ZF e 18220 2— = g = 8 9 0 1 5. 8 Nn = 8 2 1 75 8 1 0 5 1 5 2 4 3* N— 0 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —.—— — Sonnabend, den 28. September. 1839. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die von dem Großh. Geheimen Oberforſtrath Zamminer dahier im Winter 18 beabſichtigten Vorleſungen über Flächenaufnahme, Abwägen, Wieſen- und Wegbau. Nachdem ſich der von dem großh. Geheimen Oberforſtrath Zamminer im Winter 1885 ertheilte Unterricht in Flächenaufnahmen ꝛc. als ſehr erfolgreich bewährt hat, indem die damals von demſelben unterrichteten jungen Leute größtentheils als Wegaufſeher ꝛc. verwendet, alle aber mehr oder weniger auf andere Weiſe beſchäftigt ſind, beabſichtigt derſelbe auch den bevorſtehenden Winter ähnlichen Unter⸗ richt zu ertheilen. Sehr wüuſchenswerth würde es ſeyn, wenn auch diesmal wieder mehrere ſich hierzu zualiſicirende Jünglinge an dieſen Vorleſungen Theil nehmen wollten, wodurch denſelben Gelegenheit gegeben wird, eine beſſere Ausbildung zu erlangen und ſich in ſo mannigfacher Beziehung nützliche Kenntniſſe zu verſchaffen. Nicht allein diejenigen, welche durch ſolche Kenntniſſe ihre künftige Exiſtenz ſicher ſtellen wollen, ſollten ſich hierzu aufgefordert fühlen, ſondern auch Söhne vermögender Landleute wird es für ihren Lebensberuf großen Vortheil gewähren, wenn ſie Meſſungen von Grundſtücken verſtehen, Waſſerlei— tungen ſelbſt anlegen können und wiſſen, wie ihre Wieſen zum beſſeren Ertrag behandelt werden ſollen. Der großh. Oberforſtrath Zamminer würde Honorar für den Unterricht nur in ſo weit in Anſpruch nehmen, als Koſten fur Local, Holz, Licht, Gehülfen und Aufſicht zu decken ſind, was monatlich mit höchſtens 1 fl. 30 kr. alſo für den ganzen 4 Monate dauernden Unterricht mit 6 fl.— 6 fl. 30 kr. zu voranſchlagen ſeyn möchte. Ich beauftrage Sie daher, dieſes in Ihren resp. Gemeinden bekannt zu machen.— Rückſicht⸗ lich derjenigen jungen Leute, welche ſich zum Beſuche dieſes Unterrichts verſtehen und einen Zuſchuß aus der Gemeindekaſſe in Anſpruch nehmen wollen, haben Sie mit dem Gemeinderath wegen Aufbringung dieſer Koſten zu berathen und Vorlage zu machen, jedenfalls aber die ſich überhaupt gemeldet habenden Leute binnen 14 Tagen bei mir anzrzeigen.“) Friedberg deu 23. September 1839. Ka ch e. *) Die dahin einſchlagenden Schriftchen von Herrn Oberforſtrath Zamminer als: 1% Anfangsgründe der Arithmetik und Geometrie, nebſt den Logarithmen der Zahlen von 110,000. Für Land— ſchulen, Geometer, niedere Forſtdiener, Wieſen⸗ und Wegbauzöglinge.“ 1 20„Anleitung zur Flächenaufnahme mit der Kette und Kreuzſchreibe, zur Theilung der Flächen und zum Abwägen, 3 ſowie zum Wieſenbaue und Wegbau N ſind bei Carl Bindernagel in Friedberg vorräthig. e— — 272— a 1 15 5 4 3 1 ba 7 We 7 a„„ 2 2 8 K. Derſelbe an die gr. Buͤrgermeiſtey und Bezirkswegwaͤrter des Kreſſes. val ce Nachſtehende Beſtimmungen der höchſten Verordnung vom 11. Juli 1838 über die Unterhaltung bac de 1 der Vieinalwege ſchärfe ich Ihnen unter dem Bemerken hiermit ein, daß die vorgeſchriebenen Hautrepa⸗ Ale e raturen für den Herbſt längſtens im November vollzogen ſeyn müſſen. big Neteil, 10 Zugleich weiſe ich Sie an, derſelben Verordnung gemäß, mit aller Strenge darauf zu ſehen, daß bh die gebauten Vicinalwege mit Baumpflanzungen begrenzt werden. Sie haben zu dem Ende alsbald die feanſchaf bild angrenzenden Grundeigenthümer dazu unter Androhung der in Satz 9. des Poltzei⸗ Reglements vom 8. weed aufge Marz 1837(Intelligenzblatt Nro. 11.) feſtgeſetzten Strafe aufzufordern, die erforderlichen Obſtbäume noch 1115 Wirken dieſen Herbſt zu ſetzen. 10 ale, uit Die Zuwiderhandelnden ſind zur Strafe anzuzeigen und iſt zugleich Einleitung zu treffen, daß 15 el. die Bäume auf ihre Koſten geſetzt werden. büre gewäß Auszug aus der Verordnung vom 11. Juli 1838. klätung in Alle regelmäßig gebauten und mit einer Steindecke verſehenen Wege bedürfen jährlich zweier aifſmehonge; Hauptreparaturen, außerdem aber einer häufigen Verbeſſerung kleiner Mängel. Ich 177 Die erſte dieſer Reparaturen muß im Frühjahr, ſobald der Boden aufgethaut iſt, vorgenommen Orten werden und beſteht darin, daß, nachdem der Koͤth von der Oberfläche der Fahrbahn abgekratzt iſt, alle Vertiefungen und Geleiſen mit fein geklopften, dazu in Verrath befindlichen Steinen ausgefüllt werden. Außerdem werden bei dieſer Gelegenheit oder auch etwas ſpäter, jedenfalls aber ſo lange die Winterfeuch⸗ tigkeit noch in der Erde enthalten iſt, alle etwa eingeſtürzten Gräben aufgeräumt, die beſchädigten Fußpfade und Boͤſchungen hergeſtellt und die etwa verſandeten Mulden, Dohlen und Brücken wieder eröffnet. Die bei der Frühjahrs-Reparatur auf die Fahrbahn eingedeckten Steine müſſen, wenn ſie durch das Fuhr— 1 werk auseinander gedrückt worden, ſo lange das Wetter noch feucht iſt, fleißig zuſammengezogen werden. So el 0 Die ſpäter noch bleibenden loſen Steinchen müſſen abgezogen und als Vorrath auf einem der Banquets war und mc geſammelt werden.