Iferd.. es dahier ger S * Sohn, anna Suſan⸗ „ Philippine rich Vilhelm eine Tochter, Sepfie Eli Herrn Johan⸗ tin, geboren tine Tochter, er, Caroline — F717 Anna Maria 1 alt ungefähr Tage, f den Nartin Decher Söhnchen, binterbliebene Soͤhnlein, alt Zimmermann — Intelligenzblatt für die im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 50. Sonnabend, den 14. December 1839. 9 70 Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen erſcheint auch im Jahr 1840, wie bisher, wöchentlich Einmal und zwar ſo, daß es den Freitag Mittag von den Kreisboten abgeholt, den Sonnabend Vormittag aber hier ausgegeben und durch die hieſige wohllöbl. Poſtbehörde expedirt wird.— Alle Inſerate, welche bis den Donnerſtag Nachmittag 3 Uhr bei mir ein⸗ gelaufen ſind, finden in derſelben Woche eine ſichere Aufnahme. Einrückungsgebühren betragen für die erſte Zeile 4 kr., für die zweite Zeile 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Der Abonnementspreis für 1 Jahr iſt, wenn das Intelligenzblatt von mir direkt bezogen wird: 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr: 40 kr., für/ Jahr: 24 kr., welcher Be⸗ trag jedoch voraus bezahlt werden muß!— Diejenigen meiner verehrl. Abonnenten, welche geſonnen ſind, das Intelligenzblatt auch im Jahr 1840 zu halten, haben nicht nöthig, ſolches bei mir beſonders anzuzeigen; diejenigen hingegen, welche auszutreten beabſichtigen, oder neu hinzutreten wollen, erſuche ich, mich, oder die ihnen zunächſt liegende Poſtbehörde, geſcdaalt davon zu benachrichtigen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen werden. Friedberg. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Die großh. heſſ. Bezirks⸗Schulcommiſſion des Kreiſes Friedberg an die Schulvorſtaͤnde des Kreiſes mit Ausnahme der ſtandesherrlichen Orte. Betreffend: Die Anwendung körperlicher Strafen bei Schulkindern. Abſchrift nachſtehender Verfügung theilen wir Ihnen zur Nachricht und Bedeutung der Lehrer, welche ſich ſtrenge darnach zu achten haben, hierdurch mit. Friedberg den 7. Dezember 1839. Ku alen. Der gr. heſſ. Oberſchulrath an ſaͤͤmmtl gr. Bezirksſchulcommiſſionen u. ſtandesherrl. Conſiſto rien. In den letzten Jahren ſind von verſchiedenen Seiten begründete Beſchwerden bei uns eingekommen, daß Schullehrer Kinder mit Stöcken und anderen Gegenſtänden gezüchtigt haben, wodurch körperliche Verlez— zungen entſtanden ſind. Wir fordern Sie auf, ſämmtliche Schullehrer Ihrer Bezirke anzuweiſen, in den ſeltenen Fällen, in welchen körperliche Zuͤchtigungen nicht zu umgehen ſind, nur Ruthen von Birkenreiſern zu gebrauchen und die Streiche auf das Innere der flachen Hände zu geben. Sollten Lehrer gegen Erwarten dieſer Vorſchrift entgegenhandeln, ſo werden Sie ſolche unnachſichtlich hierüber zur Rechenſchaft auffordern, und nach Umſtänden uns hiervon in Kenntniß ſetzen. Darmſtadt den 20. November 1839. Heße. Victor. —— e— 346 — Die ſel be an die Schul-Vorſtaͤnde des Kreiſes. Betreffend: Die Einführung von Leſebüchern in den Schulen. Unter Bezugnahme auf das Ihnen bereits mitgetheilte Ausſchreiben des großh. heſſ. Oberſchulraths vom 11. September 1839, empfehlen wir Ihnen die Einführung des darin hervorgehobenen Leſebuchs“) des großh. Oberſchulraths Roth. Zugleich bemerken wir, daß jedenfalls die Einführung eines anderen Leſe— buchs ohne vorher bei uns eingeholte Genehmigung nicht ſtattfinden darf. Friedberg den 2. Dezember 1839. Küchler. Kleberger. Eckerich. 