riedberg und dember 1840, edderg Butzbach. tr. pf — r EB e eee — 1 ntelligenzb ſür die OMrovinz berhessen im Allgemeinen, f den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 45. 1840. Sonnabend, den 7. November Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die Provinzialſtraße von Aſſenheim gegen Dornaſſenheim vollendet iſt, und daher die polizeilichen Beſtimmungen der Verordnung vom 17. März 1824, die Erhebung des Chauſſeegeldes und polizeiliche Aufſicht über den Gebrauch der Chauſſeen betrff., darauf anwendbar ſind. Friedberg den 21. Oktober 1840. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg N In deſſen Abweſenheit: Krach, Kreisſekretär.. Polizeiliche Bekanntmachung. Zur Verhütung von Beſchädigungen und Freveln an den in Bau begriffenen Provinzialſtraßen von Niedermörlen nach Uſingen und von Friedberg nach Homburg, werden hiermit folgende polizeiliche Strafbeſtimmungen getroffen.. 10 Das Niederlegen von Holz, Steinen, Schutt, Dunger u. dgl. auf dieſen Straßen, das Fahren durch die Gräben, oder das Zuackern derſelben, wird außer dem Schadenerſatz fuͤr jeden Fall mit einer Strafe von 1—5 Gulden belegt. 2) Jede Beſchaͤdigung von Kanälen, Bruͤcken, Geländern, Abweiſern, Bäumen u. dgl., unbeſchadet der Verpflichtung zu vollſtändigem Schadenserſatz, mit einer Strafe von 1—7 Gulden, inſofern die Beſchädigung nicht ſo bedeutend iſt, daß die Handlung nicht als gemeines Vergehen(Eigenthums⸗ beſchäͤdigung oder Verletzung) zu beſtrafen iſt. 3) Das Weiden von Rindvieh, Pferden, Eſeln und Schweinen in den Gräben oder an den Däm— men dieſer Straßen mit einer Strafe von 30 kr. für jedes Stück und das Weiden von Ziegen oder Schaafen mit 10 kr. fur jedes Stück. 4) Das Schleppen von Bauholz und andern dergleichen Gegenſtänden auf dieſe Straßen mit einer Strafe von 1—3 fl.. 5) Baumpflanzungen an den an dieſe Straßen angrenzenden Ländereien muͤſſen von der äußerſten Grenzlinie des zu dieſen Straßen gehörigen Grundeigenthums wenigſtens auf eine Länge von 1 Klafter und 2 Fuß entfernt bleiben. Wer dieſer Vorſchrift zuwiderhandelt, wird außerdem, daß die Anpflanzung auf ſeine Koſten weggeräumt wird, mit 1—3 fl. beſtraft. 5 Die uneinbringlichen Strafen ſind im Gefängniß(40 kr. für einen Tag gerechnet) zu verbüßen. . 310* Die Denunciationen ſind auf gleiche Weiſe wie die Anzeigen von ſonſtigen Local-Polizei-Ueber⸗ tretungen zur Kenntniß der Gerichte zu bringen. Friedberg am 2. November 1840. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. K ü nch ler. Briefe eines jungen Deutſchen von der andern Seite der Erdkugel. Nicht Jeder, der nach der neuen Welt ſchifft, kann über dieſelbe ſchreiben, was ein Alexander von Humbold ſchrieb, entweder, weil es ihm an den Vorkenntniſſen, oder an dem Fleiße, oder an der Beobachtungsgabe, oder an der Darſtellungs⸗ gabe fehlt. Ein Anderer beſitzt dieſe Eigenſchaften alle mit einander; aber er hat keine Gelegenheit, weite Reiſen beſonders in weniger bekannte Länder zu machen. So muͤſſen wir's denn für ein beſon⸗ deres Glück anſehen, wenn ſich Alles vereint findet, wie es bei Männern wie Cook, Humbold, Nie⸗ buhr u. A. der Fall war. Indem wir hier den Leſern einige Bruchſtücke aus den Briefen eines jungen Landsmannes mittheilen, ſind wir weit ent— fernt, ſeine Nachrichten mit denen jener anderer berühmter Reiſender vergleichen zu wollen; für uns haben ſie gerade darum das größte Intereſſe, weil ſie wirklich aus der Feder eines Landsmannes gefloſſen ſind, der gegenwärtig noch auf der anderen Seite der Erde ungefähr in der Gegend iſt, wo er uns die Füße zuwendet, alſo wenigſtens 5400 Stunden in ganz gerader Richtung von uns, und das iſt weit genug. Wer ſich aber die Mühe nehmen will, mit etwas mehr Aufmerkſamkeit dieſe wenigen Bruch— ſtuͤcke zu leſen, dem wird wenigſtens nicht entgehen, daß der Verfaſſer derſelben kein gewöhnlicher Reiſen⸗ der iſt, ſondern Talente verräth, welche in der That an einen jener genannten großen Reiſenden gemahnen. Wahrſcheinlich wird ein anderes und größeres Publi— kum als das der Leſer dieſer Blätter wohl ſpäter weitläufigere Berichte über dieſe Reiſe erhalten. I. Donnerſtag den 4. Juli(1839.) 35 28“ Südbreite. 