ebrauch 1 gleich alz lerri 2 kervereins donntags⸗ algemei⸗ iniß. Mit r. quer 8. Erfahrung 6 fl. 20 kt. Intelligenzblatt für die berhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden We im Beſonderen. Sonnabend, den 31. August 1339. Friedberg am 27. Auguſt 1839. Der fünfundzwanzigſte Augnſt, ein uns Fried— bergern feierlicher Tag, wurde auch dieſesmal auf verſchiedene Weiſe feſtlich begangen. So war in dem Garten des Burggraviates Mittags eine große Tafel von wohl 200 Gedecken, und Abends Beleuchtung daſelbſt. In dem Caſino-Gebäude fand ein Pike— nik ſtatt, welchem ein glänzender Ball folgte. Der Saal prangte mit der transparenten Namensſchiffer Sr. Königlichen Hoheit unſers allverehrten Groß— herzogs. Zu gleicher Zeit war Tanzmuſik in dem Gaſthauſe des Herrn Mann und Illumination in dem Garten des Herrn Sieck und vor der Stadt großes Haupt- und Ritter-⸗Scheibenſchießen. Wir bedauern, daß wir nicht im Stande ſind, jedes ein— zelne Feſt zu beſchreiben und uns auf dieſe kurze Anzeige beſchränken müſſen. Perſiſche Gym naſtik— In Franklins Bemerkungen auf einer Reiſe von Bengalen nach Perſien findet ſich unter andern fol— gender intereſſante Artikel über die gymnaſtiſchen Uebungen der Perſer: Es gibt in Schiras Oerter, die man Zuhr Khana, d. i. Stärkungs⸗ oder Uebungshaus nennt, und wo— hin die Perſer ſich begeben, um ſich Bewegungen zu machen. Dieſe Häuſer beſtehen aus einem einzigen Zimmer, deſſen Boden ungefähr zwei Fuß tiefer iſt, als die Oberfläche der Erde. Licht und Luft kommen durch einige kleine oben im Gewölbe angebrachte Oeffnungen hinein. In der Mitte iſt eine große viereckige glatte ebene Terraſſe von gut geſchlagener Erde; und an jeder Seite ſind kleine, ungefähr zwei Fuß hoch über die Terraſſe erhöhete Alkoven, wo die Muſiker und Zuſchauer ſitzen. Wenn alle Theil⸗ nehmer ſich verſammelt haben,(und das geſchieht an jedem Freitag bei Tagesanbruch), ſo ziehen ſie ſich ſogleich bis auf die Mitte des Leibes aus, und legen dann ein Paar dicke wollene Beinkleider an. Hier⸗ auf nehmen ſie zwei hölzerne Keulen, die ungefähr anderthalb Fuß lang und birnenförmig ſind, in die Hände. Dieſe Keulen legen ſie auf beide Schultern und nun bewegen ſie ſich nach der Muſik, mit gro— ßer Behendegkeit vor- und rückwärts, ſtampfen dabei mit den Füßen auf die Erde, und ſpannen alle ihre Kräfte an, bis ſie in einen ſehr ſtarken Schweiß gerathen. Wenn dieſes ungefähr eine halbe Stunde gedauert hat, ſo gibt der Vorſteher des Hauſes, der immer mit zu der Geſellſchaft gehört, und durch den Namen Pehlwahn oder Ringer unterſchieden wird, ein Zeichen; nun hören ſie alle auf, legen ihre Keulen weg, ſchließen Hand in Hand einen Kreis, und fangen an ihre Füße ſehr hurtig zu be— wegen, und zwar nach der Muſik, die während der Zeit ſehr lebhaft geht. Wenn ſie dies eine geraume Zeit fortgeſetzt haben, ſo fangen ſie an zu ringen; aber ehe der Wettſtreit in dieſer Kunſt angeht, wen— det ſich der Vorſteher vom Hauſe mit einer beſon— deren Rede an die Geſellſchaft. Er ſagt den Can— didaten: da ſie alle als gute Freunde zuſammenge— N kommen wären, ſo müßten ſie auch ſo auseinander gehen, und bei dem Streit, den ſie jetzt anfangen wollten, keine Bosheit oder üble Geſinnung im Her⸗ zen hegen; es ſey blos auf eine ehrenvolle