dv. mal⸗ hruar. hinter⸗ * . 5 ſür die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ——ͤ— 55 2 11. Sonnabend, den 14. Maͤrz 1840. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Das Landgeſtüt. a Nach einer Benachrichtigung des großh. Oberſtallmeiſteramts zu Darmſtadt ſind die großh. Land⸗ beſchäler auf die Geſtütsſtationen zu Aſſenheim am 3. d. M. abgegangen und verbleiben daſelbſt bis gegen den 20. und 24. Juni d. J. Sie haben dieſes alsbald in Ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Friedberg am 5. März 1840. Küchler. Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Obſignation bei Sterbfällen, insbeſondere die zum Behuf gerichtlicher Einſchreitung zu machende Anzeige eines Sterbfalls. Es ſoll vorgekommen ſeyn, daß Sterbfälle, welche eine Bevormundung, Obſignation, gerichtliche Erbvertheilung u. ſ. w. nöthig gemacht hätten, entweder gar nicht, oder nur zufällig, oder zu ſpät zur Kenntniß der einſchlägigen Gerichtsſtellen gelangt ſind. Da durch eine Vernachlaſſigung zeitiger Anzeige in ſolchen Fällen bedeutende, oft nicht wieder zu reparirende Nachtheile entſtehen können, ſo weiſe ich Sie an: 10 Alsbald diejenigen Individuen, welche der beſtehenden Ordnung nach bisher verbunden waren, den betreffenden Geiſtlichen von den eingetretenen Sterbfällen die Anzeige zu machen, bei namhafter Strafe in meinem Namen aufzugeben, gleichzeitig eine ebenmäßige Anzeige auch an Sie— die großh. Bürgermeiſter— jedesmal gelangen zu laſſen. Sodann aber 2) Selbſt alle derartigen zu Ihrer Kenntniß kommenden Sterbfälle unverzüglich, und noch ehe die Beerdigung ſtattfindet, unter genauer Angabe des Vor- und Zunamens, des Standes und der Familienverhältniſſe des Verſtorbenen, ſowie des Zeitpunktes ſeines Todes und der etwa ſonſt er— heblich ſcheinenden Notitzen den betreffenden Gerichtsſtellen(großh. Landgerichten) anzuzeigen. Friedberg den 29. Februar 1840. 4 Kühe rr. . uns etwas Näheres und Sicheres hierüber zukommt, werden wir nicht ermangeln, es dem Publikum mit⸗ zutheilen. Einſtweilen empfehlen wir unſern Mit⸗ bürgern, auf ihrer Hut zu ſeyn, da durch Mangel an nöthiger Vorſicht großes Unglück entſtehen kann. Man ſpricht gegenwärtig in unſerer Wetterau viel von tollgewordenen Hunden, die manches Unheil angeſtiftet hätten. Namentlich ſoll ein ſolcher in einem benachbarten Orte in eine Heerde Schweine gerannt ſeyn und mehrere gebiſſen haben. Sobald „ 78. Aus dem Kleinen das Große. Zweite Darſtellung, oder: entſage einem kurzen ſinnlichen Vergnügen, du kannſt dadurch ein dauerndes geiſtiges gewinnen; die Clermomtiſche Bibliothek zu Butzbach zeugt dafür. Schon mehrere Male ſind, wie in vielen öffent⸗ lichen Blättern, ſo auch in dem Friedberger Intel⸗ ligenz⸗Blatt Vorſchläge zur Anlegung öffentlicher Bibliotheken in kleineren Städten und größeren Dör⸗ fern gemacht worden. Sie beweiſen, daß das Be⸗ dürfniß empfunden wird, nicht blos dem Körper, ſondern auch dem Geiſte Nahrung darzubieten; nicht blos das ſinnliche, ſondern auch das geiſtige Ver⸗ gnügen zu befördern. Indeß ſcheint es, als ob nur fromme Wünſche