— —* — — 2— —ůů . 2 2 l* pf. pl. 2 0 2 2 8— 1 712 — 8— — 10— 8 18 2 1 — 10— — — 1166 — 2— 400 — 8 — 119— 1 765 „ ee 15 11 tath d. K. 8. — erg Intelligenzbla für die Vberhessen 1. im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ——— tt ——ͤͤ— 46. Sonnabend, den 16. November 5 Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Vornahme von Parzellen⸗Vermeſſungen während der Parzellenvermeſſung ganzer Gemarkungen. digt werden. Friedberg den 8. November 1839. In Folge eingelangten Schreibens großh. Oberfinanzkammer 1. Sect. weiſe ich Sie an, während des Betriebes der Parzellenvermeſſungen ganzer Gemarkungen die Vornahme von Privatvermeſſungen von Seiten patentiſirter und verpflichteter Geometer blos im äußerſten Nothfalle und alsdann nur unter der Bedingung geſchehen zu laſſen, daß dem betreffenden Kataſtergeometer vorher Anzeige davon gemacht und ihm die zur Bemerkung etwaiger Abänderungen in den Kataſteracten erforderlichen Notitzen eingehän⸗ Küchler. Neue Ernde- Hoffnungen. Es ſind noch keine vierzehn Tage her, daß im Geſammtgebiete des Großherzogthums Heſſen das ſchöne Dank-⸗ und Erndefeſt feierlich begangen wurde. Wir Wetterauer, denen der Himmel einen geſegne⸗ ten Boden verlieh und deren Hauptreichthum in dem Ertrage deſſen beſteht, was dieſer Boden liefert, hat— ten vor Allen Urſache, bei dieſem Feſte mit dank⸗ barem Blicke gen Himmel zu ſchauen, woher uns auch dieſes Jahr eine ſolche Fülle von Früchten zu Theil wurde, daß wir auch diesmal wieder eine bedeutende Menge ablaſſen und dem Auslande zuzu— weiſen vermögen. Wenn wir das im Allgemeinen ſagen können und ſagen müſſen, ſo wollen wir da— mit nicht verhehlen, daß manche unſerer Produkte nicht gleich gut gediehen ſind. Baumfrüchte, nament⸗ lich Aepfel, Birnen und Zwetſchen haben nur in we⸗ nigen Strichen geerndet werden können. Auch die Sommerfrüchte ſind nur hier und da reichlich gewe⸗ ſen. Dagegen war die Ernde in Waizen und Korn im Ganzen gut, und die Kartoffeln haben beſonders da, wo ſie während der langen Sommerdürre Feuch⸗ tigkeit hatten und ſpät geſteckt wurden, einen über⸗ reichen Segen abgeworfen. Die kalten Tage, deren wir in unſerm vorletz⸗ ten Blatte erwähnten, waren bald zu Ende, und wir genoſſen ſeit 14 Tagen wieder ſolcher Tage, wie wir ſie um dieſe Jahreszeit kaum erwarten konn— ten. Dadurch kam's, daß unſere Landleute Zeit gewannen, noch vieles von Dem zu beſorgen, was im Felde Noth thut. Ganz beſonders wohlthätig bewies ſich aber die Witterung auf die junge Saat. Da wenigſtens, wo wir uns umſahen, ſteht dieſelbe ſo vortrefflich, wie wir nur wünſchen können, und hat, wie die Wetter⸗ auer ſagen, einen ſolchen Pelz gezogen, daß die Kornäcker ganz grün ſind und es faſt nicht möglich iſt, nur etwas vom Boden zu erblicken Das ſind neue Hoffnungen, ſowie neue Veranlaſſungen, dem großen Geber alles Guten dankbar zu ſeyn. Bekanntmachungen von Behoͤrden. K Gläubiger- Aufforderung. (1089) Daniel Dreſcher von Butzbach be⸗ abſichtigt nach Nordamerika auszuwandern. Rechts⸗ anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei dem großh. Landgericht zu Friedberg geltend zu machen, widrigenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 16. Oktober 1839. 5 Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Für die Abſchrift Der Buͤrgermeiſter Zahn. Frucht ⸗ Lieferung. (1113) Dienſtag den 19. November d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 19 300 Maltern Korn, , ee Waitzen, 8 Gerſte und „, Hafer auf hieſigem Rathhaus wenigſtnehmend verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Vilbel den 5. November 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hinkel. Garten- Verſteigerung. (1115) Montag den 25. Nov. l. J., Vormittags 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus wegen Erbver⸗ theilung der der Frau Apotheker Rink zugeſtandene Garten in der Gemarkung Burg Friedberg P. 7 Nro./ 1 M. 1 V. 19 Rth. haltend, zwiſchen dem Ohrlochsweg, Nauheimer und Riedgraben, an Georg Wagner und Kuh gelegen, zehntfrei, mit ei⸗ nem ſchönen Gartenhaus und vielen tragbaren Obſt⸗ bäumen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 6. November 1839. In Auftrag: Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Mobilien ⸗Verſteigerung. (1116) Dienſtag den 26. November l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſollen die zum Concurs des Balthaſar Kappes dahier gehörenden Mobilien be— ſtehend in Hausgeräthſchaften aller Art, als: Tiſche, Stühle, Kommode, Kleiderſchränke, Bettladen, Mehlkaſten, Wage und Gewicht, ſowie auch Küchen⸗ geräthſchaften, Zinn, Kupfer, Eiſen, Blech, Porce⸗ lain, Glas, Züber, Weißzeug, als Tiſchtücher, Ser⸗ vietten, Handtücher, Bettzeug, Betttücher, Vorhän⸗ ge, Mannskleider, 1 Uhr, 1 Kelter und Kelterge⸗ räthſchaften, leere Stück- und andere Faͤſſer, Weine, . 13 Ohm 48 M. 18311 in 8 Fäſſern, 6 Ohm 38 M. 1834r in 3 Fäſſern, 3 Ohm 71 M. 1835r in 1 Faß, 10 Ohm 56 M. 18361 in 3 Fäſſern, 1 Faß Traubwein von 35 M., 6 Ohm Obſtwein in 2 Fäſſern 9 Ohm 39 M. Eſſig in 5 Fäſſern, und 20 M. Brandwein in 1 Faß öffentlich, meiſtbietend verſtei⸗ gert werden, wobei bemerkt wird, daß Dienſtag den 26. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, die Weine in dem Keller des der Frau Wittwe Wagner gehöri⸗ gen Gartens in der Burg, und Vormittags 9 Uhr die Obſtweine in der Behausung unter Vorſetzung der Proben verſteigert werden. Friedberg den 7. November 1839. U In Auftrag großh. heſſ. Landgerichte 9 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. N Bekanntmachung. (1127) Donnerſtag den 21. und Freitag den 22. d. M. ſoll in dem Rodheimer Gemeindewald, Di⸗ ſtrikt Voderwald und Spitzenſteinhecken, nachbenannte Holzſortimente, als: a) Im Voderwald: 15 7 Stecken buchen Scheitholz, Der s, ien 1 30 6 7 77 Pruͤgel, 4) 119„ buchen Stockholz, 50 140 eichen„ 6) 83 buchen Wellen, 7) 416 eichen„ 8) 155 Stämme eichen Bau-, Werk⸗ u. Nutz⸗ holz, 4636 C.⸗Fuß enthaltend, Hainbuchen, 286 Cubik⸗ Fuß 9 23 75 enthaltend, zu Mühlenholz ge⸗ eignet. b) Spitzenſteinhecken. 10) 1¼ Stecken eichen Scheitholz, 110 1„„ Prügel, 12) 1„ buchen Stockholz, 13) 4„ eichen 7. 140 2 9 nadel 75 15) 160 Stück buchen Wellen, 16) 50„ eichen 75 17) 150„ nadel 5 18) 99 kiefern Stangen 2 bis 4 Zoll dick öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Zuſammenkunft findet jedesmal Vormittags 8 Uhr an den ſogenannten Erdkauten im Voderwald ſtatt. Die Herren Bürgermeiſter der umliegenden Orte werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Rodheim den 14. November 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter de dib Bekanntmachung. (1128) Montag den 25. November dieſes Jah, fits gang N. 9— 3 9 1 9— 3 9 1 1 . 9— 2 22 8) 12 99 11 100— 1 In 10— 2 19 1 1 1 10 1 1 50— 3 8— 2 zuedbe 0 (1130) Anz Oberh Kappes vo ſo werden Fetag den 2. audewald, Di, en, nachbenannte * Holz, l, 5 lz, Derk, u. Nut Fuß enthaltend, 80 Cubik⸗ Fuf Müdlendolz 905 k U. „ol: eig, s 4 Zoll dick Stelle verſttigert mal Vormittags n im Voderwald mliegenden Orte inden bekannt 8 . Bürgerneiſten o b i. 11 iber dieſes Jah — res, Vormittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Salzamts— Local eine Quantität Brodfrucht, dem Wenigſtneh— menden unter den im Termin bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen, in Lieferung übergeben wer— den, welches Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 11. November 1839. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Güter-Verſteigerung. (1129) Auf freiwilliges Anſuchen der Frau Clara Motz, geb. Groß, von Tambach ſollen Montag den 2. Dezember l. J., Morgens 9 Uhr, in hieſigem Rathhaus deren ſämmtliche Güͤterſtücke öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, als. Ju der Gemarkung Friedberg. M. V. Rth. 10— 3 22 Ackergarten vor dem Fauerbacher Thor an Hrn. Prof. Dieffenbach, zehntfrei. 20— 1 22 Garten an den Wingerten beim Holzpförtchen an Ferd. Damm. 3)— 3 2 Am Wildkautsgraben an Georg Rauſch, zehntfrei. 4) 1 1 4 Im kleinen Warthfeld an der Landſtraße an Chr. Oberländer. 5) 1— 30 Im Großwartfeld an der Pfingſt⸗ weide, am Hoſpital und Schöff Wüſtenfeld. 6)— 2 36 Daſelbſt, an Michel Muller und Joh. Mühling. 