* „ „ 1 1 Zn telligenzbl a tt ſür die — — berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * 10 Sonnabend, den 7. Maͤrz 1840. Amtlicher Theil. Auszug aus der Feuerordnung von 1767. 2 IV. Anſtalten nach geloͤſchtem Brand. §. 52. Verordnung wegen der Löſchungsgeräthſchaften. Wann nun in dieſer Weiſe durch göttlichen Beiſtand das Feuer glücklich gelöſchet und gedämpfet worden, ſo ſoll keiner bey zwei Gulden Strafe ſich gelüſten laſſen, einen Feuereymer, Kübel oder ſonſt etwas, wann es gleich ſein eigen wäre, ohne Vorwiſſen der Aufſeher, hinweg zu nehmen. Es ſollen viel— mehr alle gebrauchten Geräthſchaften an einen Ort zuſammen gebracht werden. §. 53. Weitere Beſtimmung des vorigen. Die Vorgeſetzte ſollen ſodann einen jeden, und beſonders denen von andern Orten herbeygekommenen, zuerſt das ihrige wieder zustellen; ſofort davor ſorgen, daß die Spritzen und übrige Feuergeräthſchaften, welche denen Gemeinden gehören, wieder an ihren Ort und in gute Verwahrung gebracht werden. §. 54. Wegen entkommener, ſchadhafter oder verdorbener Geräthſchaften. Wann jemand in ſolcher Noth gegen ſeyn Verſchulden ein Schade zugefügt, ſein Geſchirr verdorben, oder gar verloren gegangen, ſoll ihm davor nach Befinden, einige billige Vergütung geſchehen. Was aber die gemeine Geräthſchaften anlanget, ſollen beſonders die Spritzen und Schläuche, wieder ſauber ausgeputzet und genau beſichtiget, auch ſo daran oder an den Eymern, Leitern, Haaken und übrigen etwas ſchadhaft und verdorben oder entkommen wäre, das Schadhafte ſogleich wieder ausgebeſſert und das Verlohren— gegangene wieder angeſchaffet werden. N §. 55. Entlaſſung derer Leute ſo beym Loſchen geholfen. Wann endlich auf dieſe Weiſe alles wieder in Ordnung gebracht, ſollen die Leute, beſonders die Fremde wieder entlaſſen werden, ohne Erlaubniß des Beamten und Schultheiſſen aber, ſoll ſich niemand, bey Strafe unterfangen, von der Stelle zu gehen. §. 56. Vorſorge, damit das Feuer nicht wieder von neuem ausbreche. Jedoch ſollen, obſchon das Feuer gänzlich gelöſchet zu ſeyn ſcheinet, nach Beſchaffenheit der Sache, die Beamten annoch eine gewiſſe Anzahl Leute nebſt dem nöthigen Geſchirr und einer hinlänglichen Qnan⸗ tität Waſſer bey der Stelle behalten, damit, wann das vermeintlich gelöſchte Feuer ſich durch Wind oder auf eine andere Art wieder entzünden und ausbrechen ſollte, die Rettungsmittel ſogleich wieder bey der Hand ſeyen. Da dann, wann gar nichts mehr zu befahren, auch dieſem Reſt, ſich nach Hauß zu verfügen, erlaubet werden kann. §. 57. Zu unterſuchen wer bei dem Löſchen am beßten ſeine Schuldigkeit gethan, auch g wodurch eigentlich das Feuer entſtanden. 5 Hernachmals ſollen die Beamten genau und wohl examiniren, ob, und wer an ſeiner Obliegenheit ſich ſaumig finden laſſen, oder gar verbottene Ausſchweifungen begangen hätte; ingleichem, wie und wo— * — 4 70*. durch die Feuersbrunſt entſtanden, und wer bey dem Löſchen ſich am fleiſigſten erfinden laſſen; ſofort haben dieſelben darüber an Unſere nachgeſetzte Regierungen zu berichten, damit die Excedenten gehörig beſtrafet, und die fleiſige belohnet werden konnen. §. 58. Prämien. Geſtalten dann diejenige, welche ihren Fleiß vor andern bewieſen, nachfolgendermaſſen belohnet wer⸗ den ſollen: diejenige, welche am erſten mit der Spritze bey dem Brand erſcheinen, ſollen 5 fl.; diejenige, welche mit der zweiten Spritze ſich einſtellen 2 fl. 30. kr.; derjenige, welcher die erſte Kufe oder Faß mit ſauberem Waſſer zum Feuer oder Spritze bringet 1 fl.; derjenige, welcher das Zweyte herbeyſchafft 30 kr. bekommen, und dieſes ſogleich nach gelöſchtem Brand aus denen Amtsſätzen oder gemeinen Einkünften eines jeden Orts- und Stadtärariis bezahlt und hergegeben werden. §. 59. Ein jeder ſoll diejenigen anzeigen, Wer etwas weiß und erfähret, ſo da vor, inn, die dieſer Verordnung entgegen gehandelt. oder nach dem Brand wider dieſe Verordnung, von ſeinen Nachbarn oder andern geſchehen, der ſoll ſolches bey ſeinen Unterthanenpflichten anzubringen ſchuldig ſeyn, und neben deme, daß ſein Nahme verſchwiegen bleiben ſolle, Juch von der Strafe die Hälfte genieſſen, da er aber dergleichen etwas wüſte, und ſoſches verſchwiege, oder gar vertuſchen huͤlfe, ſo ſoll er gleich als der Schuldige beſtraft werden. §. 