*.%ne ſiln fit er auch ſehn. dis genen in derſelben e atten, welche Eltern witzige Die zweite und wichtigſte Hauptreparatur fällt in den Herbſt, ſobald anhaltend feuchtes Wetter eintritt und beſteht, wie die Frühjahrs⸗ Reparatur, in der Eröffnung der während des Sommers mit Gras oder Unkraut verwachſenen Gräben, im Reinigen der Fahrbahn von Koth und im Auflegen von Repa⸗ ratur⸗Steinen auf diejenigen Stellen, welche dies bedürfen. Bei dieſem Einſteinen iſt das Augenmerk ſtets nur darauf zu richten, die Schichte der Deckſteine immer in derſelben Dicke zu erhalten, und die altdeutſche We urſprüngliche Form der Fahrbahn, wo ſie verloren gegangen iſt, herzuſtellen. Bei Grundbauſtraßen iſt es art. von beſonderer Wichtigkeit, ſtets mit Sorgfalt darüber zu wachen, daß der Grundbau nicht von der Decke Wir wolle entblößt, vom Fuhrwerk berührt und abgeſchliffen wird, weil, wo dies der Fall, nachher eine Decke nicht dendatten mitt leicht mehr haftet. Alle vorgenommenen Einſteinungen müſſen, wenn ſie ſich aus ihrer Lage verrüͤcken, länget ſamme ſo lange gehörig zuſammen gezogen werden, bis ſich ſolche feſtgeſetzt und eingefahren haben, wobei zugleich finden. ein öfteres Abräumen des etwa entſtehenden Kothes nicht verſaͤumt werden darf. 0 20 Von Ein Friedberg den 24. September 1839. 8 i Küchler. Er gibt einer f f f f n rene 7 Wenn elw An die verehrliche Redaction des Intelligenz, tat dem einträchtigen Zuſammenwirken des Feſteo⸗ ene c blattes zu Friedberg. mites, welches, gußer mir, die Herren, Kammerdiree; dert, io bene f f tor Langermann, Landgerichts ⸗Aſſeſſor Schaum,(legtaben. Die Bewohner Ortenbergs haben mit Vergnü- Diſtrictseinnehmer Becker, Bürgermeiſter Mai, Hat man gen die guͤnſtige Schilderung des, am 9ten l. M. hier ſtattgefundenen, landwirthſchaftlichen Feſtes in geltlich getha und, als Dirigenten des Scheibenſchießens, Kaufmann 5 f ö f let wohl die! Kees und Revierförſter Müller bildeten, mit dem Nr. 37. Ihres Blattes geleſen, und erachten ſich Stadtporſtand und der achtbaren hieſigen Bürger⸗ eee Ihrem unbekannten Correſpondenten zu aufrichtigem ſchaft, und, was namentlich die beifällig aufgenom⸗ ler: Er Danke für dieſelbe verpflichtet. menen Geſangleiſtungen betrifft, der beiden hieſigen Sapechnet. Es wird in dieſer Schilderung meiner nament- Herrn Schullehrer Flick und Glas, zu verdanken Ainer lich erwähnt; dieſe namentliche Erwähnung legt mir iſt. Auch Perſonen, welche weder Mitglieder des e die Pflicht auf, getreu meinem Wahlſpruch„Jedem landwirthſchaftlichen Vereins noch des hieſigen Stadt⸗ Done das Seine“ öffentlich auszuſprechen, daß, wenn vorſtandes ſind; wie z. B. die Herren, Landgerichts⸗ guckt i 90 wir ſo glücklich waren, die benannte Feſtlichkeit auf Aſſeſſor Welcker und Landgerichts⸗Actuar Harb nach dem J würdige Weiſe durchzuführen, dieſes guͤnſtige Reſul⸗ gewährten ihre thätige Beihülfe. Uns allen ſtand Nachts man von ih. ich zweier genommen t iſt, alle lt werden. interfeuch Jußpfade „ „ das Fuhr; en werden. Banquets tes Wetter mit Graz von Repz Augenmet „ Und du en iſt es der Decke decke nicht vertöcken, del zugleich er. des Feſteo⸗ mmerdiret⸗ Schaun, ter Mai, Kaufmam n, mit den en Bürger, gufgenon, en hieſigen verdanken glieder des igen Stad. audgerichte mar Harb allen ſtand * vor Augen, daß die Landwirthſchaft die hauptſaͤch⸗ lichſte Grundlage des Wohlſtandes unſeres theueren Vaterlandes iſt; daß der, von unſerem Allergnä⸗ digſten Regenten huldreichſt beſchützte landwirthſchaft⸗ liche Verein, eins der wirkſamſten Mittel zu immer ſortſchreitender Hebung der vaterländiſchen Land⸗ wirthſchaft bildet; daß daher jeder treue Heſſe ſich dringend aufgefordert finden muß, ſo viel an ihm ſſt, das Wirken des Vereins fördern zu helfen; wo⸗ zu Feſte, wie das fragliche, vielleicht nicht wenig beitragen. 