7) 1 2 27 Daſelbſt an Ludwig Langsdorff und G. Preuſſer. 8) 1 2 13 Im kleinen Galgenfeld. 9) 1 1 20 Im Lerchenfeld an G. Groß 1, und Joh. Klings Erben. 10)— 1 11 Wieſen im Straßheimer Grund an Karl Groß. In der Gemarkung Fauerbach II. 110— 2 25 ¼¼ Acker ober dem Dorheimer Pfad an Hofrath Schmidt Kinder. 125 1 1 20½% Unter der Judenhohl und dem Eſelspfad an A. C. Trapp. 13)— 2 31 Am Eſelspfad an D. Fritz. 14 1 1 33 Rechterhand dem mainzer Thor⸗ weg an Philipp Philippi. 15)— 3 35% Daſelbſt an Balthaſer Sang. 16)— 2 37 ¾% An der Elach an Herrn Grafen von Rödelheim. Friedberg den 14. November 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Da F e b. eta ad un (1130) Nachdem großh. heſſ. Hofgericht der Pro— vinz Oberheſſen über das Vermögen des Balthaſar Kappes von Friedberg den Konkurs erkannt hat, ſo werden alle bekannte und unbekannte Gläubiger 319 des gedachten Gemeinſchuldners aufgefordert, ihre Anſprüche ſogewiß Montag den 6. Januar 1840, Morgens 9 Uhr, gehörig hier zu liquidiren, als ſie ſonſt von der Maſſe werden ausgeſchloſſen werden. In demſelben Termine ſoll auch die Güte ver⸗ ſucht, ebenſo wegen Veräuſſerung der Maſſe und Beſtellung eines Verwalters derſelben Beſtimmung getroffen werden, weshalb die Creditoren ſich auch hierüber zu erklären haben, gegenfalls in dieſen Be⸗ ziehungen nach den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger verfuͤgt werden wird. Friedberg den 2. November 1839. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Brodlieferung zu Butzbach. (1131) Mittwoch den 20. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung des Brodbedürfniſſes hieſiger Garniſon pro 1. Semeſter 1840, mittelſt Verſteigerung in Accord gegeben werden. Butzbach den 13. November 1839. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1132) Dienſtag den 3. Dezember, Vormittags 10 Uhr, ſoll bei Gaſtwirth Hieronymuß dahier, das Abheben der ſteilen Stelle am ſ. g. Mainzerthor zu Friedberg an die Wenigſtnehmenden in Accord ge⸗ geben werden. Friedberg den 13. November 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (1133) Dienſtag den 26. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll zu Oſtheim, zur Chauſſirung des Vicinal⸗ wegs von Oſtheim nach Niederweiſel, das Stein— brechen, Fahren und Setzen an die Wenigſtnehmen⸗ den in Accord gegeben werden. Friedberg den 13. November 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumdler. Arbeits-Verſteigerung. (1134) Mittwoch den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll bei Gaſtwirth Bingmann zu Oberros— bach das Steinfahren und Steinſetzen zur Verſtei— nung der Provinzialſtraße von Friedberg über Ober— rosbach nach Homburg, in der Gemarkung Ober— rosbach und Straßheim an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 13. November 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Straßenbau-Reparatur-Arbeits— Verſteigerung. (1135) Die Unterhaltungsarbeiten der Staats— Straßen im Baubezirk Friedberg fuͤr das Jahr 1840, als Steinbrechen, Steinfuhr, Steinſetzen, Steinſchlagerlohn, Handarbeiten ꝛc. ſollen in den nachbenannten Terminen unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigſt⸗ nehmenden zur Verſteigerung gebracht werden, und zwar: 1) Für die Straße in der Vilbeler Gemarkung und von der Dortelweiler Grenze bis Okarben zu Kloppenheim den 5. Dezember d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, 2 Für die Straße von Okarben bis an die Nau⸗ heimer Grenze zu Oberwöllſtadt, bei Wirth Branburger, Frei⸗ tag den 6. Dez. d. J., Vormittags 9 Uhr, 3) Fuͤr die Straße von der Nauheimer Grenze bis Butzbach zu Niedermörlen im Gaſthaus zum Löwen, Samſtag den 7. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, 4) Für die Straße von Niederwöllſtadt nach Hanau im Chauſſeehaus bei Ilbenſtadt, Montag den 9. Dez., Vormittags 10 Uhr. 5) Für die Straße von Ilbenſtadt bis Altenſtadt zu Altenſtadt bei Gaſtwirth Holzapfel, Mit⸗ woch den 11. Dez., Vormittags 9 Uhr, 6) Für die Straße von Altenſtadt bis Selters u. von Lindheim nach Buͤdingen zu Lindheim, Donnerſtag den 12. Dez., Vor⸗ mittags 9 Uhr. 7) Für die Straßen von den Nonnenſtümpfen nach Ranſtadt 1 zu Niedermoxſtadt, Mittwoch den 18. Dez. Vormittags 10 Uhr, 8) Für die Straße von Frankfurt nach Homburg durch die Gemarkungen Ober- und Niedereſch⸗ bach, und für die Straße von Frankfurt nach Königſtein durch die Gemarkung Rödelheim zu Obereſchbach, Freitag den 20. Dez., Vor—⸗ mittags 10 Uhr. Es werden die großh. Burgermeiſter erſucht im Intereſſe ihrer Gemeinden, Vorſtehendes bekannt machen zu laſſen. ö Friedberg den 13. November 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rh u mib ke k. Hofraithe-Verſteigerung. (1136) Montag den 6. Januar 1840, Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Hofraithe der Heinrich Königs Eheleute dahier, Pag. 56. Nro. ½ 7: beſtehend in Wohnhaus, Scheuer und Stall auf dem Hauck, neben Heinrich Waas gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 14. November 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der großh. heff. Bürgermeiſter D. Fri! „ 18. e ur the g. f (1137) In Sachen des Hofgerichts⸗Advokaten Steinberger in Gießen, Klägers, gegen Margaretha und Juliane Stutt zu Niederweiſel, Beklagte, pto. debiti. 1 Wird zu Recht erkannt: daß Beklagte, da ſie der ergangenen Ladung keine Folge geleiſtet haben, in ihrem Ungehorſam der Klage für geſtändig zu erachten, mit ihren Ein⸗— reden auszuſchließen, und unter Verurtheilung in die Koſten des Prozeſſes und ſolidariſcher Haft⸗ barkeit, ſchuldig zu erkennen ſeyen, an Kläger die libellirten 24 fl. 27 kr. Hauptgeld nebſt Zin⸗ ſen des Verzugs d. d. 28. November 1834 zu bezahlen. V. R. W. Friedberg den 4. November 1839. Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Dr. Gilmer. Porſtehendes Urtheil wird der Mitbeklagten a- weſenden Margaretha Stutt halber mit dem Anfügen öffentlich hierdurch bekannt gemacht, daß dagegen Ap⸗ pellation oder Nichtigkeitsbeſchwerde interponirt wer⸗ den können, dieſe Rechtsmittel aber binnen 10 Ta⸗ gen dahier angezeigt und binnen 20 Tagen bei gr. heſſ. Hofgerichte zu Gießen mit gleichzeitiger Ueber— reichung der Entlaſſungsurkunde und einer Beſcheids— abſchrift bei Vermeidung des Ausſchluſſes eingeführt werden müſſen, ſowie auch ein etwaiges Geſuch um Wiedereinſetzung in den vorigen Stand Rechtens innerhalb 14 Tagen vorgebracht werden muß. Zugleich wird noch bemerkt, daß die künftigen Verfügungen in dieſer Sache nur durch Anſchlag im Gerichtslocal werden veröffentlicht werden. Friedberg den 4. November 1839. Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Dr. Gilmer. Oel⸗ und Schuhe- Lieferung. (1138) Donnerſtag den 28. d. M., Morgens um 10 Uhr, wird die Lieferung des Oelbedarfs, ſodann an demſelben Morgen, um halb 11 Uhr, das Bedürfniß an neuen Schuhen, Sohlen und Flecken pro 1. Semeſter 1840, für das 2. Bat. 4. Infanterieregiments, auf deſſen Verwaltungsbüreau in Accord gegeben. Friedberg den 14. November 1839. In Auftrag: G öl z, Oberquartiermeiſter. Brod Lieferung. (1139) Mittwoch den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung des erforderlichen Brodes für die Garniſon Friedberg pro 1. Seme⸗ ſter 1840, auf dem hieſigen Militär⸗Verwaltungs⸗ Bureau verſteigert. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Fried- 185 (141) w here bei der (142) den und Be mit der Bit nicht vergeſ ſten Liebe g 2 (1149 und erſuch ihren reſp. daß er abg Thieranaton kauft und v gewöhnlich Gießer 2 (1144) Weinfaſser, fer ſich weſche zwei wos (1145) f wo? Oſtf (1146) ker Juſekter hat zu verf e künftigen urch Anschlag werden. 