— 2822 1 —. C ee 6 8698 — * 2= 7 2858 —k ä—H——— enn S 1 — 4 man —— Intelligenzblatt für die berhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — WAI. Sonnabend, den 10. Oktober 1340. Sorget in der Zeit. Wir haben in mehreren Nummern unſers Bl. von vorigem Jahre die Beſitzer der Obſtbäume auf⸗ merkſam gemacht, ihre Bäume gegen den gefährli⸗ chen Froſtſchmetterling dadurch zu ſchützen, daß ſie um dieſelben breite Papierſtreifen, die mit einer von Theer und Terpentin vermiſchten Maſſe beſtrichen ſind, ſo befeſtigen, daß die Schmetterlinge nicht durch⸗ kriechen können. Einige Gartenbeſitzer haben dies zu ſpät beachtet. Wir halten uns darum für ver⸗ pflichtet, denſelben mitzutheilen, daß der Froſtſchmet⸗ terling von der Mitte Oktobers bis in die Mitte Novembers zu ſchwärmen pflegt. Dieſe Zeit muß genau eingehalten werden, wenn auf einen günſtigen Erfolg der empfohlenen Maasregel zu hoffen iſt.— Es hat zwar den Aaſchein, als wenn die liebevolle Natur ſelbſt durch irgend ein uns unbekanntes Mittel ſeit einem Jahre der Ueberzahl dieſer Geſchöpfe Gränzen geſetzt hätte. Laſſen wir uns aber weder dadurch noch durch den thörichten Wahn einſchläfern, man müſſe die Sache gehen laſſen, wie ſie geht. Gott hat uns Verſtand und Pernunft gegeben, und durch dieſe ſind wir Herrn der irdiſchen Schöpfung. Ohne ſie müßten wir Unzähliges entbehren und wurden nicht einmal im Stande ſeyn, in unſerm Klima unſer Leben noth⸗ dürftig zu friſten, geſchweige auf Dampfſchiffen ſtrom⸗ aufwärts zu ziehen oder auf der Eiſenbahn von Einem Orte zum andern dem Vogel gleich zu fliegen oder durch ärztliche Hülfe von einer gefährlichen Krankheit uns zu retten.— Doch das iſt ein Thema, worüber ſich mehr ſprechen ließe, als wir jetzt Zeit haben.— Etwas über Viehhandel. Bei dem Handel mit Pferden und Rindvieh ge— ſchehen bekanntlich viele Betrügereien, weil die innern Fehler und Krankheiten eines Thieres nicht leicht zu erkennen ſind. Der Käufer eines Pferdes u. ſ. w. glaubt ſich aber hinreichend geſichert, wenn ihm der Verkäufer in dem Handelsprotocolle fur die vier Hauptfehler nach Handelsgebrauch zu haften ver⸗ ſpricht. Aeußert ſich dann in den nächſten 4 Wochen, vom Abſchluſſe des Handels an, ein ſolcher Fehler, dann pfleget der Käufer, geſtützt auf das Handels⸗ protokoll und auf die Thatſache, daß der Fehler binnen der Währheit zum Vorſcheine gekommen, auf Widerauflöſung des Handels zu klagen. Gelangt ein ſolcher Prozeß durch Appellation an großh. Hof⸗ gericht zu Gießen, dann verliert ihn gewöhnlich der getäuſchte Käufer. Denn nach der Rechtſprechung des genannten Gerichtshofes iſt die Wandelungs— klage nur dann rechtlich begründet, wenn in der⸗ ſelben behauptet worden iſt, daß der Fehler oder die Krankheit des Thieres ſchon bei dem Ab— ſchluſſe des Handels vorhanden geweſen ſey, und der Käufer ſiegt nur in dem Falle, wenn er dieſe Zeit der Krankheit erweiſen kann. Das iſt aber in den meiſten Fällen unmöglich und ſelbſt Thierärzte können in der Regel nicht beſtimmen, ob die Krank- heit eines Thieres ſchon Wochen oder Monate lang vor deſſen Beſichtigen exiſtiret habe. Darum wird jeder Käufer von Pferden und Rindvieh wohl thun, wenn er in das Handelsprotokoll neben andern Bedingungen auch folgende ſetzen läßt: „Der Verkäufer haftet fuͤr jeden Hauptfehler und für jede Krankheit des Thieres. Wenn ſolche binnen 4 Wochen vom Abſchluſſe des Handels an gerechnet, ohne Verſchulden des Käufers ſich äußern, wo der Handel abgeſchloſſen wurde, vorhanden gewe⸗ ſen ſeyen und Verkäufer iſt zur Zurücknahme des Thieres oder zur Entſchädigung des Käufers ver⸗ bunden.