EB für die 8 rovins e eerhhessen im 11 De gemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —— 37. Sonnabend, den 14. September 1639. a—————ů Polizeiliche Bekanntmachung. Das Reiten und Fahren auf dem Vicinalweg⸗Neubau zwiſchen Bruchenbrücken und Ilbenſtadt iſt dei 1 fl. Strafe für das Reiten und bei 3 fl. Strafe für das Fahren, für jeden einzelnen Fall, bis zur zänzlichen Beendigung der Wegbauarbeiten verboten. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Friedberg den 10. Sept. 1839. Küchler. Bekanntmachung. Bezirksbote Hagemann II. von Butzbach iſt ſeines Dienſtes entlaſſen worden. Fähige und mit Zeugniſſen über Nuͤchternheit und Wohlverhalten verſehene Bewerber haben ſich binnen 8 Tagen bei mir anzumelden. Friedberg den 11. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Das landwirthſchaftliche Feſt in Orten— berg, den 9. September 1839. Es war ſchon Nachmittags 5 Uhr als ich Ran⸗ ſtadt verließ und dem Bieberberg zueilte. Einzelne Landleute kehrten ſchon von der ranſtädter Kirch⸗ weihe, deren Tanzmuſik noch lange dem Berg her⸗ auf tönte, mit Kuchen beladen heim, und labten ſich gewiß ſchon im Geiſte an der Freude, die ſie ihren Kleinen daheim damit bereiten wurden. Einer dieſer Heimkehrenden belehrte mich über den Weg nach Ortenberg. Raſch ſchritt ich durch den ſchönen Buchenwald und befand mich bald im Freien, wo ich das liebliche Nidderthal und Ortenberg, das die Abendſonne freundlich beſchien, vor mir ſah. Als ich näher kam, ſah ich auf einer großen Wieſe viele Zelte aufgeſchlagen, Fahnen und Scheiben aufge⸗ richtet; auch hörte ich von Ortenberg her Muſik und mehrſtimmigen Geſang: lauter Vorbereitungen für den ſolgenden Tag, wo, wie ich ſpäter erfuhr, das landwirthſchaftliche Feſt,„Ochſenfeſt“ im Munde des Volkes genannt, begangen, und wobei Geſänge, Volksſpiele, Tänze ꝛc. ausgeführt werden ſollten. Ich war erfreut, Zeuge des folgenden Tages ſeyn zu können, und hegte den gleichen Wunſch mit den meiſten Ortenbergern,) der Himmel möchte das Feſt mit freundlichem Wetter beguͤnſtigen. Auch ſchien der Himmel den folgenden Morgen * Warum nicht allen? Die Red. N*—* 2. W 0 cee, voran eine um fünf Uhr ſeine Pſonſbre Fteude an dem Don⸗ ner der Böller und der durch die Straßen von Ortenberg ziehenden Muſik zu haben, denn all⸗ mählig theilten ſich die Wolken und er blickte gar heiter und freundlich auf die von allen Seiten herbeiſtrömenden fröhlichen Menſchen und den ſehr ſchön geordneten Zug, welcher ſich um 9 Uhr in der obern Stadt in Bewegung ſetzte und auf den Feſtplatz, der oben bemerkten Wieſe, zog. Der Feſtzug war auf folgende Weiſe geordnet: Voran wurde die Fahne der Stadt Ortenberg getragen und von ſechs Mitgliedern der Ehrenwache, unter Fährung eines Mitgliedes des Stadtvorſtandes, begleitet. Die Ehrenwache beſtand ans 40— 50 Bürgern, welche mit einem ſchwarzen Hut, ſchwar— zem Frack, weißen Beinkleidern und einer breiten roth und weißen Schärpe angethan waren. wache unter Führung eines Mitgliedes des Stadt⸗ vorſtandes, voran eine Fahne mit der Landesfarbe. Ferner der zur Preisvertheilung beſtellte Commiſſär, ihm zur Rechten der großh. Kreisrath des Bezirks, zur Linken ein Mitglied des Feſtcomitbs. Dann die übrigen zur Preisvertheilung beſtellten Perſonen, begleitet von den ubrigen Mitgliedern des Feſt— comités. Dieſen ſchloſſen ſich die nicht beſonders char— girten Mitglieder des Stadtvorſtandes an. Hier— auf folgten die Mitglieder des landwirthſchaftlichen Vereins und die ubrigen Honoratioren der Stadt zud der Umgegend; alle je zu drei. Dann kam der zur Feier des Feſtes mitwirkende Sängerchor, und zwar die demſelben angehörenden Jungfrauen und Mädchen in weißen Kleidern voran; je zu zwei. Ferner eine Abtheilung von Knaben, die achtzehn Preisfahnen des Scheibenſchießens tragend, je zu zwei. Nach ihnen vier Mitglieder des Stadt- vorſtandes, je zwei und zwei, inmitten derſelben 2 Mitglieder der Ehrenwache, die beiden Glücksräder der Lotterie tragend. Nun kam der einfache von allen überlaͤſtigen Verzierungen freie, aber mit allen Fruchtgattungen würdig und in der That der Sgche ganz angemeſſen geſchmackpoll beladene Ernte⸗ wagen mit 6 Pferden beſpannt und durch ein Mit⸗ glied des Stadtvorſtandes geführt. Hinter ihm folgte der zu verlooſende Pflug mit zwei Pferden beſpannt, und