Nach— eiferung und auf einen Wettſtreit in der Stärke abgeſehen, nicht aber auf eine Schlägerei; daher erinnert er ſie, gute Laune und Eintracht dabei zu haben. Dieſe Rede wird von der ganzen Geſellſchaft mit Beifall aufgenommen. Dann gehen die Ringer an ihre Beluſtigung, wobei der Vorſteher des Hau⸗ ſes immer der herausfordernde Theil iſt; und da er Uebung hat, ſo wird er gewöhnlich Sieger, und wirft jeden von der Geſellſchaft zwei- oder dreimal nacheinander nieder. Doch geſchieht es bisweilen, daß er einen findet, der ihm gewachſen iſt, beſonders, wenn er müde zu werden anfängt. Die Zuſchauer bezahlen jeder einen Schähi, oder drei Pence eng⸗ liſches Geld, wofür ſie während der Beluſtigung mit einem Kalian(d. i. ein Apparat zum Ta⸗ bakrauchen nach Perſiſcher Art, wobei der Rauch erſt durch Waſſer gehen muß) und Kaffee erfriſcht werden. So treibens die Perſer, und wie treiben ſie es bei uns? Da findet man die Gymnaſtik auf dem Sopha, auf dem Federbette, in dem Romanſtudiren auf Polſtern, auf der Promenadenchaiſe, allenfalls noch auf dem Tanzboden und in einer ſchattigen Allee. Die Früchte davon nimmt man überall wahr. O unſere ganze Generation hat eine allgemeine Krankheit uͤber⸗ fallen, welche nun nothwendig geheilt werden muß. Hier und da erhebt ſich eine Stimme, aber größten⸗ theils vergebens. Möchten doch diejenigen Männer, welche dieſes kräftige Heilmittel kennen, ſich zum Wohle ihrer Mitmenſchen aufgefordert fühlen. Möchte un⸗ ſere Nation wieder eine ächte deutſche werden, damit nicht wieder ein Körner anferſtehe, der da ausrufe: „Deutſches Volk, du herrlichſtes vor allen, Deine Eichen ſteh'n; du biſt gefallen.“ Wetterauer Nachrichten aus dem dreißigjaͤhrigen Kriege.) J. Bekanntlich hatten im Jahre 1634, wo für die Schweden und die evangeliſchen Reichsſtände die ) In den Kir chenbüchern mehrerer Ortſchaften der Wetterau ſind— Dank den Geiſtlichen der damaligen Zeit!— aus dem dreißigjährigen Kriege intereſſante Nach⸗ richten niedergelegt, die wohl in dem Intelligenzblatte eine Veröffentlichung verdienten. Solche Nachrichten ſollen ſich namentlich in den alten Kirchenbüchern der Gemeinden Leidhecken, Dauernheim u. ſ. w. finden. unglückliche Schlacht bei Nördlingen erfolgte, in unſern Gegenden, weil ſie proteſtantiſch, alſo im Sinne der kaiſerlichen Partei ketzeriſch waren, die Kroaten und andre kaiſerliche Schaaren, furchtbare Gräuel verübt und mit Raub und Mord gewüthet, ärger als die Türken. Davon geben z. B. die Er⸗ ſtürmung des feſten, mit geflüchteten Menſchen ange⸗ füllten Schloſſes Bingenheim durch die Kroaten oder, wie man ſie damals naante, Krabaten, die Plünderung und Verbrennung des großen Fleckens Echzell, der Lanzenmord wehrloſer Menſchen zu Dauernheim, u. ſ. w. genügendes Zeugniß. Nun zog die Peſt, die ſchlimmſte Begleiterin ſolcher ſchau⸗ dervollen Scenen, in die verheerten und niederge⸗ brannten Dörfer und mit Gefluͤchteten angefüllten feſten Städtchen ein, und wüthete das darauffolgende Jahr 1635 hindurch auf die furchtbarſte Weiſe. Wie groß die Sterblichkeit zu dieſer Zeit war, läßt ſich nach einer Angabe des alten Kirchenbuches eines jener feſten Städtchen, des Städtchens Nidda, er⸗ meſſen. In dieſem Kirchenbuche nämlich finden ſich allein von dem Jahre 1635 über 1740 Todte na⸗ mentlich verzeichnet, die in Nidda verſtorben ſind, mit der öfters bei einem und dem andern Tage hinzugefügten ausdrücklichen Bemerkung, daß außer den aufgezeichneten Todten noch mehrere verſtorben ſeyn ſollen, über die dem Aufzeichner nichts Näheres bekannt geweſen. Dieſer ſelbſt, wahrſcheinlich der Geiſtliche, hat mehrmals gewechſelt, vermuthlich vom Tode hingerafft; denn es findet ſich nach einander verſchiedene Handſchrift in der Aufzeichnung. Am Rande des Buches iſt immer der zehnte Todte mit der Zahl 10 bezeichnet, wohl um die Geſammtzahl leichter zu überſehen. Uebrigens ſind nicht ſämmt⸗ liche Todte Einwohner des Städtchens Nidda, ſon⸗ dern großentheils Leute aus der nahen Umgebung deſſelben, bis gegen Staden hin. Daß ſich nicht weiterher Einzele unter den Todten finden, ſo viel mir eriunerlich iſt, darf wohl der eignen Befeſtigung Stadens zugeſchrieben werden, hinter deſſen Burg, Wall und Mauern mit ſtarken Thuͤrmen verſehen, ſich wieder die Bewohner der daſigen Gegend flüuͤch— ten und bergen konnten. II. In dem Peſtjahre 1635 konnte wenig oder nichts geärndet werden; denn die kaiſerlichen Soldaten, die in der Gegend zurückgeblieben waren, droſchen die Frucht auf dem Feld aus, um ſich Mundvor⸗ rath zu verſchaffen und aufzuhäufen oder um ſie zu füttern. So klagt in einem Bittſchreiben an die damalige Grafin Solms als Vormünderin eine Päch⸗ terin ſolmſiſcher Güter zu Berſtadt, mit dem Bemerken, daß jenes mäniglich bekannt ſey. Wöd. Schilchſt, Mann aic Beer Da f der Gabſt Dol „Halb, lat Doach Daf „Joa,“ Cann Do Cann Dos Boarchel, Docs e Doas blai Daun 8 Do giht! Sah Stih Do Geall Dl Oach, do No ge Mache D Mach Do Mh ſaun' nnen Annemar Cann m Do hoſt Bekannt E (850) die von Ochſadt Sub beuefi weshalb alle Verlaſſenſche den, dieſelbe eiſe 9 e. Wie — 24— Wetterauer Mundart. Dr Laͤiwesoabſchidd. No, adjehs, läib Gealleſchnittche, Aich will naut mihn zou Dr gihn! Schlaiferjoakobs Annemargrittche Caß mr noach emol ſu ſchihn. Geall, Dou mahnſt, Dou wäͤrſcht dr Kenig? Eann aich wär Dr Dain Butſchkai? Lang woar aich Dr ünnerdänig, Oawwer eatzt, eatz eaß vrbei. Sah Dou noun:„Doas ſain mr Sache!“ Gih Dou hin! wäi's hahßt eamm Läid: „Geall, main Schatz, aich konn Or'ſch mache!“ Nahn, main Schatz, aich mohn Daich näit! Catz verzehl's em beaß nohch Friwrig! Lach Dou nuhrts! doas eas di Hih! Sah emol, woas hoſt De iwrig? Sah Dou eatzt: Läib Hanneſſi! Oa, dr Hannes eaß näit heatzig— Aich ſain fruh, aich ſain Daich lus, Cann dm Annemargrlttche ſeatz' ich Goar ße ſchihnche uffem Schuhß. Wann aich'r ohns Maul gedache, Schilchſt De gloatt; doas ärjert Daich, Wann aich mearr er annern lache— Aerjer Daich, doas lächert maich. uff der Kirb, eatz eaß bahl jährig! Sahſt Dou näit eann keaßt maich dann: „Läib, laͤib Hanneſſi, oa wär' ich Doach Dain Frah, eann Dou main Mann! „Joa,“ ſahr aich,„aich ſain's ßefrirre!“ Cann Dou moachſt die Huchzetkruhnn, Cann Dou käifſt ſchunn bai de Jirre Boarchet, Bahnd und Sitzkattuhnn. Doas eaß eatzet all vergeawes, Doas blait meatt Dr iwerig; Dann's giht as wäi baim Kreawes, Do giht alles hinner ſchich. Sah nuhrts naut,'s ſain joa Läie! Stih Dou mihn bai annern Borſch! Geall Dou mahnſt, aich mißt Daich kräie? Oach, donohch ſainn aich näit forſch. No genunk, aich ſain Daich ohres, Mache Or kahn Wippche für; Mach Dou noun meatt Annern Zohres, Aich ſain's mues!