Dittwer, und . Jrſanfert⸗ Wuühelniun, ach Ferdinand 4. d. N. d. 25. Sept ter, Katharina erich Wilheln 1 Sohn, Johan aria Katharina, eb. d. 1 d. M. „Adolph Carl Adam, geborn chreinermeiſter en 2. Sept. d. 2. d. M. Balz nachgelaſ⸗ e, f db. 7. b. oillipp Roßbah Klein Ge 4 Tage,. „ 1 d. 25. K — 18 eren t für die Mberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg u die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 46. Sonnabend, den 14. November 1840 Ein Tag aus dem Leben eines Froͤh— lichen und eines Murrkopfs. Die Geſchichte, welche ich hier dem geneigten Leſer mitzutheilen mir erlaube, ſteht noch in keinem Buche geſchrieben, ſondern iſt mir von meinem alten Nachbar Johann mitgetheilt, der viele Jahre lang der Lohn⸗Bediente von dem Herrn Icks und dem Herrn von Ypſilon zugleich geweſen war, und Zeit genug gehabt hatte, beide Herrn recht genau kennen zu lernen. Sollte aber einer und der andere unſerer Leſer geneigt ſeyn, ſich dabei an ſeiner Naſe zu zupfen, ſo verſichern wir heilig, daß er nicht dabei gemeint iſt. Doch kann er ſich jeden Falls eine gute Lehre daraus abnehmen, wenn er Luſt hat, ſich ſelbſt die Frage zu beantworten: worin denn eigent— lich das Glück des Lebens beruhe? Ich ging, ſo erzählte der alte Johann, des Morgens um 5 Uhr ſchon zu dem Herrn Icks und klopfte. Der Herr Icks war aber ſchon auf, denn er hielt es für baare Sünde, einen ſchönen Sommer— morgen zu verſchlafen; die Sonne ſchien auch gar zu freundlich in ſein Zimmerchen.„Es iſt mir recht lieb, Johännchen, daß du jetzt ſchon kömmſt,“ ſagte er und ſang beim Anziehen ſeinen Morgen⸗ ſegen ſo fröhlich, daß der liebe Gott gewiß freund⸗ lich auf ihn herabſchaute.„Wir haben heute einen ſehr glücklichen Tag; denn es gibt gewaltig viel im Freien zu thun.“ Und nun wurde im ganzen Hauſe Jedes mit einem Kuſſe und einem Scherze ge⸗ weckt, und Jedes zog ſich eben ſo fröhlich an, wie ſich der Hausherr angezogen hatte, und Jedes grüßte auch eben ſo fröhlich das„Johännchen,“ der unter— deſſen das Feuer angemacht und an demſelben den Kaffee gekocht hatte. Da der Herr Icks eine knappe Einnahme und eine ziemlich ſtarke Familie hatte, ſo pflegte der Kaffee ſehr unſchuldig gemacht zu wer⸗ den; diesmal war er aber ganz beſonders klar und durchſichtig.„Der gibt klare Augen,“ ſagte der Herr Icks, und die ganze Familie lachte darüber und verzehrte das Schwarzbrod ſo behaglich dazu, als wenn Zucker in dem Kaffee und Zimmet auf dem Brod geweſen wäre, und war doch keins von beiden zugegen. Deſto mehr aber war das Früh— ſtück mit freundlichem Scherze gewürzt. Nach demſelben wurde die Arbeit des Tages vertheilt; die älteſte Tochter hatte die Reinigung des Hauſes und dann die Küche zu beſorgen, die Mutter die Pflege des Säuglings, und, wenn er ruhte, die Ausbeſſerung der zerriſſenen Kleider; der Vater aber zog, bevor ſeine Amtsgeſchäfte begannen, mit den Uebrigen in den Garten, denn es wäre ſchade, meint er, wenn man an dem ſchönen Sommer⸗ morgen nichts in demſelben zu arbeiten hätte. Dies⸗ mal gab es aber, recht viel zu thun, und Alles freute ſich im Voraus darauf.— Unterdeſſen hatte ich ſelbſt meine Schuhe geputzt und die Kleider ge— reinigt, und begab mich zum Herrn von Ypſilon. Da war noch Alles dunkel, und als ich eudlich eine Seele aufgeklopft hatte, wurde ich mit dem„Kerl, wer heißt dich denn ſo früh kommen?