4 1 Intelligenzblatt für die — im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ee Sonnabend, den 15. Februar 1 1840. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Das nach Art 65, 67 und 68 der Gemeindeordnung mit den Gemeinderechnungen einzuhaltende Verfahren. Um mehr Gewißheit zu geben, daß die oben erwähnten Vorſchriften von Ihnen ſtets in regelmäßi— gerer und gleichförmigerer Weiſe beobachtet werden, wise dem Wunſche der großh. Rechnungskammer ge⸗ mäß von mir verfügt: „Daß zu den Protocollen über Prüfung und Offenlegung, ſowie über Begutachtung der Gemeinde— „rechnungen gedrucktes Formularpapier(bei Stahl und Becker und deren Agenten zu Darmſtadt zu erhalten) zu gebrauchen iſt. Friedberg den 7. Februar 1840. Küchler. Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Behandlungsweiſe der Gemeinde-Backöfen. Diejenigen Bürgermeiſter, in deren Gemeinden gemeinſchaftliche oder gemeinheitliche Backöfen beſtehen, haben binnen 14 Tagen folgende Fragen genau zu beantworten: 1) Ob der Betrieb des Backens in einer gewiſſen Reihenfolge den Einzelnen uͤberlaſſen wird, und welche Einrichtungen überhaupt und insbeſondere wegen des Heitzens dabei beſtehen? oder 2) Ob das Backen des Brodes an einen gemeinfchaftlichen Bäcker übertragen wird? welchenfalls wei— ter anzugeben iſt: a) ob dieſer Bäcker den Backofen ſelbſt auf eigene Rechnung zu erbauen oder zu heitzen hat, oder ob b) der Backofen von der Gemeinde und das Holz zur Heitzung von den Einzelnen geſtellt wird und c) wie viel der Backlohn in dem einen und dem andern Falle beträgt. Friedberg den 12. Februar 1840. Kuͤch ler. Derſelbe an dieſelben. Ich bemerke Ihnen, daß 10 Nunmehr ſaͤmmtliche Gemeindevoranſchlaͤge für 1840 zur Vollziehung an Sie abgeſendet worden ſind, wobei ich Sie darauf aufmerkſam mache, daß da, wo die Flurbuchsauszüge über das Immobi— liar⸗Vermögen beigeſchloſſen waren, Sie dieſelben wieder zu trennen und unter Abtheilung XV. Abſchnitt IV.„Gemeindevermögen“ zu regiſtriren haben; ferner 5 * 12 A* 1 2 daß von der von großh. Miniſterium erlaſſenen Inſtruction fuͤr die Bezirkswegwärter heute 1 Expl. an jeden großh. Bürgermeiſter und an jeden Bezirkswegwärter zur genauen Nachachtung überſendet wird. Friedberg den 12. Februar 1840. er. Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Geſuche um Erlaß ꝛc. von Forſtſtrafen Nachſtehend theile ich Ihnen die in obigem Betreffe erfolgte Verfügung großh. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz unter dem Auftrage mit, ſolche in Ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Friedberg am 12. Februar 1840. Küchlee. „Nachdem das Forſtſtrafgeſetz vom 4. Febr. 1837, welches die Strafe in ein richtiges Verhältniß zu den Vergehen und Freveln brachte, in Kraft getreten iſt, ſind zum allergrößten Theile die Gründe weggefallen, die uns früher bewogen hatten, auf eingelaufene Geſuche um Erlaß der erkannten Forſt⸗ ſtrafen, Befriſtung ꝛc. zuweilen willfährige Entſchließung zu ertheilen. 8 Wenn wir ſchon vordem den Unfug, welchen die Forſtfrevler aus den Provinzen Starkenburg und Oberheſſen mit derartigen Vorſtellungen trieben, mißfällig wahrgenommen haben, ſo werden wir um ſo mehr von nun an die einlaufenden Geſuche nur in ſeltenen Ausnahmsfällen und wenn ſich die Verhält⸗ niſſe ganz beſonders dazu eignen, berückſichtigen, alle ubrigen aber entweder ſogleich ausdrücklich abſchla— gen, oder ohne Entſchließung zu den Acten nehmen. Damit nun diejenigen Perſonen, die es angeht, ſich nicht durch Voſtellungen oder perſönliche Solli— citationen vergeblichen Zeit- und Koſtenaufwand verurſachen, beauftragen wir Sie, die gegenwärtige Ver⸗ fuͤgung in den Gemeinden auf ortsübliche Weiſe zu Jedermanns Kenntniß zu bringen.