——— 8 Intelligenzblatt für die roving Y berhessen im Allgemeinen, ——ä—ñ4᷑4ꝓ——— den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 1. Februar * Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Das Reinigen der Staats- und Provinzialſtraßen in den Orten. Das großh. Miniſterium des Innern und der Juſtiz hat im Einklang mit dem von mir ſchon fruher gegebenen Vorſchriften im Allgemeinen verfügt, daß auch das regelmäßige ortspolizeiliche Reinigen der auf Staats⸗ oder Provinzialkoſten erbauten und unterhalten werdenden chauſſirten Ortsſtraßen, von den betreffenden Einwohnern als eine ihnen obliegende Laſt geſchehen müſſe. Zugleich iſt verordnet worden, daß dieſe Reinigung vorzugsweiſe mit einer hölzernen Kratze(Rutſche) geſchehen und jede Beſchädigung der Straße dabei vermieden werden ſoll. Friedberg den 23. Januar 1840. Dies zur Nachachtung. Küchler. Bericht uͤber das vaterlaͤndiſche Gewerb— weſen. (Beſchluß.) Der frühere für die Provinz Oberheſſen ausgeſetzt geweſene Preis von 500 fle iſt bekanntlich für die— ſes Jahr auf 800 fl. erhöht worden, weil man vor⸗ ausſah, daß es dort eines bedeutenden Axtriebs be— dürfe, um das gewünſchte Ziel zu erreichen. ein Concurrent hatte ſich zu dieſem Preiſe fur die Provinz Oberheſſen gemeldet, und ich werde Ihnen nachher die Reſultate der deßfallſigen Unterſuchungen mittheilen, wornach zwar die Bedingungen nicht vollſtändig erfüllt worden ſind, welche zur Zuerken⸗ nung des genannten Preiſes erfordert werden, woͤr⸗ aus aber hervorgeht, daß jener Concurrent in mehr⸗ Nur facher Beziehung die Anerkennung des Vereins ver— dient, und daß er als derjenige bezeichnet werden muß, welcher in Oberheſſen den Anfang zu einer verbeſſerten Bierfabrikation gemacht hat.“)— Be— kanntlich ſind bei der vorigen Generalverſammlung drei Preiſe fuͤr das Jahr 1840 und zwar einer fur jede Provinz auf die Einrichtung der vorzuͤglichſten, den gegebenen Bedingungen enſprechenden Bier— keller ausgeſetzt worden. Es iſt gegründete Aus- ſicht vorhanden, daß dieſe Preiſe ihren guten Zweck nicht verfehlen werden, und ich bin der Meinung, daß mit dieſen Preiſen die ſeitherigen Bemuhungen des Vereins durch Geldmittel auf die Verbeſſerung der inländiſchen Bierfabrikation zu wirken, vorläu— 9) Hr. Balthaſar Loos zu Gießen. 5 * ſig als geſchloſſen betrachtet werden können.— Die zur Beförderung und Verbreitung der Backſtein⸗ feldbrennerei vermittelſt Steinkohlen gemachten Verſuche ſind zwar an mehreren Orten des Kreiſes Großgerau, namentlich bei Großgerau und Büt—⸗ telborn, nicht ganz günſtig ausgefallen, weil die Erde daſelbſt mit zu vielen kalkartigen Beſtandtheilen ver— miſcht iſt, und von einem weiteren Verſuche für das Bauweſen an dem Hofe Haina mußte ebenfalls ab— geſtanden werden, weil die Probe der gebrannten Erde ungünſtig ausfiel. Auch in Pfungſtadt war man bemüht geweſen, dieſe Art der Backſteinfabri— kation in Aufnahme zu bringen; allein alle Bemuͤ— hungen des Kreisbaumeiſters ſcheiterten an der Wei— gerung der dortigen Ziegeleibeſitzer. Dagegen ſind die im vorigen Jahre zu Lorſch und im Laufe die— ſes Jahres zu Oppenheim für das neuerbaute Trockenhaus zu Lorſch in Feldöfen vermittelſt Stein⸗ kohlenbrand fabricirten Backſteine faſt durchgängig fr gut und theilweiſe für vorzüglich erachtet wor— den, ſo daß eine weitere Anwendung und Verbrei— tung dieſer Fabrikation in der dortigen Gegend mit vieler Zuverſicht zu erwarten iſt. Auch ſind Nach— richten von Friedberg vorhanden, wornach man zu der Hoffnung berechtigt iſt, daß im nächſten Jahre die Backſteinfeldbrennerei in Anwendung kommen wird.