“ im Hauſe empfangen. Ich weckte die Magd, welche einen ſehr ſchweren Stand gleich anfangs bekam, weil ſie dem gnaͤdigen Herrn das Bett ſo ſchlecht gemacht und vergeſſen hatte, der gnädigen Frau die grü⸗ nen Vorhänge herabzulaſſen, ſo daß die Sonnen- ſtrahlen bis in das Schlafzimmer drangen und ſie in der ſchönſten Morgenruhe ſtörten. Als ſich der gnädige Herr endlich erhoben hatten, da gab's einen zweiten unangenehmen Auftritt, denn er hatte heute die grünen Pantoffeln anziehen wollen, und die Magd brachte die braunen dafür.„Was hat man doch ſo viel Unangenehmes auf der Welt,“ wiederholte er einigemal ſtatt des Morgengebets mit ſehr ver— nehmlicher Stimme. Als aber endlich das Frühſtück hereingetragen wurde, da gab's erſt eine Scene! Nicht nur wurde der Kaffee ſo ſchwach gefunden, daß er faſt nicht zu genießen ſey, ſondern die Milch roch ſogar etwas nach Flamme,„daß man ſich uͤber⸗ geben möchte.“ Dazu kamen noch zwei neue Unglücke: Weil der feine Raffinatzucker alle geweſen war, ſo hatte ich gewöhnlichen Melis nehmen müſſen, den die gnädige Frau nicht mochte und den der gnädige Herr fortſtieß, weil das der Zucker für die Mägde und nicht für die Herrſchaft ſey. Und nun kam das Aergſte: Der Bäcker hatte nämlich keine mürben Wecke heute Morgen gebacken, und die gnädige Herrſchaft mußte ſich mit ordinärem Weißbrode be⸗ helfen; das war gar nicht zum Hinunterbringen und blieb einem in den Zähnen ſtecken.“— Das iſt doch zu arg, erklärte der Herr von Ypfilonz in Zukunft ſoll bei dieſem Bäcker durch⸗ aus, nichts mehr geholt ſondern ein anderer ange⸗ nommen werden. Und wer es wagt, dort noch ein⸗ mal etwas für mich zu beſtellen, der wird ſeines Dienſtes entlaſſen. Dabei bleibts! Es waren unter dieſen Geſprächen die 9 Uhr herbeigekommen, wo die Kinder fortgeſchickt wurden — in die Bedientenſtube, damit ſie der gnädigen Herrſchaft Ruhe ließen. Aber für dieſe war die Ruhe noch lange nicht gekommen. Die gnädige Frau hatte nämlich das neue Kleid für den naͤch⸗ ſten Ball vom Schneider erhalten, und als ſie es anprobirte, ſtand es ihr ſo ſchlecht, gab es ihr eine ſo unſchlanke Figur und war ſo altmodiſch gemacht, daß ſie es unter Thränen wegwarf und erklärte, ſie wollte lieber ſterben, als mit einem ſolchen Kleid auf dem Balle erſcheinen. Unterdeſſen hatte ich die Zeitung geholt auf der Poſt und die Briefe mit⸗ gebracht, und als ich wieder zurückkam, hatte die gnädige Herrſchaft einen kleinen Zank, der damit endete, daß die gnädige Frau bis zum Mittageſſen zum Fenſter hinausſchaute, der gnädige Herr aber die Thüre zuſchlug und in ſein Zimmer eilte, wo ein neuer Jammer ſeiner wartete. Es war ein Brief von dem Anwalt gekommen, der die Nachricht überbrachte, daß der Proceß ſeinem Ende nahe, leider aber auch wahrſcheinlich für den gnädigen Herrn nicht günſtig ausfallen werde; indeſſen wollte er doch, im Falle er ſich eines beſonderen Zu- ſchuſſes von etwa zehn Karolins ſich zu gewär⸗ tigen habe, ſein Möglichſtes verſuchen. Noch nicht genug; die Zeitung brachte die Nachricht, daß in Paris eine Revolution ausgebrochen und darauf ein ſo gewaltiges Sinken der Staatspapiere erfolgt ſey, daß bei dieſen Umſtänden ein Verluſt von meh⸗ reren tauſend Gulden für ihn zu erwarten ſtund. „O ich unglücklicher Menſch,“ rief verzweiflungsvoll der gnädige Herr aus, und warf ſich auf ſein Sopha, wo er eine Pfeife verlangte, die ich ihm auch ſogleich ſtopfte, Als ich ſie ihm aber brachte, bekam ich ſie mit einer derben Ohrfeige und dem„Eſel, ſie iſt zu leicht geſtopft“ wieder zurück. Ich nahm beides ruhig 5 318* an, ſtopfte eine neue und bedauerte meinen Herrn, daß ſo viel Unannehmliches auf ihn einſtürme.