1 5 i Sie gewähren mir wohl die Bitte, dieſe meine Erklärung in die nächſte Nummer Ihres Blattes aufzunehmen. Ich habe die Ehre ꝛc. Ortenberg am 15. Sept. 1839. Mosler, Landrichter. Volks witz. So ernſt und gemüthlich der Deutſche von jeher war und noch iſt, eben ſo fröhlich und witzig kann er auch ſeyn. Dieſe witzige Laune iſt in die Sprache des gemeinen Lebens übergegangen, und wir haben in derſelben eine Menge ſprüchwörtlicher Redens⸗ arten, welche eben ſo gut bezeugen, daß unſere Vor⸗ Eltern witzige Leute waren, wie das vortreffliche altdeutſche Werk„Reinecke der Fuchs“ es offen⸗ bart. Wir wollen hier unſern Leſern einige dieſer Re⸗ densarten mittheilen, die uns gerade einfallen. Wer länger ſammeln wollte würde ihrer noch gar manche inden. 5 Von Einem, der viel ißt pflegt man zu ſagen: Er gibt einen ſtarken Leibzoll. Wenn etwas lange wahrt, ſo bemerkt man: Das kommt am Sanct Nimmerstag. Stoͤßt ſich Jemand an einen Stein an, daß er ſtol⸗ pert, ſo bemerkt man ihm: Da liegt ein Spielmann begraben. Hat man einem Andern eine Gefälligkeit unent⸗ geltlich gethan, und er fragt, was es koſtet, ſo lau⸗ tet wohl die Antwort: Fünf Finger und einen Hand⸗ käs. Bekommt einer eine Ohrfeige, ſo bemerkt ein Dritler: Er hat ihm die fünf Finger ins Geſicht gezeichnet. Iſt Einer geprügelt worden, ſo ſagt man: Er hat eine Hand voll ungebrannter Aſche bekommen. Schielt Jemand, ſo bezeichnet man es mit den Worten: Er guckt in die ander' Woch'; oder: Er guckt in's Haferfeld; oder: Er guckt, wie die Gans nach dem Aepfelgrotzen. Macht Jemand ein mürriſches Geſicht, ſo pflegt man von ihm zu ſagen: Er ſieht aus, wie drei Tag Regenwetter; oder: Er macht ein Geſicht, wie ein Düppe voll Teufel; oder: Er macht ein Geſicht, als wollt' er die Pfalz vergiften; oder: Er macht ein Geſicht, wie die Katz', wanns donnert. Will man bezeichnen, daß Jemand einfältig iſt, ſo ſagt man: Er hat's Pulver nicht erfunden; oder: Er iſt nicht ſchuld daran, daß die Fröſch' kein! Schwänz' haben; oder: Er hat den Verſtand mit Löffeln gefreſſen. Kann Jemand etwas nicht ſehen, was doch leicht ſichtbar iſt, ſo pflegt man zu ſagen: Man muß ihm die Stadtbrill' holen. Wenn Niemand da iſt, der etwas gethan haben will, ſo äußert man ſich: Das hat der Vetter Nie⸗ mand gethan, der die Dippe verbricht(die Toͤpfe zerbricht.) 11 Bekommt Jemand einen Ausſchlag am Munde, ſo wird bemerkt: Er hat mit dem Pfaff Grüben gegeſſen; der hat ihm ein paar nachgeworfen. In der Wetterau hört man oft den Ausdruck: Der hat ſeinen Kopf, wie der börnermer(bornhei— mer) Bäcker, der backt nicht, wenn er kein Mehl hat. Von Einem, der in ökonomiſchen Angelegenheiten ganz zurückgekommen iſt, ſagt man: Er iſt dem lieben Gott einen armen Mann ſchuldig; oder: Er iſt fertig bis aufs Auskehren. Ganz ähnlicher Art ſind folgende ſprüchwörtliche Redensarten: Er hat Einfälle wie ein alt Haus. Er fliegt wie ein bleierner Vogel. Es geht ihm wie dem Pfaff am Oſtertag. Er hat mehr zu thun als die Pfann auf Faſt⸗ nacht. Er trägt die Kirch ums Dorf. Er bezahlt am letzten Freitag. Er wirft mit der Wurſt nach der Speckſeite. Einen nach dem Andern, wie man die Klöß' ißt. Groß und klein, wie ſie der Hirt zum Thor hinaus treibt. Er iſt das fünft' Rad am Wagen. Er ſieht's an, wie die Kuh ein neu Scheuerthor. Er ſetzt ihm ein' Brill' auf die Naß'. Er kommt wie die Sau ins Judenhaus. Er hat Brei im Maul. Er paßt dazu wie der Eſel zum Lautenſchlagen. Er hat ihm den Staar geſtochen. Er hat Dreck im Sack. Er hat's im Griff, wie der Bettelmann die Laus. Er hat ihm Floh' in die Ohren geſetzt. Er verklagt die Hex' beim Teufel. Er hat ihm gezeigt, wo der Zimmermann ein Loch gelaſſen hat. Er ſteht da, wie Butter in der Sonn'. Er gibt einen ſtarken Backofenzins.(Er iſt ein ſtarker Eſſer.) ——.— 14 0 1 25 b 274— Miscellen. Wie Einer nicht gerne Darmſtͤdtiſch wurde. f Im Jahr 1806 gab's in unſerm lieben aber damals armen deutſchen Vaterland allerlei Verän⸗ derungen, wie die Leſer zum Theil ſchon wiſſen, und wurde Mancher„bayriſch“ oder„würten⸗ bergiſch“ oder„badiſch“ oder„darmſtädtiſch“, der's vorher nicht geweſen war. Zu dieſer Zeit kommt der Herr Samuel zum kranken Löb, der in einem iſen⸗ burgiſchen Dorfe wohnte, deſſen Juden ihr Begräb— niß auf darmſtädtiſchem Grund und Boden hatten. „Samuel“, ſeufzte der kranke Jude,„ſag mer en Troſt;“— Waßt de was Neues, ſagte Samuel, du wirſt bald darmſtädtliſch! Gott behuͤt, verſetzte der Löb, ſagt mer ach ſo zu de kranke Jude? En ſuͤß Wörtche will ich hawe. En ſüß Wörtche?