— Die Verſuche, welche der Verein zur Ermittelung der zweckmaͤßigſten Conſtitution ver⸗ ſchiedener Feuerungsanlagen, ſowie des öͤco— nomiſchen Nutzeffects der verſchiedenen Brennmateria— lien in ihrer Anwendung bei jenen Feuerungen an— geſtellt hat, konnten ſich in dieſem Jahre nur auf Keſſelfeurungen erſtrecken. Dieſe Verſuche haben intereſſante Reſultate geliefert, welche durch die nächſt⸗ erſcheinenden Verhandlungen des Gewerbvereins zu Ihrer Kenntniß kommen werden. Die Ausſchuͤſſe haben einſtweilen beſchloſſen, diejenigen, Keſſelfeuerun⸗ gen, welche bei dieſen Verſuchen, 1 7 die vorzüglich⸗ ſten ſich bewieſen haben, in Moden en anfertigen zu laſſen, um ſolche wo möglich an ſämmtliche Herrn Kreisbaumeiſter vertheilen zu koͤnnen, und dadurch den Handwerkern Gelegenheit zu geben, dieſelben kennen zu lernen und in vorkommenden Fällen An⸗ wendung von ihnen zu machen. Verſuche mit Back⸗ öfen, welche gleichfalls wegen ihres großen Brenn⸗ materialverbrauchs von großer Wichtigkeit ſind, ſte— hen noch bevor und werden im nächſten Jahre vor⸗ * r. 26 3 genommen werden.— Unter den Schritten, welche von Seiten des Vereins zur Verbeſſerung des Ge— werbweſens bis dahin geſchehen ſind, verdienen ge— wiß auch die Zeichnenſchulen für Handwerker hervorgehoben zu werden, und ich glaube behaupten zu dürfen, daß die bis dahin auf dieſen Gegenſtand verwendeten Vereinsmittel von großer Wirkſamkeit waren. Schon bei Gelegenheit der, vorigen Gene— ralverſammlung habe ichs des außerordentlichen Zu— drangs zu dieſem Unterricht und zwar aus allen Klaſſen der Handwerker Erwähnung gethan, und bemerkt, wie gerade dieſer Zudrang den beßten Be— weis liefert, daß dieſe Inſtitute einem wahren Be— dürfniß abgeholfen haben. Auch in dieſem Jahre hat ſich dieſes lebhafte Intereſſe des Handwerkſtan⸗ des an den von dem Gewerbverein theils gegrün— deten, theils von ihm unterſtützten Zeichnenſchulen bewieſen. Durch die unentgeldliche Abgabe von Vor⸗ legblättern, ſowie durch das Intereſſe überhaupt, wel⸗ ches der Verein für dieſen Gegenſtand zeigte, ſind auch in dieſem Jahre noch einige derartige Inſtitute in in den verſchiedenen Theilen des Landes ins Leben ge— rufen worden, und es iſt nicht zu bezweifeln, daß auf dieſe Weiſe nach und nach eine immer größere Verbrei⸗ tung von Handwerkszeichnenſchulen im Großherzog⸗ thum ſtattfinden wird. für das künftige Jahr wieder eine angemeſſene Summe zu dieſem Zweck zu verwenden ſeyn möchte. Ueberdieß halte ich es für das fortwährende Gedeihen dieſer Anſtalt erſprießlicher, von Zeit zu Zeit, etwa halb—⸗ jährig, eine Ausſtellung der vorzüglichern Arbeiten der Schüler zu veranſtalten und die ausgezeichnet— ſten unter den letzteren durch zu ertheilende Prämien, welche am beßten in Reißzeugen, auch wohl in Vor— legblättern u. dgl. beſtehen werden, zu belohnen und hierdurch einen erfolgreichen Wetteifer unter den Schülern hervorzurufen.— Die in dieſem Jahre veranſtaltete zweite Gewerbausſtellung iſt uns allen noch in erfreulichem Andenken. Wir können nicht läugnen, daß uns dieſelbe im Allgemeinen ein günſtiges Bild unſerer vaterländiſchen Gewerbsin⸗ duſtrie geliefert hat; dennoch waͤre es zu wünſchen geweſen, daß auch bei dieſer ebenſo wie auch bei der vorigen Ausſtellung die einzelnen Handwerke auf eine vollſtändigere Weiſe vertreten worden wären. Ich glaube, daß dieſer Umſtand ſeinen vorzüglichen Grund darin findet, daß man die eigentlichen Ab⸗ Ich glaube daher, daß auch 9 — chte, dm lie Meinus ganz 1 Meiſtet ten; da Gegenſt fer o würden, bildung Urkunde Achat lich eil lich da muosſtel furzen! ſam zu Aus tell für den heſonder neue Ind Fabrikat den Hrn Fabrik der gew Großher 2 die Pabſt die nan heit die Ausland ſig die werbve noch n Einheit Ich m eigene Gewerh Ihre zu ſetze Nur diſ dieſes terlandi hahe 3 unſen unſere 0 „ 27*. ſichten, welche der Verein bei Veranſtaltung ſeiner Ausſtellungen im Auge hat, noch immer nicht aus dem richtigen Geſichtspunkte betrachtet und daß die Meinung noch immer vorherrſchend iſt, daß nur ganz ausgezeichnet kunſtliche Produkte, ſogenannte Meiſterſtuͤcke, in der Ausſtellung Platz finden koͤnn— ten; da man doch im Gegentheil wünſchen muß, daß Gegenſtände des täglichen Bedarfs, in ausgezeichne— ter Vollkommenheit ausgeführt, darin ausgeſtellt würden, welche im Allgemeinen den Grad der Aus— bildung des Handwerkers und Gewerbsmannes be— urkunden. Der Verſuch mit der Verlooſung einer Anzahl der ausgeſtellten Gegenſtände, welcher bekannt— lich ein günſtiges Reſultat geliefert hat, wird hoffent— lich dazu beitragen, die Theilnahme für künftige Ausſtellungen zu erhöhen.