die zwei zu verlooſenden Kalbinnen. Den Schluß machte eine Abtheilung der Ehrenwache, geführt von Dann N folgte die Muſik. Hierauf eine Abtheilung der Ehren— t der Landesfarbe. Fe. e von Menſchen umſchwärmten den * he, Zug mit fröhlichem Ungeſtüm und drängten ſich auf den Feſtplatz um die daſelbſt erbaute und ſchön geſchmückte Tribüne, an deren Fuß der Sängerchor und die Muſik ſich aufſtellten„geſchützt durch einen Kreis der Ehrenwache, während Damen, der zur Preisvertheilung beſtellte Commiſſär, der großh. Kreisrath u. ſ. w. auf der Tribüne Platz nahmen und die Stadtfahne darauf gepflanzt wurde. Der Sängerchor begann unter Muſikbegleitung das Lied: Heil unſerm Fürſten ꝛc., dem noch viele Lieder folg⸗ ten, welche mit vieler Präziſion vorgetragen wurden. Herrn Lehrer Flick gebührt die Ehre, dieſen Chor ſo gut eingeübt zu haben. Beſichtigung des zum Theil ſehr preiswürdigen Vie⸗ hes, namentlich der Bullen, Preisvertheilung, Ziehung der Lotterie, Baumklettern, Sacklaufen u. ſ. w. u. ſ. w. folgten unter lautem Jubel und dem ſchönſten Wet⸗ ter aufeinander. Für die Schützen waren drei Scheiben aufgeſteckt, nach denen wacker geſchoſſen wurde. Es war ein zum Malen ſchöner Anblick, dieſe bunte Menge, dieſe Zelte, Fahnen, u. ſ. w. und im Hintergrunde Ortenberg und Eckhartsborn, die Eine Stadt zu bilden ſchienen. Den Anordnern des Feſtes wurde einſtimmig und mit Recht volles Lob geſpendet. Namentlich nannte man mir Herrn Landrichter Mosler als einen der thätigſten der Anordner. Auch war der⸗ ſelbe überall gegenwärtig, um mit Nath und That an die Hand zu gehen. 1290111 110 1171 W Warnung. Am 10. d. M. fanden Maͤnner aus Obermörlen im Kirchwald einen Platz, auf welchem viele, ihnen unbekannte Stauden mit ſchön glänzenden, ſchwar⸗ zen, kirſchähnlichen Beeren ſtanden. Da dieſe Beeren einen ſüßlichen Geſchmack hatten, ſo nahm einer der Männer einen Theil davon mit nach Haus, um ſeinen Enfelchen etwas mitzubringen.“= Begiorig aßen die Kinder ein Knabe von faſt 4, und ein Mädchen von 2% Jahren die ſüßen/ glänzenden Kirſchen. Auch die Mutter der Kinder verſuchte vothanden iſt die Vergiftun, abel. Möge die tern zur Wa Herten Schu Schulkinder zu warnen, Gegend wach zu machen. Nauheim Der ſchr Zeitung in il werthe Mor. zerner oder Vers, beſot nicht vorenth wie folg: „Der dieß holt aach daß die Hel erſte Keef dagegen ver eint mm Namentlit tſe Beeren „ davon, konnte ihnen aber keinen Geſchmack abgewin⸗ nen; deſto beffer mundeten ſie der alten 64jährigen Großmutter.— Bald nach dem Genuß zeigten die feinder eine eigenthümliche Unruhe, bekamen Nei⸗ zung zum Erbrechen, ſprachen unaufhörlich und völlig derwirrt, und ſchliefen die ganze Nacht hindurch kei⸗ ten Augenblick.— Am folgenden Morgen äußerte auch bei der Großmutter das genoſſene Gift ſeine Wirkung. Sie fing an, alles verkehrt zu thun, zer⸗ brach Mehreres und plauderte unaufhörlich verwirrtes Zeug.— Allmählig trat ein großer Schwächezuſtand ein, beſonders bei den Kindern, deren Leiber zu einer enormen Ausdehnung aufgetrieben wurden. Die Kranken weigerten jede Nahrung, lagen da mit ſtark jeröthetem Geſicht, weiten, ſtarken Pupillen, heißem Kopf und kalten Gliedern. Dabei plauderten ſie unaufhörlich, oder waren— wie ein Bote, der meine irztliche Hülfe in Anſpruch nahm, ſich ausdrückte— „ganz toll.“— Die Unglücklichen hatten von den Beeren der Wolfs- oder Tollkirſche(Atropa Belladonna) gegeſſen! Unbeſchreiblich war der Jammer der Mutter, als ich das Leben ihrer beiden einzigen Kinder in dringender Gefahr erklärte.— Der Vater iſt ſeit Monaten abweſend, um in weiter Ferne den Unter— zalt für den Winter zu verdienen!— Obgleich nun die Kranken ſich heute beſſer be⸗ finden, ſo daß Ausſicht zur Erhaltung ihres Lebens sorhanden iſt, ſo kann doch ihre Geſundheit durch die Vergiftung leicht eine bleibende Störung erlitten haben. Möge dieſe Erzählung allen unvorſichtigen El⸗ tern zur Warnung dienen; mögen vorzüglich die Herren Schullehrer dadurch veranlaßt werden, die Schulkinder vor dem Genuß unbekannter Früchte zu warnen, und ſie durch Vorzeigung der in ihrer Gegend wachſenden Giftpflanzen mit denſelben bekannt zu machen. Nauheim den 12. September 1839. Dr. Bode. Der luzerner Klee. Der ſchwäbiſche Merkur ſo wie die großh. heſſ. Zeitung in ihrer 232. Nummer enthalten beherzigungs⸗ werthe Worte über den Anbau des ſogenannten Lu⸗ zerner oder Schweizer⸗Klees, die wir unſern Leſern, beſonders denen, welche Landwirthe ſind, micht vorenthalten zu dürfen glauben. Sie lauten, wie folgt: „Der dießjährige trockene Sommer wirkte wieder⸗ Holt nachtheilig auf den Futter⸗Gewächsbau ein, ſo daß die Heuernte nur einen mittelmäßigen und der erſte Kleeſchnitt einen ziemlich guten Ertrag lieferten; dagegen verſpricht das Oehmdgras einen niedrigen und in vielen Gegenden gar keinen Extrag; eben ſo nahm der zweite Kleeſchnitt gleichfalls in Folge der anhaltenden Trockenheit ab. Bei dieſen Trocken⸗ heltsverhältniſſen zeichnete ſich auch dieſen Sommer wieder die Luzerne(ewiger Klee) durch einen hohen Futterertrag aus. Die zwei erſten Schnitte gewähr⸗ ten einen vollkommenen und der dritte verſpricht gleichfalls einen befriedigenden Ertrag, ſo daß man mit vollem Rechte von ihr rühmen kaun, daß ſie alle anderen bekannten Futterpflanzen im Ertrag übertreffe. Auch in Beziehung auf den Futterwerth verdient ſie dem Klee und dem Eſper gleichgeſtellt zu werden. Kommt ſie auf den geeigneten Boden, ſo dauert ſie 5— 10— 20 Jahre, und fordert alſo von allen Futterpflanzen den geringſten Kälturauf⸗ wand. Dieſe Futterpflanze kommt ſehr gut auf je⸗ dem Lehmboden, auch lehmigem Sand fort, wenn nur der Untergrund durchlaſſend und waſſerlos iſt. Ein Kalk- und Mergelboden ſagt ihr vorzüglich zu und ſie gedeiht beſonders gut an den ſüdlichen Berg⸗ abhängen. Auch auf jedem Ackerfeld, welches keine waſſergalligen Stellen hat und ſonſt nicht an Feuch⸗ tigkeit leidet, kann ſie mit Vortheil angebaut werden, wenn das Feldſtück an einem Wege liegt, ſo daß man ungehindert das Luzernefeld betreten kann. Will man die Luzerne anbauen, ſo läßt man ihr reine Brache oder Kartoffel vorausgehen, durch welche das Feld von Unkraut rein und tief bearbeitet wird. Gewoͤhnlich ſäet man ſie im Frühjahre mit einer Ueberfrucht, z. B. mit Gerſte und Hafer. Man rechnet auf den Morgen 1½— 2 Vrlg. Luzerneſaa⸗ men. Das Luzernefeld verträgt keinen friſchen Miſt, außer ganz verrotteten oder Kompoſtdünger, auf deſſen Bereithung in allen Wirthſchaften mehr Be— dacht genommen werden dürfte, als dies bisher der Fall war. Wird dem Kompoſthaufen gebrannter Kalk, Mergel oder Seifenſiederäſcherig beigemengt, ſo iſt ſeine Wirkung auf dem Luzernefeld vorzuͤglich. Hat man Gelegenheit, den Abraum von Straßen, welche mit Kalkſteinen beſchlagen wunden, wohlfeil ankaufen zu können, ſo bringe man denſelben den Winter über auf Haufen, beſchütte dieſelbe mit Miſt⸗ jauche, worauf man denn im Frühjahre dieſen mine⸗ raliſchen Duͤnger dem Luzernefeld zuführt; auch gute fruchtbare Erde iſt der Luzerne willkommen. Möchte dieſe kurze Beſchreibung recht viele Landwirthe zum Anbaue einer Futterpflanze ermuntern, welche ſowohl nach Qualität als Quantität ſehr ſchatzbare Eigen⸗ ſchaften beſitzt, und deren Mißrathen bloß in ſehr feuchten Jahrgängen zu befürchten iſt.“ Bei che i n i. gung. Der Unterzeichnete hat bis zum heutigen Tage für die am 13. Juni d. J. durch Hagelſchlag unglücklich gewordenen heſſiſchen Brüder zu Großlumda, großh. heſſ. Kreisbezirks Grünberg, von hieſigen Menſchenfreunden folgende Unter⸗ ſtützung erhalten: 0 1) Vom Ortsbürger Heinrich Klingelmeyer 35 kr.— * 2) Vom Bäckermeiſter Georg Heß 1 fl.— 3) Vom Orts⸗ bürger Johannes Kirchner 6 kr.— 4) Vom Sal. Maurer⸗ meiſter M. Grünewald 1 fl.— 5) Vom Kirchenälteſten Johannes Mörler 1 fl. 10 kr.— 6) Vom Kirchenälteſten G. Chriſtian Mörler 48 kr.— 7) Von Hrn. Sal. Inſpector 9 1 fl. 45 kr.— 8) Vom Sodenmeiſter H. Pauli 35 kr. Nauheim am 6. September 1839. Pauly, Pfarrer. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Arbeits-Verſteigerung. (886) Die zur Erweiterung der Provinzialſtraßen⸗ ſtrecke von dem ilberſtädter Chauſſeehaus nach Aſſen⸗ heim erforderlichen Planirarbeiten werden Mitt⸗ woch den 18. September, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle an den Wenigſtnehmenden öffent⸗ lich vergeben. Friedberg den 29. Auguſt 1839. a Der großh. heſſ. Kreisbaumeſſter Rhumbler. Veröffentlichung. (903) Nach Vorſchrift des Juſtiz⸗Miniſterial⸗ Reſcripts vom 4. November 1835, betreffend die Vernichtung von Akten über abgethane Sachen bei den Gerichten, ſollen von den dahier vorhandenen älteren Akten