— No Honig; da häſte ans. Bekanntmachungen von Behörden. SGüter Verſteigerung. (1000) In Auftrag der Herrn Kammerrath Hel⸗ mold Erben, ſollen Dienſtag den 15. Okt. d. J., Morgens 9 Uhr, in 1 00 Rathhaus deren ſaͤmmt⸗ liche Güterſtücke in der Burg-Friedberger Gemar-⸗ kung, öffentlich meiſtbietend unter vortheilhaften Be— dingungen verſteigert werden. Dieſelben beſtehen in: 1) 1 Mrg. 2 V. 21 Rth. Garten mit Gartenhaus zwiſchen dem Ohrkoch und Nauheimer Weg an Amtmann Sebaſtiani. 2) 1 Mrg. 2 V. 25 Rth. daſelbſt an Georg Brett⸗ hauer, 3) 3 V. 5 Rth. Ackerland am Pfaffenbrunnen an Nicolaus Strauch Wittwe. 4) 1 V. 21 Rth. daſelbſt an Heinrich Ewald, 5).2 V. 28 Rth. zwiſchen der Pfiugſtweide an Fiscus Cam. 6) 1 Mrg. 1 V. 32, Rth. daſelbſt in der zweiten Gewann an Apotheker Rink, 7) 1 Mrg. 1 B. 29 Rth. daſelbſt an Herrn v. Löw. 8) 1 V. 5 Rth. daſelbſt an Georg Joſt, 9) 3 V. 6 Rth. daſelbſt an Muſiker Ferro, 10) 1 Mrg. 1 V. 9. Rth. daſelbſt in der dritten Gewann an Chriſtian Frohberg, 11) 1 Mrg. 6 Rth. daſelbſt an Herrn v. Lö und Baumſtück, 12) 1 Mrg. 15 Ath. daſelbſt in der eilften Gewann an Martin Grünewald u. gr. Fiscus Cam. Friedberg den 26. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Veröffentlichung. (903) Nach Vorſchrift des Juſtiz-Miniſterial⸗ Reſcripts vom 4. November 1835, betreffend die Vernichtung von Akten über abgethane Sachen bei den Gerichten, ſollen von den dahier vorhandenen älteren Akten diejenigen, welche ei 10 die zur untergerichtlichen Zuständigkeit gehörige Strafſachen betreffen, mit Einſchluß der Polizei⸗ Straf-Protokolle und der, Forſtbußregiſter die bis zum Ende des. Jahres 1836 ihre Erledigung gefunden haben, ſowie 2) die Akten, welche minder wichtig oder ihrer Be⸗ ſchaffenheit nach einfache, Rechtsſtreite zum Ge⸗ genſtand haben, die bis zum Schluſſe des Jahres 1833 beendigt waren, vernichtet werden. Die hierbei Betheiligten werden hiervon mit der Aufforderung in Kenntniß geſetzt, Anträge auf Zu⸗ rückgabe von Urkunden oder von Civilprozeßakten, die in dieſer Beziehung aber von beiden Theilen geſchehen muͤſſen, binnen 3 Monaten dahier anzu⸗ bringen, gegenfalls ſonſt die von den erwähnten Zeit— räumen vorhandenen bezeichneten Akten vernichtet und die ſich vorfindenden Urkunden an die betreffen— den Parteien, auf deren Koſten geſandt werden ſollen. Als beendigt wird eine Prozeßſache betrachtet, wenn die Vollziehung des Endsbeſcheids ſtattgefunden oder ſeit der letzten Verhandlung ein Jahr verfloſſen iſt. Dorheim den 26. Auguſt 1839. Kurfuͤrſtl. Juſtizamt Halberſtadt. Edictalladung. (905) Nach dem Amtshypothekenbuche der Ge⸗ meinde Steinfurt entlieh Peter Schmiermund und ſeine Ehefrau 100 fl. am 23. Februar 1787 bei Andreas Raſch zu Steinfurt, 30 fl. am 12. Mai 1787 bei Zimmermeiſter Andreas Diehl daſelbſt und 50 fl. am 22. Oktober 1789 bei dem dortigen Kir⸗ chenkaſten, ſodann nach den Oetshypothekenbuͤchern am 1. April 1789 300 fl. und am 21. September 1789 70 fl., ohne daß von dieſen Kapitalien die Gläubiger genannt ſinb. Ebenſo entliehen nach dem erwähnten Amtshypothekenbuche Melchior Schäfer und Ehefrau am 20. Februar 1806 bei Johs. Fritz dahter 40 fl. Wiewohl dieſe Kapitalien längſt wie⸗ der abgetragen ſeyn ſollen, können doch die Erben die quittirten Schuldverbriefungen zur Loͤſchung nicht vorlegen, daher auf Antrag jener alle, welche den Fort⸗ Fortbeſtand der erwähnten Verpfändungen behaupten und auf die vorgedachten Schuldurkunden Anſprüche zu haben vermeinen ſollten, zu deren Anzeige binnen 6Wo⸗ chen unter dem Rechtsnachtheile hiermit aufgefordert werden, daß ſonſt ohne weitere Bekanntmachung die Mortification der Schuldverbriefungen und die Lö⸗ ſchung der deßfallſigen Einträge in den Hypotheken⸗ büchern verfügt werden wird. Friedberg den 23. Auguſt 1839. Großh. heſſ. fréeih. v. Loͤwiſches Landgericht In Beurlaubung des Landrichters: Brumhard. tem/ 1 den heim zu erhalt Gießen 0 Der! (934) Ke entlieh am! recht ſierſelb wohl der El ſtet und die legt werden! Antrag 5 b alle, welch urkunde? 10 ſogewiß binne jene für mor Hypothekenb Friedb Verkau (957) Die tags van 9 bis 5 Ihn, 1 Zeit, ſal 0 dame und Caſerne Zahlung vet vernichtg r betreffen et werden betrachte, utgefunden ſloſeen iſ. en Juſtizamt ſtadt. ber alien die nach den r Schäfer —— be. ſchung nich he den Fort 1 dthaupten ren h Wo⸗ ufgeforden achung die ind die de pypotheken danger ter e. — 275— Guts ⸗Verſteigerung. 