ien hieſſgen IN d Jung⸗ er Schule 9 Wilhelm anterie⸗Re⸗ drich, geb. uerie⸗Regi⸗ iechner des zeboren den „24. März. 2 Jahr, 9 irgers und „s Tag;, and Volp, — Intellig enzblatt für die & 1 2 Vberhessen 8 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —— * 17. imaben Sonnabend, den 27. April i 1339. Ein Tag an den Ufern des Genfer See's. (Aus dem Tagebuch eines Wetterauers.) (Fortſetzung.) Die Straſe nach Lausanne iſt, beſonders An— fangs, etwas ſchmal, ſo daß das Ausweichen der ſich begegnenden Wagen oft ſchwer und läſtig wird. Deſto mehr Reiz gewährt dem Fremden die ganze Gegend. Wohin das Auge ſchweift, wird es ange⸗ nehm überraſcht; und da der Weg eine Zeit lang ganz nahe am Ufer des See's herläuft, ſo findet es beſtändig neue und intereſſante Gegenſtände. Rechts Weinberge, Dörfchen, einzelne Wohnhäuſer; und da hier der Jorat(ein Gebirge) ſich nieder— ſenkt, ſo erſcheinen nicht ſelten ſteile Felſen, welche dem Ganzen die herrlichſte Abwechſelung geben. Auf der andern Seite der majeſtatiſche See, mit ſeinen grünen Wogen, die da, wo ſie wider das Ufer ſchlagen, einen weißen Saum bilden. An die⸗ ſen Saum ſchmiegen ſich Felſen und einzelne Wein⸗ berge oder Wohnungen. Dazu kam noch, daß der Sonntag eine Menge von Leuten zu Spaziergängen ermuntert hatte, und die Straſe von Menſchen belebt war. Gegen Lauſanne hin wird dieſelbe breit, und ſchön, entfernt ſich aber auch etwas vom Ufer, weil die Stadt ſelbſt etwa eine Viertelſtunde vom See entfernt liegt. Zugleich zieht ſie etwas bergan. Einige herrliche Landhäuſer, an welchen die Gegend, wie man ſich denken kann, reich iſt, ſprachen uns freundlich an; deſto unangenehmer war der Eindruck, den ein Trunkener auf uns machte, der eine Zeit lang beſtändig vor unſerm Wagen hertaumelte, und immer nahe daran war, hinzuſtürzen, bis er beim Eingange in die Stadt uns die Gefälligkeit erwies und links in einen Seitenweg einbog oder vielmehr hineinſtürzte. Wir ſtiegen„im Falken“ hotel du Faucon) zu Lauſanne ab. Das iſt ein geräumiges Gebäude in der St. Petersſtraſe(rue St. Pierre). Es war aber unſere Abſicht keineswegs, hier lange zu verweilen; ſondern wir wollten die letzten Stun— den des Tages benutzen, uns ein wenig umzuſehen in der Stadt, die wegen ihrer Lage berühmt iſt und von ſo vielen Fremden alljährlich beſucht wird.— Ich überzeugte mich bald, daß ich mir von dem Inneren derſelben ein ganz verkehrtes Bild entworfen hatte. Der größte Theil der Straſen iſt nämlich enge und ſteil; und als wir nach der Cathedrale (der Hauptkirche) fragten, wies man uns eine hohe Treppe hinauf, daß wir faſt ermüdet waren, da wir oben anlangten. Aber wie lohnend iſt hier die Ausſicht, welche man von der Terraſſe hat! Von einer Hoͤhe von ungefähr 500 Fuß über dem See überſchaut man alle Herrlichkeiten deſſelben; und ob er gleich hier bei 3 Stunden breit iſt, ſo erſcheinen doch alle jenſeitigen Gegenſtände ſo deutlich, daß man glaubt, ſie befänden ſich viel näher. Um uns iſt das vielgeprieſene Waadtland, deſſen Haupt— ſtadt Lauſanne iſt; gegen uns über derjenige Theil des wilden ſavoyer Landes, den man Chablais nennt. Wie iſt's doch ſchade, daß an ſolchen Orten die Zeit zum Aufbruche mahnt!