4 57“ Länge öſtl. v. Greenwich. —— Geliebte Eltern! Vor 8 Tagen, am 26. Juni, hatten wir einen Weg von 5826 engliſchen Meilen oder 1456 deutſchen Stunden zurückgelegt, und ſeit der Zeit haben uns ſtarke Weſtwinde ein gutes Stück weiter getrieben, ſo daß wir in 2—3 Tagen um das Cap der guten Hoffnung her⸗ um ſind und in das ſtille Meer eintreten. Von dem Frühlinge, der bei unſerer Abreiſe von Eugland dort begonnen, waren wir bei unſerer Durchſchiffung des Aequators in den ſuͤdlichen Winter eingetre⸗ ten, der aber natürlich einem Nordländer nicht fühlbar iſt, und ſeit einiger Zeit mahnen uns die Winde, die vom Eiſe des Suͤdpols abgekühlt ſind, eine Menge von Möven, Sturmvögel und Alba— troſſen, die die treuen Begleiter des einſamen Seg⸗ lers ſind, daß wir von hohem Norden weit nach Süden vorgerückt ſind, von wo wir nun nach kurzer Zeit abermals nach den Tropen ſegeln werden, wo uns eine mildere Natur erwartet. Welche Menge neuer Eindrücke bei aller Einförmigkeit, die eine ſo lange Seereiſe nothwendiger Weiſe haben muß! Alles um mich her iſt verändert; die heimiſchen Sterne haben ſich vom Firmamente verloren, und ſtatt des großen Bären, des Orion, der Ca⸗ pella zieht der Centaur mit dem glaͤnzenden Antares, der Scorpion, die Jungfrau und das ſüdliche Kreuz die Augen in die unermeß⸗ liche Ferne. Senkrecht erhebt ſich ſpät am Morgen die Sonne mit weißem Lichte, faſt ohne Morgenroth, und ſenkrecht geht ſie in einem Augenblicke wieder unter, und ſtatt des Abendrothes ziehen ſich wunder— bar violett gefärbte Wolken am Himmel zuſammen, und ſchnell tritt die Dunkelheit ein. Dann leuchtet das Meer und läßt einen Strom von Feuer hinter ſich. Der Mond geht auf; aber ſeine Hörner ſtehen horizontal, während wir ſie ſenkrecht ſehen, oder nur wenig geneigt; ſein Licht iſt weiß ſtatt roth; der nördliche Himmel wie der weſtliche iſt faſt von Sternen entblößt und faſt alle drängen ſich nach dem Südpol. Die durchſichtige Atmosphäre verleiht ſelbſt den Planeten helleres Licht, und der Abend— ſtern wirft einen ungewohnten Streif von Licht über das Meer Alles neu, Alles fremdartig! Hier und da brechen die Wogen über einen Felſen, der dem Schiffer Angſt und Schrecken einjagt; aber es iſt nur ein Wallfiſch, der auf dem ewig bewegten, ſtürmiſchen Elemente ruhig wie ein Kind ſchläft und erwachend hohe Waſſerſtrahlen ausſtößt und ſich 15 5 in die Tiefe verliert, wohin ihm Niemand olgt. Unſere Fahrt bis jetzt iſt ausnehmend ſchnell und glücklich geweſen. Wir hatten ſchon in Breite 3“ 21“ 47“ nördlich und 23“ 48“ Weſtlänge den Süd⸗ oſtpaſſat erreicht, der, ſtärker als der Nordoſtpaſſat, uns ſchnell vorwärts trieb. Schon am Abend des 8. Juni durchſchnitten wir die Linie in 26507 Weſtlänge. John Bull!) hatte den Tag über Vor⸗ bereitungen getroffen, Alle, die noch nicht im Reiche des Neptuns geweſen, das Reich ihres Meiſters nicht in Frieden und ohne ihm einen Tribut zu ent⸗ richten, durchfahren zu laſſen, und republikaniſche Gleichheit liebend hatten wir ihm geſtattet, ſich an uns zu erluſtigen. Ein alter Matroſe, Curtis mit *) So nennt man den gemeinen National⸗Engländer. Der Einſ. ins blieb, geſchlichen Keiner von Neptun fu Schiff wur niedertanze Wir he von Hitze da häufige geht ſchnell Ste haben ſtoße, die Namen hin⸗ und mentlich! als wir des Entd Roy un wohler, keiſe alg Ed Trinig weſtindi zur Un Land; trieb u daß wil keinem wiſche durch, zu drel und se ſchreckl erwünſ. MAreotk nne * 311* Namen, deſſen tiefe, braune Züge andeuteten, daß er unter allen Climaten geweſen, und der, 6 Fuß hoch, über alle Matroſen hinaus ragte, war der Neptun. Mit einbrechender Nacht wurden ſchreck⸗ lich bruͤllende Töne vom Vordertheil des Schiffes vernommen, die der Capitän vom Hinterdeck durch das Sprachrohr in gleicher Weiſe beantwortete. Näher und naher kamen die Töne, und ein Matroſe von dem ſo eben angelangten Boote des Waſſergottes erſchien vor dem Capitän und verlangte im Na⸗ men ſeines wäſſerigen Gebieters den üblichen Tri— but. Der Capitän ließ antworten, Neptun möge ſein Boot näher rücken laſſen, und er wolle für die Sache des Friedens den üblichen Zoll, Ale und Rum, entrichten. Da kam vom Vorder⸗ theil des Schiffes ein mit brennendem Pech ge— füllter Eimer hervorgeſchwommen, das Boot des Neptuns. Wir Alle lehnten uns voll Neugierde über das Bollwerk des Schiffes, um dem Fortgang des Bootes zuzuſchauen, wurden aber von den ver— ſteckten Geſellen des groben Gottes arg mit Waſſer begoſſen. Dieſe