2 1e een 227 Ilie 8 Dc — Intelligenzblatt — —* für die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 2. Sonnabend, den 11. Januar 1840. Das Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen erſcheint auch im Jahr 1840, wie bisher, wöchentlich Einmal und zwar den Freitag Mittag von den Kreisboten abgeholt, den Sonnabend Vormittag aber hier ausgegeben und durch 5 bieſge wobäsbl. Poſtbebörde expedirt wird.— Alle Inſerate, welche bis den Donnerſtag Nachmitkag 3 Uhr bei mir ein⸗ gelaufen ſind, finden in derſelben Woche eine ſichere Aufnahme. Einrückungsgebühren betragen für die erſte Zeile 4 kr., fuͤr die zweite Zeile 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Der Abonnementspreis für 1 Jahr iſt, wenn das Intelligenzblatt von mir direkt bezogen wird: 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr: 40 kr., für/ Jahr: 224 kr., welcher Be⸗ trag jedoch voraus bezahlt werden muß!— Diejenigen meiner verehrl. Abonnenten, welche geſonnen ſind, das Intelligenzblatt auch im Jahr 1840 zu halten, haben nicht nöthig, ſolches bei mir beſonders anzuzeigen; diejenigen hingegen, welche auszutreten beabſichtigen, oder neu hinzutreten wollen, erſuche ich, mich, oder die ihnen zunächſt liegende Poſtbehörde, gefälligſt davon zu benachrichtigen.— Gemeinnützige Aufſätze werben ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen erz Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter und Polizeikommiſſaͤre des Kreiſes. Betreffend: Die Ausführung der Vorſchriften im S. 2 Lit. g. der Verordnung über die Jagdwaffenpaſſe vom 28. Juni 1839. Unter Bezugnahme auf die in obigem Betreffe in dem großh. Regierungsblatt Nr. 34 erſchienenen Bekanntmachung großh. Miniſteriums der Finanzen beauftrage ich Sie, die in der erwähnten Bekannt⸗ machung unter pos. 2 genannten Certifikate nur ſolchen Perſonen auszuſtellen, von welchen ſich erwarten läßt, daß ſie die ihnen geſtattete Befugniß, ſich ohne Jagdwaffenpäſſe zu den Scheibenſchießen zu begee d nicht mißbrauchen werden. ö Friedberg am 4. Januar 1840. Küchler. S 2—̃ͤ̃—ͤ— Derſel be an die Vorſtaͤnde der Localarmenfonds und die Bürgermeiſter des Kreiſes. f Betreffend: Die Prüfung der unterſtützungsgeſuche. Da ſich ſeit einiger Zeit die bei mir und den Verwaltungs vorſtänden der Bezirksarmenfonds ein⸗ laufenden Unterſtützungsgeſuche in ungewöhnlicher Weiſe vermehren, und nicht unbegründete Anzeigen dar⸗ über vorliegen, daß zum Nachtheile wahrhaft Hülfsbedürftiger und würdiger Armen von minder Beduͤrf— tigen, zum Theil auch übel beleumdeten Perſonen Mißbrauch damit getrieben wird, ſo werden Sie an⸗ gewieſen, in allen Fällen, in welchen Sie dergleichen Geſuche an mich oder die gedachten Bezirksverwal⸗ N „ 6 6 tungsvorſtände befördern oder darüber zur gutächtlichen Aeußerung aufgefordert werden, folgende that⸗ ſächliche Verhältniſſe genau zu erforſchen und in Ihren Vorlagen zu erörtern, naͤmlich: 10 Wie alt die Bittſteller und wie ihre perſönlichen Verhältniſſe beſchaffen ſind. Y Welche Familienverhältniſſe bei denſelben obwalten, ob namentlich deren Familie zahlreich verſorgt, oder nicht verſorgt iſt. 3) In welchen Vermögensverhältniſſen dieſelben ſind, wie hoch namentlich ihr Vermögen und Einkommen anzuſchlagen iſt, und ob ſik eine Penſion oder ſchon eine andere Unterſtützung und welche, genießen. 