3 Landgericht N., Morgens s Oelbedarfs, dalb 11 Uhr, Sohlen und das 2. Bat. 4. valtungsbüreau 839. uartiermeiſter. „„ Vormittags erforderlichen ro 1. Seme⸗ Verwaltungs ae 9 0 — bergs werden erſucht, dieſes geeignet bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 14. Nov. 1839. In Auftrag: Gö lz, Oberquartiermeiſter. N Privat-Bekanntmachungen. Mehl lieferung. (1126) Mittwoch den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird eine bedeutende Quantität Roggen⸗ und Waizenmehl, zum Brodbedarf der Strafanſtalt Marienſchloß fürs 1. Semeſter 1840 unter den vor der Verſteigerung zu eröffnenden Bedingungen an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Luſthabende wer⸗ den hierdurch eingeladen und belieben ſich zur be⸗ ſtimmten Zeit in loco Marienſchloß einzufinden. Butzbach am 5. November 1839. Jacob Heil II. Gin lea dn err (1140) ſteht in Nr. 108 zu vermiethen. Ein braver Burſche (1141) wird als Hausknecht geſucht. Das Nä⸗ here bei der Expedition. Herzliches Lebewohl (1142) ſage ich hiermit allen meinen guten Freun⸗ den und Bekannten Friedbergs und der Umgegend, mit der Bitte, daß ſie auch meiner in der Ferne nicht vergeſſen, ſowie ich ihrer ſtets mit der wärm⸗ ſten Liebe gedenken werde. Ritzel, Kreisthierarzt. Bekanntmachung. (1143) Der Unterzeichnete macht hiermit bekannt und erſucht die Herrn Bürgermeiſter, gelegentlich ihren reſp. Gemeindeangehörigen bekannt zu machen, daß er abgängige Pferde und andere Thiere für die Thieranatomie, wahrend des ganzen Winters, an⸗ kauft und verhältnißmäßig beſſer bezahlt, als ſolches gewöhnlich von andern zu geſchehen pflegt. Gießen den 10. November 1839. Dr. Vix, Profeſſor der Thierheilkunde. Bekanntmachung. (1144) Aus der Hand ſind zu verkaufen 24 leere Weinfäſſer, worunter Stück-, Zulaſt und/ Ohm⸗ faſſer ſich befinden, und eine vollſtändige Kelter, welche zwei Ohm ans drückt. Ausgeber dieſes ſagt wo? 0 Eine alte Chaiſe (1145) ſteht zu verkanfen. Ausgeber dieſes ſagt wo? Oſtfriesländiſchen Schiffstheer, (1146) zum Verhindern der Raupen und ande⸗ rer Juſekten an den Bäumen, das Pfund zu 10 kr., hat zu verkaufen Chriſtian-Stadelmann. 32¹ Mobilien⸗ Brau- und Brennerei⸗Gegen⸗ ſtande ⸗Verſteigerung. (1147) Nächſten Mittwoch den 20. d. M., Vor⸗ mittags 9 Uhr, beabſichtige ich zur Vereinfachung meines Geſchäfts, nachfolgende Gegenſtaͤnde in mei— ner Behauſung, als: 1) eine vollſtändige Brandweinbrennerei; der Keſſel noch wenig gebraucht, circa 2 Ohm haltend; 29 eine ſich in gutem Stande befindende Bierbrauerei; der Keſſel circa 8 Ohm haltend; 3) eine Parthie Fäſſer von verſchiedener Größe, als 2 Stück⸗ einige Zuläſte und mehrere 2, 1, ½, /% und ½ Ohm haltend, ſowie f 4) 4 Pferde, Pferdegeſchirr, 2 Wagen, 2 Pflüge, 1 Kartoffelpflug, 2 Eggen, Ketten und andere Ackergeräthſchaften; 5) 11 Stück Rindvieh, ſchweitzer Race, und 10 Stuͤck Schweine;. 6) eine Kelter mit eiſernen Schrauben und einen Mahltrog mit Stein und 7) mehrere Haushaltungsgeräaͤthſchaften öffentlich meiſtbietend gegen baare Zahlung zu ver- kaufen. Kaufliebhaber werden hierzu eingeladen. Büdesheim den 14. November 1839. Friedrich Wieſenbach's Wittwe. Empfehlung. (1148) Einem geehrten Publikum empfehle ich hiermit mein in der Wohnung des Herrn Kirſchners Schmidt in der Uſergaſſe dahier neu errichtetes Ge— ſchäft in Zwirn-, Band⸗ und Schnur-Waaren und dahin einfchlagenden Artikeln. Außerdem verkaufe ich ganz fertige Modeſchuͤrzen und Schürzchen, wie auch Negligee-Hauben, welche Waaren ich auch ſelbſt auf Beſtellung verfertige. Ich empfehle mein neues Geſchäft zur gütigen Abnahme, und hoffe um ſo mehr, daß mir dieſe zu Theil wird, weil ich möglichſt billige Preiſe halten werde, und ich die Beſtellungen im Verfertigen von Modeſchürzen und Schürzchen, wie auch Negligee— Hauben ſtets auf das Pünktlichſte beſorgen werde. Friedberg den 14. November 1839. Eva Rumpf. . Zum Verkauf. (1149) Einen in dem Burgfeld liegenden ¼ Morgen haltenden Garten, wünſcht Unterzeichnete entweder aus freier Hand zu verkaufen oder zu ver— pachten. Wittwe Winter in der Vorſtadt. Ein zweijähriges Mutterſchwein (1150) mit acht Ferkeln hat zu verkaufen Ludwig Hieronymus. Bekadnntmachung. (1151) Freitag den 22. d. M., Morgens 9 Uhr, ſollen in der Wohnung der Wittwe des Dreher— meiſters Philipp Stamm in Friedberg, deſſen ſeit— her betriebenes Geſchäft niedergelegt wird, die nach— verzeichneten Mobiliar-Gegenſtände, als: 1) mehrere Glasſchränke, 2) drei vorzüglich gute Drehbänke nebſt allem ſonſt dazu erforderlichem Handwerksgeſchirr, 3) eine Anzahl Pfeifen, Pfeifenköpfe, Röhre, Be⸗ ſchläge, Schläuche, Spazierſtöcke und dergleichen, 4) verſchiedene Nürnberger Spielwaaren, beſonders auf die bevorſtehenden Weihnachten geeignet, 3) etliche Spinnräder, Kinderwägelchen, Schaukel⸗ pferde de., und endlich 6) eine Parthie Kleidungsſtücke, gegen gleich baare Zahlung einem öffentlichen Ver⸗ kaufe ausgeſetzt werden. Friedberg den 13. November 1839. Wittwe Stamm. Wife tarnen Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Fritz, Dr., der junge Myſtiker, oder die dreis letz ten Feſtzeiten aus ſeinem Leben. 