“ a Friedberg den 20. September 1840. Antwort der Redaction auf eine Zuſendung. Das uns zugeſendete mit Bffd unterzeichnete Ge⸗ dicht in pfälziſcher Mundart können wir aus zwei Gründen in unſer Blatt nicht aufnehmen, einmal weil ſich der Einſender nicht genannt hat, und zwei⸗ tens weil wir die Hand dazu nicht reichen mogen, daß Jemand ſich mit fremden Federn ſchmückt. Das fragliche Gedicht iſt nämlich ſchon im heſſ. Haus⸗ freund vom Jahr 1828 erſchienen, und gehort einem andern Verfaſſer Herrn Lönig) an. D. Red. »Sonntagsſchule. Ich mache hiermit bekannt, daß die Sonntags⸗ ſchule den achtzehnten Oktober l. J. wieder ihren Anfang nehmen und künftighin in dem Lokale des ſtädtiſchen Schulhauſes gehalten wird. Die⸗ jenigen, welche dieſelbe zu beſuchen Willens ſind, haben ſich vorher bei dem Unterzeichneten anzumel⸗ den. Der Unterricht wird künftig unentgeldlich ertheilt. Friedberg den 8. Oktober 1840. In Auftrag: Profeſfor Ph. Dieffenbach. Bekanntmachungen von Behoͤrden. 8 N Bekanntmachung. (1052) Montag den 26. Oktober d. J., Mittags 1 Uhr, ſoll das den Balthaſer Arnold Schott's Ehe⸗ leuten gehörige Wohnhaus auſſerhalb der Stadt Aſſenheim, zum Betriebe der Wirthſchaft eingerichtet, und hierzu beſonders gut gelegen, ſodann 5 Ruthen Garten beim Haus, 12¼ Ruthe und 24 Ruthen Ackerland öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 7. Oktober 1840. f In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bertalott. Obligations⸗Verlooſung. (1053) Nachdem in der heutigen Gemeinderaths⸗ verſammlung die, in Gemäßheit des Voranſchlags für 1840, vorzunehmende Partial-Obligations⸗Ver⸗ looſung ſtattgefunden hat, und folgende Nummern, als: Nro. 8, 13, 23, 25, 27 und 34 mit 500 fl., Nro. 51, 55, 56, 58, 59, 62, 63, 66 und 71 mit 200 fl., Nro. 91 und 94 mit 100 fl. durch das Loos zur * 286 dann wird angenommen, daß ſie ſchon zu der Zeit 1* 8 * Abzahlung herausgekommen ſind, ſo wird ſolches mit dem Anfuͤgen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Inhaber gedachter Partialſchuld⸗Verſchrei⸗ bungen gegen deren Ruͤckgabe die Beträge bis zum 1. Januar 1841 bei der hieſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen haben, indem von dieſem Ter⸗ min an keine weiteren Zinſen mehr vergütet werden. Altenſtadt am 30. September 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. Victualien- Ankauf. (1054) Freitag den 16. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Verwaltungsbüreau der Iſten Diviſion Garderegiments Chevauxlegers, eine bedeutende Lieferung, beſtehend in Kartoffeln, Boh⸗ nen, Erbſen und Sauerkraut an den Wenigſtverlan⸗ genden parthienweiſe verſteigert werden. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, erſuche ich zu⸗ gleich die Herrn Bürgermeiſter dieſe Verſteigerung in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 7. Oktober 1840. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Oeffentliche Nachricht (1055) Das bisher auf den 11. November fallende hieſige Kirchweihfeſt iſt wegen der ſpaͤ⸗ ten Jahreszeit mit hoͤherer Genehmigung auf den 18. Oktober verlegt worden, was hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht wiro. Niedereſchbach den 7. Oktober 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter a Fahz. Arbeits- Verſteigerung. (1056) Dienſtag den 13. Oktober d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in der Buͤrgermeiſterei dahier 138 Reparaturarbeiten in dem hieſigen Schulhauſe, wobei Maurerarbeit zu 20 fl. Steinhauerarbeit 35„ 30 kr. Schreinerarbeit 7 Weißbinderarbeit 5„—„ Schloſſerarbeit 20„ 30„ voranſchlagt ſind, an den Wenigſtfordernden in Ac⸗ cord gegeben werden. Rodenbach den 3. Oktober 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter * Beck. e kanntmachung. (1057) Das zum Nachlaſſe des dahier verſtor⸗ benen Rentmeiſters Bode gehörige Mobiliar-Ver⸗ mögen, beſtehend in Silber, Kupfer, Meſſing, Zinn, Eiſenwerk, Möbel, Holzwerk, Bücher, Bettwerk, Lei⸗ nengeräth, Kleidungsſtücken, Fäͤſſer von verſchiedener Größe, ſowie eine in gutem Zuſtande befindliche bringe diet Keuntniß, Friedb De Pr. (1042) mache ich herige W mein eign an der Fr 90 v Preiſe all lich Blum 3. Qualit Geſcheid, empſehle! lich gutem korn, Gr Fach einſ liger und Fried N e zu⸗ derſteigerung 4 laſſeg. Auftrag: * 97 1 arius, Fuart ermeiſter. cht . November gen der ſpa⸗ mgung auf a8 hierdurch wirs 1e. 1 Oücgermeiſter ** d. N. Vor jeiſterei dahier u Schulhauſe, 20 fl. 35„ 30 kr. 7 1 12 5 5„— 5 0„ 30 ernden in Ac⸗ Bürgermeiſttt . adier verſtor⸗ Mobiliar⸗Ver⸗ Neſſing, Zinn, Bettwerk, Lei⸗ n verſchiedenet ade befindliche 3 —. „ 287 Droſchke u. dgl. m., ſoll Mittwoch den 14. d. M. öffentlich an die Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung in der Behauſung der Wittwe des ꝛc. Bode verkauft werden. Der Anfang mit dem Verkauf iſt Morgens 9 Uhr. Windecken den 5. Oktober 1840. Der kurf. heſſ. Buͤrgermeiſter Dietz. Bekanntmachung. (1058) Auf der fuͤrſtlich Solms⸗Braunfelſiſchen Braunkohlengrube zu Weckesheim können nunmehr noch 10,500 Centner neu geformte Braunkohlenkloötze von 1840 von den geſchlagenen Haufen, und 25,000 Centner alte Klötze von 1839, pro Centner 10 kr., abgegeben werden. Von letzteren werden 16 Stück auf den Centner gegeben. Ebenſo können auf der Grube bei Wölfersheim noch 2000 Centner Kloͤtze, pro Centner 12 kr., ab⸗ gegeben werden. Weckesheim am 7. Oktober 1840. Ludwig Storch, Bergverwalter. Bekanntmachuug. (1059) Der in dem Landkalender auf den 22. Oktober d. J. angezeigte Altenſtädter Herbſtmarkt ſoll den 29. Oktober d. J. abgehalten werden. Ich bringe dies unter dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß Tags vorher Viehmarkt ſtattfindet. Friedberg den 6. Oktober 1840. Der gr. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Kü ch ler. DNN Privat⸗ Bekanntmachungen. Lokalveraͤnderung. (1042) Meinen verehrlichen Handelsfreunden mache ich hiermit die Anzeige, daß ich meine bis— herige Wohnung bei Herrn Supp verlaſſen und mein eignes Haus, die ehemalige Groß'ſche Farb an der Freiheit, bezogen habe. Ich verbinde hiermit die Anzeige, daß ich die Preiſe aller Mehlſorten herabgeſetzt habe, nament⸗ lich Blumenvorſchuß auf 12 kr., 2. Qualität 10 kr., 3. Qualität 9 kr., ordinäres Weißmehl à 7 kr. pr. Geſcheid, Roggenmehl à 45 kr. br. Meſt ꝛc. und empfehle mich ſowohl hiermit, als auch mit vorzuͤg⸗ lich gutem Reis, Hirſen, geſchälter Gerſte, Grün⸗ korn, Gries, Nudeln, ſowie überhaupt in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln, unter Zuſicherung bil⸗ liger und reeller Bedienung. Friedberg den 1. Oktober 1840. J. L. Rappolt, Frucht⸗ und Mehlhaͤndler. Wohnungsveraͤnderung und Empfehlung. (1043) Ich beehre mich einem geehrten Publikum hierdurch die ergebene Anzeige zu machen, daß ich nunmehr meine bisherige Wohnung und Laden ver— laſſen und mein eigenes Haus in der Judengaſſe, das zweite neben dem bisher von mir bewohuten, bezogen habe. Zugleich empfehle ich mich mit ſehr ſchönen Zeugen zu Winterkleidern und Mänteln, als alle Farben feine glatte Thybets, gedruckte Thy⸗ bets, Mouſſelin de Laine, Damaſt, Al⸗ pacos, Drap de Zephir, Bieber in allen Sorten, beſonders ſchöͤne feine Damen-Bieber, Moulton, ſehr guten Barchet und Zwilch, Winter⸗Weſten, große und kleine Halstücher in verſchiedenen Sorten und Qualitäten und noch vielen andern in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln, alles in ſchönſter Auswahl. Gute und reelle Waa⸗ ren, verbunden mit den billigſten Preiſen, laſſen mich eines zahlreichen. Zuſpruchs in meinem neuen Laden, der mehr Raum und Bequemlichkeit als mein fruͤherer fur die mich gütigſt Beſuchenden dar— bietet, hoffen. a Friedberg. Mayer Hirsch. Mehrere tauſend Gulden 5 (1060) ſind in kurzer Zeit in größeren und klei⸗ neren Kapitalien aus dem Kirchenkaſten zu Ober⸗ rosbach zu verleihen. 5 Heinrich Rahn, Kirchenrechner. Ein Mädchen (1061) kann die Putzarbeit erlernen. Ausgeber dieſes ſagt bei wem. Nachkirchweihfeſt zu Fauerbach II. (1062) Sonntag den 11. Oktober iſt zur Feier des Nachkirchweihfeſtes dahier gutbeſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. Fauerbach II. den 8. Oktober 1840. J. Nei ſel. Nachkirchweihfeſt zu Fauerbach II. (1063) Sonntag den 11. d. M. iſt gut beſetzte Tanzmuſik bei mir anzutreffen, wozu ich alle meine Gönner und Freunde hiermit höflichſt einlade. Zu⸗ gleich verfehle ich nicht, für einen ſo zahlreichen Zuſpruch, womit ich am letzten Kirchweihfeſte meine Gäſte beehrten, meinen herzlichſten Dank abzuſtatten, und wage zu hoffen, die Zufriedenheit Aller erwor⸗ ben zu haben, und mich auch dieſes mal eines zahl⸗ reichen Beſuchs erfreuen zu können. Fauerbach II. den 7. Oktober 1840. Holler. 2 Ein vollſtändiges Logis (1064) iſt zu vermiethen und kann den 1. De⸗ cember bezogen werden bei g Heinrich Marbachs Wittwe. . 