rückten uns nun immer näher auf den Leib und wir mußten uns gefallen laſſen, ſo durchnäßt zu werden, daß kein trockener Faden an uns blieb, da ſich der Capitän in die Cajüte davon geſchlichen und hinter ſich abgeſchloſſen hatte, damit Keiner von uns dem Waſſerbade entrinnen möge. Neptun fuhr unterdeſſen davon und ſein brennendes Schiff wurde noch lange, auf den Wellen auf- und niedertanzend, am Horizonte wahrgenommen. Wir hatten zwiſchen den Wendekreiſen nicht viel von Hitze zu leiden; wenigſtens war ſie erträglich, da häufiger Regen die Luft abkühlte und wir auch ſehr ſchnell den heißen Erdgürtel durchſchnitten. Hohe See haben wir oft gehabt, auch einige ſtaͤrkere Wind— ſtöße, die uns den Spankerboom(den deutſchen Namen weiß ich nicht) wegriſſen und unſer Schiff hin⸗ und hertrieben. So etwas afficirt wenig, na— mentlich wenn man einen ſo trefflichen Capitän hat als wir(Capitän W. Chaffers hatte die Leitung des Entdeckungsſchiffes The Beagle mit Lord Fitz Roy unter ſich). Ich fühle mich im Gegentheile wohler, wie jemals, und bin ſehr geneigt, eine See— reiſe als eine Panacee anzuempfehlen. Es war unſere Abſicht, uns der kleinen Inſel Trinidad an der Kuſte von Braſilien(nicht der weſtindiſchen) zu nähern und mich, den Naturforſcher, zur Unterſuchung der noch wenig bekannten, ans Land zu ſetzen. Aber die ſtarke nördliche Strömung trieb uns zu weit nach Weſten, und ſo kommt es, daß wir ſeit unſerer Abreiſe von England noch mit keinem Fuße das Land berührt haben. Wir fuhren zwiſchen dieſer Inſel und der Küſte von Braſilien durch, und begannen bald darauf uns nach Oſten zu drehen. Wir hatten dann einige Tage Windſtille und ſelbſt entgegengeſetzten Wind. Windſtille iſt ſchrecklich dem Seemann, aber dem Naturforſcher erwünſcht, da er nur an ſolchen Tagen der See— thiere, die die reiche Natur in unermeßlicher Menge im großen Ocean hervorbringt, habhaft werden kann. An jenen Tagen wurde auch ein mächtiger Haifiſch geangelt, und da man auf engliſchen Schiffen viel zu üppig lebt, um das übrigens treffliche Fleiſch dieſes Fiſches zu genießen, ſo fiel der lange Kame⸗ rad unter das Sectionsmeſſer des Naturforſchers. Er war gewaltig biſſig, lebte lange und es iſt eine Kleinigkeit für ihn, einen Menſchen mit Haut und 21 5 durch ſein großes Maul durchſpazieren zu aſſen. Wir ſegeln direkt nach Neu⸗ Seeland, wo wir in 4 Wochen zu ſeyn hoffen. In der Meer- enge, die beide Inſeln trennt, werdet Ihr einen Platz finden, Queen's Charlotte Sound ge⸗ nannt; dort iſt unſer erſter Ankerplatz. Nach Unter⸗ ſuchung dieſes Platzes und nachdem wir den Grund— ſtein für eine neue Stadt gelegt, ſegeln wir um die nördliche der Inſeln herum, zeichnend und unter— ſuchend, und kehren mit dem Anfange des nächſten Jahres in den oben genannten Platz zurück. Von da beginnen wir die Unterſuchung der ſüdlichen In— ſel, und nachdem dieſes geſchehen, begeben wir uns nach Vandiemensland und Auſtralien. Dies iſt im Allgemeinen der uns fürs Erſte vor Augen ſtehende Plan. Ich habe Aufträge gegeben, daß Euch meine Rapporte über dieſe Plätze zugeſendet werden, woraus Ihr am beßten über den Fortgang meiner Reiſe werdet urtheilen können. Uebrigens werde ich jede Gelegenheit benutzen, Euch Briefe zu— kommen zu laſſen. Eine Fahrt nach Auſtralien und Seeland wird jährlich von Hunderten von Schiffen gemacht und die Verbindung zwiſchen dem Mutter— lande iſt beſſer, als zwiſchen Gießen und Lützellinden, obgleich ſie etwas länger dauert. Ich habe nun eine neue und unbekannte Welt vor mir, und es ſoll nicht meine Schuld ſeyn, wenn wir in zwei Jahren nicht mehr darüber wiſſen, als uns ſeit Cooks Zeiten bekannt geworden iſt. II. Chondy Bay in Neuſeeland, 10. Oktober 1839. Gute Eltern! Ich ſende Euch nur einige Zeilen, um Euch zu benachrichtigen, daß ich mich wohl befinde. Wir kamen in Neuſeeland an am 16. Auguſt, und ſeit dieſer Zeit bin ich hart beſchäftigt geweſen mit Ex— curſionen und naturwiſſenſchaftlichen Geſchäften aller Art. Wir gehen von hier nach der nördlichen In— ſel, im Januar hierher zurück, dann nach van Die— mensland, Auſtralien und zurück. Ein von mir ge⸗ meſſener und erſtiegener Berg in Queens Charlotte Sound wurde nach meinem Namen benannt. Ich habe ſo eben einen langen Bericht an die Company beendigt, und ich habe den Secretär gebeten, ihn Euch, ſobald