0 (924) Das von Pappenheimiſche adliche Gut in den Gemarkungen Wölfersheim und Södel, im Gan⸗ zen 325 Morgen, 1 Viertel, 9½ Ruthe an Acker⸗ land und Wieſen haltend, nebſt den Hofgebäuden zu Wölfersheim und der dazu gehörigen Schäferei und ſehr bedeutenden Holzberechtigungen ſoll im Termin Mittwoch den 2. Oktober l. In, früh 10 Uhr, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden und demnächſt ſowohl bei Unterzeichnetem als bei dem Adminiſtrator A. Weller zu Wölfersheim zur Ein— ſicht offen liegenden Bedingungen, un) zwar ſowohl im Ganzen, als das Gut zu Wölfersheim und das zu Södel allein, im von Pappenheimiſchen Hofe zu Wölfersheim ſelbſt, an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dieſes Gut liegt in der beßten Lage der Wetterau, 1½ Stunde von Friedberg, 6¼ Stunde von Frankfurt, an der Leipziger Chauſſee und vereinigt mit mehrfachen Annehmlichkeiten be— ſonders den Vorzug vor den meiſten wetterauer Gütern, daß es mit vielen vorzüglichen Wieſen und großen Holzrenten verſehen iſt, und iſt daher der Beachtung von Kaufliebhabern beſonders zu empfehlen. Specielle Auskunft iſt, außer bei Unterzeichne— tem, bei dem Adminiſtrator Weller zu Wölfers— heim zu erhalten. Gießen am 31. Auguſt 1839. Der von großh. heſſ. Hofgericht der Provinz Oberheſſen beſtellte Commiſſär, Großh. heſſ. Hofgerichtsrath Daf. Edictalladung. (934) Korporal Franz Albrecht Narz von hier entlieh am 12. Dezember 1776 bei Schöff Rupp⸗ recht hierſelbſt ein Kapital von 20 fl., welches, wie⸗ wohl der Eintrag im Hypothekenbuche noch offen ſteht und die Obligation zur Löſchung nicht vorge⸗ legt werden kann, längſt abgetragen ſeyn ſoll. Auf Antrag des Erben der Unterpfänder werden daher alle, welche auf ſolche und die vorgedachte Schuld⸗ urkunde Auſprüche zu vermeinen aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt jene für mortificirt erklärt und der Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden wird. Friedberg den 23. Auguſt 1839. Großherzogl. heſſ. Landgericht In Beurlaubung des Dirigenten. Brumhard. Verkauf getragener Montirung ic. (957) Dienſtag den 8. künft. Monats, Vormit⸗ tags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 1 bis 5 Uhr, und an den folgenden Tagen zu gleicher Zeit, ſoll in der hieſigen Cavallerie-Caſerne eine bedeutende Quantität alter Montirung, Reitzeug und Caſernerequiſiten meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter werden daher erſucht, dies Vorhaben in den unterhabenden Gemeinden geeignet bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 16. September 1839. In höherem Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Bekanntmachung. f (956) Der Echzeller Herbſtmarkt wird Montag den 14. und Dienſtag den 15. k. M. abgehalten. Die Herrn Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg ſind hier— durch erſucht, dieſes in ihren Orten bekannt machen zu laſſen. Echzell den 8. Septbr. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Reitz. Hofraithe⸗Verſteigerung. (958) Auf freiwilliges Anſuchen des Herrn Hein— rich Schwalm I. ſoll Montag den 30. d. M., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, deſſen Hofraithe, Nro. 202. in der Auguſtiner-Gaſſe, nächſt der Uſergaſſe gele— gen, beſtehend in Wohnhaus und Stall, an Johannes Schmidt, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, wobei bemerkt wird, daß dieſe Hofraithe bis zum Tag der Verſteigerung beſehen, und bei einem an⸗ nehmbaren Gebot der Zuſchlag ſogleich ertheilt wer— den ſoll. Friedberg den 13. September 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung zweier Faſſelochſen. (980) Dienſtag den 1. Okt. 1839, Morgens 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Niedermörlen gehörige abgängigen zwei Faſſelochſen auf dem Gemeinde⸗ haus dahier einer öffentlichen meiſtbietenden Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden, welches man hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt. Niedermörlen den 26. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Dey. Bekanntmachung. (981) Dienſtag den 1. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus ein der hieſigen Gemeinde zugehöriger gut gehaltener ſchwerer Faſſel— ochs und ein Faſſelſchwein öffentlich meiſtbietend ver— kauft werden. Nauheim den 25. Sept. 1839. Der kurf. heſſ. Bürgermeiſter Hartmann. Obligations-Verlooſung. (982) Bei der heutigen Gemeinderathsſitzung wur— den die laut dem Voranſchlag für 1840 zur Abzah— lung beſtimmten 200 fl. Partial⸗Schuld⸗Verſchrei⸗ bung durch das Loos gezogen, und iſt Nr. 27. heraus⸗ gekommen. Es wird daher ſolches mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Inhaber dieſer Partial-Schuld-Verſchreibung den Betrag gegen Rückgabe derſelben bis den 1. Januar 1840 bei der hieſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu neh⸗ men hat, da von dieſem Tage an keine weiteren Zin⸗ ſen mehr vergütet werden. Ilbenſtadt den 26. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. Arbeits-Verſteigerung. ab Montag den 30. Sept., Vormittags 10 Uhr, ſoll zu Oberrosbach bei Gaſtwirth Bingmann, das Brechen der zur Chauſſirung der Provinzial⸗ ſtraße von Friedberg über Oberrosbach nach Hom⸗ burg erforderlichen Steine in den Brüchen bei Ober⸗ rosbach und in dem gemeinheitlichen Bruche zu Ock— ſtadt, an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. 5 Friedberg den 26. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Holz⸗ und Eiſen⸗ ꝛc. Verſteigerung. (984) Künftigen Freitag den 4. October, Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden auf dem hochgräfl. S. Rödelheim'ſchen Bergwerke bei Bauernheim etliche 30 Stecken Eichen⸗ und Tannen-Grubenholz, eine Partie Guß⸗ und Flammeiſen, ſowie mehrere Gru⸗ benſeiler, zu Scheuer, Heu- und Wagenſeil brauch⸗ bar, ſtückweiſe meiſtbietend verkauft. Oſſenheim den 26. Sept. 1839. Der Rentmeiſter Weiß. b Bekanntmachung. (985) Montag den 7. Oktober dieſes Jahres, Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline der Ankauf von Roggenſtroh bewirkt werden, welches den Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 23. September 1839. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Arbeits-Verſteigerung. (986) Da die unterm 23ſten d. M. abgehaltene Verſteigerung, die Reparaturarbeiten an den beiden hieſtigen Gemeindeſtegen betreffend, aus dem Grunde, weil Nachgebote geſchehen ſind, nicht genehmigt wer⸗ den kann, ſo ſollen dieſe Arbeiten Montag den 30. l. M., des Nachmittags 1 Uhr, auf hieſiger Ge— meindeſtube einer nochmaligen Verſteigerung ausge⸗ ſetzt werden, welches hiermit zur allgemeinen Kennt⸗ niß bringt. Obermörlen den 24. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Bekanntmachung. (987) Montag den 14. Okt. I. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll auf freiwilligen Antrag die Hof⸗ raithe der geweſenen Conrad Bielers Wittwe, jetzt verehelichte Joh. Schwalm, beſtehend in Wohnhaus und Werkſtätte, Pag. et Nr. 60%%, an Peter — 276 — Mann auf dem Hauck gelegen, ſammt Hausgarten, Pag. 236 Nr. 44, 52 Ruthen haltend, ſodann Pag. 222 Nr. 39, 19 Ruthen Garten in der 17. Gewann an Adam Steinhäußer gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 26. Sept. 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (988) Montag den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr, wird dahier das Pflaſtern einer Brücke auf Ort und Stelle an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, vor⸗ ſtehende Verſteigerung in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Niederwöllſtadt den 24. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Bauſch Hofraithe-Verſteigerung. N (989) Auf Anſuchen der Daniel Valentins Wittwe dahier, ſoll deren Hofraithe, Pag. et Nr. 49%, beſtehend in Wohnhaus nebſt Ställchen und Grund an Joh. Adam Weckerling in der Groß⸗Köhlergaſſe gelegen, Montag den 14. Okt. l. J., Vormittags halb 11 Uhr, öffentlich meiſtbietend verſteigert wer⸗ den. Friedberg den 26. Sept. 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. c ππιοιιννν Privat⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (945) Der Unterzeichnete hat den Auftrag zur Verleihung von 20 bis 30,000 fl., ſowohl in gro⸗ ßen als in kleinen Summen, an Gemeinden zu 4% an Privaten nach Beſchaffenheit der Unterpfander zu 4% und 5% erhalten. Hierauf Reflectirende wollen mir das Nähere mündlich oder in portofreien Briefen unter Vorlage der Taxationen und Flur⸗ buchsauszüge über die Unterpfänder mittheilen. Nidda den 8. September 1839. Schlotzhauer, Dekanatsrechner. Empfehlung. (978) Wir geben uns die Ehre, unſre ſeit kurzem angelegte durch Waſſerkraft betriebene Fournier-Schneidmaſchine in Ilbenſtadt zum Schneiden von aus- und inlaͤndiſchen Werk⸗ hoͤlzern zu empfehlen, und duͤrfen uns ſchmei⸗ cheln, durch gute Einrichtung, ſorgfaͤltige, prompte, billige und reelle Ausfuͤhrung, jeden moͤglichen Wunſch unſrer Auftraggeber zu erfuͤllen. Wir unterhalten ferner ſtets Lager von Mahagoni, Poliſander, Ahorn, Nuß Fe ile 900) Mah 15 von Fre ſagt wo. 001) e eladen worde Erstattung det Friedbere Kir 992) Den ſieſtge Kirchw het meine ver dahu elnzulade und Tangas und Speiſen geſorgt werd mit einem za Aſſenhei Kite (993) So d. M. iſt gu mir anzutref Gönner hier leichen Zuſpr Bauern! 