o F — 11115288282 — S ö In telligenzblatt ſür die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M23. Samſtag, den 11. Juli 1840. * Mie dem lſten Juli kann auf dieſes Intelligenzblatt für das zweite halbe Jahr mit 40 kr. abonnirt werden, welcher Betrag jedoch voraus zu bezahlen iſt. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes und die Polizeikommiſſaͤre zu Wickſtadt und Engelthal. Betreffend: Die Aufſtellung und Einſendung der Viehſtandstabellen für 1840. Ich erinnere Sie unter Bezugnahme auf mein Ausſchreiben vom 20. Januar v. J., Nr. 4 bes Intelligenzblattes an die Aufſtellung und Einſendung der Viehſtandstabellen für 1840. Zugleich empfehle ich Ihnen der Aufſtellung dieſer Liſten die größte Pünktlichkeit zu widmen. Wer bis zum 30. Juli ſeine Liſte nicht eingeſandt hat, erhält einen Wartboten. Friedberg den 2. Juli 1840. Küchler. ren an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Einführung gedruckter Formularien für Verſteigerungsprotokolle über Verwerthung von Gemeinde⸗ nutzungen und gemeinſchaftlichen Arbeiten. Unter Bezugnahme auf das heute an Sie abgeſandte beſondere Ausſchreiben des großh. heſſ. Meiniſteriums vom 27. Mai 1840 weiſe ich Sie an ſich genau darnach zu bemeſſen, und namentlich ins⸗ künftige ſtets nur der darin vorgeſchriebenen gedruckten Formularien zu fraglichen Verſteigerungsprotokollen ſich zu bedienen. Friedberg den 7. Juli 1840. Küchler. Bekanntmachung. Betreffend: Das Papierformat zu den Akten der großh. Behörden. Der, in Nro. 3 des diesjährigen Regierungsblattes enthaltenen, Bekanntmachung des großh. Geheimen Staats⸗Miniſteriums, vom 16. Januar d. I., ohngeachtet, langen faſt täglich Eingaben an, welche nicht auf Papier von der vorſchriftsmäßigen Größe(13,3 Zoll lang und 8,2 Zoll breit) geſchrieben ſind. Ich finde mich deßhalb veranlaßt die Einhaltung dieſer höchſten Vorſchrift, unter der Bemerkung * * . 200 — 1 10 einzuſchärfen, daß alle nicht auf das vorgeſchriebene Papierformat geſchriebene Eingaben, ohne Verfügung zurückgegeben werden. f Friedberg den 4. Juli 1840. Der großh. heſſ. Kreiscath des Kreiſes Friedberg i 15 g u ch ler Alterthümer in Friedberg. Wir haben vor 2 Jahren(in Nro. 45 und 47 dieſes Blattes von 1838) den Leſern referirt, was in der jüngſten Zeit Intereſſantes an Alterthümern in unſerer Stadt aufgefunden worden war. Da ſeit⸗ dem in derſelben die Aufführung bedeutender Gebäude begonnen wurde, und dazu der Boden aufgegraben werden mußte, ſo wurden ebenfalls wieder eine Menge Reſte von einer längſt untergegangenen Generation und aus einer längſt verſchwundenen Zeit zu Tage gefördert. Namentlich war dies der Fall beim Gra⸗ den der Fundamente und Keller der neuen Gebäude, welche die Herrn Trapp gegenwärtig errichten laſſen. Was nun hier vor Kurzem und im vorigen Jahre gefunden wurde, führt zwar nicht zu neuen Reſul⸗ taten, ſondern beſtätigt nur das früher ſchon Aus— geſprochene: daß nämlich unſere Stadt ge⸗ raume Zeit hindurch von den Römern be⸗ wohnt geweſen ſeyn müſſe les ſind nämlich faſt nur römiſche Alterthümer); es iſt aber doch gar mancherlei Art. So ſind uns zuerſt einige römiſche Münzen aus dem zweiten Jahrhundert n. Chr. z. B. von Antonin dem Frommen, den beiden Fau⸗ ſtinen ꝛc. von da zu Geſicht gekommen. Daß aber auch dieſes römiſche Volk, wo es ſich niederließ, eine Menge der verſchiedenartigſten Gefäße zum öffent⸗ lichen wie zum Privat-Gebrauche benutzte, und zu dem Ende dieſelben