8 Intelligenzblatt 1 05 tin. thek N ſür die berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Arab 2—— über- Abe 0— 0 27. Montag, den 4. Juli 1840. mars üb 5 9 Richte ten ſordenen ö Mit dem Iſten Juli kann auf dieſes Intelligenzblatt für das zweite halbe Jahr mit 40 kr. abonnirt werden, welcher Len glauben, Getrag jedoch voraus zu bezahlen iſt. 0 Car! Bindernagel. 80 14 Tagen * zu gewär⸗ 1. 5 ſchtigt werden N i 8 Amtlicher Theil. uder: a 4 t. Das großherzoglich heſſiſche Landgericht Butzbach 1 an die großh. Bürgermeiſter des Bezirks. ale 1 Betreffend: Die Errichtung der Geſchäfte bei dem großh. Landgerichte Butzbach. häng, drau⸗ ice und vor Die Geſchäfte an dem neu errichteten Landgerichte Butzbach werden 3. Dienſtag den 14. d. M. von. ihren Anfang nehmen. Eilende und dringende Sachen werden auch früher erledigt. ag der Koſten.. Die Geſchäftstage werden folgendermaßen beſtimmt: 9 In ſtreitigen Rechtsſachen(einſchließlich der Erwirkung von Mahnzetteln, Zahlbefehlen u. ſ. w.) Kopp. a) Für die Orte Butzbach, Oſtheim, Hochweiſel, Fauerbach, Münſter Maibach, dluube ih it Boden rod, Hauſen und Oes, Langenhain und Ziegenberg der Dienſtag und chen, daß ich b) Für die Orte Niederweiſel, Steinfurt, Oppershofen, Rockenberg und Marien⸗ arell⸗Malen ſchloß, Kirchgöns und Pohlgöns der Donnerſtag jeder Woche; 0 18 2) In Sachen der freiwilligen Gerichtsbarkeit(Errichtung von Hypotheken, Kaufbriefe, Ehepakten u. ic auch Un ſ. w.) für den ganzen Bezirk der Freitag jeder Woche. b puſtiner Schu- Die Einwohner von Butzbach und Niederweiſel müſſen ſich des Morgens früh, ſogleich ren Morgens nach Eröffnung des Gerichtes einfinden, indem ſie ſonſt allen übrigen nachgeſetzt und unter Umſtänden r anzutreffen. gar nicht befördert werden. ic, Maler. Sie, die großh. Bürgermeiſter, wollen dieſe Beſtimmungen alsbald in ihren Gemeinden bekannt er machen laſſen und, daß dieß geſchehen ſey, in 8 Tagen berichtlich anzeigen. Da der Andrang zu dem jedberg und Gerichte in der erſten Zeit ſehr groß ſeyn wird, ſo wollen Sie zugleich dahin wirken, daß zunächſt nur lieben. die nothwendigeren, und nicht auf einmal alle Sachen, welche bisher geruht haben, angeregt werden. R Butzbach am 1. Juli 1840. Völcker. ˙ 194* Zur Feier der Erfindung der Buch— f druckerkunſt. Die Erfindung der Buchdruckerkunſt iſt in materieller und geiſtiger Beziehung von ſo unge⸗ heuern Folgen geweſen, daß wir ihrer wohl hier mit ein Paar Worten gedenken dürfen. Ohne Buchſtabenſchrift kann ich meinen Ge⸗ danken keine Dauer geben, kann ich mich dem Ab⸗ weſenden nicht mittheilen; aber ohne Buchdrucker⸗ kunſt bleibt, was die Menſchen je Großes und Wahres und Schönes geſagt und gedacht haben, das Eigenthum weniger Auserleſener. Nur durch ſie wurde Solches Gemeingut der Völker. Daher die außerordentlichen Folgen, die ſie für Kunſt und Wiſſenſchaft brachte; daher der Aufſchwung des menſchlichen Geiſtes ſeit ihrer Erfindung; daher die gewaltige Reform in allen menſchlichen Augelegen⸗ heiten. Während aber die ältere Schweſter, die Buchſtabenſchrift, ſchon vor zwei, drei tauſend Jahren glückliches Eigenthum der Menſchen