9 Err eee eee r * g Intelligenzblatt für die rovins Dberßeseen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M7. Sonnabend, den 16. Februar 1839. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Die im Jahr 1839 zu veranſtaltende Induſtrieausſtellung. Der Gewerbverein hat beſchloſſen, im Jahr 1839 eine zweite Ausſtellung vaterländiſcher Gewerbs⸗ erzeugniſſe zu veranſtalten, welche in Darmſtadt ſtattfinden, und an einem demnächſt näher zu beſtimmenden Tage des Monats Auguſt beginnen wird. Der große Nutzen, welchen ſolche Ausſtellungen, nach den im vorigen Jahre bereits gewonnenen Erfahrungen für die Belebung der vaterländiſchen Induſtrie gewähren, macht es höchſt wünſchenswerth, daß eine recht zahlreiche Theilnahme von Seiten der Fabrikanten und Gewerbtreibenden des Großherzogthums ſtattfinde. Ich lade daher diejenigen im Kreiſe Friedberg anſäßigen Gewerbtreibenden, deren Leiſtungen der vaterländiſchen Induſtrie zur Ehre gereichen, hiermit angelegentlichſt ein, an dieſer zweiten Ausſtellung Theil nehmen zu wollen. Friedberg am 13. Februar. 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg: Küchler. bern Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche großh. Buͤrgermeiſter und Polizeicommiſſaͤre des Kreiſes. Betreffend: Die Feuerviſitationeu. Sie werden angewieſen, nunmehr in dieſem und dem folgenden Monate die Feuerviſitationen nach Maßgabe des Regulativs vom 12. Oktober 1835(Nr. 42 des Int. Bl.) eintreten zu laſſen. Friedberg den 12. Febr. 1839. Kuͤch ler. DD i e n Dem großh. Phyſikatswundarzt Sommer zu Butzbach iſt die Erlaubniß zur operativen Geburts— hülfe ertheilt worden. ——————.—— Nachahmungswerth. Wirkungskreis der Sonntagsſchule bedeutend In unſerer volkreichen Nachbarſtadt Frankfurt, erweitert. Es wird nämlich ein Theil der Einnahme die ſo manche Bürger in ſich faßt, welche für das zur Anſchaffung von Schreibmaterial und nützlicher Gute begeiſtert ſind,(es mag auch, wie anderwärts Bücher verwendet, und da kommen denn Sonntags viel Mittelgut geben,) hat ſich ſeit kurzer Zeit der in den Abendſtunden von 5 bis 8 Uhr eine Menge Handwerkslehrlinge und Geſellen in einem ſchön erleuchteten Saale zuſammen, theils um ſich im Schreiben zu üben, oder Briefe an die Ihrigen zu ſchreiben, theils um in den ihnen dargebotenen Büchern zu leſen.) Das iſt ein Schritt weiter zum Beſſerwerden in einem Kreiſe von Menſchen, denen wir überall Gelegenheit, ſich für das Gute empfänglich zu machen, vom Schlechten und von böſer Geſellſchaft bewahrt zu werden, von Herzen wünſchen. Wenn nach dem Sprüchworte„böſe Ge⸗ ſellſchaften gute Sitten verderben“ ſo hoffen wir, daß ſolche gute Geſellſchaften zur Verbeſſerung der Sitten weſentlich beitragen werden. Möchten andere Städte bald auch ſich ſolcher Anſtalten rühmen! ) Die Didaskalia, welche in einem größeren Artikel die⸗ ſer Abend⸗Verſammlungen rühmend gedenkt, führt einen Theil der Bücher an, die den jungen Leuten als nützliche und angenehme Lectüre dient, und wodurch ſie von dem verderblichen Romanenleſen abgehalten werden. Wir wollen auch einige hier hinſetzen, die zum Theil daraus entnom⸗ men ſind: 1) Hebels Werke(ſie ſind in einer neuen wohlfeilen Ausgabe erſchienen), beſonders das Schatzkäſtlein. 