2 fl. 24 kr. Döbereiner, Dr. Fr., der angehende Chemiker oder Einleitung in die techniſche Chemie mit An- gabe der intereſſanteſten Experimente. 1 fl. 30 kr. Voigt, H., Theodor oder kindliche Liebe. 42 kr. Voigt, Fr. W. und Fr. Fr. H., zwei Jahre aus dem Leben eines gefallenen Jünglings und ſeine Rückkehr zum Guten durch die Macht der Reli⸗ gion. Zwei Bändchen mit Kupfern. 1 fl. 12 kr. Supp', Gemüſ' und Fleiſch. Ein Kochbuch für bür⸗ gerliche Haushaltungen oder leicht verſtändliche Anweiſung für Hausfrauen und Mädchen, wie man alle Arten von Speiſen und Backwerk wohl⸗ feil und gut zubereiten kann. Nebſt einem An⸗ hang: Voliſtändige Kunſt das Einmachen der ver— ſchiedenen Früchte in kurzer Zeit auf eine ſehr leichte und mit wenigen Koſten ohne alle Vor— kenntniſſe zu erlernen. Ein Hülfsbuch für Köchin⸗ nen, Hausfrauen und Mädchen, die ſich des Haus weſens ſelbſt annehmen, ſowie auch für angehende Köche und für Gaſthalter in Städten und auf dem Lande. 36 kr. Humoriſtiſche Bilder-Reime und Reim-Bilder ein ABC für Alt und Jung. Zweite umgearbeitete und verbeſſerte Auflage. 1 fl. 12 kr. Poppe, v., neuer Wunder⸗Schauplatz der Künſte und intereſſanteſten Erſcheinungen im Gebiete der Magie, Alchymie, Chemie, Phyſik, Geheimniſſe und Kräfte der Natur, Magnetismus, Sympathie und verwandte Wiſſenſchaften. Zwei Theile. Mit vielen Abbildungen. 1 fl. 48 kr. Beiträge zur Beleuchtung ſchwebender Fragen über Geiſt und Wort, Glauben und Schrift, Religion und Staat. 1 fl. 30 Er- — 322— Eonzert⸗ Anzeige. Wir machen wiederholt auf das ſchon in un⸗ ſerem vorigen Blatte erwaͤhnte Conzert der Fräu⸗ lein Hiepe von Gießen aufmerkſam. Es findet Samſtag, den 16. d. M., Abends präcis 6 Uhr, in dem Ralhhausſaale dahier ſtatt. Billete ſind bei Herrn C. Bindernagel für 24 kr. und Abends an der Kaſſe für 30 kr. zu haben. Der Conzertzettel wird das Nähere mittheilen. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 11 fl.— kr. Korn: 7 fl. 20 kr. Gerſte: 6 fl. 10 kr. Hafer: 2 fl. 50er. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 11. Nov.: Waizen: 10 fl. 15 kr. Korn: 7 fl.— kr. Gerſte: 6 fl. 20 kr. Hafer: 3 fl. 5er. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗-Preiſe zu Mainz, am 8. Nov.: Waizen: 10 fl. 30 kr. Korn: 7 fl. 33 fr. Gerſte: 6 fl. 15 kr. Hafer: 3 fl. 8kr. Erbdſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 17. bis 24. Nov. 1839. pfd Brod ⸗ Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. bf 1 Leib-Roggenbrod 241 3 2 3 2 77 7 5 2 5 ö 2 4 1 1 N 11 1 11 0 5 Loth. Loth. —[Milchbrod 4 121 —[Waſſerweck 443 14— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod„„ Fleiſch-Preiſe. 1 pf. pf. 1(Ochſenfleiſch 110 2 102 „ Küh fl ei ſch 8 2 8—— „ Rindfleiſch 72 8 „Kalbfleiſch 8 8498 „Schweinenfleiſch 10— 10— „Hammellleiſch 81— 81— 7 Schaaffleiſch 6 2 5 5 „ Wurſt von blos Schweinen 124— 3 „Gemiſchte Wurſt 10 1 „Bratwurſt 14— 14 „Schwartenmagen 15— 15— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 14— 144— „Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19— „ i ungusgelaſſen 18— 17— „ Nierenfett 191— 184— Hammelsfett 164— 115— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Ver antwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. autuiß der! ag cuch in d. 0 Mochte wohl ungen, welch leben hat, zu Amal recht! Vor zwel 1 . Februar an war also zu! gem Unterrich zu könzen. ich damals kurzen Unter niß ſehr zuft Storch auß digset kutze d bei det ſpa Gießen und von Nutzen Im vorj recht zu Sta das Unternel ſchließen kon ten hochpreiß bis dieſes al es ließ ſich ſouderlicher! chem der rt Weg nach lch oder lief iu dem Unten lag, ſo konnt ten und auf Voraus gefaß nothgedrunger