hm— Dad lei ch bepogeg 19 Butzbach r. pf. 242 2 W 8 2 1 1 1 22— A für die Nrovins 2 im Allgemeinen, den* Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 27. Juli ee eee getrachtungen eines alten Tagdiebs mit ſich ſelbſt. Schreiber dieſes ſah einmal neben ſeinem Gar— en einen jener alten Burſche, denen die Welt zur ſaſt iſt, weil ſie ſelbſt der Welt zur Laſt ſind, und er zu denen gehörte, die niemals fur ſich denken, ondern alles laut ſprechen. Dieſer Burſche lag im Schatten eines Baumes und hatte mit ſich folgende Tnterhaltung, die ich, weil ich hinter dem Zaune var, recht gut vernehmen konnte. „Wie's doch ſo warm iſt in der Welt, auch denn man nichts thut; was muß es erſt denen ſo darm ſeyn, die ſo viel arbeiten! Das Eſſen will nir gar nicht mehr ſchmecken vor lauter Hitze und as iſt ein ſchlimmes Zeichen und der größte Beweis, aß ich mich überarbeitet habe. Aber wie könnt' ch denn anders? Ich mußte ja doch einmal in en Garten, und ſo frühe. Des Morgens hätt' ch's wohl gekonnt, ja, aber des Morgens da bin gerade am allermüdeſten, und wär' mir doch nicht möglich, ſo früh aufzuſtehen, wie mein Nach⸗ tar; der arbeitet ſich aber auch zu todt, wie die deute meinen, und ich will noch lange am Leben kleiben.— Ich weiß deßwegen gar nicht, warum nich die Leute darum ſo ſcheel anſehen? Wie ſollt ch's denn nur anfangen, ſo viel zu arbeiten? Wenn ch um acht Uhr aufſteige, ſo muß ich erſt recht zähnen und mich ſtrecken; darüber geht ſchon wieder ine Viertelſtunde fort. Bis ich mich angezogen ind gewaſchen habe, wird's neun Uhr, und da muß ich in Ruhe meinen Kaffee trinken, wozu man doch immer eine gute Stunde braucht. Nach dem Kaffee mach' ich mir meine Pfeife an, und ſehe ein wenig zum Fenſter hinaus; darüber kommen die eilf Uhr, wo ich die Zeitung leſe. Wenn dieſe beendigt iſt, und ich mache mich noch ein wenig zurecht, ſo iſt die Mittagszeit erſchienen, die mir die liebſte von allen Stunden des Tages iſt und von jeher war. Schon als Knabe hab' ich mich auf das Mittags— eſſen dreiundzwanzig geſchlagene Stunden vorher gefreut. Leider aber waͤhrt in dieſer Welt alles nur kurze Zeit. Kaum hat man eine Stunde ge— geſſen, ſo iſt man ſchon ſatt. Das ärgert mich manchmal, denn beim Eſſen fühl' ich mich immer ſtark und behende, und dieſe Zeit iſt mir immer der größte Beweis, daß die Leute unrecht haben, die mich einen Faullenzer ſchelten, denn ich eſſe mit dem ſtarkſten Dreſcher um die Wette. Freilich, eine ſolche Anſtrengung verlangt auch wieder ihre Er— holung; darum bewege ich mich auch nicht gerne während einiger Stunden nach dem Eſſen und liege mäuschenſtille in meinem Sorgeſeſſel. Ich thue das aber auch meinen Leuten zu lieb, die ich nicht gerne in ihren Liebhabereien ſtören möchte. Denn es iſt ein gar unruhiges Blut in dieſen Leuten; wer möchte nur ſo ewig ſſich abhatzen in der Welt? Es nützt ja doch zu nichts!— Wenn die vier Uhr herbeikommen, gibt's wieder genug zu thun. Ich muß alsdann meine Pfeife ſtopfen, meine Stiefel anziehen, meinen Geldbeutel — holen, muß mich ausbuͤrſten laſſen, und dann ſind — eh man ſich's verſieht— die fünf Uhr da. Jetzt iſt's doch wohl hohe Zeit, ins Wirthshaus zu gehen, ſein Schoͤppchen Aepfelwein zu trinken und zu hören, was es Neues gibt. O, es iſt gar gut in ſo einem Wirthshaus; man kann da immer hören, und braucht nichts zu ſprechen. Wozu iſt auch das ewige Re⸗ den? Man merkt's all' den Leuten an, daß ſie nicht viel Verſtand haben, wenn ſie ſo immer fort ſchwatzen. Wo bleibt denn die Zeit zum Denken und zum Verdauen des Gedachten?