— Zum Schluß dieſer kurzen Darſte kung erlaube ich mir darauf aufmerk— ſam zu machen, daß unter den verſchiedenen zur Ausſtellung gelieferten Gegenſtänden zwei Fabrikate für den Freund der vaterländiſchen Induſtrie ein beſonderes Intereſſe gewährten, weil ſie fur uns als neue Induſtriezweige betrachtet werden müſſen. Dieſe Fabrikate waren: 1) die erſten Erzeugniſſe der von den Hrn. Gebr. Schneider in Nidda errichteten Fabrik für endloſes Papier, ein Gegenſtand, der gewiß bald Nachahmung finden und für das Großherzogthum von großer Wichtigkeit werden wird; 2) die Erzeugniſſe der von den Hrn. Merk und Pabſt dahier errichteten Stéearinlichterfabrik, die namentlich in Bezug auf Reinheit und Schön— heit die ähnlichen uns bekannten Erzeugniſſe des Auslandes übertreffen.— Meine Herren, ſo gün— ſtig die Ergebniſſe des bisherigen Wirkens des Ge— werbvereins auch ſeyn mögen, ſo bleibt uns den— noch noch ſehr viel zu thun übrig, welches nur durch Einheit in unſern Beſtrebungen erreicht werden kann. Ich muß Sie daher alle dringend erſuchen, durch eigene Beobachtungen der Bedürfniſſe der einzelnen Gewerbszweige ſelbſtthätig mitzuwirken, und durch Ihre Mittheilungen den Gewerbsverein in den Stand zu ſetzen, da wo es Noth thut, kräftig einzuſchreiten. Nur durch dieſes gemeinſame Beſtreben, nur durch dieſes innige Verſchmelzen aller Intereſſen des va— terlandiſchen Gewerbszweiges iſt es möglich, das hohe Ziel zu erreichen, das uns vorgeſteckt iſt, und unſern Nachbarn zu beweiſen, daß wir die Zeit und unſere Verhältniſſe erkannt haben. Der Leichenwagen zu Vilbel. Die gewöhnliche Meinung, unſere Zeit habe nichts Gutes an ſich, wird durch Einrichtungen am Beßten aus dem Felde geſchlagen, die von Huma— nität und Civiliſation zeugen. Auch bei uns iſt ein ſolches Inſtitut ins Leben getreten. Bei der Auf— ſtellung des 18391 Voranſchlags nahm die bürger liche Ortsbehörde eine nicht unbedeutende Summe zur Erbauung eines Leichenwagens in Ausſicht. Be— kanntlich unterliegen die Voranſchläge der Geneh— migung der vorgeſetzten kreisräthlichen Behörden. Nachdem dieſe erfolgt war, wurden die Arbeiten an die verſchiedenen Handwerker in Akkord gegeben. Der Bau des Wagens iſt nun vollendet. Er iſt einfach, aber zweckmäßig eingerichtet.— Wegen der dazu nöthigen Pferde iſt mit dem hieſige Poſtmeiſter ein Kontrakt abgeſchloſſen, nach welchem der jährliche Betrag aus der Gemeinde— kaſſe ausbezahlt wird. Manches Unangenehme und Beſchwerliche wird durch die Errichtung dieſer Anſtalt beſeitigt, ohne beſondere Koſten zu veranlaſſen, beſonders aber hebt ſie die Unterſcheidungen auf, an die uns die Geburt knüpft. „Arm oder reich—, Die Todten ſiud gleich.“ Bekanntmachungen von Behoͤrden. t ν Frucht⸗Verſteigerung. (50) Donnerſtag den 6. Februar l. J., Nachmlt⸗ tags 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des Auguſtiner Schulfonds 50 Ml Korn aus der 1839er Aernte zweimalterweiſe offenl lich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg am 20. Januar 1840. Der Beigeordnete Bender. Mklannt machung. (53) Montag den 3. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus auf freiwilligen Antrag der Frau Leonhard Rühls Wittwe die der— ſelben gehörenden Güterſtücke öffentlich an den Meiſt— bietenden verſteigert werden, als: Gemarkung Friedberg: (Gärten.) Pag. u. Nro. 1) 129. 40. 