ausgeſprochen worden ſind, als ob der Muth, etwas Ungewöhnliches zu Stande zu bringen, an unvorhergeſehenen Hinderniſſen und man⸗ chen Vorurtheilen ſich gebrochen habe; denn von dem wirklichen Aufblühen ſolcher Anſtalten von nur eini⸗ gem Umfange will wenig verlauten Es möchte daher zweckmäßig ſeyn, den Beweis zu fuͤhren, daß die Möglichkeit vorhanden ſey, mit kleinen Mitteln, aus ſinnlichen Aufopferungen ent⸗ ſprungen, allmählig öffentliche Bibliotheken zu gruͤnden. Ein Beiſpiel bietet die oben bezeichnete Biblio⸗ 1115 dar, deren Urſprung hier nachgewieſen werden ſoll.. Im Jahr 1762 errichtete der damalige Rector Clermont zu Butzbach, nebſt ſeiner ausdrücklich bemerkten Ehegattin Maria Margaretha, ein Teſtament, worin ihr einziger Sohn als Univerſal⸗ erbe bezeichnet, aber auch ein Legat von 1005 fl. bedungen wird. Dieſes ſoll zum Beßten der Schule, an welcher der treue Lehrer viele Jahre hindurch wirkſam geweſen war, in folgender Weiſe verwen⸗ det werden: 10 alljährlich ſollen 30 fl. bei den offentlichen Schul⸗ prüfungen unter 5 Latein lernende, eine ſchöne Handſchrift liefernde, im Rechnen geübte, ſitt⸗ liche Schüler der 1. Knabenſchule durch den zeitigen Rector als Prämien vertheilt werden. 2) Für 8 fl. ſollen 4 Rieß Papier erkauft und unter die Schüler der 3 Knabenſchulen ver⸗ theilt werden. 3) 2 fl. ſoll der zeitige Rechner des Kugelhaus⸗ fonds, in deſſen Rechnungen die Stiftung be⸗ handelt wird, pro studig& labore erhalten. 4)„Sollte das Kapital, von welchem 825 fl. zu „4, 180 fl. zu 5 PCt. verliehen waren, ad 5 „Et. ausgeliehen werden können, ſo ſollen als⸗ „dann die überſteigenden zehen Gulden, ſieben „Albus, vier Pfennige in des zeitigen Rectoris „Wohnung in Beiſeyn des Herrn Amtmanns, „des Herrn Centgrafen, beider Burgermeiſter und „des Stadtſchreibers, jedoch incluſive der Herrn „Geiſtlichen und Präceptoren und zeitigen Kugel⸗ „verwalter, alle Früh⸗Jahr nach gehaltenem „Examine verzehrt werden.“ Im Jahr 1800 trat der erwünſchte Fall ein, daß das ganze Kapital mit 5 pCt. verzinſet wurde und nun einen zu verzehrenden Ueberſchuß von 10 fl. 15 kr. darbot. Der damalige Rector durfte nun dieſe Summe in Anſpruch nehmen und ſich und ſeinen Collegen, nebſt den übrigen Berechtigten einen fröhlichen Tag bereiten. Er that es nicht, leiſtete fur ſich Verzicht darauf und bewog auch einen Theil von jenen, Ver⸗ zicht zu leiſten. Etlichen aber gelüſtete nach vollen Flaſchen und dampfenden Schüſſeln. Man nahm keine Rückſicht darauf. Indeß wurde dem Rechte keineswegs entſagt, von jenen 10 ¼ fl. irgend einen beliebigen Gebrauch zu machen. Darüber waren die meiſten der Berech⸗ tigten einverſtanden, daß irgend ein geiſtiger Genuß dadurch herbeigeführt werden ſollte; über die Wahl deſſelben konnte man ſich nicht vereinigen und ſo blieb die zu verzehrende Summe in der Kaſſe des Kugelhausfonds, und wuchs allmählig zuzeinem be⸗ deutenden Kapital herän. Erſt im Jahre 1827 wurde von der Inſpection bei großh. Kirchen⸗ und Schulrathe dieſer Gegen⸗ ſtand zur Sprache gebrach Nach laͤngeren Ver⸗ handlungen erfolgte die Genehmigung