— Kommt dann nachgerade die Nachteſſenszeit, ſo ſchlendre ich ganz behaglich nach Hauſe und eſſe in aller Ruhe mein Abendbrod.— Und eh ich noch ganz beendigt habe, kommt mir das Gähnen ſchon ſo ſtark, daß ich kaum meine Gabel in der Hand zu halten vermag. Es iſt aber dann auch Zeit, daß ich mich nach mei⸗ ner Ruheſtätte begebe, wonach ich mich ſchon ſeit einer halben Stunde geſehnt hatte. Dieſes Bett iſt doch— nach dem Eſſen— eine der ſchoͤnſten und herrlichſten Gaben Gottes, und ich gehe auch nie ohne dankbare, innige Rührung und ohne eine gewiſſe Sehnſucht zu ihm, daran vorbei. Der Herr Langſalm wünſchte ſich, wenn er die Wahl hätte, lieber ein Ofen zu ſeyn, als ein Tiſch, weil dieſer dann und wann gerückt wird, jener aber immer ruhig auf ſeinem Platze ſtehen kann. Ich für meinen Theil hege ſo einen tragen und thörichten Wunſch nicht; ich möchte lieber ein Menſch bleiben, recht lange leben und die Hälfte meines Lebens eſſen, die andere Hälfte aber ruhen im lieben Bettchen. Der einzige Uebelſtand wäre dabei allenfalls der, daß man ſich doch gar nicht einmal unter Bekannten im Wirthshauſe umſehen und nichts Neues hören könnte. Dennoch wuͤnſch' ich mir ſo ein Leben, und verwünſche manchmal meine jetzigen Verhält— niſſe, die mich faſt den ganzen Tag nicht zu mir ſelbſt, das heißt, zur Ruhe kommen laſſen. Wenn die Leute, die mir zuweilen recht hämiſch„ſo fleißig?“ zurufen, nur wüßten, was den Tag durch all auf mir liegt, ſie würden dieſe ſarkaſtiſche Rede gewiß an mich nicht mehr ſtellen, ſondern mich bedauern, daß mein Daſeyn ſo weit hinter meinen Wünſchen iſt. Aber, mein Gott, es iſt hohe Zeit, daß ich jetzt mich zur„goldnen Sonne“ begebe, mein Schöpp⸗ chen zu trinken. Das iſt ein weiter und ein ſaurer 2— Weg; o, wär's doch nur ſchon Nachteſſens⸗ oder Schlafenszeit!“ Nun, wir wollen unſern Mann in ſeinen Ge— ſchäften nicht weiter ſtören, und wünſchen ihm ge, ſegnete Abendmahlzeit und angenehme Ruhe; er hat ja des Tages Laſt und Hitze getragen. Nachtrag zum Aufſatz„Hexenprozeß“ in Nro. 22 dieſes Blattes. Der Herr Redacteur d. Bl. hat in der Note zu dem oben genannten Aufſatze verbeſſernd bemerkt, daß vor 2 bis 3 Jahrhunderten in Deutſchland das (vermeintliche) Verbrechen der Zauberei nicht beſtraft worden ſey. Inzwiſchen kann ſich der Einſender jenes Aufſatzes von der Richtigkeit dieſer Anſicht des Herrn Redacteurs nicht uͤberzeugen und er er— laubt ſich daher, zu ſeiner Rechtfertigung Nachſte— hendes zu bemerken. 8 Daß das römiſche und canoniſche Recht ein Ver⸗ brechen der Zauberei kennen und mit Strafen be— drohen, wird von Niemand bezweifelt werden, wenn er die const. 5 Coel. de malif.(9, 18) und der c. 12. caus. 26 qu. 5 ſowie der c. 15 caus. 26 qu. 7 kennt. Iſt dieß aber richtig, ſo muß auch angenommen werden, daß die Zauberei auch in Deutſchland ſchon vor 5(und nicht erſt vor 3) Jahrhunderten beſtraft worden ſey. Denn bekannt— lich wurden das römiſche und das canoniſche Recht ſchon zu Anfang des 13ten Jahrhunderts, wenigſtens als Gewohnheitsrecht in Deutſchland herrſchend. Doch man kann auch hiervon abſehen, fehlt es doch auch nicht an älteren deutſchrechtlichen Beſtim⸗ mungen über die Strafen der Zauberei. Unter an⸗ deren enthält z. B. das Saͤchſiſche Landrecht(der erſte Theil des Sachſenſpiegels) derartige Beſtimmun⸗ gen im 2ten Buch, Art. 13, daß deßhalb