— 0 — r 2— — S r th d. K. für die a 5 N 1 N. e D 4 4 1 INrop in?: Y —— Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Aufſtellung der Gemeinde-Voranſchläge für das Jahr 1840. Die Zeit der Aufſtellung der Gemeindevoranſchläge für das Jahr 1840 iſt erſchienen. Ich fordere Sie deßhalb auf, dieſelben unverzüglich in Arbeit zu nehmen und längſtens bis zum 15. Auguſt l. J. ganz vollſtändig und mit allen vorſchriftsmäßigen Beilagen verſehen, in zweifacher Ausfertigung(das dritte Exemplar bleibt in den Händen des Bürgermeiſters) an mich einzuſenden. Da die hoͤchſte Staatsbehörde es mißbilligt hat, daß früherhin den Buͤrgermeiſtern längere Friſten verwilligt worden ſind, ſo bin ich gemüſſigt auf die Einhaltung des vorgeſetzten Termins mit aller Strenge zu dringen. Bei Ausarbeitung der Voranſchläge ſelbſt werden Sie ſich genau nach den Vorſchriften achten, welche in der Inſtruction vom 2. Mai 1836 ertheilt worden ſind. Theils wegen einzelner in vorderen Jahren überſehener Gegenſtände, und theils mit Rückſicht auf die beſonderen Bedürfniſſe für das Jahr 1840 bin ich veranlaßt, dabei noch folgende Puncte namentlich hervorzuheben, nämlich: 1) Sind bei Beantragung von Umlagen III. Klaſſe die Beſtimmungen der§§. 8, 9 und 10 der In⸗ ſtruction auf das genaueſte zu befolgen. 2) Wird darauf aufmerkſam gemacht, daß nach§. 34 der Inſtruction für das Jahr 1840 wieder ein ganz vollſtändiges und im Einzelnen zergliedertes Verzeichniß des Mo- und Immobiliarvermoögens der Gemeinde beizufügen iſt. Zum Zwecke der Prüfung der letztern werden Sie zugleich einen von dem großherzogl. Steuer— commiſſär verificirten Flurbuchsauszug uͤber das ſämmtliche Grundvermögen der Gemeinde mit ein— ſenden. Daſſelbe darf jedoch nicht als Beilage in den Voranſchlag eingereiht werden, indem es nach geſchehener Reviſion wieder an Sie zurückgeſendet werden ſoll. 3) Muß ich Ihnen empfehlen, die Pfruͤnde für den gemeinheitlichen Hirten und die Koſten für die Anſchaffung und Unterhaltung des Faſſelviehes überall, wo das gemeinheitliche Intereſſe dieſe An— ſtalten erfordert, in den Gemeindevoranſchlag aufzunehmen. Wo dies unterbleibt, da kann die be— treffende Einrichtung nicht als Gemeindeſache, ſondern nur als Privatſache betrachtet werden, wor— aus folgt, daß dieſenfalls auch die Beiträge der Einzelnen hierzu nicht durch den Gemeindeeinnehmer erhoben werden dürften, ſondern vielmehr bei Gericht ausgeklagt werden müßten. Ich verweiſe Sie in dieſer Beziehung auf mein Ausſchreiben im Intelligenzblatt Nr. 24 vom Jahr 1834 Satz 12—14. 4) Wegen der Beſtimmung der Hebgebuͤhren der Gemeindeeinnehmer von den außerordentlichen Ein— nahmen haben Sie nicht zu überſehen, das jüngſt erlaſſene Miniſterialausſchreiben vom 10ten Mai d. J. zu befolgen. — 174— 5) Da wo die Anſchaffung eines neuen Hypothekenbuchs nach den desfalls ohnlängſt gepflogenen Ver⸗ handlungen erforderlich iſt, werden; Sie nicht verſäumen, die Mittel hierzu unter Ord. Nr. 108 mit etwa 8— 12 fl. vorzuſehen. 6) Sollen wegen des mangelhaften Zuſtandes der alphabetiſchen Regiſter der Hypothekenbücher überall Generalregiſter nach einem gedruckten Formular eingerichtet werden. Fur die Koſten derſelben werden Sie unter Ord. Nr. 108 etwa 5—7 fl. und für die entſtehenden Commiſſions gebühren je nach der Menge der vorhandenen Hypothekeinträge unter Ord. Nr. 106 etwa 15 bis 50 fl. vorſehen. 7) Muß ich Sie dringend auffordern darauf zu achten, daß für die Unterhaltung der Gemeinde⸗ Gebäude und Anſtalten die nöthigen Mittel in den Voranſchlag aufgenommen werden, denn nichts kann vor dem Publikum einer Verwaltung mehr zur Unehre gereichen, als das mißſtändige Aus⸗ ſehen oder gar die Baufälligkeit ihrer öffentlichen Gebäude. Ich beziehe mich im Uebrigen auf mein vor Kurzem über das Gemeindebauweſen an Sie erlaſſene beſondere Ausſchreiben. 8) In Betreff der Bedürfniſſe der Kirchen und Schulen wollen Sie mein Ausſchreiben in Nr. 23 des Intelligenzblattes von dieſem Jahre gleichfalls zu beachten nicht verſaumen. 