4) Ob die Bittſteller keine alimentationspflichtigen Verwandten beſitzen(wozu namentlich wechſelsweiſe Eltern und Kinder, Ehegatten und Geſchwiſter zu rechnen ſind), welche in ſo guten Vermögens ver⸗ hältniſſen ſtehen, daß ſie dieſelben genügend unterſtützrn könnten. Endlich 15 5) Welchen Leumund dieſelben haben und ob ſie durch Trägheit, verſchwenderiſche Lebensweiſe, oder durch beſondere Unglücksfälle und ungünſtige Verhältniſſe, und welche, in ihre dermalige hülfsbedürf— tige Lage gekommen ſind. Dir Verwaltungsvorſtände der Bezirksarmenfonds werden, wenn ſie mir über Unterſtützungsgeſuche 1 Vorlage zu machen haben, nach vorgängiger Prüfung ſich ebenfalls über dieſelben Veihältniſſe ausſprechn. Friedberg deu 6. Januar 1840. Küchler. g bn Bekanntmachung. Der neue Vicinalweg von Fauerbach II. über Oſſenheim bis zur Florſtädter Grenze iſt mit Anfang dieſes Jahres für den Verkehr eröffnet worden. Friedberg den 6. Januar 1840. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg ü ch ler. Nachtrag zur Geſchichte des Herrn Wirths zum guͤldnen Kalb. Alle Wirthe in der ganzen Wetterau haben zu⸗ ſammen nicht ſo viel Unglück erlebt, als unſer Herr Wirth zum güldnen Kalb, und doch hatte vielleicht Keiner den Anſatz zu einem dicken und reichen Manne in ſo hohem Grade als eben unſer Herr Wirth. Aber ſchon in der Bibel ſteht ja:„Wen der Herr lieb hat, den züchtigt er.“ Und damit tröſtete ſich auch unſer Herr Kalbswirth nach jedem Unglücke, das ihm widerfuhr. Dießmal will ich dem geneig⸗ ten Leſer zu dem, was er ſchon lange weiß, einen Nach⸗ trag geben, indem ich ihm mittheile, wie derſelbe Herr Wirth, als er eben ſtark darauf los ging, ein reicher Mann zu werden, das Unglück hatte, ſeine lintlichen Kunden zu verlieren, eine Unglück, das er, zum Troſte ſey's geſagt, mit Manchem ſeiner Amtsbruͤder theilt. Daß es in der Welt allerlei Unglück gibt, wor⸗ an man vorher gar nicht dachte, das wiſſen unſere Leſer ſchon aus der Leidensgeſchichte jenes Fuhr⸗ manns, der ein ganzes Jahr lang mit aller nur er⸗ denklichen Mühe und Sorgfalt ſein Pferd gelehrt hatte, ſich ohne Koſt in der Welt durchzuſchlagen, und dem nun das Schickſal zu Theil wurde, daß es gerade zu derſelhen Zeit fallen mußte, als es die Kunſt meiſterhaft il“ tte. So und nicht anders ergings unſerm wacker Lund biederen Kalbswirthe mit ſeinen Gäſten. Und zwar verhielt ſich das auf dieſe Art: f Wenn einer ſeiner verehrten„Freunde“ ſein Schöppchen oder mehr getrunken hatte und nun den Kronthaler aus der Taſche zog, um ſeine Zeche zu bezahlen und den Reſt wieder einzuſtecken, dann war der Herr Wirth allemal in Gedanken, und gab dann, ſtatt auf einen ganzen, jedesmal nur auf einen halben Kronthaler heraus. Kein Menſch konnt' ihm das übel nehmen, denn es war ein denkender Kopf, der ſich mit höheren Gegenſtänden beſchäftigte, und dem das Geldweſen eigentlich doch nur Nebenſache war und blieb. Dabei gings manchmal in der Wirthsſtube ſo gewaltig drunter und drüber, daß mans einem Wirthe, wie er war, gar nicht verübeln konnte, wenn er ſtatt 1 fl. 40 