20 Rth. in der 3. Gewann an Adam Bender jun gelegen, zehntfrei, gibt in die Stadtkirche 5 kr. 2½ Heller; 25. 28 Rth. in der 6. Gewann, zehnt⸗ frei, in der Uſavorſtadt, zwiſchen den Thoren an Jacob Heß. 26. 28 Rth. in der 6. Gewann, zehnt⸗ frei, daſelbſt, an Vorigen und Da⸗ niel Fritz; 30. 43 Rth. in der 18. Gewann an Georg Engel, iſt zehntfrei, gibt in i Rente 16 kr. 1 Heller. 5 Friedberg den 22. Januar 1840. Der Beigeordnete Bender. Holzverſteigerung. (65) Donnerſtag den 6. Februar, Morgens ½ 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald von Alten⸗ ſtadt, Diſtrikt alter Heegwald, die bei der geſtrigen Verſteigerung nicht verſteigerten 69 Stämme(gleich 1711 Köfß.) eichen Werkholz öffentlich verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter wollen dieſes geſälligſt veröffentlichen laſſen. Altenſtadt den 29. Januar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. Bekanntmachung. (66) Montag den 10. Februar l. J., Vormittags 10 ½ Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe auf freiwilli— gen Antrag des Herrn Heinrich Schwalm J. deſſen, Unten näher beſchriebene Hofraithe einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden, als: Pag. u. Nro. 40 ½oz Ein Wohnhaus nebſt Ställchen und Grund an Herrn Engelhard Bechſtein und Herrn Johannes Schmidt gelegen. Friedberg den 28. Januar 1840. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (67) Auf freiwilligen Antrag des Bürgers und 2 149. 3 150. 203. Bäckermeiſters Herrn Balthaſar Kehr ſollen Mon⸗ tag den 10. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe deſſen Immobilien öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden, als: Pag. u. Nro 10 54 6 Eine Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ haus und Grund an Herrn Tho⸗ mas Horn, gibt in die Corpora 18 Kreuzer; 29 219 23 84 Rth. Garten in der Gemar⸗ kung Friedberg am Wildkautsgra— ben an Wilhelm Hermann, iſt zehnt⸗ frei. Dieſer Garten iſt beſetzt mit 12 Zwetſchen⸗, 2 Nuß⸗, 4 jungen Aepfel⸗ und 1 Birnbaum, und ver⸗ floſſenen Herbſt gehörig mit Duͤn⸗ ger verſehen und geſtürtzt worden. Friedberg den 28. Januar 1840. Der Beigeordnete Bender. . 28 4. Guter⸗ Verſteigerung.* (68) Auf freiwilligen Antrag des Herrn Muſikus Karl Ferro dahier ſollen Montag den 10. Februar, Morgens 11¼ Uhr, in hieſigem Rathhauſe die dem⸗ ſelben gehörende in der Burg⸗Gemarkung liegende Güterſtücke, als: 187 Rth. zwiſchen dem Wieſenweg, Riedgraben und nauheimer Weg an Philipp Holler, ſodann 172 Rth. Ackerland zwiſchen dem Wieſenweg an Herrn von Diede, und zwar ein jedes beſagter Grundſtücke in 4 Abtheilungen, mit dem Bemerken, daß bei annehmbaren Geboten die Genehmigung er⸗ theilt werde, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 29. Januar 1840. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (69) Montag den 17. Februar l. J., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen in Sachen des großh. Oberkontroleurs Schuchart zu Offenbach, Kläger gegen Johannes Scheibel Martin Sohn und deſſen Ehefrau zu Obermörlen, Beklagten den letzteren fol— gende Immobilien: Fol. u Nro.) 2 % Eine Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus 0 5 und Stall, an Martin Frei ge⸗ egen. %ç%ʒ, 3 Rth. Hausgarten an Johannes Schei⸗ bel, Martin Sohn. 2) Garten. 618 4%“; 53 Rth. hinter dem Haingraben, an An⸗ dreas Scheibel. 5 Jian 1,2 Rth. am gepflaſterten Weg theilt mit Jacob Merſchel. 5 3) Oberfeld. 3 9,6 R. auf Speck, an Johs. Muller. % 251 R. bei der Rindwieſe an Conr. Rolly. 8,3 R. in den naßen Gärten. 4) Heftersheimerfeld. 2s 12,7 R. in den Weingärten, an Johs. Jeckel. 4 40%, 1 R. auf der grünen Eich, an Jacob eil. K 436 16 21,6 R. daſelbſt, theilt mit Andr. Scheibel. 7% 208 R. ſtößt auf die Aitzenbach an Hrn. Schneider. 5) Im Kirchfeld. 54% 27,8 R. auf der Haide, an Heinr. Burk. 44%5 22,5 R. daſelbſt, neben dem Blöſenweg. 