“ Aufruf an die Bewohner Friedbergs. Viele und traurige Erfahrungen mußten voraus⸗ gehen, bis der Menſchenfreund ſich von der Noth— wendigkeit ſolcher Anſtalten überzeugte, deren Zweck iſt, Kinder armer, beſonders derjenigen Eltern, die, weil ſie anderwärts ihrem Broderwerbe nachgehen müſſen, ſie in den wichtigſten und gefährlichſten Lebensjahren, d. i. vom zweiten bis zum vollende⸗ ten ſechsten, den Tag über nicht zu überwachen vermögen, vorm Schlechten bewahren, liebevoll zum Guten anweiſen und in ihren zarten Herzen den Keim des Göttlichen nähren und pflegen ſollen. Erſt ſeit etwa zehn Jahren ſind an verſchiede⸗ nen Orten Deutſchlands nicht nur, ſondern über— haupt Europa's eine Menge ſolcher Anſtalten ins Leben getreten, die man mit dem Namen Klein— kinderſchulen oder Klein⸗Kinder⸗Bewahr⸗ Anſtalten belegt, und die vielleicht richtiger Kin- der⸗Schutz⸗Anſtalten heißen könnten. Der Wunſch, es mochte auch in unſerer Stadt eine ſo ſchöne und wohlthätige Anſtalt errichtet werden, war zwar ſeitdem von mehr als Einer Seite aus— geſprochen; ſo vielen Anklang er aber auch fand, dennoch hatte die Ausführung nicht glücken wollen. Endlich ſind die Schwierigkeiten, welche ſich der Realiſirunge ntgegenſtemmten, gehoben, und die Un⸗ terzeichneten, als Mitglieder der zur Errichtung einer Kleinkinder⸗Schule ernannten Commiſſion, beehren ſich, ihren Mitbürgern die Anzeige zu machen, daß dieſelbe mit dem nächſten Marz ins Leben treten wird. Die vorläufigen Anordnungen dazu ſind ge⸗ troffen, und wird das Nähere hierüber dem Publikum vorher noch mitgetheilt werden. Wir werden die Anſtalt gruͤnden, im Vertrauen auf den allliebenden Vater im Himmel, der nicht will, daß Eines ſeiner Kinder verloren gehe, ſondern daß Allen geholfen werde. Wir leben aber auch der Ueberzeugung, daß wir in unſerem Streben von allen hieſigen Behörden, welche hierin etwas zu thun vermögen, nach gewohnter Weiſe zuvorkommend wer⸗ den unterſtützt werden; wir erwarten eine gleiche Unterſtützung von Seiten des biederen Stadt-Vor⸗ ſtandes, ſowie der beiden menſchenfreundlichen An— ſtalten, des Hülfs-Vereins und des Frauen- vereins, von denen die nöthigen Einleitungen längſt getroffen wurden und erſterer nicht nur uns ſpeziell zur Errichtung der Anſtalt aufgefordert, ſondern auch die erſten Mittel dazu zur Dispoſition geſtellt hat. Wir erwarten endlich von den menſchenfreundlichen Bewohnern Friedbergs, daß ſie mit Wärme und Eifer ſich der neuen Anſtalt annehmen werden. Zu dem Ende werden wir uns die Freiheit nehmen, unſere Mitbürger um milde Beiträge nächſtens ſelbſt anzuſprechen. Jede Gabe, ſey ſie auch noch ſo ge⸗ ring, wird uns willkommen ſeyn. Auch werden wir jedem Beitragenden freiſtellen, ob er Ein fur allemal ein Geſchenk für dieſelbe geben will, oder ob er lieber monatlich oder vierteljährlich ſich zu einem Beitrage bereit erklärt. Wir zweifeln nicht, daß wir durch dieſelben werden in den Stand geſetzt werden, nicht nur die Anſtalt zu gründen, ſondern ihr auch die nöthige Feſtigkeit und Dauer zu verleihen.— Es verſteht ſich, daß wir über alle einkommenden Gelder ſeiner lichen und 1. Zu men, ſelbſt ſo ge⸗ wir lemal lieber itrage ſelben ur die nothige erſteht ſeiner —— . 43. Zeit gewiſſenhaft werden Rechenſchaft ablegen, und jeden Intereſſenten in den Stand ſetzen, ſich zu über— zeugen, daß die Gaben zweckgemäß verwendet werden. Friedberg im Februar 1840. Die Commiſſion zur Errichtung der Kleinkinderſchule Ph. Dieffenbach. Fertſch. Roller. Trapp III. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N ιιιν Bekanntmachung. (69) Montag den 17. Februar l. J., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen in Sachen des großh. Oberkontroleurs Schuchart zu Offenbach, Kläger gegen Johannes Scheibel Martin Sohn und deſſen Ehefrau zu Obermörlen, Beklagten den letzteren fol— gende Immobilien: Fol. u Nro. %% Eine Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus Scheuer und Stall, an Martin Frei ge— legen. %% 3 Rth. Hausgarten an Johannes Schei— bel, Martin Sohn. 2) Garten. 618 % 5,3 Rth. hinter dem Haingraben, an An— dreas Scheibel. n 1,2 Rth. am gepflaſterten Weg theilt mit Jacob Merſchel. 35 Oberfeld. 9,6 R. auf Speck, an Jehs. Muller. . 2,1 R. bei der Rindwieſe an Conr. Rolly. 76 9% 8,3 R. in den naßen Gärten. 4) Heftersheimerfeld. 2% a 12,7 R. in den Weingärten, an Johs. Jeckel. 40% 753 R. auf der grünen Eich, an Jacob Heil. % 21,6 R. daſelbſt, theilt mit Andr. Scheibel. 26,8 R. ſtößt auf die Aitzenbach an Hrn. Schneider. 5) Im Kirchfeld. 4% a 27,8 R. auf der Haide, an Heinr. Burk. 22,5 R. daſelbſt, neben dem Blöſenweg. 