2 5 + 5 n 0 2852 Intelligenzblatt für die F Provins G berhes Sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — 339. — M 338. Sonnabend, den 21. September Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den viele Gemarkungen des Kreiſes Grünberg betroffenen Hagelſchlag. Mit Rückſicht auf die nachſtehende Zuſchrift des großh. Provinzialcommiſſärs ſpreche ich die Mild— thätigkeit der Bewohner des Kreiſes wiederholt hiermit an. Sie werden zu dem Ende alsbald Subſcrip— tionsliſten in Ihren Gemeinden zirkuliren laſſen und über den Erfolg binnen 14 Tagen Vorlage machen. Auch werde ich es gerne ſehen, daß Beiträge aus der Gemeindekaſſe geleiſtet werden, wenn die Mittel derſelben es erlauben. Friedberg den 19. September 1839. Hüch en. Der großh. heſſ. Provinzial-Commiſſaͤr der Provinz Oberheſſen an ſaͤmmtliche großh. Kreis— und Landraͤthe dieſer Provinz. Abermals hat ein bedeutender Hagelſchlag und zwar dieſesmal nicht eine oder zwei, ſondern eine ſehr bedeutende Anzahl von Gemarkungen des Bezirkes Grünberg betroffen und der Schaden iſt von un— betheiligten Experten in nachſtehenden Beträgen ausgemittelt worden: 1) Bei Allertshauſen 14543 fl. 40 kr. Uebertrag 102031 fl. 46 ½ kr. 2)„ Atzenhain 26734 25 5 10) Bei Lehnheim 7286 575 0% 3)„ Climbach 4393„ 5„ 11)„ Merlau 5718„—„ 4)„ Flenſungen 1880„ 7½ 129„ Solms Ilsdorf 920„ 11% 5)„ Geilshauſen 27843„ 40„ 13)„ Niederohmen 10048„—„ 6)„ Göbelnrod 3592„—„ 14)„ Reinhardshain 4920„—„ 7)„ Großeneichen 4003„ 50„ 15)„ Stangenrod 16269„ 57„ 8)„ Groß⸗u. Kleinlumbda 17513„ 27„ 16)„ Stockhauſen 1719„ 46„ 9)„ Lardenbach 1526 52% Summa 148875„ 51„ Uebertrag 102031„ 46%„ Schon allein die Größe des Schadens, welcher noch überdieß faſt durchgehends Bewohner unbemit— telter Gemeinden betroffen hat, iſt ſo groß, daß derſelbe zum Beiſtande auffordert und ich enthalte mich, beauftragt die von höchſtpreißlichem Miniſterium geſtattete Collecte auf Geld, Früchte ꝛc. anzuordnen, aller weiteren Bemerkungen, überzeugt, daß Sie ohne dieß ſich für den guten Erfolg der Collecte nach Kräf— ten verwenden und dieſelbe in Ihren Verwaltungsbezirken baldigſt veranſtalten werden. Als Rechner iſt der Steuereinnehmer Muth zu Grünberg beſtellt und wollen Sie an dieſen die ein— gehenden Gelder gefälligſt gelangen laſſen, von dem Betrage der überſendeten Summe aber zur Eintragung in die Controle dem großh. Kreisrath zu Grünberg Nachricht geben. — 266.— Schon früher iſt jedoch als das Vortheilhafteſte et kannt worden, daß die eingehenden Naturalien an Ort und Stelle verkauft, die Verſteigerungen bei annehmbaren Preiſen von den Localbeamten geneh⸗ migt und die Erlöſe ebenfalls an den Rechner eingeſendet werden und daſſelbe Verfahren iſt für dieſe Collecte von großh. Kreirath des Kreiſes Grünberg gewünſcht worden, wovon ich Sie ebenfalls in Kennt⸗ niß zu ſetzen mich beehre, damit Sie dieſem Wunſche gefälligſt entſprechen möchten. Gießen am 9. September 1839. K n er vt. Krach. Friedberg den 17. Sept. 1839. Heute fand in hergebrachter Weiſe in hieſiger Burgkirche die feierliche Entlaſſung einer Anzahl theologiſcher Candidaten des evangeliſchen Prediger⸗ ſeminars