5 Daſſelbe iſt ſtets vorräthig bei C. Bindernagel in Friedberg. Klatſcherei. Schreiber dieſes haßt die Klatſcherei, wo ſie ſich auch einſtellen mag, in den Tod, und wagt es hier über ſie ein Wörtchen zu ſprechen, um ſei⸗ nem Herzen einmal recht Luft zu machen. Er wird ſich dabei ſehr hüten, von Klatſchern und Klatſcherin⸗ nen auch nur ein Wörtchen fallen zu laſſen, um ihnen nicht in die Hände zu gerathen; denn in der Regel laſſen ſie einem ſolchen klein Haar auf dem Kopfe. Das Sonderbarſte dabei iſt aber, daß ge— rade beim Klatſchen am Allerwenigſten und am Allerſeltenſten von der Klatſcherei ſelbſt geſpro⸗ chen wird. Woher mag das wohl kommen? Wir wollens nicht weiter unterſuchen, aber gerade dar— um von ihr ſprechen, weil ſie beim Klatſchen immer mit Stillſchweigen übergangen wird. Beim Landmann kommt, die Spinnſtubenzeit aus⸗ genommen, Klatſcherei ſelten vor, und das aus be— greiflichen Urſachen. Er hat den Werktag an an⸗ dere Dinge zu denken, und Nöthigeres zu thun; den Sonntag aber hat er den Gottesdienſt zu beſuchen und nach demſelben ſich über die Predigt und das Ackerfeld mit den Nachbarn zu beſprechen. In größeren Städten iſt Klatſcherei auch nicht immer ſehr zu Hauſe: denn da kennt kaum Ein Nachbar den andern, oder er bekümmert ſich wenig um ſie, weil ihrer gar zu viele ſind. Die Müſſig— gänger aber in den großen Städten haben an den Gaſtmählern, dem Theater, den Baͤllen, dem Hofe Stoff genug zu ſprechen; und wenn er ihnen ja ein⸗ mal ausgehen ſollte, ſo wenden ſie ſich an die Poli— tik, welche ihnen Mittel in hinreichender Menge an Handen gibt, ſich die Zeit zu vertreiben. Nirgends aber iſt Klatſcherei häufiger, nirgends mehr zu Hauſe, als in kleineren Städten. Woher mag das wohl kommen? Allerdings hätten auch in dieſen die Geſchäfts— leute Stoff genug zur Unterhaltung, wenn ſie, wie die Landleute, in den Werktagen ſich um ihre Ge— ſchäfte kümmerten, und am Sonntag um die Pre— digten, die ihnen die Geiſtlichen, und zwar gewoͤhn⸗ lich in noch ſchönerer Form halten, als auf den Dörfern. Sehr oft aber geſchiehls, daß ſie an Werk— tagen das Wirthshaus eben ſo oft beſuchen als die Werkſtätte, und des Sonntags ſich fur geſcheider dünken als ihre Geiſtlichen, und mehr über dieſe zu ſprechen wiſſen, als über deren Predigten. Dazu kommt noch, daß in kleineren Städten der Kreis, in welchem ſie ſich bewegen, viel enger iſt als anderwärts, daß die Bewohner deswegen weit häufiger mit einander in Beruͤhrung kommen, als in größeren Städten. Daraus folgt, daß häufiger dieſelben Leute immer wieder zuſammenkommen, häu⸗ figer ſich beſprechen. Fehlts dann an einem guten Stoffe, ſo gehts gegen den Abweſenden los; das führt zur Klatſcherei. Aber die Haupturſache, daß es dazu führt, liegt in dem Mangel an tüchti⸗ ger Geiſtesbildung. Mit der Politik ſind ſie gewöhnlich bald fertig, weil man die Verhältniſſe nicht genugſam, kennt. Ueber Religion, über Gott und das Weltall mag man ſich nicht unterhalten, weil dieſe Gegenſtände Vielen zu hoch hängen. Eben ſo wenig oder ſelten werden andere wiſſenſchaftliche