des Antrags, daß alljährlich 18 fl. als Penſion des erwachſenen, dem Kugelhausfonds durchaus nicht gehörigen Ka⸗ pitals, an den Juſpector, der die ganze Verhand⸗ lung geleitet hatte, und den Rector als Nachfolger des Teſtators— verabreicht und von dieſem zur Anlegung einer Bibliothek, unter dem Namen der „Clermontiſchen,“ verwendet werden ſollten. Kaum 12 Jahre ſind ſeitdem verfloſſen, und die Gründer dürfen getroſt ſagen: kommt und ſehet, was man mit geringen Mitteln in dieſer kurzen Zeit gewirkt hat.“) 6 (Beſchluß folgt.) 4) Der Unterzeichnete kann bei Leſung dieſes Aufſatzes nicht umbin, eine rühmliche Bereicherung zu erwähnen, welche dieſe Bibliothek durch die uneigennutzige Wirkſamkeit der dermaligen Geiſtlichen zu Butzbach erhalten hat. Dieſe wackern Männer verſahen im Jahr 1839 mehrere Monate lang den Unterricht in der l. Mädchenſchule zu Butzbach unentgeldlich, und verwandten die ihnen dafür zu Theil gewordene Gratifikation von 60 fl. zur Erweiterung der gedachten Bibliothek. Küchler, großh. Kreisrath. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Arbeits-Verſteigerung. (254) Donnerſtag den 19. J. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 2 Pritſchen vorzeit Ob (210 Anlehe Nro. d mit wi ſcheine ten ho bigen Fri (218 Uhr, ind die ſehet, kurzen zes nicht „welche keit der dDieſt Monate mittags prüſchen . 79* an den Weiher am Seergraben öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Der Voranſchlag, beſtehend in 27 fl. 32 kr., kann jeden Tag bei unterzeichneter Stelle eingeſehen werden. Friedberg den 9. März 1840. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung, eichen Lohrinden⸗Verſteigerung im Revier Oberros— bach, Forſt's Friedberg, betreffend. (173) Das diesjährige Ergebniß an eichen Loh⸗ rinden, in den nachbemerkten vom Raumholz rein⸗ geſtellten Niederwald⸗Schlägen, wird dahier, Mitt⸗ woch den 1. April an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert, nämlich: a) In den großh. Domanial⸗Waldungen: 1) Frauenwald 150 Centner. 2) Burgwald 318* 3) Mainzerhecken 50 1 4) Kellerberg 271„ Summe 792 Centner. b) In den Communal⸗Waldungen der Gemeinden: 1) Obermörlen 305 Centner. 2) Ockſtadt 115 11 Summe 420 Centner. Hauptſumme 1212 Centner. Die Eröffnung der näheren Bedingungen erfolgt vorm Ausgebot, einſtweilen wird aber bemerkt, daß Nachgebote nicht angenommen werden. Die großh. Forſtſchützen zu Niedermörlen, Ober⸗ mörlen, Winterſtein, Ockſtadt und Oberrosbach wer— den den ſich bei ihnen Anmeldenden die Lohſchläge vorzeigen. Oberrosbach der 17. Februar 1840. Der großh. heſſ. Revierförſter Bingmann. Bekanntmachung. (210) Um mehreren Fragen, in Beziehung des „Anlehens der Stadt Friedberg, ſiehe Intelligenzblatt Nro. 8 und 9, Ziffer(151) zu entgegnen, wird hier- mit weiter eröffnet, daß der Gemeinderath Schuld— ſcheine ausſtellt, vier Procent in halbjährigen Ra⸗ ten honorirt und werden Kapitalien von jeder belie— bigen Größe bis zu 100 fl. angenommen. Friedberg den 5. März 1840. Der Beigeordnete Bender. Garten ⸗ Verpachtung. (218) Donnerſtag den 