— Wir mußten weg, und beſahen nur noch die nahgelegene Cathe⸗ drale, worauf wir früher ſchon aufmerkſam gemacht worden waren. Sie iſt in der That ein ausge— zeichnetes Gebäude aus den ſchönſten Zeiten der gothiſchen Baukunſt und mit einem reichen Portale verſehen; nur ſchade, daß der erſte Thurm fehlt. An dem ſüdlichen Kreuze iſt eine große aus Qua— draten und Halbzirkeln gebildete ſogenannte Fenſter— Roſe angebracht. Als wir von der Höhe herabgeſtiegen waren, benutzten wir die Neige des Tages zu einem Spa⸗ ziergange auf der neuen„Promenade“, die noch nicht lange vor dem Caſino⸗ Gebäude angelegt iſt, und wo die ſchöne und häßliche Welt ſich eingeſtellt hatte, um der Seeluft zu genießen, die ſo lieblich den Menſchen anfächelt. Uns war dieſe Milde eine eigne und neue Erſcheinung; darum genoſſen wir ihrer auch, bis es ganz dunkel wurde und keine Ausſicht nach dem See und über denſelben mehr möglich war. Dieſe milde Luft iſt es eben, welche alljährlich ſo viele Fremde hierher führt; wenn der rauhe Nordwind anderwärts den zerrütteten Körper durchbohrt, ſo ſucht und findet der Kranke hier Schutz und nicht ſelten auch Geneſung. Im Dun— kel kehrten wir in unſern nahgelegenen Gaſthof zurück, wo wir zwar einen großen und ſchönen Speiſeſaal fanden, aber keine Gelegenheit hatten, den gerühmten feinen und geſelligen Ton der Bewohner näher kennen zu lernen, ſondern eine Anzahl Eng— laͤnder fanden, die eben nicht geeignet ſind, den Frem— den zu feſſeln. Denn wo Engländer ſind, da geht es in der Regel langweilig und ſchläfrig her; ſie machen nicht gerne neue Bekanntſchaften, und geben nur Antworte, wo ſie müſſen. Die Kellner merkten aber wohl, daß wir Deutſche waren, denn ſie rede— ten uns deutſch an. Der größte Theil derſelben, welche man im Waadtlande(pays de Vaud) fin⸗ det, kommt aus der deutſchen Schweiz oder aus dem ſüdlichen Deutſchland, und hält ſich gewöhnlich einige Jahre in dem Lande auf, um ſich neben ſei— nem Geſchäfte in der franzöſiſchen Sprache zu ver— vollkommnen. Als wir zu Abend gegeſſen, zogen wir uns in unſer Zimmer im vierten Stockwerke zurück, um noch einmal zu überſchauen, was wir an dieſem Tage geſehen und gehört hatten und in unſerm Tagebuche aufzuzeichnen. Nach dieſem Geſchäfte Fortſetzung, wenn ſie gewünſcht wird, gelegentlich.) Proben des wetterauer Dialektes. Des Spien- Stähle. (Im Hintergrunde ſieht man Zimmerleute mit Behauen von Bauholz beſchäftigt.) Liesbeth. Deß wor der ower geſter Owend emol e gourer Fang, etzt hun aich ewail Pannekoucheholz un ag zom Ohnmache. Deß es ahm Alles werth enner Haushahling. Wann do des Owends mein Ahler bhamkimmt un aich hun maich ewink verſpeet, wei e Blitz hun aich em ebbes dohin geärwet. Sanne. Ihr hots gout woge, Ihr hots vor der Dihr. Wann main Klahne ſich alle Meih onthoun un hun ſich e Poor Erwel Spien ſeſamme geſchafft, ſe kumme dem lange Hannes un dem Perer ſain Bou— we un nemmeſe'en wirrer ewek un lafe demet ham. 124 Jez ſayn aich vawer geſchairer worn, un hun mer bai er gaure Spezioalin dei Erlabniß ausgewerkt, deß mein Klahne die Spien, dei ſe ſeſamme ge— ſchafft hun, bai er nirerlege derfe. Do kammerſche nochher noch ſeiner Gemächlichkeit des Owends ham⸗ thoun. Frailich muß aich ag mein Ziehnte devon gewe, dann