2) Campe's Werke, beſonders ſein Robinſon, ſeine Ent⸗ deckung von Amerika, ſeine Reiſen. n 3) Schlez Geſchichte des Doͤrfchens Traubenheim. 4) Iſchokke's Goldmacherdorf. 5) Loſſius Gumal und Lina. 6) Benjamin Franklins Leben. 7) Joachim Nettelbecks Leben. 8) Stillings Jugend, Juͤnglingsjahre und Wanderſchaft. 9) Sberlins Leben von Schubert. 10) Schuberts Lehrbuch der Naturgeſchichte. 11) Krummachers Parabeln. 12) Die Schriften des Verfaſſers der Oſtereier. 43) Alwin und Theodor von Fr. Jakobs. 14) Palmblätter von Liebeskind, 4 Bände. Solche und ähnliche Schriften würden wir den jüngeren Leſern empfehlen. Für ältere könnte auch leicht eine Aus⸗ wahl getroffen werden. Aufruf zur Gruͤndung eines Wetterauer Bienenvereines. (Aus Nr. 5. der landwirthſchaſtlichen Zeitſchrift des Groß— s herzogthums Heſſen.) Die Herren Gebrüder Sieck in Friedberg, in Verbindung mit mehreren andern Bienenfreunden daſelbſt, als die Herren Schullehrer Fritſch, M. Jung, Aichmeiſter Koch, E. Botſch, haben die löb⸗ liche Abſicht gefaßt, zur Beförderung der Bienen⸗ zucht in der Wetterau einen Wetterauer Bienenver⸗ ein zu ſtiften. Einen Verein, der gewiß einem je⸗ den Bienenwirthe in der Wetterau willkommen er— ſcheinen wird. Man gedenkt dadurch nicht nur die Bienenzucht mehr zu verbreiten, ſondern durch ge— meinſchaftliches Beſtreben es bald dahin zu bringen, daß die Bienen nicht mehr durch Feuer und Schwe⸗ fel getödtet werden und daß man überhaupt durch natur⸗ und ſachgemäßes Verfahren den Gewinn an Honig und Wachs weit höher als bisher bringt. Ferner wird von dem Bienenvereine dahin gewirkt werden, das Schwärmen zur rechten Zeit zu beför— n dern und zur Unzeit zu verhüten, das beſte Ver⸗ wahren der Stöcke vor Raubbienen, Verſtärkung ſchwacher Stöcke mit Arbeitsbienen, ein vortheilhaftes Ueberwintern der Bienen, eine vortheilhafte Schei⸗ dung des Honigs von dem Wachſe, und ſo weiter, allgemein zu machen. Die Unternehmer wünſchen und hoffen eine rege Theilnahme von ihren Landsleuten und werden un⸗ terdeſſen bemüht ſeyn, Statuten zu entwerfen und höhere Genehmigung einzuholen. Ueber Beides, ſo wie über alsdann vorzunehmende Wahl eines Vor⸗ ſtandes wird ſeiner Zeit weitere Mittheilung gemacht. Friedberg im Januar 1839. Ein Bienenfreund. Der Herausgeber der landwirthſchafl. Zeitſchrift macht dazu folgende Anmerkung. Indem wir gerne zur Beförderung der hier ausgeſprochenen Abſicht nach Kräften mitzuwirken erbötig ſind, erlauben wir uns die Andeutung, den ausgezeichneten Bienenzüch⸗ ter in der Wetterau, Herrn Pfarrer Fuckel in Reichelsheim, mit in das Intereſſe für das Unter⸗ nehmen zu ziehen. Bekanntmachungen von Behoͤrden. K ινν Edictalladung. (83) Die Wittwe J. B. Böhrer von Nieder⸗ rosbach, als geſetzliche Vormünderin ihrer Kinder, unter Beiſtand des Joh. Konrad Buch, hat bei Ge⸗ richt die Erklärung abgegeben, daß ſie die Erbſchaft ihres Ehemannes sub beneficio legis et inven- tarii antreten wolle. Forderungen jeglicher Art ſind bei Vermeidung des Ausſchluſſes vom Inventar Donnerſtag den 28. Februar, Vormittags, bei unterzeichneter Gerichtsſtelle zur Anzeige zu bringen und ſofort liquid zu ſtellen. Friedberg den 26. Januar 1839. Großherzogl. heſſ. Landgericht daſ. Hoffmann. Dr. Gillmer. Garten-Verſteigerung. (84) Nachdem mir von großh. Herrn