19. März, Vormittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe auf Antrag des Herrn G. Nau, der zur Konrad Ludwig'ſchen Ku⸗ ratel gehörende, 1 Morgen haltende, im Schützen⸗ rain neben Herrn Metzgermeiſter Söllner und Herrn V. Nau liegende Garten, auf ſechs nacheinander fol⸗ gende Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg am 5. März 1840. Der Beigeordnete Bender. Schaafpferch⸗Verſteigerung. (227) Donnerſtag den 19. März l. J., Morgens 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 10 Schaaf— pferche öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 12. März 1840. Der Beigeordnete Bender. Frucht-Verſteigerung. (228) Freitag den 20. März l. J. ſollen auf dem Crameriſchen Speicher in Berſtadt folgende Früchte verſteigert werden: 8 10 20 Malter Weitzen, 2) 35„ Korn, 38„ Gerſte, 4) 18—20 Hafer, 5) 1½ Malter Erbſen. Berſtadt den 8. März 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Ellenberger. Verſteige rung von Vieh, Schiff und Geſchirr und einer Brand⸗ weinbrennerei zu Höchſt an der Nidder. (229) Dienstag den 17. März, Vormittags 10 Uhr, wird von der unterzeichneten Verwaltung das nachſtehende, wegen Verpachtung des Gutes ferner unnöthige Wirthſchafts-Juventar, unter den im Ter⸗ mine ſelbſt bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden: I. An Vieh: 1 ſchwarzes junges fehlerfreies Arbeitspferd, 1 ſcheckigter Farren, 2½ Jahr alt, 1 fetter Stier, 2 Jahr alt, 2 gelbrothe Zugſtiere, jeder 1½ Jahr alt, 5 Kühe, 3 Rinder, 3 Kälber, 1 Mutterſchwein mit 8 Ferkeln, 1 Eber und 8 Spreuger. II. 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge und Ketten. III. Eine Brandweinbrennerei, beſtehend: aus einem kupfernen Keſſel von 3 Ohm Gehalt, mit Helm und Schlangenrohr, 3 Stück Maißbütten von 19 Ohm Gehalt, Kartoffelmühle ic. Das Brenn⸗ geſchirr iſt nur wenig Jahre gebraucht worden. Höchſt a. d. Nidder den 8. März 1840. Freiherrl. v. Günderrodiſche Gutsverwaltung Ferber. Eichenlohrinden⸗Verſteigerung. (230) Donnerſtag den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll das Ergebniß der dießjaͤhrigen Loh⸗ rinden, circa 500 Centner, unter den vor dem Aus⸗ gebot zu eröffnenden Bedingungen, auf hieſigem Rathhauſe an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Holzhauſen den 8. März 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Ri e d. Bekanntmachung. (231) Montag, als den 23. d. M., des Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll zu Oberwöllſtadt eine Kuh auf dem Wege des Zwangsverfahrens meiſtbietend ge⸗ 4 80*. gen gleich baare Zahlung verſteigert werden, wozu Kaufliebhaber einladet. Oberwöllſtadt den 11. März 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Feuerbach. Arbeits-Verſteigerung.. (232) Mittwoch den 18. März, Vormittags 10 Uhr, wird zu Obermörlen das Anfahren der Mau⸗ erſteine zur Erbauung der Brücke daſelbſt, aus den Steinbrüchen zu Butzbach, Rockenberg und Ober⸗ mörlen, ſowie das Brechen derſelben in den Brüchen zu Rockenberg an die Wenigſtnehmenden öffentlich vergeben werden. Friedberg den 12. März 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Holzverſteigerung. (233) Dienſtag