60. Jährliche Publikation dieſer Verordnung. Befehl an die Fürſtl. Räthe Beamte und übrigen Vorgeſetzt e. 8 Damit aber dieſe Verordnung zu Jedermanns Wiſſenſchaft komme und in beſtändigem Angedenken bleibe, ſo ſoll ſolche nicht allein durch den Druck öffentlich bekannt gemacht, ſondern auch alljährlich auf die gewöhnliche Gerichtstäge verleſen, und davon nicht allein in jeder Zunftlade, auch in einer jeden Ge⸗ meinde, ein Exemplar angeſchafft und bey denen gemeinen Briefſchaften niedergelegt, ſondern auch einem jeden um die Gebühr dergleichen zugeſtellt werden. Auch befehlen Wir allen Unſern Räthen, Oberbeamten, Amtleuten, Centgrafen, Schultheiſſen, Bürger⸗ meiſtern, Vorſtehern, Schöpfen und Unterthanen ſamt und ſonders, alles Ernſtes und auf das nachdrück⸗ lichſte, daß ſie dieſer Verordnung in allen Stücken auf das genaueſte nachkommen ſollen, als lieb einem jeden ſeine eigene Wohlfahrt, und die Vermeidung Unſerer Ungnade, auch hier oben bemeldeter nach Be⸗ finden noch zu ſchärfender Strafen ſeyn mogen; geſtalten gegen diejenige, welche ihrer Schuldigkeit zu⸗ wider ſich hierunter einiger Nachläſſigkeit theilhaftig machen wuͤrden, ſofort eine ernſtliche Unterſuchung auf ihre Koſten angeſtellet, und ſie nach Befinden ihres Amts als unfähig und unwürdig angeſehen werden ſollen. Alle andere von Unſern Vorfahren in der Regierung von Uns Selbſt vorhin erlaſſene hierher ein⸗ ſchlagende Verordnungen, werden in ſofern ſolche nicht hiervorſtehend abgeändert und erläutert worden, hiermit ausdrücklich dahin wiederholt, daß ſolche in d enen ohnabgeänderten Punkten in ihrer Kraft und Würkung bleiben, und ſelbigen ohnverbrüchlich gemäß ſich verhalten werden ſolle. Urkundlich Unſerer eigenen Fürſtlichen Nahmens Darmſtadt den 18. Juni 1767. Unterſchrift und beygedruckten Geheimen Inſiegels. Lu D WJ, Landgraf zu Heſſen. Aus dem Kleinen das Große! Es wird nicht unpaſſend ſeyn, den oben ausge⸗ ſprochenen Satz auch in dem der Wetterau gewid⸗ meten Blatte einmal näher ins Auge zu faſſen und zu beleuchten. An ſeiner Wahrheit wird nicht ge⸗ zweifelt; aber nur ſelten wird ſie bewieſen. Wohlan denn, es werde dieſes verſucht! Wohin unſer Blick reichet, da bieten ſich die Be⸗ weiſe dar in der Natur, in der Geſchichte, in dem Gebiete der Wiſſenſchaft und der Kunſt. Aber Vie⸗ les geht auch an dem Menſchen unbemerkt vorüber, was der Beobachtung werth iſt, was mit Ehrfurcht vor dem ewig wirkenden Weltenſchöpfer, wie mit Achtung vor den ſein Bild tragenden Menſchen, erfüllen muß. Blicke in die Natur: Dieſe mächtige Linde, was wür ſie vor Jahrhunderten? Ein kaum bemerkba⸗ res Korn. Betrachte dieſe Burgen, dieſe Tempel, dieſe Thürme, woraus entſtanden ſie? Aus einzel⸗ nen Steinen, deren Manchen die Hand eines Kna⸗ ben in die Höhe zu ſchleudern vermochte; oder aus Felſenmaſſen, die durch den unmerkbaren Feuerfun⸗ ken, der das ſprengende Pulver berührte, aus dem Schooſe der Erde aufgewühlt wurden. Was ſoll dieſe Wohnungen ſchützen vor der zertruͤmmernden Gewalt des Blitzes, der die ſtärkſten Eichen zer⸗ trümmert? Der ſchwache Drath, der ſie wie ein Gewebe umgiebt, die Spitze deſſelben, die ſich über 1105 ſchwach und doch der Zerſtörung trotzend, empor⸗ hebt. Blicke in die Geſchichte: Wer waren die Stifter der mächtigſten Weltreiche? Romulus und Cy⸗ rus, verſtoßene, frühe dem Tode geweihte, mit ſchwacher Hand demſelben entriſſene Knaben. Wer waren die größten Geſetzgeber? Auf ähnliche Weiſe dem Verderben entriſſene, wie Moſes. Wer die Wiederherſteller der geſunkenen, von Irrthuͤmern und ſtitute dig s foſſe fehlet nacht achte Dun 2 beget aud Ben Pul Ver hebe die mit wen halt ben; ver dieſ in! zur Dor wal muf Wo Erſt ben et, ber⸗ ige, Mit kr. ten elt. von ig ſen, leich mte fen auf Ge⸗ nem rger⸗ ruck⸗ mem Be⸗ inzel⸗ Kna⸗ t aus erfun⸗ s dem s ſoll unden U zer⸗ ie ein h über mpor⸗ tifter 0 Ch⸗ „mit Wer Weiſt zer die n ind * 71. Thorheit verbleudeten Menſchheit? Arme Fiſcher, Zollner, Landleute, Bürgers- und Bergmanns⸗Söhne. Wer die Entdecker neuer Welttheile, neuer Sonnen, Planete und Monde? Männer, die oft nichts Eignes hatten, als ihr Leben, ihren Scharfſinn und ihre Beharrlichkeit. Wer gründete viele Waiſenhäuſer, die Zufluchtsorte für Hunderte verlaſſener Kinder, wer viele der Krankenhäuſer, die Leidenden aller Art ſich öffneten und ihre Wehklagen ſtillten? Jener Hermann Franke zu Halle, jener Senkenberg in Frankfurt, einzelne daſtehende Männer, glänzen unter ihnen wie helle Lichter und rufen uns