e irn — Intelligenzblatt für die berh ESS EI im Allgemeinen, ä den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. W 6. ä—..———.— Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Obſtbaumzucht und Verbeſſerung des Düngerweſens und der Wieſen. Von dem Ausſchuſſe des landwirthſchaftlichen Vereins der Provinz Oberheſſen iſt der Beſchluß gefaßt worden, einen Preiß von 25 fl. für diejenige Gemeinde auszuſetzen, welche den erſten Baumwärter mit den zweckdienlichſten Inſtructionen zur Verpflegung der Bäume in der betreffenden Gemarkung an— geſtellt haben wird. Zugleich iſt von demſelben beſtimmt worden, daß, inſofern Oeconomen Dunggruben oder Wieſen anlegen, reſp. verbeſſern wollen, Maurer und Wieſenbauer auf Koſten des Vereins an die betreffenden Orte geſendet werden ſollen, um die Arbeiten bei den beabſichtigten Anlagen zu projectiren und ſoweit thunlich zu leiten g Indem ich Ihnen dies zur eignen Kenntnißnahme und zur Verbreitung in Ihren unterhabenden Gemeinden eröffne, empfehle ich Ihnen thätige Wirkſamkeit in dieſer ſo nützlichen Sache. Friedberg den 3. Februar 1840. Küchler. Deine an die großh. Bürgermeiſter des Kreiſes und die Polizeikommiſſaͤre zu Engelthal und Wickſtadt. Betreffend: Die Vornahme der Feuerviſitation in den Orten des Kreiſes Friedberg für 1840. Die für 1840 vorzunehmenden Feuerviſitationen haben Sie ungeſäumt beginnen zu laſſen und ſich hierbei an die früher gegebenen Vorſchriften in Nr. 42 des Intelligenzblattes von 1835, und Nr. 35 von 1837 zu halten. Binnen 4 Wochen ſehe ich der Einſendung der vorſchriftsmäßigen Protokolle entgegen. Friedberg am 3. Februar 1840. l Füſch ler. E Männche woar, deatz gong eann Wahld, W etter 11 er Mundart. Sain Kaffideappe, doas ſtonn kahlt; Ds Männche uff'm Aſt. Drimm ſaht die Frah:„Doas mächt mr Braſt! (E Vrzehling.) g Gih eann de Wahld eayn hoall'n Aſt!“ Eatzt weam's drimm eaß, der koam' efür Drimm gong ds Männche eann de Wabld, Eann horch, dann eabbes eaß demihr! Do woar'ſch'm boawwer doach ße kahlt; Aich paife nochhet wairer kahm; Drimm gong e ehrſcht eanns Pirrer'ſch Haus Dann wer näit kimmt, der blai' dehahm. Cann bahft ſain Kännche Korze aus. . 34. Hehn hatt's'm näit imſoſt gedirmt, Dann ſu e bloer Zworn, der wirmt; Nuhrts näit ſe väll ſoſt kimmt e noach Cann Groawe eann eann's Leameloach. Cann wäi e noun ſain Bailche nimmt, Se guckt e, bab kahn Jäjir kimmt, Cann dabbilt fort eann kimmt eann Wahld, Do ſchtoun e Ahchbahm, der woar ahlt. Eann ohn dm Ahchbahm woar e Aſt, Der hatt die Gahning von er Laſt, Do packt hehn ohn eann ſtaikt enuff, Cann wäi ds Ungleack woar e druff. No! geall ihr Leut', doas moacht e fain! Woas dout e Kännche Branntewain!— Catzt neawe drohn konnt hehn näit ſtihn, Do ſoaß e druff.... Woas wollt'r mihn? „Eatzt nuhrts Gedold, dou mußt mr oabb!/ Hehn ſäht's zoum Aſt eann hähkt erroabb, Cann hähkt, aß hehn v'rhairer ſchweatzt, 95 Aß wammer fur dr Platte ſeatzt.* Hehn hähkt, aß alle Hahk hehn kreaſt, Eann hähkt, eann hähkt, dr Aſt häil feaſt Eann doat kahn Riwwel von'm Krach, Do flucht e gloat ds Ungemach. No! wammer will eann's dout's ahm näit, Do ſimelirt mr, wäi mr'ſch kräit. Hehn ſimelirt eann foann doach naut, Do wollt e ſpreange aus dr Haut. Uff ahnmol dohcht' e eann ſaim Kopp; „Woas batt' maich all doas ſchleahcht Geklopp? Aich wuppche, eann do muß e oabb!“— Hehn wuppgt, eann blomb! do gong's enoabb. Sealt läie Aſt eann Mann eann Bail Eaun kahns hott ſaich gerehkt e Wail';— Catzt woar e Somp do ohn dr Ahch, 0 Doas war e Gleack, do fäil e wahch. Deleatzt do kreucht e ohn de Bahm, Do kimmt's'm fur, aß wäi te Drahm, Eann wäi's'n deucht, ſain Bahn wär' kromm, Do ſär e:„Hannes, doas woar domm!“ Hehn nimmt ſain Aſt eann ſäht kahn Woart, Eann heackilt fort, eann kimmt eanns Oart,— Do ſahn ſe noach von ſeallem Strahch „Mach's wäi dr Hannes uff dr Ahch!