den 17. d. M., Morgens 9 Uhr, werden in dem freiherrlich von Frauckenſtein'ſchen Walde dahier, Diſtrikt ober der Querſchneiße, ver⸗ ſteigert: 5 15 8½ Stecken eichen Werk⸗Scheitholz, 20 45¾%„„ Scheitholz, 30 5 77„ Prügelholz, 40 83%„,„ Stockholz und 5) 300 eichen Wellen. Ockſtadt den 12. März 1840. Brömſer. Holz⸗Verſteigerung in dem oſtheimer ee Revier Hoch⸗ weiſel. (234) Freitag den 20. März l. J., des Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Thierberg, folgende Holzſortimente oͤffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden, und zwar: 1) 52 Stecken buchen Scheitholz, 2 35 7 77 Prügelholz, 30 37½, 7 Stockholz, friſches, 4) 2475 Stück„ Reißholzwellen, 5) 5 Stück buchen Stammklötze, 86 C⸗Fuß hal⸗ tend und 6) ¼ Stecken buchen Nutzſcheitholz. Die Herrn Bürgermeiſter in der Umgegend wer⸗ den erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Oſtheim den 10. März 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schneider. . Arbeits-Verſteigerung. (235) Mittwoch den 18. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſollen dahier mehrere Arbeiten, als: 1) an verſchiedenen Feld⸗ und Vicinalwegen Gra⸗ ben auswerfen und ordnungsmäßig planiren, ſodann: 2) ſoll das Steinſchlagen in und außerhalb des Ortes unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Die Herrn Buͤrgermeiſter, beſonders die der be⸗ f nachbarten Orte, wollen dieſes in ihren Gemeinden veröffentlichen laſſen. Bonſtadt den 10. März 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Geibel. Bekanntmachung. Holzverſteigerung im Revier Oberrosbach, Forſts Friedberg betreffend. (236) Dienstag den 17. d. M., von Morgens 7 Uhr an, wird in dem gr. Domanialwald Mainzer⸗ hecken ꝛc. nachverzeichnetes Holz an die Meiſtbieten⸗ den öffentlich verſteigert: 5 7½ Stecken birken, 5%è Stecken nadel Scheidholz; 98 ½½ Stecken birken, 4½ Stecken nadel Prügelholz, 3 ½ Stecken nadel Stockholz; 132,00 Wellen birken und 187½ Wellen nadel Reißerholz, 6 Stämme Nadelholz, 1 Stück eichen u. 23 Stück birken Stangenholz, 1 birken Nutzſtück. Oberrosbach am 10. März 1840. Der großh. heſſ. Revierförſter Bingmann. Bekanntmachung, Verſteigerung von Kirſchbäumen im Revier Ober⸗ rosbach, Forſts Friedberg betreffend. (237) Freitag den 20. März, Nachmittags 2 Uhr, werden in dem landesherrlichen Frauenwalde bei Niedermörlen 400 Stück Kirſchbaumpflänzlinge in angemeſſener Stückzahl öffentlich verſteigert und, wann der Erlös dem Abſchätzungspreis gleichkommt, an die Meiſtbietenden überlaſſen, ohne daß Nach⸗ gebote angenommen werden. Oberrosbach am 11. März 1840. Der großh. heſſ. Revierforſter Bingmann. Bekanntmachung. (238) Dienſtag den 17. März, Vormittags 10 Uhr, fcüen auf dem Rathhauſe zu Niederweiſel die zur Erbauung einer Brücke auf dem Vicinalweg von Niederweiſel nach Oſtheim erforderlichen Stein hauerarbeiten voranſchlagt zu 217 fl. 4 kr. und das Auliefern von circa 35 Buͤtten Kalk an die Wenigſt⸗ fordernden in Accord gegeben werden. Friedberg den 11. März 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Aecker⸗Verſteigerung. (239) Dienſtag