zu: ſo viel kann der Einzelne wirken, wenn Gottes- und Menſchenliebe ſein Herz erfüllen, ſeine Thatkraft erhoͤhen. Und wie duͤrften wir hier uͤberſehen das uns ſo beſonders merkwürdige Mathildenſtift, bei deſſen Betrachtung jedem von uns, der zu ſei⸗ nem kleinen Anfange ſein Schärflein beitrug, das Herz freudiger ſchlägt, das auch aus kleinem dann zu elnem Schatten darbietenden Baume erwuchs und ferner noch Segen verbreitend wachſen wird. In ähnlicher Weiſe mögen in vielen Orten In⸗ ſtitute vorhanden ſeyn, die der Aufmerkſamkeit wür⸗ dig ſind; aber weil ſich ihr Urſprung in längſt ver— floſſene Zeiten verliert und weil es an Perſonen fehlet, die dem Urſprunge nachforſchen und ihn dann nachweiſen, ſo bleiben ſie in Dunkel gehüllt, unbe⸗ achtet, und es naht ſich ihnen die Gefahr, in dem Dunkel ganz zu verſchwinden. f Der Verfaſſer dieſer Zeilen wünſcht Dieſem zu begegnen. Er gedenkt in einigen kleinen Aufſatzen aus dem Kreiſe ſeines eignen Wirkens überzeugende Beweiſe für ſeinen Hauptſatz,„ſein Motto,“ dem Publico vorzulegen und ſich dadurch zugleich das Verdienſt zu erwerben, wenig Bekanntes hervorzu— heben und wo möglich dem Streben, wohlthätig auf die Umgebungen zu wirken, das im ewigen Kampfe mit dem Egoismus in Gefahr iſt, zu unterliegen, wenn ſeiner ſinkenden Kraft nicht durch das Vor— halten nachahmungswerther Beiſpiele Nahrung gege— ben wird, regere und lebendigere Spannkraft zu ver ſchaffen. Aber nicht zur müßigen Betrachtung möchte ich dieſe Andeutungen geben, ſondern dazu, weiter noch in unſerer Umgebung Aehnliches aufzuſuchen, theils zur beſſeren Kenntniß des Nahegelegenen, theils zur Förderung des Guten und Nützlichen, wenn wir wahrnehmen, daß man nur guten Willen haben muß und einzelne Opfer nicht ſcheuen darf, um Wohlthäter ſeiner Brüder zu werden. Erſter Beweis des Satzes: aus dem Kleinen das Große! aus der Sackiſchen Stiftung zu Butzbach. Eine gewiſſe Jungfer Katharina Sack, deren Verhältniſſe durch keine Urkunden nachzuweiſen ſind, die aber um ihrer Stiftung willen neben manche 8 Legendenheilige geſtellt werden darf, und deren An— denken ſtets im Segen bleiben wird, lebte zu Butz— bach in jener denkwürdigen Zeit, wo das Licht des Evangeliums einen neuen Glanz erhalten hatte, und wo der hohe Beruf des Chriſten, in wahren Liebes— werken den Sinn des großen Meiſters auszudrücken, den er von den Seinen verlangt, einer todten Werk— heiligteit gewichen war, in der Blüthezeit der Re— formation. Sie erblickte um ſich her manche Noth, manche ſorgende Familienväter, manche rathloſe Wittwe; denn Arme werden wir immer bei uns haben. Wie ſie der Noth abhelfen, wie ſie drückende Sorgen ver— ſcheuchen möge, beſchäftigte in der Zeit, wo ſie ihres Scheidens von der Erde mit beſonderem Ernſte ge— dachte, ihren nach Chriſtus gebildeten Geiſt. Nicht wie ſo viele andere Stifter von Legaten verlangte ſie, daß die Zinſen ihres Stiftungskapitals alljähr— lich an ihrem Namens- oder an ihrem Sterbetage in der Nähe ihres Begräbniſſes oder auf ähnliche nur von Eitelkeit und geringer Umſicht zeugende Weiſe ſollten geſpendet werden. Nein, ihre im Jahr 1551 gegründete Stiftung ſieht weiter, iſt ganz eigen— thümlicher Art. Eben im Beſitze von 100 Mltr. Korn, übergibt ſie dieſe ſtiftungsmäßig den Armenpflegern unter folgender Bedingung: Dieſe Frucht, damals im Werthe von 100 fl., ſoll im Sommer um die Erndezeit, wo die Brod— früchte ſelten und theuer zu ſeyn pflegen, um billi— gen Preis und etwas wohlfeiler als um den lau— fenden Preis an dürftige Bürger verkauft werden. Nach der Ernde ſoll der günſtige Zeitpunkt abge— wartet werden, wo die Früchte um billigen Preis zu erkaufen ſind und die aus dem vorhergehenden Verkauf erlöſ'te Summe, ſoll wieder zum Ankauf von 100 Mltr. Frucht, oder ſo viel das Kapital ertragen kann, verwendet werden, und ſo ſoll durch alle Zeit verfahren werden. Welch ein ſchöner Gedanke, durch alle Zeiten hier dem Mangel vorzubeugen und die Sorgen thä— tiger Hausväter zu mindern! Indeß war es nicht möglich, die Stiftung buch— ſtaͤblich auszuführen. Es kamen Zeiten, wo beinahe gar keine Veraͤnderungen in den Fruchtpreiſen ein— traten, da war Niemanden durch die Stiftung ge— dient; es kamen andere, wo zur Erndezeit und im Herbſte, wo der Kauf der Früchte beſorgt wurde, die Preiſe höher waren, als im folgenden Sommer, und wo mit Verluſt für die Stiftung verkauft