war, ſchlief die jüngere, glücklichere ruhig im Schooſe des menſchlichen Geiſtes, und jetzt, wo wir ſo glücklich ſind, ſie bei uns zu beſitzen, gehts uns wie den Spaniern, nachdem Columbus Amerika entdeckt hatte. Wir ſind ſo klug und wundern uns, daß der menſchliche Geiſt auf ſo etwas Einfaches nicht fruͤher kam. Hat man ja doch ſchon vor 2 Jahr⸗ tauſenden Siegel mit Buchſtaben abgedruckt; konnte man doch ſchon lange vor Erfindung der eigentli— chen Typographie Bildchen mit Unterſchriften in Holz ſtechen und vervielfältigen! Aber wer iſt der eigentliche Erfinder der Buch— druckerkunſt und in welches Jahr fällt ihre Erfin⸗ dung? Wir wollen den alten Streit jetzt nicht wieder auffriſchen, da die Kämpfer ermüdet und durch die Ermüdung eine gewiſſe Schlichtung der Parteyen eingetreten iſt. Die Holländer haben ſchon lange ihrem Landsmanne Koſter zu Haar⸗ lem eine Bildſäule errichtet; aber ſie konnten die triftigen Gründe, welche die Mainzer für ihren Mitbürger Guttenberg vorbrachten, nicht wider⸗ legen, und Europa erkennt jetzt in der Buchdruücker⸗ kunſt eine deutſche Erfindung. Nur Strasburg ſtreitet noch mit Mainz um die Ehre, wem der Er⸗ finder gehört. Ein Deutſcher war es; denn Stras⸗ burg war, bis im Jahr 1681 die Franzoſen hin⸗ terliſtig ſich ihrer bemächtigten, eine ehrwürdige deutſche Reichsſtadt, und noch iſt dort deutſche Sitte und Sprache beim Volke nicht verdrängt. Gewiß iſt, daß Guttenberg ſich lange Zeit in Stras- burg aufhielt, dann aber wieder nach Mainz zog. Dort mag er die Sache überdacht haben, hier führte er ſie aus. Mit Recht ſagt daher der berühmte Wach—⸗ ler von der Erfindung der Buchdruckerkunſt:„Sie wurde in Strasburg empfangen, in Mainz gebohren.“ Darum mögen die Strasburger zu Ehren des Embryo auch eine Guttenbergs⸗Säule errichten; den Mainzern gebuͤhrt die Ehre der Ge⸗ burt und Pflege des Kindes. In Mainz als ſei⸗ ner Vaterſtadt verband ſich der überall verfolgte Guttenberg mit dem reichen Fauſt(Fuſt) und mit dem Gernsheimer Peter Schäfer(Schöffer), ſeinem Schwiegerſohne. Erſt jetzt konnte in der neuen Kunſt gewirkt werden; darum bewies ſich auch erſt jetzt das Vorhandenſeyn der neuen Erfin⸗ dung. Eine Zeitlang war die Sache aus Furcht vor den Mönchen, welche ſie für ein„Werk des Satans“ verſchrieen, weil ſie ihnen die Vortheile des Bücherabſchreibens nahm, geheim getrieben. In⸗ deſſen konnte ſolches nicht lange dauern; die Kunſt verbreitete ſich bald weiter. Aber Guttenberg ſollte die Früchte derſelben nicht ernden. Sein Erde⸗ wallen war das eines Künſtlers, das heißt ein kuͤm⸗ merliches. Faſt vierhundert Jahre ſpäter erfolgte erſt ſeine Apotheoſe. Im Sommer des Jahrs 1837 wurde mit großer Feierlichkeit ſein Bildviß zu Mainz aufgeſtellt, während ſchon früher die Gerns⸗ heimer ihrem Landsmanne Peter Schäfer ein ſeiner würdiges Denkmal errichtet hatten. Durch Uebereinkunft war der 24. Juni 1440 als der Erfindungstag feſtgeſetzt. So wurde er ſchon vor 100 Jahren gefeiert. So feierte man ihn am 24. Juni 1840 wieder. Wir wollen indeſſen hier keine Beſchreibung von dem großen Feſte geben, welches die Stadt Mainz zu Ehren des Jubiläums der