Gegenſtände vorge— nommen, entweder weil man überhaupt nicht tief genug in ſie eingedrungen iſt, oder weil man an ſolchen Gegenſtänden keine Intereſſe hat, oder weil man nicht gewöhnt iſt, von ihnen zu ſprechen, oder, wenn auch Einer oder der Andere damit einmal kommen wollte, weils keinen Anklang findet. Was ſoll man unter ſolchen Umſtänden Anders anfangen, als von ſeinen Nachbarn, von X oder Y ſprechen? Am ärgſten und häufigſten ſind Klatſchereien bei dem weiblichen Geſchlechte in kleinen Städten zu finden. Das kommt wohl, da wir's in der weib— lichen Natur nicht ſuchen mögen, daher, weil, wenig⸗ ſtens in früheren Zeiten die geiſtige Ausbildung der Mädchen in Schulen weit mehr vernachläſſigt wurde, als die der Knaben. Wie lange iſt's her, daß nur die Kenntniß des Schreibens bei ihnen allgemein geworden iſt? Es kommt aber auch oft davon, daß die Männer ihre Frauen nicht ſelten halbe Tage lang allein laſſen, um in den Wirthshäuſern oder an Spieltiſchen Zerſtreung zu finden. Das Weib ſucht ſich dafür zu entſchädigen; es geht in die Thee-Viſiten oder zur Nachbarinn. Und von wem iſt hier die Rede? Von der Magd, von der Frau A und von der Frau B.— In der Regel gibt es keine fadere Unterhal—⸗ zung kann 5 einseitigen a Mau Der Zeitgeiſ dazu und 2 die keine außer ſch a der Witz, ge aller Derer Sprache ur Am Ende! gebaute 80 Wo ſol anders wel g. Vuliet ner Fami daraus v dern mit Urtheile Männer der Erhol laſſe die Geſchäfte nehmen. Pflicht, entfalten cher Ach lichen, A hergehen, ſchon beſſe ſo ſchlimn die Welt wenn das ) Cs gi tadeln 1 her, de vorkomt dergleic über dieſe um I dald fertig, en am kennt. a Jeltall mag e Gegenſtande nig oder ſelten nſtand fand t nicht tief dat, oder weil ſprechen, oder, damit einmal findet. Was , weil, wenig e Ausbildung r vernachläſſigt lange iſts her, bei ihnen u halbe Tage ern odet an Weib ſucht ſch bet Viſiten cet dier die Ride? b von der Fun fadere Untertal s anfangen, U geſe 5 1 0 cheider e vorge- weil man an ſonen des andern Geſchlechtes beſtehen. tung, als in Geſellſchaften, welche blos aus Per— Sehr oft aber ſollen ſie in neurer Zeit, wa- Lebloſigkeit des Urtheils betrifft, von den Unterhaltungen junger Leute des männlichen Geſchlechtes um Vieles über- troffen werden. Hier fehlts oft gar nicht an Gei— ſtesbildung; leider aber iſt dieſe nicht ſelten ſehr einſeitiger Natur. Es war eine Zeit, da glaubte man allgemein, die Schule ſey nur der Ort, in welchem der Verſtand allein ausgebildet werden müſſe. Je mehr dies der Fall war, deſto mehr tra— ten gerade die Blüthen des menſchlichen Geiſtes, Religioſität und Sittlichkeit, der Sinn für Alles, was groß und ſchön und edel iſt, in den Hin⸗ tergrund, und— der Pfiffigſte ſtand am hochſten. Tritt der Menſch in das Mannesalter, ſo erſcheint neben der phyſiſchen Kraft auch die geiſtige; er traut ſich viel zu. Bei einer tüchtigen Vorbil⸗ dung kann daraus viel Gutes werden; bei einer einſeitigen aber entſteht daraus Verachtung des aäl⸗ teren Mannes, Liebloſigkeit gegen alle andere. Der Zeitgeiſt, mit ſeinen Schlangenkünſten kommt dazu und es bildet ſich darans eine Selbſtſucht, die keine Grenzen mehr kennt, die alles Andere außer ſich verachtet, deren höchſter Triumph beißen⸗ der Witz, gemeine