er gedruckt iſt, zuzuſchicken. Ich fühle mich behaglicher als je unter den wil— den Menſchenfreſſern; ein herrlicher Schlag von Menſchen mit milden und feinen Geſinnungen. Wie viel werde ich Euch zu berichten haben, wenn ich etwas mehr Zeit gewinne. Für jetzt lebt wohl und hofft ein baldiges Wiederſehen Euers Ernſt. (Mit dem Schiffe der Honduras.) Eaſtbay in Queen Charlokte Sound Cooks Straets Neuſeeland, 10. Nov. 1839. Mein theures Schweſterchen! Ich benutze jede Gelegenheit, Euch Nachricht von mir zukommen zu laſſen. Mir wird ſobald nicht das Glück zu Theil werden, von Euch zu hören; doch, wenn Ihr recht oft ſchreibt, ſo kanndes nicht fehlen, daß mich wenigſtens Ein Brief trifft. Schreibe deß⸗ halb, ſobald du dieſen Brief erhältſt. Aus dem Briefe, den ich an den Vater von Kapiti aus ſchrieb, habt Ihr vernommen, daß es unſere Abſicht war, zum Zweitenmale in Queen Charlotte Sound zu ſegeln, wo wir vor 12 Tagen in Eastbay, gegenüber unſerm erſten Ankerplas in Ship Cove ankerten. Wir warten hier in dieſem Augenblicke auf günſtigen Wind, um nach der noͤrd— lichen Inſel, nach Berg Egmont zu gehen, und von da längs der Weſtküſte, nach dem noͤrdlichen Ende der nördlichen Inſel, wo die Miſſionen ſind. Wenn Alles ſo gut geht, wie bisher, ſo habe ich nichts zu bereuen. Die Welt zu ſehen und die mannigfaltigen Produkte der Natur war von jeher mein Wunſch. Und in Neuſeeland iſt die Ausbeute aus allen Reichen der Natur nicht klein, da die bis jetzt von mir beſuchten Plätze entweder gar nicht oder nur von Georg Forſter, unſerm Landsmanne, der mit Capitän Cook war, unterſucht wurden. Meine Ausbeute an Pflanzen und Vögeln wird täglich größer, da der Frühling gekommen iſt, und die Seiten der Hügel, wo noch der Urwald unberührt ſteht, ſind mit Blumen bedeckt. Vögel finden ſich in Menge hier; wenige nur von glänzendem Gefieder, aber von einer wunderlieblichen Stimme. Ich kann nicht auf⸗ hören zu horchen, wenn ich umgeben von Eingebornen im Buſche in meinem Mautel geſchlafen habe und ihr Geſang mich des Morgens erweckt. Es klingt wie kleine Glasglöckchen oder wie der Ton einer Harmonika.— Ich habe manche neue Arten von Vögeln entdeckt, und bereits iſt eine große Kiſte von Naturalien, die ich geſammelt, an das Muſeum der Neuſeeland-Company in London abgegangen. Die herrlichen Naturkinder von Menſchen, die hier leben, haben mir lebhaftes Intereſſe eingeflößt, und jemehr ich ihre Sprache verſtehen lerne, deſto reicher wer— den meine Erfahrungen uber die Klaſſe von Men⸗ ſchen, die man in gemeiner Sprache Wilde heißt. Es ſind Kinder mit all der Reinheit natürlichen Gefühls, mit allen Eigenſchaften, wie Kinder ſie beſitzen. Welche unerſchöpfliche Quelle der Unter⸗ haltung, wenn ich Dich wiederſehe! Das Land iſt hier ſehr bergig, und die See t 312*. bricht in gewaltigen Wogen an den klippenreichen Ufern. Das Klima iſt wenig von dem des ſuͤdlichen Europa verſchieden und ſagt mir ganz beſonders zu. Ein ewiges Gruͤn bedeckt die Bäume und baum⸗ artigen Farrenkräuter, die mit ihrer Fächerkrone das niedere Strauchwerk überragen, geben dem Wald ein etwas tropenartiges Anſehn. Hunderte von Strömchen, mitunter Flüuͤſſe, ergießen ſich von den Höhen in die See, oft in Cascaden und ihr Weg iſt durch mächtige Bäume, die in ſie fallen, oft ge⸗ hemmt. Der Wald beſteht aus mächtigen Bäumen, unter welchen herrliche Arten des Fichtengeſchlechts, und iſt faſt undurchdringlich durchflochten mit Sträu⸗ chern, Farrenkräutern und Lianen— Alles, wie wenn es aus den Händen des Schöpfers käme. (Auf) In der Inſel Mann in Cooksſtraße fand ich einen Landsmann, einen Hannoveraner, der mich gut empfing. Aber wie leicht Einer ſeine Mutter⸗ ſprache vergeſſen kann, ſah ich da, wenn ich kaum einen Satz grammatiſch ſeßte und wir bald plapper⸗ ten engliſch, wofür ich den Göttern des Vaterlandes in meinem Herzen Abbitte that. In einigen Tagen hoffe ich, der Erſte, Berg Egmont zu beſteigen und zu meſſen; einen hohen Kegel an der ſüdweſtlichen Küſte der nördlichen Inſel, und wahrſcheinlich von vulkaniſchem Urſprunge. Für jetzt lebt Alle, Alle wohl, und vergeßt nicht den Sohn und Bruder Ernſt. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Edictalladung. (1102) Ueber das Vermögen des Johannes Lung und deſſen Ehefrau zu Södel iſt der Concursprozeß erkaunt und Liquidationstermin auf Mittwoch den 16. December d. J., Morgens 9 Uhr, anberaumt worden. In dieſem Termine ſind alle bekannte und unbekannte For⸗ derungen und ſonſtige Anſprüche an die Johannes Lung'ſche Vermögensmaſſe bei Strafe des Ausſchluſſes von derſelben geltend zu machen; auch ſoll alsdann die Güte verſucht und eventuell über die Veräußerung der Maſſe, ſowie über die Beſtellung eines Curators verhandelt werden, in welchen Beziehungen die nicht perſönlich oder durch Bevollmächtigte erſcheinenden Gläubiger als an die Beſchlüſſe der Mehrheit der erſcheinenden Creditoren gebunden werden angeſehen werden. Schließlich werden alle, welche den Johs. Lung'⸗ ſchen Eheleuten noch etwas verſchulden, hiermit an⸗ gewieſen, ſolches bei Strafe doppelter Zahlung nur an den demnächſt beſtellt werdenden Maſſecurator abzuführen. Friedberg den 12. Oktober 1840. Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht In Beurlaubung des Landrichters: Brumhard. laß ausge 5 verfahreng Termin z Fordetun 18. Nove Rechtona bleibende der Mehn erkannt, Dorh 1140 0 ubr teh a verſteige Frie (114 Uhr, ſg heitliche 7 irſte, Berg einen hohen nördlichen r Urſprunge. dergeßt nicht ——— hoͤrden. dannes Lung oncursprozeß J., In dieſem dit Jehannes i Ausſchluſſts ſoll alsdann Veräußerung 5 Curators erſcheinenden Medtheit der den angeſehen Joh. Lung , biermit an- Zahlung nur Maſſccuratet 0. 5 Landgerich Andrichters: 1* — 7 rr ———— — Pflaſtrerarbeit zu Friedberg. (4103) Mittwoch den 18. November d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in dem Hauſe des Herrn Gaſtwirths Hieronymus dahier das Liefern, Anfah— ren und Aufſetzen von 50 Cubikklafter Pflaſterſteinen aus den Fauerbacher Steinbrüchen, die Lieferung von 22 Cubikklafter Uſakieß und die Anfertigung von circa 442[IKlaftern Schichtenpflaſter zu dem Umbauen eines Theils der Straße an dem ehemali— gen Mainzer Thore hierſelbſt an die Wenigſtneh— menden nochmals in Accord gegeben werden. Friedberg den 22. Oktober 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekauntmachung. (1105) Mittwoch den 11. November l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Peter Roth'ſche Hofraithe, Pag. et Nr. 352%, beſtehend in Wohnhaus, zwei Hinterbäuen, Scheune und Stall an Martin Schneid und Johannes Zobel gelegen. Giebt in die Corpora 1 fl. 51 kr. 1½ hell., in die Präſens 2 kr. 1 hell., in die Kirche 1 fl. 21 kr. Sodann Pag. et Nr.; 20 Ruthen Garten in der Stadt, zehntfrei, an Johannes Kromm ge— legen, einer nochmaligen öffentlich meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 22. Oktober 1840. Der Beigeordnete Bender. ernasll d undg. (1107) Nachdem die Erben des dahier verſtor⸗ benen Ortsbürgers Chriſtian Eißner deſſen Nach— laß ausgeſchlagen und auf Einleitung des Concurs⸗ verfahrens angetragen haben, ſo iſt hiernach zuvor Termin zur ſummariſchen Liquidation ſämmtlicher Forderungen, ſowie zum Verſuch der Güte auf den 18. November l. J., Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile anbeſtimmt worden, daß die zurück bleibenden bekannten Gläubiger als dem Beſchluſſe der Mehrzahl derer, die ſich eingefunden, beitretend erkannt, die unbekannten aber ausgeſchloſſen werden. Dorheim den 15. Oktober 1840. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt Halberſtadt. Stroh- Lieferung. (1140) Montag den 16. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 15 Fuder Korn- ſtroh auf dem hieſigen Militär-Verwaltungsbüreau verſteigert. Friedberg den 5. November 1840. In Auftrag: Gölz, Oberquartiermeiſter. s Holzverſteigerung. (1141) Dienſtag den 10. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſiger Gemarkung 4 Stuck gemein⸗ heitliche in dieſem Herbſte ausgemachte Nußbäume, „ 313*. welche 210 Cubikfuß enthalten und ſehr brauchbar ſind, öffentlich verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt auf der ſ. g. Katter. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Niedereſchbach den 3. November 1840. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Fahz. Bekanntmachung. (1142) Dienſtag den 17. November, Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe nachfolgende ſtädtiſche Grundſtücke, deren Pachtzeit ſich Martini 1840 endigt, auf weitere ſechs nacheinander folgende Jahre verpachtet werden, als: a) Die vordere Pfingſtweide. M. Vrtl. Ruth. M. Vrtl. Ruth. G 3 45 2 1 17.