den 24. März, Morgens 9 Uhr anfangend, ſollen in hieſigem Rathhaus auf frei⸗ willigen Antrag der Erben der dahier verſtorbenen Heinrich Chriſtian'ſchen Eheleuten die zum Nachlaß derſelben gehörenden Grundſtücke, in hieſiger und Fauerbacher Gemarkung liegend, 34 Morgen, unter den bei der Verſteigerung eröffnet werdenden Be⸗ 1 dem öffentlichen Meiſtgebol ausgeſetzt werden. meinde Hel e be emdeg deiſter tg orgenz aunzer⸗ dieten, dbolz; el 7 5 elholz, nadel enholz, cförſter Obe Obder⸗ Ahr, lde bei tt und, kommt, Nach⸗ forſter ags 10 esel die nalweg 1 Stein- und das Deuigſt⸗ umeiſter 9 Uhr if frei⸗ orbenen Nechlaß ger und n, unter den Be⸗ sgeſezt *. 81*.„ Die Flurſchuͤtzen beider Gemarkungen, welchen Familienwagen, zum„weißen Roß“ genannt, nach das Güterverzeichniß behändigt wurde, ſind beauf⸗ tragt, den Liebhabern das Guͤterverzeichniß, als auch die Güterſtücke zu zeigen.] Friedberg em 12. Maͤrz 1840. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (240) Dienstag den 17. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſollen auf dem Dorheimer Braunkohlen-Berg⸗ werk nachfolgende Gegenſtände einer öffentlichen Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden, als: 1 zwei alte noch brauchbare Spaltſägen, R 55 Tromſäge, 3) 250 Pfd. Eiſen von alten Schippen, noch brauch⸗ bar für Schloſſer, 4 165 Pfd. altes Kleineiſen und 5) 43 Haufen Zimmerſpäne und altes Gruben⸗ gehölze.* Die Eiſenwaaren werden zuerſt verſteigert. Dorheimer Bergwerk den 12. März 1840. Der großh. heſſ. Berginſpector A. Storch. Arbeits-Verſteigerung. (241) Mittwoch den 1. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen die zur Erbauung des Vicinalwegs von Heldenbergen nach Büdesheim nöthigen Planirarbei⸗ ten in einzelnen Looſen an Ort und Stelle an die Wenigſtfordernden vergeben werden. Friedberg den 11. März 1840. Der großh. heſſ. Kreis baumeiſter Rhumbler. Hausverſteigerung auf den Abbruch. (242) Montag den 23. d. M., Nachmittags um 3 Uhr, ſoll das frühere Gemeindehaus dahier meiſt— bietend auf den Abbruch auf dem hieſigen neuen Ge⸗ meindehaus verſteigert werden. Heldenbergen den 11. März 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Verlorene Zinscoupons. (243) Der Inhaber der von der hieſigen Ge⸗ meinde am 1. Januar 1835 ausgegebenen Partial— Obligationen Nr. 7, 8 und 9 hat bei mir angezeigt, die Zinscoupons hierzu vom zweiten halben Jahr 1839 verloren zu haben. Auf deſſen Antrag wird der Finder erſucht, ſolche bei mir abzugeben; gleich— jeitig wird vor deren Ankauf gewarnt. Heldenbergen den 11. März 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Familienwagen zwiſchen Friedberg und Frankfurt. (222) Die Unterzeichneten machen einem verehrten Publikum die ergebenſte Anzeige, baß ſie von Mon⸗ tag den 16. Maͤrz an täglich mit ihren 2 neuen * Frankfurt und zurück fahren. Die Abfahrt von Friedberg nach Frankfurt ge⸗ ſchieht Morgens um 5 Uhr vom Gaſthaus zur „blauen Traube,“ woſelbſt, bei Herrn Gaſthalter Gröninger Beſtellungen für uns abgegeben werden können, und die Abfahrt von Frankfurt Nachmittags um 4 Uhr vom Gaſthaus zum„goldenen Einhorn“ in der Fahrgaſſe. In Vilbel halten wir bei Herrn Gaſthalter Simon an.