entweder aus fernen Gegenden herkommen ließ oder an Ort und Stelle verfertigte, geht aus dem, was ſich an ſolchen hier fand, wieder deutlich hervor. Es wurden nämlich theils wenige Fuß unter dem gegenwärtigen Boden, theils in einer Tiefe von mehr als 30 Fuß viele römiſche Gefäße ausgegraben, die ſich ſchon in Farbe und Thon ſehr unterſcheiden, indem einige aus ſ. g. lem niſcher Erde(terra sigillata) andere aus anderm feinen, geſchlemmten, wieder andere aus ganz ordinärem Thone verfertigt, jene von röthlicher, andere von ſchwarzer, wieder andere von grauer, hellbrauner oder gelblicher Farbe ſind. Sie ſind aber auch an Größe und Form ſehr verſchieden, manche von einer Höhe von nur wenigen Zoll, andere von etlichen Fuß, bald flach wie unſere Teller und Schüſſeln, bald bauchig, wie unſere Krüge, mit 1, 2 oder gar 3 Handhaben verſehen, bald becher- oder taſſenartig, ſo daß es bei dem größten Theile nicht ſchwer hält, den urſprünglichen Zweck derſelben zu erkennen. Einige ſind nämlich Gefäße zum Aufbewahren von Flüſſig⸗ keiten, andere zum Waſſerholen, oder zum Trinken, andere ſind Kochgefäße, wieder andere Salbengefäße; ein Theil wurde bei heiligen Handlungen, beſonders Opfern gebraucht, ein anderer diente als Urnen zum Aufbewahren der Aſche Verſtorbener oder um Dieſes und Jenes, was der Gebrauch vorſchrieb, beim Ver⸗ brennen der Todten aufzugießen u. dgl. m.— An dem Reſte eines ganz großen Gefäßes, wie ſiezbe⸗ ſonders zum Aufbewahren des Weines benutzt wur— den,(eines ſ. g. Doliums), das über 2 pariſer Fuß hoch und faſt eben ſo breit geweſen ſeyn mochte, fanden ſich die drei, wohl über 4 Zoll große Buch⸗ ſtaben C S P eingegraben. Unſere Alterthumsfor⸗ ſcher mögen ihren Scharfſinn daran prüfen, was dieſelben bedeutet haben.— Ein anderes ſchon im vorigen Jahre aufgefundenes, ein Krug mit eben— falls 2 Handhaben wie das vorhin erwähnte, hat eine Höhe von 16 und eine Breite von beinahe 13 pariſer Zoll. Auf einem großen Napfe, der von der bekannten terra sigillata verfertigt iſt und ſich vor den andern durch eine gefällige Form auszeichnet, wechſeln Blattgewinde mit Thieren angenehm ab, ſo daß man in den Verfertigern die Schüler der kunſtreichen Griechen deutlicher wieder erkennt, als an den übrigen Gefäßen, obwohl auch dieſe in der Form Geſchmack verrathen. Es iſt uur Schade, daß die meiſten dieſer Ge— fäße, theils ſchon früher, theils beim Aufhacken durch Unvorſichtigkeit der Arbeiter mehr oder minder be⸗ ſchädigt wurden. Noch mehr zu beklagen iſt, daß man nicht längſt daran dachte, dergleichen Reſte einer alten Welt zu ſammeln und an einem öffent⸗ lichen Platze ſo aufzuſtellen, daß das Publikum ſie bequem beſchauen kanu, ohne daß ſie Schaden leiden. Andere Städte haben die wenigen Koſten, welche das Aufbewahren erfordert, nicht geſcheut und Samm— lungen angelegt, weil ſie nicht dulden mochten, daß, was ſich Werthvolles und durch Alter Geheiligtes bei ihnen findet, in fremde Hände kommt. Wollen wir es dulden?. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Bekanntmachung. (650) Montag den 20. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſoll bei Gaſtwirth Bingmann zu Oberrosbach die zur Erbauung der Grenzorücke auf der Provinzial⸗ ſtrage von Friedberg über Oberrosbach nach Hom⸗ burg vorkommenden Arbeiten und Materiallieferung, als: Maurerarbeit, voranſchlagt zu 166 fl. 6 kr. Steinhauerarbeit 585„ 36„ 7 Cubikklafter Mauerſteine, ü 4 35 Bütten Kalk, Lerſteinen e Ennatsſtraße besondere d Mehlihor d. öffemlich v Friedbe 9 (670) gr ſoll zu Hal Fahrbahn nach Mark werden. Friedb. (6677) 9 ſoll das 2 der Provit insbeſondei ſche Grenz Wenigſtfor Mann zu! Friedl (678) „ 201* 1 Cubikklafter Sand oder Kies an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 24. Juni 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Zehnten ⸗ Verpachtung. (6665) Montag den 13. d. M., Morgens um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus der der Stadt Fried⸗ berg zuſtehende Herrn- auch Alban-Zehnten in hie⸗ ſiger Gemarkung öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Feldſchützen ſind angewieſen den Steig— liebhabern die Abgranzung des Zehnten zu zeigen. Friedberg den 2. Juli 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (674) Mittwoch den 15. Juli, Nachmittags 3 Uhr, ſollen in dem Gaſthaus des Herrn Schall zu Aſſenheim die bei Erbauung eines Kanals auf der Provinzialſtraße von Aſſenheim nach Dornaſſenheim erforderliche Maurerarbeit an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Friedberg den 8. Juli 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits⸗-Verſteigerung. (675) Mittwoch den 15. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſoll zu Büdingen im Gaſthaus zum Stern das Verſteinen eines Theils der Fahrbahn an der neuen Staatsſtraße von Büdingen nach Gelnhauſen, ins— beſondere die Abfahrt vom Salinenhof nach dem Mehlthor zu Büdingen, an die Wenigſtfordernden oͤffentlich verſteigert werden. Friedberg den 8. Juli 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits ⸗Verſteigerung. (676) Freitag den 17. Juli, Nachmittags 2 Uhr, ſoll zu Hainchen das Verſteinen eines Theils der Fahrbahn an der Provinzialſtraße von Lindheim nach Marköbel an die Wenigſtfordernden verſteigt werden. N Friedberg den 9. Juli 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits ⸗Verſteigerung. (677) Montag den 20. Juli, Nachmittags 1 Uhr, ſoll das Verſteinen eines Theils der Fahrbahn an der Proviuzialſtraße von Friedberg nach Homburg, insbeſondere von Oberrosbach bis an die Homburg⸗ ſche Grenze in verſchiedenen Abtheilungen an die Wenigſtfordernden im Gaſthaus des Herrn Bing— mann zu Oberrosbach verſteigert werden. Friedberg den 9. Juli 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. a Frucht ⸗Verſteigerung. (678) Montag den 13. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus von den Frucht⸗ vorräthen des Hospitals ohngefähr 18 Malter Korn zweimalterweiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 8. Juli 1840. a Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeits ⸗Verſteigerung. (679) Freitag den 17. Juli, Nachmittags 2 Uhr, ſollen in der iſraelitiſchen Gemeindeſtube zu Groß— karben nachfolgende Arbeiten an dem Badhauſe an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden, als: Maurerarbeit voranſchlagt zu 34 fl. 58 kr. Schreinerarbeit 10„ 45„ Spenglerarbeit 16% 56 Weißbinderarbeit eirca 40ͤ„ Großkarben den 7. Juli 1840. Der Vorſteher May. Arbeits-Verſteigerung. (680) Samſtag den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Planirarbeit an dem Vicinalweg von Altenſtadt nach Höchſt bis an die Grenze, unter den in dem Termin bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen, verſteigert werden. Altenſtadt den 8. Juli 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. Verſteigerung von Bauarbeiten. (681) Die zur Aufführung einer neuen Ring— mauer und Einrichtung von Stallungen in dem Zucht— haus in Marienſchloß erforderlichen Arbeiten, beſte⸗ hend in Maurerarbeit voranſchlagt zu 3138 fl. 22 kr. Steinhauerarbeit 535 7 Zimmerarbeit 450„ 42„ Schreinerarbeit 28.