genzblatt für die 3 8 5 D O Provinz Vberhesse Ouvertn K . im Allgemeinen, L 30 k. den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. erg:———uI—n—..—.—.—.——— e nb,, 43. Sonnabend, den 26. Oktober 1839. 4. Okt: f 0 5 e: 6 fl. 2 50 Bekanntmachung. 0 Okt.: fer bf. 35 f. Die Ziehungsliſten über die aus der Gewerbausſtellung angekauften und öffentlich verlooß'ten 5 Gegenſtände liegen in den Bürgermeiſtereien Friedberg, Butzbach, Vilbel, Rödelheim, Altenſtadt, derg und Aſſenheim, Großkarben und Rodheim zu Jedermanns Einſicht offen. 6 . 1839 Ich bringe dies zur öffentlichen Kenntniß. 1 N Friedberg den 22. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Vußtag Küchler.* L k. pf. f 5. Ein anderer Hans und Kunz als der in Nro. 5 3. ut und nate auch 1672 2 5 g aus.— Dicht neben ihnen wohnte der reiche Kun 0 0 38. des dete g N 5 1838. der war ganz das Gegeutheil von Hans. A1 114 In meiner erſten Jugend lebte ich auf dem Lande, allemal erſt gähnen und ſich ſtrecken, wenn er an Are und lernte dort zwei Nachbarn kennen, von denen eine Arbeit gehen wollte, und der Bierkrug war ihm 1157 hieß der Eine Hans und der andere Kunz. Der lieber als der Heuſchober. Als er ſeine Ev heira⸗ Haus war von Haus aus blutarm, und als er thete, da gings groß her, und die Tiſche waren drei heirathete, war außer einem Tiſche und einer Bett⸗ Tage lang beſetzt, als ſollten ſie zuſammenbrechen. 88 ſtelle von Hausrath gar wenig zu ſehen. Das vor- Es war aber auch die reiche Ev, die er bekom— 81— räthige Geld reichte auch nicht viel weiter, als um men hatte, und um die ihn mancher junge Burſche 742 ein Gebund Stroh zum Nachtlager, eine Waſchſchüſſel ſeines Dorfes beneidete, als er ſie in ſein Weich⸗ 1— und ein Geſcheid Mehl zu kaufen. bild brachte mit ihrem Geld und ihren Weißzeug— . 0 Der Hans meinte zwar, ſeine Greth hätte und Kleiderkaſten.— Kunz meinte, ſein Geld e was Letzteres betrifft ins Große gehandelt, und für und ſeine Aecker könnten nicht abnehmen; aber im 12— 1 Kreuzer Mehl wäre genug geweſen; aber die Felde war er allemal zuletzt und im Wirthshauſe 110— Greth ſuchte ihm dagegen mit freundlichem Blicke uerſt. Ob ſeine Knechte das Heu zuſammenrechten 4(das war ihr beßter Brautſchatz) zu beweiſen, daß das oder zur Hälfte auf der Wieſe liegen ließen, war 0 U nicht hausgehalten heiße, und damit war der Hans ihm ganz einerlei. Zu Hauſe kams der Ev auch 728 auch zufrieden, und begab ſich an ſein Tagewerk.— nicht drauf an, ob die Magd den Stall reinigte oder 16— Als Knabe ſah ich den Leuten oft zu bei der Ar- nicht, ob das Halstuch in dem Kaſten lag oder auf 1191— beit, und hatte meine Freude daran, zu bemerken, dem Boden kampirte, und als ſie zwei Jahre ver⸗ —. wie der Mann Alles raſch und mit friſchem Muthe heirathet war, da ſah ſie aus, wie die alte Frau 1 5 angriff, die Frau aber Alles zu Rathe hielt und Schlimp, die am Ende des Dorfes wohnte, und b d. K. 5. in Reinlichkeit und Ordnung ein Muſter war.