288. Eine Schaalenwaage (1065) mit hölzernen Schaalen und ½ und ½ Centner Gewicht, noch gut erhalten, iſt zu verkaufen und bei der Exp. d. Bl. das Nähere zu erfragen. Zum Vermiethen. (1066) Das dem Zolleinnehmer Zeuner zu Butz⸗ bach gehörige, in der Weiſelergaß, Hauptſtraße der Stadt, gelegene Wohnhaus, beſtehend in 4 Zimmern, Speichern, Keller, und etwas Stallung iſt im Gan⸗ zen, oder im Einzelnen zu vermiethen. 1000 fl. i (1067) konnen aus der Kaſſe des Schullehrer⸗ Seminars zu 4 pCt. Zinſen gegen doppelte Ver⸗ pfändung liegender Gruͤnde ausgeliehen werden. Tanzmufik. (1068) Sonntag den 11. d. M. iſt bei dem Un⸗ terzeichneten zur Feier der Kirchweihe gut beſetzte Tanzmuſik mit allen übrigen Erforderniſſen anzu⸗ treffen, wozu er freundlichſt einladet. Burg⸗Friedberg den 7. Oktober 1840. Franz Heck. Wohnungs⸗ Veränderung. (1069) Unterzeichneter macht hiermit bekannt, daß er fein Logis verändert hat, und nunmehr bei Hrn. Schuhmachermeiſter Zerling auf der Pletz wohnt. Friedrich Noll, Schneidermeiſter. Einladung. (1070) Sonntag den 11. und Montag den 12. Oktober iſt Kirchweihe zu Burggräfenrod. An die⸗ ſen Tagen iſt bei mir, durch die Rodheimer Herrn Muſici, gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik, ſowie rein gehaltene Rheinweine, gute Speiſen, namentlich vorzüglich guter Zwetſchenkuchen anzutreffen. Kommt, die ihr Freunde von mir ſeyd, Laßt euch die Mühe nicht verdrießen; Für dies Jahr auch bin ich bereit, Die Kirchweihfreuden zu verſuͤßen Dem, der zu mir kommt in den Stern, Es ſeyen Damen oder Herrn.— Burggräfenrod den 7. Oktober 1840. N K. Traband. Nauheimer Teichhaus. (1071) Zur Feier der Nachkirchweihe und zum Beſchluß der Sommerbeluſtigungen iſt Sonntag den 11. Oktober auf dem hieſigen Teichhauſe gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Indem ich dazu höflichſt einlade, ſage ich meinen verehrten Freunden und Gönnern meinen verbindlichſten Dank für den zahl⸗ reichen Beſuch am Kirchweihfeſte und empfehle mich zu fernerem guͤtigen Wohlwollen. Nauheim den 8. Oktober 1840. 5 Henkel. Ein braves Mädchen, 5 (1072) welches mit Vieh umzugehen weiß, auch 90 5 Hausarbeit verſteht, wird auf das Land ge⸗ ucht. Literariſche Anzeige. (1073) In der C. H. Zeh'ſchen Buchhandlung in Nürnberg iſt 162 und bei C. Bindernagel in Friedberg vor⸗ räthig: Die erprobte, wohlfeil und gut zubereitende Kartoffel- und Obſt-Koͤchin. Eine vollſtändige, deutliche und auf Erfahrung ge— gründete Anweiſung für Jedermann aus den Kar⸗ toffeln und dem Obſte an 400 ſehr beliebte und wenig bekannte Speiſen aller Art, als: Suppen, Gemüſe, Zuſpeiſen, Salate, Mehlſpeiſen, Back⸗ werke, ferner: Compote, Creme's, Gelée's, Ge⸗ frornes, Getränke ꝛc. einfach und gut zubereiten und Früchte einzumachen. Nach vieljaͤhriger, eigner Erfahrung verfaßt von einer praktiſchen Köchin. In zwei Abtheilungen: I. Das Kartoffelkochbuch. II. Das Obſtkochbuch. 8. In elegantem Umſchlage. 8 gr. oder 36 kr. Jede Koͤchin und Hausfrau wird aufmerkſam gemacht auf dieſes ſo ausführliche, wohlfeile und ungemein nützliche Büchlein, welches ein nothwendiges Supplement zu jedem vorhandenen Kochbuche bildet, da ſelbſt das beſte und ans⸗ führlichſte Kochbuch ſämmtliche Kartoffel- und Obſtſpeiſen nicht ſo vollſtändig umfaßt wie obiges Werkchen, welches noch nebenbei viele bis jetzt wenig bekannte Vortheile in der Kochkunſt veröffentlicht. Die Recepte und Vorſchriften ſind alle geprüft und auf Erfahrung gegründet. Bei C. Bindernagel iſt vorräthig: Drinhaus, Dr., Napoleons Aſche in Paris. 