Friedberg un . Juni 1839, 3 — 2 . TL 1 * dernagel. zriedberg⸗ Intelligenzblatt 7* 0 1 berhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 1839. Mi dem Iſten Juli kann auf dieſes Intelligenzblatt für das zweite halbe Jahr mit 40 kr. abonnirt werden, welcher Be⸗ trag jedoch voraus zu bezahlen iſt. Carl Bindernagel. 26. Sonnabend, den 29. Jun: —— Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung für 1839. In dem hieſigen Kreiſe wird die diesjährige Muſterung, reſp. Loosziehung, am 2., 3., 5., ö., 7. und 8. Auguſt d. J. vorgenommen. Am 2. Auguſt, Morgens präcis ½8 Uhr, haben die großherzoglichen Bürgermeiſter mit den Conſcriptionspflichtigen ſich einzufinden aus den Bürgermeiſtereien: Altenſtadt, Bodenrod, Burggräfenrod, Fauerbach I., Aſſenheim, Bönſtadt, Butzbach, Fauerbach II., Beyenheim, Bruchenbrücken, Buͤdesheim, Florſtadt. Am 3. Auguſt l. J. Morgens präcis ½ 8 Uhr, desgleichen. Friedberg, Heldenbergen, Holzhauſen, Ilbenſtadt. Großkarben, Hochweiſel, Hoͤchſt, Am 5. Auguſt l. J., Morgens prä cis ½ 8 Uhr, desgleichen. Kaichen, Melbach, Riederrosbach, Oberau, Kleinkarben, Muͤnſter, Niederurſel, Obererlenbach, Langenhain, Niedereſchbach, Niederweiſel, Obereſchbach. Maibach, Niedermörlen, Niederwöllſtadt, Am 6. Auguſt l. J., Morgens präcis ½ 8 Uhr, desgleichen. Okarben, Ockſtadt, Oſtheim, Rockenberg, Obermörlen, Oppershofen, Petterweil, Rodenbach, Oberrosbach, Oſſenheim, Rendel, Rodheim. Oberwöllſtadt, Am 7. Auguſt l. J., Morgens präcis ½ 8 Uhr, desgleichen. Rödelheim, Soͤdel, Steinfurt, Wickſtadt. Stammheim, Steinbach, Vilbel, blattes und vom 21. Juni 1836 Nr. 27 des gedachten Blattes. pflichtigen zu bedeuten. Friedberg den 25. Juni 1839. 190— Am 9. Auguſt l. J. wird ſodann von den ſämmtlichen Conſcriptionspflichtigen das Loos gezogen und haben ſich die großherzoglichen Bürgermeiſter ꝛc. mit den Conſcriptionspflichtigen präcis 7 Uhr Morgens dahier einzufinden. 5 Im llebrigen verweiſe ich Sie auf mein Ausſchreiben vom 18. Maͤrz 1835 Nr. 21 des Intelligenz Nach dieſen haben Sie die Militär⸗ Küchler. Steinfurt.) Etwa fünfviertel Stunden nordöſtlich von Friedberg liegt in dem Wetterthale, dicht an einer ziemlich ſteilen Anhöhe, auf welcher eine Menge ab⸗ geſchliffener Kieſel die Nähe einer andern Gebirgs⸗ formation beurkunden, das Dorf Steinfurt. Seiner geſchieht urkundlich zuerſt durch eine Schenkung des Königs Konrad I. Erwähnung, die er der Kirche zu Weilburg im Jahr 913(oder 914) machte und die ſein Vorgänger, König Ludwig, einem gewiſſen Piricho gemacht hatte.) Ueber hundert Jahre nachher, und zwar zwiſchen 1048 und 1058, wird Steinfurt wiederum in einer Schenkung genannt, welche das Kloſter Fulda erhielt.“) Eine Urkunde von 1271 beweiſ't, daß das alte Dynaſten-Geſchlecht der Münzenberger daſelbſt ſogenannte hörige Leute hatte, die in der Theilung dem Philipp von Falkenſtein zuſtelen.