— Damit ging ich weg, denn ich hatte ja den Herrn d noch nicht gefragt, ob ihm etwas zu Befehl ünde. 3 Als ich zu dieſem kam, war die Familie gerade aus dem Garten zurück gekommen. Jedes hatte ein Sträuschen in der Hand für die Mutter und Schwe— ſter, zum Erſatz, weil ſie heute an dem ſchönen Sommermorgen nicht hatten im Garten arbeiten können. Alles jubelte ihnen entgegen und jedes überreichte ſein Geſchenk. Als ich mich aber wie— der entfernen wollte, ſagte der Herr Icks, ich müſſe noch da bleiben, weil er für mich ein nöthiges Ge⸗ ſchäft hätte, das nicht über Mittag aufgeſchoben werden dürfte, und nickte dabei ſeiner Frau zu, die ihn ſchon' verſtand. Statt des Fleiſches gab's näm⸗ lich heute Pfannkuchen, und da man wußte, daß ich ein großer Freund von ihnen war, ſo mußte ich da⸗ bleiben und miteſſen. Und als bei dem Eſſen der Herr Icks fragte:„Johännchen, wie fördert die Arbeit,“ da gab's einen großen Jubel und die ganze Familie wiederholte:„Johännchen, wie fördert die Arbeit?“ Nach dem Eſſen ging Jedes gleich wieder ſeinen Geſchäften nach, und das war eine Freude zuzuſehen, wie man angriff, denn es mußte bis 6 Uhr Alles beendigt ſeyn, weil man alsdann einen Spaziergang im Freien zu machen gedachte. Eh' man ſichs ver⸗ ſah, war Alles fertig mit der Arbeit, und der Spa— ziergang gewährte heute eine doppelte Freude, weil er nach einer Anhöhe ging, wo man den pracht⸗ vollen Untergang der Sonne ſo recht genießen konnte. Die Kleinen jubelten und den Größeren ſtanden die Freudenthränen, noch in den Augen, als man bereits auf dem Heimweg begriffen war. Zu Hauſe' hatte die »Mutter das ſchmale Abendbrod bald zurecht gemacht. Als die Familie daſſelbe mit gutem Appetite ver⸗ zehrte, wobei es mitunter recht luſtig herging, da erklärte der Vater, auf die Arbeit im Garten und den großen Spaziergang nach dem Hägel paſſe ein guter Nachtiſch. Was damit gemeint war, wußte die Tochter recht gut; denn nachdem der Tiſch ab— geräumt und die kleine Welt zur Ruhe gebracht war, wurde ein ſchönes Buch geholt, bis die Stunde ſchlug, die zu Bette rief. Als ich wegging, drängte ſich Als um den Herrn Icks und wünſchte ihm auf den herrlichen Tag, den ſie heute eclebt, eine recht angenehme Ruhe, und der Eine Kuß war im⸗ mer herzlicher als der andere. Unterdeſſen hatte der Herr von Ypſilou manche ſehr unangenehme Stunden erlebt. Denn am Mittage hatte er das Unglück gehabt, daß weder die Suppe ihm, noch das Gemüß' und die Beilage ſeiner Frau ſchmeckte; das Ochſenfleiſch war faſt nicht zu genießen; der Duͤſſeldorfer Senf, wel; chen man dazu' beſtellt, war ganz, ausgeblieben, das Ragout hatte einen Nachgeſchmack, und der Kalbs⸗ Petallaſu raunte den beleidigt l. er l 1 ihr geſproc fuͤſin gew merräthin ö lieb ſich einem ſo alder zul, ſo düſttem und ſeinet in grohe“ Stull unf wundete, chmiegte. 