9) Was unter Satz 7 von den offentlichen Gebäuden geſagt wurde gilt ebenſo von den öffentlichen reſp. Vicinalwegen. Ueber die zu deren Unterhaltung nothwendigen Mittel haben Sie von den Bezirkswegwärtern Ueberſchläge in duplo einzuholen, und dieſelben unter gleichzeitiger Eintragung des Bedürfniſſes in den Voranſchlag, dem letzteren als Beilagen anzulegen. Wo, wie ich häuſig wahrgenommen habe, die Wegweiſer an Vicinalwegen fehlen, oder in üblem Zuſtande ſind, da müſſen zugleich die Mittel für die Anſchaffung neuer nebſt deren Anſtrich mit der Landesfarbe (roth und weißer Oelfarbe) vorgeſehen werden, wobei ich bemerke, daß ich mir die Mittheilung eines gleichfoörmigen Muſters für dergleichen Wegweiſer vorbehalte. Endlich 10) Empfehle ich Ihnen angelegentlichſt für die Fortſetzung des Vicinalwegneubaues ſoweit es nur die Kräfte Ihrer Gemeinde erlauben entſprechende Mittel in Ausſicht zu nehmen. Friedberg den 10. Juni 1839. Küchler. Hoffnung und Berufstreue. Mancher Jüngling, der ſich dem wichtigen Amte eines Jugendbildners widmet, lebt ſo ganz harmlos, vergnügt in ſeiner täglich munteren Geſellſchaft, nur ſeine Studienarbeiten beſorgend, auf der ihm ſo nuͤtzlichen Vorbereitungsanſtalt. Nur ſeine in der Einbildung ſtattfindenden Beſchränkungen ruͤgend, ahnt er nicht die vielen dunkeln Wolken, die noch über ihn herziehen werden. Mancher verläßt dieſe Anſtalt ganz mit dem Geiſte für ſeinen Beruf, der ihn durchdringen ſoll, und mit den Kenntniſſen ver⸗ ſehen, die ihm unentbehrlich ſind; die Hoffnung be⸗ gleitet ihn dabei und ſeine Erwartung läßt ihn ſchon in der Ferne goldne Hügel erblicken. Doch die Erfahrungen Anderer, die vor ihm mit eben die⸗ ſen Hoffnungen in die Welt traten, ſtimmen damit höchſt ſelten überein. Aus ſeiner Jünglingsgeſell— ſchaft tritt er heraus, ein einſames Dörfchen des Landes nimmt ihn auf und nun ſoll der practiſche Theil ſeines Lebens beginnen. Seiner friſchen Kraft, ſeinem erſten Berufseifer ſtellen ſich nun mannig⸗ fache Gegenſtände dar, die ſeine Thätigkeit in Anſpruch nehmen: da trifft er eine verwahrtoſte Schule an, findet ſchlechten Kirchengeſang, wird ſchlechte Einrichtungen und Mängel in ökonomiſcher Hinſicht gewahr u. ſ. w. Bei ſeinen guten Vor⸗ ſätzen, ſeiner ernſten Thätigkeit und dem Ergreifen guter Mittel um ſolche Mißſtände zu beſeitigen, ſtößt er aber auf hundert Klippen, die ihm hindernd in den Weg treten und an denen leicht ſein guter Muth ſcheidern könnte. Sinnloſe Menſchen, un⸗ empfänglich fürs Beſſere, Mangel an Fonds, um den Gebrechen an Schule und Kirche abzuhelfen, und die damit in Verbindung ſtehende geringe Be— ſoldung, die kaum zur Befriedigung der nothwen— digſten Bedürfniſſe hinreicht, das ſind die Klagen, die alsdann erhoben werden. Doch er iſt ein treuer Lehrer geworden; über alle Unannehmlichkeiten ſich erhebend, unermuͤdet alle Hinderniſſe beſiegend, nicht der Gegenwart und ſeines zeitlichen Vortheils ge⸗ denkend, bleibt er ſeinen guten Entſchließungen ge— treu, denn er hat ſeinen Beruf mit Innigkeit und Liebe erfaßt. Ihm ruft ſein Schutzgeiſt zu: Laſſe es ſeyn, wenn dich Menſchen deines guten Willens wegen anfeinden, wenn ſie dir Hinder niſſe auf dei⸗ nem Wirkungswege aufthürmen; du wirſt von ei⸗ nem höheren Geiſte geſchützt, der dir Kraft und Muth verleiht über dieſe Beſchwerlichkeiten Herr zu werden. Laſſe es ſeyn, wenn Armuth und Dürftig⸗ keit in deiner ganzen Nähe ſichtbar ſind; das ſind nur zeitliche und irdiſche Angelegenheiten, die im Reiche der Hoffnung andere Geſtalten annehmen. Laſſe es ſeyn, wenn du in verborgener Stille, ſelbſt von Höheren weniger beachtet, doch ſegensreich wirkeſt; der Schickſals Lenker wird dich aus deiner einſa⸗ men Verborgenheit mit deinem ganzen Verdienſte an einen offeneren Wirkungskreis ſtellen, wo du für verloren geſchienene Muͤhe hinglänglich Entſchädi⸗ gung erhalten wirſt. Daure nur aus, wenn auch des Schickſals Wellen dich ſchwer belaſten und dir angle, 4 alen d ſäluſſen de ihn he ſen des E Aale imme 5 Seite! ted leſe m. Seite 9. Horn —— Von freunden fü 10 kt, Friedbe —— Bekal (52ʃ¹)0 wochen und das zu benut Strafe Die ten werd Frie. (550) 10 Ur, Heu und Lach in der Sal das Gr. werden. Frie genen W.