dei thoͤut merſch ag neit umſonſt. Do hobt Ihr's immer noch beſſer, Liesbeth, dann auer Klahn es ag ſchun herzhafter un kann ag ehnter emol ſu e Kletzi eweck buxe. Liesbeth. Ez Owends wär aich bawer bainoh hetzig worn iwer ſo e Poor Weiwer, dei hun do ſeſamme geſtanne un hun ſo eniwwer un eriwwer geſchwetzt, deſſes neit rächt wär, un do hott ag an devon ongefange, rechtſchaffene Eltern dehre ihr Kenn neit zom Stähle onhale; als wei wann ſo wos ge— ſtohle wer? 2? Deß betrefft kan oarme Mann, dem ſchodt's nir un wann er kan Spon hambrecht.— Un dei Zimmerleut, deß ſayn die Wohre, do hun aich fer e Poor Dog geſehn, weiſe dem lange Hannes ſaim Boub, der ſich en Haffe ſeſamme geleſe hatt, die Spien genommen hun. Der Boub hot geflennt un gekreſche un's anzig wor, deſſen neit noch dezou gehage hun. Eſſ deß neit e Schann. Sanne. So gihts en der Welt, do werd ahm nix gegennt, wammer mahnt mer hätt emohl ewink Vorthal, do ärgern ſich die Annern driwer. Dezou ſayn ag noch dei Ruthkroge uf ſo en Spon, wei der Deiwel uf e arm Siel. Ez Owends hatt ſich aner dohin geſtellt(do harre mer bawer ſchunt ſau⸗ wer Aerwet gemocht un harre die Spien deham) un hot ongefange ſe prokerodern, deß mer gemahnt hot, es wär der Herr Parrer ſelbſt, von Stehle, Deibsgezeuk un wos er als noch mihn geſchwetzt hot. Liesbeth. Jo deß hun dei Weiwer ag geſogt, von dene ich fort geſchwetzt hun; do hun mer ag all dorch die Ziehn gemeßt. Es war me ſe klan, als deß ich mich meten wetze wollt. Ich huns meim Hannes geſogt, der mog ſe emol met der Ferrer fuihoaſe. Sanne. Deß kann meiner ag, wanns druf onkimmt. Ich hätt dawer doch mein Maul verbrennt on euer Stell. Liesbeth. Ich ſogs un's bleibt debei, unſer beſte Zeire hunn mer gehot wei der Kaafmann Gruß gebaut hot, do konnt mer noch Ebbes mache. Sanne. Dreht euch emol ſo halb erim, deß's kans merkt, un guckt emol, wei do aner geſchläche kimmt, der hot nir gouts em Sinn.'s gout, deß onſer Klahne ſich aus de Aeſt gemocht hun, der wär nix ſe gout dezou un brecht ſe zom Herr Ver— walter. Ez eſſes oawer ag Zeit, deß mir die Platt botze, ſunſt kennter ag on ons dos Kletzi wirrern, wos mer unnerm Schertz hun. (Beide gehen nach verſchiedenen Seiten ab.) 0560 erſelbſt 6 Uebel Bopp onsterm hd e Hin ihre. Jubiget, d uunusſchlic 341) Dien 15 werde fungen von wohl, als e pachteten, ab öffentlich mei Friedbert 2 (342) D hr, ſolen 1839 vorgeſt einer oͤffentl dusgeſetzt we Friedbeſ Verſtei (345) 81 ſoll das C auf der nach Staa in einzelne in Nlord g Die Zu unde an hein. Niddg Verſte (948) 5 fall das C n gekreſche gage hun werd ahm ohl ewink 7. Dezou pon, wei hatt ſich chunt ſau deham) gemahnt u Stehle, hwetzt hot. ag geſogt, mer ag ſe klan, Ich hurs er Ferrer ins druf verbrennt hei, unſer taafmann es mache. m, deß's geſchläche out, deß un, der herr Ver⸗ die Platt mwirrern, * Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Edictalladung. (326) Ueber das Vermögen des Johann Georg Bopp hierſelbſt iſt der Concursprozeß erkannt und Liquigationstermin auf Donnerſtag den 30. Mai, Morgens, anberaumt worden. In dieſem Termine haben alle bekannten und unbekannten Gläubiger ihre Forde⸗ rungen ſogewiß perſönlich oder durch Spezialbevoll⸗ mächtigte hier geltend