— Preis à Perſon 30 kr. Friedberg. Karl Berg. Chriſtian Reuß. Baſtian Geck. Heinrich Briel. Haus Verkauf. (167) Die Gebrüder Philipp und Friedrich Wiß⸗ math wollen ihr väterliches Gaſt- und Backhaus, in der Uſergaſſe gelegen, aus der Hand verkaufen und iſt mit dieſem Verkauf der Unterzeichnete beauftragt, an den ſich Kaufliebhaber wenden können. Friedberg den 20. Februar 1840. Carl Manchot. Backhaus ⸗ Verkauf. (244) Unterzeichneter will ſein zweiſtöckiges Back⸗ haus, nebſt Ställen, Mittwoch den 18. Marz, Mit⸗ tags 12 Uhr, einer öffentlichen Verſteigerung aus⸗ ſetzen. Bönſtadt. Chriſtian Wenzel. Zum Verkauf. (245) Eine gut erhaltene, zweiſpaͤnnige, ganz verdeckte Chaiſe, nebſt Reiſekoffer ꝛc., ſteht billig zu verkaufen. Wo? darüber gibt die Expedition dieſes Blattes Auskunft. g Pferdeverkauf zu Bellersheim Landraths⸗ Bezirk Hungen. (246) Donnerſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen im Pfarrhauſe zu Bellersheim zwei ſehr brauchbare 9 Jahr alte Oeconomiepferde, Stu⸗ ten, von Farbe Grauſchimmel, mit langen Schwei⸗ fen, wovon das eine auch zum Reiten brauchbar iſt, ſodann ein 2jähriges Mutterfohlen, ebenfalls Grau—⸗ ſchimmel, und einiges Pferdegeſchirr öffentlich gegen baare Zahlung meiſtbietend verſteigert werden. Man erſucht die Herrn Bürgermeiſter im Kreiſe Friedberg, ſolches im Intereſſe ihrer Gemeinden öffentlich bekannt machen zu laſſen. Bellersheim am 4. Marz 1840. Marchand, großh. Decan. Eine Fahrkuh, (247) friſchmilchend, iſt mit dem Kalbe zu ver⸗ kaufen bei Friedberg. Friedrich Müller. Stu o hhüt e (248) werden zum Waſchen angenommen und wird dieſen die neueſte Façon gegeben in der Putz— und Modehandlung von L. J. Fürth, Metzgergaſſe. „ 82 ů„ 1 * Familienwagen. f (249) Wegen der vorgerückten Jahreszeit werden meine Familienwagen von Montag den 16. d. M. an Morgens um 5 Uhr hier von den bekannten Gaſt⸗ häuſern,„Maulbeerbaum“ und„Steinerne Haus,“ abfahren. Die Abfahrt von der„Reichskrone“ in Frankfurt bleibt wie früher um 4 Uhr Nachmittags. Die Preiſe ſind bekannt, und hoffe ich, mich des ſeither genoſſenen Vertrauens des Publikums auch ferner erfreuen zu können. 5 Friedberg den 13. März 1840. . Heinrich Hanſtein IV. Saamen⸗ Empfehlung. (250) Meinen geehrten Freunden und Gönnern mache ich die ſchuldige Anzeige, daß ich auch dieſes Jahr wieder mit allen Sorten Gemüſe⸗, Blumen-, Feld⸗ und Waldſaamen von der beßten Qualität verſehen bin, und ſolche um möͤglichſt billige Preiſe ablaſſe. Preisverzeichniſſe werden auf Verlangen gratis abgegeben. Zugleich finde ich mich veranlaßt, meinen Dank für das mehrjährige Zutrauen dieſes Geſchäftes abzuſtatten, und ſehe mit Freuden auch dieſes Jahr wieder einem recht zahlreichen Zuſpruch entgegem 5. Eilt, Freunde, denn jetzt kommt die Zeit, Wo kalte Nächte weichen, Der Frühling kommt und iſt bereit, Uns ſeine Kunſt zu zeigen;. Drum nehmt den Spaten gleich zur Hand Und grabt damit das Gartenland, Und theilet ein die Beete. Dann kommt