36,2 R. daſelbſt, an Johannes Burk. 1% 28,4 R. hinter der Höhe an Hrn. Rühl Schmied. 6) Im Mittelfeld. 25% 20,5 R. zwiſchen dem Mühlweg und un— terſter Waide, theilt mit Heinrich Schnei—⸗ der Schmied. 70 255%, 14,1 R. an der hintern Waide, an ſich ſelbſt. * 30,5 R. jenſeits des Mühlwegs an Wer— ner Zimmer. 10 20,7 R. auf dem Reſch, iſt getheilt mit Heinrich Schneider Schmied. 80 27,5 R. zwiſchen dem obermörler Kuh— trieb, an Wilhelm Heil. 9) ͤ Unterfeld. 0%; 11,0 R. am rothen Stein, an Juliane König. 10) Mittelhaide. 3 60 12,4 R. ſtößt auf den Blöſenweg, an Conrad Rolly. % 33,8 R. am Battenberge an Marianus Wagner J. 1 16,9 R. daſelbſt an J. Müller. 11) Wieſen. 76% 7,3 R. in den Langenhainer Weingarts⸗ wieſen an Anton Hammann; ſämmtlich in Obermörler Gemarkung gelegen, auf hieſiger Gemeindeſtube unter den vor der Verſteige— rung eeröffnt werdenden Bedingungen öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden, welches hiermit zur öffent— lichen Kenntniß bringt. Obermörlen den 29. Januar 1840. In Auftrag: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Bekanntmachung. (90) Nachdem der Bürger und Schneidermeiſter Herr Johannes Steitz die Verſteigerung vom 29. Jan. nicht genehmigte, ſo ſollen auf deſſen Antrage die dem— ſelben gehörenden Immobilien(ſiehe Intelligenzblatt Nr. 3 und 4, 1840) Donnerſtag den 20. Febr., Vormit⸗ tags 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden, mit dem Bemerken, daß bei annehmbarem Gebot der Zuſchlag ſogleich er— theilt werden. Friedberg am 31. Januar 1840. Der Beigeordnete Bender. Fruchtverſteigerung. (94) Mittwoch den 19. Februar, Nachmittags 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe von dem Frucht— vorrath des vereinigten Armenfonds 50 bis 60 Mltr. Korn und 20 Mltr. Gerſte, zweimalterweiſe, öffent— lich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg den 6. Februar 1840. Der Beigeordnete Bender. Be kannt machung. (110) Donnerſtag den 27. l. J., Morgens 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die dem Auguſtiner— und Barfüßer-Schulfonds gehörenden, unten näher beſchriebenen Gärten auf drei nach einander folgende Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet werden, als: 19 3 V. 16 R. der ehemalige Konrektoratsgarten u. 2 24 R. der vorhinnige Subkonrektoratsgarten. Friedberg den 12. Februar 1840. Der Beigeordnete Bender. Frucht ⸗Verſteigerung. (111) Montag den 2. Marz, des Vormittags um 10 Uhr, werden von den vorigjährigen hieſigen Do— manialfrüchten 25 Malter Waizen, 11s „ 44*. 102 7 Korn, 83„ Gerſte und 67„ Hafer,. unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbietend verſteigert. b Reichelsheim den 10. Februar 1840. Herzoglich Naſſauiſche Receptur a Hehner. Bekanntmachung. (112) Düngeſalz, beſtehend aus den Beſtandtheilen der Mutterlauge und anderen Abfällen von der Sie— dung, wird, verbunden mit Braunkohlenaſche, auf hieſiger Saline abgegeben. Ein Kaſten voll, von 32 Cubicfuß Inhalt, koſtet 16 kr. Nauheim den 7. Februar 1840. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Oeffentliche Ladung. (113) Alle diejenigen, welche Anſprüche an die, im December v. J. zu Rodheim verlebten Bäcker Philipp Wall'ſchen Eheleute zu machen haben, wer— den aufgefordert, ſolche im Termin Mittwoch den 11. März, Vormittags, ſogewiß dahier anzuzeigen, als ſonſt bei der Ver⸗ theilung des Nachlaſſes auf ſie keine Rückſicht ge⸗ nommen werden wird. Großkarben den 5. Febr. 1840. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Fruchtverſteigerung. (114) Dienſtag den 25. d. M., Morgens 10 Uhr, ſollen 20 Acht. Waizen, 100 Acht. Korn, 50 Acht. Gerſte auf dem herrſchaftlichen Speicher zu Wölfersheim, daſelbſt verſteigert werden. Hungen den 9. Februar 1840. Der fuͤrſtl. Rentmeiſter daſelbſt Kießling. Bek an et n hen g. (115) Auf freiwilliges Anſtehen der Bürgermeiſter Rupp Wittwe dahier, ſollen Dienſtag und Mittwoch als am 18. und 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, nachſtehende Gegenſtaͤnde, als: 5 Pferde, 11 Stück Rindvieh, 8 Stück Schweine, 2 vollſtändige Wagen, wobei der eine mit eiſernen Axen verſehen iſt, 3 Pflüge, 1 