— ous mealt Dir! Annemargrittche, Dou main Leawe! Annemargrittche, Dou main Schatz! Eann main Herz, ſu lang aich leawe, Do hoſt Dou de eyhrſchte Platz. 4 9*. Bekanntmachungen von Behoͤrden. A Edietalla dung. (854) Die Erben des großh. heſſ. Raths Seitz von Ockſtadt haben die ihnen angefallene Erbſchaft sub beneficio legis et inventarii angetreten, weshalb alle diejenigen, welche Anſpruͤche an dieſe Verlaſſenſchaft zu machen haben, aufgefordert wer⸗ den, dieſelben ſogewiß Donnerſtag den 19. September, Vormittags, dahier anzumelden, als ſonſt ſie bei der Auseinau⸗ derſetzung dieſes Vermögens keinerlei Berückſichti⸗ gung finden können. Friedberg den 10. Auguſt 1839. In Auftrag gr. Hofgerichts der Provinz Oberheſſen: Das großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Brumhard. Edict alla dung (855) In den Hppothekenbüchern der Gemeinde Florſtadt ſtehen noch offen: I. 250 fl. von Johann Peter Kratz in Florſtadt, bei dem hollaͤndiſchen Pfarrer Polz zu Hanau im Jahre 1776, II. 25 fl. im Jahre 1802 von Johann Peter Schmitt bei Johann Heinrich Treudt in Florſtadt, endlich III. 20 fl. im Jahr 1813 von Andreas Will aus Florſtadt bei den Erben der Johannes Stoffel sen. Wittwe daſelbſt entliehen. Der Schuldner Erben behaupten, daß die con— ſtituirten Pfandrechte durch Zahlung der vorgedach— ten Kapitalien längſt erloſchen ſeyen; allein ſie kon— nen dies durch Production der Schuldurkunden nicht nachweiſen. Auf ihren Antrag werden daher alle, welche auf letztere Anſprüche machen und den Fort—⸗ beſtand des Hypothekenverbandes hinſichtlich der ein— geſetzten Immobilien behaupten wollen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt die vorgedachten Schuldverbriefungen für mortificirt erklärt, und die betreffenden Einträge in den Hypothekenbüchern werden geſtrichen werden. Friedberg den 9. Auguſt 1839. Großh. heſſ. freih. v. Loͤwiſches Landgericht Hofmann. Edictalladung. (857) Johann Conrad Rumpf und deſſen Ehe⸗ frau Eliſabetha entliehen im Jahre 1800 bei Joſt Wilhelm Schmitt zu Butzbach ein Capital von 250 fl., welches längſt wieder abgetragen ſeyn ſoll, ohne daß jedoch die Obligation zur Löſchung vor— gelegt werden kann. Auf des Schuldners Antrag werden daher alle, welche den Fortbeſtand des früher conſtituirten Pfandrechtes behaupten und Anſprüche auf die vorgedachte Schuldurkunde machen zu koͤn⸗ nen glauben, aufgefordert, dieſelben ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt jene für er⸗ loſchen erklärt und der deßfallſige Eintrag in den Hypothekenbüchern getilgt werden wird. Friedberg den 10. Auguſt 1839. Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Hofmann. Verſteigerung von Bauarbeiten in Berſtadt. 5 (879) Freitag den Eten September, Vormittags 70 Uhr, ſollen die zur Erbauung eines neuen hol⸗ zernen Pfarrhauſes zu Berſtadt nöthigem Arbeiten und Materiallieferungen bei Wirth Hennemann in Berſtadt öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Ae⸗ cord gegeben werden. Die Maurerarbeit beträgt nach dem Voranſchlag: 1515 fl. 37 kr. Steinhauerarbeit 184„ 59„ Zimmerarbeit 1 1868„ 39„ Dachdeckerarbeit 204„ 35„ Schreinerarbeit 595„ 36„ Schloſſerarbeit 439„ 17„ Glaſerarbeit 215% 4% Weißbinderarbeit 