18 kr. Robin der Rothe. Ein hiſtoriſcher Roman v. Wal⸗ ter Scott. Neu überſetzt von Dr. C. Herrmann. Erſter Theil. N Laib, J. G., Sammlung zweiſtimmiger Lieder für Volksſchulen. 1. und 2. Heft à 12 k. Die Vertriebenen. Eine Erzählung für die reifere Jugend. Vom Verfaſſer der Auswanderer. Mit einem Titelkupfer. 54 kr. Die Lerchenthaler. Eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde. Vom Verfaſfer der Auswande⸗ rer. Mit einem Titelkupfer. 54 kr. Lentz, L. C., die Hauptwahrheiten des chriſtlichen Glaubens in einem metriſchen Abriß. Eine Leh⸗ rer⸗Gabe, Confirmirten zur Erinnerung, Katechu⸗ menen zum Leitfaden. 14 kr. Die Mähr von den drei Inſeln. Ein Gedicht von Ludwig von Erfurt. 36 kr. Geiſt, Dr. Ed., ausgewählte Schriften Lucians, zum Gebrauch fur die obern Gymnaſialklaſſen. i 1 fl. 30 kr. Fenner v. Fennenberg, Dr. H., uber den in⸗ nerlichen Gebrauch der kohlenſauren Stahlwaſſer von Langenſchwalbach. 43 kr. Rotteck, C. v. und C. Welcker, Staats⸗Lexikon oder Encyklopadie der Staatswiſſenſchaften. Er⸗ ſten Bandes zweites Heft. 54 kr. 0078) 4 Beendigung werden in k Kloſtercaſetn gernageter? Spencet, K Schuhe, He fernet aus Bett⸗Tepp gleich bare Die Her bergs werde chen zu laſſ Friedb (1076) abſichtigt n üͤbetzußieher binnen 39 Großkarbe Entlaſſung Friedb — — eie. maſſalklaſſen. 1 fl. 30 kr üder den in⸗ Stahlwaſſer 43 kr. aats⸗Lerikon ſhaſten. Er, 54 lf. n —.——. * 289„ Hering, M. C. G., Inſtruetive Variationen; ein durch vieljährige Erfahrung bewährtes Hülfsmit⸗ tel zur leichtern Erlernung des Klavierſpielens. Erſtes Heft. 27 kr. Dreßler, Chr. A., 3 Tänze und 1 Marſch für das Pianoforte. 27 kr. Sturm, C., die letzte Roſe. Lied für eine 1 18 kr. ſtimme mit Begleitung des Pianoforte. Bekanntmachung. (1074) Die Lieferung von 200 Mltr. Kartoffeln und 2300 Stück Krauthäuptern für die Garniſon Friedberg, ſoll auf dem Submiſſionswege und zwar an einen Uebernehmer im Ganzen in Accord gegeben werden. Hierzu Luſttragende wollen ihre Offerten Dien⸗ ſtag den 13. d. M., Vormittags von 10 bis 11 Uhr, unter Vernehmung der desfallſigen Bedingungen auf dem hieſigen Militär⸗Verwaltungsbüreau abgeben. Friedberg den 8. Oktober 1840. In Auftrag: Gölz, f Aberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1075) Montag den 26. d. M., und bis zur Beendigung die folgenden Tage, jedesmal Vormit⸗ tags um 8 Uhr, ſodann des Nachmittags um 2 Uhr, werden in dem Seitenzimmer des Küͤchenbaues der Kloſtercaſerne dahier, verſchiedenartige Quantitäten getragener Militär ⸗ Mäntel, Röcke, Handſchuhe, Spencer, Kappen, wollene und leinene Pantalons, Schuhe, Hemden, Tzackofilze, Tzackos, Torniſter ꝛc. ferner ausrangitte Caſerne-Requiſiten, namentlich Bett⸗ Teppiche ꝛc. ſtück⸗ und parthienweiſe gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Fried⸗ bergs werden erſucht, dieſes geeignet bekannt ma⸗ chen zu laſſen. Friedberg den 8. Oktober 1840. In Auftrag: Goölz, Oberquartiermeiſter. Edie tal ladung. (1076) Philipp Schneider von Kleinkarben be⸗ abſichtigt nach Heddernheim im Herzogthum Naſſau überzuziehen. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen 3 Monaten bei dem großherzogl. Landgericht Großkarben geltend zu machen, widrigenfalls die Entlaſſungsurkunde ausgefertigt werden wird. Friedberg den 21. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Für die Abſchrift: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Einem verehrten Publikum empfehle ich meine lithographiſche Anſtalk zu gefälligen Aufträgen. In derſelben iſt Briefpapier mit der Anſicht eines Theils von Friedberg zu haben. Friedberg. Carl Bindernagel. Ein vollſtändiges Logis (1077) iſt in meiner Behauſung zu beziehen. Su p p. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 5 fl.— kr. f Hafer: 4 fl.— er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 5. Oktober: Waizen: 7 fl. 50 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte:— fl.— kr. 5 Hafer: 3 fl. 15 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 2. Oktober: Waizen: 8 fl. 57 r. Korn: 7 fl. 10 er. Gerſte: 5 fl. 4 kr. Hater: 3 fl. 33 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 11. bis 18. Oktober 1840. ; iedberg] Butzbach pfo[ Brod ⸗Preiſe. 2055 Ni kr. pf.[ kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 242 29 2 1 5 4— 43 4 7 7 10— 9 3 8 Loth. Loth. Milchbrod 11335 —Waſſerweck 8 1— Gemiſchtes(Tafel-) Brod 116% 6 Fleiſch-Preiſe. 8 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 5 8 3 8 2 17 4 177 gemäſtetes 2 2 Kübfleiſch ungemäſtetes 71 7 1 „Rindfleiſch 741 7 „Kalbfleiſch 6 3 6 2 „ Schweinenfleiſch 101 104— „Hammelfleiſch 81— 84— „ Schaaflleiſch a E „Wurſt von blos Schweinen 124— 124— 77 Gemiſchte Wurſt 10 8 10— „Bratwurſt 144— 144 „ Schwartenmagen 144— 144— „I Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 144— 144— „Dörrfleiſch 15— 151— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen[191— 19— 5 dito unausgelaſſen] 18— 184— „ Nierenfett 19— 118— „ Hammelsfett 161— 115— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Kuͤch ler. , 290 Carl Bindernagel in Friedberg ladet zur Subſcription ein (1078) 9 auf 1 5 „Göthe's ſämmtliche Werle, mit neuen Zuſaͤtzen vermehrte, neugeordnete voll ſtaͤn dig ſte Ausgabe. 58 N vierzig Vände. Unter des durchlauchtigſten deutſchen Bundes ſchützenden Privilegien. 9 Dieſe Ausgabe wird die erſte durchaus vollſtändige von Göthe's Schriften zu nennen ſeyn, indem ſie nicht allein den ganzen Inhalt der vergriffenen Ausgabe in 55 Bänden, ſondern auch alles dasjenige enthalten wird, was jener Ausgabe bisher noch fehlte. 3515 J 1 5„. Sie wird aber auch zugleich den Vortheil einer größeren Bequemlichkeit gewähren, und zwar nicht allein durch eine beſchränktere Zahl der Bände, ſondern beſonders auch dadurch, daß darin, nachdem nunmehr ſämmtliches Material vor Augen lag, eine beſſere Anordnung und Zuſammenſtellung des Zuſammengehrigen möglich geweſen, als bei Göthe's Lebzeiten, wo ſelbſt während des Druckes der Ausgabe letzter Hand noch verſchiedene Werke im Entſtehen waren, und man über den dereinſtigen Nachlaß noch wenig Entſchiedenes wiſſen konnte. 