“ Dann woar ahch noach e rechter Strait, Wu ohn dem Mann ſain Huppaß lait; Dr Ahn, der dirmt's dm Kännche glaich, Dr Anner dm Vrſtirrermaich. Catzt hihrt ihr Herrn eann loßt uch ſahn: Hahkt ihr'n Aſt; gruß varrer klahn, Se ſeatzt uch nuhrts näit voarne druff, Soſt giht's uch bihs eann ihr ſchnappt uff. 51 Bekanntmachungen von Behoͤrden. Bekanntmachung. (20) Montag den 10. Februar l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus nachbe— merkte Güterſtücke des Georg Lang dahier öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, als: Pag. u. Nr. l 5 2 B. 4 Ruth. im Kleinwarthfeld an Hospital Friedberg, 1 V. 4 Rth. daſelbſt an den vorigen. 2 V. 18% Rth. im Großgalgenfeld an Martin Falk, 4)% 1 V. 20 Rth. Garten in der Lang⸗ gaſſe an Adam Weckerling. Friedberg den 28. December 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſte D. Fritz. Bekanntmachung. (66) Montag den 10. Februar l. J., Vormittags 10 ½ Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe auf freiwilli⸗ gen Antrag des Herrn Heinrich Schwalm J. deſſen, unten näher beſchriebene Hofraithe einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden, als: Pag. u. Nro. 40 2% w Ein Wohnhaus nebſt Ställchen und Grund an Herrn Engelhard Bechſtein und Herrn Johannes Schmidt gelegen. Friedberg den 28. Januar 1840. ö Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (67) Auf freiwilligen Antrag des Bürgers und Bäckermeiſters Herrn Balthaſar Kehr ſollen Mon⸗ tag den 10. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe deſſen Immobilien öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden, als: Pag. u. Nro. 2 219 23 84 Rth. Garten in der Gemar⸗ kung Friedberg am Wildkautsgra⸗ ben an Wilhelm Hermann, iſt zehnt⸗ frei. Dieſer Garten iſt beſetzt mit 12 Zwetſchen⸗„ 2 Nuß⸗, 4 jungen Aepfel⸗ und 1 Birnbaum, und ver⸗ floſſenen Herbſt gehörig mit Dün⸗ ger verſehen und geſtürtzt worden. Friedberg den 28. Januar 1840. Der Beigeordnete Bender. Güter ⸗Verſteigerung.“ (68) Auf freiwilligen Antrag des Herrn Muſikus Karl Ferro dahier ſollen Montag den 10. Februar, Morgens 11¼ Uhr, in hieſigem Rathhauſe die dem⸗ ſelben gehörende in der Burg-Gemarkung liegende Güterſtücke, als: 187 Rth. zwiſchen dem Wieſenweg⸗ Riedgraben und nauheimer Weg an Philipp Holler, ſodann 172 Rth. Ackerland zwiſchen dem Wieſenweg an Herrn von Diede, und zwar ein jedes beſagter Grundſtücke in 4 Abtheilungen, mit dem Bemerken, daß bei annehmbaren Geboten die Genehmigung er, theilt werde, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 29. Januar 1840. e 8 Der Beigeordnete Bender. Be k a n n Fa ch n g (69) Montag den 17. Februar l. J., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen in Sachen des großh. Oberkontroleurs Schuchart zu Offenbach, Kläger gegen Johannes Scheibel Martin Sohn und deſſen Ehefrau zu Obermörlen, Beklagten den letzteren fol⸗ gende Immobilien: 5 * 13% Eine Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus „ 35 dung. N 1 Scheuer und Stall, an Martin Frei ge⸗ bietend verſteigert werden, welches hiermit zur öffenm⸗ Fol u. Nr. legen. ö lichen Kenntniß bringt. ichts: 26%% 3 Rth. Hausgarten an Johannes Schei⸗ Obermörlen den 29. Jangaf 1150 8 bel, Martin Sohn. In Aufteag: a 2) Gärten. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter %, 5,3 Nth. hinter dem Haingraben, an An⸗ Nicolai. 1 dreas Scheibel.. 05 Vieh⸗ und Mobilien-Verſteigerung. — 22 ½% 1,2 Rth. am gepflaſterten Weg theilt mit(75) Wegen Geſchäfts⸗Veränderung will der hie⸗ —* Jacob Merſchel. ſige Müllermelſter Jacob Kißler — 3) Oberfeld. Dienſtag den 11. Februar d. J. und die *% 4 9,6 R. auf Speck, an Johs. Müller. folgenden Tage als: alf 2,1 R. bei der Niue e aß Conr. Rolly. nachbenannte Gegenſtände einer freiwilligen Ver⸗ n und 9% 8,3 R. in den naßen Gärten. ſteigerung ausſetzen: dſtein„ 4) Heftersheimerfeld. 9 6 Pferde, 1 i legen% a 12,7 R. in den Weingärten, an Johs. 2) 7 3 2 die andern Jeckel. l 5 2 6 1% 15,7 R. auf der grünen Eich, an Jacob 3) 1 reine ſchwyzer Race, 1½ Heil. 1 . 6%, 21,6 R. daſelbſt, theilt mit Andr. Scheibel. 49 einen dergleichen, ſchwyzer Baſtard, J. Jahr, d%% 26,8 N. ſtößt auf die Aitzenbach an Hrn. 59 einen fetten Ochſen, Non, Schneider. 6) 21 Stück fette Hämmel, ihr, in*. i 7) 2 ſchwere trächtige Mutterſchweine, if 5 Im Kirchfeld. 8) 14 Stück Zuchtſchweine, %a 27,8 R. auf der Haide, an Heinr. Burk. 9) eine vollſtändige, jetzt noch im beßten Gange 1% 22, R. daſelbſt, neben dem Blöſenweg. befindliche Branntweinbrennerei mit 2 Keſſeln, Jemar⸗% 36, R. daſelbſt, an Johannes Burk. 2 Ohm 56 Maaß und 1 Ohm 20 Maaß usgra⸗ 61% 28,4 R. hinter der Höhe an Hrn. Rühl haltend, t ehnt⸗ Schmied. 