900 Ich kum, o wie gen, daß i machermeſſet eine andere! auf der brei zogen habe, 8 vor; a bekannt 39. irgermeiſte g. us Witte . 495891 * 48/ und Grund dutlemgaſt Vormittagz elgert Wer- gen. 7 trag zur m gro⸗ en 0 4% Aterpfänder teflectirende portofreien und Flur, heilen. uer, ichner. unſte ſei betriebene ne chen Werk us ſchmei e, prompk, mögen llen. Lager von rn, Nuß Me und mehreren andern ine und ausländiſchen, ſo⸗ wohl in Bohlen als in Fourniere, geſchnitte— nen Werkhoͤlzern, welches wir zur geneigten Abnahme empfehlen, und verbinden damit die Anzeige, daß wir auch Nußholz-Erdſtaͤmme, ſowie weißes Ahornholz ankaufen. Auftraͤge werden durch Golfkfried Veith in Ilbenſtadt entgegen genommen, und jede beliebige Aus— kunft ertheilt. Mainz im September 1839. Kühn& Veith. Feilgebotener Aepfelwein. (990) Mehrere Ohm guter Aepfelwein ſind in der Nähe von Friedberg zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo. Zwei Stangen, (991) wahrſcheinlich zu Leitern beſtimmt, ſind vor einiger Zeit fälſchlicherweiſe vor meiner Thüre ab— geladen worden. Der Eigenthümer kann ſie gegen Erſtattung der Inſeratgebühren abholen. Friedberg. Bopp, Bäckermeiſter. Kirchweihfeſt zu Aſſenheim. (992) Den 6. und 7. Oktober d. J. wird das hieſige Kirchweihfeſt gefeiert.— Ich beehre mich da— her meine verehrten Freunde und Gönner höflichſt dazu einzuladen.— Für ſehr gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik, ſo wie für ein gutes Glas Wein und Speiſen wird von Unterzeichnetem aufs Beßte geſorgt werden; deßhalb darf ich wohl auch hoffen, mit einem zahlreichen Zuſpruch beehrt zu werden. Aſſenheim den 26. Sept. 1839. E. Reitzel. Kirchweihfeſt zu Bauernheim. (993) Sonntag den 29. und Montag den 30. d. M. iſt gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik bei mir anzutreffen, wozu ich alle meine Freunde und Gönner hiermit höflichſt einlade und um recht zahl⸗ reichen Zuſpruch bitte. Bauernheim im September. 1839. Walther, Gaſtwirth zum Solmſiſchen Hof. An ne (994) Ich habe die Ehre einem geehrten Publi⸗ kum, ſo wie allen meinen geehrten Kunden anzuzei⸗ gen, daß ich meine Wohnung bei Herrn Schuh⸗ machermeiſter Heß in der Metzgergaſſe verlaſſen und eine andere bei Herrn Spenglermeiſter Scheuermann auf der breiten Straße neben dem weißen Roß be⸗ zogen habe. Ich werde fernerhin mich bemuͤhn, durch moderne Arbeiten und möglichſt annehmbare Preiſe, das ſchon 1 längeren Jahren mir geſchenkte Zutrauen zu er⸗ alten. Friedberg im September 1839. Chriſtian Berg, Frauenkleidermacher. 1000 Gulden (995) Vormundſchaftsgeld liegen zum Ausleihen bereit bei Philipp Ritzel, Schmiedmeiſter. Zwei ſchlachtbare Kühe (996) ſtehen bei mir aus der Hand zu verkaufen. G. C. Morell. Eine Wohnung, (997) beſtehend in Laden mit Nebenkabinet, zwei heitzbaren Stuben, Kammer, Küche, Keller und Holtzplatz, iſt bei mir zu vermiethen und kann am erſten Decemher d. J. bezogen werden. Friedberg. G. F. Nau. Einladung. (998) Zum Schluß meiner diesjährigen Garten⸗ wirthſchaft iſt Sonntag den 29. d. M. mit voll⸗ ſtändig beſetztem Orcheſter Harmonie- und Tanz⸗ zmuſik, von kurheſſiſchen Muſici, anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. Neuer ſüßer Aepfelwein wird bei den an⸗ dern Getränken verzapft werden. Friedberg im Sept. 1839. Fr. Chr. Sieck, (999) Bei C. W. Leske in Darmſtadt iſt ſoeben erſchienen und in allen Buchhandlungen(in Fried⸗ berg bei C. Bindernagel), und bei den Buch⸗ bindern im Großherzogthume, ſowie beim Verleger zu haben: Schreib- und Geſchaͤfts⸗Kalender ur das Jahr 1840. Preis: Auf ordinair Schreibpapier 48 kr., auf feinem Schreibpapier 1 fl. 12 kr. Dieſer Kalender hat durch ein länger als jäh⸗ riges Erſcheinen ſeine praktiſche Brauchbarkeit erwie⸗ ſen. Es enthält derſelbe durch Weglaſſung aller raumfüllenden, oft ohne Sinn und Beziehung zum Inhalte bunt durch einander geworfener Bilderchen, auf 210 Seiten hinreichenden Raum zu ſchriftlichen Notizen für alle Tage des Jahres und außer den bekannten ſtehenden Artikeln eine chronologiſche Ueberſicht der merkwürdigſten Ereigniſſe von Mitte 1836 bis Mitte 1838. Darmſtadt den 23. Sept. 1839. Litera ri ſche Anzeige. In der fünften Auflage iſt erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg zu haben: Hoffmann, K. F. V., die Erde und ihre Bewoh⸗ ner, ein Hand- und Leſebuch für alle Stände 2 Mit 7 Stahlſtichen, 7 geſtochenen Erläuterungs⸗ tafeln und 25 Holzſchnitten. 