.. au.. Intelligenzblatt 114 f Wen für die Hrovins Dbersesen 95 * und 1840. d im Allgemeinen, 2 den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 143 f 9 10 40. Sonnabend, den 3. Oktober 1840. f 5 Mi dem ſten Oktober kann auf dieſes Intelligenzblatt für das letzte Vierteljahr d. J. mit 24 kr. abonnirt werden, welcher Betrag jedoch voraus zu bezahlen iſt. 5 e i Zugleich muß ich wiederholen, daß nur diejenigen Inſerate eine ſichere Aufnahme in derſelben Woche in dieſem Blatte finden, welche bis zum Donnerſtag Nachmittag um 3 Uhr bei mir eingegangen ſind. C. Bindernagel. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Kirchenvorſtaͤnde des Kreiſes. 5 Betreffend: Die Legaliſirung der Grundbücher zur Sicherung des Grundeigenthums und des Hypothekenweſens. 14— Mit Rückſicht auf die nunmehr voranſchreitende Ausführung des Geſetzes zur Sicherung des Grund— 2 eigenthums und des Hypothekenweſens vom 29. Oktober 1830(Regierungsblatt Nr. 76, Seite 451—454), 8 des Geſetzes wegen Aufſtellung der Grundbücher vom 18. Juni 1836(Regierungsblatt Nr. 32, S. 341 191— und 343) und der Verordnung hinſichtlich der Legaliſirung der Grundbücher zur Sicherung des Grund⸗ * eigenthums und des Hypothekenweſens vom 13. Dezember 1839(Regierungsblatt Nr. 36, S. 467474) finde ich mich veranlaßt, Sie auf die Wichtigkeit dieſer Sache für die Pfarreien und Kirchenfonds des N Landes unter der Empfehlung aufmerkſam zu machen, mit Sorgfalt darüber zu wachen, daß die Rechte . der Pfarreien und Kirchenfonds hierbei vollſtändig gewahrt werden. Zu dieſem Zwecke weiſe ich Sie an, die Ihnen zukommenden Obliegenheiten bei eigener Verantwortung pünktlich und ſorgſam zu erfuͤllen, in⸗ ä dem ich mich auf folgende allgemeine Bemerkungen beſchränke. 10 Vor allem hat der gr. Bürgermeiſter dafür zu ſorgen, daß die erfolgenden gerichtlichen Aufforderungen ſtets zeitig zur Kenntniß der betheiligten Geiſtlichen und Kirchenvorſtände gelangen und dieſe haben ſofort alle einflußreichen Momente auszumitteln, zu welchem Behufe überall Auszüge aus den Grund⸗ 1 büchern auf Koſten der Kirchenfonds zu erwirken ſind. Ausgabe 29 Im Laufe des Verfahrens ſelbſt haben ſich die Geiſtlichen und Kirchenvorſtände zunächſt zu bemühen, die einflußreichen Verhältniſſe genügend aufzuklären und ſich über etwaige einfache oder unerhebliche Anſtände in geeigneter Weiſe zu verſtändigen, hiernach aber im Intereſſe der betheiligten Fonds für ordnungsmäßige Ausführung der Sache, insbeſondere auch dafuͤr beſorgt zu ſeyn, daß die betreffen⸗ a den Immobilien und Rechte in allen Fällen nach Maaßgabe Ausſchreibens großh. Oberconſiſtoriums vom 17. Mai v. J.(Nr. V. des Amtsblattes) auch den wirklich Berechtigten zugeſchrieben werden. mg. Sollte es in einzelnen Fällen zur Wahrung von Rechten oder Entfernung von angeſprochenen Ver⸗ 1 pflichtungen räthlich oder nöthig erſcheinen, förmliche Vergleiche abzuſchließen, oder proceſſualiſche Ver⸗ 8 handlungen einzuleiten, ſo werden Sie mir desfalls alsbald geeignete Vorlage machen. Friedberg den 24. September 1840. Küchler. 9 1 280 0 f b 1 ö Derſel be f 1 an die Schul- und Stiftungsvorſtaͤnde des Kreiſes. Friedberg den 24. September 1840. Bekanntmachung. 