holen; manch Sohn viellic und zwar fahr Stande ſeh, Exkra⸗Beilage zum Friedberger Intelligt — nzblatk Nr. 46. Literalische Anzeige. — 9 FD — 0 e E D erg: Es iſt bekannt, daß ich mich ſowohl im vorigen, als auch im vorvorigen Winter öffendlich erbot, jungen Männern, denen einige mathematiſche Kennt— niſſe in der heutigen Welt, wo ſo Vieles nach mathe— matiſchen Verhältniſſen und Formen ins Leben tritt, ſowohl direkt, als indirekt von Nutzen ſein könnten, den Winter über Unterricht, ſowohl in gründlicher Kenntniß der Arithmetik und theoretiſchen Geometrie, als auch in den manigfachen und nützlichen Anwen— dungen, welche die Mathematik auf das praktiſche Leben hat, zu ertheilen. Die Sache kam aber kei— nesmal recht zu Stande. Vor zwei Jahren hatte ich zu ſpät, erſt mit dem 1. Februar angefangen, und die Zeit bis zum 1. April, war alſo zu kurz um ſich von wöchentlich zweimali— gem Unterricht ein effektuelles Reſultat verſprechen zu können. Jedoch waren einige Eleven, welche ich damals hatte auch mit den Wirkungen dieſes kurzen Unterrichts nach öffentlich abgelegtem Zeug— niß ſehr zufrieden, und ſelbſt der Hr. Berginſpektor Storch äußerte mir mit Zufriedenheit, daß auch dieſer kurze bei mir genoſſene Unterricht ſeinem Sohne bei der ſpäteren Aufnahme in die Realſchule zu Gießen und der deßhalb ſtattgefundenen Prüfung von Nutzen und Wirkſamkeit geweſen ſey. Im vorjährigen Winter kam die Sache gar nicht recht zu Stande, indem der Herr Kreisrath ehe er das Unternehmen öffentlich zu empfehlen ſich ent ſchließen konnte, ein gutächtliches Zeugniß von Sei— ten hochpreißlichen Oberfinanzkammer einholte, und bis dieſes ankam, ſo hatten wir Weihnachten und es ließ ſich alſo wieder von einem Winter kein ſouderlicher Erfolg verſprechen. Außerdem war Man— chem der regelmäßige wöchentlich ein paarmalige Weg nach Friedberg oder andere Orte zu beſchwer— lich oder ließen es andere Geſchäfte nicht zu, und da dem Unterricht kein gedrucktes Lehrbuch zu Grunde lag, ſo konnte man ſich eines Theils nicht vorberei— ten und auf die vorkommenden Lehrgegenſtäude zum Voraus gefaßt ſeyn, ſondern man konnte eine etwa nothgedrungene Verſäumniß auch nicht ſelbſt nach— holen; mancher verſtändige Vater, der mir ſeinen Sohn vielleicht gerne geſchickt hätte, mochte ſich,— und zwar wehl mit Recht— doch vorerſt auch fragen, ob ſo ein„Kreisgeometer“ auch wirklich im Stande ſey, Unterricht ertheilen zu können; auch mochte wohl mancher Dreckvogel, deſſen ganze Lebens⸗ exiſtenz blos auf kriechende Miſſerabilität und übel⸗ riechende Winkelempfehlung gegründet iſt, ſich die Mühe nicht verdrießen laſſen, das ganze Unterneh— men in den Augen des Publikums als paradox er— ſcheinen zu laſſen. Da ich nun, täglich mit dem Publikum in Berührung kommend, gewiß überzeugt bin, daß dieſe Idee in demſelben viel Anklang ge⸗ funden und auch noch findet, ſo werde ich auch deswegen den Muth nicht ſinken laſſen. Ich habe diejenigen mathematiſchen oder gemein⸗ wiſſenſchaftlichen Kenntniſſe, welche ich beſitze, mir auf ſehr ſolide Weiſe erworben, und wenn ich nach zehnjähriger theils muthwillig ſelbſt, theils durch Schickſalsmacht beſtimmt wordene Extravaganz zu der Wiſſenſchaft zurückkehre; ſo komme ich nicht anders als in meine natürliche Heimath und brauche hier nicht erſt um das Bürgerrecht einzukommen; und wenn die literaliſche Welt etwa etwas dagegen haben ſollte, ſo werde ich ihr ſchwerlich den Rücken zeigen. Um nun theils den oben bemerkten Schwierig— keiten zu begegnen, noch mehr aber, um mich in den Angen des Publikums als auch der oberen Behör— den und literaliſchen Welt über Plan und Zweck dieſes Unterrichts öffentlich rechtfertigen zu können, habe ich für dieſen dritten Winter und—,alle gute Dinge ſind ja drey“— da ich faſt wider Willen und Vermuthung Veranlaſſung gefunden habe, nochmals hier wohnen zu bleiben, den Entſchluß gefaßt: den dieſem Unterrichte zu Grunde gelegten von mir ſelbſt entworfenen Plan— und auch der ſcharfſichtigſte Geyer wird mir keine fremde Feder ausrupfen können— unter der Form eines gewöhnlichen Wochen— blattes dem Drucke