115 beſch Herrſchaft daß der gn ren/ und ſehen denn eben ſeitig die erzittette. war recht —————— Mitt 2 Uhr, f ten, dere kinderſchu Zugleich den Geg Beginne ſccht in g gend und ſiad. —— —— Beke 644 ne, * 319 braten war von einem ſo mageren Stück Vieh, daß man kaum ihn zu verſuchen wagte. Da man nun, um ſich doch wenigſtens ſatt zu eſſen, ſeine Zuflucht zu dem Eingemachten nehmen mußte, ſo mundete auch der Wein heute gar nicht, und es war Zeit, daß die beiden Herrſchaften ſich ein Wenig zur Ruhe begaben, um wenigſtens auf ein Stündchen das Un⸗ angenehme zu vergeſſen. Dieſes Stündchen dauerte bis 3 Uhr, und hatte gar keine gute Wirkung, denn man ſah ſich ſehr mürriſch einander an, und als die Magd den„ſchlechten“ Kaffee brachte, fehlte wenig, daß er ihr nachgeworfen wurde. Es war nun hohe Zeit, daß man die Kinder mit der Magd ſpazieren ſchickte, um in die Aſſem⸗ blee zu fahren. Aber die Aſſemblee war heute die Veraulaſſung zu gar üblen Scenen. Die Frau raunte dem Manne in die Ohren, ſie ſey ſchrecklich beleidigt und werde Rache dafür nehmen, daß der Herr Miniſter, der ſonſt zuerſt und am meiſten mit ihr geſprochen, heute ſich zuerſt an die Frau Hof- räthin gewandt und dann gar mit der Frau Kam— merräthin geſcherzt hätte. Der Herr Gemahl ver⸗ trieb ſich die Grillen am Spieltiſche, wie das einem ſo vornehmen und geiſtreichen Mann nicht anders zukam. Da er aber verlor, ſſo fuhr er mit ſo duͤſtrem Sinn nach Hauſe, daß es zwiſchen ihm und ſeiner Frau zu kleinen Häkeleien kam, die bald in große ausarteten und zur Folge hatten, daß der Stuhl umſtuͤrzte und das allerliebſte Kätzchen ver⸗ wundete, welches ſich neben der gnädigen Frau hin⸗ ſchmiegte. Hierauf begann eine Scene, die ich aber nicht beſchreiben will, weil ſie ſich für eine ſolche Herrſchaft eigentlich nicht ſchickt,und die damit endete, daß der gnädige Herr erklärte:„o wär' ich nie gebo⸗ ren,“ und ſie erwiederte:„o hätte ich dich nie ge⸗ ſehen!“ Damit war die Geiſterſtunde gekommen; denn eben blies der Wächter eilf, als man gegen— ſeitig die Thür hinter ſich zuſchlug, daß das Haus erzitterte. Das galt ſtatt„Angenehme Ruhe“ und war recht herzlich gemeint von beiden Seiten. Bekanntmachung. Mittwoch den 25. November d. J., Nachmittags 2 Uhr, findet die Verloofung der weiblichen Arbei⸗ ten, deren Extrag zum Beſten der hieſigen Klein- kinderſchule beſtimmt iſt, im Rathhaus⸗Saale ſtatt. Zugleich wird noch bemerkt, daß die zu verlooſen— den Gegenſtände von Sonntag den 22. bis zu dem Beginne der Verlooſung zu der Intereſſenten Ein⸗ ſicht in genanntem Locale von 10—12 Uhr Mor⸗ 1 5 und von 2— 4 Uhr Nachmittags ausgeſtellt ind. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N ιι Bekanntmachung. 61144) Dienſtag den 24. November 1840, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das gräflich von Waldbott⸗ Baſſenheim'ſche Hofgut zu Cransberg bei Uſingen, deſſen bisherige Pachtung den 22. Februar 1841 zu Ende geht, beſtehend aus einem geräumigen Wohn⸗ haus, zureichenden Stallungen, Scheuern, Frucht⸗ boden, dann 193 Morgen, 15 Ruthen Ackerland, 35 Morgen 17 Ruthen Wieſen, 52 Ruthen Garten, mit der herrſchaftlichen Schäferei und dazu gehoͤri⸗ gen Brauhaus, Branntweinbrennerei, mit der Ge— rechtigkeit, Wein⸗, Bier⸗ und Branntwein⸗Schenk zu treiben; dann ferner einem Inventarium an Rind⸗ vieh, Schaafen und Schweinen, Fütterung, Brau- und Branntweingeräthſchaften, in einem weiteren Temporal⸗Beſtand auf 12 Jahre, durch Verſteigerung an den Meiſtbietenden, vorbehaltlich höherer Ge⸗ nehmigung, gegeben werden. Die dazu Luſttragenden wollen ſich in termino über die Cautionsfähigkeit in dem Betrage von 1000—1200 fl., ferner über den Beſitz der erforderlichen Betriebskapitale und über die Qualification als Pachter genügend nach⸗ weiſen. Cransberg den 26. Oktober 1840. Gräflich von Waldbott-⸗Baſſenheim'ſches Rentamt. Schauber. Brod ⸗ Lieferung. (1157) Montag den 30. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung des erforderlichen Bro⸗ des für die Garniſon Friedberg, pro 4. Semeſter 1841 auf dem Militaͤr⸗ Verwaltungs buͤreau dahier verſteigert. Die Herrn Bürgermeiſter hieſiger Umgegend werden erſucht, dieſe Verſteigerung geeignet bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 12. November 1840. In Auftrag: Golz, Oberquartiermeiſter. Frucht⸗Verſteigerung. (1146) Von den diesjährigen hieſigen Domanial⸗ fruͤchten werden 26 Malter Waizen, 91 Korn alten Friedberger 75„ Gerſte und Maaßes 59„ Dafs Donnerſtag den 19. d. M., des Vormittags um 10% Uhr, unter den bekannten Bedingungen in einzelnen Abtheilungen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim am 2. November 1840. Herzogl. Naſſ. Receptur Hehner. Bekanntmachung. (1142) Dienſtag den 17. November, Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe nachfolgende ſtaͤdtiſche Grundſtuͤcke, deren Pachtzeit ſich Martinz 1 re verpachtet werden, als:. a) Die vordere Pfingſtwelde. M. Vrtl. Ruth. M. Vril. Ruth. 1 2 3 4— 2 2 2 17 595 2— 3)— 2 20 6 2 20 b) Die hintere Pfingſtweide. M. Vrtl. Ruth. 7% 1 1— 44%) ungemeſſen. %%” % ee ee % e. 44% 12/50— 3 3 19/9 5 13/%) ungemeſſen. 20/140 15 c) Die Sauerweiden. 1 M. Vrtl. Ruth. 35/8) das abgeſteckte 2170 3 14 Dreieck. 22½7— 3 14 366) der alte Straß⸗ 2¼%0— 3 12 bachsgraben. 2/½% 1— 19 37¼7) 20 Ruth. rechter 2% 8 27 Hand d. Chauſſee. 26,(% 1 1 2 38/180 1 M. 16 R. un⸗ „ 28 gefähr, der Straß⸗ 28/6— 3 27 heimer Kirchhofs⸗ 290 1— 2 acker. 30%) 1—— 30) 20 Ruth. am Krä⸗ 314 1—— mer. 32/12) 1—— 40) Ein Stück Land an 33— d. Hockenmühlweide 34% 1— 36 an Storks Garten. d) Die Haingrabenſtücke. Vrtl. Ruth. Vrtl. Ruth. 44%— 1 1 2% 11— 42% 38 40%—- 11 43%— 1 1 47% ungemeſſen. 449C.¼— 1 5 Friedberg den 2. November 1840. Der Beigeordnete Bender. Stroh-Lieferung. (1140) Montag den 16. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 15 Fuder Korn⸗ ſtroh auf dem hieſigen Militär⸗Verwaltungsbüreau verſteigert.- Friedberg den 5. November 1840. a In Auftrag: Gölz, Oberquartiermeiſter. Holz ⸗ Verſteigerung. (1158) Mittwoch den 18. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen in dem Oberrosbacher Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Roſenkranzheck, 15 3½ Stecken eichen Scheitholz, 2 1 77 7. Pruͤgelholz, 3022 65 77 Stockholz, ö 1 5 5 n 320*. 91 endigt, auf weitere ſechs nacheinander folgende 0 Id 4 1150 Stuͤck eichen Wellen und 0 5) 38 Stämme eichen Bau, Werk- und Nutz⸗ holz, enthaltend 1614 Cubikfuß, i an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden veröffentlichen zu laſſen. Oberrosbach den 11. November 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Arbeits-Verſteigerung. (1159) Donnerſtag den 19. November, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſollen im Gaſthaus zum Hirſch in Obermörlen die Chaäuſſirarbeiten eines Theils der