10) drei vollſtändige neue Wagen mit eiſernen Achſen, ett mit 6) Im Miltelfeld. 11) eine leichte Chaiſe, welche ein⸗ und zweiſpännig jungen 3860; i gefahren werden kann, d ver⸗ 5% 20,5 R. zwiſchen dem Mahlweg 15 un, 12) einen Stuhlwagen mit zwei ledernen Sitzen, 1 Dir terſter Waide, theilt mit Heinrich Schnei— 13) drei Pflüge und zwei Eggen worden. der Schmied. 7 5 5 14) vollſtändige Wagengeſchirre für 8 Pferde, 285 1; 5 15) vollſtändiges Chaiſengeſchirr„ 2„ der. 25 1 75 R. an der hintern Waide, an ſich 16) ein dergleiches für 0 Men, 0 359 0 9 8 5 17) vollſtandige Ackergeſchirre für 6 Pferde 0 e. 18) zwei vollſtändige Rindgeſchirre, 5 Holler, werden. % 20,7 R. auf dem Reſch, iſt getheilt mit Heinrich Schneider Schmied. 80 2d 27,5 R. zwiſchen dem obermörler Kuh⸗ trieb, an Wilhelm Heil. 9) Unterfeld. 5% 11,0 R. am rothen Stein, an Juliane König. 10) Mittelhaide. 19) drei Fliegengarne, worunter ein ganz neues, 20) acht ſteinerne Schweintröge, 21) achtzehn große und kleine Wagenketten, 22) einen eiſernen Hemmſchuh, 23) 16 Ochſen- und Kühketten, 24) ſieben Pferdehalfter mit Ketten, 25) eine vollſtändige Heblade mit engliſcher Draht— kette, 26) eine ſtarke Winde, womit ſich ein Gewicht von etwa 120 Ctr. heben läßt, 3 15 b 90 lh auf den Blöſenweg, an 27) eine kleine dergleichen, neu, onrad Rolly. 7; a 2 % 28) außerdem vielerlei andere Oecenomiegeräth⸗ Ader. 7 0 1 Battenberge an Marianus ſchaften, als Heu- und Miſtgabeln ꝛc. 6. 29) fünf Mehl- und Vorrathskaſten, eine Frucht⸗ es Vor⸗% 16,9 R. daſelbſt an J. Muller. fegemühle, zwei ſchwere Schlagen, Hebeiſen b großh. 11) Wieſen. und andere vorräthige Müͤhlgeräthſchaften, Kager 566% 7,3 R. in den Langenbhainer Weingarts⸗ 30) zwei Hobelbänke, wovon die eine ein Buchen⸗ ad deſſen wieſen an Anton Hammann; die andere ein Eichenblatt hat, ren fel⸗ ſaͤmmtlich in Obermörler Gemarkung gelegen, auf 31) vollſtäudige Arbeitsgeſchirre für zwei Schreiner, f hieſiger Gemeindeſtube unter den vor der Verſteige⸗ 32) vollſtändiges Arbeitsgeſchirr für einen Mühlarzt⸗ * rung eröffnet werdenden Bedingungen öffentlich meiſt- 33) dergleichen für einen Zimmermann, Jobnhaus 5 Bettladen, Betten ꝛc. ö 35) ſieben Stämme eichen Bau- und Werkholz, circa 1500 Cubikfuß haltend, 36) 200 Cubikfuß geſchnittenes Pfoſtenholz, von 6 und 8 Zoll dick, 37) circa einen Wagen voll hainbuchen Werkholz, ſchon vor 6 Jahren beſchlagen, 38) Etwa 60 Stück Nußbaum⸗, Kirſchbaum⸗, Eichen⸗, Erlen⸗, Kiefern- und Buchen⸗Bohlen, von ver⸗ ſchiedener Dicke, 7 39) 600— 800 Aepfelbäͤum⸗ u. Hainbuchen⸗Kammen, 40) drei neue Zapfen von Guß an Wellbäume, 41) zwei Zapfen zum Abdrehen von Wellbäumen, 42) Etwa 25 Fuder Futterſtroh, 43)„ 150 Centner Heu, 44)„ 200 Körbe Spreu, 45)„ 200 Malter Kartoffeln, 46)„ 320 Mahnen Dickwurz und 47)„ 90 vierſpännige Wagen Miſt. Die Verſteigerung beginnt jedesmal Vormittags um 9 Uhr und Nachmittags um 2 Uhr. Das Vieh kommt zuerſt und die übrigen Gegen⸗ ſtände in der Reihenfolge zur Verſteigerung, wie ſie vorſtehend aufgefuͤhrt ſind. Gegen genügende Bürgſcheine wird eine Zahlungs⸗ friſt bis Michaeli d. J. und bei gleichbaldiger Zah⸗ lung ein Nachlaß von 5 Procent bewilligt. Heldenbergen am 25. Januar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Frucht ⸗Verſteigerung. (88) Montag den 10. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Bergwirthshaus dahier von dem hieſigen herrſchaftlichen Speicher meiſtbietend verſteigert werden:, 50 Malter Korn, 80 7 Gerſte, 200 bis 300 Malter Hafer. Zugleich wird bemerkt, daß auf dem herrſchaft— lichen Speicher dahier gegen 600 Malter Hafer vorräthig ſind, und daß die weitere Quantität auch aus der Hand abgegeben werden kann. Gedern am 29. Januar 1840. Der gräfl. Stollbergiſche Rentverwalter Mickel. B re (90) Nachdem der Bürger und Schneidermeiſter Herr Johannes Steitz die Verſteigerung vom 29. Jan. nicht genehmigte, ſo ſollen auf deſſen Antrage die dem⸗ ſelben gehörenden Immobilien(ſiehe Intelligenzblatt Nr. 3 und 4, 1840) Donnerſtag den 