Statt, deren Mittelpunkt eine ſalbungs⸗ reiche Rede des Herrn Directors Crößmann bildete. Erfreuend iſt es zu bemerken, wie mit jedem Jahre ſich das Intereſſe an dieſer Feier und ſomit an der Anſtalt, ſowohl von Seiten der hieſigen Bewohner als auch der Geiſtlichen im ganzen Lande, hebt. Von Letz⸗ teren waren 97 anweſend. Mau darf ſo der feſten Hoffnung leben, daß in Erfüllung geht, was Herr Prä⸗ lat Köhler, welcher ebenfalls wieder anweſend war, bei Eröffnung des theologiſchen Seminars am Schluſſe ſeiner Rede ausſprach:„möge die hieſige Anſtalt, gleich der aufgehenden Sonne, ihre Strahlen ſegnend über das Vaterland verbreiten! Möge von ihr, in Verbindung mit den beiden ihr zur Seite ſtehenden Pflanzſtätten für Unterricht, Licht und Wärme aus⸗ gehen, und belebend, erhebend und ſtärkend Herzen durchdringen, die ihrem Einfluſſe ſich öffnen.“ Johann Ferdinand Schlez. Am 7. September d. J. ſtarb zu Schlitz im 81. Lebensjahre Johann Ferdinand Schlez. Geboren am J. Juni 1759 zu Ippesheim in Franken, jetzt zum Königreich Bayern gehörig, folgte er ſeinem Vater im Jahr 1781 in der Pfarrei ſeiner Vaterſtadt, wurde aber im Jahr 1799 nach Schlitz berufen, wo er nahe an 40 Jahre lang treuer Seelſorger und liebevoller Pfleger der Schulen war. Wäre er aber das allein geweſen, ſo würden wir keine Veranlaſſung haben, ſeiner in einem Blatte zu gedenken, das zunächſt für die Wetterau beſtimmt iſt. Durch ſeine manchfachen Schriften gehört er aber auch uns, ja gehört er ganz Deutſchland an; darum halten wir für Pflicht, ihm ein Kränzlein der Dankbarkeit auf ſein Grab zu legen. Oder verdiente es ein Mann nicht, der durch ſeine„Ge⸗ ſchichte des Dörfchens Traubenheim“, ſeinen„Volks⸗ freund“, ſeinen„Oßwald unter ſeinen Hausfreunden und Kindern“, ſeine„Gemeinfaßlich geordnete Natur⸗ geſchichte“, ſeinen„Hausfreund“, ſeine„Parabeln“ u. a. Schriften dem Volke ein trefflicher Lehrer war, deſſen„ABC⸗Schüler“,„Kinderfreund“,„Leſebuch“, „Sittenlehren“,„Denkfreund“ ꝛc. in unzähligen Schu⸗ len eingeführt, tauſendfältige Früchte trugen als Kinder- und Schulſchriften? War er es nicht, der im engeren und weiteren Kreiſe Alles that, was in ſeinen Kräften ſtand, um gefährlichen Schlendrian, geiſtloſes Schulhalten geiſtloſer Menſchen, den alten Sauerteig aus den Schulen zu verbannen und die Schulſtätte zu einem glücklichen Aufenthalte fröhli⸗ cher Kinder zu machen? Der durch ſeinen„Grego⸗ rius Schlaghart“, durch„Lorenz Richards Unter⸗ haltungen mit ſeiner Schuljugend“, durch ſein„Hand⸗ buch für Volksſchullehrer“ ꝛc. die Lehrer von Ab— wegen zu entfernen, auf eine beſſere Bahn zu leiten, Geiſt und Herz derſelben zu bilden, für ihren herr⸗ lichen Beruf vorzubereiten ſuchte? Darum nenne jeder Lehrer ſeinen Namen mit der ihm gebührenden Achtung! 5 Wer aber ſo wie er ein großes Feld hinter ſich ſieht, das er umzuroden, anzubauen und in eine frucht⸗ bare Flur zu verwandeln half, und dadurch ein Wohlthäter der Menſchen wurde, der vermag wohl am Abend ſeines Lebens im ſtillen Kreiſe der Sei⸗ nigen zufrieden auszuruhen von ſeiner Arbeit und mit eben ſo heiterem Blicke ins große Jenſeits zu ſchauen, wie er hinter ſich ſchaut. Den 6. Sept. beſuchte er noch einmal das Grab ſeiner Gattinn Johanna; den drauffolgenden Morgen pflegte er der Blumen im Hausgarten, und dann„ hgchlief er ſanft und ruhig ein, um hienieden nicht mehr zu erwachen.