“) Noch weit mehr Be⸗ ſitzungen aber hatte ſich Mainz nach und nach daſelbſt zu erwerben geſucht, wie mehrere Urkunden ausweiſen. Im Jahr 1311 verkaufte endlich der Erzbiſchof Peter von Mainz den beiden Brüdern, Rittern Erwin und Giſelbert, genannt Löw, gegen ihre Beſitzuugen zu Selters bei Gießen urkundlich die Hälfte der Gerichtsbarkeit zu Steinfurt als Lehen der Kirche zu Mainz. In einer andern Urkunde von 1312 bezeugen die beiden Brüder, daß ſie die Hälfte der Gerichtsbarkeit und des Gerichtes zu Steinfurt, nebſt der Fiſcherei bis zu der bei Wiſſelsheim gelegenen Mühle, von dem Erzbiſchofe und der Kirche zu Mainz zu Lehen empfangen hätten.) Die Loͤwe erſchienen urkundlich zuerſt in der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts und zwar als ) Wir hatten früher verſprochen, nach und nach die Ge⸗ ſchichte der wetterauiſchen Oerter unſern Leſern zu geben, und auch in den 3 erſten Jahrgängen unſeres Blattes mehrere Beiträge zur Ortsgeſchichte geliefert. Daß es ſeit einiger Zeit ſeltner geſchah, iſt nicht unſere Schuld. Die Red. ) Wenck heſſ. Landes⸗Geſch. II., 506. Note l. ) Wenck II., 503, Note d. Schmidt heſſ. Geſch. II. 177 wo die Werke, in welchen ſich dieſe Data befinden, ge— nannt ſind. 9) Guden. Cod. dipl. II. 180. 5 Guden C. D. III., 67. Hier befindet ſich aber, wie ſchon Schmidt bemerkt, ein Druckfehler, der durch die an⸗ dere Urkunde Seite 79 berichtigt wird. Burgmannen zu Friedberg. Sie ſcheinen eine Neben⸗ Linie der alten Familie von Cransberg, die ur⸗ ſprünglich Cranichsberg hieß, geweſen zu ſeyn. Dies iſt uns darum wahrſcheinlich, weil 1) die äl⸗ teſten Glieder dieſer Familie denſelben Namen Er- win(Eberwein) führen, der in der Familie der Cransberge ſehr gewöhnlich war(ein Erwin von Cranichsberg war im Jahr 1248 Burggraf zu Friedberg), und 2) die Löwe wie jene Cransberger noch bis auf dieſe Stunde in ihrem Wappen einen Kranich führen. Wie ſollten ſie bei ihrem Namen dazu gekommen ſeyn, wenn nicht auf dieſe Weiſe? Im Jahre 1249 wird in einer friedberger Ur⸗ kunde zum erſten Mal mit andern Burgmannen zu Friedberg Erwinus Leo genannt.“) Derſelbe Name kommt etwas ſpäter in Urkunden von 1263, 1265, 1271, 1280, 1285 u. ſ. w. unter den Burg⸗ mannen zu Friedberg vor). Im Jahr 1250 unter⸗ ſchreibt unter denſelben Burgmannen ein Leo jun. Wer dieſer war, iſt nicht genau zu ermitteln; es ſcheint aber Giſelbert zu ſeyn, der in mehreren andern Urkunden mit ſeinem Bruder Erwin bis zum Jahre 1312 genannt wird. Dieſe beiden ſind die älteſten Glieder der Familie, wovon uns Nach⸗ richten zugekommen. Wir wollen aber hier weiter keine genealogiſchen Nachrichten von derſelben liefern, und bemerken hier nur, daß aus derſelben 5 Burg⸗ grafen zu Friedberg vom 14. bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts hervorgegangen ſind, und daß die Glie— der, obgleich Freiherrn, ehemals ſich nie von Löw ſchrieben, weil es nur ein Beiname, nicht der eines Ortes oder ihres Beſitzthums war. Wann die Familie in den vollſtändigen Beſitz des Dorfes Steinfurt kam, iſt uns nicht bekannt, wohl aber, daß ſie erſt nach der Mitte des 14ten Jahrhunderts ſich„Löwe von(und zu) Stein⸗ furt“ ſchrieben. Erſt im Jahr 1405 wurden die Löwe Ganerben von Staden. Im Jahr 1806 kamen ſie unter die Hoheit von Heſſen, und traten in den Jahren 1822 und 1825 ihre Juſtiz- und Polizei⸗ Gerechtſame von Steinfurt an den Staat ab. Der