diejenigen, welche n 1) die zur untergerichtlichen Zuſtändigkeit gehörige Strafſachen betreffen, mit Einſchluß der Polizei⸗ Straf- Protokolle und der Forſtbußregiſter die bis zum Ende des Jahres 1836 ihre Erledigung gefunden haben, ſowie 2) die Akten, welche minderwichtige oder ihrer Be⸗ ſchaffenheit nach einfache Rechtsſtreite zum Ge⸗ genſtand haben, die bis zum Schluſſe des Jahres 1833 beendigt waren, vernichtet werden. Die hierbei Betheiligten werden hiervon mit der Aufforderung in Kenntniß geſetzt, Anträge auf Zu⸗ rückgabe von Urkunden oder von Civilprozeßakten, die in dieſer Beziehung aber von beiden Theilen geſchehen muͤſſen, binnen 3 Monaten dahier anzu⸗ bringen, gegenfalls ſonſt die von den erwähnten Zeit⸗ räumen vorhandenen bezeichneten Akten vernichtet und die ſich vorfindenden Urkunden an die betreffen⸗ den Parteien, auf deren Koſten geſandt werden ſollen. Als beendigt wird eine Prozeßſache betrachtet, wenn die Vollziehung des Endsbeſcheids ſtattgefunden oder ſeit der letzten Verhandlung ein Jahr verfloſſen iſt. Dorheim den 26. Auguſt 1839. Kurfuͤrſtl. Juſtizamt Halberſtadt. rd f (905) Nach dem Amtshypothekenbuche der Ge⸗ meinde Steinfurt entlieh Peter Schmiermund und ſeine Ehefrau 100 fl. am 23. Februar 1787 bei Andreas Raſch zu Steinfurt, 30 fl. am 12. Mai am 1. April 1789 300 fl. und am 21. 1787 bei Zit Rhe 50 fl. am 22, Oktober 1789 bei dem dortigen Kir⸗ chenkaſten, ſodann nach den ended . 8 Septembe 1789 70 fl., ohne daß von dieſen Kapla Gläubiger genannt ſinb. Ebenſo entliehen nach dem erwähnten Amtshypothekenbuche Melchior Schäfer und Ehefrau am 20. Februar 1806 bei Johs. Fritz dahier 40 fl. Wiewohl dieſe Kapitalien längſt wie⸗ der abgetragen ſeyn ſollen, konnen doch die Erben die quittirten Schuldverbriefungen zur Löſchung nicht vorlegen, daher auf Antrag jener alle, welche den Fort⸗ Fortbeſtand der erwähnten Verpfändungen behaupten und auf die vorgedachten Schuldurkunden Anſprüche zu haben vermeinen ſollten, zu deren Anzeige binnen ö Wo⸗ chen unter dem Rechtsnachtheile hiermit aufgefordert werden, daß ſonſt ohne weitere Bekanntmachung die Mortification der Schuldverbriefungen und die Lö⸗ ſchung der deßfallſigen Einträge in den Hypotheken⸗ büchern verfügt werden wird. f Friedberg den 23. Auguſt 1839. 190 Großh. heſſ. freih. v. Loͤwiſches Landgericht In Beurlaubung des Landrichterss f Brumhard. f Guts ⸗Verſteigerung. a (924) Das von Pappenheimiſche adliche Gut in den Gemarkungen Wölfersheim und Södel, im Gan⸗ zen 325 Morgen, 1 Viertel, 9½ Ruthe an Acker⸗ land und Wieſen haltend, nebſt den Hofgebäuden zu Wölfersheim und der dazu gehörigen Schäferei und ſehr bedeutenden Holzberechtigungen ſoll im Termin Mittwoch den 2. Oktober l. J., früh 10 Uhr, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden und demnächſt ſowohl bei Unterzeichnetem als bei dem Adminiſtrator A. Weller zu Wölfersheim zur Ein⸗ ſicht offen liegenden Bedingungen, und zwar ſowohl im Ganzen, als das Gut zu Wölfersheim und das zu Södel allein, im von Pappenheimiſchen Hofe zu Wölfersheim ſelbſt, an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dieſes Gut liegt in der beßten Lage der Wetterau, 1½ Stunde von Friedberg, 6 ½ Stunde von Frankfurt, an der Leipziger Chauſſee und vereinigt mit mehrfachen Annehmlichkeiten be— ſonders den Vorzug vor den meiſten wetterauer Gütern, daß es mit vielen vorzüglichen Wieſen und großen Holzrenten verſehen iſt, und iſt daher der Beachtung von Kaufliebhabern beſonders zu empfehlen. 501 Specielle Auskunft iſt, außer bei Unterzeichne⸗ tem, bei dem Adminiſtrator Weller zu Wölfers⸗ heim zu erhalten. 1 Hage metod 100 Gießen am 31. Auguſt 1839. 1 0. Der von großh. heſſ. Hofgericht der Provinz Oberheſſen beſtellte Commiſſar, Groß. heſſ. Hofgerichtsrath mung fee ee 1 merneiſter Andreas Diehl daſechr ud Gr. 928) M 5 Un, do laß des Ru in der Gem 1 Viertel 2 Thurm, off Friedde 0 (920) 10 Uhr, ſe Vieinabweg das Speind zur Ausf Steinhauer arbeit, au nehmenden Friedb (930) J 10 Uhr, Reguſſten, ſterte Stil 4 meſſng bouteillen, Siegelpre Landgerig cbrera! lers liche Gut el, im Ga de an Akt Hofgebäude 1 Scha fer Uim Terwin 10 Uhr, denden u als bei zuer Gütern und große 1 Beachtun len. Interzeichnt gl fer 1 Wol kit der Prin ar trichtsralſ Aepfel ⸗Verſteigerung. (925) Montag den 16. d. M., Nachmittags 2 