die Zau⸗ berei auch ſchon vor 2 und 3 Jahrhunderten in Deutſchland beſtraft worden ſeyn müſſe, leuchtet ſonach von ſelbſt ein. Denn der Sachſenſpiegel wurde 1215 verfaßt und enthält bekanntlich eine Sammlung von alten deutſchrechtlichen Normen, die vor dem Jahre 1215 ſchon beſtanden haben. (Ech. Z u ſ a tz. Wir ſind damit vollkommen einverſtanden, und Cin Her ef et. u Ic helſe chen, Nichte, g. 3 3 in ulſerem e Cdlummne 3 tenberg“ f . Bekannt! He 689) Ni 0 Uhr, ſoll zun Women getdumigen ſaal, Noder gebäuden, 8 offentlichen mit dem A liebhaber! Verſteigeru Auskunft e Rödelh Verlooſn (752) der von! Partialobl 31. und worden. 2 Kapitalbet r Einſendn cer Anſich 1 Und er e ung Nachſ echt ein e Strafen 0 erden, we 8) und 1d caus 3, ſo muß luberei auß erſt vor enn bekannt niſche Rech wenigſten⸗ errſchend. „fehlt ez chen Beſtin Unter an indrecht(der Beſtimmun lb die Zau underten ii ſe, leucht achſenſpiegt 3 bedauern nur, daß der Herr Verfaſſer uns mißver⸗ ſtanden, indem wir in Nro. 22 unſers Blattes das Gegentheil von dem ſagten, was er hier im Ein⸗ gange dieſes Nachtrages unterſtellt. D. Red. Alte Witze. Wer baut feſter als der Maurer, der Schiffs⸗ bauer und der Zimmermann? Antwort: Der Todtengräber; die Häuſer, die er baut, währen bis zum jüngſten Tage. Shakspear. * ** Ein Herr hatte zwei Bedienten. Dem Einen rief er zu:„Johann, was machſt du?“ Ich helfe dem Thomas, ſagte Johann. „Thomas, was machſt denn du?“ Nichts, gnädiger Herr, antwortete der Thomas. ne tpeiſſee pin in unſerem vorigen Blatte Seite 210 auf der erſten Colummne Zeile 25„domanial,“ Zeile 28„Or- tenberg“ ſt. Orenberg, Zeile 33„Stolberg.“ Bekanntmachungen von Behoͤrden. aN NN N Hofraithe⸗Verſteigerung⸗ (689) Mittwoch den 31. Juli l. J., Nachmittags 2 Uhr, ſoll auf bieſigem Rathhauſe das Gaſthaus zum Löwen dahier, beſtehend in einem zweiſtöckigen geräumigen Wohnhaus mit Wirthſchaftslokal, Tanz⸗ ſaal, Nedenbau, Brauerei und ſonſtigen Oekonomie⸗ gebäuden, in der Mitte Rödelheims gelegen, einer offentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden, was mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß Kauf⸗ liebhaber über die näheren Bedingungen ꝛc. vor dem Verſteigerungstermin auf hieſiger Bürgermeiſterei Auskunft erhalten können. Rödelheim den 2. Juli 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter W. Brill. Verlooſung der Aſſenheimer Partialobli⸗ gationen. (752) Bei der heute ſtattgefundenen Verlooſung der von der hieſigen Stadtgemeinde ausgegebenen Partialobligationen ſind 3 Nummer und zwar 18. 31. und 37 jede zu 200 fl. zur Ablage beſtimmt worden. Dieſes wird mit dem Bemerken, daß dieſe Kapitalbeträge am 31. December 1839 bei hieſiger Stadtkaſſe zu erheben ſind, und daß jedeufalls von dieſem Tage an deren Verzinſung aufhört, hierdurch zur offentlichen Kenntuiß gebracht. Aſſenheim den 1. Juli 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Günther. Holzverſteigerung. (753) Donnerſtag den 1. Auguſt d. J., Morgens 8 Uhr, ſoll in hieſigem Stadtwald nachfolgendes Gehölz an den Meiſtbietenden gegen Zahlung vor der Abfuhr verſteigt werden, als: 1) 1 Stecken kiefern Scheitholz, 2) 56 1„ Prügelholz, 3) 12400 Stück„ Wellen, 4 19„„ geringe Nutzſtämme. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Garküchenplatz. Butzbach den 24. Juli 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Zahn. Arbeits-Verſteigerung. (754) Dienſtag den 30. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen die für das Jahr 1839 beabſichtigten Reparatur⸗Arbeiten an hieſigem Rath- und Schul⸗ haus, namentlich Schreiner-, Maurer-, Weißbinder⸗ und Glaſerarbeiten im Ganzen zu 185 fl. 16 kr. voranſchlagt, wenigſtnehmend auf hieſigem Gemein⸗ dehaus öffentlich verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Kaichen den 24. Juli 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Hahn. Fruchtverſteigerung. (755) Von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armenfonds ſollen Mittwoch den 31. Juli d. J., Kachmittags um 2 Uhr, 50 Mltr Kern in kleinen Abtheilungen öffentlich meiſtbietend in hieſigem Rath⸗ haus verſteigert werden. Friedberg den 25. Juli 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Fruchtverſteigerung. (756) Mittwoch den 31. Juli l. J., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus von den Fruchtvorräthen des Auguſtiner Schulfonds eilf, Mltr. Korn in einzelnen Abtheilungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 25. Juli 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (757) Mittwoch den 31. d. M. und an den dar⸗ auf folgenden Tagen ſoll zu Ockſtadt in dem von frankenſtein'ſchen Hofe der Mobiliennachlaß des gr. Rath Seitz, erbvertheilungshalber gegen gleich baare Zahlung öffentlich verſteigert werden. Die Verſtei⸗ gerung nimmt des Morgens um 8 Uhr ihren Au⸗ fang und es wird am erſten Tage namentlich mit dem Verkaufe einer großen Quantität Weinfäſſer, worunter namentlich 25 Stückfäſſer, angefangen. Hiernächſt werden gegen 8 Ohm gut gehaltene Weine und nach dieſen Möbles, als: Sopha, Stühle, Schreibtiſche, Kommode, Betten ꝛc. dem Meiſtge⸗ bote ausgeſetzt. Donnerſtag den 1. Auguſt beginnt die Verſteigerung mit Weißzeug und Bettwerk. Au⸗ ßerdem wird noch vieles Holzwerk, Eiſen, Zinn, Blech, Kupfer, Porzellain, Glas ꝛc. verſteigert. Friedberg den 25. Juli 1839. Großh. heſſ. Landgericht Brumhard. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (758) Dienſtag den 6. Auguſt d. J., Vormittags 10 Uhr, werden hier zu Friedberg in der Behau⸗ ſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore, 180 Mltr. Korn von dem fiscaliſchen Speicher zu Oberrosbach öffentlich ver— ſteigert. Friedberg den 24. Juli 1839. Der großh. heſſ. Rentamtmann Buß. Verſteigerung von Bauarbeiten. (759) Donnerſtag den 1. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſollen in Berſtadt bei Wirth Hennemann die zur Reparatur der Oekonomiegebäude der Pfarr⸗ hofraithe zu Berſtadt nöthigen Arbeiten und Ma⸗ teriallieferungen öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Maurerarbeit beträgt nach dem Voranſchlag ö 74 fl. 43 kr. Zimmerarbeit 6 Schreinerarbeit 34„ 41„ Schloſſerarbeit 15 7% 77, Glaſerarbeit 6 nns Weißbinderarbeit 122% 5c Pflaſterarbeit 114% 08% Holzankauf 13„ 44 Materialfuhrlohn 49„ 34% 7 Plan, Voranſchlag und Steigbedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Niidda den 20. Juli 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Bekanntmachung. (760) Nachdem der Gemeinde Burkhards, Krei⸗ ſes Nidda, die Abhaltung dreier Vieh- und Krä⸗ mermärkte gnädigſt geſtattet worden iſt, ſo wird ſolches mit dem Bemerken zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht, daß 1) Dienſtag und Mittwoch der letzten Woche im October, 20 Dienſtag und Mittwoch der zweiten Woche im Juni, — 216— 30 4 und Mittwoch der letzten Woche im pril% S„en i. 40 die Märkte jährlich abgehalten, der erſte Markt aber