Ort hatte ehemals zwei Thore. Ueber dem Eingange war ein Kranich abgebildet. Das Eine ) Guden. C. D. II, 89. ) Guden. C. D. I., 711, II. 144, 180, Wenck urk. II. 194. Ungedr. Urk. Joannis spic I. 318 ete. An. untern halbgeöfnt Getippe m iſt pyramd bid des B. ufgen Ju hurts und nit Senſe! von weißlie Das ve neben dem! thürchen. ten Ritters radt Lew Helne, ſo der Recht auf den 1 An de Grabmal von 1500. gefaltet, Das worauf n. pen; an Nur iſt das Wappen durch and Nach dem Kirch haus(A wurde. 2 in Gegen Lowen vt ſelbſt, de berg, de Schoͤffen urggraf zu Lransberger appen einen dem Namen dieſe Weiſe? berger Ur; Burgmannen Derſelbe von 1283, r den Burg⸗ 1250 unter⸗ kes jun mitteln; es in mehreren Erwin bis beiden ſind uns Nach⸗ eiter keine n liefern, o Burg⸗ e von Low yt der eines digen Beſitz ticht bekannt, und Polizei⸗ at ab. Ueber dem Das Eine Bent Urk. II. etc ** dieſer Thore wurde 1834, das andere mehrere Jahre vorher abgebrochen. Die jetzige Kirche iſt ein gothiſches Gebäude aus der letzten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. An der weſtlichen Thür ſteht die Jahrzahl 1490. An der Südſeite befindet ſich das Grabgewölbe der Familie Löw aus neuerer Zeit. Die älteren Glie⸗ der wurden in der Kirche beerdigt; aber die meiſten ihrer Grabſteine ſind ſo abgeſchliffen, daß ſie faſt nicht mehr lesbar ſind. Einer iſt von 1520 und liegt vor dem Altare, ein anderer von 1571. An der Kanzel ſteht der Grabſtein der Anna v. Buches vom Jahr 1537. Auf der Nordſeite des Chors be— findet ſich das(befchädigte) Grabmal des„ehren— veſten Johann Löwe“ vom Jahr 1590. Das koſtbarſte und neueſte Grabmal, das aber für den Beſchauer den widrigſten Eindruck macht, iſt das des Freiherrn Philipp Georg, meklen⸗ burgiſchen Geheimeraths, der im Jahr 1712 ſtarb. Am untern Theile iſt zwiſchen mehreren Engeln ein halbgedffneter Sarkophag, an welchem der Tod als Gerippe mit einer Senſe ſteht. Der obere Theil iſt pyramidenförmig und zeigt das therne Bruſt⸗ bild des Verſtorbenen in Basrelief mit einer weit⸗ läuftgen Inſchrift, welche Namen und Titel, Ge⸗ burts⸗ und Todestag deffelben enthält. Der Tod mit Senſe und die Engelein, ſowie die Fama, ſind von weißlichem Marmor. Das vorzüglichſte Grabmal iſt ſüdlich im Chor neben dem mit einem Spitzbogen verſehenen Sakriſtei⸗ thürchen. Es enthält das edle Bild eines geruͤſte⸗ ten Ritters(des im Jahre 1560 verſtorbenen Kon⸗ radt Lewe von Steinfurt) mit aufgeſchobenem Helme, ſo daß Geſicht und Bart ſichtbar N n der Rechten hält er einen Hammer; die Linke iſt auf den Degenknopf geſtuützt. An der nördlichen Seite des Chors ſteht das Grabmal des„Johann Lewe zu Steinfurt“ von 1590. Die Figur hat die Hände auf der Bruſt gefaltet, das Geſicht aber iſt verwiſcht. Das Chor hat noch ſein altes Rippengewölbe, worauf noch an mehreren Stellen das loͤw'ſche Wap⸗ pen; an Einer iſt die Jahrzahl 1517 angebracht. Nur Ein Fenſter enthält noch Glasmalerei; es iſt das Lamm Gottes, an deſſen beiden Seiten ſonſt Wappen gewefen zu ſeyn ſcheinen, die aber nun durch andere Scheiben erſetzt ſind. Nach einer Urkunde von 1384 befand ſich vor dem Kirchhofe zu