551%%% Spenglerarbeit 31„ 10 9 75 Plan, Voranſchlag und Steigbedingungen liegen 1 dem Büreau des Unterzeichueten zur Einſicht offen. Nidda den 28. Auguſt 1839. Der großh. Kreisbaumeiſter Süffert. Verſteigerung auf den Abbruch in Berſtadt. (880) Montag den ĩten September, Vormittags 10 Uhr, ſoll in Berſtadt bei Wirth Hennemann die Verſteigerung des alten Pfarrhauſes daſelbſt auf den Abbruch entweder im Ganzen oder theilweiſe öffentlich an die Meiſtbietenden vorgenommen wer⸗ den. Die Steigliebhaber haben ſich mit Atteſtaten ihrer Bürgermeiſter über ihre Zahlungsfähigkeit aus⸗ zuweiſen. Nid da den 28. Auguſt 1839. Der großh. Kreisbaumeiſter Suͤffert. Preis vertheilung des landwirthfchaft— lichen Vereins zu Friedberg. (881) Indem der Unterzeichnete den hieſigen und benachbarten Landwirthen in Erinnerung bringt, daß Mittwoch den 11. Sept. d. J. die Preisver⸗ theilung des landwirthſchaftlichen Ver— eins der Provinz Oberheſſen hier in Fried— berg vorgenommen wird, erlaubt er ſich zugleich, dieſelben zu recht zahlreicher Theilnahme einzuladen. Friedberg den 28. Auguſt 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. In Bezug auf obige Bekanntmachung erlaube ich mir die fernere Anzeige, daß ich an jenem Tage für eine gutbeſetzte Mittagstafel Sorge tragen werde, und erſuche deßhalb meine auswärtigen Freunde, welche daran Theil zu nehmen geſonnen ſind, mich gefälligſt zeitig davon mit Beſtimmung der Gedecke⸗ Zahl in Kenntniß ſetzen zu wollen. Abends iſt Ball. Friedberg den 28. Auguſt 1839. J. M. Simon, zu den drei Schwertern. Bekanntmachung. (882) Montag den 2. September d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindehaus der — 246 0 Gemeinde Florſtadt circa 200 Morgen Grummet⸗ Gras und ohngefähr vier Morgen Hafer, auf dem Halmen, welcher auf Gemeinde⸗ Rechnung ausge⸗ ſäet wurde, und auf Gemeinde ⸗Eigenthum gewach⸗ ſen iſt, an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Herrn Buͤrgermeiſter erſuche ich, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Florſtadt den 27. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Götz. Grummetgras⸗Verſteigerung. (883) Das dießjährige Grummet⸗Gras von nachbenannten freihrl. von Löwiſchen Wieſen ſoll in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert werden, und zwar: I. In Florſtadt von 90½¼% Morgen, Montag den 2. Septemper d. J., Nachmittags um 1 Uhr, und a II. Zu Niederwöllſtadt, von 21 Morgen, Dienſtag den 3. September d. J., Vormittags um 10 Uhr, in der Behauſung der Gaſtwirth Kraf⸗ ten Wittb. daſelbſt. Florſtadt den 26. Auguſt 1839. Der freihl. von Löwiſche Rentmeiſter Müller. Grummetgras⸗Verſteigerung. (884) Montag den 2. September d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Gemeindehaus das hieſige Gemeinde-Grummetgras, circa 50 Mor⸗ gen, meiſtbietend verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Okarben den 27. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Juen g. Arbeits- Verſteigerung. (885) Samſtag den 7. k. M. werden folgende Wegbauarbeiten, zur Erweiterung und Inſtandſtellung der ſ. g. Steinfurtherhohle dahier, auf der Bürger⸗ meiſterei oder auf Ort und Stelle an den Wenigſt⸗ nehmenden in Accord gegeben werden, als: 1) Planirarbeit, voranſchlagt zu 125 fl. 35 kr. 2) Chauſſirarbeit„ Man 22 3) Steinfuhren 4) Kieslieferung 5) Pflaſterarbeit„—„ Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend erſuche ich dienſtergebenſt, den Verſteigerungstermin und die Arbeiten ortsüblich veröffentlichen zu laſſen. Södel am 28. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Vat h. . 109„ 10„ 48 W177 Arbeits Verſteigerung. (886) Die zur Erweiterung der Provinzialſtraßen⸗ ſtrecke von dem ilbenſtädter Chauffeehaus nach Aſſen⸗ heim erforderlichen Planirarbeiten werden Mitt⸗ Nöte 101 chichtenwel 0 f 1 5 in. Die Beding Anterzeichneten Ockſtadt de 3 (889) Die i. Friedberg ſucht das Amt eile gleich in ſeine zu dieſem Poſt wollen ſich zu ungen entwede au den unterze Rodheim! 5 (890) Mon ſoll das von Kirchwald no Ut, das von Ochneder⸗W. öſſenllch an Ziegenber Prid (876) Di N „Vormit⸗ zeindehaus 50 Mor d werden U machen zermeiſter folgende dſtellung t Buürger⸗ Wenigſt⸗ fl. 35 fr. 2 „ 10% * 1 d erſuche u und die germeiſitt ialſtraßen lach Aſſen/ 1 Mill⸗ — 247 poch den 18. September, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle an den Wenigſtnehmenden öffent— Ich vergeben. Friedberg den 29. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. 8 (887) Mittwoch den 11. September, Vormittags 10 Uhr, wird der noch übrige Theil der Planir⸗ irbeit an der Staatsſtraße von Büdingen nach Gelnhauſen, und zwar von der Vonhäuſer-Gemar⸗ lung bis an die Landesgränze an dem Hühnerhof lei Haingruͤndau, in einzelnen Looſen an die We— ſigſtnehmenden öffentlich vergeben. Friedberg am 28. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Berſteigerung von Pflaſter-Arbeiten in Ockſtadt. (888) Montag den Lten September, Vormittags 10 Uhr, ſoll in Ockſtadt auf dem Rathhauſe die ur Vollendung des Gaſſen- und Banquettpflaſters vöthige Pflaſterarbeit für etwa 185 Quadratklafter ſchichtenweiſes Pflaſter öffentlich an den Wenigſt— gehmenden in Accord gegeben werden. Die Bedingungen des Accords liegen bei dem Unterzeichneten zur Einſicht offen. Ockſtadt den 29. Auguſt 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Gröninger. Zu beſetzende Stelle. 889) Die israel. Gemeinde Rodheim im Kreiſe Friedberg ſucht einen Religions-Lehrer, der zugleich das Amt eines Vorſaͤngers zu verſehen hat, und zleich in ſeinen Dienſt eintreten kann. Bewerber, zu dieſem Poſten ſich hinlänglich befähigt glaubend, wollen ſich zur Anhörung der desfallſigen Beding— ungen entweder ſelbſt oder in frankirten Briefen in den unterzeichneten Vorſtand wenden. Rodheim den 28. Auguſt 1839. Löb Borngäſſer. Samuel Bär. Samuel Oppenheimer. Holz⸗-Verſteigerung. (890) Montag den 9. September, Morgens 9 Uhr, oll das von der Verſteigerung am 22. Mai, im Rirchwald noch ſtehende Holz, und Mittags um 1 Uhr, das von der Verſteigerung am 27. Mai im Schneider⸗Wald noch ſtehende Holz, noch einmal öffentlich an Ort und Stelle verſteigert werden. Ziegenberg den 27. Auguſt 1839. Kirchner. u UN NN N Privat⸗ Bekanntmachungen. g Re ſt aurati on. (876) Die Reſtauration auf dem Trieriſchen⸗ Plätzchen, Lit. G. Nro 90., nahe am Trieriſchen— Hoſe, iſt nun eröffnet. Um ſich in dieſem freund⸗ lichen und reinlichen Locale ſtündlich, der Karte nach, durch ſchmackhafte Speiſen und Getränke, gut und billig reſtauriren zu können, werde ich mit Ver— gnügen, unter meiner Aufſicht, Alles aufbieten, jeder