Myſtifikation Zum Beßten halten) aller Derer iſt, welchen eine gleiche Gewandheit der Sprache und der Phantaſte nicht zu Gebote ſteht. Am Ende iſts doch nichts welter als auf Klaͤtſcherei gebaute Schadenfreude.) Wo ſoll das aber am Ende hinaus? Es muß anders werden. Jedem Familienvater ſey es heili— ges Auliegen, daß Frömmigkeit und Tugend in ſei— ner Familie wieder Hütten aufſchlagen, wenn ſie daraus verſchwinden wollen. Jeder gehe ſeinen Kin⸗ dern mit gutem Beiſpiele voran. Er dulde liebloſe Urtheile ſeiner unmündigen Kinder über verdiente Männer durchaus nicht. Er ſuche in den Stunden der Erholung beſſere Unterhaltung einzuführen, und laſſe die weiblichen Glieder der Familie, wenns die Geſchäfte irgend erlauben, auch an derſelben Theil nehmen. Dann iſts vor Allen des Lehrers heilige Pflicht, die Keime des Guten in den Kindern zu entfalten zu ſuchen, ihnen Achtung vor Jedem, wel⸗ cher Achtung verdient, vor dem Frommen, Red⸗ lichen, Arbeitſamen, auch wenn ſie im Küttel ein⸗ hergehen, einzuflöͤßen. Mit der Zeit wirds dann ſchon beſſer werden.— Vielleicht iſt es aber auch jetzt ſo ſchlimm gar nicht; vielleicht ſah Schreiber dieſes die Welt durch ein dunkles Glas. Noch beſſer, wenn das der Fall iſt! f *) Es gibt auch Geſellſchaften älterer Perſonen; die Alles tadeln und zwar lieblos tadeln, was Andere thun;“ rän⸗ ner, denen alle Andere außer ibnen als Dummkopfe vorkommen. Das ſind ſchöne Muſter für junge Leute, die dergleichen hören! — 347— Bekanntmachungen von Behoͤrden. A Holz ⸗-Lieferung. (1201) Freitag den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von circa 100 Stecken buchen und 100 Stecken eichen Scheitholz für die Garniſon Friedberg auf dem Militär⸗Verwaltungs⸗ büreau dahier verſteigert. Friedberg den 5. December 1839. In Auftrag: Golz, Oberquartiermeiſter. Arbeits-Verſteigerung. (1207) Dienſtag den 17. December, Vormittags 11 Uhr, ſoll zu Florſtadt, zur Chauſſtrung des Vi⸗ cinalwegs von der oſſenheimer Grenze nach Florſtadt das Steinfahren und Steinſetzen in die Wenigſt— nehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 5. December 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (1208) Montag den 16. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll bei Gaſtwirth Joutz zu Butzbach das Stein⸗ brechen in dem neu eröffneten Steinbruch daſelbſt, Wh an die Wenigſtnehmenden verſteigert wer⸗ en. Friedberg den 5. December 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter g Rhumbler. Bekanntmachung. (1225) Donnerſtag den 19, d. M., des Vormit⸗ tags um 9 Uhr, foll: 1) Die Lieferung der für die Marienſchloſſer An⸗ ſtalt nöthigen harten und Schmierſeife oͤffentlich an den Wenigſtnehmenden, 2) Das vorhandene Abfallſtroh öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Ich bringe dieſes mit der Bemerkung zur offent⸗ lichen Kenntniß, daß Derjenige, welcher bei der Ver⸗ ſteigerung mitbieten will, nachweiſen muß, lieferungs⸗ und zahlungsfähig zu ſeyn. Marienſchloß den 6. Dezember 1839. Funk. Aufforderung. (1226) Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſ⸗ ſen hat den penſtonirten Schullehrer Johannes Seitz von Steinbach unter Curatel geſtellt. Es wirv dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß alle Rechtsgeſchäfte, welche