Ubr, ſollen die diesjährigen Aepfel der Gemeinde Oſſenheim von ohngefähr 8— 10 Mltr. öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Oſſenheim den 12. September 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Keller. Arbeits⸗Verſteigerung. (926) Nächſten Montag den 16. dieſes Monats, Vormittags 9 Uhr, wird das Zerkleinern von 57 Klafter Stein zur dießjährigen Chauſſee⸗Unterhaltung auf der hieſigen Amtsſtube an den Wenigſtnehmenden vergeben. Reichelsheim am 12. Sept. 1839. Herzogl. naſſ. Chauſſee⸗Bezirks⸗Inſpektion Hehner. Jagd- Verpachtung. (927) Dienſtag den 24. b. M., Vormittags 9 Uhr, werden in der hieſigen Amtswohnung die Freiherrlich vonz Frankenſteiniſchen Jagden in den Gemarkungen Ockſtadt und Dernaſſenheim im Wege öffentlicher Verſteigerung auf 9 Jahr getrennt verpachtet. Ockſtadt den 10. September 1839. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Brömſer. Grundſtück-Verſteigerung. (928) Montag den 23. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das zum Nach⸗ laß des Rudolph Brückmann gehörende Grundſtuͤck, in der Gemarkung Fauerbach gelegen, beſtehend in 1 Viertel 21 Ruthen Acker, hinter dem Rothen⸗ Thurm, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 12. September 1839. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (929) Donnerſtag den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll noch ein Theil der Planirung des Vicinalwegs von Oſtheim nach Niederweiſel, ſowie das Steinbrechen, Steinfahren, Steinſetzen und die zur Ausführung einer Brücke nöthigen Maurer-, Steinhauer ⸗„ Zimmer⸗, Schloſſer- und Weißbinder⸗ arbeit, auf der Bauſtelle ſelbſt, an die Wenigſt⸗ nehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 12. September 1839. Der großh. heſſ Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits- Verſteigerung. (930) Montag den 23. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung nachbemerkter neuer Requiſiten, als: 5 Tiſche, 6 Lehnſtühle, 18 gepol⸗ ſterte Stühle, 5 lackirte Spuckkäſtchen von Blech, 4 meſſingene Leuchter, 2 Bleche für die Waſſer⸗ bouteillen, 10 Fenſtervorhänge, 1 Aktenſchrank, 1 Siegelpreſſe, 2 Spiegel und einige andere geringere 261 Gegenſtände, ſo wie das Tapezieren eines Zimmers, auf dem Militärverwaltungsbuͤreau dahier verſtei⸗ gert. Friedberg den 12. September 1839. In Auftrag: Goltz, Oberquartiermeiſter. Stroh Lieferung. (931) Dienſtag den 24. d. M., Morgens um 10 Uhr, wird die Lieferung von 10 Fuder Kornſtroh, auf dem Verwaltungsbüreau des 2. Bataillons 4. Inf. Regts., in Accord gegeben, Friedberg den 12. September 1839. In Auftrag: Göl z, Oberquartiermeiſter. Arbeits-Verſteigerung. (932) Dienſtag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen nachſtehende Reparaturarbeiten an der Fluthſchleuße bei Aſſenheim mittelſt Verſteigerung in Accord gegeben werden: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 50 fl.— kr. 2) Zimmerarbeit 195% 30„ 3) Handarbeit 6„—„ Aſſenheim den 12. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Günther. Aepfel-Verſteigerung. (933) Montag den 16. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Ilbenſtadt gehörigen Aepfel meiſtbietend verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Ilbenſtadt am 11. September 1839. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Dickenberger. Zu beſetzende Stelle. (889) Die israel. Gemeinde Rodheim im Kreiſe Friedberg ſucht einen Religions-Lehrer, der zugleich das Amt eines Vorſaͤngers zu verſehen hat, und gleich in ſeinen Dienſt eintreten kann. Bewerber, zu dieſem Poſten ſich hinlänglich befähigt glaubend, wollen ſich zur Anhörung der desfallſigen Beding⸗ ungen entweder ſelbſt oder in frankirten Briefen an den unterzeichneten Vorſtand wenden. Rodheim den 28. Auguſt 1839. Löb Borngäſſer. Samuel Bär. Samuel Oppenheimer Edictalladung. (934) Korporal Franz Albrecht Narz von hier entlieh am 12. Dezember 1776 bei Schöff Rupp⸗ recht hierſelbſt ein Kapital von 20 fl., welches, wie— wohl der Eintrag im Hypothekenbuche noch offen ſteht und die Obligation zur Löſchung nicht vorge— legt werden kann, längſt abgetragen ſeyn ſoll. Auf Antrag des Erben der Unterpfänder werden daher alle, welche auf ſolche und die vorgedachte Schuld⸗ urkunde Auſprüche zu vermeinen aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt jene für mortificirt erklärt und der Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden wird. Friedberg den 23. Auguſt 1839. SGroßherzogl. heſſ. Landgericht In Beurlaubung des Dirigenten. nv BI um hard... Verſteigerung von Schaaf pf er chen. (935) Monkag den 16, dieſes Monats, Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhaus 10 Schaaf⸗ Pferche, wovon der erſte mit dem 21. September beginnt, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 10. September 1839. Der Bürgermeiſter D. Fritz. 