* er 108 U der übern derſelben * gebühren 80 f. L emeinde. nichtz — 175— der Freudenkelch meiſtens leer erſcheint, die Zukunft wird dir Laſt und Bürden abnehmen und dich ge⸗ wiß aus dieſem Schattenthale in ſchönere Gefilde bringen. Sollte auch deinen Wünſchen nie ſtattge⸗ eben werden und ſollteſt du in Niedrigkeit und ach frühe von deinem Wirkungsplatze abgerufen werden; deine geliebte Jugendſchaar, die du mit ge⸗ ſchickter Lehrerweisheit und mit herzlicher Liebe he⸗ ranbildeteſt, wird dir gewiß, wenn du nur dein Gewand und deinen Staab niederlegeſt und in dein enges dunkles Kämmerlein eingeheſt, eine ungeheu⸗ chelte wehmuthsvolle Thräne zum Lebewohl fur dein Jenſeits weihen, und deine Amtsbrüder werden dir voll Ruͤhrung bei deinem Abſchiede vom irdiſchen Leben noch ein„Auferſtehn“ nachtönen laſſen. Und ſo wird der von Liebe erfüllte, mit unausgeſetzter Thätigkeit, wenn auch im Stillen wirkende Lehrer, bei allen äußern Mängeln und unangenehmen Ver⸗ hältniſſen an der Hoffnung eine Freundin finden, die ihn heiter und ſicher durch die Stürme und La⸗ Ziele immer näher führt. 5 A. ee u ng Seite 166 Spalte 1 Zeile 30 des vorigen Blat— tes leſe man höͤchlich ſtatt heglich. Seite 171 Spalte 1 Zeile 7 und 8 leſe man H. Horn ſtatt St. Stock. Von Worms ſind wieder von einigen edlen Menſchen⸗ freunden für unſere Taubſtummen⸗Kaſſe eingegangen 19 fl. 19 5 Friedberg den 13. Juni 1839. Roller. Bekanntmachungen von Behoͤrden. A i Public an du m. (521) Der ſeither beſtandene Sommerweg bei und zwiſchen Niederweiſel und Butzbach iſt aufgehoben, und das Befahren dieſes ferner nur als Reiterpfad zu benutzenden Seitenwegs, iſt bei der feſtgeſetzten Strafe verboten. Die großh. Bürgermeiſter der umliegenden Or⸗ ten werden erſucht, dieſes öffentlich bekannt zu machen. Friedberg am 30. Mai 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Gras ⸗-Verſteigerung. (555) Montag den 17. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das Gras zu Heu und Grummet von 6 Morgen Wieſen in der Lach in 3 Abtheilungen, ſodann von 10 Morgen der Sauerweide, und 4¼ Morgen der Ochſenwieſe das Gras zu Heu öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 5. Juni 1839. Der Beigeordnete Bender. Gras-Verſteigerung. (568) Das diesjaͤhrige Gras zu Heu und Grum— met von nachgenannten gräft. Solms-Rödelheimi—⸗ ſchen Wieſen ſoll in einzelnen Abtheilungen meiſt— bietend verkauft werden, und zwar . dreiſig Morgen in der Wickſtädter Gemar— ung: Dienſtag den 18. Juni, Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Wirths Reul zu Wickſtadt; 2) von 200 Morgen in der Niederwöllſtäͤdter Ge— markung: Donnerſtag den 20. Juni, Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Wirths Arnoldt zu Niederwöllſtadt. Aſſenheim den 4. Juni 1839. Die grä fl. Solmſiſche Rentei daſ. Hofraithe-Verſteigerung. (569) Donnerſtag den 4. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll die zum Wilhelm Rahn'ſchen Nachlaſſe dahier gehörige Hofraithe erbvertheilungshalber auf hieſigem Gemeindehaus einer öffentlichen Ver— ſteigerung ausgeſetzt werden. Die Hofraithe beſteht: 1) aus einem zweiſtöckigen Wohnhaus mit meh— reren heitzbaren geräumigen Zimmern, Keller ꝛc. 2) einem Nebenbau mit Boden ꝛc., 3) einem Brennhaus, 4) Stallung für Pferde, Rindvieh und 5) einer Scheune mit einem gewölbten Keller. Die Hofraithe befindet ſich nahe an der Haupt— ſtraße und iſt zur Einrichtung einer Wirthſchaft oder eines ſonſtigen Geſchäfts ſehr vortheilhaft ge— legen, wozu außer der Bequemlichkeit im Raume ꝛc. die erforderlichen Gebäude vorhanden ſind. Kaufliebhaber, welche inzwiſchen die Hofraithe einzuſehen wünſchen, beliebe ſich an Herrn Boy dahier zu wenden, welcher gerne die nöthigen Auf— ſchlüſſe ertheilen wird. Altenſtadt am 4. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. F (592) Mittwoch den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus ein fetter der Ge— meinde Södel zugehöriger Faſſelochs meiſtbietend verſteigert werden. Södel den 13. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Väth. Schaafpferch-Verſteigerung. (593) Montag den 17ten Juni l. J., Morgens 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 10 Schaaf— pferche öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg den 12. Juni 1839. Der Beigeordnete Bender. — 176 E iert rn ene 5 (556) In den Hypothekenbüchern der Gemeinde Niederweiſel ſtehen noch die nachfolgend bemerkten Hypothekeneinträge Jahr der 1 5 Betrag der Schuldver Namen und Wohnort der Schuldner. Namen und Wohnort der Gläubiger. Schuld. ſchreibung. 