der Joh. Seitz ohne Genehmigung ſeines gerichtlich verpflichteten Cura⸗ tors, des Joh. Weber von Steinbach, abſchließen ſollte, ohne alle gerichtliche Wirkung ſind. Gleichzeitig werden alle diejenigen, welche For⸗ derungen an den Joh. Seitz zu machen haben auf gefordert, dieſe ohnfehlbar bis zum Donnerſtag den 9. Jan. 1840, Vormittags dahier anzumelden. Rödelheim den 27. November 1839. Großh. heſſ. 90 f 5 Landgericht r (12270 Künftigen Dienſtag den 17. Dezember I. J., Vormittags 9 Uhr, werden die Ueberreſte der Baumaterialien aus dem hieſigen abgebrochenen Colleggebäude an die Meiſtbietenden verkauft. Es beſtehen dieſelben: 1) Aus circa 62% Centner 1 29 75 77 37% r Pfund Messing, 15 Pfd. Kupfer und 3 Oefen, 4)„ einer Parthie von 100 Stück verglaßte Fen⸗ ſter, ſowie 5)„ mehreren alten Thüren, Stickſtecken und altes Holz. Gießen den 10. Dezember 1839. Der großh. heſſ. Provinzialbaumeiſter Hofmann. Bek an nit match unn g. (1228) Das Färben und Walken der für die Marienſchloſſer Anſtalt im Jahre 1840 nöthigen Materialien, ſoll Freitag den 20. d. M., Vormit⸗ tags um 9 Uhr, öffentlich an den Wenigſtnehmen— den in meiner Wohnung dahier verſteigert werden, welches ich hierdurch bekannt mache. Marienſchloß den 9. Dezember 1839. Funk. Mobilien-Verſteigerung. (1229) Dienſtag den 17. December l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſollen in der Behauſuug des Herrn Neiſel die zung Nachlaß der verlebten Frau Fiſcher Wittwe gehörende Mobilien, als, 2 kupferne Waſchkeſſel, Zinn, Eiſen, Blech, Kommode, Tiſche, Stühle, Bettlade, Schränke, Bettung, Bettzeug, Kleidung und alte Bücher, öffentlich freiwillig an Meiſtbietende verſteigert werden. Friedberg den 12. Dezember 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (1230) Freitag den 27. Dezember l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathaus das Reinigen der Straßen in der Stadt, ſowie auch die Armenfuhren von Ort zu Ort für das Jahr 97 50 öffentlich an Wenigſtnehmende verſteigert wer— en. Friedberg den 12. Dezember 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Edietalladung. (1231) Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſ⸗ ſen hat über den Nachlaß des am 23. May d. J. 348 — dahier verſtorbenen Schneidermeiſter Nikolaus Pertſch den förmlichen Concurs erkannt. Rechtsanſprüche jeglicher Art an bieſen Nachlaß ſind bei Strafe des Ausſchluſſes von der Maffe f Freitag den 10. Januar 1840, Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht anzuzeigen und z begründen. Rödelheim den 24. November 1839. Großh. heſſ. 7 ſolmſ. Lengerich N u ff. Seid M 1 Fu eh neg. (1232) Freitag den 27. Dezember, Vormittags 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Lieferung des zu den Straßenlaternen, für die Nachtwächter und Thürmer benöthigte Oel und Licht, für das Jahr 1840, in ungefähr 300 Maas Oel beſtehend, öffent⸗ lich an Wenigſtnehmende verſteigert werden. Friedberg den 12. Dezember 1839. 