— 3 20. 20 b) Die hintere Pfingſtweide. M. Vrtl. Ruth. 1— 14%) ungemeſſen. 7 7 W 11/25 1— 18 18/2) 5 12%— 3 3 19/(18) 5 13/%) ungemeſſen. 20/140* c) Die Sauerweiden. M. Vrtl. Ruth. 35/18) das abgeſteckte 21/0— 3 14 Dreieck. 2%— 3 14 36/½6) der alte Straß⸗ 23/%— 3 12 bachsgraben. . 19 37¼ö7) 20 Ruth. rechter F Hand d. Chauſſee. 2% 1— 38/83) 1 M. 16 R. un⸗ 3 28 gefähr, der Straß⸗ 28/0— 3 200 heimer Kirchhofs⸗ 29% 1— 2 acker. 30400 1— 39) 20 Ruth. am Krä⸗ 8— mer. 32/) 1—— 40) Ein Stück Land an 3%— d. Hockenmühlweide 3% 1 36 an Storks Garten. d) Die Haingrabeunſtücke. Vrtl. Ruth. Vrtl. Ruth. 414— 1 1% e ee eee r 43/%— 1 1 47%½%d᷑ ungemeſſen. 447— 1 5 Friedberg den 2. November 1840. Der Beigeordnete Bender. Aufforderung an die Schuldner der Pfand-⸗ und Leihanſtalt zu Friedberg. (1143) Die Schuldner der Friedberger Pfand⸗ anſtalt, deren Pfänder in den Monaten April, May, * * 8 verfallen ſind, werden aufgefordert, dieſelben bis zum 20. November d. J. einzulöſen oder zu prolongiren, als ſonſt deren Verſteigerung ſtattfinden ſoll. Bemerkt wird noch beſonders, daß die Auslöſung ſowie die Renovation nur an den dazu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Sanſtag, geſchehen kann. Friedberg den 2. November 1840. Für die Pfandhausverwaltung Faatz. C. Klein. Bekanntmachung. (1144) Dienſtag den 24. November 1840, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das gräflich von Waldbott⸗ Baſſenheim'ſche Hofgut zu Eransberg bei Uſingen, deſſen bisherige Pachtung den 22. Februar 1841 zu Ende gehet, beſtehend aus einem geräumigen Wohn⸗ haus, zureichenden Stallungen, Scheuern, Frucht⸗ boden, dann 193 Morgen, 15 Ruthen Ackerland, 35 Morgen, 17 Nuthen Wieſen, 52 Ruthen Garten, mit der herrſchaftlichen Schäͤferei und dazu gehoͤri⸗ gem Brauhaus, Branntweinbrennerei, mit der Ge⸗ rechtigkeit Wein⸗, Bier⸗ und Branntwein-Schenk zu treiben; dann ferner einem Inventarium an Rind⸗ vieh, Schaafen und Schweinen, Fütterung, Brau— und Branntweingeräthſchaften, in einem weiteren Temporal⸗Beſtand auf 12 Jahre durch Verſteigerung an den Meiſtbietenden, vorbehaltlich höherer Ge— nehmigung, gegeben werden. Die dazu Luſttragenden wollen ſich in termino über die Cautionsfähigkeit in dem Betrage von 1000—1200 fl., ferner über den Beſitz der erforderlichen Betriebskapitale und über die Qualifikation als Pachter genügend nach— weiſen. Cransberg den 26. Oktober 1840. Gräflich von Waldbott-Baſſenheim'ſches Rentamt. Sch auber. Bekanntmachung. (1145) Dem gräflich Laubachiſchen Oberverwal⸗ ter, Herrn Lorenz, zu Obbornhofen iſt ein ſchwarzer Doggenhund mit meſſingenem Halsband zugelaufen. Der Eigenthümer kann ſolchen gegen Erſtattung der Koſten bei Hrn. Lorenz in Empfang nehmen. Friedberg den 3. November 1840. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. ö J. d. V. 0 Krach, Kreisſekretär. Frucht⸗Verſteigerung. (1146) Von den diesjährigen hieſigen Domanial⸗ früchten werden 26 Malter Waizen, „ Korn,; alten Friedberger 75„ Gerſte und Maaßes 69%„Hafer Donnerſtag den 19. d. M., des Vormittags um . 314. Juni, Juli, Auguſt, September und Oktober 1840 18 9 10% Uhr, unter den bekannten Bedingungen in 10 einzelnen Abtheilungen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim am 2. November 1840. Herzogl. Naſſ. Receptur Hehner. Bekanntmachung. (1147) Dienſtag den 10. November l. J., Mor⸗ gens 11 Uhr, ſollen im hieſigen Rathhauſe die Schaaf⸗ pferche, vom 12. November anfangend, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 3. November 1840. Der Beigeordnete Bender. Hofraithe- und Guts-Verſteigerung. (1148) Mittwoch den 18. November d. J, Vor⸗ mittags 10 Uhr, wollen in dem Bürkan der Bür⸗ germeiſterei Aſſenheim die Georg Stock'ſchen Erben eine ihnen gehörige geräumige, gut eingerichtete Hofraithe nebſt in der Aſſenheimer Gemarkung lie⸗ genden circa 42 Morgen Güter öffentlich an den Meiſtbietenden zuſammen verſteigern laſſen, wozu Kaufluſtige höflichſt einladet. Aſſenheim den 3. November 1840. Beauftragt von den Erben und Vormündern: Der Beigeordnete Bertalott. Obligations-Verlooſung. f (1149) Bei der heutigen Gemeinderathsverſamm⸗ lung wurden die für 1849 zur Abzahlung beſtimm⸗ ten 400 fl. Partial⸗Schuldverſchreibungen durch das Loos gezogen, wo die Nummern 2 und 6 heraus- kamen. 