0 Aepfel ⸗Verſteigerung. J (936) Montag den 16. September l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in der Gemeinde Langenhain eine Parthie Aepfel an den Meiſtbietenden öffent⸗ lich verſteigert werden. N Langencain den 11. September 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Huth. . rr Privat⸗Bekauntmachungen. * Re ſtau ration. (876) Die Reſtauration auf dem Trieriſchen⸗ Plätzchen, Lit. G. Nro 90., nahe am Trieriſchen⸗ Hofe, iſt nun eröffnet. Um ſich in dieſem freund⸗ lichen und reinlichen Locale ſtündlich, der Karte nach, durch ſchmackhafte Spetſen und Getränke, gut und bilbig freſtauriren zu können, werde ich mit Ver⸗ gnügen, unter meiner Aufſicht, Alles aufbieten, jeder billigen Anforderung genügend nachzukommen. Um gütigen Zuſpruch bittet f Frankfurt im Auguſt 1839. Leiſering. Kirchweihfeſt zu Dorheim. (937) Sonntag den 15. und Montag den 16. und den folgenden Sonntag den 22. d. M., an den Tagen des hirſigen Kirchweihfeſtes, iſt bei mit Har⸗ monie⸗ und Tanzmuſik, nebſt allen an dieſem Feſte gewöhnlichen Erforderniſſen anzutreffen. Ich lade hierdurch alle meine guten Freunde und Bekannten Friedbergs und der Umgegend höflichſt ein, bitte um zahlreichen Zuſpruch und werde durch gute Ord⸗ nung und reelle Bedienung das Vergnügen des Fe⸗ ſtes zu erhöhen bemüht ſeyn. Dorheim den 12. September 1839. Wilhelm Bingel, Gaſtwirth. g Ein Mutterſchwein, (938) etwas über% Jahr alt, an der linken Seite des Kopfs, dem Rücken und dem Schwanze hat es einen ſchwarzen Fleck und an beiden Füßen eine Narbe, von dem Schnitt einer Senſe herrührend, — 232 — iſt mir am 22. Auguſt dahter entlaufen. Wer mir darüber Auskunft ertheilen kann, erhält A meſſene Bekohnun gg A Ilbenſtadt den 12. September 1839... „ Andteas Bickel. + 8.(S-... drag. g. cs. 3-8 r-- S- 28. C8. g- 5 Gaſthaus-Verſteigerung. a 50923) Unterzeichneter bvabſichtigt ſeine in der i beßten Lage von Butzbach in der Wetzlarerſttaße 3 gelegene Hofraithe, beſtehend in Wohilhaus, 1 Scheuer, Stallung für 12 Pferde, 2 Schwein⸗ A ſtälle und Kuhſtall, aus der Hand zu verkaufen. J Dieſe nächſt dem Markte neben dem grünen 4 Baum und der Herrn Seyfried'ſchen Apotheke 5 ſehr vortheilhaft fur jedes Geſchäft paſſende 9 7 Hofraithe bürgt einem tüchtigen Manne eine J feſte Exiſtenz. Sollte dieſelbe bis den 1. Okt. 5 d. J. nicht aus der Hand verkauft werden kön⸗. z nen, ſo wird ſie den 1. Okt. einer offentlichen 4 Verſteigerung ausgeſetzt, wozu das Nähere er⸗ 5 4 folgen ſoll. Auch ſtehen deſſen Wirthsgeräth⸗ F ſchaften, nebſt 13 bis 15 Betten, Holz, Heu, J 1 Fäſſer ꝛc. aus der Hand zu verkaufen. — 5 7 Butzbach den 4. September 1839. 7 + 2 4 5 5 Daniel Dreſcher, Gaſtwirth. 5 FP f Odſſenheimer Wäldchen. 1 (939) Sonntag den 15. und Montag den 16. September l. J., als an den Tagen der Oſſenhei⸗ mer Kirchweihe, iſt zum letztenmal für dieſes Jahr Tanzmuſik auf dem Offenheimer Wäldchen. Indem ich hierdurch dazu ergebenſt einlade, danke ich zu⸗ gleich für den mir im Laufe dieſes Sommers ſo zahlreich gewordenen Zuſpruch und hege die ange⸗ nehme Hoffnung, daß auch bei der letzten Sommer⸗ beluſtigung mich meine verehrten Freunde und Gon⸗ ner mit ihrem Beſuche erfreuen werden. 1 901 Jagdhaus Oſſenheim d. 11. Sept. 1839. 11518 6210 Aehle. Bainhardsforſthaus. 15 (940) Sonntag den 15. Sept, iſt auf dem Bain⸗ hardsforſthaus gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik und zwar zum Letztenmale für dieſen Sommer, an⸗ zutreffen, wozu höflichſt einladet f Bainhardsforſthaus. Bekanntmachung. (941) Unterzeichnete iſt geſonnen, Donnerſtag den 26. September d. J., Vormittags 9 Uhr, eine Scheuer auf den Abbruch an den Meiſtbietenden Bötz. zu verkaufen. Oberrosbach den 9. September 1839. Johs. Griebs Wittwe. 