Kartoffel-Pflug, 2 eiſerne und 2 hölzerne Eggen, 5 vollſtandige Pferde geſchirre, 4 Ackergeſchirre, nebſt ſonſtigen Oekonomie⸗ Geräthſchaften; ſodann ein vollſtändiges Brannt— weinbrennerei-Geſchirr, der Keſſel 2 Ohm haltend, 10 Fuder Langſtroh, eine Parthie Heu, Spreu und Dickwurz, unter den zuvor näher bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden. Der Anfang wird mit den Pferden und dem Rindvieh gemacht. Obererlenbach den 10. Februar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Ohmeis. Edictal ladung. (116) Der Löwenwirth Johannes Heil in Butz⸗ bach beabſichtigt ſein daſiges Geſchäft aufzugeben und ſich anderwärts niederzulaſſen, und hat bei Ge⸗ richt um Berufung ſeiner Gläubiger gebeten. Es werden daher alle dem Gericht annoch un— bekannte Gläubiger deſſelben aufgefordert, ihre reſp. Guthaben, bei Vermeidung des Ausſchlußes, Mittwoch den 11. März l. J., Vorm. 10 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Butzbach zur Anzeige zu brin⸗ gen und zu begründen. Friedberg den 6. Februar 1840. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Hofmann. Dr. Gilmer. Bekanntmachung. (117) Mittwoch den 26. Februar, Vormittags 10 Uhr, ſoll das durch den von Pappenheim'ſchen Gutsankauf an die hieſige Gemeinde gekommene Recht des jährlichen Bezugs von 3 Mark Holz aus dem Rockenberger Markwald(etwa 12 Stecken jährlich) an den Meiſtbiethenden dahier unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden. Södel den 12. Februar 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Schneider. Holzverſteigerung. (118) Mittwoch den 19. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Oberrosbacher Gemeindewald Diſtrikt junger Buſch: 1 49¾ Stecken eichen Scheitholz, 20 13„ Prüugelholz, 3,„ Stockholz, 4) 1025 Stück eichen Wellen, 5) 8) eichen Stämme Bau-, Werk- und Nutzholz, 2924 Kubicfuß haltend. 60 2 Stecken eichen Werkholz, öffentlich verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter wollen dieſes in ihren Gemeinden alsbald zur öffentlichen Kenntniß bringen. Oberrosbach den 13. Jauuar 1840. 8 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Bekanntmachung. (119) Dienſtag den 3. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die den Heinrich Schwalm I. Eheleuten gehörenden Immobilien einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden, als: Pag. u. Nr. ö 40 8% Ein Wohnhaus nebſt Ställchen und Grund an Herrn Engelhard Bechſtein und Herrn Joh. Schmid gelegen. Gärten: 187 9 34½ Rth. am Schützenrain, neben Hrn. Hofgerichtsadvokaten Bittſcher. In die Kirche, 3 kr. 1 Heller. (1210 in der ſcher n. nachben baare 1 5 m 930 U 3725 4) 20 5 ˙2 00 2 7) Ver Pil 4 (122 ſollen marku Hofraj tenthei gen u mit 2 40 Fu einem Stall Hofrai Garte Da det H ſchaft; nenwa A einer bekann Ganze n Und 231 17 27 Rth. in der Ackergaſſe an großh. Bürgermeiſter Herrn Daniel Fritz. a Gemarkung Ockſtadt: 175⁵ 7 19½ Rth. an der Skt. Georg⸗Kapelle an Jakob Dienſtbach von Friedberg. Friedberg am 13. Februar 1840. Der Beigeordnete Bender. Mobilien-Verſteigerung. (120) Auf freiwilligen Antrag der Kinder der verlebten Kaspar Klein'ſchen Eheleute dahier, ſoll deren ſämmtlicher Mobiliennachlaß erbvertheilungs— halber einer öffentlich meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Hierzu iſt Termin auf Montag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, in der Wohnung der Erben anberaumt. Die Gegenſtände beſtehen in: 2 tragbaren Kühen, 1 Rind, Pflug, eiſernen Egge mit Zugehör, Heu, Stroh, Kartoffeln und Hausgeräthſchaften aller Art. Ockſtadt den 13. Februar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Groͤninger. Mobilien ⸗Verſteigerung. (121) Mittwoch den 26. Februar d. J., ſollen in der Wohnung des Schreinermeiſters Jacob Dre— ſcher neben dem Gaſthaus zum Schwanen in Vilbel nachbenannte Gegenſtände freiwillig gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. 