“) f Eines ſolchen glücklichen Endes war ein ſolcher trefflicher Mann, wie unſer Schlez, würdig. Er ruhe ſanft! ) Großh. heſſ. Zeitung Nro. 257. Bekanntmachungen von Behoͤrden. 8 Guts ⸗Verſteigerung. (924) Das von Pappenheimiſche adliche Gut in den Gemarkungen Wölfersheim und Södel, im Gan⸗ zen 325 Morgen, 1 Viertel, 9½ Ruthe an Acker⸗ land und Wieſen haltend, nebſt den Hofgebäuden zu Wölfersheim und der dazu gehörigen Schäferei und ſehr bedeutenden Holzberechtigungen ſoll im Termin Mittwoch den 2. Oktober l. J., früh 10 Uhr, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden und demnächſt ſowohl bei Unterzeichnetem als bei dem Adminiſtrator A. Weller zu Wölfersheim zur Ein⸗ ſicht offen liegenden Bedingungen, und zwar ſowohl von Kaufli Specielle tem, bei ben heim erhal Gießen a Del! Gru 028) Mo 11 Uhr, sol laß des Nude in der Gema 1 Merkel 21 Thurm, r Friedbert e 2 (90) Me 10 Uhr, wi Naguſſten, al ſteite Stühle J meſſingent bolteillen,! Siegelproſſe, Gegenſtände, auf dem Mil gelt. Frieder (991) Di uhr, wird auf dem Ve Juf. Negts., Friedber 955) D. ſcheitholz, nothig ſud, deb Bornulhe er Gattinn en pflegt ann„ ſchlieſ r mehr 1 cht mehr zu 9 a„ ein ſolchg zürdig. Er hoͤrden. — 267— im Ganzen, als das Gut zu Wölfersheim und das zu Söͤdel allein, im von Pappenheimiſchen Hofe zu Wölfersheim ſelbſt, an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dieſes Gut liegt in der beßten Lage der Wetterau, 1½ Stunde von Friedberg, 6% Stunde von Frankfurt, an der Leipziger Chauſſee und vereinigt mit mehrfachen Annehmlichkeiten be— ſonders den Vorzug vor den meiſten wetterauer Gütern, daß es mit vielen vorzüglichen Wieſen und großen Holzrenten verſehen iſt, und iſt daher der Beachtung von Kaufliebhabern beſonders zu empfehlen. Specielle Auskunft iſt, außer bei Unterzeichne— tem, bei dem Admiuiſtrator Weller zu Wolfers— heim zu erhalten. Gießen am 31. Auguſt 1839. Der von greßh. heſſ. Hofgericht der Provinz Oberheſſen beſtellte Commiſſar, Großh. heſſ. Hofgerichtsrath Dr. Kraft. Grundſtück-⸗Verſteigerung. (928 Montag den 23. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das zum Nach— laß des Rudolph Brückmann gehörende Grundſtuͤck, in der Gemarkung Fauerbach gelegen, beſtehend in 1 Viertel 21½ Ruthen Acker, hinter dem Rothen— Thurm, öffentlich meiſtbietend verſteigert werdeu. Friedberg den 12. September 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. 1930) Montag den 23. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung nachbemerkter neuer Nequiſiten, als: 5 Tiſche, 6 Lehnſtühle, 18 gepol⸗ ſteite Stühle, 5 lackirte Spuckkäſtchen von Blech, 4 weſſingene Leuchter, 2 Bleche für die Waſſer⸗ bouteillen, 10 Fenſtervorhänge, 1 Aktenſchrank, 1 Siegelpreſſe, 2 Spiegel und einige andere geringere Gegenſtände, ſe wie das Tapezieren eines Zimmers, auf dem Militärverwaltungsbuͤreau dahier verſtei⸗ Zert. Friedberg den 12. September 1839. Ju Auftrag: Goltz, Odecquartiermeiſter. Stroh⸗Lieferung. (931) Dienſtag den 24. d. M, Morgens um 10 Uhr, wird die Lieferung von 10 Fuder Koruſtroh, auf dem Verwaltungsbuͤreau des 2. Bataillons 4. Inf. Negts., in Accord gegeben. Friedberg den 12. September 1839. In Auftrag: Gölz, Oberquartiermeiſter. g Holz Lieferung. 