9 Vorſtehendes Ausſchreiben wollen auch Sie ruüͤckſichtlich der Wahrung der Schuldotationen, reſp. des liegenden Schul⸗ und Stiftungsvermögens beziehungsweiſe beachten. Küchler. N Ich bringe zur oͤffentlichen Kenntniß, daß die über den Niddafluß zu Vilbel führende Bruͤcke dermalen abgebrochen und bis zu erfolgtem Neubau die Paſſage auf die Noth⸗Chauſſee und Brücke außer⸗ halb Vilbels gelegt worden iſt. Friedberg den 29. September 1840. * Der großh. heſſ. Kreisrath K ü U des Kreiſes Friedberg ü ch ler. Landwirthſchaftliches Feſt zu Aſſenheim. Es iſt ein erfreuliches Zeichen der Zeit, daß unſere landwirthſchaftlichen Feſte von Jahr zu Jahr bedeutender werden. Einen Beweis davon liefert uns das am 28. Sept. zu Aſſenheim ſtattgehabte ſchöne Feſt, das zum wahren Volksfeſte(und ein ſolches ſoll es ſeyn) wurde. Wir geben unſern Leſern ſtatt einer Beſchreibung, die uns bis heute abgeht, das uns hierüber zuge⸗ kommene Feſtprogramm, um ſie in den Stand zu ſetzen, ſich von der Wahrheit des Geſagten zu überzeugen. D. Red. Programm des landwirthſchaftlichen Fe⸗ ſtes zu Aſſenheim. Die landwirthſchaftliche Preisvertheilung zur Be⸗ foͤrderung der Viehzucht ſoll am 28. d. M. dahier ſtattfinden. Bei Gelegenheit derſelben ſollen mehrere neue, bewährtbefundene landwirtſchaftliche Geräthſchaften und Werkzeuge zur Verſteigerung, und eine Parthie vorzüglichen Viehes ꝛc. zur Verlooſung gebracht werden.. Dieſer Tag ſoll, dem Zwecke entſprechend, feſt⸗ lich begangen und zu dieſem Ende unter Andern das Städtchen angemeſſen ausgeſchmückt werden. Zunächſt an den beiden Eingängen deſſelben wer⸗ den mit Laub, Blumen und Emblemen der Land⸗ wirthſchaft gezierte Säulen aufgeſtellt, das Rathhaus und der dabei befindliche Brunnen decorirt und auf dem Schloßhofe eine Tribüne, ſowie eine Vorrich— tung zur Aufnahme der zur öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werdenden Geräthſchaften ꝛc. aufgerichtet werden. Das: Vieh, mit welchem um den Preis gewor⸗ ben wird, ſoll auf einer Wieſe, der ſ. g. kleinen Weide, aufgeſtellt und ein Zelt daſelbſt aufgeſchla⸗ gen werden. Der Anfang des Feſtes iſt Morgens 8 Uhr und, wird durch Böllerſchuͤſſe bezeichnet; die an den Ein gängen des Städtchens aufzuſtellenden Muſikchöre werden ſich vernehmen laſſen. Die Behörden und Vereinsmitglieder verſammeln ſich im Saale des Schloßgartenhauſes, nehmen die auf dem Schloßhofe aufgeſtellten landwirthſchaftlichen Geräthſchaften in Augenſchein und begeben ſich hier- nach, abgeholt von dem Gemeindevorſtande, in feier⸗ lichem Zuge nach dem Zelte auf der Wieſe, wo das Vieh aufgeſtellt iſt. Hier wird dieſes ſofort beſichtigt, die Preiſe werden beſtimmt, und das Vieh, welchem Praͤmien zuerkannt werden, bekränzt. Hierauf bildet ſich folgender Zug und begibt ſich nach der Tribüne auf dem Schloßhofe: Voran junge Mädchen und Burſche mit Muſik, ſodann der Gemeindevorſtand, der großh. Kreisrath mit dem Vorſtande des landwirthſchaftlichen Vereins, die Mitglieder deſſelben, die Freunde der Landwirth⸗ ſchaft, Schweizer und Schweizerinnen, das bekränzte Vieh, Ackerleute, Säeleute, Schnitter und Schnit⸗ terinnen, ländliche Geſänge aufführend, ein Ernte⸗ wagen, junge Leute mit Blumen und Früchten, kleine Schäfer und Schäferinnen; die ausgeſpielt werden⸗ den Schaafe, von den Schäfern geführt; das zur Ausſpielung kommende übrige Vieh, die landwirth⸗ ſchaftlichen Geraͤthſchaften, welche zur Verſteigerung kommen; zuletzt junge Burſche und Mädchen mit Muſik. 