kr. nur Zwanzig Kreuzer herausgab, oder das Herausgeben ganz ver⸗ gaß. Dieſe zufällige Finanz⸗Operation machte ſich ganz gut für die Taſche, ſo daß er manchen Abend kaum zehn Gulden Auslage und bei vierzig Gulden reine Einnahme hatte, und auf dem ſchnurgeraden Weg war, ein ſteinreicher Mann zu werden. Aber die Welt liegt im Argen, und iſt voller Bosheit und Mißgunſt. Denn als ein Paar andere Wirthe, denen er ſchon längſt ein Dorn im Auge war, merk⸗ ten, daß er reich werden wolle, verbreiteten ſie bos⸗ hafter Weiſe überall hin die Nachricht, der Herr Wirth zum güldnen Kalb wäre kein ehrlicher Mann; er gäbe abſichtlich den Gäſten das nicht, was ihnen Rebühre, und wolle mit Trug reich werden. Das war lauter Argliſt und Lüge von ihnen, denn es gab unter der Sonne keinen ehrlicheren Mann als unſer Kalbswirth; er hat's ja hundertmal ſelbſt ge⸗ 1279) mittags ut alte Pfart ren Hauſe behalt der Perſteigeru haften Bed Johann E bruch ver wenn ſie karzrechner Oſthei. (11) M Uhr, wird dahier ein gleichzeitig Ofens in Friedt (12) 2 hier ſoll Uhr, in machermei der dahie einer üöffe ſezt werd. Derſel ſtücken, W. ungsgeſuche ausſpre 1. kin, mit Auſang a Friedberg — cunde“ ſein nd nun den ne 2, ne Zeche zu „ dann war „F und gab fur auf einen 0 kennt' ihm lender Kopf, Aligte, und Naebenſache mal in der drüber, daß icht verübeln zur Zwanzig en ganz ver⸗ achte ſich ten ſie bos⸗ t, der Herr icher Mann; „ was ihnen erden. Das en, denn es Mann als zal ſelbſt ge⸗ 2 1 r 7. ſagt! Was half aber alles Sagen und Proteſti⸗ ren? Iſt uͤberhaupt die Welt durch Vorſtellungen und Proteſtationen je klüger oder anders geworden? Genug unſer Herr Wirth, ſonſt die ehrlichſte Haut un⸗ ter der Sonne, verlor auf einmal ſeinen ganzen Credit und im Gefolge deſſelben auch ſeinen Zulauf, und hätte in der Verzweiflung ſich eine Kugel vor'n Kopf geſchoſſen, wenn gerade in ſeiner erſten Hitze ein Gewehr da geweſen wäre. Da es aber daran gebrach, ſo trug er ſein Leiden wie ein Weiſer, oder vielmehr, wie der fromme Hiob. Das war auch das Beßte; denn einige Zeit nachher gab's Krieg, und das war, wie für manche andere ſeiner Colle⸗ gen, Waſſer auf ſeine Mühle, beſonders wenn die 171 80 Offiziere, die bei ihm einkehrten, vorher große eute gemacht, und nun große Luſt bekommen hat—⸗ ten, von ſeinem Champagner zu trinken, den er ganz acht fabrizirte. Davon wollen wir aber, ſo Gott will, unſern Leſern ein ander Mal erzaͤhlen. Bekanntmachungen von Behoͤrden. S Bekanntmachung. (1279) Mittwoch den 5. Februar 1840, Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll in höherem Auftrage das alte Pfarrhaus zu Oſtheim, welches zu zwei kleine— ren Häuſern hergerichtet werden kann, unter Vor— behalt der höheren Genehmigung und den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden vortheil— haften Bedingungen, in der Wohnung des Gaſtwirths Johann Conrad Schneider in Oſtheim, auf den Ab- bruch verſteigert werden. Liebhaber können ſich, wenn ſie das Haus einſehen wollen, an den Va— kanzrechner, gr. Schullehrer Frees daſelbſt, wenden. Oſtheim den 23. December 1839. Der Kirchenvorſtand daſelbſt. Ofen ⸗Verſteigerung. (11) Montag den 13. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird in dem Locale neben der Hauptwache dahier ein ausrangirter Stubenofen verſteigert und gleichzeitig die Lieferung und Setzung eines neuen Ofens in Accord gegeben. Friedberg den 9. Januar 1840. In Auftrag: lz, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (12) Vermöge Auftrags großh. Landgerichts da⸗ hier ſoll Donnerſtag den 16. J. M., Morgens 9 Uhr, in der Wohnung des Bürgers und Schuh— machermeiſters Herrn Hartmann Laug der Nachlaß der dahier verſtorbenen W. Hildebrands Eheleuten einer öffentlich meiſtbietenden Verſteigerung ausge— ſetzt werden. 8 Derſelbe beſteht in Bettzeug, Frauenkleidungs⸗ ſtücken, Weißgeräth, Holzwerk, worunter ein Küchen⸗ ſchrank ſich befindet, ſodann ein kupferner Waſch— keſſel und dergleichen mehr. Friedberg den 9. Januar 1840. Der Beigeordnete Bender. Bekannt mach unn g. (13) Donnerſtag den 16. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſoll ein der Gemeinde dahier gehörender Faſſel— ochs— 2 Jahre alt und ſchweizer Race bei dem Gaſtwirth Höres dahier öffentlich meiſtbietend ver— kauft werden, was man mit dem Anfügen zur öffent⸗ lichen Kenntniß bringt, daß ein einjähriger Faſſel⸗ ochs von gleicher Race, wobei auf eine ſchwarzſcheck vorzugsweiſe Rückſicht genommen wird, für gedachte Gemeinde zu kaufen geſucht wird. Oſſenheim den 9. Januar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Keller. Bekanntmachung. (14) Die Gemeinde Nockenberg trägt bis den 1. Auguſt l. J. zehntauſend Gulden Partialobliga⸗ tionen ab. Diejenigen Creditoren, welche von da⸗ ſiger Gemeinde Obligationen haben, und dieſelben zu 3¼ Procent ſtehen laſſen wollen, haben ſich 3 Monate vor der Looſung bei dem großh. Rechner Schäfer zu melden. Diejenigen, welche ſich nicht melden, müſſen ſich gefallen laſſen, wenn ſie die Loo— ſung betrifft, daß ſie das Kapital zurücknehmen müſſen. Rockenberg den 9. Januar 1840. Schäfer, Rechner. Frucht ⸗Verſteigerung. (15) Dienſtag den 21. d. M., Morgens 10 Uhr, ſollen 20 Achtel Waizen, 100 Achtel Korn, 50 Ach⸗ tel Gerſte auf dem herrſchaftlichen Speicher zu Wölfersheim, daſelbſt verſteigert werden. Hungen am 6. Januar 1840. Der Rentmeiſter Kießling. Bekanntmachung. (16) Dienſtag den 21. Januar d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline der dießjahrige Be⸗ darf an Nägel, wovon Proben im Termine vorge— legt werden, aber auch vorher ſchon gezeigt werden können, dem Wenigſtnehmenden in Lieferung über— laſſen werden. Nauheim deu 3. Januar 1840. Kurfüͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Weiß. Bekanntmachung. (17) Samſtag den 18. Januar 1840, Vormittags 10 Uhr, ſoll die in der Nähe von Cransberg und Uſingen gelegene gräflich enn Valdbott-Baſſenhei⸗ miſche Mühle, die Herren hie genannt, mit Zu— behör, beſtehend: 19 aus einer zweiſtöckigen Mahlmühle mit zwei t 8 oberſchlächtigen Mahlgängen, einer Wohnſtube, Backofen, hinreichenden Scheuern, Stallungen, Speicher und Keller; 2) 118 Ruthen, 9 Schuh Garten, 15 Morgen, 138 Ruthen und 9 Schuh Ackerland, 3 Mor⸗ gen, 138 Ruthen, 6 Schuh Wieſen und 97 Ruthen, 6 Schuh Hecken; an den Meiſtbietenden öffentlich auf 12 Jahre ver⸗ pachtet werden, wozu die Pachtliebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß ſich ſolche in dem Verpachtungstermine über die Cautionsfähigkeit in dem Betrage von 4—500 fl., ſo wie über die Be⸗ fähigung als Paͤchter uberhaupt gehörig auszuweiſen haben. Cransberg den 30. Dezember 1839. Gräfl. v. Waldbott⸗Baſſenheimiſches Rentamt Sch auber. Hol z⸗Verſteigerung. (18) Montag den 13. Januar l. J. Vormittags 10 Ühr, ſollen in dem Oberauer Gemeindewald 33 Stämme ganz vorzügliches eichen Bau-, Werk⸗ und Nutzholz, circa 2337 Cubikfuß enthaltend, unter den bei der Verſteigerung herausgegebenen Beding— niſſen verkauft werden. Die Zuſammenkunft iſt auf der Straße von Altenſtadt nach Rommelhauſen. Es werden die Herrn Bürgermeiſter erſucht, dieſes zu veröffentlichen. Oberau den 6. Januar 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Ba jus. Strohverſteigerung.„ (19) Donnerſtag den 16. d. M., Morgens 9 Uhr, werden in dem freiherrlich von Franckenſtein'ſchen Hofe dahier 12 Fuder Roggenſtroh, 10 Fuder Wai⸗ zenſtroh, 12 Fuder Gerſtenſtroh, 7 Fuder Haferſtroh und circa 80 Körbe Spreu und Keile verſteigert. Ockſtadt den 8. Januar 1840. Brömſer. Bekanntmachung. (20) Montag den 10. Februar l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus nachbe— merkte Güterſtücke des Georg Lang dahier öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, als: Pag. u. Nr. 1 2 V. 4 Ruth. im Kleinwarthfeld an Hospital Friedberg, 55 1 V. 4 Rth. daſelbſt an den vorigen. 35 2 V. 18 ½ Rth. im Großgalgenfeld an Martin Falk, 4)% 1 V. 20 Rth. Garten in der Lang⸗ gaſſe an Adam Weckerling. Friedberg den 28. December 189. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Holzverſteigerung. (21) Donnerſtag den 16. l. M., Vormittags 9 ä Uhr, ſollen in dem Niederrosbacher Gemeindewald in verſchiedenen Diſtrikten, als: 7/ Stecken buchen und eichen Stockholz, 1800 Stück birken Reiſerholz⸗Wellen, 155„ nadel u. weiches Laubhok⸗Wellen u. 1 Stämmchen birken, an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt Punkt 9 Uhr, vorm Wald am Nadelholzbeſtand. Die Herrn Bürgermeiſter werden um gefällige Veröffentlichung der obigen Verſteigerung andurch erſucht. Niederrosbach den 8. Januar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Bekanntmachung. (22) Dienſtag den 21. Januar d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline der diesjährige Be⸗ darf an weichem Stangenblei, beſtehend in 4 Cent⸗ ner, dem Wenigſtnehmenden in Lieferung uͤberlaſſen werden. Nauheim den 3. Januar 1840. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Weiß. N νινονοοννννν Privat⸗ Bekanntmachungen. Guts-Verpachtung und Mobiliar⸗ ſteigerung. (6) Montag den 13. Januar 1840, Vormittags 10 Uhr, ſoll das den Heinrich Ohmeis'ſchen Kin⸗ dern dahier zugehörige Gut, beſtehend in einem ſehr geräumigen Wohnhaus, Brennhaus, Scheuer, gro⸗ ßen Stallungen und den ſonſt nöthigen Oeconomie— Gebäulichkeiten, nebſt circa 130 Morgen Ackerland und Wieſen unter den bei der Verſteigerung ſelbſt eröffnet werdenden Bedingungen öffentlich auf neun Jahre meiſtbietend verpachtet werden. Dienſtag den 13. Januar 1840 und an den folgenden Tagen, Vormittags 9 Uhr anfangend, ſollen die ſämmtlichen Oeconomie-Geräthſchaften, darunter: 4 Pferdegeſchirre, 