„ 10„ Schloſſerarbeit 27„ 30 Glaſerarbeit 8„ 0 Weißbinderarbeit 46„ 24 71 ſollen Dienſtag den 14. d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf dem Büreau des Directors der Zuchthaus— anſtalt zu Marienſchloß an die Wenigſtfordernden verſteigert werden. Die Riſſe, Voranſchlaͤge und Verſteigerungsbe⸗ dingungen können auf erwaͤhntem Büreau von den Steigliebhabern eingeſehen werden, und es wird noch bemerkt, daß jeder, der mitbieten will, nachzuweiſen hat, eine Caution von ½ der Steigſumme leiſten zu können. Gießen den 2. Juli 1840. Der großh. Provinzialbaumeiſter Hofmann. Gras ⸗Verſteigerung. (682) Dienſtag den 14. Juli 1840, Vormittags 8 Uhr, ſollen dahier an Ort und Stelle auf der Gemeindsſchweinweide und Pohlenblaken circa 28 Morgen Heugras verſteigert werden. Anbei wird ——— * bemerkt, daß gegen Buͤrgſchaft der Zahlungscredit bis zum 11. November 1840 geſtattet wird. Burggräfenrod den 8. Juli 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Börner. Haus ⸗Verſteigerung. (683) Mittwoch den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll das der Gemeinde Fauerbach II. zuſtehende alte Schulhaus, welches 31¼ Fuß lang 20 Fuß breit und ſehr gut von Eichenholz gebaut, ſodann das von David Sundheimer angekaufte Haus 38 Fuß lang und 16 Fuß breit, gut von Eichenholz, beide zweiſtöckig unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Fauerbach II. den 7. Juli 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Sang. Verlorne Anweiſung. (684) Auf dem Wege von Friedberg nach Lan⸗ genhain iſt geſtern eine an Anton Huth von daher ausgeſtellte. Zahlungsanweiſung an großh. Haupt⸗ ſtaatskaſſe im Betrage von 108 fl. für Steinfuhr⸗ lohn auf die Provinzialſtraße von Butzbach nach Uſingen, verloren worden. f Dieſelbe iſt mit Ord. Nro. 29, Abtheilung 15 bezeichnet, vom 20. Juni d. J. datirt und der Em⸗ pfang bereits beſcheinigt. Damit dieſer Betrag nur an den rechtmäßigen Eigenthümer gelangt, erſuche ich die Herrn Kaſſebeamten, welche Zahlungen für die großh. Hauptſtaatskaſſe leiſten, dieſe Anweiſung nur demjenigen honoriren zu wollen, welcher ſich als Eigenthuͤmer gehörig zu legitimiren vermag. Friedberg den 8. Juli 1840. Der gr. Jh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Verſteigerung einer Brandweinbrennerei. (685) Montag den 20. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſollen in der Behauſung des Heinrich Malay sen. dahier freiwillig folgende Breynereigeräthſchaften, 1 kupferner Brandweinkeſſel von /. Ohm nebſt Huth, 1 kupfernes Schlangenrohr und Trichter, 2 Ein- machsbütten von Eichenholz mit eiſernen Reifen, 1 Kühlfaß, 1 Läuterfaß, 1 Kartoffelfaß, 1 Kartoffel⸗ mühle ꝛc. verſteigert werden. Gegen vorſchrifts⸗ mäßigen Bürgſchein wird Zahlungsfriſt bis kom⸗ mende Weihnachten geſtattet. Reichelsheim den 8. Juli 1840. Der herz. Oberſchultheis Gros. S Privat⸗ Bekanntmachungen. Geſuch einer Haushälterin. (655) Eine Familie auf dem Lande ſucht eine anſtändige und zuverläſſige Perſon als Haushälterin, welche die mit einer ſolchen Stelle verbundenen Ge⸗ ſchäfte gründlich verſteht. Ausgeber dieſes ſagt wo? „ Okarber Mineralbrunnen. (686) Sonntag den 12. Juli iſt auf dem Okar⸗ ber Mineralbrunnen gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Havenecker. Preis ⸗-Kegelſchieben. (687) Den 19. Juli wird bei Unterzeichnetem ein Preiskegelſchieben ſtattfinden, wozu er ergebenſt einladet. Butzbach den 7. Juli 1840. i Gottfried Zell. Oſſenheimer Wäldchen. (688) Zum Nachkirſchenfeſte iſt Sonntag den 12. Juli an dem hieſigen Wäldchen Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen. Meinen innigſten Dank an alle diejenigen, welche mich am verfloſſenen Sonntag bei der ungünſtigſten Witterung, nicht Regen noch Sturm ſcheuend, den⸗ noch mit ihrer Gegenwart beglückten. Aehle. Empfehlung. (689) unterzeichnete empfehlt ſich hiermit erge⸗ benſt dem hieſigen und auswärtigen Publikum zur Verfertigung aller vorkommenden weiblichen Anzüge. Da ſie ſtets dahin ſtreben wird, durch geſchmackvolle Arbeit und reelle Bedienung ſich des ihr geſchenkten Zutrauens würdig zu zeigen, ſo ſchmeichelt ſie ſich. mit der Hoffnung, zahlreichen Aufträgen entgegen ſehen zu dürfeu, um ſo mehr, da ſie geneigt iſt, bei denen ihrer geehrten Gönner, welche es wünſchen ſollten, im Hauſe zu arbeiten. Maria Zerling, wohnhaft bei Georg Briel nächſt der Stadkkifche. Bekanutmachun g. (690) unterzeichnete iſt entſchloſſen folgende Ge⸗ genſtände aus freier Hand zu verkaufen, als: eine Aepfelmühleſ von größtem Kaliber, womit 3 Keltern beſchäftigt werden können, mit Meſſer und ſteinernen Walzen von Bockenheimer Steinmaſſe; ſodann zwei Keltern, jede mit 2 eiſernen Schrauben 3“ dick, eine mit meſſingenen und eine mit eiſernen Muttern, wo⸗ von jede 1½ Ohm ausdrückt, und können dieſelben jeden Tag in meiner Behauſung in Augenſchein ge⸗ nommen werden. Friedberg. E. Eich. Schwalheimer Mineralbrunnen. (691) Senntag den 12. Juli iſt auf dem hieſigen Mineralbrunnen Kaicher Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu mit dem Bemerken höflichſt ein⸗ ladet, daß auch Kirſchenkuchen vorzüglicher Quali⸗ tät in Ausſchnitt kemmt. Henkel. Bekanntmachung. (692) Von Seiten der hieſigen Armenkommiſſion ſollen mehrere jungen Leute in die Lehre gegeben werden. Diejenigen Meiſter, welche Einen zu erhalten wünſchen, wollen ſich bei dem Unterzeichneten melden, um die naͤheren Bedingungen zu erfahren. Friedberg den 10. Juli 1840. Faatz. % Kam 100 Stick 50 Schlag 100 Geſcht 50 Rierget 50 Birken Laschen, 2 60 Tanner 60 Ulmen Schauf 40 Eichen 15 Stück 15 Eichen Düͤrres B Einen fl Allerlei H Verbre 1 pweiſchl⸗ Mehrere! Eine Sch Mehreres Mehreres Mehrere Von 4 Pf Geſchi Mehrere Zwei Wg Eine Sch 30—40 I pferde, 1 Kuh, i 2 Mitte 10 5 1 geſchnt 6 Spreu 1 Ziege. aulten ſie ſich itgegen t, bei ünſchen kifche. de Ge⸗ 8: eine Keltern inernen u zwei k, eine n, wo⸗ ieſelben ein ge⸗ miſſien gegeben erhalten melden, dat. Muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Bainhardsforſthaus. (693) Sonntag den 12. Juli iſt auf dem Bain⸗ bardsforſthaus gut beſetzte Tanz- und Harmonie⸗ B ö tz. Tanzmuſik. (694) Sonntag den 12. Juli iſt im Garten zu Ockſtadt Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt ein⸗ ladet A. Krug's Wittwe. Nauheimer Teichhaus. (695) Sonntag den 12. Juli iſt auf dem Nau⸗ heimer Teichhaus gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanz⸗ muſik, wie auch vorzüglicher Kirſchenkuchen anzu⸗ treffen, wozu höflichſt einladet. Henkel. Mobilien-Verſteigerung. (696) Künftigen Freitag als den 17. Juli l. J., Morgens 8 Uhr, iſt der Unterzeichnete willens nach— ſtehende Gegenſtände gegen gleich baare Zahlung einer öffentlichen