Erfindung derſelben veranſtaltete; die offentlichen Blätter haben bereits genug davon geſprochen. Aber gerne theilen wir unſern Leſern mit, daß die Mainzer den dreißig Mitgliedern des Geſang-Vereins zu Friedberg, welche zur Theilnahme nach geſchehener Einladung ſich eingefunden hatten, mit ächt deutſchem Bruderſinne entgegenkamen, ſie feierlich empfiengen, mit alter Gaſtfreundſchaft her⸗ bergten und dankbar und gerührt entließen. Die edle Stadt, in deren Mitte das ſeltene Feſt gefei— ert wurde, bewies, wie würdig ſie deſſen ſey, da⸗ durch, daß bei dem außerordentlichen Andrange von viel tauſend Fremden und Einheimiſchen Alles geord— net und in feierlicher Stille vollzogen wurde. Sie bewies aber auch durch die humane Behandlung der eingeladenen Gäſte, daß ſie ihre Stellung erkennt und fühlt. Ihr und ihren Bewehnern der deutſche Handſchlag zum Danke von den Friedbergern! Miscellen. Wie ſchafft man die Fliegen aus der Stube? ö Wer noch keine Einquartierung hatte, der weiß nicht, was der Krieg oft für Quälereien mit ſich führt. Heute kommt ein braver Mann in mein Haus, ißt und trinkt und ſpricht und ſchläft mit aufſoring ſtand. 0 die Flieg „Sehr g licher al an ein Da i Schnurrk aber eine ſchüldigt gelindere — Beke (610) des hieſ daher f um 11 Pag. 14 und Si Schoppe baus, de Unter vt tend ve Zuhla Fri *. 0 f Vain banden Ac zu Ehren deranſtaltete; genug davon ern Leſern mit, lig ledern des Ar Theilnahme funden hatten, genkamen, ſie adſc aft her⸗ fließen. Die tue Feſt geſei⸗ ſey, da⸗ ange von es geord⸗ wurde. Sie zehandlung der tellang erkennt n der deutſche dbergern! maus der atte, der weiß fereien mit ſich m in mein und ſchlaft mit * 195 K. mir, und ich drüͤck' ihm die Hand, wenn er fort geht; morgen tritt ein unartiger Miteſſer zu mir ein, dem man nichts recht macht, und der mit nichts zufrieden iſt. Zwar in der Stadt huͤtet er ſich doch ein klein wenig; auf dem Lande macht er's aber dafür deſto ärger. Wird einmal ein Huſar mit einem gewaltigen Schnurrbart zu einem armen Bänerlein in's Quar⸗ tier gelegt und als er eingetreten war, rief er: „Bauer ſchaff Kaffee.“ Der Bauer ſetzt ihm fuͤr einen Kreuzer Schnaps vor; das wär', meint er, Huſaren-Kaffee. Nun will der Huſar Braten. Bauernbraten, ſagt der Wirth, iſt noch ein wenig da; ich weiß aber nicht, ob ihn der Herr gerne ißt. Als er ihn herein brachte, war's ein Stuͤckchen alter Speck. Der Huſar ſchaut ernſt nach dem Bauer hin:„Iſt das Braten?“— Das heißt man hier zu Land Bauernbraten, ſagte jener mit freundlicher Miene, als wollt' er noch etwas dabei ſagen. Da nichts anders da war, mußt' er wohl ſich damit begnügen. Wo's fehlte, reichte das Brod aus.— Endlich will der Huſar ruhen auf ſeine Strapatzen, nämlich auf's Eſſen; er kann aber nicht, denn die Fliegen laſſen ihm keine Ruhe, und ſuchen die Reſte des Bauernbraten in dem Schnurrbarte, oder unter demſelben oder gar auf ſeiner Adler⸗Naſe, ſo daß endlich der Haſar aufſpringt, und in die Ecke ſah, wo ſein Pallaſch ſtand.„Bauer, rief er, ſchaff mir auf der Stelle die Fliegen aus der Stub', ſonſt gibt's ein Unglück.