zu machen, auch ſich über die Wahl eines Maſſe⸗Curators und die Veräußerung der Maſſe zu erklären, gegenfalls in dieſen Bezie— hungen, ſo wie im Falle eines Vergleiches nach den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger verfügt werden wird. Uebrigens wird angefügt, daß bei der Unbedeu— tenheit der Maſſe in dem Falle, daß des Cridars Ehefrau ihre Illatenforderung richtig ſtellen ſollte, Gläubiger, die kein beſonderes Vorzugsrecht haben, vorausſichtlich nichts erhalten werden. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Bekanntmachung (341) Dienſtag den 30. April l. J., Vormittags 9 Uhr, werden im hieſigen Rathhauſe die Begra— ſungen von ſämmtlichen ſtädtiſchen Allmayenſtücken ſowohl, als auch von den am 20. Febr. l. J. ver⸗ pachteten, aber nicht genehmigten, Roſenthalſtücken oͤffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 18. April 1839. Der Beigeordnete Bender. Arbeits-Verſteigerung. (342) Dienſtag den 21. Mai l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die für das Jahr 1839 vorgeſehene Pflaſterbauten innerhalb der Stadt einer öffentlichen wenigſtnehmenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 18. April 1839. Der Beigeordnete Bender. Verſteigerung von Chauſſirarbeiten. (345) Freitag den 10. Mai, Vormittags 10 Uhr, ſoll das Chauſſiren und die Fertigung der Banquette auf der Provinzialſtraße vom ſchwalheimer Hofe nach Staaden auf eine Länge von 500 Klaftern in einzelnen Abtheilungen an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Die Zuſammenkunft iſt um die oben genannte N an der bingenheimer Mühle unweit Bingen⸗ heim. Nidda den 15. April 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Verſteigerung von Chauſſirarbeiten. (348) Montag den 6. Mai, Vormittags 10 Uhr, ſoll das Chauſſiren und die Fertigung der Banquette auf der Provinzialſtraße von Herbſtein nach Schot— ten auf eine Laͤnge von 3000 Klaftern in einzelnen Abtheilungen an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Die Zuſammenkunft iſt um 9 Uhr im Gaſthauſe zum„Heſſiſchen Hauſe“ in Schotten. Nidda den 15. April 1839. 5 Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Hofraithe-Verſteigerung. (355) Die in Nr. 13 des Intelligenzblattes l. J. bezeichnete Hofraithe des großherz. Herrn Profeſſor Fertſch ſoll, da ſich inzwiſchen zu ſolcher Kauflieb— haber gemeldet haben, Dienſtag den 30. April, Vor— mittags 9 Uhr, in hieſigem Rathhaus öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 17. April 1839. In Auftrag: Der Beigeordnete Bender. Immobilien-Verſteigerung. (356) Dienſtag den 7. Mai l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die Georg Bopp ſchen Immobilien, beſtehend in einer Hofraithe, ſo— dann 13 Ruthen Garten auf dem Hauck, einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 17. April 1839. In Auftrag großh. Landgerichts dahier: Der Beigeordnete Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (372) Dienſtag den 14. Mai l J., Morgens 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe der dahier verſtorbenen Georg Bretthauer'ſchen Ehe⸗ leute gehörende Hofraithe, beſtehend in halbem Wohn⸗ haus mit Stall, an Philipp Deweil in der Burg gelegen, einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteige⸗ rung ausgeſetzt werden. Friedberg den 25. April 1839. In Auftrag großh. heſſ. Langerichts: Der Beigeordnete Bender. Mobilien-Verſteigerung. (373) Dienſtag den 7. Mai l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen die zur Verlaſſenſchaft der dahier ver— ſtorbenen Georg Brethauerſchen Eheleute gehörende Mobilien öffentlich an den Meiſtbietenden verſtei— gert werden. Friedberg den 25. April 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Tuch⸗ Lieferung. (374) Die Lieferung von 2000 Ellen gebleichtem flächſernem Tuche, welche für die Marienſchloſſer Anſtalt nöthig ſind, ſoll Dienſtag den 7. Mai l. J. des Vormittags um 9 Uhr, in meiner Wohnung dahier öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden, welches ich mit der Bemerkung zur offent⸗ lichen Kenntniß bringe, daß derjenige, welcher dei den Verſteigerung mitbieten will, nachweiſen muß, eine Caution von 100 fl. ſtellen zu können. Marienſchloß am 23. April 1839. Funk. Kelter-Verſteigerung. (375) Dienſtag den 14. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe eine Kelter, wel— che ſich in der Scheune des David und Hirſch Grö— del dahier befindet, einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 22. April 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der Beigeordnete Bender. Garten ⸗ Verpachtung. (376) Dienſtag den 30. l. M., Morgens 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der ſogenannte Konrek— toratsgarten auf Ein Jahr öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 22. April 1839. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (377) Montag den 29. April d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline ein zweiſpänniger Wagen nebſt andern Stallrequiſiten, als Räder, Kummete, Pferdegeſchirr u. ſ. w. meiſtbietend öffent— lich verkauft werden, welches den dazu Luſttragen⸗ den hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 23. April 1839. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Bier at een ache ng. (378) Dienſtag den 30. April l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Lieferung von circa 34 Cubik-Klaf⸗ ter zugerichteten Baſaltpflaſterſteinen in der hieſigen Gemeindeſtube an den Wenigſtnehmenden unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Bedingun— gen öffentlich veraccordirt werden. Bemerkt wird noch, daß Muſter dieſer Steine bei der Verſteige— rung vorgezeigt werden. Groskarben den 20. April 1839. 5 Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Zöll. Weiß. rü neigen im Rentamte Fried⸗ 096006 (379) Von den 183 8r fiscaliſchen Fruchtvorräthen des hieſigen Rentamts werden verſteigert: 10 zu Friedberg Dienſtag den 30. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimuß vor dem ehemaligen zainzer Thore, von den Speichern zu Ober⸗ mörlen, Friedberg, Oberrosbach und Holzhauſen ungefähr 40 Mltr. Waizen, 260 Mltr. Korn, 50 Mltr. Gerſte und 150 Mltr. Hafer.; 2) zu Butzbach in dem daſigen Rathhauſe Mitt⸗ woch den 1. k. M., Vormittags 10 Uhr, von — 125— dem Speicher daſelbſt, 130 Malter Korn und 60 Malter Gerſte. Die in dem beſonderen Ausſchreiben auf den 3, Mai beſtimmte Haferverſteigerung zu Heldenbergen findet nicht ſtatt. Friedberg den 9. April 