Provinzialſtraße von Obermörlen nach Ziegenberg an die Wenigſtfordernden in Akkord gegeben werden. Friedberg den 12. November 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (1160) Mittwoch den 18. Nov. 1840, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen an hieſigem Schulhauſe folgende Arbeiten an den Wenigſtnehmenden in Accord gege⸗ ben werden, als:„ Anf 1 Steinhauerarbeit, voranſchlagt zu 6 fl. 2) Maurerarbeit 75 3) Spenglerarbeit 39„18 kr. Der Ueberſchlag liegt zur Einſicht bei dem Un⸗ terzeichneten offen. 5 Höchſt a. d. N. den 5. November 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Lieferung von Fleiſch. (1161) Montags den 23. d. M., des Vormittags um 9 Uhr, ſoll die Lieferung des Fleiſchbedarfs fuͤr die Gefangenen in Marienſchloß pro 1841, beſte⸗ hend in: 5 1) Ochſenfleiſch circa 11,000 Pfd. 2) Schweinenfleiſch circa 8,400„ unter den vor dem Beginnen der Verſteigerung er⸗ offnet werdenden Bedingungen an den Wenigſtfor⸗ dernden dahier öffentlich verſteigert werden, welches mit der Bemerkung zur öffentlichen Kunde gebracht wird, daß jeder Steigluſtige ſich mittelſt Beſcheini⸗ gung des einſchlägigen Bürgermeiſters vorher aus⸗ zuweiſen hat, 8 a) bei der Liefernng des Ochſenfleiſches eine Cau⸗ tion von 600 fl., p) bei der Lieferung des Schweinenfleiſches eine Caution bon 300 fl. (welche Beträge in gr. heſſ. landſtändiſchen Papieren zu deponiren ſind) ſtellen zu können. Marienſchloß am 5. November 1840. Vermöge Auftrags: Gr. heſſ. Direction der Anſtalt dahier Weigel, Speiſemeiſter. Bekanntmachung. (1162) Dienſtag den 17. November d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quan⸗ Am 1 ieferung de Sunde ſpäte gꝛeukleie⸗ und Semeſter 18 Butzbach Prie 0 (462) 0 ſchiedener S und Wagner im Ganzen, gen Preiſen Offenba * (1164) D. Heuberg g. Lenz, zur K. mit Speiſe! dieſes hietm gedachler S. deckermeiſter derſelbe noc ben, wie ſi ihn bezahle. Friedbe Ein, 64165) erforderliche einem Spez Gießen in bare Zahl. 840. urgermeiſter Dormittegs dedarfs ſuͤr 841, beſte⸗ Pfd. 2 eigerung er, Wenigſtfor, den, welches ade gebracht ſt Beſcheini⸗ vorher aus⸗ 8 eine Cau⸗ feiſches eint en Papieren 0. falt dahin iſter. tität Brodfrucht dem Wenigſtnehmenden in Lieferung übergeben werden, welches dazu Luſttragenden hier— durch zux⸗Scachricht dient.* eim den 7. November 1840. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Weiß. Dunker. Lieferungs-Verſteigerung von Brod, Oel, Lichter, Holz, Gerſtenſchroth, Waizen— kleie und Leinkuchen. (163) Die Lieferung folgender Bedürfniſſe für die dahier garniſonirende Cavallerie-Diviſion, wird auf deſſen Verwaltungsbüreau an den nachbemerkten Tagen wenigſtfordernd verſteigert, nämlich: Am 16. d. M., Vormittags um 9 Uhr, die Lie⸗ ferung des Brodes, und eine Stunde ſpäter die Lie— ferung des erforderlichen Brennöhls und Talglichter im erſten Semeſter 1841. Am 17. d. M., des Vormittags um 9 Uhr, die Lieferung des Brennholzbedarfs pro 1841 und eine Stunde ſpäter die Lieferung des Gerſtenſchroth-, Wai⸗ zenkleie⸗ und Leinkuchen-Bedürfniſſes in dem erſten Semeſter 1841. Butzbach den 9. November 1840. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. d NN Privat⸗ Bekanntmachungen. Eine Parthie Eichenholz (1152) aus einigen hundert Stämmen von ver— ſchiedener Stärke und Länge, vorzüglich für Küfer und Wagner ſich eignend, wird getheilt oder auch im Ganzen, um damit aufzuräumen, zu ſehr billi— gen Preiſen verabfolgt. Offenbach den 1. November 1840. 