“ „Sehr gerne“ ſagte der Bauer, und war noch freund licher als vorhin;„der Herr ſoll mir ſie nur erſt an ein Fädemchen anbinden.“ Da merkte der Huſar, daß ſein Wirth zwar keinen Schnurrbart und auch keinen Pallaſch habe, dafür aber einen geſunden Verſtand, und keine Antwort ſchuldig blieb, und darum ſpannte er für jetzt etwas gelindere Saiten auf. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NM Hofraithe⸗Verſteigerung. (610) Auf freiwilliges Anſuchen und in Auftrag des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Philipp Storck dahier ſoll Montag den 6. Juli l. J., Vormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhaus deſſen Hofraithe Pag. 14 Nro.%% an Caspar Hofmann's Witiwe und Simon Beſt gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Schoppen und Stall, und zwar zuerſt das Wohn⸗ haus, dann der Stall allein, dann beide zuſammen, unter vortheilhaften Bedingungen öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert, und bei annehmbarem Gebot der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. Friedberg den 17. Juni 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Edietalladung. (615) Forderungen an den Nachlaß des Konrad Pfeifer aus Steinfurt, über welchen großh. Hofge⸗ richt den Konkurs erkannt hat, ſind bei Vermeidung des Ausſchluſſes von der Maſſe, Dienſtag den 28. Juli, Morgens 8 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Butzbach, zur Anzeige zu bringen. Im Falle eines Arrangements oder der Beſtellung eines Maſſecurators werden die nicht perſönlich erſcheinenden Gläubiger, als an die Be— ſchlüſſe der Mehrheit der erſcheinenden gebunden, an⸗ geſehen werden. Friedberg den 9. Juni 1840. Gr. heſſ. freih. v. Löw'ſches Landgericht Hofmann. Verpachtung. (619) Die unterzeichnete Verwaltungs⸗-Commiſſion bringt hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß das auf Petritag 1841 leihfällig werdende von Schrau⸗ tenbachiſche Stiftungsgut in der Rendeler Gemar⸗ kung auf 9 Jahre wieder verpachtet werden ſoll. Das Gut hält ungefähr 74— 75 Morgen Aecker und Wieſen in dem beßten Stande. Die Verſtei⸗ gerung findet zu Rendel, Kreiſes Friedberg, auf dem daſigen Rathhauſe Mittwoch den 15. Juli, Vormittags 9 Uhr, ſtatt. Steigliebhaber werden da— zu eingeladen, und können ſich wegen der nähern Bedingungen an einen der Unterzeichneten wenden. Friedberg den 17. Juni 1840. Die Verwaltungs-Commiſſion: Fertſch. Buß. Morell. Arbeits-Verſteigerung. (618) Montag den 6. Juli l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſollen in hieſigem Rathhauſe nachfolgende Arbeiten und Lieferungen öffentlich an den Wenigſt— nehmenden verſteigert werden, als: 1) Die Erbauung eines Ueberfallwehrs an dem Seebachgraben, beſtehend in Maurerarbeit, voranſchlagt zu 94 fl. 42 kr. Zimmerarbeit 5 118 fl. 9 k. 2) Die Reparatur des Polizeidieners Wenzel Woh⸗ nung, beſtehend in Schreinerarbeit 3 fl. 50 r. Glaſerarbeit 3 fl. 56 kr. Weißbinderarbeit 1 fl. 16 kr. Die Lieferung und Anfertigung von 100 Fuß ledernen Spritzenſchläuchen. Die Voranſchläge ſind bis zum Verſteigerungs⸗ tag jeden Samſtag und Mittwoch von 2 bis 3 Uhr auf meinem Büreau einzuſehen. Friedberg den 17. Juni 1840. 