1839. Der großh. Rentamtmanmn Buß. An die Eltern ſchulpflichtiger Kinder zu 0 Friedberg. (380) Es iſt Vorſchrift, daß die Kinder vor ihrer Confirmation die Schule nicht verlaſſen durfen. Da dieſe Vorſchrift lediglich im Intereſſe der Kinder ſelbſt iſt, ſo hege ich das Vertrauen zu ſämmtlichen Eltern resp. Vormündern ſchulpflichtiger Kinder unſerer Stadt, daß ſie dieſelbe befolgen, und hoffe, daß die vorgeſetzten Behörden nicht nöthig haben werden, Strafen wegen Schulverſäumniſſe, wie ſie §. 21 der Allerhöchſten Verordnung vom 6. Juni 1832 vorſchreibt, zu dekretiren. Friedberg den 24. April 1839. Der Schulrektor: Prof. Ph. Dieffenbach. Güter ⸗-Verpachtung. (381) Dienſtag den 30. April, Morgens 10 Uhr, ſollen im hieſigen Rathhauſe die zur Verlaſſenſchafts⸗ maſſe des Georg Bretthauerſchen Nachlaſſes gehörende in der Burggemarkung liegende Güterſtücke einer offentlichen meiſtbietenden Verpachtung ausgeſetzt werden, als: 10 74 Ruth. Garten, I. Abtheilung, zwiſchen den Riedgraben und Fabrikant Morell, iſt zehntfrei und gibt zur Burg 12 kt. 2) 40„ Garten, zwiſchen dem Ohrloch und dem nauheimer Weg, an Kammer⸗ rath Helmolts Erben, iſt zehntfrei. Ackerland: 30 41„ In der 3. Gewann, zwiſchen dem Wieſenweg und Riedgraben an Ge⸗ org Joſt, dem Haus Braunfels 1½kr. Friedberg am 25. April 1839. In Auftrag großh. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung: Verſteigerung von Brenn⸗ und Bau⸗Werk⸗ und Nutzholz, im gr. Frauenwald Reviers Oberros— bach Forſts Friedberg betreff. (382) Dienſtag den 30. d. M., von Morgen 8 Uhr an, werden in dem obengenannten Diſtrikt an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: Scheidholz: 2 Stecken birken, 6 ½ Stecken eichen; Prügelholz: 1 Stecken buchen und ahorn, 10 Stek⸗ ken birken, obſtbaum und eichen; 4 Stecken wei⸗ den, aspen; Stockholz: 11 Stecken eichen; J 6 Lelſtel 83) Lau 5 1* falt de lub u ſothigen nenden in 1 Weißbind Schindler Saloſſrarbel Nidda an (384) D tags 10 Uh manialfrcht unter den h Rathhaus n Neichels (385) J Uhr, ſolle Diſtrikt H 9 47 2 14 3) 6 5 9 99 17. 6) 925 7) 1 8) 7 O0 0 b eich an den M Zugleich e us 10 Uhr aſſenſchaftz es gehoͤrend rſtucke eine 3 ausgeſeg wiſchen dy ant Mor, Burg 12 ke Ohrloch un! an Kammer iſt zehntfrei viſchen den den an Ge ifels 1½ t Landgerichts Bender. rung vo Nutzholz Ober ros, . en Morgen ten Diſtiib ert: ken eichen; ru, 10 Sf Stecken wel — 127— Reisholz: 10,00 Wellen buchen, ahorn, 41,25 Wel⸗ len birken, obſtbaum, eichen, 13,00 Wellen wei— den, dorn; i Stammholz: 43 Kloͤtze eichen in 1616 Cubikfuß; Nutzſtücke: 2 eichen Hauklötze in 29 Cubikfuß; Die nähern Bedingungen werden vorher eröfnet, den Ausländern aber einſtweilen bemerkt, daß ſie von der zu bewilligenden Zahlungsfriſt bis 1. Sept. d. J. nur dann Gebrauch machen können, wenn ſie, gleich Inländern, bei einem großh. heſſ. Bürger⸗ meiſter einen annehmbaren inländiſchen Bürgen ſtellen. Oberrosbach den 24. April 1839. Der großh. heſſ. Revierförſter Bingmann. Verſteigerung von Bauarbeiten. (383) Samſtag den 11. Mai, Vormittags 11 Uhr, ſollen in Grebenhain im Heiliſchen Wirths— hauſe die zur Reparatur des Kirchen- und Thurm⸗ dachs nöthigen Arbeiten öffentlich an die Wenigſt— nehmenden in Accord