und eilet, Jung und Alt, Kommt Herren und kommt Damen, Und kauft bei mir, wie ſchon bekannt, Den allerbeßten Saamen. Ich weiß, daß Euch das Geld nicht reut, Und manch Gewächſe Euch erfreut, Wenn Ihr's betracht't im Garten. Gemüſe⸗Saamen, wie Ihr wüßt, Auch Blumen, alle Sorten, Für dieſes Jahr geſorget iſt, Aus nah und fernen Orten. Drum friſch drauf los und brav beſtellt; Ich nehme klein und großes Geld, Denn beides kann ich brauchen. Friedberg. Ernſt Botſch. Freiſprechung. (251) Georg Philipp Winter II. von Nie⸗ derrosbach, der im Verdacht ſtand, eine Verläum⸗ dung u. ſ. w. gegen den Unterzeichneten verfaßt zu haben, iſt durch landgerichtliches Urtheil hiervon freigeſprochen, was hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht wird. Nieder rosbach. Joh. Bullmann III. Offen e Stelle. 1 (252) In das Haus eines Staatsdieners zu Friedberg wird ein gebildetes Frauenzimmer als Gehülfin der Hausfrau in den Geſchäften des Haus⸗ halts und der Erziehung der Kinder geſucht. Fer⸗ tigkeit in weiblichen Arbeiten iſt nothwendig, Kennt⸗ niß des Clavierſpiels wie auch der franzöſiſchen Sprache aber erwünſcht. Anmeldungen und An⸗ fragen belieben in frankirten Briefen an die Adreſſe der Expedition des Intelligenzblattes zu Friedberg mit den Zeichen F. K. gerichtet zu werden. Friedberg den 12. März 1840. Ein Mantel (253) iſt bei dem Unterzeichneten hängen geblie⸗ ben. Der ſich legitimirende Eigenthümer kann ihn in Empfang nehmen. a ö Guſt av Gerlach. Friedberg. g Früchte⸗ Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9 fl. 30 kr. Korn: 6 fl. 20 kr. Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: 2 fl. 50 fr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 9. Maͤrz: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 45 kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 6. Maͤrz: Waizen: 10 fl. 13 fr. Korn: 7 fl. 29 fr. Gerſte: 6 fl. 12 fr. 3 Hater: 3 fl. 16 fr. Erbſen:— fl.— kr. 3 Polizei⸗Taxe fut die Städte Friedberg und Butzbach vom 15. bis 22. Maͤrz 1840. pf Brod Preiſe. Friedberg] Butzbach. . kr. pf kr. pf. 1 J Leib⸗Roggenbrod 2 2. 2 5 77 7 5 5. 414„ 1 101 1011 5 Loth. Loth. — Milchbrod 14 4% 145 —[Waſſerweck 13 14— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 17 7 1 1 6* Fleiſch⸗Preiſe. . pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 9 102 10 1 „ Kübfleiſch* 892 8— „ Rindlſleiſch 7 3 7 2 „ Kalbfleiſch 81 5— „Schweinenfleiſch 93 2 5 „Hammelfleiſch 81— 8 „ Schaaffleiſch f„F „Wurſt von blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 10— 110— „Bratwurſt 5 14— 14 „ Schwartenmagen 144— 144— „ Geräucherter Speck 5 „Schinken 14— 144— „ Doörrfleiſch 15— 15— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 201— 18— „. dito ungusgelaſſen 18— 184— „Nierenfett 18— 18— Hammelsfett 16 5 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. K Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Binderfagel in Friedberg. J. Nr. 5 e. ſowobl, Fallen, nahme d geſchwor bühren! Si belehten. Betre der Ver N. Nachacht F. 779 ſeitigen die bend einen der werden einen l wird jed lichkeit 90