8 5 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (650) Montag den 20. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſoll bei Gaſtwirth Bingmann zu Oberrosbach die zur Erbauung der Grenzbrücke auf der Provinzial ſtraße von Friedberg über Oberrosbach nach Hom⸗ burg vorkommenden Arbeiten und Materiallieferung, als: Maurerarbeit, voranſchlagt zu 166 fl. 6 kr. Steinhauerarbeit 5% 36 7 Cubikklafter Mauerſteine, 35 Bütten Kalk, 4 1 Cubikklafter Sand oder Kies an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 24. Juni 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung in Södel. (660) Nächſten Montag den 6. Juli d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden auf dem Rathhauſe in Södel die, bei Einfriedigung des Kirchenplatzes, Anlegung eines laufenden Brunnens und einer Weede, vor⸗ kommenden 5. 5 Maurerarbeiten, voranſchlagt zu 354 fl. 38 kr. Steinhauerarbeiten 647„ 2 Zimmerarbeiten 112% 18 Schloſſerarbeiten 120„—„ Brunnenmacherarbeiten 55„„—„ Weiß binderarbeiten 66„ 42„ ſowie die Lieferung von eirca 75 Buͤtten weißen Kalk und 3 Cub. Klftr. Mauerſand, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen an die Wenigſtfordernden öffentlich in Accord gegeben. Friedberg den 30. Juni 1840. Der Gemeindebaumeiſter . Ruths. Bekanntmachung. 661) Mittwoch den 8. Juli ſoll dahier ein ein⸗ öckiges Wohnhaus auf den Abbruch unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen öffentlich verſteigert werden. Höchſt a. d. Nidder den 27. Juni 1840. Freiherrlich von Günderrodiſcher Kellereiverwalter Ferber. Gras ⸗Verſteigerung. (662) Montag den 6. Juli, Vormittags 8 Uhr, ſoll das diesjährige der hieſigen Gemeinde zuſtehende Heu⸗ und Grummetgras von 40 Morgen Wieſen in Abtheilungen von 1 Morgen, öffentlich verſteigert werden. Steinfurth am 1. Juli 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Petri. Holz⸗ und Eiſen⸗ Verkauf. (663) Künftigen Donnerſtag den 9. Juli, Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden auf dem hochgräfl. Solms⸗ Rödelheimiſchen Bergwerke bei Bauernheim circa „ 196 5 60 Stecken eichen und tannen Brennholz, ſodann eine Partie Brucheiſen meiſtbietend verkauft. Oſſenheim den 30. Juni 1840. Der Rentmeiſter 5 Weis. Schaafpferche⸗Verſteigerung. (664) Mittwoch den 8. Juli, Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus 10 Schaafpferche, wovon die erſte am 15. Juli anfängt, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Friedberg den 2. Juli 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Zehnten ⸗ Verpachtung. (665) Montag den 13. d. M., Morgens um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus der der Stadt Fried- berg zuſtehende Herrn- auch Alban⸗Zehnten in hie⸗ ſiger Gemarkung öffentlich meiſtbietend verſtedgert werden. Die Feldſchützen ſind angewieſen den Steig⸗ liebhabern die Abgränzung des Zehnten zu zeigen. Friedberg den 2. Juli 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Privat-⸗ Bekanntmachungen. Empfehlung. (659) Einem verehrten Publikum erlaube ich mir hierdurch die ergebene Anzeige zu machen, daß ich Aufträge in Oel⸗, Paſtell⸗ und Aquarell⸗Malerei prompt und billig ausführe. Indem ich mich zu dieſen empfehle, bemerke ich noch, daß ich auch Un⸗ terricht im Zeichnen ertheile. 