5 Simeons& Comp. . Warnung. (1164) Der Dachdeckergeſell Franz Schwaab von Heuberg a. d. O. hat ſich bei dem Gaſtwirth, Hrn⸗ Lenz, zur Krone in Büdesheim auf meine Rechnung mit Speiſe und Trank bewirthen laſſen. Ich bringe dieſes hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß oben— gedachter Schwaab nicht bei mir, ſondern bei Stein— deckermeiſter Marbach dahier arbeitet, und ſollte derſelbe noch mehr auf meinen Namen geborgt ha— ben, wie ſich vermuthen läßt, daß ich nichts für ihn bezahle. Friedberg den 11. November 1840. 2 E. Botſch, Dachdeckermeiſter. Eine vollſtändige Einrichtung (1165) zu einem Spezereiladen mit allen dazu erforderlichen Kaſten, Oelgefäßen und ſonſtigen zu einem Spezereiladen gehörigen Gegenſtänden, iſt in Gießen in dem Hauſe Lit. D. Nr. 11 billig gegen baare Zahlung zu verkaufen. *. 321. Gas- Lam- pen! (1166) Dieſe ſehr zweckmaͤſigen, neu erfundenen Lampen, welche dem Gas vollkommen aͤhnliches Licht brennen, habe ich eine Sendung erhalten, und zwar zu den ſehr billigen Preiſen von 1 fl. 40 kr. bis 7 fl. 48 kr. Friedberg. J. C. Nagel U., auf der breiten Straße. Geſtempelte Spielkarten. N (1167) Piquet⸗Karten das Dutzend von 1 fl. 4 kr. bis 2 fl., Lhombre zu 2 fl. 36 kr. bis 3 fl. 30 kr., Whiſt 2 fl. 48 kr. bis 4 fl. 12 kr. Dampf⸗Chocolad, mit und ohne Gewürz, à Pfd. 36 bis 48 kr. bei J. C. Nagel II., auf der breiten Straße. Nicht zu überſehen! (1168) Das Geſpräch meines Bruders, welches mir verſchieden zu Ohr gekommen, erkläre ich für Verläumbung und Lüge. W. Feudtner. Empfehlung. (1169) Unterzeichneter fährt regelmäßig jeden Dienſtag Morgen mit Frachtſuhrwerk nach Frank⸗ furt und hält daſelbſt bei Herrn Wecker im Diehl— hof an, was er mit der ergebenen Bitte zur öffent⸗ lichen Kenntniß bringt, ihn mit gefälligen Aufträgen zu beehren, und bemerkt noch, daß er auch ſonſtige Fuhren übernehmen wird. Friedberg im November 1840. Heinrich Möbs, wohnhaft bei Hrn. Netz auf der breſten Straße. Eine Magd, (1170) welche mit Vieh umzugehen weiß, kann ſogleich in Dienſt treten. Wo ſagt die Expedition dieſes Bl. Ein Commiſſionslager v. Spielkarten (1171) iſt dem Unterzeichneten übertragen wor⸗ den, und empfiehlt ſich derſelbe zu gefälligen Auf— trägen. Friedberg. Oehl C. C. Nagel, in der Metzgergaſſe. Empfehlung. (1172) Unſere Schweſter, Hannchen Fürth, welche in einer der erſten Modehandlungen Frank— furts das Putzgeſchäft erlernt hat, iſt als Putzma— cherin in unſer Geſchäft eingetreten und ermangeln wir nicht, uns mit allen in das Putzgeſchäft ein⸗ ſchlagenden Artikeln beſtens zu empfehlen. J. Fürth ſeel. Erben e Bekanntmachung. (1173) Meine öconomiſchen Verhältniſſe loͤſen ſich auf, daher ich beabſichtige nachſtehende Gegen⸗ ſtände Montag den 23. und die folgenden Tage, einer öffentlichen Verſteigerung auszuſetzen, als: 10 2 Pferde, 2) mehreres Rindvieh, 3) 4 fette Schweine, 4) 1 Mutterſchwein, 5) alle Arten Stroh und Spreu, ſowie 6) verſchiedene Mobilien. Vieh, Stroh und Spreu werden am erſten Tage verkauft. Die Herrn Bürgermeiſter werden gebeten, dieſe Verſteigerung in ihren Gemeinden zu veröffentlichen. Södel den 11. November 1840. J. Henſel. Winterkappen (1174) in großer Auswahl bei N J. Fürth ſeel. Erben. Li kefarſſ che Anzeige Bei C. Bindernagel iſt erſchienen: Sechs Taͤnze fuͤr das Piano⸗Forte. (4 Schottiſche, 1 Walzer und 1 Galopp.) Componirt von Friedrich Fritſch. (Preis 21 kr.) Ferner iſt bei demſelben vorräthig: a Goͤthe's ſaͤmmtliche Werke. 