20. Febr., Vormit⸗ tags 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden, mit dem Bemerken, daß bei annehmbarem Gebot der Zuſchlag ſogleich er— theilt werden. Friedberg am 31. Januar 1840. Der Beigeordnete Bender. i„ 36 34) vielerlei Hausgeräthſchaften, als Comode, Tiſche, Bekanntmachung. (91) Da noch nicht alle von der hieſigen Ge⸗ meinde verloos'ten Partialobligationen zur Empfang⸗ nahme der Darlehen bei unſerer Kaſſe vorgelegt worden, vielmehr davon noch die Nr. 46., 64., 65., 66., 67., 68., 69., 70., 71., 72., 73., 74., 75. und 76. zurück ſind, ſo fordert man die Beſitzer derſelben hierdurch wiederholt auf, dieſelben baldigſt zu pro⸗ duciren und das mit dem Bemerken, daß dieſe Dar⸗ lehen der Bekanntmachung in Nro. 41. des Intelli⸗ genzblattes vom vorigen Jahre gemäß, nunmehr ſeit dem 1. Januar d. J. an unverzinslich ſtehen. Niedermörlen den 5. Februar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D e 9.. Wagnerarbeit-Verſteigerung. (92) Montag den 10. d. M., Morgens 9 uhr, ſollen dahier in dem Bürgermeiſterei-Bureau zwei neue Feuerleitern zum Anfertigen an den Wenigſt⸗ fordernden in Accord gegeben werden. Ilbenſtadt den 4. Februar 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Dicken berger. Holzverſteigerung. (93) Künftigen Donnerſtag den 13. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr anfangend, wird im hieſigen Unter⸗ wald eine Parthie eichen Bau- und Brennholz meiſt⸗ bietend verkauft. Bainhards-Forſthaus den 6. Febr. 1840. 8 Bötz, Revierjäger. Fruchtverſteigerung.* (94) Mittwoch den 19. Februar, Nachmittags 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe von dem Frucht⸗ vorrath des vereinigten Armenfonds 50 bis 60 Mltr. Korn und 20 Mltr. Gerſte, zweimalterweiſe, öffent⸗ lich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg den 6. Februar 1840. Der Beigeordnete Bender. Bek ga n nt m hun g. (95) Mittwoch den 12. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Verpachtung des Exercierplatzes der Garniſon Friedberg, und zwar derjenige Theil, worauf exercirt wird, auf das Jahr 1840 als Schaaf⸗ weide, ſodann derjenige Theil, auf welchem nicht exercirt wird, auf die Jahre 1840, 1841 u. 1842 als Grasſtück, auf dem hieſigen Militär-Verwal⸗ tungsbüreau verſteigert. Friedberg den 6. Februar 1840. In Auftrag: Gölz, Oberquartiermeiſter. Mobilien-Verſteigerung. (96) Montag den 10. d. M., Morgens 8 Uhr, und die folgenden Tage zu eben dieſer Stunde ſol⸗ len aus dem Nachlaß des Ludwig Seyfried dahier, nachbezeichnete Gegenſtände gegen gleich baare Zah⸗ lung öffentlich verſteigert werden, als: 10 Comode, Schränke, Bettladen, Tiſche, geflochtene (78) ſener! ann bi (87) bereit. 0˙* verſteh kann, Lehrer beſchrig einige haus hält! Speid bahn, guten mit z einem ten, n baume müßg hierbei hat, Uhr, wei ig t⸗ iſter eiſter. Uhr, e ſol⸗ dahier, e Zab⸗ ſchtene 37 und gepolſterte Stühle, Sopha, Spiegel, Körbe und ſonſtiges Hausgeräth; 2) zinnerne Schüſſeln, Teller und Kannen, meſ— ſingene Leuchter, Porcellan, verſchiedenes Eiſen— werk und ſonſtiges Kuchen- und Kellergeräth; 3) goldene Ohr- und Fingerringe, Vorſtecknadeln, ſilberne Eß- und Kaffeelöffel, eine ſilberne Kanne, eine ſilberne und goldene Uhr, mit Silber beſchlagene und andere Pfeifen-Köpfe u. dgl. m.; 0 circa 170 Ellen flächſenes Tuch, Bildzeug, Tiſch— tücher, Servietten, Manns- und Weibshemden, Betttücher, Strümpfe und ſonſtiges Weißzeug; 5) jede Gattung Bettzeug mit dazu gehörigen Ueber— zügen, Bettvorhänge u. dgl. m.; 6) verſchiedene Mannskleider ꝛc. Butzbach am 1. Februae 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Zahn. N σ Privat⸗Bekanntmachungen. Drei ineinander gehende Stuben, (78) eine Manſardſtube, eine Kammer, verſchloſ— ſener Keller und Holzſtall iſt zu vermiethen und kann bis zum 1. April bezogen werden bei Buchecker. 