15 5 Meine Wohnung iſt in dem Auguſtiner⸗Schul⸗ gebäude und bin ich daſelbſt taglich von Morgens 11—12 und Nachmittags von 1—3 Uhr anzutreffen. Friedberg den 28. Juni 1840. Peter Fritz, Maler. Brandweinbrennerei⸗ Verkauf. (636) Ich veröffentliche hiermit, daß bei mir 4 vollſtändige Brandweinbrennereien von 1½, 1½ und zwei 2 Ohm haltend, großh. heſſ. Eiche, zu verkaufen ſtehen. Dieſelben können auch auf Ver⸗ langen in Zahlungsfriſten auf mehrere Jahre abge⸗ geben werden. 5 Anſelm Löſer Oppenheim von Windecken. Geſuch einer Haushälterin. (655) Eine Familie auf dem Lande ſucht ene anſtändige und zuverläſſige Perſon als Haushälterin, welche die mit einer ſolchen Stelle verbundenen Ge⸗ ſchäfte gruͤndlich verſteht. Ausgeber dieſes ſagt wo? Bekauntmachung. (645) Ich erlaube mir hiermit die ergebene An⸗ zeige, daß ich mich ſeit einiger Zeit mit der Fabri⸗ Eon Hand dum S O,** 2 componirten, Friedbe (669) Ein Ahnen, ſowie Friedberg. (6570) Unt mörlen eigen funden, wel zeichnet it. ſich binnen 1 ö fundenen geg. Vergütung d Ober mo (671) So bardsſorſthau Maſt auzun . D (672) S. ber Minere Tanzmuſik e Awiſter 1 n 1 pferche, ich meiſt⸗ tmeiſſer t Fried. in hie⸗ eher 1 Steige eigen. ermeiſter daß ich Mat. Malerei ac ilch Un⸗ ht ekne alterln, nen Ge⸗ agt wo? ene An⸗ t Fabri⸗ W 197 kation eines guten haltbaren Eſſigs beſchäftige und denſelben zu billigen Preiſen ablaſſe.— Zugleich bringe ich mein Farbwaarenlager den Herren Weißbindern, Schreinern, Glaſern ꝛc. in empfehlende Erinnerung. Friedberg im Juni 1840. Carl Wahl, Apotheker. Oſſenheimer Wäldchen. (666) Sonntag den 5. Juli ſoll das Kirſchen⸗ feſt im hieſigen Wäldchen gefeiert werden, wozu ich mit dem Bemerken höflichſt einlade, daß bei Har— monie⸗ und Tanzmuſik Kirſchenkuchen von vorzüg— licher Qualität verabreicht wird, worunter ſich be— ſonders der große aromatiſche Pracht-Kirſchen⸗Kuchen von 20 Schuh Umfang auszeichnen wird. Jagdhaus Oſſenheim den 1. Juli 1840. Aehle. Ein Clavier (667) hat zu vermiethen oder zu verkaufen Falck, Schreinermeiſter. Ein Ladung. (668) Zur Theilnahme an dem, den 23. Juli J. J. auf dem Oſſenheimer Wäldchen bei Hrn. Aehle ſtattfindenden Lehrerfeſte ladet der Unterzeichnete ſeine Herrn Amtsbrüder mit dem Bemerken ein, daß das Feſt Morgens um 10 Uhr beginnen wird, und daß während deſſelben außer dem von Erk vierſtimmig geſetzten Choral: Lobet den Herrn ꝛc. und dem be— kannten Bundesliede von Mozart: Brüder reicht die Hand zum Bunde ꝛc. auch noch die Lieder Nr. 1, 9, 14 und 20 aus den von Herrn Pfarrer Müller componirten Männerchören geſungen werden ſollen. Friedberg den 27. Juni 1840. Bauer, Lehrer. Zum Verkauf. (669) Eine große Parthie trockene Lehmſteine und Ahnen, ſowie eine gute Kelter hat zu verkaufen Friedberg. P. W. Sieck. Gefunden. (670) Unterzeichneter har am 24. Juni bei Ober⸗ mörlen einen Sack mit circa 1 Malter Korn ge— funden, welcher mit den Buchſtaben J. Ch. R. ge⸗ zeichnet iſt. Der Eigenthümer wird aufgefordert, ſich binnen 10 Tagen zur Empfangnahme des