1 vollſtändiger Wagen, 2 Pflüge, 2 Eggen, 1 Fruchtfegmühle, 1 Kelter u. ſ. w., dann ſaͤmmtliche Hausmobilien, Bettung und Weißgeräth, ferner ſämmtliches Vieh, als: 4 Pferde— von 4— 8 Jahren— 5 Kühe, 1 Far- ren, 1¼ Jahr alt, 2 Rinder, 13 Schweine, Schaafe, Ziegen, Ziegenbock, Hühner, Gänſe und endlich ſämmt⸗ Ver⸗ licher Vorrath an Branntwein, Frucht, Stroh, Kar toffeln, Heu, Ohmet, Spreu und Keil öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden, wobei man bemerkt, daß am 14. Januar 1840 mit der Verſteigerung des Viehes der Anfang gemacht wird. Obererlenbach den 31. Dezember 1839. 5 Die Curatoren: Georg Ohmeis, Johannes Falkenſtein J. (28) we ſeitheriges Petri l. Bedingung ſes ſagt v Frled H (29) Ki mittags 10 Unterwald meſſtbieten Forſth. 9 M (30) en Ei (30) h0 Bauernhe (32)„ werbſchul und Logit Expeditio Bei vorräthig Krunm gabe i N No 9 Dorm les ahr gs * ige Be⸗ ne Cent⸗ ung uͤderlaſſen am, Veiß. ngen. liar-Ver— „ Vormittags zee ſchen Kin⸗ N einem ſehr Scheuer, gro⸗ n Oe. n Oeconomie⸗ gen Ackerland eigerung ſelbſt lich auf neun und an den r anfangend, Beräthſchaften, diger Wagen, ile, 1 Kelter len, Bettung ieh, als: 4 Kühe, 1 Far⸗ peine, Schaafe, endlich ſammt⸗ „Stroh, Kar⸗ offentlich meiſt⸗ bemerkt, daß ſteigerung des er 1839. 6 kenſtein J. * 9. Empfehlung. (23) Der Unterzeichnete macht einem hieſigen ver⸗ ehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß er ſich hier als Schweinen und Kalbfleiſch⸗Metzger etablirt hat und empfiehlt ſich zur gefalligen Abnahme von Schweinen⸗, Kalb⸗ und Hammelfleiſch, ſowie von vor⸗ züglicher Wurſt. Seine Wohnung iſt auf der breiten Straße bei Frau Eich. Friedberg den 8. Januar 1840. Heinrich Schäfer. Lehrlings⸗Geſuch. (24) Ein Sohn von braven Eltern, der Luſt hat die Küfer⸗ und Bierbrauer⸗Profeſſion zu erlernen, kann unter annehmbaren Bedingungen ſogleich in die Lehre treten bei F. Rodaug, Küfer⸗ und Bierbrauermeiſter. Hen, (25) pr. Stück 30 Kreuzer, verkauft Ludwig Sellin. Eine gute Halbchaiſe (26) iſt zu verkaufen bei Gilbert Gorr in Münzenberg. Ein gutes Klavier, (27) 6 Octaven enthaltend, iſt zu verkaufen oder zu vermiethen bei J. C. Jung, Glaſermeiſter. Eine Magd, (28) welche im Kochen geübt iſt, und über ihr ſeitheriges Betragen gute Zeugniſſe beſitzt, kann auf Petri l. J. in hieſiger Stadt unter annehmbaren Bedingungen einen Dienſt erhalten, Ausgeber die⸗ ſes ſagt wo? Friedberg den 9. Januar 1840. nbderſtei gerung. (29) Künftigen Donnerſtag, den 16. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr anfangend, wird in dem Bainhards— Unterwald eine Parthie eichen Bau- und Brennholz melſtbietend verkauft. Forſthaus Bainhards am 9. Januar 1840. Botz. Mit geſottenen Faſtenbretzeln empfiehlt ſich der Bäckermeiſter Friedrich Wilhelm Reuß. Ein einjähriges Faſſelſchwein (30) .(31) hat zu verkaufen Gotthard Walther zu Bauernheim. Ein oder zwei junge Leute, (32) welche das Gymnaſium, die Real- oder Ge⸗ werbſchule in Darmſtadt beſuchen, können billig Koſt und Logis daſelbſt erhalten. Das Nähere bei der Expedition dieſes Blattes. ie cht An zeig e. Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt vorräͤthig: Krummacher, Dr. F. A., Parabeln. Neue Aus⸗ gabe in zwei Baͤndchen. 