3 n Lure b (942) Ein gut fagçonirter und im beßten Stunde 104) Det Terleihung ve Pen als in fl. an Privaten u 4% und wollen mir d Briefen unte buchsauszüge Nidda de (946) lieg oder theilwei ertheilt: 0 (947) be Keller und dasſelbe ſog in der Kirch 5 (948) M mittags 8! des verſtorb hörenden Mo Weißgeräthe, A, gegen gle hietend vers Aſſenhe erkaufen. 1 1 grünen! Apotheke! daſſende f kenne eine! 1. Okt. den kon: fentlichen ere er⸗! *„ dem Bain⸗ * nemyſſt Azmuſtt * ag oh. onnerſtag Uhr, eine bietenden ſſch befindlicher kupferner Brandweinkeſſel nebſt Huth und Schlangenrohr, 135 Maas haltend, iſt billig zu kaufen bei Wilhelm Handwerk in Wetzlar. Verlaufener Hund. (943) Am verfloſſenen Sonntag den 8. Septem⸗ ber hat ſich auf dem Wege von Friedberg nach dauerbach ein großer rother Hund verlaufen. Es wird deßhalb derjenige, welcher jetzt im Beſitz des gedachten Hundes iſt oder darüber Auskunft geben kann, gebeten, mich davon gefälligſt zu benachrichti⸗ gen und angemeſſenes Honorar entgegen zu nehmen. Weckesheim den 10. September 1839. G. Wedel, Steiger. Zum Vermiethen. (944) Unterzeichneter hat ein Logis, beſtehend in 4 aneinanderſtoßenden Zimmern, wovon 2 heitzbar nd, ſodann eine Manſarde, Küche, Keller, ver— ſchloſſenen Holzplatz, Theil an dem Speicher und der Waſchkuͤche, zu vermiethen, und kann daſſelbe den 1. December bezogen werden. Heinrich Dienſt bach vor dem ehemaligen Mainzer Thore. Bekanntmachung. (945) Der Unterzeichnete hat den Auftrag zur Verleihung von 20 bis 30,000 fl., ſowohl in gro— ſen als in kleinen Summen, an Gemeinden zu 4% en Privaten nach Beſchaffenheit der Unterpfänder ju 4% und 5% erhalten. Hierauf Reflectirende pollen mir das Nähere mündlich oder in portofreien Briefen unter Vorlage der Taxationen und Flur— luchsauszüge über die Unterpfänder mittheilen. Nidda den 8. September 1839. Schlotzhauer, Dekanatsrechner. 2000 fl. (946) liegen zum Ausleihen bereit, welche ganz oder theilweiſe abgegeben werden. Nähere Auskunft ertheilt Adam Schmiedt in Friedberg. Ein angenehmes Logis, (947) beſtehend in 3 Zimmern, Küche, Platz im Keller und Holzplatz hat zu vermiethen, und kann dasſelbe ſogleich bezogen werden, Michael Bauer in der Kirchgaſſe. Bekanntmachung. 4948) Mittwoch den 18. September d. J., Vor⸗ mittags 8 Uhr, werden dahier die zum Nachlaſſe des verſtorbenen Beigeordneten Friedrich Hörle ge— hörenden Mobiliargegenſtände, als verſchiedenartiges Weißgeräthe, Bettungen, Schränke, Tiſche, Stühle, 26, gegen gleich baaxre Zahlung öffentlich und meiſt⸗ bietend verſteigert, a f Aſſenheim den 11. September 1839. 9 f Schmidt, Hörle'ſcher Vermögens- Verwalter. ——5 263— Kunſtreiter⸗Geſellſchaft. (949) Bei günſtiger Witterung werden Samſtag den 14. und Sonntag den 15. September in dem Cireus der Unterzeichneten die zwei letzten Vorſtel⸗ lungen gegeben. Den 14ten iſt der Anfang um 5% Uhr, und Sonntag den 15ten um 4 Uhr. Der Schauplatz iſt auf dem Exercierplatz. Friedberg im September 1839. 8 Eliſabetha Schmidt, Inhaberin einer Kunſtreiter-Geſellſchaft— iche K (950) iſt gegen die Mitte künftiger Woche auf hieſiger Kalkbrennerei zu haben. Friedberg den 12. September 1839. Grünewald. Kirchweihfeſt zu Niedermoͤrlen. (951) Sonntag den 15. und Montag den 16. d. M., findet das hieſige Kirchweihfeſt ſtatt, und iſt bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Niedermörlen den 12. September 1839. H. Dietz. Empfehlung. (952) Tafelbeſtecke mit Elfenbein-, Ebenholz⸗ und Hornheften; Scheeren, alle Sorten von feinem eng⸗ liſchem Stahl, habe ich in ſchönſter Auswahl und zu verſchiedenen Preiſen vorräthig. Friedberg. S. Goldſchmidt, Meſſerſchmied, Judengaſſe Nr. 10, dem Uhr⸗ macher Hrn. Hanau gegenüber. Be Fan nit mg ch u n. (953) Der frühere Eichmeiſter Pietz in Vilbel, welcher mit ſonſtigen Geſchäften zu ſehr überhäuft und dadurch oft in der Lage war, die Gewerbtrei— benden mit dem Eichen von Fäſſern, Brennerei— geſchirren lange hin zu halten, hat feiner Stelle freiwillig entſagt. Es wird dieſes mit dem Anhange hierdurch veröffentlicht, daß der daſelbſt neu beſtellte großh. Eichmeiſter, Küfermeiſter Kreiling, ſowohl durch zweckmäßige Einrichtung als Geſchäftsgewand— heit und guten Willen, den Wünſchen des Publikums in vorkommenden Fällen durch ſchnelle Beförderung völlig entſprechen wird. Lintlenx agrei ſechte A niz ei ge. Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt vor⸗ räthig: Wägner, Wilhelm, die Belagerung von Kolberg. Dramg in drei Abtheilungen, 1 fl. 30 kr. Gersbachs, Joſeph, Liedernachlaß, Mehrſtimmige Geſänge, für gemiſchten Chor und Männerſtim— men. Herausgegeben. von Anton Gersbach. 2 fl. 42 kr — Das Lalenbuch. Wunderſeltſame, abenteuerliche unerhörte und bisher unbeſchriebene Geſchichten und Thaten der Lalen zu Lalenburg, in Mis nopota⸗ mia hinter Utopia gelegen. Jetzund alſo friſch män⸗ niglichen zu ehrlicher Zeitverkürzung, aus unbe⸗ kannten Autoren zuſammengetragen, und aus uto⸗ piſcher, auch rothwälſcher in deutſche Sprache geſetzt. Auf's neue gemehrt und gebeſſert durch M. Aleph, Beth, Gimel, der Feſtung Ypſilon Burger Amtmann. Pfl. 1 Hoffmann, die Erde und ihre Bewohner. Dritte Abtheilung. 1 fl. 24 kr. Pabſt, Lehrbuch der Lanvwirthſchaft. Erſten Ban⸗ des zweite Abtheilung. Specielle Pflanzenpro⸗ ductionslehre. 2 fl. 24 fl. Platt, Schulkarte von Deutſchland. 54 kr. Duller, E., die Geſchichte des deutſchen Volkes. Zweite Lieferung. 36 kr. Kümicher, Caroline, Conſtanzer Kochbuch. Oder praktiſche Anleitung zur ſchmackhaften und geſun⸗ den Zubereitung aller Speiſen, beſonders auch der Faſten⸗ und Kranken ⸗Speiſen, dann des Back⸗ werks, des Eingemachten u. ſ. w. In Verbindung mit dem auf eigene Erfahrung gegründeten, kurz deutlich und mit Fleiß ausgearbeiteten Haus⸗ und Wirthſchafts-Buch. Geb. 1 fl. 45 kr. Ritter, Henriette, kurzgefaßtes, aber deutliches und vollſtäͤndiges Kochbuch. 54 kr. Fuckel, meine Bienenzucht, oder ausführliche An⸗ leitung zur Behandlung der Bienen in jeder Jah⸗ reszeit. 1 fl. 36 kr. Auerbach, B. H. Dr., Lehrbuch der israelitiſchen Religion. fl. 21 kr. Benedix, R., Handbuch für die Reiſe von Rot⸗ terdam bis Straßburg. 1 fl. 45 kr. Die. (54) Homoͤopathie, beſprochen bei den Ständen des Großherzog⸗ thums Heſſen. Nebſt Vorwort und Nachtrag von Friedr. Wolff, Großherzog. Hofrathe und Mitgliede der zweiten Kammer. XXIV und 78 Seiten; gr. 8. in farbigem Umſchlag. Preis 36 kr. Zum Beßten der hieſigen Kleinkinderſchule.) Den vollſtändigen Kammerverhandlungen, wovon die Nrn. 167 und 168 der Großh. heſſ. Zeiiung einen nur ſehr gedrängten Auszug lieferten, hat der Herausgeber dieſer Schrift nunmehr noch ein Vor⸗ wort und ein Nachtrag, ſodann viele Aumerkungen beigefügt, deren Nachweiſe, Urtheile und Vorſchläge das Intereſſe des Ganzen ſehr erhöhen. Dieſelbe wird daher dem gebildeten, für ſeine und der Seini⸗ gen Geſundheit, ſo wie für die ungehinderte Ent⸗ wickelung und Ausübung der Wiſſenſchaft überhaupt nicht gleichgültigen Leſer als eine willkommene Gabe erſcheinen. a. 35 Darmſtadt, Auguſt 1839. 4 Leske' ſche Verlagshandlung. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waiz en: 10 fl. 30 kr. Korn: 6 fl. 30 kr. Gerſte: 5 fl.— kr. Hafer: 3 fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 2. Sept: Waizen: 10 fl.— kr. Korn: 5 fl. 45 kr. Gerſte: 6 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. 5 Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 6. Sept.: Waizen: 11 fl. 13 kr. Korn: 7 fl. 40 kr. Gerſte: 6 fl. 23 kr. Hafer: 3 fl. 18 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 15. bis 22. September 1839. pfd Brod Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. kr. pf. Leib⸗Roggenbrod 22 2 2 2 7. 7. 5 5 5— 4„„ 10 5 10 i Loth. Loth. — Milchbrod 114% 14% —[Waſſerweck 1457. 1— —[Gemiſchtes(Tafel-) Brod 1 11 5% Fleiſch-Preiſe. 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 11— 1170 „ Kübfleiſch 8 1 8— „Rindfleiſch 4 2 „ Kalbfleiſch 72 712 „ Schweinenfleiſch 10— 10— „Hammellleiſqh 815 PFE. „ Schaaflleiſch 7 1.——— „Wurſt von blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 10— 104— „Bratwurſt 15— 14— „ Schwartenmagen 164— 16— „Geräucherter Speck 3 „Schinken 15— 15— „ Dörrfleiſch 164— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 201— 19— „ dito unausgelaſſen. 16— 16— „ Nierenfett 18— 18— Hammelsfett 15— 115— Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. J. V. deſſ. Dr. Cameſasca. Gedruckt und verlegt unter Vuvgstwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. den K * 330 — De Mit R thätigkeit der tionsliſten il Auch werde derſelben es Fr Det groß ern ſehr bedeuten Aitheiligten 1) Bei 2 Schon teltet Gemei beauftragt d weiteren Be ten verwen Als! gehenden G in die Con,