955) Die Lieferung von 300 Stecken Buchen⸗ cheitholz, welche für die Marienſchloſſer Anſtalt nothig ſind, ſoll Freitag den 27. dieſes Monats, ves Vormittags 9 Uhr, in meiner Wohnung dahier oͤffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert wer— den, welches ich mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß bringe, daß Derjenige, welcher bei der Verſteigerung mitbieten will, nachzuweiſen hat, daß er lieferungsfähig iſt, und die Verſteigernng in klei— nen Parthieen vorgenommen wird. Marienſchloß den 12. Septbr. 1839. Funk. Bekanntmachung. (956) Der Echzeller Herbſtmarkt wird Montag den 14. und Dienſtag den 15. k. M. abgehalten. Die Herrn Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg ſind hier— durch erſucht, dieſes in ihren Orten bekanut machen zu laſſen. Echzell den 8. Septbr. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Reitz. Verkauf getragener Montirung ꝛc. (957) Dienſtag den 8. künft. Monats, Vormit—⸗ tags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 1 bis 5 Uhr, und an den folgenden Tagen zu gleicher Zeit, ſoll in der hieſigen Cavallerie-Caſerne eine bedeutende Quantitat alter Montirung, Reitzeug und Caſernerequiſiten meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter werden daher erſucht, dies Vorhaben in den unterhabenden Gemeinden geeignet bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 16. September 1839. In höherem Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Hofraithe⸗-Verſteigerung. (958) Auf freiwilliges Anſuchen des Herrn Hein— rich Schwalm I. ſoll Montag den 29, d. M., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, deſſen Hofraithe, Nro. 202. in der Auguſtiner-Gaſſe, nächſt der Uſergaſſe gele⸗ gen, beſtehend in Wohnhaus und Stall, an Johannes Schmidt, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, wobei bemerkt wird, daß dieſe Hofraithe bis zum Tag der Verſteigerung beſehen, und bei einem an— nehmbaren Gebot der Zuſchlag ſogleich ertheilt wer⸗ den ſoll. Friedberg den 13. September 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanut machung. 5 (959) Am verfloſſenen Freitag iſt mir ein 1½ jah⸗ riges Rind zugelaufen. Der Eigenthümer hiervon kann ſolches, wenn er eine glaubhafte Beſcheinigung beibringen kann, gegen die Inſeratgebuhren und das ſeitherige Futtergeld wieder erhalten. Ilbenſtadt den 18. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. Arbeits Verſteigerung. 4960) Künftigen Montag den 23. d. Me, des Nachmittags 1 Uhr, ſoll dahier die nöthige Repa⸗ 2 ratur ⸗Zimmerarbeit an den beiden über die Uſa — 208— führenden Gemeinde⸗Steegen, voranſchlagt zu 206 fl. 28 kr. auf Ort und Stelle oͤffentlich an den We⸗ nigſtnehmenden, verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Obermörlen den 16. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. a Arbeits ⸗Verſteigerung. (961) Mitwoch den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unterzeichneten die Fertigung einer neuen Gemeindswaage, zu 17 fl. voranſchlagte Schloſſerarbeit, wenigſtnehmend ver⸗ geben werden. Steinfurth den 16. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Petri. 5 Obſt⸗Verſteigerung. (962) Montag den 23. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen an Ort und Stelle, und zwar zuerſt im Seergraben 2 Bäume mit Nüſſen und etliche Bäume mit Aepfel, dann die Nüſſe an der Chauſſee, hierauf 2 Baͤume mit Birnen im Stadtſchreibereigraben und Roſenthal, und 1 Baum Nüſſe oͤffentlich an den. Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg den 19. Sept. 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits ⸗Verſteigexung. (963) Donnerſtag den 26. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſollen nachbezeichnete Arbeiten an Ort und Stelle an den Wenigſtnehmenden, unter den in dem Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden, als: 10 die ſ. g. Brunnenhohle von dem Sauerbrunnen bis zur Marburgerhohle: a) Planirarbeit voranſchlagt zu 286 fl. b) Chauſſirarbeit 5 c) Maurerarbeit 38„ 1 D an dem Weg, dem ſ. g. Burggartenthor, 60 Klf.. lang: au) Planirarbeit voranſchlagt zu 40 fl. b) Chauſſirarbeit 254„ 1 kr. 3) am Weinsbergsweg eine Multe zu pflaſtern, vor⸗ anſchlagt zu 46 fl. 18 kr. was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ bracht wird, daß, geſchehen annehmbare Forderungen, der Zuſchlag ſogleich ertheilt wird, und werden die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend dienſtergebenſt er⸗ ſucht, den Termin ortsüblich veröffentlichen zu laſſen. Ober⸗ und Nieder⸗Ros bach den 16. Sept. 1839. Die großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Bullmann. Verſteigerung. den 26. September l. J., Vor⸗ auf hieſigem Rathhauſe das Hofraithe (964) Donnerſtag mittags 9 Uhr, ſoll Gaſthaus zum Löwen dahier, beſtehend in einem zwei⸗ 34% 81. kr. ſtöckigen geräumigen Wohnhaus mit Wirthſchafts⸗ lokal, Tanzſaal, Nebenbau, Brauerei und ſonſtigen Oekonomiegebäuden, circa 25 Morgen Ackerland, Baumſtücke und Wieſen, einer offentlichen nochmali⸗ gen Verſteigerung ausgeſetzt werden, was mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß Kaufliebhaber über die näheren Bedingungen ꝛc. vor dem Ver⸗ ſteigerungs⸗ Termin auf hieſiger Bürgermeiſterei nähere Auskunft erhalten können. Rödelheim den 16. September 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Ber i Ul. Obſt⸗Verſteigerung. (965) Montag den 23. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſoll das der Gemeinde Nauheim zugehorige Obſt, beſtehend in Aepfel und Birn, öffentlich meiſt⸗ bietend verkauft werden. Nauheim den 19. Sept. 1839. Der kurfürſtl. heſſ. Bürgermeiſter Hartmann. Bekanntmachung. (966) Zur Verköſtigung der Züchtlinge zu Ma⸗ rienſchloß werden nachſtehende Gegenſtände Donners⸗ tag den 3. October d. J., Vormittags um 10 Uhr, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht; werdenden Bedingungen an den Wenigſtnehmenden öffentlich dahier verſteigert, als ohngefaͤhr: 1) 2000 Stück Weißkraut, 2) 2000„ Wirſing, 3) 