Oberſchul⸗ rath Roth dahier der Auftrag wurde, deſſen Garten in der Burg⸗Gemarkung, gegen dem Brachbrunnen über liegend, einer öffentlichen meiſtbietenden Ver— ſteigerung auszuſetzen, ſo wird hierzu Termin auf Mittwoch den 20. Febr., Morgens 10 Uhr, in hie— ſigem Rathhaus anberaumt, mit dem Bemerken, daß der Garten erſt in mehreren Abtheilungen, dann aber im Ganzen ausgeboten werde. Friedberg den 31. Januar 1839. Der Beigeordnete Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (87) Auf den Antrag der Erben der dahier ver⸗ lebten Bürger und Metzgermeiſter, Johann Peter Engels Eheleuten, ſoll Mittwoch den 20. Februar, Morgens 9 Uhr, in hieſigem Rathhauſe deren äl— (116) N markung, tung dabie 1 Viertel ſollen von Meiſtbietenk Es w W. Februt Rathhauſe eingelader Fried ö (117) 9 Uhr, ſoll Milipp liegender nach einn meiſtbieten werden di Fried 129 e Ver arkung lhaftes Schei⸗ weiter, de rege en un⸗ en und es, ſo Vor⸗ emacht. und. itſchrift gerne Abſicht en wir nzüͤch⸗ kel in Unter⸗ — den. Nieder Rinder, bei Ge— rbſchaft nven- zeidung ringen t daſ. mer. erſchul⸗ Garten runnen n Ver⸗ in auf in hie⸗ n, daß dann nder. er ver⸗ Peter ebruar, ren al⸗ terliche Hofraithe PN. 28, beſtehend in Wohn⸗ haus, Hinterbau, Stall und Grund, an Johannes Spamer gelegen, einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 29. Jan. 1839. Der Beigeordnete Bender. Arbeits-Verſteigerung. 5 (112) Montag den 18. d. M., des Vormittags 9 Uhr, werden die Chauſſee-Unterhaltungsarbeiten pro 1839, in dem hieſigen Bezirk,— und zugleich die Chauſſirung mehrerer Ortsſtraßen, ſo wie das Pflaſtern der Rinnen und des Flächengehalts längs denſelben bis an die Häuſer, auf dem hieſigen Rath⸗ haus an die Wenigſtnehmenden vergeben. Reichelsheim den 5. Februar 1839. Herzogl. naſſ. Amt Hehner. Hofraithe-Verſteigerung. (115) Dienſtag den 5. März, Vormittags 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die, den Heinrich König'ſchen Eheuleuten gehörende Hofraithe Pag. et Nro. /s, beſtehend in Wohnhaus, Gärtchen, Scheune, Stall und Grund, an Heinrich Jordis gelegen(giebt in die Präſenz 40 kr. 2 hell.) öffent⸗ lich, meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg am 6. Febr. 1839. In Auftrag: 8 Großherzogl. Landgerichts dahier der Beigeordnete Bender. Güter ⸗ Verpachtung. (116) Nachſtehende Grundſtücke in der Burg-Ge⸗ markung, welche der von Schrautenbachiſchen Stif— tung dahier gehören, als: 5 1 Viertel und 38 Ruthen auf den Ellern, ſodann 22 dDaſelbſt, ſollen von Petritag 1839 an, auf ſechs Jahren einer meiſtbietenden Verpachtung ausgeſetzt werden. Es wird hierzu Termin auf Mittwoch den 20. Februar l. J., Morgens 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe anberaumt, und die Pachtliebhaber dazu eingeladen. Friedberg, am 7. Febr. 1839. In Auftrag: der Beigeordnete Bender. Garten ⸗ Verpachtung. (117) Mittwoch den 20. Februar, Morgens 10 ½¼ Uhr, ſoll im hieſigen Rathhauſe der zu Curatel des Philipp Joſt gehörender, in der Burg-Gemarkung liegender/ Morgen haltender Garten, auf ſechs nach einander folgenden Jahren, einer öffentlichen meiſtbietenden Verpachtung ausgeſetzt werden, und werden die Pachtliebhaber hierzu eingeladen. Friedberg den 7. Februar 1839. In Auftrag: der Beigeordnete Bender. Holzverſteigerung. (124) In dem Heldenberger Gemeindewald, Di— 51 ſtrikt Eichwald, ſollen folgende Holzquantitaͤten ver— ſteigert werden. 