Steinfurt ein ſogenanntes Spiel⸗ haus(Art Rathhaus), worin Gericht gehalten wurde. Jener Urkunde zufolge verkaufte damals in Gegenwart der Gebrüder Gilbert und Sibold Löwen von Steinfurt, des Plebans Anſelmus da— ſelbſt, des Presbyters Johann Steyn zu Fried⸗ berg, des Schultheiſen Rulo Molner und der Schöffen Anſelm Emich, Anſelm Kerner, Konrad Becker, Hartmann Wigand Czyne⸗ mann zu Steinfurt, auch des Conzechin Becker, eines Landſiedels zu Steinfurt, ein Henne von Virn⸗ durg, Burger zu Frankfurt, dem Capitel zu Fried⸗ berg 11 Achtel ewiger Korngülde.) Jener Geiſt⸗ liche Anſelm von Steinfurt kommt auch in einer Urkunde von 1396 noch einmal vor. Die Kirche zu Steinfurt hatte im Mittelalter einen der Maria geweihten Altar und war ein Filial der St. Johanns⸗Kirche auf dem Berge zu Nauheim. Die Zahl der Ortsbewohner belief ſich im Jahr 1831 auf 723 und im Jahr 1837 auf 830 Seelen. In demſelben Verhältniſſe ſteht die Bevölkerungs⸗ zunahme der vorhergehenden 10 Jahre. Die Familie Löw ließ vor etwa 30 Jahren ein neues Wohnhaus in der Mitte des Ortes erbauen; aber ein ſtarker Brand zerſtörte vor einigen Jahren mehrere ihrer Oekonomie⸗-Gebäude und Wohnhäuſer der Bürger. Die Güter, welche die Familie Löw zu Stein⸗ furt beſitzt, ſollen ſich auf 2226 alte Morgen be⸗ laufen. ) Würdtwein Dioc. Mog. III., 19. Für die Wetterbeſchädigten im Kreiſe Grünberg ꝛc. iſt dem Unterzeichneten ein⸗ gehändigt worden. Von Herrn Pfarrer Chierdorb in M. Friedberg. Dr rr———— Kaſfe für taubſtumme Confirmanden. Von den Zoͤglingen im Pölcker'ſchen Inſtitut zu Gießen ſind eingegangen 11 fl. 40 kr. Heil einer Anſtalt, in welcher der Vorſteher ſo das Schöne und Nützliche mit dem Wohlthaͤtigen zu verbinden weiß! Dank ihm, ſeinen Mitarbeitern und braven Zoͤglingen. Friedberg, den 27. Juni 1839. Roller 2 fl. C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Arbeits-Verſteigerung. (643) Freitag den 12. Juli, Vormittags 9 Uhr, ſoll die Planirarbeit der neu zu erbauenden Staats- ſtraße von Büdingen nach Gelnhauſen in einzelnen Loofen, an die Wenigſtnehmenden unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an Ort und Stelle oͤffentlich verſteigert werden. Die gr. Bürgermeiſter werden erſucht, Vorſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 18. Juni 1839. Der großhe heſſ. Kreisbaumetſter Rhumbler. Edictal ladung. (6414) Nach den Hypothekenbüchern der Stadt Friedberg entliehen Philipp Wismath und Ehefrau. 1 Anna Maria von hier, 500 fl. am 20. Mai 1823 bei Jakob Stephani zu Homburg v. d. H. und 300 fl. am 28. April 1823 bei Ammann Sebaſtia⸗ nis Wittwe hierſelbſt, unter Verpfändung der ihnen zuſtehenden Hofraithe, Wiewohl beide Kapitalien längſt wieder abge⸗ tragen ſeyn ſollen, können doch die Erben der Schuld⸗ ner die quittirten Schuldverſchreibungen zur Loͤſchung nicht vorlegen, daher auf Antrag jener alle, welche den Fortbeſtand der erwähnten Verpfändung behaup⸗ ten und auf die vorgedachten Schuldurkunden An⸗ ſpruche zu haben vermeinen ſollten„zu deren An⸗ zeige binnen 6 Wochen unter dem Rechts nachtheil anmit aufgefordert werden, daß ſonſt ohne weitere Bekanntmachung die Mortiftcation der Schuldverbrie⸗ fungen und die Löſchung der desfallſigen Einträge in den Hypothekenbüchern verfügt wird. Friedberg den 10. Juni 1839. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Arbeits ⸗Verſteigerung. (667) Dienſtag den 2. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll dahier auf dem Gemeindehaus die Er⸗ bauung eines Wachthauſes mit Remiſe nach den einzelnen Gewerken an den Wenigſtnehmenden unter den vor der Verſteigerung bekannt zu machenden Bedingungen öffentlich vergeben werden. Die Ueberſchläge betragen: Maurerarbeit, exel. der Materialien 62 fl.— kr. Steinhauerarbeit 115 Zimmerarbeit incl. d. nöthigen Holzes 231 79 45 Dachdeckerarbeit mit den Materialien 88„—„ Schreinerarbeit 51%„ Schloſſerarbeit 33„ 36„ Glaſerarbeit 18„— Weißbinderarbeit% 2 Niederurſel den 24. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Amſel. Bekanntmachung. Freiwillige Mobilien Verſteigerung im Forſthaus zu Heldenbergen. (668) Der großb. heſſ. Forſtinſpektor Hoffmann d Hier erſuchte den Unterzeichneten die Verſteigerung, ſeiner Mobilien nächſten Montag und Dienſtag den 1. und 2. Juli, jedesmal Vormittags 7 Uhr aufangend, vorzunehmen. Die Mobilien beſtehen in vielem Federbettzeug, Bettſtellen, Tiſche, Stühle, Sopha, Schränke, Kommode, Waſchmange, Gläſer, ganz neuem Zinn, kupfernem Keſſel, Porzellan, allerlei Küchen⸗ und Gartengeräthſchaften, Pferdegeſchirr, Gewehre, als Büchſen und Doppelflinte, Heu, vielem buchen Scheitholz, Baumſtützen, Pflug, Egge und ein Urnenoſen nebſt Rohr ꝛc. Den 1. Juli wird namentlich das Zinn, Kupfer, Bettzeug, Tiſche ic. 92 ſtattet. Heldenbergen den 24. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter . Schweitzer. Holz ⸗Verſteigerung.. (669) Mittwoch den 3. Juli d. J., Vormitta um 9 Uhr, ſollen im hieſigen Gemeindewald, Schl Nr. 12, nachſtehende Holzſortimente, als: f 4 Stecken buchen Scheitholz, eee„ Pruͤgelholz, 22„ geſchaͤlt eichen„ 5„ Rbirken Prügel holz, 1 bödel 5 950 Stück buchen Wellen, 2450„ eichen Schälholzwellen, 100„ nadel Wellen, 9„„ geſchälte eichen Stämme in 492 C. F. zu Bau u. Werkholz, 25 Stück dergl. Stangen, zu Deichſeln und Leiterbaumen brauchbar, und 3 dergleichen Pflugsrehe oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt in obengenanntem Schlag. Die großherzogl. Bürgermeiſter werden erſucht, vorſtehende Verſteigerung gefälligſt in ihren Gemein⸗ den bekannt machen zu laſſen. Obererlenbach den 25. Juni 1839. Der großh. Beigeordnete f Ohmeis. Arbeits ⸗Verſteige rung. (670) Dienſtag den 2. Jult, Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Ratbhauſe 32 kleine Kir⸗ chenſtühle zu verfertigen wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag betragt 1) Schreinerarbeit. 575 fl. 42 kr. 2) Weißbinderarbeit 85„ 20„ Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ v in ihren Gemeinden bekanut machen zu laſſen. Ockſtadt den 27. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Gröninger. Verſteigerung von Chaufſeearbeiten. (671) Nächſten Donnerſtag den 4. Juli, Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Rathhaus die für dieſes Jahr zum Bauen mit 649 fl. 10 kr. in Voranſchlag gebrachte Planir⸗ und Chauſſirarbeit der Straße gegen Bönſtadt hin zur Verſteigerung gebracht werden. g f Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden, erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Aſſenheim den 27. Juni 1839. Der großh. heſſ. Burger meiſter Günther. bendengt und nach Wunſch auch Zahlungsfrist g, 1 1814 hinſic Reviere gel helen mi de 1 ſcben ud laſtenden din die untetzeich Rechtes auf wiligung ert ſtratib Jutz bon großh.! um Theilun iſtz ſo wird Geſetzed von auf Samſtag in 1000 Or. welche bei und bei die Art intereſ perſon oder tigte, ihre! gegen die meidung de tragen un der Umſtän ſelben zu e Theil zu ne der pu theil endlich ite tokoll pu gr Nidda 39 Beigebrdnett Neis lags um 10 kleine Kir⸗ d in Accord 70 fl. 42 kr. 8 0 gucht 2 d 7 Vor⸗ machen zu uͤrgermeiſttt set. beiten. Juli, Nach⸗ Lathhaus die f. 10 kr. in bauſſirarbeit erſteigerung end werden igſt bekannt urge mitt t. — Oeffentliche Aufforderung. (672) Der ſehr geringe Nachlaß des Heinrich Döringer zu Kaichen iſt von deſſen Kinde nur unter der Rechtswohlthat des Geſetzes und Inventars an⸗ getreten worden. Es werden daher alle diejenigen, welche Forderungen an denſelben bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche ſogewiß im Termin Freitag den 19. Juli, Vormittags 9 Uhr, dahier zu begründen, und ſich bei der ſich ergeben werdenden Ueberſthuldung auf einen gemacht wer⸗ denden Vergleichsvorſchlag zu erklären, anſonſt ſie bei der Vertheilung des Nachlaſſes keine Berück— ſichtigung finden reſp. als den Beſchlüſſen der Mehr⸗ zahl beigetreten erachtet werden wurden. Großkarben den 15. Juni 1839. Großherzogl. heſſ. Landgericht Muhl. Edictalladung. (673) Se. Erlaucht der Herr Graf von Stoll⸗ berg⸗Gedern zu Wernigerode iſt geſonnen, ſich nach Maßgabe der Theilungsordnung vom 7. September 1814 hinſichtlich der an ſeinem in dem Uſenborner Reviere gelegenem Walde ſtattfindenden Gemein— heiten mit den betreffenden Berechtigten auseinander zu ſetzen und den erwähnten Wald von den darauf laſtenden dinglichen Rechten zu befreien. Nachdem die unterzeichnete Behörde ihre, zur Ausübung dieſes Rechtes auf Auseinanderſetzung erforderliche Ein— willigung ertheilt hat, auch vom großh. heſſ. Admini⸗ ſtrativ⸗Juſtiz⸗Hofe zum Theilungscommiſſär, ſowie von großh. heſſ. Hofgerichte der Provinz Oberheſſen zum Theilungsrichter erſter Inſtanz beſtellt worden iſt; ſo wird nunmehr, in Gemäßheit des§.. 54 des Geſetzes vom 7. September 1814 Liquidationstermin auf Samſtag den 6. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, in loco Ortenberg anberaumt, und alle Diejenigen, welche bei der in Frage ſtehenden Theilungsmaſſe und bei dieſer Auseinanderſetzung auf irgend eine Art intereſſirt ſind, angewieſen, entweder in Selbſt⸗ perſon oder durch genügend legitimirte Bevollmäch⸗ tigte, ihre Anſprüche oder ihr Recht des Widerſpruchs gegen die angetragene Auseinanderſetzung bei Ver— meidung des Ausſchluſſes in dieſem Termin vorzu⸗ tragen und zu begründen, ſich nach Befinden der Umſtände, über die Separation und Art der⸗ ſelben zu erklären, an der Wahl der Deputirten