1. Liefe⸗ rung. Subſcriptionspreis 3 fl. 20 kr. Braun, J., deutſche Balladen, Romanzen und Er⸗ zählungen. 1 fl. 48 kr. Daſſel be, feinere Ausgabe. 2 fl. 24 kr. Herder, J. G. v., Volkslieder. Mit einer Ein- leitung v. Johannes Falck. 2 Thl. 2 fl. 24 kr. Muſäus, J. H., Volksmährchen der Deutſchen. 6 Bändchen. 3 fl. 36 kr. Naubert, B., Volksmährchen der Deutſchen. 4 Bändchen. 2. Auflage. 2 fl. 24 kr. Nodnagel, A., deutſche Sagen und Legenden. 2 fl. 24 kr. Weber, V., Sagen der Vorzeit. 8 Bände, Zte Auflage A 1 fl 12 kr. Ziehnert, W., Volksſagen, Mährcheu und Legen⸗ den. 1 fl. 21 kr. Benjamin Franklin's Leben und Schrif⸗ ten. 4 Theile. Neue Ausgabe. 2 fl. 42 kr. Bauer, Ludw., allgemeine Weltgeſchichte für alle Stände. Bearbeitet bis Juli 1840. 6 Bände. Mit 6 Stahlſtichen. Preis: 268 ½ Bogen gr. 8. Ws fl. 30 kr nur Rebau, H., neueſte Jugendbibliothek. 1—4. Bänd⸗ chen à 36 kr. —— Die Orgel zu St. Paul, oder: Das Blin⸗ deninſtitut. 48 kr. —— Die drei Wandergeſellen, oder: Wer auf Gott vertraut, hat wohlgebaut. 30 kr. —— Die Waiſen aus Neapel, oder: Fürchtet euch nicht, ich bin mit euch. 54 kr. —— Die Kinder der Wittwe, oder: der Herr hilft auf den ſchuldlos Leidenden. 42 kr. —— Der Findling von Granada, oder: die Vorſehung wacht. 54 kr. Fruchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 8 fl.— kr. Korn: 6 fl. 10 kr. Gerſte: 4 fl. 10 kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 9. November: Waizen: 7 flö 55 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 40 kr Hafer: 3e Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 6. November: Waizen: 8 fl. 33 kr. Korn: 6 fl. 44 er. Gerſte: 5 fl. 2 kr. . Hater: 3 fl. 26 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fur die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 15. bis 22. November 1840. pfd Brod Preiſe. Friedberg Bae 1 Er. Pf 1 Leib⸗Roggenbrod 22 2 2 2 7„— 5 4 3 4 17 0 10— 93 5 5 Loth. Loth. — Milchbrod 141% —Waſſerweck 141 6 14— Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 116% 11383 Fleiſch-Preiſe. f pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 5 5 2 8 2 „ ih fleit, gemäſtetes 2— Kübfleiſch ungemäſtetes 772 75 „ Rindfleiſch 7 74— „ Kalbfleiſch 7 1 71— „ Schweinenlleiſch 10— 10— „Hammellleiſch 7 N „ Schaaflleiſch 5—— 1— „Wurſt von blos Schweinen 124— 3 „ Gemiſchte Wurſt 10— 104— „ Bratwurſt 5 145„„ „ Schwartenmagen 14— 144— „I Geräucherter Speck. 20— 20— „Schinken 14— 144 „ Dörrlfleiſch 15— 15 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 191— 7 5 dito ungusgelaſſen] 18— 18- „ Nierenfett 18— 48 „ Hammelsfett 115— 31 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. * Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 7 Wir gabel 880 auf d daß ein gro oben und nu Hur dadurch den würde, übngen Staa deſen det ſch. auch zur Err. bald die trau Zweck nur zu ſonſt gebracht Kiduen ſich n werken meldet und Unterkur zu ihrem Se ihnen lieb g erſten Jugend Manche hatt dem Gewerbe noch Krafte, traurige Er mer größere! beſtinmen, Berichte übe Miggliedern einziger Abg