1) 5 neue Schraubenböcke, 2) 3 Hobelbänke nebſt verſchiedenen ſonſtigen Schrei— nerwerkzeugen, 3) 2 Kommode von Nußbaumholz, 4) 2 Bettladen ditto mit Nachttiſch, 5) 2 Küchenſchränke, 6) 2 Bettladen, tannen, 7) Verſchiedenes ſonſtiges Hausgeräth. Vilbel den 10. Februar 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſtee Hinkel. Immobilien-⸗Verſteigerung. (122) Auf Antrag der Friedrich Hahns Erben ſollen vertheilungshalber ihre, in der hieſigen Ge— markung befindliche Immobilien, beſtehend in einer Hofraithe und zwar in einem vor 18 Jahren größ— teutheils von Eichenholz neu erbauten 60 Fuß lan⸗ gen und 37 Fuß breiten zweiſtöckigen Wohnhaus mit 2 gewölbten Kellern, einer 71 Fuß langen und 46 Fuß breiten ganz von Stein erbauten Scheuer, einem von Stein erbauten Branntwein-Brennhaus, Stallung für Pferde, Kühe, Schweine u. ſ. w. Der Hofraithsplatz enthält mit Garten 1 Morgen. Das Ganze eignet ſich wegen ſeiner Lage an der Hauptſtraße vorzugsweiſe zu einer Gaſtwirth— ſchaft; es wäre aber auch, wegen hinlänglichem Brun— nenwaſſer, zu jedem anderen Fabrikgeſchäft einzurichten. Außerdem werden beiläufig 40 Morgen Land einer öffentlichen Verſteigerung, unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen, erſtens im Ganzen und zweitens im Einzelnen ausgeſetzt. dem daran ſtoßenden „ 45 4 a i Ich habe zu Allem Termin auf Dienſtag den 10. März d. J. in dem hieſigen Rathhauſe anberaumt und erſuche die Herrn Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Kaichen den 13. Februar 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Hahn. Holz-Verſteigerung. (123) Donnerſtag den 22. Februar, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Niederrosbach 7, Stecken nadel Prügel, 40% St. eichen Stock⸗, 437% Wellen eichen Reiſer-, 62½ Wellen nadel Reiſer-, 2 Stämme und 26 Stangen nadel Bau-, Werk- und Nutzholz, an den Meiſt— bietenden verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der umliegenden Orte werden andurch erſucht, dieſes bei der Schelle zur offentlichen Kenntniß bringen zu laſſen. Niederrosbach den 13. Februar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Bea nut m a ch unn g (124) Dienſtag den 18. Februar d. J., Morgens 10 Uhr, ſoll zu Reichelsheim auf dem Rathhauſe ein der Gemeinde gehöriger Faſſelochſe, 3 Jahre alt, und 1 Faſſeleber von 1½ Jahre, meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Reichelsheim den 12. Februar 1840. Gros, Oberſchultheiß. Mobilien-Verſteigerung. (125) Dienſtag den 18. Februar, Nachmittags 2 Uhr, ſollen in der Wohnung der dahier verſtor— benen G. Schat's Eheleuten in der Vorſtadt zum Garten, das zum Nachlaß derſelben gehörende Vieh, beſtehend in einer Kuh, einer Ziege und einem Huhn öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 13. Februar 1840. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der Beigeordnete Bender. NN UN Privat- Bekanntmachungen. Immobilien-Veraͤußerung. (98) Die Unterzeichnete iſt geſonnen, wegen Ge— ſchäfts- und Wohnorts⸗Veränderung ihr nachſtehend beſchriebenes, an der Hauptſtraße gelegenes, vor einigen Jahren erſt neu erbautes Wohn- und Gaſt— haus aus der Hand zu verkaufen. Das Haus ent— hält 10 heitzbare Zimmer, 6 Kammern, 2 Küchen, Speicher, Keller, Hintergebäude, Stallung, Kegel— bahn, Kelterhaus, einen Brunnen mit reichhaltigem guten trinkbaren Waſſer und einem großen Hofraum mit zwei Einfahrten. Auf Verlangen kann außer einem Gemüßgarten noch ein größeres Stück Gar— ten, welches mit den vorzüglichſten tragbaren Obſt— bäumen bepflanzt iſt, und unmittelbar an den Ge— müßgarten anſtöͤßt, abgegeben werden. Bemerkt wird hierbei, daß das Gebaͤude eine ſehr freundliche Lage hat, und daß die Straße, welche nach Grünberg, Gießen und Wetzlar geht, an dem Hauſe vorbei zieht. Auch kann ein anſehnlicher Theil des Kauf— ſchillings auf den zu verkaufenden Qbjecten ſtehen bleiben. Die nähern Bedingungen ſind bei dem Hand- lungshauſe Herrn Simon Lindheimer dahier genau zu erfahren und mit demſelben auch wegen des Verkaufs in Unterhandlung getreten werden kann. Friedberg den 4. Februar 1840. Wittwe Sieck. Bekanntmachung. (126) Da ich mein Gaſthaus zum goldenen Lö— wen an meinen Schwager, den großh. Bürgermeiſter Zahn dahier, verkauft habe, ſo wird es nöthig, alle mir nun entbehrlich gewordenen Wirthſchaftsgeräth— ſchaften und ſonſtige Mobiliargegenſtände, wie ſolche unten verzeichnet ſind, gegen gleich baare Zahlung einer öffentlichen Verſteigerung auszuſetzen, wozu Termin auf Mittwoch den 26. d. M., Vormittags 8 Uhr, feſtgeſetzt iſt. Bezeichnung der zu verkaufenden Gegenſtände: 15 vollſtändige Betten mit Bettgeſtellen, 8 Comode von nußbaum und eichen Holz, 1 Weißzeugpreſſe mit Comod, 1 Weißzeug⸗Mang, 1 kleine Weißzeugpreſſe ohne Comod, 7 nußbaumene Nachttiſchchen, 6 Waſchtiſchchen,. 