zu übergeben, welches allemal dem in der folgenden Woche ertheilt werdenden Unterrichte vorausgeht. Hierdurch wird alſo nicht allein jeder Eleve in den Stand geſetzt, ſich gehörig vorbereiten und allen— falſige nothgedrungene Verſaͤumniſſe leichter nach— holen zu können; ſondern die ganze Sache wird auch dem Urtheile ſachverſtändiger Männer und der obe— ren Behörden unterworfen. Auch wird durch ein ſolches wochenblattähnliches Erſcheinen des ganzen Plans weit mehr Sinn und Eifer für dieſen Gegen— ſtand erweckt werden, als etwa durch das Erſchei— nen des ganzen Plans in einem Buche zu erwarten ſeyn möchte. Wie mancher tödtet in der heutigen journaliſti— ſchen Welt taglich einige Stunden Zeit mit Leſen einer faden lügenhaften Zeitung, und wird es als ein unüberwindliches Werk anſehen, nur ein finger— dickes Buch durchleſen zu müſſen. Auſſerdem hat auch die Sache einen andern Zweck und Nutzen. Mancher der Vermöge ſeines Berufs ſchon einige oder die nothwendigſten theoretiſchen oder praktiſche Kenntniſſe beſitzt, dem aber doch noch Manches dun— kel oder unvollſtändig iſt, weiß alſo ſchon zum Vor⸗ aus, was in der folgenden Woche gelehrt wird, und gegen geringe Vergütung, vielleicht auch ganz um— ſonſt, wenn er auf das Blatt ſubſcribirt iſt es ihm geſtattet dem Unterrichte beizuwohnen, und ſich über das Mangelnde aufklären zu laſſen, ohne daß er ſich zu regelmäßigem Beſuch verpflichtet. Uebrigens iſt das ganze Blatt vorzüglich für die gebildetere bürgerliche Welt, für Bauhandwerker, Oekonomen u. dgl. berechnet; wird ubrigens, trotz dem, daß der Hauptzweck Praxis und Nutzen iſt, ſoviel als nur immer möglich von einer rein wiſſenſchaftlichen Form nicht leicht abweichen. Es erſcheint immer gleichzeitig mit dem Intelli⸗ genzblatt wöchentlich einmal ½ Bogen ſtark in groß Octav Format, ohngefähr wie das Landwirthſchafts— blatt. Gewöhnliche geometriſche Figuren werden dem Texte unmittelbar einverleimt, ſchwierigere Fi— guren werden auf einem beſonderen Blatte litho-⸗ graphirt beigegeben. Das Ganze wird auf meine eigne Rechnung, um aber wegen der Druckkoſten einiger Maßen ge⸗ Friedberg den 6. November 1839. ſichert ſeyn zu können, auf Subſcription gedruckt. Jeder Subſeribent verbindet ſich nicht länger als auf einen Monat oder zur Abnahme von vier Blättern; jedoch verſteht es ſich von ſelbſt, daß, in⸗ ſofern er nicht abbeſtellt, er die folgenden Blätter ohne weitere Beſtellung fort erhält. Der Subſcrip— tionspreiß iſt für jeden Monat oder vielmehr für vier Wochen 24 Kreuzer, welche auch von den Bezirksboten jeden Monat erhoben werden. Sobald als 100 Subtceribenten unterzeichnet, wird das Blatt erſcheinen. Das Ganze wird zwar zur Verwirk⸗ lichung noch höherer Genehmigung bedürfen, da aber in dieſem Blatte durchaus keine Politica auf⸗ genommen, und allenfallſige Polemika mit den Wir⸗ ren des Orients oder andere Wirren der Zeit nicht im Entfernteſten in Berührung ſtehen, ſo wird von dieſer Seite auch der Sache wohl kein Hinderniß in den Weg geſetzt werden. Es liegt alſo vorläufig blos an den Subſeri⸗ benten, und jeder Subſcribent riskirt nicht mehr als 24 kr. Die Subſcriptionen können entweder unmittelbar ſchriftlich an mich geſendet, oder auch bei den Bezirksboten, denen beſondere Subſcriptions⸗ liſten zugeſtellt werden ſollen, gemacht werden. Auch werden wohl die Herrn Bürgermeiſter, die für die Sache Intereſſe hätten, vielleicht ſo gefällig ſeyn, 1 Subſcriptionen aufzunehmen und mir zu enden. Zugleich bringe ich zur öffentlichen Kenntniß, daß ich nicht mehr bei Sattlermeiſter Schäfer auf der breiten Straße ſondern bei Schuhmacher Bauer in der Kirchgaſſe wohne. Der großh. Geometer Koch. 1 Dem 9. s Maihilden ſhennaſchend ſe aum vier Ja ſo ſprechenden Zuugniß füt! wurde hegten Mittel mehr Fuͤedberg. 2 weise Sparſa ſehen viele 7 in unſere S zur Befriedi, lenswertſe A g beſtehen, und Stützpunkt ur mehr aus.— ſonſt den Har den Nahrung und Verwant oſt Monate die unangene und benußt,! vollziehen Malen hunder Bei alle d. i, daß die ſo ſehr verwei. Aufopferung b „Die am licht pweife, ſankeit als!“ dem Verwalt