0 Auf dem Schloßhofe angelangt nehmen die den Zug anführenden Mädchen und Burſche mit ihrer Muſik die für ſie beſtimmten Plätze ein: der großh. Kreisrath und der Vorſtand des landwirthſchaftlichen Vereins beſteigen die Tribüne; die übrige Geſell⸗ ſchaft ſtellt ſich derſelben gegenüber auf; die Schwei⸗ zer und Schweizerinnen führen das bekränzte Vieh vor; die Prämien werden verkündet und unter Muſikbegleitung vertheilt; die Schweizer und Schwei⸗ zerinnen ſetzen mit dem bekränzten Vieh den Zug — . Ehutbrief welchen Eo lange afſer Karls ſit öſters derſe dern begab ſe gegfen O ei Schußblief ſa gedruckt it. 0 ſie die Stadt. rungs⸗Rec gelobte,„in e 6 Burgmanne gebel, hinfocde iigueggen in gerley Vyſe.“ Wit He zu Heſſen, Ziegenhain! dieſem Briff nen Burger. Slatt Fried eine Zal jar brieues darü Har Phili Baiern, des 1 ſeß ond Chun hatt, die Din off daß den halben kein Wir dem ab Fridberg, beider ſhter hudeln, vn So haben w und Gemein mit qa mit Muſik, Kreisrath nne —— * 281*. fort; die Ackerleute, Säeleute, die Schnitter und Schnitterinnen ꝛc. folgen in der oben angegebenen Ordnung und ziehen an der Tribüne voruͤber. Die Muſik am Schluſſe des Zuges bleibt, Mu⸗ ſikſtücke ſpielend, auf dem ſ. g. Burgpfuhle ſtehen, ſtellt ſich an die Spitze des zuruͤckkehrenden Zuges, (deſſen Ordnung ſich dahin abändert, daß der großh. Kreisrath, der Vereinsvorſtand, die übrige Geſell— ſchaft, ſowie die jungen Mädchen und Burſche mit ihrer Muſik, den Zug ſchließen) und führt denſelben durch das Städtchen auf die Wieſe zurück, wo ſich der⸗ ſelbe auflößt und ſich andern Freuden überläßt. Das Ausſpielen der Lotteriegegenſtände findet um 4 Uhr Nachmittags im Zelte auf der Wieſe ſtatt; hierauf die Verſteigerung der neuen landwirth⸗ ſchaftlichen Werkzeuge und Geräthſchaften, mit wel⸗ chen auch, inſoweit ſie ſich hierzu eignen, nach Um⸗ ſtänden, Verſuche angeſtellt werden ſollen. Der uͤbrige Theil des Tages iſt Volksbeluſti⸗ gungen gewidmet. Schutzbrief des Landgrafen Heinrich von Heſſen, welchen er 1482 der Stadt Friedberg gab. So lange die Stadt Friedberg durch die Perpfaͤndung Kaiſer Karls IV. in Abhangigkeit der Burg war, ſuchte ſie ſich öfters derſelben, aber vergeblich, zu entledigen. Unter An⸗ dern begab ſie ſich im J. 1481 unter den Schutz des Land— grafen Heinrich von Heſſen, der ihr dafuͤr nachfolgenden Schutzbrief ſandte, welcher, ſo viel mir bekannt, noch nicht gedruckt iſt. Sobald die Burg Kenntniß davon erhielt, brachte ſie die Stadt dahin, daß ſſe 1482 den ſogenannten Verher⸗ rungs⸗Receß unterſchreiben mußte, in welchem ſie eidlich gelobte,„in ewigen Zeiten obne Wiſſen und Verhaͤnzniß der 6 Burgmannen, die von Reichswegen geordnet in den Rath gehen, hinforders nimmermehr ſich zu verherren noch jemand zuzueignen in Pfands⸗Schirms⸗Verbündnüß noch ſuſt in eini⸗ gerley Wyſe.