Verſteigerung auszuſetzen. Gegen Büurgſchein kann jedoch die Zahlung bis Martinitag 7 wer aber gleich bezahlt, erhält 59% Nach— la 2000 Kammen, 100 Stück Spindel zu Drilleß, 50 Schlagſcheider und Zapfenklötzer, 100 Geſchirrſpindel und Schaufelſtiele, 50 Riergerten und Geſchirrſcheiben, 50 Birken Buchs und Schlägel, Laſchen, Aerme und Felgen zu einem Waſſerrade, 60 Tannen Doppel- und einfache Diehlen, 60 Ulmen Doppel⸗ und einfache Diehlen zu Schaufeln, und auch Bohlen, 40 Eichen⸗Bohlen von verſchiedener Größe, 15 Stück Geißeln und Lenkwithen, 15 Eichen⸗Stämmchen zum Verbauen. Dürres Buchen-Werkholz, Einen Pflug, Allerlei Holz, theils zum Verbauen, theils zum Verbrennen, 1 zweiſchlafrige Bettlade, Mehrere Bänke, ein Backtiſch, reſp. Trog, Eine Schnitz⸗ und eine Hobelbank, Mehreres Handwerksgeſchirr, Meiſel, Hobel ꝛc. Mehreres Hausgeräthe, Mehrere Ketten und Hemmſchuhe, Von 4 Pferden vollſtändiges Acker- und Fahr⸗ Geſchirr, 5 Mehrere Sillſcheider und Wagen, Zwei Wagentücher, Eine Schalwoage mit Gewicht, 30—40 Säcke, wohlgehalten, 4 Pferde, 3 von 5—6 und 1 von 7—8 Jahren, 2 Kuh, in erſter Zeit das zweite Kalb machend, 2 Mutterſchweine, eins mit 8, das andere mit 10 Ferkel, 5 1 geſchnittenes Mutterſchwein, 6 Sprenger von etwa 4—6 Monaten und 1 Ziege. „ 203„* Kaufliebhaber werden hierdurch höflichſt ein⸗ geladen. Büdesheim den 8. Juli 1840. Philipp Gruner, Muͤllermeiſter. Eine Kindermagd, (697) von 25—30 Jahren, wird geſucht geber dieſes ſagt von wem. An m uf i k. 6698] Sonntag den 12. Juli iſt bei dem Unter⸗ zeichneten gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu er höflichſt einladet. Nauheim. Aus⸗ Bernhard Salzmann. Fruͤchte⸗ Preiſe hier in Friedberg: Wafzen: 12 fl.— kr. Korn: 8 fl.— kr. Gerſte: 6 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl. 30 er. Erbſen:— fl.— kr.. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 6. Juli: Waizen: 11 fl. 15 kr. Korn: 7 fl.— kr. Gerſte: 6 fl. 20 kr. Hafer: 4 fl. kx. Erbſen:— fl.— kr. 5 Fruͤchte⸗-Preiſe zu Mainz, am 3. Juli: Waizen: 12 fl. 10 kr. Korn: 9 fl. 34 kr. Gerſte: 7fl. 37 kr. Hafer: 4fl. 34 kr. Erbſen:— 1 5 Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 5. bis 12. Juli 1840. pfd Brod Preiſe. Friedberg Butzbach. FFF 1 Leib⸗-Roggenbrod 3 3 0 2 77 77 6— 6. 4*„ 12 2 Loth. Loth. — Milchbrod 113 ½ 1 37%¼ —[Waſſerweck 114%— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 1335 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 1510 3 102 „Kübfleiſch 9— 8 3 „ Rindfleiſch 81— 3 „Kalb fleiſch 61— 5 „Schweinenfleiſch 10— 1 „ Hammelfleiſch 8— 9 „ Schaaffleiſch 7791— „Wurſt von blos Schweineß 12— 12 „ Gemiſchte Wurſt 1 10 „Bratwurſt 14— 144 „Schwartenmagen 14 14 „I Geräucherter Speck 20— 2— 1 Schinken 144— 14— „ Dörrfleiſch 15— 15— „ Senkeeedo e dug 191— 19 7 dito unausgelaſſen 18— 18— „ 5 0 18— 181— Hammelsfett 15 151— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. F Anzeige. Bei C. Bindernagel iſt vorräthig: Hug, Dr. J. L., Gutachten über das Leben Jeſu, kritiſch bearbeitet von Dr. D. Fr. Strauß. 1 fl. 24 kr. William Shakspeare's ſamatliche Gedichte dern, Fabeln, Gebeten, Glückwünſchen und Bibel⸗ g T* 204 1 N uͤberſetzt von Emil Wagner. Supplementband. ſprüchen, herausgegeben für Kleinkinderſchulen, Stoff zu Gedächtnißuͤbungen. wine Sammlung von Eltern und Kinderfreunde von den Kleinkinder 45 kr. die untern Abtheilungen der Elementarſchulen, Liederverſen, Gedichten, Erzählungen, Kinderlie⸗ lehrern: Ch. Link und W. Mayer. 