1 1789 Ehriſtophel Fett u. Ehefr. Katharina zu Niederweiſel] Eliſabetha Heß zu Butzbach. 400 1811 Dieſelben. Dieſelbe. 5 5. 300 1791 Johann Adam 1 896 Chefrau Anna Catharina[ Johann Jacob Kraußgrill zu Niederweiſel. 150 zu Niederweiſel. 1798 Dieſelben. Cliſabetha Heß zu Butzbach. 150 1803[Dieſelben. Candidat Bauer zu Butzbach. 5 5 60 1792 Schulmeiſter Johannes Jung in Hauſen. Philipp Haub, Schwanenwirth, zu Niederweiſel. 2⁵ 1794 Joh. Jacob Heuſer I. u. Chefrau zu Niederweiſel. Pfarrer Hildebrandt zu Niederweiſel. 100 1799 Jacob Stiegelhuth zu Niederweiſel. Regierungsrath Heß zu Gießen. 100 1801 Derſelbe.. 5 Johann Ernſt Freitag zu Butzbach 150 1801 Konrad Koch, Gerichtsſchöff, und deſſen Ehefrau Johann Friedrich Trapp zu Butzbach. 60 Catharina zu Niederweiſel.— 5„ a 5 b 1808 Andreas Bell, ledig, zu Niederweiſel. Gerichtsſchöff Phitipp Reuter Jun. zu Niederweiſel. 54 1812 Chriſtoph 19 905 I. und Chefrau Eliſabetha zu[Philipp Reuter III. zu Niederweiſel. 140 Niederweiſel. f 1814 Johann Jacob Stiegelhuth und Chefrau Suſanna Johann Ernſt Freitag zu Butzbach. 180 zu Niederweiſel. N 1821 Joh. Jacob Krausgrill und Chefrau Catharina Bernhard Küchel zu Butzbach. 100 zu Niederweiſet.. 5 1709 Konrad Haub jun. zu Niederweiſel. Vormundſchaft über Konrad Seulburgers Kin— 300 der zu Butzbach. offen, obgleich die Schuldner reſp. deren Erben den Fortbeſtand der conſtituirten Pfandrechte widerſprechen und behaupten, daß die vorbemerkten Kapitalien längſt abgetragen, die Schuldurkunden aber verloren gegangen ſeyen. Da ſonach dieſelben zur Löſchung nicht vorgelegt werden können, ſo werden alle, welche auf die vorgedachten Schuldurkunden und aus den darnach ſtattgehabten Verpfändungen Anſprüche zu haben vermeinen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt jene Schuldverſchreibung für mortificirt erklärt, ſofort die deßſallſigen Einträge in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 21. Mai 1839. Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Hofmann. ieee (557) Bei den in der Provinz Oberheſſen im Jahr 1830 ſtattgehabten tumultuariſchen Exceſſen ſollen folgende der Kirche zu Södel zugeſtandene Schuldverſchreibungen . Wohnort Betrag der“ Jahr und Tag der Nr. 6 e 8 7 chuld. 5 5 en e ee deſſelben. b. Schuldverſchreibungen. 1 Johannes Dillenburger und Chefran Apollonia. Södel. g 15 11. November 1816. 2 Abraham Weiß und Frau, Eliſe Dorethea. Södel. 30 11. November 1816. 3 Johannes Väth und Frau, Anna Dorothea. Sbdel. 100 12. November 1816. 4 Ludwig Müller und Ehefrau, Anna Dorethea. Södel. 18 11. November 1816. 5 Friedrich Diehl und Chefrau, Margaretha. Sbdel. 20 11. November 1816. 6 Heinrich Benders Wittwe. Södel. 150 3. Januar 1816. 77 Konrad Bender und Frau, Anna Dorothea. Södel. 150 17. Dezember 1819. 8 Johannes Stengels Frau. Södel. 100 29. April 1815. 9[peter Bender und Frau Eliſabetha. Sbdel. 200 31. Juli 1813. 10 Chriſtoph Diehl und Frau, Chriſtiane. Södel. 350 10. Dezember 1819. 11 Johann Georg Buß und Frau, Catharina. Södel. 80 6. Mai 1818. 12 Ludwig Rieß und Chefrau, Margaretha. Södel. 250 14. Dezember 1819. durch die Meuterer verbrannt worden ſeyn, und hat deshalb der gläubigeriſche Fonds um anderweite Ausfertigung dieſer Schuldurkunde gebeten. Bevor jedoch dieſem Geſuche zu deferiren ſteht, werden alle, welche auf die vorgedachten Schuldverſchreibungen Anſprüche zu haben vermeinen ſollten, aufgefordert, dieſelben ſo gewiß binnen 8 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt dem geſtellten Geſuche ſtattgegeben und die anderweite Verpfändung der Unterpfänder gerichtlich beſtätigt werden wird, die älteren Schuldurkunden aber für mortiftzirt erklärt, und die deßfallſigen Einträge in den Hypothekenbüchern geſtrichen werden ſollen. Friedberg den 24. Mai 1839. Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Hofmann. nt br hie n Lerſteige dupucgen 9 ei Johannes Fauerba G (596) M 10 Uhr, sol 50 Morgen hietend verſt Die Her Bekanntmad Okarbei 6 U (597) D Uhr, soll d heim auf! kauft werd Aſſenh Maure 3598) J Uhr, ſoll d hof öͤffentli gegeben we Aſſenh b (599) uhr, ſolle 900 erſprechen verloren welche e zu haben ſchreibung n ſollen. gericht ufgefordert en und die ildurkunden rden ſollen dogericht — 177— Arbeits-Verſteigerung. 594) Mittwoch den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Büreau des Unterzeichneten rolgende Arbeiten an den Wenigſtnehmenden in Ac— bord gegeben. 1) Die Fertigung eines Actenſchranks voranſchlagt zu 17 fl. 30 kr. 2„ von Subſellien in der Schule 253 fl. 44 kr. Reparaturarbeitam Schulhaus in Hauſen. 1) Zimmerarbeit voranſchlagt zu 16 fl. 47 kr. Maurerarbeit 3 3) Schreinerarbeit 20% 2 4) Schloſſerarbeit 3% 10%, 5) Glaſerarbeit 24„—„ Niederweiſel den 12. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schimpf. Gras-Verſteigerung. 595) Mittwoch den 19. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll das diesjährige Gras zu Heu und Grum⸗ met, der hieſigen Gemeinde gehörig, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen öffentlich meiſtbietend im Wirthshauſe bei Johannes Neiſel verſteigert werden. Fauerbach II. am 10. Juni. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Sang. Gras-Berſteigerung. (596) Montag den 17. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll das diesjährige Heugras von circa 56 Morgen auf dem hieſigen Gemeindehauſe meiſt— bietend verſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Okarben den 10. Juni 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Jung. Gras-Verſteigerung. (597) Dienſtag den 18. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſoll das diesjährige Gras der Gemeinde Aſſen— heim auf dem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend ver— kauft werden. Aſſenheim den 12. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Günther. Maurer ⸗Arbeits⸗Verſteigerung. (598) Mittwoch den 19. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll die Reparatur der Mauer um den Fried⸗ hof öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Aſſenheim den 12. Juni 1839. i Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Günther. Bekanntmachung. (599) Dienſtag den 18. Juni l. J., Morgens 8 Uhr, ſollen 30 Cubikklafter Mauerſteine aus hieſigem Gemeindeſteinbruch nebſt 5 Cubikklafter Fluß⸗Sand in hieſigen Ort auf die Bauſtelle zu fahren auf hie— ſiger Gemeindeſtube an Wenigſtnehmende verſteigert werden. Kleinkarben den 11. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Gras Bee ung. (600) Freitags den 21. Juni l. J, Morgens 8 Uhr, ſoll das Heu- und Grummetgras von 225 Morgen Gemeinde-Wieſen auf hieſiger Gemeinde— ſtube meiſtbietend verſteigert werden. Kleinkarben den 11. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Gras-Verſteigerung. (601) Dienſtag den 18. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll das Gras zu Heu nnd Grummet, welches aus circa 59 Morgen Gemeindewieſen beſteht, in mehreren Abtheilungen meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter in der Umgegend werden andurch erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Rodheim den 10. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Gras-Verſteigerung. (602) Mittwoch den 19. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſoll das Gemeinde Heugraß, beſtehend in un— gefähr 130 Morgen, unter den vor der Verſteige⸗ rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf hieſigem Rathhaus meiſtbietend verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden zu veröffentlichen. Bönſtadt den 8. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Geibel. Gras-Verſteigerung. (603) Dienſtag den 18. Juni, Vormittags 9 Uhr, ſoll zu Niederwöllſtadt auf daſigem Rathhaus von 115 Morgen Gemeindewieſen das Gras zu Heu und Grummet in 45 Abtheilungen, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, öffentlich an den Meiſtbietenden verſtei⸗ gert werden. Niederwöllſtadt den 8. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Bauſch. Gras-Verſteigerung. (604) Donnerſtag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem hieſigen Gemeindehaus das Heu- und Grummetgras von 40 Morgen Wieſen in einzeln Abtheilungen verſteigert werden. petterweil den 10. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Holtzmann. Bekanntmachung. (605) Mittwoch den 19. Juni, Morgens 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Wohnung im hieſigen Bürgerhoſpital, genannt der Eichelhof, benebſt der im Hofraum befindlichen Scheuer einer öffentlichen meiſtbietenden Verpachtung ausgeſetzt werden. Friedberg den 12. Juni 1839. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung f einer Brennholz-Verſteigerung im Revier Oberrosbach, Forſts Friedberg. (606) Freitag den 21. d. M., Morgens von 7 Uhr an, werden in dem großh. Burgwald der Ver— ſteigerung an die Meiſtbietenden ausgeſetzt: 1 Stecken geſchält eichen Scheidholzz 41¼„ geſchält eichen und/ Stecken aspen Prügelholz; 45,87½ Wellen geſchält eichen und 237% Welle birken Reiſerholz. Zuſammenkunft in dem Forſthaus Winterſtein. Oberrosbach am 13. Juni 1839. Der großh. heſſ. Revierförſter Bingmann. Gras-Verſteigerung. (607) Mittwoch den 19. d. M., Mittags 11 Uhr, wird das Gras dahier 1) Von 4½ Morgen Gemeindewieſen, ,„ er igeiſtelle, 207 25 7 , A„ der zweiten Schulſtelle, der herrſchaftlichen Schaͤferei gehörigen Wieſen einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden, welches hierdurch bekannt gemacht wird. Oberrosbach den 12. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Brandholzverſteigerung im Revier Alten- ſt a dt. (608) Freitag den 21. Juni 1839 ſollen im Di⸗ ſtrikte Rauewald ganz nahe bei Ilbenſtadt nach— ſtehende Holzſortimente meiſtbietend öffentlich von fiscaliſcher Seite verſteigert werden. Mit den beiden übrigen An- theilen der Herrn Grafen Solms und Els. Fiscaliſcher Antheil. Stecken. Stecken. 1) l buchen Scheitholz 1 e ee 189 3) 6 eichen 1 18 4) 100 buchen Wellen 300 Wellen. Die Zuſammenkunft iſt Vormittags ½ 10 Uhr im Holzſchlage ſelbſt. Heldenbergen den 12. Juni 1839. Der großh. Revierverwalter Gutfleiſch. Qeffentliche Ladung. (609) Ueber das Vermögen des Ortsbuͤrgers Matthäus Barth zu Großkarben hat gr. Hofgericht 9 zu Gießen den Concurs erkannt und das unterzeich⸗ nete Gericht mit deſſen Leitung beauftragt. Es werden demgemäß alle diejenigen, welche Forderungen irgend einer Art an die Concursmaſſe bilden wollen, aufgefordert, ſolche ſogewiß im Termin Mittwoch den 31. Juli, Vormittags 8 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſie ſonſt damit, ohne daß ein beſonderes Präcluſivdecret er— folgt, ausgeſchloſſen werden. In dieſem Termin ſoll zugleich die gütliche Bei— legung dieſer Sache erſucht werden, weßhalb die Vollmachten etwaiger Mandatare zum Abſchluß eines Vergleichs ermächtigen müſſen. Großkarben den 4. Juni 1839. Großherzogl. heſſ. Landgericht Muhl. Schmidt. Heugras-Verſteigerung. (610) Dienſtag den 18. Juni, Vormittags 8 Uhr, ſoll das Heugras von circa 200 Morgen der Ge— meinde Altenſtadt gehörigen Wieſen auf Ort und Stelle in einzelnen Abtheilungen verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter wollen dieſes gefälligſt veröffentlichen laſſen. Altenſtadt den 10. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Brack. Gras-Verſteigerung. (611) Montag den 24. Juni, Mittags 12 Uhr, ſoll das der Gemeinde Dorheim zuſtehende Heu— und Grummetgras bei Wirth Zerb dahier öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden, wozu Steigluſtige hierdurch eingeladen werden. Dorheim den 13. Juni 1839. Der Bürgermeiſter Zerb. Garten-Verſteigerung. (612) Montag den 17. l. J., Morgens 11½ Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der in der Burg— Gemarkung liegende, der G. Schneiders Wittwe da— hier gehörende Garten, Folge eingelegten Nachgebots nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 13. Juni 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der Beigeordnete Bender. Arbeits-Verſteigerung. (613) Dienſtag den 18. Juni, Vormittags gegen 10 Uhr, ſollen in meinem Buͤreau nachgenannte Ar⸗ beiten öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſtei— gert werden, als: 1) Reparaturarbeiten an den Schulgebäuden, ) Maurer- und Zimmerarbeit an dem Gemeinde— Hirtenhaus, 3) Unterhaltungsarbeiten an den Vicinalwegen, wo— runter ſich 3 Multen zu fertigen befinden. Die Ueberſchläge liegen zu jeder Zeit zur Ein— ſicht auf meinem Büreau. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend erſucht 105 ſal we war, folge iu Kecord ge 1 Maure 9 Abblech J Stein J) Schtei 5) Schlo 9 Weiß Der Ter. Die Her dienſtergeben den Gemen Obera! Pr (591) i Auguſt be (616) Borsdorfe ordinären (617) Nebenzimm (618) Wäldchen anzutreffe O (619) t werden es gefa gs 9 gefällig Iroer* burger meiſter (617) . man, Vorſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Ockſtadt den 13. Juni 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſtar Gröninger. Arbeits-Verſteigerung. (614) Mittwoch den 19. Juni, Vormittags 7 Uhr, ſoll die Erbauung einer neuen ſteinernen Brücke von 8 Fuß lichter Weite auf dem Vicinalweg Neu— bau von Ilbenſtadt nach Burggräfenrod, ſowie die Lieferung der erforderlichen Materialien, offentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben wer⸗ den. Der Termin wird auf Ort und Stelle ab— gehalten. Die Bekanntmachung dieſer Verſteigerung erſuche ich die Herrn Bürgermeiſter auf ortsübliche Weiſe weröffentlichen zu laſſen. Ilbenſtadt den 13. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. Arbeits-Verſteigerung. (615) Mittwoch den 19. Juni, Nachmittags 3 Uhr, ſoll wegen der Einfriedigung des Kirchenplatzes dahier, folgende Arbeiten an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden, als: 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 153 fl. 12 kr. 2) Abbrechen einer alten Mauer 32„ 30 3) Steinhauerarbeit%, 4) Schreinerarbeit. 5) Schloſſerarbeit 145% 8„ 6) Weißbinderarbeit 5 5 15 77 Der Termin wird auf Ort und Stelle abgehalten. Die Herrn Collegen der Umgegend erſuche ich dienſtergebenſt die Veröffentlichung in den betreffen⸗ den Gemeinden vornehmen zu laſſen. Oberau den 13. Juni 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Ba jus. , Privat⸗ Bekanntmachungen. Ein angenehmes Logis (391) iſt zu vermiethen und kann bis zum Monat Auguſt bezogen werden bei Johannes Rückert. ein (616) Meinen guten Freunden zur Nachricht. Borsdorfer Aepfelwein finissimo die Maaß zu 20 kr., ordinären zu 16 kr., verzapft Anton Eich. Ein vollſtändiges Logis, beſtehend in 3 heizbaren Zimmern und 2 Nebenzimmern hat zu vermiethen in der Kirchgaſſe Michael Bauer, Schuhmachermeiſter. Oſſenheimer Wäldchen. (618) Sontag den 16. d. M. iſt im oſſenheimer Wäldchen gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Aehle. Oeffentliche Bekanntmachung. (619) Unterzeichneter beabſichtigt wegen Mangel an eignen Familienangehoͤrigen ſeinen bisherigen Geſchaftsbetrieb niederzulegen, und in dieſer Abſicht ſein ſämmtliches Im- und Mobiliar- Vermögen theils meiſtbietend theils auch aus freier Hand zu verwerthen. Was die Immobilien betrifft, ſo be— ſtehen ſolche in einer beſonders gut zum Geſchäfts⸗ betrieb, als zur Wirthſchaft, Brennerei und Oeko⸗ nomie geeigneten Hofraithe, nebſt ohngefähr 25 Mor— gen Güterſtücke in der beßten Lage. Liebhabern wird auf Verlangen jeden Tag Auskunft ertheilt werden. Bönſtadt den 12. Juni 1839. Fr. Hofmann. Lehrlingsgeſuch. (620) Ein junger Menſch von braven Eltern wird von einem Chirurgus und Barbier unter an— nehmbaren Bedingungen in die Lehre geſucht. Aus— geber dieſes ſagt wo. Verlorne Sachen. (621) Vor ungefähr ſechs Wochen habe ich von Butzbach bis an meine Thüre einen verſiegelten Sack, in welchem ſich Kleidungsſtücke und Weißzeug befin— den, verloren. Der redliche Finder wird gebeten denſelben, gegen eine Belohnung von 5 fl., an mich wieder abzugeben. Friedberg. Heinrich Hanſtein 41er. Frucht⸗Verſteigerung. (622) In der Wohnung des Unterzeichneten ſollen Mittwoch den 19. d. M., Morgens um 9 Uhr, 70 Malter Korn, 50 Malter Weizen, 80 Malter Gerſte und 44 Malter Hafer öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Berſtadt den 6. Juni 1839. Johannes Eich. 1000 fl. (623) liegen in dem hieſigen Kirchenkaſten gegen doppelt gerichtliche Verſicherung zum Ausleihen bereit und können ſowohl im Ganzen, als auch getheilt abgegeben werden. Bei Uebernahme des ganzen Kapitals kann jedoch auf billigere Intereſſen Rück— ſicht genommen werden. Wickſtadt den 8. Juni 1839. Veith, Kirchenrechner. Fruchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 6 fl. 20 kr. Gerſte: 5fl.