“ Vgl. hierüber Winckelmann Theil VI. S. 428. Wir Heinrich von Gotis Gnaden Landgrave zu Heſſen, Grave zu katzen Elnbogen, zu Dietz, zu Ziegenhain vnd zu Nidde, thun kund offenbar mitt dieſem Briff gein allermenlichen, nachdem die Erſa⸗ men Burgermeiſter, Rade vnd gantz Gemeinde der Statt Friedberg mit vns in reden geweſt ſin, ſich eine Zal jar lang zu vns zu thun, nach lude eines brieues daruber begriffen, vnd der hochgeborne Fürſt, Herr Philips, Pfaltzgrave bi Rine, Hertzog in Baiern, des heiligen Romiſchen Reiches Ertzdruch— ſeß vnd Churfürſt, vnſer lieber Oheim, vns gebetten hatt, die Ding ein Zeitt lang ruhen zu laſſen, vnd off daß den obgenannten von Friedberg vnſert— halben kein Wiederwille entſtehen dörff, auch diewyl wir dem obgenannten vnſerm Oheim einen tag ghen⸗ Fridberg, dahin ſin libt(Liebden) vnd wir vnſer beider ſyt rete ſchicken, die ſache nach notturfft zu h indeln, vnverzoglich ernennen vnd zuſchreiben wöllen. So haben wir die vorgenannten Burgermeiſter, Raht vnd Gemeinde der Statt Fridberg daruff in vnſern ſunderlichen ſchutz, ſchirme vnd verſproch genomen, vnd nemen ſle darinen gerumiglich in vnd mit krafft dieſſes brives, alſo, daß wir ſie alle vnd das ire gegen einen ieglichen, da wir irer zu gleich vnd recht mechtig ſin, als vnſer eigen Bürger vnd vnterſaſſen ſchuͤtzen, ſchirmen, verſprechen vnd vertheidigen ſullen vnd wöllen, biß vff vnſer wieder abſagung one ge⸗ verde. Des zu vrkund han wir vnſer Secret wiſſent⸗ lich thun drucken zu rück off diſſen Brief, der gege⸗ ben iſt am mittwochen nach vnſer lieben Frawentag Puriſicatio anno ꝛc. 82. (Nach einer Abſchrift aus dem 16ten Jahrhun⸗ dert, verglichen mit einer neuern, worin jedoch eine ganze Zeile fehlt.) 9 Bekanntmachungen von Behoͤrden. Edietalladung. (979) Die bekannten Gläubiger des dahier ver⸗ ſtorbenen Seilermeiſters Chriſtian Eiſe haben bezüg⸗ lich deſſen überſchuldeten Nachlaſſes am 12. Januar b. J. eine gütliche Vereinbchrung getroffen. Es wer⸗ den daher diejenigen, welche Anſpruͤche an jenen Nachlaß bilden zu können glauben, ſolche aber bei der unterzeichneten Behörde bis jetzt noch nicht an⸗ gemeldet haben, hierdurch aufgefordert, dieſelben im Termin Freitag den 16. Okt. I. J., Morgens 9 Uhr, ſogewiß anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt das Arrangement vom 12. Januar l. J., ohne weitere Ruͤckſicht auf ſie, in Vollzug geſetzt werden wird. Butzbach den 11. September 1840. Großherzoglich heſſiſches Landgericht Völcker. Calmberg. Verſteigerungs- Anzeige. (1011) Donnerſtag den 8. Oktober l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe auf frei⸗ willigen Antrag der Heinrich König'ſchen Eheleute die denſelben gehörende Hofraithe, Pag. et Nr. 56. 3%, beſtehend in Wohnhaus benebſt Gärtchen, Scheuer und Stall, an Heinrich Jordis gelegen (gibt in die Präzens 40 ½ kr.) öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert werden. Friedberg den 23. September 1840. Der Beigeordnete Bender. Guts Verpachtung. (1018) Freitag den 16. Oktober I. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, wird das in der Obererlenbacher Ge⸗ markung gelegene gräflich von Ingelheim'ſche Hof⸗ gut, beſtehend in N 236 Morgen Ackerland, 30„ Wieſen, 2½%„ Baugärten, nebſt der Schäfereigerechtigkeit in der ganzen Orts⸗ gemarkung auf 9 oder 12 Jahre, von Petritag 1844 anfangend, der öffentlichen Verpachtung ausgeſetzt, wozu Pachtliebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß von den Pachtbedingungen ſowie von den näheren Gutsverhältniſſen täglich bei dem Unter⸗ zeichneten Einſicht genommen werden kann. Obererlenbach Kreiſes Friedberg den 18. Sept. 1840. Der gräfl. v. Ingelheim'ſche Rentmeiſter Ehehalt. 