1000„ Winterkohl, 4) 800 Malter Kartoffel, zu 240 Pfd. das Mltr. gerechnet, 3) 40 Ohm Sauerkraut, 6) 60 Centner gelbe Rüben, 7) 80„ untererdige gelbe oder weiße Kohl⸗ raben, 8) 15 Centner Zwiebeln. Luſttragende hierzu einladet, fügt man gleichzeitig die Bemerkung hinzu, daß ſich die Steigerer durch Beſcheinigungen der einſchlägigen, Bürgermeiſter auszuweiſen baben, für den Zten Theil des Lieferungs⸗Betrags Caution leiſten zu können. Marienſchloß den 16. September 1839. Die gr. heſſ. Direction der Strafanſtalt daſelbſt⸗ Vermöge Auftrags: Weigel, prov. Speiſemeiſter. Arbeits ⸗Verſteigerung. (967) Montag den 23. d. M., des Vormittags um 8 Uhr, ſoll das Aufſetzen des Gemeinde⸗Brau⸗ keſſels ſo wie mehrere Reparatur ⸗ Maurerarbeiten an dem Gemeinde⸗ Brauhaus dahier, voranſchlagt, Arbeitslohn und Materialien, zu 28 fl. 28 kr., un⸗ ter den im Termin eröffnet werdenden Bedingungen auf hieſiger Rathſtube wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Voranſchlag und Indem man Verſteigerungs.⸗ Bedingungen; 941 Unte 0 20. Septef heuer auf u verkaufen Oberrosbe 6 (945) Der Verleihung vo Pen als in fle zan Privaten u 4½ und wollen mir d Briefen unte huchsauszüge Nidda den (969) Mit Barchent u. E nürten und b. Strickgarn, b und Seide Mtikeln, ſo a und türkiſcht tergarn, in v und werde z kaufen. Friedber 1 Frucht— (970) Kü 7e, Sehn beim nachſte meiſt, Tgermeiſter ge zu Mg A 3 e Donners; m 10 Uhr, at gemacht tnehmenden das Mltr Vormittag einde⸗ Br zuterarbel voranſchla W k, Bedingung d in Adlon Bedingutgl * legen auf dem Bureau des Unterzeichneten bis zum Tag der Verſteigerung zu Jedermans Einſicht offen. Niederrosbach den 17. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter F. Bullmann. Bekanntmachung. (968) Der auf den 23. d. M. fallende Hunger dieh- und Krämermarkt iſt wegen des an dieſem Tage eintretenden jüdiſchen Feiertags auf den 26. d. M. verlegt worden. Die großh. Bürgermeiſter des Kreiſes haben die— ſis in ihren Gemeinden alsbald zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Friedberg den 16. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Kü ch leer. c ν Privat- Bekanntmachungen. nnen. (941) Unterzeichnete iſt geſonnen, Donnerſtag den 26. September d. J., Vormittags 9 Uhr, eine Scheuer auf den Abbruch an den Meiſtbietenden zu verkaufen. Oberrosbach den 9. September 1839. Johs. Griebs Wittwe. Bekanntmachung. (945) Der Unterzeichnete hat den Auftrag zur Verleihung von 20 bis 30,000 fl., ſowohl in gro⸗ ſen als in kleinen Summen, an Gemeinden zu 4% in Privaten nach Beſchaffenheit der Unterpfänder u 4½ und 5% erhalten. Hierauf Reflectirende vollen mir das Nähere mündlich oder in portofreien Briefen unter Vorlage der Taxationen und Flur— luchsauszüge über die Unterpfänder mittheilen. Nidda den 8. September 1839. Schlotzhauer, Dekanatsrechner. Empfehlung. (969) Mit vorzüglichem Baumwolltuch, Bettzeug, Zarchent u. Sarſenets, halbleinen Futterbarchent, gar— ürten und breiten Tüllſpitzen, Sacktüchern, wollenem Strickgarn, baumwollenem Strick- u. Nähgarn, Zwirn und Seide und allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln, ſo auch in gebleichtem, ungebleichtem, blauem und türkiſchrothem Einſchlag- und Zettelgarn, Lich⸗ tergarn, in vorzüglichſter Qualität, bin ich verſehen, und werde zu den möglichſt billigen Preiſen ver⸗ laufen. Friedberg den 18. September 1839. Nathan Hirſchhorn, wohnhaft in der Uſergaſſe. Frucht⸗ und Stroh ⸗Verſteigerung. 