24 Tiſche von eichen Holz, 9 Dutzend Stühle von eichen Holz, mit Rohr ge— flochten, 2 Sopha, 18 gepolſterte Stühle, 10 Spiegel, größere und kleinere, 4 Küchenſchränke, 2 78185 ſilberne Löffel, mit 2 ſilbernen Vorleg— löffel, 2 Dutzend dergleichen Kaffeelöffel, Verſchiedenes Weißzeug, 4 Stückfaß in gutem Zuſtand, 5 Zulaſtfaß, 30 Ohm, in verſchiedenen kleineren Faͤſſern, 3 Dutzend meſſingene Leuchter. 1 Billard mit Bällen, Queues und Lampen ꝛc. 1 Kronenleuchter, 1 Stück Wein, 18351, 2 fette Schweine, 1 Mutterſchwein mit 4 Ferkel, 5 große Sprünger, 80 bis 100 Zentner Heu, 80 Zentner Krummet. Butzbach den 12. Februar 1840. Joh. Heyl. Holz ⸗Verſteigerung. (127) Dienſtag den 18ten d. M. ſollen in dem freiherrlich von Rothſchild'ſchen Walddiſtrikt Alten- berg bei Rodheim 3000 eichen und birken Wellen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt Morgens 9 Uhr an dem Weg von Rodheim nach Okarben. Okarben den 11. Februar 1840. Hilgenreiner. Nicht zu überſehen. (128) Bei C. C. Nagel, Buchbinder und Schreibmaterialien⸗ Handler in Friedberg, Metzgergaſſe Nr. 281 iſt zu haben: Der badiſche Katechismus, in Pappe gebunden 20 kr., in Parthien billiger. 0 Roths 1ſtes Leſebuch, gebunden à 18 kr. — 2tes 5 7 à 42 kr. Auch befindet ſich daſelbſt ein Commiſſionslager aller Gattungen Bleifedern zu dem Fabrikpreis. Zeichen unterricht. N (129) Diejenigen, welche das geometriſche und perſpektiviſche Zeichnen erlernen wollen, können bei dem Unterzeichneten Unterricht erhalten. Friedberg. Gottfried Scheibel, Sohn des Schloſſermeiſters. Ein Logis (130) hat zu vermiethen Georg Scheibel, 5 Schloſſermeiſter. Lehrlingsgeſuch. (131) Es wird ein junger Mann von braven Eltern gegen billige Verguͤtung der Koſt und Logis in eine der beßten Material- und Farb— waarenhandlung in die Lehre geſucht. Hierauf Reflektirende belieben ihre ſchrift— lichen Offerten unter der Chiffer W. an die Expedition dieſes Blattes franco gelangen zu laſſen. Ein Logis (132) und ein gewölbter Keller iſt zu vermiethen. Ausgeber dieſes ſagt wo. Vieh⸗ und Wagenverſteigerung. (133) Da ich, der Unterzeichnete, einen Theil mei— ues Pachtgutes abgetreten und deßhalb mein Zug— vieh zu meiner jetzigen Oeconomie nicht alle bedarf, ſo bin ich Willens auf Dienſtag den 25. Februar d. J. folgendes Vieh freiwillig zu verkaufen. 19 4 Pferde, worunter ſich zwei ſchwarze Beſchäler befinden, eine burgunder Race, der eine 4 und der andere 5 Jahre alt, 2) 1 dunkelbrauner Beſchäler aus ullrichſteiner Race, 5 Jahre alt, 3) 1 hellbraunes Wagenpferd meklenburger Race, ebenfalls 5 Jahre alt, 4) 1 Paar brauchbare Zugochſen, 5) 1 noch ſehr brauchbarer Wagen. a f aufen 1 2. Zahlun auch 10) eit Grof gleich 10 ein Stun Schn 12 1 13) me Schr rat Die ten un gens 9 Zahlun Win (435 (136 Bürger (437 gen R Mitwi Muſſkf zu gebef bergs. ends Die cheſter⸗ 1 2 3 ethen. . Ich erſuche die Herrn Buͤrgermeiſter vorſtehen— des in ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu laſſen. b Dauernheim. Dietrich Weith, Bürgermeiſter. Vieh⸗ und Mobilien-Verſteigerung. (134) Mittwoch den 26. d. M. beabſichtigt der Unterzeichnete folgende Gegenſtände öffentlich zu ver— kaufen. 10 2 gute Acker- und Wagenpferde, 2) Mutterſchweine mit Ferkel, 3) 1 Kuh, welche ſchwer trächtig iſt, 4) 2 vollſtändige im beßten Stand ſich befindende Wagen, der eine mit eiſernen Achſen, 5) 1 Pflug, 1 Egge und 1 Kartoffelpflug, 6) 2 unbeſchlagene Wagenräder, 7) 1 zweiſpännige Chaiſe, nebſt vollſtändigem Pferde— geſchirr, 8) für 2 Pferde vollſtändiges Wagengeſchirr, 9) für 2 Pferde vollſtändiges Ackergeſchirr, außer— dem noch einige Kommet, Zäume und Leitriemen, auch einen Fahrſattel, 10) ein Hemmſchuh, mehrere Ketten verſchiedener Größen, 4 Radhacken, Heugabeln u. andere der— gleichen Geräthſchaften, 11) ein neuer