Ge— fundenen gegen Erſtattung der Juſeratgebuͤhren und Vergütung der Transportkoſten zu melden. Obermörlen den 2. Juli 1840. König, Gaſtgeber. Bainhardsforſthaus. (671) Sonntag den 5. Juli iſt auf dem Bain⸗ hardsforſthaus gut beſetzte Tanz- und Harmonie— Muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Bötz. Okarber Mineralbrunnen. (672) Sonntag den 5. Juli iſt auf dem Okar⸗ ber Mineralbrunnen gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Havenecker. Literariſche Anzeige. (673) Im Verlage der Buchhandlung von Lam⸗ part& Comp. in Augsburg iſt ſo eben erſchienen und in allen ſoliden Buchhandlungen zu haben, na⸗ mentlich bei Carl Bindernagel in Friedberg: Neues höchſt intereſſantes und nützliches Buch für Mütter und Kindsmägde, beſonders aber auch für Familienvaͤter, Lehrer, Hofmeiſter, Gouver— nantinnen, Kleinkinderbewahranſtalten ꝛc. unter dem Titel: Die Kinderſtube, von Joh. Georg Wirth, Oberleiter, auch Lehrer der drei Klein- kinderbewahranſtalten in Augsburg. Mit einer lithographirten Abbildung. 8. 14½ Bogen ſtark in farbigen Umſchlag broſchlrt. Preis 1 fl. Ausgabe auf Velinpapier mit colorirter Abbildung, auch in Umſchlag gebunden. Preis 1 fl. 30 kr. Mütter, denen die Erziehung ihrer Kinder am Herzen liegt, werden ſich freuen, über ſolch' wichtige Angelegenheiten freundlich belehrt zu werden, ſie werden eilen, ihre Kinds— mägde damit zu beſchenken, und dieſe werden es nicht ver— ſäumen, fleißig in dieſem Buche, in welchem ſie ihre Sache ſo ſchön und ſo menſchenfreundlich beſprochen, ja vertreten ſehen, zu leſen. Aber auch Familienvätern, Erziehern, Gou— vernantinnen, Hofmeiſtern, Lehrern, Kleinkinderbewahran— ſtalten ic. kann man das Werk nicht genug empfehlen! Die im Anhange befindlichen Erzählungen werden die Kindsmägde ermuntern, mit mehr Treue und mit ſtrengerer Gewiſſenhaftigkeit die Pflichten ihres Berufes zu erfuͤllen, denn es ſind ihnen in denſelben die paſſendſten Beiſpiele von dem Wirken einzelner Kindsmägde aufgezählt. Auch den Herrſchaften ſind in der Darſtellung wichtige Winke gegeben, eine gute Kindsmagd auch angemeſſen zu belohnen.— Ferner iſt bei C. Bindernagel vorräthig: Neue Wand- und Handkarten fuͤr Schulen. Bearbeitet von Bruckner. Wandkarte von Europa, 4 Blätter in großem Land⸗ kartenformat. 2 Handkarte dazu für Schüler 8 Wandkarte von Deutſchland, 4 Blätter in großem Landkartenformat. 2 fl. Handkarte dazu für Schüler 9 kr. Ausführliche Proſpekte ſind gratis zu haben. Rohne, K., der Naturzeichner. Eine gründliche Anleitung, einen jeden Gegenſtand, ohne Kennt⸗ niß der Perſpective, Optik u. ſ. w., in kurzer Zeit richtig nach der Natur zeichnen zu lernen. 54 kr. Wangenmüller, Geſpräch eines katholiſchen Pfar⸗ rers mit einem Pfarrkinde über die gemiſchten Ehen. Wirth, die Teichfiſcherei in ihrem höchſten Ertrage. 1 fl. 12 kr. Mager, Dr., die deutſche. Schreiben an einen Staatsmann. 2 fl. 18 kr. Zimmermann, Dr., die Gleichniſſe und Bilder der beiligen Schrift in Predigten zur Förderung des Schriftverſtändniſſes und der Erbauung. Er⸗ ſter Band. 4 fl. 30 kr. Berger, Sonntags⸗Blätter für Stadt und Land. Jahrgang 1839. Lieferung 1— 52 mit 26 Bildertafeln. 