3000 fl. zu 4 PCt. (87) liegen zum Ausleihen auf Guͤterſtüͤcke bereit. Ge ſ uch. (97) Ein Mann ledigen Standes, der ſein Fach verſteht und ſich mit guten Zeugniſſen ausweiſen kann, wird in die hieſige iſraelitiſche Gemeinde als Lehrer und Vorſänger geſucht. Darauf Reflektirende wollen ſich binnen 14 Tagen bei dem Unterzeichneten melden. Staden den 4. Februar 1840. Der Vorſteher Stern. Immobili ien⸗Veraͤußerung. (98) Die Unterzeichnete iſt geſonnen, wegen Ge— ſchäfts⸗ und Wohnorts-Veränderung ihr nachſtehend beſchriebenes, an der Hauptſtraße gelegenes, vor einigen Jahren erſt neu erbautes Wohn- und Gaſt⸗ haus aus der Hand zu verkaufen. Das Haus ent— hält 10 heitzbare Zimmer, 6 Kammern, 2 Küchen, Speicher, Keller, Hintergebäude, Stallung, Kegel— bahn, Kelterhaus, einen Brunnen mit reichhaltigem guten trinkbaren Waſſer und einem großen Hofraum mit zwei Einfahrten. Auf Verlangen kann außer einem Gemüßgarten noch ein größeres Stück Gar⸗ ten, welcher mit den vorzüglichſten tragbaren Obſt— bäumen bepflanzt iſt, und unmittelbar an den Ge— müßgarten anſtößt, abgegeben werden. Bemerkt wird hierbei, daß das Gebaͤude eine ſehr freundliche Lage hat, und daß die Straße, welche nach Grünberg, Gießen und Wetzlar geht, an dem Hauſe vorbei zieht. Auch kann ein anſehnlicher Theil des Kauf— ſchillings auf den zu verkaufenden Qbjecten ſtehen bleiben. Die nähern Bedingungen ſind bei dem Hand- lungshauſe Herrn Simon Lindheimer dahier genau zu erfahren und mit demſelben auch wegen 150 Verkaufs in Unterhandlung getreten werden ann. Friedberg den 4. Februar 1840. Wittwe Sieck. Mobilien-Verſteigerung. (99) Donnerſtag den 20. l. M., von Vormit⸗ tags 9 Uhr an, läßt der Unterzeichnete erbverthei— lungshalber ſein ſämmtliches Vieh, Schiff und Ge⸗ ſchirr, Hausgeraͤthſchaften, Buͤtten und Fäſſer u. ſ. w. unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen zur Verſteigerung an den Meiſtbieten— den bringen. Es wird mit dem Verkauf des Viehes, welches in 16 Kühen, worunter mehrere friſchmil— chend, alle übrigen aber trächtig ſind, 7 Rinder, 2 zweijährige Stiere und 3 junge Faſſelochſen— ſämmtlich engelthaler Race— 6 Mutterſchweine, worunter 3 mit Ferkel befindlich, 12 Springer be— ſteht, der Anfang gemacht. Die Fortſetzung folgt mit dem Schiff und Geſchirr. Hierauf folgt der Verkauf der Fäſſer und Bütten, ſodann der Haus⸗ geräthſchaften, und einer Parthie Spreu und Keil. Kaufliebhaber werden andurch höflichſt eingeladen. Florſtadt den 6. Februar 1840. Ludwig Alles, Pachter. Stroh- und Mobilien-Verſteigerung. (100) Mittwoch den 12. Februar d. J., Morgens, 9 Uhr anfangend, will ich in meiner Behauſung nachbenannte Gegenſtände einer freiwilligen Ver— ſteigerung gegen gleich baare Zahlung ausſetzen: 1) Circa 7 Fuder Roggen-, 8 Fuder Weizen-, 4 Fuder Hafer⸗, 3 Fuder Wicken- und 2 Fu⸗ der Erbſenſtroh, 2) Circa 60 Körbe Spreu, 3)„ 250 Malter Kartoffeln, 4) eine Fruchtfegemühle, 5) einen vollſtändigen in gutem Zuſtande beftnd—⸗ lichen Wagen, 6) Eine vollſtändige Brauerei, der Keſſel 6 Ohm haltend, 5 7) einen Keltertrog mit Stein, 8) eine dreijährige Kuh, ſchwyzer Race, 9) vielerlei Wirths-Geräthſchaften, als: Tiſche, Bänke, Bettläden, Betten ꝛc. Kaufliebhaber werden unter dem Bemerken hier zu eingeladen, daß der Anfang mit dem Stroh ge— macht wird. Büdesheim den 5. Februar 1840. Friedrich Wieſenbachs Wittwe. Zum Vermiethen. (101) Der Poſt gegenüber 1 Stiege hoch ſind 4 heitzbare Zimmer, Küche, Kammern, verſchloſſener . * Keller und Holzſtall zu vermiethen. Näheres ertheilt die Expedition. Berliniſche Lebens⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft. (102) Die Berliniſche Lebens⸗Verſicherungs-Ge⸗ ſellſchaft hat mit dem Schluſſe des Jahres 1839 das dritte Jahr ihres Beſtehens zurückgelegt, und macht hinſichtlich ihrer Geſchaͤfts-Ereigniſſe im Ver⸗ gleich zu dem Jahre 1838 die angenehme und dan⸗ kenswerthe Erfahrung, daß ſie nicht allein wachſend fortſchreitet, ſondern ſich ferner anſehnlich zu erwei⸗ tern verſpricht, je mehr ihre Vorzüge im deutſchen Publicum bekannt werden.— Von der Vergangen⸗ heit auf die Zukunft zu ſchließen, iſt nach Ablauf der von dem erſten fünfjährigen Cyclus noch übri— gen 2 Jahre mit Recht eine nicht unerhebliche Di⸗ vidende für die auf Lebenszeit verſicherten zur künf⸗ tigen Vergütung zu erwarten. Es ergab ſich Ende 1838 ein ſchwebender Riſico von zwei Millionen und 272,100 Thalern unter 1985 Perſonen, und es waren 20 Perſonen mit 18,400 Thalern geſtorben.