510020 36,2 R. daſelbſt, an Johannes Burk, J½e 28,4 R. hinter der Höhe an Hrn. Rühl Schmied. i a 6) Im Mittelfeld. „20,5 R. zwiſchen dem Mühlweg und un⸗ terſter Waide, theilt mit Heinrich Schnei⸗ der Schmied. ſammli hieſſger kung er bietend lichen K Obe 00 —̃ „ 29 7 a %%% 14,1 R. an der hintern Waide, an ſich ſelbſt. g 1 30,5 R. jenſeits des Muͤhlwegs an Wer⸗ ner Zimmer. % 20,7 R. auf dem Reſch, iſt getheilt mit Heinrich Schneider Schmied. W 9% 27,5 R. zwiſchen dem obermörler Kuh— trieb, an Wilhelm Heil. 9) Unterfeld. 69% 11,0 R. am rothen Stein, an Juliane König.. 10) Mittelhaide. * 12,4 R. ſtoͤßt auf den Blöſenweg, an Conrad Rolly. % 33,8 R. am Battenberge an Marianus Wagner J. 1 16,9 R. daſelbſt an J. Müller. 11) Wieſen. 3 7,3 R. in den Langenhainer Weingarts⸗ wieſen an Anton Hammann; ſämmtlich in Obermörler Gemarkung gelegen, auf hieſiger Gemeindeſtube unter den vor der Verſteige— rung eroͤffnet werdenden Bedingungen öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden, welches hiermit zur öffent— lichen Kenntniß bringt. Obermörlen den 29. Januar 1840. In Auftrag: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Holz-Verſteigerung. (70) Mittwoch den 5. Februar l. J., des Mor— gens 9 Uhr, ſollen in dem Freiherrl. von Löwiſchen Wald zu Steinfurth, Diſtrikt Lochtannen, nachge— nannte Holzſortimente öffentlich meiſtbietend verſtei— gert werden: 20 Stecken kiefern Prügelholz, 3„ ͤ Stockholz, 1225 Stuͤck dergleichen Wellen und 1272 Cubikfuß kiefern Bau- und Werkholz. Die Zuſammenkunft iſt in obengenanntem Diſtrikt zur beſtimmten Stunde. Steinfurt den 28. Januar 1840. Der feeih. von Löwiſche Revierförſter Weigand. Holzverſteigerung. (71) Dienſtag den 4. Februar, Morgens 9 Uhr anfangend, werden in verſchiedenen Felddiſtrikten der Gemeinde Ockſtadt nachbenannte Holzſortimente verſteigert: 10 4 Stecken kiefern Scheitholz, 1 eiden„ 3)„ kiefern Stockholz, 4) 425 Stuͤck weiden Hopfenſtangen, 8„„ Wellen, 8) 18 u½„kiefern„ 768 7) 21 Stecken weiden Reiſer, Zumachholz. In den Klappertannen wird der Anfang gemacht. Die Herrn Buͤrgermeiſter der umliegenden Orte werden andurch um gefällige Bekanntmachung erſucht. Ockſtadt den 30. Januar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter röninger. Fruchtverſteigerung. (72) Dienſtag den 4. Februar, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Wohnung des Heinrich Kipp dahier von den freiherrlich von Frankenſtein'ſchen Fruchtvorräthen aus 1839 r Erndte: 40 Mltr. Wai⸗ zen, 200 Mltr. Korn und 100 Mltr. Gerſte, ſodann aus der 18381 Erndte 200 Mltr. Hafer verſteigert. Ockſtadt den 29. Januar 1840. Brömſer. Holzverſteigerung. (73) Donnerſtag den 6. Februar, Morgens 8 Uhr, werden in dem freiherrlich von Frankenſtein'ſchen Walde, Diſtrikt Kreuztannen 2¼ Stecken kiefern Scheitholz, 24¼ Stecken ditto Prügelholz, 171½ Stecken ditto Stockholz, 11,237 Stück kiefern Wellen, 71 ditto Stämme circa 2000 Cub. F. enthaltend, und 1400 weißtannen Stangen, zu Rüſtſtangen, Leiterbäumen und Baumpfählen geeignet, öffentlich verſteigert. Ockſtadt den 30. Januar 1840. Brömſer. Holzverſteigerung. (74) Künftigen Donnerſtag den 6. Februar, Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen in dem geſammtherrſchaftlichen Walddiſtrikte Diebseiche nachſtehende Holzſortimente durch die btr. Behörden öffentlich verſteigert werden. Fiscaliſcher Antheil. Gräfl. Solms⸗ u. Elſiſche Antheile. 8 Stecken buchen Scheit- 16 Stecken buchen Scheit⸗ holz, holz, 19„„„ Prügel⸗ 36„„ Prugel⸗ holz, holz, leihen ae holz, holz, 2000 Stück buchen Wellen 4000 Stück buchen Wellen 250„ eichen 55 500„ eichen 5 Die Zuſammenkunft iſt in dem Diſtrikte ſelbſt, an den, auf der Straße von Ilbenſtadt nach Kai⸗ chen befindlichen Ruhebänken. Heldenbergen den 29. Januar 1840. Der großh. Revierverwalter Gutfleiſch. Vieh- und Mobilien-Verſteigerung. 