0 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (1233) Mittwoch den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Nauheimer Gemeindewald 140 eichen Bauſtämme circa 10,000 Cub. Fuß hal⸗ tend, meiſtbietend unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich verſteigert werden. Nauheim den 12. Dezember 1839. Der kurheſſiſche Bürgermeiſtek Hartmann. Bekanntmachung. (1234) Freitag den 27. Dezember l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das Einkommen an Standgeld von den Wochen- und Jahrmärkten mit Butterwage, ſowie auch das Ein— kommen von der Stadtwaage für das Jahr 1840 öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 12. Dezember 1839. Der 905 heſſ. eee D. Fritz. pri e e ntnid htden⸗ 1200 fl. (1171) werden auf eine zu 2300 fl. in der Brand⸗ kaſſe verſicherte und in gutem Zuſtande ſich befind⸗ liche Hofraithe gegen billige Zinſen zu leihen geſucht von i Georg Henzel in Bönſtadt. Ein vierſitziger, bedeckter Wagen, (1214) welcher noch wenig gebraucht, und vor wenigen Jahren in Offenbach neu gebaut wurde, ſteht im Gaſthaus zu den drei Schwerten zum Verkauf. Friedberg den 3. December 1839. Ein Logis (1235) im zweiten Stock, welches im März 1840 bezogen werden kann, hat zu vermiethen Carl Schneider in der Spurgaſſe ein der Mil von Kirſchb 1 50 dug aufe Fur (lade) ergeben te 2 von Herrn ſonſttgen S und reelle Butzba (1239) Publikum nachtsfeſt den mögli Eine Sor. 5 0 Weißweſl Gutes Re Feinſtes? Ich bi in ihrem Hafer lerſtag zu Fried! (1240) Tob. M. Butzb .„ „Dutgerweiſter ug. ng. * 9 0 „ Vormittag Gemeindewald Cub. Fuß hal⸗ bekann kannt gemacht delgert werden. 3. Durgermeiſtet mann. 1 g. T l. K, Vor⸗ Ratdhaus das Wochen ⸗ und 1 1 auch das Ein⸗ das Jahr 1840 00. . in der Brand⸗ ande ſich befnd⸗ zu leihen geſucht Boönſtadt. Wagen, nucht, und vor gebaut wurde, an zum Verkauf n im Minz 1840 1 Bürgermeiſtet — . Bairiſches Bier. (1286) um mehrfachen Anfragen zu begegnen macht der Unterzeichnete andurch bekannt, daß die hieſige Brauerei wieder mit hinreichenden Vorräthen ſ. g. bairiſchen Biers verſehen iſt, und die Preiſe fur die Ohm Büdinger Gemäßes, neben 6 kr. Spund⸗ geld, bis zum 1. Mai k. J. auf 8, 9 und 10 fl. geſetzt ſind. Der Transport geſchieht für Rechnung der Käu⸗ fer auf billige Weiſe. Wächtersbach am 8. Dezember 1839. Der gräfliche Brauereiverwalter Cunz. Bekanntmachung. (1237) Montag den 16. Dezember d. J., Mit⸗ tags 12 Uhr, ſoll auf dem Rathhaus in Nauheim ein der Muthiſchen Concursmaſſe gehörendes Sopha von Kirſchbaumholz mit Sitzen von Rohr geflochten meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verkauft wer den. Nauheim den 11. Dezember 1839. Martin Bernhard, Maſſekurator. Fuͤr Weihnachts⸗Geſchenke geeignet! (1238) Ich mache einem geehrten Publikum die ergebenſte Anzeige, daß ich eine bedeutende Auswahl von Herrn- und Kindermützen von Pelz, Tuch und ſonſtigen Stoffen beſitze, und verſpreche billige Preiſe und reelle Bedienung. Butzbach im Dezember 1839. Wilhelm Leyerzapf, wohnhaft in der Schloßſtraße. Mehl⸗ Empfehlung. (1239) Ich benachrichtige hierdurch ein geehrtes Publikum, daß mein Mehllager auf dieſes Weih— nachtsfeſt aufs beßte aſſortirt iſt, und verkaufe zu den möglichſt billigen Preiſen. Eine Sorte Nr. 1, feinſtes Blumenmehl, das Ge— ſcheid 14 kr. 75 5„ 2, das Geſcheid 12 kr. 7 77„ 3,„ 7 11 kr. Weißmebhl, 5 7 9 kr. Gutes Roggenmehl, pr. Meſte(18 Pfd.) 51 kr. Feinſtes Blumenmehl im ganzen Mltr. 14 fl. Ich bemerke noch, daß ich alle Gattungen Früchte in ihrem vollen Werth als Zahlung annehme. Hafer nehme ich wieder am Dienſtag und Don- nerſtag zu 2 fl. 50 kr. pr. Malter an. Friedberg im Dezember 1839. J. L. Rappolt, Mehl⸗ und Fruchthändler. 