billigen Anforderung genügend nachzukommen. Um gütigen Zuſpruch bittet Frankfurt im Auguſt 1839. Leiſering. Zum Verkauf. (891) Ein Morgen 43 Ruthen Ackerland, zwi⸗ ſchen dem Riedgraben und Ellern-Weg, in der beß⸗ ten Lage, und Ein Morgen 21 Ruthen daſelbſt, will Unterzeichneter, wegen Unannehmlichkeiten nicht mehr verzinslich abgeben, ſondern theilweiſe oder im Ganzen aus der Hand verkaufen. Friedberg den 28. Auguſt 1839. Carl Ferro. Zum Vermiethen (892) iſt ein Logis bei Bäckermeiſter Ullrich in der Uſergaſſe, und zwar mit allen Bequemlichkeiten in der Bel⸗Etage. Ein junger geſitteter Menſch (893) kann bei einem Bäcker ſogleich in die Lehre treten. Bei der Expedition das Nähere. Veri ren. (894) Ein mit Zahlperlen beſetzte Vorſtecknadel iſt am Ludwigstage verloren worden um deren Ab⸗ gabe der redliche Finder gegen Belohnung erſucht wird. Eine Magd, (895) welche Hausmannskoſt zu kochen und an⸗ dere Hausarbeiten zu machen verſteht, wird in eine ſolide Haushaltung auf Ende September gegen gu— ten Lohn geſucht. Sie muß mit genügenden Ateſta⸗ ten verſehen ſeyn. Ausgeber dieſes ſagt wo? Gras-Verſteigerung. (896) Unterzeichneter beabſichtiget das ihm zu— ſtehende in der Niederwöllſtädter Gemarkung liegende Grummetgras von ohngefähr 44 Morgen in einzel⸗ nen Parthieen Mittwoch den 4. September, Mittags 11 Uhr, öffentlich meiſtbietend auf dem Rathhauſe daſelbſt verſteigern zu laſſen. Friedberg den 29. Auguſt 1839. Helmolt. een n en ee (897) Sonntag den 1. Sept. iſt bei mir gut be⸗ ſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Für gute Speiſen und reine Getränke iſt beßtens geſorgt und ich lade deß— halb hierzu höflichſt ein. Friedberg. Peter Mann. Schwalheimer Mineralbrunnen. (898) Sonntag den 1. Sept. l. J. iſt am hie⸗ ſigen Mineralbrunnen wohl beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. n Selſerbrunnen bei Okarben. (899) Sonntag den 1. September iſt gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik auf dem Okarber Mine⸗ ralbrunnen anzutreffen, wozu mit der Verſicherung billigſter und prompteſter Bedienung freundlichſt einladet Ha vennecker. Bainhardsforſthaus. (900) Sonntag den 1. Sept. iſt auf dem Bain⸗ hardsforſthaus gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Bainhardsforſthaus. Gefundenes. (901m) Am 25. d. M. fand Unterzeichneter auf dem Burgwall einen Theil einer goldnen Vorſteck— nadel mit einem Stein, welcher wohl nicht gerne vermißt wird. Der Eigenthümer kann denſelben gegen die Inſeratgebühren in Empfang nehmen. Friedberg den 26. Auguſt 1839. G. Bindernagel, II. Bö tz. (902) In der Expedition des Gewerbblattes für Sachſen in Chemnitz iſt neu erſchienen, und bei C. Binder nagel in Friedberg vorräthig: Torfbuͤchlein, oder Eigenſchaften, Gewinnung und Benutzung des Torfs, nach den neueſten Quellen und praktiſchen Erfahrungen bearbeitet. Mit Abbildungen von Torf— preſſen, Tor fverkohlungsöfen, Torftrockenvorrich— tungen ꝛc. geh. Preis 40 kr. Inhalt: Einleitung.— Brennmaterialvertheurung.— Urſachen.— Abhilfe? Torf.— Vorkommen und Fund⸗ orte.— Arten und Eigenſchaften.— Analyſe.— Heitz⸗ kraft.— Bewirthſchaftung der Torflager: 1) Bau und Gewinnung, 2)pPreſſen, 3) Verkohlung, Y Künſtl. Trocknen des Torfs.