75) Wegen Geſchäfts Veränderung will der hie— ſige Muͤllermeiſter Jacob Kißler Dienſtag den 11. Februar d. J. und die folgenden Tage nachbenannte Gegenſtände einer freiwilligen Ver⸗ ſteigerung ausſetzen: * 1) 6 Pferde, N„ 2) 6 Kühe, worunter eine friſchmilchende, die andern aber ſchwer tragend ſind, 3) einen Faſſelochſen, reine ſchwyzer Race, 1½ Jahr alt, 4) einen dergleichen, ſchwyzer Baſtard, 7 Jahr, 5) einen fetten Ochſen, 6) 21 Stück fette Hämmel, 7) 2 ſchwere traͤchtige Mutterſchweine, 8) 14 Stück Zuchtſchweine, 9) eine vollſtändige, jetzt noch im beßten Gange befindliche Branntweinbrennerei mit 2 Keſſeln, 2 Ohm 56 Maaß und 1 Ohm 20 Maaß 8 haltend, 5 10) drei vollſtändige neue Wagen mit eiſernen Achſen, 110 eine leichte Chaiſe, welche ein- und zweiſpännig gefahren werden kann, 5 12) einen Stuhlwagen mit zwei ledernen Sitzen, 13) drei Pflüge und zwei Eggen, 140 vollſtaͤndige Wagengeſchirre für 8 Pferde, 15) vollſtändiges Chaiſengeſchirr„ 2„ 16) ein dergleiches fuͤr ein Pferd, 5 17) vollſtändige Ackergeſchirre für 6 Pferde, 18) zwei vollſtändige Rindgeſchirre, 19) drei Fliegengarne, worunter ein ganz neues, 20) acht ſteinerne Schweintröge, 21) achtzehn große und kleine Wagenketten, 22) einen eiſernen Hemmſchuh, 23) 16 Ochſen⸗ und Kühketten, 24) ſieben Pferdehalfter mit Ketten, 25) eine vollſtändige Heblade mit engliſcher Draht—⸗ kette, eine ſtarke Winde, womit ſich ein Gewicht von etwa 120 Ctr. heben läßt, eine kleine dergleichen, neu, außerdem vielerlei andere Oeconomiegeräth⸗ ſchaften, als Heu- und Miſtgabeln ꝛc. fünf Mehl- und Vorrathskaſten, eine Frucht⸗ fegemühle, zwei ſchwere Schlagen, Hebeiſen und andere vorräthige Mühlgeräthſchaften, zwei Hobelbänke, wovon die eine ein Buchen— die andere ein Eichenblatt hat, vollſtändige Arbeitsgeſchirre für zwei Schreiner, vollſtändiges Arbeitsgeſchirr für einen Mühlarzt, dergleichen fur einen Zimmermann, vielerlei Hausgeräthſchaften, als Comode, Tiſche, Bettladen, Betten ꝛc. ſieben Stämme eichen Bau⸗ und Werkholz, circa 1500 Cubikfuß haltend, 200 Cubikfuß geſchnittenes Pfoſtenholz, von 6 und 8 Zoll dick, 37) circa einen Wagen voll hainbuchen Werkholz, ſchon vor 6 Jahren beſchlagen, 38) Etwa 60 Stück Nußbaum⸗, Kirſchbaum⸗, Eichen⸗„ Erlen⸗, Kiefern⸗ und Buchen⸗Bohlen, von ver⸗ ſchiedener Dicke, 39) 600 800 Aepfelbäum⸗ u. Hainbuchen⸗Kammen, 260 27 28 290 300 310 32) 33 34) 35) 360 4 30. * 1 40) drei neue Zapfen von Guß an Wellbäume, 410 zwei Zapfen zum Abdrehen von Wellbäumen, 42) Etwa 25 Fuder Futterſtroh, 43)„ 150 Centner Heu, 44)„ ͤ 200 Körbe Spreu, 6 45)„ 200 Malter Kartoffeln, 46)„ 320 Mahnen Dickwurz und 47)„ 90 vierſpännige Wagen Miſt. Die Verſteigerung beginnt jedesmal Vormittags um 9 Uhr und Nachmittags um 2 Uhr. Das Vieh kommt zuerſt und die übrigen Gegen⸗ ſtände in der Reihenfolge zur Verſteigerung, wie ſie vorſtehend aufgefuͤhrt ſind. Gegen genügende Bürgſcheine wird eine Zahlungs— friſt bis Michaeli d. J. und bei gleichbaldiger Zah⸗ lung ein Nachlaß von 5 Procent bewilligt. Heldenbergen am 25. Januar 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Mobiliar ⸗Verſteigerung. (76) Dienſtag den 4. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, und die folgenden Tage ſoll in der Behau⸗ ſung der Heinrich Ohmeis'ſchen Kindern, deren elter— licher Mobiliar⸗Nachlaß, beſtehend in Gold-, Silber-, Weißzeug, Bettung, Haus- und Küchengeräthſchaf⸗ ten ꝛc. freiwillig meiſtbietend verſteigert, und hierzu Kaufluſtige eingeladen werden. N Obererlenbach am 27. Januar 1840. In Auftrag gr. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſten Ohmeis. 5 Bek a n nt in a hun g. (77) Der der Stadt Gießen geſtattete Frühmarkt für Vieh wird, obgleich er im Landkalender nicht aufgeführt iſt, dennoch den zweiten Dienſtag vor Petri dieſes Jahres wieder abgehalten werden. Die Herren Bürgermeiſter wollen dieſes im In— tereſſe ihrer Gemeinden alsbald zur öffentlichen Kennt⸗ niß bringen. Gießen den 26. Januar 1840.. J. V. d. Beg Der Beigeordnete Chriſtian Schneider. d ιον νν Privat-⸗ Bekanntmachungen. Drei ineinander gehende Stuben, (78) eine Manſardſtube, eine Kammer, verſchlof⸗ ſener Keller und Holzſtall iſt zu vermiethen und kann bis zum 1. April bezogen werden bei Buchecker. 