340 fl. (1240) Curatel⸗Gelder liegen zum Ausleihen bei Tob. M. Grüninger. Butzbach den 12. Dezember 1839. Johs. Stein häußer, Curator. 349 —— Backhaus zu verkaufen. (1 24.1 Der Unterzeichnete iſt geſonnen, Montag den 23. d. M., Vormittags 10 Uhr, in der hieſigen Gemeindeſtube ſein geräumiges Backhaus, welches ſich auch zur Betreibung der Wirthſchaft eignet, nebſt Stallung an den Meiſtbietenden zu verſteigern. Sollte kein annehmbares Gebot darauf geſchehen, ſo wird es unter billigen Bedingungen verpachtet. Rendel den 7. Dezember 1839. Georg Seum. Flachs und Werg. (1242) Zwei Sorten ganz feinen franzöſiſchen Flachs verkaufe ich zu folgenden Preiſen: 1 Pfd., hieſiges Gewicht, ganz fein zu 32 Fr. 1 Pfd. ditto, 2te Sorte auch ganz fein, 30 kr. 1 Pfd. Werg 8 kr. Adam Söllner, Seilermeiſter. Feines und grobes Werg (1243) iſt zu verkaufen bei Guſtav Steup in Florſtadt. Empfehlung. (1244) Der Unterzeichnete empfiehlt ſich in Fer⸗ tigung aller Arten von Seilerwaaren und den in dieſen Artikel einſchlagenden Gegenſtänden. Beſon— ders bemerke ich, daß ich eine ſehr gute Sorte des ſogenannten ſchwarzen oder ſilbergrauen Spinnhanfts führe, den ich um hilligen Preiß verkaufe. Meine Wohnung iſt bei Wittwe Formhals an der Eichel— hofgaſſe. Friedberg den 12. Dezember 1839. Franz Dietrich, Seiler. Zwei große noch ſehr brauchbare Brau— (1245) bütten, eine von circa 10 Ohm, die andere von 8 Ohm, die ſowohl zur Bierbrauerei, als auch zur Gerberei ſehr geeignet ſind, hat zu verkaufen Fauerbach II. den 11. December 1839. Gottſchalk Simon, Seife⸗ und Lichterfabrikant. Braunkohlen Aſche, (1246) mehrere hundert Fuhren, welche mit vie— ler Holzaſche vermengt iſt, und die bequem mit Fuh⸗ ren vom Haufen weggeholt werden können, ſind un— entgeldlich zu haben bei 5 Fauerbach II. den 11. Dezember 1839. Gottſchalk Simon, Seife- und Lichterfabrikant. Zu Weihnachts- und Neujahrs⸗ Geſchenken (1247) empfehlen wir unſre bekannte ſchöne Toilette⸗Artikel für Damen und Herrn. Auch haben wir von den beliebten Winterkappen friſche erhalten. J. Fürth ſel. Erben. Conditorey⸗Waare. Marzipahn⸗Conveckt in kleineren Fi⸗ ſehr gut fuͤr Chriſtbaͤumchen 12 kr., 1 fl. 18 kr., iſt (1248) guren, welche ſich eignen à Pfund 1 fl. 1 fl. 24 kr., wie auch feinere Qualitaͤt, mir neue Sendung geworden. (Chocolade à Pfund 36 kr.) Friedberg. J. C. Nagel II. g in der breiten Straße. Geſtempelte Spiel⸗(Piquet) Karten (1249) habe ich eine Niederlage uͤbernommen und kann dieſe fuͤr nachſtehende Fabrikpreiße abgeben, Mittelſorte à Dutzend 1514, ff., feine 1 fl. 18 kr., 1 fl. 28 kr, feine Bilder⸗ karte 1 fl. 36 kr. Dieſe Preiße kann ich je⸗ doch nur bei dem Dutzend⸗Verkauf bewilligen. Friedberg. J. C. Ragel II. in der breiten Straße. Litera ri ſche Anzeige. Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Burk, der Waiſenvater G. Fr. Beckh. Eine wahre Geſchichte für die reifere Jugend. 1 18 kr. Diefenbach, Dr. L., Celtica II. Verſuch einer genealogiſchen Geſchichte der Kelten. 3 fl. 48 kr. Die chriſtliche Jungfrau im Brautſtande. 1 fl. 12 kr. Die Nachfolge Chriſti. Ein Erbauungsbuch für gebildete evangeliſche Chriſten. Mit 4 Stahl⸗ ſtichen und colorirtem Titel. 