8 i Holz-Lieferung. (1032) Donnerſtag den 22. Oktober J. J., des Vormittags um 9 Uhr, ſoll die Lieferung von 200 Stecken buchen Scheitholz, welche für die Marien⸗ ſchloſſer Anſtalt noͤthig ſind, öffentlich an den Wenigſt⸗ nehmenden in meiner Wohnung verſteigert werden. Indem ich dieſes hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß bringe, füge ich zugleich die Bemerkung hinzu, daß Derjenige, welcher bei der Verſteigerung mit⸗ bieten will, vorher nachzuweiſen hat, daß er zu dieſer Lieferung fähig iſt. b Marienſchloß den 23. September 1840. Funk. Arbeits-Verſteigerung. (1033) Donnerſtag den 8. Oktober, Vormittags 11 Uhr, ſoll das Kleinſchlagen von 1) 3 ½ Cubik⸗ klafter Steinen auf dem Wege nach Oberurſel und Praunheim hin, und 2) 5½ Cubikklafter im Orte an den Wenigſtnehmenden unter den im Termin be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich auf dem Gemeinderathhaus vergeben werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſen Termin in ihren Gemeinden durch die Schelle be⸗ kannt machen zu laſſen. Niederurſel den 30. September 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Am ſe l. Arbeits-Verſteigerung. (10324) Montag den 5. Oktober l. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll dahier die Anfertigung eines neuen Wegweiſers an die Wenigſtnehmenden öffent⸗ lich verſteigert werden. Die Zimmerarbeit iſt voranſchlagt zu 7 fl. 30 kr. „ Weißbinderarbeit 4%—„ Melbach den 1. Oktober 1840. Der eus, e e l . Privat⸗ Bekanntmachungen. Hundertfünfzig Gulden (989) liegen in dem katholiſchen Kirchenfonds zu Vilbel zum Ausleihen bereit. 5 Ried, Kirchenrechner. Einladung zum Kirchweihfeſt. (1028) darauf folgenden * 282 Sonntag den 4., Montag den 5. und den Sonntag den 11. Oktober wird das dies jährige Kirchweihfeſt gefeiert, wozu unter dem Bemerken, daß zugleich ein neuer geräumiger 1 eingeweiht werden ſoll, höflichſt eingeladen wird. 2 Für gute geſorgt ſeyn. Nauheim am 25. September 1840. 5 Bernhard Salzmann. Speiſen und Getränke wird beßtens Eine Wohnung (995) im dritten Stocke iſt auf der breiten Straße zu vermiethen und kann bis den 20. December d. J. bezogen werden. Ausgeber dieſes ſagt wo? Bekanntmachung. (1035) Die Unterzeichnete iſt geſonnen, Dienſtag den 6. Oktober l. J., Vormittags 10 Uhr, nach⸗ ſtehende Gegenſtände einer freiwilligen öffentlichen Verſteigerung auszuſetzen, als: eine Aepfelmühle von vorzüglicher Güte, eine Preſſe mit eiſerner Schraube und meſſingener Mutter, ungefähr 9—10 Stück⸗ und mehrere kleine Fäſſer, ſodann ein Klavier, eine Schrotleiter, verſchiedeue Buͤtten und ſonſtige Gegen⸗ ſtände. Friedberg. E. Eich's Wittwe. Privatſtunden im Franzöſiſchen und Engliſchen. (1036) Ich beabſichtige, eine franzöſiſche oder Wer daran Theil engliſche Privatſtunde zu halten. zu nehmen geneigt iſt, wolle mich vor dem 1. No⸗ vember davon in Kenntniß ſetzen. C. F. Lauckhard, Conrektor. Der obere Stock (1037) meines Hauſes in der Burg, nächſt der Kirche gelegen, iſt mit oder ohne Möbel zu ver⸗ miethen, und kann derſelbe ſogleich. 