1) Mittwoch den 20. Febr., Vormittags 9 Uhr. 84 Stecken eichen Scheitholz, 49„„ Prügelholz, 31%„ Stcockholz, 100 Stück Reis holzwellen; 2 Donnerſtag den 21. Febr., Vormitt. 10 Uhr, 12,370 Cubicfuß Bau-, Werk- und Nutzholz, in 94 Stämmen, worunter 1426 Cubicfuß Schiffbauholz. Der Zuſammenkunftsort iſt im Diſtrikt Eichwald. Heldenbergen den 9. Februar 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Güter ⸗ Verpachtung. (125) Dienſtag den 5. Marz l. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll im hieſigen Rathhauſe der Theil der Rathſchöffen A. K. Müller'ſchen Güterſtücke, welchen Chriſtian Müller ſeither nutzlich beſaß, einer öffent— lichen meiſtbietenden Verpachtung ausgeſetzt werden. Friedberg den 14. Februar 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (126) Eingetretener Hinderniſſe halber wird die auf den 20. d. M. in Florſtadt anberaumte Holz— verſteigerung nicht abgehalten, was man zur öffent— lichen Kenntniß bringt. Die großh. Bürgermeiſter des Landgerichtsbezirks Friedberg haben dieſes alsbald bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 12. Februar 1839. Großh. heſſ. Landgericht Hofmannn. i Edictalladung. (127) Forderungen an den Nachlaß des Nicolaus Schmidt in Ockſtadt ſind Donnerstag den 7. Marz, Vormittags 9 Uhr, bei Gericht anzuzeigen, widrigenfalls ſolche bei Ver— theilung der Maſſe nicht berückſichtigt werden können. Friedberg den 4. Februar 1839. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Gilmer. Bekanntmachung. (128) Montag den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quantität von Eiſenblech und Gußeiſen unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meiſtbietenden verkauft werden. Nauheim den 11. Februar 1839. Kurfuͤrſtliches Salzamt, Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Arbeitsverſteigerung. (129) Freitag den 22. d. M., des Nachmittags um 1 Uhr, ſoll zu Oſtheim in der Rathhausſtube, eine neue Schäferhütte zu fertigen, im Allgemeinen veranſchlagt zu 76 fl. 10 kr., unter den in dem Termine beſonders noch zu veröffentlichenden Be⸗ dingungen, wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Sodann ſoll in dieſem Termine die alte Schä⸗ ferhütte meiſtbietend verſteigert werden, welches hier⸗ mit zur öffentlichen Kenntuiß bringt Oſtheim den 12. Febr. 1839. Der großh. Buͤrgermeiſter Ruppel. Arbeitsverſteigerung in Steinbach. (130) Mittwoch den 6. Maͤrz, Mittags 12 Uhr, ſollen in dem Gemeindehauſe zu Steinbach die Re⸗ paraturarbeiten an der Rathsſtube, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen, öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Maurerarbeit voranſchlagt zu Schreinerarbeit 5„ 3 Schloſſerarbeit 77„ Glaſerarbeit 75 Weißbinderarbeit„„FC Zuſammen 122 fl. 38 kr. Die Ueberſchläge liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Ich erſuche die Herren Bürgermeiſter dieſes in ihren Gemeinden öffentlich bekannt machen zu laſſen. Steinbach am 9. Febr. 1839. Der großh. Bürgermeiſter Bechtel. Mobilien-Verſteigerung. (131) Dienſtag den 26. I. M., Vormittags neun Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe nachfolgende Mo⸗ bilien