4 fl. 12 kr. Ferner iſt bei demſelben vorräthig: Lamartine's, A. v., ſämmtliche Werke, überſetzt von G. Herwegh in 12 Theilen. 1—6 Theil à f f 2 r —— Vier Stahlſtiche dazu 32 kr. Shakspeares, W., ſämmtliche dramatiſche Werke in 12 Bänden. à l Sterne, Triſtram Shandys Leben und Meinungen in 4 Bändchen à f 36 kr. Swift, Gullivers Reiſen in 2 Bändchen à 36 kr. Smollet, Abenteuer des Roderick Random. 3—4 Bändchen à 36 kr. Hugo, V., ſämmtliche Werke in 17 Bde. 4 fl. 30 kr. Maleracademie. Anatomie des Menſchen. 48 kr. —— Vorlagen zum Figurenzeichnen. 48 fr. —— Landſchaftsſtudien, 2 Hefte 1 fl. 36 kr. —— Vorlagen zu Seeſtücken. 48 kr. Romane und Novellen aus dem Spaniſchen des Miguel Cervantes de Saavedra. Mit Illuſtra⸗ tionen nach Tony Johannot und andern Künſtlern Erſter Band: Don Quixote von La Mancha Das Ganze umfaßt 10—12 Bände à 48 kr Hülfstafeln zur Berechnung des körperlichen Inhal— tes und des Werthes des Bau- und Werkholzes. nach dem Decimalmaaße. 2 fl. 24 kr., Boz, ſämmtl. Werke. Die Pickwickier oder Herrn Pickwick's und der correſpondirenden Mitglieder des Pickwick⸗Clubs Kreuz- und Querzüge, Aben- theuer und Thaten. Mit Federzeichnungen na Phiz! In ſechs Bändchen à 36 kr. —— Leben und Schickſale Nikolas Nickelby's und der Familie Nickelby. Mit Federzeichnungen von Phiz. Drei Bändchen a 36 kr. —— Oliwer Twiſt. Mit Federzeichnungen nach Cruikfhank. Drei Bändchen 4 36 kr. —— Denkwürdigkeiten Joſeph Grimaldi's. Mit Radirungen nach Cruikſhank. Zwei Bänd⸗ chen a 36 kr. Sibylle, die gewandte Kartenſchlägerin, oder neue⸗ ſter Schickſalsprophet, worin die Kunſt der Wahr⸗ ſagerei aus den 32 deutſchen Spielkarten ſo deut⸗ lich gezeigt wird, daß ſie Jedermann in ſehr kur⸗ zer Zeit ſelbſt ausüben kann. Mit 7 lithogra⸗ phirten Tabellen. 24 kr. Pöhlmann, Geiſt und Kraft des Vaterunſers. Ein Andachtsbuch für chriſtliche Familien. Dritte Auflage. Mit Stahlſtichen. 24 kr. Mein Stammbuch der Erinnerung Freundſchaft und Liebe heilig. 30 kr. Leiden und Freuden eines Schulmeiſters. Zwei Theile. 3 fl. 12 kr. Hausverkauf auf den Abbruch (1001) Ein zweiſtöckiges ganz in Eichenholz er⸗ bautes Haus von 29 Schuh Länge und 19 Schuh Tiefe(Frankfurter Werkmaaß) iſt durch Zimmer⸗ meiſter Klein in Vilbel aus freier Hand auf den Abbruch zu verkaufen. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waiz en: 10 fl. 30 kr. Korn: 7 fl.— kr. Gerſte: 6 fl.— kr. Hafer: 2 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr, Fruchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 16. Sept: Wafzen: 10 fl.— kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte: 6 fl. 20 kr: Hafer: 3 fl. 5 kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte ⸗Preiſe zu Mainz, am 20. Sept.: Waizen: 11 fl. 18 kr. Korn: 8 fl. 10 kr. Gerſte: 6 fl. 35 kr. Hafer: 3 fl. 45 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 29. Sept. bis 6. Okt. 1839. pfo. Brod Preiſe. Friedberg Butzbach kr. pf. kr: pfe 1 Leib-Roggenbrod 2 53 2 3 2„ 7 5 2 5 2 4 7 7 11— 10 3 f Loth ö Loth. — Milchbrod 0 114% 1 4½ —[Waſſerweck 1 41— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 25% 1 57 Fleiſch-Preiſe. 12071 N pf. pf. 1 Ochſenfleiſch f 110% 3 10 3 77 Kühfleiſch 8 2 8— „ Rindfleiſch 1 72 „ Schweinenfleiſch 10— 10 „Hammelfleiſch 8— 8— „ Schaaflleiſch f Nen e „ Wurſt von blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 10— 10 Ar „Bratwurſt 15— 144— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken a 15— 15— „ Dörrfleiſch 16— 164— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 91 „ dito un zusgelaſſen 16— 164— „Nierenfett 18— 18— Hammelsfett 645 ½— 40150 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind er nagel in Friedberg. Petreffen Inde und Bedeutu hung discipl. Auszug a Bi der Abonnen 1 wird die B für die gro gendes Verf Na Kreisrath e Verwaltung merken auf; tigen hätter noch vorhat F. —— Heſch! (W. 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