8 Es wird dieſes hiermit unter dem Anfügen be— kannt gemacht, daß die Inhaber gedachter Partial⸗ 1 Schuldverſchreibungen gegen Rückgabe derſelben obi⸗ gen Betrag bei der hieſigen Gemeindekaſſe bis den 1. Januar 1841 in Empfang zu nehmen haben, in⸗ dem von da an keine weitern Zinſen verguͤtet werden. Holzhauſen den 28. Oktober 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter 0 Ri e d. Frucht⸗ Lieferung. (1150) Dienſtag den 10. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Gaſthaus zu den„drei Haaſen“ die Lieferung von 25 Malter Waizen, 27 ü Korn, 25„„ Gerſte und 8 222 VHaſer g an den Wenigſtfordernden verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Ilbenſtadt den 3. November 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. T ſcſedener E und Wagle im Ganzen, gen Preſſen Offenbe 3 0 (1153) hat zu bern 90 (1154) Unterzeichne gegen glei erſteigett. 10 1 gu Ferkt 2) Mehl Waiz 3) Eine Wag nen, einig ſchaſ dizin Kaiche Plc 0 (1155) und empf en n Nathan 4 I . N et. eceptut g. N e NM Nor- e die S d. Schaf, ö offentlch „ Lender“ gerung. 1 1 8,9, gan der 110 Pig r, Bir, Hen Erben angerichtet arkung lie, 1 1 1 1% an den las en, wozu 1 5 8 Letwundern: dete en durch das d 6 beraus, 1 1 Anfügen be⸗ ter Part f Partial, erſelden obi? kaſſe 0 e bis den Bärgermeiſer * ermittags 10 drei Haaſen“ laße laſſen. 0. Bürgermeiſtt erget. 0 1 5. 315* Privat⸗ Bekanntmachungen. i 6000 fl. 5 (1132) ſind aus dem hieſigen Kugelhausfonds zu verleihen. 0 Butzbach den 26. Oktober 1840. 5 Kuhl, Collector. Zwei hölzerne Buchdruckerpreſſen (1137) mit eiſernem Tiegel und Fundament, meſ⸗ ſingenen Spindeln und franzöſiſchen Deckeln, ſind billig zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo? 7000 Gulden (1151) zu 4% prCt. liegen zum Ausleihen bereit. Sie koͤnnen auch getrennt, jedoch nicht unter 1000 fl. abgegeben werden. Friedberg den 5. November 1840. Samuel Lindheimer jun. 5 Eine Parthie Eichenholz (1152) aus einigen hundert Stämmen von ver⸗ ſchiedener Stärke und Länge, vorzüglich für Küfer und Wagner ſich eignend, wird getheilt oder auch im Ganzen, um damit aufzuräumen, zu ſehr billi⸗ gen Preiſen verabfolgt. Offenbach den 1. November 1840. Simeons& Comp. Ein vollſtändiges Logis, (1153) welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Adam Feiling, Schreinermeiſter. Mobilien-Verſteigerung. (1154) Dienſtag den 10. November, werden bei Unterzeichneten, Vormittags um 9 Uhr beginnend, gegen gleich baare Zahlung folgende Gegenſtände verſteigert.* 19 1 gute Kuh, 1 Mutterſchwein und 5 entwöhnte Ferkel. 2) Mehrere Malter Gerſte und Hafer nebſt Korn-, Waizen⸗ und Futter ⸗Stroh. 3) Eine Fruchtfegmühle, ein kleiner einſpänniger Wagen, eine vollſtändige Obſtkelter mit eiſer— nen Schrauben, nebſt Mahltrog und Stein, einige Fäſſer, Zinn und andere Hausgeräth— ſchaſten, ſowie auch Bücher theologiſchen, me⸗ diziniſchen und anderen Inhaltes. Kaichen den 1. November 1840. Köhler, Pfarrer. ꝓlüſch⸗, Winter⸗ und Jagd⸗Kappen (1155) in ſchönſter Auswahl ſind angekommen und empfehle ſolche zu den billigſten Preiſen. H. B. Grödel, auf dem Markt. Fruͤchte⸗-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 8 fl.— kr. Korn: 6 fl. 5 kr. Hafer: 3 fl. kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 2. November: Wafzen: 8 fl.— kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4fl. 40 kr. 8 Hafer: 3 fl. 15 r. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗-Preiſe zu Mainz, am 30. Oktober: Gerſte: ö fl. 12 kr. Hafer: 3 fl. 34 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 8. bis 15 November 1840. Waizen: 8 fl. 54er. Korn: 7fl. 2 Ex. Gerſte: 4 fl. 5 kr. pfod Brod Preiſe. Triedberg Butzbach. 0. kr. pf. 1 Leib-Roggenbrod 2 21 2 7 77 4 ö 2 413 4 7 1 9 3 9 1 2 185 Loth Loth. — Milchbrod 115 1 5 — Waſſerweck 11 6¼ 11— Gemiſchtes(Tafel-) Brod 161667 1 6 Fleiſch-Preiſe. 9 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 122 28 2 83 2 „nge; gemäſtetes 2— Köbfleiſch ungemäſtetes 792 7 Rindfleiſch 701 71— „ Kalbfleiſch 7547 71— „ Schweinenfleiſch 101— 104— „Hammellleiſch 71— 74— „ Schaaffleiſch 5——— „ Wurſt von blos Schweinen 124— 12— „Gemiſchte Wurſt 10— 110— „ Bratwurſt 14— 14 „ Schwartenmagen 144— 144— „I(Geräucherter Speck 20— 2 5 „ Schinken 144— 144— 7 Dörrfleiſch 15— 15 5 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19!