einer öffentlichen, freiwilligen, meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden, als: Frauenkleider verſchiedener Art, Strümpfe, Hemden, Sacktuͤcher, Tiſchtücher, Handtücher, Ser⸗ vietten, mit Roßhaaren gefüllte Bettmatratzen, Feder⸗ decke, Federpfül u. ſ. w. Friedberg den 13. Februar 1839 In Auftrag: Der Beigeordnete Bender. Verpachtung von Allmeyenſtücken. (132) Mittwoch den 20. Februar l. J., Nachmit⸗ tags zwei Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die am 29. October vorigen Jahrs der Verpachtung ausgeſetzte, aber nicht genehmigte Allmeyenſtücke, einer oͤffentlichen meiſtbietenden Verpachtung aus⸗ geſetzt werden. Friedberg den 13. Febr. 1839. Der Beigeordnete Bender. Faſſelochs⸗ Verkauf. (133) Nächſtkommenden Dienſtag den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Nieder⸗ wollſtadt gehoͤrender dreijähriger Faſſelochs(Schwei⸗ zer⸗Race) auf dem Rathhauſe oͤffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 13. Februar 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Bauſch. Beſcheid in der Concursſache wider den Schneider Johannes Muth zu Nauheim. (134) Diejenigen Gläubiger des Muth, die ſich in dem heutigen Liquidations⸗ Termine nicht gemel⸗ det haben, werden, mit Bezug auf die reproducirten Edictalen angedrohtermaßen von der Maſſe aus⸗ eſchloſſen. . 5 V. R. W. Dorheim den 6. Februar 1839. Kurfuͤrſtl. Juſtizamt, Halberſtadt. N ιννο Privat⸗ Bekanntmachungen. Pfänder ⸗ Renovation. (98) Alle in dem hieſigen Pfandhaus ſtehenden Pfänder, welche die Verfallzeit erreicht haben, müſſen in Zeit ſechs Wochen, von heute an, eingelöſt oder renovirt ſeyn, anſonſten ſie zum Verkauf ausgeſetzt werden; bemerkt wird, daß die Einlöſung ſo wie die Renovation nur an den von der Armencom⸗ miſſion beſtimmten Tagen: Montag, Mittwoch und Samſtag, geſchehen kann. Friedberg den 30. Januar 1839. Namens der Pfandhaus⸗Verwaltung: Faatz. Klein. Geſchäfts-Empfehlung. (100) Meinen verehrten Gönnern und Freunden mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich jetzt folgende Baumwollenwaaren ſelbſt fabrizire: das breiteſte Bettzeug, Kleiderzeug von verſchiedener Breite, Schürzenzeug und auch verſchiedene Borden⸗ Schürzchen, Hoſenzeuge, Halstücher mit und ohne Franzen, verſchiedene Sorten Taſchentücher ꝛc. und was ſonſt noch in dieſes Fach einſchlägt.— Auch nehme ich Beſtellungen an, und verſpreche Allen, welche mich mit ihren Aufträgen beehren, ächte Farbe und billige Preiſe, und ſehe ich geneigten Zuſprüchen entgegen. Meine Wohnung iſt bei Hrn. Küfermeiſter Burk. Friedberg. A. Länder, Webermeiſter. Eine Magd, (123) welche ſchon gedient hat, mit den häus⸗ lichen Arbeiten vertraut, auch im Kochen nicht ganz unerfahren iſt und gute Zeugniſſe aufzuweiſen ver⸗ mag, kann zu Oſtern eine gute Stelle erhalten. Bei der Expedition d. Bl. das Nähere. Einige Hundert Ziegel, (135) neue oder alte werden baldigſt zu kaufen geſucht. Ausgeber d. Bl. ſagt von wem. Empfehlung. (136) Ich mache hiermit meinen Freunden und Gönnern die ergebene Anzeige, daß ich mich als Kappenmacher in Okarben etablirt habe. Indem ich um zahlreichen Zuſpruch bitte, verſpreche ich bil⸗ lige Bedienung und gute Waare. Okarben. Georg Klees. (440) Me . J. auf d. ſheis Efert Zeit von 87 noch gekauft