3 fl. 36 kr. Drei Anſichten aus dem Morgenlande. 9 kr. Egeling, L., der denkende Chriſt. Aus dem Holländiſchen überſetzt und mit Anmerkungen be⸗ gleitet von L. Weydmann. 54 kr. Gallois, L., die Geſchichte Napoleons nach deſſen eigenen Angaben. Aus dem Franzöſiſchen frei überſetzt. 1 fl. Geſange der Potsdamer Liedertafel. Für 4 Män⸗ nerſtimmen. Von J. C. Schärtlich, 1 fl. 48 kx. Getthelf, J., wie fünf Mädchen im Branntwein jämmerlich umkommen. Eine merkwürdige Ge⸗ ſchichte. 24 kr. Gruber, K., der Rechenunterricht in der Elemen⸗ tarſchule. Eine lückenlos fortſchreitende Reihe von Fragen und Aufgaben. 48 kr. Kinderleben. Nach dem Engliſchen. 36 kr. Krummacher, E. W., tägliche Herzensweide aus Dr. M. Luther's Werken. 2 fl. Möller, A. W., der Tiſch des Herrn. Ein An⸗ dachtsbuch für Abendmahlsgenoſſen. 42 kr: Poppe, J. H. M. v., neuer Wunder- Schauplatz er — 350— e— der Künſte und intereſſanteſten Erſcheinungen im Gebiete der Magie, Alchymie, ꝛc. Dritter Theil. Mit vielen Abbildungꝶen. 54 kr. Venedey, J., Römerthum, Chriſtenthum und Ger⸗ manenthum und deren wechſelſeitiger Einfluß bei der Umgeſtaltung der Sclaverei des Alterthums u. die Leibeigenſchaft des Mittelalters. 2 fl. 42 kr. Tonleiter-Uebungen zum Gebrauch für Anfänger im Clavierſpiel. i 9 kr. Schwanke des Hebel'ſchen Rheinländiſchen Haus⸗ freundes mit allen ſpaßhaften Geſchichten vom Zundelfrieder, rothen Dieter und Heiner. Theil. 1 fl. 12 kr. Stimme eines Heimgegangenen. Auszug aus den Werken von Louis-Claude St. Martin. 24 kr. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 30 kr. Korn: 7 fl.— kr. Gerſte: 6 fl. 10 kr. Hafer: 2 fl. 50 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 9. Dez.: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 7 fl.— kr. Gerſte: 6fl.— kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruchte⸗Preiſe zu Mainz, am 6. Dez.: Watizen: 10 fl. 20 kr. Kern: 7 fl. 30 kr. J Hater: 3 fl. 4 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 15. bis 22. Dez. 1839. i. Fri Fach pfo Brod Preiſe. F Büßbacß. 8 kr. pf 4 kr. pf. 1 Leib-Roggenbrod 2 f 2 3 2 5 5 2 1 4 77 7 11 N 10 3 Loth. Loth. —[Milchbrod b„14 ½ —[Waſſerweck 1 57 1 —(Gemiſchtes(Tafel-) Brod 3 1 Fleiſch-Preiſe. 5 e pf. 1 Ochſenfleiſch 1001.2 10 2 „ Küöbfleiſch 82 8— „ Rindfleiſch 72 7 4 2 7, Kalbfleiſch 12 8 N 8. „ Schweinenfleiſch 10— 10— „ Hammellleiſch 8— 8— 7 Schaaffleiſch 6 2 7 6 „ Wurſt von blos Schweinen 12— 124— „Gemiſchte Wurſt 110— 101 „ Bratwurſt 14— 14 „ Schwartenmagen 15.— 615— „I Geräucherter Speck 20— 20— „ Schinken 14— 14 „ Dörrfleiſch 15.— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 19— 5 dito ungusgelaſſen 18— 181— „ Nierenfett 19— 18— Hammelsfett 161— 15— Der großh. heſſ. Kreisrath Küchler. 1 Erſter . Da Inkeligen; b, daß es den Fr die hieſſge wohllob Gerſte: 6 fl. 20 kr. glaufen ſud, fi ir die zweite Ze Jutellgeiblatt 5 trag jedoch vos Juleligenzolatt ar welche auszutretel gefälligst davon z. werden. Friedbe —— Gebe Durch Das all. Und ihn, Das hör Die Me Und def Und fr Zwei neue Es iſt in In⸗ und Aus! len die Rede d. K. Fſalt der Nöm Nicht nur ſüdli Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind ernagel in Friedberg. deddernheit ein auch we