Theil zu nehmen und der Anordnung eines Curators der zu theilenden Gemeinheit beizuwohnen, ſo wie endlich ihre etwaigen Vergleichsvorſchläge zu Pro— tokoll zu geben. Nidda den 15. Juni 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Nidda Se. Arbeits ⸗Verſteigerung. (674) Für die hieſige Kirche ſoll Dienſtag den 2. Juli, des Vormittags 10 Uhr, in meinem Hauſe 1) die Arbeit eines neuen Fenſters, 2) die Lieferung von 7 Ellen ſchwarzen Tuches für einen Talar des Geiſtlichen und auch von 42 Ellen grünen Doppel— zeuges zu Fenſtervorhängen, deßgl. 3) die vorkom⸗ mende Schneiderarbeit an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Rockenberg den 24. Juni 1839. In Auftrag des Kirchenvorſtandes: Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Dietz. Bekanntmachung. (675) Die Lieferung der, für die Marienſchloſſer⸗ Anſtalt nöͤthigen 5000 Pfd. Hammelwolle ſoll Mitt— woch den 10. Juli l. J., des Vormittags um 9 Uhr, in meiner Wohnung dahier öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Ich bringe dieſes hierdurch mit der Bemerkung zu öffentlicher Kenntniß, daß derjenige, welcher bei der Verſteigerung mitbieten will, vorher nachweiſen muß, eine Caution von eintauſend Gulden ſtellen zu können. Marienſchloß den 25. Juni 1839. Funk. Bekanntmachung: Holzverſteigerung im Revier Oberrosbach Forſts Friedberg betreffend. (676) Freitag den 5. Juli d. J. von Morgens 7 Uhr an, werden im Grbzl. Frauenwald bei Nie— dermörlen— der öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbietenden ausgeſetzt: 3 Stecken geſchält eichen Scheidholz, 6%„, 7 7 Prügelholz, 34,50 Wellen 5„ Reiſerholz. Oberrosbach den 27. Juni 1839. Der großh. heſſ. Revierförſter Bingmann. Arbeits-Verſteigerung. (677) Donnerſtag den 4. Juli l. J., Nachmit⸗ tags 4 Uhr, ſollen an den Gebäuden im Hospital⸗ hof an der Uſa nachbenannte Reparaturarbeiten als Zimmerarbeit voranſchlagt zu 55 fl. 54½ kr., Mau⸗ rerarbeit zu 24 fl. 30 kr. und Steindeckerarbeit zu 23 fl. 27 kr. an den Wenigſtnehmenden an Ort und Stelle öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 27. Juni 1839. Der Beigeordnete Bender. Arbeits-Verſteigerung. (678) Dienſtag den 2. Juli, Nachmittags 2 Uhr, ſoll zu Obereſchbach auf dem Gemeindehauſe die Reparatur der Schweinſtälle in der daſigen Pfarr⸗ hofraithe an den Wenigſtnehmenden, unter den vor der Verſteigerung bekannt zu machenden Bedingun⸗ gen, öffentlich vergeben werden. Vilbel den 25. Juni 1839. In Auftrag: Stockhauſen. A Privat⸗ Bekanntmachungen. Kirchweihe zu Obermörlen. (679) Nächſten Sonntag den 30. Juni, als am hieſigen Kirchweihfeſte, iſt bei Unterzeichnetem gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu er mit der Ver⸗ ſicherung freundlichſt einladet, daß für die Aufwar⸗ tung beßtens geſorgt werden ſoll. Obermörlen den 25. Juni 1839. g Joſeph Jeckel, zum goldnen Hirſch. Empfehlung. (680) Ich zeige hiermit an, daß ich künftigen Montag wieder hier eintreffen werde, und erſuche daher die meiner zahnärztlichen Huͤlfe Bedürftigen höflichſt, ihre Anmeldungen an den Gaſtgeber, Herrn L. C. Trapp, baldigſt gelangen zu laſſen. Friedberg den 24. Juni 