Klavieruntecricht, enthaltend 7 einfache, leichte Thema's mit 26 inſtruktiven Variationen und 9 Uebungsſtücken in Walzerform. 36 kr. —— Inſtructive 4händige Klavierlectionen, nach pädagogiſchen Grundſätzen gearbeitet. 4 Hefte à 36 kr. Schäntzlen, L., Sammlung deutſcher Schreibmuſter für Schulen und Privatunterricht. 40 kr. Busch, F. Th., Moebles d'Eeriture Anglaise. 45 kr. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 8 fl. 20 kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: 4 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 10. Auguſt: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 7. Auguſt: Waizen: 9 fl. 35 kr. Korn: 6 fl. 37 kr. Gerſte: 5 fl.— kr. Hafer: 4 fl. 46 fr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 19. bis 23. Auguſt 1840. pfd Brod Preife. Friedberg Butzbach. kr. pf. I kr. pf. 1 Leib-Roggenbrod 2 2 252 2 4 1 5 8 5— 4 7* 10 101— Loth. Loth. —[Milchbrod 114 11 4¼ —[Waſſerweck 15 11— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 115 145% Fleiſch-Preiſe. C 8 pf. pf. 1(Ochſenfleiſch a0 15 35 8 3 1 16 fl gemäſtetes 3 Kühfleiſch ungemäſtetes 7 72 Rindfleiſch 5 7 1 7 41 77 Kalbfleiſch 6 2 5 2 „ Schweinenfleiſch 104— 104— „Hammelfleiſch 84— 81— 77 Schaaffleiſch 77 5—— „Wurſt von blos Schweinen 124— 124— 1 Gemiſchte Wurſt 10 5 10— „ Bratwurſt 144— 144 „ Schwartenmagen- 144— 141— „I Geräucherter Speck 20— 2— „Schinken 144— 144— „Dörrfleiſch 15— 151— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 19— 17 dito unagusgelaſſen- 18— 181— „ Nierenfett 194— 184— Hammelsfett 15— 15 1— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Kuͤch ler. 7 1 5 7. Den Den 14. 22. 55 „Regina Wagner, des hieſigen Buͤrgers und Metzgermeiſters Johannes Wagner Ehefrau, verwitt⸗ „Johannes Wolf, neuangehender Bürger und „Herr Carl Textor, großh. Bergrentmeiſter dahier, Dem hieſigen Bürger und Dem hieſigen Bürger und Poſtillon Heinrich „Dem Bürger zu Gießen und Poſamentier Guſtav Friedrich .. . 236. Im Monat Juli 1840 wurden zu Friedberg ö 1) Getraut: Conrad König, neuangehender Bürger und Oekonom dahier, i meindsmannes Adam König nachgelaſſener ehelicher Sohn, und Anna Katharina Tönges, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Philipp Wilhelm Tönges eheliche Tochter. Franz Albrecht Ruppel, neuangehender Bürger und Oekonom dahier, des verſtorbenen Bürgers und Fuhrmanns Adam Ruppel nachgelaſſener ehelicher Sohn und Dorcthea Füller, des dahier verſtorbenen Bürgers und Zimmermeiſters Leonhard Füller sen. nachgelaſſene eheliche Tochter. Anton Heck, hieſiger Bürger und Schuhmachermeiſter, ein Wittwer, und Katharina Eliſabetha Vogt, des geweſenen Gemeindsmanns und Schneidermeiſters Nikolaus Vogt zu Reichelsheim nachgelaſſene eheliche Tochter. N 5 Seifenſieder, des Bürgers und Schneidermeiſters Ludwig Wolf zu Oberrosbach ehelicher Sohn, und Margaretha Meiſinger, des zu Oberwöllſtadt verſtorbenen Ortsbürgers Johannes Meiſinger nachgelaſſene eheliche Tochter. des geweſenen Pfarrers Herrn Friedrich Ludwig Textor zu Romrod nachgelaffener ehelicher Sohn, und Jungfrau Friedericke Weyland, des zu Darmſtadt verſtorbenen großh. Oberrechnungsraths, Herrn Ludwig Philipp Weyland, nachge⸗ laſſene eheliche Tochter. 0 25 Getauft: Dem großh. Geometer Herrn Georg Bindernagel eine Tochter, Johanette Jakobine Erneſtine Mariane Katinka, geboren den 17. Juni. Dem hieſigen Bürger und Maurermeiſter Friedrich Chriſtian, geboren den 18. Juni. Dem hieſigen Bürger und Sattlermeiſter Chriſtian Caſimir Hofmann eine Tochter, Maria Cäcilia, geboren den 25. Juni. Karl Weckerling ein Sohn, Ernſt Ludwig Kupferſchmiedmeiſter Martin Mondigler eine Tochter, Maria Eva, geboren den 3. deſſ. M Klees eine Tochter, Anna Katharina, geboren den 29. Juni. Dem hieſigen Burger und Handelsmann Daniel Chriſtian Julius Fritz ein Sohn, Johann Daniel Julius, geboren den 5. d. M. 5 Steup ein Sohn, Wilhelm Auguſt Carl, geboren den 28. Juni. . Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Juſtus Rückert eine Tochter, Eva Eliſabetha, geboren den 15. d. M. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Chriſtian Muth ein Sohn, Friedrich Karl, geboren den 19. d. M. „Ein unehelicher Sohn, Georg, geboren den 6. d. M. erde „Katharina Wolf, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Andreas Wolf Ehefrau, geborne Hildebrand, alt 27 Jahre, 5 Monate und 25 Tage, 1 den 29. Juni. „Heinrich Gräf(aus Londorf) großh. Invalide, alt 64 Jahre, 7 den 29. Juni. „Friedrich Auguſt Mack, Schuhmacher, des weiland hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Friedrich Mack nachgelaſſener ehelicher Sohn, alt 48 Jahre, 5 Monate und 20 Tage, f den 29. Juni. Johann Adam Schmidt, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Johannes Adam Schmidt ehelicher Sohn, alt 8 Jahre, 5 Monate und 14 Tage, 1 den 7. d. M. „Herr Johann Heinrich Maul, geweſener älteſter Rathsſchöffe dahier und Gaſtwirth, alt 86 Jahre, 1 Monat und 22 Tage, 7 den 8. Juli. Wilhelm Gerſter, Bürger und Maurermeiſter dahier, alt 65 Jahre und 6 Monate, weniger 6 Tage, 7 den 12. d. M. Ein todtgebornes Söhnchen, geboren den 20. d. M. wet geweſene Engel, geborne Preußer, alt 59 Jahre, 8 Monate und 19 Tage, 1 den 21. d. M. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. des zu Dorheim verſtorbenen Ge⸗ Die 1840 ſtatſ 5) zu Ni Die d) für d u b) für; Eige 0 für muse Auß riemen mi Die u) Jede übri der U noch b) Gema Pray in e 0 die d) die e) bie 9