15 2— Schiller's ſämmtliche Werke vollſtändig in allen Beziehungen erklärt von Dr. Schlegel. 54 kr. Amtliches Waarenverzeichniß zum Vereins⸗Zoll-⸗Tarif auf die Jahre 1840, 1841 und 1842, nebſt dem Vereins⸗Zoll⸗Tarif ſelbſt. f. 12 kr. Siebert, A., Poſt-Reiſe und Notizen-Karte von Mittel⸗Europa. In zwei Blättern, eines die Karte, das andere die Notizen enthaltend. 3 fl. 30 kr. Dielitz, Dr. K., Valentin Jamerai Düval's höchſt merkwürdige Lebensgeſchichte. Für die deutſche Jugend bearbeitet. 36 kr. Warmholz, O., ſyſtematiſche Zeichnenſchule für Zeichnenlehrer, ſowie für alle die, welche ohne Lehrer zeichnen lernen wollen. Fünf Heft. 3 fl. Hopfe, J., zwölf ſehr leichte und gefällige Stücke fur Pianoforteſpieler, die noch keine Octave grei— fen konnen. 36 kr. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 6 fl. 40 kr. Gerſte: 6 fl. 10 kr. Hafer: 2 fl. 50 er. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 6. Jan.: Waizen: 9 fl. 45 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 55 kr. Hafer: 3 fl. 15 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Mainz, am 3. Januar: Waizen: 10 fl. 21 r. Korn: 7 fl. 32kr. Gerſte: 6 fl. 15 kr. Hater: 3 fl. 5kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 12. bis 19. Jan. 1840. . iedbe Butzbach pfd Brod Peeiſe. 87 Butzbach. e ß er 1 Leib-⸗Roggenbrod 2 2 2 27 1 5 1 5— 4„ 10 2101 : Loth. Loth. — Milchbrod E„ 1, —[Waſſerweck N ö— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 113 14 5% Fleiſch-Preiſe. 3 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 110 1210 „ Kübfleiſch 118 „ Rindfleiſch 1 4 „ Kalobfleiſch 17— 71— „ Schweinenfleiſch 10 F „ Hammellleiſch 8— 81— „ Schaaflleiſch 1 14——— „ Wurſt von blos Schweinen 12— 124— „ Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 14 1 14 „ Schwartenmagen 14— 144— „I Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 144— 14— „ Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19— 5 dito unausgelaſſen 18— 18— „ Neerenfett 181— 18— Hammelsfett nl Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. „% 10. ö Im Monat Dezember 1839 wurden zu Friedberg 15 Getraut: Den 26. Georg Franz Dieterich, hieſiger Bürger und Seilermeiſter, weiland des hier geweſenen Burgers, Bierbrauers und Küfermeiſters Chriſtoph Friedrich Balthaſer Dieterich nachgelaſſ. ehel. lediger Sohn, und Anna Kathoeina Ritter, des zu Grünberg verlebten, Bürgers und Bäckermeiſters Conrad Ritter nachgelaſſene eheliche Tochter. „ 26. Heinrich Wind, Bürger und Kuͤfer, weiland des dahier geweſenen Bürgers und Fuhrmanns Johannes Wind, nachgelaſſener ehelicher Sohn, und Margaretha Eliſabetha Breitwieſer, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Mehlhändlers Wilhelm Breitwieſer nachgelaſſene Wittwe, geborne Buchecker.. „ 26. Georg Wilhelm Klein, hieſiger Bürger und Sattler, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Karl Ludwig Klein ehelicher Sohn, und Maria Charlotte Schwarz aus Uſingen. den 6 „ 29. Johann Philipp Muth, Bürger und Schuhmachermeiſter, des hier verlebten Bürgers und Feld⸗ 0 ſchützen Balthaſer Muth nachgelaſſener ehelicher Sohn, und Eliſabetha Henriette Friedericke Zie—— genhain, nachgelaſſene eheliche Tochter des verlebten Ortsbürgers und Barbiers Andreas Ziegenhain 15 3. zu Berſtadt.. 