— Im Jahre 1839 mel⸗ deten ſich zur Verſicherung 916 Perſonen mit Einer Million 51,900 Thalern, und nach Abzug von Aus- geſchiedenen, abgelaufenen Policen, nicht zur Auf⸗ nahme geeignet gefundenen Perſonen und 32 Ver⸗ ſtorbenen mit einem verſicherten Kapital von 36,400 Thalern zeigt ſich ein reiner Zuwachs von 659 Per⸗ ſonen mit 750,300 Thalern, demnach 2644 Per⸗ ſonen mit Drei Millionen und 22,400 Tha⸗ lern Ende 1839 als verſichert erſcheinen. Geſchäfts⸗-Programme, Antrags-Formulare und ſonſtige Erläuterungen ſind die Agenten der Geſell⸗ ſchaft, ſowie der Unterzeichnete ſelbſt, im Bureau Spandauerſtraße Nr. 29, zu ertheilen ſtets bereit. Berlin, den 22. Januar 1840. obe c General-Agent der Berliniſchen Lebens⸗ Verſicherungs⸗Geſellſchaft. Vorſtehende Ueberſicht von der bisherigen Wirk— ſamkeit der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs-Geſell⸗ ſchaft bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg den 31. Januar 1840. G. F. Nau, Agent der Berliniſchen Lebens⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft. Zwei Farren, (103) von 2 reſp. 1 Jahr alt, einer mit, der an⸗ dere ohne Abzeichen, ächte ſchweizer Race, ſehr ſchön und groß gewachſen, ſtehen zu verkaufen bei Bürger⸗ meiſter Lehr in Rohrbach bei Buͤdingen. Bekanntmachung. (104) Damit das Reiſen in das Hinterland dem Publikum erleichtert wird, haben die Unterzeichneten eine Ordinär⸗Chaiſen⸗Fuhr nach Gladenbach errich⸗ tet. Nämlich von Montag den 10. d. M. an fahrt eine Chaiſe wöchentlich zweimal, Montag und Frei⸗ 5„ 38. tag Morgens um 7 Uhr, von Gießen nach Gladen⸗ bach; ebenſo fährt an den nämlichen Tagen um dieſelbe Zeit eine Chaiſe von Gladenbach nach Gie⸗ ßen. Beide Chaiſen werden in Frankenbach zu glei⸗ cher Zeit eintreffen und wechſeln. Preis à Perſon 1 fl. Gießen den 3. Februar 1839. 5 Wilhelm Rühl, wohnhaft in der Fliegelsgaſſe. J. D. Plitt, Gaſthalter zum Blankenſtein in Gladenbach. Welfkthegkter im Saale des Herrn Peter Mann. (105) Sonntag den 9. Februar: Vorſtellung in 4 Abtheilungen. 1) Anſicht der Stadt Mainz. 2 Das Dorf am Züricher⸗See.(Schweizerlandſchaft.) 3) Ein mechaniſches Ballet. 4) Die Schlacht bei Waterloo. Sämmtliche Anſichten werden mit beweglichen Figuren nach der Natur getreu belebt, und mit paſſender Muſik begleitet. Erſte Vorſtellung Nachmittags 4 Uhr. Zweite Vorſtellung Abends 7 Uhr. Friedberg den 30. Jauuar 1840. Friedrich Lorgie. Saamen⸗ Empfehlung. (106) Meine hieſigen und auswärtigen Freunde erlaube ich mir andurch in Kenntniß zu ſetzen, daß ich auch für dieſes Jahr im Beſitze von allen Sor⸗ ten Gemüſe⸗, Blumen-, Feld⸗ und Waldſaamen bin. Da ich meine ſämmtlichen Sämereien aus guten Quellen beziehe, ſo kann ich jedem meiner verehrten Abnehmer die volle Verſicherung der Friſche und Aechtheit derſelben geben. Die in meinem Verzeich⸗ niß, welches gratis abgegeben wird, feſtgeſetzten Preiſe habe ich äußerſt billig geſtellt, und mir zur Pflicht gemacht, meinen ſeit Jahren an Abſatz ſehr zugenommenen Saamenhandel durch pünktliche Er⸗ füllung der mir werdenden Aufträge immer mehr zu erweitern. Ganz beſonders empfehle ich noch meine ſehr ſchön blühenden Georginen. Friedberg im Februar 1840. M. Jung. Ein ruſſiſches Pferd, (107) 5 Jahr alt und ſehr geſund, mit einem 1 Jahr alten männlichen Füllen, verkauft in Helden⸗ bergen aus freier Hand Adam Ochſenhirt. Ein Lehrling (108) kann bei einem hieſigen Schreinermeiſter in die Lehre treten. Das Nähere bei der Expedition dieſes Blattes. 5 U Ei nicht ein chen All rückſchti jenigen, Deul Biblio J Carl darauf Hiſtori ſten L die Na Hölhige der Bib git. eunde % daß u Sor⸗ en bin. guten ehrten e und erzeich⸗ tſetzten nr zur itz ſehr che Er⸗ rnehr meine ung. nem 1 Helden⸗ hirt. tiſter in pedition 39. Oi ter at u r, (109) Bei Schuberth u. Comp. erſcheint(bei C. Bin⸗ dernagel in Friedberg zu haben) als würdiges Seitenſtück der deutſchen Claſſiker: Miniatur-Oibliothek der ausländischen Classiker. Eine Auswahl des Schönſten und Gediegendſten aus ihren ſämmtlichen Werken in vorzüglichen Ueber— ſetzungen, in etwa 150 Bändchen, jedes 128 Seiten, zu nur 10 kr. Mit Lebensbeſchreibungen u. von Meiſter— hand geſtochenen Bildniſſen, als Gratis-Zugabe. Das