Dienſtag und Mittwoch den 29. und 30. Oc⸗ tober d. J. ſtattfinden, und für alle Bedürfniſſe und Bequemlichkeiten der Käufer ſowie der Verkäufer geſorgt werden wird. Nidda den 16. Juli 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath Seitz. Garten-Verſteigerung. (761) Dienſtag den 30. Juli, Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der der Georg Schneiders Wittwe dahier gehörende in der Burg— gemarkung liegende Garten nochmals öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden. Friedberg den 25. Juli 1839. In Auftrag großh. Landgerichts Der Beigeordnete Bender. Arbeits-Verſteigerung. (762) Dienſtag den 6. Auguſt d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll die Planirarbeit an dem neu zu erbau⸗ enden Vieinalweg von Florſtadt bis an die Oſſen⸗ heimer Grenze in einzelnen Abtheilungen an die Wenigſtnehmenden unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle öffent⸗ lich verſteigert werden. f Friedberg am 24. Juli 1839. Der großh. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (763) Samſtag den 10. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, wird auf der Provinzialſtraße von Friedberg über Oberrosbach die zur Erbauung der Brücken und Dohlen erforderlichen Mauer- und Steinhauer⸗ arbeiten, ſo wie die Lieferung von Mauerkies, Steinfuhr⸗ und Steinſetzerlohn an den Wenigſt⸗ nehmenden vergeben. Der Anfang iſt bei Friedberg. Friedberg am 24. Juli 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter. Rhumbler. Need Privat⸗Bekanntmachungen. Zum Verkaufen. (722) Neun leere gut erhaltene Stück⸗ und meh⸗ rere 3 und 4öhmige und kleinere Fäſſer werden Donnerſtag den 1. Auguſt d. J., Morgens 10 Uhr, in dem G. Sauerbier'ſchen Hof an der Korngaſſe in Butzbach verſteigert. ue 5 Verkauf eines Hauſes. (723) Ein ganz gut eingerichtetes und zu jedem Geſchäfte geeignetes Backhaus in Butzbach in der bindung 5 Dezfalſg lefen an 9 beet 720) von 0 beſchafeer dieses ſagt w 764) in 1 ſogleich liefere ich fr ftei ans Hau Stück und Kullmann aupunelden. (766)& beluſtigung berg⸗Wald Pfuhl ſtat Getränke! Leid hee (767) in der breiten und konnen Aechten! (768) in Origin baumeiſter. . und meh r werden 10 Uhr, Komgaſſe zu jedem 5 in der * ſchönſten Lage der Hauptſtraße gelegen, iſt aus der Hand zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. d. Bl. Verkaufs- und Empfehlungs-Anzeige. (726) Der Eigenthümer eines vor 4 Jahren von mir gefertigten Dampf-⸗Apparates, welcher gleich bei der erſten Deſtillation reinen Branntwein liefert, und womit täglich 1200 Quart Maiſche abgetrieben werden können, iſt geſonnen, ſolchen wegen Lokal— Veränderung zu verkaufen. Auch empfehle ich für Dampf-Apparate die An— fertigung von ſelbſtthätigen Maiſchhebern, welche ohne Einfüllen oder Einpumpen eines Arbeiters die Maiſche in die Höhe heben, ohne daß der ſon— ſtige Betrieb des Apparates im geringſten gehemmt wird; dieſe Vorrichtung iſt mit jedem Apparat in Verbindung zu bringen. Desfallſige Anfragen wolle man in portofreien Briefen an den Unterzeichneten einſenden. Wetzlar im Juli 1839. J. J. Waldſchmidt, Kupferſchmied. Ein Erdglobus (720) von 12 par. Zoll Durchmeſſer, neu und gut beſchaffen, iſt billig zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo? Ein Logis (764) im dritten Stock iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden bei Chr. Gottlieb Stadelmann. Formtorf⸗ Empfehlung. (765) Formtorf in ganz vorzüglicher Qualität von meinen