24 kr. Den 7 4. 20. % A S — 8 85 d O 2 D Im Monat Juni 1840 wurden zu Friedberg 0 1 Get rau t: (Zu Aſſenheim) Herr Georg Ludwig Helmolt, großh. Poſtmeiſter dahier, weil. des hier geweſenen großh. Poſtmeiſters Georg Ludwig Helmolt nachgelaſſener ehel. led. Sohn, und Jungfrau Sophia e des großh. Conſiſtorialdirektors und Juſtizraths Jacob Geyger zu Aſſenheim ehel. led. ochter. Zu Offenbach) Herr Carl Friedrich Laukhard, Lehrer an der Muſterſchule dahier, des großh. Diſtriktseinnehmers zu Nierſtein, Kanton Oppenheim, Georg Friedrich Laukhard, ehelich lediger Sohn, und Jungfrau Julie Wagner, des großh. Diſtriktseinnehmers Georg Heinrich Wagner zu Offenbach ehel. led. Tochter. 2) Getauft: Dem hieſigen Bürger und Rothgerbermeiſter Johann Georg Steinhäußer eine Tochter, Maria Katharina, geb. den 21. Mai. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Franz Ruppel eine Tochter, Anna Margaretha, geb. den 27. Mai. Ein unehelicher Sohn, Karl Kaspar, geb. den 19. Mai. Ein unehelicher Sohn, Johannes, geb. den 21. Dem hieſigen Bürger Küfer-⸗ und Bierbrauermeiſter Peter Mann eine Tochter, Anna Maria, geb. den 13. Mai. Dem hieſigen Bürger und Gerbermeiſter Johannes Heinrich Walz eine Tochter, Katharina Eliſabetha, geb. den 20. Mai. . Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Johannes Schmidt eine Tochter, Marie, geb. den 25. Mai. geb. den 29. Mai. „Dem hieſigen Bürger und Taglöhner Georg Wilhelm eine Tochter, Erneſtine Friederika Eliſa⸗ betha, geb. den 1. Juni. Dem hieſigen Bürger, Metzgermeiſter und Wirth Peter Engel eine Tochter, Margaretha, Philippina Wilhelmina, geb. den 5. Juni. „Dem großh. Landrichter Herrn Guſtav Hofmann eine Tochter, Auguſte Caroline, geb. d. 27. Mai. Dem hieſigen Bürger und Taglöhner Johann Balthaſer Höck einen Sohn, Johann Michel, geb. den 10. Juni. Dem hieſigen Buͤrger und Kammmachermeiſter Philipp Carl Kiefer eine Tochter, Henriette Wilhelmine Eliſabetha, geb. den 20. Juni. Dem hieſigen Bürger und Wagenmeiſter Heinrich Nees einen Sohn, Friedrich Ludwig, geb. den 19. Juni. 5 Beer die Jacob Vogt, Tambour in der Compagnie des Herrn Capitän Becker im 2. Bataillon des 4. Infanterieregiments, alt 25 Jahre, 1 Monat und 15 Tage, 1 den 30. Mai. Frau Magdalena Mogk, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Johann Jacob Mogk Ehefran, geb. Momberger, alt 48 Jahre und 2 Monate, 7 den 8, Chriſtoph Dieterich nachgelaſſener ehel. led. Sohn, alt 32 Jahre, 8 Mon. u. 13 Tage, 7 d. 9. Martin Ebert, der Barbara Ebert von Großentacht im Kurfürſtenthum Heſſen Söhnchen, alt 9 Monate und 16 Tage, f den 10. Johann Georg Gottlieb May, des hieſigen Bürgers und Kammmachermeiſters Matthäus May eheliches Söhnchen, alt 5 Monate und 18 Tage, 1 den 22. Söhnchen, alt 3 Monate und 19 Tage, 1 den 23. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Dem hieſigen Bürger und Kappenmacher Friedrich Euler eine Tochter, Anna Margaretha, 9 1 Adam Dieterich, des weiland hier geweſenen Bürgers, Küfer⸗ und Bierbrauermeiſters Friedrich „ „Heinrich Wilhelm Leißner, des hieſigen Bürgers und Schreinermeiſters Johannes Leißner ehel. den — * 29 S Mi dem lte Betrag jedoch re eee ein paar b ) Wenn geit für dein n wort ſagt: e Nolh. 2) Mach Spaarheerd! bekommt. Di ſud ſehr bald 3) Richte keckenen Ot Brenn⸗Mater 4) Ueber deinem Geſin damit nichts wird. 9) Richte terial verbre kann oft zwe b. h. nan k. Eſen kochen; den Stall z 1) Wen