— kr. Hafer: 3 fl.— er. Erbſen:— fl.— kr. l Früchte-Preiſe zu Frankfurt, am 10. Juni: Waizen: 9 fl.— kr. Korn: 6 fl. 35 kr. Gerſte: 5 fl. 5 kr. Hafer: 3 fl. 15 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am Junk; Waizen: 9 fl. kr. 49 Korn: 7 fl. 12 kr. Gerſte: 5 fl. 32kr. Die Polizei-Taxe fur die Staͤdte Friedberg und Butzbach ſind unveraͤndert geblieben. Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Ein hölzerner Zollſtock (624) mit meſſingener Zunge und Kapſel iſt von der Ockſtädter Kapelle bis an das Seerthor verlo— ren worden. Der redliche Finder wolle ihn gegen angemeſſene Belohnung abgeben bei g Joh. Füller. Gras-Verſteigerung. (625) Unterzeichneter will Freitag den 21 Juni, Nachmittags 2 Uhr, das Gras zu Heu und Grum— met von ſeiner in der ockſtaͤdter Gemarkung liegen— 9 den, 12 Morgen haltenden Wieſe in 24 Abtheilungen an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigern. Friedberg. Ph. Philippi. 300 fl. Vormundſchaftsgeld (626) ſind gegen gerichtliche Hypothek auszulei⸗ hen bei Joh. Füller. Zum Verkaufen. (627) Ein Paar vorzuͤgliche gezogene franzöſiſche Doppelt⸗Piſtolen ſind zu verkaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo? Den 26. 7 27. „ 31. 5. 20 7 00 Im Mai 1839 wurden zu Friedberg een Konrad Chriſtian Klein, Bürger und Papiermacher dahier, des weiland hieſigen Buͤrgers und Schuhmachermeiſters Jacob Friedrich Klein nachgelaſſener ehelicher Sohn, und Charlotte Pflaumer, des weiland Michael Pflaumer, hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters nachgelaſſene eheliche Tochter. Johann Heinrich Friedrich, Burger und Conditor zu Darmſtadt, des weiland dortigen Buͤrgers und Wirthes Johannes Friedrich nachgelaſſener, ehelicher, verwittweter Sohn, und Maria Ka⸗ tharina Cornelia Bindernagel, des hieſigen großh. Geometers Carl Bindernagel eheliche ledige Tochter. Johann Wilhelm Schäfer, Ortsbürger zu Beyenheim und Müllermeiſter auf der Schmidtmuͤhle bei Birſtein, des Adam Schäfer, Ortsbürgers zu Beyenheim, ehelich lediger Sohn, und Eva Maria Becker, Stieftochter des hieſigen Ortsbürgers und Wirthes Johannes Eißner. M Getauft: „Dem hieſigen Privatlehrer der franz. Sprache Herrn Ernſt Seyb, eine Tochter, Lonni Caroline, geboren den 26. April. 5 „Eine uneheliche Tochter, Katharina Philippina, geboren den 3. Mai. Dem hieſigen Einwohner und Poſtillon Johann Konrad Leyerzapf, ein Sohn, Ernſt, geboren den 26. April. Dem hieſigen Buͤrger und Sattlermeiſter, Hartmann Hofmann, eine Tochter, Friedericke, geboren den 15. April. „Dem hieſigen großh. Seminarlehrer, Herrn Karl Soldan, eine Tochter, Henriette Bertha Sophia Emma, geboren den 11. April. Dem hieſigen Bürger Peter Schuell, ein Sohn, Wilhelm, geboren den 9. Mai. Eine uneheliche Tochter, Maria, geboren den 17. Mai. . Ein unehelicher Sohn, Franz Georg Ludwig, geb. den 9. Mai. Dem hieſigen Bürger und Sattlermeiſter, Johannes Falck, ein Sohn, Johann Wilhelm, geb. den 30. April. eee „Johann Heinrich Weckerling, Bürger und Maurermeiſter dahier, alt 75 Jahr, 4 Monate, t den 21. Mai. „Anna Eliſabetha Sieberich, des weiland hieſigen Bürgers und Maurermeiſters Heinrich Sie— berich nachgelaſſene Wittwe, alt 63 Jahr, 7 Mon. und 1 Tag, k den 4. Mai. Suſanna Maria Margaretha Engelmann, des weiland hieſigen Bürgers und Apothekers Herrn Philipp Konrad Engelmann nachgelaſſene Wittwe, alt 53 Jahr, weniger 6 Tage, 1 d. 4. Mai. „Karl Friedrich Chriſtoph Goͤring, Bürger und Schuhmachermeiſter, alt 52 Jahr, 6 Monat und 13 Tage, 1 den 6. Mai. Margaretha Beſt, des hieſigen Einwohners und Taglöhners Simon Beſt Ehefrau, alt 74 Jahr, T den 6. Mai. 5 Eliſabetha Finkernagel, des hieſigen Burgers und Schneidermeiſters Dietrich Wilhelm Finker⸗ nagel eheliches Töchterchen, alt 6 Jahre, 5 Monate und 2 Tage, t den 19. Mai. Wilhelm Schnell, des hieſigen Burgers Peter Schuell eheliches Söhnchen, alt 10 Tage, k den 19. Mai. ö Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. ſtelte Re. Wirkung! geit andert zommen 9. Das M. ſech hat, wie namentli und Gl. Nähe de ohen S in Folge gelegenen hierüber Nummert ſchaſten! wäre Hi unſere d