erſte eben angelangte Bändchen enthält: Poltaire's Geſchichte Carls des XII. und iſt in 10,000 Exemplaren ver— ſendet; darauf folgen wöchentlich eins: Johnſon's Raſſelas Dorik's(Sterne) empfindſame Reiſe, v. Stael Corinna, La⸗ martines Reiſe in den Orient, Voltair's Geſchichte des ruſſi— ſchen Reichs ꝛc. Der Zweck dieſer niedlichen Miniaturbibliothek iſt, Deutſch⸗ land mit den Meiſterwerken der ausländiſchen Claſſiker be— kannter und vertrauter zu machen; ſie liefert den Kern der claſſiſchen Literatur des Auslandes älterer und neuſter Zeit, das Vollendetſte der Lieblingsdichter jeder Nation: der Engländer, Franzoſen, Ruſſen, Spanier, Portugieſen, Dänen, Schweden, Italiener, Amerikaner ꝛc. nicht etwa in Auszügen— ſondern vollſtändig, in einer treffli— chen Auswahl von unvergänglichem Werthe, unter ſteter Be— rückſichtigung des nützlich Bildenden und Vermeidung des— jenigen, was den ſittlich- reinen Gefühlen widerſtrebt. Deutſchlands Bildung iſt erwacht und ſo weit gereift, daß jetzt überall die Kenntniß der ausländiſchen Claſſiker erforderlich. Dieſe Bibliothek iſt für Gelehrte und Nicht⸗ gelehrte geſchaffen, und jedem ein unentbehrlicher Schatz, der nur im Mindeſten auf Bildung Anſpruch machen will. Der Jüngling wie der Greis, Alle finden hier, was ibnen zuſagt; Belehrung und Unterpaltung. Väter! Mütter! Erzieher! gebet daher Curen Lieben ein Werk in die Hände, welches wahre Geiſtes⸗, Herzens⸗ und wiſſenſchaftliche Bildung bezweckt, und zngleich der ſicherſte Führer zur Tugendhaftigkeit iſt. Am Schluſſe erhält Jeder als Prämie koſtenfrei ausgeliefert Bibliothek der Biographien ausländiſcher Claſſiker nebſt ihren Vildniſſen in Stahl geſtochen. ö In der Kürze verläßt die Preſſe und nimmt Carl Bindernagel in Friedberg Beſtellung darauf an: Kurze Einleilung in dit Bibel und hiſtoriſch-geographiſche Darſtellung der wichtig— ſten Laͤnder und Reiche, welche in der Bibel vorkommen. Nebſt einem Anhange über die Namen und die Bedeutung der chriſtlichen Sonn— und Feiertage. Von Friedrich August Herpes Dieſes Werkchen verbindet mit zweckmäßiger Kürze die nöthige Vollſtändigkeit und Deutlichkeit in der Behandlung der Bibel in Schulen. Nicht leicht wird man in demſelben etwas vermiſſen, was in Bezug auf das Verſtändniß der heiligen Schrift für Volksſchuͤler wiſſenswerth iſt. Vorerſt wird das Nöthige uber die verſchiedenen Benennungen der heiligen Schrift, über ihre Eintheilung, über die Zeit der Abfaſſung und Sammlung der einzelnen bibliſchen Bücher bemerkt und dann deren Inhalt kurz angegeben. Hierauf folgen die Geſchichte des juͤdiſchen Staats, die Sitten und Gebräuche der älteſten morgenländiſchen Völker, die Ein⸗ theilung Paläſtinas zur Zeit Jeſu, ſowie überhaupt die nöthi— gen geographiſchen Bemerkungen über das heilige Land ſo⸗ wohl als auch über alle anderen wichtigen Länder, welche in der Bibel erwähnt werden. Eine Zeittafel der bibliſchen Geſchichte und der oben bemerkte Anbang bilden den Schluß des Werkchens. Solcher Werke haben wir zwar nicht wenige, und unter dieſen einige von anerkanntem Werthe, aufzuwei— ſen; allein ſie ſind theils wegen ihrer Kürze unbefriedigend, theils nur für wiſſenſchaftlich Gebildete berechnet oder zur allgemeinen Verbreitung nicht geeignet, weil ihre größere Ausdehnung einen hohen Preis nothwendig macht. Man glaubt deshalb von dieſem Werkchen verſichern zu dürfen, daß es alle billigen und gerechten Anſprüche befriedigen wird, zumal um den Preis von 30 Kreuzern Lehrer und Schüler ſich daſſelbe leicht anſchaffen können. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 6 fl. 30 kr. Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: 2 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 3. Febr.: Walzen: 9 fl. 45 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 50 kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 31. Januar: Waizen: 10 fl. 18 kr. Korn: 7 fl. 17 r. Gerſte: 6 fl. 7 kr. Hafer: 3 fl. Ar. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 9. bis 16. Februar 1840. pfd Brod⸗ Preiſe. Friedberg Butzbach. f, fe. pf. 1 J Leib-Roggenbrod 2 2 . 