wer— den mußte. Da ward denn beſchloſſen, die vor— handene Summe einzuziehen, als Kapital verzinslich anzulegen und die Zinſen ſachgemäß zu verwenden. Dies geſchah durch jährliche Abgabe von 5 Malter Korn und 23 fl. an die wöchentliche Armenpflege, zuweilen auch durch Erkaufung und Verabreichung bedeutender Quantitäten Frucht nach dem Buchſtaben des Legates. Das Jahr, wo dieſe große Verande⸗ rung eintrat, kann Referent nicht angeben. Die älteſte vor ihm liegende Rechnung iſt von dem Jahre 1683 und zeigt ein Kapital von 2510 fl., in der Mitte des verfloſſenen Jahrhunderts 2960 fl. Im Jahr 1800 war das Kapital geſtiegen auf 4712 fl. und im Jahr 1833 auf 8967 fl. Ohne die Verluſte, welche der Fonds in den Jahren 1817 und 1818, wo aus ſeinen Mitteln gegen 60 Malter Frucht à 20—22 fl. zur Errich— tung eines Nothmagazins erkauft worden waren, und durch zwei betrügeriſche Schuldner in H., er—⸗ litten hatte, wäre er in dem letztgedachten Jahre, wo er mit den übrigen hieſigen milden Fonds ver— einigt wurde, ohne Zweifel auf 10,000 fl. angewachſen. Die Verwalter der Stiftung müſſen von einer beſondern Achtung gegen die hochherzige Catharina erfüllt geweſen ſeyn, oder das Urtheil der ſtreng richtenden Nachwelt gefürchtet haben, indem ſie jener Stiftung ganz beſondere Pflege angedeihen ließen. Sie wuchs, während neben ihr der vom Anfange an reich dotirte Kugelhausfonds ſo ſehr ſank, daß ſie mehrere ſeiner Obliegenheiten, namentlich ein Stipendium bei der Landesuniverſität, auf ſich neh⸗ men myßte. Wenn die Stiftung jetzt nicht mehr ſeparat, ſon— dern in Verbindung mit den übrigen Armenfonds verwaltet wird, ſo wird ihre Beſtimmung, unbemit⸗ telte Familien zu unterſtützen, doch von der Ver⸗ waltung nicht aus dem Auge gelaſſen. Siehſt du, Leſer, am Tage der Confirmation Knaben und Mädchen armer Eltern in gleich anſtändiger Kleidung erſcheinen, wie Kinder wohlhabender El— tern, ſo ſprich: dieſe hat die fromme Catharine Sack gekleidet. Hörſt du, daß arme Mädchen mit ihrer Händearbeit durch feine Nätherei ihre jünge— ren Geſchwiſter ernähren helfen, es iſt Catharina, die ibnen Unterricht ertheilen ließ. Hörſt du von einer durch ſchweren Druck der Krankheit hart ge— prüften Familie, der eine milde Spende gereicht wird, ſie iſt's, die dieſelbe reichet, die die Kranken pfleget und die ſtärkenden Arzneien ihnen reichet, und damit ſich der edlen Bürgerinn Name nicht in den andern Stiftungen verliere, ſo wird je von 10 zu 10 Jahren die Kraft des ganzen Fonds geprüft und ſein etwaiger Zuwachs und die neuen Blüthen, die er getrieben hat, werden ihr zugerechnet und in ihre Bürgerkrone geflochten. Ihr Catharinen, Chriſtinen, Eliſabethen, die ihr noch mehr vermöget, als ſie vermochte, nehmt ſie zum beglük⸗ kenden Vorbild! Bekanntmachungen von Behoͤrden. Frucht ⸗Verſteigerung. (172) Mittwoch den 11. Marz l. J., Nachmit⸗ * 72. g f tags 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe von den Fruchtvorräthen der Pia Corpora aus der Ernte von 1839 meiſtbietend verſteigert werden, als: 35 Malter, 3 Kumpf, 3 Geſch., 3½ Mäßchen Korn und 6 Malter Gerſte. Friedberg den 26. Februar 1840. Der Beigeordnete Bender. Jagd- und Fiſcherei-Verpachtung. (175) Donnerſtag den 26. März l. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen bei dem Wirth und Müller Herrn A. Falkenſtein dahier: 1) die, Martini l. J. leihfällig werdende Feldjagd und der erchenfang in der Gemarkung Ober⸗ erlenbach, und dann 2 die Fiſcherei und der Krebsfang in der Erlen⸗ bach innerhalb der Gränzen der hieſigen Ge⸗ markung, von Martini 1839 an leihfällig— oͤffentlich auf 9 Jahre anderweit meiſtbietend verpachtet werden, wozu man die Liebhaber höf— lich einladet. 9 Obdrerlenbach den 22. Februar 1840. Gräfl. v. Ingelheim'ſche Rentei Ehebalt. Pflaſterarbeit zu Friedberg. (185) Mittwoch den 11. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Hauſe des Herrn Gaſtwirths Hyronimuß dahier, das Liefern, Anfahren und Auf⸗ ſetzen von 50 Cub. Klftr. Pflaſterſteinen aus den Fauerbacher Steinbrüchen, die Lieferung von 22 Cub. Klftr. Uſakies und die Anfertigung von circa 442 I Klftr. Schichtenpflaſter zu dem Umbauen eines Theils der Straße am ehemaligen Mainzerthore hier⸗ ſelbſt, an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. a Friedberg den 27. Februar 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Mobilien-Verſteigerung. (202) Donnerſtag den 12. März, Vormittags 9 Uhr anfangend, ſollen auf freiwilligen Antrag des Buͤrgers und Weißbindermeiſters Herrn Heinrich Zimmermann deſſen Mobilien, beſtehend in Hand— werksgeſchirr, als Rüſtſtangen, Diehlen, Seiler u. ſ. w. Ferner Holzwerk, worunter ſich eine Schnitz⸗ banke befindet, Frauenskleider und noch mehrere Gegenſtände öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg am 5. Maͤrz 1840. Der Beigeordnete Bender. Holzverſteigerung im Revier Altenſtadt. (203) Mittwoch den 11. März d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen im Haincher Domanialwalde, Di⸗ ſtrikt Steinrütſche, folgende Holzſortimente öffentlich verſteigert werden: g circa 75 Stecken eichen Scheitholz, e„ Stockholz, „ 500 Stück„ Wellen und .—— (205 Uh, Steine auf de den N Nie (207 ners J geb. H Und es Conen ſuch U mariſq April nachth —— circa 56 Stämme eichen Bauholz, von circa 5200 Cubikfuß, was mit dem Anfügen hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht wird, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürg— ſcheine Zahlungstermin bis zum 1. September 1840 geſtattet werden wird. 5 Die Zuſammenkunft iſt in dem unweit Hainchen gelegenen Diſtrikte ſelbſt. Heldenbergen am 4. März 1840. Der großh. Revierverwalter Gutfleiſch. Bekanntmachung. (204) Montag den 9. März, Vormittags 10 Uhr, ſoll das durch den von Pappenheimiſchen Gutsan— kauf an die hieſige Gemeinde gekommene Recht des jährlichen Bezugs von 3 Mark Holz aus dem Rockenberger Markwald, etwa 12 Stecken jährlich, an den Meiſtbietenden unter den vorher bekannt ge— macht werdenden Bedingungen dahier nochmals ver— ſteigert werden. Södel den 4. März 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schneider. Arbeits ⸗Verſteigerung. (205) Dienſtag den 10. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Rathhauſe dahier 40 Klafter Steine aus dem Ilbenſtädter und Aſſenheimer Bruch auf den Vieinalweg nach Rodheim hinzufahren an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Niederwöllſtadt den 4. März 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Bauſch. Viehmärkte zu Nidda. (206) Zu Folge höchſter Entſchließung großh. heſſ. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz zu Darm— ſtadt, iſt der Stadt Nidda die Erlaubniß ertheilt worden, von den auf die Viehmärkte aufgetrieben und verkauft abgetrieben werdenden Schweinen ein Standgeld von je einem Kreuzer zu erheben. Man bringt dies hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß die erſte Erhebung an dem auf den 19. Mai d. J. fallenden Viehmarkt ſtattfinden wird. Nidda den 1. März 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dr. Borberg. Edictalladung. (207) Die Erben des dahier verſtorbenen Wag— ners Heinrich Lack und deſſen Ehefrau Katharina, * geb. Hofmann, haben deren Nachlaß ausgeſchlagen, und es iſt hiernach zur Abwendung eines förmlichen Concurs⸗Verfahrens zuvor Termin zum Gute-Ver⸗ ſuch unter den Gläubigern derſelben, ſowie zur ſum—⸗ mariſchen Liquidation der Forderungen auf den 1. April d. J. Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechts— nachtheile anbeſtimmt worden, daß die zurückbleiben— „ 73 N. den bekannten Gläubiger, als dem Beſchluſſe der Mehrzahl der Erſcheinenden beitretend erachtet, die unbekannten aber ausgeſchloſſen werden. Dorheim am 27. Februar 1840. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt Halberſtadt. Bekanntmachung. (208) Mittwoch den 11. k. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſiger Saline circa 100 Stück höl⸗ zerne noch ſehr brauchbare Röhren, von 3 ½ Zoll Durchmeſſer in verſchiedenen Parthien an den Meiſt⸗ bietenden und unter den im Termin bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen verkauft werden. Nauheim den 29. Februar 1840. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Holz ⸗Verſteigerung. (209) Montag den gten und Dienſtag den 10ten März d. J. ſoll in dem Gemeindewald zu Alten⸗ ſtadt, in den Diſtrikten Eichwald und Hohle, 8644 Cubikfuß eichen Bau- und Werkholz, beſtehend in 140 Stammen vorzüglicher Qualität, öffentlich verſteigert werden. Die Verſteigerung beginnt an obigen Tagen, jedesmal des Morgens um 9 Uhr, und iſt die Zu— ſammenkunft den 9. im Eichwald, unweit der Ober— auer Muͤhle, und den 10. in der Hohle nahe bei der Straße nach Ilbenſtadt. Die Herrn Bürgermeiſter wollen dieſe Verſtei— gerung veröffentlichen laſſen. Altenſtadt den 29. Februar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. Bek a nen t im a ch eue g. (210) Um mehreren Fragen, in Beziehung des Anlehens der Stadt Friedberg, ſiehe Intelligenzblatt Nro. 8 und 9, Ziffer(151) zu entgegnen, wird hier⸗ mit weiter eröffnet, daß der Gemeinderath Schuld— ſcheine ausſtellt, vier Procent in halbjahrigen Ra— ten honorirt und werden Kapitalien von jeder belie— bigen Größe bis zu 100 fl. angenommen. Friedberg den 5. Marz 1840. Der Beigeordnete Bender. Holzverſteigerung. (211) Dienſtag den 17. März 1840, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Helden⸗ bergen, Diſtrikt Eichwald, 108 Stecken eichen Scheitholz, 55„ Prügelholz, 1500 Stück eichen Reisholzwellen und 12,575 Cubikfuß Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz, in 128 Stämmen, an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dex Zuſammenkunftsort iſt im Diſtrikt Eichwald. Heldenbergen den 5. März 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Schweitzer. 9 Haus verſteigerung. (212) Montag den 9. März d. J., Mittags 12 Uhr, ſoll in Södel ein altes Brauhaus auf den Ab⸗ bruch an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Södel den 28. Februar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schneider. Verſteigerung von Brückenbauarbeiten und Materiallieferungen in Grebenhain. (213) Montag den 16. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in Grebenhain im Heil'ſchen Wirthshauſe folgende Arbeiten und Lieferungen an die Wenigſt⸗ nehmenden öffentlich in Accord gegeben werden: 1 Die bei der 24 Fuß weiten aus Hauſteinen conſtruirten Lüderbrücke in Grebenhain nöthige Maurerarbeit. f 2) Die Anfuhr von 6218 Kubikfuß Sandſtein⸗ quadern von Hauswurtz nach Grebenhain. 3) Die Lieferung des zur Staatsſtraße von Ge⸗ dern nach Waitshain zum Brücken- und Kanal⸗ bau nöthigen Kalkes, etwa 250 Bütten. Die großh. Bürgermeiſter der concurrenzfähigen Orte werden erſucht, die Verſteigerung noch beſon⸗ ders in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Nidda den 28. Februar 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Bekanntmachung. (214) Samſtag den 14. März d. J., Nachmit⸗ tags 1 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe, frei⸗ willig meiſtbietend verſteigert werden: 1) Die zum Nachlaß des verſtorbenen Beigeord⸗ neten Friedrich Hörle gehörige, dahier gelegene Hof— raithe; 2) ein gräfl. Leiningiſches Erblehengut circa 22 Morgen haltend. Sodann werden zugleich auf 3 Jahre verpachtet: die dem Auguſt Zink aus genannter Verlaſſenſchaft zugefallenen Immobilien, in ungefähr 2½ Morgen eigenem Gelände und in circa 16 Morgen gräflich Leiningen'ſchen Erblehngut beſtehend. Die Bedin⸗ gungen werden im Termin eröffnet. Aſſenheim den 3. März 1840. In Auftrag der Hörle'ſchen Erben: Der Bürgermeiſter Günther. 5 Bauholz-Verſteigerung. (215) Mittwoch den 11. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Niederweiſel, Diſtrikt alter Kalk, 64 Stämme, 4,344 Cub.⸗F. Bau⸗, Werk- und Nutzholz, an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Der Zuſammenkunfts⸗ ort iſt im Schlage an der Teufelshecke. Die Herrn Bürgermeiſter der umliegenden Orte 12755 andurch um gefällige Bekanntmachung er⸗ ucht. Niederweiſel den 4. März 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schimpf. . 74 0 f Holzverſteigerung. (216) Dienſteg den 10. d. M., Morgens 9 Uhr, werden in dem freih. von Frankenſtein'ſchen Walde verſteigert: 1) im Diſtrikte unter der Querſchneiß: 9 ½ Stecken buchen Prügelholz, 42 7„ Stockholz, 1400 Stück buchen Wellen; 1 f Y im Diſtrikt Heide: 34 Stecken birken und eichen Pruͤgelholz, 8 7 ditto Stockholz, 6550 Stück ditto Wellen, 25„ kiefern Wellen. f Die Verſteigerung beginnt im Diſtrikte Heide. Ockſtadt den 4. Marz 1840. Brömſer. Holzverſteigerung. (217) Donnerſtag den 12. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſoll in dem rodheimer Gemeindewald in nach⸗ benannten Diſtrikten folgende Holzſortimente, als: Diſtrikt Jungen buchen: 2 Stecken buchen Scheitholz, 2 6 77„ Prügelhpolz, 28 ½ 7. 77 Stockholz, 800 Stück„ Wellen, Diſtrikt Wellenberg: 100 Schichten weiches Laubholz zu Zuwachsreiſer geeignet, Diſtrikt Spitzenſteinhecken: 1½ Stecken Stockholz, Vorderwald: ½ Stecken kiefern Prügel holz, 1 7„ Stockholz, 6 kiefern Wellen, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden. 1 Die Zuſammenkunft findet auf der Waldbahn bei der Sauſchüſſel ſtatt. 