970) Künftigen Freitag den 20 d. M. ſollen in er Behauſung des Freiherrn von Rau in Beyen⸗ eim nachſtehende Früchte, als: 1) 6 bis 7 Malter Erbſen, MM 8d,, Linſen, 3) 4„ 5„ Wicken, ſodann 4) 3½ Fuder Erbſenſtroh, 2½ Fuder Linſenſtroh und 2 Fuder Wickenſtroh, unter den im Termin näher bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Filius. Ein weißer Herrnſtrohhnt (971) mit gelbem Band und inwendig mit Nro. 41. bezeichnet, iſt unterm 11. d. M. im Gaſthaus zu den drei Schwertern in Friedberg vertauſcht worden. Der gegenwärtige Beſitzer wird erſucht, gegen Einhän⸗ digung eines anderen, denſelben gefälligſt in vorge⸗ nanntem Gaſthauſe zurückgeben zu wollen. Eine Wohnung, (972) beſtehend in Laden mit Nebenkabinet, zwei heitzbaren Stuben, Kammer, Küche, Keller und Holzplatz, iſt bei mir zu vermiethen und kann am erſten December d. J. bezogen werden. Friedberg G. F. Nau. Ein Logis (973) für eine einzelne Perſon iſt mit und ohne Möbel zu vermiethen, und ſogleich beziehbar. Friedberg G. F. Nau. Beſchluß der Sommerbeluſtigungen zu Ockſtadt. (974) Nächſten Sonntag den 22. d. M. iſt für dieſen Sommer bei mir zum Letztenmal gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen. Indem ich um recht zahlreichen Beſuch bitte, danke ich zugleich für denſelben, welcher mir im Laufe des Sommers ſo zahlreich wurde. Ockſtadt den 19. September 1839. Adam Krug. Anzeige. (975) Unterzeichneter hat in Comiſſion mehrere tauſend Stück buchen Wellen Reißer, pr. 100 St. 6 fl. 40 kr., zu verkaufen, und wird nach Verlauf von 14 Tagen eine Preiserhöhung eintreten. Ockſtadt am 17. Sept. 1839. J. Ad. Nix Kirchweihfeſt zu Kaichen. (976) Sonntag den 29. und Montag den 30. d. M., als am Tage des hieſigen Kirchweihfeſtes, iſt bei mir Harmonie- und Tanzmuſik von den berühm⸗ ten Berg-Muſikanten, nebſt allen an dieſem Feſte gewöhnlichen Erforderniſſen anzutreffen. Da, wie ich vernommen, meine verehrten Freunde und Gäſte am Kirchweihtage im verfloſſenen Jahr ſich bei mir gut unterhielten, ſo darf ich wohl auch bei dieſem Feſte einem recht zahlreichen Zuſpruch entgegen ſehen. Kaichen den 19. Sept. 1839. Waitzel, Gaſtwirth. Stelle für einen Schmiedgeſellen. (977) Ein in der Profeſſion wohlerfahrener und — 270— mit gutem Zeugniß verſehener Schmiedgeſell, kann ſogleich bei dem Unterzeichneten in Arbeit kommen. Oberrosbach am 18. Sept. 1839. Phillipp Lämmer, Schmiedmeiſter. Empfehlung. 