75 55 5 414„ 1 101 10— Loth. Loth. —[Milchbrod I —[Waſſerweck 11 57% 11— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 5 147% Fleiſch-Preiſe. 5 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 610 1 10— „ Küyfleiſch 2 81— „ Rindfleiſch 17142 2 „ Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 94 3 10— „ Hammelfleiſch 81— 814— „ Schaaflleiſch e ee—— „ Wurſt von blos Schweinen 12— 12— „ Gemiſchte Wurſt 10— 10 „ Bratwurſt 1— 14 „Schwartenmagen 144— 144— „ Geräͤucherter Speck 20— 20— „Schinken 14— 144— „ Doͤrrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19— 1 ö dito ungusgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 18— 5— Hammelsfett 16— Der großh.. Kreisrath b. K. F. Küchler. „ 4 Beachtenswerthe Anzeige für Geiſtliche und Lehrer. Der Ladenpreis des Badiſchen Katechismus iſt 18 Kreuzer; bei Abnahme von Parthieen kann ich jedoch einen bedeutend ermäßigten Preis eintreten laſſen, und bitte ich deßhalb um geneigte Aufträge. Carl Bindernagel. Ferner iſt bei C. Bindernagel vorräthig: Wurſt, R. J., praktiſche Sprachdenklehre für Volks⸗ ſchulen und die Elementerklaſſen der Gymnaſial⸗ und Real⸗Anſtalten. 54 kr. Rouſſeau's, J. J., ſaͤmmtliche Werke. Erſter Baud. Deutſch bearbeitet von K. Große und Dr. J. G. Han ſchmann. 36 kr. * 40. Baulexikon. Erklär ung im geſammten Bauweſen am häufigſten vorkommenden techniſchen und Kunſtausdruͤcke.* Für Baumeiſter, Künſtler, Ingenieure, Bauhand⸗ werker, Mühlenbauer, Bauunternehmer, Feldmeſſer, Oekonomen, Staats- u. Geſchäftsmänner beiße i tet von C. F. von Ehrenberg, Profeſſor u. Architekt in Zürich. Mit 10 meiſterhaft ausgeführten lith. Tafeln in gr. 4. Das Ganze gibt 4—5 Lieferungen, deren jede 1 fl. 21 kr. koſtet. Subſcriptionsliſten liegen bei C. Bindernagel offen. Im Monat Januar 1840 wurden zu Friedberg 1) Getraut: Den 5. Heinrich Schäfer, neuangehender Bürger und Metzgermeiſter, des Ortsbuͤrgers und Kuͤfermeiſters Adam Schäfer zu Ockſtadt ehelich lediger Sohn, und Eliſabetha Henriette Regine Schimpf, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Philipp Schimpf ehelich ledige Tochter. 5 475 7. Jakob Meißinger, Ortsbürger zu Bingenheim, des daſelbſt verlebten Ortsbürgers Johannes Meißinger nachgelaſſener ehelich lediger Sohn, und Eliſabetha Raab, des hieſigen großh. Domainenboten Johannes Raab ehelich ledige Tochter. eta t Den 1. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Emmerich Windecker ein Sohn, Carl, geboren den 24. Dezember 1839. „ 1. Dem großh. Sergeanten im 2. Bat. des 4. Inf. Regts. Johann Jakob Kunze eine Tochter, Philippine Margaretha Georgine, geboren den 22. Dezember 1839. „ 1. Dem Bürger und Oekonomen Heinrich Hanſtein 4. eine Tochter, Margaretha Philippine, geboren den 22. Dezember 1839. „ 3. Dem Bürger und Glaſermeiſter Nikolaus Milius eine Tochter, Chriſtiane Auguſte, geb. den 29. Dez. „ 10. Dem Bürger und Kammachermeiſter Matthͤus May, ein Sohn, Johann Georg Gottlieb, geboren den 4. deſſ. M. „ 19. Dem hieſigen Bürger und Handelsmann Johann Adam Menges eine Tochter, Anna Marga⸗ retha, geboren den 29. Dezember 1839. „ 21. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Joh. Philipp Deweil ein Sohn, Adam, geb. d. 6. d. M. „ 31. Dem hieſigen Bürger und Taglöhner Johann Jakob Großart ein Sohn, Johann Friedrich, geboren den 22. deſſ. M. f 3 Bee yd ig Den 7. Dorothea Eliſabethe, des hieſigen Bürgers und Schloſſermeiſters Joh. David Moderov eheliches Töchterchen, alt 4 Monate und 15 Tage, 7 den 5. deſſ. M. „ 11. Eine todtgeborne uneheliche Tochter. „ 12. Frau Willibaldine Dorothea Fiſcher, des hieſigen Bürgers und Steindeckermeiſters Chriſtoph Fiſcher Ehefrau, geb. Weckerling, alt 36 Jahre, 11 Monate und 1 Tag, 7 den 10 deſſ. M. „ 13. Ein todtgebornes Söhnchen, geboren den 12. deſſ. M. b „ 16. Ein toͤdtgebornes Söhnchen, geboren den 15. deſſ. M. „ 17. Matthäus Schneider, hieſ. Bürger und Schreinermeiſter, alt 40 J. u. 4 M. T den 15. d. M. „ 18. Frau Wilhelmine Erneſtine Friedericke Weber, des großh. Hofgerichtsraths Herrn Wilhelm Weber zu Gießen Ehegattin, geborne Helmolt, alt 35 Jahre, 7 Mon. u. 15 Tage, T den 16. deſſ. M. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. —— 5 1— Betref l gerer u. maß vo U zu erh 1