Haferkaſten, 1 neuer Futter- oder Stumpftrog, 2 Futterraufen und vier ſteinerne Schweintröge, 12) 1 Fruchtfegemühle und 1 tannene Waſchbütte, 13) mehreres Hausgeräth, als Tiſche, Stühle, Schränke, Comode und andere dergleichen Ge— räthſchaften. Die Verſteigerung wird in der Hock mühle abgehal— ten und beginnt an dem oben bezeichneten Tage, Mor⸗ gens 9 Uhr. Gegen genügende Bürgſcheine wird eine Zahlungsfriſt bis Michaeli d. J. und bei alsbaldiger Zahlung ein Nachlaß von 5 Procent verwilligt. Windecken den 12. Februar 1840. Philipp Peter Spielmann. Eine Scheuer (135) hat auf diesjährige Ernte zu vermiethen. J. Falck, Sattlermeiſter. Ein 2jähriges Hengſtfüllen (136) verkauft aus freier Hand der geweſene Bürgermeiſter Heep in Büdesheim. Concert ⸗ Anzeige. (137) Unterzeichneter iſt geſonnen, in dem hieſi— gen Rathhausſaale Samſtag den 22. d. M., unter Mitwirkung hieſiger und Offenbacher Muſiker und Muſikfreunde, einVocal- und Inſtrumental-Concert zu geben, und ladet dazu alle Muſikliebhaber Fried— bergs und der Umgegend ergebenſt ein. Anfang Abends 6 Uhr. Eintrittspreis 24 kr. Die Muſikſtücke, welche mit vollſtändiger Or⸗ cheſter⸗Begleitung vorgetragen werden, ſind folgende: 1 Sinfonie von Mozart, 2) Violinkoncert von Rode, 3) Geſang, Aria von Maurer, „ 47*. 4) Klavierkoncert von Mozart, 5) Geſang, Aria aus Dona Juana, 6) Variationen von Mayſeder. Friedberg im Februar 1840. W. Fritſch. Aus zuleihendes Geld. (138) Kapitalien von verſchiedener Größe liegen zum Ausleihen bereit, und werden gegen gute Unter— pfänder braven Abnehmern abgegeben. Friedberg den 11. Februar 1840. In Auftrag: J. P. Jung. 650 fl. (139) liegen in der Kirchenkaſſe zu Aſſenheim zum Ausleihen bereit. Wer ſie im Ganzen oder theilweiſe zu leihen wünſcht, hat ſich bei dem daſigen Pfarrer zu melden. Ein Bäckergeſelle (140) von 17— 18 Jahren kann bei einem hieſigen Bäckermeiſter Arbeit erhalten.— Auch wird ein geſitteter junger Menſch von demſelben in die Lehre geſucht. Ausgeber ſagt von wem. Ein Lehrburſche (141) kann bei einem hieſigen Schloſſermeiſter in die Lehre treten. Das Nähere bei der Expedition dieſes Blattes. Empfehlung. (142) Mit gebleichtem, ungebleichtem, blauem, türkiſchrothem Einſchlaggarn, ebenſo mit weißem und blauem Strickgarn in den gangbarſten Nummern, Bettzeugen und Bettbargent von vorzüglichſter Qua⸗ lität und Breite, ¼ breite und Garnür-Tüll und Spitzen und mehreren in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln bin ich beßtens verſehen und verſpreche die möglichſt billigen Preiſe. Friedberg. Nathan Hirſchhorn, in der Uſergaſſe. Welfkheaker (Zun Letztenmal.) im Saale des Herrn Peter Mann. (143) Sonntag den 16. Februar: Vorſtellung in 4Abtheilungen. 1) Anſicht von Nonnenwerth am Rhein. 2) Fauſt's Leben, Thaten und Höllenfahrt. Schau⸗ ſpiel in 3 Acten. 3) Ein mechaniſches Ballet. 4) Die Glätſcher am Sarnen-See.(Schweizerlandſchaft.) Sämmtliche Anſichten werden mit beweglichen Figuren nach der Natur getreu belebt, und mit paſſender Muſik begleitet. Erſte Vorſtellung um 4 Uhr; zweite um 7 Uhr. Friedberg den 30. Januar 1840. Friedrich Lorgie. Mobilien-Verſteigerung. (99) Donnerſtag den 20. l. M., von Vormit⸗ tags 9 Uhr an, läßt der Unterzeichnete erbverthei⸗ lungshalber ſein ſämmtliches Vieh, Schiff und Ge— ſchirr, Hausgeraͤthſchaften, Buͤtten und Fäſſer u. ſ. w. unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen zur Verſteigerung an den Meiſtbieten⸗ 5 48 15 den bringen. Es wird mit dem Verkauf des Viehes, welches in 16 Kühen, worunter mehrere friſchmil⸗ chend, alle übrigen aber trächtig ſind, 7 Rinder, 2 zweijährige Stiere und 3 junge Faſſelochſen— ſämmtlich engelthaler Race— 6 Mutterſchweine, worunter 3 mit Ferkel befindlich, 12 Springer be⸗ ſteht, der Anfang gemacht. Die Fortſetzung folgt mit dem Schiff und Geſchirr. Hierauf folgt der Verkauf der Fäſſer und Bütten, ſodann der Haus⸗ geräthſchaften, und einer Parthie Spreu und Keil. Kaufliebhaber werden andurch höflichſt eingeladen. Florſtadt den 6. Februar 1840. Ludwig Alles, Pachter. Nachricht, die Kleinkinderſchule betr. Die Kleinkinderſchule beabſichtigt lediglich, die Kinder unbemittelter