5 Die Herrn Bürgermeiſter der umliegenden Orte werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Rodheim den 4. März 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Jacobi. Garten ⸗ Verpachtung. (218) Donnerſtag den 19. März, Vormittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe auf Antrag des Herrn G. Nau, der zur Konrad Ludwig'ſchen Ku⸗ ratel gehörende, 1 Morgen haltende, im Schützen⸗ rain neben Herrn Metzgermeiſter Söllner und Herrn V. Nau liegende Garten, auf ſechs nacheinander fol⸗ gende Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg am 5. März 1840. Der Beigeordnete Bender. gelle 0 192) mittags daſelbſ Ackerle dieſer Ackella verpac Die und 0 lend e 2 am Die! dertit und z 193 (219 kaufen (2²⁰0 haus, Bb. 2² 15 ſolche an ei viel g doch 8 nun 9 durch Auf e erford lung das 1 treit men 9 Al Fa 222 Publi, tag 0 Fami Fran 1 dalde hoͤreiſer ſteigert ahn bei u Orte bekannt meiſter tags 10 ag des en Ku⸗ chützen⸗ d Herrn der fol⸗ werden. Adel. Privat⸗Bekanntmachungen. d N ο Verkauf und Verpachtung eines Guts in der Wetterau. (192) Montag den 16. März d. J., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden in Berſtadt von dem daſelbſt gelegenen ſogenannten Burggute 50 Morgen Ackerland freiwillig verſteigert. Sodann werden nach dieſer Verſteigerung weiter ohngefähr 80 Morgen Ackerland und Wieſen dieſes Guts auf längere Zeit verpachtet. Die vortheilhaften Bedingungen des Verkaufs und der Verpachtung ſind bei Herrn Bürgermeiſter Ellenberger'in Berſtadt zu erfahren. Berſtadt liegt in der Mitte der Wetterau an der Landſtraße, zwei Stunden von Friedberg entfernt. Die zu verſteigernden und zu verpachtenden Län⸗ dereien ſind von vorzüglicher Guͤte, ſowie zehn t⸗ und zinsfrei. g- Ein Logis (193) hat zu vermiethen G. Görings Wittwe. Eine Parthie Sand, (219) vorzüglich zu Maurerarbeit, hat zu ver⸗ kaufen J. M. Simon, zu den drei Schwerdtern. Backhaus ⸗ Verkauf. (220) Unterzeichneter will ſein zweiſtöckiges Back— haus, nebſt Ställen aus der Hand verkaufen. Bönſtadt. Chriſtian Wenzel. Bekanntmachung. (221) Im Frühjahre 1839 habe ich Oelſaamen, Madia sativa genannt, geſäet und gefunden, daß ſolcher ſehr einträglich iſt. Auf einem Viertel, das an einem Wieſengrund gelegen und durch Mehlthau viel gelitten, auch weil es zu fett war, habe ich doch 8 Meſten Saamen erhalten. Diejenigen, welche nun die Probe damit machen wollen, haben ſich durch Briefe, jedoch portofrei, an mich zu wenden. Auf ein Viertel Land, kleines Maaß, iſt ein Pfund erforderlich, welches ich mit Inbegriff der Behand⸗ lung dieſer Pflanze für 40 kr. abgebe, ob mich gleich das Pfund ohne Transport 1 fl. koſtete. Im Fall, daß dieſe Pflanze den höchſten Grad erreicht, werden auf einem Morgen 6 Malter Saa— men erzielt. Altenſtadt den 2. März 1840.. Boy, Oeconom. Familienwagen zwiſchen Friedberg und Frankfurt. (222) Die Unterzeichneten machen einem verehrten Publikum die ergebenſte Anzeige, daß ſie von Mon⸗ tag den 16. Maͤrz an täglich mit ihren 2 neuen Familienwagen, zum„weißen Roß“ genannt, nach Frankfurt und zurück fahren. Die Abfahrt von Friedberg nach Frankfurt ge⸗ „ 75* ſchieht Morgens um 5 Uhr vom Gaſthaus zum „blauen Trauben,“ woſelbſt bei Herrn Gaſthalter Gröninger Beſtellungen für uns abgegeben werden können, und die Abfahrt von Frankfurt Nachmittags um 4 Uhr vom Gaſthaus zum„goldenen Einhorn“ in der Fahrgaſſe. In Vilbel halten wir bei Herrn Gaſthalter Simon an.— Preis à Perſon 30 kr. Friedberg. Karl Berg. Chriſtian Reuß. Baſtian Geck. Heinrich Briel. Ein junger Menſch, (223) der die Schneiderprofeſſion erlernen will, wird Zeſucht. Ausgeber dieſes ſagt wo. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9 fl. 30 kr. Korn: 6 fl. 20 kr. Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: 2 fl. 50 er. Erbſen:— fl.— kr. Fruüchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 24. Febr.: Waizen: 9 fl. 10 kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: 2 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte Preiſe zu Mainz, am 28. Februar: Waizen: 10 fl. 4 kr. Korn: 7 fl. 13 kr. Gerſte: 6 fl. 7 kr. Hafer: 3 fl. 5er. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 8. bis 15. Maͤrz 1840. pfd Brod Preiſe. Friedberg Butzbach kr. pf. K. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 12 2 2 2 77 7. 