1 ahl. Nauheimer Teichhaus. (1038) Sonntag den Aten und Montag den öten Oktober wird auf dem hieſigen Teichhauſe das Nau⸗ heimer Kirchweihfeſt gefeiert. Meine verehrten Gon⸗ ner und Freunde lade ich dazu mit dem Bemerken höflichſt ein, daß ich für gute Weine und Speiſen — beſonders vorzügliche Karpfen— prompte Be⸗ dienung und gutbeſetzte Muſik beßtens beſorgt ſeyn werde. Nauheim den 30. September 1840. Henkel. Bekanntmachung. (1039) Bei Unterzeichnetem ſind gegen gleich baare Zahlung zu haben, 1) gebrochene Borsdorfer⸗ äpfel, die Meſt zu 24 kr., 2) gebrochene Matäpfel, Rainetten und noch verſchiedene edle Sorten von Aepfel, die Meſt zu 20 kr., und Kelter⸗Aepfel das Achtel zu 2 fl. Nauheim den 1. Oktober 1840. 8 1 Wille. 0 10 „Dualit ache, 0 eupfehle m. lac ga, korn Gle ach 105 iget vnd d il ed Wohl 9043) hierdurch nunmehr u ſaſſen und das zweike bezogen ha Zugleic Zeugen zu Farben fei bets, N pacos, Sorten, be Moultor Winter- in Lerſchie vielen and alles in fe ren, verb mich einer Laden, de mein fruͤhe bietet, hof Fried pier, eine auge Gegen⸗ 8 gn s Wlktwe. en und oͤſſſche oder aran Theil em 1. No⸗ Lenrekior. „nachſt der del zu ver⸗ gen werden. Kahl. tag den aten uſe das Nau⸗ rehrten Gön⸗ Bemerken d Speiſen Und prempie Be⸗ deſorgt ſeyn enkel. gegen gleit t Borsdorf ne Matäpft, Sorten von 5 Aepfel das Dille. 1 n ——. . 283 5 15 bis 18 Wagen Kuhmiſt (1040) ſind zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt bei wem? Verſchiedene Sorten franzöſiſche Birnen (1041) ſind bei dem Unterzeichneten ſowohl baum⸗ als malterweiſe zu verkaufen. Straßheimerhof. Pachter Seitz. Local- Veränderung. (1042) Meinen verehrlichen Handelsfreunden mache ich hiermit die Anzeige, daß ich meine bis⸗ herige Wohnung bei Herrn Supp verlaſſen und mein eignes Haus, die ehemalige Groß'ſche Farb an der Freiheit, bezogen habe. Ich verbinde hiermit die Anzeige, daß ich die Preiſe aller Mehlſorten herabgeſetzt habe, nament⸗ lich Blumenvorſchuß auf 12 kr., 2. Qualität 10 kr., 3. Qualität 9 kr., ordinäres Weißmehl à 7 kr. pr. Geſcheid, Roggenmehl à 45 kr. pr. Meſt ꝛc. und empfehle mich ſowohl hiermit, als auch mit vorzüg⸗ lich gutem Reis, Hirſen, geſchälter Gerſte, Grün⸗ korn, Gries, Nudeln, ſowie überhaupt in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln, unter Zuſicherung bil— liger und reeller Bedienung. Friedberg den 1. Oktober 1840. J. L. Nappolt, Frucht⸗ und Mehlhändler. Wohnungsveraͤnderung und Empfehlung. (1043) Ich beehre mich einem geehrten Publikum hierdurch die ergebene Anzeige zu machen, daß ich nunmehr meine bisherige Wohnung und Laden ver— laſſen und mein eigenes Haus in der Judengaſſe, das zweite neben dem bisher von mir bewohnten, bezogen habe. 5 5 5 8 Zugleich empfehle ich mich mit ſehr ſchönen Zeugen zu Winterkleidern und Mänteln, als alle Farben feine glatte Thybets, gedruckte Thy⸗ bets, Mouſſelin de Laine, Damaſt, Al⸗ pacos, Drap de Zephir, Bieber in allen Sorten, beſonders ſchöne feine Damen-Bieber, Moulton, ſehr guten Barchet und Zwilch, Winter⸗Weſten, große und kleine Halstücher in verſchiedenen Sorten und Qualitäten und noch vielen andern in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln, alles in ſchönſter Auswahl. Gute und reelle Waa⸗ ren, verbunden mit den billigſten Preiſen, laſſen mich eines zahlreichen Zuſpruchs in meinem neuen Laden, der mehr Raum und Bequemlichkeit als mein fruͤherer für die mich gütigſt Beſuchenden dar⸗ bietet, hoffen. a Friedberg. Mayer