— Benutzung des Torfs: 1) zu Ofen- und Herdfeuerung, D zur Beheitzung von Dampfkeſſeln, 3) Kalk- und Ziegelbrennereien, 4) Bierbrau- und Brandt— weinbrennereien, 5) Hoh-, Cupol- und Flammöfen, 6) zur Pudlingsfriſcherei, 7) Leuchtgasbereitung, 8) Entfußelung des Brandtweins, 9) zur Düngung, 10) zur Tinte, 11) zu Far⸗ ben.— Literatur. Anweiſung zum Bau der Dorn'ſchen Lehmdaͤcher, nach gemachten Erfahrungen faßlich beſchrieben. Mit lithogr. Zeichnungen u. Holzlchnitten. Vierte Auflage. Preis 40 kr. Inhalt. Einleitung.— Beſchreibung und Ma⸗ terfialien des Dachs.— Das Belegen des Dachs. — Konſtrukzion der Dachrinnen.— Von Dorns Angaben abweichende Methoden. I. Steinkohlenaſche und Theer; II. Theerpech, Kalk und Sand; III. mit Theer verbundene Lehmmaſſe; IV. zwiſchen zwei Lagen von Lehm⸗ maſſe mit Steinkohlentheer und Aſche zu decken.— Ko— ſtenanſchläge: 1) nach Linke,) nach Dorn, 3) nach Drory, 4) nach Seymer, 5) nach Maſchinenmeiſter F. L. Schöttler zu Ilſeburg, 6) für Chemnitz und Umgegend, 7) nach Bergmann in Waldheim.— Zuſammenſtellung der Koſten verſchiedener Dächer mit Berückſichtigung der zu dek⸗ kenden Fläche und des gewonnenen Bodenraums bei einem und demſelben Gebäude.— Erforderliche Materialien zu einer Quadratruthe Dorn'ſcher Lehmbedachung.— Arbeits⸗ vertheilung.— Reparatur.— Vortheile der Dorn'ſchen Dachbedeckung.— Schluß.— Anhang. Feuerſicherheit der Dorn'ſchen und aus verſchiedenen andern Maſſen gefer— tigten flachen Dächer. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Neuer allezeit fertiger Geld- und Haushaltungsrech— ner oder Berechnung in Tabellen, worin man beim Ein⸗ oder Verkauf ſogleich den richtigen Betrag auffinden kann. 27 kr. Hammerſchmidt, erſtes engliſches Leſebuch für die Jugend. 1 fl. 48 kr. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 30 kr. Korn: 6 fl. 30 kr. Gerſte: 5 fl.— kr, Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 26. Auguſt: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte: 6 fl. 5 kr. Hafer: 3 fl. 10 er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 23. Auguſt: Waizen: 11 fl. 10 kr. Korn: 7 fl. 21 kr. Gerſte: 6 fl. 10 kr. Hafer: 3 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 1. bis 8. September 1839. pfd Brod-Preiſe. Friedberg Butzbach. b kr pf 1 JLeib-Roggenbrod 22 2 2 2 77 77 5— 5—— 44„ 5 10.1 10— 1 Loth Loth. —[Milchbrod 14/1 4% —[Waſſerweck 5„% —(Gemiſchtes(Tafel-) Brod„„ Fleiſch-Preiſe. a pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 1111— 10 22 „Kühfleiſch 81 81— „ Rindlleiſch 71 7 2 „Kalbfleiſch 7792 7 „ Schweinenfleiſch 10— 10— „Hammelfleiſch 81— 8 „ Schaaflleiſch. „Wurſt von blos Schweinen 124— 124— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 15— 14— „Schwartenmagen 16— 16 „ Geräucherter Speck 20— 2— „Schinken 135— 15— „Dörrfleiſch 164— 164— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19 „ 5 dito unagusgelaſſen 16— 164— „ Nierenfett 18— 181— Hammelsfett 95 15 1— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. In Annöfeſ, den München Perew Wem der! uf dieſer Erde Eiſchaffenen, g mit einem Pfu geſchehen, wie Tauſende geſetz and auf seine; den folgen, da und baten auf geknüpft an d ſelbſt bezeichne Her höchſten und cruſt bewegen; wie Du in Al hast. Verleihe bel unser Allet 1. Bitten ohne Witze,: Gewürze due ) Vir berdar Rebierförf dem, we