60 fl. Kapital (79) liegen in der hieſigen Kirchenkaſſe zum Aus⸗ leihen bereit. Oſtheim den 28. Januar 1840. N P. Frees, Kirchenrechner. ner au zeichnete Aſſe (83) kaufen 84) Unterz 10 Ef 100 * 31 4 Welftheaker im Saale des Herrn Peter Mann. (80) Sonntag den 2. Februar: Vorſtellung in 4 Abtheilungen. 1) Anſicht von Como in Italien. 2) Wilhelmshöhe bei Caſſel. 3) Ein mechaniſches Ballet. 4) Die Eroberung von Conſtantine am 13. Oktober 1837. Sämmtliche Anſichten werden mit beweglichen Figuren nach der Natur getreu belebt, und mit paſſender Muſik begleitet. Aufang Abends präcis 7 Uhr. Friedberg den 30. Jauuar 1840. Friedrich Lorgie. 500 Gulden (81) liegen in hieſiger Kirchenkaſſe gegen doppelte Verſicherung zum Ausleihen bereit, auch können ſie getrennt werden. Rockenberg den 28. Januar 1840. Wettner, Kirchenrechner. in ach un g. (82) Da das Matzenmehl für die Iſraeliten hie— ſiger Gegend bei mir gemahlen wird, ſo kann ein Jeder ſeinen eigenen Waitzen gemahlen bekommen gegen Molter, wie auch zum Ankauf für denſelben Preis wie allerwärts. Die Beſtellung des Matzeu— mehls kann angenommen werden bei Philipp Scheu— ner auf der Hainmühle, wie auch bei dem Unter— zeichneten. Aſſenheim den 30. Januar 1840. Iſrael Liebmann. Ungefähr 20 Ctr. Grummet, (83) hat in ganzen und halben Centnern zu ver— kaufen Heinrich Hanſtein Ar. Zum Verkauf. (84) Wegen Geſchäftsveränderung iſt bei dem Unterzeichneten 1) Ein Tanzboden, in Tafeln von Doppeldiehlen, mit Unterlagen in das Freie zu legen, ohne daß derſelbe aufgenagelt zu werden braucht; 2) eine Kelter mit hölzernen Schrauben, nebſt Mahltrog und Stein. 3) eine kleine Kelter, welche ungefähr 20 Maaß ausdrückt, 4) ein Bienenhaus von 22 Fuß Länge mit Ziegeln gedeckt; zu 24 Bienenſtöcken eingerichtet; 5) 8 gut conſervirte Bienenſtöcke in Magazin- und Strohfäſſer; 6) Fäſſer und Bütten von jeder beliebigen Größe; 7 e und ſonſtiges ausgehauenes Küfer— holz; 8) eine Baumſchule mit allen Sorten Obſtbäumen, ſowohl veredelte als Wildlinge, 9) eine Parthie Zwetſchen- und Pflaumbäume und 10) eine große Quantität Eſſig auf den Mutter⸗ fäſſern, nebſt den Fäſſern und ſonſtiges Möbel und Hausgeräth aus der Hand zu verkaufen. Friedberg den 30. Januar 1840. Friedrich Chriſtian Sieck, vor dem ehemaligen Mainzer Thore. Familienwagen von Aſſenheim nach 8 Frankfurt. (85) Die Unterzeichneten beehren ſich, einem hie— ſigen und benachbarten Publikum die ergebenſte An— zeige zu machen, daß ſie einen Familienwagen eta— blirt haben, welcher jeden Montag und Mittwoch Morgen um ½ 6 Uhr von Aſſenheim nach Frank furt und Nachmittags um% 4 Uhr von dort zu— rück fährt. In Vilbel haͤlt er am Gaſthaus zum Stern und in Frankfurt an der Reichskrone an. Indem die Unterzeichneten um gefällige Berück— ſichtigung bitten, bemerken ſie zugleich, daß der Platz im Wagen von Aſſenheim 36 kr., von Niederwöllſtadt aber bis Frankfurt 30 kr. koſtet. Die gleichen Preiſe gelten auch von Frankfurt zurück. Aſſenheim den 30. Jan. 1840. Bertalott& Schwab. Bekanntmachung. (86) Montag den 3. Februar und die fol— genden Tage, Nachmittags um 2 Uhr, laͤßt die Unterzeichnete eine große Parthie zuruͤckgeſetzter Waaren, beſonders Glas, Porzellain, Schnur, kurze Eiſenwaaren gegen gleich baare Zahlung verſteigern. Gießen am 24. Januar 1840. J. Piſtors Wittwe. 3000 fl. zu 4 pCt. (87) liegen zum Ausleihen auf Guͤterſtuͤcke bereit. iii e nig Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt vorräthig: Friedleben, Dr. Th., Experimental— Phyſik zum Gebrauch gemeinfaßlicher Vorträge und zum Selbſtunterricht fuͤr denkende Freunde der Naturwiſſenſchaft und gebildete Gewerbtrei— bende aller Klaſſen. k. Beck, Dr. J., Lehrbuch der allgemeinen Geſchichte. 