1839. Kling, Zahnarzt aus Hanau. Lehrlingsgeſuch. (681) Ein wohl geſitteter Knabe, welcher das 14. Jahr zurückgelegt hat, kann bei mir ſogleich in die Lehre treten. Butzbach den 27. Juni 1839. Jacob Weber, Horn⸗ und Holzdrehermeiſter. Friſch gebrannter Marmor- und Kärber⸗ (682) Waſſerkalk iſt Samſtag den 29. Juni und Montag den 1. Juli d. J. auf der Ziegelhütte bei Friedberg zu haben. Grünewald. Schöne Weißkraut⸗, (683) Wirſing⸗, obererdige Kohlraben- und Selle⸗ riepflanzen verkauft Thomas Hanſtein. Zu Vermiethen. (684) In dem geweſenen Simrockiſchen Haus iſt ein Logis gleicher Erde zu vermiethen und kann bis September bezogen werden. Cath. Wecker, Wittwe. Ein vollſtändiges Logis (685) im zweiten Stocke hat zu vermiethen Scheuermann, Spenglermeiſter. Kapitalien (686) von 2000 fl., 1000 fl., 400 fl. und 100 fl. liegen zum Ausleihen bereit. Friedberg. Johannes Joſt 1. Oſſenheimer Wäldchen. (687) Sontag den 30. Inni iſt im oſſenheimer Wäldchen gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Aehle. n Zucker⸗ und dicke blaue Kartoffel (688) verkauft in einzelnen Meſten ö Friedberg. Friedrich Müller. — Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthih: Triſtram Shandy's Leben und Meinungen von do⸗ renz Sterne. Aus dem Engliſchen von Bärmann. Erſter Theil. 5 36 kr. (Dasſelbe erſcheint in vier Theilen à 36 kr.) Muͤller, Febronius der Neue oder Grundlagen fuͤr die Reformangelegenheiten der deutſchen Kirchen; verfaſſung ꝛc. a 2 fl. 42 kr. 1 Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 6 fl. 15 kr. Gerſte: 5fl.— kr. Hafer: 3 fl.— er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 24. Juni: Waizen: 8 fl. 45 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 5 fl.— kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 21. Juni: Waizen: 9 fl. kr. 47 Korn: 6 fl. 49 kr. Gerſte: 5 fl. 8 kr. Hafer: 3 fl. 32 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fur die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 30. Juni bis 6. Juli 1839. pfd Brod⸗ Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr. pf. 1Leib-Roggenbrod 271.2 2 ö 2 2 57 7. 5—. 5. 44* 1 10— 10— f Loth.“ LLotb — Milchbrod 11 4½ 1 4¼ —[Waſſerweck„„ —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 116 Fleiſch⸗Preiſe. 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 5 10 3 10 3 7 Kühfleiſch 82 814— „ Rindfleiſch 2 2 1 „Kalbfleiſch 6(— 6(— „Schweinenfleiſch 10 2 10 1 „Hammellleiſch 82 82 „ Schaaffleiſch 5 Fer er n „ Wurſt von blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 15— 14— „Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 15— 115— „ Dörrfleiſch 16— 116— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— . dito unausgelaſſen 18— 18— „ Niereufett 18— 18— Hammelsfett 15— 151— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. N Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind ernagel in Friedberg. die J. in dieſem J ſtattfinben. Sie w 1 daß il werden Y Daß ſt und mit J) Zuglei. über do und in 40 Endli ſich ale bis na Koſten würden hielten Einſteh ded lau 1) A heim: J. E. thal: T. S. Reitz, 11) 10 Holzhe J. Kliem, 10) Maiba