binnen 8 To Fauerbe 9 (142) Ein welcher zue den kann, geber dieſet Fru Waizen: 12 9 0 Daze Früchte⸗ Waizen:12 f. Hal Frücht Waizen: 12 Haf henden mnuſſen oder geſetzt o wie encom⸗ ch und ltung: unden aß ich rizire: edener orden⸗ d ohne c. und Auch Allen, ächte ſeigten i Hrn. neiſter. haͤus⸗ t ganz n ver⸗ halten. kaufen n und ch als Baieriſches Bier. (137) Mein auf baieriſche Art gebrautes Bier werde ich kuͤnftige Woche in Zapf nehmen und bitte um geneigten Zuſpruch. Friedberg im Februar 1839. Friedrich Chriſtian Sieck, vor dem ehemaligen mainzer Thore. 80 Gulden (138) liegen in dem Kirchenkaſten zu Burggräfen⸗ rod zum Ausleihen bereit. Der Kirchenrechner Vetter. Sin Nong i s,, (139) welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Nagel II. in der breiten Straße. Brennerei-Utenſilien. (140) Durch Anlegung eines ſchwarziſchen Brenn⸗ apparates ſind mir zwei Keſſel mit neuen Hüten, von 4½ et 3½ Ohm, zwei Vorwärmer mit neuen Schlangenröhren, und dann 6 Einmaiſchbütten von 700—800 Maas Landes⸗Aich, entbehrlich geworden, welche ich im Ganzen oder Theilweiſe aus der Hand zu verkaufen geſonnen bin. Aſſenheim den 12. Febr. 1839. Chr. Carl. Bekanntmachung. (141) Alle Diejenigen, welche am 5. und 6. Febr. l. J. auf der Verſteigerung bei Pachter Schul— theis Effecten gekauft haben, die wollen dieſelben in Zeit von 8 Tagen abholen, und Diejenigen welche noch gekaufte Effecten zu bezahlen haben, müſſen binnen 8 Tagen ihre Schuld berichtigen. Fauerbach den 12. Febr. 1839. Pachter Schultheis. en Der lauf. (142) Ein in gutem Zuſtand befindlicher Wagen, welcher zwei-, drei- und vierſpännig gefahren wer— den kann, iſt aus freier Hand zu verkaufen. Aus- geber dieſes ſagt wo. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 12 fl.— kr. Korn: 8 fl.— kr Gerſte: öfl.— kr. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Butzbach: Waizen: 12 fl. 30 kr.— Korn: 8 fl— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 11. Febr.: Waizen: 12 fl.— kr. Korn:— fl.— kr.— Gerſte: 6 fl. 20 kr · Hafer: 3 fl. 20 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗-Preiſe zu Mainz, am 8. Febr.: Waizen: 12 fl. 23 kr. Korn: 8 fl. 44 kr. Gerſte: 6 fl. 15 kr Hafer: 3 fl. 33 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 18. bis 25. Februar 1839. pfd Brod Preiſe. Friedberg Butzbach. pf. kr. pf. 1 JLeib-Roggenbrod 31— 2— 2 77 7 6 5 6 1 4 1 7 12 N 12 Loth Loth — Milchbrod 1 114 —[Waſſerweck 147 114— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 4 Fleiſch-Preiſe. i pf. pf 1 Ochſenfleiſch 111— 111— 77 Kühfleiſch 8 2 8— 7 Rindfleiſch 8 1 8— 7 Kalbfleiſch 6 3 6 7 „ Schweinenflleiſch 10 2 10 2 „Hammelfleiſch Ti 3 8— 7 Schaaffleiſch 3 5 2— „Wurſt von blos Schweinen 124— 124— „ Gemiſchte Wurſt 104 9 „Bratwurſt 15— 199— „Schwartenmagen 164— 16— „ Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 15— 144— „Dorrfleiſch 16— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20 5 dito unausgelaſſen 19— 191— „Nierenfett 18 3— Hammelsfett 15— Der großh. heſſ. Kreisrath. K. F. Küchler. e e,, (143) So eben iſt in der unterzeichneten Verlagshandlung erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedber N Univerſal⸗ Mythologie oder vollſtändige Götter- und Mhyl. aller e die je auf der Erde gelebt