8 5 1 Daß aber die jetzt thunlich geweſene, engere und beſſere Zuſammenſtellung möglichſt in Göthe's Sinn ausgeführt worden, dafur bürgt der Umſtand, daß der dieſe neue Ausgabe redigirende vieljährige Mitarbeiter Göthe's, Dr. J. P. Eckermann zu Weimar, dabei die Andeutungen und Winke hat befolgen können, die ihm aus häufiger Beſprechung des Gegenſtandes mit Göthe ſelbſt noch in ganz friſcher Erinnerung lebten.. Was endlich die Correctheit des Textes betrifft, ſo ſind zum Vortheil dieſer neuen Ausgabe nicht allein alle älteren Editionen zum Grunde gelegt, ſondern es ſind in zweifelhaften Fällen auch die noch vorhandenen Manuſcripte zu Rathe gezogen, ſo daß man nicht allein die beſte Lesart hat wahlen, ſondern auch vielfältige durch mehrere Ausgaben hindurch⸗ gehende veraltete Druckfehler hat ausmerzen können. 5 5 Die unterzeichnete Verlagshandlung beehrt ſich hiemit anzuzeigen, daß der Druck dieſer, mit der bekannten Taſchen⸗ Ausgabe von Schillers Werken in 12 Bänden in Format und Papier ganz gleichen, Ausgabe bereits begonnen hat, und die erſte Lieferung von 5 Bänden Anfang Oktobers erſcheinen wird. 1 Wir beabſichtigen, das Ganze in 8 Lieferungen, je zu 5 Bänden, herauszugeben, und dieſe ſich von Monat zu Monat folgen zu laſſen, ſo daß alle 40 Bände bis zur Oſtermeſſe 1841 fertig ſeyn werden. 1 5 8 Die Subſcription von 26 fl. 40 kr. oder 16 Rthlr. wird nur erſt nach Erſcheinung jeder Lieferung je mit 3 fl. 20 kr. oder 2 Rthlr. gezahlt. 5 * * In Bezug auf unſere ſchon früher gemachte vorläufige Ankündigung einer O A. W W 1 zu Göthe's ſämmtlichen Werken, nach Zeichnungen von W. Kaulbach und ſeinen Schuͤlern, a in Stahl geſtochen von Steifensand, Weber, Enzing- Müller, Hoffmann und A., zeigen wir hiermit gleichzeitig an, daß dieſe Sammlung, in 40 Blättern erſcheinend, in Format und Papier vorſtehender Ausgabe angepaßt und wo möglich mit jeder Lieferung Lerſelben in 5 Blättern ausgegeben werden ſoll. um dieſe Galerie allen Käufern der Göthe'ſchen Werke zugänglich zu machen, haben wir den Subſcriptionspreis nur auf 5 fl. 20 kr. oder 3 Rthlr. 8 gr. geſtellt. Die Lieferung von 5 Blättern koſtet demnach 40 kr. oder 10 gr. Das Unternehmen ſelbſt betreffend, bemerken wir nur, daß das Ganze aus einer Reihe von durchaus vollendeten Stahlſtichen beſtehen wird, denen theils Kaul⸗ bachs eigene, theils Zeichnungen ſeiner Schüler zum Grunde liegen. Männer wie Steifenſand, Enzing⸗Müller, Hoffmann, Weber liehen ihren gewandten Grabſtichel der Vervielfältigung der Zeichnungen jenes Meiſters und ſeiner Schule, und ſo dürfte es der Unterzeichneten gelungen ſeyn, mit dieſen Blättern eine Galerie anbieten zu können, die ein vollendetes, in gleichartigem Geiſte durchgeführtes Ganze bildet, wie ein ſolches noch zu keiner Taſchen-Ausgabe gegeben J. G. Cotta'ſche Buchhandlung. worden iſt. Stuttgart im September 1830. g 5 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — Nach Sitzungen d dabei aber Reklamante beſtinmt ww. haben, ſiche nachſtehen Vorge Es der Erſche Indem ich dem Rekru Leute, ſo gewieſen n Signaleme und Corpi Auß⸗ biſondere! geltend me ich Juen machen w Bürgerme * 0