„Ein von welcher die Leute erzählten, ſie hätte in ihrem 5 reiner Lappen,“ pflegte ſie zu ſagen,„hält noch ein- Leben keinen Batzen für Seife ausgegeben und noch mal ſo lang, als ein ſchmutziger;“ und es war, als keinen Kamm gebraucht. merkte man an ihr ſelbſt, daß ihr Sprichwort ein wahres wäre, denn ihre und ihres Mannes alte Weiter wußte ich damals weder vom Hans noch vom Kunz etwas zu ſagen, denn ich ging in die Welt, — 300— 2 zunächſt in eine Stadt, wo ich auch wieder ſo einen Hans und Kunz kennen lernte, die man aber „Herr Hans“ und„Herr Kunz“ zu nennen pflegte, die's indeſſen gerade ſo machten, wie der Hans und der Kunz in meinem Dorfe.. Nach zehnjähriger Abweſenheit kam ich zurück in die Heimath, die ich längſt gerne wieder geſehen hätte, und zu meinen Eltern, nach welchen ich mich Jahre lang geſehnt hatte. Jedes Plätzchen, auf dem ich in meiner Jugend geſpielt, hatte da für mich Werth, und ich freute mich ſeiner, und die alten Kameraden freuten mich, als wären's meine Brüder, und die Nachbarn, als hätten ſie mich in meiner Jugend gepflegt. Als ich nun auch nach meinem Hans und ſeiner Greth fragte, um ſie ebenfalls zu beſuchen, da hieß es, ſie wohnten nicht mehr in ihrem alten Hüttchen, ſondern hätten des Kunzen Haus gekauft.„Aber wo wohnt denn der Kunz?“ fragte ich neugierig.„Ach, antwortete mein Vater, der iſt ganz verarmt. Man ſollte mei⸗ nen, der hätte ſein Geld und ſeine Güter wegge⸗ worfen. Eh' man ſich's verſah, blieb er da und dort hängen, borgte bei Juden, und konnte die ſchwe⸗ ren Intereſſen nicht bezahlen, bis Ein Acker nach dem andern aufgeſteckt wurde. Zu Haus ging Alles zu Grunde. Was das Geſinde nicht verſchleppte, das verdarben die Kinder, die nun aber auch bis auf Eins todt ſind; denn ſie waren ganz ſich ſelbſt überlaſſen,— und da konnt' es denn nicht fehlen: Eins fiel in den Weiher, ein zweites, das beſtän⸗ dig an einem Ausſchlage litt, ſtarb, als dieſer zu⸗ rückſchlug; das dritte wie das vierte(beide waren früher ſtark und kräftig) gieng durch Zehrung unter, die durch Schmutz und vernachlaſſigten Schnupfen und Huſten herbei geführt wurde. Die Frau aber kennt man gar nicht mehr; ſo jehr hat Zank und Streit und Unreinlichkeit auf ſie eingewirkt. Der Hans aber war unterdeſſen ein wohlhabender Mann geworden, der endlich Kunzens Haus kaufte, da es von Gerichts wegen öffentlich ausgeboten wurde.— „Der Hans, meinten Manche, müſſe einmal Geld gefunden haben.“ 5 Wc 0 Das brauchte er nicht, dachte ich bei mir ſelbſt. Die Mittel lagen in ſeinem Fleiße und in der Ord⸗ nungsliebe ſeiner Greth. Mit dem„Herrn Hans“ und dem„Herrn Kunz“ in der Stadt war's wo möglich noch ſchneller gegangen. Der„Herr Hans“ hämmerte aber auch von Morgens drei Uhr bis Abends ſpät, daß ſich oft die Nachbarn, beſonders aber der„Herr Kunz,“ beklagten, ſie könnten die halbe Nacht vor ſeinem Getöſe nicht ruhen. Seine Frau war dabei immer munter und freundlich und thätig, und in ihrem Haus war's eine Freude, ſich um zu ſehlen. Mit dem„Herr Kunz“ giengs dagegen von Tag zu Tag mehr rückwärts, und am Ende—— Nun, wozu das Weitere? Kann ſich's doch der geneigte Leſer ſelbſt erzählen. Genug, es war ein Herr Kunz, wie's in jedem Dorf Einen 1 zwei und in jeder Stadt zehn oder zwanzig gibt!“ Die ganze Geſchichte wär' auch am Ende gar nicht noͤ⸗ thig geweſen, wenn man nicht wuͤnſchte, daß jeder Leſer mit ſeiner Ehehälfte ſich einmal vor den Spie⸗ gel ſtellte und ſelbſt fragte, ob er der Hans oder ter Kunz, und ſeine Frau die Ev oder die Greth ſey? [Mi selle n. Verſtand und Herz. Was gibt dem Meuſchen ſeinen wahren Werth? Der Verſtand iſt's nicht, ſondern das Herz. Was bringt den Menſchen dem Menſchen näher? Wie⸗ derum nicht der Verſtand, ſondern das Herz. Wir können den glänzendſten Verſtand