haben, oder noch exiſtiren. Nach den zuverläſſigſten Quellen bearbeitet von C. Strahlheim. Mit elf ausgezeichnet ſchönen Stahlſtichen, welche die wich— tigſten Gegenſtände aus der Mythologie, ſo wie die Attribute der Hauptgottheiten veranſchaulichen. Wenn auch die Götterlehre der verſchiedenen Völker ſchon vielfach bearbeitet worden und ſelbſt in gediegenen Werken erſchienen iſt ſo iſt dies doch immer nur in einzelnen Theilen geſchehen, ſo daß, wer ſich darin im Allgemeinen unterrichten will, genöthigt iſt, ſich eine kleine Bibliothek nur über dieſen Gegenſtand anzuſchaffen, was bei enormen Koſten auch das Aufſuchen und Nachſchlagen beſchwert. Mit Recht dürfen wir daher ſagen, daß mit dieſem Buche das Publikum zum erſten Male in einem Werke eine vollſtändige Mytho— logie und Götterlehre aller Völker erhält. Neben der Re— ligionslehre der Indier, Chineſen, Japaneſen ꝛc. findet man die Fabellehre der alten Babylonier, Syrer, Egypter, Grie— chen, Römer, Gallier u. ſ. w., nebſt der ſcandinaviſchen und altgermaniſchen Mythologie. So wie die Glaubenslehre der Mahomedaner und die verſchiedenen Culten der anderen heu— tigen aſiatiſchen und afrikaniſchen Völker darin enthalten ſind, ſo fehlen auch nicht die Götterverehrungen der urſprüng lichen Völker Amerika's und Auſtralien's, und zwar alle in einem leichtverſtändlichen Style abgefaßt, ohne gelehrte Grü— beleien, jedoch mit dem Gegenſtand angemeſſenem Ernſte ung gehöriger Decenz, wodurch das Werk ſich beſonders zum 0 0 1 1 10 9 Selbſtunterricht eignet und außer den erwachſenen Freunden einer ſolchen Lektuͤre auch der Jugend beiderlei Geſchlechts obne Bedenken in die Hände gegeben werden kann. Dabei haben wir, um es Jedermann leicht zugänglich zu machen, den Preis dieſes umfaſſenden und mit 11 Stahlſtichen gezier⸗ len Werkes nur auf 2 fl. 42 kr. rhein. oder 1 Thlr. 16. ggr. ſaͤchſ. geſetzt. Die heilige Geſchichle von Erſchaffung der Welt bis auf die Zerſtörung Jeruſalems, nach der heil. Schrift und dem Joſephus und unter Zuziehung mehrerer ausgezeichneten Theologen bearbeitet yon C. Frie- derich. Mit 7 Stahlſtichen. i Wir übergeben hier dem Publikum eine Bearbeitung der beiligen Schrift, die ſich, wie keine andere, als Lehr- und Unterhaltungsbuch für die Jugend eignet, wie denn überhaupt unter allen Büchern der Welt, bei welcher Nation ſie auch immer erſchienen ſeyn mögen, die Bibel immer und zu allen Zeiten obenan ſtehen und ihren hocherhabnen Rang behaup— ten wird.— Dieſes Werkchen, welches ſämmtliche Geſchichten der heil. Schrift zuſammenhängend erzählt, iſt ſo gehalten, daß es Kindern jeden Alters bis zur reiferen Jugend eine eben ſo angenehm unterhaltende als nützlich belehrende Lek⸗ türe gewährt und dabei die reinſten Begriffe von der Gott— heit und des chriſtlichen Glaubens beibringen muß, indem Alles ſo eingekleidet und vorgetragen iſt, wie es die Erhaben— beit des Gegenſtandes und die Reinheit der Sitten erfordert. Es giebt wohl nicht leicht ein paſſenderes Geſchenk für die — 2 44 5 zu Weihnachten, Geburtstagen und anderen Gelegen⸗ eilten. Der äußerſt billige Preis iſt 1 fl. 30 kr. rhein. oder 22 ggr. ſächſ. HISTOIRE SAINTE depuis la création du monde jusqu'à la destruction de Jerusalem par Pitus. A Pusage de la jeunesse, par