gegeben werden. Die Weißbinderarbeit beträgt nach dem Voranſchlag: 394 fl. 39 kr. 298, 18 7 8 75 Schindlerarbeit Schloſſerarbeit Nidda am 19. April 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Frucht ⸗Verſteigerung. (384) Dienſtag den 7. Mai d. J., des Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden von den 1838r. hieſigen Do— manialfrüchten 105 Malter Korn ö 23 Naizen alten friedberger 88 Gerſte Maaßes 655 Hafer unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbietend verſteigert. Neichelsheim am 22. April 1839. Herzoglich Naſſauiſche Receptur Hehner. Holz- Verſteigerung. (385) Dienſtag den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem eberrosbacher Gemeindewald Diſtrikt Hoheburg 1) 4¼ Stecken birken Scheitholz, 29 14„ eichen 77 3) 6„ birken und eichen Prügelholz, 4 5 erlen 57 5701904„ eichen Stockholz, 6) 525 Stück birken und eichen Wellen, 77 weiden 1 8) 7 Stämme eichen Bau- und Werkholz, 84 C. Fuß enthaltend. 9) 5 eichen Stangen, 12 C.⸗Fuß enthaltend. an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Zugleich erſuche ich die Herrn Bürgermeiſter, vor— ſtehende Verſteigerung in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach am. April 1839. Der großh. Büurgermeiſter Lämmer. N Privat- Bekanntmachungen. In Dienſt geſucht (386) wird ein rechtliches Mädchen, welches gut nähen, waſchen und bügeln kann, gegen 50 fl. jährlichen Lohn. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Aechten deutſchen Kleeſaamen (387) zu billigen Preiſen bei Gebr. Grödel. Sandplatten für Backöfe (388) ſind in Friedberg in Commiſſion zu haben bei Hartmann Walz. Mehrere Tauſend Gulden (389) können wieder im Mathildenſtift zu 4% eingelegt werden. Lob Hanau irn der Judengaſſe (390) empfiehlt ſich mit allen Sorten ſilbernen und goldnen Taſchenuhren mit und ohne Repetition, Cylinder-, Damen- und Pendül-Uhren; ferner mit allen Sorten Gold- und Silberwaaren, beſtehend in acht 14karatigen goldnen Ohr- und Fingerringen, Pendeloquen, Kreuz, Broſche, Uhrhacken, ächt 13lö— thig ſilbernen Eß-, Kaffe-, Milch- und Thee⸗Löffel, Zuckerzangen, Schlüſſel- und Strickhaken, Strickho— ſen und allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln zu den möglichſt billigen Preiſen. Familienwagen von Gießen nach Marburg. (391) Von Sonntag den 28. April an fährt jeden Tag von Gießen nach Marburg und zurück ein Familienwagen. Von Gießen fährt er Morgens 5 Uhr am Gaſthaus zum Einhorn und in Marburg Nachmittags 3 Uhr vom blauen Löwen ab. Schwalheimer Mineralbrunnen. (392) Sonntag den 28. April l. J., als am Tage des hieſigen Kirchweihfeſtes iſt bei mir gut beſetzte Tanzmuſik(Kaicher Muſici) anzutreffen; wozu mit der Bitte um zahlreichen Zuſpruch hiermit höflichſt einladen wollte Schwalheimer Mineralbrunnen im April 1839. Henkel 100 fl. (393) liegen in der Kirchenkaſſe zu Bruchen⸗ brücken zum Ausleihen bereit. Bruchenbrücken den 26. April 1839. Der Kirchenvorſtand. Bekanntmachung. (394) Auf der hieſigen Torfſtecherei wird noch vorigjaͤhriger Formtorf, groß Format, das 1000 zu 3 fl. 45 kr. abgegeben. Enkheim bei Bergen am 26. April 1839. Wachsmuth, Schichtmeiſter. Ruhrerſteinkohlen. (395) In der Holzhandlung von Joh. Philipp Müller vor der Kinzigbrücke zu Hanau, ſind nun auch Ruhrerſteinkohlen von der beßten Qualität, in größeren und kleineren Parthieen zu den billigſten Preiſen zu haben. 