25 Getauft: 1 8 Den 19. Dem hieſigen Waſenmeiſter und Bürger zu Niedermörlen Jacob Eckmeyer, ein Sohn, David Jacob, geboren den 15. December. „ 25. Dem hieſigen Bürger und Rothgerbermeiſter Carl Müller, eine Tochter, Maria Katharine, geb. den 10 December. D „ T. Dem Bürger und Fuhrmann Sebaſtian Geck, ein Sohn, Johann Wilhelm, geb. den 17. Dec. „ 29. Herrn Heinrich Fink, Kreisſecretariatsgehülfe dahier, eine Tochter, Adolphine, geb. den 4. Dec.. i 3) Beer digt: keſſen Den 3. Heinrich Ernſt Balthaſar, eheliches Söhnchen des hieſigen Bürgers und Schreinermeiſters Lud ae 40 Carl Finkernagel, alt 2 Mon. und 19 Tage, 1 ü den 1. December. 1 „ 7. Frau Katharina Friedericke Friedrich, des hieſigen Buchdruckers und Bürgers zu Dar daßechen Johann Ludwig Friedrich Ehefrau, geb. Weckerling, alt 26 Jahre und 9 Monate, 7 den 6. ce.„Der Bü „ 8. Jungfrau Wilhelmina Caroline Dorothea Friedericke Kiehm, des weiland freiherrl. von Löwiſchen„an den Juſtizbeamten Herrn Friedrich Jeremias Kiehm nachgelaſſene ehelich ledige Tochter, alt 57 Jahre, ſpart, 2 Monate und 17 Tage, 1 den 7. December.„Gemein „ 12. Des hieſigen Bürgers und Dieners der Caſino⸗Geſellſchaft Johannes Joſt Kinzenbach Ehefrau die Aus Eliſabetha, geborne Kempf, alt 35 Jahre, 4 Monate und 5 Tage, 1 den 11. December. oder nic „ 20, Eliſabetha Wenderoth, weiland des hier geweſenen Bürgers und Drehermeiſters Philipp Wen⸗„eſchrich deroth nachgelaſſene Wittwe, geb. Münch, alt 57 Jahre, 7 Mon. und 10 Tage, 7 den 17. Dec. 8 Ich he „ 20. Des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Philipp Weinand II. eheliches Töchterchen Mag;. 3 dalena Thereſia, alt 6 Monate und 25 Tage, 7 den 18. December. a 15 Huch „ 20. Des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Johannes Schmidt eheliches Söhnchen, Augu 0 alt 1 Jahr, 6 Monate und 1 Tag, 7 den 18. December. 1 ene ee. „N. Herrn Franz Carl Künſtler, großh. heſſ. Premier⸗Lieutenant im 2. Bat. des 4. Inf. Regts., ehel. 95 ti Töchterchen, Johanna Maria Anna Wilhelmina, alt 3 Jahre und 2 Mon. 7 den 20. Dec. be 81 1 „ 24. Des hieſigen Bürgers und Schreinermeiſters Ludwig Karl Finkernagel eheliches Söhnchen, 9 1 55 20 8„ 1 11. 19 1 Jahr, 4 Monate und 2 Tage, 7 den 23. December.„Daß 5 „ 23. Der hier eingepfarrte Ortsbürger und Schmidtmeiſter Philipp Schäfer zu Oberwöllſtadt, al„unge ja 10 2 Jahre, 5 Monate und 23 Tage. Mlirp Schäfer z et chr an „ 256. Katharina Roth aus Steinau im Kurheſſiſchen, welche dahier in Pflege war, alt 1 J nigunge 5 25 Tage, 1 7 24. December. g 5 Pfieg 0 l Ihr 5„erden „ 27. Des hieſigen Stadthauptmanns und Phyſicatswundarztes Herrn Johann Georg Renneberg ehel. Aller Söhnchen, Georg Wilhelm, alt 3 Monate und 11 Tage, 1 den 25. Webeiſber. 5 gelten vorge „ 27. Der Schulcandidat Johann Balthaſer Pendling, weiland des dahier geweſenen Bürgers und lnachtrgliche Arbeitsdirectors Dominicus Pendling nachgelaſſener ehelich lediger Sohn, alt 22 Jahre, 3 Mon. her noch dr und 23 Tage, 1 den 25. December. 5 ganze Verze 5 J in dieſem Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind ernagel in Friedberg. b Wenn ———