45 kr. Kohlrauſch, Fr., chronologiſcher Abriß der Welt— geſchichte, zunächſt für den Jugendunterricht. 45 kr. Redslob, M. G. M., der Begriff des Nabi oder des ſogenannten Propheten bei den Hebräern. 36 kr. Ziehnert, W., Preußens Volksſagen, Mährchen und Legenden, als Balladen, Romanzen und Er— zhlungen. Dritten Bandes erſtes Heft. 18 kr. Die Jobſiade. Ein grotesk-komiſches Heldengedicht in drei 9255 5 len. a 1. Das Waſſerbuͤchlein, oder praktiſche Anleitung für alle Menſchen jeden Alters und Geſchlechts zur nützlichen Anwendung des innerlichen und äußerlichen Gebrauches des kalten Waſſers. 12 kr. Entwurf eines Geſangbuches für die evangeliſche Kirche im Königreich Würtemberg.“ 48 kr. Möller, A. W., das Evangelium für Kinder. Nach den vier Evangeliſten bearbeitet. 18 kr. Dasſelbe auf Velinpapier mit Stahlſtich. 54 kr. —— In der Kürze erſcheint und nimmt Carl Binder⸗ nagel in Friedberg Beſtellungen darauf an: Johann Arnd's ſechs Buͤcher vom wahren Chriſtenthumt und deſſen Paradiesgaͤrtlein. Neu herausgegeben und mit einer beleuchtenden Einleitung und einer Biographie des Verfaſſers begleitet a von Dr. F. Ww. Krummacher; Paſtor in Elberfeld. Das Werk erſcheint in Royaloctav auf feinem Velinpopier, mit ganz neuen Lettern gedruckt und mit 5 Stahlſtichen geſchmückt. Das Ganze wird in 5 Lieferungen ausgegeben, deren jede 36 kr. koſtet. Frucht ⸗Verſteigerung. (88) Montag den 10. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Bergwirthshaus dahier von dem hieſigen herrſchaftlichen Speicher meiſtbietend verſteigert werden: 50 Malter Korn, 0 e Gerſte, 200 bis 300 Malter Hafer. b Zugleich wird bemerkt, daß auf dem herrſchaft⸗ lichen Speicher dahier gegen 600 Malter Hafer vorräthig ſind, und daß die weitere Quantität auch aus der Hand abgegeben werden kann. Gedern am 29. Januar 1840. Der gräfl. Stollbergiſche Rentverwalter Mickel. * 32 23 Muſikaliſche Abendunterhaltung. (89) Samſtag den 1. Februar, Abends 6 Uhr, wird der Unterzeichnete von hieſigen und auswär⸗ tigen Kunſtfreunden unterſtützt, im Rathhausſaale dahier, in Friedberg, eine muſikaliſche Abendunter⸗ haltung zu geben die Ehre haben, wozu derſelbe er⸗ gebenſt einladet. Billete ſind in der Wohnung des Herrn Dambmann à 24 kr. und an der Kaſſe à 30 kr. zu haben. a Kauß, Violoncelliſt, aus Gießen. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 6 fl. 30 kr. Gerſte: 5 fl. 30 kr. Hafer: 2 fl. 50 er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗-Preiſe zu Frankfurt, am 20. Jan.: Walzen: 9 fl. 45 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 45 kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Mainz, am 24. Januar: Waizen: 10 fl. 21 kr. Korn: 7 fl. 27 kr. Gerſte: 6 fl. 3 kr. Hater: 3 fl. 8 tr. Erbſen:— fl.— kr. Poltzei⸗Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 2. bis 9. Februar 1840. . i 9 B pf Brod Preiſe. Wider nee . f kr. pf l kr. pf. 1 J Leib⸗Roggenbrod 22 2 2 77 7 5. 45 4 1 77 10 1 10— a 5 Lotb. Loth. —[Milchbrod 141 642 11 44 —[Waſſerweck 115% 1— Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 9 57 11 5% Fleiſch⸗Preiſe. a 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 1104 10— „ Kubfleiſch U— 77 Rindfleiſch 1 2 7 2 7 Kalbfleiſch 6 77 6 5 „ Schweinenfleiſch 9 3 9 3 „Hammelfleiſch 8* 84— „ Schaaflleiſch 5————ͤ— „Wurſt von blos Schweinen 12— 124— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 14— 14 „ Schwartenmagen 14— 14— „I Geräucherter Speck 4 20— „Schinken 14— 44 7 Dörrfleiſch 15 e 15* „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19— „ l dito ungusgelaſſen] 18— 18— „ Nierenfett 18— 18— Hammelsfett 16— 115 1— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. — gefaßt! mit der geſtellt ober betreffe und ſo Gemeit an di 282—