500 fl. (396) liegen iu der katholiſcheu Kirchenkaſſe zu Holzhauſon zum Ausleihen bereit. Dieſelben wer— den jedoch auch getrennt abgegeben. J. Hett, Rechner. 7000 fl. (397) welche in/ Jahr erſt in Empfaug ge⸗ nommen werden können, liegen in der Kirchenkaſſe zu Rendel gegen 5% zum Ausleihen bereit. Rendel den 25. April 1839. Der Kirchenvorſtand. 1900 fl. (398) ſind in der Kirchenkaſſe zu Groskarben gegen Obligation auszuleihen. Groskarben den 25. April 1839. Der Kirchenvorſtand. 8989 fl. (399) liegen in der Kirchenkaſſe zu Kleinkarben gegen hypothekariſche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Kleinkarben den 25. April 1839. Der Kirchenvorſtand. Lit lex a bi ſich en ünz einge. Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Actenmaͤßige Darſtellung der im Großherzogthum Heſſen in den Jahren 1832 bis 1835 ſtattgehabten hochverrätheriſchen und ſonſtigen damit in Verbindung ſtehenden verbrecheriſchen Unternehmungen. Geh. br Zeugniſſe evangeliſcher Wahrheit, eine Sammlung chriſtlicher Predigten und Reden, in Verbindung mit andern Predigern herausgegeben von Dr. C. F. Schmid und W. Hofacker. Erſtes Heft. 36 kr. Soldan, M. Tullii Ciceronis oratio pro O. Ligario. 1 fl. 45 Kr. Der kirchliche Verkehr zwiſchen Katholiken und Proteſtanten und die! Discor dan; zwiſchen der Staats- und katholiſchen Kirchengewalt. Mit beſonderer Rückſicht auf die heutigen kirchlichen Wirren. Von Dr. E. Seitz. Geh. 1 fl. 45 kr. Poſſart, ſpaniſches Leſebuch zum Schul- und ei, fl. 30 kr. William's Dichten und Trachten. Ein Roman von 1 Zwei Theile. Fruͤchte⸗-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 12 fl.— kr. Korn: 7 fl. 25 kr. Gerſte: 6 fl.— kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 22. April: Waizen: 11 fl. 15 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 5 fl. 50 kr. Hafer: 3 fl. 22 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 19. April: Waizen: 11 fl. 18 kr. Korn: 8 fl. 16 kr. Gerſte: 5 fl. 51 r. Hafer: 3 fl. 45 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 28. April bis 5. Mai 1839. pfo Brod-Preiſe. Friedberg Butzbach ka bf NH kr pf 1 Leib-Roggenbrod 314— 8— 2 77 77 5 3 5 2 41„ 1 11 4 2 111 5 Loth. Lotd. — Milchbrod 11 — Waſſerweck 11335 —(Gemiſchtes(Tafel-) Brod 115% Fleiſch-Preiſe. e pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 111— 10 2 „Kühfleiſch 82 8— 7. Rindfleiſch 7 2 7 5 7 Kalbfleiſch 6 0 ä 6 5 „Schweinenfleiſch 10 2 10 2 „Hammellleiſch 7443 8— „ Schaaflleiſch———— „ Wurſt von blos Schweinen 12— 124— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 15— 15— „Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 15— 15— „ Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20 „ dito unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 181— 184— Hammelsfett 1313 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind ernagel in Friedberg. 1 an die Kir Vielfa geuen Maal und Stiftun Inden den d. B d ſoldung un ausgedruch Jedg Un und der Fällen, d beſtimmte In Hin Samme man an Käfer ſſ Veſchäft der and! weil dic am St klettern durch alle Ne