Brüchen zu Zellhauſen und Krotzenburg liefere ich frei bis an die Mainkur zu 2 fl. 54 kr., frei ans Haus nach Vilbel zu 3 fl. 18 kr. pr. 1000 Stück und bitte Aufträge darauf bei Herrn C. C. Kullmann in Vilbel, bei welchem Proben liegen, anzumelden. J. C. Reiſſig in Hanau. Einladung. (766) Sonntag den 4. Auguſt d. J. findet Tanz⸗ beluſtigung bei gut beſetzter Muſik in dem Hohen- berg⸗Wald unter der großen Eiche auf dem Trieb am Pfuhl ſtatt, wozu mit dem Bemerken, daß für gute Getränke ꝛc. geſorgt werden wird, hiermit einladet Leidhecken den 24. Juli 1839. Höfeld. Zwei vollſtändige Logis (767) im zweiten und dritten Stocke ſind auf der breiten Straße bei Unterzeichnetem zu vermiethen und können bis Ende Oktober bezogen werden. Philipp Windecker. Aechten holländiſchen Varinas⸗Portorico (768) à 35 kr. und Portorico à 32 kr. pr. Pfd. in Original⸗Beutel von 5 Pfd. bei J. G. Appel in Gießen. Schöne Eskarol⸗Pflanzen. (769) hat zu verkaufen Adam Wesp. Färberei⸗Anlage. (770) Unterzeichneter hat ſeine Färberei ange⸗ fangen. Er empfiehlt ſich daher allen Freunden und Gönnern in allen Sorten Wollen-Seiden- und Leinenzeugen, ſowohl zum Drucken als zum Färben und bittet, ihn mit recht zahlreichem Zuſpruch beeh⸗ ren zu wollen. Ilbenſtadt den 24. Juli 1839. Georg Dickenberger. Bainhardsforſthaus. (771) Sonntag den 28. d. M. iſt auf dem Bain⸗ hardsforſthaus gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Bainhardsforſthaus. Bo tz. 120— 130 fl. (772) liegen in der Kirchenkaſſe zu Oberrosbach gegen gerichtliche Sicherung zum Ausleihem bereit. Obetrosbach den 25. Juli 1839. H. Rahn, Kirchenrechner. Ein Buchenſtamm-Holz (773) von etwa 4 Schuhe Höhe und 1½ bis 2 Schuhe Durchmeſſer wird zu kaufen geſucht. Aus⸗ geber dieſes ſagt von wem? Ein Logis (774) auf der breiten Straße iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Oſſenheimer Wäldchen. (775) Sonntag den 28. Juli iſt auf dem oſſen⸗ heimer Wäldchen gut beſetzte Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Aehle. Einladung. (776) Sonntag den 4. Auguſt iſt auf dem Schieß⸗ platz bei Friedrichsdorf gut beſetzte Tanzmuſik anzu— treffen. wozu höflichſt einladet Iſaac Foucar. Nachtrag zu den Bekanntmachungen von Behörden. Verſteigerung von Zimmerarbeiten in Bin— genheim und Bleichenbach. (777) Freitag den 2. Anguſt, Vormittags 10 Uhr, ſollen die zur Anfertigung der Rüſtungen fur die Brücken über die Horloff bei der Bingenheimer Mühle und über die Bleichenbach bei Bleichenbach nöthigen Zimmerarbeiten mit Materiallieferungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden bei Wirth Muͤl⸗ ler in Bingenheim in Accord gegeben werden. Die Voranſchlagsbeträge belaufen ſich auf 410 fl. 14 kr. und 329 fl. 13 kr. Zeichnung, Voranſchlag und Bedingungen liegen zur Einſicht offen. Nidda den 23. Juli 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. — 2— Literariſche Anzeige. (778) Bei G. F. Heyer Sohn, Univerſitäts⸗ buchhändler in Gießen, iſt ſtets vorräthig: Schneiders Liederbuch für Volksſchulen. Gebunden 8 kr. Carl Bindernagel in Friedberg fuͤgt vorſtehender Anzeige bei, daß in ſeiner Buchhandlung genanntes Schneiders Lieder⸗ buch um denſelben Preis ſtets vorraͤthig iſt, und daß durch ihn jedes literariſche Produkt eben ſo ſchnell und billig wie durch jede andere ſolide Buchhandlung bezogen werden kann. Wer von Folgendem das Eine oder das Andere zur Anſicht zu haben wünſcht, beliebe gefälligſt von ihm zu verlangen: Allgemeines deutſches Converſations⸗Lexikon für die Gebildeten eines jeden Standes, mit den gleich⸗ bedeutenden Benennungen der Artikel in der latei⸗ niſchen, franzöſiſchen, engliſchen und italieniſchen Sprache, nebſt der deutſchen Ausſprache der Fremd⸗ wörter in 40 Lieferungen à 27 ku. Betrachtungen über die neueſten Angriffe auf die Ehre der katholiſchen Kirche. Eine Epiſtel an Herrn Generalſuperintendenten Röhr zu Weimar und Herrn Hofprediger Zimmermann zu Darmſtadt, Von einem Katholiken des Großherzogthums Heſſen. r Duller, E., die Geſchichte des deutſchen Volkes. Mit 100 Holzſchnitten. tſte Lieferung 36 kr. (Das ganze Werk wird aus 10 Lieferungen beſtehen.) Schenkel, Daniel, die Wiſſenſchaft und die Kirche. Zur Verſtändigung über die Straußiſche Ange— legenheit. 1 fl. 24 kr. Schubart's, C. F. D., geſammelte Schriften und Schickſale. Erſter und zweiter Band à 54 kr. Geſchichte des Gil Blas von Santillana. Illuſtrirt mit ſechshundert ganz feinen Holzſtichen. Sechs Hefte. Erſtes Heft 1 fl. 30 kr. Viehoff, Heinrich, Schillers Gedichte in allen Be— ziehungen erläutert und auf ihre Quellen zurück— geführt, nebſt einer vollſtändigen Nachleſe und Variantenſammlung zu denſelben. Erſter Theil. 54 kr. Hoffmann, K. F. V., Reiſe⸗, Poſt- und Zollkarte von Deutſchland. Zweite, durchaus verbeſſerte Aufl. Preis auf Leinwand in Futteral 3 fl. 36 kr. Zwölf Stahlſtiche zu der Geſchichte Napoleons von P. M. Laurent und H. Vernet. Geſtochen von Carl Mayer. 1 fl. 48 kr. Die ſchmerzenreiche Mutter. Nach Carlo Dolce geſtechen von H. Pinhas. Mit Text nach J. H. von Weſſenberg. 1 fl. 24 kr. Karte von Rheinbayern, nebſt den Rheinprovinzen von Sachſen⸗Coburg, Saalfeld, Heſſen-Homburg und angrenzenden Ländern. Neue vollſtändige Aus⸗ gabe. 15 fl. Schreiber, Zeichenunterricht fuͤr Gewerbſchulen. Ent⸗ hält: 1) Anleitung zum freien Handzeichnen. 2) Linearzeichnen mit Zirkel und Lineal. 3) Dar⸗ ſtellung der Körper durch Projection. J) Konſtruk⸗ tion der Schnitte und Berührung der Körper. 5) Elemente der Perſpektive. 6) Schattenlehre. 18 Tafeln mit Text. 3 fl. 48 kr. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 30 kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 5 fl.— kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 22. Juli: Waizen: 10 fl. 30 kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 3 fl. 12 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 19. Juli: Waizen: 10 fl. 50 kr. Korn: 7fl. 12 kr. Gerſte: 5 fl. 58 kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 27. Juli bis 3. Auguſt 1839. pfo[ Brod Preiſe.. 5 kr. pf kr. pf. 1 Leib-Roggenbrod 212 2 7„ 43 43 44„ 1 97 2 9 102 Loth. Lott — Milchbrod 11747 11 47 —[Waſſerweck 1 1 —(Gemiſchtes(Tafel-) Brod W n Fleiſch-Preiſe. 5 pf. pf. 1(Ochſenfleiſch +ÿVs „Kühfleiſch. 8 2 8 1 „Rindfleiſch 72 71 „Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 101 10.1 „Hammelfleiſch 8 2 8 62 „ Schaaffleiſch f 71— 3 „ Wurſt von blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 15— 14— „Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 15— 15— „ Dörrfleiſch 16— 116— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19 „ dito ungusgelaſſen 17— 16— „ Nierenfett* 18— 184— Hammelsfett n Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Die gel übet obiges „Lau! einigten ſ ene die Grünberg, einem Ge der Pro lange in Nachdem bach ind Tags zul gegen 11 Singer v von dem Waagen, Klange d übrigen nachdem hammer