4 fl. 48 kr. Schiller's Gedichte erläutert von H. Viehoff. Zwei Theile. 1 fl. 24 kr. Fr. v. Schillers Geiſterſeher. Zweiter und drit⸗ ter Theil. 40 kr. Schiller's ſämmtliche Werke vollſtändig in allen Beziehungen erklärt von Dr. Schlegel. 54 kr. Goßner, Miſſions⸗Lieder von und für Zeugen be⸗ tend zu ſingen und ſingend zu beten. 27 kr. Kuntze, das chriſtliche Feſt- Büchlein von einer Freundin der Kinder. 27 kr. Vollmer's, Dr. H. G., deutſcher Univerſal-Brief⸗ ſteller für alle Stände. Enthaltend die Regeln der Rechtſchreibung und alle Arten von Briefen und ſchriftlichen Aufſätzen richtig und allgemein verſtändlich zu verfaſſen. 54 kr. Scholz, Ehr. Gottl., praktiſcher deutſcher Sprach⸗ lehrer, oder methodiſche Anleitung zu geiſteilden⸗ den Sprachdenkübungen. 1 fl. 21 kr. Heſſiſches Kochbuch 1 fl. 30 kr. Lithographien. Höhentafel aller Monumente der Erde, mit Abbildung derſelben. 1 fl. 12 kr. Napoleon zu Waterloo, 2 fl. 42 kr. Prälat Hüffel, 1. fl. Die Braut, 5 fl. 24 kr. Madonna von Ellenrieder 3 fl. Sicilianerin 3 fl. Declamator a 3 fl. Madonna von Murillo 2 fl. Mutterliebe wacht 2 fl. Das Mädchen auf dem Friedhof 1 fl. 48 kr. Der Todtengräber„1 fl. 48 kr. 12 Blatt Fuͤrſten zu Pferde à„ 35 12 Lahnanſichten à 36 kr. Der Dom zu Wetzlar 1 fl. 48 kr. Für Pianoforte. 2 Quadrilles aus dem Poſtillon 1 fl. 36 kr. Beethoven Sonate 1 fl. 30 kr. Mozart Sonate 1 fl. 48 kr. „ 54 kr. 534 kr. Laroche Zampa Walzer Winter, Badiſche Ländler —— Joſephinen⸗Walzer 54 kr. Czerny, Nariationen 54 kr. Blumen der Unſchuld 54 kr. Hamm, Marſch aus der Oper Czaar und Zim⸗ mermann. 18 kr. —— Galopp aus der Oper Czaar und Zimmer⸗ mann 18 kr. —— Brrr!⸗Galopp für das Pianoforte 18 kr. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: 42 Waizen: 12 fl.— kr. Korn: 8 fl.— kr. Serſte: 6 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 29. Juni: Waizen: 11 fl. 15 kr. Korn: 7 fl.— kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 26. Juni: Waizen: 12 fl. 20 kr. Korn: 9 fl. 26 kr. Gerſte: 7fl. 52 kr. Hater: 4 fl. 49 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 28. Juni bis 5. Juli 1840. Friedberg Butzbach. fo Brod-Preiſe. 5 9 0 kr. pf. er. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 314— 3 2 77 5 6 5 1 6 f 5 4 77 7. 12— 12— Loth. Loth. —[Milchbrod 1137331 3¼ —[Waſſerweck 114% 1— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 5 3 Fleiſch-Preiſe. pf. pfl. 1 Ochſenfleiſch a 10 3 102 „ Kuüofleiſch 0 9— 813 „ Rindfleiſch„ 8— 7 4 3 7. Kalbfleiſch 5 6 7 5 3 „ Schweinenlleiſch 10— 10— „Hammelfleiſch 81— 8— 15 Schaaffleiſch 1 7 1 5—— „Wurſt von blos Schweinen 12— 124— „Gemiſchte Wurſt 10— 104— „ Bratwurſt 14— 14 „Schwartenmagen 14— 144— „I Geräucherter Speck 20— 20— 77 Schinken 14—.— 14 5 „ Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 191— 7 dito ungusgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 18— 18— Hammelsfett 151— 115— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. ſch zu bed M. dem 1 Betrng fedach — De an die groß Ic dug ich Ihnen W. Fr Betreffe) Un Maniſterium künftige ſtet F. D Geheimen welche nich ſud. Ich