— 194— 5 dito ungusgelaſſen 18— 181— „ Nierenfett 18— 111 „ Hammelsfett 15— 2571 Der großh. heſſ. Kreisrath d Küſch ler. K. F. Carl Bindernagel iſt in Stand geſetzt, von Livius romiſcher Geſchichke, überſetzt von Dr. C. F. v. Klaiber, vollſtändig in 25 Bändchen, (bei Metzler in Stuttgart erſchienen) vollſtän⸗ dige Exemplare zu 2 fl. 54 kr. zu liefern. Einzelne Bändchen koſten 18 kr. Ferner iſt bei demſelben vorräthig: Die Räuber auf der Mußwieſe oder die Entſtehung des Feuertanzes der Metzger. Erzählung für Kinder und Erwachſene. Eine moraliſche 18 kr. . 8 13 Benjamin Franklins Leben. 10 kr.(1156) Bei Ernſt Heinemann in Oſeenbacgh iſt erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg vorräthig: Geſchichlchen Tegnér's Frithiofs Sage. 20 kr. Voltaires Geſchichte Carl XII. 230 kx. Johnſons Raſſelas, Prinz von Habeſch. 10 kr. Florian's Wilhelm Tell, oder die Befreiung der Kinder, welche noch nicht leſen, Schweiz. 10 kr. zu erzählen von Der Waiſenvater Georg Friedrich Beckh. Eine Müttern, eee und Lehrern. wahre Geſchichte für die reifere Jugend. 18 kr. Von 1 Züge aus dem Leben des Johann Friedr. Ober⸗ W. Curtmann. lin, geweſenen Pfarrers im Steinthal. 24 kr.(Preis 18 kr.) „Landeskalender“ u.„Heſſiſcher Hausfreund“ für 1841 ſind bei C. Bindernagel angefemmef, 14 Den 26. „ 19 „ 27 „ 27 Im Monat Oktober 1840 wurden zu Friedberg 1) Getraut:: Jungfrau Maria Magdalena Margaretha Henricy, des großh. Bürgermeiſters zu Grünberg, Herrn Johann Caspar Henricy zu Grünberg ehel. Tochter.(Copulirt zu Grünberg.) Johann Ludwig Friedrich, Burger zu Darmſtadt und Buchdrucker dahier, ein e und Jungfrau Maria Juliane Otto, des großh. Feldwebels im 2. Bataillon des 4. Infanterie⸗ Regiments, Hrn. Balthaſar Otto, ehelich ledige Tochter. 250 Getauft: . Dem hieſigen Buͤrger und Bäckermeiſter Philipp Engel eine Tochter, Katharina Wilhelmina, geboren den 16. September. Dem hieſigen Gemeinderath und Apotheker Philipp Werner ein Sohn, Heinrich Ferdinand Philipp, geboren den 20. September. Dem Bürger und Maurermeiſter Conrad Gerſter ein Sohn, Alexander, geb. den 4. d. M. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Ludwig Kreuter ein Sohn, Philipp, geb. d. 25. Sept. Dem Ortsbürger und Steindecker zu Oberwöllſtadt, Joſt Heinrich Betz, eine Tochter, Katharina Eliſabetha, geboren den 10. d. M. Dem großh. Kreisbaumeiſter dahier, Herrn Ludwig Rhumbler, ein Sohn, Friedrich Wilhelm Auguſt, geb. den 25. September. Dem hieſigen Bürger und Chirurgie— Befliſſenen Joh. Jakob Georg Vogt ein Sohn, Johann Philipp, geboren den 8. d. M. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Heinrich Anton Blum eine Tochter, Maria Katharina, geboren den 8. d. M. Dem hieſigen Burger und Poſtillon Johannes Balzer ein Sohn, Johannes, geb. d. 3. d. M. Dem hieſigen Bürger und Sattlermeiſter Heinrich Martin Decher ein Sohn, Adolph Carl Guſtav Rudolph, geb. den 15. d. M. Dem 1997 Vue und 8 Ludwig Keim ein Sohn, Johann Adam, geboren den 16. 3) Bee rige Maria Chriſtina Kopp, die geſchiedene Ehefrau des hieſigen Bürgers und Schreinermeiſters Johannes Kopp, geb. Breidenſtein, alt 54 Jahre, 1 Monat und 14 Tage, 7 den 29. Sept. Ein ungetauſtes Töchterchen des Bürgers und Taglöhners Chriſtoph Häfner, T d. 2. d. M. Johannes Walz, des hier verſtorbenen Bürgers und Metzgermeiſters Michael Walz nachgelaſſe⸗ nes eheliches Söhnchen, alt 5 Jahre und 4 Monate, 7 den 5. d. M. Wilhelmine, der Katharina Schwalm außerehel. Tochter, alt 1 Jahr und 12 Tage, 5 d. 7. d. M. Margaretha Louiſe Roßbach, des hieſigen Burgers und Schreinermeiſters Philipp Roßbach ehel. ledige Tochter, alt 21 Jahre und 11 Monate, 1 den 8. d. M. . Johannes Chriſtian Klein, des hieſigen Bürgers und Papiermachers Conrad Klein eheliches Söhnchen, alt 7 Monate weniger 3 Tage, 1 den 17. d. M. Johannes Weiß, der Anna Eliſabetha Weiß Söhnchen, alt 5 Monate und 14 Tage, 1 den 25. d. M. „ Louiſe Pflaumer, 5 Charlotte Pflaumer Töchterchen, alt 2 Jahre und 8 Tage, T d. 25. d. M. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Den 20. September.(Nachtrag.) Ludwig Neiſel, Handelsmann und Horndrechsler, ein Wittwer, und zu lernen Leser gel zupfen, f gemeint gute Leht 115 die lich das J Morgeng klopfte. er hielt morgen zu fteun lieb, J ſagte er, ſegen ſa lich au ſehr gl im Fre Hause weckt, ſich der auch eg deſſen Kaffee Einna pflegte den; 9