Hirsch. Parthie Eine 5 6 (1044) gutgehaltener Stückfäſſer hat zu verkaufen d Seher t, Salzmagazinsverwalter zu Friedberg. Bauernheimer Kirchweihfeſt. (1045) Sonntag den 4. und Montag den 5. d. M., als an den Tagen des hieſigen Kirchweih⸗ feſtes, iſt bei mir gutbeſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich meine verehrten Freunde und Gönner mit dem Bemerken ergebenſt einladen wollte, daß ich fuͤr gutes Getränk, gute Speiſen und prompte Be⸗ dienung beßtens ſorgen werde, und bemerke noch, daß auch guter Zwetſchenkuchen verabreicht wird. Bauernheim den 1. Oktober 1840. Gotthard Walther. Empfehlung. (1046) Unterzeichneter macht einem hieſigen und auswärtigen Publikum die ergebenſte Anzeige, daß er ſich dahier als Bader und Candidat der Chirurghi niedergelaſſen hat. Bitte deßhalb meine Freunde und Gönner mir ein geneigtes Zutrauen zu ſchenken. Ich werde ſuchen mich ſtehts dahin zu ſtreben, im Schröpfen, Zähne ausnehmen, und Raſieren, die reinſte und pünktlichſten Bedienungen engegen zu kommen. Zugleig empfehle ich mich als Opri⸗ tair der Hüneraugen beßtens. Vilbel den 30. September 1840. Karl Feudtner, wohnhafft im Gaſthaus zum Schwartzen Adler. Ein vollſtändiges Logis (1047) hat zu vermiethen Heinrich Mühling, auf der breiten Straße. Literariſche Anzeige. (1048) Im Verlage der Buchhandlung von La m⸗ part& Comp. in Augsburg iſt ſo eben erſchienen und in allen ſoliden Buchhandlungen zu haben, na⸗ mentlich bei Carl Bindernagel in Friedberg: Neues höchſt intereſſantes und nützliches Buch für Mütter und Kindsmägde, beſonders aber auch für Familienvaͤter, Lehrer, Hofmeiſter, Gouver— nantinnen, Kleinkinderbewahranſtalten ꝛc. unter dem Titel: Die Kinderſtube, von Joh. Georg Wirth, Oberleiter, auch Lehrer der drei Klein— kinderbewahranſtalten in Augsburg. Mit einer lithographirten Abbildung. 8. 14½ Bogen ſtark in farbigen Umſchlag broſchirt. Preis 1 fl. f. Ausgabe auf Velinpapier mit colorirter Abbildung, auch in Umſchlag gebunden. Preis 1 fl. 30 kr⸗ Mütter, denen die Erziehung ihrer Kinder am Herzen liegt, werden ſich freuen, über ſolch' wichtige Angelegenheiten . 284 4. f a Der Voranſchlag der Maurerarbeit beträgt 10 fl, freundlich belehrt zu werden, ſie werden eilen, ihre Kinds⸗ mägde damit zu beſchenken, und dieſe werden es nicht ver⸗ ſäumen, fleißig in dieſem Buche in welchem ſie ihre Sache ſo ſchoͤn und ſo menſchenfreundlich beſprochen, ja vertreten ſehen, zu leſen. Aber auch Familienvätern, Erziehern, Gou⸗ vernantinnen, Hofmeiſtern, Lehrern, Kleinkinderbewahran⸗ ſtalten ꝛc. kann man das Werk nicht genug empfehlen! Die im Anhange befindlichen Erzählungen werden die Kindsmägde ermuntern, mit mehr Treue und mit ſtrengerer Gewiſſenhaftigkeit die Pflichten ihres Berufes zu erfüllen, denn es ſind ihnen in denſelben die paſſendſten Beiſpiele von dem Wirken einzelner Kindsmägde aufgezählt. Auch den Herrſchaften ſind in der Darſtellung wichtige Winke gegeben, 2. eine gute Kindsmagd auch angemeſſen zu belohnen.