Ségur, Ornée de sept gravures sur acier. Dieſes allgemein für die Jugend als claſſiſch anerkannte Werk des hochberühmten Verfaſſers bedarf weiter keiner Empfehlung und iſt gewiß das beſte und nützlichſte franzöſiſche Leſebuch, das man der Jugend in die Hand geben und Schuͤ⸗ lern und Lehrern empfehlen kann; auch fehlt es in Frank⸗ reich in keinem Haus, wo Religion und Bildung nur einiger— maßen heimiſch ſind. Der Styl iſt von der höchſten Eleganz, klar, im beſten Franzöſiſch und wahrhaft hinreißend.— Der äußerſt billige Preis iſt 1 fl. 30 kr. rhein. oder 22 ggr. ſächſ. In der unterzeichneten Verlagshandlung erſcheint auch in der Kürze der erſte Band eines höchſt intereſſanten und für Freunde der Geſchichtskunde äußerſt wichtigen Wer⸗ kes, nämlich von der vollſtändigen Lebens beſchrei⸗ bung Napoleons Bonaparte von C. Strahlheim, mit dem Motto:„Treu und wahr, unpartheiiſch und gerecht.“ Frankfurt am Main, im Februar 1839. Comptoir für Literatur und Kunſt. Im Januar 1839 wurden zu Friedberg Get a u ft: Den 6. Eine uneheliche Tochter, Margaretha, geboren den 18. Dezember 1838. „ 11. Dem Bürger und Wundarzte Heinrich Martin Schenck ein Sohn, Ernſt Auguſt Ferdinand, geboren den 6. deſſ. M. „ 13. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Emmerich Windecker eine Tochter, Charlotte, geboren den 7. deſſ. M. „ 20. Dem großh. Landgerichts-Aſſeſſor Herrn Dr. Carl Gilmer ein Sohn, Ludwig Friedrich, geb. den 1. Januar. Beer dig t: 8 8 e Chriſtoph Martin Vogt, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters J. Heinrich Vogt, ehelicher Sohn, alt 21 Jahre, 11 Monate und 7 Tage, 7 den 31. Dezember 1838. S1 7 1 zu Frankfurt a. M. den 3. Januar. 00 Johann Philipp Wismath, hieſiger Burger und Bäckermeiſter, alt 70 Jahre und 7 Monate, „Anna Eliſabetha Engel, des hieſigen Burgers, Metzgermeiſters und Wirths, Peter Engel Ehe— frau, geborne Engel, alt 36 Jahr, 3½ Monat, 1 den 6. Januar. 2 7 Johannes Mäsculus,(zu Ockſtadt beerdigt) gebürtig aus Lindenſtrauch bei Grunberg, Schäfer— knecht auf dem Straßheimer Hof, alt 61 Jahre und 6 Monate, f den 6. deſſ. M. „ 10. Dorothea Eliſabetha Kromm, des weiland hieſigen Bürgers, Metzgermeiſters und Wirths, auch Kirchenſeniors Johannes Kromm nachgelaſſene Wittwe, geborne Engel, alt 75 Jahre, 4 Mon. und 26 Tage, 1 den 8. d. M. alt 6 Tage, 1 den 12. deſſ. M. terchen, alt 6 Tage, 1 den 13. deſſ. M. Tage, 7 u den 14. deſſ. M. 8 1. Ernſt Auguſt Ferdinand Schenck, des hieſigen Wundarztes Heinrich Martin Schenck Söhnchen, 5. Charlotte Windecker, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Emmerich Windecker Töch— 7. Herr Johann Ernſt Ploch, penſionirter großh. Rentamtmann, alt 77 Jahre, 6 Monate und 26 Johann Ludwig Länder, des hieſigen Bürgers und Webermeiſters Anton Aloys Länder Söhnchen, alt 9 Monate und 17 Tage, 7 den 18. deſſ. M. „ 27. Johann Ernſt Dietrich Ludwig Seibert, des hieſigen Polizeidieners Jacob Seibert Söhnchen, alt 5 Monate und 11 Tage, 7 den 26. deſſ. M. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Si eröffnen zu bei uns ein Erinnerung + Fr d Betreffend d die Inſtru Wirkungsk daß nach Uebereinſti daß ſie ſo⸗ Beheeiligten flanfamm Anibefugn Beschwerden die Juſnukt ſchwornen; holt eins über die Or ſind, keine nur Meſſun dener Gr