978) Wir geben uns die Ehre, unſre ſeit kurzem angelegte durch Waſſerkraft betriebene Fournier-⸗Schneidmaſchine in Ilbenſtadt zum Schneiden von aus- und inländiſchen Werk— hoͤlzern zu empfehlen, und duͤrfen uns ſchmei⸗ cheln, durch gute Einrichtung, ſorgfaͤltige, prompte, billige und reelle Ausfuhrung, jeden moͤglichen Wunſch unſrer Auftraggeber zu erfüllen. Wir unterhalten ferner ſtets Lager von Mahagoni, Poliſander, Ahorn, Nuß und mehreren andern in⸗ und auslaͤndiſchen, ſo⸗ wohl in Bohlen als in Fourniere, geſchnitte⸗ nen Werkhoͤlzern, welches wir zur geneigten Abnahme empfehlen, und verbinden damit die Anzeige, daß wir auch Nußholz⸗Erdſtaͤmme, ſowie weißes Ahornholz ankaufen. Auftrage werden durch Goftfritd Veilh in Ilbenſtadt entgegen genommen, und jede beliebige Aus⸗ kunft ertheilt. Mainz im September 1839. Kühn& Veith. Freundſchaftliche Bitte. (979) Jemand, der's mit mir und den Meinigen herzlich meint, der aber, wie's ächte Wohlthäter gibt, nicht genannt ſeyn will und darum ſein Liebes⸗ werk in ſtillen Abendſtunden verrichtet, thut mir den Gefallen und hilft mir auf meinem zwiſchen Fried⸗ berg und Fauerbach liegenden Acker ſchon ſeit eini⸗ ger Zeit die Kartoffel ausmachen. Indem ich ſeine Abſicht, mir eine Mühe zu erſparen, dankbar anerkenne, darf ich wohl, ohne den Vorwurf der Unbeſcheidenheit auf mich zu laden, auf dem Wege der Oeffentlichkeit, der mir allein vergönnt iſt zu dem unbekannten Freunde die Bitte wagen, mir, wenn er mich ferner noch ſo durch ſeiner Hände Werk in meinen Geſchäſten zu unterſtützen geneigt ſeyn wollte, den Gefallen zu erweiſen, nicht wie bisher an ſieben oder acht verſchiedenen Orten Hand anzulegen, ſondern huͤbſch in der Reihe zu bleiben, damit Jedermann ſein ſchönes Werk leichter zu uͤber⸗ ſehen vermag. Friedberg den 16. Sept. 1839. Prof. Ph. Dieffenbach. Feine Zeichenbleiſtifte pr. Stück 12 kr., im Dutzend billiger, hat zu ver⸗ kaufen Carl Binder nagel. Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waiz en: 10 fl. 30 kr. Korn: 7 fl.— kr. Gerſte: 6 fl.— kr. Hafer: 2 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 16. Sept: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte: 6 fl. 20 kr. Hafer: 3 fl. 5kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Mainz, am 13. Sept.: Waizen: 11 fl. 12 kr. Korn: 7 fl. 56 fr. Gerſte: 6 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl. 8 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 22. bis 29. September 1839. pfd Brod-Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 213 2 3 2 7 97 8 3 1 2 1415„ 111— 10 3 5 Loth. Loth. —[Milchbrod 114% 14% Waſſerweck 1 57. 11— Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 Fleiſch⸗Preiſe. 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 111— 11— „Rindfleiſch 1 17 2 „ Kalbfleiſch 2 7 2 „ Schweinenfleiſch 10— 110— „Hammelfleiſch—— 8 4 „ Schaaflleiſch. n „ Wurſt von blos Schweinen 12— 12— Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 15— 14— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken g 15— 15— „ Dörrſfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19— 7 dito unausgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 86 181 Hammelsfett 15— 15 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. Betreffend Nachd Untericht in unterrichteten, alf andere W rich zu ettheil gualiftitende gegeben wird, zu verſchaffen wollen, ſollte⸗ ihren Lebensbe tungen ſelbſt a Der g nehmen, als Ke 1 fl. 30 kr. a ſehn möchte. lich derjenigen der Gemeinde dieſer Koſten dalle binnen Frie 9 Die dahin e Del dhe, M. , fene ind be Carl,