wohl bewundern, aber nicht lieben. Den Freuud kann man nicht„an ſeinen Verſtand drücken;“ wohl aber drückt man ihn an ſein Herz. Sollen wir aber darum unverſtändig werden? Bekanntmachungen von Behoͤrden. N νι Bekanntmachung. (1027) In der Gemarkung Ober- und Unterflor⸗ ſtadt mit Birkenſee ſollen ſämmtliche Zehntgrund— renten und andere Grundgefälle, welche an die frei⸗ herrliche Geſammtfamilie Löw von und zu Stein⸗ furt zu entrichten ſind, und von dieſer Familie bis⸗ her bezogen wurden, im geſammten Betrage von 2,082 fl. 48 ¼ kr. nach dem Geſetze vom 27. Juni 1836 abgelöſ't werden. Es werden daher ſämmtliche bekannten und un⸗ bekannten Betheiligten bei der Ablöſung der frag⸗ lichen Grundrenten in Gemäßheit des Art. 23 des vorerwähnten Geſetzes hiermit aufgefordert, ihre etwaige Rechtsanſpruͤche bezüglich jener Gefälle bin⸗ nen 2 Monaten um ſogewißer dahier anzuzeigen, als widrigenfalls die Auszahlung des Ablöſungska⸗ pitals an die obengedachte freiherrliche Familie ge⸗ ſtattet werden wird. e Friedberg den 8. Okt. 1839. Großh. heſſ. freih. v. Loͤwiſches Landgericht Hofmann. Edicetalla dung. (1031) Im Jahre 1791 entliehen Chriſtoph Wil⸗ helm Mittler, und Ehefrau, Anna Eliſabetha von Niederweiſel bei dem Kirchenbau daſelbſt ein Kapital von 40 fl., das beſcheinigtermaßen längſt abgetra⸗ gen iſt, ohne daß jedoch die Hypothek, die noch in den Pfandbüchern offen ſteht, vorgelegt werden kann. Auf Antrag eines Miterben des Schuldners wer⸗ den daher alle, welche etwa aus jener Schuldver⸗ ſchreibung noch Rechte herleiten wollen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als nit dem Auf dieſe Verſteige nämlichen Et werden wird. Friedber. All (4048) J 11 Uhr, sale ruitag leiſfäl 6 Jahre off als: 60„ 0 7) ein Stück ten, oh ee Friedber um 2 Uhr, Arbeiten an! 0 Dad Re Kleinſchl Y Den W. zu deckel ter Ste 9 Den W Unterflor⸗ ehntgrund⸗ u die frei⸗ zu Stein⸗ uni big⸗ rage von Y. Juni Jun und un⸗ der frag, rt. B des dert, ihre efälle bin⸗ anzuzeigen, löſungska⸗ Jamilie ge⸗ andgericht ſtorh Wil⸗ betha von u Kapital t abgetra⸗ e noch in rden kann. ners wer⸗ Schlldver⸗ geordert, agen, als ſonſt dieſelbe für mortificirt erklärt und der Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden wird. Friedberg den 24. September 1839. Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Wegen Verhinderung des Landrichters Brumhard. Verſteigerung getragener Montirungs- ꝛ. Stücke. (1033) Montag den 28. d. M., Vormittags 8 Uhr und Nachmittags um 2 Uhr, werden in dem Zimmer des Küchenbaues der Kloſtercaſerne dahier, anſehnliche Quantitaͤten getragener Mäntel, Röcke, Handſchuhe, Spencer, Mützen, wollene und leinene Pantalons, dergleichen Gamaſchen, Hemden, Socken— Schuhe, Bett-Teppiche ꝛc. ſtückweiſe, ſodann verſchie⸗ dene ausrangirte Caſerne- ꝛc. Requiſiten und Trom— melfelle parthieenweiſe gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Die Herrn Buͤrgermeiſter der Umgegend Fried— bergs werden erſucht, dieſes bei ihren Gemeinden mit dem Anfügen bekannt machen zu laſſen, daß dieſe Verſteigerung bis zu deren Beendigung um die nämlichen Stunden die folgenden Tage fortgeſetzt werden wird. Friedberg den 10. Oktober 1839. In Auftrag: Golz, Oberquartiermeiſter. Allmeyen⸗ Verpachtung. (1045) Montag den 28. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus die mit Mar— tinitag leihfällig werdenden Allmeyen auf weitere 6 Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet werden, als: Pag. Nro. 10 s der ehemalige Canzleidiener-Acker, 25 der ehemalige Stadtſchreiberei-Acker, 3)/ der Rain am Exercierplatz, 3 V. 25 Rth. 4)% der Haingraben am Pfaffenbrunnen 2 V. 5) d ditto daſelbſt 1 V. 13 Rth. 6) ½¼, Pflanzengewann im Ried an Joſt, 4 Rth. 7) ein Stuck Grabland an Glaſer Wagners Gar⸗ ten, ohngefähr 1¼½ V. 8) ¼ am Sodenweg ohngefähr 19 Rth. Friedberg den 16. Okt. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (1046) Montag den 28. Oktober, Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe folgende Arbeiten an Wenigſtnehmende verſteigert werden: 19 Das Reinigen des Wegs nach Ockſtadt und Kleinſchlagen von 3 Cubikklafter Steine. 2) Den Weg nach Obermörlen zu reinigen und zu decken und Kleinſchlagen von/ Cubikklaf⸗ ter Steine. 3) Den Weg nach Nauheim vom Seerberg an zu⸗ — 301— reinigen und zu decken nebſt Kleinſchlagen von Jg Cubikklafter Steine. 40 Den Weg nach Fauerbach II. zu reinigen und zu decken und 8 Cubikklafter Steine klein zu ſchlagen. Friedberg den 16. Oktober 1839. Der großh. heſi. Bürgermeiſter D. Fritz. Oeffentliche Aufforderung. (1048) Der dem großh. badiſchen Geheimenrath und Oberſtkammerherrn, Freiherrn v. Edelsheim zu Carlsruhe, in der Gemarkung Rendel zuſtehende, in eine Grundrente von 201 fl. 40 kr. verwandelte Zehnten, foll nach dem Geſetz vom 27. Juni 1836 abgelöſet werden. Alle diejenigen, welche bei dieſer Abloſung betheiligt ſind, werden hiermit aufgefordert, ihre Rechtsanſpruͤche um ſogewiſſer binnen zwei Mo⸗ naten bei unterzeichneter Gerichtsſtelle anzuzeigen, als ſonſt die Auszahlung des Ablöſungs-Capitals à 3630 fl. an den oben benannten Betheiligten ge⸗ ſtattet werden wird. Großkarben den 3. Oktober 1839. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Edietakla d uu. g. (1049) ueber den Nachlaß des verlebten Han⸗ delsjuden Löb Strauß zu Vilbel hat großh. Hof⸗ gericht zu Gießen den Concurs erkannt, mit deſſen Leitung unterzeichnetes Gericht beauftragt worden iſt. Alle diejenigen, welche Forderungen irgend einer Art an gedachte Maſſe geltend machen wollen, haben ſolche ſogewiß in dem auf Freitag den 29. Nov., Vorm. 9 Uhr, angeſetzten Liquidations-Termin anzuzeigen und zu begründen, als ſie ſonſt, ohne daß ein beſonderes Präcluſivdecret erfolgt, von der Maſſe ausgeſchloſ⸗ ſen werden. 7 Da in dieſem Termin zugleich zur Abwendung weiteren Concursverfahrens, die Gute verſucht wer— den ſoll, ſo müſſen die Vollmachten etwaiger Man⸗ datare auch zum Abſchluſſe eines Arrangements er⸗ mächtigen. Großkarben den 29. September 1839. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Bekanntmachung. (1064) Bei der fuͤr 1839 ſtattgefundenen Ver⸗ looſung von Partial-Schuld⸗Scheinen der Gemeinde Heldenbergen ſind auf den 1. Januar 1840 rück⸗ zahlbar geworden: 1) aus dem am 1. Januar 1835 bei dem Hand⸗ lungshauſe Simon Lindheimer zu Friedberg negociirten Anlehen zu 26,000 fl. Nr. 15, 22 und 28, jede zu 400 fl., Nr. 66 zu 200 fl. und Nr. 96 zu 100 fl. 2) aus dem am 1. Januar 1838 bei dem Han⸗ delshauſe Daniel Brandt zu Hanau negocürten Anlehen von 68,000 fl. Lit. A Nr. 8, 13 u. 26 jede zu 1000 fl.; Lit. B Nr. 41, 47, 55 und 68, jede zu 500 fl., Lit. C Nr. 86, 103, 109, 110, 126 und 127, jede zu 250 fl. Ich bringe dies mit dem Bemerken hierdurch zur Kenntniß der Inhaber, daß nach deren Willen die Kapitalien am 1. Januar 1840 bei dem hieſigen Gemeindeeinnehmer oder auch bei den betreffenden obenerwähnten Handlungshäuſern in Empfang ge⸗ nommen werden können. Heldenbergen den 19. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Bekanntmachung. (1065) Das Anfahren von 60— 80 Wagen voll Kies aus der Uſa auf den Burgwall dahier, ſowie der Transport von ungefaͤhr 100 Mltr. Früchte von Oberwöllſtadt auf den herrſchaftl. Speicher hie⸗ ſelbſt, werden Mittwoch den 30. d. M., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, in dem Amtslocal des Unterzeichneten an die Wenigſtfordernden begeben. Friedberg den 23. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Rentamtmann Buß. Obligations ⸗Verlooſung. (1066) Nachdem heute bei der Gemeinderaths⸗ verſammlung die laut dem Voranſchlag für 1839 zur Abzahlung beſtimmten 200 fl. Partial⸗Schuld⸗ Verſchreibung durch das Loos gezogen wurde und die Nro. 46. herausgekommen iſt, ſo wird ſolches mit dem Aufügen bekannt gemacht, daß der Inha⸗ ber der vorgedachten Partial-⸗Schuld⸗Verſchreibung den Betrag bis zum 1. Januar 1840 gegen Rück⸗ gabe derſelben bei der hieſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen hat, indem von da an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Büdesheim den 1. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Wieſenbach. Edictal ladung. (1067) Großh. Hofgericht der Provinz Ober⸗ heſſen hat uͤber das Vermögen des Bäcker Georg Lehr aus Dietzenbach, jetzt in Rödelheim, den förm⸗ lichen Concurs erkannt. Es werden deßhalb alle diejenigen, welche Rechtsanſprüche wider den Georg Lehr zu machen haben, aufgefordert, ſolche bei Strafe des Ausſchluſſes von der Maſſe Freitag d. 29. Nov. d. J., Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Landgericht geltend zu machen. Da in dieſem Termin auch ein Vergleich ver⸗ ſucht werden ſoll, ſo ſind die etwa erſcheinenden Bevollmächtigten mit den erforderlichen hierauf ge⸗ richteten Specialvollmachten zu verſehen. Rödelheim den 9. Oktober 1839. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmeſ. Landgericht Buff. — 302— Bekanntmachung. (1068) Dienſtag den 29. d. M., Nachmittags 2 uhr, ſollen auf dem großh. heſſ. Dorheimer⸗Braun⸗ kohlenbergwerk 46 Haufen Zimmerſpäne u. altes Grubengehoͤlze unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Dorheimer Bergwerk den 24. Okt. 1839. Der großh. heſſ. Berginſpector A. Storch. Glaſerarbeit. (1069) Mittwoch den 30. Oktober 1839, Mittags, ſoll dahier bie Fertigung und Lieferung von zwei Fenſter in die Kirche zu Obereſchbach mit 1 ½ ſtar⸗ kem franzöſiſchem Glas, deren Größe ſich auf 128 Quadratfuß aufgemeſſen und worüber ſich der Ko⸗ ſtenüberſchlag auf 60 ffl. beläuft, öffentlich wenigſt⸗ nehmend in Accord gegeben werden. Man erſucht die Herrn Burgermeiſter dieſes den in ihren Gemeinden befindlichen Glaſermeiſtern be⸗ kannt machen laſſen zu wollen. Obereſchbach den 20. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter a Himmelreich. Obligations ⸗Verlooſung. (1070) Bei der, in Gemäßheit des Voranſchlags für 1839 in der heutigen Verſammlung des Ge⸗ meinderaths ſtattgefundenen Verlooſung der von hie⸗ ſiger Gemeinde ausgegebenen Partial⸗Obligationen iſt die Nro. 147. und 152., jede zu 100 fl., durch das Loos zur Abzahlung herausgekommen, welches mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß der Inhaber vorgedachter Schuldverſchrei⸗ bungen den obigen Betrag bis zum 1. Januar 1840 gegen Zurückgabe derſelben bei hieſiger Gemeinde⸗ kaſſe in Empfang zu nehmen hat, indem von dieſem Termine an deren Verzinſung aufhört. Obereſchbach den 15. Okt. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Himmelreich. Jagd⸗ und Fiſcherei⸗ Verpachtung. (1071) Donnerſtag den 7. November l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden auf der hieſigen gräſt, Erbbeſtandsmühle die leihfällige a) hohe und niedere Jagd in dem 950 Morgen großen Obererlenbacher, bei Friedrichsdorf gele- genen Gemeindewalde, dann b) die Fiſcherei und der Krebsfang in der Er⸗ lenbach, ſoweit ſolche durch die Obererlenbacher Gemarkung fließt, mittelſt öffentlicher Verſteigerung auf 6 oder 9 Jahre anderweit in Beſtand gegeben, welches den allen— fallſigen Pachtliebhabern hierdurch bekannt gemacht wird. Obererlenbach den 20. Oktober 1839. Die hochgräfl. v. Jugelhein'ſche Rentei Ehehalt. 1074) Die 5 9 Uh. ju Friedberg! gende Grundſt P. Nr. 1* Heinrich unter den vol werdenden Be kenden auf hie Fauerbas 2 1075) Mo fill in hieſigen lei, Waizen, WMiizen an He 1 Sim, 1 Ge iſſenllich an den Friedberg 076) M b für die 6 er diesjährt 0 Malter den Wenig Heldenbe d Nie K dieſes den Tueiſtern be⸗ 839. Bure 1 Durgermeiſker teich. Ina ing. An — ranſchlagz m von dieſem Bürgermeiſten a ſerei⸗Waizen, beſtehend in 7 Malt. 3% Mäßchen eic elch. g in der Ci⸗ bererlenbachkl oder 9 Fehn es den allen⸗ tannt gemacht 189 n ſche Nen! (1076) Obligations Verlooſung. (1072) Es wurden die laut dem Voranſchlag ür 1839 zur Abzahlung beſtimmten 100 fl. Par⸗ tal⸗Schuld⸗Verſchreibung durch das Loos gezogen, und iſt Nr. 55 herausgekommen. Es wird daher solches mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Inhaber dieſer Partial⸗Schuld⸗ Perſchreibung den Betrag gegen Rückgabe derſelben dis den 1. Januar 1840 bei der hieſigen Gemeinde⸗ laſſe in Empfang zu nehmen hat, da von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Fauerbach II. den 14. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Sang. Arbeits-Verſteigerung. (1073) Die Reparaturarbeit in der hieſigen Kirche, ſeſtehend in Schreinerarbeit, voranſchlagt zu 23 fl., ſoll Mittwoch den 30. d. M., des Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Rathhaus an den Wenigſtneh— menden verſteigert werden. Fauerbach II. den 24. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Sang. Güter ⸗ Verkauf. (1074) Dienſtag den 5. November, des Vor⸗ nittags 9 Uhr, ſollen die dem Chriſtian Wagner u Friedberg gehörende in hieſiger Gemarkung lie— gende Grundſtücke, als: P. Nr. ¼ 1 Morg. 2 VPtrl. im Warthfeld an Heinrich Weckerling zu Friedberg unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an den Meiſtbie⸗ enden auf hieſigem Rathhaus verſteigert werden. Fauerbach II. den 24. Oktober 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter ang. Be ka nn: m gch urn g. (1075) Montag den 4. Nov., Vormittags 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Lieferung des Schä— Waizen an Herrn von Klotz Erben und in 2 Malt. 1 Sim., 1 Geſch. 2 Mäßchen an großh. Fiscus, öffentlich anden Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 24. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Hafer Lieferung. Mittwoch den 30. d. M., Nachmittags, ſoll für die Gemeinde Heldenbergen zur Abführung ihrer diesjährigen Zehntgrundrente die Lieferung von 530 Malter Hafer auf dem hieſigen Gemeindehaus un den Wenigſtfordernden veraccordirt werden. Heldenbergen den 24. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Verſteigerung eines Brunnentrogs. (1077) Donnerſtag den 31. d. M., Nachmittags 303 — 3 Uhr, läßt die hieſege Gemeinde einen ihr entbebr⸗ lichen großen ſteinernen Brunnentrog öffentlich auf dem hieſigen Gemeindehaus verſteigern. Heldenbergen den 24. Oktober 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. C ιιο Privat⸗ Bekanntmachungen. In Dienſt geſucht (1037) wird auf den 1. Dezember d. J. eine rechtliche Köchin, die ſehr gut kochen kann, gegen 75 3 jährlichen Lohn. Wo? ſagt die Exped. Wohnungs- Veränderung. (1078) Einem verehrlichen Publikum mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich meine ſeit⸗ herige Wohnung verlaſſen und eine neue in der 7 5 bei Herrn Bäckermeiſter Ulrich bezogen abe. Friedberg den 23. Oktober 1839. Friedrich Euler. Einladung. (1079) Ich erlaube mir die Ehre, die Herrn Lehrer, wegen Beſprechung eines Schulzweckes im Allgemeinen, auf Mittwoch den 30. d. M., Nach⸗ mittags 1 Uhr, bei Herrn Gaſtwirth Windecker in Friedberg höflichſt einzuladen, mit der Bitte, die Verſammlung nicht ohne die dringendſte Veranlaſſung verabſaumen zu wollen. Obermörlen den 23. Oktober 1839. Königfeld, Lehrer. 200 fl. (1080) Curatel⸗Gelder liegen zum Ausleihen be— reit und können auf eine gerichtliche Hypothek aus— geliehen werden von Joh. Füller. 150 Gulden (1081) liegen in dem hieſigen evangeliſchen Kir⸗ chenfonds zum Ausleihen bereit. Rodheim den 23. Oktober 1839. Für den Kirchenvorſtand Finck, Pfarrvikar. Pfänder-Reno vation. (1082) Alle in dem hieſigen Pfandhaus ſtehende Pfänder, welche die Verfallzeit erreicht haben, müſſen in Zeit von ſechs Wochen, von heute an, ausgeloͤſ't oder renovirt ſeyn, anſonſten ſie dem Verkauf aus⸗ geſetzt werden; bemerkt wird noch, daß die Auslö—⸗ ſung, ſowie die Renovation nur an den dazu be⸗ ſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag geſchehen kann. Friedberg den 24. Oktober 1839. Namens der Pfandhaus- Verwaltung Faatz. C. Klein. Zum Vermiethen. (1083) Unterzeichneter hat in ſeiner Behauſung auf dem Hauck folgende Logis zu vermiethen, welche —.———— können: im erſten Stock eine Stube mit Nebenſtube, Küche, Keller und Holzſtall; im zweiten Stock zwei heitzbare Zimmer nebſt Schlaf⸗ ſtube, Küche, Keller und Holzſtall; im dritten Stock ein heitzbares Zimmer, zwei Kammern, Küche, Kel⸗ ler und Holzſtall; auch kann der halbe Garten ab⸗ gegeben werden. Friedberg im Oktober 1839. Johannes Schwalm. Für dieſen Winter. (1084) Da ich faſt wider Willen wegen noch unvol⸗ lendeter geometriſcher Geſchäfte in hieſigem Kreiſe Ver⸗ anlaſſung gefunden habe, nochmals in Friedberg zu bleiben, ſo bringe ich hiermit zur offentlichen Kennt⸗ niß, daß ich wieder Unterricht in der theoretiſchen und praktiſchen Feldmeßkunſt ertheile. Für diejeni⸗ gen, welche etwa ihre Exiſtenz darauf gründen, und das Examen eines Geometers III. Klaſſe zu ma⸗ chen gedenken, werde ich das von Herrn Oberforſt⸗ rath Zamminer zu Darmſtadt in dieſem Fache neu herausgegebene Schriftchen dem Unterrichte zu Grunde legen. Für diejenigen aber, welche aus Liebhaberei