Eltern, welche außerhalb ihrer Wohnung ihrem Erwerbe nachzugehen haben und darum am Tage außer Stand ſind, für dieſel⸗ ben zu ſorgen, ſondern ſich ſelbſt überlaſſen muͤſſen, aufzunehmen, und zwar von Morgens bis Abends, während dieſer Zeit zu überwachen, zu pflegen, und für ihr körperliches und geiſtiges Wohl zu ſorgen, alſo, daß ihnen die nöͤthige aber einfache Koſt ge⸗ reicht werde, daß ſie an Reinlichkeit und Ord— nung gewöhnt werden, die ihrem Alter angemeſſene Unterhaltung und Spiele finden, zugleich aber auch ihre geiſtigen Fähigkeiten zu entwickeln ver⸗ mögen, wie es dem Alter angemeſſen iſt, daß ſie vor allem Schlechten bewahrt, dagegen unvermerkt zum Beſſeren hingeleitet, für die chriſtlichen Tugen⸗ den empfänglich gemacht werden, kurz alles das finden, was fromme tugendhafte Eltern ihren Kin⸗ dern angedeihen zu laſſen ſich für verpflichtet hal⸗ ten. Zu dem Ende wird die Commiſſion für ein ſchickliches, freundliches und geſundes Local und deſſen Meublirung Sorge tragen. Zu letzterem ge⸗ hören weſentlich Tiſchchen und Stühlchen, ſodann Schuͤſſeln, Löffel, Kochgeſchirr, Waſchſchüſſeln, Ma⸗ trazen, Spielſachen, auch eine Anzahl von Kittelchen. Vor allen Dingen aber iſt ſie bedacht geweſen, eine Perſon anzuſtellen, welche die nöthigen Eigenſchaf⸗ ten beſitzt, um das Amt einer Pflegerinn für die Kinder zu übernehmen, die ihren Beruf ganz erkennt, und die Kinder mit aller Sorgfalt und Liebe wartet und überwacht. Diejenigen Eltern, welche ihre Kinder der An⸗ ſtalt anvertrauen wollen, haben ſich bei dem Unter⸗ zeichneten zu melden und die Kinder ſelbſt vorzuſtel⸗ len. Kinder unter dritthalb und über ſechs Jahren können nicht angenommen werden. Jedes aufgenommene Kind wird Morgens um 8, im Sommer um 7 Uhr gebracht. Es muß rein gewaſchen und gekämmt ſeyn, und gefrühſtückt haben. Es bringt ſein nöthiges Brod und 1 Kreuzer oder ohne Brod 2 Kreuzer mit. Dafür erhält es Mittags ſeine Suppe oder Kartoffeln ꝛc. und in paſſender Zwiſchenzeit ſein Brod. So lange es in der Anſtalt iſt, hat es über ſeinen Kleidern ein Kittelchen. Wenn es Abends um 7 Uhr abgeholt wird, legt es daſſelbe ab. Sonntags bleibt die Anſtalt geſchloſſen. Diejenigen, welche über die Anſtalt noch weiter unterrichtet zu ſeyn wünſchen, wollen ſich an Eins der Mitglieder der zur Errichtung derſelben ernann⸗ ten Commiſſion, Herrn Profeſſor Fertſch, Herrn Direktor Roller, Herrn Hofgerichts Advokaten Trapp III. oder den Unterzeichneten wenden. Friedberg im Februar 1840. Prof. Ph. Dieffenbach. Der Badiſche Katechismus koſtet gebunden 20 kr.; bei Abnahme von Parthieen kann ich jedoch einen bedeutend ermäßigten Preis eintreten laſſen, und bitte ich deßhalb um geneigte Aufträge. Carl Bindernagel. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 6 fl. 30 kr. Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: 2 fl. 50 er. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 10. Febr.: Walzen: 9 fl. 45 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 40 kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 7. Februar: Waizen: 9 fl. 50 kr. Korn: 7 fl. 6kr. Gerſte: 6 fl. 4 kr. 5 Hafer: 3fl. 8 kr. Erbſen:— fl.— kr. f Polizei-Taxe fur die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 16. bis 23. Februar 1840. pfo[ Brod-Preiſe. See kr. pf l r. pf 1 Leib-Roggenbrod 2 2 2 2 2 7 7 5—— 5— 4 7 7 101 10— a Loth. Loth. — Milchbrod 114% 1 —[Waſſerweck 13 11— —[Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod„ Fleiſch⸗Preiſe. a pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 110 1 10— „ Kübhfleiſch 82 81— 77 Kalofleiſch 6 N 6— „ Schweinenfleiſch 9 3 10— „Hammellleiſch 8— 81— „ Schaaflleiſch„—— „Wurſt von blos Schweinen 12— 12 „Gemiſchte Wurſt 10— 110— „Bratwurſt 14— 14 „ Schwartenmagen 14— 14— „I] Geräucherter Speck 20— 20— 7 Schinken 14— 144— „ Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19— , dito ungusgelaſſen 18— 181— „ Nierenfett 181— 184— Hammelsfett 16 15 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Bindernagel in Friedberg. er e r Fr — del N * aus eine eine für und hab bekannt über di zur vor lichen! 5 0. zu tren! Bohrer, Schlau zu erhal 0. geordnet — ) Wirk