— (1049) Im Verlage des unterzeichneten iſt ſoeben erſchienen und bei C. Binder nagel in Friedberg vorräthig: Kart vom Groſsherzogthum Hessen, im Maaßſtabe von ½83300 der natürlichen Größe, nebſt den Plänen von Darmſtadt, Mainz, Offenbach und Gießen, nach den neueſten u. beſten Quellen bearbeitet von Maxim. Frommann. Im größten Elephanten⸗Format, auf Velin⸗Kupfer⸗ druck⸗Papier, eleg. illuminirt. Subſcriptionspreis bis Ende 1840 1 fl. 15 kr. Dieſe ausnehmend ſchöne Karte von Heſſen zeichnet ſich vor allen früher erſchienenen durch größeres Format, unge⸗ meine Deutlichkeit und Reinheit des Stichs und Drucks, wie Feine des Papiers und elegante Illumination vortheilhaft aus. Zugleich enthält ſie die innere Eintheilung nach den neueſten Veränderungen, ſämmtliche ausgeführte oder zur Ausführung genehmigte Staats- und Provinzialſtraßen, die vollſtäͤndige Taunus⸗Eiſenbahn, ſämmtliche inländiſche Poſten zc. Die in größter Vollendung ausgefuͤhrten 4 Pläne ſind nicht nur eine elegante Verzierung, ſondern auch eine nütz⸗ liche Zugabe. Den, jedoch nur bis Ende 1840 und bei Baarzahlung gültigen, Subſcriptionspreis von 1 fl. 15 kr., wird jeder Kenner ungemein billig finden. Mit Ende des Jahres tritt unwiderruflich der Ladenpreis von 1 fl. 48 kr. ein.— Ich erlaube mir deßhalb, dieſe an⸗ gelegentlichſt zur Anſchaffung zu empfehlen. Wer ſich für den Abſatz verwendet, erhält auf 10 Exemplare ein Freiexemplar. Darmſtadt. L. Pa bſt. Bekanntmachung. (1050) Donnerſtag den 8. Oktober J. I., Mor⸗ gens 11 Uhr, ſoll im hieſigen Rathhauſe die Re⸗ paratur der beiden Schornſteine und des Giebels an dem vom Lehrer Fritſch dermalen bewohnten vorhinnigen Schulhauſe, als auch die Dachdecker⸗ arbeit öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. der der Dachdeckerarbeit 5 fl. Friedberg den 1. Oktober 1840. Der Beigeordnete Bender. Schaafpferge⸗Verſteigerung. (1051) Donnerſtag den 8. Oktober l. J., Mor⸗ mittags 11¼ Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe zehn Schaafpfergen öffentlich meiſtbietend verſteigert werdeu. Friedberg den 1. Oktober 1840. 7 Der Beigeordnete Bender. 0 Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 5 fl.— kr. Hafer: 4 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 28. Sept.: Waizen: 8 fl. 10 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 40 kr. Hafer: 3 fl. 12 r. Erbſen:— fl.— kr. 10 Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 25. Sept.: Waizen: 9 fl. 25 kr. Korn: 7 fl. 7 kr. Gerſte: 5 fl. 4 kr. Hafer: 3 fl. 36 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 4. bis 11. Oktober 1840. pfd Brod⸗ Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 2 2 2 1. 1 5 8 4 3 4 5 77 10 2 9 3 N Loth. Loth. — Milchbrod 157% 15% — Waſſerweck 1 6 1— Gemiſchtes(Tafel-) Brod 156% Fleiſch⸗Preiſe. b pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 5 5 5 8 2 1„gez gemäſtetes 2 Kühfkeiſch ungemäſtetes 7 4A 2 Rindfleiſch 77 1 71— „ Kalbfleiſch* 1 3 „ Schweinenfleiſch 101 10— „Hammellleiſeh 814— 814— „ Schaaffleiſch F „Wurſt von blos Schweinen 232531 „ Gemiſchte Wurſt 10— 104— „Bratwurſt 14— 144 „ Schwartenmagen 14— 144— „I Geraͤucherter Speck 20— 20— „Schinken 2 144— 144— „ Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 19— Nis unausgelaſſen 18— 18— „Nierenfett 19— 18— „ Hammelsfett 16— 1151— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Kuͤch ler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. unbekannte dieset Geſ uns aber; Wahn ein wie ſie g Per nun Herrn der wir Unzä im Stand dürftig zu aufwärts Einem O oder dur. Kraukheit Tena, jetzt Zeit