blos ihre intelectuelle Bildung zur wiſſenſchaftlichen Einſicht ihrer Geſchäfte erweitern wollen, werde ich unter der Form eines Wochenblattes einen eignen Plan ausarbeiten, der dem Druck demnächſt entſprin⸗ gen wird. Friedberg den 24. Oktober 1839. Der großh. Geometer Koch. Empfehlung. (1085) Einem verehtlichen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich durch lang⸗ jährige Uebung das Kleidermachen und Weißzeug— nähen gründlich erlernt habe und ſowohl in als außer dem Hauſe Aufträge annehme. Indem ich dieſes hierdurch ergebenſt bekannt mache, bitte ich zugleich um recht zahlreichen Zuſpruch.— Meine Wohnung iſt in der Metzgergaſſe bei Herrn Schuh⸗ machermeiſter Mogk. Juliane Achenbach. ſogleich bezogen werden Literariſche e In der Bundes ⸗Präſidial„Druckerei in Frankfurt a. M. iſt erſchienen und bei C. Binder⸗ nagel in Friedberg vorräthig: Darlegung der Haupt⸗Reſultate aus den wegen der revolutionären Complotte der neue⸗ ren Zeit in Deutſchland geführten Unterſuchungen. Auf den Zeitabſchnitt mit Ende Juli 1838. 54 kr. Ferner iſt bei demſelben angekommen: Die erſte Lieferung von F. Handlle's Schul⸗Aklas der neueren Erdbeſchreibung in 25 Blättern. Sämmtliche 25 Blätter koſten 54 kr. 304 Wohlfeilſte Bilderbibel. Einladung zur Subſcription 1 auf die 9797205 Bilderbibel für die N K. Gersbach, mit erklär 2 Bände, gr. 8. lungen und 1 Karte, Das Werk erſcheint in kr., deren jede 12 ſauber 1—2 Bogen Text au daß jede Abbildung au gegeben wird. —Di—ieſe Bilder bibel 1 2 ſich beſonders zur Weil, Die daß das Werk bis zu Weihnach der verehrl. Subſeribenten iſt. Carl Bindernagel. Bnachtsgabe für die Jugen lich, und bürge ich dafür, ten d. J. in den Händen 27 f feines wei endem Text von C. Knapp, „enthaltend 324 bildliche Darſtel⸗ nebſt 41 Bogen Terkt. V 14tägigen Lieferungen zu 12 lithographirte Abbildungen und ſeißes Druckpapier enthält, ſo f 1 kr. kömmt und der Dert grat ugend — * 44. Ausſtattung iſt freund, Waizen: 11 fl.— kr. Hafer: 2 fl. 50 kr. Fruͤchte⸗ Waizen: 11 fl. 57 kr. Hafer: 3 fl.— kr. Polizei-Taxe fur d Butzbach vom 2 Früchte-Preiſe hier in Friedberg: Korn: 7 fl. 20 kr. Gerſte: . Erbſen:— fl.— kr. Preiſe zu Mainz, am 18. Okt.: Korn: 8 fl. 23 kr. Erbſen:— fl.— kr. ie Staͤdte Friedberg um 7. Okt. bis 3. Nov. 1839. 6 fl. 10 kr. Der Gerſte: 6 fl. 42 ki 5 Das pfo Brod-Preiſe. 1 Butzbach. r. pf. I kr. pf. 1 TLeib⸗Roggenbrod 23 2 0 U großh. 2 77 77 5 2 5 2 0 4 77 77 11— 10 3 Milchbrod 1 8 1 7 8 — Mi ro N 1 5 — Waſſerweck 1415 1—* f 3 Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 5%¼ 1 5% dat Regler Jaſungen erfo Fleiſch⸗Preiſe. Aberall gehör pf. pf. in Wirkſamkei 1 Ochſenſleiſch 10 2 10 landwirthſchft „ Kübfleiſch 8 2 81— verfügen: 7, indfleiſch 7 1 2 2 1 9 S„ „Kalbfleisch 7 eee be „ Schweinenfleiſch 10— 10— entweder „ Hammelfleiſy 8— 8— J die erf „ Schaaflleiſch 0 6 12— ſtallen „ Wurſt von blos Schweinen 12— 12= b di „Gemiſchte Wurſt eee ie O „ Bratwurſt 14— 14 0) mit ei „ Schwartenmagen 15%//— 15— Unterl „ Geraͤucherter Speck 20% 1 2— DM das an „Schinken 15— 15— 0 0 „Dorrfleiſch ee, ee „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 1 hen. „ dito unausgelaſſen 16— 16— 3) Uplt al „ Nierenfett 18— 18— M In Hammelsfett 15 15 12* 1 Der großh. he K ſſ. Kreisrath ü nch ler. 1 un Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind ernagel in Friedberg.