5— 5—— 4 77 1 10 1 10 1 b Loth. Loth. —[Milchbrod 11 47%/%½ 15 —[Waſſerweck 115% 11— Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 186 116 Fleiſch-⸗Preiſe. 6 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 10 101 „Kübfleiſch 8 1 8— „ Rindflleiſch 792 732 „Kalbfleiſch 5 1 5— „ Schweinenfleiſch 9 3 10— „Hammellleiſch 8— 8— „ Schaaflleiſch„„ „ Murſt von blos Schweinen 12— 12— 77 Gemiſchte Wurſt 110.— 10— „Bratwurſt 14— 14 „ Schwartenmagen 14— 14— „I Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 14— 14— „Dorrfleiſch 15— 1 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 201— 19— 5 dito ungusgelaſſen 18— 18— Nierenfett 18— 18— Hammelsfett 16— 151— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. * ö Gewäſſerter Lapperdan (224) und Stockfiſch iſt zu haben das Pfund A 10 kr. bei D. Fritz, in der Uſergaſſe. Gutes Heu (225) in Parthien von 20 bis zu 100 Centner iſt zu billigem Preiſe in hieſiger Stadt zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo? Friedberg den 5. März 1840. Bekanntmachung. (199) Der den beiden Jungfrauen Jengkel dahier zugeſchriebene „ 76 wann vor dem Fauerbacher Thore an Fried⸗ rich Kautz, zehntfrei, 5 ſoll Montag den 9. März d. J., Morgens 10 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe einer freiwilligen öffentli⸗ chen Verſteigerung an den Meiſtbietenden ausgeſetzt werden.. Dieſer Garten ſtoͤßt an die Fauerbacher Straße und enthält ſchöne Obſtbäume. Friedberg den 25. Februar 1840, In Auftrag: Bittſcher, Hofg. Adv. Ein Canarienvogel 5% 147 Rth. haltende Garten in der 8. Ge⸗ (226)(Männchen) wird zu kaufen geſucht. Im Monat Februar 1840 wurden zu Friedberg 4 5 1) Getrau t: N und Bäckermeiſter zu Butzbach, des weiland daſigen Gemeinderaths Bäckermeiſters und Wirthes, Nikolaus Wendel, hinterbliebener ehelich lediger Sohn, und Anna Den 4. Adam Wendel, Burger Eliſabetha Walz, des hieſigen Bürgers, Metzgermeiſters und Wirthes, Johannes Walz ehelich ledige Tochter. f „ 23. Andreas Graubert, neuangehender Bürger und Schreinermeiſter dahier, des weiland Ortsbürgers und Glaſermeiſters Andreas Graubert zu Oppershofen hinterbliebener ehel. Sohn, und Maria Nauheimer, des weiland hieſigen Bürgers und Schreinermeiſters, Konrad Nauheimer, hinter⸗ bliebene ehelich ledige Tochter.. 2 Getauft: 5 „ 7. Dem hieſigen Bürger, Buchhändler und Buchdrucker Carl Chriſtian Bindernagel eine Tochter, Sophie Friederike Wilhelmine, geb. den 13. Januar. 8 „ 9. Eine uneheliche Tochter Barbara, geboren den 3. Februar. l „ 13. Dem hieſigen Bürger und Oeconomen, Johannes Horn eine Tochter, Maria Magdalena, geb. den 29. Januar. „ 15. Dem großh. Second⸗Lieutenant dahier, Herrn Johann Peter Hauß, eine Tochter, Auguſte Louiſe Wilhelmine Lonni, geb. den 26. Januar. „ 16. Dem 5 Bürger und Kaminfeger, Johannes Frick, ein Sohn, Chriſtian Friedrich, geboren den 1. Februar. a „ 29. Dem hieſigen Bürger und Wundarzt, Herrn Heinrich Schenk, eine Tochter, Louiſe Eliſabetha Magdalena, geboren den 19. Februar. Beer. „ 1. Philipp Schimpf, Bürger dahier, alt ö9 Jahre, 7 den 30. Januar. „ 3. Karl Chriſtian Friedrich, des hieſigen großh. Premier-Lieutenants, Herrn Karl Chriſtian von Runkel, eheliches Söhnlein, alt 8 Monate, k den 1. Februar. „ 3. Johann Adam Ruppel, Bürger und Fuhrmann dahier, alt 50 Jahre, 7 Monate, 22 Tage, n den 11. Februar.,. „ 5. Anna Dorothea, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters, Georg See, Ehefrau, alt 70 Jahre, 1 Monat, 8 Tage, f den 3. Februar. „ 3. Dorothea Eliſabetha, geb. Schäfer, des weiland hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Johann Georg Schad, hinterbliebene Wittwe, alt 62 Jahre, 7 Monate, 23 Tage, 7 den 6. Februar. „ 9. Anna Eliſabetha, des weiland hieſigen großh. Sergeanten, Friedrich Huber, hinterbliebenes Töchterlein, alt 4 Monate, 15 Tage, 7 den 7. Februar. „ 18. Frau Louiſe, geb. Römig, des weiland großh. penſionirten Majors, Herrn Karl Franz Schmal⸗ kalder dahier, hinterbliebene Wittwe, alt 79 Jahre, 10 Monate, 28 Tage, 1 den 16. Februar. „ 19, Anna Maria, des weiland hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters, Heinrich Lohrfink, hinter⸗ bliebene ehelich Tochter, alt 14 Jahre, 2 Monat, 15 Tage, 7 17. Februar. „ 2. Ein uneheliches todtgebornes Söhnchen, geb. den 28. Februar. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 1 1 14 — SN 2 viel v angeſt einem geram